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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR OPERATING A WASHING MACHINE HAVING AN IMPROVED SPIN CYCLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/079470
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for controlling a spin cycle having a plurality of spin steps in a laundry treatment method in a washing machine having a drum, mounted rotatably around a substantially horizontal axis in a detergent vessel, wherein the pieces of laundry are distributed in an inner chamber of the drum by an increasing and/or lowering of a speed of the drum in the spin cycle before every spin step in a laundry distributing step, wherein a maximum distributing time (tmax n) and/or a maximum number (mtr n) of distributing attempts for reaching or falling short of a maximum value (Dmax 1) of an acceptably irregular distribution of the laundry pieces is specified for the laundry distributing step (n) before the spin step (n), wherein (a) the actually required time tact n is determined for every laundry distributing step (n); (b) a difference Δtn = tset n-tact n between the actual time (tact n) and a specified time (tset n) for the laundry distributing step (n) is calculated; and (c) a decision on the further course of the spin cycle is made depending on the calculated difference Δtn = tset n-tact n. The invention additionally relates to a washing machine suitable for carrying out said method.

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Inventors:
RAHFOTH ANTJE (DE)
SCHUBERT WOLFRAM (DE)
SKRIPPEK JOERG (DE)
VOGEL SVEN (DE)
Application Number:
PCT/EP2012/073695
Publication Date:
June 06, 2013
Filing Date:
November 27, 2012
Export Citation:
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Assignee:
BSH BOSCH SIEMENS HAUSGERAETE (DE)
RAHFOTH ANTJE (DE)
SCHUBERT WOLFRAM (DE)
SKRIPPEK JOERG (DE)
VOGEL SVEN (DE)
International Classes:
D06F35/00; D06F33/02; D06F37/20
Domestic Patent References:
WO2008075987A22008-06-26
Foreign References:
EP1693498A22006-08-23
US5671494A1997-09-30
DE19753382A11999-06-10
DE19616985A11997-10-30
DE102008055091A12010-06-24
DE69622067T22003-02-27
Attorney, Agent or Firm:
BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (DE)
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Claims:
Patentansprüche

Verfahren zum Steuern einer Schleuderphase mit mehreren Schleuderschritten in einem Wäschebehandlungsverfahren in einer Waschmaschine mit einer in einem Laugenbehälter um eine im Wesentlichen horizontale Achse drehbar gelagerten Trommel und einer Programmsteuerung, bei welchem Verfahren in der Schleuderphase vor jedem Schleuderschritt in einem Wäscheverteilschritt eine Verteilung der Wäschestücke in einem Innenraum der Trommel durch ein Erhöhen und/oder Senken einer Drehzahl der Trommel vorgenommen wird, wobei für den Wäscheverteilschritt n vor dem Schleuderschritt n eine maximale Verteilzeit tmaxn oder/und eine maximale Anzahl mtrn an Verteilversuchen für das Erreichen oder Unterschreiten eines maximalen Wertes Dmax1 einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke vorgegeben ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

(a) für jeden Wäscheverteilschritt n die tatsächlich benötigte Zeit tactn ermittelt wird;

(b) eine Differenz Atn = tsetn-tactn zwischen der tatsächlichen Zeit tactn und einer vorgegebenen Zeit tsetn für den Wäscheverteilschritt n berechnet wird; und

(c) in Abhängigkeit von der berechneten Differenz Atn = tsetn-tactn eine Entscheidung über den weiteren Ablauf der Schleuderphase getroffen wird.

Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass als maximaler Wert Dmax1 einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke eine maximal akzeptable Unwucht UNmax1 vorgegeben ist.

Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Unwucht bestimmt wird anhand einer Drehzahlschwankung der Trommel und/oder einer Auslenkung des Laugenbehälters.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass einem Benutzer der Waschmaschine für den Fall des Vorliegens einer Differenz Atn größer 0 eine Auswahlmöglichkeit angeboten wird, die weitere Schleuderphase in Hinblick auf eine minimale zeitliche Dauer oder eine erreichbare minimale Restfeuchte zu gestalten.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer Differenz Atn größer null die Schleuderphase zeitlich verkürzt wird. 6. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Zeitdifferenz Atn größer 0 als Zeitguthaben zu der für den nächsten Wäscheverteilschritt vorgegebenen Zeitdauer tsetn+1 addiert wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitdifferenz Atn größer 0 als Zeitguthaben zu einem Anteil x zu der für den nächsten Wäscheverteilschritt vorgegebenen Zeitdauer tsetn+1 addiert wird, wobei der letzte Wäscheverteilschritt vor dem Endschleudern ausgenommen ist, und ein Anteil y, wobei x+y=1 ist, zur Dauer tsetn+1 des letzten Wäscheverteilschrittes vor dem Endschleudern addiert wird.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass x im Bereich von 0,2 bis 0,4 liegt und y im Bereich von 0,6 bis 0,8 liegt.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitdifferenzen Atn aufsummiert werden und der gebildete Gesamtzeitraum tmax für die zeitliche Verlängerung der Dauer tsetn des letzten Wäscheverteilschrittes vor dem Endschleudern eingesetzt wird.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorliegen einer Zeitdifferenz Atn größer 0 auf einer Anzeigevorrichtung der Waschmaschine das Vorliegen einer guten Verteilung der Wäschestücke in der Trommel angezeigt wird.

1 1. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass bei Vorliegen einer Zeitdifferenz Atn kleiner 0 auf einer Anzeigevorrichtung der Waschmaschine das Vorliegen einer schlechten Verteilung der Wäschestücke in der Trommel angezeigt wird.

12. Verfahren nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass bei mehrfachem Vorliegen einer Zeitdifferenz Atn kleiner 0 das Schleudern abgebrochen wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, das für den Fall, dass Atn größer ist als ein vorgegebener Schwellenwert ts, ein Wert Dmax2 < Dmax1 für den maximalen Wert einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke festgelegt wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass in der Steuervorrichtung der Waschmaschine Werte für eine vorgegebene Zeit tsetn für den Wäscheverteilschritt in Abhängigkeit von einer Beladungsmenge der Waschmaschine mit Wäschestücken und/oder in Abhängigkeit von dem maximalen Wert Dmax für den maximalen Wert einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke hinterlegt sind.

15. Waschmaschine mit einer in einem Laugenbehälter um eine im Wesentlichen horizontale Achse drehbar gelagerten Trommel und einer Programmsteuerung, die eingerichtet ist, um ein Verfahren durchzuführen, bei dem in der Schleuderphase vor jedem Schleuderschritt in einem Wäscheverteilschritt eine Verteilung der Wäschestücke in einem Innenraum der Trommel durch ein Erhöhen und/oder Senken einer Drehzahl der Trommel vorgenommen wird, wobei für den Wäscheverteilschritt n vor dem Schleuderschritt n eine maximale Verteilzeit tmax oder/und eine maximale Anzahl mtr an Verteilversuchen für das Erreichen oder Unterschreiten eines maximalen Wertes Dmax1 einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke vorgegeben ist,

dadurch gekennzeichnet, dass die Waschmaschine eingerichtet ist, um ein Verfahren mit den Schritten, dass

(a) für jeden Wäscheverteilschritt n die tatsächlich benötigte Zeit tactn ermittelt wird;

(b) eine Differenz Atn = tsetn-tactn zwischen der tatsächlichen Zeit tactn und einer vorgegebenen Zeit tsetn für den Wäscheverteilschritt n berechnet wird; und

(c) in Abhängigkeit von der berechneten Differenz Atn = tsetn-tactn eine Entscheidung über den weiteren Ablauf der Schleuderphase getroffen wird,

durchzuführen.

Description:
Verfahren zum Betrieb einer Waschmaschine mit einer

verbesserten Schleuderphase

Die Erfindung betrifft ein Verfahren Betrieb einer Waschmaschine mit einer verbesserten Schleuderphase, d.h. ein Verfahren zum Steuern einer Schleuderphase in einer Waschmaschine sowie eine hierfür geeignete Waschmaschine. Insbesondere betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Steuern einer Schleuderphase mit mehreren Schleuderschritten in einem Wäschebehandlungsverfahren in einer Waschmaschine mit einer in einem Laugenbehälter um eine im Wesentlichen horizontale Achse drehbar gelagerten Trommel und einer Programmsteuerung, bei welchem Verfahren in der Schleuderphase vor jedem Schleuderschritt in einem Wäscheverteilschritt eine Verteilung der Wäschestücke in einem Innenraum der Trommel durch ein Erhöhen und/oder Senken einer Drehzahl der Trommel vorgenommen wird, wobei für den Wäscheverteilschritt n vor dem Schleuderschritt n eine maximale Verteilzeit t max n oder/und eine maximale Anzahl m tr n an Verteilver- suchen für das Erreichen oder Unterschreiten eines maximalen Wertes D max 1 einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke vorgegeben ist.

Die Behandlung von Wäsche in einer Waschmaschine umfasst mehrere Behandlungsschritte (Benetzungsphase, Vorwäsche, Hauptwäsche, Spülen). Nach der Hauptwäsche in der Spülphase wird die noch Waschlauge und Schmutzreste enthaltende Wäsche in der Trommel mehrfach gespült, wobei nach der Hauptwäsche und zwischen den Spülschritten jeweils geschleudert wird. Anschließend wird ein Endschleudern durchgeführt, welches zum Ziel hat, dass die Restfeuchte der Wäsche möglichst gering ist, damit eine anschließende Trocknung rasch und mit möglichst geringem Energieverbrauch ablaufen kann. Hierzu ist eine Rotationszahl der Trommel beim Endschleudern möglichst hoch.

Beim Schleudern dreht sich die Trommel der Waschmaschine mit einer sehr hohen Drehzahl, beispielsweise 1.200 Umdrehungen/min. Dabei liegen die Wäschestücke fest an einer Innenwand der Trommel. Sind diese Wäschestücke aber an der Innenwand der Trommel ungleichmäßig verteilt, liegt eine Unwucht vor. Die Trommel gerät in Schwingungen, welche auch die mit der Trommel verbundenen Teile wie Laugenbehälter und Motor erfasst. Diese Schwingungen können sehr stark werden, so dass die Trommel nicht auf die zur Erzielung eines gewünschten Schleuderergebnisses vorgegebene Soll-Drehzahl hochgefahren werden kann. Es ist daher erwünscht, die in einer Schleuderphase der Trommel durch eine ungleichmäßige Verteilung der Wäschestücke an der Innenwand der Trommel bewirkte Unwucht zu reduzieren. Die Verteilung der Wäschestücke kann in einem Bereich einer Wäscheanlagedrehzahl bekanntlich durch gezieltes Erhöhen bzw. Senken der Drehzahl der Trommel beeinflusst werden. Hierbei bedeutet „Wäscheanlagedrehzahl" eine Drehzahl, bei welcher auf die Wäschestücke eine Zentrifugalkraft wirkt, die größer als die Gravitationskraft ist.

Die Wäscheanlagedrehzahl hängt von der Beladung der Trommel mit Wäschestücken ab. Durch eine geeignete Auswahl einer Drehzahl kann somit gezielt ein bestimmter Anteil der Wäschestücke von der Trommelinnenwand gelöst werden. Die gelösten Wäschestücke können sich dann anschließend beim nächsten Erhöhen der Drehzahl neu an der Trommelinnenwand verteilen.

Außerdem ist es bekannt, in Abhängigkeit von einer Position der Unwucht gezielt die Drehzahl herauf- oder herabzusetzen.

Vor dem Übergang in eine Schleuderphase wird eine Trommel daher im Allgemeinen während eines vorgegebenen Zeitraums t set über eine langsame Wäscheverteilphase bzw. einen Wäscheverteilbetrieb beschleunigt und eine Unwucht abgeschätzt, die wäh- rend der Schleuderphase möglichst gering sein sollte. Dabei erfolgt die Abschätzung der Unwucht üblicherweise über die Ermittlung einer Motordrehzahl, einer Beladung der Trommel und einer elektrischen Leistung.

Es sind im Stand der Technik mehrere Verfahren bekannt, mit denen eine Unwucht einer mit Wäschestücken beladenen Trommel gemessen und reduziert wird, um eine Schleuderphase zu beeinflussen. Gemäß der DE 197 53 382 A1 wird hierzu zunächst eine Position der Unwucht in der Trommel bestimmt, was bei einer Wäscheanlagedrehzahl erfolgen kann. Anschließend wird die Trommel in Abhängigkeit von der ermittelten Position der Unwucht der Trommel beschleunigt oder abgebremst, wodurch die Wäschestücke in der Trommel neu verteilt werden.

Die DE 196 16 985 A1 beschreibt ein Verfahren zum Ausgleichen einer beim Schleudern von Wäschestücken in einer Trommel einer Waschmaschine auftretenden Unwucht, bei dem abhängig von einer festgestellten Unwucht eine Ausgleichsflüssigkeit in trommelsei- tig im Wesentlichen in einer Ebene liegende Hohlräume eingebracht wird.

Die DE 10 2008 055 091 A1 beschreibt ein Verfahren zum Betreiben eines Haushaltgeräts zur Pflege von Wäschestücken, bei welchem vor einem Übergang in einen Schleuderbetrieb in einem Wäscheverteilbetrieb eine Verteilung der Wäschestücke in einem Innenraum einer Trommel des Haushaltgeräts durch ein Erhöhen und/oder Senken einer Drehzahl der Trommel vorgenommen wird. Hierbei wird als sogenannte Stabilität S ein Grad eines Anliegens der Wäschestücke an einer Innenwand der Trommel in Abhängigkeit einer Mess- und/oder Steuergröße W ermittelt und ein Erhöhen, Senken und/oder Halten der Drehzahl in Abhängigkeit vom Grad des Anliegens der Wäschestücke vorge- nommen.

In der DE 696 22 067 T3 ist ein Verfahren zum Auswuchten in einer Wäschewaschund/oder -trocknermaschine sowie eine Maschine zum Durchführen dieses Verfahrens beschrieben. Hierzu wird in einer Anfangsdrehphase eine Trommel bei einer ersten Dreh- zahl gedreht, die ein weitgehendes Anhaften der Kleidungsstücke an den Trommelwänden bewirkt, und in einer Erfassungsphase der Gleichgewichtszustand während dieser Anfangsphase ermittelt. Ausgleichsmaßnahmen werden dann durch die Beladung selbst bereitgestellt. Bei diesen Maßnahmen wird die Reduktion der Trommelzahl von einer ersten Drehzahl (90 U/min) auf eine vorbestimmte zweite Drehzahl (45-55 U/min) redu- ziert, die geeignet ist, die Wäsche zum Verlassen der Trommelwände zu veranlassen, so dass diese selbst in Richtung der Trommel fallen. Bei Erreichen der zweiten Drehzahl wird die Drehzahl wieder erhöht, bevor sich die Wäsche am Trommelboden sammelt. Diese Schritte werden wiederholt, bis die Wäsche in der Trommel ausgeglichen ist. Für eine optimale Verteilung der Wäschestücke vor dem eigentlichen Schleudern wird im Rahmen eines Wäschebehandlungsprogramms im Allgemeinen eine feste Zeit und/oder eine bestimmte Anzahl von Versuchen vorgesehen, mit denen eine vorgegebene obere Grenze für eine akzeptable Unwucht durch eine ungleichmäßige Wäscheverteilung erreicht werden kann.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es vor diesem Hintergrund, ein Verfahren zum Betrieb einer Waschmaschine bereitzustellen, bei dem eine Schleuderphase in Hinblick auf die hierfür benötigte Zeit und Effizienz optimal gestaltet werden kann. Insbesondere soll ein solches Verfahren das Steuern einer Schleuderphase in einer Waschmaschine ermöglichen, wobei eine Schleuderphase mit einem ausgewogenen Verhältnis an akzeptabler Unwucht und zeitlicher Dauer bereitgestellt werden kann.

Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Betreiben einer Waschmaschine zur Behandlung von Wäschestücken sowie eine hierfür geeignete Waschmaschine gemäß den unabhängigen Patentansprüchen gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den jeweils abhängigen Patentansprüchen aufgeführt. Bevorzugten Ausgestaltungen des Verfahrens entsprechen bevorzugte Ausgestaltungen der Waschmaschine, auch wenn hierin nicht jeweils gesondert darauf hingewiesen wird.

Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zum Steuern einer Schleuderphase mit mehreren Schleuderschritten in einem Wäschebehandlungsverfahren in einer Waschmaschine mit einer in einem Laugenbehälter um eine im Wesentlichen horizontale Achse drehbar gelagerten Trommel und einer Programmsteuerung, bei welchem Verfahren in der Schleuderphase vor jedem Schleuderschritt in einem Wäscheverteilschritt eine Verteilung der Wäschestücke in einem Innenraum der Trommel durch ein Erhöhen und/oder Senken einer Drehzahl der Trommel vorgenommen wird, wobei für den Wäscheverteilschritt n vor dem Schleuderschritt n eine maximale Verteilzeit t max n oder/und eine maximale Anzahl m tr n an Verteilversuchen für das Erreichen oder Unterschreiten eines maxi- malen Wertes D max 1 einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke vorgegeben ist, und wobei

(a) für jeden Wäscheverteilschritt n die tatsächlich benötigte Zeit t act n ermittelt wird;

(b) eine Differenz At n = t se t n -t act n zwischen der tatsächlichen Zeit t act n und einer vorgegebenen Zeit t set n für den Wäscheverteilschritt n berechnet wird; und

(c) in Abhängigkeit von der berechneten Differenz At n = t se t n -t act n eine Entscheidung über den weiteren Ablauf der Schleuderphase getroffen wird. Hierbei umfasst die vorgegebene Zeit t set n die vorgegebene Zeit für den Wäscheverteilschritt an sich, aber auch die Zeit, die sich ergibt, wenn man eine Anzahl an zulässigen Wäscheteilversuchen mittels eines Zeitraums angibt.

In einem erfindungsgemäß bevorzugten Verfahren ist als maximaler Wert D max 1 einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke eine maximal akzeptable Unwucht UN max 1 vorgegeben. Hierbei kann die Unwucht auf sehr unterschiedliche Weise bestimmt werden. So können ein Motorstrom und/oder eine Motorleistung und/oder eine Motorenergie und/oder eine Auslenkung eines Laugenbehälters aus einer Ruhestellung, eine Trommeldrehzahl und/oder eine Geschwindigkeit betrachtet werden. Die Unwucht wird vorzugsweise anhand einer Drehzahlschwankung der Trommel und/oder einer Auslenkung des Laugenbehälters bestimmt. Dabei kann die Unwucht besonders zuverlässig und genau mittels der Auslenkung des Laugenbehälters ermittelt werden, weil eine Vorhersage der Unwucht aus der Drehzahlschwankung weniger stark von der Beladung der Trommel mit Wäschestücken abhängt.

Vorzugsweise wird eine durch die Wäschestücke bewirkte Unwucht der Trommel zu einem Zeitpunkt bestimmt, zu dem die Wäschestücke im Wesentlichen vollständig an der Innenwand der Trommel anliegen. Vorteilhaft kann für die Bestimmung der Unwucht beziehungsweise zur Reduktion der Unwucht auch der Grad des Anliegens der Wäschestücke an der Innenwand der Trommel, die als eine Stabilität einer Verteilung der Wäschestücke in dem Innenraum der Trommel bezeichnet werden kann, herangezogen werden. Ein solches Verfahren ist im Detail in der DE 10 2008 055 091 A1 beschrieben.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens wird einem Benutzer der Waschmaschine für den Fall des Vorliegens einer Differenz At n größer 0 eine Auswahlmöglichkeit angeboten, die weitere Schleuderphase in Hinblick auf eine minimale zeitliche Dauer oder eine erreichbare minimale Restfeuchte zu gestalten. In einer Ausführungsform kann hierzu ein Benutzer der Waschmaschine schon vor dem Beginn eines Wäschebehandlungsschrittes eine Auswahl treffen. In Ergänzung oder alternativ hierzu kann bei einer weiteren Ausführungsform ein Benutzer auch während eines Wäschebehandlungsprogrammes, z.B., wenn dem Benutzer eine Information über das Vorliegen einer Differenz At n größer 0 angezeigt wird, eine solche Auswahl über die weitere Gestaltung der Schleuderphase treffen.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird daher bei einer Differenz At n größer null die Schleuderphase zeitlich verkürzt.

In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird zumindest ein Teil der Zeitdifferenz At n größer 0 als Zeitguthaben zu der für den nächsten Wäscheverteilschritt vorgegebenen Zeitdauer t set n+1 addiert.

Hierbei kann es vorteilhaft sein, dass die Zeitdifferenz At n größer 0 als Zeitguthaben zu einem Anteil x zu der für den nächsten Wäscheverteilschritt vorgegebenen Zeitdauer t set n+1 addiert wird, wobei der letzte Wäscheverteilschritt vor dem Endschleudern ausgenommen ist, und ein Anteil y, wobei x+y=1 ist, zur Dauer t set n+1 des letzten Wäscheverteil- Schrittes vor dem Endschleudern addiert wird. Vorzugsweise liegt hierbei x im Bereich von 0,2 bis 0,4 und und y im Bereich von 0,6 bis 0,8. Beispielsweise kann x gleich 0,3 sein und y gleich 0,7.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform werden die Zeitdifferenzen At n auf- summiert und der gebildete Gesamtzeitraum t max für die zeitliche Verlängerung der Dauer t set n des letzten Wäscheverteilschrittes vor dem Endschleudern eingesetzt.

Das Vorliegen einer Zeitdifferenz At n größer 0, also eines Zeitguthabens, ist eine wichtige Information sowohl über den bisherigen Verlauf eines Wäschebehandlungsverfahrens als auch über den zukünftigen Verlauf eines Wäschebehandlungsverfahrens sowie dessen Gestaltungsmöglichkeiten. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird daher bei Vorliegen einer Zeitdifferenz At n größer 0 auf einer Anzeigevorrichtung der Waschmaschine das Vorliegen einer guten Verteilung der Wäschestücke in der Trommel angezeigt. Bei der Anzeigevorrichtung kann es sich beispielsweise um eine optische oder eine akustische Anzeigevor- richtung handeln.

Alternativ oder in Ergänzung hierzu kann bei Vorliegen einer Zeitdifferenz At n kleiner 0 auf einer Anzeigevorrichtung der Waschmaschine das Vorliegen einer schlechten Verteilung der Wäschestücke in der Trommel angezeigt werden. Es kann dabei überdies vorteilhaft vorgesehen sein, dass bei mehrfachem Vorliegen einer Zeitdifferenz At n kleiner 0 das Schleudern abgebrochen wird. So kann eine solche Situation einem Benutzer der Wäschemaschine angezeigt werden, der dann geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen kann. Beispielsweise kann die Beladung der Trommel mit Wäschestücken verringert oder aber deren Anordnung in der Trommel manuell beeinflusst werden.

Das Vorliegen eines Zeitguthabens im Sinne der Erfindung kann erfindungsgemäß zu weiteren Maßnahmen führen. So kann vorteilhaft für den Fall, dass At n größer ist als ein vorgegebener Schwellenwert t s , ein Wert D max 2 < D max 1 für den maximalen Wert einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke festgelegt werden. Es wird dann eine noch bessere Verteilung der Wäsche vor einem Schleuderschritt angestrebt.

Andere Modifikationen der Wäscheverteilschritte oder Schleuderschritte können ebenfalls vorgenommen werden. Die Tendenz zur Ausbildung einer Unwucht ist bei Vorliegen einer großen Beladung der Trommel mit Wäschestücken größer. In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind daher in der Steuervorrichtung der Waschmaschine mehrere Werte für eine vorgegebene Zeit t set n für den Wäscheverteilschritt in Abhängigkeit von einer Beladungsmenge der Waschmaschine mit Wäschestücken und/oder in Abhängigkeit von dem maximalen Wert D max für den maximalen Wert einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke hinterlegt. Gegenstand der Erfindung ist außerdem eine Waschmaschine mit einer in einem Laugenbehälter um eine im Wesentlichen horizontale Achse drehbar gelagerten Trommel und einer Programmsteuerung, die eingerichtet ist, um ein Verfahren durchzuführen, bei dem in der Schleuderphase vor jedem Schleuderschritt in einem Wäscheverteilschritt eine Verteilung der Wäschestücke in einem Innenraum der Trommel durch ein Erhöhen und/oder Senken einer Drehzahl der Trommel vorgenommen wird, wobei für den Wäscheverteilschritt n vor dem Schleuderschritt n eine maximale Verteilzeit t max oder/und eine maximale Anzahl m tr an Verteilversuchen für das Erreichen oder Unterschreiten eines maximalen Wertes D max 1 einer akzeptablen ungleichmäßigen Verteilung der Wäschestücke vorgegeben ist. Die erfindungsgemäße Waschmaschine ist eingerichtet, um ein Verfahren mit den Schritten, dass

(a) für jeden Wäscheverteilschritt n die tatsächlich benötigte Zeit t act n ermittelt wird;

(b) eine Differenz At n = t se t n -t act n zwischen der tatsächlichen Zeit t act n und einer vorgegebenen Zeit t set n für den Wäscheverteilschritt n berechnet wird; und

(c) in Abhängigkeit von der berechneten Differenz At n = t se t n -t act n eine Entscheidung über den weiteren Ablauf der Schleuderphase getroffen wird,

durchzuführen.

Die Waschmaschine der vorliegenden Erfindung ist eine Waschmaschine im eigentlichen Sinne oder ein Waschtrockner. Im Folgenden wird für beide Geräte der Ausdruck Waschmaschine verwendet.

Eine erfindungsgemäße Waschmaschine verfügt insbesondere im Allgemeinen über Mittel, um eine ungleichmäßige Verteilung der Wäschestücke in der Trommel festzustellen.

Beispielsweise kann eine erfindungsgemäße Waschmaschine einen Wegesensor aufweisen, welcher in der Lage ist, eine Auslenkung des Laugenbehälters aus einer Ruhestellung zu detektieren, und ein für diese Auslenkung charakteristisches Signal zu erzeugen. Die Erfindung hat den Vorteil, dass eine Schleuderphase optimal gesteuert werden kann. Wenn in einem Wäscheverteilungsschritt weniger Zeit benötigt wird als vorgesehen, kann das entstandene Zeitguthaben für weitere Wäscheverteilungsschritte eingesetzt werden. Dies erhöht insgesamt die Wahrscheinlichkeit dafür, dass eine gute Wäscheverteilung, insbesondere eine Wäscheverteilung mit einer kleinen Wäscheunwucht erreicht wird. Dies ermöglicht wiederum, dass ein Schleudern in der Waschmaschine vorteilhaft mit besonders hohen Trommeldrehzahlen durchgeführt werden kann. Dies führt zu einer reduzierten Restfeuchte der Wäsche. So können die Erfordernisse hinsichtlich der Labelauslo- bung für die Drehzahl und Restfeuchte besonders gut erreicht werden. Schließlich wird als Ergebnis eines verbesserten Schleuderverfahrens auch erreicht, dass Waschmittelreste besonders gut ausgetrieben werden. Dies ist besonders für empfindliche Personen von Bedeutung, die empfindlich auf Waschmittelreste in der Kleidung reagieren. So könnte ein so genanntes„Allergikerprogramm" durchgeführt werden. Schließlich ist aufgrund der verringerten Unwucht auch eine Tendenz der Waschlauge zur Ausbildung von Schaum verringert. In Ausführungsformen der Erfindung kann zudem eine sehr kurze Programmdauer erzielt werden.

Schließlich ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren auch einen Betrieb einer Waschmaschine mit reduzierten Schleudergeräuschen.

Überdies ist das Vorhandensein eines Zeitguthabens ein Indiz dafür, dass eine Wäscheverteilungsstrategie in der Waschmaschine optimal ist.