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Title:
METHOD FOR OPERATING A WATER-CONDUCTING DOMESTIC APPLIANCE HAVING A SPECTROMETER AND DOMESTIC APPLIANCE SUITABLE THEREFOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/120876
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for operating a water-conducting domestic appliance and to a domestic appliance suitable therefor having a drum (16) for receiving items (5, 17) to be treated, a controller (18), and a spectrometer (1, 32, 38), which comprises a beam source (2, 29, 35), a beam detector (3, 30, 36) and a microcomputer (4, 31, 37), the method comprising the following steps: emitting radiation from the beam source (2, 29, 35) in a wavelength range such that the radiation impinges on at least one item (5, 17) in the drum (16), and the beam detector (3, 30, 36) registers the radiation reflected by the item as a measurement signal that is transmitted to the microcomputer (4, 31, 37); evaluating the measurement signal, by means of an evaluation routine, to find a characteristic of the item (5, 17) in the drum (16) and a distance (x 6) between the spectrometer (1, 32, 38) and the item (5, 17) in the drum, the characteristic being transmitted to the controller (18) if the distance does not deviate from a predefined threshold value (S); and selecting and/or adapting a treatment process using the controller (18) on the basis of the transmitted characteristic, the method steps being carried out once or multiple times.

Inventors:
NEUMAIER PHILIPP (DE)
Application Number:
PCT/EP2018/082334
Publication Date:
June 27, 2019
Filing Date:
November 23, 2018
Export Citation:
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Assignee:
BSH HAUSGERAETE GMBH (DE)
International Classes:
D06F34/18; D06F33/37; D06F37/06
Domestic Patent References:
WO2018219602A12018-12-06
WO2000032865A12000-06-08
WO2001046509A12001-06-28
WO2004053220A12004-06-24
Foreign References:
DE102016205756A12017-10-12
JPH1090171A1998-04-10
JPH09267000A1997-10-14
EP2740828A12014-06-11
DE102012017323A12013-03-28
DE102010002773A12011-09-15
DE102010039611A12012-02-23
DE102014212294A12015-12-31
DE102013210996A12014-12-18
DE102015100395A12015-08-06
EP0816551B12003-07-23
EP1242665B12004-03-17
US5396715A1995-03-14
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Verfahren zum Betrieb eines wasserführenden Haushaltsgeräts (10) mit einer Trommel (16) zur Aufnahme von zu behandelnden Gegenständen (5, 17), einer Steuereinrichtung (18), mindestens einem Spektrometer (1 , 32, 38), welches mindestens eine Strahlungsquelle (2, 29, 35), mindestens einen Strahlungsdetektor (3, 30, 36) und einen Mikrocomputer (4, 31 , 37) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass es die folgenden Schritte umfasst:

(b) Emittieren von Strahlung von der mindestens einen Strahlungsquelle (2, 29, 35) des mindestens einen Spektrometers (1 , 32, 38) in einem Wellenlängenbereich von l 1 bis l2, so dass mindestens ein Gegenstand (5, 17) in der Trommel (16) mit der Strahlung beaufschlagt wird, und der mindestens eine Strahlungsdetektor (3, 30, 36) die von dem mindestens einen Gegenstand (5, 17) reflektierte Strahlung als ein Messsignal registriert und Übermitteln des von dem mindestens einen Strahlungsdetektor (3, 30, 36) registrierten Messsignals an den Mikrocomputer (4, 31 , 37);

(c) Auswerten des Messsignals aus Schritt (b) mit einer in dem Mikrocomputer (4, 31 , 37) hinterlegten Auswerteroutine im Hinblick auf mindestens eine Eigenschaft des mindestens einen Gegenstands (5, 17) in der T rommel (16) und einen Abstand x (6) zwischen dem mindestens einen Spektrometer (1 , 32, 38) und dem mindestens einen Gegenstand (5, 17) in der Trommel (16) und Übermitteln der mindestens einen Eigenschaft an die Steuereinrichtung (18), wenn der Abstand x (6) nicht von einem vorgegebenen Schwellenwert S abweicht; und

(d) Auswählen und/oder gegebenenfalls Anpassen einer Behandlung durch die Steuereinrichtung (18) in Bezug auf die in Schritt (c) übermittelte mindestens eine Eigenschaft,

wobei die Schritte (b) bis (d) einmal oder mehrmals durchgeführt werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass im Mikrocomputer (4, 31 , 37) ein Zusammenhang zwischen einer Wellenlänge lc mit l-i < lc > l2 und einem Extinktionswert Ex hinterlegt ist, welcher den Schwellenwert S für den Abstand x (6) vorgibt.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Mikrocomputer (4, 31 , 37) mindestens ein oberer Extinktionswert Emax hinterlegt ist, welcher den Schwellenwert S für den Abstand x (6) vorgibt.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserführende Haushaltsgerät (10) zusätzlich mindestens eine Abstandsmessvorrichtung (33, 34) umfasst, welche mit dem Mikrocomputer (4, 31 , 37) verbunden ist und das Verfahren zusätzlich den Schritt umfasst:

(a) Messen eines Abstands x (6) mit der mindestens einen

Abstandsmessvorrichtung (33, 34) zwischen dem mindestens einen

Spektrometer (1 , 32, 38) und dem mindestens einen Gegenstand (5, 17) in der Trommel (16) und Übermitteln des gemessenen Abstands x (6) an den Mikrocomputer (4, 31 , 37),

wobei die Schritte (a) bis (d) einmal oder mehrmals durchgeführt werden.

5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt (a) und Schritt

(b) gleichzeitig durchgeführt werden.

6. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Schritt (a) vor Schritt (b) durchgeführt wird.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung (33, 34) ein Kontaktsensor (34) ist und Schritt (b) durchgeführt wird, wenn der Kontaktsensor (34) in Schritt (a) anspricht.

8. Wasserführendes Haushaltsgerät (10) mit einer Trommel (16) zur Aufnahme von zu behandelnden Gegenständen (5, 17), einer Steuereinrichtung (18), mindestens einem Spektrometer (1 , 32, 38), welches mindestens eine Strahlungsquelle (2, 29, 35), mindestens einen Strahlungsdetektor (3, 30, 36) und einen Mikrocomputer (4, 31 , 37) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung (18) eingerichtet ist zur Durchführung eines Verfahrens, das die folgenden Schritte umfasst: (b) Emittieren von Strahlung von der mindestens einen Strahlungsquelle (2, 29, 35) des mindestens einen Spektrometers (1 , 32, 38) in einem Wellenlängenbereich von l 1 bis l2, so dass mindestens ein Gegenstand (5, 17) in der Trommel (16) mit der Strahlung beaufschlagt wird, und der mindestens eine Strahlungsdetektor (3, 30, 36) die von dem mindestens einen Gegenstand (5, 17) reflektierte Strahlung als ein Messsignal registriert und Übermitteln des von dem mindestens einen Strahlungsdetektor (3, 30, 36) registrierten Messsignals an den Mikrocomputer (4, 31 , 37);

(c) Auswerten des Messsignals aus Schritt (b) mit einer in dem Mikrocomputer (4, 31 , 37) hinterlegten Auswerteroutine im Hinblick auf mindestens eine Eigenschaft des mindestens einen Gegenstands (5, 17) in der Trommel (16) und einen Abstand x (6) zwischen dem mindestens einen Spektrometer (1 , 32, 38) und dem mindestens einen Gegenstand (5, 17) in der Trommel (16) und Übermitteln der mindestens einen Eigenschaft an die Steuereinrichtung (18), wenn der Abstand x (6) nicht von einem vorgegebenen Schwellenwert S abweicht; und

(d) Auswahlen und/oder gegebenenfalls Anpassen einer Behandlung durch die Steuereinrichtung (18) in Bezug auf die in Schritt (c) übermittelte mindestens eine Eigenschaft,

wobei die Schritte (b) bis (d) einmal oder mehrmals durchgeführt werden.

9. Haushaltsgerät (10) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Haushaltsgerät (10) zusätzlich eine Abstandsmessvorrichtung (33, 34) umfasst, welche mit dem Mikrocomputer (4, 31 , 37) verbunden ist und die Steuereinrichtung (18) eingerichtet ist zur Durchführung eines Verfahrens, das zusätzlich den Schritt umfasst:

(a) Messen eines Abstands x (6) mit der mindestens einen Abstandsmessvorrichtung (33, 34) zwischen dem mindestens einen

Spektrometer (1 , 32, 38) und dem mindestens einen Gegenstand (5, 17) in der Trommel (16) und Übermitteln des gemessenen Abstands x (6) an den Mikrocomputer (4, 31 , 37),

wobei die Schritte (a) bis (d) einmal oder mehrmals durchgeführt werden.

10. Haushaltsgerät (10) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung (33, 34) ausgewählt ist aus der Gruppe bestehend aus einem Time-of-Flight-Sensor (33), einer Kamera, einem Kontaktsensor (34) und einem RFID-Sensor.

1 1. Haushaltsgerät (10) nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung (33, 34) ein Time-of-Flight-Sensor (33) ist. 12. Haushaltsgerät (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung (33, 34) ein Kontaktsensor (34) ist.

13. Haushaltsgerät (10) nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Gegenstand (5, 17) in der Trommel (16) zusätzlich einen

RFID-Tag aufweist und die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung (33, 34) ein RFID-Sensor ist.

14. Haushaltsgerät (10) nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Trommel (16) mindestens einen Wäschemitnehmer (14) aufweist und das mindestens eine Spektrometer (1 , 32, 38) und die mindestens eine

Abstandsmessvorrichtung (33, 34) in dem Wäschemitnehmer (14) angeordnet sind.

15. Haushaltsgerät (10) nach einem der Ansprüche 8 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Haushaltsgerät (10) eine Waschmaschine (10) oder ein Waschtrockner ist und das mindestens eine Spektrometer (1 , 32, 38) ein IR-Spektrometer (1 , 32, 38) ist.

Description:
Verfahren zum Betrieb eines wasserführenden Haushaltsgerätes mit einem Spektrometer und hierzu geeignetes Haushaltsgerät

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betrieb eines wasserführenden Haushaltsgeräts mit einer Trommel zur Aufnahme von zu behandelnden Gegenständen, einer Steuereinrichtung, und mindestens einem Spektrometer, welches mindestens eine Strahlungsquelle, mindestens einen Strahlungsdetektor und einen Mikrocomputer umfasst. Die Erfindung betrifft außerdem ein zur Durchführung des Verfahrens geeignetes wasserführendes Haushaltsgerät.

Insbesondere für eine möglichst optimale und auf die zu behandelnden Gegenstände in einem Haushaltsgerät abgestimmte Steuerung von Behandlungsprogrammen ist es wichtig, über möglichst viele Informationen über die Eigenschaften der zu behandelnden Gegenstände vor und während des Verlaufs eines Behandlungsprogramms zu verfügen. Um diese Informationen zu erhalten, weist ein Haushaltsgerät im Allgemeinen einen oder mehrere Sensoren auf, zu denen auch Spektrometer gehören können.

Haushaltsgeräte mit Spektrometern sind daher in den oben genannten Zusammenhängen bereits bekannt. Ein Nachteil der im Stand der Technik bekannten Lösungen ist jedoch, dass Spektrometer im Allgemeinen fest in ein Haushaltsgerät eingebaut sind. Der Anwendungsbereich der eingesetzten Spektrometer ist daher beschränkt. Ein weiterer Nachteil ist, dass bei Messungen, die während der Durchführung von Behandlungsprogrammen erfolgen, die Qualität und Genauigkeit der erhaltenen Informationen nicht ausreichend ist. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Messabstände zwischen dem Spektrometer und dem auszumessenden Gegenstand variieren, beispielsweise während der Rotation einer Trommel.

Es wäre daher wünschenswert, ein Verfahren und ein Haushaltsgerät zu dessen Durchführung bereitstellen zu können, welche die Genauigkeit von sensorisch generierten Informationen verbessern und die Betriebssicherheit erhöhen können.

Wasserführende Haushaltsgeräte mit verbesserter Steuerung sind bereits bekannt. Die Veröffentlichung DE 10 2012 017 323 A1 beschreibt ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere ein Wäschebehandlungsgerät zum Waschen von Wäsche, mit einem Behandlungsbereich, einer Dosierpumpe, zumindest einem Behandlungsmittelbehälter und einer Anzeigeeinrichtung, wobei der Behandlungsmittelbehälter zum Aufnehmen einer Menge eines fließfähigen Behandlungsmittels dient, die für mehrere Behandlungen in dem Behandlungsbereich ausreicht. Die von der Dosierpumpe geförderte Menge des Behandlungsmittels und/oder eine Restmenge des Behandlungsmittels im Behandlungsmittelbehälter wird von der Anzeigeeinrichtung angezeigt.

Die Veröffentlichung DE 10 2010 002 773 A1 beschreibt ein Dosiersystem, umfassend ein im Inneren eines wasserführenden Haushaltsgeräts positionierbares Dosiergerät zur Abgabe von wenigstens einer Zubereitung ins Innere des wasserführenden Haushaltsgeräts, eine mit dem Dosiergerät koppelbare Kartusche zur Bevorratung von wenigstens einer fließfähigen Zubereitung, und einen Leitfähigkeitssensor, der so im oder am Dosiergerät positioniert ist, dass eine Leitfähigkeitsbestimmung von Wasch- bzw. Spülwasser während des Betriebs des wasserführenden Haushaltsgeräts möglich ist. Das Dosiersystem umfasst weiterhin eine Steuereinheit, die zumindest mit dem Leitfähigkeitssensor gekoppelt ist, wobei wenigstens eine Zubereitung eine Leitfähigkeit von wenigstens 500 m5/opΊ, bevorzugt wenigstens 750 m5/opΊ, insbesondere bevorzugt wenigstens 1.000 m5/opΊ, ganz besonders bevorzugt wenigstens 2.500 m5/0Gh aufweist und das Dosiergerät so konfiguriert ist, dass wenigstens 20 ml, bevorzugt wenigstens 30 ml, insbesondere bevorzugt wenigstens 50 ml dieser Zubereitung während des Betriebs des wasserführenden Haushaltsgeräts aus dem Dosiergerät ins Innere des wasserführenden Haushaltsgeräts abgegeben wird.

Die Veröffentlichung DE 10 2010 039 611 A1 beschreibt eine Geschirrspülmaschine, insbesondere Haushaltsgeschirrspülmaschine, mit einer Steuereinrichtung, bei der wenigstens ein Spülprogramm zur Ausführung eines mehrere Teilspülgänge umfassenden Spülgangs zum Reinigen und/oder Trocknen von Spülgut hinterlegt ist, und mit einer Bedieneinrichtung zur Eingabe von Bedienbefehlen für die Steuereinrichtung. An der Bedieneinrichtung ist wenigstens ein Bedienbefehl zum Ausführen einer oder mehrerer Anpassungsmaßnahmen an wenigstens einem der Spülprogramme eingebbar, mittels der oder denen die Vermeidung von Flecken am Spülgut und/oder das Trocknungsergebnis am Spülgut bei der Durchführung des Spülgangs auf der Basis des angepassten Spülprogramms verbessert ist.

Die Veröffentlichung DE 10 2014 212 294 A1 beschreibt ein wasserführendes Haushaltsgerät, mit einer Anzahl von Aktuatoren zum Durchführen einer Mehrzahl von Spülprogrammen, einer Benutzerschnittstelle zum Wählen eines der Mehrzahl der Spülprogramme, einem Sensor zum Bereitstellen eines Sensorsignals zur Angabe eines Parameters einer zum Spülen von Spülgut verwendeten Spülflotte, eine Bestimmungseinheit zum Bestimmen einer Sensoreinstellung aus einer Mehrzahl vorbestimmter Sensoreinstellungen für den Sensor, einer Steuereinheit, welche dazu eingerichtet ist, die Aktuatoren zur Durchführung des gewählten Spülprogramms mittels einer das Sensorsignal verwendenden Signalverarbeitung anzusteuern, und einer Anpassungseinheit zum Anpassen der Signalverarbeitung in Abhängigkeit von der bestimmten Sensoreinstellung.

Die Veröffentlichung DE 10 2013 210 996 A1 beschreibt eine Analysevorrichtung zum Analysieren von Wäschestücken außerhalb eines Wäschebehandlungsgeräts, mindestens aufweisend mindestens eine Kamera und eine Auswerteeinrichtung zur Bestimmung mindestens einer wäschepflegerelevanten Eigenschaft mindestens eines Wäschestücks auf der Grundlage zumindest eines mittels der Kamera davon aufgenommenen Bilds.

Die Veröffentlichung WO 00/32865 beschreibt eine Wäschebehandlungsmaschine mit einer elektronischen Steuereinrichtung zur automatischen Durchführung von Wäschebehandlungsprogrammen, wobei ein Entscheidungsfindungsmittel vorgesehen ist zum maschinellen Identifizieren der Art von Wäschestücken und zur maschinellen Entscheidungsbildung darüber, mit welchem Wäschebehandlungsprogramm die identifizierten Wäschestücke behandelbar sind, wobei Informations-Ausgabemittel vorgesehen sind, durch welche das von dem Entscheidungsfindungsmittel maschinell ermittelte Wäschebehandlungsprogramm einer Person als Vorschlag präsentierbar ist, und wobei von einer Person betätigbare Eingabemittel zum Betätigen des maschinell ermittelten Wäschebehandlungsprogrammes vorgesehen sind. Die Verwendung von Strahlungssensoren, z.B. IR-Sensoren, zur Erkennung von Textilarten, Füllstand und Wassermenge in der Trommel von Waschmaschinen und Wäschetrocknern ist bekannt.

Die Veröffentlichung WO 2001/046509 A1 beschreibt ein Gerät zur Behandlung von Textilien mit einer Einrichtung zur Erkennung von Eigenschaften einer Textilie, wobei die Einrichtung mindestens ein Sende- und mindestens ein Empfangselement zum Senden bzw. Empfangen elektromagnetischer Strahlung sowie eine mit dem Empfangselement verbundene Auswerteschaltung umfasst, wobei die von dem Sendeelement gesendete und von der Textilie reflektierte und/oder transmittierte Strahlung vom Empfangselement empfangbar und in der Auswerteschaltung auswertbar ist.

Die Veröffentlichung DE 10 2015 100 395 A1 beschreibt ein Spektrometer, insbesondere für den Einbau in ein Sensormodul mit einer Strahlungsquelle und folgenden, einen Strahlengang definierenden bzw. entlang des Strahlengangs angeordneten Komponenten: einem Probenraum für ein zu untersuchendes Fluid, einer ersten Linse, einem Beugungselement, einer zweiten Linse, und einem Detektor. Zwischen dem Probenraum und dem Beugungselement ist eine Beschränkungsapertur zur Beschränkung des effektiven Durchmessers des auf das Beugungselement auftreffenden Strahlbündels vorgesehen.

Die Veröffentlichung EP 0 816 551 B1 offenbart eine infrarote Temperaturerfassung für eine Trommeltrocknersteuerung, insbesondere einen Trockner mit einer Rotationstrommel zur Aufnahme und zum Schleudern von feuchten, zu trocknenden Artikeln, einer Heizvorrichtung zum Aufheizen der Artikel, einer Gebläseeinheit zum Durchführen von Luft über die Artikel in der Trommel und einer Infraroterfassungsvorrichtung, die ein der Temperatur der Artikel in der Trommel entsprechendes Steuersignal zur Verfügung stellt. Es wird auch ein Verfahren zur Erfassung der Vollständigkeit eines Trocknungsdurchganges in einem Trockner mit einer rotierenden Trommel und einer Infraroterfassungsvorrichtung offenbart, die eine Messung der Temperatur der Artikel in der Trommel zur Verfügung stellt.

Die Veröffentlichung EP 1242665 B1 beschreibt ein Gerät zur Behandlung von Textilien mit einer Auswerteschaltung zur Erkennung der Textilart und/oder der Feuchte eines Wäschestücks. Das Gerät verwendet Sende- und Empfangselemente zum Senden bzw. Empfangen elektromagnetischer Strahlung sowie eine mit dem Empfangselement verbundene Auswerteschaltung. Beschrieben ist auch ein Verfahren zur Erkennung von Eigenschaften eines Textilstückes beispielsweise in einer Waschmaschine oder einem Wäschetrockner.

Das US-Patent Nr. 5,396,715 beschreibt einen Mikrowellen-Wäschetrockner und eine Methode mit Feuerschutz, bei der mittels eines IR-Sensors die Temperatur innerhalb der Trommel registriert und bei Erreichen eines vorbestimmten Wertes, der das Brennen von Wäsche anzeigt, die Operation des Trockners unterbrochen wird.

Die Veröffentlichung WO 2004/053220 A1 beschreibt ein Verfahren zur Identifikation eines Textilparameters eines behandlungsbedürftigen verschmutzten Textilartikels, wobei das Verfahren umfasst: Bestrahlen der Oberfläche eines verschmutzten Textilartikels mit elektromagnetischer Strahlung umfassend einen spektralen Bereich, der geeignet ist, spektrale Probendaten für einen nachfolgenden Vergleich zu erzeugen; das Sammeln von spektralen Probendaten von der Oberfläche des Textilartikels und das Identifizieren von Textilparametern durch Vergleichen der besagten spektralen Probendaten mit spektralen Referenzdaten erhalten von textilem Referenzmaterial; wobei besagte spektrale Probendaten einen spektralen Bereich mit einer Breite von wenigstens 400 nm umfassen und der spektrale Bereich den Wellenlängenbereich von 783 nm bis 1 183 nm umfasst.

Vor diesem Hintergrund war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren bereitzustellen, das eine verbesserte Steuerung eines wasserführenden Haushaltsgeräts ermöglicht. Vorzugsweise soll dabei auch eine genauere Steuerung und ein sicherer Betrieb des Haushaltsgeräts ermöglicht werden. Außerdem soll ein zur Durchführung dieses Verfahrens geeignetes wasserführendes Haushaltsgerät bereitgestellt werden.

Die Lösung dieser Aufgabe wird nach dieser Erfindung erreicht durch ein Verfahren sowie ein zu dessen Durchführung geeignetes wasserführendes Haushaltsgerät mit den Merkmalen der entsprechenden unabhängigen Patentansprüche. Bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens sowie des erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts sind in den jeweiligen abhängigen Patentansprüchen aufgeführt. Bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens entsprechen bevorzugte Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts und umgekehrt, auch wenn dies hierin nicht explizit festgestellt ist.

Gegenstand der Erfindung ist somit ein Verfahren zum Betrieb eines wasserführenden Haushaltsgeräts mit einer Trommel zur Aufnahme von zu behandelnden Gegenständen, einer Steuereinrichtung, mindestens einem Spektrometer, welches mindestens eine Strahlungsquelle, mindestens einen Strahlungsdetektor und einen Mikrocomputer umfasst, wobei das Verfahren die folgenden Schritte umfasst:

(b) Emittieren von Strahlung von der mindestens einen Strahlungsquelle des mindestens einen Spektrometers in einem Wellenlängenbereich von l-i bis l 2 , so dass mindestens ein Gegenstand in der Trommel mit der Strahlung beaufschlagt wird, und der mindestens eine Strahlungsdetektor die von dem mindestens einen Gegenstand reflektierte Strahlung als ein Messsignal registriert und Übermitteln des von dem mindestens einen Strahlungsdetektor registrierten Messsignals an den Mikrocomputer;

(c) Auswerten des Messsignals aus Schritt (b) mit einer in dem Mikrocomputer hinterlegten Auswerteroutine im Hinblick auf mindestens eine Eigenschaft des mindestens einen Gegenstands in der Trommel und einen Abstand x zwischen dem mindestens einen Spektrometer und dem mindestens einen Gegenstand in der Trommel und Übermitteln der mindestens einen Eigenschaft an die Steuereinrichtung, wenn der Abstand x nicht von einem vorgegebenen Schwellenwert S abweicht; und

(d) Auswählen und/oder gegebenenfalls Anpassen einer Behandlung durch die Steuereinrichtung in Bezug auf die in Schritt (c) übermittelte mindestens eine Eigenschaft, wobei die Schritte (b) bis (d) einmal oder mehrmals durchgeführt werden.

Im Folgenden kann das Emittieren von Strahlung von der mindestens einen Strahlungsquelle des mindestens einen Spektrometers in einem Wellenlängenbereich von l 1 bis l 2 , so dass mindestens ein Gegenstand in der Trommel mit der Strahlung beaufschlagt wird, und der mindestens eine Strahlungsdetektor die von dem mindestens einen Gegenstand reflektierte Strahlung als ein Messsignal registriert in Schritt (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens auch der Übersichtlichkeit halber zusammenfassend als „Ausmessen“ beschrieben sein.

Erfindungsgemäß ist nicht eingeschränkt, ob der in Schritt (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens mit Strahlung beaufschlagte mindestens eine Gegenstand in der Trommel ein Gegenstand ist, der noch zu behandeln ist, einer Behandlung in dem wasserführenden Haushaltsgerät unterzogen wird oder unterzogen worden ist.

Darüber hinaus ist auch die Anzahl an Gegenständen in der Trommel erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. Diese kann beispielsweise je nach Benutzerverhalten variieren. So werden in Mehrpersonenhaushalten beispielsweise sicherlich häufiger mehr Gegenstände in einem wasserführenden Haushaltsgerät behandelt als in Einpersonenhaushalten.

Jedenfalls sieht das erfindungsgemäße Verfahren in Schritt (b) vor, dass mindestens ein Gegenstand in der Trommel mit Strahlung aus dem mindestens einen Spektrometer in einem Wellenlängenbereich von l-i bis l 2 beaufschlagt wird, und der mindestens eine Strahlungsdetektor die von dem mindestens einen Gegenstand reflektierte Strahlung als ein Messsignal registriert. Ist mehr als ein Gegenstand in der Trommel vorliegend, so ist es von Vorteil, wenn zumindest Schritt (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens mehrmals durchgeführt wird, um alle Gegenstände in der Trommel ausmessen zu können. Auf diese Weise kann eine Zusammensetzung der Gegenstände, beispielsweise hinsichtlich einer Textilart wenn diese Wäschestücke sind, sehr genau erfasst werden.

Jedenfalls umfassen Gegenstände, die noch zu behandeln sind, hierin Gegenstände, welche im Begriff sind, einem Behandlungsprogramm in dem wasserführenden Haushaltsgerät unterzogen zu werden. Es können also beispielsweise neue, auffrischungsbedürftige oder verschmutzte Gegenstände sein oder dergleichen. Die Gegenstände werden dabei in aller Regel zumindest teilweise trockene Gegenstände sein. Je nach Art und/oder Grad einer Verschmutzung ist dabei aber auch möglich, dass durch flüssige Verschmutzungen, welche beispielsweise aus dem Verschütten eines Getränkes resultieren können, auch ein gewisser Grad an Feuchtigkeit vorhanden ist.

Gegenstände, die einer Behandlung in dem wasserführenden Haushaltsgerät unterzogen werden oder unterzogen worden sind, können dementsprechend beispielsweise Gegenstände sein, die gerade einer Waschphase unterzogen werden oder eben auch Gegenstände, für die gerade eine gewünschte Behandlung in dem wasserführenden Haushaltsgerät abgeschlossen worden ist. Die Art der Gegenstände ist dabei erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. Bevorzugt sind jedoch Gegenstände, welche in einer Waschmaschine, einem Waschtrockner oder einem Trockner behandelt werden können. Besonders bevorzugt sind die Gegenstände Wäschestücke.

Der Begriff „Behandlung“ ist hierin breit auszulegen. Eine Behandlung wird erfindungsgemäß von der Steuereinrichtung kontrolliert durchgeführt. Sie kann eine einzelne betriebsbezogene Maßnahme in dem wasserführenden Haushaltsgerät, wie das bloße Anfeuchten mit einer vorgegebenen Wassermenge W F sein, aber auch die teilweise oder vollständige Durchführung eines Behandlungsprogramms.

Der Begriff Behandlungsprogramm ist hierin ebenfalls breit auszulegen. Je nach Art und Ausgestaltung des wasserführenden Haushaltsgeräts werden unterschiedlich viele Behandlungsprogramme in der Steuereinrichtung hinterlegt sein. So wird beispielsweise ein hochpreisiges Haushaltsgerät mehr Behandlungsprogramme aufweisen als ein preisgünstiges. Ein Behandlungsprogramm kann dabei ein in einem wasserführenden Haushaltsgerät werkseitig implementiertes Behandlungsprogramm sein, eine oder mehrere Zusatzoptionen oder auch ein benutzerdefiniertes Behandlungsprogramm.

Das Ausmessen des mindestens einen Gegenstands in der Trommel in Schritt (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens ist nicht eingeschränkt und kann beispielsweise in Abhängigkeit vom eingesetzten Spektrometer auf unterschiedliche Art und Weise erfolgen.

Der Begriff „Messsignal“ ist hierin breit auszulegen. Das Messsignal kann beispielsweise eine Momentaufnahme sein, also beispielsweise eine Einzelmessung, oder auch eine Akkumulation von mehreren zeitlich aufeinanderfolgenden Einzelmessungen.

Das Emittieren von Strahlung von dem mindestens einen Spektrometer ist mit Bezug auf den Wellenlängenbereich von l-i bis l 2 erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. Das Emittieren kann im gesamten Wellenlängenbereich erfolgen oder auch bei einer oder mehreren diskreten Wellenlängen und/oder in einem oder mehreren Teilbereichen innerhalb des Wellenlängenbereichs von l-i bis l 2. Schritt (c) des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht unter anderem das Auswerten des Messsignals aus Schritt (b) mit einer in dem Mikrocomputer hinterlegten Auswerteroutine im Hinblick auf mindestens eine Eigenschaft des mindestens einen Gegenstands in der Trommel und einen Abstand x zwischen dem mindestens einen Spektrometer und dem mindestens einen Gegenstand in der Trommel vor.

Die mindestens eine Eigenschaft ist dabei erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. Sie kann aber beispielsweise durch die Wahl des Wellenlängenbereichs von l-i bis l 2 oder auch durch die Art der aus ihr zu erhaltenden gewünschten Information bestimmt sein. So kann die mindestens eine Eigenschaft, wenn der mindestens eine Gegenstand in der Trommel beispielsweise ein Wäschestück ist, eine Textilart sein. Die mindestens eine Eigenschaft kann aber ebenso beispielsweise auch ein Feuchtegrad sein.

Erfindungsgemäß ist es von Vorteil, wenn für die mindestens eine Eigenschaft im Mikrocomputer und/oder in einem externen Server Daten zu einem wellenlängenabhängigen Reflexionsverhalten hinterlegt sind, so dass diese für das Ausmessen in Schritt (b) und die Auswertung in Schritt (c) des erfindungsgemäßen Verfahrens herangezogen werden können.

Ist die mindestens eine Eigenschaft beispielsweise eine Textilart, so können Daten zu einem wellenlängenabhängigen Reflexionsverhalten für mindestens eine Textilart, vorzugsweise aber mehrere Textilarten hinterlegt sein.

Textilarten sind dabei beispielsweise Baumwolle, Seide, Polyester, Leinen, Acryl oder auch Mischgewebe. Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es dann nämlich z.B. möglich, einzelne in der Trommel befindliche Wäschestücke anhand des oder der ausgewerteten Messsignal(e) zu identifizieren.

Entsprechendes gilt beispielsweise aber auch für einen Feuchtegrad oder eine Behandlungsmittelart oder -menge oder auch eine Verschmutzungsart- oder menge. Auch können Daten zum wellenlängenabhängigen Reflexionsverhalten von Kombinationen aus den Eigenschaften hinterlegt sein, wie beispielsweise eine Kombination aus unterschiedlichen Textilarten mit jeweils unterschiedlichen Feuchtegraden. Bevorzugt sind dabei Daten zum wellenlängenabhängigen Reflexionsverhalten so hinterlegt, dass mehrere einzelne Wellenlängen und/oder Teilbereiche innerhalb des Wellenlängenbereiches von l-i bis l 2 mindestens eine Wellenlänge umfassen, in welcher im Hinblick auf die auszuwertende mindestens Eigenschaft keine Strahlung reflektiert wird. Dabei ist es wiederum bevorzugt, dass diese mehreren einzelnen Wellenlängen und/oder Teilbereiche innerhalb des Wellenlängenbereiches von l-i bis l 2 mindestens fünf Wellenlängen oder Wellenlängenbereiche umfassen.

Ist das wasserführende Haushaltsgerät beispielsweise ein Waschtrockner, so kann auf diese Weise beispielsweise sehr genau der Trocknungsprozess für Textilarten im Hinblick auf einen gewünschten Restfeuchtegrad gesteuert werden. Auch der Feuchtegrad vor Beginn des Trocknungsprozesses kann natürlich bestimmt werden, so dass bereits zu Beginn eine Anpassung des Trocknungsprogramms an Textilart und Feuchtegrad sehr genau möglich ist. Überdies kann dann vorteilhaft auch eine Beladungsmenge an Wäschestücken in der Trommel bestimmt werden.

Erfindungsgemäß ist der Wellenlängenbereich von l-i bis l 2 nicht eingeschränkt, er kann beispielsweise im infraroten oder auch im ultravioletten Bereich liegen, sowie im sichtbaren Bereich oder auch einzelne Bereiche überlappen oder mehrere Bereiche gänzlich umfassen.

Vorteilhaft ist der Wellenlängenbereich von l-i bis A 2 so gewählt, dass in diesem Bereich das wellenlängenabhängige Reflexionsverhalten von mindestens einer Textilart, bevorzugt aber mehrerer Textilarten, und/oder eines Feuchtegrades detektiert werden kann.

Besonders vorteilhaft liegt in Schritt (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens der Wellenlängenbereich von l-i bis l 2 im infraroten Bereich.

Schritt (c) des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht das Auswerten des Messsignals aus Schritt (b) mit einer in dem Mikrocomputer hinterlegten Auswerteroutine im Hinblick auf mindestens eine Eigenschaft des mindestens einen Gegenstands in der Trommel und einen Abstand x zwischen dem mindestens einen Spektrometer und dem mindestens einen Gegenstand in der Trommel und das Übermitteln der mindestens einen Eigenschaft an die Steuereinrichtung, wenn der Abstand x nicht von einem vorgegebenen Schwellenwert S abweicht, vor.

Durch das Auswerten des Messsignals aus Schritt (b) im Hinblick auch auf einen Abstand x zwischen dem mindestens einen Spektrometer und dem mindestens einen Gegenstand in der Trommel kann dabei eine noch höhere Genauigkeit in Schritt (d) des erfindungsgemäßen Verfahrens, dem Auswahlen und/oder gegebenenfalls Anpassen einer Behandlung durch die Steuereinrichtung in Bezug auf die in Schritt (c) übermittelte mindestens eine Eigenschaft, erreicht werden, da Abstandseffekte verringert werden können, das Signal/Rausch-Verhältnis klein gehalten werden kann und die Konstanz der Basislinie verbessert werden kann. Als Auswahlkriterium für die Einhaltung eines gewünschten Abstandes x dient dabei der für den Abstand x vorgegebene Schwellenwert S.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist im Mikrocomputer ein Zusammenhang zwischen einer Wellenlänge l c mit l-i < l c > l 2 und einem Extinktionswert E x hinterlegt ist, welcher den Schwellenwert S für den Abstand x vorgibt.

Der Extinktionswert E, welcher aus der Reflexivität R erhalten werden kann, ist dabei unter anderem abhängig von der Wellenlänge l, der Konzentration c eines zu vermessenden Stoffes und vom Abstand x zwischen dem Spektrometer und dem ausgemessenen Gegenstand. Aus einem Extinktionswert E kann also unter gewissen Voraussetzungen auf den Abstand x zwischen dem Spektrometer und dem ausgemessenen Gegenstand rückgeschlossen werden.

Die Erfinder haben vorteilhaft gefunden, dass bei einer vorgegebenen Wellenlänge l c die Messsignale unterschiedlicher Textilarten in einem gemeinsamen Extinktionswert E x überlappen, wenn die Wäschestücke eine gleichen Abstand x von dem Spektrometer entfernt sind. Verändert sich also beispielsweise der Abstand x zwischen einem Wäschestück und dem Spektrometer so gilt E neu F E x . Besonders bevorzugt ist daher ein Zusammenhang zwischen einer Wellenlänge l c mit li < l c > l 2 und einem Extinktionswert E x für mindestens zwei Textilarten im Mikrocomputer hinterlegt, welcher den Schwellenwert S für den Abstand x vorgibt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in dem Mikrocomputer mindestens ein oberer Extinktionswert E max hinterlegt, welcher den Schwellenwert S für den Abstand x vorgibt. In dieser Ausführungsform wird dabei der Umstand ausgenutzt, dass beispielsweise für einen maximalen Abstandswert x der Extinktionswert E über den gesamten Wellenlängenbereich einen maximalen Wert E max nicht überschreitet.

Besonders bevorzugt kann in dem Mikrocomputer auch ein Extinktionsbereich DE = E 2 - E-i hinterlegt sein, welcher entsprechend einen oberen und einen unteren Schwellenwert S 0 und S u für den Abstand x vorgibt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das wasserführende Haushaltsgerät zusätzlich mindestens eine Abstandsmessvorrichtung, welche mit dem Mikrocomputer verbunden ist, und das Verfahren umfasst zusätzlich den Schritt

(a) Messen eines Abstands x mit der mindestens einen Abstandsmessvorrichtung zwischen dem mindestens einen Spektrometer und dem mindestens einen Gegenstand in der Trommel und Übermitteln des gemessenen Abstands x an den Mikrocomputer, wobei die Schritte (a) bis (d) einmal oder mehrmals durchgeführt werden.

Erfindungsgemäß ist die Abstandsmessvorrichtung nicht eingeschränkt. Jede Art von Abstandsmessvorrichtung kann verwendet werden, wenn damit ein Abstand x zwischen dem mindestens einen Spektrometer und dem mindestens einen Gegenstand in der Trommel gemessen werden kann.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden Schritt (a) und Schritt (b) gleichzeitig durchgeführt. Vorzugsweise werden dabei die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung und das mindestens eine Spektrometer durch die Steuereinrichtung gleichzeitig aktiviert. Besonders bevorzugt sind dabei die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung und das mindestens eine Spektrometer auf einen gleichen Messpunkt auf dem mindestens einen Gegenstand in der Trommel gerichtet, so dass die Messung des Abstandes x zwischen dem mindestens einen Spektrometer und dem mindestens einen Gegenstand in der Trommel möglichst genau erfolgen kann. Überdies können aber auch Korrekturzusammenhänge im Mikrocomputer hinterlegt sein, welche eventuelle Unterschiede bei der Auswertung des Messsignals aus Schritt (b) im Hinblick auf den Abstand x gemessen in Schritt (a) berücksichtigen. Dies ist etwa beispielsweise dann vorteilhaft, wenn die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung und das mindestens eine Spektrometer an unterschiedlichen Orten im wasserführenden Haushaltsgerät platziert sind, nicht auf den gleichen Messpunkt gerichtet sind oder ein Zeitversatz zwischen dem Ansprechen der mindestens einen Abstandsmessvorrichtung und dem mindestens einen Spektrometer vorliegt.

Werden Schritt (a) und Schritt (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens gleichzeitig durchgeführt, so ist die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung bevorzugt ein Time of Flight Sensor.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird Schritt (a) vor Schritt (b) durchgeführt. Bevorzugt kann Schritt (a) auch mehrmals vor Schritt (b) durchgeführt werden. Insbesondere bevorzugt kann Schritt (a) solange durchgeführt werden, bis der gemessener Abstand x innerhalb des vorgegebenen Schwellenwerts S liegt.

In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung ein Kontaktsensor und Schritt (b) wird durchgeführt, wenn der Kontaktsensor in Schritt (a) anspricht.

Erfindungsgemäß ist es nicht eingeschränkt, zu welchem Zeitpunkt das erfindungsgemäße Verfahren durchgeführt wird. Das erfindungsgemäße Verfahren kann zudem einmal oder mehrmals durchgeführt werden.

Die Erfindung betrifft außerdem ein wasserführendes Haushaltsgerät mit einer Trommel zur Aufnahme von zu behandelnden Gegenständen, einer Steuereinrichtung, mindestens einem Spektrometer, welches mindestens eine Strahlungsquelle, mindestens einen Strahlungsdetektor und einen Mikrocomputer umfasst, wobei die Steuereinrichtung eingerichtet ist zur Durchführung eines Verfahrens, das die folgenden Schritte umfasst:

(b) Emittieren von Strahlung von der mindestens einen Strahlungsquelle des mindestens einen Spektrometers in einem Wellenlängenbereich von l-i bis l 2 , so dass mindestens ein Gegenstand in der Trommel mit der Strahlung beaufschlagt wird, und der mindestens eine Strahlungsdetektor die von dem mindestens einen Gegenstand reflektierte Strahlung als ein Messsignal registriert und Übermitteln des von dem mindestens einen Strahlungsdetektor registrierten Messsignals an den Mikrocomputer;

(c) Auswerten des Messsignals aus Schritt (b) mit einer in dem Mikrocomputer hinterlegten Auswerteroutine im Hinblick auf mindestens eine Eigenschaft des mindestens einen Gegenstands in der Trommel und einen Abstand x zwischen dem mindestens einen Spektrometer und dem mindestens einen Gegenstand in der Trommel und Übermitteln der mindestens einen Eigenschaft an die Steuereinrichtung, wenn der Abstand x nicht von einem vorgegebenen Schwellenwert S abweicht; und

(d) Auswahlen und/oder gegebenenfalls Anpassen einer Behandlung durch die Steuereinrichtung in Bezug auf die in Schritt (c) übermittelte mindestens eine Eigenschaft, wobei die Schritte (b) bis (d) einmal oder mehrmals durchgeführt werden.

Erfindungsgemäß ist das wasserführende Haushaltsgerät vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend eine Waschmaschine, einen Waschtrockner und einen Trockner.

Das erfindungsgemäße Haushaltsgerät weist im Allgemeinen einen Behandlungsmittelbehälter und vorzugsweise auch eine Dosiereinheit auf. Die Art und Ausgestaltung der Dosiereinheit ist erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. Es kann sich dabei um eine Dosiereinheit zur manuellen Dosierung von Behandlungsmittel handeln oder um eine automatisierte Dosiereinheit.

Ist die Dosiereinheit eine automatisierte Dosiereinheit, welche mit der Steuereinrichtung verbunden ist und von dieser gesteuert werden kann, um Behandlungsmittel zu dosieren, kann vorteilhaft in Schritt (d) als Anpassung einer Behandlung in Bezug auf die mindestens eine Eigenschaft auch eine Behandlungsmittelmenge nachdosiert werden, beispielsweise bei einem Unterschreiten einer optimalen Dosiermenge C opt . Erfindungsgemäß ist die mindestens eine Strahlungsquelle des mindestens einen Spektrometers nicht eingeschränkt, so dass beispielsweise eine Infrarot(IR)-,

Ultraviolett(UV)- oder UV-VIS(Ultravioletter und sichtbarer Bereich)-Strahlungsquelle eingesetzt werden kann.

Die mindestens eine Strahlungsquelle kann eine Breitbandquelle sein, eine durchstimmbare Strahlungsquelle, aber auch eine schmalbandige Strahlungsquelle, wie z.B. eine IR-LED. Die Strahlungsquelle kann zusätzlich auch optische Hilfsmittel aufweisen, wie etwa eine fokussierende Optik, Filterplättchen, Filterfolien oder - lackierungen oder auch einen MOEMS Fabry-Perot Frequenzfilter, welche eine Einstellung eines Wellenlängenbereichs ermöglichen können. Das Spektrometer kann auch mehrere solcher Strahlungsquellen aufweisen, welche auch unterschiedlich sein können.

Vorteilhaft ist die mindestens eine Strahlungsquelle eine Breitbandquelle zum Emittieren von Strahlung im Infrarotbereich.

Besonders bevorzugt wird die Strahlungsquelle zum Emittieren von Strahlung im

Nahinfrarotbereich verwendet und ist ausgewählt aus der Gruppe umfassend eine Wolfram-Halogen Lampe und einen MOEMS-Schwarzkörperstrahler.

Auch der mindestens eine Strahlungsdetektor ist erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. Der Strahlungsdetektor kann beispielsweise ein Breitbanddetektor sein, mit mindestens einer sensitiven Detektorfläche N. Der Strahlungsdetektor kann aber auch mehrere sensitive Flächen N aufweisen, oder auch ein lineares Array an Detektorflächen N, beispielsweise in Form von Pixeln. Auch der Detektor kann zusätzlich optische Hilfsmittel aufweisen, wie einen MOEMS Fabry-Perot Frequenzfilter, schmalbandige Filter oder auch einen dispersiven Keil. Auch das Material, aus welchem der Strahlungsdetektor besteht, ist erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. Bevorzugt besteht der Strahlungsdetektor jedoch mindestens aus einem halbleitenden Material.

Vorteilhaft weist der mindestens eine Strahlungsdetektor jedoch einen Frequenzfilter auf, besonders vorteilhaft ist der Frequenzfilter ein MOEMS Fabry-Perot Frequenzfilter. In einer bevorzugten Ausführungsform des wasserführenden Haushaltsgeräts ist das Haushaltsgerät eine Waschmaschine oder ein Waschtrockner ist und das mindestens eine Spektrometer ist ein IR-Spektrometer.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des wasserführenden Haushaltsgeräts umfasst das Haushaltsgerät zusätzlich eine Abstandsmessvorrichtung, welche mit dem Mikrocomputer verbunden ist und die Steuereinrichtung ist eingerichtet zur Durchführung eines Verfahrens, dass zusätzlich den Schritt umfasst:

(a) Messen eines Abstands x mit der mindestens einen Abstandsmessvorrichtung zwischen dem mindestens einen Spektrometer und dem mindestens einen Gegenstand in der Trommel und Übermitteln des gemessenen Abstands x an den Mikrocomputer, wobei die Schritte (a) bis (d) einmal oder mehrmals durchgeführt werden.

Die Ausgestaltung der mindestens einen Abstandsmessvorrichtung ist erfindungsgemäß nicht eingeschränkt. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung jedoch ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus einem Time-of-Flight-Sensor, einer Kamera, einem Kontaktsensor und einem RFID-Sensor.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen wasserführenden Haushaltsgeräts ist die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung ein Time-of-Flight-Sensor. Unter einem Time-of-Flight-Sensor wird ein optischer Sensor verstanden, welcher Licht aussendet, das von einen dem Sensor nächstliegenden Gegenstand reflektierte Licht erfasst und eine Zeit bestimmt, die das Licht benötigt, um von dem optischen Sensor zu dem dem Sensor nächstliegenden Gegenstand und wieder zurück zu gelangen. Aus der gemessenen Zeit kann der Abstand zwischen den Sensor und dem erfassten Gegenstand bestimmt werden. Insbesondere dann können vorteilhaft Schritt (a) und Schritt (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens gleichzeitig durchgeführt werden.

In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung ein Kontaktsensor. Insbesondere dann kann vorteilhaft Schritt (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens erst durchgeführt werden, wenn der Kontaktsensor in Schritt (a) des erfindungsgemäßen Verfahrens anspricht. Hierzu kann der Kontaktsensor vorteilhaft als Leitfähigkeitssensor ausgestaltet sein, der derart eingerichtet ist, dass sich in Kontakt beispielsweise mit einem feuchten Wäschestück ein Stromkreis schließt, so dass der Kontaktsensor anspricht. Besonders vorteilhaft ist das mindestens eine Spektrometer dann in einem vorgegebenen Abstand zu dem Kontaktsensor angeordnet, so dass bei Ansprechen des Kontaktsensors das den Sensor auslösende Wäschestück mit dem mindestens einen Spektrometer in einem durch die Anordnung vorgegebenen Abstand x ausgemessen werden kann.

In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen wasserführenden Haushaltsgeräts weist der mindestens eine Gegenstand in der Trommel zusätzlich einen RFID-Tag auf und die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung ist ein RFID-Sensor. Vorteilhaft kann das wasserführende Haushaltsgerät auch 3 RFID- Sensoren aufweisen, so dass die Position des Gegenstands in der Trommel und damit der Abstand x zu dem mindestens einen Spektrometer über eine Triangulation des RFID- Signals bestimmt werden kann. Alternativ kann mit einem RFID-Sensor der Abstand x zu dem mindestens einen Spektrometer auch über eine RFID-Signalabschwächung bestimmt werden, hierzu sind Spektrometer und RFID-Sensor vorteilhaft benachbart zueinander angeordnet.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Haushaltsgeräts weist die Trommel mindestens einen Wäschemitnehmer auf und das mindestens eine Spektrometer und die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung sind in dem Wäschemitnehmer angeordnet. Auf diese Weise kann ermöglicht werden, dass sowohl das mindestens eine Spektrometer, als auch die mindestens eine Abstandsmessvorrichtung möglichst nah an in der Trommel befindlichen Gegenständen platziert sind, außerdem können vorteilhaft Spektrometer und Abstandsmessvorrichtung derart nebeneinander platziert werden, beispielsweise in einem Sensorknoten, dass Spektrometer und Abstandsmessvorrichtung auf dem mindestens einen Gegenstand den gleichen Messpunkt erfassen.

Insbesondere für einen Haushalt mit vernetzten Geräten weist das wasserführende Haushaltsgerät vorzugsweise zusätzlich eine Schnittstelle zur drahtlosen Datenübertragung auf, wobei die Steuereinrichtung dann zum drahtlosen Informationsaustausch eingerichtet ist. Auf diese Weise ist das wasserführende Haushaltsgerät auch zum Betrieb in einem Netzwerk geeignet und kann mittels einer externen Bedieneinheit, beispielsweise einem Handy und/oder einem Tablet-PC vorzugsweise über eine App bedient werden.

Insbesondere bevorzugt ist das wasserführende Haushaltsgerät dann auch in ein Heimnetzwerk mit mindestens einem weiteren Haushaltsgerät integriert. Vorteilhaft können dann Informationen zur Steuerung von Behandlungsprogrammen von einem Haushaltsgerät auf ein anderes übertragen werden.

Ist das wasserführende Haushaltsgerät beispielsweise eine Waschmaschine, so kann dann beispielsweise eine ermittelte Restfeuchte für gewaschene Wäschestücke an einen Trockner im Heimnetzwerk übertragen werden und das zu beginnende Trocknungsprogramm dann an die Restfeuchte genau angepasst werden.

Im Allgemeinen weisen Haushaltsgeräte mindestens eine Anzeigeeinheit auf, welche zur Ausgabe von Information in Form von Text, Bild und/oder Zeichen, farbig und/oder schwarz-weiß, statisch und/oder animiert ausgebildet sein können. Vorzugsweise können über die Anzeigeeinrichtung Informationen und/oder Warnungen an einen Benutzer ausgegeben werden. Ganz besonders bevorzugt ist die Anzeigeeinrichtung jedoch eine externe Anzeigeeinrichtung, beispielsweise der Touchscreen eines Smartphones oder TabletPCs.

Die Erfindung hat zahlreiche Vorteile. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Erhöhung der Messgenauigkeit des Spektrometers für den Fall, dass die Abstände x zwischen Spektrometer und auszumessendem Gegenstand unkontrolliert variieren. Dies ist beispielsweise bei einer Trommelrotation der Fall. Über die erfindungsgemäß vorgesehene Berücksichtigung des Abstands x bei der Auswertung von Messsignalen können Effekte durch variierende Abstände, wie beispielsweise das „Verkippen“ von Spektren, vermieden werden. Außerdem kann auf diese Weise das Signal/Rausch- Verhältnis verbessert werden. Im Ergebnis kann damit eine noch bessere und noch genauere Auswahl und/oder Anpassung einer Behandlung an einen in dem wasserführenden Haushaltsgerät zu behandelnden Gegenstand vorgenommen werden. Außerdem kann in Ausführungsformen durch eine noch genauere Möglichkeit zur Erkennung von Textilarten die Betriebssicherheit des wasserführenden Haushaltsgeräts im Hinblick auf Fehlbeladungen verbessert werden. Ein umweltschonenderer Betrieb ist außerdem beispielsweise durch eine in Ausführungsformen mögliche genauere Bestimmung der Beladungsmenge möglich.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung nicht einschränkender Ausführungsformen. Hierbei wird Bezug genommen auf die Figuren 1 bis 3.

Fig. 1 zeigt eine schematische Darstellung des dem erfindungsgemäßen Verfahren zugrundeliegenden Messprinzips.

Fig. 2 zeigt in einer nicht einschränkenden Ausführungsform ein zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignetes erfindungsgemäßes wasserführendes Haushaltsgerät mit einem Time-of-Flight-Sensor.

Fig. 3 zeigt eine weitere nicht einschränkende Ausführungsform ein zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignetes erfindungsgemäßes wasserführendes Haushaltsgerät mit einem Kontaktsensor.

Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung des dem erfindungsgemäßen Verfahrens zugrundeliegenden Messprinzips. Das Messprinzip basiert auf einer Reflexionsmessung. Bei einer Reflexionsmessung wird im Allgemeinen nach Emission von Strahlung aus einer Strahlungsquelle, hier eine IR-Strahlungsquelle 2, die von einem Gegenstand 5, hier ein Wäschestück, diffus reflektierte Strahlung als ein Messsignal von einem Strahlungsdetektor 3 registriert. Das registrierte Messsignal kann dann von einem Mikrocomputer 4 ausgewertet werden. Eine solche Auswertung kann beispielsweise auf die folgende Weise durchgeführt werden:

In der Regel wird ein aus dem Messsignal erhaltenes Textilspektrum eines Wäschestücks 5 in einer relativen Einheit, Reflexivität in %, angegeben. Mit Hilfe eines Reflexionsstandards (z.B. Spektraion) kann die Reflexivität R wie folgt normiert werden:

Dabei ist I (l, c ,x) die Intensität der von dem Wäschestück 5 reflektierten Strahlung bei der Wellenlänge l und I 0 (l) die Intensität des Reflexionsstandards bei der Wellenlänge l. Eine Information, die man aus einem Textilspektrum erhalten kann, ist die Konzentration c eines zu messsenden Stoffes, wie etwa ein Wassergehalt. Berechnet man aus der Reflexivität R die Extinktion E, so erhält man eine lineare Abhängigkeit:

E(Ä, c, x ) =— log 10 (R(Ä, c )) und damit E(Ä, c, x) oc c

Das dem erfindungsgemäßen Verfahren zugrundeliegende Messprinzip trägt dabei der Tatsache Rechnung, dass der Extinktionswert E im Allgemeinen eine Abhängigkeit vom Abstand x 6 aufweisen kann:

E(Ä, c, x ) oc—log 10 (—)

c D

In einer nicht einschränkenden Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens kann daher beispielsweise der Umstand genutzt werden, dass bei einer vorgegebenen Wellenlänge l c 9 sich die Spektren von unterschiedlichen Textilarten 7, hier sind drei Spektren gezeigt, bei einem Extinktionswert E x 8 überlappen für einen vorgegebenen Abstand x 6 zwischen Spektrometer 1 und Wäschestück 5. Das Wertepaar aus Extinktionswert Ex 8 und Wellenlänge lc 8 kann dann für einen vorgegebenen Abstandswert x 6 als Schwellenwert S im Mikrocomputer 4 hinterlegt werden, so dass in Schritt (c) des erfindungsgemäßen Verfahrens diejenigen ausgewerteten Messsignale, bei welchen das Wertepaar aus Extinktionswert E x 8 und Wellenlänge l c 9 eine Abweichung des Abstands x 6 vom Schwellenwert S anzeigt, verworfen werden können. Auf diese Weise kann die Genauigkeit der Auswertung der Messsignale in Schritt (c) des erfindungsgemäßen Verfahrens erhöht werden. In alternativen Ausführungsformen kann auch beispielsweise ein maximaler Extinktionswert E max oder ein Extinktionsbereich DE zur Festlegung eines Schwellenwerts S für den Abstand x 6 im Mikrocomputer hinterlegt sein. In weiteren Ausführungsformen kann der Abstand x 6 auch durch mindestens eine Abstandsmessvorrichtung bestimmt werden. Figur 2 zeigt in einer nicht einschränkenden Ausführungsform ein zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignetes erfindungsgemäßes wasserführendes Haushaltsgerät. Das wasserführende Haushaltsgerät ist in dieser Ausführungsform als Waschmaschine 10 ausgestaltet. Die Waschmaschine 10 weist ein Gehäuse 25 auf, in dem ein Laugenbehälter 15 angeordnet ist, in welchem eine Trommel 16 zur Aufnahme von Wäschestücken 17 um eine senkrecht zur Figurenebene stehende Achse drehbar gelagert ist. In der Trommel 16 sind zwei Wäschemitnehmer 14 angeordnet.

Bei der hier gezeigten Ausführungsform ist an eine Ablauföffnung 12 in einem Boden des Laugenbehälters 15 eine Laugenbehälterablaufleitung 11 angeschlossen, die über einen Flusenabscheider 13 zu einer Saugseite einer Pumpe 27 hinführt. An eine Druckseite der Pumpe 27 ist eine Abflussleitung 24 angeschlossen. Abflussleitung 24 mündet außerhalb des Gehäuses 25, hier nicht gezeigt, in eine Hausabwasserleitung oder eine Fußbodenentwässerung. Ein drehzahlgeregelter Antriebsmotor 26, welcher beispielsweise als permanenterregter, mehrsträngiger Synchronmotor mit MOSFET- Bauelement und einem Leistungserfasser 28 ausgestaltet sein kann, ist antriebswirksam mit der Pumpe 27 und der T rommel 16 verbunden.

Figur 2 zeigt außerdem eine automatisierte Dosiereinheit 20 für Behandlungsmittel, welche an eine Einspülschale 22 angeschlossen ist. Über die Einspülschale 22 ist dem Laugenbehälter 15 von einer Frischwasserleitung 23 herrührend Wasser zuführbar. Hierzu befindet sich in der Frischwasserleitung 23 ein Sperrventil 21 , das von einer Steuereinrichtung 18 entsprechend einem Behandlungsprogrammablauf oder gegebenenfalls entsprechend einem von einem Mikrocomputer 31 eines Spektrometers 32 übermittelten ausgewerteten Messsignals angesteuert wird. Die Waschmaschine 10 weist in dieser Ausführungsform außerdem eine Anzeigeeinheit 19 auf, welche zur Darstellung von Information in Form von Text, Bild und/oder Animation in schwarz/weiß und/oder farbig geeignet ist.

Das Spektrometer 32 ist in dieser Ausführungsform als ein Infrarot-Spektrometer ausgestaltet und weist eine entsprechende Strahlungsquelle 29, einen Strahlungsdetektor 30 und einen Mikrocomputer 31 auf. In dieser Ausführungsform ist das Spektrometer in einen der beiden Wäschemitnehmer 14 integriert. Zusätzlich ist in denselben Wäschemitnehmer 14 eine Abstandsmessvorrichtung, hier als Time-of-Flight-Sensor 33 ausgestaltet, integriert. Vorteilhaft können das IR-Spektrometer 32 und der Time-of-Flight- Sensor 33 auch in einen Sensorknoten integriert sein oder diesen bilden. Durch die Platzierung des Spektrometers 32 und des Time-of-Flight-Sensors 33 in demselben Wäschemitnehmer 14 kann vorteilhaft ermöglicht werden, dass beide Sensoren annähernd den gleichen Messpunkt mit gleichem Abstand x auf einem der Wäschestücke 17 in der Trommel 16 erfassen. Besonders vorteilhaft werden bei einer solchen Anordnung die Schritte (a) und (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens gleichzeitig durchgeführt, so dass der Abstand x zwischen Wäschestück 17 und Spektrometer 32 in situ, also während das Spektrometer aktiv misst entsprechend Schritt (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens, durch den Time-of-Flight-Sensor 33 bestimmt werden kann. Auf diese Weise ist auch bei Trommelrotation eine sehr genaue Abstandsbestimmung möglich.

Figur 3 zeigt eine weitere nicht einschränkende Ausführungsform eines zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeigneten erfindungsgemäßen wasserführenden Haushaltsgeräts. Das wasserführende Haushaltsgerät ist in dieser Ausführungsform ebenfalls als Waschmaschine 10 ausgestaltet. Im Folgenden werden diejenigen Merkmale, welche der Ausführungsform dargestellt in Figur 2 entsprechen, nicht nochmals beschrieben, sondern nur die Unterschiede.

Das Spektrometer 38 ist in dieser Ausführungsform als ein Infrarot-Spektrometer ausgestaltet und weist eine entsprechende Strahlungsquelle 35, einen Strahlungsdetektor 36 und einen Mikrocomputer 37 auf. In dieser Ausführungsform ist das Spektrometer in einen der beiden Wäschemitnehmer 14 integriert. Zusätzlich ist in denselben Wäschemitnehmer 14 eine Abstandsmessvorrichtung, hier als Kontaktsensor 34 ausgestaltet, integriert. Der Kontaktsensor 34 basiert in dieser Ausführungsform auf einer Leitfähigkeitsmessung. Hierzu weist der Kontaktsensor 34 zum Trommelinneren hin eine Öffnung auf. Bedeckt ein feuchtes Wäschestück 17 die Öffnung des Kontaktsensors 34 vollständig, so wird durch das Wäschestück 17 ein Stromkreis geschlossen und der Kontaktsensor 34 spricht an. In dieser nicht einschränkenden Ausführungsform ist das IR- Spektrometer 38 derart hinter dem Kontaktsensor 34 angeordnet, dass das Spektrometer 38 das Wäschestück 17, welches die Öffnung des Kontaktsensors 34 bedeckt, erfassen kann. Hierzu können vorteilhaft auch optische Hilfsmittel verwendet werden. Besonders vorteilhaft werden bei einer solchen Anordnung die Schritte (a) und (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens nacheinander durchgeführt. Der Abstand x zwischen Wäschestück 17 und Spektrometer 38 ist durch die Anordnung des Kontaktsensors 34 und des Spektrometers 38 vorgegeben. Das Spektrometer 38 wird dann vorteilhaft durch das Ansprechen des Kontaktsensors 34 aktiviert, entsprechend Schritt (b) des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Bezugszeichen

1 Spektrometer, Infrarot-Spektrometer

2 Strahlungsquelle, Infrarot-Strahlungsquelle

3 Strahlungsdetektor

4 Auswerteeinheit

5 Gegenstand, Wäschestück

6 Abstand x

7 Spektrum (Infrarot-Spektrum) dreier Textilarten: Extinktion E versus Wellenlänge l

8 Extinktionswert E x

9 Diskrete Wellenlänge l c

10 Wasserführendes Haushaltsgerät, Waschmaschine

1 1 Laugenbehälterablaufleitung

12 Ablauföffnung im Boden des Laugenbehälters

13 Flusenabscheider

14 Wäschemitnehmer

15 Laugenbehälter

16 Trommel

17 Wäschestücke

18 Steuereinrichtung

19 Anzeigeeinheit

20 (automatische) Dosiereinheit

21 Sperrventil

22 Einspülschale

23 Frischwasserleitung

24 Abflussleitung

25 Gehäuse

26 Antriebsmotor

27 Pumpe

28 Leistungserfasser

29 Strahlungsquelle, Infrarot-Strahlungsquelle

30 Strahlungsdetektor

31 Mikrocomputer 32 Spektrometer

33 Abstandsmessvorrichtung (Time-of-Flight-Sensor)

34 Abstandsmessvorrichtung (Kontaktsensor)

35 Strahlungsquelle, Infrarot-Strahlungsquelle

36 Strahlungsdetektor

37 Mikrocomputer

38 Spektrometer, IR-Spektrometer