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Title:
METHOD FOR PROCESSING DOCUMENTS OF VALUE, PROCESSING DEVICE, AND USE OF COMPOSITE INFORMATION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/063541
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for processing documents of value (1), in which method the following steps are carried out: a) creating a first packet (2) by grouping together documents of value (1); b) applying an uninformative first identifier (4) to the first packet (2); c) creating a second packet (5) by grouping together further documents of value (i); d) applying an uninformative second identifier (7) to the second packet (5); and e) creating informative composite information (9) from the first identifier (4) and the second identifier (7) by combining the first packet (2) and the second packet (5) to form a bundle (8).

Inventors:
WILFER, Kurt (Oberschleißheim, DE)
Application Number:
EP2020/025437
Publication Date:
April 08, 2021
Filing Date:
September 25, 2020
Export Citation:
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Assignee:
GIESECKE+DEVRIENT CURRENCY TECHNOLOGY GMBH (München, DE)
International Classes:
G07D11/30; G07D11/32
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Bearbeiten von Wertdokumenten (1), bei welchem folgende Schritte durchgeführt werden: a) Erzeugen eines ersten Päckchens (2) durch Zusammenfassen von Wertdokumenten (1); b) Anbringen eines aussageschwachen ersten Kennzeichens (4) an dem ersten Päckchen (2); c) Erzeugen eines zweiten Päckchens (5) durch Zusammenfassen von weiteren Wertdokumenten

(i); d) Anbringen eines aussageschwachen zweiten Kennzeichens (7) an dem zweiten Päckchen (5); und e) Erzeugen einer aussagekräftigen zusammengesetzten Information (9) aus dem ersten Kennzeichen (4) und dem zweiten Kennzeichen (7) durch Zusammenfassen des ersten Päckchens (2) und des zweiten Päckchens (5) zu einem Bündel (8).

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei das erste Kennzeichen (4) und das zweite Kennzeichen (7) jeweils nur als Symbol aus einem Wertebereich mit zwei verschiedenen Symbolen angebracht wird und die zusammengesetzte Information (9) als Binärcode erzeugt wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei an dem ersten Päckchen (2) ein erstes Band (3) angeordnet wird und das erste Kennzeichen (4) auf dem ersten Band (3) angebracht wird und an dem zweiten Päckchen (5) ein zweites Band (6) angeordnet wird und das zweite Kennzeichen (7) auf dem zweiten Band (6) angebracht wird.

4. Verfahren nach Anspruch 3, wobei das jeweilige Kennzeichen (4, 7) an einer Seitenfläche des jeweiligen Bandes (3, 6), welche in einer Ebene senkrecht zur Haupterstreckungsebene des jeweiligen Päckchens (2, 5) ausgebildet ist, angebracht wird.

5. Verfahren einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Päckchen (2, 5) im Schritt e) derart zusammengefasst werden, dass das erste Kennzeichen (4) und das zweite Kennzeichen (7) unmittelbar aneinander angrenzend im Bündel (8) ausgerichtet sind.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei eine nachträgliche Zuordnung des Bündels (8) zu einer Bearbeitungseinrichtung (10), welche das Bündel (8) erzeugt hat, anhand der zusammengesetzten Information (9) durchgeführt wird.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei eine Anzahl von Päckchen des Bündels (8) anhand der zusammengesetzten Information (9) bestimmt wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Wertdokumente (1) als Banknoten bereitgestellt werden.

9. Bearbeitungseinrichtung (10) für die Bearbeitung von Wertdokumenten (1), mit einer Päckchenbildungseinheit (12), einer Kennzeichenanbringungseinheit (14) und einer Bündelbildungseinheit (15) zum Bündeln von Päckchen (2, 5) von Wertdokumenten (1), wobei die Bearbeitungseinrichtung (10) ausgebildet ist folgende Schritte durchzuführen: a) Erzeugen eines ersten Päckchens (2, 5) durch Zusammenfassen von Wertdokumenten (1) mittels der Päckchenbildungseinheit (12); b) Anbringen eines aussageschwachen ersten Kennzeichens (4) an dem ersten Päckchen (2) mittels der Kennzeichenanbringungseinheit (14); c) Erzeugen eines zweiten Päckchens (5) durch Zusammenfassen von weiteren Wertdokumenten (1) mittels der Päckchenbildungseinheit (12); d) Anbringen eines aussageschwachen zweiten Kennzeichens (7) an dem zweiten Päckchen (5) mittels der Kennzeichenanbringungseinheit (14); und e) Erzeugen einer aussagekräftigen zusammengesetzten Information (9) aus dem ersten Kennzeichen (4) und dem zweiten Kennzeichen (7) durch Zusammenfassen des ersten Päckchens (2) und des zweiten Päckchens (5) zu einem Bündel (8) mittels der Bündelbildungseinheit (15).

10. Verwendung einer zusammengesetzten Information (9) zur Zuordnung eines Bündels (8) von Päckchen (2, 5) von Wertdokumenten (1) zu einer Bearbeitungseinrichtung (10) für die Bearbeitung von Wertdokumente (1).

Description:
Verfahren zum Bearbeiten von Wertdokumenten, Bearbeitungseinrichtung und Verwendung einer zusammengesetzten Information

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bearbeiten von Wertdokumenten, eine Bearbeitungseinrichtung für ein dementsprechendes Verfahren und eine entsprechende Verwendung.

Bei bekannten Verfahren zum Bearbeiten von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten, werden die Wertdokumente beispielsweise sortiert, gestapelt oder in vielfältiger Weise bearbeitet. Dieser Vorgang bzw. diese Vorgänge können beispielsweise an unterschiedlichen Orten, zu unterschiedlichen Zeiten und von unterschiedlichen Maschinen durchgeführt werden.

Von Interesse ist es Informationen über die Bearbeitung der Wertdokumente an den Wertdokumenten anzubringen. Beispielsweise ist die Möglichkeit der nachträgliche Zuordnung der Wertdokumente zu einem Bearbeitungsort, einer Bearbeitungszeit oder einer Maschine, welche die Bearbeitung durchführt, beispielsweise einer Bearbeitungseinrichtung, eine wichtige Information.

Bekannt ist in diesem Zusammenhang beispielsweise, dass ein Bündel, welches mehrere Banknotenpäckchen umfasst, mit einem selbstklebenden Etikett versehen wird, auf welchem in Klartext notiert ist, an welchem Datum das Bündel erzeugt worden ist. Das selbstklebende Etikett wird dann beispielsweise nach dem Einpacken des Bündels in Verpackungsfolie auf die Außenseite der Verpackungsfolie aufgebracht.

Nachteilig ist, dass der Klartext für schnelle und zuverlässige Maschinenlesbarkeit nur eingeschränkt geeignet ist.

Ferner kann es fehlerhafterweise Vorkommen, dass Päckchen von Banknoten beim Erzeugen des Bündels vertauscht werden bzw. durcheinanderkommen. Dieser Fehler kann durch das bekannte Etikett jedoch nicht erkannt werden.

Aufgabe ist es somit ein Verfahren, eine Bearbeitungseinrichtung und eine Verwendung zu schaffen, mit welchem bzw. bei welchem eine Information über die Bearbeitung von Wertdokumenten einfacher und zuverlässiger maschinenlesbar an den Wertdokumenten angebracht werden kann.

Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren, einer Bearbeitungseinrichtung und einer Verwendung gemäß einem der unabhängigen Ansprüche gelöst.

Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Bearbeiten von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten, werden folgende Schritte durchgeführt: a) Erzeugen eines ersten Päckchens durch Zusammenfassen von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten; b) Anbringen eines aussageschwachen, insbesondere aussagelosen, ersten Kennzeichens an dem ersten Päckchen; c) Erzeugen eines zweiten Päckchens durch Zusammenfassen von weiteren Wertdokumenten, insbesondere weiteren Banknoten; d) Anbringen eines aussageschwachen, insbesondere aussagelosen, zweiten Kennzeichens an dem zweiten Päckchen; und e) Erzeugen einer aussagekräftigen zusammengesetzten Information aus dem ersten Kennzeichen und dem zweiten Kennzeichen durch Zusammenfassen des ersten Päckchens und des zweiten Päckchens zu einem Bündel.

Unter Wertdokumenten werden blattförmige Gegenstände verstanden, die beispielsweise einen monetären Wert oder eine Berechtigung repräsentieren und daher nicht beliebig durch Unbefugte herstellbar sein sollen. Sie weisen daher nicht einfach herzustellende, insbesondere zu kopierende Merkmale auf, deren Vorhandensein ein Indiz für die Echtheit, d.h. die Herstellung durch eine dazu befugte Stelle, ist. Wichtige Beispiele für solche Wertdokumente sind Chipkarten, Coupons, Gutscheine, Schecks und insbesondere Banknoten.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass durch das Anbringen von jeweils einem Kennzeichen auf einem Päckchen beim Bündeln der Päckchen eine Kombination der Kennzeichen, d.h. die zusammengesetzte Information, quasi ein Gesamtkennzeichen des Bündels, bereitgestellt wird. Dadurch kann in einfacher Weise eine komplexe Information auf dem Bündel aufgebracht werden. Auf dem ersten Päckchen wird durch das erste Kennzeichen eine einfache Information aufgebracht, welche dann in Zusammenwirkung mit dem zweiten Kennzeichen auf dem zweiten Päckchen eine komplexere Information bereitstellt als jedes Kennzeichen für sich alleine. Ferner kann dadurch auch ein Prüfverfahren bereitgestellt werden, bei welchem eine Reihenfolge oder eine Abfolge der Kennzeichen bestimmten Prüfkriterien genügen soll. Für den Fall, dass die Prüfkriterien nicht erfüllt werden, kann beispielsweise eine unerwünschte Vertauschung von Päckchen in der Reihenfolge ursächlich sein, welche durch die zusammengesetzte Information erkannt werden kann.

Die zusammengesetzte Information kann beispielsweise auch eine Information über die Anzahl der Päckchen im Bündel oder eine Anzahl der Wertdokumente im Bündel oder einen Nominalwert der Wertdokumente im Bündel oder einen Erzeugungszeitpunkt des Bündels aufweisen.

Vorliegend umfasst ein jeweiliges Päckchen, d.h. das erste Päckchen oder das zweite Päckchen, eine Mehrzahl von Wertdokumenten, insbesondere Banknoten. Die Päckchen werden insbesondere durch Stapeln von einzelnen Wertdokumenten, insbesondere Banknoten, erzeugt. Insbesondere wird ein jeweiliges Päckchen nach dem Stapeln mit einem Band, insbesondere einer Banderole, umwickelt. Durch das Band werden die Banknoten beispielsweise zu sammengehalten .

Die Wertdokumente und die weiteren Wertdokumente sind vorzugsweise gleich ausgebildet.

Aussageschwach bedeutet insbesondere, dass von dem Kennzeichen nur eine unbedeutende Aussage für den Zustand des jeweiligen Päckchens ausgeht. Aussagestark bedeutet hingegen insbesondere, dass von dem Kennzeichen eine bedeutende Aussage für den Zustand des jeweiligen Bündels ausgeht. So kann eine bedeutende Aussage beispielsweise die Anzahl der Päckchen eines Bündels oder die Identität der zur Erzeugung des Bündels genutzte Bearbeitungseinrichtung sein. Während eine unbedeutende Aussage diese Information vorzugsweise nicht enthält.

Durch Stapeln der jeweiligen Päckchen wird ein Bündel erzeugt. Das Bündel kann beispielsweise mit einer, insbesondere transparenten, Folie umwickelt werden, um das Bündel zusammenzuhalten und zu schützen.

Insbesondere werden die jeweiligen Päckchen bzw. die jeweiligen Kennzeichen beim Stapeln bzw. Erzeugen des Bündels derart ausgerichtet, dass diese in einer Ebene angeordnet sind. Vorzugsweise sind die jeweiligen Kennzeichen sogar in einer Reihe angeordnet. Weiterhin vorzugsweise sind die jeweiligen Kennzeichen auch unmittelbar aneinander angrenzend angeordnet. Dadurch kann die zusammengesetzte Information zuverlässiger durch eine Maschine, beispielsweise mittels maschinellem Sehen, gelesen werden.

Die zusammengesetzte Information kann beispielsweise als ein Code, insbesondere als Binärcode, ausgebildet sein. Die vielfältigen Bedeutungen des Codes oder einer durch den Code beschriebenen Zahl können bzw. kann beispielsweise in einer Datenbank vorgehalten werden, welche vorzugsweise zum Auswerten der zusammengesetzten Information und/oder zur Erzeugung der jeweiligen Kennzeichen genutzt wird.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das erste Kennzeichen und das zweite Kennzeichen jeweils nur als Symbol aus einem Wertebereich mit zwei verschiedenen Symbolen angebracht wird und die zusammengesetzte Information als Binärcode erzeugt wird. Das Symbol kann dabei beispielsweise als schwarz gefüllter Kreis oder weiß gefüllter Kreis ausgebildet sein. Das Symbol kann aber auch die Form eines Rechtecks oder Vielecks oder Strichs aufweisen. Vorzugsweise wird nur die durch Farben, beispielsweise schwarz/weiß, gegebene Binärinformation genutzt. Die Binärinformation kann jedoch vielfältig vorliegen, beispielsweise durch unterschiedliche geometrische Formen, vorzugsweise derart, dass eine Maschine die Information schnell und zuverlässig auswerten kann.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass an dem ersten Päckchen ein erstes Band, insbesondere eine erste Banderole, angeordnet wird und das erste Kennzeichen auf dem ersten Band, insbesondere der ersten Banderole, angebracht wird und an dem zweiten Päckchen ein zweites Band, insbesondere eine zweite Banderole, angeordnet wird und das zweite Kennzeichen auf dem zweiten Band, insbesondere der zweiten Banderole, angebracht wird. Durch das Band, insbesondere die Banderole, kann das jeweilige Kennzeichen in einfacher Weise auf dem jeweiligen Päckchen aufgebracht werden. Ferner kann das Band für mindestens zwei Funktionen genutzt werden, nämlich zum Zusammenhalten der Wertdokumente und als Träger des jeweiligen Kennzeichens.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass das erste Band und/oder das zweite Band als Banderole bereitgestellt wird. Eine Banderole ist insbesondere ein Papierband oder ein Plastikfolienband, das ein Produkt, vorliegend Wertdokumente, umspannt oder umschließt und vorzugsweise zur Verpackung des Produktes gehört.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass das jeweilige Kennzeichen an einer Seitenfläche des jeweiligen Bandes, welche in einer Ebene senkrecht zur Haupterstreckungsebene des jeweiligen Päckchens ausgebildet ist, angebracht wird. Dadurch ist die zusammengesetzte Information zuverlässiger maschinenlesbar.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass die Päckchen im Schritt e) derart zusammengefasst werden, dass das erste Kennzeichen und das zweite Kennzeichen unmittelbar aneinander angrenzend im Bündel ausgerichtet sind. Durch die unmittelbare Anordnung entsteht eine schnell erkennbare zusammengesetzte Information.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass eine nachträgliche Zuordnung des Bündels zu einer Bearbeitungseinrichtung, welche das Bündel erzeugt hat, anhand der zusammengesetzte Information durchgeführt wird. Durch die zusammengesetzte Information kann einfach und zuverlässig bestimmt werden, mit welcher Bearbeitungseinrichtung das Bündel erzeugt wurde. Zu diesem Zweck ist vorzugsweise jeder Bearbeitungseinrichtung ein eindeutiger (Binär)Code, insbesondere eine eindeutige Zahlenabfolge, zugeordnet.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass eine Anzahl von Päckchen des Bündels anhand der zusammengesetzten Information bestimmt wird. Die Anzahl kann beispielsweise direkt von dem Binärcode der zusammengesetzten Information abgeleitet werden oder aber in einer Datenbank oder einer Liste dem Binärcode zugeordnet sein. Letzteres ist bevorzugt der Lall, wenn die zusammengesetzte Information mehrere Informationen, wie beispielsweise Anzahl der Päckchen, Stapeldatum und, Stapelmaschinenidentität umfasst.

Weiterhin ist es vorzugsweise vorgesehen, dass das Wertdokument als Banknote bereitgestellt wird. Vorteilhaft ist die Anwendung bei einer Banknote, da auf diesem Gebiet hohe Anforderungen an Zuverlässigkeit und Schnelligkeit der Bearbeitung existieren und die zusammengesetzte Information für diese Anforderungen vorteilhaft ist.

Vorzugsweise wird das jeweilige Kennzeichen schon vor dem Anbringen des jeweiligen Bandes am jeweiligen Päckchen an dem jeweiligen Band angebracht. Dies kann beispielsweise mit einem Nadeldrucker erfolgen. Die Anbringung der Kennzeichen kann dadurch schneller und mit einfacheren Mittel durchgeführt werden.

Eine erfindungsgemäße Bearbeitungseinrichtung ist zur Bearbeitung von Wertdokumenten ausgebildet. Die Bearbeitungseinrichtung umfasst eine Päckchenbildungseinheit, eine Bandanordnungseinheit, eine Kennzeichenanbringungseinheit und eine Bündelbildungseinheit zum Bündeln von Päckchen von Wertdokumenten. Die Bearbeitungseinrichtung ist ferner ausgebildet folgende Schritte durchzuführen: a) Erzeugen eines ersten Päckchens durch Zusammenfassen von Wertdokumenten mittels der Päckchenbildungseinheit; b) Anbringen eines aussageschwachen ersten Kennzeichens an dem ersten Päckchen mittels der Kennzeichenanbringungseinheit; c) Erzeugen eines zweiten Päckchens durch Zusammenfassen von weiteren Wertdokumenten mittels der Päckchenbildungseinheit; d) Anbringen eines aussageschwachen zweiten Kennzeichens an dem zweiten Päckchen mittels der Kennzeichenanbringungseinheit; und e) Erzeugen einer aussagekräftigen zusammengesetzten Information aus dem ersten Kennzeichen und dem zweiten Kennzeichen durch Zusammenfassen des ersten Päckchens und des zweiten Päckchens zu einem Bündel mittels der Bündelbildungseinheit.

Die Erfindung betrifft auch eine Verwendung einer zusammengesetzten Information zur Zuordnung eines Bündels von Päckchen von Wertdokumenten zu einer Bearbeitungseinrichtung für die Bearbeitung von Wertdokumente.

Die mit Bezug auf das jeweilige erfindungsgemäße Verfahren vorgestellten bevorzugten Ausführungsformen und deren Vorteile gelten entsprechend für die erfindungsgemäße Bearbeitungseinrichtung und die erfindungsgemäße Verwendung. Die gegenständlichen Komponenten des erfindungsgemäßen Sicherheitselements sind jeweils dazu ausgebildet, die jeweiligen Schritte des Verfahrens oder der Verwendung auszuführen.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen, den Figuren und der Figurenbeschreibung. Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand einer schematischen Zeichnung näher erläutert.

Dabei zeigen:

Fig. 1 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Päckchens von Wertdokumenten mit einem Band;

Fig. 2 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Bündels von mehreren Päckchen mit einer zusammengesetzten Information; und

Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Bearbeitungseinrichtung für Wertdokumente.

In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Fig. 1 zeigt Wertdokumente 1, welche gemäß dem Ausführungsbeispiel als Banknoten ausgebildet sind. Die Wertdokumente 1 sind einzeln übereinandergestapelt und liegen als ein erstes Päckchen 2 vor. Die Stapelung erfolgt vorzugsweise durch Anordnen der jeweiligen Seiten der Wertdokumente 1 mit den größten Oberflächen aneinander. Das erste Päckchen 2 umfasst beispielsweise bis zu 200 Stück, insbesondere 100 Stück, der Wertdokumente 1.

Das erste Päckchen 2 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel von einem ersten Band 3 umgeben. Insbesondere ist das erste Band 3 als Banderole ausgebildet. Das erste Band 3 hält das erste Päckchen 2 vorzugsweise zusammen. Durch das erste Band 3 kann das erste Päckchen 2 zumindest teilweise verpackt sein. Das erste Band 3 kann beispielsweise aus Papier, Kunststoff oder einer Mischung davon ausgebildet sein.

Auf dem ersten Band 3 ist ein erstes Kennzeichen 4 angebracht. Das erste Kennzeichen 4 kann beispielsweise durch Drucktechnik oder Prägetechnik auf das erste Band 3 aufgebracht sein. Das erste Kennzeichen 4 ist gemäß dem Ausführungsbeispiel als nur ein einziges Symbol ausgebildet. Vorzugsweise ist das erste Kennzeichen mit einer viereckigen oder runden Kontur ausgebildet. Die Kontur kann beispielsweise mit schwarzer Farbe oder mit weißer Farbe gefüllt sein. Vorzugsweise ist das Symbol nur mit einem Wert aus einem Wertebereich mit zwei Werten ausgebildet. Dem ersten Kennzeichen 4 liegt also vorzugsweise nur ein binärer Wertebereich, beispielsweise Zahlenraum oder Symbolraum, zu Grunde.

Vorzugsweise wird das erste Kennzeichen 4 schon vor dem Anbringen des ersten Bandes 3 am ersten Päckchen 2 an dem jeweiligen Band 3 angebracht.

Fig. 2 zeigt ein Bündel 8. Das Bündel 8 umfasst des erste Päckchen 2 und zumindest ein zweites Päckchen 5. Gemäß dem Ausführungsbeispiel umfasst das Bündel 5 auch noch weitere Päckchen, welche insbesondere analog zum ersten Päckchen 2 und zweiten Päckchen 5 ausgebildet sind.

Das zweite Päckchen 5 weist ein zweites Band 6 und ein zweites Kennzeichen 7 auf. Das zweite Päckchen 5 ist insbesondere analog zum ersten Päckchen 2 ausgebildet. Das zweite Band 6 ist insbesondere analog zum ersten Band 3 ausgebildet. Das zweite Kennzeichen 7 ist insbesondere analog zum ersten Kennzeichen 4 ausgebildet.

Das Bündel 8 umfasst vorzugsweise bis zu 10 Päckchen, also insbesondere das erste Päckchen 2, das zweite Päckchen 5 und bis zu acht weiteren Päckchen, welche vorzugsweise analog zum ersten Päckchen 2 und dem zweiten Päckchen 5 ausgebildet sind. Das Bündel 8 kann aber auch mehr als 10 Päckchen umfassen.

Das Bündel 8 kann beispielsweise mit einer transparenten Folie umwickelt sein, durch welche die einzelnen Päckchen zusammengehalten werden. Die transparente Folie wird dann beispielsweise über die Päckchen 2, 5 mitsamt den Bändern 3, 6 und Kennzeichen 4, 7 angeordnet. Die Kennzeichen sind aufgrund der Transparenz der Folie jedoch weiterhin durch die Folie hindurch auch nach dem Verpacken des Bündels 8 weiterhin sichtbar.

Durch Stapeln bzw. Aneinanderreihen des ersten Päckchens 2 und des zweiten Päckchens 3 werden das erste Kennzeichen 4 und das zweite Kennzeichen 7 und gegebenenfalls weitere Kennzeichen von weiteren Päckchen nebeneinander oder übereinander angeordnet. Durch die Aneinanderreihung der Kennzeichen 4, 7 wird eine zusammengesetzte Information 9, quasi ein Gesamtkennzeichen des Bündels 8, gebildet. Die zusammengesetzte Information 9 ist vorzugsweise als Binärinformation ausgebildet, gemäß dem Ausführungsbeispiel mit den Werten hell und dunkel.

Weist das Bündel 8 beispielsweise zehn Päckchen auf, so hat die zusammengesetzte Information 9 gemäß dem Ausführungsbeispiel einen Informationsgehalt von zehn bit. Der Informationsgehalt der zusammengesetzten Information 9 ist insbesondere abhängig von der Anzahl der Kennzeichen, und der Größe des Wertebereichs der Kennzeichen.

Es können beispielsweise auch mehrere Kennzeichen auf einem Päckchen angeordnet sein.

Fig. 3 zeigt eine Bearbeitungseinrichtung 10 zur Bearbeitung der Wertdokumente 1. Die Bearbeitungseinrichtung 10 umfasst gemäß dem Ausführungsbeispiel eine Stapeleinheit 11, eine Päckchenbildungseinheit 12, eine Bandanordnungseinheit 13, eine Kennzeichenanbringungseinheit 14 und eine Bündelbildungseinheit 15 zum Bündeln der Päckchen 2, 5.

Die Bearbeitungseinrichtung 10 weist ferner ein Staplerrad 16 auf, welches dazu eingerichtet ist, Wertdokumente, insbesondere Banknoten, welche mit hoher Geschwindigkeit auf das Staplerrad 16 auftreffen, abzubremsen und mittels der Stapeleinheit 11 einen Stapel der Wertdokumente zu erzeugen. Dieser Stapel ist ab einer vorbestimmten Anzahl von Wertdokumenten 1, vorzugsweise zwischen 50 Stück und 200 Stück, insbesondere 100 Stück, als eines der Päckchen 2, 5 ausgebildet. Die Päckchen werden insbesondere mit der Päckchenbildungseinheit 12 erzeugt.

Die Päckchen 2, 5 werden vorzugsweise jeweils mit dem jeweiligen Band 3, 6 umwickelt bzw. banderoliert. Dieser Vorgang wird insbesondere mittels der Bandanordnungseinheit 13 durchgeführt.

Vorzugsweise zeitlich vor dem Banderolieren wird das jeweilige Kennzeichen 4, 7 an das jeweilige Band 3, 6 angebracht. Das erfolgt mit der Kennzeichenanbringungseinheit 14, welche beispielsweise als Drucker, vorzugsweise als Nadeldrucker ausgebildet ist. Das jeweilige Band 3, 6 kann aber auch nach dem Anbringen an dem jeweiligen Päckchen 2, 5 angebracht werden.

Mittels der Bündelbildungseinheit 15 werden die Päckchen 2, 5 dann zu dem Bündel 8 zusammengefasst. Durch das Zusammenfassen der Päckchen 2, 5 zum Bündel 9 wird auch die zusammengesetzte Information 9 erzeugt.

Die zusammengesetzte Information 9 umfasst beispielsweise eine Identifikationsnummer von derjenigen Bearbeitungseinrichtung 10, welche das jeweilige Bündel 8 erzeugt.

Die zusammengesetzte Information 9 kann beispielsweise auch eine Information über die Anzahl der Päckchen 2, 5 im Bündel 8 oder eine Anzahl der Wertdokumente 1 im Bündel 8 oder einen Nominalwert der Wertdokumente 1 im Bündel aufweisen.

Das Bündel 9 wird zu einer Transporteinrichtung 17, beispielsweise einem Förderband, bewegt. Die Transporteinrichtung 17 transportiert das Bündel 9 zu einer Verpackungseinrichtung 18. Die Verpackungseinrichtung 18 verpackt zumindest das Bündel 9 mit beispielsweise einer transparenten Folie.

Insbesondere ist mindestens eine weitere Bearbeitungseinrichtung, welche analog zur Bearbeitungseinrichtung 10 ausgebildet ist, an die Transporteinrichtung 17 und die Verpackungseinrichtung 18 angebunden. Bündel der weiteren Bearbeitungseinrichtung werden ebenfalls zur Transporteinrichtung 17 befördert.

In der Transporteinrichtung 17 können beispielweise zeitgleich mehrere Bündel 9 befördert werden.

Es kann eine Betriebsstörung, beispielsweise ein Bündelstau 19, in der Transporteinrichtung 17 auftreten. Durch den Bündelstau 19 kann beispielsweise eine ursprüngliche Reihenfolge der Bündel 8 durcheinandergeraten. Anhand der zusammengesetzten Information 9 kann die ursprüngliche Reihenfolge wieder rekonstruiert werden. Insbesondere kann ermittelt werden, von welcher Bearbeitungseinrichtung 10 ein bestimmtes Bündel 8 erzeugt worden ist. Sollte sich ein Bündel 8 beispielsweise als fehlerhaft erweisen, so kann die Fehlersuche direkt bei der erzeugenden Bearbeitungseinrichtung 10 beginnen. Die zusammengesetzte Information 9 kann beispielsweise auch eine Identifikationsnummer eines Eigentümers der Wertdokumente 1 des jeweiligen Bündels aufweisen. Dadurch können Wertdokumente von verschiedenen Eigentümern zuverlässig und auch im Fehlerfall wieder dem jeweiligen Eigentümer zuordenbar transportiert werden.

Die zusammengesetzte Information 9 kann beispielsweise mittels einer Detektoreinheit, welche beispielsweise eine Kamera umfasst und an der Transporteinrichtung 17 oder der Verpackungseinrichtung 18 angeordnet ist, erfasst werden.

Anhand der zusammengesetzte Information 9 kann dann, beispielsweise durch die Verpackungseinheit 18, eine weitere Information angebracht werden.

Die zusammengesetzte Information 9 wird insbesondere verwendet, um das Bündel 8 derjenigen Bearbeitungseinrichtung 10 zuzuordnen, welche das Bündel 8 erzeugt hat.