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Title:
METHOD FOR PRODUCING AN ASSEMBLY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/005220
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing an assembly (10), in which method an outer surface (14) of the assembly is built up by arranging a first component (16) and at least one second component (18) relative to one another. According to the invention, the arrangement is completed in such a manner that a second portion (24) of the outer surface formed by the second component, as a virtual extension (26) of a first portion (22) of the outer surface formed by the first component, tangentially adjoins the first portion at the transition region (20) of the portions.

Inventors:
WESSEL OLIVER (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/069606
Publication Date:
January 14, 2021
Filing Date:
July 10, 2020
Export Citation:
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Assignee:
VOLKSWAGEN AG (DE)
International Classes:
B62D65/02; B62D27/02
Foreign References:
FR3014344A12015-06-12
US20060016149A12006-01-26
GB612287A1948-11-10
CN108466650A2018-08-31
Attorney, Agent or Firm:
GULDE & PARTNER PATENT- UND RECHTSANWALTSKANZLEI MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung einer Baugruppe (10), in dem ein Aufbau einer

Außenoberfläche (14) der Baugruppe erfolgt, indem ein erstes Bauteil (16) und wenigstens ein zweites Bauteil (18) relativ zueinander angeordnet werden,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Anordnung derart erfolgt, dass sich ein durch das zweite Bauteil gebildeter zweiter Teilbereich (24) der Außenoberfläche als virtuelle Verlängerung (26) eines von dem ersten Bauteil gebildeten ersten Teilbereichs (22) der Außenoberfläche am

Übergangsbereich (20) der Teilbereiche tangential an den ersten Teilbereich anschließt.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die verbundenen Bauteile derart angeordnet werden, dass die Außenoberfläche in Bezug auf eine Symmetrielinie (M) der Baugruppe symmetrisch ist.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Symmetrielinie eine Mittelachse ist.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hergestellte Baugruppe ein Fahrzeug (12) ist.

5. Fahrzeug (12), hergestellt in einem Verfahren nach einem der vorhergehenden

Ansprüche.

Description:
Beschreibung

Verfahren zur Herstellung einer Baugruppe

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Baugruppe gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 und ein Fahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 5.

Auf dem Gebiet der Montagetechnik, beispielsweise der Montage von Fahrzeugen, wird angestrebt, Baugruppen so zu montieren, dass sie eine Außenoberfläche aufweisen, die von außen betrachtet geometrisch stimmig, insbesondere symmetrisch ist.

Dabei kommt es insbesondere auf den Übergang zwischen verschiedenen Teilen an sowie auf die Symmetrie der Baugruppe insgesamt.

Konventionell erfolgt die Montage von Baugruppen häufig nach dem sogenannten

Referenzpunktaufbau, bei dem Bauteile an definierten und oft im Innern der Baugruppe verborgenen Referenzpunkten ausgerichtet werden.

Hierdurch können sich, bedingt durch Toleranzketten der Einzelteile, eine von außen sichtbare Unstetigkeit in der Außenoberfläche ergeben, obwohl die Teile in Bezug auf die innenliegenden Referenzpunkte korrekt ausgerichtet sind.

Die eingangs genannten Ziele können daher konventionell kaum erreicht werden.

Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, eine technische Lösung zu finden, mit der die beschriebenen Probleme vermieden werden.

Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Patentansprüche 1 und 5 gelöst. Weitere bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen, in den Unteransprüchen genannten Merkmalen. Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Baugruppe, in dem ein Aufbau einer Außenoberfläche der Baugruppe erfolgt, indem ein erstes Bauteil und wenigstens ein zweites Bauteil relativ zueinander angeordnet werden.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Anordnung derart erfolgt, dass sich ein durch das zweite Bauteil gebildeter zweiter Teilbereich der Außenoberfläche als virtuelle Verlängerung eines von dem ersten Bauteil gebildeten ersten Teilbereichs der Außenoberfläche am

Übergangsbereich der Teilbereiche tangential an den ersten Teilbereich anschließt.

Hierdurch wird vorteilhaft erreicht, dass die Außenoberfläche auch an den Übergangsbereichen stetig verläuft und insbesondere an Radien und Kurven keine Sprungstellen aufweist. Die bereits montierten Teile werden dabei als Führungsschablone für nachfolgende Teile verwendet, sodass keine zusätzlichen Hilfsmittel erforderlich sind.

Mit anderen Worten erfolgt die Montage analog zum Karosseriebau oder auch zum Rohrbau, wo beispielsweise Rohrsegmente sukzessiv aneinandergesetzt werden und das jeweilige vorhergehende Segment das nachfolgende geometrisch führt.

In bevorzugter Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung ist vorgesehen, dass die verbundenen Bauteile derart angeordnet werden, dass die Außenoberfläche in Bezug auf eine Symmetrielinie der Baugruppe symmetrisch ist.

Zur Definition der Symmetrielinie, die zwischen wenigstens zwei Punkten verläuft, werden vorzugsweise von der späteren Baugruppe zurückgespiegelte beziehungsweise von außen her wahrnehmbare Symmetriepunkte verwendet, wie zum Beispiel ein bestimmtes Seitenteil eines Fahrzeugs, wie die A-Säule. Solche Teile sind am Fahrzeug besonders gut wahrnehmbar und haben entsprechenden Einfluss auf die Symmetrie des Erscheinungsbildes.

Werden mehrere Baugruppen montiert, werden zweckmäßigerweise immer dieselben

Symmetriepunkte verwendet.

In weiterhin bevorzugter Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung ist vorgesehen, dass die Symmetrielinie eine Mittelachse ist.

In weiterhin bevorzugter Ausgestaltung des Verfahrens der Erfindung ist vorgesehen, dass die hergestellte Baugruppe ein Fahrzeug ist. Weitere Beispiele für Teile, die zur Herstellung des Fahrzeugs montiert werden, umfassen Leuchten, Schalttafeln, Heckklappen, Türverkleidungen oder auch Mittelkonsolen.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein Fahrzeug, hergestellt in einem erfindungsgemäßen Verfahren gemäß der vorhergehenden Beschreibung.

Die verschiedenen in dieser Anmeldung genannten Ausführungsformen der Erfindung sind, sofern im Einzelfall nicht anders ausgeführt, mit Vorteil miteinander kombinierbar.

Die Erfindung wird nachfolgend in Ausführungsbeispielen anhand der zugehörigen

Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Figur 1 ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung einer Baugruppe;

Figur 2 innenliegende Referenzpunkte und sichtbare Symmetriepunkte einer

erfindungsgemäßen Baugruppe; und

Figur 3 ein Seitenteil als virtuelle Verlängerung eines Kotflügels.

Figur 1 zeigt abschnittsweise eine herzustellende Baugruppe 10, bei der es sich exemplarisch um ein Fahrzeug 12 handelt.

Eine Außenoberfläche 14 der Baugruppe 10 soll dabei aufgebaut werden, indem ein erstes Bauteil 16 und wenigstens ein zweites Bauteil 18 relativ zueinander angeordnet werden.

Das erste Bauteil 16 und das zweite Bauteil 18 weisen einen Übergangsbereich 20 auf, in dem sie aneinander angrenzen. Entsprechend bildet das erste Bauteil 16 einen ersten Teilbereich 22 der Außenoberfläche 14 und das zweite Bauteil 18 bildet einen zweiten Teilbereich 24 der Außenoberfläche 14.

Die Anordnung der Bauteile 16, 18 erfolgt nun derart, dass sich der durch das zweite Bauteil 18 gebildete zweite Teilbereich 24 der Außenoberfläche 14 als virtuelle Verlängerung 26 des von dem ersten Bauteil 16 gebildeten ersten Teilbereichs 22 der Außenoberfläche 14 am

Übergangsbereich 20 der Teilbereiche 22, 24 tangential an den ersten Teilbereich anschließt. Die Bauteile 16, 18 werden während der Montage zunächst an Referenzpunkten R eingespannt. Zur Abstimmung der Symmetrie der Baugruppe 10 insgesamt wird jedoch die Außenoberfläche 14 in Bezug auf eine Symmetrielinie M der Baugruppe 10 als Referenz verwendet, bei der es sich im vorliegenden Beispiel um eine Mittelachse handelt. Dargestellt ist hier nur der T eil der Baugruppe 10, der sich links der Symmetrielinie M befindet.

Zur Definition der Symmetrielinie M werden nicht die Referenzpunkte R, sondern von der späteren Baugruppe 10 zurückgespiegelte beziehungsweise von außen her gut wahrnehmbare Symmetriepunkte S verwendet, wie zum Beispiel ein Seitenteil 28 eines Fahrzeugs. Ein solcher Symmetriepunkt S ist vorliegend exemplarisch dargestellt.

Figur 2 zeigt nochmals anhand einer Baugruppe 10, die beispielsweise wie in Figur 1 beschrieben montiert worden sein kann, den Unterschied zwischen innenliegenden und nicht sichtbaren Referenzpunkten R und den zur Abstimmung der Symmetrie der Außenoberfläche 14 der gesamten Baugruppe 10 sichtbaren und daher relevanten Symmetriepunkte S. Auch ist zwischen jeweils aneinander montierten ersten Teilen 16 und zweiten Teilen 18 jeweils ein Übergangsbereich 20 gezeigt, der wie zuvor beschrieben stetig verläuft.

Figur 3 zeigt am Beispiel eines Fahrzeugs 12 als Baugruppe 10 im Bereich einer Frontklappe 30 wie ein Kotflügel 32 montiert wird.

Der Kotflügel 32 wird dabei so ausgerichtet, dass ein Seitenteil 28 als virtuelle Verlängerung 26 fungiert.

Bezugszeichenliste

10 Baugruppe

12 Fahrzeug

14 Außenoberfläche

16 erstes Bauteil

18 zweites Bauteil

20 Übergangsbereich

22 erster Teilbereich

24 zweiter Teilbereich

26 virtuelle Verlängerung

28 Seitenteil

30 Frontklappe

32 Kotflügel

M Symmetrielinie

R Referenzpunkten

S Symmetriepunkte