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Patent Searching and Data


Title:
METHOD FOR PRODUCING A CLADDING PART FOR VEHICLES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/068515
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a cladding part for vehicles, having a cladding part body forming a cladding in the mounted state, wherein a sandwich panel that extends two-dimensionally in a plane is formed with at least one transparent thermoplastic upper layer, a prefabricated intermediate layer requiring no further working, and a thermoplastic base layer, wherein the at least three-layer sandwich panel is subsequently shaped in a three-dimensional manner under the influence of heat into a sandwich element forming the cladding part body.

Inventors:
SCHNABEL UWE (DE)
Application Number:
PCT/EP2018/075941
Publication Date:
April 11, 2019
Filing Date:
September 25, 2018
Export Citation:
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Assignee:
HIB TRIM PART SOLUTIONS GMBH (DE)
International Classes:
B29C43/18; B32B38/00; B32B38/12; B32B38/18
Domestic Patent References:
WO2005065935A12005-07-21
Foreign References:
DE102015100925A12016-05-12
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
PETER, Julian (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zur Herstellung eines Verkleidungsteils für Fahrzeuge mit einem im montierten Zustand eine Verkleidung bildenden Verkleidungsteilkörper, wobei eine sich zweidimensional in einer Ebene erstreckende Sandwichplatte mit mindestens einer transparenten thermoplastischen Oberlage, einer vorgefertigten, nachbearbeitungsfreien Zwischenlage und einer thermoplastischen Unterlage gebildet wird, wobei die mindestens dreilagige Sandwichplatte anschließend unter Wärmeeinfluss dreidimensional in ein den Verkleidungsteilkörper bildendes Sandwichelement umgeformt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Unterlage in einem Bandkaschierprozess auf die Zwischenlage aufgebracht wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberlage in einem Bandkaschierprozess oder im Durchlauflackierverfahren auf die Zwischenlage aufgebracht wird.

4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenlage in dem Bandkaschierprozess entfeuchtet wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sandwichplatte in einem Bandlaufverfahren hergestellt und vor dem Umformen aus eine Sandwichbahn in eine vorbestimmte Endform des Verkleidungsteilkörpers zugeschnitten wird.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgefertigte, nachbearbeitungsfreie Zwischenlage durch ein vorgefärbtes Furnier, vorgefärbtes Papier, eine vorgefertigte Folie, ein Gewebe insbesondere eine Echtkarbongewe- belagelage oder einen Dekorträger gebildet ist.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgefertigte, nachbearbeitungsfreie Zwischenlage eine Schicht der Sandwichplatte gebildet wird, die der neut- ralen Faser entspricht.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die thermoplastische Oberlage durch eine thermoplastische Polyurethanfolie und/oder mindestens einer Schicht aus Polyurethanlack gebildet ist. 9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die thermoplastische Unterlage durch eine thermoplastische Polyurethanschicht und/oder eine Kaschierung umfassend einen Thermoplast mit geflochtenem Gewebe gebildet ist.

10.Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Oberlage eine Lagendicke von 0,2-0, 4mm, die

Zwischenlage eine Lagendicke von 0,2-0, 3mm und die Unterlage eine Lagendicke von 0,15-0, 3mm aufweisen, wobei insbesondere die Oberlage, die Zwischenlage und die Unterlage jeweils eine identische Lagendicke aufweisen. 1 1 .Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf die Oberlage des dreidimensional umgeformten Verkleidungsteilkörpers als Obeflächenveredelungsschicht eine Schicht aus Polyurethanlack aufgetragen wird.

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Unterlage des den Verkleidungsteilkörper bildenden Sandwichelements im Spritzgussverfahren mit Kunststoff hinterspritzt wird.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenlage durch ein vorgefärbtes Furnier, eine vorgefertigte Folie oder ein vorgefärbtes Papier und die Oberlage aus einer Schicht Polyurethanlack und einer Schicht thermoplastischer Polyurethanfolie gebildet sind, und wobei zwischen der Schicht

Polyurethanlack und der Schicht thermoplastischer Polyurethanfolie eine Gewebelage angeordnet ist.

14. Verfahren nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gewebelage vorgeschrumpft als Rollenmaterial über eine Rolle zugeführt und auf die Sandwichplatte aufgelegt wird.

15. Verkleidungsteil hergestellt nach dem Verfahren der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Verfahren zur Herstellung eines Verkleidungsteils für Fahrzeuge

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Verkleidungsteils bzw. Zierteils für Fahrzeuge, insbesondere für den Fahrzeuginnenraum.

Gattungsbildende Verkleidungsteile werden im Stand der Technik als Innen- raumverkleidungen, beispielsweise Armaturenverkleidungen von Kraftfahr- zeugen eingesetzt. Im montierten Zustand ist bei den Verkleidungsteilen meist lediglich der Verkleidungsteilkörper zu erkennen, da rückseitige Trägerstrukturen oder Halteelemente im Armaturenbrett oder den weiteren Befestigungspositionen versenkt werden. Der Verkleidungsteilkörper bildet mit- hin die Sichtseite des Verkleidungsteils und umfasst zumeist eine die Optik bestimmende Lage wie beispielsweise Holzfurnier, Karbongewebe oder eine Aluminiumlage.

Ein Standardprozess der bisherigen Herstellung eines Verkleidungsteils ge- maß dem Stand der Technik am Beispiel eines Verkleidungsteils mit Holzfurnieroptik umfasst die Herstellungsschritte des Furnierzuschnitts auf die gewünschte Bauteilgröße, die einseitige Kaschierung des Furnierzuschnitts mit einem Kunststoff, so dass ein zweilagiges Zwischenprodukt entsteht. Anschließend folgt die Kalibrierung des Furniers auf die gewünschte Dicke, das dreidimensionale Umformen des zweilagigen, kaschierten Furnierzuschnitts auf die gewünschte Endform des Verkleidungsteilkörpers und das Kunststoff- Hinterspritzen einer Trägerstruktur auf der Seite des Verkleidungsteilkörpers, auf dem die Kaschierung liegt. Anschließend erfolgen Oberflächennachbear- beitungs- und Reparaturschritte sowie das Einfärben des Furniers auf die gewünschte Optik. Schließlich wird auf das Furnier ein Haftvermittler (Primer) und ein Oberflächenveredelungslack aus Polyurethan aufgetragen, wobei der Primer benötigt wird, um mit dem Polyurethanlack eine Verbindung einzugehen.

Der Standardprozess liefert hochqualitative Verkleidungsteile. Nachteilig ist jedoch, dass beim dreidimensionalen Umformen der kaschierten Furniere bzw. Karbongewebe der Umformungsradius beschränkt ist. Bei sehr kleinen Radien, insbesondere von kleiner als 2,5mm, bilden sich leicht Risse oder Brüche im Furnier bzw. der Karbonlage, da die Streckgrenze des Materials überschritten wird. Zudem kann nur sehr langsam umgeformt werden, da im Werkzeug eine Haltezeit nötig ist, die sicherstellt, dass keine Restfeuchte im Furnier verbleibt. Ferner ist insgesamt eine hohe Anzahl an Herstellungsschritten zu durchlaufen, die einen erheblichen Zeitaufwand bedeuten.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstel- lung eines Verkleidungsteils bereit zu stellen, das die Möglichkeit bietet, sehr kleine Umformungsradien zu realisieren. Zudem soll das Verfahren die Voraussetzung erfüllen, schneller und kostengünstiger durchgeführt zu werden, so dass die Herstellungszeit pro Verkleidungsteil sinkt. Diese Aufgabe wird durch die Merkmalskombination gemäß Patentanspruch 1 gelöst.

Erfindungsgemäß wird ein Verfahren zur Herstellung eines Verkleidungsteils für Fahrzeuge mit einem im montierten Zustand eine Verkleidung bildenden Verkleidungsteilkörper vorgeschlagen. Bei dem Verfahren wird eine sich zweidimensional in einer Ebene erstreckende Sandwichplatte mit mindestens einer transparenten thermoplastischen Oberlage, einer vorgefertigten, nachbearbeitungsfreien Zwischenlage und einer thermoplastischen Unterlage gebildet. Die sich somit ergebende mindestens dreilagige Sandwichplatte wird anschließend unter Wärmeeinfluss dreidimensional in ein den Verkleidungs- teilkörper bildendes Sandwichelement umgeformt.

Vorliegend wird zwischen den Begriffen Verkleidungsteil und Verkleidungsteilkörper unterschieden. Der Verkleidungsteilkörper stellt das im montierten Zustand sichtbare Hauptelement des Verkleidungsteils dar und kann das Verkleidungsteil sogar alleine bilden, wenn es beispielsweise verklebt wer- den soll. Es ist jedoch auch eine Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, den Verkleidungsteilkörper mit weiteren Elementen, wie einem Trägerteil oder Befestigungsmitteln (z.B. Klipse, Haken, Verrastungen) oder Rahmen zu versehen, die dann ebenfalls Elemente des Verkleidungsteils werden. Zur Bestimmung der Richtungen gilt, dass die Oberlage zur vorderen Sichtseite des Verkleidungsteils, die Unterlage zur Rückseite bzw. Einbauseite gerichtet ist. Die vorgefertigte, nachbearbeitungsfreie Zwischenlage ist dadurch gekennzeichnet, dass sie von Anfang an den gewünschten Endzu- stand aufweist. Eine mögliche Einfärbung ist bereits erfolgt. Auch entspricht die Zwischenlagendicke der vorab festgelegten angestrebten Lagendicke. In bevorzugten Ausführungsvarianten ist die vorgefertigte, nachbearbeitungsfreie Zwischenlage durch ein vorgefärbtes Furnier, eine Folie, ein Gewebe beispielsweise Karbongewebe, ein vorgefärbtes Papier oder entsprechend in der Technik einsetzbare Dekorträger gebildet.

Das erfindungsgemäße Verfahren erzeugt zunächst die mindestens dreilagi- ge zweidimensionale Sandwichplatte. Die für die Optik des Verkleidungsteils wesentliche Zwischenlage wird beidseitig durch die thermoplastische

Oberlage und die thermoplastische Unterlage geschützt. Das thermoplastische Material der Oberlage und Unterlage kann unter Wärmeeinfluss zusammen mit der Zwischenlage dreidimensional umgeformt werden, wobei die Oberlage und die Unterlage die Zwischenlage im Prozessschritt des Umfor- mens durch beidseitigen Druck schützen, die Streckgrenze der Zwischenlage dadurch erhöhen und eine Rissbildung oder einen Bruch auch bei sehr kleinen Radien verhindern. Die Temperatur wird dabei auf einen Mindestwert festgelegt, der ausreichend hoch ist, dass das jeweils verwendete thermoplastische Material den Umformprozess ohne Beschädigung oder optische Einbußen durchläuft. Ein vorteilhafter Temperaturwert ist die jeweilige Glas- Übergangstemperatur Tg des Thermoplasten.

Das erfindungsgemäße Verfahren zeichnet sich in einer Ausführungsvariante dadurch aus, dass zumindest die Unterlage in einem Bandkaschierprozess auf die Zwischenlage aufgebracht wird. Der Bandkaschierprozess erfolgt durch Zuführung der Zwischenlage als Bandmaterial von einer Rolle und an- schließendes Aufkaschieren der thermoplastischen Unterlage.

Die Oberlage wird in einer Ausführung gemäß der Erfindung ebenfalls in einem Bandkaschierprozess oder im Durchlauflackierverfahren auf die Zwischenlage aufgebracht. Es entsteht eine zweidimensionale Sandwichplatte in der Größe des Rollen- bzw. Bandmaterials als Ausgangs-Endlosmaterial. Vorteilhaft ist dabei ferner, dass die Zwischenlage in dem Bandkaschierpro- zess bereits vollständig entfeuchtet wird.

Bei einer Verwendung des Bandkaschierprozesses wird die Sandwichplatte in einem Bandlaufverfahren hergestellt und vor dem Umformen aus einer Sandwichbahn in eine vorbestimmte Endform des Verkleidungsteilkörpers zugeschnitten. Die Herstelldauer der mindestens dreilagigen Sandwichplatte mit einer Zwischenlage, die bereits den gewünschten Endzustand hinsichtlich ihrer Farbgebung und Oberflächenstruktur aufweist, sowie das Zuschneiden einzelner Sandwichplattensegmente aus dem Bandmaterial verkürzt die Herstellungszeit des Basismaterials gegenüber dem beschriebenen Standard- prozess bereits vor Einleitung eines Umformprozesses ganz wesentlich.

Auch der Umformprozess selbst erfordert bei dem erfindungsgemäßen Verfahren weniger Zeitaufwand. Durch die Bereitstellung einer mindestens drei- lagigen Sandwichplatte mit Oberlage und Unterlage kann die Umformung schneller erfolgen. Auch die Nachhaltzeit im Umformwerkzeug ist deutlich geringer, da die Entfeuchtung bereits während des Kaschierens der Unterlage erfolgte.

Vorteilhafte Ausführungsbeispiel sehen vor, dass die Oberlage eine Lagendi- cke von 0,2-0,4mm, die Zwischenlage eine Lagendicke von 0,2-0, 3mm und die Unterlage eine Lagendicke von 0, 15-0,3mm aufweisen. Besonders günstig ist eine Lösung, bei der die Lagendicke der Oberlage, der Zwischenlage und die Unterlage jeweils identisch ist. Dies führt dazu, dass die vorgefertigte, nachbearbeitungsfreie Zwischenlage als eine Schicht der Sandwichplatte gebildet wird, die der neutralen Faser (auch Nulllinie genannt) entspricht. Die neutrale Faser ist im Umformprozess die Schicht des Sandwichplattenquerschnitts, deren Länge sich beim Biegen nicht ändert. Somit ist die Zwischenlage als Mittellage im besten Fall während des Umformungsprozesses belas- tungsfrei, in jedem Fall reduzieren sich jedoch die Zug-, Druck- und Scherspannungen auf die Zwischenlage beim dreidimensionalen Umformen der Sandwichplatte.

Die thermoplastische Oberlage wird vorzugsweise durch eine thermoplasti- sehe Polyurethanfolie (TPU-Folie) und/oder mindestens einer Schicht aus Polyurethanlack (z.B. Polyurethan DD-Lack), die thermoplastische Unterlage durch eine thermoplastische Polyurethanschicht und/oder eine Kaschierung umfassend einen Thermoplast mit geflochtenem Gewebe gebildet. Die thermoplastische Polyurethanschicht kann dabei als Ausführungsbeispiel ebenfalls eine TPU-Folie sein.

Auch im erfindungsgemäßen Verfahren wird vorgesehen, dass auf die Oberlage des dreidimensional umgeformten Verkleidungsteilkörpers als Obeflächenveredelungsschicht eine Schicht aus Polyurethanlack aufgetragen wird. Die Verwendung der thermoplastischen Polyurethanfolie und/oder mindestens einer Schicht aus Polyurethanlack für die Oberlage hat zudem den Vorteil, dass auf einen Haftvermittler (Primer) verzichtet werden kann, um die Obeflächenveredelungsschicht aufzutragen. Da sowohl die Oberlage als auch die Obeflächenveredelungsschicht aus demselben Material oder zumindest aus Polyurethanmaterial gebildet sind, gehen die Schichten auch ohne Primer eine dauerhaft feste Verbindung ein, beispielsweise im RIM- Verfahren (Reaction Injection Moulding-Verfahren). Die Zwischenlage ist somit primerfrei ausgebildet. Der im Standardprozess beschriebene Zusatzschritt des Auftragens eines Primers kann vermieden werden. Dies verkürzt die Herstellungsdauer und Herstellungskosten weiter. In einer Weiterbildung des Verfahrens wird die Unterlage des den Verkleidungsteilkörper bildenden Sandwichelements nach dem Umformen im Spritzgussverfahren mit Kunststoff hinterspritzt. Dabei ist auch eine Variante des Spritzprägens mit umfasst. Beim Spritzprägen wird während des Spritz- gießens über den Spritzdruck ohne Bruchstellen oder Risse ein Muster durch die Unterlage hindurch auf der Zwischenlage erzeugt. Das Muster wird durch die Werkzeuginnenwand bestimmt und ist somit variabel festlegbar. Ferner kann hierdurch eine Nut für eine Lisene oder eine vorbestimmte Strukturie- rung der Oberfläche der Zwischenlage mit hoher Wiederholungsgenauigkeit erzeugt werden.

Als weitere Kombinationsvariante umfasst das erfindungsgemäße Verfahren, dass die Zwischenlage insbesondere durch ein vorgefärbtes Furnier, eine Folie oder ein vorgefärbtes Papier und die Oberlage aus einer Schicht Polyurethanlack und einer Schicht thermoplastischer Polyurethanfolie gebildet sind, und zwischen der Schicht Polyurethanlack und der Schicht thermoplastischer Polyurethanfolie eine Gewebelage angeordnet ist. Die Gewebelage ist vorzugsweise als Metallgewebe ausgebildet, so dass eine Kombination aus Metall auf einem Furnier bzw. Papier herstellbar ist. Die Gewebelage wird in einem Ausführungsbeispiel vorgeschrumpft als Rollenmaterial über eine Rolle zugeführt und exakt positioniert auf die Sandwichplatte aufgelegt bzw. aufgezogen. Die Anbindung an die Oberflächenveredelungsschicht ist weiterhin ausschließlich über das Polyurethanmaterial gegeben.

Die Erfindung umfasst neben dem Verfahren auch ein Verkleidungsteil, das nach einem Ausführungsbeispiel des vorstehend beschriebenen Verfahrens hergestellt wurde.

Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Verfahrensablauf in einem Flussdiagramm; Fig. 2 eine Gegenüberstellung eines erfindungsgemäßen Verfahrens zu dem Standardverfahren.

In Figur 1 ist beispielhaft ein Verfahrensablauf unter Nutzung des Bandlaufverfahrens und Bereitstellung des Ausgangsmaterials für die Zwischenlage von einer Rolle dargestellt. Als Zwischenlage wird ein vorgefärbtes, nachbearbeitungsfreies Furnier oder Karbongewebe bereitgestellt. Anschließend wird auf die Zwischenlage im Bandkaschierprozess eine TPU-Folie oder ein Thermoplast mit Gewebe als Unterlage erzeugt. Soweit ein Furnier verwendet wird, wird dieses bereits beim Bandkaschieren entfeuchtet. Die Oberlage kann wahlweise im Bandkaschierprozess und/oder im Lackierverfahren auf die Sichtseite der Zwischenlage aufgebracht werden, wobei als Lack Polyurethan DD-Lack bevorzugt ist. Die sich ergebende Sandwichplatte entspricht im Bandlaufverfahren einem Endlosmaterial, aus dem die Elemente ausgeschnitten werden, die später den Verkleidungsteilkörper bilden. Die

Außenabmaße des Verkleidungsteilkörpers sind damit festgelegt, die Sandwichplatte ist jedoch noch ein zweidimensionaler Plattenkörper. Anschließend erfolgt die Umformung unter Wärmeeinbringung, so dass der dreidimensionale Verkleidungsteilkörper in seine Endform gebracht wird. Die Rückseite, d.h. die Unterlage wird mit Kunststoff beispielsweise zur Anbrin- gung einer Trägerstruktur hinterspritzt. Vorderseitig wird auf die Oberlage des Verkleidungsteilkörpers eine Oberflächenveredelungsschicht aus Polyurethanlack aufgetragen.

Figur 2 stellt die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens in der Ausführungsvariante gemäß Figur 1 dem beschriebenen Standardverfahren gegen- über. Mehrere Verfahrensschritte sind bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nicht weiter nötig, wie beispielsweise das Kaschieren und Kalibrieren jedes einzelnen Bauteils, die Oberflächenbearbeitung und Reparatur des Furniers oder Gewebes, die Farbgebung des Furniers, der Folie oder des Gewebes und das Primern. Zwar sind die Kosten für das vorgefertigte, nach- bearbeitungsfreie Ausgangsmateriai der Zwischenlage, d.h. ein entsprechend abschließend vorbereitetes und bereits eingefärbtes Furnier bzw. (Karbon)-gewebe oder eine entsprechende Folie teurer, jedoch wird der monetäre Mehraufwand im Verfahrensverlauf mehr als ausgeglichen. Das erfin- dungsgemäße Verfahren reduziert die benötigte Herstellungszeit pro Verkleidungsteil um ca. 50% gegenüber dem Standardprozess, die Herstellkosten um ca. 30%. Nicht berücksichtigt sind dabei sogar noch die Durchlaufzeiten der Bauteile, die Ausschusskosten sowie die Bewertung der Logistikflächen zwischen den einzelnen Prozessen.

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