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Title:
METHOD FOR PRODUCING AN OPTICAL ELEMENT FROM PLASTIC
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/096060
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing an optical element with at least one optically active surface. The optically active surface comprises a contour and a surface structure which lies over the contour. Transparent liquid plastic is injection molded into an injection molded component (21) using a (bare) injection mold of an injection molding machine (500) according to a group of injection molding parameters, said injection molded component having the contour of the optically active surface but without the surface structure lying over the contour, wherein at least one parameter of the group of injection molding parameters is adjusted and/or corrected on the basis of properties of the injection molded component (21), and the optical element is produced using the group of injection molding parameters.

Inventors:
PILZ FLORIAN (DE)
FRÖHLICH SVEN (DE)
Application Number:
PCT/DE2021/100858
Publication Date:
May 12, 2022
Filing Date:
October 27, 2021
Export Citation:
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Assignee:
DOCTER OPTICS SE (DE)
International Classes:
B29C45/16; B29C45/76; B29D11/00; B29C45/00; B29L11/00; B29L31/30; B29L31/40
Domestic Patent References:
WO2019179571A12019-09-26
WO2014161014A12014-10-09
WO2019179571A12019-09-26
Foreign References:
DE102015007832A12016-12-22
JPS6472822A1989-03-17
US20020153624A12002-10-24
DE102015012324B42019-06-19
DE102008034153B42019-08-29
DE102005009556A12005-09-22
DE10226471B42007-03-22
DE29914114U11999-11-04
DE1099964B1961-02-23
DE3602262C21995-05-11
DE4031352A11992-04-09
US6130777A2000-10-10
US20010033726A12001-10-25
DE69923847T22006-01-12
DE102017105888A12018-09-20
Other References:
LERN- UND ARBEITSBUCHHOPMANN, MICHAELIGREIF, EHRIG: "Technologie des Spritzgießens", 2017, CARL HANSER VERLAG
SIEHE BAUER ET AL.: "Sog. halborganische Polymere enthalten die Halbmetallelemente Silizium (Si), als Silikone oder Polysiloxane bezeichnet, und Bor (B).", SAECHTLING KUNSTSTOFF TASCHENBUCH, 2013
BOSCH, AUTOMOTIVE HANDBOOK, ISBN: ISBN 978-1-119-03294-6
Attorney, Agent or Firm:
SCHNEIDERS & BEHRENDT PARTMBB, PATENTANWÄLTE, MÜNCHEN (DE)
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Claims:
Patentansprüche Verfahren zur Herstellung eines optischen Elementes mit zumindest einer optisch wirksamen Oberfläche, wobei die optisch wirksame Oberfläche eine Kontur umfasst und eine die Kontur überlagernde Oberflächenstruktur umfassen kann,

- wobei in einem ersten Spritzgießschritt mittels einer ersten Spritzgießform einer Spritzgießmaschine (500, 500') flüssiger transparenter Kunststoff zu einem Vorspritzling und/oder zu einem Vorspritzteil (20) mit zumindest einem Vorspritzling (22, 23) in Abhängigkeit einer ersten Gruppe von Spritzgießparametern spritzgegossen wird,

- wobei der Vorspritzling und/oder das Vorspritzteil (20) mit dem zumindest einen Vorspritzling nach dem ersten Spritzgießschritt in einem Kühlschritt außerhalb der ersten Spritzgießform und/oder außerhalb der Spritzgießmaschine (500, 500') gekühlt wird,

- wobei nach dem Kühlschritt in einem zweiten Spritzgießschritt mittels einer zweiten Spritzgießform einer oder der Spritzgießmaschine unmittelbar oder mittelbar auf den Vorspritzling (20) eine die optisch wirksame Oberfläche formende Schicht aus Kunststoff in Abhängigkeit einer zweiten Gruppe von Spritzgießparametern spritzgegossen wird,

- wobei eine zu der zweiten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform vorgehalten und/oder bereitgestellt wird,

- wobei die zweite Spritzgießform durch die zu der zweiten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform ersetzt wird,

- wobei mittels der zu der zweiten Spritzgießform korrespondierenden blanken Spritzgießform zumindest ein optisches Testelement spritzgegossen wird,

- wobei zumindest ein Parameter aus der ersten Gruppe der Spritzgießparameter und/oder zumindest ein Parameter aus der zweiten Gruppe der Spritzgießparameter in Abhängigkeit von Eigenschaften des Testelements eingestellt und/oder korrigiert wird, - 39 -

- wobei die zu der zweiten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform durch die zweite Spritzgießform ersetzt wird, und

- wobei das optische Element in einem ersten Spritzgießschritt und in einem zweiten Spritzgießschritt unter Verwendung der zweiten Spritzgießform spritz- gegossen wird, wobei zumindest ein eingestellter und/oder korrigierter Parameter aus der ersten Gruppe der Spritzgießparameter für den ersten Spritzgießschritt und/oder zumindest ein eingestellter und/oder korrigierter Parameter aus der zweiten Gruppe der Spritzgießparameter für den zweiten Spritzgießschritt verwendet wird. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das optische Element zumindest eine weitere optisch wirksame Oberfläche umfasst, wobei in einem dritten Spritzgießschritt mittels einer dritten Spritzgießform unmittelbar oder mittelbar auf den Vorspritzling (20) eine die weitere optisch wirksame Oberfläche formende Schicht aus Kunststoff in Abhängigkeit einer dritten Gruppe von Spritzgießparametern spritzge- gossen wird. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das optische Element zumindest eine weitere optisch wirksame Oberfläche mit einer Kontur und mit einer die Kontur überlagernden weiteren Oberflächenstruktur umfasst, wobei in einem dritten Spritzgießschritt mittels einer dritten Spritzgießform unmittelbar oder mittelbar auf den Vorspritzling (20) eine die weitere optisch wirksame Oberfläche mit der weiteren Oberflächenstruktur formende Schicht aus Kunststoff in Abhängigkeit einer dritten Gruppe von Spritzgießparametern spritzgegossen wird. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Spritzgießform durch eine zu der dritten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform ersetzt wird, wobei mittels der zu der dritten Spritzgießform korrespondierenden blanken Spritzgießform sowie mittels der zu der zweiten Spritzgießform korrespondierenden blanken Spritzgießform das optische Testelement spritzgegossen wird. Verfahren nach Anspruch 1 , 2, 3 oder 4 dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Parameter aus der ersten Gruppe der Spritzgießparameter und/oder zumindest ein Parameter aus der zweiten Gruppe der Spritzgießparameter und/oder zumindest ein - 40 -

Parameter aus der dritten Gruppe der Spritzgießparameter in Abhängigkeit von Eigenschaften des Testelements eingestellt und/oder korrigiert wird, Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Spritzgießschritt vor dem dritten Spritzgießschritt erfolgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Spritzgießschritt vor dem zweiten Spritzgießschritt erfolgt. Verfahren nach Anspruch 4, 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die zu der dritten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform durch die dritte Spritzgießform ersetzt wird, wobei das optische Element unter Verwendung der dritten Spritzgießform spritzgegossen wird. Verfahren zur Herstellung eines optischen Elementes mit zumindest einer optisch wirksamen Oberfläche, wobei die optisch wirksame Oberfläche eine Kontur umfasst und eine die Kontur überlagernde Oberflächenstruktur umfassen kann, wobei mittels einer (blanken) Spritzgießform einer Spritzgießmaschine (500) flüssiger transparenter Kunststoff in Abhängigkeit einer Gruppe von Spritzgießparametern zu einem Spritzling (21) mit der Kontur der optisch wirksamen Oberfläche ohne die die Kontur und eine die Kontur überlagernde Oberflächenstruktur spritzgegossen wird, wobei zumindest ein Parameter aus der Gruppe von Spritzgießparametern in Abhängigkeit von Eigenschaften des Spritzlings (21) eingestellt und/oder korrigiert wird, und wobei das optische Element unter Verwendung der Gruppe von Spritzgießparametern hergestellt wird. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers, dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 hergestelltes optisches Element in einem Scheinwerfergehäuse verbaut wird. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers, dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 hergestelltes optisches Element in einem Scheinwerfergehäuse platziert und zusammen mit zumindest einer Lichtquelle oder einer Mehrzahl von Lichtquellen zu dem Fahrzeugscheinwerfer verbaut wird. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers, dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 hergestelltes optisches Element (in einem Scheinwerfergehäuse) zusammen mit zumindest einer Lichtquelle und einer Blende derart zu einem Fahrzeugscheinwerfer verbaut wird, dass eine Kante der Blende mittels von der Lichtquelle emittierten Lichtes von dem (Automotive-) Linsenelement als eine Hell-Dunkel-Grenze (HDG) abbildbar ist. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers, dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 hergestelltes optisches Element als Sekundäroptik oder als Teil einer mehrere Linsen umfassenden Sekundäroptik zum Abbilden einer Lichtausgangsfläche einer Vorsatzoptik und/oder eines mittels einer Primäroptik erzeugten Beleuchtungsmusters in einem Scheinwerfergehäuse platziert und zusammen mit zumindest einer Lichtquelle oder einer Mehrzahl von Lichtquellen und der Vorsatzoptik zu einem Fahrzeugscheinwerfer verbaut wird. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Primäroptik oder ein Vorsatzoptikarray als Primäroptik zur Erzeugung des Beleuchtungsmusters gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 hergestellt wird. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Primäroptik ein System aus beweglichen Mikrospiegeln, insbesondere ein System aus mehr als 100.000 beweglichen Mikrospiegeln, insbesondere ein System aus mehr als 1.000.000 beweglichen Mikrospiegeln, zur Erzeugung des Beleuchtungsmusters umfasst Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers, dadurch gekennzeichnet, dass eine Primäroptik oder ein Vorsatzoptikarray als Primäroptik gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9 hergestellt wird, wobei eine Sekundäroptik zum Abbilden einer Lichtausgangsfläche der Primäroptik oder eines von der Primäroptik erzeugten Beleuchtungsmusters in einem Scheinwerfergehäuse platziert und zusammen mit der Primäroptik und zumindest einer Lichtquelle oder einer Mehrzahl von Lichtquellen zu einem Fahrzeugscheinwerfer verbaut wird. Verfahren zur Herstellung eines Kraftfahrzeuges (S100), dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem der Ansprüche 10 bis 16 hergestellter Fahrzeugscheinwerfer in der Front des Kraftfahrzeuges verbaut wird.

Description:
Verfahren zur Herstellung eines optischen Elementes aus Kunststoff

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines optischen Elementes mit zumindest einer optisch wirksamen Oberfläche, wobei die optisch wirksame Oberfläche eine Kontur und eine die Kontur überlagernde Oberflächenstruktur umfasst,

Ein derartiges sogenanntes Mehr-Kavitäten-Verfahren offenbaren beispielsweise die WO 2014/161014 A1 , DE 10 2015 012 324 B4 und die WO 2019/179571 A1. So offenbart WO 2014/161014 A1 z.B. ein Verfahren zum Herstellen eines Spritzgussteils, insbesondere eines optischen Elements, wobei an wenigstens zwei Spritzstationen eine Spritzmasse mittels wenigstens zweier Spritzvorgänge gegossen wird, wobei ein in einem der wenigstens zwei Spritzvorgänge hergestellter Vorspritzling zwischen den wenigstens zwei Spritzvorgängen in einer Kühlstation gekühlt wird. Ziel des Mehr-Kavitäten-Verfahrens ist dabei, die Schichtdicken so zu wählen, dass sich eine optimal kurze Zykluszeit einstellt (siehe zum Beispiel DE 10 2008 034 153 B4).

Es ist insbesondere Aufgabe der Erfindung, ein (verbessertes) Herstellungsverfahren für optische Elemente mit einer Oberflächenstruktur anzugeben. Dabei ist es wünschenswert, eine besonders hohe Konturtreue und/oder Oberflächenqualität für optische Elemente bzw. Linsen bzw. Scheinwerferlinsen zu erreichen. Zudem ist es wünschenswert, die Kosten für einen Herstellungsprozess von optischen Elementen wie z.B. Scheinwerfern bzw. Fahrzeugscheinwerfern zu senken.

Vorgenannte Aufgabe wird insbesondere durch ein Verfahren zur Herstellung eines optischen Elementes mit zumindest einer optisch wirksamen Oberfläche gemäß Anspruch 1 sowie gemäß Anspruch 9 gelöst, wobei die optisch wirksame Oberfläche eine Kontur und eine die Kontur überlagernde Oberflächenstruktur umfasst, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass flüssiger transparenter Kunststoff mittels einer (blanken) Spritzgießform einer Spritzgießmaschine in Abhängigkeit einer Gruppe von Spritzgießparametern zu einem Spritzling mit der Kontur der optisch wirksamen Oberfläche ohne eine die Kontur überlagernde Oberflächenstruktur spritzgegossen wird, wobei danach zumindest ein Parameter aus der Gruppe von Spritzgießparametern in Abhängigkeit von Eigenschaften des Spritzlings eingestellt und/oder korrigiert wird, und wobei danach das optische Element aus flüssigem transparen- tem Kunststoff unter Verwendung der Gruppe von (eingestellten und/oder korrigierten) Spritzgießparametern spritzgegossen wird. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass beim Spritzgießen eine der (blanken) Spritzgießform entsprechende weitere Spritzgießform verwendet wird, mittels der die Oberflächenstruktur bzw. die Kontur in Verbindung mit der Oberflächenstruktur abgeformt bzw. geformt wird.

Die Offenbarung betrifft darüber hinaus ein Verfahren zur Herstellung eines optischen Elementes mit zumindest einer optisch wirksamen Oberfläche, wobei die optisch wirksame Oberfläche eine Kontur umfasst und eine die Kontur überlagernde Oberflächenstruktur umfassen kann bzw. umfasst,

- wobei in einem ersten Spritzgießschritt mittels einer ersten Spritzgießform einer Spritzgießmaschine flüssiger transparenter Kunststoff zu einem Vorspritzling und/oder zu einem Vorspritzteil mit zumindest einem Vorspritzling in Abhängigkeit einer ersten Gruppe von Spritzgießparametern spritzgegossen wird,

- wobei der Vorspritzling und/oder das Vorspritzteil mit dem zumindest einen Vorspritzling nach dem ersten Spritzgießschritt in einem Kühlschritt, insbesondere außerhalb der ersten Spritzgießform und/oder außerhalb der Spritzgießmaschine, gekühlt wird,

- wobei nach dem Kühlschritt in einem zweiten Spritzgießschritt mittels einer zweiten Spritzgießform einer (weiteren) oder der Spritzgießmaschine unmittelbar oder mittelbar auf den Vorspritzling eine die optisch wirksame Oberfläche formende Schicht aus Kunststoff in Abhängigkeit einer zweiten Gruppe von Spritzgießparametern spritzgegossen wird,

- wobei eine zu der zweiten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform vorgehalten und/oder bereitgestellt wird,

- wobei die zweite Spritzgießform durch die zu der zweiten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform ersetzt wird,

- wobei mittels der zu der zweiten Spritzgießform korrespondierenden blanken Spritzgießform zumindest ein optisches Testelement spritzgegossen wird,

- wobei zumindest ein Parameter aus der ersten Gruppe der Spritzgießparameter und/oder zumindest ein Parameter aus der zweiten Gruppe der Spritzgießparameter in Abhängigkeit von Eigenschaften des Testelements eingestellt und/oder korrigiert wird,

- wobei die zu der zweiten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform durch die zweite Spritzgießform ersetzt wird, und - wobei das optische Element in dem ersten Spritzgießschritt unter Verwendung der ersten Spritzgießform in Verbindung mit dem zweiten Spritzgießschritt unter Verwendung der zweiten Spritzgießform (und optional einen weiteren bzw. dritten Spritzgießschritt) spritzgegossen wird, wobei zumindest ein (eingestellter und/oder) korrigierter Parameter aus der ersten Gruppe der Spritzgießparameter für den ersten Spritzgießschritt und/oder zumindest ein (eingestellter und/oder) korrigierter Parameter aus der zweiten Gruppe der Spritzgießparameter für den zweiten Spritzgießschritt verwendet wird.

Es ist insbesondere vorgesehen, dass bei dem Verfahren zur Herstellung eines optischen Elementes mit zumindest einer optisch wirksamen Oberfläche, die eine Kontur umfasst und eine die Kontur überlagernde Oberflächenstruktur umfassen kann, vorgesehen ist, dass

- in einem ersten Spritzgießschritt mittels einer ersten Spritzgießform einer Spritzgießmaschine flüssiger transparenter Kunststoff zu einem Vorspritzling und/oder zu einem Vorspritzteil mit zumindest einem Vorspritzling in Abhängigkeit einer ersten Gruppe von Spritzgießparametern spritzgegossen wird,

- der Vorspritzling und/oder das Vorspritzteil mit zumindest einem Vorspritzling nach dem ersten Spritzgießschritt in einem Kühlschritt, insbesondere außerhalb der ersten Spritzgießform und/oder außerhalb der Spritzgießmaschine, gekühlt wird,

- nach dem Kühlschritt in einem zweiten Spritzgießschritt mittels einer zweiten Spritzgießform einer (weiteren) oder der Spritzgießmaschine unmittelbar oder mittelbar auf den Vorspritzling und/oder den zumindest einen Vorspritzling des Vorspritzteils eine die optisch wirksame Oberfläche formende Schicht aus Kunststoff in Abhängigkeit einer zweiten Gruppe von Spritzgießparametern spritzgegossen wird,

- eine zu der zweiten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform vorgehalten und/oder bereitgestellt wird,

- die zweite Spritzgießform durch die zu der zweiten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform ersetzt wird,

- mittels der zu der zweiten Spritzgießform korrespondierenden blanken Spritzgießform zumindest ein optisches Testelement aus dem Vorspritzling und/oder dem zumindest einen Vorspritzling des Vorspritzteils spritzgegossen wird,

- zumindest ein Parameter aus der ersten Gruppe von Spritzgießparametern und/oder zumindest ein Parameter aus der zweiten Gruppe von Spritzgießparametern in Abhängigkeit von Eigenschaften des Testelements eingestellt und/oder korrigiert wird, - die zu der zweiten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform durch die zweite Spritzgießform ersetzt wird,

- in dem ersten Spritzgießschritt ein Vorspritzling und/oder ein Vorspritzteil mit zumindest einem Vorspritzling mittels des eingestellten und/oder korrigierten Parameters der ersten Gruppe von Spritzgießparametern (sofern überhaupt eingestellt und/oder korrigiert worden ist) spritzgegossen wird,

- nach dem Kühlschritt in dem zweiten Spritzgießschritt mittels der zweiten Spritzgießform einer oder der Spritzgießmaschine unmittelbar oder mittelbar auf den Vorspritzling und/oder den zumindest einen Vorspritzling des Vorspritzteils eine die optisch wirksame Oberfläche formende Schicht aus Kunststoff in Abhängigkeit des eingestellten und/oder korrigierten Parameters der zweiten Gruppe von Spritzgießparametern (sofern überhaupt eingestellt und/oder korrigiert worden ist) spritzgegossen wird,

- und das hergestellte optische Element zumindest eine optisch wirksame Oberfläche umfasst.

Soll bei dem Verfahren ein optisches Element mit einer ersten optisch wirksamen Oberfläche und einer zweiten optisch wirksamen Oberfläche hergestellt werden, so kann vorgesehen sein, dass sich an den zweiten Spritzgießschritt ein dritter Spritzgießschritt anschließt,

- wobei in dem dritten Spritzgießschritt mittels einer dritten Spritzgießform einer oder der Spritzgießmaschine unmittelbar oder mittelbar auf eine zweite Oberfläche des Vorspritzlings und/oder eine zweite Oberfläche des zumindest einen Vorspritzlings des Vorspritzteils eine die zweite optisch wirksame Oberfläche formende Schicht aus Kunststoff in Abhängigkeit einer dritten Gruppe von Spritzgießparametern spritzgegossen wird, und

- das hergestellte optische Element eine erste optisch wirksame Oberfläche und eine zweite optisch wirksame Oberfläche umfasst.

Alternativ kann aber auch das bzw. ein in einem ersten Spritzgießschritt und einem zweiten Spritzgießschritt hergestellte optische Element eine erste optisch wirksame Oberfläche und eine zweite optisch wirksame Oberfläche umfassen.

In vorteilhafter Ausgestaltung kann bei dem dritten Spritzgießschritt die Spritzgießform durch eine blanke Spritzgießform ausgetauscht werden und ein Testelement mittels der blanken Spritzgießform, die eine zu der Spritzgießform im dritten Spritzgießschritt korrespondierende blanke Spritzgießform ist, hergestellt werden. Anhand der Eigenschaften des im dritten Spritzgießschritt hergestellten Testelements kann dann zumindest ein Parameter des dritten Spritzgießschritts eingestellt und/oder korrigiert werden, so dass weitere Vorspritzlinge und/oder Vorspritzteile mit zumindest einem Vorspritzling mittels des eingestellten und/oder korrigierten Parameters in einem zweiten Spritzgießschritt und einem dritten Spritzgießschritt zu dem optischen Element spritzgegossen werden.

In vorteilhafter Ausgestaltung kann dabei vorgesehen sein, dass im weiteren Verfahren in Abhängigkeit von Eigenschaften des im zweiten Spritzgießschritt hergestellten Testelements und/oder Eigenschaften des im dritten Spritzgießschritt hergestellten Testelements zumindest ein Parameter des ersten Spritzgießschritts und/oder zumindest ein Parameter des zweiten Spritzgießschritts und/oder ein Parameter des dritten Spritzgießschritts eingestellt und/oder korrigiert wird und dann das optische Element in drei Spritzgießschritten mit zumindest einem eingestellten und/oder korrigierten Parameter hergestellt wird.

Spritzgießparameter im Sinne dieser Offenbarung können z.B. folgende Parameter sein:

- Einspritzdruck, Einspritzstrom

- Umschaltvolumen / Umschaltpunkt

- Nachdruck / Dauer

- Temperaturen (Einspritztemperatur, Heißkanaltemperatur, Kühltemperatur)

Einzelheiten zu Spritzgießparametern können beispielsweise den Seiten 65, 66, 67 und 68 des Buches „Technologie des Spritzgießens“ - Lern- und Arbeitsbuch, Hopmann, Michaeli, Greif, Ehrig, Carl Hanser Verlag München, 2017, ISBN 978-3-446-45042-4, entnommen werden. Beispielhafte Wechselwirkung zwischen den Spritzgießparametern zeigen Bild 7.6 auf der Seite 67 und Bild 7.8 auf Seite 69 des Buches „Technologie des Spritzgießens“ - Lern- und Arbeitsbuch, Hopmann, Michaeli, Greif, Ehrig, Carl Hanser Verlag München, 2017, ISBN 978-3-446-45042-4.

Es kann auch vorgesehen sein, dass Spritzgießparameter im Sinne dieser Offenbarung Parameter ohne direkten Bezug zum Spritzgießen, wie etwa (Peripherie-) Parameter, sind:

- TrockentemperaturenAdauern des/der Kunststoffe (Thermoplaste) oder Temperaturen der Harze/Komponenten bei Harz-/Duroplastsystemen

- Anpassungen von lonisiersystemen (FeldstärkenAfrequenzen) zur Vermeidung statischer Aufladung

- Oberflächenaktivierung wie Plasma - Parameter maschinenexterner Regelgeräte zur Prozessführung mithilfe von Temperaturen sowie Maschinen/Werkzeug -drücken und -dehnungen

Diese Parameter können der ersten Gruppe der Spritzgießparameter und/oder der zweiten Gruppe der Spritzgießparameter zugeordnet werden. Spritzgießparameter im Sinne dieser Offenbarung können gemäß einer Ausgestaltung Parameter wie z.B. Geometrieparameter (WerkzeugkonturAgeometrie) sein. In einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass Parameter im Sinne dieser Offenbarung auch Geometrieparameter (Längen, Kurven, Winkel und Position optischer Achsen) sein können. Es kann vorgesehen sein, dass Parameter im Sinne dieser Offenbarung Parameter im Sinne einer Werkzeugkorrektur bzw. Kavitätenkorrektur sind, indem diese, z.B. abhängig von Korrekturfaktoren, ermittelt werden.

Spritzgießparameter im Sinne dieser Offenbarung können Parameter wie z.B. Verweilzeit der Vorspritzlinge auf dem Kühltisch oder Einspritzstrom sein. Diese Parameter können der ersten Gruppe der Spritzgießparameter und/oder der zweiten Gruppe der Spritzgießparameter zugeordnet werden.

Ein korrigierter Parametersatz (PAR) folgt z.B. aus einem initialen oder bisherigen Parametersatz, angepasst um Korrekturparameter. Zur Bestimmung der Parameter PAR werden die Korrekturwerte in einer Ausgestaltung mit ihren jeweiligen Sollwerten multipliziert. Die Parameter PAR ergeben sich in einer Ausgestaltung somit als Produkt aus jeweiligem Sollwert mit jeweiligem Korrekturwert. So kann beispielsweise vorgesehen sein, wenn die Konturtreue verbessert werden soll, dass der Sollwert einer Verweildauer in der Form durch eine Multiplikation mit einem Korrekturfaktor erhöht wird bzw. dass die Nachpressdauer entsprechend durch Multiplikation mit einem Korrekturwert >1 multipliziert wird. Weitere Beispiele zeigen die nachfolgenden Figuren 14A, 14B, 14C, 14D, 14E und 14F.

Die Bestimmung von Korrekturfaktoren und/oder korrigierten Parametern bzw. korrigierten Spritzgießparametern erfolgt z.B.

• durch Mitarbeiter und/oder

• teil-/vollautomatisiert

Korrekturfaktoren resultieren z.B. aus Ursache-Wirkbeziehungen/Erkenntnissen/Informatio- nen aus einer oder mehrerer der folgenden Quellen:

• Empirisches Erfahrungswissen • Versuche im Zuge der Entwicklung und/oder serienbegleitenden Messungen/Prüfun- gen/lnspektion gleich- und/oder ungleichartiger Bauteile

• Simulationen, wobei die Parameter der zu Grunde liegenden Simulation ebenfalls mittel des beschriebenen Verfahrens kalibriert bzw. eingestellt werden können: o Fertigungsprozesse (Werkzeugfüllung, Temperaturen, Strömung) o Steif igkeit/Struktur von Werkzeug und/oder Maschine o Maschinenträgheit

• Analogien, abgeleitet aus DatensammlungenAbanken

• Algorithmen, neuronale Netze, Fuzzy Logic und/oder (andere Algorithmen in Bezug auf) künstliche Intelligenz

Ausführungsbeispiele sind:

• Mittendicke Linse zu gering. Steigerung Mittendicke durch: o Erhöhung Nachdruck und/oder o Reduktion Schließkraft Maschine

• Unzulässige kosmetische Defekte, wie Schmauch, Schlieren, Lufteinschlüsse. Verbesserung Bauteilqualität durch o Reduktion/Steigerung Einspritzgeschwindigkeit und/oder o Werkzeug-/Massetemperaturen

Es kann vorgesehen sein, dass Spritzgießparameter im Sinne dieser Offenbarung Werkzeugaktivelemente sein können, wie z.B. Zylinderhübe, Zylinderkräfte (für Prägefunktionen), elektrische Spannung für Piezoaktorik, Ventilbewegung zur Kontrolle von Luft- und Masseströmen. Diese Parameter können der ersten Gruppe der Spritzgießparameter und/oder der zweiten Gruppe der Spritzgießparameter zugeordnet werden.

Eine Oberflächenstruktur im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere eine lichtstreuende Oberflächenstruktur. Eine lichtstreuende Oberflächenstruktur im Sinne dieser Offenbarung umfasst z. B. eine Modulation und/oder eine (Oberflächen-) Rauigkeit von mindestens 0,05 pm, insbesondere mindestens 0,08 pm, bzw. ist als Modulation gegebenenfalls mit einer (Oberflächen-) Rauigkeit von mindestens 0,05 pm, insbesondere mindestens 0,08 pm, ausgestaltet. Rauigkeit im Sinne dieser Offenbarung soll insbesondere als Ra, insbesondere nach ISO 4287, definiert sein. In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung kann die lichtstreuende Oberflächenstruktur eine einer Golfballoberfläche nachgebildete Struktur umfassen oder als eine einer Golfballoberfläche nachgebildete Struktur ausgestaltet sein. Ge- eignete lichtstreuende Oberflächenstrukturen sind z. B. in der DE 10 2005 009 556 A1 , der DE 102 26 471 B4 und der DE 299 14 114 U1 offenbart. Weitere verwendbare Ausgestaltungen lichtstreuender Oberflächenstrukturen sind in der deutschen Patentschrift 1 099 964 A, der DE 36 02 262 C2, der DE 40 31 352 A1 , der US 6 130 777 und der US 2001/0033726 A1 offenbart.

Eine lichtstreuende Oberflächenstruktur bzw. eine Oberflächenstruktur im Sinne dieser Offenbarung ist keine diffraktive bzw. lichtbeugende Oberflächenstruktur. Es ist insbesondere vorgesehen, dass der Austausch einer Spritzgießform mit einer eine Oberflächenstruktur abformenden Oberfläche durch eine korrespondierende eine blanke Oberfläche formende Spritzgießform dann nicht erfolgt, wenn die Oberflächenstruktur eine diffraktive bzw. lichtbeugende Oberflächenstruktur ist.

Eine optisch wirksame Oberfläche ist beispielsweise eine (optisch wirksame) Lichtaustrittsfläche und/oder eine (optisch wirksame) Lichteintrittsfläche,

Eine korrespondierende blanke Form bzw. Spritzgießform im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere eine entsprechende Spritzgießform, die eine Oberfläche abformt, die die Kontur ohne die Oberflächenstruktur formt. Eine korrespondierende blanke Spritzgießform im Sinne dieser Offenbarung formt insbesondere eine Oberfläche mit einer Rauigkeit von nicht mehr als 20nm, insbesondere nicht mehr als 10nm, insbesondere nicht mehr als 7nm, insbesondere nicht mehr als 5nm (insbesondere in Verbindung mit einem Werkzeug, also einer Spritzgießform, aus Stahl). Eine korrespondierende blanke Spritzgießform (Werkzeug) im Sinne dieser Offenbarung aus Nickel-Phosphor-Schichten formt insbesondere Oberflächen mit einer Rauigkeit Ra von nicht mehr als 2nm, insbesondere von nicht mehr als 1 nm. Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Rauigkeit des Werkzeugs bzw. der blank korrespondierenden Spritzgießform eine Rauigkeit von nicht weniger als 0,5nm umfasst. Dabei ist Rauigkeit im Sinne dieser Offenbarung insbesondere als Ra, insbesondere nach DIN ISO 4287 definiert.

In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das optische Element zumindest eine weitere optisch wirksame Oberfläche umfasst, wobei in einem dritten Spritzgießschritt mittels einer dritten Spritzgießform unmittelbar oder mittelbar auf den Vorspritzling und/oder den zumindest einen Vorspritzling des Vorspritzteils eine die weitere optisch wirksame Oberfläche for- mende Schicht aus Kunststoff in Abhängigkeit einer dritten Gruppe von Spritzgießparametern spritzgegossen wird.

In einer dazu alternativen Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das optische Element zumindest eine weitere optisch wirksame Oberfläche mit einer Kontur und mit einer die Kontur überlagernden weiteren Oberflächenstruktur umfasst, wobei in einem dritten Spritzgießschritt mittels einer dritten Spritzgießform unmittelbar oder mittelbar auf den Vorspritzling und/oder den zumindeste einen Vorspritzling des Vorspritzteils eine die weitere optisch wirksame Oberfläche mit einer die weitere Oberflächenstruktur formenden Schicht aus Kunststoff in Abhängigkeit einer dritten Gruppe von Spritzgießparametern spritzgegossen wird. Dabei ist insbesondere vorgesehen, dass die dritte Spritzgießform durch eine zu der dritten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform ersetzt wird, wobei sowohl mittels der zu der zweiten Spritzgießform korrespondierenden blanken Spritzgießform als auch mittels der zu der dritten Spritzgießform korrespondierenden blanken Spritzgießform das optisches Testelement spritzgegossen wird.

In einer weiteren Ausgestaltung wird zumindest ein Parameter aus der ersten Gruppe der Spritzgießparamter und/oder zumindest ein Parameter aus der zweiten Gruppe der Spritzgießparameter und/oder zumindest ein Parameter aus der dritten Gruppe der Spritzgießparamter in Abhängigkeit von Eigenschaften des Testelements eingestellt und/oder korrigiert.

In einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, dass der zweite Spritzgießschritt vor dem dritten Spritzgießschritt oder alternativ, dass der dritte Spritzgießschritt vor dem zweiten Spritzgießschritt erfolgt.

In einer weiteren Ausgestaltung wird die zu der dritten Spritzgießform korrespondierende blanke Spritzgießform durch die dritte Spritzgussform ersetzt wird, wobei das optische Element unter Verwendung der dritten Spritzgießform spritzgegossen wird.

Ein optisches Element im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere eine Scheinwerferlinse. Ein optisches Element im Sinne dieser Offenbarung ist beispielsweise eine Scheinwerferlinse zur Abbildung einer Hell-Dunkel-Grenze auf einer Fahrbahn. Ein optisches Element im Sinne dieser Offenbarung ist beispielsweise eine Sammellinse. Eine fertig gepresste Linse bzw. ein optisches Element im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere eine Linse bzw. ein optisches Element, die bzw. das ohne Anguss ein Volumen von zumindest 50cm 3 , insbesondere von 25cm 3 , besitzt.

Der Begriff „Vorspritzling“ wird in dieser Offenbarung entsprechend der WO 2014/161014 A1 verwendet, wohingegen der Begriff „Spritzgussteil“ abweichend von der WO 2014/161014 A1 für einen Linsenkörper (inklusive Rand) bzw. mehrere Linsenkörper (inklusive Rand) inklusive Anguss verwendet wird.

Es wird insbesondere folgende Terminologie verwendet: Ein Vorspritzteil umfasst zumindest einen Anguss und zumindest einen Vorspritzling. Ein Vorspritzteil kann auch einen Anguss mit zwei oder mehr Vorspritzlingen umfassen. Ein Spritzgussteil umfasst zumindest einen Anguss und zumindest ein optisches Element oder zumindest einen Anguss und zumindest eine Linse. Ein optisches Element bzw. eine Linse umfasst einen Linsenkörper und gegebenenfalls einen Linsenrand bzw. einen Rand.

Der Anguss im Sinne dieser Offenbarung entsteht insbesondere durch den in den Zufuhrkanälen zur Gießform erstarrten Kunststoff (Schmelze). Es ist insbesondere vorgesehen, dass der Anguss im Sinne dieser Offenbarung ein Teil ist, dessen Volumen nicht zum Volumen des „Nutzteils“, also dem Volumen des optischen Elements bzw. Linsenelementes beiträgt. Anguss im Sinne dieser Offenbarung umfasst insbesondere das, was im Englischen mit sprue, runner und gate bezeichnet wird. Ein Anguss im Sinne dieser Offenbarung bzw. dieser Terminologie ist insbesondere nicht auf sprue im Englischen begrenzt.

Es kann vorgesehen sein, dass die bzw. eine die optisch wirksame Oberfläche formende Schicht nicht dicker ist als 1 mm, beispielsweise nicht dicker als 0,75 mm, beispielsweise nicht dicker als 0,5 mm. Eine eine optisch wirksame Oberfläche formende Schicht bzw. eine eine optisch wirksame Lichteintrittsfläche formende Schicht bzw. eine eine Lichtaustrittsfläche formende Schicht ist im Sinne dieser Offenbarung beispielsweise dann nicht dicker als X Millimeter wenn zumindest 70%, insbesondere zumindest 80%, insbesondere zumindest 90%, dieser Schicht nicht dicker sind als X Millimeter.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird das Verfahren um eines oder mehrere der nachfolgenden Merkmale ergänzt (vgl. WO 2019/179571 A1):

(i) Es ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass in einem Spritzgießschritt zumindest 16 optische Elemente, wie beispielsweise 16 Linsen oder Vorspritzlinge, spritzgegos- sen werden. Es ist insbesondere vorgesehen, dass zumindest acht Einheiten, umfassend einen Anguss und zumindest zwei optische Elemente bzw. Vorspritzlinge, in einem Schritt spritzgegossen werden. Es ist vorteilhafterweise vorgesehen, dass in einem Spritzgießschritt zumindest 32 optische Elemente wie beispielsweise Linsen oder Vorspritzlinge spritzgegossen werden. Es ist insbesondere vorgesehen, dass zumindest 16 Einheiten, umfassend einen Anguss und zumindest zwei optische Elemente, wie beispielsweise zwei Linsen(rohlinge) bzw. Vorspritzlinge, in einem Schritt spritzgegossen werden.

(ii) Der Anguss ist vorteilhafterweise unmittelbar mit dem optischen Element verbunden und vorteilhafterweise nicht mittelbar über den optisch nicht wirksamen Rand.

(iii) Der Anguss verbleibt nach der Entnahme am Vorspritzling bzw. am optischen Element. Der Anguss wird vorteilhafterweise erst nach dem Spritzgießen des optischen Elementes beziehungsweise nach Entnahme des Spritzgussteils abgetrennt.

(iv) Das Auswerfen aus der Spritzgießmaschine an der optischen Fläche bzw. an einer Fläche eines Vorspritzlings oder eines Vorspritzteils dort oder außerhalb erfolgt (Angriffspunkt des Auswerfers), wo (für die optischen Eigenschaften relevanter) Lichtdurchfluss im bestimmungsgemäßen Betrieb vorgesehen ist.

(v) Es werden zumindest zwei Vorspritzlinge mit einem Anguss spritzgegossen.

(vi) Gestaltung des Randes, wobei der Rand als der Teil des optischen Elementes verstanden werden soll, dem keine optische Funktion zugewiesen ist: Der Rand wird nicht im ersten Spritzgießschritt gefertigt. Der Rand wird im zweiten Spritzgießschritt bzw. im letzten Spritzgießschritt gefertigt.

(vii) Das Handling und/oder die Ausrichtung des Vorspritzlings in der Form bzw. Kavität zum Spritzgießen des Spritzgussteils erfolgt mittels des Angusses.

(viii) Der zweite Anguss verläuft zumindest zum Teil entlang des ersten Angusses

(ix) Das Volumen des Angusses entspricht zumindest 10%, insbesondere zumindest 30 %, des Volumens des Vorspritzteils bzw. des Spritzgussteils.

(x) Einem Anguss sind zwei oder mehr Vorspritzlinge bzw. Linsenelemente (Spritzgusselemente) zugeordnet.

(xi) In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Spritzgieß-Vorrichtung zumindest einen Heißkanal. Der Heißkanal oder der überwiegende Teil des Heißkanals hat vorteilhafterweise eine Querschnittsfläche von nicht weniger als 25mm 2 , vorteilhafterweise von nicht weniger als 40mm 2 . Die Querschnittsfläche eines Heißkanals ist im Sinne dieser Offenbarung insbesondere eine Querschnittsfläche orthogonal zur Längsrichtung des Heißkanals bzw. orthogonal zur Fluss- richtung/mittleren Flussrichtung des flüssigen Kunststoffs in Heißkanal.

(xii) Es ist ein modulares Formenkonzept vorgesehen, das eine Grundform und zumindest einen spritzgusselementabhängigen und/oder vorspritzlingsabhängigen Formensatz (Adapterform) aufweist. Der Anguss mit seinen komplexen Strukturen ist der Grundform zugeordnet, wohingegen die optischen Elemente (Spritzgusselemente) und die Vorspritzlinge der Adapterform (auch als Einlegeform bezei- chenbar) zugeordnet sind. Es ist insbesondere ein derart modularer Aufbau der Form bzw. Kavität bzw. des Werkzeugs vorgesehen, dass für verschiedene Linsenformen der gleiche Heißkanal vorgesehen ist bzw. verwendet wird bzw. zum Einsatz kommt.

(xiii) Zusätzlich zur Kühlstation ist ein Speicher mit Vorspritzteilen vorgesehen. Dabei kann der Handlingroboter wahlweise Vorspritzteile mitsamt Anguss der Kühlstation oder dem (zusätzlichen) Speicher entnehmen. Dadurch sind insbesondere zwei, insbesondere unterschiedliche, Arten von Kühlstationen vorgesehen.

(xiv) Die Vorspritzteile im zusätzlichen Speicher werden erwärmt gehalten bzw. vor Einlegen in die Form bzw. Kavität zum Spritzgießen des Spritzgussteils erwärmt.

(xv) Die Vorspritzlinge bzw. Vorspritzteile werden nicht unmittelbar nach dem Spritzgießen bzw. nach der Entnahme aus dem Werkzeug zum Spritzgießen des Vorspritzlings auf einer optischen Fläche abgelegt. Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Vorspritzteile bzw. die Spritzgussteile am Anguss abgelegt werden.

(xvi) Der Anguss dient der Ausrichtung, wobei eine Reihe von Anlageflächen bzw. Fortsätzen bzw. Blindfortsätzen bzw. Appendizes, die von dem eigentlichen Anguss abzweigen, vorgesehen sind. Der Anguss enthält zudem Zentrierstifte. Der Anguss weist zumindest zwei Dornen zur Ausrichtung des Angusses und damit des Vorspritzteils in der Spritzgießform zum Spritzgießen des Spritzgussteils auf. Der Anguss kann auch durch einen Zentrierstift oder geneigte Flächen zentriert werden.

(xvii) Der Anguss hat vorteilhafterweise eine Querschnittsfläche von nicht weniger als 25mm 2 , vorteilhafterweise von nicht weniger als 40mm 2 . Der Anguss hat über einen wesentlichen Anteil vorteilhafterweise eine Querschnittsfläche von nicht weniger als 25mm 2 , vorteilhafterweise von nicht weniger als 40mm 2 . Der Anguss hat in Bezug auf den überwiegenden bzw. größten Teil seiner Länge vorteilhafterweise eine Querschnittsfläche von nicht weniger als 25mm 2 , vorteilhafterweise von nicht weniger als 40mm 2 . Die Querschnittsfläche eines Angusses ist im Sinne dieser Of- fenbarung insbesondere eine Querschnittsfläche orthogonal zur Längsrichtung des Angusses bzw. orthogonal zur Flussrichtung/mittleren Flussrichtung des flüssigen Kunststoffs im Anguss.

(xviii) Ein Vorspritzteil bzw. ein Spritzgussteil verbleibt vorteilhafterweise 130 bis 180 Sekunden oder nicht mehr als 180 Sekunden in der Spritzgießform (im Werkzeug) bzw. in der geschlossenen Spritzgießform (im geschlossenen Werkzeug). Dies umfasst sowohl die Zeit für das Spritzgießen als auch die Zeit für das Nachpressen. In einer bevorzugten Variation bzw. Ausführung entspricht der Takt der ersten Spritzgießmaschine (in etwa) zweimal dem Takt der zweiten Spritzgießmaschine. Bei großen/dickeren Linsen ist beispielsweise vorgesehen, einen Takt von 110 Sekunden auf der zweiten Spritzgießmaschine vorzusehen, wodurch bis zu etwa 220 Sekunden Verweilzeit des Vorspritzlings in der ersten Spritzgießmaschine resultieren.

(xix) Bei Entformungsproblemen der optischen Elemente ist es vorteilhaft, einen zeitversetzten Hub einzelner Auswerfer umzusetzen, sodass bewegte Elemente beschleunigt und/oder verzögert gegenüber der Bewegung der Maschinenaktuatorik erfolgen. Hierdurch können Haft- und oder Klemmkräfte zwischen Werkzeug und optischem Element gezielt überwunden werden. Dies verbessert Entformungsverhalten, erhöht Prozessstabilität in der Produktion und vermeidet/vermindert eine ungewollte Beeinträchtigung der optisch wirksamen Fläche, wie Deformation, Einglättung oder Kratzer der Oberfläche/Struktur.

Es wird in vorteilhafter Weise mit einem Druck von nicht weniger als 600 bar spritzgegossen.

Es wird in vorteilhafter Weise mit einem Druck von nicht weniger als 800 bar spritzgegossen.

Es wird in vorteilhafter weise mit einem Druck von nicht mehr als 1000 bar spritzgegossen.

Das (erfindungsgemäße) optische Element bzw. eine entsprechende Linse kommt beispielsweise auch in einem Projektionsscheinwerfer zum Einsatz. In der Ausgestaltung als Scheinwerferlinse für einen Projektionsscheinwerfer bildet das optische Element bzw. eine entsprechende Scheinwerferlinse die Kante einer Blende als Hell-Dunkel-Grenze auf der Fahrbahn ab.

Eine beispielhafte Anwendung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers, wobei ein nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale hergestelltes optisches Element in einem Scheinwerfergehäuse verbaut wird. Eine weitere beispielhafte Anwendung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers, wobei ein nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale hergestelltes optisches Element in einem Scheinwerfergehäuse platziert und zusammen mit zumindest einer Lichtquelle oder einer Mehrzahl von Lichtquellen zu einem Fahrzeugscheinwerfer verbaut wird.

Eine weitere beispielhafte Anwendung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers, wobei ein nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale hergestelltes optisches Element als Sekundäroptik oder als Teil einer mehrere Linsen umfassenden Sekundäroptik zum Abbilden einer Lichtausgangsfläche einer Vorsatzoptik und/oder eines mittels einer Primäroptik erzeugten Beleuchtungsmusters in einem Scheinwerfergehäuse platziert und zusammen mit zumindest einer Lichtquelle oder einer Mehrzahl von Lichtquellen und der Vorsatzoptik zu einem Fahrzeugscheinwerfer verbaut wird.

Eine weitere beispielhafte Anwendung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers, wobei eine Primäroptik oder ein Vorsatzoptikarray als Primäroptik zur Erzeugung des Beleuchtungsmusters gemäß einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale hergestellt wird.

Eine weitere beispielhafte Anwendung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers, wobei die Primäroptik ein System aus beweglichen Mikrospiegeln, insbesondere ein System aus mehr als 100.000 beweglichen Mikrospiegeln, insbesondere ein System aus mehr als 1.000.000 beweglichen Mikrospiegeln, zur Erzeugung des Beleuchtungsmusters umfasst.

Eine weitere beispielhafte Anwendung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Objektivs, wobei zumindest eine erste Linse nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale hergestellt und anschließend in einem Objektiv und/oder einem Objektivgehäuse verbaut wird.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die maximale Abweichung des Ist-Wertes von dem Soll-Wert des Abstandes zwischen zwei optisch wirksamen Oberflächen des optischen Elementes nicht größer ist als 40 pm, insbesondere nicht größer als 30 m, insbesondere nicht größer als 20 pm, insbesondere nicht kleiner als 2 pm. In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die maximale Abweichung des Ist- Wertes von dem Soll-Wert des Abstandes zwischen einer optisch wirksamen Oberfläche und einer Ebene orthogonal zur optischen Achse der optisch wirksamen Oberfläche, wobei diese Ebene den geometrischen Schwerpunkt des optischen Elementes umfasst, nicht größer ist als 20 pm, insbesondere nicht größer als 15 pm, insbesondere nicht größer als 8 pm, insbesondere nicht kleiner als 1 pm. In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Wert RMSt (Gesamtoberflächenformabweichung) gemäß DIN ISO 10110-5 vom April 2016 für die optisch wirksamen Oberflächen des optischen Elements, für zumindest eine optisch wirksame Oberfläche des optischen Elements und/oder für zumindest zwei optisch wirksame Oberflächen des optischen Elements, nicht größer ist als 12 pm, insbesondere nicht größer ist als 10 pm, insbesondere nicht größer ist als 8 pm, insbesondere nicht größer ist als 6 pm, insbesondere nicht größer ist als 4 pm, insbesondere nicht größer ist als 2 pm, insbesondere nicht kleiner ist als 0,5 pm.

Kunststoff im Sinne dieser Offenbarung kann beispielsweise thermoplastischer Kunststoff sein. Thermoplastischer Kunststoff ist im Sinne dieser Offenbarung insbesondere Polycarbonat, insbesondere LED 2643, bzw. ein thermoplastisches Harz wie z. B. ein Polycarbonatharz, ein Polyacrylharz oder ein modifiziertes Polyolefinharz. Bespiele für thermoplastische Kunststoffe bzw. thermoplastisches Harz können insbesondere der DE 699 23 847 T2 entnommen werden. So offenbart die DE 699 23 847 T2 als Polycarbonatharz die geeignete Verwendung von aromatischem Polycarbonatharz, das durch Umsetzung eines Diphenols und eines Carbonatvorläufers erhalten worden ist. Zu Beispielen für das Diphenol gehören dabei Bis-(hydroxyaryl)-alkane, wie 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-propan (sogenanntes Bisphenol A), Bis-(4-hydroxyphenyl)-methan, 1 ,1-Bis-(4-hydroxyphenyl)-ethan, 2,2-Bis-(4-hyd- roxyphenyl)-butan, 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-octan, 2,2-Bis-(4-hydroxyphenyl)-phenyl- methan, 2,2-Bis-(4-hydroxy-3-methylphenyl)-propan, 1 ,1-Bis-(4-hydroxy-3-tert.-butylphenyl)- propan, 2,2-Bis-(4-hydroxy-3-bromphenyl)-propan, 2,2-Bis-(4-hydroxy-3,5-dibromphenyl)- propan und 2,2-Bis-(4-hydroxy-3,5-dichlorphenyl)-propan; Bis-(hydroxyphenyl)-cycloalkan, wie 1 ,1-Bis-(hydroxyphenyl)-cyclopentan und 1 ,1-Bis-(hydroxyphenyl)-cyclohexan; Dihydroxyarylether, wie 4,4'-Dihydroxydiphenylether und 4,4'-Dihydroxy-3,3'-dimethyldiphenylether; Dihydroxydiarylsulfide, wie 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfid und 4,4'-Dihydroxy-3,3'- dimethyldiphenylsulfid; Dihydroxydiarylsulfoxide, wie 4,4'-Dihydroxydiphenylsulfoxid und 4,4'- Dihydroxy-3,3'-dimethyldiphenylsulfoxid; und Dihydroxydiarylsulfone, wie 4,4'-Dihydro- xydiphenylsulfon und 4,4'-Dihydroxy-3,3'-dimethyldiphenylsulfon. Diese Diphenole können allein oder in einer Kombination aus zwei oder mehr Produkten verwendet werden.

Kunststoff im Sinne dieser Offenbarung kann ein Thermoplast oder ein Duroplast sein. Der Kunststoff kann ein Polycarbonat, ein PMMA, ein COC (=Cyclo Olefines Copolymer) sein. Der Kunststoff kann ein CR39 sein. Kunststoff im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere PMMA. Dabei kann der jeweilige Kunststoff einen Wärmeausdehnungskoeffizienten von nicht weniger als 6 x 10' 5 mm/K aufweisen. In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann der Kunststoff einen Wärmeausdehnungskoeffizienten von nicht mehr als 8 x 10' 5 mm/K aufweisen. Kunststoff im Sinne dieser Offenbarung sind insbesondere amorphe Kunststoffe bzw. Polymere. „Am atomaren Aufbau von Polymeren sind hauptsächlich die Nichtmetallelemente Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H) und Sauerstoff (O) beteiligt. Relativ häufig treten auch Stickstoff (N), Chlor (CI), Fluor (F) und Schwefel (S) auf (Heteroatome).“ siehe Bauer et al.: Saechtling Kunststoff Taschenbuch, 31 Aufl, (2013). Kunststoffe im Sinne dieser Offenbarung können auch halborganischen Polymere sein oder umfassen. „Sog. halborganische Polymere enthalten die Halbmetallelemente Silizium (Si), als Silikone oder Polysiloxane bezeichnet, und Bor (B).“ siehe Bauer et al.: Saechtling Kunststoff Taschenbuch, 31 Aufl, (2013). Kunststoffe im Sinne dieser Offenbarung können auch Siloxane sein oder umfassen. Ein erster Kunststoff im Sinne dieser Offenbarung ist verschieden von einem zweiten Kunststoff im Sinne dieser Offenbarung. Ein zweiter Kunststoff im Sinne dieser Offenbarung kann ein halborganisches Polymer, ein Silikon, ein Polysiloxan und/oder ein Siloxan sein und/oder umfassen.

Kraftfahrzeug im Sinne der Erfindung ist insbesondere ein individuell im Straßenverkehr benutzbares Landfahrzeug. Kraftfahrzeuge im Sinne der Erfindung sind insbesondere nicht auf Landfahrzeuge mit Verbrennungsmotor beschränkt.

Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen. Dabei zeigen:

Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel für ein Verfahren zum Herstellen eines optischen Elementes,

Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel für eine Fertigungsinsel zur Durchführung des Verfahrens gemäß Fig. 1, Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für eine mit flüssigem Kunststoff gefüllte Kavität bzw. Spritzgießform in einem ersten Spritzgießschritt,

Fig. 4 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels für einen Vorspritzling nach Erstarren des flüssigen Kunststoffs gemäß Fig. 3,

Fig. 5 ein Vorspritzteil mit einem Anguss und daran angeordneten Vorspritzling nach einem ersten Spritzgießschritt,

Fig. 6 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer Spritzgießform bzw. eine Kavität zum Spritzen einer Schicht in einem zweiten Spritzgießschritt,

Fig. 7 eine schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Vorspritzlings nach Erstarren des flüssigen Kunststoffs gemäß Fig. 6,

Fig. 8 ein Vorspritzteil mit einem Anguss und einem daran angeordneten Vorspritzling nach einem zweiten Spritzgießschritt,

Fig. 9 eine Detailansicht eines Ausführungsbeispiels für eine mit flüssigem Kunststoff gefüllte Kavität bzw. Spritzgussform in einem dritten Spritzgießschritt,

Fig. 10 eine Detailansicht eines Ausführungsbeispiels eines optischen Elementes (mit Anguss) nach Erstarren des flüssigen Kunststoffs gemäß Fig. 9,

Fig. 11 ein Spritzgussteil mit einem Anguss und daran angeordneten optischen Elementen nach einem dritten Spritzgießschritt,

Fig. 12 ein Ausführungsbeispiel für eine Spritzgießmaschine in einer prinzipiellen Querschnittsdarstellung,

Fig. 13 ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Spritzgießmaschine in einer prinzipiellen Querschnittsdarstellung,

Fig. 14 ein Ausführungsbeispiel einer Regelung einer Fertigungsinsel in Form eines Blockschaltbildes,

Fig. 14A ein Ausführungsbeispiel eines Korrekturmoduls,

Fig. 14B ein Ausführungsbeispiel eines weiteren Korrekturmoduls,

Fig. 14C ein Ausführungsbeispiel eines weiteren Korrekturmoduls,

Fig. 14D ein Ausführungsbeispiel eines weiteren Korrekturmoduls,

Fig. 14E ein Ausführungsbeispiel eines weiteren Korrekturmoduls,

Fig. 14F ein Ausführungsbeispiel eines weiteren Korrekturmoduls,

Fig. 15 die Fertigungsinsel gemäß Fig. 2 in einer geänderten Konfiguration,

Fig. 16 die Fertigungsinsel gemäß Fig. 2 bzw. Fig. 15 in einer weiterhin geänderten

Konfiguration,

Fig. 17 ein Ausführungsbeispiel für ein Kraftfahrzeug, Fig. 18 eine schematische Darstellung eines beispielhaften Fahrzeugscheinwerfers des Kraftfahrzeugs gemäß Fig. 17,

Fig. 19 ein Ausführungsbeispiel eines weiteren Fahrzeugscheinwerfers zur Verwendung in dem Kraftfahrzeug gemäß Fig. 17 in einer Prinzipdarstellung, Fig. 20 ein Ausführungsbeispiel für Matrixlicht bzw. adaptives Fernlicht, Fig. 21 ein weiteres Ausführungsbeispiel für Matrixlicht bzw. adaptives Fernlicht, Fig. 22 ein Ausführungsbeispiel einer Beleuchtungsvorrichtung eines Fahrzeugscheinwerfers gemäß Fig. 19,

Fig. 23 ein Ausführungsbeispiel für ein Vorsatzoptikarray in einer Seitenansicht, Fig. 24 der Vorsatzoptikarray gemäß Fig. 23 in einer Draufsicht und,

Fig. 25 die Verwendung eines Vorsatzoptikarrays gemäß Fig. 23 und Fig. 24 in einem Kraftfahrzeugscheinwerfer, der in einem Kraftfahrzeug gemäß Fig. 17 verwendbar ist,

Fig. 26 ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen alternativen Kraftfahrzeugscheinwerfer zur Verwendung in dem Kraftfahrzeug gemäß Fig. 17,

Fig. 27 ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen alternativen Kraftfahrzeugscheinwerfer zur Verwendung in dem Kraftfahrzeug gemäß Fig. 17,

Fig. 28 ein Beispiel für die Ausleuchtung mittels des Kraftfahrzeugscheinwerfers gemäß Fig. 27, und

Fig. 29 ein Ausführungsbeispiel für eine überlagerte Ausleuchtung unter Verwendung der Ausleuchtung gemäß Fig. 28 und der Ausleuchtung zweier weiterer Scheinwerfersysteme bzw. Teilsysteme.

Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Verfahrens zur Herstellung eines optischen Elementes. Fig. 2 zeigt eine schematische Ansicht einer Fertigungsinsel FIN zur Implementierung des Verfahrens zur Herstellung eines optischen Elementes gemäß Fig. 1. Dabei sind Materialflüsse durch dicke Pfeile und Datenflüsse durch dünne Pfeile dargestellt. In Fig. 2 bezeichnet Bezugszeichen SG1 eine Spritzgießmaschine (Injektionspresse der Fertigungsinsel FIN) zur Herstellung eines Vorspritzteils 2 (siehe Fig. 5). SP bezeichnet einen Speicher und KUE bezeichnet eine Kühlung. Die Kühlung bzw. Kühlstrecke KUE dient der Kühlung des Vorspritzteils 2 sowie in Verbindung mit einem Handlingsroboter R der Übergabe des Vorspritzteils 2 mit geeigneter Temperatur an eine Spritzgießmaschine (Injektionspresse) SG2 zum Herstellen bzw. Spritzgießen des Spritzgussteils 4 mit einem optischen Element 41 bzw. 42 (siehe Fig. 11). Darüber hinaus werden einzelne Vorspritzteile 2 in den Speicher SP der Fertigungsinsel FIN gemäß Fig. 2 eingephast, so dass dieser z.B. eine Tagesproduktion an Vorspritzteilen 2 vorhält. Auf diese Weise können Werkzeugwechsel und Störungen durch Entkopplung der Prozesse, die auf den Spritzgießmaschinen (Injektionspressen) SG1 und SG2 implementiert sind, bei gleichzeitiger Verknüpfung implementiert werden. Die Werkzeugwechsel (siehe Fig 2, Fig. 15 und Fig. 16), Wartungen und/oder Prozessparameterkorrekturen (siehe unten) betreffend die Spritzgießmaschinen (Injektionspressen) SG1 und SG2 müssen auf diese Weise nicht synchronisiert werden. Nimmt beispielsweise die Spritzgießmaschine (Injektionspresse) SG2 keine Vorspritzteile 2 an, so werden diese in dem Speicher SP platziert. Ist die Kühlstrecke KUE leer, so entnimmt der Handlingroboter R die Vorspritzteile 2 aus dem Speicher SP und führt sie der Spritzgießmaschine (Injektionspresse) SG2 zu.

Die Spritzgießmaschine SG1 umfasst eine Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P1 mittels der in einem Spritzgießschritt 111 das in Fig. 5 dargestellte Vorspritzteil 2 geformt wird bzw. spritzgegossen wird. Dabei bezeichnen Bezugszeichen 21 und 22 die Vorspritzlinge des Vorspritzteils 2, Bezugszeichen 20 bezeichnet den Anguss des Vorspritzteils 2. Zur Herstellung des Vorspritzlings 21 des Vorspritzteils 2 wird flüssiger Kunststoff 25 gemäß Fig. 3 in eine nicht näher dargestellte Kavität bzw. Form P1 einer ersten nicht näher dargestellten Spritzgießform eingeführt. Nach dem Aushärten bzw. Erstarren bzw. Verfestigen bzw. Abkühlen unterhalb von TG des Kunststoffs 25 gemäß Fig. 3 bildet sich in der Kavität bzw. Spritzgießform ein Vorspritzling 21 mit dem Anguss 20 (vergleiche Fig. 4). Es ist insbesondere vorgesehen, dass sich der Ausdruck „Aushärten“ auf Harze und/oder der Ausdruck „Erstarren“ auf Thermoplaste bezieht.

Danach wird das Vorspritzteil 2 mit den Vorspritzlingen 21 und 22 in einem Kühlschritt 112 der Kühlung KUE zugeführt.

Die Spritzgießmaschine SG2 umfasst eine Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P2 zum Spritzen eines in Fig. 8 dargestellten Vorspritzteils 3 durch Aufspritzen einer Schicht 35 aus flüssigem Kunststoff auf den Vorspritzling 21 gemäß Fig. 6 in einem Spritzgießschritt 112. Nach dem Aushärten bzw. Erstarren bzw. Verfestigen bzw. Abkühlen unterhalb von TG des Kunststoffs in einem Kühlschritt 112 bildet sich in der Kavität bzw.

Form (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P2 ein Vorspritzling 31, der in wie in Fig. 8 dargestellt, über einen Anguss 30 bzw. den Anguss 20 mit einem weiteren Vorspritzling 32 verbunden ist. Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Anguss 30 in Fig. 7 nicht dargestellt. Die Vorspritzlinge 31 und 32 bilden zusammen mit den Angüssen 20 und 30 das Vorspritzteil 3.

Die Spritzgießmaschine SG2 umfasst zudem eine Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P3 zum Spritzen (in einem Spritzgießschritt 114) einer Schicht 45 aus flüssigem Kunststoff auf den Vorspritzling 31 gemäß Fig. 9 und zum Formen eines Spritzgussteils 4 mit einem optischen Element 41 und einem Anguss 40 gemäß Fig. 11. In Fig. 10 bezeichnet Bezugszeichen 41 das optische Element und Bezugszeichen 20 den Anguss aus dem Spritzgießschritt 111. Ebenso wie der Anguss 30 ist auch der Anguss 40 des Spritzgussteils 4 in Fig. 10 aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht dargestellt. Fig. 11 zeigt das Spritzgussteil 4, das die Angusse 20, 30 und 40 umfasst, die die optischen Elemente 41 und 42 verbinden.

Die Fertigungsinsel FIN umfasst zudem eine Steuerung CTRL zum Steuern des Spritzgussprozesses, d.h. explizit zur Ansteuerung der Spritzgießmaschine SG1 , des Handlingroboters R, der Spritzgießmaschine SG2 und optional der Kühlstrecke KUE. Es kann vorgesehen sein, dass die Steuerung CTRL nicht ein einzelnes Steuergerät ist, sondern zumindest 2 Steuergeräte umfasst, die mittels eines Bussystems (zum Beispiel im Sinne einer Master- Slave-Architektur) datentechnisch verbunden sind. Näheres zu geeigneten Steuerungen kann z.B. dem Buch „Technologie des Spritzgießens“ - Lern- und Arbeitsbuch, Hopmann, Michaeli, Greif, Ehrig, Carl Hanser Verlag München, 2017, ISBN 978-3-446-45042-4 auf den Seiten 19, 29, 57, 58, 59, 64, 66, 70, 74 und 76 entnommen werden.

Das Spritzgussteil 4 gemäß Fig. 11 wird zum Beispiel mittels des Handlingroboters R auf einem Förderband FB abgelegt und mittels des Förderbandes FB aus dem Bereich der Fertigungsinsel FIN hinausbewegt. Anschließend werden die optischen Elemente 41 und 42 in einer nicht dargestellten Trennstation von den Angüssen 20, 30 und 40 getrennt.

Mittels der Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P3 wird in die Oberfläche der optischen Elemente 41 und 42 des Spritzgussteils 4 eine Licht streuende Oberflächenstruktur bzw. eine Modulation ausgeformt. Zur Korrektur der Steuerung CTRL bzw. deren Parameter PAR (vgl. Fig. 14) ist eine (und zwar eine blanke) weitere Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P3‘ vorgesehen, die anstelle der Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P3 eingesetzt werden kann (Formwechselschritt 116). Diese Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P3‘ formt das Vorspritzteil 4 ohne eine Licht streuende Oberflächenstruktur bzw. Modulation, d.h. mit blanker Oberfläche. Dieser Wechsel zwischen den Formen bzw. Kavitäten P3 zu P3‘ erfolgt, wenn eine entsprechende Wechselbedingung, angedeutet in der Abfrage 115 in Fig. 1, erfüllt ist. Der Wechsel kann turnusmäßig und/oder bei entsprechender Vorprüfung der optischen Elemente 41 bzw. 42 erfolgen.

Es ist insbesondere vorgesehen, dass ein oder mehrere mittels der Form P3‘ spritzgegosse- ne (Spritzgießschritt 117) optische Elemente (Testelemente) in einem Optikprüfstand M in Bezug auf die lichttechnischen Werte bzw. deren Abbildungsqualität überprüft werden (in einem Prüfschritt 118 gemäß Fig. 1) und das Ergebnis einer Korrektur KOR zugeführt wird zur Korrektur der Steuerung CTRL bzw. deren Parametereinstellungen (Korrekturschritt 119 gemäß Fig. 1). Nach Korrektur der Einstellungen bzw. Parameter der Steuerung CTRL wird entweder die Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P3‘ durch die Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P3 ausgetauscht oder nochmals ein Korrekturlauf vollzogen. Es kann vorgesehen sein, dass der Korrekturlauf mittels der Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P3‘ so oft wiederholt wird, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Sind die Parameter der Steuerung CTRL ausreichend eingestellt, (vgl. Abfrage 120 in Fig. 1) wird die Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P3‘ durch die Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P3 ausgetauscht (vgl. Werkzeugwechselschritt 121 in Fig. 1) und es werden wieder Vorspritzteile 4 bzw. entsprechend optische Elemente 41 und 42 mit einer lichtstreuenden Oberflächenstruktur bzw. Modulation geformt bzw. spritzgegossen.

Die gestrichelten Linien in Fig. 2 bezeichnen einen Werkzeugwechsel, d.h. in Bezug auf Fig. 2 den Wechsel des Werkzeuges bzw. den Ersatz des Werkzeuges P3‘ durch P3 bzw. P3 durch P3‘.

Nach der Abfrage 115 kann auch ein Werkzeugwechsel des Spritzgießwerkzeugs mit der Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) P2, P2' gemäß Fig. 15 vorgesehen sein. Dann laufen die Herstellungsschritte 116 (Spritzgießwerkzeug-Wechselschritt), 117 (Spritzgießschritt), 118 (Prüfschritt) und 119 (Korrekturschritt) genau wie für den Wechsel des Spritzgießwerkzeugs P3, P3'beschrieben ab. Die gestrichelten Linien in Fig. 15 bezeichnen einen Werkzeugwechsel von P2 auf P2', d.h. den Wechsel des Werkzeuges bzw. den Ersatz des Werkzeuges P2 des nicht-blanken Spritzgießwerkzeugs durch P2' des blanken Spritzgießwerkzeugs bzw. P2' des blanken Spritzgießwerkzeugs durch P2 des nicht- blanken Spritzgießwerkzeugs. Dabei können nach diesem Werkzeugwechsel die Parameter des ersten Spritzgießschritts 111 und/oder die Parameter des Spritzgießschritts 113 und/oder die Parameter des Spritzgießschritts 114 eingestellt und/oder korrigiert werden.

Nach der Abfrage 115 kann auch ein gleichzeitiger Wechsel des Spritzgießwerkzeugs P2, P2' und des Spritzgießwerkzeugs P3, P3' vorgesehen sein, so dass nach der Abfrage 115 die Schritte 116, 117, 118 und 119 für das Spritzgießwerkzeug P2, P2'und das Spritzgießwerkzeug P3, P3' parallel ablaufen. Dabei können bei diesem gleichzeitigen Wechsel des Spritzgießwerkzeugs P2, P2'und des Spritzgießwerkzeugs P3, P3' die Parameter des Spritzgießschritts 111 und/oder die Parameter des Spritzgießschritts 113 und/oder die Parameter des Spritzgießschritts 114 eingestellt und/oder korrigiert werden.

Fig. 12 zeigt ein Ausführungsbeispiel für eine Spritzgießmaschine 500 als mögliches Ausführungsbeispiel für die Spritzgießmaschine SG1 und/oder für die Spritzgießmaschine SG2. Die Spritzgießmaschine 500 umfasst eine Spritzgießeinheit 50 mit einer Schnecke 52 und einem Heizsystem 51 zum Verflüssigen von Kunststoff, der in Form von Granulat in eine Materialzuführung 53 eingebracht wird. Der mittels des Heizsystems 51 verflüssigte Kunststoff ist mit Bezugszeichen 54 bezeichnet. Die Temperatur des entsprechend verflüssigten Kunststoffs bzw. der Druck können Ausführungsbeispiele für Spritzgießparameter PAR (siehe Fig. 14) im Sinne der Ansprüche darstellen.

Der verflüssigte Kunststoff 54 wird abschließend in ein Heißkanalsystem 80 gepresst und von dort über Heißkanaldüsen 81 in ein Spritzgießwerkzeug 60 eingespritzt. Das Spritzgießwerkzeug 60 als mögliches Ausführungsbeispiel für die Werkzeuge P1 , P2, P3 bzw. P3‘ (sowie Werkzeug P2‘ (vgl. Fig. 15)) umfasst zwei Teilformen 61 und 62, die zur Entnahme des Vorspritzteils bzw. des Spritzgussteils, je nachdem was hergestellt wird, auseinandergefahren werden können. Bezugszeichen 72 bezeichnet Kühlkanäle in dem Spritzgießwerkzeug 60. Die fertigen Vorspritzteile beziehungsweise Spritzgussteile werden unter Verwendung eines oder mehrerer Auswerfer(s) 71 entnommen. Die Dauer der Kühlung bzw. die Temperatur in den Kühlkanälen 72 kann ein Ausführungsbeispiel für die Spritzgießparameter PAR im Sinne der Ansprüche sein, (siehe Fig. 14) ebenso wie die Dauer bzw. die Zeit des Verbleibs in dem Spritzgießwerkzeug 60 (siehe Fig. 14).

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel werden Vorspritzteile spritzgegossen (gepresst) und zwar 8 Stück in einem Spritzgießschritt. Bezugszeichen 71 in Fig. 12 bezeichnet einen oder mehrere Auswerfer, der oder die vorgesehen ist oder sind, um auf die Vorspritzlinge zu drücken, damit diese aus der jeweiligen Teilform 61 ausgeworfen werden. Der oder die Auswerfer 71 sind aus der Querschnittsfläche der Darstellung in Fig. 12 herausgehoben, so dass sie nicht, wie es rein zeichnerisch den Anschein haben könnten, an dem Anguss angreifen, sondern vielmehr an den Vorspritzlingen. In ähnlicher Weise werden auch bei der Herstellung der Spritzgussteile verfahren. Es ist in besonders vorteilhafter weise vorgesehen, dass bei einem Wechsel von einem ersten Spritzgussteil zu einem anders geformten zweiten Spritzgussteil bzw. bei einem Wechsel von einem ersten Vorspritzteil zu einem anders geformten zweiten Vorspritzteil eine neue Spritzgießform beziehungsweise ein neues Werkzeug zum Spritzgießen eines anderen Vorspritzteils bzw. Spritzgussteils in dem gleichen Heißkanalsystem vorgesehen ist.

Zur Herstellung von Spritzgussteilen kann zum Beispiel auch eine in Fig. 13 gezeigte Spritzgießmaschine 500‘ verwendet werden, die gegenüber der Spritzgießmaschine 500 abgewandelt ist. Gleiche Bezugszeichen in Fig. 13 wie in Fig. 12 bezeichnen gleichartige oder gleiche Elemente. Im Unterschied zur Spritzgießmaschine 500 weist die Spritzgießmaschine 500‘ zwei Heißkanalsysteme 80‘ und 80“ auf. Dabei wird das Heißkanalsystem 80“ durch die Spritzgießeinheit 50 mit flüssigem Kunststoff versorgt, und das Heißkanalsystem 80‘ durch eine Spritzgießeinheit 50‘. Das Spritzgießwerkzeug 60' umfasst zwei Teilformen 61 ' und 62', die zur Entnahme des Vorspritzteils bzw. des Spritzgussteils, je nachdem was hergestellt wird, auseinandergefahren werden können.

Fig. 14 zeigt ein Blockschaltbild zur Beschreibung des sich aus dem Werkzeugwechsel bezüglich der Werkzeuge P3 und P3‘ bzw. bezüglich der Werkzeuge P2 und P2‘ ergebenden Regelkreises. Dabei bezeichnet SGA die Herstellungssequenz eines optischen Elementes OE unter Verwendung der Kavität bzw. Werkzeuge P1 in dem ersten Spritzgießschritt, der Kühlung KUE, sowie der Werkzeuge P2 in dem zweiten Spritzgießschritt und P3 in dem dritten Spritzgießschritt. Bezugszeichen SGA‘ bezeichnet entsprechend die Herstellungssequenz eines optischen Elementes OE unter Verwendung der Kavität bzw. Werkzeuge P1 , der Kühlung KUE, sowie der Werkzeuge P2 und P3‘. Die Eingangsgröße in die Herstellungssequenzen SGA und SGA‘ zur Herstellung eines optischen Elementes OE bzw. zur Herstellung eines optischen Elementes OE‘ ist Kunststoff bzw. flüssiger Kunststoff KUN. Das optische Element OE‘ bzw. dessen Eigenschaften werden einem Adaptermodul ADAP (umfassend Optikprüfstand M und Korrektur KOR gemäß Fig. 2) zugeführt. Dieses vergleicht die Eigenschaften des optischen Elementes OE‘ mit den entsprechenden Solleigenschaften bzw. Eigenschaften eines optischen Soll-Elementes OE*. Aus den Eigenschaften des optischen Elementes OE‘ bzw. in Abhängigkeit der Abweichung von den entsprechenden Sollwerten, d.h. den Eigenschaften des optischen Elementes OE*, ermittelt das Adaptermodul ADAP die Parameter PAR, d.h. die Spritzgießparameter zum Spritzgießen bzw. zur Ansteuerung der Spritzgießmaschinen SG1 und SG2 sowie des Handlingroboters R und gegebenenfalls der Kühlung KUE.

Zur Bestimmung der Parameter PAR werden die Korrekturwerte mit ihren jeweiligen Sollwerten multipliziert. Die Parameter PAR ergeben sich somit als Produkt aus jeweiligem Sollwert mit jeweiligem Korrekturwert. So kann beispielsweise vorgesehen sein, wenn die Konturtreue verbessert werden soll, dass der Sollwert einer Verweildauer in der Form durch eine Multiplikation mit einem Korrekturwert >1 erhöht wird bzw. dass die Nachpressdauer entsprechend durch Multiplikation mit einem Korrekturwert >1 multipliziert wird. Weitere Beispiele zeigen die nachfolgenden Figuren 14A, 14B, 14C, 14D, 14E und 14F.

Fig. 14A zeigt ein Korrekturmodul KORMA zur Bestimmung eines Korrekturwertes KHKT für die Heißkanaltemperatur HKT, eines Korrekturwertes KESD für den Einspritzdruck ESD, eines Korrekturwertes KN DR für den Nachpressdruck NDR und eines Korrekturwertes KN DA für die Nachpressdauer NDA in Abhängigkeit der Mittendicke MD eines optischen Bauteils, des Blendwerts HV des optischen Bauteils und des Gradienten G des optischen Bauteils.

Das Korrekturmodul KORMA gemäß Fig. 14A ist mittels eines neuronalen Netzes implementiert, das drei Eingangsknoten IL (input layer), vier verdeckte Knoten HL (hidden layer) und vier Ausgangsknoten OL (output layer) umfasst. Eingangsgrößen in die Eingangsknoten IL sind der Quotient aus dem Blendwert HV und einem Basiswert BHV für den Blendwert HV, der Quotient aus dem Gradienten G einer mittels des optischen Bauteils erzeugten Hell- Dunkel-Grenze und dessen Basiswert BG sowie der Quotient aus der Mittendicke MD und einem Basiswert BMD der Mittendicke MD. Der Basiswert im Sinne dieser Offenbarung kann ein Mittelwert sein oder ein gewählter Referenzwert, vorteilhafterweise jedoch ein Sollwert.

Wie oben beschrieben werden zur Bestimmung der Parameter PAR die Korrekturwerte mit ihren jeweiligen Sollwerten multipliziert. So ergibt sich ein korrigierter Sollwert für die Heißkanaltemperatur HKT aus dem Produkt des von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KHKT für die Heißkanaltemperatur HKT und dem entsprechenden Sollwert. Ein korrigierter Sollwert für den Einspritzdruck ESD ergibt sich aus dem Produkt des von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KESD für den Einspritzdruck ESD und dem entsprechenden Sollwert des Einspritzdrucks ESD. Ein korrigierter Sollwert für den Nachpressdruck NDR ergibt sich aus dem Produkt des von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KN DR des Nachpressdrucks NDR und dem entsprechenden Sollwert des Nachpressdrucks NDR. Ein korrigierter Sollwert für die Nachpressdauer KN DA ergibt sich aus dem Produkt des von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KNDA für die Nachpressdauer NDA und dem Sollwert der Nachpressdauer NDA.

Fig. 14B zeigt ein Korrekturmodul KORMB zur Bestimmung eines Korrekturwertes KHKT für die Heißkanaltemperatur HKT, eines Korrekturwertes KESD für den Einspritzdruck ESD, eines Korrekturwertes KNDR für den Nachpressdruck NDR und eines Korrekturwertes KNDA für die Nachpressdauer NDA in Abhängigkeit der Mittendicke MD eines optischen Bauteils und des Gradienten G des optischen Bauteils.

Das Korrekturmodul KORMB gemäß Fig. 14B ist mittels eines neuronalen Netzes implementiert, das zwei Eingangsknoten IL (input layer), vier verdeckte Knoten HL (hidden layer) und vier Ausgangsknoten OL (output layer) umfasst. Eingangsgrößen in die Eingangsknoten IL sind der Quotient aus dem Gradienten G einer mittels des optischen Bauteils erzeugten Hell- Dunkel-Grenze und dessen Basiswert BG sowie der Quotient aus der Mittendicke MD und einem Basiswert der Mittendicke BMD.

Zur Bestimmung der Parameter werden die Korrekturwerte mit ihren jeweiligen Sollwerten multipliziert. So ergibt sich ein korrigierter Sollwert für die Heißkanaltemperatur HKT aus dem Produkt des von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KHKT für die Heißkanaltemperatur HKT und dem entsprechenden Sollwert. Ein korrigierter Sollwert für den Einspritzdruck ESD ergibt sich aus dem Produkt des Korrekturwertes KESD für den Einspritzdruck ESD und dem entsprechenden Sollwert des Einspritzdrucks ESD. Ein korrigierter Sollwert für den Nachpressdruck NDR ergibt sich aus dem Produkt von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KNDR des Nachpressdrucks NDR und dem entsprechenden Sollwert des Nachpressdrucks NDR. Ein korrigierter Sollwert für die Nachpressdauer KNDA ergibt sich aus dem Produkt des von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KNDA für die Nachpressdauer NDA und dem Sollwert der Nachpressdauer NDA.

Fig. 14C zeigt ein Korrekturmodul KORMC zur Bestimmung eines Korrekturwertes KESD für den Einspritzdruck ESD, eines Korrekturwertes KNDR für den Nachpressdruck NDR, eines Korrekturwertes KNDA für die Nachpressdauer NDA und eines Korrekturwertes KSKR für die Schließkraft SKR in Abhängigkeit der Mittendicke MD eines optischen Bauteils und des Gradienten G des optischen Bauteils.

Das Korrekturmodul KORMC gemäß Fig. 14C ist mittels eines neuronalen Netzes implementiert, das zwei Eingangsknoten IL (input layer), vier verdeckte Knoten HL (hidden layer) und vier Ausgangsknoten OL (output layer) umfasst. Eingangsgrößen in die Eingangsknoten IL sind der Quotient aus dem Gradienten G einer mittels des optischen Bauteils erzeugten Hell- Dunkel-Grenze und dessen Basiswert BG sowie der Quotient aus der Mittendicke MD und einem Basiswert der Mittendicke BMD.

Zur Bestimmung der Parameter werden die Korrekturwerte mit ihren jeweiligen Sollwerten multipliziert. So ergibt sich ein korrigierter Sollwert für den Einspritzdruck ESD aus dem von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Produkt des Korrekturwertes KESD für den Einspritzdruck ESD und dem entsprechenden Sollwert des Einspritzdrucks ESD. Ein korrigierter Sollwert für den Nachpressdruck NDR ergibt sich aus dem Produkt von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KNDR des Nachpressdrucks NDR und dem entsprechenden Sollwert des Nachpressdrucks NDR. Ein korrigierter Sollwert für die Nachpressdauer KN DA ergibt sich aus dem Produkte des von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KN DA für die Nachpressdauer NDA und dem Sollwert der Nachpressdauer NDA. Ein korrigierter Sollwert für die Schließkraft SKR ergibt sich aus dem von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Produkt des Korrekturwertes KSKR für die Schließkraft SKR und dem entsprechenden Sollwert der Schließkraft SKR.

Fig. 14D zeigt ein Korrekturmodul KORMD zur Bestimmung eines Korrekturwertes KNDR für den Nachpressdruck NDR, und eines Korrekturwertes für die Schließkraft SKR in Abhängigkeit der Mittendicke MD eines optischen Bauteils und des Gradienten G des optischen Bauteils.

Das Korrekturmodul KORMD gemäß Fig. 14D ist mittels eines neuronalen Netzes implementiert, das zwei Eingangsknoten IL (input layer), vier verdeckte Knoten HL (hidden layer) und zwei Ausgangsknoten OL (output layer) umfasst. Eingangsgrößen in die Eingangsknoten IL sind der Quotient aus dem Gradienten G einer mittels des optischen Bauteils erzeugten Hell- Dunkel-Grenze und dessen Basiswert BG sowie der Quotient aus der Mittendicke MD des optischen Bauteils und einem Basiswert der Mittendicke BMD. Zur Bestimmung der Parameter werden die Korrekturwerte mit ihren jeweiligen Sollwerten multipliziert. So ergibt sich ein korrigierter Sollwert für für den Nachpressdruck NDR aus dem Produkt des von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KN DR des Nachpressdrucks NDR und dem entsprechenden Sollwert des Nachpressdrucks NDR. Ein korrigierter Sollwert für die Schließkraft SKR ergibt sich aus dem Produkt des Korrekturwertes KSKR für die Schließkraft SKR und dem entsprechenden Sollwert der Schließkraft SKR.

Fig. 14E zeigt ein Korrekturmodul KORME zur Bestimmung eines Korrekturwertes KNDR für den Nachpressdruck NDR und eines Korrekturwertes KSKR für die Schließkraft SKR in Abhängigkeit des Blendwertes HV eines optischen Bauteils und des Gradienten G des optischen Bauteils.

Das Korrekturmodul KORME gemäß Fig. 14E ist mittels eines neuronalen Netzes implementiert, das zwei Eingangsknoten IL (input layer), vier verdeckte Knoten HL (hidden layer) und zwei Ausgangsknoten OL (output layer) umfasst. Eingangsgrößen in die Eingangsknoten IL sind der Quotient aus dem Gradienten G einer mittels des optischen Bauteils erzeugten Hell- Dunkel-Grenze und dessen Basiswert BG sowie der Quotient aus dem Blendwert HV und einem Basiswert des Blendwertes BHV des optischen Bauteils.

Zur Bestimmung der Parameter werden die Korrekturwerte mit ihren jeweiligen Sollwerten multipliziert. So ergibt sich ein korrigierter Sollwert für den Nachpressdruck NDR aus dem Produkt des Korrekturwertes KNDR des Nachpressdrucks NDR und dem entsprechenden Sollwert des Nachpressdrucks NDR. Ein korrigierter Sollwert für die Schließkraft SKR ergibt sich aus dem Produkt des von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KSKR für die Schließkraft SKR und dem entsprechenden Sollwert der Schließkraft SKR.

Fig. 14F zeigt ein Korrekturmodul KORMF zur Bestimmung eines Korrekturwertes KNDR für den Nachpressdruck NDR und eines Korrekturwertes für die Schließkraft SKR in Abhängigkeit der Mittendicke MD eines optischen Bauteils.

Das Korrekturmodul KORMF gemäß Fig. 14F ist mittels eines neuronalen Netzes implementiert, das einen Eingangsknoten IL (input layer), vier verdeckte Knoten HL (hidden layer) und zwei Ausgangsknoten Ql (output layer) umfasst. Eingangsgröße in den Eingangsknoten IL ist der Quotient aus der Mittendicke MD und einem Basiswert BMD der Mittendicke MD des optischen Bauteils. Zur Bestimmung der Parameter werden die Korrekturwerte mit ihren jeweiligen Sollwerten multipliziert. So ergibt sich ein korrigierter Sollwert für den Nachpressdruck NDR aus dem Produkt des von dem neuronalen Netz als Ausgangsgröße ermittelten Korrekturwertes KN DR des Nachpressdrucks NDR und dem entsprechenden Sollwert des Nachpressdrucks NDR. Ein korrigierter Sollwert für die Schließkraft SKR ergibt sich aus dem Produkt des Korrekturwertes KSKR für die Schließkraft SKR und dem entsprechenden Sollwert der Schließkraft SKR.

In den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 14A, Fig. 14B, Fig. 14C und Fig. 14D erfolgt die Bestimmung korrigierter Parameter in Abhängigkeit von lichttechnischen Werten und geometrischen Werten. In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 14E erfolgt die Bestimmung der Parameter allein in Abhängigkeit der lichttechnischen Parameter wie beispielsweise dem Gradienten der mittels des optischen Bauteils erzeugten Hell-Dunkel-Grenze und dem Blendwert (HV-Wert) des optischen Bauteils. In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 14F erfolgt die Bestimmung der Parameter allein in Abhängigkeit von geometrischen Parametern eines optischen Elements.

Es kann vorgesehen sein, dass die Wahl des Korrekturmoduls in Abhängigkeit der zur Verfügung stehenden Datenbasis zum Trainieren eines neuronalen Netzes erfolgt. So kann beispielsweise vorgesehen sein, zunächst mit dem Korrekturmodul KORMF gemäß Fig. 14F zu beginnen. Sobald die Datenbasis groß genug ist, kann vorgesehen sein, das Korrekturmodul KORMF gemäß Fig. 14F durch das Korrekturmodul KORMD gemäß Fig. 14D zu ersetzen. Bei weiterhin vergrößerter Datenbasis kann vorgesehen sein, das Korrekturmodul KORMD gemäß Fig. 14D durch das Korrekturmodul KORMB gemäß Fig. 14B zu ersetzen.

Fig. 15 zeigt eine Alternative des Betriebs der Fertigungsinsel FIN in Abweichung des Betriebes der Fertigungsinsel FIN, die in Fig. 2 dargestellt ist. In Abwandlung wird nicht das Werkzeug P3 durch das Werkzeug P3‘ und umgekehrt ersetzt, sondern das Werkzeug P2 wird durch das Werkzeug P2‘ und für die Fertigung bzw. das Spritzgießen von optischen Elementen das Werkzeug P2‘ durch das Werkzeug P2 ersetzt.

Eine weitere Abwandlung zeigt die Fertigungsinsel bzw. deren Betrieb bzw. deren Verwendung zeigt Fig. 16. Dabei wird zur Auswertung der optischen Eigenschaften eines optischen Elementes in des Optikprüfstands M die Werkzeuge P2 und P3 durch die entsprechenden bzw. korrespondierenden blanken Werkzeuge P2‘ und P3‘ ersetzt. Sind die Parameter PAR hinreichend genau bestimmt (vgl. Abfrage 120 in Fig. 1), dann werden die blanken Spritzgusswerkzeuge P2‘ und P3‘ durch die korrespondieren tatsächlichen Werkzeuge P2 bzw. P3 ersetzt.

Fig. 17 zeigt ein Kraftfahrzeug S100 mit einem in Fig. 18 schematisch dargestellten Fahrzeugscheinwerfer S1 mit einer Lichtquelle S10 zum Erzeugen von Licht, einem Reflektor S12 zum Reflektieren von mittels der Lichtquelle S10 erzeugbarem Licht und einer Blende S14. Der Fahrzeugscheinwerfer S1 umfasst zudem - als Ausführungsbeispiel für ein gemäß einem Verfahren gemäß Fig. 1 hergestellten optischen Element wie beispielsweise den optischen Elementen 41 und 42 bzw. OE mit einer der Kontur überlagerten lichtstreuenden Struktur - eine Scheinwerferlinse S2 zur Veränderung der Strahlrichtung von mittels der Lichtquelle S10 erzeugbarem Licht und insbesondere zur Abbildung einer in Fig. 18 mit Bezugszeichen S15 bezeichneten Kante der Blende S14 als Hell-Dunkel-Grenze HDG. Die Scheinwerferlinse S2 umfasst einen Linsenkörper S3 aus einem transparenten Kunststoff, insbesondere Polymer, der eine der Lichtquelle S10 zugewandte Oberfläche S5 und eine der Lichtquelle S10 abgewandte konvex gekrümmte Oberfläche S4 umfasst. Die Scheinwerferlinse S2 umfasst zudem z.B. einen dem Rand 431 entsprechenden Rand S6, mittels dessen die Scheinwerferlinse S2 in dem Fahrzeugscheinwerfer S1 befestigbar ist. Typische Anforderungen an die Hell-Dunkel-Grenze HDG bzw. an die Lichtverteilung unter Berücksichtigung bzw. Einbeziehung der Hell-Dunkel-Grenze HDG offenbart z.B. Bosch - Automotive Handbook, 9th edition, ISBN 978-1-119-03294-6 (incorporated by reference in its entirety), Seite 1040.

Fig. 19 zeigt einen - anstelle des Fahrzeugscheinwerfers S1 verwendbaren - adaptiven Scheinwerfer bzw. Fahrzeugscheinwerfer F20 zur situations- bzw. verkehrsabhängigen Ausleuchtung der Umgebung bzw. der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug S100 in Abhängigkeit von Umgebungssensorik F2 des Kraftfahrzeuges S100. Dazu weist der schematisch in Fig. 19 dargestellte Fahrzeugscheinwerfer F20 eine Beleuchtungsvorrichtung F4 auf, die mittels einer Steuerung F3 des Fahrzeugscheinwerfers F20 angesteuert wird. Von der Beleuchtungsvorrichtung F4 erzeugtes Licht L4 wird mittels eines Objektivs F5, das lichtausgangsseitig ein gemäß dem vorgenannten Verfahren hergestelltes optisches Element bzw. eine entsprechende Scheinwerferlinse umfassen kann, als Beleuchtungsmuster L5 von dem Fahrzeugscheinwerfer F20 auf den Bereich vor dem Kraftfahrzeug S100 abgestrahlt. Beispiele für entsprechende Beleuchtungsmuster zeigen Fig. 20 und Fig. 21 , sowie die Internetseiten web. archive. org/web/20150109234745/http:// www.audi.de/content/de/brand/de/vorsprung_durch_technik/cont ent/2013/08/Audi-A8- erstrahlt-in-neuem-Licht.html (aufgerufen am 5.9.2019) und www.all-electronics.de/matrix- led-und-laserlicht-bietet-viele-vorteile/ (aufgerufen am 2.9.2019). In der Ausgestaltung gemäß Fig. 21 umfasst das Beleuchtungsmuster L5 aufgeblendete Bereiche L51, gedimmte Bereiche L52 und Kurvenlicht L53.

Fig. 22 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Beleuchtungsvorrichtung F4, wobei diese eine Lichtquellenanordnung F41 mit einer Vielzahl individuell einstellbarer Bereiche bzw. Pixel umfasst. So können beispielsweise bis zu 100 Pixel, bis zu 1000 Pixel oder nicht weniger als 1000 Pixel vorgesehen sein, die in dem Sinne individuell mittels der Steuerung F3 so ansteuerbar sind, dass sie beispielsweise individuell ein- oder ausgeschaltet werden können. Es kann vorgesehen sein, dass die Beleuchtungsvorrichtung F4 zudem eine Vorsatzoptik F42 umfasst zur Erzeugung eines Beleuchtungsmusters (wie z.B. L4) an der Lichtaustrittsfläche F421 in Abhängigkeit der entsprechend angesteuerten Bereiche bzw. Pixel der Lichtquellenanordnung F41 bzw. entsprechend des in die Vorsatzoptik F42 eingestrahlten Lichts L41.

Matrix-Scheinwerfer im Sinne dieser Offenbarung können auch Matrix-SSL-HD-Scheinwerfer sein. Beispiele für derartige Scheinwerfer zeigen der Internetlink www.springerprofessional.de/fahrzeug-lichttechnik/fahrzeugsi cherheit/hella-bringt-neues-ssl- hd-matrix-lichtsystem-auf-den-markt/17182758 (aufgerufen am 28.5.2020), der Internetlink www.highlight-web.de/5874/hella-ssl-hd/ (aufgerufen am 28.5.2020) sowie der Internetlink www.hella.com/techworld/de/Lounge/Unser-Digital-Light-SSL-HD -Lichtsystem-ein-neuer- Meilenstein-der-automobilen-Lichttechnik-55548/ (aufgerufen am 28.5.2020).

Fig. 23 zeigt einen einstückigen Vorsatzoptikarray V1 in einer Seitenansicht. Fig. 24 zeigt den Vorsatzoptikarray V1 in einer Draufsicht von hinten. Der Vorsatzoptikarray V1 umfasst ein Basisteil V20, an dem Linsen V2011, V2012, V2013, V2014 und V2015 und eine Vorsatzoptik V11 mit einer Lichteintrittsfläche V111, eine Vorsatzoptik V12 mit einer Lichteintrittsfläche V121, eine Vorsatzoptik V13 mit einer Lichteintrittsfläche V131 , eine Vorsatzoptik V14 mit einer Lichteintrittsfläche V141 sowie eine Vorsatzoptik V15 mit einer Lichteintrittsfläche V151 ausgeformt sind. Die Seitenflächen V115, V125, V135, V145, V155, der Vorsatzoptiken V11 , V12, V13, V14, V15 sind derart ausgestaltet, dass Licht, das mittels einer Lichtquelle in die jeweilige Lichteintrittsfläche V111, V121, V131 , V141 bzw. V151 eintritt, einer Totalreflexion (TIR) unterliegt, sodass dieses Licht aus dem Basisteil V20 bzw. der Oberfläche V21 des Basisteils V20, die die gemeinsame Lichtaustrittsfläche der Vorsatzoptiken V11 , V12, V13, V14 und V15 bildet, austritt. Die Verrrundungsradien zwischen den Lichteintrittsflächen V111, V121 , V131 , V141 und V151 beim Übergang zu den Seitenflächen V115, V125, V135, V145 und V 155 betragen z.B. 0,16 bis 0,2 mm.

Fig. 25 zeigt einen - anstelle des Fahrzeugscheinwerfers S1 verwendbaren - Fahrzeugscheinwerfer V201 bzw. Kraftfahrzeugscheinwerfer in einer Prinzipdarstellung. Der Fahrzeugscheinwerfer V201 umfasst eine, insbesondere LEDs umfassende, Lichtquellenanordnung VL zur Einstrahlung von Licht in die Lichteintrittsfläche V111 der Vorsatzoptik V11 bzw. den nicht näher dargestellten Lichteintrittsflächen V112, V113, V114 und V115 der Vorsatzoptiken V12, V13, V14 und V15. Zudem umfasst der Fahrzeugscheinwerfer V201 eine nach einem vorgenannten Verfahren hergestellte Sekundärlinse V2 zur Abbildung der Lichtaustrittsfläche der Vorsatzoptik V11 beziehungsweise der nicht näher dargestellten Oberfläche V21 des Vorsatzoptikarrays V1. Der Vorsatzoptikarray V1 ist vorzugsweise aus Glas, kann für bestimmte Anwendungen jedoch aus Kunststoff hergestellt werden. Wenn der Vorsatzoptikarray aus Kunststoff gefertigt wird ist insbesondere vorgesehen, dass die Linsen V2011 , V2012, V2013, V2014 und V2015 bzw. die Lichtaustrittsfläche der Vorsatzoptik V11 eine der Kontur überlagerte lichtstreuende Struktur aufweist. Dabei kann vorgesehen sein, dass die Vorsatzoptik V11 entsprechend einem Verfahren wie es unter Bezugnahme auf Fig. 1 beschrieben ist, hergestellt bzw. spritzgegossen wird.

Ein weiteres geeignetes Verwendungsgebiet für erfindungsgemäß hergestellte optische Elemente beziehungsweise Linsen offenbart beispielsweise die DE 10 2017 105 888 A1 bzw. der unter Bezugnahme auf Fig. 26 beschriebene Scheinwerfer zur Verwendung anstelle des Fahrzeugscheinwerfers S1. Dabei ist in Fig. 26 beispielhaft ein Lichtmodul (Scheinwerfer) M20 dargestellt, das eine Lichtaussendungseinheit M4 mit mehreren matrixartig angeordneten punktförmigen Lichtquellen umfasst, die jeweils Licht ML4 (mit einer Lambert'schen Strahlungscharakteristik) emittieren, und weiterhin eine Konkavlinse M5 und eine Projektionsoptik M6 umfasst. In dem in der DE 10 2017 105 888 A1 gezeigten Beispiel gemäß Fig. 26 umfasst die Projektionsoptik M6 zwei im Strahlengang hintereinander angeordnete Linsen, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die lichtausgangsseitige Linse gemäß einem dem vorgenannten Verfahren entsprechenden Verfahren hergestellt worden ist. Die Projektionsoptik M6 bildet das von der Lichtaussendungseinheit M4 ausgesandte Licht ML4 und nach Durchgang durch die Konkavlinse M5 weitergeformte Licht ML5 als resultierende Lichtverteilung ML6 des Lichtmoduls M20 auf der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug S100 ab, in das das Lichtmodul M20 bzw. der Scheinwerfer eingebaut (worden) ist.

Das Lichtmodul M20 weist eine mit Bezugszeichen M3 bezeichnete Steuerung auf, die in Abhängigkeit von den Werten einer Sensorik beziehungsweise Umgebungssensorik M2 des Kraftfahrzeugs S100 die Lichtaussendungseinheit M4 ansteuert. Die Konkavlinse M5 weist eine konkav gekrümmte Austrittsfläche auf der von der Lichtaussendungseinheit M4 abgewandten Seite auf. Die Austrittsfläche der Konkavlinse M5 lenkt von der Lichtaussendungseinheit M4 mit großem Abstrahlwinkel in die Konkavlinse M5 eingestrahltes Licht ML4 mittels Totalreflexion zum Rand der Konkavlinse hin um, so dass dieses nicht durch die Projektionsoptik M6 hindurchtritt. Als Lichtstrahlen, die in einem .großen Abstrahlwinker von der Lichtaussendungseinheit M4 ausgesandt werden, werden gemäß der

DE 10 2017 105 888 A1 solche Lichtstrahlen bezeichnet, die (ohne Anordnung der Konkavlinse M5 im Strahlengang) aufgrund optischer Aberrationen mittels der Projektionsoptik M6 schlecht, insbesondere unscharf, auf der Fahrbahn abgebildet werden würden und/oder die zu Streulicht führen könnten, welches den Kontrast der Abbildung auf der Fahrbahn verringert (siehe hierzu auch DE 10 2017 105 888 A1). Es kann vorgesehen sein, dass die Projektionsoptik M6 nur Licht mit einem auf ca. +/-20 0 beschränkten Öffnungswinkel scharf abbilden kann. Lichtstrahlen mit Öffnungswinkeln von größer +/-20 0 , insbesondere größer +/-30 0 , werden durch Anordnung der Konkavlinse M5 im Strahlengang somit daran gehindert, auf die Projektionsoptik M6 zu treffen.

Die Lichtaussendungseinheit M4 kann unterschiedlich ausgebildet sein. Gemäß einer Ausgestaltung umfassen die einzelnen punktförmigen Lichtquellen der Lichtaussendungseinheit M4 jeweils eine Halbleiterlichtquelle, insbesondere eine Leuchtdiode (LED). Die LEDs können einzeln oder gruppenweise gezielt angesteuert werden, um die Halbleiterlichtquellen ein- oder auszuschalten oder zu dimmen. Das Lichtmodul M20 weist z.B. mehr als 1.000 einzeln ansteuerbare LEDs auf. Insbesondere kann das Lichtmodul M20 als ein sogenanntes pAFS (micro-structured adaptive front-lighting system) Lichtmodul ausgebildet sein.

Gemäß einer alternativen Möglichkeit weist die Lichtaussendungseinheit M4 eine Halbleiterlichtquelle und ein DLP oder ein Mikrospiegelarray auf, das eine Vielzahl von Mikrospiegeln umfasst, die einzeln angesteuert und gekippt werden können, wobei jeder der Mikrospiegel eine der punktförmigen Lichtquellen der Lichtaussendungseinheit M4 bildet. Das Mikrospie- gelarray umfasst beispielsweise mindestens 1 Million Mikrospiegel, die beispielsweise mit einer Frequenz von bis zu 5.000 Hz gekippt werden können.

Ein weiteres Beispiel für ein Scheinwerfersystem oder Lichtmodul (DLP-System) offenbart der Internetlink www.al-lighting.com/news/article/digital-light-millions-of-p ixels-on-the-road/ (aufgerufen am 13.4.2020). Ein schematisch dargestelltes entsprechendes Scheinwerfermodul bzw. einen entsprechenden Fahrzeugscheinwerfer zur Erzeugung eines in Fig. 28 mit GL7A bezeichneten Beleuchtungsmusters zeigt Fig. 27. Der in Fig. 27 schematisch dargestellte - anstelle des Fahrzeugscheinwerfers S1 verwendbare - adaptive Scheinwerfer G20 dient der situations- bzw. verkehrsabhängigen Ausleuchtung der Umgebung bzw. der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug S100 in Abhängigkeit von Umgebungssensorik G2 des Kraftfahrzeuges S100. Von der Beleuchtungsvorrichtung G5 erzeugtes Licht GL5 wird mittels eines Systems aus Mikrospiegeln G6, wie beispielsweise auch in der

DE 10 2017 105 888 A1 gezeigt, zu einem Beleuchtungsmuster GL6 geformt, das wiederum mittels einer lichtausgangsseitig eine gemäß dem vorgenannten Verfahren hergestellte Linse (mit einer der Kontur überlagernden lichtstreuenden Struktur) umfassende Projektionsoptik G7 zur adaptiven Ausleuchtung geeignetes Licht GL7 vor das Kraftfahrzeug S100 bzw. in einer Umgebung auf der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug S100 strahlt. Ein geeignetes System G6 von beweglichen Mikrospiegeln offenbart der Internetlink Internetlink www.al- lighting.com/news/article/digital-light-millions-of-pixels-o n-the-road/ (aufgerufen am 13.4.2020).

Zur Ansteuerung des Systems G6 mit beweglichen Mikrospiegeln ist eine Steuerung G4 vorgesehen. Zudem umfasst der Scheinwerfer G20 eine Steuerung G3 sowohl zur Synchronisation mit der Steuerung G4 als auch zum Ansteuern der Beleuchtungsvorrichtung G5 in Abhängigkeit von Umgebungssensorik G2. Einzelheiten der Steuerungen G3 und G4 können der Internetseite Internetlink www.al-lighting.com/news/article/digital-light-millions-of-p ixels- on-the-road/ (aufgerufen am 13.4.2020) entnommen werden. Die Beleuchtungsvorrichtung G5 kann beispielsweise eine LED Anordnung oder eine vergleichbare Lichtquellenanordnung, eine Optik wie z.B. eine Feldlinse (die beispielsweise ebenfalls nach dem beschriebenen Verfahren hergestellt worden ist) sowie einen Reflektor umfassen.

Der unter Bezugnahme auf Fig. 27 beschriebene Fahrzeugscheinwerfer G20 kann insbesondere in Verbindung mit weiteren Scheinwerfermodulen bzw. Scheinwerfern zur Erzielung eines überlagerten Gesamtlichtprofils bzw. Beleuchtungsmusters eingesetzt werden. Dies ist bespielhaft in Fig. 29 gezeigt, wobei sich das Gesamtbeleuchtungsmuster aus dem Beleuchtungsmuster GL7A, aus GL7C sowie aus GL7B zusammensetzt. Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das Beleuchtungsmuster GL7B mittels des Scheinwerfers S1 erzeugt wird und das Beleuchtungsmuster GL7C mittels des Scheinwerfers V201 erzeugt wird.

Die Elemente bzw. Gegenstände in Fig. 1, Fig. 2, Fig. 3, Fig. 4, Fig. 6, Fig. 7, Fig. 9, Fig. 10, Fig. 14, Fig. 15, Fig. 16, Fig. 18, Fig. 19, Fig. 20, Fig. 21, Fig. 22, Fig. 23, Fig. 24, Fig. 25, Fig. 26, Fig. 27, Fig. 28 und Fig. 29, sind unter Berücksichtigung von Einfachheit und Klarheit und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu gezeichnet. So sind z.B. die Größenordnungen einiger Elemente übertrieben gegenüber anderen Elementen dargestellt, um das Verständnis der Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung zu verbessern.

Bezugszeichenliste

2, 3 Vorspritzteil

4 Spritzgussteil

20, 30, 40 Anguss

21 , 22, 31 , 32 Vorspritzling

30, 40 zusätzlicher Anguss

25, 35, 45 Kunststoff als Spritzgussmaterial/Injektionspressmaterial zum Umspritzen eines Vorspritzlings bzw. zum Anspritzen an einen Vorspritzling

41 , 42 optisches Element (Automotive Linsenelement)

50, 50‘ Spritzgießeinheit 51 Heizsystem 52 Schnecke 53 Materialzuführung 54 verflüssigter Kunststoff

60, 60‘ Spritzgießwerkzeug

61 , 62, 61‘, 62‘ Teilform 71 Auswerfer

72 Kühlkanäle

80, 80‘, 80“ Heißkanalsystem 81 Heißkanaldüse

111 Spritzgießschritt 112 Kühlschritt

113 Spritzgießschritt 114 Spritzgießschritt

115 Abfrage 116 Werkzeugwechselschritt

117 Spritzgießschritt 118 Prüfschritt

119 Korrekturschritt 120 Abfrage

121 Werkzeugwechselschritt

500, 500‘ Spritzgießmaschine

P1, P2, P2‘, P3, P3‘ Form bzw. Kavität (bzw. Werkzeug bzw. Spritzgießwerkzeug) KUE Kühlung SP Speicher R Handlingroboter

SG1 , SG2 Spritzgießmaschine FB Förderband FIN Fertigungsinsel

CTRL Steuerung

M Optikprüfstand

KOR Korrektur

OE, OE‘ optisches Element (Automotive Linsenelement)

OE* optisches Soll-Element

PAR Parameter

KUN Kunststoff

SGA, SGA‘

ADAP

S100 Kraftfahrzeug

51 Fahrzeugscheinwerfer

52 Scheinwerferlinse

53 Linsenkörper

54 konvex gekrümmte Oberfläche

55 eine einer Lichtquelle zugewandte Oberfläche

56 Rand

S10 Lichtquelle

S12 Reflektor

514 Blende

515 Kante einer Blende

HDG Hell-Dunkel-Grenze

F2 Umgebungssensorik

F3 Steuerung

F4 Beleuchtungsvorrichtung

F5 Objektiv

F20, V201 Fahrzeugscheinwerfer

F41 Lichtquellenanordnung

F42 Vorsatzoptik

F421 Lichtaustrittsfläche von F4

L4 Licht

L41 in F42 eingestrahltes Licht

L5 Beleuchtungsmuster

L51 aufgeblendete Bereiche

L52 gedimmte Bereiche

L53 Kurvenlicht V141, V151 Lichteintrittsfläche

V115, V125, V135,

V145, V155 Seitenflächen

V2011 , V2012, V2013,

V2014, V2015 Linsen

VL Lichtquellenanordnung

M2 Umgebungssensorik

M3 Steuerung

M4 Lichtaussendungseinheit

ML4 Licht

M5 Konkavlinse

ML5 weitergeformtes Licht

M6 Projektionsoptik

ML6 resultierende Lichtverteilung

M20 Lichtmodul

G20 Scheinwerfer

G2 Umgebungssenorik

G3 Steuerung

G4 Steuerung

G5 Beleuchtungsvorrichtung

GL5 Licht von GL5 erzeugt

G6 System aus Mikrospiegeln

GL6 Beleuchtungsmuster

G7 Projektionsoptik

GL7 Licht

GL7A, GL7B, GL7C Beleuchtungsmuster

P max, P min Lichtleistung