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Title:
METHOD FOR PRODUCING AN OPTICAL ELEMENT, IN PARTICULAR A HEADLIGHT LENS FOR A MOTOR VEHICLE HEADLIGHT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/069026
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing an optical element (1), in particular a lens, in particular a headlight lens, in particular for vehicle headlights or motor vehicle headlights, wherein: an optical component part (11) having an (optically effective) convex surface (110) made of a first transparent optical material is provided and/or produced; a mold (2) having a concave cavity and optical material is provided and/or produced; liquid transparent second optical material is introduced into the concave cavity of the mold (2); and the optical component part (11) having the convexly curved surface (110) is pressed into the concave cavity of the mold (2) such that an optically effective coating is formed on the convexly curved surface (120).

Inventors:
FRÖHLICH SVEN (DE)
BAUER FIETE (DE)
Application Number:
PCT/DE2020/100860
Publication Date:
April 15, 2021
Filing Date:
October 06, 2020
Export Citation:
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Assignee:
DOCTER OPTICS SE (DE)
International Classes:
F21S41/255; B29D11/00; F21S41/275
Domestic Patent References:
WO2009109209A12009-09-11
WO2019072325A12019-04-18
WO2014131426A12014-09-04
Foreign References:
US20100246008A12010-09-30
US20130221551A12013-08-29
US20090323502A12009-12-31
US20190041556A12019-02-07
US20150224723A12015-08-13
US20040244421A12004-12-09
DE102019119042A2019-07-13
DE102020115078A2020-06-05
JP2003048728A2003-02-21
DE102019126419A12020-11-12
DE102017105888A12018-09-20
US8212689B22012-07-03
Attorney, Agent or Firm:
SCHNEIDERS & BEHRENDT PARTMBB, PATENTANWÄLTE, MÜNCHEN (DE)
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Claims:
PA T E N TA N S P RÜ C H E

1. Verfahren zum Herstellen eines optischen Elementes (1), insbesondere einer Linse, insbesondere einer Hybrid-Scheinwerferlinse, insbesondere für Fahrzeugscheinwer fer bzw. Kraftfahrzeugscheinwerfer, wobei eine Teiloptik (11) mit einer (optisch wirk samen), insbesondere konvexen, Beschichtungs-Oberfläche (110) aus einem ersten transparenten Optikmaterial bereitgestellt und/oder hergestellt wird, wobei eine Form (2) mit einer, insbesondere konkaven, Kavität sowie Optikmaterial bereitgestellt und/oder hergestellt wird, wobei flüssiges transparentes zweites Optikmaterial in die, insbesondere konkave, Kavität der Form (2) gegeben wird, und wobei die Teiloptik (11) mit der, insbesondere konvex gekrümmten, Oberfläche (110) in die, insbeson dere konkave, Kavität der Form (2) gepresst wird, sodass sich auf der, insbesondere konvex gekrümmten, Beschichtungs-Oberfläche (110) eine optisch wirksame Be schichtung (12) ausbildet oder ausbilden kann.

2. Verfahren zum Herstellen eines optischen Elementes (1), insbesondere einer Linse, insbesondere einer Hybrid-Scheinwerferlinse, insbesondere für Fahrzeugscheinwer fer bzw. Kraftfahrzeugscheinwerfer, wobei eine Teiloptik (11) mit einer (optisch wirk samen) , insbesondere konvexen, Beschichtungs-Oberfläche (110) aus einem ersten transparenten Optikmaterial bereitgestellt und/oder hergestellt wird, wobei eine Form (2) mit einer, insbesondere konkaven, Kavität sowie Optikmaterial bereitgestellt und/oder hergestellt wird, wobei flüssiges transparentes zweites Optikmaterial auf die Teiloptik (11) gegeben wird, und wobei die Teiloptik (11) mit der, insbesondere kon vex gekrümmten, Beschichtungs-Oberfläche (110) in die, insbesondere konkave, Ka vität der Form (2) gepresst wird, sodass sich auf der, insbesondere konvex gekrümm ten, Oberfläche (110) eine optisch wirksame Beschichtung (12) ausbildet oder ausbil den kann.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teiloptik

(11) mit der, insbesondere konvex gekrümmten, Oberfläche (110) in die konkave Ka vität der Form (2) unter Vakuum oder Unterdrück, gepresst wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige transparente zweite Optikmaterial ein Polymer oder ein Hybrid-Polymer umfasst. 5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das flüssige transparente zweite Optikmaterial eine Tinte zum dreidimensiona len Drucken von optischen Strukturen ist oder umfasst.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Oberfläche der, insbesondere konkaven, Kavität der Form (2) eine lichtbeugende Struktur auf der optisch wirksamen Beschichtung (12) eingeprägt wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die, insbesondere konkave, Kavität der Form (2) zumindest zum Teil durch eine Kavität einer Abformform (22, 22A) gebildet wird, wobei die Abformform (22, 22k) in einer Kavität einer Trägerform (21, 21 A) aus einem anderen Material als die Abform form (22, 22k angeordnet ist.

8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Abformform (22, 22k) Silikon oder Silikonkautschuk umfasst oder aus Silikon oder Silikonkautschuk besteht.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das insbesondere flüssige transparente zweite Optikmaterial in einer, insbeson dere geschlossenen, Kavität zwischen der Form und der konvex gekrümmten Ober fläche der Teiloptik erwärmt wird.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich oder nach dem Erwärmen oder nach einem teilweisen Erwärmen das flüssige transparente zweite Optikmaterial bzw. die Beschichtung UV-Licht ausgesetzt wird.

11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Teiloptik (beispielsweise auf der der konvex gekrümmten Oberfläche abge wandten Seite) eine Planfläche aufweist, wobei auf die Planfläche eine Beschichtung oder eine Beschichtung mit einer optisch wirksamen Struktur und/oder einer diffrakti- ven Struktur mittels des flüssigen transparenten zweiten Linsenmaterials oder eines flüssigen transparenten dritten Linsenmaterials gedruckt oder gemäß dem vorge nannten Verfahren aufgebracht wird. 12. Verfahren zur Herstellung eines Objektivs, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine erste Linse nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 herge stellt und anschließend in dem Objektiv und/oder einem Objektivgehäuse verbaut wird.

13. Verfahren zur Herstellung des Objektivs gemäß Anspruch 12, dadurch gekennzeich net, dass zumindest eine zweite Linse nach einem Verfahren nach einem der Ansprü che 1 bis 11 hergestellt und in dem Objektiv verbaut wird.

14. Verfahren zur Herstellung des Objektivs gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeich net, dass zumindest eine dritte Linse nach einem Verfahren nach einem der Ansprü che 1 bis 11 hergestellt und in dem Objektiv verbaut wird.

15. Verfahren zur Herstellung des Objektivs gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeich net, dass zumindest eine vierte Linse nach einem Verfahren nach einem der Ansprü che 1 bis 11 hergestellt und in dem Objektiv verbaut wird.

16. Verfahren zur Herstellung einer Kamera, dadurch gekennzeichnet, dass ein nach ei nem Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 15 hergestelltes Objektiv zusam men mit einem Sensor oder lichtempfindlichem Sensor derart verbaut wird, so dass mittels des Objektivs ein Objekt auf den Sensor abbildbar ist.

17. Verfahren zum Herstellen eines Sensors und/oder eines Fingerscanners, dadurch gekennzeichnet, dass ein Detektor zusammen mit einem gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 hergestellten optischen Element als Einzellinse oder als Teil eines Objektivs zum Abbilden einer Objektebene oder eines Objektrau mes oder eines Objektbereichs auf den Detektor verbaut wird.

18. Verfahren zum Herstellen eines Sensors und/oder eines Fingerscanners, dadurch gekennzeichnet, dass ein Detektor zusammen mit einem gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 hergestellten optischen Element als Einzellinse oder als Teil eines Objektivs zum Abbilden eines in einer Objektebene oder in einem Objektraume oder in einem Objektbereich platzierten Objektes oder Fingers auf den Detektor verbaut wird. 19. Verfahren zum Herstellen eines Fahrzeugscheinwerfers (S1, M20, V201, G20), dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem Verfahren nach einem der vorher gehenden Ansprüche hergestelltes optisches Element (1) in ein Scheinwerferge häuse und/oder in einen Scheinwerfer verbaut wird.

20. Verfahren zum Herstellen eines Fahrzeugscheinwerfers (S1, M20, V201, G20), dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem Verfahren nach einem der An sprüche 1 bis 11 hergestelltes optisches Element (1) in einem Scheinwerfergehäuse platziert und zusammen mit zumindest einer Lichtquelle (S10) oder einer Mehrzahl von Lichtquellen zu einem Fahrzeugscheinwerfer (S1, M20, V201, G20) verbaut wird.

21. Verfahren zum Herstellen eines Fahrzeugscheinwerfers (S1), dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 als Scheinwerferlinse (S2) hergestelltes optisches Element (in einem Scheinwerferge häuse) zusammen mit zumindest einer Lichtquelle (S10) und einer Blende (S15) der art zu einem Fahrzeugscheinwerfer (S1) verbaut wird, dass eine Kante (S15) der Blende (S14) mittels von der Lichtquelle (S10) emittierten Lichtes von der Scheinwer ferlinse (S2) als eine Hell-Dunkel-Grenze (S25) abbildbar ist.

22. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers (V201), dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 her gestelltes optisches Element (1) als Sekundäroptik oder als Teil einer mehrere Linsen umfassenden Sekundäroptik zum Abbilden einer Lichtausgangsfläche einer Vorsatz optik und/oder eines mittels einer Primäroptik erzeugten Beleuchtungsmusters in ei nem Scheinwerfergehäuse platziert und zusammen mit zumindest einer Lichtquelle oder einer Mehrzahl von Lichtquellen und der Vorsatzoptik zu einem Fahrzeugschein werfer (V201) verbaut wird.

23. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers (V201) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass eine Primäroptik oder ein Vorsatzoptikarray als Pri märoptik zur Erzeugung des Beleuchtungsmusters gemäß einem Verfahren nach ei nem der Ansprüche 1 bis 11 hergestellt wird. 24. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers (S1, M20, V201, G20) nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Primäroptik ein System aus bewegli chen Mikrospiegeln, insbesondere eines Systems aus mehr als 100.000 beweglichen Mikrospiegeln, insbesondere eines Systems aus mehr als 1.000.000 beweglichen Mikrospiegeln, zur Erzeugung des Beleuchtungsmusters umfasst

25. Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeugscheinwerfers (V201), dadurch gekennzeichnet, dass eine Primäroptik oder ein Vorsatzoptikarray als Primäroptik gemäß einem Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 hergestellt wird, wobei eine Se kundäroptik zum Abbilden einer Lichtausgangsfläche der Primäroptik oder eines von der Primäroptik erzeugten Beleuchtungsmusters in einem Scheinwerfergehäuse plat ziert und zusammen mit der Primäroptik und zumindest einer Lichtquelle oder einer Mehrzahl von Lichtquellen zu einem Fahrzeugscheinwerfer verbaut wird.

26. Verfahren zur Herstellung eines Kraftfahrzeuges (S100), dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem der Ansprüche 19 bis 25 hergestellter Fahrzeugscheinwerfer (S1, M20, V201, G20) in der Front des Kraftfahrzeuges (S100) verbaut wird.

27. Verfahren zur Herstellung eines Kraftfahrzeuges (S100), dadurch gekennzeichnet, dass ein gemäß einem der Ansprüche 19 bis 25 hergestellter Fahrzeugscheinwerfer (S1) in der Front des Kraftfahrzeuges (S100) derart verbaut wird, dass die Hell-Dun- kel-Grenze (S25) und/oder das abzubildende Beleuchtungsmuster auf eine Fahr bahn, auf der das Kraftfahrzeug (S100) angeordnet werden kann, abbildbar ist.

Description:
Verfahren zum Herstellen eines optischen Elementes, insbesondere einer Scheinwerferlinse für einen Kraftfahrzeugscheinwerfer

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen eines optischen Elementes, insbesondere einer Linse, insbesondere einer Scheinwerferlinse, insbesondere für Fahrzeugscheinwerfer bzw. Kraftfahrzeugscheinwerfer. Das optische Element ist dabei insbesondere ein Hybrid- Element bzw. ein Polymer-Hybrid-Element.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein alternatives Herstellungsverfahren für optische Elemente anzugeben. Dabei ist es wünschenswert eine besonders hohe Konturtreue und/oder Oberflä chenqualität für optische Elemente bzw. Linsen bzw. Scheinwerferlinsen zu erreichen. Zu dem ist es wünschenswert, die Kosten für einen Herstellungsprozess von Objektiven und/o der Scheinwerfern, Mikroprojektoren bzw. Fahrzeugscheinwerfern zu senken.

Vorgenannte Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Herstellen eines optischen Elementes, insbesondere einer Linse, insbesondere einer Hybrid-Scheinwerferlinse, insbesondere für Fahrzeugscheinwerfer bzw. Kraftfahrzeugscheinwerfer, gelöst, wobei eine Teiloptik mit einer (optisch wirksamen), insbesondere konvexen, Beschichtungs-Oberfläche aus einem ersten transparenten Optikmaterial bereitgestellt und/oder hergestellt wird, wobei eine Form mit ei ner, insbesondere konkaven, Kavität bereitgestellt und/oder hergestellt wird, wobei flüssiges transparentes zweites Optikmaterial in die, insbesondere konkave, Kavität der Form und/o der auf die Teiloptik gegeben wird, wobei die Teiloptik, insbesondere mit der, insbesondere konvex gekrümmten, Beschichtungs-Oberfläche, in die, insbesondere konkave, Kavität der Form, z.B. unter Vakuum oder Unterdrück, gepresst wird, sodass sich, insbesondere auf der, insbesondere konvex gekrümmten, Beschichtungs-Oberfläche, eine optisch wirksame Be schichtung ausbildet bzw. (z.B. mittels weiterer Prozessschritte) ausbilden kann.

Flüssiges transparentes zweites Optikmaterial kann insbesondere transparentes zweites Op tikmaterial gemischt mit einem Lösungsmittel sein bzw. umfassen. Das erste Optikmaterial ist insbesondere anorganisches Glas. Anorganisches Glas im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere Silikatglas. Glas im Sinne dieser Offenbarung ist insbe sondere Glas, wie es in der WO 2009/109209 A1 beschrieben ist. Glas im Sinne dieser Of fenbarung umfasst insbesondere 0,2 bis 2 Gew.-% Al 2 0 3 ,

0,1 bis 1 Gew.-% Li 2 0,

0,3, insbesondere 0,4, bis 1,5 Gew.-% Sb 2 0 3 ,

60 bis 75 Gew.-% Si0 2 ,

3 bis 12 Gew.-% Na 2 0,

3 bis 12 Gew.-% K 2 0 und 3 bis 12 Gew.-% CaO, wie z.B. DOCTAN ® .

Das zweite Optikmaterial ist insbesondere eine transparente Tinte zum Drucken (dreidimen sionaler) optischer Strukturen. Das zweite Optikmaterial ist insbesondere ein Hybridpolymer, wie zum Beispiel Ormocer bzw. Ormolnk. Dabei wird insbesondere eine Hybrid-Polymer- „Tinte“ verwendet. Die Tinte enthält insbesondere Ormocer. Als Ausgangsmaterial der Tinte sind insbesondere anorganisch-organische Hybridpolymere, sog. Ormocere, oder Vorstufen solcher Hybridpolymere, die durch UV-Belichtung polymerisieren, vorgesehen. Diese werden je nach Randbedingungen des Druckverfahrens mit einem Lösungsmittel oder anderen Ver dünnungsmitteln, z.B. (sogenannten) Reaktivverdünnern gemischt, um die Viskosität der Tinte einzustellen.

In einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Teiloptik durch Blankpressen, insbesondere beidseitiges Blankpressen, hergestellt, insbesondere gemäß einem Verfahren entsprechend der WO 2019/072325 A1, der deutschen Patentanmeldung 102019 119042.8 und/oder der deutschen Patentanmeldung 102020 115 078.4. Unter Blankpressen soll im Sinne dieser Offenbarung insbesondere verstanden werden, eine (insbesondere optisch wirksame) Ober fläche derart zu pressen, dass eine anschließende Nachbearbeitung der Kontur dieser (ins besondere optisch wirksamen) Oberfläche durch Abtragen von Material entfallen kann bzw. entfällt bzw. nicht vorgesehen ist. Es ist somit insbesondere vorgesehen, dass eine blankge presste Oberfläche nach dem Blankpressen nicht geschliffen wird. Polieren, das die Oberflä chenbeschaffenheit nicht aber die Kontur der Oberfläche beeinflusst, kann u.U. vorgesehen sein. In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Beschichtung nicht dicker als 2 mm, insbesondere nicht dicker als 1,5 mm. In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Er findung ist die Beschichtung zumindest 0,5 mm dick. In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist die Beschichtung an ihrer Oberfläche keine Stufen, insbesondere keine Stufe in Richtung der optischen Achse des optischen Elementes auf. Es ist insbesondere vorgesehen, dass auch die erste Ableitung der Oberfläche der Beschichtung stetig ist, insbe sondere keine Stufe, insbesondere keine Stufe in Richtung der optischen Achse des opti schen Elementes aufweist. Die erste Ableitung der Oberfläche der Beschichtung, die eine Funktion / der Koordinaten x und y ist, ist z.B. d f(x,y ) dx bzw. d f(x,y ) dy

In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist die Form derart ausgerichtet, dass die, insbesondere konkave, Kavität nach oben gerichtet ist. In weiterhin vorteilhafter Ausge staltung der Erfindung weist die Form ein erstes Formmaterial und ein zweites Formmaterial auf bzw. besteht im Wesentlichen aus dem ersten Formmaterial und dem zweiten Formma terial. Dies gilt insbesondere in Bezug auf Scheinwerferlinsen, insbesondere für Fahrzeug scheinwerfer bzw. Kraftfahrzeugscheinwerfer. In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Er findung weist die Form eine Trägerform und eine Abformform innerhalb einer Kavität der Trä gerform auf. Die Abformform umfasst eine Abformoberfläche zum Formen der, insbesondere konvex gekrümmten, Beschichtungs-Oberfläche aus dem zweiten transparenten Linsenma terial. In einer Ausgestaltung der Erfindung ist das erste Formmaterial und/oder das zweite Formmaterial transparent. Es ist insbesondere vorgesehen, dass das zweite Formmaterial Silikon und/oder Silikonkautschuk ist bzw. umfasst. Transparent im Zusammenhang mit Formmaterial soll insbesondere bedeuten, dass das Material transparent für UV-Licht ist. Transparent im Zusammenhang mit Optikmaterial soll insbesondere bedeuten, dass das Ma terial transparent für Licht im sichtbaren Bereich (vollständig oder zumindest einen Teilbe reich des sichtbaren Bereichs abdeckend) und/oder für Licht im UV-Bereich ist.

Es kann vorgesehen sein, dass das erste Optikmaterial und das zweite Optikmaterial (im Wesentlichen) den gleichen Lichtbrechungsindex bzw. Brechungsindex besitzen. In diesem Fall verliert die beschichtete Oberfläche der Teiloptik durch die Beschichtung ihre optische Wirksamkeit. Ein Lichtbrechungsindex bzw. Brechungsindex ist im Sinne dieser Offenba rung insbesondere dann einem Lichtbrechungsindex bzw. Brechungsindex im Wesentlichen gleich, wenn sich der eine Lichtbrechungsindex bzw. Brechungsindex vom anderen Lichtbre chungsindex bzw. Brechungsindex um nicht mehr als 20 %, insbesondere um nicht mehr als 15 %, insbesondere um nicht mehr als 10 %, insbesondere um nicht mehr als 5 % abweicht.

Es kann vorgesehen sein, dass die Teiloptik mit einem Rand bzw. einem Linsenrand geformt bzw. gepresst wird. Ein Rand bzw. ein Linsenrand im Sinne dieser Offenbarung ist insbeson dere dreidimensional. Ein Rand bzw. ein Linsenrand im Sinne dieser Offenbarung besitzt ins besondere ein Volumen. Ein Rand bzw. ein Linsenrand im Sinne dieser Offenbarung umfasst insbesondere in Richtung der gekrümmten Fläche eine Auflageschulter. Es kann vorgesehen sein, dass die Auflageschulter beim Formen bzw. Pressen der Beschichtung als Referenz bzw. als Referenzfläche verwendet wird. Es ist insbesondere vorgesehen, dass die Auflage schulter in einer festen Beziehung zur (blankgepressten) konvexen Oberfläche steht.

In einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Beschichtung mit UV-Licht bestrahlt. In einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Beschichtung durch die Form hindurch mit UV-Licht be strahlt. In einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Beschichtung durch die Trägerform hin durch mit UV-Licht bestrahlt. In einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Beschichtung durch die Abformform hindurch mit UV-Licht bestrahlt. In einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Beschichtung durch die Teiloptik hindurch mit UV-Licht bestrahlt.

Das beschriebene Verfahren kann auch in Verbindung mit einem Pressen unter Vakuum bzw. nahezu Vakuum bzw. zumindest Unterdrück erfolgen (siehe oben). Unterdrück im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere ein Druck, der nicht größer als 0,5 bar, insbeson dere nicht größer als 0,3 bar, insbesondere nicht kleiner als 0,1 bar, insbesondere nicht grö ßer als 0,05 bar, insbesondere nicht kleiner als 0,2 bar, ist. Vakuum oder nahezu Vakuum im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere ein Druck, der nicht größer ist als 0,1 bar, insbe sondere nicht größer ist als 0,01 bar, insbesondere nicht größer ist als 0,001 bar. Vakuum oder nahezu Vakuum im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere ein Druck, der nicht klei ner ist als 0,01 bar, insbesondere nicht kleiner ist als 0,001 bar, insbesondere nicht kleiner als 0,0001 bar.

Geeignete Verfahren sind beispielsweise in der JP 2003-048728 A (incorporated by refer- ence in its entirety) sowie in der WO 2014/131426 A1 (incorporated by reference in its en- tirety) offenbart. In einer entsprechenden Ausgestaltung kann ein Balg, wie er in der WO 2014/131426 A1 zumindest in ähnlicher Weise offenbart ist, vorgesehen sein. Es kann vorgesehen sein, dass das optische Element derart mittels der Trägerform/Abformform her gestellt wird,

(a) dass die Teiloptik und die Trägerform/Abformform (zueinander positioniert und) aufeinander zugefahren werden ohne dass die Teiloptik und die Trägerform/Ab formform eine (geschlossene) Gesamtform bzw. -kavität bilden,

(b) wobei (anschließend oder danach) eine Dichtung zu Erzeugung eines luftdichten Raumes, in dem die Teiloptik und die Trägerform/Abformform angeordnet sind, geschlossen wird,

(c) wobei (anschließend oder danach) in dem luftdichten Raum ein Unterdrück oder nahezu Vakuum oder Vakuum erzeugt wird,

(d) wobei (anschließend oder danach) die Teiloptik und die Trägerform/Abformform zum Formen des optischen Elementes (insbesondere vertikal) aufeinander zuge fahren werden, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die Teiloptik und die Trägerform/Abformform eine geschlossene Gesamtform bilden,

(e) und wobei (anschließend oder danach) die Beschichtung (zum Aushärten) mit UV-Licht bestrahlt wird.

Die Teiloptik und die Trägerform/Abformform können dadurch aufeinander zugefahren wer den, dass die Teiloptik auf die Trägerform/Abformform und/oder die Trägerform/Abformform auf die Teiloptik (vertikal) zubewegt wird.

In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird

(f) (an Schritt (e) anschließend oder nach Schritt (e)) in dem luftdichten Raum Nor maldruck erzeugt. Normaldruck im Sinne der Erfindung ist insbesondere atmo sphärischer (Luft)Druck. Normaldruck im Sinne der Erfindung ist insbesondere der außerhalb der Dichtung herrschende Druck bzw. Luftdruck. Anschließend o- der danach wird in weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung die Dich tung geöffnet bzw. in ihre Ausgangsposition zurückgefahren.

In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung werden

(g) (anschließend oder danach oder während Schritt (f) die Trägerform/Abformform und die Teiloptik auseinander gefahren. Alternativ kann auch eine Kammer vorgesehen sein, die die Teiloptik und die Trägerform/Ab formform derart umschließt, dass ein Beschichten der Teiloptik unter Unterdrück oder na hezu Vakuum oder Vakuum erfolgt.

Es kann vorgesehen sein, dass sowohl die konvexe Fläche als auch die plane Fläche be schichtet wird. Es kann vorgesehen sein, dass die plane Fläche mittels eines 3D-Druckver- fahrens gedruckt wird. Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass die plane Fläche durch ein 3D-Druckverfahren beschichtet wird wohingegen die konvexe Beschichtungs-Oberfläche mittels des beschriebenen Verfahrens durch Pressen beschichtet wird.

Es kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Beschichtung Licht beugende bzw. diffrak- tive Strukturen aufweist. Es ist insbesondere vorgesehen ist, dass die Beschichtung lichtbeu gende Strukturen zur chromatischen Korrektur, d.h. zum Unterdrücken bzw. Verringern von Farbsäumen, umfasst.

Es kann vorgesehen sein, dass das optische Element bzw. die entsprechende Hybrid-Linse, zum Beispiel mit weiteren optischen Elementen oder Linsen zu einem Objektiv verbaut und oder zusammen mit einem Detektor zu einem Sensor verbaut wird. Eine beispielhafte An wendung ist in der deutschen Patentanmeldung 102019 126 419.7 offenbart. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Beschichtung Licht beugende bzw. diffraktive Struk turen aufweist, die z.B. auf die Wellenlängen abgestimmt sind. Ein vorgenannter Sensor kann beispielsweise ein Fingerscanner sein. Dabei kann vorgesehen sein, dass das optische Element bzw. die entsprechende Hybrid-Linse, zum Beispiel mit weiteren optischen Elemen ten oder Linsen zu einem Objektiv verbaut, den Messbereich auf einen Detektor abbildet bzw. ein Bild eines Fingers im Messbereich auf einem Detektor erzeugt.

Das (erfindungsgemäße) optische Element bzw. eine entsprechende Linse kommt beispiels weise auch in einem Projektionsscheinwerfer zum Einsatz. In der Ausgestaltung als Schein werferlinse für einen Projektionsscheinwerfer bildet das optische Element bzw. eine entspre chende Scheinwerferlinse die Kante einer Blende als Hell-Dunkel-Grenze auf der Fahrbahn ab. Vorgenannte Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeug scheinwerfers gelöst, wobei ein nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorge nannten Merkmale hergestelltes optisches Element in einem Scheinwerfer und/oder einem Scheinwerfergehäuse verbaut wird.

Vorgenannte Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeug scheinwerfers gelöst, wobei ein nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorge nannten Merkmale hergestelltes optisches Element in einem Scheinwerfergehäuse platziert und zusammen mit zumindest einer Lichtquelle oder einer Mehrzahl von Lichtquellen zu ei nem Fahrzeugscheinwerfer verbaut wird.

Vorgenannte Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeug scheinwerfers gelöst, wobei ein nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorge nannten Merkmale hergestelltes optisches Element als Sekundäroptik oder als Teil einer mehrere Linsen umfassenden Sekundäroptik zum Abbilden einer Lichtausgangsfläche einer Vorsatzoptik und/oder eines mittels einer Primäroptik erzeugten Beleuchtungsmusters in ei nem Scheinwerfergehäuse platziert und zusammen mit zumindest einer Lichtquelle oder ei ner Mehrzahl von Lichtquellen und der Vorsatzoptik zu einem Fahrzeugscheinwerfer verbaut wird.

Vorgenannte Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeug scheinwerfers gelöst, wobei eine Primäroptik oder ein Vorsatzoptikarray als Primäroptik zur Erzeugung des Beleuchtungsmusters gemäß einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale hergestellt wird.

In einem Matrixscheinwerfer kommt das optische Element bzw. eine entsprechende Hybrid- Scheinwerferlinse beispielsweise als Sekundärlinse zur Abbildung einer Vorsatzoptik zum Einsatz. Eine Vorsatzoptik im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere zwischen der Se kundäroptik und einer Lichtquellenanordnung angeordnet. Eine Vorsatzoptik im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere im Lichtpfad zwischen der Sekundäroptik und der Lichtquellen anordnung angeordnet. Eine Vorsatzoptik im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere ein optisches Bauteil zur Formung einer Lichtverteilung in Abhängigkeit von Licht, das von der Lichtquellenanordnung erzeugt und von dieser in die Vorsatzoptik eingestrahlt wird. Dabei erfolgt die Erzeugung bzw. Formung einer Lichtverteilung, insbesondere durch TIR, also durch Totalresektion. Eine Vorsatzoptik im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere ein „umgekehrter“ bzw. ein „umgekehrt angeordneter“ Konzentrator. Eine Vorsatzoptik im Sinne dieser Offenbarung ist insbesondere eine nicht abbildende Optik.

Das optische Element bzw. die entsprechende Hybrid-Linse bzw. Hybrid-Scheinwerferlinse kommt vorteilhafterweise in Zusammenhang mit adaptivem Fernlicht bzw. als Linse eines Objektivs für adaptives Fernlicht zum Einsatz. Beispiele für adaptives Fernlicht können den Internetseiten web.archive.org/web/20150109234745/http://www.audi.de/con- tent/de/brand/de/vorsprung_durch_technik/content/2013/08/Aud i-A8-erstrahlt-in-neuem- Licht.html (aufgerufen am 5.9.2019), www.all-electronics.de/matrix-led-und-laserlicht-bietet- viele-vorteile/ (aufgerufen am 2.9.2019) und www.next-mobility.news/led-im-fahrzeug-die- rolle-der-matrixscheinwerfer-und-was-sie-leisten-a-756004/ (aufgerufen am 2.9.2019) ent nommen werden.

Vorgenannte Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zur Herstellung eines Fahrzeug scheinwerfers gelöst, wobei die Primäroptik ein System aus beweglichen Mikrospiegeln, ins besondere ein System aus mehr als 100.000 beweglichen Mikrospiegeln, insbesondere ein System aus mehr als 1.000.000 beweglichen Mikrospiegeln, zur Erzeugung des Beleuch tungsmusters umfasst

Vorgenannte Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zur Herstellung eines Objektivs ge löst, wobei zumindest eine erste Linse nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale hergestellt und anschließend in einem Objektiv und/oder einem Ob jektivgehäuse verbaut wird. In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird zu mindest eine zweite Linse nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale hergestellt und anschließend in einem Objektiv und/oder einem Objektivgehäuse verbaut. In weiterhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird zumindest eine dritte Linse nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale herge stellt und anschließend in einem Objektiv und/oder einem Objektivgehäuse verbaut. In wei terhin vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung wird zumindest eine vierte Linse nach einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale hergestellt und anschlie ßend in einem Objektiv und/oder einem Objektivgehäuse verbaut. Vorgenannte Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zum Herstellen einer Kamera gelöst, wobei ein gemäß einem Verfahren mit einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale hergestelltes Objektiv zu sammen mit einem Sensor oder lichtempfindlichem Sensor derart verbaut wird, dass mittels des Objektivs ein Objekt auf den Sensor abbildbar ist. Vorgenanntes Objektiv und/oder vor genannte Kamera sind als Sensorik beziehungsweise Umgebungssensorik zur Verwendung für Fahrzeugscheinwerfer, wie vorgenannte Fahrzeugscheinwerfer, und/oder in Fahrassis tenzsystemen einsetzbar. Das Verfahren ist zudem vorteilhafterweise zur Herstellung von Objektiven für Fingerscanner einsetzbar, wie etwa in der deutschen Patentanmeldung DE 102019 126419.7 beschrieben.

In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die maximale Abweichung des Ist-Wertes von dem Soll-Wert des Abstandes zwischen zwei optisch wirksamen Oberflä chen des optischen Elementes nicht größer ist als 40 pm, insbesondere nicht größer als 30 pm, insbesondere nicht größer als 20 pm, insbesondere nicht kleiner als 2 pm. In vorteil hafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die maximale Abweichung des Ist- Wertes von dem Soll-Wert des Abstandes zwischen einer optisch wirksamen Oberfläche und einer Ebene orthogonal zur optischen Achse der optisch wirksamen Oberfläche, wobei diese Ebene den geometrischen Schwerpunkt des optischen Elementes umfasst, nicht größer ist als 20 pm, insbesondere nicht größer als 15 pm, insbesondere nicht größer als 8 pm, insbe sondere nicht kleiner als 1 pm. In vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Wert RMSt (Gesamtoberflächenformabweichung) gemäß DIN ISO 10110-5 vom April 2016 für die optisch wirksamen Oberflächen des optischen Elements, für zumindest eine optisch wirksame Oberfläche des optischen Elements und/oder für zumindest zwei op tisch wirksame Oberflächen des optischen Elements, nicht größer ist als 12 pm, insbeson dere nicht größer ist als 10 pm, insbesondere nicht größer ist als 8 pm, insbesondere nicht größer ist als 6 pm, insbesondere nicht größer ist als 4 pm, insbesondere nicht größer ist als 2 pm, insbesondere nicht kleiner ist als 0,5 pm.

Vorgenannte Aufgabe wird zudem durch ein Verfahren zum Herstellung eines optischen Ele mentes, insbesondere einer Linse, insbesondere einer Hybrid-Scheinwerferlinse, insbeson dere für Fahrzeugscheinwerfer, insbesondere einer Linse mit einem oder mehreren der vor genannten Merkmale bzw. einem Verfahren zur Herstellung eines optischen Elementes ge mäß einem oder mehreren der vorgenannten Merkmale gelöst, wobei eine Teiloptik mit einer (optisch wirksamen) planen beziehungsweise im Wesentlichen planen Beschichtungs-Ober fläche aus einem ersten transparenten Optikmaterial bereitgestellt und/oder hergestellt wird, wobei eine Form mit einer Kavität bereitgestellt und/oder hergestellt wird, wobei flüssiges transparentes zweites Optikmaterial in die Kavität der Form und/oder auf die Teiloptik gege ben wird, wobei die Teiloptik mit der Beschichtungsoberfläche in die Kavität der Form, z.B. unter Vakuum oder Unterdrück, gepresst wird, sodass sich, insbesondere auf der planen be ziehungsweise im Wesentlichen planen Beschichtungs-Oberfläche, eine (optisch wirksame) plane Beschichtung ausbildet bzw. (z.B. mittels weiterer Prozessschritte) ausbilden kann. Ein derartiges optisches Bauteil weist beispielsweise auf der der planen Oberfläche gegenüber liegenden Seite eine konvex gekrümmte, zum Beispiel asphärische, Oberfläche auf.

Kraftfahrzeug im Sinne der Erfindung ist insbesondere ein individuell im Straßenverkehr be nutzbares Landfahrzeug. Kraftfahrzeuge im Sinne der Erfindung sind insbesondere nicht auf Landfahrzeuge mit Verbrennungsmotor beschränkt.

Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen. Dabei zeigen:

Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel für ein Verfahren zum Herstellen einer Hybrid-Linse ge mäß Fig. 8,

Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel für eine Teiloptik,

Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel für eine Form zum Formen einer Beschichtung für eine

Hybrid-Linse,

Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel für eine Form gemäß Fig. 3 gefüllt mit einer transparenten Tinte,

Fig. 5 eine Handhabungsvorrichtung bzw. Handhabungsanordnung zum Bewegen und Pressen einer Teiloptik,

Fig. 6 ein Ausführungsbeispiel für das Pressen einer Beschichtung auf eine Teiloptik ge mäß Fig. 5,

Fig. 7A ein Ausführungsbeispiel für das UV-Aushärten einer Beschichtung,

Fig. 7B ein alternatives Ausführungsbeispiel für das UV-Aushärten einer Beschichtung ge mäß Fig. 6,

Fig. 8 ein Ausführungsbeispiel für eine Hybrid-Linse,

Fig. 9 eine Querschnittsdarstellung einer Form gemäß Fig. 10,

Fig. 10 ein weiteres Ausführungsbeispiel für eine Form zum Formen einer Hybrid-Linse, Fig. 11 ein weiteres Ausführungsbeispiel für das Pressen einer Beschichtung auf eine Tei loptik gemäß Fig. 5,

Fig. 12 das Verfahren gemäß Fig. 11 zu einem späteren Zeitpunkt,

Fig. 13 das Verfahren gemäß Fig. 11 zu einem späteren Zeitpunkt, Fig. 14 ein weiteres Ausführungsbeispiel für das Pressen einer Beschichtung auf eine Tei loptik,

Fig. 15 das Verfahren gemäß Fig. 14 zu einem späteren Zeitpunkt,

Fig. 16 das Verfahren gemäß Fig. 14 zu einem späteren Zeitpunkt,

Fig. 17 ein Verfahren zum Beschichten einer Planfläche einer plan-konvexen Teiloptik in Analogie zum Verfahren gemäß Fig. 13,

Fig. 18 ein Verfahren zum Beschichten einer Planfläche einer plan-konvexen Teiloptik in Analogie zum Verfahren gemäß Fig. 16,

Fig. 19 ein Ausführungsbeispiel für ein Kraftfahrzeug,

Fig. 20 ein Ausführungsbeispiel für einen Projektionsscheinwerfer für ein Kraftfahrzeug gemäß Fig. 19 unter Verwendung einer Hybrid-Linse in Anlehnung an die Hybrid- Linse gemäß Fig. 8,

Fig. 21 ein Ausführungsbeispiel für einen alternativen Kraftfahrzeugscheinwerfer zur Ver wendung in dem Kraftfahrzeug gemäß Fig. 19,

Fig. 22 ein Ausführungsbeispiel für Matrixlicht bzw. adaptives Fernlicht,

Fig. 23 ein weiteres Ausführungsbeispiel für Matrixlicht bzw. adaptives Fernlicht,

Fig. 24 ein Ausführungsbeispiel einer Beleuchtungsvorrichtung eines Fahrzeugscheinwer fers gemäß Fig. 21,

Fig. 25 ein Ausführungsbeispiel für ein Vorsatzoptikarray in einer Seitenansicht,

Fig. 26 der Vorsatzoptikarray gemäß Fig. 25 in einer Draufsicht und,

Fig. 27 die Verwendung eines Vorsatzoptikarrays gemäß Fig. 25 und Fig. 26 in einem

Kraftfahrzeugscheinwerfer, der in einem Kraftfahrzeug gemäß Fig. 19 verwendbar ist,

Fig. 28 ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen alternativen Kraftfahrzeugscheinwerfer zur Verwendung in dem Kraftfahrzeug gemäß Fig. 19,

Fig. 29 ein weiteres Ausführungsbeispiel für einen alternativen Kraftfahrzeugscheinwerfer zur Verwendung in dem Kraftfahrzeug gemäß Fig. 19,

Fig. 30 ein Beispiel für die Ausleuchtung mittels des Kraftfahrzeugscheinwerfers gemäß Fig. 29,

Fig. 31 ein Ausführungsbeispiel für eine überlagerte Ausleuchtung unter Verwendung der Ausleuchtung gemäß Fig. 30 und der Ausleuchtung zweier weiterer Scheinwerfer systeme bzw. Teilsysteme,

Fig. 32 ein Ausführungsbeispiel für ein Objektiv,

Fig. 33 Lichtleistung logarithmisch aufgetragen gegenüber dem Abstand von einem be trachteten Punkt eines Objekts. Fig. 1 beschreibt ein Verfahren zum Herstellen eines als Hybrid-Scheinwerferlinse ausgebil deten optischen Elements 1 gemäß Fig. 8. Das als Hybrid-Scheinwerferlinse ausgebildete optische Element 1 gemäß Fig. 8 umfasst eine Teiloptik 11 aus einem ersten Linsenmaterial, z.B. Glas wie z.B. DOCTAN. Die Teiloptik 11 umfasst unter anderem eine konvex ge krümmte, insbesondere blank gepresste, Oberfläche 110, auf der eine Beschichtung 12 aus einem zweiten Optikmaterial angeordnet ist, wobei die Beschichtung 12 eine mit Bezugszei chen 120 bezeichnete optisch wirksame konvex gekrümmte Oberfläche aufweist, die zum Beispiel lichtbeugende Strukturen umfassen kann. Eine Oberfläche ist insbesondere dann optisch wirksam im Sinne dieser Offenbarung, wenn sie die Richtung des Lichts, das bei be stimmungsgemäßem Gebrauch durch die Oberfläche hindurchtritt, in Bezug auf seine Rich tung und/oder seine Strahl- bzw. Bündelcharakteristik verändert. Eine Oberfläche, wie etwa ein Rand, durch den bestimmungsgemäß kein Licht durchtreten soll, ist insbesondere nicht optisch wirksam im Sinne dieser Offenbarung.

Das Verfahren zum Herstellen eines als Hybrid-Scheinwerferlinse ausgebildeten optischen Elements 1 gemäß Fig. 1 umfasst einen Schritt 41, in dem eine Teiloptik 11 gemäß Fig. 2 mit einer konvex gekrümmten, insbesondere blank gepressten, Oberfläche 110 gefertigt wird bzw. bereitgestellt wird. Geeignete Verfahren zur Herstellung einer derartigen Teiloptik 11 offenbaren die WO 2019/072325 A1, die deutsche Patentanmeldung 102019 119042.8 und/oder die deutsche Patentanmeldung 102020 115078.4.

Das Verfahren zum Herstellen des als Hybrid-Scheinwerferlinse ausgebildeten optischen Elements 1 umfasst zudem einen Schritt 42, in welchem eine Form 2, wie sie in Fig. 3 darge stellt ist, bereitgestellt bzw. gefertigt wird. Die Form 2 gemäß Fig.3 und Fig. 4 umfasst in ei ner Ausgestaltung eine Trägerform 21 und eine Abformform 22 mit einer Abformoberfläche 220, die das Negativ der konvex gekrümmten optisch wirksamen Oberfläche 120 der Be schichtung 12 gemäß Fig. 8 aufweist. Die Trägerform 21 kann beispielsweise aus Metall ge fertigt sein. Sie kann jedoch auch aus transparentem Material wie etwa Acrylglas oder einem Photopolymer, einem Photopolymer AR-M2, einem Acrylat gefertigt sein. Die Abformform 22 ist bzw. wird in beispielhafter Ausgestaltung aus Silikonkautschuk gefertigt. Silikone sind (z.B.) polymere Siliziumverbindungen, die aus reinem Quarzsand hergestellt werden. Das dreidimensionale Strukturgerüst besteht aus einer Hauptkette von alternierenden Silizium- Sauerstoff-Bindungen. Die noch freien Valenzbindungen am Siliziumatom werden durch or ganische Gruppen besetzt. Zahlreiche Möglichkeiten bezüglich der Art und Anzahl sowie der gegenseitigen Verknüpfung der organischen Gruppen schaffen einen großen Spielraum, die Eigenschaften der Silikone zu verändern. Vorzugsweise verknüpfen sich meist Methylgrup pen mit den noch freien Bindungen der Siliziumatome. Silikone sind insbesondere Polydime- thylsiloxane (PDMS).

Ausgangspunkt bei der Herstellung von Silikonen ist die Direktsynthese von Silanen aus ele mentarem Silizium. Anschließend reagieren die Silane über Hydrolyse und Polykondensa tion, vergleichbar mit der Polymersynthese, zu langen Polysiloxanketten. Über sich anschlie ßende Prozessschritte werden die Polysiloxane zu Silikonölen, -harzen oder -kautschuken verarbei-tet. Der Ausdruck „Polysiloxan“ ist in Verbindung mit dieser Offenbarung mit der Be zeichnung „Silikon“ gleichzusetzen. Zur Herstellung von Silikonkautschuk bilden die Polysilo xanketten den Grundwerkstoff. Die Vernetzung der langkettigen Strukturen zu einem festen elastomeren Material erfolgt über Vulkanisierung und der damit verbundenen Zugabe von Zusatzstoffen. Ein mögliches chemisches Vernetzungsprinzip ist die Additionsvernetzung. Dabei reagieren eingebrachte Silizium-Wasserstoff-Gruppen mit den Doppelbindungen der organischen Gruppen des Silizium-Sauerstoff-Gerüstes und bewirken die Vernetzung zu ei nem elastomeren Werkstoff. Platinkatalysatoren können zudem die Vernetzung bei Raum temperatur erhöhen.

Silikonkautschuk weist über einen breiten Temperaturbereich von -50°C bis +250°C eine gute thermische Beständigkeit und eine geringe Veränderung der physikalischen Eigen schaften auf. Durch die stark ausgeprägte Trennwirkung lassen sich Anhaftungen des Hyb ridpolymers InkOrmo am Formwerkzeug vermeiden. Für den hydrophoben Effekt sind die Methylgruppen verantwortlich, die eine Barriere zwischen Polymer und Formwerkzeug bil den. Bei dem beispielhaft verwendeten Silikonkautschuk handelt es sich um ESSIL 291 der Firma Sika Deutschland. Der Zwei-Komponenten-Silikonkautschuk wird mit einem Mi schungsverhältnis aus zehn Teilen Grundwerkstoff und einem Teil Katalysator hergestellt.

Die Aushärtung erfolgt bei Raumtemperatur für 16h. Das transparente Material weist dabei einen geringfügigen Schwund von <0,1% zum Ausgangsvolumen auf.

Bei dem Verfahren zum Herstellen des als Hybrid-Scheinwerferlinse ausgebildeten optischen Elements 1 wird in einem Schritt 43 flüssiges transparentes Material 12F für die optisch wirk same Beschichtung 12 bereitgestellt bzw. gemischt. Das flüssige transparente Material 12F umfasst oder ist ein Polymerhybrid wie z.B. Ormocer (als Mischung aus einem zweiten Op- tikmaterial und einem Lösungsmittel). Dazu wird beispielsweise Lösungsmittel in einer vorbe stimmten Konzentration mit dem zweiten Optikmaterial gemischt. Auf diese Weise, d.h. durch die geeignete Menge an Lösungsmittel, wird die gewünschte Viskosität eingestellt.

ORMOCER ® ist ein anorganisch-organisches Hybridpolymer, das vom Fraunhofer-Institut für Silicatforschung entwickelt wurde. Aufgrund der Verknüpfung von anorganischen Netzwer ken mit organischen Strukturgruppen lassen sich die Werkstoffeigenschaften nahezu frei va riieren und bestimmte Anwendungsparameter einstellen. Das Hybridpolymer enthält grundle gende Strukturelemente aus Glas und Keramik sowie organische Polymere und Silikone.

Die Polymersynthese basiert auf einem modifizierten Sol-Gel-Verfahren, bei dem über eine Polykondensation und anschließender organischer Vernetzungsreaktion das ORMOCER® entsteht. Dazu werden aus Silizium-Alkoxiden, über eine kontrollierte Hydrolyse und Konden sation, anorganische Netzwerkstrukturen erzeugt. Durch Hinzugabe von organischen Poly mergruppen bildet sich ein Grundharz aus, in welches ein Zusatz aus funktionellen Seiten gruppen und Photoinitiatoren eingebaut wird. Die Vernetzung der einzelnen Strukturen zu ei nem stabilen dreidimensionalen Polymernetzwerk erfolgt abschließend durch UV-Behand- lung.

Die hohe Transparenz, Härte sowie chemische und thermische Stabilität bestimmen die glasartigen Netzwerkgruppen. Durch die starke Verbindung mit den organischen Netzwerken ist die Regulierung der Zähigkeit, Funktionalität und Verarbeitbarkeit möglich. Mit der Integra tion spezieller Arten von funktionellen Gruppen können Grenzflächeneigenschaften, die Elas tizität oder die Gaspermeabilität für die vorgesehenen Anwendungsfälle eingestellt werden (siehe: www.barrier.fraunhofer.com/de/forschung-und-entwicklung/-orm ocer-e-_-die-kreative- materialbasis.html (aufgerufen am 8.10.2019)).

Ein auf ORMOCER ® basierendes Hybridpolymer ist InkOrmo, das durch die Firma micro-re- sist-technology vertrieben wird. Das verbrauchsfertige Material wird im Regelfall mittels In- kjet- Druckes verarbeitet.

Durch Lösemittel in diesem UV-aushärtbaren Polymer wird die Viskosität gesenkt und damit eine bessere Verarbeitbarkeit geschaffen. Die Standardlösung des InkOrmos besitzt bei 25°C eine Viskosität von 18mPas. Der dabei enthaltene Lösemittelanteil beträgt 54%. Die Photoinitiatoren weisen eine spektrale Empfindlichkeit zwischen 300nm bis 410nm auf und reagieren bei Einwirkung einer adäquaten Wellenlänge durch Polymerisation zu einem fes ten Duroplasten-Werkstoff. Der Schrumpf von InkOrmo beträgt nach der Aushärtung 5% bis 7% des Ausgangsvolumens. Zudem weist das Polymer mit 60- 10 6 1/K eine annähernd sechsmal so große thermische Ausdehnung im Vergleich zu mineralischen Gläsern auf. Der glasähnliche Werkstoff besitzt bei einer Wellenlänge von 589,29nm eine Brechzahl von 1,5200 sowie eine Abbe-Zahl von 47,00. Durch eine zusätzliche Wärmebehandlung nach der Aushärtung, dem sogenannten Hardbake, lässt sich der Verlauf des Brechungsindex signifi kant beeinflussen. Elektromagnetische Strahlung mit Wellenlängen des ultravioletten Berei ches und des sichtbaren Bereiches (VIS) transmittieren annähernd mit voller Intensität durch den InkOrmo.

Es folgt ein Schritt 44, in dem das transparente Material 12F, wie in Fig. 4 dargestellt, in die Form 2 gegeben wird. Dem Schritt 44 folgt ein Schritt 45, in dem die Teiloptik 11 der Form 2 - wie in Fig. 5 dargestellt - mittels einer Handhabungsanordnung 3 zugeführt wird. Die Hand habungsanordnung 3 umfasst eine Sauganordnung 31 zum Transport der Linse 11 sowie eine Pressanordnung 32.

Dem Schritt 45 folgt ein Schritt 46, in dem die Teiloptik 11 - wie in Fig. 6 dargestellt - mittels der Pressanordnung 32 in die Form 2 gepresst wird. Dem Schritt 46 folgt ein Schritt 47, in dem das Lösungsmittel in dem transparenten Material der Beschichtung 12 (zumindest zum Teil) ausgedampft wird, so dass sich dessen Viskosität erhöht. Zur Aushärtung wird das transparente Material der Beschichtung 12 in einem Schritt 48 UV-Licht ausgesetzt (und dadurch ausgehärtet). Dies kann zum Beispiel wie in Fig. 7A gezeigt, mittels einer UV-Licht- quelle 35 erfolgen, die oberhalb der Teiloptik 11 bzw. des als Hybrid-Scheinwerferlinse aus gebildeten optischen Elements 1 angeordnet ist, so dass das UV-Licht durch die Teiloptik 11 auf die Beschichtung 12 trifft. In einer alternativen Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die T rägerform 21 und die Abformform 22 transparent sind, so dass UV-Licht - wie in Fig. 7B dargestellt - mittels einer UV-Lichtquelle 25, die unterhalb der Form 2 angeordnet ist, auf die Beschichtung 12 trifft. Dabei kann auch vorgesehen sein, dass UV-Lichtquellen seit lich der Form 2 angeordnet sind. Es kann auch vorgesehen sein, dass eine oder mehrere der UV-Lichtquellen 25 bzw. 35 bzw. UV-Lichtquellen seitlich der Form 2 angeordnet sind. Die UV-Lichtquellen sind beispielsweise LED-Flächenstrahler insbesondere zur Erzeugung einer gleichmäßigen Lichtintensität. Vorteilhaft ist dabei auch die geringe Wärmeentwicklung durch die LED-Technik. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die emittierende Wellenlänge von 365nm auf die spektrale Empfindlichkeit des InkOrmo abgestimmt. Anschließend wird in einem Schritt 49 das fertige als Hybrid-Scheinwerferlinse ausgebildete optische Element, wie es in Fig. 8 dargestellt ist, entnommen. Dies erfolgt vorteilhafterweise wiederum mittels der Saugvorrichtung 31.

Fig. 9 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel für eine Form 2A, und zwar in einer Quer schnittsdarstellung entlang der mit AA bezeichneten Schnittlinie aus Fig. 10. Dabei bezeich net Bezugszeichen 21 A die Trägerform und Bezugszeichen 22A die Abformform. Mit Be zugszeichen 23A sind die Kreissegmente bezeichnet.

Das beschriebene Verfahren kann auch in Verbindung mit einem Formen der Beschichtung 12 unter Vakuum bzw. nahezu Vakuum bzw. zumindest Unterdrück erfolgen. Geeignete Ver fahren sind beispielsweise in der JP 2003-048728 A sowie in der WO 2014/131426 A1 offen bart. In einer entsprechenden Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die die Sauganordnung 31 sowie die Pressanordnung 32 umfassende Handhabungsanordnung 3 (nachfolgend abge wandelte Handhabungsanordnung 3‘ genannt) um einen Balg 33, wie er in der WO 2014/131426 A1 zumindest in ähnlicher Weise offenbart ist, ergänzt ist (vgl. beispiels weise Fig. 11). In dieser Ausgestaltung folgt dem Schritt 44, in dem das transparente Mate rial 12F, wie in Fig. 4 dargestellt, in die Form 2 gegeben wird, ein abgewandelter Schritt 45, in dem die Teiloptik 11 der Form 2 - wie in Fig. 11 dargestellt - mittels einer abgewandelten Handhabungsanordnung 3‘ zugeführt wird.

Dem Schritt 45 folgt ein abgewandelter Schritt 46, in dem die Teiloptik 11 - wie in Fig. 13 dargestellt - mittels der Pressanordnung 32 in die Form 2 gepresst wird. Dabei wird jedoch zunächst, insbesondere beim „aufeinander zufahren“ der Form 2 und der Teiloptik 11 mittels der Handhabungsanordnung 3‘ der Balg 33 so verfahren, dass sich - wie in Fig. 12 darge stellt - ein zumindest im Wesentlichen luftdichter Raum 34 ergibt. Sobald der Raum 34 ge schlossen ist, wird in diesem ein Unterdrück bzw. ein Vakuum erzeugt. Dabei werden die Form 2 und die Handhabungsanordnung 3‘ weiter aufeinander zu bewegt. Das beschriebene Verfahren ist besonders geeignet, um eine Beschichtung mit kleinen Strukturen, insbeson dere mit diffraktiven Strukturen, um das Zentrum der optisch wirksamen Fläche herum, also beispielsweise um das Zentrum der Oberfläche 110 herum, auszubilden. Dem abgewandel ten Schritt 46 folgt der Schritt 47, in dem das Lösungsmittel in dem transparenten Material der Beschichtung 12 (zumindest zum Teil) ausgedampft wird, so dass sich dessen Viskosität erhöht. Zur Aushärtung wird das transparente Material der Beschichtung 12 in dem Schritt 48 UV-Licht ausgesetzt (und dadurch ausgehärtet).

In einem weiterhin alternativen Verfahren wird - wie in Fig. 14 dargestellt - transparentes Ma terial 12F‘ auf die Oberfläche 110 der Teiloptik 11 gegeben. Das transparente Material 12F‘ besitzt dabei in vorteilhafter Ausgestaltung eine höhere Viskosität als das Material 12F. Dar über hinaus wird die Teiloptik 11 mittels einer der Handhabungsanordnung 3 entsprechen den Handhabungsanordnung 3‘ der Form 2 zugeführt. Es folgt ein Schritt, in dem die Hand habungsvorrichtung 3‘ mit der Teiloptik 11 und die Form 2 aufeinander zugefahren werden. Dabei wird der Balg 33 derart bewegt, dass - wie in Fig. 15 dargestellt - ein geschlossener zumindest im Wesentlichen luftdichter Raum 34 entsteht, in dem ein Unterdrück bzw. Va kuum erzeugt wird. Die Form 2 und die Handhabungsanordnung 3‘ werden weiter aufeinan der zu bewegt, so dass die Teiloptik 11 - wie in Fig. 16 dargestellt - mittels der Pressanord nung 32 in die Form 2 gepresst wird.

Diesem Schritt 46 folgt der Schritt 47, in dem das Lösungsmittel in dem transparenten Mate rial der Beschichtung 12 (zumindest zum Teil) ausgedampft wird, so dass sich dessen Visko sität erhöht. Zur Aushärtung wird das transparente Material der Beschichtung 12 in einem Schritt 48 UV-Licht ausgesetzt (und dadurch ausgehärtet).

Fig. 17 zeigt zudem ein unter Bezugnahme auf Fig. 11 , Fig. 12 und Fig. 13 entsprechendes Verfahren zum Beschichten der mit Bezugszeichen 111 bezeichneten Planfläche der Teilop tik 11.

Fig. 18 zeigt ein zudem unter Bezugnahme auf Fig. 14, Fig. 15 und Fig. 16 entsprechendes Verfahren zum Beschichten der mit Bezugszeichen 111 bezeichneten Planfläche der Teilop tik 11.

In Fig. 17 und Fig. 18 ersetzen die Formen 2 ' und 2 die Form 2, die Trägerformen 21 ' und 21 " ersetzen die Trägerform 21, die Abformform 22 ' und 22 " ersetzen die Abformform 22, zudem ersetzt die Handhabungsanordnung 3 " die Handhabungsanordnungen 3 bzw. 3 ' und die Sauganordnung 31 ' ersetzt die Sauganordnung 31. Bezugszeichen 12 ' und Bezugszei chen 12 " bezeichnen (optisch wirksame) Beschichtungen entsprechend der Beschichtung 12 bzw. aus entsprechendem Material wie die Beschichtung 12 gefertigte Beschichtungen. Das beschriebene Verfahren ist besonders zur Erzeugung diffraktiver Strukturen auf der Oberfläche der Beschichtung 12 geeignet, insbesondere auch zur Erzeugung diffraktiver Strukturen im Zentrum der optisch wirksamen Oberfläche, wie etwa der konvexen Oberflä che 110 der Teiloptik 11.

Fig. 19 zeigt ein Kraftfahrzeug S100 mit einem - in Fig. 21 schematisch dargestellten - Fahr zeugscheinwerfer S1 mit einer Lichtquelle S10 zum Erzeugen von Licht, einem Reflektor S12 zum Reflektieren von mittels der Lichtquelle S10 erzeugbarem Licht und einer Blende S14. Der Fahrzeugscheinwerfer S1 umfasst zudem eine Hybrid-Scheinwerferlinse S2 zur Abbil dung einer in Fig. 21 mit Bezugszeichen S15 bezeichneten Kante der Blende S14 als Hell- Dunkel-Grenze S25.

Die Hybrid-Scheinwerferlinse S2 entspricht in ihrem prinzipiellen Aufbau dem als Hybrid- Scheinwerferlinse ausgebildeten optischen Element 1 und umfasst einen Linsenkörper S3, eine der Lichtquelle S10 zugewandte im Wesentlichen plane (optisch wirksame) Oberfläche S5 und eine der Lichtquelle S10 abgewandte konvex gekrümmte optisch wirksame Oberflä che S4, die der Oberfläche 12 des als Hybrid-Scheinwerferlinse ausgebildeten optischen Elements 1 entspricht. Die Hybrid-Scheinwerferlinse S2 umfasst zudem einen angeformten Linsenrand S6, mittels dessen die Scheinwerferlinse S2 in dem Fahrzeugscheinwerfer S1 befestigbar ist.

Eine dem als Hybrid-Scheinwerferlinse ausgebildeten optischen Element 1 entsprechende Scheinwerferlinse bzw. eine der Hybrid-Scheinwerferlinse S2 entsprechende Linse kann bei spielsweise bei Matrixlicht als Sekundäroptik zur Abbildung einer Lichtaustrittsseite einer Vorsatzoptik Verwendung finden. Dabei sind beispielsweise die Blende S14, die Lichtquelle S10 und der Reflektor S12 - wie nachfolgend beschrieben - durch eine Vorsatzoptik ersetzt, in die Licht mittels eines Arrays von Lichtquellen eingespeist wird und die eine bestimmte Lichtverteilung erzeugt, die an ihrer Lichtaustrittsfläche durch die entsprechende Polymer hybridlinse abgebildet wird. Dabei wird insbesondere eine lichtbeugende Struktur an der Oberfläche S4 bzw. 120 zur chromatischen Korrektur vorgesehen, wobei unerwünschter Farbsaum unterdrückt wird.

Fig. 21 zeigt einen - anstelle des Fahrzeugscheinwerfers S1 verwendbaren - adaptiven Scheinwerfer bzw. Fahrzeugscheinwerfer F20 zur situations- bzw. verkehrsabhängigen Aus leuchtung der Umgebung bzw. der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug S100 in Abhängigkeit von Umgebungssensorik F2 des Kraftfahrzeuges S100. Dazu weist der schematisch in Fig. 21 dargestellte Fahrzeugscheinwerfer F20 eine Beleuchtungsvorrichtung F4 auf, die mit tels einer Steuerung F3 des Fahrzeugscheinwerfers F20 angesteuert wird. Von der Beleuch tungsvorrichtung F4 erzeugtes Licht L4 wird mittels eines Objektivs F5, das eines oder meh rere gemäß dem vorgenannten Verfahren hergestellte optische Elemente bzw. Scheinwerfer linsen umfassen kann, als Beleuchtungsmuster L5 von dem Fahrzeugscheinwerfer F20 auf den Bereich vor dem Kraftfahrzeug S100 abgestrahlt. Beispiele für entsprechende Beleuch tungsmuster zeigen Fig. 22 und Fig. 23, sowie die Internetseiten web.ar- chive.org/web/20150109234745/http:// www.audi.de/content/de/brand/de/vor- sprung_durch_technik/content/2013/08/Audi-A8-erstrahlt-in-ne uem-Licht.html (aufgerufen am 5.9.2019) und www.all-electronics.de/matrix-led-und-laserlicht-bietet-viel e-vorteile/ (auf gerufen am 2.9.2019). In der Ausgestaltung gemäß Fig. 23 umfasst das Beleuchtungsmuster L5 aufgeblendete Bereiche L51 , gedimmte Bereiche L52 und Kurvenlicht L53.

Fig. 24 zeigt ein Ausführungsbeispiel für die Beleuchtungsvorrichtung F4, wobei diese eine Lichtquellenanordnung F41 mit einer Vielzahl individuell einstellbarer Bereiche bzw. Pixel umfasst. So können beispielsweise bis zu 100 Pixel, bis zu 1000 Pixel oder nicht weniger als 1000 Pixel vorgesehen sein, die in dem Sinne individuell mittels der Steuerung F3 so an steuerbar sind, dass sie beispielsweise individuell ein- oder ausgeschaltet werden können.

Es kann vorgesehen sein, dass die Beleuchtungsvorrichtung F4 zudem eine Vorsatzoptik F42 umfasst zur Erzeugung eines Beleuchtungsmusters (wie z.B. L4) an der Lichtaustrittsflä che F421 in Abhängigkeit der entsprechend angesteuerten Bereiche bzw. Pixel der Licht quellenanordnung F41 bzw. entsprechend des in die Vorsatzoptik F42 eingestrahlten Lichts L41.

Matrix-Scheinwerfer im Sinne dieser Offenbarung können auch Matrix-SSL-HD-Scheinwerfer sein. Beispiele für derartige Scheinwerfer zeigen der Internetlink www.springerprofessio- nal.de/fahrzeug-lichttechnik/fahrzeugsicherheit/hella-bringt -neues-ssl-hd-matrix-lichtsystem- auf-den-markt/17182758 (aufgerufen am 28.5.2020), der Internetlink www.highlight- web.de/5874/hella-ssl-hd/ (aufgerufen am 28.5.2020) sowie der Internetlink www.hella.com/techworld/de/Lounge/Unser-Digital-Light-SSL-HD -Lichtsystem-ein-neuer- Meilenstein-der-automobilen-Lichttechnik-55548/ (aufgerufen am 28.5.2020).

Fig. 25 zeigt einen einstückigen Vorsatzoptikarray V1 in einer Seitenansicht. Fig. 26 zeigt den Vorsatzoptikarray V1 in einer Draufsicht von hinten. Der Vorsatzoptikarray V1 umfasst ein Basisteil V20, an dem Linsen V2011, V2012, V2013, V2014 und V2015 und eine Vor satzoptik V11 mit einer Lichteintrittsfläche V111, eine Vorsatzoptik V12 mit einer Lichtein trittsfläche V121, eine Vorsatzoptik V13 mit einer Lichteintrittsfläche V131, eine Vorsatzoptik V14 mit einer Lichteintrittsfläche V141 sowie eine Vorsatzoptik V15 mit einer Lichteintrittsflä che V151 ausgeformt sind. Die Seitenflächen V115, V125, V135, V145, V155, der Vorsatz optiken V11, V12, V13, V14, V15 sind derart ausgestaltet, dass Licht, das mittels einer Licht quelle in die jeweilige Lichteintrittsfläche V111, V121, V131, V141 bzw. V151 eintritt, einer Totalreflexion (TIR) unterliegt, sodass dieses Licht aus dem Basisteil V20 bzw. der Oberflä che V21 des Basisteils V20, die die gemeinsame Lichtaustrittsfläche der Vorsatzoptiken V11, V12, V13, V14 und V15 bildet, austritt. Die Verrrundungsradien zwischen den Lichteintrittsflä chen V111, V121, V131, V141 und V151 beim Übergang zu den Seitenflächen V115, V125, V135, V145 und V 155 betragen z.B. 0,16 bis 0,2 mm.

Fig. 27 zeigt einen - anstelle des Fahrzeugscheinwerfers S1 verwendbaren - Fahrzeug scheinwerfer V201 bzw. Kraftfahrzeugscheinwerfer in einer Prinzipdarstellung. Der Fahr zeugscheinwerfer V201 umfasst eine, insbesondere LEDs umfassende, Lichtquellenanord nung VL zur Einstrahlung von Licht in die Lichteintrittsfläche V111 der Vorsatzoptik V11 bzw. den nicht näher dargestellten Lichteintrittsflächen V112, V113, V114 und V115 der Vorsatz optiken V12, V13, V14 und V15. Zudem umfasst der Fahrzeugscheinwerfer V201 eine nach einem vorgenannten Verfahren hergestellte Sekundärlinse V2 zur Abbildung der Lichtaus trittsfläche der Vorsatzoptik V11 beziehungsweise der nicht näher dargestellten Oberfläche V21 des Vorsatzoptikarrays V1. Der Vorsatzoptikarray V1 ist vorzugsweise aus Glas gefer tigt, kann für bestimmte Anwendungen jedoch als optisches Hybridelement hergestellt wer den. Wenn der Vorsatzoptikarray als optisches Hybridelement gefertigt wird, ist insbeson dere vorgesehen, dass die Linsen V2011, V2012, V2013, V2014 und V2015 im Sinne der Beschichtung 12 geformt werden.

Ein weiteres geeignetes Verwendungsgebiet für erfindungsgemäß hergestellte optische Ele mente beziehungsweise Linsen offenbart beispielsweise die DE 102017 105 888 A1 bzw. der unter Bezugnahme auf Fig. 28 beschriebene Scheinwerfer zur Verwendung anstelle des Fahrzeugscheinwerfers S1. Dabei ist in Fig. 28 beispielhaft ein Lichtmodul (Scheinwerfer) M20 dargestellt, das eine Lichtaussendungseinheit M4 mit mehreren matrixartig angeordne ten punktförmigen Lichtquellen umfasst, die jeweils Licht ML4 (mit einer Lambert'schen Strahlungscharakteristik) emittieren, und weiterhin eine Konkavlinse M5 und eine Projekti onsoptik M6 umfasst. In dem in der DE 102017 105 888 A1 gezeigten Beispiel gemäß Fig. 28 umfasst die Projektionsoptik M6 zwei im Strahlengang hintereinander angeordnete Linsen, die gemäß einem dem vorgenannten Verfahren entsprechenden Verfahren herge stellt worden sind. Die Projektionsoptik M6 bildet das von der Lichtaussendungseinheit M4 ausgesandte Licht ML4 und nach Durchgang durch die Konkavlinse M5 weitergeformte Licht ML5 als resultierende Lichtverteilung ML6 des Lichtmoduls M20 auf der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug S100 ab, in das das Lichtmodul M20 bzw. der Scheinwerfer eingebaut (wor den) ist.

Das Lichtmodul M20 weist eine mit Bezugszeichen M3 bezeichnete Steuerung auf, die in Ab hängigkeit von den Werten einer Sensorik beziehungsweise Umgebungssensorik M2 des Kraftfahrzeugs S100 die Lichtaussendungseinheit M4 ansteuert. Die Konkavlinse M5 weist eine konkav gekrümmte Austrittsfläche auf der von der Lichtaussendungseinheit M4 abge wandten Seite auf. Die Austrittsfläche der Konkavlinse M5 lenkt von der Lichtaussendungs einheit M4 mit großem Abstrahlwinkel in die Konkavlinse M5 eingestrahltes Licht ML4 mittels Totalreflexion zum Rand der Konkavlinse hin um, so dass dieses nicht durch die Projekti onsoptik M6 hindurchtritt. Als Lichtstrahlen, die in einem .großen Abstrahlwinkel· von der Lichtaussendungseinheit M4 ausgesandt werden, werden gemäß der DE 102017 105888 A1 solche Lichtstrahlen bezeichnet, die (ohne Anordnung der Konkav linse M5 im Strahlengang) aufgrund optischer Aberrationen mittels der Projektionsoptik M6 schlecht, insbesondere unscharf, auf der Fahrbahn abgebildet werden würden und/oder die zu Streulicht führen könnten, welches den Kontrast der Abbildung auf der Fahrbahn verrin gert (siehe hierzu auch DE 102017 105888 A1). Es kann vorgesehen sein, dass die Projek tionsoptik M6 nur Licht mit einem auf ca. +/-20 0 beschränkten Öffnungswinkel scharf abbil den kann. Lichtstrahlen mit Öffnungswinkeln von größer +1-20°, insbesondere größer +/-30 0 , werden durch Anordnung der Konkavlinse M5 im Strahlengang somit daran gehindert, auf die Projektionsoptik M6 zu treffen.

Die Lichtaussendungseinheit M4 kann unterschiedlich ausgebildet sein. Gemäß einer Ausge staltung umfassen die einzelnen punktförmigen Lichtquellen der Lichtaussendungseinheit M4 jeweils eine Halbleiterlichtquelle, insbesondere eine Leuchtdiode (LED). Die LEDs können einzeln oder gruppenweise gezielt angesteuert werden, um die Halbleiterlichtquellen ein- o- der auszuschalten oder zu dimmen. Das Lichtmodul M20 weist z.B. mehr als 1.000 einzeln ansteuerbare LEDs auf. Insbesondere kann das Lichtmodul M20 als ein sogenanntes pAFS (micro-structured adaptive front-lighting System) Lichtmodul ausgebildet sein. Gemäß einer alternativen Möglichkeit weist die Lichtaussendungseinheit M4 eine Halbleiter lichtquelle und ein DLP oder ein Mikrospiegelarray auf, das eine Vielzahl von Mikrospiegeln umfasst, die einzeln angesteuert und gekippt werden können, wobei jeder der Mikrospiegel eine der punktförmigen Lichtquellen der Lichtaussendungseinheit M4 bildet. Das Mikrospie gelarray umfasst beispielsweise mindestens 1 Million Mikrospiegel, die beispielsweise mit ei ner Frequenz von bis zu 5.000 Hz gekippt werden können.

Ein weiteres Beispiel für ein Scheinwerfersystem oder Lichtmodul (DLP-System) offenbart der lnternetlink www.al-lighting.com/news/article/digital-light-millions-of-p ixels-on-the-road/ (aufgerufen am 13.4.2020). Ein schematisch dargestelltes entsprechendes Scheinwerfermo dul bzw. einen entsprechenden Fahrzeugscheinwerfer zur Erzeugung eines in Fig. 30 mit h- Digi bezeichneten Beleuchtungsmusters zeigt Fig. 29. Der in Fig. 29 schematisch darge stellte - anstelle des Fahrzeugscheinwerfers S1 verwendbare - adaptive Scheinwerfer G20 dient der situations- bzw. verkehrsabhängigen Ausleuchtung der Umgebung bzw. der Fahr bahn vor dem Kraftfahrzeug S100 in Abhängigkeit von Umgebungssensorik G2 des Kraft fahrzeuges S100. Von der Beleuchtungsvorrichtung G5 erzeugtes Licht GL5 wird mittels ei nes Systems aus Mikrospiegeln G6, wie beispielsweise auch in der DE 102017 105 888 A1 gezeigt, zu einem Beleuchtungsmuster GL6 geformt, das wiederum mittels einer gemäß dem vorgenannten Verfahren hergestellte optische Elemente umfassende Projektionsoptik G7 zur adaptiven Ausleuchtung geeignetes Licht GL7 vor das Kraftfahrzeug S100 bzw. in einer Um gebung auf der Fahrbahn vor dem Kraftfahrzeug S100 strahlt. Ein geeignetes System G6 von beweglichen Mikrospiegeln offenbart der Internetlink Internetlink www.al- lighting.com/news/article/digital-light-millions-of-pixels-o n-the-road/ (aufgerufen am 13.4.2020).

Zur Ansteuerung des Systems G6 mit beweglichen Mikrospiegeln ist eine Steuerung G4 vor gesehen. Zudem umfasst der Scheinwerfer G20 eine Steuerung G3 sowohl zur Synchronisa tion mit der Steuerung G4 als auch zum Ansteuern der Beleuchtungsvorrichtung G5 in Ab hängigkeit von Umgebungssensorik G2. Einzelheiten der Steuerungen G3 und G4 können der Internetseite lnternetlink www.al-lighting.com/news/article/digital-light-millions-of-p ixels- on-the-road/ (aufgerufen am 13.4.2020) entnommen werden. Die Beleuchtungsvorrichtung G5 kann beispielsweise eine LED Anordnung oder eine vergleichbare Lichtquellenanord nung, eine Optik wie z.B. eine Feldlinse (die beispielsweise ebenfalls nach dem beschriebe nen Verfahren hergestellt worden ist) sowie einen Reflektor umfassen. Der unter Bezugnahme auf Fig. 29 beschriebene Fahrzeugscheinwerfer G20 kann insbeson dere in Verbindung mit weiteren Scheinwerfermodulen bzw. Scheinwerfern zur Erzielung ei nes überlagerten Gesamtlichtprofils bzw. Beleuchtungsmusters eingesetzt werden. Dies ist bespielhaft in Fig. 31 gezeigt, wobei sich das Gesamtbeleuchtungsmuster aus dem Beleuch tungsmuster „h-Digi“, aus „84-Pixel-Light“ sowie aus dem „base light“ zusammensetzt. Dabei kann beispielsweise vorgesehen sein, dass das Beleuchtungsmuster „base light“ mittels des Scheinwerfers S1 erzeugt wird und das Beleuchtungsmuster „84-Pixel-Light“ mittels des Scheinwerfers V201 erzeugt wird.

Sensorik für vorgenannte Scheinwerfer umfasst insbesondere eine Kamera und eine Aus wertung bzw. Mustererkennung zur Auswertung eines von der Kamera gelieferten Signals. Eine Kamera umfasst insbesondere ein Objektiv bzw. mehrlinsiges Objektiv sowie einen Bildsensor zur Abbildung eines von dem Objektiv erzeugten Bildes auf dem Bildsensor. In besonders geeigneter Weise kommt dabei ein Objektiv zum Einsatz, wie es in der US 8,212,689 B2 (incorporated by reference in its entirety) offenbart und beispielhaft in Fig. 32 dargestellt ist. Ein derartiges Objektiv ist aufgrund der Vermeidung bzw. erheblichen Verringerung von Reflexbildern besonders geeignet, da mittels eines derartigen Objektivs beispielsweise Verwechslungen eines Reflexbildes eines entgegenkommenden Fahrzeugs mit Licht mit einem vorausfahrenden Fahrzeug mit Licht vermieden werden kann. Ein geeig netes Objektiv, insbesondere für Infrarotlicht und/oder sichtbares Licht, bildet ein Objekt in eine Bildebene ab, wobei in Bezug auf die Abbildung eines Objektes für jeden Punkt inner halb des Bildkreises des Objektivs oder für zumindest einen Punkt innerhalb des Bildkreises des Objektivs gilt, dass Pdyn > 70dB, insbesondere Pdyn > 80dB, insbesondere Pdyn > 90dB, wobei Pdyn wie in Fig. xx24 verdeutlicht gleich 10 log(Pmax/Pmn) ist, wobei Pmax die maximale Lichtleistung eines Punktes in der Bildebene zur Abbildung eines Punk tes des Objektes ist, und wobei Pmin die Lichtleistung eines weiteren Punktes in der Bild ebene zur Abbildung des Punktes des Objektes ist, dessen Lichtleistung in Bezug auf die Abbildung des Punktes des Objektes größer ist als die Lichtleistung jedes weiteren Punktes in der Bildebene in Bezug auf die Abbildung des Punktes des Objektes oder wobei Pmin die maximale Lichtleistung der in einem weiteren Punkt abgebildeten Reflexbildsignale des Punktes des Objektes ist. Die Linsen oder ein Teil der Linsen des in Fig. 32 dargestellten Objektivs können gemäß dem beanspruchten bzw. offenbarten Verfahren hergestellt wer den, wobei insbesondere vorgesehen ist, dass die entsprechend hergestellten Linsen in Ab weichung zur Darstellung in Fig. 32 einen umlaufenden oder teilumlaufenden Rand aufwei sen. Die Elemente bzw. Gegenstände in einigen Figuren sind unter Berücksichtigung von Ein fachheit und Klarheit und nicht notwendigerweise maßstabsgetreu gezeichnet. So sind z.B. die Größenordnungen einiger Elemente übertrieben gegenüber anderen Elementen darge stellt, um das Verständnis der Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung zu verbes sern.

Bezugszeichenliste

1 Hybridlinse

2, 2A, 2‘, 2“ Form

3, 3‘ Handhabungsanordnung

11 Teiloptik

12, 12‘, 12“ (optisch wirksame) Beschichtung 12F, 12F‘ Flüssiges transparentes Material, insbesondere transparente Tinte, insbesondere umfassend Material für die Beschichtung 12 sowie Lösungsmittel.

21, 21A, 21’, 21” T rägerform

22, 22A, 22’, 22“ Abformform 23A Ringsegment

25, 35 UV-Lichtquelle 31 , 31 ‘ Sauganordnung

32 Pressanordnung

33 Balg

41, 42, 43, 44, 45, 46, 47, 48, 49 Schritt bzw. Prozessschritt 110 konvex gekrümmte optisch wirksame Oberfläche der Teiloptik 11 111 Planfläche der Teiloptik 11 120 konvex gekrümmte optisch wirksame Oberfläche der Beschichtung 12

220 Abformoberfläche

51 Fahrzeugscheinwerfer

52 Hybrid-Scheinwerferlinse

53 Linsenkörper 54 konvex gekrümmte optisch wirksame Oberfläche einer Beschich tung, die der Beschichtung 12 der Hybridlinse 1 entspricht

55 Planfläche der Hybrid-Scheinwerferlinse S2

56 (optisch nicht wirksamer) Rand der Hybrid-Scheinwerferlinse S2 S10 Lichtquelle S12 Reflektor

514 Blende

515 Kante der Blende S14 S25 Hell-Dunkel-Grenze S100 Kraftfahrzeug

F2 Umgebungssensorik

F3 Steuerung

F4 Beleuchtungsvorrichtung

F5 Objektiv

F20, V201 Fahrzeugscheinwerfer

F41 Lichtquellenanordnung

F42 Vorsatzoptik

F421 Lichtaustrittsfläche von F4

L4 Licht

L41 in F42 eingestrahltes Licht

L5 Beleuchtungsmuster

L51 aufgeblendete Bereiche

L52 gedimmte Bereiche

L53 Kurvenlicht

V1 Vorsatzoptikarray

V2 Vorsatzoptik, Sekundärlinse

VI I , V12, V13, V14, V15 Vorsatzoptik

V20 Basisteil

V21 Oberfläche von V20

VI I I, V121 , V131 ,

V141. V151 Lichteintrittsfläche

V115, V125, V135,

V145, V155 Seitenflächen V2011, V2012, V2013,

V2014, V2015 Linsen

VL Lichtquellenanordnung

M2 Umgebungssensorik

M3 Steuerung

M4 Lichtaussendungseinheit

ML4 Licht

M5 Konkavlinse

ML5 weitergeformtes Licht

M6 Projektionsoptik

ML6 resultierende Lichtverteilung

M20 Lichtmodul

G20 Scheinwerfer

G2 Umgebungssenorik

G3 Steuerung

G4 Steuerung

G5 Beleuchtungsvorrichtung

GL5 Licht von GL5 erzeugt

G6 System aus Mikrospiegeln

GL6 Beleuchtungsmuster

G7 Projektionsoptik

GL7 Licht

P max, P min Lichtleistung