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Title:
METHOD FOR PRODUCING A SHOE SOLE WHICH IS CUSTOMISED FOR THE WEARER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/083932
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for producing a sole (1), which is customised for the wearer at least in some sections, for a shoe (2), comprising the steps: - providing a sole main body (7); - additively constructing at least one sole element (8) which is to be connected or is connected to the sole main body (7) and influences the wearing properties of the sole (1) at least in some sections, the at least one sole element (8) being additively constructed on the basis of construction data describing the at least one sole element (8), the construction data being generated on the basis of data collected from a foot of a wearer of the sole (1) to be produced, said collected data directly or indirectly reproducing and/or describing the morphology of the foot of the wearer of the sole (1) to be produced.

Inventors:
MILLER DAVID (DE)
MESKEMPER JOSHUA (DE)
HOFMANN OLIVER (DE)
MARKS TIMO (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/078758
Publication Date:
April 30, 2020
Filing Date:
October 22, 2019
Export Citation:
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Assignee:
ONEFID GMBH (DE)
International Classes:
A43B17/00; A43B7/14; A43B13/02; B33Y10/00; B33Y50/00; B33Y80/00
Domestic Patent References:
WO2016066750A12016-05-06
WO2014009587A12014-01-16
Foreign References:
US20170068774A12017-03-09
EP3381314A12018-10-03
DE102015212099A12016-12-29
DE202013103808U12013-11-15
Attorney, Agent or Firm:
HAFNER & KOHL PATENT- UND RECHTSANWÄLTE PARTNERSCHAFT MBB (DE)
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Claims:
PAT E N TAN S P R Ü C H E

1. Verfahren zur Herstellung einer zumindest abschnittsweise trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle (1 ) für einen Schuh (2), gekennzeichnet durch die Schritte:

- Bereitstellen eines Sohlengrundkörpers (7),

- additives Aufbauen wenigstens eines mit dem Sohlengrundkörper (7) zu verbindenden oder verbundenen die Trageeigenschaften der Sohle (1 ) zumindest abschnittsweise beeinflussenden Sohlenelements (8), wobei

das wenigstens eine Sohlenelement (8) auf Grundlage von das wenigstens eine Sohlenelement (8) beschreibenden Baudaten additiv aufgebaut wird, wobei die Baudaten auf Grundlage von die Morphologie eines Fußes eines Trägers der herzustellenden Sohle (1 ) direkt oder indirekt abbildenden und/oder beschreibenden Erfassungsdaten des Fußes des Trägers der herzustellenden Sohle (1 ) erzeugt werden.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine oder wenigstens ein Sohlenelement (8) auf dem Sohlengrundkörper (7) additiv aufgebaut wird, wobei das Sohlenelement (8) mit dem Sohlengrundkörper (7), insbesondere stoffschlüssig, verbunden wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine oder wenigstens ein Sohlenelement (8) gesondert in einem additiven Aufbauverfahren additiv aufgebaut wird und als gesondertes Bauelement form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssig mit dem Sohlengrundkörper (7) verbunden wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Sohlenelement (8) ein, insbesondere in einem vorderen und/oder mittleren und/oder hinteren Bereich des Sohlengrundkörpers (7) anzuordnendes, auf den Fuß eines Trägers der Sohle (1 ) orthopädisch wirkendes orthopädisches Funktionselement und/oder die Trageeigenschaften beeinflussendes Komfortelement additiv aufgebaut wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Sohlenelement (8) ein den Vorderfuß und/oder Mittelfuß und/oder Hinterfuß eines T rägers der Sohle (1 ) unterstützendes Pelottenelement additiv aufgebaut wird.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Funktionslage (9), insbesondere eine Dämpfungseigenschaften aufweisende Dämpfungslage und/oder eine Feuchtigkeit absorbierende Feuchtigkeitsabsorptionslage und/oder eine das wenigstens eine Sohlenelement (8) in seiner Lage und/oder Ausrichtung auf dem Sohlengrundkörper (7) stabilisierende Stabilisierungslage, auf eine im getragenen Zustand der Sohle (1 ) dem Fuß eines Trägers zugewandte freiliegende Oberfläche der Sohle (1 ), insbesondere des Sohlengrundkörpers (7) und/oder des wenigstens einen Sohlenelements (8), angebunden wird.

7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein in einem konventionellen Fertigungsverfahren gefertigter Sohlengrundkörper (7) bereitgestellt wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Sohlenelement (8) aus einem Kunststoffmaterial additiv aufgebaut wird.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wenigstens eine Sohlenelement (8) in einem Jet-Fusion-Verfahren, insbesondere in einem Single- oder Multijet-Fusion-Verfahren, oder einem Binder- Jetting-Verfahren additiv aufgebaut wird.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Baudaten auf Grundlage der Erfassungsdaten des Fußes sowie geometrisch-konstruktiver Daten des bereitgestellten Sohlengrundkörpers (7) erzeugt werden.

1 1. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als ein- oder mehrdimensionale Erfassungsdaten des Fußes des Trägers der herzustellenden Sohle (1 ) ein- oder mehrdimensionale Scandaten des Fußes des Trägers der herzustellenden Sohle (1 ) verwendet werden.

12. Verfahren zur Herstellung eines Schuhs (2), gekennzeichnet durch die Schritte:

- Bereitstellen einer gemäß einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche hergestellten Sohle (1 ),

- Befestigen der Sohle (1 ) an einer Laufsohle und/oder einer Zwischensohle und/oder einem Schuhschaft unter Ausbildung des Schuhs (2).

13. Sohle (1 ) hergestellt nach einem Verfahren gemäß den Ansprüchen 1 bis 1 1.

14. Schuh (2), hergestellt nach einem Verfahren gemäß Anspruch 12.

Description:
B E S C H R E I B U N G

Verfahren zur Herstellung einer trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle für einen

Schuh

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer zumindest abschnittsweise trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle für einen Schuh.

Solche Verfahren zur Herstellung zumindest abschnittsweise trägerspezifisch individualisiert konfigurierter Sohlen für einen Schuh sind aus dem Stand der Technik dem Grunde nach bekannt.

Die mit entsprechenden Verfahren herstellbaren bzw. hergestellten Sohlen können im Besonderen dem Ausgleich trägerspezifisch individueller medizinisch-orthopädischer Fußfehlstellungen dienen und sonach insbesondere unter medizinisch-orthopädischen Gesichtspunkten die Trageeigenschaften, d. h. insbesondere den Tragekomfort, der Sohlen trägerspezifisch verbessern. Jedoch lassen sich mit entsprechenden Verfahren herstellbaren bzw. hergestellten Sohlen im Allgemeinen auch, d. h. unabhängig von dem Aspekt eines Ausgleichs medizinisch-orthopädischer Fußfehlstellungen, etwa durch gezielte Einbringung von den Fuß stabilisierenden Stabilisierungsbereichen, die Trageeigenschaften, d. h. insbesondere der Tragekomfort, der Sohlen verbessern.

Ein gängiges Verfahren zur Herstellung entsprechender trägerspezifisch individualisiert konfigurierter Sohlen sieht das - bisweilen sogar manuell durchgeführte - maschinelle Bearbeiten eines als Halbzeug bereitgestellten dreidimensionalen Formkörpers vor, wobei in dem Formkörper zur Herstellung einer trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle, insbesondere durch abtragende Bearbeitungsverfahren, trägerspezifisch konfigurierte Konturbereiche ausgebildet werden.

Diese Herstellung zumindest abschnittsweise trägerspezifisch individualisiert konfigurierter Sohle ist bis dato sonach vergleichsweise aufwändig, sodass ein Bedarf nach einem, insbesondere im Hinblick auf die Effizienz, verbesserten Verfahren zur Herstellung einer zumindest abschnittsweise trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle für einen Schuh besteht. Der Erfindung liegt damit die Aufgabe zugrunde, ein, insbesondere im Hinblick auf die Effizienz, verbessertes Verfahren zur Herstellung einer zumindest abschnittsweise trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle für einen Schuh anzugeben.

Die Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Herstellung einer zumindest abschnittsweise trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle für einen Schuh gemäß Anspruch 1 gelöst. Die hierzu abhängigen Ansprüche betreffen mögliche Ausführungsformen des Verfahrens.

Das hierin beschriebene Verfahren dient im Allgemeinen der Herstellung einer zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle für einen Schuh. Unter einer zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle ist eine im Hinblick auf einen Fuß eines (späteren) Trägers der verfahrensgemäß herzustellenden bzw. hergestellten Sohle bzw. eines mit der Sohle ausgestatteten Schuhs zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, konfigurierte Sohle zu verstehen. Die Sohle ist in ihrem Aufbau, d. h. insbesondere in ihrer geometrisch-konstruktiven Formgebung bzw. Gestaltung, insbesondere im Bereich ihrer dem Fuß eines (späteren) Trägers der Sohle zugewandten Oberfläche, sowie in ihren, gegebenenfalls lokal variierenden, strukturellen Eigenschaften, d. h. insbesondere mechanischen Eigenschaften, sonach zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, an den Fuß, d. h. insbesondere die Fußmorphologie, eines (späteren) Trägers der Sohle angepasst. Eine verfahrensgemäß herstellbare bzw. hergestellte Sohle weist mit anderen Worten sonach zumindest abschnittsweisem gegebenenfalls vollständig, trägerspezifisch individualisiert konfigurierte Eigenschaften auf.

Eine verfahrensgemäß herstellbare bzw. hergestellte Sohle kann dem Ausgleich trägerspezifischer medizinisch-orthopädischer Fußfehlstellungen dienen und sonach insbesondere unter medizinisch-orthopädischen Gesichtspunkten verbesserte Trageeigenschaften, d. h. insbesondere einen verbesserten Tragekomfort, aufweisen. Jedoch lassen sich mit einer verfahrensgemäß herstellbaren bzw. hergestellten Sohle auch im Allgemeinen, d. h. unabhängig von dem Aspekt eines Ausgleichs medizinisch- orthopädischer Fußfehlstellungen, verbesserte Trageeigenschaften, d. h. insbesondere ein verbesserter Tragekomfort, erzeugen.

Unter einer verfahrensgemäß herstellbaren bzw. hergestellten Sohle ist insbesondere eine Innensohle eines Schuhs bzw. eine in einen Schuh einzulegende Einlegesohle zu verstehen. Eine entsprechende Innensohle bzw. Einlegesohle weist im Zusammenbau mit den übrigen Bestandteilen eines Schuhs sonach eine zwischen einer eine Lauffläche aufweisenden Außensohle bzw. einer oberhalb einer entsprechenden Außensohle angeordneten oder ausgebildeten Zwischensohle und einem Schaft (Oberschuh) liegend angeordnete oder ausgebildete Position auf. Bei einer verfahrensgemäß herstellbaren bzw. hergestellten handelt es sich damit nicht um eine Außensohle bzw. Zwischensohle.

Das Verfahren beinhaltet die im Folgenden näher beschriebenen Schritte:

In einem ersten Schritt des Verfahrens wird ein ein- oder mehrlagiger Sohlengrundkörper bereitgestellt. Der Sohlengrundkörper weist bestimmte strukturelle Eigenschaften sowie eine bestimmte geometrisch-konstruktive Grundgestaltung bzw. -form, d. h. insbesondere im Hinblick auf eine bestimmte Schuhgröße eines Schuhs, in welchem Schuh die Sohle anzuordnen ist, und/oder im Hinblick auf einen Leisten bzw. Innenraum eines Schuhs, in welchem Schuh die Sohle anzuordnen ist, angepasste Abmessungen, insbesondere Längenabmessungen, sowie ein entsprechend angepasstes Raumvolumen auf. Ein verfahrensgemäß bereitstellbarer bzw. bereitgestellter Sohlengrundkörper weist sonach typischerweise (noch) keine trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Eigenschaften auf. Die strukturellen Eigenschaften bzw. die geometrisch-konstruktive Grundgestaltung des Sohlengrundkörpers sind typischerweise unabhängig von der spezifischen Fußmorphologie eines (späteren) Trägers der Sohle gewählt.

Der Sohlengrundkörper wird typischerweise aus der geometrisch-konstruktiven Gestaltung eines Schuhleistens bzw. auf Grundlage eines entsprechenden Schuhleistens oder auf Grundlage von Schuhscandaten erstellt. Denkbar ist es auch, dass der Sohlengrundkörper aus der geometrisch-konstruktiven Gestaltung eines Fußbetts eines Referenzschuhs, d. h. z. B. eines bestehenden Schuhs eines (späteren) Trägers der Sohle, bzw. auf Grundlage eines entsprechenden Fußbetts erstellt wird. Mithin kann ein Fußbett als Sohlengrundkörper bereitgestellt werden.

Bei dem Sohlengrundkörper kann es sich um ein in einem konventionellen Fertigungsverfahren, d. h. nicht in einem additiven Aufbauverfahren, gefertigten Sohlengrundkörper handeln, sodass in dem ersten Schritt des Verfahrens ein in einem konventionellen Fertigungsverfahren hergestellter Sohlengrundkörper bereitgestellt werden kann. Bei dem Sohlengrundkörper kann es sich um einen vorkonfigurierten Massenartikel handeln. Prinzipiell ist es jedoch auch denkbar, dass auch der Sohlengrundkörper in einem additiven Aufbauverfahren gefertigt wurde.

Die Bereitstellung des Sohlengrundkörpers kann manuell oder automatisiert über eine geeignete Bereitstellungseinrichtung, z. B. in Form eines zumindest teilweise robotisierten Handlingsystems, erfolgen. Mithin können entsprechende Sohlengrundkörper in einem Lager oder sonstigen Speicher, gegebenenfalls nach diversen Kategorien, wie z. B. Material, Schuhgröße, etc., geordnet, vorgehalten und zur Durchführung der weiteren Schritte des Verfahrens automatisiert bereitgestellt werden.

In einem zweiten Schritt des Verfahrens wird wenigstens ein mit dem Sohlengrundkörper zu verbindendes oder verbundenes die Trageeigenschaften der herzustellenden Sohle zumindest abschnittsweise beeinflussendes Sohlenelement additiv bzw. generativ, d. h. typischerweise schichtweise, aufgebaut. Da die Trageeigenschaften der Sohle typischerweise (auch) mit den strukturellen Eigenschaften, d. h. insbesondere den mechanischen Eigenschaften, der geometrisch-konstruktiven Formgebung bzw. Gestaltung eines entsprechenden Sohlenelements korreliert sind, lassen sich über ein entsprechendes Sohlenelement zumindest lokal auch die strukturellen Eigenschaften, d. h. insbesondere die mechanischen Eigenschaften, der Sohle beeinflussen.

Wie erwähnt, wird das wenigstens eine bzw. im Falle mehrerer Sohlenelemente wenigstens ein Sohlenelement additiv bzw. generativ aufgebaut. Grundsätzlich kann hierzu jedwedes additives Auf bau verfahren verwendet werden, sodass lediglich beispielhaft auf pulver(bett)basierte additive Aufbauverfahren, wie z. B. selektive Lasersinterverfahren, selektive Laserschmelzverfahren, Binder-Jetting-Verfahren, Jet-Fusion-Verfahren, insbesondere einem Single- oder Multijet-Fusion-Verfahren, etc., oder nicht- pulver(bett)basierte additive Aufbauverfahren, wie z. B. Fused-Deposition-Modelling (FDM)- Verfahren, Fused Filament Fabrication (FFM)-Verfahren, Auftragsschweißverfahren (Cladding), Digital Light Processing (DLP)-Verfahren, Liquid Composite Moulding (LCM)- Verfahren, Stereolithografieverfahren, etc., verwiesen wird.

Die Auswahl eines für die Herstellung des wenigstens einen Sohlenelements eingesetzten additiven Aufbauverfahrens kann auf Grundlage bestimmter Auswahlkriterien, wie z. B. des Materials des additiv aufzubauenden Sohlenelements, der geometrisch-konstruktiven Formgebung bzw. Gestaltung, insbesondere des Komplexitätsgrads der dreidimensionalen Formgebung bzw. Gestaltung, des additiv aufzubauenden Sohlenelements, der Oberflächenbeschaffenheit des additiv aufzubauenden Sohlenelements, etc., erfolgen.

In allen Fällen wird das wenigstens eine herzustellende Sohlenelement auf Grundlage von das wenigstens eine Sohlenelement direkt oder indirekt beschreibenden Baudaten additiv aufgebaut. Bei entsprechenden Baudaten kann es sich z. B. um CAD-Daten des herzustellenden Sohlenelements handeln bzw. können entsprechende Baudaten solche CAD-Daten beinhalten. Bei entsprechenden Baudaten kann es sich alternativ oder ergänzend auch um so genannte Schicht- bzw. Slice-Daten des herzustellenden Sohlenelements handeln bzw. können entsprechende Baudaten solche Schicht- bzw. Slice- Daten beinhalten.

Wesentlich für das hierin beschriebene Verfahren ist, dass die Baudaten auf Grundlage von der Morphologie eines Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle direkt oder indirekt abbildenden bzw. beschreibenden ein- oder mehrdimensionalen Erfassungsdaten des Fußes des (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle erzeugt werden bzw. worden sind. In die zum additiven Aufbau des Sohlenelements zugrunde zu legenden bzw. zugrunde gelegten Baudaten gehen verfahrensgemäß sonach ein- oder mehrdimensionale Erfassungsdaten eines Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle ein. Die Baudaten enthalten Informationen über den Fuß eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle bzw. dessen Morphologie. Entsprechende Informationen bilden die Fußmorphologie eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, direkt oder indirekt ab bzw. beschreiben diese zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, direkt oder indirekt. Mit anderen Worten werden verfahrensgemäß sonach Baudaten verwendet, welche auf Grundlage von die Morphologie eines Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle direkt oder indirekt abbildenden bzw. beschreibenden Erfassungsdaten erzeugt worden sind.

Entsprechende in den Baudaten direkt oder indirekt enthaltene Informationen über den Fuß eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle stellen sonach die Grundlage für die trägerspezifisch individualisierte Konfiguration einer verfahrensgemäß herstellbaren bzw. hergestellten Sohle dar, als entsprechende Sohlenelemente auf Grundlage der in den Baudaten enthaltenen trägerspezifischen Informationen über den Fuß eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle additiv aufgebaut werden. Es ist darüber hinaus denkbar, andere den Fuß eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle direkt oder indirekt betreffende Angaben datenmäßig in die Informationen und somit in die Baudaten einfließen zu lassen. Beispielsweise können trägerspezifische Angaben über Alter, Geschlecht, etwaige medizinische Diagnosen bzw. Indikationen, etc. datenmäßig in die Informationen und somit in die Baudaten einfließen.

Ferner ist es möglich, geometrisch-konstruktive Daten, d. h. insbesondere Abmessungen, Formgebung, Raumvolumen, etc., des bereitgestellten Sohlengrundkörpers datenmäßig in die Baudaten einfließen zu lassen. Mithin können die Baudaten auf Grundlage der Erfassungsdaten des Fußes sowie geometrisch-konstruktiver Daten des bereitgestellten Sohlengrundkörpers erzeugt werden.

Wie erwähnt, können die Erfassungsdaten die Morphologie des Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle direkt oder indirekt abbilden bzw. beschreiben. Bei den Erfassungsdaten handelt es sich demnach im Allgemeinen um die Morphologie des Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle direkt oder indirekt abbildende bzw. beschreibende Daten. Die Erfassungsdaten können über verschiedene Erfassungsverfahren direkt oder indirekt erfasst werden bzw. worden sein, sodass lediglich beispielhaft auf optische Erfassungsverfahren, insbesondere ein-, zwei- oder dreidimensionale Scanverfahren, ein-, zwei- oder dreidimensionale Fußabdruckdaten oder -Projektionen, ein-, zwei- oder dreidimensionale Fußsohlendaten oder -Projektionen, ein-, zwei- oder dreidimensionale Aufnahmen eines, z. B. aus einem Trittschaumabdruck gewonnenen, Negativs des Fußes, etc., verwiesen wird. Bei entsprechenden Erfassungsdaten kann es sich auch um Daten aus einer Druckverteilungsmessung und/oder um Daten aus einer Bewegungsanalyse eines Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle handeln bzw. können die Erfassungsdaten solche beinhalten. Selbstverständlich kann es sich bei Erfassungsdaten auch um die Abmessungen (Maße) eines Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle handeln bzw. können die Erfassungsdaten solche beinhalten.

Das wenigstens eine additiv aufgebaute Sohlenelement wird lösbar oder (beschädigungs- bzw. zerstörungsfrei) unlösbar mit dem Sohlengrundkörper verbunden. Derart ist eine trägerspezifisch individualisiert konfigurierte Sohle herstellbar bzw. hergestellt. Das hierin beschriebene Verfahren zur Herstellung der Sohle ist insoweit als sehr effizient zu erachten, als ein als Massenartikel bereitstellbarer bzw. bereitgestellter Sohlengrundkörper mit wenigstens einem individualisiert herstellbaren bzw. hergestellten Sohlenelement verbunden wird, sodass der oder die die trägerspezifisch individualisierte Konfiguration der Sohle bedingende(n) Bestandteil(e) der Sohle, d. h. das oder die Sohlenelemente, verfahrensgemäß unabhängig von dem Sohlengrundkörper aufgebaut und somit hergestellt werden.

Insgesamt liegt damit ein verbessertes Verfahren zur Herstellung einer zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle für einen Schuh vor.

Die Erfassungsdaten des Fußes eines (späteren) Trägers der Sohle können am Ort des additiven Aufbaus des wenigstens einen Sohlenelements respektive am Ort der Herstellung der Sohle erzeugt werden, sodass ein örtlicher und/oder zeitlicher Zusammenhang zwischen der Erzeugung der Erfassungsdaten und dem additiven Aufbau des Sohlenelements respektive der Herstellung der Sohle gegeben ist. Mithin ist es möglich, die Erstellung der Erfassungsdaten, den auf Grundlage der Erfassungsdaten bzw. der daraus erzeugten Baudaten erfolgenden additiven Aufbau eines oder mehrerer Sohlenelemente und die Verbindung des oder der additiv aufgebauten Sohlenelemente mit einem Sohlengrundkörper durch einen (einzigen) Dienstleister durchzuführen.

Denkbar ist es jedoch auch, die Erfassungsdaten nicht am Ort des additiven Aufbaus des wenigstens einen Sohlenelements respektive am Ort der Herstellung der Sohle, sondern an einem anderen Ort zu erzeugen, sodass kein örtlicher und/oder zeitlicher Zusammenhang zwischen der Erzeugung der Erfassungsdaten und dem additiven Aufbau des wenigstens einen Sohlenelements respektive der Herstellung der Sohle gegeben ist. Die Erfassungsdaten können beispielsweise von einem ersten Dienstleister, welcher (nur) die Erzeugung der Erfassungsdaten übernimmt, erstellt und zu einem weiteren Dienstleister, welcher (nur) den additiven Aufbau des wenigstens einen Sohlenelements übernimmt, datenmäßig übermittelt bzw. übertragen werden, welcher auf Grundlage der Erfassungsdaten bzw. hieraus erzeugter Baudaten einen additiven Aufbau des wenigstens einen Sohlenelements durchführt, und das oder die additiv aufgebauten Sohlenelemente an einen weiteren Dienstleister liefert, welcher (nur) die Verbindung des oder der additiv aufgebauten Sohlenelemente mit einem Sohlengrundkörper übernimmt. Denkbar ist es auch, die Erfassungsdaten über einen (späteren) Träger der Sohle selbst zu erstellen. Die hierfür erforderlichen Daten über den Fuß des Trägers können z. B. über, gegebenenfalls entsprechend hardware- und/oder softwaretechnisch eingerichtete, mobile Endgeräte, wie z. B. Smartphones, Tablets, Laptops, etc., erfasst werden. Der Träger kann die selbst erstellten Erfassungsdaten über einen Datenträger und/oder ein eine Datenverbindung ermöglichendes lokales oder globales Datennetzwerk an wenigstens einen Dienstleister übermitteln bzw. übertragen, welcher einen oder mehrere weitere Schritte zur verfahrensgemäßen Herstellung der Sohle durchführt.

Im Zusammenhang mit der Verbindung des wenigstens einen additiv aufgebauten Sohlenelements mit einem entsprechenden Sohlengrundkörper sind verschiedene Möglichkeiten, welche allesamt eine stabile, d. h. insbesondere läge- bzw. positionsfeste unverlierbare Verbindung eines oder mehrerer additiv aufgebauter Sohlenelemente mit dem Sohlengrundkörper ergeben, gegeben:

Beispielsweise ist es möglich, dass das wenigstens eine oder wenigstens ein Sohlenelement, insbesondere direkt, auf dem Sohlengrundkörper additiv aufgebaut wird, wobei das Sohlenelement mit dem Sohlengrundkörper verbunden wird. Dieses Vorgehen erfordert ein Einbringen eines Sohlengrundkörpers in eine additive Aufbau- bzw. Fertigungseinrichtung, d. h. z. B. einen 3D-Drucker, sodass der additive Aufbau eines entsprechenden Sohlenelements direkt auf dem Sohlengrundkörper, d. h. insbesondere der dem Fuß eines (späteren) Trägers der Sohle ab- und/oder zugewandten Oberfläche des Sohlengrundkörpers, erfolgen kann. Derart lassen sich insbesondere sehr stabile stoffschlüssige Verbindungen zwischen einem jeweiligen Sohlenelement und einem Sohlengrundkörper ausbilden, jedoch sind auch form- und/oder kraftschlüssige Verbindungen denkbar. Für ein additives Aufbauen des wenigstens einen Sohlenelements auf dem Sohlengrundkörper ist typischerweise eine genaue Ausrichtung und Positionierung des Sohlengrundkörpers in einer entsprechenden additiven Aufbau- bzw. Fertigungseinrichtung erforderlich, um einen im Hinblick auf Ausrichtung und Positionierung exakten additiven Aufbau des wenigstens einen Sohlenelements zu gewährleisten. In allen Fällen ist ein hochintegrierter Prozess zur Herstellung einer zumindest abschnittsweise trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle gegeben.

Alternativ oder ergänzend ist es möglich, dass das wenigstens eine oder wenigstens ein Sohlenelement gesondert in einem additiven Aufbauverfahren additiv aufgebaut wird und als gesondertes Bauelement form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssig mit einem Sohlengrundkörper verbunden wird. Mithin kann eine Verbindung eines entsprechenden Sohlenelements mit einem entsprechenden Sohlengrundkörper auch in einem gesonderten Schritt erfolgen, in welchem ein entsprechendes Sohlenelement in einer gewünschten Ausrichtung und Positionierung mit dem Sohlengrundkörper, d. h. insbesondere der dem Fuß eines (späteren) Trägers der Sohle ab- und/oder zugewandten Oberfläche des Sohlengrundkörpers, verbunden wird. Wie erwähnt, kommen insbesondere form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssige Verbindungsarten, d. h. z. B. Rast-, Schnapp-, Klemm-, Schraub-, Niet-, Klebe-, Schweißverbindungen, etc., in Betracht.

Als Sohlenelement kann verfahrensgemäß ein, insbesondere in einem vorderen und/oder mittleren und/oder hinteren Bereich des Sohlengrundkörpers anzuordnendes, auf den Fuß eines Trägers orthopädisch, insbesondere stabilisierend oder (unter)stützend, wirkendes orthopädisches Funktionselement und/oder ein die Trageeigenschaften beeinflussendes Komfortelement additiv aufgebaut werden. Ein Sohlenelement kann je nach konkreter Ausgestaltung sonach im Bereich des Vorderfußes- und/oder des Mittelfußes und/oder des Hinterfußes anzuordnen sein. Das Sohlenelement kann sonach insbesondere bedingt durch seine Ausrichtung und/oder Positionierung auf dem Sohlengrundkörper insbesondere aus den Vorderfuß- und/oder den Mittelfuß und/oder den Hinterfuß eines Trägers der Sohle wirken. Die Wirkung eines Sohlenelements kann, wie bereits angedeutet, auch durch seine strukturellen Eigenschaften, d. h. insbesondere seine mechanischen Eigenschaften, wie z. B. Härte, Steifigkeit, etc., sowie durch seine konkrete geometrisch-konstruktive Formgebung bzw. Gestaltung beeinflusst werden.

Konkret kann als Sohlenelement z. B. ein den Vorderfuß und/oder Mittelfuß und/oder Hinterfuß eines Trägers der Sohle stabilisierendes bzw. (unter)stützendes Pelottenelement additiv aufgebaut werden. Ein entsprechendes Pelottenelement stellt sonach ein Beispiel für ein Sohlenelement dar.

Verfahrensgemäß kann wenigstens eine Funktionslage, insbesondere eine spezielle Dämpfungseigenschaften aufweisende Dämpfungslage und/oder eine Feuchtigkeit, insbesondere Fußschweiß, absorbierende Feuchtigkeitsabsorptionslage und/oder eine das wenigstens eine Sohlenelement in seiner Lage und/oder Ausrichtung auf dem Sohlengrundkörper stabilisierende Stabilisierungslage, auf eine im getragenen Zustand der Sohle dem Fuß eines Trägers zugewandte freiliegende Oberfläche der Sohle, insbesondere des Sohlengrundkörpers und/oder des wenigstens einen Sohlenelements, angebunden werden. Die Funktionalität einer verfahrensgemäß herstellbaren bzw. hergestellten Sohle kann durch Anbindung einer entsprechenden Funktionslage, d. h. z. B. einer Dämpfungslage, Feuchtigkeitsabsorptionslage, Stabilisierungslage, etc., sonach gezielt trägerspezifisch individualisierbar erweitert werden. Selbstverständlich kann die Sohle auch mehrere unterschiedlich funktionalisierte Funktionslagen umfassen. Die Anbindung einer jedweden der genannten Funktionslagen an dem Sohlengrundkörper kann über form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssige Anbindungsarten erfolgen, sodass hierzu auf die insoweit analog geltenden obigen Ausführungen im Zusammenhang mit der Verbindung eines Sohlenelements mit dem Sohlengrundkörper verwiesen wird.

Wie erwähnt, kann die Auswahl eines geeigneten additiven Aufbauverfahrens zum additiven Aufbau des wenigstens einen Sohlenelements auf Grundlage bestimmter Auswahlkriterien, wie z. B. des Materials des additiv aufzubauenden Sohlenelements, erfolgen. In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass ein Sohlenelement grundsätzlich aus jedwedem in einem additiven Aufbauverfahren verarbeitbaren ein- oder mehrkomponentigen Material additiv aufgebaut werden kann, sodass lediglich beispielhaft auf Metall, Kunststoff, Gummi, Kork, etc. verwiesen wird. Bei einer Ausführung aus Kunststoff kann das Sohlenelement insbesondere z. B. aus einem, insbesondere duro- oder thermoplastischen, Kunststoff, wie z. B. Polyamid (PA), Polyetheretherketon (PEEK), additiv aufgebaut werden. Neben dem Einsatz synthetischer Kunststoffe ist grundsätzlich auch der Einsatz natürlicher Kunststoffe bzw. Polymere denkbar.

Die Erfindung betrifft auch eine gemäß dem hierin beschriebenen Verfahren hergestellte Sohle. Die verfahrensgemäß hergestellte Sohle weist, wie erwähnt, zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, trägerspezifisch individualisiert konfigurierte Eigenschaften auf. Sämtliche Ausführungen im Zusammenhang mit dem hierin beschriebenen Verfahren zur Herstellung einer Sohle gelten analog für die Sohle.

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zur Herstellung eines Schuhs. Bei dem verfahrensgemäß herstellbaren Schuh kann es sich um einen offen oder zumindest teilweise geschlossenen Damen-, Herren- oder Kinderschuh, z. B. in Form eines Alltags- oder Sportschuhs, handeln.

Das Verfahren zur Herstellung eines Schuhs zeichnet sich durch die folgenden Schritte aus: - Bereitstellen wenigstens einer gemäß dem hierin beschriebenen Verfahren zur Herstellung einer Sohle hergestellten Sohle,

- Befestigen bzw. Verbinden der bereitgestellten Sohle an bzw. mit einer Laufsohle und/oder einer Zwischensohle und/oder einem Schuhschaft (Oberschuh) unter Ausbildung des Schuhs.

Sämtliche Ausführungen im Zusammenhang mit dem hierin beschriebenen Verfahren zur Herstellung einer Sohle gelten analog für das hierin beschriebene Verfahren zur Herstellung eines Schuhs.

Die Erfindung betrifft auch eine gemäß dem hierin beschriebenen Verfahren hergestellten Schuh. Sämtliche Ausführungen im Zusammenhang mit dem hierin beschriebenen Verfahren zur Herstellung eines Schuhs gelten analog für den Schuh.

Die Erfindung ist im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen in den Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine Prinzipdarstellung eines Ablaufdiagramms eines Verfahrens zur

Herstellung einer trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle für einen Schuh gemäß einem Ausführungsbeispiel;

Fig. 2, 3 je eine Prinzipdarstellung eines Sohlengrundkörpers gemäß einem

Ausführungsbeispiel;

Fig. 4 - je eine Prinzipdarstellung eines Sohlenelements gemäß einem

Ausführungsbeispiel;

Fig. 8 eine Prinzipdarstellung einer Sohle gemäß einem Ausführungsbeispiel; und

Fig. 9 eine Prinzipdarstellung eines Schuhs gemäß einem Ausführungsbeispiel.

Fig. 1 zeigt eine Prinzipdarstellung eines Ablaufdiagramms zur Herstellung einer trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle 1 für einen Schuh gemäß einem Ausführungsbeispiel. Das im Zusammenhang mit Fig. 1 sowie den übrigen Fig. beschriebene Verfahren dient der Herstellung einer zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle 1 für einen Schuh 2 (vgl. die Prinzipdarstellung gemäß Fig. 9). Unter einer zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Sohle 1 ist eine im Hinblick auf einen Fuß eines (späteren) Trägers der verfahrensgemäß herzustellenden bzw. hergestellten Sohle 1 bzw. eines mit der Sohle 1 ausgestatteten Schuhs 2 zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, konfigurierte Sohle 2 zu verstehen. Die Sohle 2 ist in ihrem Aufbau, d. h. insbesondere in ihrer geometrisch-konstruktiven Formgebung bzw. Gestaltung, insbesondere im Bereich ihrer dem Fuß eines (späteren) Trägers der Sohle 1 zugewandten Oberfläche, sowie in ihren, gegebenenfalls lokal variierenden, strukturellen Eigenschaften, d. h. insbesondere mechanischen Eigenschaften, zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, an den Fuß, d. h. insbesondere die Fußmorphologie, eines (späteren) Trägers der Sohle 1 angepasst. Eine verfahrensgemäß herstellbare bzw. hergestellte Sohle 2 weist sonach zumindest abschnittsweisem gegebenenfalls vollständig, trägerspezifisch individualisiert konfigurierte Eigenschaften auf.

Eine verfahrensgemäß herstellbare bzw. hergestellte Sohle 1 kann dem Ausgleich trägerspezifischer medizinisch-orthopädischer Fußfehlstellungen dienen und sonach insbesondere unter medizinisch-orthopädischen Gesichtspunkten verbesserte Trageeigenschaften, d. h. insbesondere einen verbesserten Tragekomfort, aufweisen. Jedoch lassen sich mit einer verfahrensgemäß herstellbaren bzw. hergestellten Sohle 2 im Allgemeinen auch, d. h. unabhängig von dem Aspekt eines Ausgleichs medizinisch- orthopädischer Fußfehlstellungen, verbesserte Trageeigenschaften, d. h. insbesondere ein verbesserter Tragekomfort, erzeugen.

Unter einer verfahrensgemäß herstellbaren bzw. hergestellten Sohle 2 ist insbesondere eine Innensohle eines Schuhs 2 bzw. eine in einen Schuh 2 einzulegende Einlegesohle zu verstehen. Eine entsprechende Innensohle bzw. Einlegesohle weist im Zusammenbau mit den übrigen Bestandteilen eines Schuhs 2 sonach eine zwischen einer eine Lauffläche 3 aufweisenden Außensohle 4 bzw. einer oberhalb einer entsprechenden Außensohle angeordneten oder ausgebildeten Zwischensohle 5 und einem Schaft 6 (Oberschuh) liegend angeordnete oder ausgebildete Position auf.

Das Verfahren beinhaltet die im Folgenden näher beschriebenen Schritte: In einem ersten Schritt S1 des Verfahrens wird ein ein- oder mehrlagiger Sohlengrundkörper 7 bereitgestellt. Anhand der Fig. 2, 3, welche jeweils eine Prinzipdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Sohlengrundkörpers 7 in einer perspektivischen Ansicht zeigen, ist ersichtlich, dass der Sohlengrundkörper 7 bestimmte strukturelle Eigenschaften sowie eine bestimmte geometrisch-konstruktive Grundgestaltung bzw. -form, d. h. insbesondere im Hinblick auf eine bestimmte Schuhgröße eines Schuhs, in welchem Schuh die Sohle anzuordnen ist, und/oder im Hinblick auf einen Leisten bzw. Innenraum eines Schuhs, in welchem Schuh die Sohle anzuordnen ist, angepasste Abmessungen, insbesondere Längenabmessungen, sowie ein entsprechend angepasstes Raumvolumen aufweist. Der Sohlengrundkörper 7 weist (noch) keine trägerspezifisch individualisiert konfigurierten Eigenschaften auf. Die strukturellen Eigenschaften bzw. die geometrisch-konstruktive Grundgestaltung des Sohlengrundkörpers sind unabhängig von der spezifischen Fußmorphologie eines (späteren) Trägers der Sohle 1 gewählt.

Der Sohlengrundkörper 7 kann aus der geometrisch-konstruktiven Gestaltung eines Schuhleistens bzw. auf Grundlage eines entsprechenden Schuhleistens erstellt werden. Denkbar ist es auch, dass der Sohlengrundkörper 7 aus der geometrisch-konstruktiven Gestaltung eines Fußbetts eines Referenzschuhs, d. h. z. B. eines bestehenden Schuhs eines Trägers, bzw. auf Grundlage eines entsprechenden Fußbetts erstellt wird. Mithin kann ein Fußbett als Sohlengrundkörper 7 bereitgestellt werden.

Bei dem Sohlengrundkörper 7 handelt es sich typischerweise um ein in einem konventionellen Fertigungsverfahren, d. h. typischerweise nicht in einem additiven Aufbauverfahren, gefertigten Sohlengrundkörper 7, sodass in dem ersten Schritt S1 des Verfahrens typischerweise ein in einem konventionellen Fertigungsverfahren hergestellter Sohlengrundkörper 7 bereitgestellt wird. Bei dem Sohlengrundkörper 7 kann es sich um einen vorkonfigurierten Massenartikel handeln. Prinzipiell ist es jedoch auch denkbar, dass der Sohlengrundkörper 7 in einem additiven Auf bau verfahren gefertigt wurde.

Die Bereitstellung des Sohlengrundkörpers 7 kann manuell oder automatisiert über eine geeignete Bereitstellungseinrichtung (nicht gezeigt), z. B. in Form eines zumindest teilweise robotisierten Handlingsystems, erfolgen. Mithin können Sohlengrundkörper 7 in einem Lager oder sonstigen Speicher, gegebenenfalls nach diversen Kategorien, wie z. B. Material, Schuhgröße, etc., geordnet, vorgehalten und zur Durchführung der weiteren Schritte des Verfahrens automatisiert bereitgestellt werden.

In einem zweiten Schritt S2 des Verfahrens wird wenigstens ein mit dem Sohlengrundkörper 7 zu verbindendes oder verbundenes die Trageeigenschaften der herzustellenden Sohle zumindest abschnittsweise beeinflussendes Sohlenelement 8 additiv bzw. generativ aufgebaut. Da die Trageeigenschaften der Sohle 1 typischerweise auch mit den strukturellen Eigenschaften, d. h. insbesondere den mechanischen Eigenschaften, und/oder der geometrisch-konstruktiven Formgebung bzw. Gestaltung des Sohlenelements 8 korreliert sind, lassen sich über ein entsprechendes Sohlenelement 8 zumindest lokal auch die strukturellen Eigenschaften, d. h. insbesondere die mechanischen Eigenschaften, der Sohle 1 beeinflussen.

Das wenigstens eine bzw. im Falle mehrerer Sohlenelemente 8 wenigstens ein Sohlenelement 8 wird, wie erwähnt, additiv bzw. generativ aufgebaut. Grundsätzlich kann hierzu jedwedes additives Aufbauverfahren verwendet werden, sodass lediglich beispielhaft auf pulver(bett)basierte additive Aufbauverfahren, wie z. B. selektive Lasersinterverfahren, selektive Laserschmelzverfahren, Binder-Jetting-Verfahren, Jet-Fusion-Verfahren, insbesondere einem Single- oder Multijet-Fusion-Verfahren, etc., oder nicht- pulver(bett)basierte additive Aufbauverfahren, wie z. B. Fused-Deposition-Modelling (FDM)- Verfahren, Fused Filament Fabrication (FFM)-Verfahren, Auftragsschweißverfahren (Cladding), Digital Light Processing (DLP)-Verfahren, Liquid Composite Moulding (LCM)- Verfahren, Stereolithografieverfahren, etc., verwiesen wird.

Die Auswahl eines für die Herstellung eines Sohlenelements 8 eingesetzten additiven Aufbauverfahrens kann auf Grundlage bestimmter Auswahlkriterien, wie z. B. des Materials des additiv aufzubauenden Sohlenelements 8, der geometrisch-konstruktiven Formgebung bzw. Gestaltung, insbesondere des Komplexitätsgrads der dreidimensionalen Formgebung bzw. Gestaltung, des additiv aufzubauenden Sohlenelements 8, der Oberflächenbeschaffenheit des additiv aufzubauenden Sohlenelements 8, etc., erfolgen.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass ein Sohlenelement 8 grundsätzlich aus jedwedem in einem additiven Aufbauverfahren verarbeitbaren ein- oder mehrkomponentigen Material additiv aufgebaut werden kann, sodass lediglich beispielhaft auf Metall, Kunststoff, Gummi, Kork, etc. verwiesen wird. Bei einer Ausführung aus Kunststoff kann das Sohlenelement 8 insbesondere z. B. aus einem, insbesondere duro- oder thermoplastischen, Kunststoff, wie z. B. Polyamid (PA), Polyetheretherketon (PEEK), additiv aufgebaut werden. Neben dem Einsatz synthetischer Kunststoffe ist grundsätzlich auch der Einsatz natürlicher Kunststoffe bzw. Polymere denkbar.

In allen Fällen wird das herzustellende Sohlenelement 8 auf Grundlage von das Sohlenelement 8 direkt oder indirekt beschreibenden Baudaten additiv aufgebaut. Bei entsprechenden Baudaten kann es sich z. B. um CAD-Daten des herzustellenden Sohlenelements 8 handeln bzw. können entsprechende Baudaten solche CAD-Daten beinhalten. Bei entsprechenden Baudaten kann es sich alternativ oder ergänzend auch um so genannte Schicht- bzw. Slice-Daten des herzustellenden Sohlenelements 8 handeln bzw. können entsprechende Baudaten solche Schicht- bzw. Slice-Daten beinhalten.

Wesentlich für das hierin beschriebene Verfahren ist, dass die Baudaten auf Grundlage von die Morphologie eines Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 direkt oder indirekt abbildenden bzw. beschreibenden ein- oder mehrdimensionalen Erfassungsdaten des Fußes des (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 erzeugt werden bzw. worden sind. In die zum additiven Aufbau des Sohlenelements 8 zugrunde zu legenden bzw. zugrunde gelegten Baudaten gehen verfahrensgemäß sonach ein- oder mehrdimensionale Erfassungsdaten eines Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 ein. Die Baudaten enthalten Informationen über den Fuß eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 bzw. dessen Morphologie. Entsprechende Informationen bilden die Fußmorphologie eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, direkt oder indirekt ab bzw. beschreiben diese zumindest abschnittsweise, gegebenenfalls vollständig, direkt oder indirekt.

Entsprechende in den Baudaten direkt oder indirekt enthaltene Informationen über den Fuß eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 stellen sonach die Grundlage für die trägerspezifisch individualisierte Konfiguration einer verfahrensgemäß herstellbaren bzw. hergestellten Sohle 1 dar, als entsprechende Sohlenelemente 8 auf Grundlage der in den Baudaten enthaltenen trägerspezifischen Informationen über den Fuß eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 additiv aufgebaut werden.

Es ist darüber hinaus denkbar, andere den Fuß eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 direkt oder indirekt betreffende Angaben datenmäßig in die Informationen und somit in die Baudaten einfließen zu lassen. Beispielsweise können trägerspezifische Angaben über Alter, Geschlecht, etwaige medizinische Diagnosen bzw. Indikationen, etc. datenmäßig in die Informationen und somit in die Baudaten einfließen.

Ferner ist es möglich, geometrisch-konstruktive Daten, d. h. insbesondere Abmessungen, Formgebung, Raumvolumen, etc., des bereitgestellten Sohlengrundkörpers 7 datenmäßig in die Baudaten einfließen zu lassen. Mithin können die Baudaten auf Grundlage der Erfassungsdaten des Fußes sowie geometrisch-konstruktiver Daten des bereitgestellten Sohlengrundkörpers 7 erzeugt werden.

Wie erwähnt, können die Erfassungsdaten die Morphologie des Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 direkt oder indirekt abbilden bzw. beschreiben. Bei den Erfassungsdaten handelt es sich demnach um die Morphologie des Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 direkt oder indirekt abbildende bzw. beschreibende Daten. Die Erfassungsdaten können über verschiedene Erfassungsverfahren direkt oder indirekt erfasst werden bzw. worden sein, sodass lediglich beispielhaft auf optische Erfassungsverfahren, insbesondere ein-, zwei- oder dreidimensionale Scanverfahren, ein-, zwei- oder dreidimensionale Fußabdruckdaten oder -Projektionen, ein-, zwei- oder dreidimensionale Fußsohlendaten oder -Projektionen, ein-, zwei- oder dreidimensionale Aufnahmen eines, z. B. aus einem Trittschaumabdruck gewonnenen, Negativs des Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 , etc., verwiesen wird. Bei entsprechenden Erfassungsdaten kann es sich auch um Daten aus einer Druckverteilungsmessung und/oder um Daten aus einer Bewegungsanalyse eines Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 handeln bzw. können die

Erfassungsdaten solche beinhalten. Selbstverständlich kann es sich bei Erfassungsdaten auch um die Abmessungen (Maße) eines Fußes eines (späteren) Trägers der herzustellenden Sohle 1 handeln bzw. können die Erfassungsdaten solche beinhalten.

Ein entsprechendes additiv aufgebaute Sohlenelement 8 wird in einem dritten Schritt S3 des Verfahrens lösbar oder (beschädigungs- bzw. zerstörungsfrei) unlösbar mit dem Sohlengrundkörper 7 verbunden. Derart ist eine trägerspezifisch individualisiert konfigurierte Sohle 1 herstellbar bzw. hergestellt. Das Verfahren zur Herstellung der Sohle 1 ist insoweit als sehr effizient zu erachten, als ein als Massenartikel bereitstellbarer bzw. bereitgestellter Sohlengrundkörper 7 mit wenigstens einem individualisiert herstellbaren bzw. hergestellten Sohlenelement 8 verbunden wird, sodass der oder die die trägerspezifisch individualisierte Konfiguration der Sohle 1 bedingende(n) Bestandteil(e) der Sohle 1 , d. h. das oder die Sohlenelemente 8, verfahrensgemäß unabhängig von dem Sohlengrundkörper 7 aufgebaut und somit hergestellt werden.

Die Erfassungsdaten des Fußes eines (späteren) Trägers der Sohle 1 können am Ort des additiven Aufbaus des wenigstens einen Sohlenelements 8 respektive am Ort der Herstellung der Sohle 1 erzeugt werden, sodass ein örtlicher und/oder zeitlicher Zusammenhang zwischen der Erzeugung der Erfassungsdaten und dem additiven Aufbau des Sohlenelements 8 respektive der Herstellung der Sohle 1 gegeben ist. Mithin ist es möglich, die Erstellung der Erfassungsdaten, den auf Grundlage der Erfassungsdaten bzw. der daraus erzeugten Baudaten erfolgenden additiven Aufbau eines oder mehrerer Sohlenelemente 8 und die Verbindung des oder der additiv aufgebauten Sohlenelemente 8 mit einem Sohlengrundkörper 7 durch einen (einzigen) Dienstleister durchzuführen.

Denkbar ist es jedoch auch, die Erfassungsdaten nicht am Ort des additiven Aufbaus des wenigstens einen Sohlenelements 8 respektive am Ort der Herstellung der Sohle 1 , sondern an einem anderen Ort zu erzeugen, sodass kein örtlicher und/oder zeitlicher Zusammenhang zwischen der Erzeugung der Erfassungsdaten und dem additiven Aufbau des wenigstens einen Sohlenelements 8 respektive der Herstellung der Sohle 1 gegeben ist. Die Erfassungsdaten können beispielsweise von einem ersten Dienstleister, welcher (nur) die Erzeugung der Erfassungsdaten übernimmt, erstellt und zu einem weiteren Dienstleister, welcher (nur) den additiven Aufbau des wenigstens Sohlenelements 8 übernimmt, datenmäßig übermittelt bzw. übertragen werden, welcher auf Grundlage der Erfassungsdaten bzw. hieraus erzeugter Baudaten einen additiven Aufbau des wenigstens einen Sohlenelements 8 durchführt, und das oder die additiv aufgebauten Sohlenelemente 8 an einen weiteren Dienstleister liefert, welcher (nur) die Verbindung des oder der additiv aufgebauten Sohlenelemente 8 mit einem Sohlengrundkörper 7 übernimmt.

Denkbar ist es auch, die Erfassungsdaten über einen (späteren) Träger der Sohle 1 selbst zu erstellen. Die hierfür erforderlichen Daten über den Fuß des Trägers können z. B. über, gegebenenfalls entsprechend hardware- und/oder softwaretechnisch eingerichtete, mobile Endgeräte, wie z. B. Smartphones, Tablets, Laptops, etc., erfasst werden. Der Träger kann die selbst erstellten Erfassungsdaten über einen Datenträger und/oder ein eine Datenverbindung ermöglichendes lokales oder globales Datennetzwerk an wenigstens einen Dienstleister übermitteln bzw. übertragen, welcher einen oder mehrere weitere Schritte zur verfahrensgemäßen Herstellung der Sohle 1 durchführt.

Im Zusammenhang mit der Verbindung des wenigstens einen additiv aufgebauten Sohlenelements 8 mit einem entsprechenden Sohlengrundkörper 7 sind verschiedene Möglichkeiten, welche allesamt eine stabile, d. h. insbesondere läge- bzw. positionsfeste unverlierbare Verbindung eines oder mehrerer additiv aufgebauter Sohlenelemente 8 mit dem Sohlengrundkörper 7 ergeben, gegeben:

Beispielsweise ist es möglich, dass das wenigstens eine oder wenigstens ein Sohlenelement 8 direkt auf dem Sohlengrundkörper 7 additiv aufgebaut wird, wobei das Sohlenelement 8 mit dem Sohlengrundkörper 7 verbunden wird. Dieses Vorgehen erfordert ein Einbringen eines Sohlengrundkörpers 7 in eine additive Aufbau- bzw. Fertigungseinrichtung, d. h. z. B. einen 3D-Drucker, sodass der additive Aufbau eines entsprechenden Sohlenelements 8 direkt auf dem Sohlengrundkörper 7, d. h. typischerweise der dem Fuß eines (späteren) Trägers der Sohle 1 zugewandten Oberfläche des Sohlengrundkörpers 7, erfolgen kann. Derart lassen sich insbesondere sehr stabile stoffschlüssige Verbindungen zwischen einem Sohlenelement 8 und einem Sohlengrundkörper 7 ausbilden, jedoch sind auch form- und/oder kraftschlüssige Verbindungen denkbar. Für ein additives Aufbauen des wenigstens einen Sohlenelements 8 auf dem Sohlengrundkörper 7 ist eine genaue Ausrichtung und Positionierung des Sohlengrundkörpers 7 in einer entsprechenden additiven Aufbau- bzw. Fertigungseinrichtung erforderlich, um einen im Hinblick auf Ausrichtung und Positionierung exakten additiven Aufbau des Sohlenelements 8 zu gewährleisten.

Alternativ oder ergänzend ist es möglich, dass das wenigstens eine oder wenigstens ein Sohlenelement 8 gesondert in einem additiven Aufbauverfahren additiv aufgebaut wird und als gesondertes Bauelement form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssig mit einem Sohlengrundkörper 7 verbunden wird. Mithin kann eine Verbindung eines entsprechenden Sohlenelements 8 mit einem entsprechenden Sohlengrundkörper 7 auch in einem gesonderten Schritt erfolgen, in welchem ein entsprechendes Sohlenelement 8 in einer gewünschten Ausrichtung und Positionierung mit dem Sohlengrundkörper 7, d. h. typischerweise der dem Fuß eines (späteren) Trägers der Sohle 1 zugewandten Oberfläche des Sohlengrundkörpers 7, verbunden wird. Wie erwähnt, kommen insbesondere form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssige Verbindungsarten, d. h. z. B. Rast-, Schnapp-, Klemm-, Schraub-, Niet-, Klebe-, Schweißverbindungen, etc., in Betracht. Die Fig. 4 - 7 zeigen rein exemplarisch unterschiedliche Ausführungsbeispiele eines jeweiligen Sohlenelements 8. Anhand der Fig. 4 - 7 ist sonach ersichtlich, dass als Sohlenelement ein, insbesondere in einem vorderen und/oder mittleren und/oder hinteren Bereich des Sohlengrundkörpers 7 anzuordnendes, auf den Fuß eines Trägers orthopädisch, insbesondere stabilisierend oder (unter)stützend, wirkendes orthopädisches Funktionselement und/oder ein die Trageeigenschaften beeinflussendes Komfortelement additiv aufgebaut werden. Ein Sohlenelement 8 kann je nach konkreter Ausgestaltung sonach im Bereich des Vorderfußes- und/oder des Mittelfußes und/oder des Hinterfußes anzuordnen sein. Das Sohlenelement 8 kann sonach insbesondere bedingt durch seine Ausrichtung und/oder Positionierung auf dem Sohlengrundkörper 7 insbesondere aus den Vorderfuß- und/oder den Mittelfuß und/oder den Hinterfuß eines Trägers der Sohle 1 wirken. Die Wirkung eines Sohlenelements 8 kann, wie bereits angedeutet, auch durch seine strukturellen Eigenschaften, d. h. insbesondere seine mechanischen Eigenschaften, wie z. B. Härte, Steifigkeit, etc., sowie durch seine konkrete geometrisch-konstruktive Formgebung bzw. Gestaltung beeinflusst werden.

In Fig. 4 ist in einer Aufsicht ein Ausführungsbeispiel eines Sohlenelements 7 in Form eines den Vorderfuß im Bereich der Zehen unterstützendes Stütz- bzw. Pelottenelement gezeigt.

In Fig. 5 ist in einer Aufsicht ein Ausführungsbeispiel eines Sohlenelements 7 in Form eines den Mittelfuß bzw. das Fußgewölbe unterstützendes Stütz- bzw. Pelottenelement gezeigt.

Auch in Fig. 6 ist in einer Aufsicht ein Ausführungsbeispiel eines Sohlenelements 7 in Form eines den Mittelfuß bzw. das Fußgewölbe unterstützendes Stütz- bzw. Pelottenelement gezeigt.

In Fig. 7 ist in einer Aufsicht ein Ausführungsbeispiel eines Sohlenelements 7 in Form eines den Hinterfuß bzw. die Verse unterstützendes Stütz- bzw. Pelottenelement gezeigt.

Anhand der Fig. 4 - 7 ist sonach ersichtlich, dass als Sohlenelement 8 z. B. ein den Vorderfuß und/oder Mittelfuß und/oder Hinterfuß eines Trägers der Sohle 1 stabilisierendes bzw. (unter)stützendes Stütz- bzw. Pelottenelement additiv aufgebaut werden kann.

Fig. 8 zeigt in einer Aufsicht rein exemplarisch ein Ausführungsbeispiel einer verfahrensgemäß hergestellten Sohle 1 , umfassend einen Sohlengrundkörper 7 mit einer Mehrzahl darauf angeordneten und entsprechend mit diesem verbundenen, auf unterschiedliche Bereiche des Fußes eines Trägers der Sohle 1 wirkenden Sohlenelementen 8.

Verfahrensgemäß kann, wie in Fig. 9 beispielhaft angedeutet, wenigstens eine Funktionslage 9, insbesondere eine spezielle Dämpfungseigenschaften aufweisende Dämpfungslage und/oder eine Feuchtigkeit, insbesondere Fußschweiß, absorbierende Feuchtigkeitsabsorptionslage und/oder eine das wenigstens eine Sohlenelement 8 in seiner Lage und/oder Ausrichtung auf dem Sohlengrundkörper 7 stabilisierende Stabilisierungslage, auf eine im getragenen Zustand der Sohle 1 dem Fuß eines Trägers zugewandte freiliegende Oberfläche der Sohle 1 , insbesondere des Sohlengrundkörpers 7 und/oder des wenigstens einen Sohlenelements 8, angebunden werden. Die Funktionalität der Sohle 1 kann durch Anbindung einer entsprechenden Funktionslage, d. h. z. B. einer Dämpfungslage, Feuchtigkeitsabsorptionslage, Stabilisierungslage, etc., gezielt trägerspezifisch individualisierbar erweitert werden. Selbstverständlich kann die Sohle 1 auch mehrere unterschiedlich funktionalisierte Funktionslagen 9 umfassen. Die Anbindung einer jedweden der genannten Funktionslagen 9 an dem Sohlengrundkörper 7 kann über form- und/oder kraft- und/oder stoffschlüssige Anbindungsarten erfolgen, sodass hierzu auf die insoweit analog geltenden obigen Ausführungen im Zusammenhang mit der Verbindung eines Sohlenelements 8 mit dem Sohlengrundkörper 7 verwiesen wird. Insbesondere kommen Klebe- oder Schweißverbindung in Betracht.

Eine gemäß dem beschriebenen Verfahren hergestellte Sohle 1 kann im Rahmen der Herstellung eines Schuhs 2 verwendet werden. Bei dem Schuh 2 kann es sich um einen offen oder zumindest teilweise geschlossenen Damen-, Herren- oder Kinderschuh, z. B. in Form eines Alltags- oder Sportschuhs, handeln.