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Title:
METHOD FOR PRODUCING WOVEN FABRICS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/021869
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a method for producing woven fabrics, especially airbag woven fabrics, while using a multiphase weaving machine with the following steps: weaving a fabric comprised of filament threads in warp and weft on the multiphase weaving machine, whereby a high shrinking type of yarn is used as the warp and an average to low shrinking type of yarn is used as the weft, and; finishing the woven fabric by hydroshrinking and/or thermoshrinking.

Inventors:
BERGER JOHANN (DE)
SAINT-DENIS HOLGER (DE)
Application Number:
PCT/EP2000/009300
Publication Date:
March 29, 2001
Filing Date:
September 22, 2000
Export Citation:
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Assignee:
BERGER SEIBA TECHNOTEX VERWALTUNGS GMBH & CO (DE)
BERGER JOHANN (DE)
SAINT DENIS HOLGER (DE)
International Classes:
D03D1/02; B60R21/16; D03D15/56; D03D15/567; D03D41/00; D03D47/30; (IPC1-7): D03D1/00
Domestic Patent References:
WO1998017505A11998-04-30
WO1996038610A11996-12-05
Foreign References:
EP0607798A11994-07-27
EP0682136A11995-11-15
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1999, no. 08, 30. Juni 1999 (1999-06-30) -& JP 11 078747 A (TORAY IND INC), 23. März 1999 (1999-03-23)
Attorney, Agent or Firm:
Fischer, Matthias (Wolfratshauser Strasse 145 München, DE)
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Claims:
<BR> <P>PATENTANSPRUCHE
1. Verfahren zur Herstellung von Geweben, insbesondere Airbaggeweben, unter Verwen dung einer Mehrphasenwebmaschine mit folgenden Schritten : a) Weben eines in Kette und Schuß aus Filamentfäden bestehenden Gewebes auf der Mehrphasenwebmaschine, wobei als Kette eine hochschrumpfende Garnty pe und als Schuß eine mittelbis niedrigschrumpfende Garntype eingesetzt wird, b) Ausrüsten des Gewebes durch Hydround/oder Thermoschrumpfen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kette Filamentgarne mit 814 % Heißluftschrumpf und als Schuß Filamentgarne mit 15 % Heißluftschrumpf verwendet werden.
3. Gewebe, insbesondere Airbaggewebe, dadurch gekennzeichnet, daß es nach einem Verfahren gemäß Anspruch 1 oder 2 hergestellt ist.
Description:
Verfahren zur Herstellung von Geweben Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Geweben, insbesondere Airbaggeweben, unter Verwendung einer Mehrphasen-oder Reihenfachwebmaschine.

Aus der WO 96/38 610 ist beispielsweise eine Reihenfachwebmaschine mit Webrotor be- kannt, der mit Einlage und Anschlagkämmen bestückt ist, der mit den Einlegekämmen an eine Peripherie Kettfäden von einer Einladestation bis zu einem Anschlag in Form von Fächern durchkämmt, wenn in die Fächer Schußfäden aus einer Schußfadenaufbereitung eingespeist werden, und der mit den Anschlagkämmen die eingetragenen Schüsse an den Anschlag des gebildeten Gewebes anschlägt. Mit dieser Technologie läßt sich eine besonders gleichmäßige Einbindung der beiden Fadensysteme Kette und Schuß erreichen. Dadurch können die physikalischen Gewebeeigenschaften über die Breite einer Gewebebahn vergleich- mäßigt werden und es entsteht keir. Links-Mitte-Rechts-Effekt.

Mit dem gleichzeitigen Eintrag von beispielsweise bis zu vier Schußfäden ergibt sich eine sehr hohe Schußeintragsleistung von bis zu 5000 Metern pro Minute. Damit läßt sich zwar in äußerst hoher Geschwindigkeit wirtschaftlich weben. Verfahrenstechnisch bedingt ergibt sich jedoch bei dem auf einer Reihenfachwebmaschine hergestellten Material ein mechanisch weniger dicht geschlagenes Gewebe.

Es ist deshalb eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Herstellung von Geweben unter Verwendung einer Mehrphasen-oder Reihenfachwebmaschine vorzuschlagen, die vom Dichtigkeitsgrad für die Verwendung als Airbaggewebe geeignet sind, sowie die Gewebe selbst. Die Aufgabe wird gelöst mit einem Verfahren gemäß Anspruch l. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß mit dem Einsatz einer hochschrumpfenden Garntype in Kettrichtung beim Ausrüstprozeß durch Hydro-und/oder Thermoschrumpfen die Schußdichte gleichsam erhöht wird. Wenn als Schußmaterial eine mittel-bis niedrigschrumpfende Garntype eingesetzt wird, erfolgt die Schrumpfbewegung beim Hydro-und/oder Thermoschrumpfen an den Bindungs- punkten asymmetrisch in der Form, daß im Ergebnis das Fertiggewebe symmetrische Faden- dichten in Kette und Schuß aufweist und demzufolge neben der Luftdurchlässigkeit auch die übrigen physikalischen Eigenschaften-gleich dem konventionell hergestellten Gewebe-in beiden Fadenrichtungen aufweist. Aus einem verfahrenstechnisch bedingt auf der Reihenfach- webmaschine asymmetrisch gewebten Rohgewebe wird via Ausrüstung eine symmetrisch konstruierte Textilfläche, die die Anforderungen an Dichtigkeit und Symmetrie für Airbagge- webe erfüllt.

Das Verfahren nach Anspruch 1 wird dadurch vorteilhaft weitergebildet, daß als Kette Filamentgarne mit 8-14 % Heißluftschrumpf und als Schuß Filamentgarne mit 1-5 % Heißluftschrumpf verwendet werden. Bei Einsatz dieser Garntypen ergab sich im Endprodukt außerordentlich gute gleichmäßige Gewebe, die zur Verwendung insbesondere als Airbagge- webe geeignet sind.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird im Folgenden das Herstellungsverfahren beispielhaft erläutert.

Das in Kette und Schuß aus Filamentfaden bestehende Gewebe wird nach dem aus der WO 96/38 610 entnehmbaren Webkonzept auf einer Mehrphasenweb-oder Reihenfachmaschine hergestellt.

Der Schußeintrag erfolgt in Reihe, in vier hintereinander gebildeten Webfächern durch Luftdüsen bei gleichbleibender Geschwindigkeit und damit ohne Spannungsspitzen. Die gestaffelt eingetragenen Schußfaden werden im Schußkanal durch die Rotorbewegung an den Warenrand geführt. Das dort auftauchende Unterfach hebt den teilweise eingebundenen Schußfaden über die gesamte Webbreite aus dem Schußkanal und wird von dem jeweils nachfolgenden Anschlagkamm angeschlagen. Um die im Endprodukt geforderte Dichte zu erreichen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, aus der Kombination von Hydro-und Thermoschrumpf während der Ausrüstung in Kombination mit einer gezielten Auswahl von Kette und Schuß eine zum Einsatz als Airbaggewebe geeignete Gewebequalität zu erhalten.

Durch gesteuerte Auswahl einer hochschrumpfenden Garntype in Kettrichtung und einer mittel-bis niedrigschrumpfenden Garntype in Schußrichtung wird erfindungsgemäß das asymmetrisch gewebte Gewebe beim Ausrüstprozeß aufgrund der asymmetrisch erfolgenden Schrumpfungsvorgänge im Endprodukt zu einem symmetrischen Gewebe gebildet. Die beim Ausrüsten stattfindenden Schrumpfbewegungen an den Bindungspunkten erfolgen in der Form asymmetrisch, daß im Ergebnis das Fertiggewebe symmetrische Fadendichten in Kette und Schuß aufweist, und demzufolge neben der Luftdurchlässigkeit auch die übrigen physika- lischen Eigenschaften in beiden Fadenrichtungen aufweist. Aus einem asymmetrisch gewebten Rohgewebe wird bei der Ausrüstung eine symmetrisch konstruierte textile Fläche. Es wird vorteilhafterweise, ohne die mechanisch-physikalen Grenzen der Garnbeanspruchung (Reiß- kraft) zu überschreiten, die Schußeintragsleistung gegenüber der Schaftwebtechnologie mit Luftdüsenschußeintrag mehr als verdoppelt, ohne die hier verfahrenstechnisch bedingten Nachteile der weniger dicht geschlagenen Schußfäden zu beinhalten, da die Ungleichmäßig- keit nach dem Ausrüstprozeß, wie oben erläutert, behoben ist.

Zusarnmengefaßt läßt sich mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auch auf einer modernen Reihenfachwebmaschine gleichmäßiges, insbesondere für Airbags einsetzbares, Gewebe herstellen-und dies bei voller Ausnutzung der durch das Reihenfachwebverfahren möglichen Vorteile.