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Title:
METHOD FOR PROVIDING AN ITEM OF STATUS INFORMATION RELATING TO A HIGH-VOLTAGE BATTERY OF A MOTOR VEHICLE, AND PROVISION DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/156959
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a provision device and to a method for providing at least one item of status information (Z) which relates to a high-voltage battery (14) of a motor vehicle (10) and is captured by means of at least one capture device (16) of the motor vehicle (10). In this case, if an emergency call system (18) of the motor vehicle (10) sets up an emergency call connection (24) for transmitting an emergency call (N) to an associated emergency call centre (20a) outside the motor vehicle, the at least one item of status information (Z) is automatically made available to the associated emergency call centre (20a) together with the emergency call (N).

Inventors:
LINK ALEXANDER (DE)
PFUHLER THOMAS (DE)
FREY FLORIAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/085345
Publication Date:
July 28, 2022
Filing Date:
December 13, 2021
Export Citation:
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Assignee:
AUDI AG (DE)
International Classes:
B60L58/12; B60L3/00; B60L58/24; B60R16/02; B60R21/00; G08B25/01
Foreign References:
US20190135126A12019-05-09
DE102017221901A12019-06-06
US20110124311A12011-05-26
DE202016105209U12016-10-20
US20170012273A12017-01-12
DE102010048985A12012-04-26
Other References:
HEIDRICH WOLF A ET AL: "Improving rescue information using C2C and C2I communication", 2013 IEEE 5TH INTERNATIONAL SYMPOSIUM ON WIRELESS VEHICULAR COMMUNICATIONS (WIVEC), IEEE, 2 June 2013 (2013-06-02), pages 1 - 5, XP032547609, DOI: 10.1109/WIVEC.2013.6698236
BONYAR ATTILA ET AL: "A review on current eCall systems for autonomous car accident detection", 2017 40TH INTERNATIONAL SPRING SEMINAR ON ELECTRONICS TECHNOLOGY (ISSE), IEEE, 10 May 2017 (2017-05-10), pages 1 - 8, XP033136923, DOI: 10.1109/ISSE.2017.8000985
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE:

1. Verfahren zum Bereitstellen zumindest einer eine Hochvoltbatterie (14) eines Kraftfahrzeugs (10) betreffenden Zustandsinformation (Z), die mittels zumindest einer Erfassungseinrichtung (16) des Kraftfahrzeugs (10) erfasst wird, dadurch gekennzeichnet, dass im Falle, dass ein Notrufsystem (18) des Kraftfahrzeugs (10) eine Notrufverbindung (24) zur Übertragung eines Notrufs (N) zu einer kraftfahr- zeugexternen zugeordneten Notrufstelle (20a) aufbaut, die zumindest eine Zustandsinformation (Z) automatisch der zugeordneten Notrufstelle (20a) zusammen mit dem Notruf (N) bereitgestellt wird.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Zustandsinformation (Z) über die Notrufverbindung (24) bereitgestellt wird und/oder die zumindest eine Zustandsinformation (Z) an einen bestimmten Internetserver (20b) übermittelt wird, der eine zumindest der Notrufstelle (20a) zugeordnete Online- Sicherheitsplattform bereitgestellt, auf welcher die zumindest eine Zustandsinformation (Z) bereitgestellt wird.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass eine Aufpralldetektionseinrichtung (22) einen Aufprall des Kraftfahrzeugs (10) detektiert, die zumindest eine Zustandsinformation (Z) auf einer Benutzerschnittstelle (28), insbesondere Anzeigeeinrichtung (28), im Kraftfahrzeug (10) ausgegeben wird.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den Fall, dass eine Aufpralldetektionseinrichtung (22) einen Aufprall des Kraftfahrzeugs (10) detektiert und/oder das Notrufsystem (18) die Notrufverbindung (24) aufbaut, die zumindest eine Zustandsinformation (Z) an einer Funkschnittstelle (30) des Kraftfahrzeugs (10) bereitgestellt wird, über welche die zumindest eine Zustandsinformation (Z) von einem kraftfahrzeugexternen, insbesondere mobilen, Kommunikationsgerät (26) abrufbar ist. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Zustandsinformation (Z) mit einem Schlüssel verschlüsselt an der Funkschnittstelle (30) bereitgestellt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlüssel zusammen mit dem Notruf (N) an die zugeordnete Notrufstelle (20a) übermittelt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Zustandsinformation (Z) erneut ermittelt wird und als aktualisierte Zustandsinformation (Z) bereitgestellt wird. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Zustandsinformation (Z) zumindest eine aus der folgenden Gruppe darstellt: eine Temperatur der Hochvoltbatterie (14); eine Information darüber, ob ein Zustand der Hochvoltbatterie (14) als in Ordnung oder als nicht in Ordnung von einer Batteriezustandsbewertungseinrichtung des Kraftfahrzeugs (10) eingestuft wurde; ein aktueller Ladezustand der Hochvoltbatterie (14); eine Information darüber, ob die Hochvoltbatterie (14) von einem restlichen Bordnetz des Kraftfahrzeugs (10) elektrisch getrennt wurde oder nicht. 18 Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein dem Kraftfahrzeug (10) zugeordnetes Rettungsdatenblatt zusammen mit dem Notruf (N) an die zugeordnete Notrufstelle (20a) übermit- telt wird. Bereitstellungseinrichtung (12) für ein Kraftfahrzeug (10) zum Bereitstellen zumindest einer eine Hochvoltbatterie (14) des Kraftfahrzeugs (10) betreffenden Zustandsinformation (Z), die mittels zumindest einer Er- fassungseinrichtung (16) des Kraftfahrzeugs (10) erfassbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Bereitstellungseinrichtung (12) ein Notrufsystem (18) des Kraftfahrzeugs (10) umfasst und dazu ausgelegt ist, im Falle, dass das Notrufsystem (18) des Kraftfahrzeugs (10) eine Notrufverbindung (24) zur Übertragung eines Notrufs (N) zu einer kraftfahrzeugexternen zugeordneten Notrufstelle (20a) aufbaut, die zumindest eine Zustandsinformation (Z) automatisch der zugeordneten Notrufstelle (20a) zusammen mit dem Notruf (N) bereitzustellen.

Description:
Verfahren zum Bereitstellen einer eine Hochvoltbatterie eines Kraftfahrzeugs betreffenden Zustandsinformation und Bereitstellungseinrichtung

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bereitstellen zumindest einer eine Hochvoltbatterie eines Kraftfahrzeugs betreffenden Zustandsinformation, die mittels zumindest einer Erfassungseinrichtung des Kraftfahrzeugs erfasst wird. Des Weiteren betrifft die Erfindung auch eine Bereitstellungseinrichtung zum Bereitstellen der Zustandsinformation.

Die Zulassungsrate von elektrifizierten Fahrzeugen steigt stark an und immer wieder kommt es zu Verkehrsunfällen mit elektrifizierten Fahrzeugen. Dabei kann es nach einem Verkehrsunfall zu einer Reaktion der Hochvoltbatterie eines solchen elektrifizierten Fahrzeugs kommen, welche sich durch eine Erwärmung und insbesondere durch einen Brand äußern kann. Das Arbeiten mit den Fahrzeugen nach dem Verkehrsunfall ist oftmals für die Einsatzkräfte erschwert, weil häufig keinerlei Information über den Zustand der Hochvoltbatterie zu eruieren ist. Für die Rettungskräfte ist die Informationsgewinnung über den Zustand der Hochvoltbatterie sehr schwierig bis unmöglich, da die Hochvoltbatterie typischerweise in einem panzerartigen Crashgehäuse verbaut ist. Für einen sicheren und schnellen Umgang der Einsatzkräfte sind Zustandsinformationen über den aktuellen Zustand der Hochvoltbatterie jedoch essentiell wichtig, um den Einsatz erfolgreich abschließen zu können.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist es also nicht oder kaum möglich, Informationen über den internen Zustand der Hochvoltbatterie herauszufinden. An der Einsatzstelle herrscht hohe Unsicherheit, und es werden gegebenenfalls nicht notwendige Maßnahmen getroffen. Ein weiterer Nachteil ist, dass Einsätze mit Elektrofahrzeugen sehr stark in den Medien erscheinen. In diesem Zusammenhang beschreibt die US 2017/0012273 A1 eine Schalteinrichtung für eine Batterie zum Trennen der Batterie von einem restlichen Bordnetz, wobei ein Schaltzustand der Schalteinrichtung durch ein Sichtfenster von außen sichtbar ist. Dadurch kann Rettungspersonal den aktuellen Schaltzustand der Schalteinrichtung an einem Unfallort von außen einsehen.

Nichtsdestoweniger ist es hierbei erforderlich, dass Rettungskräfte sich in die Nähe der Batterie begeben, ohne vorher das Gefahrenpotential einschätzen zu können.

Weiterhin beschreibt die DE 10 2010 048 985 A1 ein Stromversorgungssystem für ein Elektro- oder Hybridfahrzeug. Dabei können Energiespeicherzellen des Fahrzeugs auf mögliche Beschädigungen durch einen Unfall überprüft werden, und es kann ein Bericht mit einer zuverlässigen Aussage über die weitere Funktionsfähigkeit der einzelnen Energiespeicherzellen, der Zellmodule oder der gesamten elektrischen Energiespeichereinrichtung bereitgestellt werden. Dieser Bericht kann an einen Benutzer des Fahrzeugs ausgegeben werden und soll diesem die Entscheidung ermöglichen, ob das Fahrzeug weiterhin, beispielsweise im Notbetrieb, einsetzbar ist oder ob er externe Hilfe in Anspruch nehmen muss. Der Bericht über die Funktionsfähigkeit des Energiespeichersystems kann auch einem herbeigerufenen Servicemitarbeiter zur Verfügung gestellt werden. Ein solcher Bericht kann dabei nur innerhalb des Fahrzeugs ausgegeben werden, so dass es auch in diesem Fall notwendig ist, sich in die unmittelbare Nähe des Fahrzeugs zu begeben, um den aktuellen Zustand des Fahrzeugs in Erfahrung zu bringen.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Bereitstellungsvorrichtung bereitzustellen, die es ermöglichen, zumindest eine eine Hochvoltbatterie eines Kraftfahrzeugs betreffende Zustandsinformation im Falle eines Unfalls des Kraftfahrzeugs möglichst frühzeitig zum Beispiel an Rettungspersonal bereitzustellen. Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren und eine Bereitstellungseinrichtung mit den Merkmalen gemäß den jeweiligen unabhängigen Patentansprüchen. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Patentansprüche, der Beschreibung sowie der Figur.

Bei einem erfindungsgemäßen Verfahren zum Bereitstellen zumindest einer eine Hochvoltbatterie eines Kraftfahrzeugs betreffenden Zustandsinformation, die mittels zumindest einer Erfassungseinrichtung des Kraftfahrzeugs erfasst wird, wird im Falle, dass ein Notrufsystem des Kraftfahrzeugs eine Notrufverbindung zur Übertragung eines Notrufs zu einer kraftfahrzeugexternen zugeordneten Notrufstelle aufbaut, die zumindest eine Zustandsinformation automatisch der zugeordneten Notrufstelle zusammen mit dem Notruf bereitgestellt.

Die Erfindung ermöglicht es damit vorteilhafterweise, dass die zumindest eine Zustandsinformation einer zugeordneten Notrufstelle zusammen mit einem im Falle eines Unfalls automatisch erzeugten Notruf bereitgestellt wird. Dadurch können Zustandsinformationen über die Hochvoltbatterie äußerst frühzeitig einem Rettungspersonal bereitgestellt werden, insbesondere noch bevor ein solches Rettungspersonal überhaupt an der Unfallstelle eintrifft. Die Gefahrensituation lässt sich damit besonders frühzeitig einschätzen, was es zudem ermöglicht, dass das Rettungspersonal bereits entsprechend ausgerüstet an der Unfallstelle einrücken kann. Die vom Rettungspersonal zu ergreifenden Maßnahmen können damit zudem besonders vorteilhaft auf die aktuelle Gefahrensituation abgestimmt sein. Dies ermöglicht auch vorteilhafterweise einen sicheren Umgang mit elektrifizierten Fahrzeugen im Straßenverkehr nach Verkehrsunfällen, da das Rettungspersonal frühzeitig über den aktuellen Zustand der Batterie informiert werden kann. Zu diesem Zweck muss sich das Rettungspersonal der Batterie und insbesondere dem Fahrzeug nicht nähern, was die Sicherheit für das Rettungspersonal enorm erhöht. Des Weiteren kann der Zustand der Batterie auch fortlaufend überwacht und überprüft werden. Dies ermöglicht zudem auch schnelle Reaktionen der Rettungskräfte auf ein Ereignis der Hochvoltbatterie während des Einsatzes. Auch eine Kühlung oder Löschung der Hochvoltbatterie kann zeitlich effektiver initiiert werden. Insbesondere kann so eventuell ein Brand bei rechtzeitiger Kühlung verhindert werden. Auch für den Abtransport des Fahrzeugs kann dem Abschleppunternehmen der genaue Zustand der Hochvoltbatterie mitgeteilt werden. Statistisch gesehen ist bei ca. 95% der verunglückten Fahrzeuge das Bordnetz noch aktiv. Dies bedeutet, dass in diesem Fall Daten, wie zum Beispiel die zumindest eine Zustandsinformation, übermittelt werden können. Das beschriebene Verfahren lässt sich damit vorteilhafterweise bei fast allen verunglückten Fahrzeug anwenden. Die Sicherheit kann somit insgesamt enorm gesteigert werden.

Die Hochvoltbatterie des Kraftfahrzeugs ist dabei dazu ausgelegt, eine Hochvoltspannung bereitzustellen. Eine solche Hochvoltbatterie kann mehrere Batteriemodule mit jeweils mehreren Batteriezellen aufweisen. Die Batteriezellen können zum Beispiel als Lithium-Ionen-Zellen ausgebildet sein. Die Erfassungseinrichtung zur Erfassung der Zustandsinformation kann in beliebiger Weise ausgestaltet sein und zum Beispiel Teil eines Batteriemanagementsystems der Hochvoltbatterie des Kraftfahrzeugs sein. Insbesondere kann die Erfassungseinrichtung eine elektrische und/oder elektronische Schaltung aufweisen, die zur Erfassung diverser elektrischer Größen der Hochvoltbatterie, und insbesondere auch zur Erfassung der später näher erläuterten Zustandsinformationen, wie der Temperatur der Hochvoltbatterie, ausgelegt ist. Die Erfassung aktueller Zustände einer Hochvoltbatterie ist in ausreichender Weise aus dem Stand der Technik bekannt und wird daher hier nicht näher beschrieben. Weiterhin stellt die aufgebaute Notrufverbindung eine Kommunikationsverbindung, zum Beispiel eine Funkverbindung, dar. Das oben genannte Notrufsystem kann zum Beispiel das von der Europäischen Union vorgeschriebene automatische Notrufsystem für Kraftfahrzeuge, auch eCall genannt, darstellen oder auch ein anderes analog arbeitendes Notrufsystem. Ein solches Notrufsystem kann dazu ausgelegt sein, bei einem Unfall des Kraftfahrzeugs automatisch einen Notruf an eine zugeordnete Notrufstelle, zum Beispiel an die Euronotrufnummer 112, auszulösen, der direkt einen Minimaldatensatz an eine Notrufzentrale absetzt. Der Minimaldatensatz kann unter anderem den Unfallzeitpunkt und die genauen Koordinaten des Unfallorts umfassen. Zusätzlich können nun vorteilhafter- weise zusammen mit einem solchen Notruf auch Zustandsinformationen der Hochvoltbatterie bereitgestellt werden. Gleichzeitig kann auch eine Sprachverbindung aufgebaut werden, insbesondere für den Fall, dass ein Insasse des Kraftfahrzeugs noch sprechen kann. Die Notrufstelle kann also eine zugeordnete Leitstelle, insbesondere eine Rettungsleitstelle bzw. Einsatzleitstelle, oder ein vorbestimmtes Notruf-Callcenter oder Ähnliches darstellen. Ein solcher Notruf kann dabei im Allgemeinen zudem automatisch und manuell ausgelöst werden. Zum Beispiel können auch Zeugen eines schweren Unfalls den Notruf durch Betätigung eines Knopfes in ihrem Kraftfahrzeug auslösen. Wird ein Unfall vom Kraftfahrzeug detektiert, so wird der Notruf automatisch vom Kraftfahrzeug ausgelöst. Zur Unfalldetektion kann das Kraftfahrzeug eine Detektionseinrichtung, zum Beispiel eine Aufpralldetektionseinrichtung, aufweisen. Der Notruf kann dann automatisch bei der Detektion eines Aufpralls des Kraftfahrzeugs durch die Detektionseinrichtung, zum Beispiel die Aufpralldetektionseinrichtung, des Kraftfahrzeugs ausgelöst werden.

Zudem kann es gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein, dass die zumindest eine Zustandsinformation über die Notrufverbindung bereitgestellt wird und/oder die zumindest eine Zustandsinformation an einen bestimmten Internetserver übermittelt wird, der zumindest eine der Notrufstelle zugeordnete Online- Sicherheitsplattform bereitstellt, auf welcher die zumindest eine Zustandsinformation bereitgestellt wird. Im ersten Fall kann die zumindest eine Zustandsinformation als Teil des oben definierten Minimaldatensatzes zusammen mit dem Notruf an der zugeordneten Notrufstelle abgesetzt werden. Die Zustandsinformation kann entsprechend zusammen mit der Übertragung des Notrufs übertragen werden. Zusätzlich oder alternativ kann die Zustandsinformation auch auf einer Online-Sicherheitsplattform bereitgestellt werden. Bei einer solchen Online-Sicherheitsplattform kann es sich zum Beispiel um eine Online-Plattform handeln, die nur von autorisierten Personen zugänglich ist, wie zum Beispiel Notrufstellenm itarbeitern und/oder Rettungspersonal. Die Bereitstellung der Zustandsinformation auf dieser Sicherheitsplattform kann dabei zusammen mit dem Notruf initiiert werden. Mit anderen Worten kann die Übertragung des Notrufs gleichzeitig auch die Bereitstellung der Zustandsinformation auf dieser Sicherheitsplattform auslösen. Im letztgenannten Fall können die übermittelten Daten, die die zumindest eine Zustandsinformation betreffen, auch in Echtzeit aktualisiert werden, wie dies später näher erläutert wird. Dies hat den großen Vorteil, dass dem Rettungspersonal überall aktuelle Zustandsdaten über den aktuellen Zustand der Hochvoltbatterie bereitgestellt werden können. Das Rettungspersonal ist damit immer über den aktuellen Zustand der Batterie auf dem Laufenden gehalten. Insgesamt lässt sich somit der eCall, das heißt das Notrufsystem, optimieren, da Echtzeitinfos über diese Online-Sicherheitsplattform bereitgestellt werden können.

Die so bereitgestellten Online-Informationen können zum Beispiel über ein mobiles Kommunikationsgerät, zum Beispiel einen Tablet-PC, der Rettungskräfte abgerufen werden. Die Informationen stehen damit den Rettungskräften bereits bei Eingehen des Notrufs bereit, auf dem Weg zum Unfallort sowie auch am Unfallort selbst, und können so ständig aktualisiert werden.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird für den Fall, dass eine Aufpralldetektionseinrichtung einen Aufprall des Kraftfahrzeugs detektiert, die zumindest eine Zustandsinformation durch eine Benutzerschnittstelle des Kraftfahrzeugs, insbesondere auf einer Anzeigeeinrichtung im Kraftfahrzeug, ausgegeben. Mit anderen Worten kann die Zustandsinformation nicht nur an die Notrufstelle übermittelt werden, sondern kann zusätzlich auch im Kraftfahrzeug selbst ausgegeben werden, zum Beispiel optisch, akustisch und/oder haptisch. Somit kann beispielsweise auch ein Fahrer des Fahrzeugs über den aktuellen Zustand der Hochvoltbatterie informiert werden. In einem kritischen Zustand der Hochvoltbatterie kann beispielsweise der Fahrer aufgefordert werden, das Fahrzeug sofort zu verlassen. Auch hierdurch lässt sich die Sicherheit weiter steigern.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird für den Fall, dass eine Aufpralldetektionseinrichtung einen Aufprall des Kraftfahrzeugs detektiert und/oder das Notrufsystem die Notrufverbindung aufbaut, die zumindest eine Zustandsinformation an einer Funkschnittstelle des Kraftfahrzeugs bereitgestellt, über welche die zumindest eine Zustandsinformation von einem kraftfahrzeugexternen, insbesondere mobilen, Kommunikationsgerät abrufbar ist. Über eine solche Funkschnittstelle am Kraftfahrzeug, auch Luftschnittstelle genannt, können beispielsweise auch Einsatzkräfte vor Ort, das heißt am Unfallort direkt mit dem Kraftfahrzeug über ihr zugeordnetes mobiles Kommunikationsgerät kommunizieren und darüber die zumindest eine Zustandsinformation direkt abrufen. Eine solche Luftschnittstelle kann zum Beispiel eine Bluetooth-Schnittstelle und/oder eine WLAN(Wireless Local Area Network)-Schnittstelle und/oder eine LTE(Long Term Evolution)- Schnittstelle darstellen. Auf diese Weise ist eine zusätzliche Abrufmöglichkeit zum Abrufen der zumindest einen Zustandsinformation bereitgestellt, bei welcher es ebenfalls nicht erforderlich ist, sich in die unmittelbare Nähe des Kraftfahrzeugs zu begeben. Auch hierdurch können Zustandsinformationen über den aktuellen Zustand der Hochvoltbatterie dem Rettungspersonal aus sicherer Entfernung bereitgestellt werden.

Dabei ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die zumindest eine Zustandsinformation mit einem Schlüssel verschlüsselt an der Funkschnittstelle bereitgestellt wird. Durch eine Verschlüsselung kann sichergestellt werden, dass diese Informationen nur autorisierten Personen zugänglich sind. Dadurch kann vorteilhafterweise gewährleistet werden, dass die Daten nicht von jedem abgefragt werden können.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird der Schlüssel zusammen mit dem Notruf an die zugeordnete Notrufstelle übermittelt. Der Schlüssel kann zum Beispiel einen Sicherheitscode darstellen, der mit dem eCall übermittelt wird. Dadurch ist dieser Schlüssel dem Rettungspersonal unmittelbar zugänglich. Das oben genannte mobile Kommunikationsgerät, wie zum Beispiel ein Smartphone oder ein Tablet, welches der Notrufstelle zugeordnet ist, kann zum Beispiel dazu ausgelegt sein, den Schlüssel automatisch zu empfangen und zu verwenden, um die erforderlichen Daten, die die zumindest eine Zustandsinformation betreffen, abzuru- fen. Gleiches kann zum Beispiel auch für die oben genannte Online-Plattform gelten.

Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die zumindest eine Zustandsinformation erneut ermittelt und als aktualisierte Zustandsinformation bereitgestellt. Wie oben bereits erläutert, kann die Zustandsinformation in Echtzeit aktualisiert und bereitgestellt werden. Damit kann das Rettungspersonal immer über den aktuellen Zustand der Hochvoltbatterie auf dem Laufenden gehalten werden. Gerade bei Zustandsparametern wie zum Beispiel der Temperatur der Hochvoltbatterie ist dies besonders vorteilhaft, da gerade an der zeitlichen Temperaturentwicklung der Temperatur der Hochvoltbatterie erkannt werden kann, ob sich die Hochvoltbatterie einem kritischen Zustand nähert und ein thermisches Event bevorsteht oder ob zum Beispiel die Temperatur wieder abklingt und sich die Hochvoltbatterie damit in einem unkritischen Zustand befindet und zu verbleiben scheint.

Dabei stellt es eine weitere besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung dar, wenn die zumindest eine Zustandsinformation zumindest eine aus der folgenden Gruppe darstellt: Eine Temperatur der Hochvoltbatterie, eine Information darüber, ob ein Zustand der Hochvoltbatterie als in Ordnung oder als nicht in Ordnung von einer Batteriezustandsbewertungseinrichtung des Kraftfahrzeugs eingestuft wurde, ein aktueller Ladezustand der Hochvoltbatterie und/oder eine Information darüber, ob die Hochvoltbatterie von einem restlichen Bordnetz des Kraftfahrzeugs elektrisch getrennt wurde oder nicht. Eine solche elektrische Trennung lässt sich beispielsweise durch Hochvoltschütze zwischen der Hochvoltbatterie und dem restlichen Bordnetz realisieren. Entsprechend kann die Information darüber, ob die Hochvoltbatterie vom restlichen Bordnetz getrennt ist oder nicht, einen Öffnungszustand dieser Hochvoltschütze oder im Allgemeinen eine Trenneinrichtung zum Trennen der Hochvoltbatterie vom restlichen Bordnetz angeben.

Die oben genannten Informationen sind besonders relevant für das Rettungspersonal, da sie die aktuell von der Hochvoltbatterie ausgehende Gefahr für das Rettungspersonal und Insassen des Kraftfahrzeugs wiederspie- geln. Wie bereits beschrieben lässt sich anhand der aktuellen Temperatur der Hochvoltbatterie, insbesondere auch den zeitlichen Verlauf, darauf schließen, ob ein kritischer Zustand der Hochvoltbatterie vorliegt oder nicht oder die Hochvoltbatterie sich einem solchen kritischen Zustand nähert. Ist die Hochvoltbatterie zudem voll geladen, so geht auch hier von der Hochvoltbatterie eine größere Gefahr aus, als wenn diese beispielsweise nahezu vollständig entladen ist. Entsprechend kann anhand des aktuellen Ladezustands der Hochvoltbatterie ebenfalls das aktuelle Gefahrenpotential der Hochvoltbatterie abgeschätzt werden. Auch die zeitliche Ladezustandsänderung, die anhand der jeweils aktualisierten Daten des aktuellen Ladezustands ermittelt werden kann, lässt zum Beispiel darauf schließen, ob ein technischer Defekt, ein Isolationsfehler oder Kurzschluss vorliegt. Weiterhin kann das Kraftfahrzeug, insbesondere das Batteriesystem des Kraftfahrzeugs, auch eine Batteriezustandsbewertungseinrichtung umfassen, die den aktuellen Zustand der Hochvoltbatterie bewertet und zum Beispiel als in Ordnung oder nicht in Ordnung einstufen kann. Bei Vorliegen eines technischen Defekts, dem Erfassen eines Isolationsfehlers oder einer sonstigen Irregularität eines Batterieparameters kann diese Bewertungseinrichtung den Zustand der Batterie als nicht in Ordnung einstufen. Auch dies ist für das Rettungspersonal eine hilfreiche Information zur Einschätzung der aktuellen Gefahrensituation. Auch die Information darüber, ob die Hochvoltbatterie ordnungsgemäß vom restlichen Bordnetz des Fahrzeugs getrennt wurde, wie dies bei Detektion eines Aufpralls oder Unfalls automatisch durch das Kraftfahrzeug erfolgen sollte, stellte eine hilfreiche Information für das Rettungspersonal dar, um die aktuelle Gefahrenlage einzuschätzen.

Vorzugsweise werden mehrere der genannten Zustandsinformationen, vorzugsweise alle der genannten Zustandsinformationen, als die zumindest eine Zustandsinformation wie zuvor beschrieben bereitgestellt. Zusätzlich können zusammen mit dem Notruf auch noch andere Informationen an der Notrufstelle dem zuständigen Rettungspersonal bereitgestellt werden. Beispielsweise kann das Kraftfahrzeug auch dazu ausgelegt sein, die Anzahl der Insassen des Kraftfahrzeugs zu erfassen und an die Notrufstelle zu übermitteln. Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird ein dem Kraftfahrzeug zugeordnetes Rettungsdatenblatt zusammen mit dem Notruf an die zugeordnete Notrufstelle übermittelt. Ein solches Rettungsdatenblatt, auch Rettungskarte genannt, liefert genaue Informationen zum Fahrzeug für Rettungskräfte und ermöglicht eine schnellere Rettung von Fahrzeuginsassen. Auch eine solche Rettungskarte kann nun vorteilhafterweise automatisiert spezifisch für das verunglückte Kraftfahrzeug an der Notrufstelle bereitgestellt werden. Damit müssen die Rettungskräfte nicht selbständig nach dem richtigen Datenblatt, was wiederum enorm Zeit spart und die Bergung von Insassen erleichtert. Ein solches Rettungsdatenblatt kann dabei ebenso auf der oben beschriebenen Online-Sicherheitsplattform zur Verfügung gestellt werden.

Des Weiteren betrifft die Erfindung auch eine Bereitstellungseinrichtung für ein Kraftfahrzeug zum Bereitstellen einer zumindest eine Hochvoltbatterie des Kraftfahrzeugs betreffenden Zustandsinformation, die mittels zumindest einer Erfassungseinrichtung des Kraftfahrzeugs erfassbar ist. Die Bereitstellungseinrichtung umfasst dabei ein Notrufsystem des Kraftfahrzeugs und ist dazu ausgelegt, im Falle, dass das Notrufsystem des Kraftfahrzeugs eine Notrufverbindung zur Übertragung eines Notrufs zu einer kraftfahrzeugexternen zugeordneten Notrufstelle aufbaut, die zumindest eine Zustandsinformation automatisch der zugeordneten Notrufstelle zusammen mit dem Notruf bereitzustellen.

Die für das erfindungsgemäße Verfahren und seine Ausgestaltung genannten Vorteile gelten in gleicher Weise für die erfindungsgemäße Bereitstellungseinrichtung. Zu der Erfindung gehören auch Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Bereitstellungseinrichtung, die Merkmale aufweisen, wie sie bereits im Zusammenhang mit den Weiterbildungen des erfindungsgemäßen Verfahrens beschrieben worden sind. Aus diesem Grund sind die entsprechenden Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Bereitstellungseinrichtung hier nicht noch einmal beschrieben. Des Weiteren soll auch ein Kraftfahrzeug mit einer erfindungsgemäßen Bereitstellungseinrichtung oder einer ihrer Ausführungsformen als zur Erfindung gehörend angesehen werden.

Zu der Erfindung gehört auch die Steuervorrichtung für das Kraftfahrzeug. Die Steuervorrichtung kann eine Datenverarbeitungsvorrichtung oder eine Prozessoreinrichtung aufweisen, die dazu eingerichtet ist, eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen. Die Prozessoreinrichtung kann hierzu zumindest einen Mikroprozessor und/oder zumindest einen Mikrocontroller und/oder zumindest einen FPGA (Field Programmable Gate Array) und/oder zumindest einen DSP (Digital Signal Processor) aufweisen. Des Weiteren kann die Prozessoreinrichtung Programmcode aufweisen, der dazu eingerichtet ist, bei Ausführen durch die Prozessoreinrichtung die Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens durchzuführen. Der Programmcode kann in einem Datenspeicher der Prozessoreinrichtung gespeichert sein.

Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug ist bevorzugt als Kraftwagen, insbesondere als Personenkraftwagen oder Lastkraftwagen, oder als Personenbus oder Motorrad ausgestaltet.

Die Erfindung umfasst auch die Kombinationen der Merkmale der beschriebenen Ausführungsformen. Die Erfindung umfasst also auch Realisierungen, die jeweils eine Kombination der Merkmale mehrerer der beschriebenen Ausführungsformen aufweisen, sofern die Ausführungsformen nicht als sich gegenseitig ausschließend beschrieben wurden.

Im Folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.

Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispielen stellen die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden. Daher soll die Offenbarung auch andere als die dargestellten Kombinationen der Merkmale der Ausführungsformen umfassen. Des Weiteren sind die beschriebenen Ausführungsformen auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar.

Dabei zeigt die einzige Figur eine schematische Darstellung eines Kraftfahrzeugs 10 mit einer Bereitstellungseinrichtung 12 zum Bereitstellen zumindest einer Zustandsinformation Z einer Hochvoltbatterie 14 des Kraftfahrzeugs 10. Das Kraftfahrzeug 10 weist neben der Hochvoltbatterie 14 auch eine Erfassungseinrichtung 16 auf, welche dazu ausgelegt ist, zumindest die eine Zustandsinformation Z der Hochvoltbatterie 14 zu erfassen. Eine solche Erfassung kann dabei auch wiederholt und fortwährend erfolgen und insbesondere auch unabhängig davon, ob das Kraftfahrzeug 10 verunfallt ist oder nicht. Eine solche Zustandsinformation Z kann zum Beispiel eine aktuelle Temperatur der Hochvoltbatterie 14 darstellen, einen Schaltzustand von Trennelementen zum Trennen der Hochvoltbatterie 14 vom restlichen Bordnetz des Kraftfahrzeugs 10, einen aktuellen Ladezustand der Hochvoltbatterie 14 und/oder eine Information darüber, ob die Hochvoltbatterie 14 grundsätzlich in Ordnung ist oder nicht. Im Falle eines Unfalls des Kraftfahrzeugs 10 ist es nun durch die Bereitstellungseinrichtung 12 vorteilhafterweise möglich, umfassende Zustandsinformationen Z besonders frühzeitig an Einsatzkräfte 18 bereitzustellen, wodurch notwendige Maßnahmen rechtzeitig und sicher ergriffen werden können. Dies lässt sich nun wie folgt bewerkstelligen: Zum einen umfasst die Bereitstellungseinrichtung 12 ein Notrufsystem 18, welches dazu ausgelegt ist, bei Detektion eines Unfalls einen Notruf N an eine zugeordnete Notrufstelle 20a abzusetzen. Ein Unfall kann dabei durch eine geeignete Aufpralldetektionseinrichtung 22 des Kraftfahrzeugs 10 detektiert werden. Der Notruf N kann dabei, das heißt bei Detektion eines Aufpralls durch die Aufpralldetektionseinrichtung 22, automatisch, das heißt ohne das Zutun eines Benutzers, an die Notrufstelle 20a übermittelt werden. Alternativ oder zusätzlich kann ein Notruf N auch durch eine Benutzerbedienhandlung, zum Beispiel eines Fahrers des Kraftfahrzeugs 10 oder allgemein einen Insassen des Kraftfahrzeugs 10, ausgelöst werden. Im Falle, dass das Notrufsystem 18 des Kraftfahrzeugs 10 eine Notrufverbindung 24 zur zugeord- neten Notrufstelle 20a aufbaut, wird nun auch die zumindest eine Zustandsinformation Z automatisch der zugeordneten Notrufstelle 20a zusammen mit dem Notruf N bereitgestellt. Die Zustandsinformation Z wird dabei aktuell von der Erfassungseinrichtung 16 erfasst und der Bereitstellungseinrichtung 12 bereitgestellt, welche daraufhin bei Detektion des Aufpralls durch die Aufpralldetektionseinrichtung 22 automatisch den Notruf N zusammen mit der Zustandsinformation Z an die Notrufstelle 20a übermitteln kann. Die Zustandsinformation Z kann dabei als Teil eines Minimaldatensatzes zusammen mit dem Notruf N an die Notrufstelle 20, zum Beispiel eine Einsatzleitstelle oder ein Call-Center oder Ähnliches, übermittelt werden. Zusätzlich kann die Zustandsinformation auch auf einer Online-Sicherheitsplattform 20b bereitgestellt werden. Die so bereitgestellten Zustandsinformationen Z können entsprechend an Einsatzkräfte 18, zum Beispiel auf zumindest ein diesen Einsatzkräften 18 oder im Allgemeinen der Notrufstelle 20a zugeordnetes mobiles Kommunikationsgerät 26, zum Beispiel ein Tablet, übermittelt werden. So lassen sich also vorteilhafterweise relevante Daten, wie Zustandsinformationen Z, über den Notruf N, das heißt den eCall an die zuständige integrierte Leitstelle 20a und dazugehöriges Einsatzpersonal 18 übertragen. Bereits vor der Fahrt zum Unfallort werden damit der zuständigen Feuerwehr beziehungsweise im Allgemeinen dem Einsatzpersonal alle relevanten Informationen über das verunglückte Kraftfahrzeug 10 auf dem mobilen Kommunikationsgerät 26, wie dem Tablet, einem Smartphone, einem Laptop, zur Verfügung gestellt. Neben den oben genannten Zustandsinformationen Z können dem Rettungspersonal 18 analog auch weitere Informationen, wie zum Beispiel ein dem Kraftfahrzeug 10 zugeordnetes Rettungsdatenblatt und/oder die Anzahl im Kraftfahrzeug 10 befindlicher Insassen, zur Verfügung gestellt werden. Die Anzahl der im Kraftfahrzeug 10 befindlichen Insassen kann zum Beispiel mittels der in Sitzen üblicherweise verbauten Drucksensoren beziehungsweise Belegungssensoren erfasst werden.

Zusätzlich können bei erfasstem Crash durch die Aufpralldetektionseinrichtung 22 diese Zustandsinformationen Z auch durch ein Multimedia-Interface, d.h. eine Benutzerschnittstelle, zum Beispiel mit einer Anzeigeeinrichtung, des Kraftfahrzeugs 10 angezeigt werden. Damit können die beschriebenen Zustandsparameter, wie Temperatur der Hochvoltbatterie 14, Ladezustand oder Aktivierungszustand beziehungsweise Öffnungszustand von Sicherungen und/oder Schützen der Hochvoltbatterie 14, dem Fahrer oder den Insassen angezeigt werden.

Weiterhin ist es denkbar, die genannten Zustandsinformationen Z auch einer Luftschnittstelle 30 des Kraftfahrzeugs 10 bereitzustellen, über welche diese Zustandsinformationen Z vom Rettungspersonal 18, zum Beispiel wiederum über deren mobiles Kommunikationsgerät 26, abgefragt werden können. Über diese Luftschnittstelle 30 lassen sich die genannten Zustandsinformationen Z zum Beispiel lokal an der Einsatzstelle für die Einsatzkräfte 18 bereitstellen. Zur Kommunikation zwischen der Luftschnittstelle 30 und dem mobilen Kommunikationsgerät 26 kann zum Beispiel Bluetooth, WLAN oder LTE genutzt werden. Weiterhin kann dies bei Bedarf über einen Sicherheitscode erfolgen, der mit dem eCall, das heißt dem Notruf N, übermittelt wird. Dadurch kann eine Verschlüsselung der Daten, die über die Luftschnittstelle 30 bereitgestellt werden, als auch die auf der Sicherheitsplattform 20b bereitgestellten Daten, erfolgen. Damit können die Daten nicht einfach von jedem abgefragt werden, sondern zum Beispiel lediglich von dem autorisierten Rettungspersonal 18. Der Sicherheitscode für die Freigabe der Daten auf der Sicherheitsplattform 20b bzw. an der Luftschnittstelle 30 kann zum Beispiel über die Leitstelle den Einsatzkräften mitgeteilt werden.

Weiterhin ist es bevorzugt, dass die Zustandsinformationen Z fortwährend aktuell erfasst und dem Rettungspersonal 18, zum Beispiel über die Online- Plattform 20b und/oder die Luftschnittstelle 30, bereitgestellt werden. Anhand der aktuellen Daten lässt sich beispielsweise auch ein zeitlicher Verlauf der Batterieparameter, zum Beispiel der Temperatur und/oder des Ladezustands, ermitteln und berücksichtigen, anhand von welchem ebenfalls relevante Informationen in Bezug auf das aktuelle Gefahrenpotential der Hochvoltbatterie 14 abgeleitet werden können. Über die Sicherheitsplattform 20b, über welche beispielsweise auch eine Sicherheits-App, das heißt ein auf dem mobilen Kommunikationsgerät 26 ablauffähiges Anwendungsprogramm, für Einsatzkräfte 18 bereitgestellt werden kann, lassen sich auch weitere Informationen für die Einsatzkräfte 18 zur Verfügung stellen, zum Beispiel Anleitungen oder Empfehlungen über das richtige Verhalten der Einsatzkräfte, zum Beispiel auch in Abhängigkeit von den an die Notrufstelle 20a übermittelten Zustandsinformationen Z. Durch die an der Notrufstelle 20a beziehungsweise der Online-Plattform 20b bereitgestellten Zustandsinformationen Z können die für die Einsatzkräfte 18 relevanten Fragestellungen beantwortet werden, wie zum Beispiel: Hat die Batterie abgeschaltet? Reagiert die Batterie noch? Wie ist der Zustand der Batterie? Welches ist das richtige Rettungsdatenblatt? Wie ist das weitere Vorgehen? und so weiter. Auch können weitere Zustandsinformationen bereitgestellt werden, wie zum Beispiel, ob es weitere Informationen über das Kraftfahrzeug 10, die Batterie 14 und der Bergung des Kraftfahrzeugs 10 gibt.

Insbesondere zeigen die Beispiele, wie durch die Erfindung ein sicherer Umgang mit E-Fahrzeugen nach Verkehrsunfällen und sonstigen Ereignissen des Hochvoltspeichers ermöglicht wird, indem relevante Daten über den eCall an eine zuständige integrierte Leitstelle übertragen werden, wie zum Beispiel die Anzahl von Fahrzeuginsassen, die Temperatur der Hochvoltbatterie, ob der Zustand der Hochvoltbatterie in Ordnung oder nicht in Ordnung ist, den Ladezustand der Hochvoltbatterie, ob die Hochvoltbatterie vom System getrennt ist oder nicht beziehungsweise ob eine Sicherung oder Schütze aktiv sind oder nicht, sowie ein Rettungsdatenblatt. Die zuständige Feuerwehr hat damit auf der Anfahrt alle relevanten Informationen über das verunglückte Fahrzeug auf einem mobilen Kommunikationsgerät zur Verfügung. Dies ermöglicht vorteilhafterweise einen sicheren Umgang mit elektrifizierten Fahrzeugen im Straßenverkehr nach Verkehrsunfällen, und der Zustand der Batterie kann fortlaufend überwacht und überprüft werden, auch während der Bergung. Schnellere Reaktionen der Rettungskräfte auf ein Ereignis der Hochvoltbatterie während des Einsatzes sind ebenfalls möglich. Auch die Kühlung und Löschung der Hochvoltbatterie können zeitlich effektiver gestaltet und initiiert werden und so eventuell ein Brand bei rechtzeitiger Kühlung verhindert werden.