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Title:
METHOD FOR SEPARATING EXCESS ACID FROM LIQUID FUEL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/128124
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for separating excess acid (3) from liquid fuel, wherein a base containing metal cations is added in a first stage, wherein the base is added in a form dissolved in water, wherein the acid (3) is neutralized and wherein a salt (7) is obtained, and wherein the salt (7) is separated (6) from the liquid fuel in a second stage, and/or a base containing metal cations is added, said base being in the form of a particle filter through which the fuel flows, wherein the acid (3) is neutralized and wherein a salt (7) is obtained, and wherein the salt is separated (6) from the liquid fuel.

Inventors:
KINZL MARKUS (DE)
KURSAWE ANSGAR (DE)
BRECHTEL KEVIN (DE)
JOH RALPH (DE)
MENGERINGHAUS PHILIPP (DE)
SCHNEIDER RÜDIGER (DE)
Application Number:
PCT/EP2015/051140
Publication Date:
September 03, 2015
Filing Date:
January 21, 2015
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AG (DE)
International Classes:
C10G19/02
Foreign References:
US3847774A1974-11-12
US20130037448A12013-02-14
US6022494A2000-02-08
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Claims:
Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure (3) aus flüssigem Brennstoff,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s - eine Metallkationen enthaltende Base in einer ersten Stufe dazugeben wird, wobei die Base in Wasser gelöst dazugegeben wird, wobei die Säure (3) neutralisiert wird und wobei ein Salz (7) entsteht, und wobei das Salz (7) in einer zweiten Stufe aus dem flüssigem

Brennstoff abgetrennt (6) wird,

und/oder eine Metallkationen enthaltende Base dazugeben wird, wobei diese als Feststofffilter ausgestaltet ist, welche vom Brennstoff durchströmt wird, wobei die Säure (3) neutralisiert wird und wobei ein Salz (7) entsteht, und wobei das Salz aus dem flüssigen Brennstoff abgetrennt (6) wird.

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s als Metallkationen dreifach positiv geladenes

Aluminiumion und/oder zweifach positiv geladenes

Magnesiumion verwendet werden.

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach Anspruch 1 oder 2 ,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Salz (7) wasserlöslich ist und zusammen mit dem, dem Brennstoff beigefügten Wasser oder noch zusätzlich beigefügtem Wasser in der zweiten Stufe abgetrennt ( 6 ) wird.

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach Anspruch 3 ,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das wasserlösliche Salz (7) sowie das Wasser mit einer Zentrifuge abgetrennt (6) werden. Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach Anspruch 1 oder 2 ,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s das Salz (7) als Feststoff vorliegt und durch einen geeigneten Apparat, insbesondere eine Zentrifuge oder eine Filtriereinheit in der zweiten Stufe abgetrennt (6) wird .

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s neben dem Salz (7) bei der Neutralisation auch eine neutrale Komponente (9) gebildet wird.

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die neutrale Komponente (9) ein Hydroxidion und/oder Al- koholate umfasst.

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s als flüssiger Brennstoff demetallisierter flüssiger Brennstoff, insbesondere demetallisiertes flüssiges Öl verwendet wird.

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s als flüssiger Brennstoff flüssiges Öl (2) verwendet wird .

10. Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s die erste und anschließend die zweite Stufe hintereinander mehrmals ausgeführt werden.

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s der flüssige Brennstoff einer Wascheinheit (4) zugeführt wird, wobei die Metallkationen enthaltende Base in Wasser gelöst und vor der Zuführung zu dieser Wascheinheit (4) dazugegeben wird.

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s der flüssige Brennstoff einer Wascheinheit (4) zugeführt wird, wobei eine Metallkationen enthaltende Base, wobei diese als Feststofffilter ausgestaltet ist, nach der Zuführung zu dieser Wascheinheit (4) dazugegeben wird.

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, d a s s der flüssige Brennstoff einer Wascheinheit (4) und anschließend einer Gasturbine (11) zugeführt wird, wobei die Metallkationen enthaltende Base in der Gasturbine (11) , insbesondere in eine Brennkammer der Gasturbine (11) zugegeben wird.

Description:
Beschreibung

Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure aus flüssigem Brennstoff

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung überschüssiger Säure aus flüssigem Brennstoff insbesondere aus Roh- und/oder Schweröl . Schwefel oder metallische Verunreinigungen werden in praktisch allen Rohölen als Bestandteile vorgefunden. Derartige Rückstände werden gewöhnlich als schwere Heizöle verwendet, wobei jedoch gefunden wurde, dass die darin enthaltenen metallischen Verunreinigungen die Verbrennungsanlagen, in denen diese Rückstände verbrannt werden, normwidrig beschädigen. Diese Verunreinigungen ergeben nicht nur Asche, welche zur Verschlammung sowie zur Bildung von Ablagerungen auf den Kesselrohren, den Wänden der Verbrennungskammer und den Gasturbinenschaufeln führt, sondern sie greifen ebenso die hitzebe- ständigen Materialien an, welche zur Auskleidung der Kessel und Verbrennungskammer verwendet werden und sie korrodieren die Kesselrohre und andere metallische Oberflächen stark, mit denen sie bei hohen Temperaturen in Berührung kommen. Um dies zu vermeiden, können vorteilhaftsäuren zur Abreicherung der in den Ölen vorhandenen Schwermetallverunreinigungen eingesetzt werden. Gasturbinenbrennstoffe sollen zur Vermeidung von Korrosion eine möglichst geringe Säurezahl aufweisen, in erster Linie ist eine geringe Konzentration an starken Säuren erforderlich. Da sich jedoch genau diese starken Säuren für eine effiziente Dekomplexierung in den Ölen enthaltener

Schwermetalle eignen und ein teilweiser Verbleib überschüssiger Säure im behandelten Öl nicht zu verhindern ist, muss eine möglichst vollständige Entfernung der eingesetzten Säure erfolgen, bevor das Öl der Gasturbine zugeführt wird.

Die konventionelle Vorbehandlung von Roh- und Schwerölen ermöglicht lediglich die Verringerung der Konzentrationen der schädlichen Alkalimetalle, insbesondere Na und K. Die dafür eingesetzte Wasserwäsche ist für die quantitative Entfernung von Säuren nicht geeignet, da aufgrund der Gleichgewichtseinstellung zwischen Öl- und Wasserphase auch nach einer mehrstufigen Behandlung ein nennenswerter Rest an Säure im Öl verbleibt, der für die Gasturbine schädlich ist, wenn es sich um eine starke Säure handelt.

Die Aufgabe der Erfindung ist daher die Angabe eines geeigneten Verfahrens zur Abtrennung überschüssiger Säure aus flüs- sigem Brennstoff, insbesondere aus Roh- und/oder Schweröl, welches die oben genannten Probleme vermeidet .

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe mit der Angabe eines Verfahrens zur Abtrennung überschüssiger Säure aus flüssigem Brenn- Stoff insbesondere aus Roh- und/oder Schweröl gelöst, wobei eine Metallkationen enthaltende Base in einer ersten Stufe dazugeben wird, wobei die Base in Wasser gelöst dazugegeben wird, wobei die Säure neutralisiert wird und wobei ein Salz entsteht, und wobei das Salz in einer zwei- ten Stufe aus dem flüssigem Brennstoff abgetrennt wird, und/oder eine Metallkationen enthaltende Base dazugeben wird, wobei diese als Feststofffilter ausgestaltet ist, welche vom Brennstoff durchströmt wird, wobei die Säure neutralisiert wird und wobei ein Salz entsteht, und wobei das Salz aus dem flüssigen Brennstoff abgetrennt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Entfernung überschüssiger Säure aus flüssigen, insbesondere demetallisierten Brennstoffen, insbesondere flüssigem demetallisiertem Öl, erfolgt in einer Wascheinheit, der das demetallisierte Öl zugeführt wird. Die Wäsche flüssiger Gasturbinenbrennstoffe mit Wasser ist ohnehin notwendig, um im Öl vorhandene Alkalimetalle, insbesondere Na und K, abzureichern . Es wurde erfindungsgemäß erkannt, dass eine ausschließlich mit Wasser durchgeführte Wäsche jedoch nicht für die quantitative Entfernung von Säuren geeignet ist, und dass auch kleine Reste zurückgebliebener starker Säuren für die Gasturbine schädlich sind. Säuren können komplett unschädlich gemacht werden, indem sie mit einer Base neutralisiert werden. Erfindungsgemäß wurde weiterhin erkannt, dass gewöhnlich eingesetzte Basen wie NaOH oder KOH sich im gegebenen Fall nicht eignen, da die durch diese Basen eingebrachten Alkalimetallionen unerwünscht sind. Dasselbe gilt für Schwermetallkationen, so dass die zugehörigen Basen ebenfalls für eine Anwendung ausscheiden.

Erfindungsgemäß wird nun eine Metallkationen enthaltende Base in einer ersten Stufe dazugeben, wobei die Base in Wasser gelöst dazugegeben wird, wobei die Säure neutralisiert wird und wobei ein Salz entsteht, und wobei das Salz in einer zweiten Stufe aus dem flüssigen Brennstoff abgetrennt wird. Bei der in der Wascheinheit ablaufenden Neutralisation der

Säure HY entstehen ein Salz und eine neutrale Komponente. Die Abtrennung der gebildeten Produkte erfolgt in Abhängigkeit von deren Aggregatzustand: Bevorzugt ist das Salz wasserlöslich und wird zusammen mit dem, dem Brennstoff beigefügten Wasser oder noch zusätzlich beigefügtem Wasser in der zweiten Stufe abgetrennt. D.h. das Salz wird, sofern es wasserlöslich ist, über die in der

Wascheinheit erzeugte Wasserphase ausgeschleust. Die Wasch- einheit besteht aus einem Bereich, in dem das Öl und die Waschflüssigkeit intensiv miteinander in Kontakt gebracht werden, und einem zweiten Bereich, in dem sich die Phasen trennen. In bevorzugter Ausgestaltung werden das wasserlösliche Salz sowie das Wasser mit einer Zentrifuge abgetrennt. Wenn keine Feststoffe vorhanden sind, ist eine Zentrifuge der am besten geeignete Apparat für die Separation der flüssigen Phasen .

Fällt das gebildete Salz hingegen als Feststoff an, wird es in fester Form abgetrennt, wofür ebenfalls eine Zentrifuge geeignet ist, jedoch auch eine Filtriereinheit eingesetzt werden kann. Da beim Waschvorgang auch in diesem Fall eine wässrige Phase anfällt, kann diese nach erfolgter Filtration durch einen geeigneten Apparat, z.B. einen Dekanter, abgetrennt werden.

In den Unteransprüchen sind weitere vorteilhafte Maßnahmen aufgelistet, die beliebig miteinander kombiniert werden können, um weitere Vorteile zu erzielen.

Erfindungsgemäß kann zudem oder alternativ eine Metallkationen enthaltende Base dazugeben werden, wobei diese als Fest- Stofffilter ausgestaltet ist, welche vom Brennstoff durchströmt wird, wobei die Säure neutralisiert wird und wobei ein Salz entsteht, und wobei das Salz aus dem flüssigem Brennstoff abgetrennt wird.

Die Base wird somit in fester Form als Feststofffilter einge- bracht. Der Feststofffilter wird bevorzugt von dem die Wascheinheit verlassenden Öl durchflössen, wobei ähnlich wie oben beschrieben, die Neutralisation erfolgt. Ist das Salz fest, verbleibt es im Feststofffilter, der von Zeit zu Zeit ausgetauscht oder regeneriert werden muss.

Bevorzugt werden als Metallkationen dreifach positiv geladenes Aluminiumion und/oder zweifach positiv geladenes

Magnesiumion verwendet. Geeignete Metallkationen müssen für die Gasturbine unschädlich sein. Darüber hinaus ist eine ge- ringe Löslichkeit in der Ölphase vorteilhaft, so dass die Kationen im Waschprozess über die Wasserphase entfernt werden und nicht in die Gasturbine gelangen. Ist das Salz öllöslich, kann das Metallkation in die Gasturbine gelangen. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass das Metallkation keinen schädlichen Einfluss auf die Gasturbine ausübt.

Im Idealfall sollte das eingesetzte Metallkation sogar einen positiven Einfluss auf den Verbrennungsprozess haben. Geeignete Metallkationen sind beispielsweise Al 3+ und Mg 2+ . Das für die Gasturbine unschädliche Aluminiumkation, das aufgrund seiner dreifach positiven Ladung stark polarisierend wirkt, ist in Wasser wesentlich besser löslich als in der Ölphase. Noch vorteilhafter ist der Einsatz von Magnesium, das eben- falls hydrophil ist und darüber hinaus sogar positive Eigenschaften mit Hinblick auf den Gasturbinenprozess aufweist: Zur Verminderung der korrosiven Wirkung des in Roh- und

Schwerölen vorhandenen Vanadiums wird standardmäßig ein Mag- nesium-Additiv zugegeben, das mit Vanadium ein hoch schmelzendes, nicht korrosives Mischoxid bildet, das von Zeit zu Zeit durch eine Wäsche von den Gasturbinenschaufeln entfernt wird . Bevorzugt wird neben dem Salz bei der Neutralisation auch eine neutrale Komponente gebildet. In bevorzugter Ausgestaltung wird als die neutrale Komponente Wasser und/oder ein Alkohol umfasst. Dies bedeutet, dass als Gegenionen bzw. basische An- ionen der in den bevorzugten Basen Mg-X2 und A1-X3 enthalte- nen Metallkationen Hydroxid, Alkoholate und andere nicht korrosiv wirkende Anionen X verwendet werden, da sich bei der Neutralisation dieser Komponenten mit Säuren neutrale, unschädliche Produkte bilden, die entweder in der Wascheinheit ausgeschleust werden oder zusammen mit dem Brennstoff in die Gasturbine gelangen, um dort verbrannt zu werden. Bevorzugt wird als flüssiger Brennstoff demetallisierter flüssiger Brennstoff, insbesondere demetallisiertes flüssiges Öl verwendet. Auch kann als flüssiger Brennstoff flüssiges Öl verwendet werden.

In bevorzugter Ausgestaltung werden die erste und anschließend die zweite Stufe hintereinander mehrmals ausgeführt werden . Die Wäsche bzw. die Wascheinheit kann ein- oder mehrstufig ausgeführt werden, wobei jede Stufe wie oben beschrieben eine erste Stufe (Mischbereich) und eine zweite Stufe (Separierbereich) umfasst. Je mehr Stufen vorgesehen werden, desto effektiver ist die Abtrennung der Alkalimetalle, des gebildeten Salzes und der neutralen Komponente. Andererseits ist die Anzahl der Waschstufen aus Kostengründen auf ein Minimum zu beschränken. Der Vorteil des Einsatzes von Magnesium- oder Alu- minium-basierten Basen liegt darin, dass das entstehende Salz wie oben beschrieben keinen negativen Einfluss auf den Gas- turbinenprozess ausübt. Dasselbe gilt generell für die neutrale Komponente. Handelt es sich beim Salz also um ein Mg- oder Al-Salz, kann sich die Festlegung der Anzahl der Wasch- stufen ausschließlich an der Alkalimetallabreicherung orientieren, weil die Abreicherung des Mg- bzw. Al-Salzes und der neutralen Komponente kein Kriterium darstellt. Würde eine Base eingesetzt, die ein für die Gasturbine schädliches Metallkation enthält, dann müsste das bei der Neutralisation ent- stehende Salz in der Wascheinheit weitestgehend reduziert werden, wodurch die Anzahl der benötigten Waschstufen ansteigen würde .

Bevorzugt wird der flüssige Brennstoff einer Wascheinheit zu- geführt und die Metallkationen enthaltende Base, wobei die

Base in Wasser gelöst und vor der Zuführung zu dieser Wascheinheit dazugegeben wird. In einem bevorzugten Ausführungs- beispiel wird der flüssige Brennstoff einer Wascheinheit zugeführt, wobei die Metallkationen enthaltende Base, wobei diese als Feststofffilter ausgestaltet ist, nach der Zuführung zu dieser Wascheinheit, dazugegeben wird.

Bevorzugt wird der flüssige Brennstoff einer Wascheinheit und anschließend einer Gasturbine zugeführt, wobei die Metallka- tionen enthaltende Base in der Gasturbine, insbesondere in eine Brennkammer der Gasturbine zugegeben wird.

Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung un- ter Bezugnahme auf die beiliegende Figur. Darin zeigt schematisch :

FIG: schematisch die Einbringung an verschiedenen Stellen in den Prozess sowie schematisch das Verfahren.

Die konventionelle Vorbehandlung von Roh- und Schwerölen ermöglicht lediglich die Verringerung der Konzentrationen der schädlichen Alkalimetalle, insbesondere von Na und K. Die da- für eingesetzte Wasserwäsche ist für die quantitative Entfernung von Säuren nicht geeignet, da aufgrund der Gleichgewichtseinstellung zwischen Öl- und Wasserphase auch nach einer mehrstufigen Behandlung ein nennenswerter Rest an Säure im Öl verbleibt, der für die Gasturbine schädlich ist, wenn es sich um eine starke Säure handelt.

Das in einem Reaktor 1 mit Säure 3 umgesetzte Öl 2 wird einer Wascheinheit 4 mit einer Wäsche zugeführt. Würden Basen mit schädlichen Metallkationen eingesetzt, könnte ein aufwändigerer Waschprozess notwendig sein, um diese Kationen vor der Gasturbine zu entfernen. Erfindungsgemäß wird eine Metallkationen enthaltende Base nun dazugeben. Die Basen können in verschiedener Form und an verschiedenen Stellen in den Prozess eingebracht werden:

Eine bevorzugte Einspeisung 5 erfolgt zwischen Reaktor 1 und Wascheinheit 4, wobei die Base in Wasser gelöst zugegeben wird. Bei der in der Wascheinheit ablaufenden Neutralisation einer Säure HY entstehen ein Salz und eine neutrale Komponente H-X (H-Y + Mg/Al-X -> Mg/Al-Y-Salz + H-X) . Die Abtrennung der gebildeten Produkte erfolgt in Abhängigkeit von deren Aggregatzustand:

Das Salz 7 wird, sofern es wasserlöslich ist, über die in der Wascheinheit 4 erzeugte Wasserphase ausgeschleust 6. Die Wascheinheit 4 besteht aus einem Bereich, in dem das Öl 2 und die Waschflüssigkeit intensiv miteinander in Kontakt gebracht werden, und einem zweiten Bereich, in dem sich die Phasen trennen. Wenn keine Feststoffe vorhanden sind, ist eine Zentrifuge der am besten geeignete Apparat für die Separation der flüssigen Phasen. - Fällt das gebildete Salz 7 hingegen als Feststoff an, wird es in fester Form abgetrennt 6, wofür ebenfalls eine Zentrifuge geeignet ist, jedoch auch eine Filtriereinheit eingesetzt werden kann. Da beim Waschvorgang auch in die- sem Fall eine wässrige Phase anfällt, muss diese nach erfolgter Filtration durch einen geeigneten Apparat, z.B. einen Dekanter, abgetrennt werden.

Bei der gebildeten neutralen Komponente H-X 9 handelt es sich bei X = Hydroxid um Wasser, bei X = Alkoholat um den korrespondierenden Alkohol . H-X 9 wird sich bevorzugt in der Wasserphase lösen und kann mit dieser ausgeschleust 6 werden. Im Falle langkettiger Alkohole ist mit einer teilweisen Löslichkeit im Öl zu rechnen, die unproblematisch ist, weil Alkohole in der Gasturbine zusammen mit dem Öl verbrannt werden.

Die Wascheinheit 4 kann ein- oder mehrstufig ausgeführt werden, wobei jede Stufe, wie oben beschrieben, einen Misch- und einen Separierbereich umfasst. Je mehr Stufen vorgesehen werden, desto effektiver ist die Abtrennung 6 der Alkalimetalle 8, des gebildeten Salzes 7 und der Komponente H-X 9. Andererseits ist die Anzahl der Waschstufen aus Kostengründen auf ein Minimum zu beschränken. Der Vorteil des Einsatzes von Magnesium- oder Aluminium-basierten Basen liegt darin, dass das entstehende Salz 7 wie oben beschrieben keinen negativen Einfluss auf den Gasturbinenprozess ausübt. Dasselbe gilt ge- nerell für die neutrale Komponente H-X 9. Handelt es sich beim Salz also um ein Mg- oder Al-Salz 7, kann sich die Festlegung der Anzahl der Waschstufen ausschließlich an der

Alkalimetallabreicherung orientieren, weil die Abreicherung des Mg- bzw. AI -Salzes 7 und der Komponente H-X 9 kein Krite- rium darstellt. Würde eine Base eingesetzt, die ein für die Gasturbine schädliches Metallkation enthält, dann müsste das bei der Neutralisation entstehende Salz in der Wascheinheit weitestgehend reduziert werden, wodurch die Anzahl der benötigten Waschstufen ansteigen würde.

Möglich ist auch eine Einspeisung 10 der Base im Anschluss an die Wascheinheit 4 und einer nachfolgenden Gasturbine 11. Die mögliche Einspeisung kann in zwei Varianten erfolgen: Die Base kann in fester Form als Feststofffilter eingebracht werden. Der Feststofffilter wird von dem die Wascheinheit 4 verlassenden Öl durchflössen, wobei ähnlich wie oben be- schrieben die Neutralisation H-Y + Mg/Al-X -> Mg/Al-Y-Salz + H-X erfolgt. Ist das Salz 7 fest, verbleibt es im Feststofffilter, der von Zeit zu Zeit ausgetauscht oder regeneriert werden muss. Ist es öllöslich gelangt es in die Gasturbine 11. In diesem Fall ist es besonders wichtig, dass das Metallkation keinen schädlichen Einfluss auf die Gasturbine 11 ausübt.

Die Base kann auch direkt in die Brennerkammer der Gasturbine 11 zugegeben werden, so dass die Neutralisation erst an die- ser Stelle erfolgt.

Starke Säuren dürfen aus Korrosionsgründen nicht in die Gasturbine gelangen. Diese Erfindung ebnet den Weg für die Verwendung starker Säuren bei der Vorbehandlung von Roh- und Schwerölen vor deren Verbrennung in der Gasturbine. Die für die Entfernung von Alkalimetallen konventionell eingesetzte Wasserwäsche ist für die quantitative Entfernung von Säuren nicht geeignet. Die vorliegende Erfindung schlägt eine Neutralisation vor, durch die Säuren vollständig in unschädliche Komponenten umgewandelt werden. Die für die Neutralisation notwendige Base muss ein für die Gasturbine unbedenkliches

Metall enthalten. In der Erfindung werden bevorzugt Aluminium und Magnesium vorgeschlagen. Letzteres leistet, falls es bis in die Gasturbine gelangt, zudem dort einen Beitrag zur Verhinderung der Korrosion durch Vanadium-Komponenten . Da auf- grund der unschädlichen Eigenschaften von Aluminium und Magnesium keine Notwendigkeit besteht, diese Metalle vor der Gasturbine zu entfernen, muss die Wascheinheit nur so groß ausgelegt werden, dass die ohnehin notwendige Abtrennung der Alkalimetalle, insbesondere Na und K, in ausreichender Weise erfolgt. Würden Basen mit schädlichen Metallkationen eingesetzt, könnte ein aufwändigerer Waschprozess notwendig sein, um diese Kationen vor der Gasturbine zu entfernen. Als basische Anionen kommen Hydroxid oder Alkoholate in Frage, da sich bei der Neutralisation dieser Komponenten mit Säuren neutrale, unschädliche Produkte bilden, die entweder in der Wascheinheit ausgeschleust werden oder zusammen mit dem Brennstoff in die Gasturbine gelangen, um dort verbrannt zu werden.

Die Einbringung der Base kann vor der Wascheinheit erfolgen, oder aber in Form eines Feststofffilters im Anschluss an die Wäsche. Ebenfalls möglich ist eine Einbringung direkt in die Turbinenbrennerkammer .