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Patent Searching and Data


Title:
METHOD AND VEHICLE HAVING A DEVICE FOR FINDING THE VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/058239
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention concerns a method for finding a vehicle that has a device having a surroundings sensor system that is used to determine the authorization of a user to enter the vehicle and the position of said vehicle. The invention also concerns a vehicle having a device for finding the vehicle. In order to specify a method and an apparatus that provides in particular visually handicapped people with easier access to autonomous mobility, it is proposed that the device be connected indirectly or directly to a loudspeaker that produces audible signals in order to navigate the user along a route to the location of the vehicle if he has entry authorization.

Inventors:
KNIGGE NATASCHA (DE)
BERLINECKE MICHAEL (DE)
BENDEWALD LENNART (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/074352
Publication Date:
April 01, 2021
Filing Date:
September 01, 2020
Export Citation:
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Assignee:
VOLKSWAGEN AG (DE)
International Classes:
G01C21/20; G01C21/34; G01C21/36; H04W4/40
Foreign References:
US20180321050A12018-11-08
US20090058685A12009-03-05
EP2985569A12016-02-17
DE102017218525A12019-04-18
DE102015226238A12017-06-22
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Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Auffinden eines Fahrzeugs (1), das eine Einrichtung (2) mit einer Umfeldsensorik (3) besitzt, mit der die Zugangsberechtigung eines Nutzers (13) in das Fahrzeug (1) sowie dessen Position festgestellt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (2) mittelbar oder unmittelbar mit einem Lautsprecher (6, 6‘) verbunden ist, der akustische Signale erzeugt, um den Nutzer (13) bei gegebener Zugangsberechtigung entlang einer Route zum Standort des Fahrzeugs (1) zu navigieren.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (2) zur Feststellung der Zugangsberechtigung drahtlos mit einem mobilen Endgerät (5) des Nutzers (13) verbunden ist.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die akustischen Signale in Form einer Sprachausgabe an dem mobilen Endgerät (5) erzeugt werden, wobei die Sprachausgabe eine detaillierte Navigation zum Fahrzeug (1) enthält.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mobile Endgerät (5) und/oder das Fahrzeug (1) zur Navigation des Nutzers (13) mit einem online verfügbaren Kartendienst verbunden ist.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Route zum Fahrzeug (1) auf einer Karte auf einem Display des mobilen Endgerätes (5) angezeigt wird.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die akustischen Signale in Form einer Sprachausgabe oder eines Signaltons über einen Lautsprecher (6‘) abgegeben werden, der unmittelbar am Fahrzeug (1) angeordnet und mit der Einrichtung (2) verbunden ist.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Einstieg des Nutzers (13) in das Fahrzeug (1) sprachassistiert erfolgt, indem einstiegsrelevante Zustände des Fahrzeugs (1) per Sprachausgabe beschrieben werden.

8. Fahrzeug zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, das eine Einrichtung (2) mit einer Umfeldsensorik (3) besitzt, mit der die Zugangsberechtigung eines Nutzers (13) in das Fahrzeug (1) sowie dessen Position feststellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (2) mittelbar oder unmittelbar mit einem Lautsprecher (6, 6‘) verbunden ist, der akustische Signale erzeugt, mit denen der Nutzer (13) bei gegebener Zugangsberechtigung entlang einer Route zum Standort des Fahrzeugs (1) navigierbar ist.

9. Fahrzeug nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (2) zur Feststellung der Zugangsberechtigung drahtlos mit einem mobilen Endgerät (5) des Nutzers (13) verbindbar ist.

10. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Fahrzeug (1) einen Lautsprecher (6‘) aufweist, so dass die akustischen Signale in Form einer Sprachausgabe oder eines Signaltons über den Lautsprecher (6‘) abgegeben werden.

Description:
Beschreibung

Verfahren und Fahrzeug mit einer Einrichtung zum Auffinden des Fahrzeugs

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zum Auffinden eines Fahrzeugs, das eine Einrichtung mit einer Umfeldsensorik besitzt, mit der die Zugangsberechtigung eines Nutzers in das Fahrzeug sowie dessen Position festgestellt wird.

Ferner betrifft die Erfindung ein Fahrzeug mit einer Einrichtung zum Auffinden des Fahrzeugs, wobei die Einrichtung eine Umfeldsensorik besitzt, die eingerichtet ist, um die Zugangsberechtigung eines Nutzers in das Fahrzeug und dessen Position festzustellen.

Die Entwicklung von autonom und fahrerlos fahrenden Fahrzeugen ist derzeit eines der zentralen Themen bei der Betrachtung der zukünftigen Mobilität in der Automobilindustrie. Der Einsatz solcher fahrerlosen Fahrzeuge ist dabei vielfältig. Als Shared-Mobility-Fahrzeug können solche Fahrzeuge ähnlich wie ein Taxi gerufen werden und sind für jedermann als öffentliches Verkehrsmittel zugänglich. Beim Einsatz als Owned-Mobility-Fahrzeug können individuelle Aufgaben vom Fahrzeug erledigt werden, wie z.B. Einkäufe transportieren, Kinder zur Schule bringen, Besucher vom Bahnhof abholen und vieles mehr.

Neben den technologischen Herausforderungen und den rechtlichen Anforderungen eröffnet das fahrerlose Fahren neue Perspektiven der Mobilität. Mit der Erhöhung der Fahrzeugsicherheit im Straßenverkehr steht vor allem die optimale Nutzung der Infrastruktur im Vordergrund. Die Bewältigung der steigenden Verkehrsdichte im städtischen Innenraum und die Reduktion von Emissionen durch eine ökonomische Fahrweise sind weitere Treiber für die Entwicklung automatisierter Fahrfunktionen.

Für die Nutzer ergeben sich zusätzlich neue Möglichkeiten, die Zeit während der Fahrt zu nutzen und dabei fahrfremde Tätigkeiten auszuführen. Die selbstfahrenden Fahrzeuge ermöglichen vor allem auch Mobilität für jedermann, wie z.B. Kinder, ältere Menschen oder Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen. Insbesondere körperlich beeinträchtigten Personen mit einer Sehbehinderung steht der Zugang sowohl an Shared-Mobility-Fahrzeugen als auch am Owned-Mobility-Fahrzeugen gegenwärtig nur unzureichend zur Verfügung, weil die Fahrzeuge von Personen mit einer Sehbehinderung nicht ohne Weiteres aufgefunden werden. Aus DE 102015226238 A1 sind zwar Fahrzeuge bekannt, die den Weg zwischen einem Fahrzeug und dem Nutzer ausleuchten, um das Fahrzeug leichter auffinden zu können, allerdings hilft das Ausleuchten des Weges nicht weiter, wenn die Markierungen aufgrund der Sehbehinderung nicht erkannt und wahrgenommen werden.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung anzugeben, die insbesondere sehbehinderten Personen den Zugang zur autonomen Mobilität erleichtert.

Diese Aufgabe wird durch das Verfahren nach Anspruch 1 und das Fahrzeug nach Anspruch 8 gelöst. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Einrichtung mittelbar oder unmittelbar mit einem Lautsprecher verbunden ist, der akustische Signale erzeugt, um den Nutzer bei gegebener Zugangsberechtigung entlang einer Route zum Standort des Fahrzeugs zu navigieren. Weil auch sehbehinderte Personen solche akustischen Signale aufnehmen und den Anweisungen folgen können, haben auch sehbehinderte Personen durch die vorliegende Erfindung uneingeschränkten Zugang zu autonom gesteuerten Fahrzeugen unabhängig davon, ob sie als Shared-Mobility-Fahrzeug oder als Owned-Mobility-Fahrzeug ausgebildet sind.

Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend und in den Unteransprüchen angegeben.

Nach einer ersten vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Einrichtung zur Feststellung der Zugangsberechtigung drahtlos mit einem mobilen Endgerät des Nutzers verbunden ist. Ein solches mobiles Endgerät kann beispielsweise ein Smartphone oder ein Tablet sein, auf dem eine Applikation (App) installiert ist, über die die Korrespondenz mit dem Fahrzeug erfolgt. Über diese Applikation kann das Fahrzeug angefordert werden, wobei unmittelbar der aktuelle Standort übermittelt werden kann, an dem das Fahrzeug den Benutzer abholen soll. Auch Bezahloptionen können bei der Nutzung eines Shared-Mobility-Fahrzeugs über die Applikation abgewickelt werden, nachdem die Fahrt abgeschlossen wurde.

Nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die akustischen Signale in Form einer Sprachausgabe an dem mobilen Endgerät erfolgen, wobei die Sprachausgabe eine detaillierte Navigation zum Fahrzeug enthält. Insbesondere an Orten oder in Verkehrssituationen, bei denen das Fahrzeug den Nutzer nicht unmittelbar an seinem Standort abholen kann, sondern bei denen der Nutzer eine bestimmte Strecke zum Fahrzeug eigenständig zurücklegen muss, kann hierdurch insbesondere dem sehbehinderten Nutzer mitgeteilt werden, wie er von seinem aktuellen Standort zu seinem bzw. dem angeforderten Fahrzeug gelangt. Insbesondere in Fußgängerzonen, an Flughäfen und in Bahnhöfen können sich hierdurch sehbehinderte Personen sicher orientieren, was den Aktionsradius um ein Vielfaches erhöht. In der Praxis wird dabei die Sprachausgabe beispielsweise so erfolgen, dass den Nutzern der Weg zum Fahrzeug beschrieben wird, wie beispielsweise: „50 m gerade aus...in 10 m links abbiegen...in 50 m befindet sich das Fahrzeug auf der rechten Gehwegseite“.

Um dabei den optimalen Weg für den Nutzer feststellen zu können, ist nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass das mobile Endgerät und/oder das Fahrzeug zur Navigation des Nutzers mit einem online verfügbaren Kartendienst verbunden ist.

Für Nutzer, die unter keiner Beeinträchtigung des Sehvermögens leiden, ist nach einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Route zum Fahrzeug auf einer Karte auf einem Display des mobilen Endgerätes angezeigt wird. Alternativ ist auch eine Darstellung als augmentierte Information auf dem Kamerabild des mobilen Endgerätes vorgesehen. In beiden Fällen lassen sich hierdurch die angeforderten Fahrzeuge leicht identifizieren und auffinden.

Sobald der Nutzer in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs ist, beispielsweise innerhalb eines Umkreises von 20 m, kann auf eine Sprachausgabe am mobilen Endgerät verzichtet werden und die akustischen Signale in Form einer Sprachausgabe oder in Form eines Signaltons können über einen Lautsprecher abgegeben werden, der unmittelbar am Fahrzeug angeordnet ist und mit der Einrichtung verbunden ist. Neben einer Sprachausgabe in der Form der zuvor erläuterten Wegbeschreibung kann auch ein Signalton in Form eines Pieptons die Position des angeforderten Fahrzeugs anzeigen. Der vom Fahrzeug abgegebene Piepton kann nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung vom Nutzer selbst mittels der Applikation vorgegeben mit mithin personalisiert sein, so dass im Falle von mehreren sehbehinderten Personen eine eindeutige Zuordnung der Fahrzeuge gegeben ist.

Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass der Einstieg des Nutzers in das Fahrzeug sprachassistiert erfolgt, indem einstiegsrelevante Zustände des Fahrzeugs per Sprachausgabe beschrieben werden, wie beispielsweise „Die Tür öffnet sich“, „Tür die ist offen“, „Achtung: Stufe zum Einstieg nach oben“ oder dergleichen. Konkrete Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung werden nachfolgend anhand der Figuren beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1 ein Fahrzeug und ein mobiles Endgerät und Fig. 2 einen Kartenausschnitt.

Das in Fig. 1 dargestellte Fahrzeug 1 ist ein autonom fahrendes Fahrzeug 1, das als Shared- Mobility-Fahrzeug in die Flotte öffentlicher Verkehrsmittels eingebunden ist. Das Fahrzeug 1 besitzt eine Einrichtung 2, die mit einer Umfeldsensorik 3 ausgestattet ist. Über die Umfeldsensorik 3 kann eine drahtlose Verbindung 4 zu einem mobilen Endgerät 5 eines (nicht dargestellten) Nutzers hergestellt werden, der über eine hierauf installierte Applikation das Fahrzeug 1 anfordern kann. Sobald sich das Fahrzeug 1 in der Nähe des Nutzers befindet, erfolgt eine sprachassistierte Navigation zum Fahrzeug 1, indem eine entsprechende Wegbeschreibung und konkrete Handlungsanweisungen am Lautsprecher 6 des mobilen Endgerätes ausgegeben werden. Um den Einstieg in das Fahrzeug 1 , insbesondere für sehbehinderte Nutzer zu erleichtern, ist ein weiterer Lautsprecher 6‘ unmittelbar am Fahrzeug angeordnet, über die weitere Anweisungen beim Zustieg in das Fahrzeug 1 abgegeben werden.

Für nicht sehbehinderte Personen besitzt das Fahrzeug 1 mindestens ein Display 7 und/oder mindestens eine LED-Leiste 8, womit die Position des Fahrzeugs 1 visuell dargestellt werden kann. Es sind auch Projektoren 9 vorgesehen, die den Weg vom aktuellen Standort des Nutzers zum Fahrzeug 1 ausleuchten, was insbesondere bei dunklen Sichtverhältnissen in der Nacht oder in Parkhäusern vorteilhaft ist. Auch kann der Einstiegsbereich mittels solcher Projektoren 9 ausgeleuchtet werden, was den Zustieg in das Fahrzeug 1 erleichtert.

Fig. 2 zeigt einen Kartenausschnitt 10 einer Fußgängerzone 11, die für den Autoverkehr gesperrt ist. Angrenzend zur Fußgängerzone 11 befindet sich ein Taxistand 12, an dem mehrere autonom fahrende Fahrzeuge 1 warten, um etwaige Nutzer abzuholen. Ein sehbehinderter Nutzer 13 kann mittels eines mobilen Endgerätes 5 ein solches Fahrzeug 1 von einer beliebigen Position anfordern. Dem Fahrzeug 1 wird über eine drahtlose Kommunikationsverbindung 4 der Standort des Nutzers 13 mitgeteilt und es erfolgt eine Berechnung der direkten Route vom aktuellen Standort des Nutzers 13 zum angeforderten Fahrzeug 1. Die Wegbeschreibung bzw. die Anweisungen zur Wegführung werden anschließend über den Lautsprecher 6 des mobilen Endgerätes 5 abgegeben, bis der Nutzer 13 an dem Fahrzeug 13 angelangt ist und dort zusteigen kann. Bezugszeichenliste Fahrzeug Einrichtung Umfeldsensorik drahtlose Kommunikationsverbindung mobiles Endgerät , 6‘ Lautsprecher Display LED- Leiste Projektor 0 Kartenausschnitt 1 Fußgängerzone 2 Taxistand 3 Nutzer