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Patent Searching and Data


Title:
MODULAR TRAFFIC ROUTE ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/144257
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a modular traffic route element comprising a support element (1) and at least two track modules (5) resting thereon. The support element (1) is formed by two longitudinal beams (3) connected by at least one transverse beam (2). The track modules (5) are each formed by two longitudinal beams (6) connected by several transverse struts (7). The traffic route element also comprises a coupling device (13) with which the at least two track modules are detachably attached to each other.

Inventors:
KIRCHMAYR KLAUS (CH)
Application Number:
PCT/EP2021/050473
Publication Date:
July 22, 2021
Filing Date:
January 12, 2021
Export Citation:
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Assignee:
KKBC PARTNERS KLG (CH)
International Classes:
E01C9/08; E01D19/12
Foreign References:
KR20100099947A2010-09-15
NL1038313C22012-04-17
US20130051911A12013-02-28
CN108086126A2018-05-29
EP1805366B12008-03-19
CN106087699A2016-11-09
Attorney, Agent or Firm:
BOHEST AG (CH)
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Claims:
Ansprüche

1. Modulares Verkehrswegelement aufweisend ein Trägerelement und mindestens zwei darauf aufliegende Streckenmodule, wobei das Trägerelement durch zwei, durch mindestens einen Querträger verbundene Längsträger gebildet wird, wobei die Streckenmodule durch je zwei, durch mehrere Querstreben verbundene Längsbalken gebildet werden, weiter aufweisend eine Kupplungsvorrichtung, welche die mindestens zwei Streckenmodule lösbar aneinander befestigt.

2. Modulares Verkehrswegelement nach Anspruch 1 , wobei die Kupplungsvorrichtung eine von den Streckenmodulen unabhängige Schraubverbindung beinhaltet.

3. Modulares Verkehrswegelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens zwei Streckenmodule oder die Kupplungsvorrichtung elastisch gelagert sind.

4. Modulares Verkehrswegelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens zwei Streckenmodule lösbar mit dem Trägerelement gekoppelt sind.

5. Modulares Verkehrswegelement nach Anspruch 4, wobei eine Kopplung der mindestens zwei Streckenmodule am Trägerelement Nuten und Stifte, lösbare Klammern, eine Haftschicht oder Schrauben beinhaltet.

6. Modulares Verkehrswegelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei mehrere Querträger regelmässig beabstandet in einer Längsrichtung des Trägerelements und die Querstreben regelmässig beanstandet in einer Längsrichtung der Streckenmodule abgeordnet sind.

7. Modulares Verkehrswegelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Längsbalken der Streckenmodule auf den Längsträgern des Trägerelements aufliegen.

8. Modulares Verkehrswegelement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der mindestens eine Querträger eine Querträgerplatte ist.

9. Modulares Verkehrswegelement nach Anspruch 8, wobei sich die Querträgerplatte über die Länge der Längsträger erstreckt.

10. Modulares Verkehrswegelement nach einem der Ansprüche 8 bis 9, wobei das Trägerelement ein aus zwei Querträgerplatten und den Längsträgern gebildeter Hohlkasten ist.

11. Modulares Verkehrswegelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter aufweisend eine über den mindestens zwei Streckenmodulen angeordnete Fahrbahn.

12. Modulares Verkehrswegelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens zwei Streckenmodule in Längsrichtung des Trägerelements angeordnet sind und ein erstes Halbelement bilden, und wobei mindestens zwei weitere Streckenmodule parallel zum ersten Halbelement angeordnet sind und ein zweites Halbelement bilden, wobei das erste und das zweite Halbelement lösbar miteinander verbunden sind.

13. Modulares Verkehrswegelement nach Anspruch 12, wobei das Trägerelement eine Breite aufweist, welche geringer ist als eine kombinierte Breite der beiden Halbelemente

14. Modulares Verkehrswegelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei Längs- und Querträger des Trägerelements, sowie vorzugsweise auch die Längsbalken und Querstreben der Streckenmodule aus einem Material hergestellt sind, welches eine Längenausdehnung von kleiner als 0.5 Millimeter pro Meter, vorzugsweise von kleiner als 0.3 Millimeter pro Meter, beispielsweise eine Längenausdehnung zwischen 0.15 Millimeter und 0.3 Millimeter pro Meter, in einem Temperaturbereich von minus 10 Grad Celsius und plus 40 Grad Celsius, aufweist, wobei das Material insbesondere Holz ist.

15. Modulares Verkehrswegelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter aufweisend ein Geländer welches seitlich entlang einer Längsrichtung des Verkehrswegelements angeordnet ist.

16. Modulares Verkehrswegelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter aufweisend mindestens einen Drucksensor, Temperatursensor, Feuchtigkeitssensor, Helligkeitssensor, eine Heizschicht, ein Heizelement oder einen Leuchtkörper.

17. Modulares Verkehrswegelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, weiter aufweisend mindestens einen Stützpfeiler auf welchem das Verkehrswegelement gelagert oder daran aufgehängt ist.

18. Modulares Verkehrswegelement nach Anspruch 17, wobei der mindesten eine Stützpfeiler einen Querträger des Trägerelements bildet.

19. Bausatz für ein modulares Wegsystem beinhaltend:

- mehrere standardisierte Trägerelemente, welche durch je zwei parallel angeordnete, durch mindestens einen Querträger verbundene Längsträger gebildet werden, wobei die mehreren Trägerelemente an standardisierten Kupplungspunkten lösbar aneinander befestigbar sind;

- mehrere standardisierte Streckenmodule, welche durch je zwei parallel angeordnete, durch mehrere Querstreben verbundene Längsbalken gebildet werden, wobei die mehreren Streckenmodule an standardisierten Kupplungspunkten lösbar aneinander befestigbar sind;

- mehrere Kupplungsvorrichtungen zum lösbar aneinander Befestigen der mehreren standardisierten Streckenmodule, wobei die mehreren Streckenmodule lösbar auf den Trägerelementen aufbringbar sind.

20. Bausatz nach Anspruch 19, weiter beinhaltend mehrere Schnellkupplungen zum lösbaren Verbinden der Streckenmodule mit den Trägerelementen.

21. Bausatz nach Anspruch 19, weiter beinhaltend Verbindungsteile zum lösbaren Verschrauben der Streckenmodule mit den Trägerelementen.

Description:
Modulares Verkehrswegelement

Die Erfindung bezieht sich auf das Gebiet der modularen Strassensysteme. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen modularen Verkehrsweg für Fahrräder und modulare Verkehrswegelemente zum Bau eines solchen Verkehrswegs.

Aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus CN108086126, sind vorgefertigte Stahlkastenträger-Einheiten bekannt. Die vorgefertigten Einheiten sind Teil der tragenden Konstruktion und werden dauerhaft miteinander verbunden. Die Einheiten können damit nur unter grossem Aufwand wieder getrennt werden und ein Austausch einzelner Segmente ist nur unter grossem Zeit- und Materialaufwand möglich. Aus dem Stand der Technik, beispielsweise aus EP 1805366B1 , ist eine Vielzweckstrasse mit Stützpfeilern und Trassenabschnitten bekannt. Durch die Verwendung von Leimholz kann eine geringe Veränderung der Bauteile der Strassenkonstruktion auch bei starken Temperatur- und Feuchteschwankungen erreicht werden. Jedoch ist auch bei der Vielzweckstrasse aus EP 1805366B1 die Möglichkeit des einfachen Austausches eines Trassenabschnitts nicht vorgesehen, insbesondere da jeder Abschnitt Teil der tragenden Konstruktion ist.

In CN106087699 wird nun ein Strassensystem beschrieben, welches einen modularen Zusammenbau und einen modularen Rückbau ermöglicht. Das

Strassensystem weist eine modulare Fachwerkstrukturschicht, eine modulare Gitterpflasterschicht und Säulen auf. Die Module der Gitterpflasterschicht sind mittels Bolzen auf der Fachwerkstrukturschicht befestigt. Die Module der beiden Schichten werden mittels Stossverbindung aneinandergereiht. Diese beiden Schichten weisen im Zusammenbau entsprechend wenig Stabilität auf.

Es ist somit ein Bedürfnis, einen modularen Verkehrsweg bereitzustellen, dessen Module unter geringem Aufwand ausgetauscht werden können. Insbesondere sollen im modularen Verkehrsweg Einflüsse von Feuchtigkeit und Temperatur auf die Bestandteile des Verkehrswegs möglichst ohne nachteilige Auswirkungen auf dessen Stabilität berücksichtigt werden.

Die Erfindung betrifft ein modulares Verkehrswegelement aufweisend ein Trägerelement und mindestens zwei darauf aufliegende Streckenmodule. Das Trägerelement wird durch zwei, durch mindestens einen Querträger verbundene Längsträger gebildet. Die Streckenmodule werden durch mehrere Querstreben, vorzugsweise durch mehr als zwei Querstreben, verbundene Längsbalken gebildet. Die zwei Längsträger des Trägerelements sind vorzugsweise parallel angeordnet. Die zwei Längsbalken der mindestens zwei Streckenmodule sind vorzugsweise parallel angeordnet. Das modulare Verkehrswegelement weist weiter eine Kupplungsvorrichtung auf, mit welcher die mindestens zwei Streckenmodule lösbar aneinander befestigt sind. Die mindestens zwei Streckenmodule sind dabei vorzugsweise identisch ausgestaltet.

Der Aufbau des modularen Verkehrswegelements ermöglichen ein schnelles und einfaches Zusammensetzen des Verkehrswegelements, aber auch von mehreren Verkehrswegelementen zu einem Verkehrsweg. Die einzelnen modularen Verkehrswegelemente und ihre modularen Bestandteile sind schnell und einfach voneinander lösbar, um beispielsweise einen Austausch einzelner Verkehrswegelemente oder von Bestandteilen davon zu ermöglichen. Ein schneller Austausch einzelner Verkehrswegelemente oder beispielsweise einzelner

Streckenmodulen ist bevorzugt bei Defekten von Vorteil. Es ermöglicht jedoch auch eine schnelle und einfache Änderung eines Verkehrswegs.

Der offene strukturelle Aufbau des modularen Verkehrswegelements ermöglicht einen Ausgleich von temperatur- und feuchtebedingten Veränderungen einzelner Elemente. Auch grössere Veränderung der Bauteile bei starken Temperaturschwankungen, beispielweise bei Bauteilen aus Metall, können weiterstgehend ausgeglichen werden. Bei Bauteilen aus Holz können insbesondere auch feuchtigkeitsbedingte Verschiebungen, welche sich negativ auf eine Fahrbahn auswirken können, minimiert oder verhindert werden. Das Trägerelement bildet eine Stützkonstruktion aus zwei Längsträgern und vorzugsweise wenigen Querträgern, beispielsweise in einigen Metern voneinander beabstandeten Querträgern. Die Querträger sind vorzugsweise derart zwischen den Längsträger angebracht, dass sie in etwa mittig zu einem auf dem Trägerelement aufliegenden Streckenmodul angeordnet sind. Dadurch kann das Streckenmodul zusätzlich gestützt werden. Stabilität des durch die Streckenmodule gebildeten Aufbaus des Verkehrswegelements wird zusätzlich durch die gegenseitige Kupplung der Streckenmodule aneinander erreicht. Die Querträger sind vorzugsweise regelmässig, vorzugsweise gleichmässig beabstandet, entlang der Längsträger und senkrecht zu diesen angeordnet.

Gemäss einer Ausführungsform des Trägerelements ist der mindestens eine Querträger als Querträgerplatte ausgestaltet. Die Querträgerplatte verbindet die beiden Längsträger des Trägerelements. Vorzugsweise erstreckt sich die Querträgerplatte über mehr als ein Drittel, vorzugsweise über mehr als die Hälfte der Länge der Längsträger. Vorzugsweise erstreckt sich die Querträgerplatte im Wesentlichen über die gesamte Länge der Längsträger.

Werden Querträgerplatten als Querträger verwendet, so wird das Trägerelement vorzugsweise aus zwei Querträgerplatten und den zwei Längsträgern gebildet. Das Trägerelement formt dabei einen Hohlkasten. Querträgerplatten können gegenüber Querträgern in Form von Balken die Stabilität des Trägerelements erhöhen. Zudem ermöglicht ein Trägerelement in der Form eines Hohlkastens beispielsweise das geschützte Führen und Unterbringen von Kabeln und Leitungen.

Die Höhe eines Hohlkastens beträgt beispielsweise zwischen 15 cm und 100 cm, oder zwischen 30 cm und 80 cm, beispielsweise zwischen 45 cm und 70 cm.

Vorzugsweise wird eine Breite des Hohlkastens durch eine Breite der Querträgerplatten bestimmt. Die Höhe des Hohlkasten wird dann vorzugsweise durch die Dicke der zwei Längsträgerplatten, sowie durch die Höhe der beiden Längsträger bestimmt.

Ein Streckenmodul weist eine Rahmenkonstruktion mit zwei Längsbalken und mehreren die Längsbalken verbindende Querstreben auf. Die Querstreben sind vorzugsweise regelmässig beabstandet, vorzugsweise gleichmässig beabstandet, entlang der Längsbalken und senkrecht zu diesen angeordnet.

Die Streckenmodule sind mittels der Kupplungsvorrichtung lösbar aneinander befestigt. Die Streckenmodule weisen dazu Kupplungspunkte, vorzugsweise standardisierte Kupplungspunkte auf. Die Querstreben weisen vorzugsweise mehrere Kupplungspunkte auf. Vorzugsweise weisen die Längsbalken Kupplungspunkte auf. Die Längsbalken weisen vorzugsweise mehrere Kupplungspunkte auf. Vorzugsweise sind Kupplungspunkte der Längsbalken standardisiert. Kupplungspunkte können Öffnungen, Aussparungen oder Vorsprünge sein, welche ein Anbringen oder ein Einbringen einer Kupplungsvorrichtung ermöglichen.

Vorzugsweise ist ein Streckenmodul an mehreren Kupplungspunkten entlang einer Querstrebe stirnseitig an einem weiteren Streckenmodul befestigt.

Ein Streckenmodul kann an mehreren Kupplungspunkten entlang eines Längsbalkens längsseitig an einem weiteren Streckenmodul befestigt sein. Ein Streckenmodul kann beidseitig an mehreren Kupplungspunkten entlang beider

Längsbalken längsseitig an weiteren Streckenmodulen befestigt sein.

Eine Kupplungsvorrichtung für die Streckenmodule ist vorzugsweise eine von den Streckenmodulen unabhängige Kupplungsvorrichtung. Die Streckenmodule können somit positioniert und anschliessend mittels der Kupplungsvorrichtung aneinander befestigt werden. Nach Lösen der Kupplungsvorrichtung kann diese wieder von den Streckenmodulen entfernt werden.

Vorzugsweise beinhaltet eine Kupplungsvorrichtung eine Schraubverbindung, mit welcher die zwei Streckenmodule durch Verschrauben aneinander befestigt werden. Nach Lösen der Schraubverbindung können die Streckenmodule voneinander gelöst werden. Eine Schraubverbindung kann mit sich selber verschraubt sein. Entsprechend weist die Kupplungsvorrichtung selber entsprechende Gewinde auf. Eine Schraubverbindung kann mit den

Streckenmodulen verschraubt sein. Entsprechend weisen die Streckenmodule entsprechende Gewinde, vorzugsweise Innengewinde auf.

Die Streckenmodule liegen auf dem Trägerelement auf. In gewissen Ausführungsformen der Erfindung liegen die Streckenmodule ohne weitere Befestigung oder Kupplung auf dem Trägerelement auf. Dies erlaubt einen gegenseitigen Abbau mechanischer Spannungen zwischen Trägerelement und Streckenmodulen aufgrund thermischer Veränderung in den Materialien des modularen Verkehrswegelements.

Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des Verkehrswegelements liegen die Längsbalken der Streckenmodule auf den Längsträgern des Trägerelements auf. Aufeinanderliegende Bauteile, insbesondere Längsträger und Längsbalken, können korrespondierende Formen aufweisen. Beispielsweise kann ein Längsträger eine nach aussen gewölbte Oberfläche und ein Längsbalken eine nach innen gewölbte zur gewölbten Oberfläche des Längsträgers korrespondierende Unterseite aufweisen. Korrespondierende Formen ermöglichen eine gewisse Kopplung der Streckenmodule gegenüber dem Trägerelement, zumindest in lateraler Richtung, also in Richtung senkrecht der Längsbalken und Längsträger.

Vorzugsweise sind die mindestens zwei Streckenmodule lösbar mit dem Trägerelement gekoppelt.

Eine Kopplung der mindestens zwei Streckenmodule am Trägerelement kann auch eine Kopplung oder Fixierung in mehr als eine Richtung bewirken. Dies können Kopplungen beispielweise mittels Nuten und Stiften, mittels lösbaren Klammern, mittels einer Haftschicht oder mittels Kombinationen solcher Kopplungen beinhalten. Lösbare Klammern werden vorzugsweise seitlich längs des modularen Verkehrswegelements angebracht, wobei dabei vorzugsweise Längsbalken und Längsträger aneinander geklammert werden. Eine Haftschicht wird vorzugsweise zwischen Streckenmodulen und Trägerelement angebracht. Eine Haftschicht wird vorzugsweise zwischen Längsbalken der Streckenmodule und Längsträger des Trägerelements angebracht. Haftschichten sind beispielsweise Schichten mit oder aus adhäsivem Material oder Schichten aus Klebstoff.

Vorzugsweise werden die Streckenmodule nach erfolgter Montage auf dem Trägerelement mit diesem durch eine wieder abnehmbare Schnellspannvorrichtung verbunden. Kopplungen können auch Verschraubungen beinhalten. Insbesondere bei

Ausführungsformen des Verkehrswegelements, in dem für ein Trägerelement Querträgerplatten verwendet werden, werden Streckenmodule vorzugsweise mittels Verbindungsteile mit dem Trägerelement verschraubt. Damit kann ein auf einer Querträgerplatte aufliegendes Streckenmoduls gegenüber Verschieben in Längs- und Querrichtung gesichert werden.

Streckenmodule und Kupplungsvorrichtungen können elastisch gelagert sein. Dies erlaubt eine gewisse Flexibilität, insbesondere in Längsrichtung und Querrichtung des modularen Verkehrswegelements. Bei seitlich miteinander verbundenen Streckenmodulen erlaubt eine elastische Lagerung auch eine gewisse Flexibilität in Längsrichtung in zentralen Bereichen eines aus mehreren Streckenmodulen aufgebauten Verkehrswegelements. Damit sind unterschiedliche thermische Ausdehnungen, insbesondere von benachbarten Streckenmodulen ausgleichbar. Auch kleine Verschiebungen aufgrund unterschiedlicher Belastungen, beispielweise bei Benutzung eines Verkehrswegs, können mit elastischen Lagerungen berücksichtigt werden. Mit einer asymmetrischen, beispielsweise keilförmigen, Lagerung zwischen Streckenmodulen und Trägerelement ist zudem auf einfache Weise eine Neigung der Streckenmodule bzw. einer Fahrbahn zu gestalten. Vorzugsweise weist eine elastische Lagerung eine Dichtfunktion, beispielsweise gegenüber Feuchtigkeit auf.

Eine elastische Lagerung kann beispielsweise eine Elastomerschicht, eine Gummidichtung oder eine Feder sein. Durch eine Elastomerschicht oder Gummidichtung zwischen Streckenmodulen, beispielsweise an einer Stirnseite oder einer Längsseite eines Streckenmoduls angebracht, können die Streckenmodule dicht aneinander befestigt werden. Diese Art der Verbindung ermöglicht die Erstellung eines flexiblen, stabilen und abgedichteten Verkehrswegsystems, mit welchem allfällige Kräfte und Bewegungen aufgefangen werden können. Eine Feder wird bevorzugt in der Kupplungsvorrichtung verwendet.

Das modulare Verkehrswegelement weist vorzugsweise des Weiteren eine über den mindestens zwei Streckenmodulen angeordnete Fahrbahn auf. Die Fahrbahn kann auf den Streckenmodulen aufgebracht oder darauf befestigt sein. Die Fahrbahn kann auf den Streckenmodulen angeordnet sein, bevor die Streckenmodule auf dem Trägerelement angeordnet werden. Die Fahrbahn kann auf die Streckenmodule aufgebracht werden, nachdem Streckenmodule und Trägerelement montiert sind. Beispielsweise kann eine Fahrbahn als vorproduzierte Fahrbahnrolle auf einem, vorzugsweise mehreren installierten Verkehrswegelementen angebracht werden. Vorzugsweise weist ein Streckenmodul eine Fahrbahn auf, bevor das

Streckenmodul auf dem Trägerelement aufgebracht wird.

Eine Fahrbahn kann einschichtig oder mehrschichtig sein. Eine Fahrbahn kann beispielsweise eine Basisschicht und eine Belagsschicht aufweisen. Eine Basisschicht kann beispielsweise eine Holz- oder eine Kunststoffkonstruktion sein. Eine Belagsschicht besteht aus oder enthält beispielsweise Asphalt. Eine

Belagsschicht kann ein stromproduzierender Belag sein. Zwischen Belagsschicht und Basistragschicht kann eine Heizschicht angeordnet sein. Eine Heizschicht, welche beispielweise ein Heizelement bekannter Art enthalten kann, ermöglicht beispielsweise eine Enteisung der Fahrbahn. In einem modularen Verkehrswegelement sind mindestens zwei Streckenmodule in Längsrichtung des Trägerelements angeordnet. Vorzugsweise sind so viele Streckenmodule in Längsrichtung angeordnet und jeweils miteinander verbunden, um ein gesamte Länge eines Trägerelements abzudecken. In einem modularen Verkehrswegelement können Streckenmodule seitlich nebeneinander angeordnet werden um einen breiteren Verkehrsweg zu bilden.

Vorzugsweise bildet die Breite eines Streckenmoduls eine Fahrbahn für einen Fahrradweg in eine Richtung. Vorzugsweise bildet die Breite eines Streckenmoduls eine mehrspurige, insbesondere zweispurige Fahrbahn für einen Verkehrsweg in eine Richtung.

Ein Verkehrswegmodul mit zwei oder mehr nebeneinanderliegenden Streckenmodulen erlaubt beispielsweise den Bau eines Verkehrsweges für Fahrräder mit Gegenverkehr.

Vorzugsweise sind die mindestens zwei Streckenmodule in Längsrichtung des Trägerelements angeordnet.

Vorzugsweise sind mindestens zwei weitere Streckenmodule parallel zu den beiden ersten Streckenmodulen angeordnet. Die je zwei Streckenmodule sind seitlich lösbar miteinander verbunden.

Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des Verkehrswegelements, erstreckt sich das Trägerelement des modularen Verkehrswegelements über die

Breite von zwei Streckenmodulen. Die Querträger des Trägerelements erstrecken sich dabei über die Breite von zwei Streckenmodulen. Vorzugsweise erstreckt sich ein modulares Verkehrswegelement über die Breite von zwei Streckenmodulen und die Länge einer Vielzahl von Streckenmodulen. Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform des Verkehrswegelements weist das Trägerelement eine Breite auf, welche geringer ist als eine Gesamtbreite einer Fahrbahn, vorzugsweise geringer als eine kombinierte Breite der zwei Streckenmodule. Insbesondere bei Trägerelementen in der Form eines Flohlkastens weist der Flohlkasten eine geringere Breite als die Gesamtbreite der Fahrbahn, vorzugsweise eine geringere Breite als die kombinierte Breite von zwei Streckenmodulen auf. Der Hohlkasten weist vorzugsweise eine Breite von 50% bis 80%, beispielsweise 60% bis 70% der Gesamtbreite einer Fahrbahn, vorzugsweise der kombinierten Breite von zwei Streckenmodulen auf. Ein schmaleres Trägerelement ist vorzugsweise mittig zur Fahrbahn, insbesondere zu den Streckenmodulen entlang einer Längsachse des so gebildeten Verkehrswegelements angeordnet.

Vorzugsweise werden Streckenmodule an einen Montageort transportiert und vor Ort miteinander verbunden. Die im modularen Verkehrswegelement, insbesondere für das Trägerelement und die Rahmenstruktur der Streckenmodule verwendeten Materialien können unterschiedliche Materialien, beispielsweise Holz, vorzugsweise Brettschichtholz, Aluminium oder Leichtmetalle, insbesondere Hohlprofile aus Leichtmetall sein.

Die im modularen Verkehrswegelement, insbesondere für das Trägerelement und die Rahmenstruktur der Streckenmodule verwendeten Materialien weisen vorzugsweise einen kleinen thermischen Ausdehnungskoeffizient auf.

Längs- und Querträger des Trägerelements, sowie vorzugsweise auch die Längsbalken und Querstreben der Streckenmodule sind vorzugsweise aus einem Material hergestellt, welches eine Längenausdehnung von kleiner als 0.5 Millimeter pro Meter, vorzugsweise von kleiner als 0.3 Millimeter pro Meter, in einem Temperaturbereich von minus 10 Grad Celsius und plus 40 Grad Celsius, aufweist. Beispielsweise weisen die Materialien eine Längenausdehnung zwischen 0.15 Millimeter und 0.3 Millimeter pro Meter in einem Temperaturbereich von minus 10 Grad Celsius und plus 40 Grad Celsius auf. Vorzugsweise wird Holz, insbesondere Brettschichtholz, für die Längs- und

Querträger des Trägerelements verwendet.

Vorzugsweise wird Holz, insbesondere Brettschichtholz, für die Längsbalken und Querstreben der Streckenmodule verwendet. Ein modulares Verkehrswegelement kann ein gerades Verkehrswegelement oder ein gebogenes Verkehrswegelement (Kurvenelement) sein. Ein gerades Verkehrswegelement weist beispielsweise eine Länge zwischen 5 Meter und 30 Meter, vorzugsweise zwischen 10 Meter und 20 Meter auf. Ein gebogenes Verkehrswegelement weist beispielsweise einen Kurvenradius zwischen 2 Meter und 70 Meter, vorzugsweise zwischen 10 Meter und 50 Meter auf.

Gebogene Verkehrswegelemente sind im Wesentlichen analog den geraden Verkehrswegelementen aufgebaut. Als Unterbau dienen Rahmen, deren Längsbalken im Gegensatz zu den geraden Verkehrswegelementen gebogen sind. Die gebogenen Verkehrswegelemente werden in einigen Ausführungsformen auf gebogene Längsträger des Trägerelements aufgesetzt.

Vorzugsweise werden bei gebogenen Verkehrswegelementen kürzere Spannweiten zwischen Abstützungen eingehalten.

Streckenmodule weisen an ihren Stirnseiten Kupplungsmöglichkeiten zum Verbinden mehrerer Streckenmodule in Längsrichtung eines zu erstellenden Verkehrswegs bzw. zur Verlängerung des Verkehrswegs auf.

Streckenmodule weisen vorzugsweise an ihren Längsseiten Kupplungsmöglichkeiten zum seitlichen Verbinden von Streckenmodulen zur Verbreiterung eines Verkehrswegs auf. Eine Verbreiterung kann dazu dienen einen Verkehrsweg mehrspurig oder in oder Gegenfahrrichtung zu gestalten. Eine

Verbreiterung kann Auffahrten oder Abzweigungen ermöglichen.

Einfahrten und Ausfahrten werden vorzugsweise alle 1 bis 2 Kilometer in einem Verkehrsweg vorgesehen.

Für Ein- und Ausfahrten wird ein Verkehrsweg vorzugsweise über eine Länge von 20 Meter bis 40 Meter durch Verbreiterungselemente einseitig oder beidseitig verbreitert. Eine Verbreitung umfasst beispielsweise eine Verbreitung von 2 Meter.

An die Stirnseite von Verbreiterungselementen können Auffahrt-Elemente angeschlossen werden. Auffahrt-Elemente weisen beispielsweise eine Breite von 1.5 Meter auf, so dass eine 1.5 Meter breite Auffahrt auf eine Ein- oder Ausfahrtsbereich realisiert werden kann.

Der verbreiterte Ein- oder Ausfahrtsbereich dient dem Ein- oder Ausspuren aus dem Verkehrsfluss. Ein- und Auffahrtsbereiche können durch eine Signalisation auf der Fahrbahn, beispielsweise mittels Boden-Signale realisiert werden.

Neigungen einer Fahrbahn, beispielsweise zum seitlichen Abführen von Wasser, können durch eine unterschiedlichen Dicke der Fahrbahn selber oder durch entsprechende Form und Anordnung der Rahmenkonstruktion der Streckenmodule erreicht werden. Eine Neigung oder Steigung der Fahrbahn ist auch durch eine entsprechende Gestaltung einer Kupplungsvorrichtung zwischen den Streckenmodulen möglich. Beispielweise kann durch das Verwenden von keilförmigen Einsätzen, beispielsweise einer keilförmigen Dichtung, ein Verkippen von Streckenmodulen gegeneinander erreicht werden. Ein solches Verkippen kann in seitlicher, also Querrichtung, aber auch in Längsrichtung erfolgen. Damit kann eine Steigung oder Neigung eines Verkehrswegs erreicht werden, ohne dass einzelne Streckenmodule verändert werden müssen. Eine Neigung einer Fahrbahn kann auch durch eine keilförmig gestaltete Lagerung der Streckenmodule auf dem Trägerelement erreicht werden. Insbesondere Streckenmodule welche auf Querträgerplatten aufliegen können geneigt angeordnet werden. Beispielsweise durch keilförmige Lagerelemente oder keilförmige Dichtungen können

Streckenmodule auf einfache Weise, vorzugsweise seitlich geneigt, gelagert werden. Es ist auch möglich Lagerelemente mit unterschiedlicher Dicke an unterschiedlichen Positionen vorzusehen. Beispielsweise können dickere Lagerelements entlang einer Seite eines Streckenmoduls vorgesehen sein, während dünnere Lagerelements entlang einer gegenüberliegenden Seite des

Streckenmoduls vorgesehen sein. Seitliche Neigungen eines Verkehrswegelements von 0.5 % bis 3% sind dabei bevorzugt.

Es hat sich gezeigt, dass eine Steigung bei einer Auffahrt den Wert von 8% nicht überschreiten sollte. Um im Verkehrsweg von einer Ebene in eine Flöhe von ca. 4.5 Meter zu gelangen ergibt sich dadurch eine Auffahrtslänge von ca. 60 Metern.

Längsträger und gegebenenfalls Querträger, insbesondere Querträgerplatten, eines Trägerelements sind vorzugsweise gerade in Bezug auf die Ebene des Trägerelements. Längsträger und gegebenenfalls Querträger, insbesondere Querträgerplatten, eines Trägerelements können eine Biegung in Längsrichtung aufweisen. Die Längsträger und gegebenenfalls der oder die Querträger sind dabei aus einer (horizontalen oder geneigten) Ebene des Trägerelements nach unten gebogen. Das Trägerelement, oder ein untere Teil des Trägerelements bildet dadurch eine Bogenkonstruktion. Eine solche Bogenkonstruktion kann die Statik eines Trägerelements verbessern.

Das modulare Verkehrswegelement kann des Weiteren ein Geländer aufweisen. Das Geländer ist seitlich entlang einer Längsrichtung des Verkehrswegelements angeordnet. Ein Geländer ist vorzugsweise zu beiden Seiten des Verkehrswegelements angeordnet. Ein Geländer kann an den

Streckenmodulen oder am Trägerelement angebracht sein. Ein Geländer kann an den Streckenmodulen oder am Trägerelement oder an beiden seitlich befestigt oder darin eingesteckt sein. Für gebogene Verkehrswegelemente können entsprechend gebogene Geländer verwendet werden. Ein Geländer kann mit Photovoltaikzellen zur Strom Produktion versehen sein.

Das modulare Verkehrswegelement kann mindestens einen Drucksensor, Temperatursensor, Feuchtigkeitssensor oder einen Helligkeitssensor aufweisen. Das modulare Verkehrswegelement kann mindestens eine Induktionsschlaufe, eine Heizschicht, ein Heizelement oder einen Leuchtkörper aufweisen. Sensoren, Schichten, Zusatzelemente können an einer Fahrbahn und an einem

Streckenmodul angebracht sein. Sie können in die Fahrbahn und in das einzelne Streckenmodul integriert sein.

Das modulare Verkehrswegelement kann einen oder mehrere Stützpfeiler aufweisen, auf welchem das Verkehrswegelement gelagert oder daran aufgehängt ist. Vorzugsweise ist das Trägerelement auf mindestens einem Stützpfeiler gelagert oder das Verkehrswegelement via Trägerelement am Stützpfeiler aufgehängt.

Mit Stützpfeilern kann ein modulares Verkehrswegelement und damit ein modularer Verkehrsweg in der Höhe, über dem Boden erstellt werden. Dadurch bietet sich die Möglichkeit zum Bau von Brücken. Es bietet sich insbesondere die platzsparende Möglichkeit einen Fahrradweg über einem bestehenden Trasse, beispielweise einem Gleistrasse oder einer bestehenden Strasse, zu führen.

Die Höhe der Stützpfeiler ist vorzugweise so gewählt, dass ein anderes Verkehrsmittel, beispielsweise ein Auto oder Tram unter dem Trägerelement hindurchfahren kann.

Das Trägerelement kann von einem oder mehreren Stützpfeilern direkt getragen, von seitlichen Stützpfeilern getragen werden oder am Stützpfeiler aufgehängt sein.

Der Stützpfeiler kann einen Querträger des Trägerelements bilden, einen Querträger vollständig oder teilweise ersetzen oder den Querträger verstärken.

Stützpfeiler können je nach Art der Abstützung unterschiedliche Formen aufweisen. Beispielhafte Formen für Stützpfeiler sind umgekehrte U-Träger, T- Träger oder L-Träger. Umgekehrte U-Träger und T-Träger sind statisch einfach aufgebaut, sind jedoch nicht für alle geographischen Gegebenheiten verwendbar. Bei der Verwendung von L-Trägern ist aufgrund der Einseitigkeit des L-Trägers die

Statik bei der Verankerung im Boden zu beachten.

Durch die modulare Konzeption des Verkehrswegs bietet es sich an, im Sinne eines Bausatzes standardisierte Module für bestimmte Streckenformen mit verschiedenen Längen und verschiedenen Krümmungen in der Horizontalen wie gegebenenfalls auch in der Vertikalen zu verwenden.

Die Erfindung betrifft somit auch einen Bausatz für ein modulares Wegsystem beinhaltend:

- mehrere standardisierte Trägerelemente, welche durch je zwei, vorzugsweise parallel angeordnete, durch mindestens einen Querträger verbundene Längsträger gebildet werden, wobei die mehreren Trägerelemente an standardisierten Kupplungspunkten lösbar aneinander befestigbar sind;

- mehrere standardisierte Streckenmodule, welche durch je zwei, vorzugsweise parallel angeordnete, durch mehrere Querstreben, vorzugsweise drei, vier, fünf oder mehr Querstreben, verbundene Längsbalken gebildet werden, wobei die mehreren Streckenmodule an standardisierten Kupplungspunkten lösbar aneinander befestigbar sind;

- mehrere Kupplungsvorrichtungen zum lösbar aneinander Befestigen der mehreren standardisierten Streckenmodule, wobei die mehreren Streckenmodule lösbar auf den Trägerelementen aufbringbar sind.

Der Bausatz beinhaltet vorzugsweise mehrere Trägerelemente gleicher oder unterschiedlicher Länge. Der Bausatz beinhaltet vorzugsweise mehrere Trägerelemente gleicher und unterschiedlicher Länge. Der Bausatz vorzugsweise mehrere Streckenmodule gleicher oder unterschiedlicher Länge. Der Bausatz vorzugsweise mehrere Streckenmodule gleicher und unterschiedlicher Länge.

Der Bausatz weist vorzugsweise mehrere gerade und mehrere gebogene Verkehrswegelemente auf. Der Bausatz weist vorzugsweise gebogene Verkehrswegelemente mit unterschiedlichen Kurvenradien auf.

Vorzugweise beinhaltet der Bausatz des Weiteren mehrere vorzugsweise standardisierte Schnellkupplungen zum lösbaren Verbinden der Streckenmodule mit den Trägerelementen. Standardisierte Schnellkupplungen sind vorzugsweise lösbare Klammern, welche seitlich an den Trägerelementen und Streckenmodulen angebracht werden können.

Vorzugsweise ist für jedes Streckenmodul ein standardisiertes Kupplungssystem vorgesehen, welches ermöglicht, die verschiedenen Streckenmodule einfach und lösbar seitlich nebeneinander und in Längsrichtung hintereinander miteinander zu verbinden.

Vorzugsweise passt jedes standardisierte Streckenmodul auf ein entsprechend standardisiertes Trägerelement, mit dem es vorzugsweise mittels Schnellkupplung verbindbar ist.

Ein Bausatz kann standardisierte Verbindungsteile enthalten, zum lösbaren Verschrauben der Streckenmodule mit den Trägerelementen. Solche Verbindungsteile können beispielsweise mit Schrauböffnungen versehene, abgewinkelte Platten sein. Ein Bausatz kann standardisierte Dichtungen und Lagerungselemente enthalten. Die standardisierten Dichtungen und Lagerungselemente sind vorzugsweise zum dichtend Verbinden der Streckenmodule untereinander, zum elastischen Koppeln der Streckenmodule untereinander, zum elastischen Koppen von Streckenmodulen und Trägerelementen, zum verkippten Koppeln von Streckenmodulen untereinander, zum geneigten Lagern von Streckenmodulen auf Trägerelementen, oder von Kombinationen der oben genannten Kopplungen oder Lagerungen.

Jedes Streckenmodul stellt standardisierte Kupplungspunkte zur Verfügung. Der Abstand dieser Kupplungspunkte ist standardisiert. Der Abstand der Kupplungspunkte beträgt beispielsweise zwischen 0.5 Meter und 1.5 Meter, wie

1 Meter. Entsprechend können Streckenmodule in einer Vielzahl von Möglichkeiten (längs und quer) aneinander gekoppelt werden.

Jedes Element kann eine Technikbox enthalten und beispielsweise via Steckverbinder an ein übergeordnetes Leitnetz angeschlossen werden. Weitere Details zu den T rägerelementen und Streckenmodulen sind mit Bezug zum modularen Verkehrswegelement beschrieben und werden nicht wiederholt.

.Standardisiert’ wird in der vorliegenden Anmeldung für gleiche Grössen, gleiche Abstände, und für zueinander korrespondierende Mittel verwendet. Beispielsweise weisen standardisiere Elemente, insbesondere Trägerelemente und Streckenmodule, zueinander korrespondierende Grössen und Formen auf, derart, dass mehrere der Elemente miteinander verbindbar und zu einem Verkehrsweg zusammenbaubar sind. Standardisierte Kupplungspunkte sind beispielsweise zu vordefinierten und fixen Abständen in verschiedenen Elementen angeordnet, derart, dass verschiedene Elemente unterschiedlich kombinierbar und aneinander befestigbar sind.

In einer Ausführungsform enthält ein Bausatz standardisierte Module und Elemente mit verschiedenen Längen für gerade Strecken und beispielsweise auch mehrere, beispielsweise bis zu zehn Kurvenmodule mit Kurvenradien zwischen 10 Meter und 50 Meter. Damit lassen sich durch Zusammenfügen verschiedener

Module praktisch alle Kurvenradien zwischen 10 Meter und 100 Meter realisieren. Grössere Kurvenradien können zusätzlich durch die Verwendung von geraden Modulen, aber auch beispielsweise von keilförmigen Elementen in Kupplungsvorrichtungen erzielt werden. Bei der Verwendung von beispielsweise trapezförmigen Kurvenmodulen, kann durch ein Aneinanderreihen von mehreren trapezförmigen Kurvenmodulen Kurven mit diversen Radien realisiert werden. Werden zudem keilförmige Elemente zwischen den trapezförmigen Modulen eingesetzt, können Kurvenradien praktisch beliebig verändert werden.

Vorzugweise werden standardisierte Kupplungsvorrichtungen verwendet, welche für alle Verkehrswegelemente verwendet werden können.

Die Erfindung betrifft auch die Verwendung der modularen Verkehrswegelemente wie hierin beschrieben zum Bau eines modularen Wegsystems insbesondere zum Bau eines Schnellwegsystems für Fahrräder.

Die erfindungsgemässen Verkehrswegelemente und der erfindungsgemässe Bausatz erlauben ein schnelles und einfaches Erstellen eines modularen Verkehrswegs. Einzelne Elemente können schnell und ohne grossen Aufwand aufgrund der lösbaren Verbindungen ersetzt werden. Der Aufbau und die Beschaffenheit der Verkehrswegmodule ermöglichen den Bau eines Verkehrswegs bei dem thermische oder aufgrund Feuchte entstandene Veränderungen minimiert oder ausgeglichen werden. Insbesondere erlaubt ein Bausatz mit verschiedenen Modulen eine Fahrrad-Schnellroute zusammenzusetzen. Werden vorzugsweise Standardelemente von 2 Metern oder 4 Metern Breite verwendet, können diese bequem via Lastwagen transportiert und vor Ort zusammengesetzt werden. Gemäss Erfindung ist es möglich, eine Entflechtung von Fahrradfahrern und anderen Verkehrsteilnehmern zu realisieren. Dies kann Konflikte minimieren oder verhindern und trägt zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer bei. Insbesondere eine Fahrrad-Schnellroute, welche Holz als wesentliches Bauelement verwendet und Photovoltaik integriert erfüllt einen hohen Nachhaltigkeitsstandard. Da für den Bau des modularen Verkehrswegs bestehende Trassees (Auto,

Tram) verwendet werden können, können bereits erschlossene Siedlungsgebiete genutzt bzw. diese gegebenenfalls mit einer optimierten Fahrrad-Schnellroute mit richtungsgetrennten Fahrbahnen mit Zentren verbunden werden.

Alle diese Eigenschaften des erfindungsgemässen modularen Verkehrswegsystems erlauben den kostengünstigen Bau und Unterhalt eines modularen Verkehrsweges.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figurenbespielen näher erläutert. Dabei zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines einfachen modularen Verkehrswegelements;

Fig. 2 einen Längsschnitt durch ein Verkehrswegelement;

Fig. 3 einen Querschnitt durch eine Kupplungsvorrichtung in zwei Streckenmodulen;

Fig. 4 eine perspektivische Durchsicht durch ein modulares Verkehrswegelement mit nebeneinander angeordneten Streckenmodulen;

Fig. 5 eine schematische Darstellung einer Kopplung zweier benachbarter Streckenmodule; Fig. 6 eine Durchsicht eines Streckenmoduls auf einem Trägerelement in der Ausgestaltung eines gebogenen Verkehrswegelements;

Fig. 7 eine Durchsicht durch das Streckenmodul aus Fig. 6;

Fig. 8 eine perspektivische Durchsicht eines teilweise erstellten Verkehrswegs auf Stützpfeiler;

Fig. 9 eine schematische Schrägdurchsicht durch einen L-förmigen Stützpfeiler;

Fig. 10 ein Verbindungselement für T rägerelement und Stützpfeiler beispielweise für den Verkehrsweg aus Fig. 8;

Fig. 11 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines Verkehrswegelements;

Fig. 12 einen Ausschnitt aus dem T rägerelement aus Fig. 11 ;

Fig. 13 einen Ausschnitt der Verbindung von Trägerelement und Streckenmodul aus Fig. 11 ;

Fig. 14 eine schematische Darstellung eines Verkehrswegelements mit Trägerelement in der Form eines Flohlkastens und Stützpfeiler;

Fig. 15 einen Ausschnitt der Verbindung T rägerelement und Stützpfeiler aus Fig. 14;

Fig. 16,17 eine schematische Darstellung einer Verbindung von Trägerelement und Stützpfeiler;

Fig.18-23 verschiedene Kupplungsvorrichtungen mit Lasche und Schlitz für zwei Streckenmodule;

Fig. 24-26 Kupplungsvorrichtungen mit einer oder mehreren Federn;

Fig. 27,28 weitere Kupplungsvorrichtungen von Streckenmodulen;

Fig. 29 eine Darstellung eines Verkehrswegelements mit seitlich angebrachtem Stützpfeiler; Fig. 30 eine Ausführungsform von Verkehrswegelement mit Heizung.

Fig. 1 zeigt ein Trägerelement 1 mit zwei parallel angeordnete Längsträgern 3, die durch zwei Querträger 2 miteinander verbunden sind. Auf dem T rägerelement 1 aufliegend sind zwei aneinander befestigte Streckenmodule 5 gezeigt. Die Länge des Trägerelements 1 entspricht der Länge einer Vielzahl von Streckenmodulen 5.

Ein Streckenmodul 5 wird durch zwei parallel angeordnete Längsbalken 6 und im Beispiel von Fig. 1 durch fünf Querstreben 7 gebildet. Die Längsbalken 6 und Querstreben 5 bilden eine liegende Rahmenkonstruktion in der Form eines Rechtecks. Im Falle von gebogenen Balken 6 hat die Rahmenkonstruktion die Form eines Kreissegments zum Bilden eines Kurvenmoduls.

Der Grundrahmen der Streckenmodule 5 bildet auf seiner Oberseite im einfachsten Fall eine Ebene, woraus eine ebene Fahrbahn resultiert. Es ist jedoch auch möglich, durch die entsprechende Form und Anordnung der Längsbalken 6 des Grundrahmens diesen derart zu konstruieren, dass eine Fahrbahn Neigungen enthält, beispielsweise um Niederschlag abzuführen.

Die Breite des Trägerelements 1 entspricht der Breite eines Streckenmoduls 5.

Die Längsträger 3 und Längsbalken 6 sind massive Körper oder Hohlkörper, die beispielsweise aus Holz, wie Brettschichtholz, Aluminium oder anderen Leichtmetallen oder Stahlblech hergestellt werden können.

In Fig. 1 liegen die Streckenmodule 5 mit den Längsbalken 6 und einer Querstrebe 6 auf den Längsträgern 3 und auf einem Querbalken 2 des Trägerelements 1 auf. Um eine gewisse Stabilität der Verbindung von

Streckenmodul und Trägerelement zu erreichen können entsprechende korrespondierende Formen der jeweiligen Auflageflächen vorgesehen sein.

Dank der Balken ko nstruktion des Grundrahmens des Streckenmoduls 5 und des Trägerelements 1 wirken nicht vernachlässigbare Expansions- und Kontraktionskräfte nur auf eine kleine Querschnittsfläche entlang des Verkehrswegelements und entlang der Längsbalken/Längsträger des Grundrahmens.

Die Streckenmodule 5 sind miteinander lösbar verbunden (in Fig. 1 nicht gezeigt). In Fig. 2 und Fig. 3 sind Details von Verbindungmöglichkeiten von

Streckenmodul 5 und Trägerelement 1 , sowie der Streckenmodule 5 untereinander gezeigt. In den Figuren werden gleiche Referenzzeichen für gleiche oder ähnliche Elemente verwendet.

Zwei Streckenmodule 5 bestehend aus Längsbalken 6 und fünf Querstreben 7 sind zu einer Rahmenkonstruktion verbunden und liegen auf einem Längsträger

3 und Querträger 2 des T rägerelements 1 auf. Die T räger und Balken sowie Streben sind vorzugsweise aus Holz hergestellt.

Um eine stabile Verbindung der Streckenmodule 5 zu erreichen, welche zur Neutralisierung von Veränderungen der Bauteile durch Temperaturveränderungen beiträgt, wird eine Kupplungsvorrichtung 13 mit Schraubverbindung verwendet.

Die Streckenmodule 5 liegen zudem entlang einer End-Querstrebe aneinander, wobei eine Elastomerschicht 20 zwischen die Streckmodule 5 gelegt und darin geklemmt wird. Die Fläche der Elastomerschicht 20 entspricht vorzugsweise der Grösse der beiden zu verbindenden Flächen. Die Elastomerschicht 20 weist beispielsweise eine Dicke von 5 Millimeter auf. Die

Kupplungsvorrichtung 13 wird durch Öffnungen 12 in den Querstreben angebracht. Dies wird anhand Fig. 3 näher beschrieben.

Zur Verbindung des Streckenmoduls 5 mit dem Trägerelement 3 weisen die Längsbalken 6 unterseitig Nuten 11 auf, welche mit aus der Oberseite der Längsbalken 3 herausragenden Stiften (nicht gezeigt) Zusammenwirken.

Pro Streckenmodul 5 können beispielsweise zwei Stifte im Längsträger 3 vorgesehen sein. Vorzugsweise sind Stifte aus Hartholz oder Metall jeweils im Abstand von 1500 Millimeter mittig in der oberen Längsträgerseite angebracht. Die Stifte weisen einen Querschnitt von 50x20 Millimeter auf und ragen 40 Millimeter aus dem Längsträger 3 heraus. Die Streckenmodule 5 werden auf die Längsträger 3 aufgesetzt, so dass die Stifte in die entsprechenden Nuten 11 (QS 80x22mm) eingreifen.

Die Nuten 11 erlauben aufgrund ihrer Breite eine gewisse Verschiebung der Stifte und damit der Streckenmodule 5 relativ zum T rägerelement 1 in Längsrichtung des Verkehrswegelements. Nuten 11 und Stifte können auch umgekehrt angeordnet sein, beispielsweise

Nuten 11 im Trägerelement und vorstehende Stifte auf der Unterseite der Streckenmodule 5.

Die Längsbalken 6 der Streckmodule 5 sind in regelmässigen Abständen mit Durchgangsöffnungen 4 versehen. Die Durchgangsöffnungen 4 sind parallel zu den Querstreben 7 und seitlich in den Längsbalken 6 angeordnet. Diese Durchgangsöffnungen 4 sind zur Verbindung des Streckenmoduls 5 mit weiteren Streckenmodulen vorgesehen.

Die Oberseite der Streckmodule 5 verläuft parallel zum Trägerelement 1 und bildet eine im wesentlichen gerade Ebene. Auf die Streckenmodule 5 aufgebracht ist eine dreischichtige Fahrbahn 8, 9, 10.

Wie in Fig. 3 gezeigt besteht die Kupplungsvorrichtung 13 im Wesentlichen aus einem Stahlstift 14, der an seinem einem Ende in eine Stahlplatte 15 und an seinem gegenüberliegenden Ende in einem Gewinde 16 mündet.

Der Stahlstift 14 ist durch die Öffnung 12 in den Querstreben 7 an den zu verbindenden Seiten zweier Streckenmodule 5 geschoben. Unter Verwendung einer Mutter 17, einer Unterlagscheibe 18 und einer Feder 19 zwischen Unterlagscheibe 18 und Mutter 17 auf der Seite des Gewindes 18, wird zwischen diesen Elementen und der Stahlplatte eine die beiden Streckenmodule 5 zusammendrückende Kraft erzeugt. Dadurch werden die Streckenmodule aneinander befestigt und die zwischen den Streckenmodulen angeordnete Elastomer-Schicht 20 geklemmt.

Durch die Verwendung der Kupplungsvorrichtung 13 mit Elastomer-Schicht 20 und Feder 19 wird eine für einen Verkehrsweg erforderliche stabile Verbindung ermöglicht. Zudem wird eine Flexibilität der Kupplung senkrecht zur Verbindungsebene der beiden Streckenmodule 5 ermöglicht, welche der Neutralisierung von Expansions- und Kontraktionskräften dient. Das Mass an Flexibilität ist durch Einstellen der Kraft beim Festschrauben der Kupplungsvorrichtung 13 einstellbar. Die Verwendung der Kupplungsvorrichtung 13 mit Elastomer-Schicht 20 ermöglicht auch eine dauerhaft wasserdichte Verbindung der Streckenmodule 5. Je nach Verhältnis von Grösse und Form des Stahlstifts 14 zu den Öffnungen 12 in den Querstreben 7 lässt sich eine Flexibilität der Verbindung auch in andere Richtungen erreichen. Die beschriebene Kupplungsvorrichtung 13 erlaubt zwei Streckenmodule 7 stirnseitig oder auch seitlich in einem einfachen Verfahren beliebig häufig miteinander zu verbinden und wieder voneinander zu lösen.

Der Stahlstift 14 ist vorzugsweise ein Metallstift mit rechteckigem Querschnitt von 10x50 Millimeter. Auf der einen Seite des Stahlstifts ist eine runde Stahlplatte mit 80 Millimeter Durchmesser als Kopf angeschweisst. Am gegenüberliegenden Ende des Stahlstifts ist ein runder Stift von etwa 80 Millimeter Länge mit einem M14-

Gewinde angebracht. Beim Kuppeln wird der Stahlstift in eine als Schlitz geformten Öffnung 12 im Modulrahmen gesteckt. Eine M14-Sperrmutter wird bis zu einem definierten Drehmoment angezogen, so dass eine definierte Kraft zwischen den gekoppelten Elementen 5 wirkt. Anstelle des Stahlstifts 14 können auch andere Materialien verwendet werden, insbesondere zur Erhöhung der Stabilität oder zur Reduktion des Gewichts. Auch ist anstelle des Stahlstifts die Verwendung einer Schraube denkbar.

Die spezielle Kupplungsvorrichtung erlaubt es, Trägerelement 1 und Streckenmodule 5 jederzeit unter geringem Aufwand auszutauschen. Die auf dem Streckenmodul 5 angebrachte Fahrbahn weist eine starre Tragschicht 8 und eine aus zwei Schichten 9,10 bestehende Deckschicht auf. Die Tragschicht und Deckschichten können Schichten aus Holz, Laminat, Kunststoffen, Kunstharzen, Wabenschichtstrukturen, Energie produzierenden, speichernden oder abgebenden Schichten sein. Bevorzugt wird eine stromproduzierende Schicht als Deckschicht verwendet.

In Fig. 4 ist ein Ausschnitt eines modularen Verkehrswegs gezeigt, dessen Breite der Breite von zwei Streckenmodulen 5 entspricht. Die Breite eines Streckenmoduls bildet dabei vorzugsweise eine Fahrbahnhälfte 50 (je eine Hälfte pro Fahrrichtung). Die Streckenmodule 5 sind auf dem T rägerelement 1 angeordnet.

Die Breite des Trägerelements 1 weist die Breite von zwei Streckenmodulen 5 auf.

Wiederum werden gleiche Referenzzeichen für gleiche oder ähnlich Elemente verwendet.

Der modulare Verkehrsweg umfasst ein Trägerelement 1 und darauf angeordnete Streckenmodule 5, welche aus einem Grundrahmen bestehen und auf welchem eine Fahrbahn 8,9,10 befestigt ist.

Die Basiseinheiten einer Fahrbahnhälfte 50 besteht aus einem Streckenmodule, Die beiden nebeneinander liegenden Streckenmodule 5, welche je eine Fahrbahnhälfte 50 bilden, sind über eine Kupplungsvorrichtung 13 aneinander befestigt. Die Kupplungsvorrichtung ist vorzugsweise eine

Kupplungsvorrichtung wie in Fig. 3 beschrieben. Die Fahrbahnhälften 50 können vor der Montage auf dem Trägerelement 1 vor Ort zusammengeschraubt werden. Hierzu sind in den Rahmen der Streckenmodule 5 standardisierte Löcher vorgebohrt. Eine seitliche Kupplung wird in Fig. 5 unten näher beschrieben. Zur Verbindung der Streckenmodule 5 mit dem Trägerelement 1 sind die

Längsträger des Trägerelements 1 auf der Oberseite mit Nuten 31 versehen. Diese wirken mit Stiften 32 an der Unterseite der Streckenmodule 5 zusammen. Die seitlich verbundenen Streckenmodule 5 bzw. Halbelemente liegen so auf dem Trägerelement 1 auf, dass die Nuten 31 mit den Stiften 32 zusammengefügt werden.

Kupplungsmöglichkeiten für Streckenmodule 5 bestehen an den Stirnseiten der Streckenmodulen 5 zur Verlängerung des Verkehrswegs.

Kupplungsmöglichkeiten bestehen an den Seiten der Streckenmodule 5 der Fahrbahnhälften 50 um eine Verbreiterung der Fahrbahn zu realisieren, beispielsweise für Auffahrten oder um Abzweigungen zu ermöglichen.

Verkehrswegelemente werden standardmässig via vier Kupplungspunkte stirnseitig aneinander gekoppelt. Auch an den Längsseiten der

Verkehrswegelemente existieren vier Kupplungspunkte. Diese haben einen gleichen Abstand zueinander, so dass die Streckenmodule 5 an ihrer Innenseite aneinander gekoppelt werden können. Es ist jedoch auch möglich über die Kopplungspunkte in den aussenliegenden Längsbalken 6 der Streckenmodule 5 weitere Streckenmodule an der Aussenseite des Verkehrswegelements anzubringen.

Die verschiedenen Elemente sind mit Schnellkupplungen miteinander verbunden, welche nicht fix an den Elementen montiert sind. Damit sind solche Schnellkupplungen frei einfügbar, wo es sie braucht. Fig. 5 zeigt schematisch eine seitliche Verbindung von zwei Streckenmodulen

5.

Die Längsbalken 6 der Streckenmodule weisen standardisierte vorgebohrte Löcher 21 auf. Zwischen die beiden Streckenmodule 5 wird bei der Verschraubung ein Gummiband 22 eingefügt. Ein Gummiband weist beispielsweise eine Dicke von 5 Millimeter auf. Ein Überstand des Gummibands wird vorzugsweise nach der

Montage abgeschnitten.

Die Streckenmodule werden seitlich verbunden, indem ein mit einem Kopf 25 versehener Metallstift 23 in das dafür vorgesehene Loch 21 geschoben wird. Unter Verwendung einer Unterlagscheibe 18 und einer Mutter 17 auf der Seite eines Stiftgewindes werden die beiden Streckenmodule verbunden, derart, dass eine dichte Verbindung entsteht.

Diese Art der seitlichen Verbindung gewährleistet ein flexibles und doch stabiles und abgedichtetes Fahrbahnsystem in Längsrichtung, auch bei einer Vielzahl von in Querrichtung nebeneinander angeordneten Streckenmodulen.

Im Rahmen der Erfindung ist es nicht nur möglich, Trägerelemente und Streckenmodule für gerade Strecken zu konstruieren, sondern auch solche für Kurven, in diesem Falle werden gebogene Träger und Balken verwendet.

In Fig. 6 ist schematisch ein gebogenes Verkehrswegelement gezeigt. Ein Trägerelement 1 weist zwei gebogene parallele Längsträger 3 aus Holz auf. Die Längsträger weisen wiederum ein Vielfaches der Länge eines Streckenmoduls 5 auf.

Das Verkehrswegelement weist eine Fahrbahn für Fahrräder auf, welche zweispurig und für Gegenverkehr vorgesehen ausgestaltet ist. Die Streckenmodule 5 sind als Kreissegmente ausgebildet. Zwei

Streckenmodule in der Form von zwei Kreissegmenten, einem inneren und einem äusseren Kreissegment, bilden je eine Fahrbahnhälfte 50. Die Streckenmodule 5 sind mittels Schnellkupplung aneinander befestigt. In der Figur sind Öffnungen 12 und Löcher 21 in den Rahmen der Streckenmodule zum Durchführen einer Kupplungsvorrichtung als schwarze Balken dargestellt.

An beiden Längsseiten des Kurvenelements ist ein Geländer 25 angebracht. Das Geländer weist drei senkrechte 251 und vier waagrechte 250 Holme auf. Ein oberster Abschnitt des Geländers ist nach aussen geneigt. In diesem oberen Teil des Geländers sind zwischen den senkrechten Holmen 251 Seile gespannt. Im unteren Teil des Geländers 25 sind Verbundglas-Scheiben oder halbtransparente

Solarzellen zur Stromproduktion eingefügt.

Das Geländer 25 ist entsprechend der Form des gebogenen Verkehrswegelements gebogen. Fig.7 zeigt eine Durchsicht des Verkehrswegelements 5 gemäss Fig. 6, wobei das Trägerelement nicht gezeigt ist.

Die Streckenmodule 5 weisen gebogene Längsbalken 6 aus Holz auf. Die Abstände zwischen den Querstreben 7 sind kürzer Gehalten als bei geraden Streckenmodulen.

Die Geländer 25 weisen mehrere Leuchtelemente 26, beispielsweise LEDs auf. Die Leuchtelemente 26 sind beabstandet voneinander entlang der Holme 251 angeordnet. Die Leuchtelemente 26 befinden sich vorzugsweise nur im unteren, nicht nach aussen abgeschrägten Teil des Geländers 25. Mit der vorliegenden Erfindung kann ein modularer Verkehrsweg direkt am

Boden erstellt werden, in dem die Trägerelemente 1 am Boden verankert werden. Der modulare Verkehrsweg eignet sich aber auch zur Konstruktion von Brücken oder generell zur Erstellung eines Verkehrswegs in der Höhe. Dabei werden die Trägerelemente von Stützpfeilern getragen oder daran aufgehängt. Fig. 8 zeigt drei hintereinander angeordnete und aneinander befestigte

Trägerelemente 1. Auf einem der Trägerelemente sind 5 x 2 paarweise seitlich verbundene Streckenmodule 5 hintereinander in Längsrichtung angeordnet. Jedes Trägerelement 1 liegt an beiden Enden auf je einem L-förmigen Stützpfeiler 30 auf. Der Querast 300 des Stützpfeilers 30 bildet dabei einen Querträger 2 des Trägerelements 1.

Die Stützpfeiler 30 können auf bekannte Weise über ein Fundament im Boden verankert werden.

Höhen von Stützpfeiler sind vorzugsweise so gewählt, dass ein Trägerelement 1 oder eine Fahrbahn vorzugsweise in etwa 3 Meter über Gehwegen, 3.5 Meter bis 4.5 Meter über Strassen und 4.25 Meter bis 5 Meter über

Strassenbahntrassen angeordnet ist.

L-förmigen Stützpfeiler 30 der gezeigten Art haben den Vorteil, dass eine unter dem Verkehrsweg geführte Strasse nur einseitig durch die Stützpfeiler eingeschränkt ist. Fig. 9 zeigt einen Stützpfeiler 30 und ein Beispiel einer Verbindung von Stützpfeiler 30 und Trägerelement 1. Dabei wird dem Querast 300 des Stützpfeilers 30 an beiden Enden des Querastes 300 je ein Verbindungselement 60 aus Metallplatten aufgesetzt. Das Verbindungselement 30 ist in Fig. 10 näher gezeigt. Das Verbindungselement 60 weist eine Auflagefläche 500 für den Querast 300 des Stützpfeilers 30 auf. Das Verbindungselement 60 liegt mit dieser Auflagefläche 500 auf dem Querast 300 auf.

Das Verbindungselement 60 weist zwei weitere Auflageflächen 501 auf, welche auf gegenüberliegenden Seiten der Auflagefläche 500, jedoch auf unterschiedlicher Höhe zur Auflagefläche 500, angeordnet sind.

Die beiden Auflageflächen 501 kommen in montiertem Zustand des Verbindungselements 60 jeweils zu beiden Seiten des Querastes 300 zu liegen und sind im rechten Winkel zum Verlauf des Querastes 300 angeordnet.

Längsträger 3 von zwei benachbarten Trägerelementen 1 werden ins Verbindungselement 60 eingelegt und dabei auf die Auflageflächen 501 des Verbindungselements 60 aufgelegt.

Das Verbindungselement 60 ist derart gestaltet und positioniert, dass Längsträger 3 der Trägerelemente 1 und der Querast 300 des Stützpfeilers 30 auf deren Oberseite bündig sind. Das Verbindungselement 60 wird an den Querast 300 des Stützpfeilers 30, sowie an die Trägerelemente 1, vorzugsweise mittels Schrauben, montiert. Das Verbindungselement 60 weist entsprechende Öffnungen zum Durchführen von Befestigungselementen, wie beispielsweise Schrauben, auf.

Zur Montage am Querast 300 weist das Verbindungselement 60 seitlich vorstehende, in montiertem Zustand senkrecht vom Querast 300 wegweisende,

Vorsprünge 502 auf. Diese dienen der Stabilisation des Verbindungselements 60 auf dem Querast 300, sowie der Montage des Verbindungselements 60 am Querast 300. Die Auflageflächen 500, 501 des Verbindungselements 60 können mit einer Gleitplatte oder Gleitschicht beispielsweise aus Teflon ausgelegt sein. Damit wird ein Gleiten der aufeinander aufliegenden Elemente beispielsweise aufgrund thermischer Schwankungen oder unterschiedlicher Belastung ermöglicht. Beispielhafte Werte von Elementen der Erfindung sind:

- Länge von geraden Elementen: 4 Meter, 8 Meter; 4 Meter breit und 4 Meter lang. Vorgefertigte Doppelelemente: 2.5m Länge und 4.4m Breite.

Radien von Kurvenelementen: r=10M/15Grad, r=15M/10Grad, r=20M/7.5Grad, r=30M/5Grad, r=50M/3Grad; Mit diesen 5 Kurvenelementen lassen sich durch Kombination fast alle Kurvenradien zwischen 10 und 100m mit einer Abweichung < 1 Prozent realisieren. Mittlere Länge von Kurven-Elementen: 2 bis 3 Meter. Vorzugsweise werden weitere Kurvenelemente mit Kurvenradien von 12.5m, 25m und 33m zur Verfügung gestellt.

- Trägerelement: Zwei Längsträger 300x400 Millimeter aus Brettschichtholz mit einer Länge von 20 Meter für gerade Elemente; Doppel-T Träger oder

Balkenkästen aus Leichtmetall; Pro Fahrbahnelement einen Querträger mittig angeordnet; eine Länge von gebogenen Längsträgerpaaren entspricht drei Kurvenelementen mit entsprechenden Radien; Verbindung mit anderen Längsträgern mittels geschraubter Metallplatten; Gewicht ca. 2.5 Tonnen für ein Standard-Trägerelement aus Brettschichtholz.

- Streckenmodul: 20x20 Zentimeter Längsbalken aus Brettschichtholz; 3 Querträger; Gefälle von Mitte zu Rand ca. 1 Grad für Wasserabfluss;

- Fahrbahntragschicht: Holzschicht 33 Millimeter in Längslattung aufgebracht.

- Geländer für Verkehrswegelemente: 4 senkrechte Stützen, 3 waagrechte Holme, in 1 M Höhe 45° nach aussen geneigt. Raum zwischen Holmen weist

Litzenseile, Metall-Profile, Verbundglas oder Fotovoltaik-Gläser auf; LED in Holme eingebaut; Gewicht Geländer ca. 12 kg, mit Photovoltaik Zellen ca. 40 kg. In Fig. 11 ist ein Abschnitt eines Verkehrswegs mit einem Trägerelement 1 in der Form eines Hohlkastens dargestellt. Ein einzelnes Streckenmodul 5, oder zwei seitlich nebeneinander oder hintereinander liegende gerade Streckenmodule 5, beispielsweise wie in Fig. 7 anhand eines Kurvenmoduls beschrieben, liegt auf dem Hohlkasten auf.

Das Trägerelement 1 ist mittig unter dem Streckenmodul 5 angeordnet. Das Trägerelement 1 erstreckt sich über die gesamte Länge des Streckenmoduls 5 und in etwa über die Hälfte der Gesamtbreite des Streckenmoduls 5.

Das Streckenmodul 5 weist gerade Längsbalken 6 aus Holz auf. Die Längsbalken 6 sind im gezeigten Beispiel mit fünf voneinander beanstandeten Querstreben 7 miteinander verbunden.

Das Verkehrswegelement weist eine Fahrbahn 8,9,10 für Fahrräder auf, welche einspurig oder auch zweispurig und für Gegenverkehr vorgesehen ausgestaltet sein kann. An beiden Längsseiten des Streckenmoduls 5 ist ein Geländer 25 mit den

Längsbalken 6 verschraubt. Das Geländer weist zwei senkrechte Holme 251 auf. Ein oberster Abschnitt des Geländers ist nach aussen geneigt. In diesem oberen Teil des Geländers sind zwischen den senkrechten Holmen 251 Drahtseile gespannt oder Metallleisten angebracht. Im unteren Teil des Geländers 25 sind Verbundglas-Scheiben oder halbtransparente Solarzellen zur Stromproduktion eingefügt.

Das Trägerelement 1 weist zwei Längsträger 3 auf, welche die zwei Seiten des Hohlkastens bilden. Zwei Querträger 2 in der Form von Querträgerplatten bilden die Oberseite und die Unterseite des Hohlkastens. Der Hohlkasten ist mit drei Verbindungsteilen 70 pro Seite mit dem Seitenmodul 5 verbunden, beispielsweise schwimmend gelagert oder geschraubt. Die Verbindungsteile 70 sind jeweils an der Längsposition jeder zweiten Querstrebe 7 des Streckenmoduls 5 angeordnet.

Zwischen den Verbindungsteilen 70 und Querbalken 7 des Seitenmoduls 5 sind Lagerungselemente 77 geklemmt. Die Lagerungselemente 77 entlang der einen Seite des Verkehrswegs weisen eine grössere Dicke auf als die Lagerungselemente 77 entlang der gegenüberliegenden Seite des Verkehrswegs. Zusätzlich sind die Lagerungselemente 77 keilförmig ausgestaltet. Durch die geneigte Lagerung des Streckenmoduls 5 auf dem Trägerelement 1 wird eine seitliche Neigung der Fahrbahn von 1-2% bei ansonsten geradem Streckenmodul erreicht.

Der Hohlkasten ist in Fig. 12 näher dargestellt. Der Hohlkasten weist einen Innenrahmen 111 auf. Der Innenrahmen 111 ist aus Metall und stabilisiert die Holzkonstruktion des Hohlkastens. Der Innenrahmen 111 ist an den Querträgern 2 und Längsträgern 3 befestigt, vorzugsweise verschraubt. Dazu weist der

Innenrahmen 1111 entlang der Querträgerplatte und den Längsträgern 3 verlaufende Öffnungen auf.

Im unteren Teil des Innenrahmens 111 ist durch eine Zusatzquerstrebe 1112 verstärkt. Die Öffnung innerhalb des Innenrahmens 111 dient zur geschützten

Durchführung von Kabeln und anderen Leitungen innerhalb und entlang des Trägerelements 1.

Das Verbindungsteil 70 aus Fig. 11 ist in Fig. 13 näher dargestellt. Das Verbindungsteil 70 ist eine T-förmige Metallplatte. Ein Querbalken 7 liegt auf dem Kopf 702 der Metallplatte auf, wobei zwischen Kopf 702 und Querbalken 7 ein quaderförmiges Lagerungselement 77 angeordnet ist. Das Lagerungselement kann auch leicht keilförmig gestaltet sein.

Das Lagerungselement 77 kann fest oder elastisch sein. Es kann eine rutschfeste Oberfläche aufweisen oder aus rutschfestem Material gefertigt sein. Der Querbalken 7 kann schwimmend, d.h. ohne weitere Befestigung, über das

Lagerungselement 77 und das Verbindungsteil 70 auf dem Trägerelement 1 aufliegen.

Jede Seite 701 , 701 der Metallplatte ist mit Öffnungen versehen. Über diese Öffnungen kann das Verbindungsteil 70 mit dem Hohlkasten verschraubt sein. Über diese Öffnungen kann das Verbindungsteil 70 auch mit dem Lagerungselement 77 und mit dem Streckenmodul 5 verschraubt sein. Damit kann eine stabile und voneinander lösbare Kupplung von Trägerelement 1 und Streckenmodul 5 hergestellt werden. Fig. 14 zeigt eine weitere schematische Darstellung eines

Verkehrswegelements, in dem das Trägerelement 1 , wie in Fig. 11 , in der Form eines Hohlkastens ausgebildet ist. Gleiche Bezugszeichen werden für gleiche oder ähnliche Elemente verwendet.

Der Hohlkasten ist wiederum aus zwei seitlichen Längsträgern 3 und zwei als Platten ausgebildeten Querträgern 2 gebildet. Längsträger und Querträgern sind vorzugsweise aus Holz.

Der Hohlkasten weist einen Innenrahmen 111 auf. Der Innenrahmen 111 ist umlaufend und aus Metall und stabilisiert die Holzkonstruktion des Hohlkastens. Der Innenrahmen 111 ist an den Querträgern 2 und Längsträgern 3 befestigt, vorzugsweise verschraubt. Dazu weist der Innenrahmen 1111 entlang der

Querträgerplatte und den Längsträgern 1 verlaufende Öffnungen auf.

Die Öffnung innerhalb des Innenrahmens 111 dient zur geschützten Durchführung von Kabeln und anderen Leitungen innerhalb und entlang des Trägerelements 1. An beiden Längsenden des Trägerelements 1 ist ein Stützpfeiler 30 angebracht, wobei in Fig. 14 lediglich ein Stützpfeiler gezeigt ist. Das T rägerelement 1 liegt auf der einen Hälfte des Stützpfeilers 30 auf. Die zweite Hälfte des Stützpfeilers 30 ist zum Anbringen und Verbinden eines weiteren Wegelements an das bestehende Wegelement vorgesehen. Der Stützpfeiler 30 ist ein Pfosten mit rechteckigem Querschnitt. Der

Stützpfeiler weist ein Hohlprofil auf und ist vorzugsweise aus Metall, beispielsweise Stahl gefertigt. Der Stützpfeiler 30 kann auf bekannte Weise über ein Fundament im Boden verankert werden. Auch in diesen Ausführungsformen des Verkehrswegelement ist eine Höhe von Stützpfeilern vorzugsweise so gewählt, dass ein unteres Ende eines Trägerelements 1 vorzugsweise in etwa 3 Meter über Gehwegen, 3.5 Meter bis 4.5 Meter über Strassen und 4.25 Meter bis 5 Meter über Strassenbahntrassen angeordnet ist.

Die gezeigten pfahlförmigen Stützpfeiler 30 haben den Vorteil, dass sie sehr schlank ausgeführt und mittig unter dem Verkehrsweg und entlang der Längsachse des Verkehrswegs geführt werden können. Die Konstruktion Stützpfeiler 30, Trägerelement 1 und Streckenmodul 5 weist im Wesentlichen einen symmetrischen Aufbau in Bezug auf eine Längsachse auf.

Während eine mittige Position des Stützpfeilers 30 aufgrund ausgeglichener Kräfteverteilung bevorzugt ist, hat sich gezeigt, dass ein seitlicher Versatz des Stützpfeilers bis zu 20 Prozent möglich ist.

Fig. 15 zeigt die Verbindung von Stützpfeiler 30 und Trägerelement 1 aus Fig. 14 in Detail. Dabei wird dem Stützpfeiler 30 an seinem oberen Ende mindestens ein Verbindungselement 60 pro Trägerelement 1 aufgesetzt. Das Verbindungselement besteht vorzugweise aus Metallplatten.

In der gezeigten Figur ist das Verbindungselement 60 im wesentlichen als Winkeleisen ausgestaltet. Zwei Winkeleisen pro Trägerelement 1 werden seitlich am Stützpfeiler 30 angebracht und mit der unteren Querträgerplatte 2 verbunden.

Das Verbindungselement 60 wird an den Stützpfeiler 30, vorzugsweise mittels Schrauben, montiert. Das Verbindungselement 60 weist entsprechende Öffnungen zum Durchführen von Befestigungselementen, wie beispielsweise Schrauben, auf.

Die Ausgestaltung von Stützpfeilern wie in den Fig. 14 und 15 gezeigt, ermöglicht das Lagern von zwei Verkehrswegelementen auf demselben Stützpfeiler. Es ist jedoch auf möglich einen einzelnen Stützpfeiler pro Trägerelement 1 vorzugsehen. Dieser Stützpfeiler ist dann vorzugsweise zentral unten am Trägerelement positioniert, vorzugsweise in der Mitte des Trägerelements bezüglich sowohl seiner Längsachse wie auch seiner Querachse. Fig. 16 zeigt eine Verbindung von Stützpfeiler 30 und zwei Trägerelementen. Dabei sind lediglich zwei C-Profile 112, die je einem Hohlkasten eines Trägerelements zugeordnet sind, gezeigt. Die beiden C-Profile 112 sind symmetrisch und mittig über dem Stützpfeiler 30 angeordnet. Zwischen Stützpfeiler 30 und den beiden C-Profilen 112 ist ein Verbindungselement 60 angeordnet. Das

Verbindungselement 60 ist eine Lochplatte, vorzugweise aus Metall, welche mehrere, hier vier, längliche Öffnungen 61 aufweist. Dies ist in Fig. 17 gezeigt.

Die beiden C-Träger 112 weisen zumindest an ihren unteren Enden ebenfalls mehrere, hier drei, längliche Öffnungen 113 auf. Die C-Profile 112 werden nun mittels Schrauben über das Verbindungselement 60 mit dem Stützpfeiler 30 verbunden. Die länglichen Öffnungen 61 , 113, sind im Falle des

Verbindungselements 60 in Längsrichtung, sprich in Fahrbahnrichtung, und im Falle der C-Träger 112 quer dazu, also in Querrichtung angeordnet. Dies erlaubt eine gewisse Flexibilität der Trägerelemente in der Positionierung der Trägerelemente 1 sowohl in Längs-, wie auch in Querrichtung.

In Fig. 18 ist eine Kupplungsvorrichtung 13 für zwei Streckenmodule 5 gezeigt, welche als Einschiebkupplung ausgebildet ist. Eine Laschenbefestigung 130 mit vorstehender Lasche 131 wird in einen entsprechenden Schlitz 133 einer

Schlitzbefestigung 132 eingeschoben. Laschenbefestigung 130 und Schlitzbefestigung 132 sind vorzugsweise mittels Schrauben an gegenüberliegenden Streckenmodulen 5 angebracht.

Die zwei Streckenmodule 5 sind durch einfaches längsaxiales Verschieben und dabei Verbinden der Kupplungsteile 130,132 miteinander kuppelbar. In Fig. 19 und Fig. 20 sind die beiden Kupplungsteile 130,132 an den Streckenmodulen 5 befestigt gezeigt. Die Kupplungsvorrichtung 13 ist vorzugsweise unterhalb einer

Fahrbahnschicht angeordnet.

In einer Kupplungsvorrichtung 13 mit Lasche 131 und Schlitz 133 wird ein Höhenversatz der Module vorzugsweise minimiert, während ein seitlicher Versatz (Querbewegung) möglich bleibt. In Fig. 21 ist eine Variante der Kupplungsvorrichtung 13 wie in Fig. 18 gezeigt. Dabei ist die Lasche 131 schwimmend zwischen zwei Rollen 134 gelagert. Die Rollen sind vorzugsweise in einer Schlitzbefestigung 132 oder einer Aussparung im Streckenmodul 5 angebracht. Dies erlaubt nicht nur eine relative Bewegung der Streckenmodule 5 gegeneinander in Längsrichtung, sondern auch in Querrichtung in der Ebene der Streckenmodule (leichte Drehbewegung).

Wie in Fig. 22 gezeigt, kann eine Lasche 131 an ihrem freien Ende eine Verbreiterung oder einen Haken 135 aufweisen. Bei leichtem Auseinanderziehen der beiden Kupplungsteile 130,132 in Längsrichtung, verhindert der Haken 135 ein Herausrutschen der Lasche 131 aus dem Schlitz 133 und somit ein Entkoppeln der zwei Streckenmodulen.

In Fig. 23 ist eine Kupplungsverbindung 13 gezeigt, in welcher die Lasche 131 spitz zulaufend ausgestaltet ist. Die Lasche weist auf ihrer Oberseite und ihrer Unterseite jeweils eine in Querrichtung verlaufende Verdickung 136 auf. Die Verdickungen 136 greifen in seitliche Aussparungen 137 in der Schlitzbefestigung 132 ein, weisen jedoch ein gewisses Spiel auf. Damit bietet die Kupplungsvorrichtung in Fig. 23 einen gewissen Entkopplungsschutz und Spiel in Längs- wie auch in Querrichtung auf.

Fig. 24, Fig. 25 und Fig. 26 zeigen jeweils eine Kupplungsvorrichtung mit Feder für zwei Streckenmodule 5. In Fig. 24 sind die Streckenmodule 5 direkt über eine Feder 138 miteinander flexibel gekoppelt. In Fig. 25 ist eine Verbindungsscheibe 139 über eine Feder 138 flexibel an einer Schlitzbefestigung 132 angebracht. In Fig. 26 ist eine Verbindungsscheibe 139 beidseitig flexibel in Schlitzen befestigt. Die Kupplungsvarianten in Fig. 25 und 26 weisen entsprechend zwei Schlitzbefestigungen auf.

In Fig. 27 ist eine Kupplungsverbindung in der Form einer Gelenkverbindung gezeigt. Eine Lasche 131 oder ein Pfropfen ist in einem Schlitz, beispielsweise mittels durchgeführtem Stift, geführt und darin seitlich bewegbar befestigt. Die Schlitzhalterung weist ebenfalls Spiel auf, so dass die Kupplung der zwei Streckenmodule Flexibilität sowohl in Querrichtung als auch in der Höhe aufweist.

In Fig. 28 ist eine Untenansicht auf eine Kupplungsvorrichtung gezeigt, welche eine sehr stabile Kupplung ermöglicht, auch bei sehr hohen Kräften. Eine Gewindestange 140 ist mit Muttern 141 befestigt und verbindet die beiden Streckenmodule 5 über angeschraubte Platten 142. Ein Lochspiel ermöglicht ein Ausgleichen von lateralem Versatz.

Fig. 29 zeigt eine Variante einer Anordnung eines Stützpfeilers 30, wenn dieser, beispielsweise aufgrund von äusseren Gegebenheiten, nicht unterhalb eines hohlkastenförmigen Trägerelements 1 angeordnet werden kann. In Fig. 29 ist der Stützpfeiler seitlich am T rägerelement 1 angeordnet und über eine Querstange 120 mit diesem verbunden. Die Streckenmodule 5 liegen in dieser Ausführungsform auf dem Stützpfeiler auf.

In Fig. 30 ist eine Heizung eines Streckenmoduls gezeigt, welche direkt in der Platte montiert ist. Die Querstreben 7 weisen Aussparungen auf, in welchen ein Heizdraht 82 mittels PU Harz eingebracht ist. Darüber wird eine Grundierung 83 beispielsweise mit Absandung aufgebracht. Darüber befinden sich eine Haftprimärschicht 84, eine Membran 85, eine Einstreuschicht mit Absandung 86 und als Abschluss eine Deckschicht 87.