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Patent Searching and Data


Title:
MONITORING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/081895
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a monitoring device comprising a multicamera means and an object tracking means for the high-resolution observation of mobile objects. To this end, the object tracking means comprises an image combining means for producing a complete image from individual images produced by the multicamera means, and a section definition means for defining sections to be observed with high resolution independently of the boundaries of individual images.

Inventors:
HINKEL RALF (DE)
BORCHERS KLAUS (DE)
Application Number:
PCT/DE2004/000471
Publication Date:
September 23, 2004
Filing Date:
March 10, 2004
Export Citation:
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Assignee:
MOBOTIX AG (DE)
HINKEL RALF (DE)
BORCHERS KLAUS (DE)
International Classes:
G08B13/196; G08B15/00; H04N5/262; H04N7/18; (IPC1-7): G08B15/00; G08B13/196; H04N7/18; H04N5/262
Domestic Patent References:
WO2002093916A22002-11-21
Foreign References:
US6147709A2000-11-14
US6011901A2000-01-04
US5200818A1993-04-06
Attorney, Agent or Firm:
Pietruk, Claus Peter (Karlsruhe, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Überwachungsvorrichtung mit einem Multikameramittel und einem Objektverfolgemittel zur hochaufgelösten Beobach tung beweglicher Objekte, dadurch gekennzeichnet, daß das Objektverfolgemittel ein Bildverknüpfungsmittel zur Er zeugung eines Gesamtbildes aus MultikameramittelEinzel bildern und ein Ausschnittsdefinitionsmittel zur einzel bildgrenzenunabhängigen Definition hochaufgelöst zu beob achtender Ausschnitte umfaßt.
2. Überwachungsvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß das Multikameramittel eine Vielzahl untereinander identischer Kameras aufweist.
3. Überwachungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Multikameramit tel Digitalkameras umfaßt.
4. Überwachungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Multikameramit tel zur Bildübertragung mit wenigstens zwei unterschied lichen Auflösungen ausgebildet ist.
5. Überwachungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Multikameramit tel zur Übertragung von Einzelbildern mit bereichsweise unterschiedlichen Auflösungen ausgebildet ist.
6. Überwachungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedlich aufgelöst zu übertragenden Bereiche und/oder Einzelkame ras, von denen mit einer bestimmten Auflösung übertragen werden soll, von außen vorgebbar und/oder mit vorgebbar sind.
7. Überwachungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelkameras untereinander so ausgerichtet sind, daß sich deren Bild bereiche überlappen.
8. Überwachungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens in einem TeilZentralbereich des Gesamtbildfeldes eine Bildbe reichsvollüberlappung der Einzelkamerabildbereiche gege ben ist, so daß jeder Bildbereich innerhalb des Zentral bereiches von wenigstens zwei Einzelkameras beobachtet wird.
9. Überwachungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Einzelkameras fest angeordnet sind.
10. Überwachungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gesamtbildanzei gemittel vorgesehen ist.
11. Überwachungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Detailaus schnittanzeige vorgesehen ist.
12. Überwachungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden An sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Bewegungserken nung vorgesehen ist.
13. Überwachungsvorrichtung nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, daß ein Bereichsauswahlmittel zur automatischen Auswahl eines hochaufgelöst anzuzeigenden und/oder zu überwachenden Bereiches vorgesehen ist.
14. Überwachungsvorrichtung nach den beiden vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß das Bereichsaus wahlmittel zur Auswahl des hochaufgelöst zu überwachenden Bereiches im Ansprechen auf ein Bewegungserkennungssignal aus dem Bewegungserkennungsmittel vorgesehen ist.
Description:
Titel : Überwachungsvorrichtung Beschreibung Die vorliegende Erfindung betrifft das oberbegrifflich Bean- spruchte und befaßt sich somit mit Überwachungsvorrichtungen, insbesondere Kameras.

Bei der Überwachung von Raumgebieten bzw-bereichen mit Ka- meras besteht häufig die Notwendigkeit, bestimmte Objekte oder Bereiche genau zu beobachten, während andere Bereiche weniger interessant sind. Zu diesem Zweck sind Kameras be- kannt, die einerseits auf ein bestimmtes Objekt ausgerichtet werden können und deren Brennweite andererseits veränderlich ist, um ein bestimmtes Objekt größer beobachten zu können.

Die Ausrichtung erfolgt typisch elektromotorisch, was eine aufwendige Mechanik erfordert, einen entsprechenden Ver- schleiß mit sich bringen kann und demgemäß eine regelmäßige Wartung erfordert. Zudem ist es bei Schwenken der Kamera mit Einstellung einer langer Brennweite nicht möglich, simultan ein breites Sichtfeld zu beobachten. Dies hat bereits dazu geführt, daß Kameras entwickelt wurden, bei denen mehrere einzelne Kameras vorgesehen sind, um dann mit der zweiten Ka- mera etwa ein breites Sichtfeld zu beobachten. Auch diese Ka- meras leiden aber an den Nachteilen der teuren, trägen und aufwendigen Mechanik.

Eine weitere bekannte Ausführung sieht vor, ein Spiegelsystem im optischen Strahlengang anzuordnen, mit dem ein Rundumblick ermöglicht wird und dann das durch den Spiegel verzerrte Bild digital zu entzerren. Einleuchtenderweise ist hierbei die

Bildauflösung insbesondere in stark verzerrten Randbereichen trotz Entzerrung schlecht und es ist ein Beobachten mit hoher Auflösung nicht möglich oder sinnvoll.

Bei Multikamerasystemen ist überdies zu beachten, daß die Übertragungsrate nicht zu hoch wird, um nicht allzuviele Bilddaten übertragen zu müssen. Es sind bereits vom Anmelder der vorliegenden Erfindung Möglichkeiten in älteren Schutz- rechten offenbart worden, wie eine Übertragungsrate gesenkt werden kann. Die diesbezüglichen Schutzrechtsanmeldungen wer- den zu Offenbarungszwecken hiermit vollumfänglich eingeglie- dert.

Wünschenswert ist es, eine Überwachungsvorrichtung vorzuse- hen, die zumindest einen Teil der Probleme wenigstens parti- ell verringert.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, Neues für die gewerbliche Anwendung bereitzustellen.

Die Lösung dieser Aufgabe wird in unabhängiger Form bean- sprucht. Bevorzugte Ausführungsformen finden sich in den Un- teransprüchen.

Die vorliegende Erfindung schlägt somit in einem ersten Grundgedanken eine Überwachungsvorrichtung mit einem Multika- meramittel und einem Objektverfolgemittel zur hochaufgelösten Beobachtung beweglicher Objekte vor, bei welchem vorgesehen ist, daß das Objektverfolgemittel ein Bildverknüpfungsmittel zur Erzeugung eines Gesamtbildes aus Multikameramitteleinzel- bildern und ein Ausschnittsdefinitionsmittel zur einzelbild-

grenzenunabhängigen Definition hochaufgelöst zu beobachtender Ausschnitte umfaßt.

Ein erster wesentlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, daß durch das Vorsehen einer Vielzahl von Einzelkameras, deren Teilbilder zu einem einzigen Ge- samtbild verknüpft werden, und dem Vorsehen eines zusätzli- chen Mittels, das definiert, welche Bereiche unabhängig von den Grenzen der Einzelbilder hochaufgelöst zu beobachten sind, eine in vollständig elektronischer Form ermöglichte hochaufgelöste Objektverfolgung gewährleistet wird, die überdies sehr viel schneller dem einzelnen Objekt folgen kann als dies mit Schwenk-Neige-Einheiten einer herkömmli- chen starren Kamera oder in Domgehäusen untergebrachten schwenkbaren Kameras möglich ist. Zudem kann durch die Viel- zahl von Einzelkameras im Multikameramittel auf Sensoren Rückgriff genommen werden, die zwar hoch, jedoch nicht höchstauflösend sind, was unter Anpassung an den jeweiligen Stand der Sensortechnik eine sehr preiswerte Auslegung des Systems erlaubt.

Es ist möglich und bevorzugt, nur oder überwiegend innerhalb des Multikameramittels untereinander weitgehend identische Kameras vorzusehen. Dies erleichtert das Ansprechen der Ka- meras, die Entwicklung des Multikameramittels und die späte- re Wartung. Es muß dann nur Sorge dafür getragen werden, daß jede der untereinander identischen Einzelkameras auf einen bestimmten Bildbereich blickt.

Das Multikameramittel wird typische digital arbeitende Ein- zelkameras umfassen, das heißt z. B. CCD-und/oder CMOS-

Felder oder dergleichen. Diese können ihre Bilder in digita- ler Form liefern. Bei einer Vielzahl von Sensoren ergeben sich im heutigen Stand der Technik mit beispielsweise 1.280 horizontalen Punkten schon bei geringer Sensorzahl, wie bei- spielsweise vier Sensoren, bereits Auflösungen, die auf ei- nem einzelnen Monitor nicht mehr sinnvoll darstellbar sind.

Aus diesem Grund wird bevorzugt, daß am Multikameramittel die von einem Sensor bzw. Sensorbereich angeforderte Bildin- formation für ein Übersichtsbild mit verringerter Auflösung übertragbar ist. Dies senkt die Netzwerklast durch die Bild- übertragung, wenn etwa von typischen LAN-und/oder ISDN- fähigen Kamerasystemen eine Bildübertragung erfolgt. Es ist dann wünschenswert, z. B. von einem einzelnen Sensorfeld, in dem derzeit kein per se interessierendes Objekt befindlich ist, mit geringer Auflösung zu übertragen. Bevorzugt wird jedoch, wenn zu jedem Sensorfeld angegeben werden kann, wel- cher Bereich tatsächlich derzeit interessiert. Es sind also Sensorbereichsdifferenzierungsmittel zur differenzierten Auswahl einer Auflösung vorgesehen, die bevorzugt in der Ka- mera selbst integriert sind.

Die Vorgabe, welche Bereiche mit hoher Auflösung zu übertra- gen sind, kann entweder in der Kamera selbst geschehen, z.

B. durch eine per se bekannte Bewegungsdetektion ; verwiesen wird hierzu auf die vorerwähnten früheren Schutzrechte der -Anmelderin, die vollumfänglich zu Offenbarungszwecken hier- mit eingegliedert insbesondere die DE 102 61 501.2.

Alternativ ist es möglich, die Vorgabe eines hochaufgelöst zu übertragenden Bereiches von außen vorzusehen, etwa von

einem Leitstand aus. Gegebenenfalls kann auch an einem sol- chen eine automatische Auswahl erfolgen. Daß in jedem Fall das Multikameramittel Datenkompressionsmittel für die Reduk- tion der Datenübertragungsrate aufweisen kann, sei erwähnt.

Bevorzugt werden sich die Bildbereiche der Einzelkameras zu- mindest am Rand Andernfalls könnten Teile des überwachten Raumes, gegebenenfalls allerdings nur als sehr schmale Streifen, unbeobachtet bleiben. Es sei erwähnt, daß eine Überlappung von Multikameramittel zu Multikameramittel verschieden sein kann. So kann die Montage der Einzelkameras etwa durch Kleben der Einzelkameras ohne hohe Präzision er- folgen und es wird dann lediglich sichergestellt, daß eine Gesamtbilderzeugung die Überlappung in korrekter Weise für den jeweiligen Einzelfall berücksichtigt. Eine entsprechende Kalibrierinformation kann beispielsweise im Multikamerasmit- tel abgelegt werden, um unabhängig vom jeweiligen Leitstand und der dort vorhandenen Information eine präzise und exakte Bildwiedergabe zu ermöglichen. Auch ist eine selbstlernende Software am Multikameramittel oder einem daran angeschlosse- nen Leitstand verwendbar.

Es kann bevorzugt sein, wenn die Überlappung der Bildberei- che so gewählt ist, daß jeder Raumbereich von wenigstens zwei Kameras überwacht wird, zumindest in kritischen Berei- chen wie Türen, Bankschaltern und dergleichen. Auf diese Weise wird eine erhöhte Sicherheit des Gesamtsystems gegen Kameraausfall erzielt.

Die Einzelkameras können untereinander in ihrer Bild-Er- zeugung unterschiedlich sein. Insbesondere ist es möglich, zu jedem Sensor eine automatische Belichtung entsprechend der Lichtverhältnisse des von ihm beobachteten Raumbereiches vorzusehen. So kann ein erster Sensor auf einen sehr dunk- len, unbeleuchteten Raumbereich gerichtet sein und entspre- chend empfindlicher eingestellt werden, während ein anderer Sensor einen hell erleuchteten Bereich desselben Raumes be- obachtet. Das Bildverknüpfungsmittel wird bevorzugt dazu ausgebildet, derartige Unterschiede bevorzugt automatisch zu korrigieren, sofern dies nicht im Multikameramittel ge- schieht. Zur Korrektur kann erforderlichenfalls Statusinfor- mation über aktuelle Belichtungsinformation usw. mit dem Bild mitübertragen werden.

Es sei weiter darauf hingewiesen, daß typisch die Überwa- chungsvorrichtung mit einer Gesamtbildanzeige gekoppelt sein wird, die eine typisch geringere Auflösung als jene besitzt, die sich aus der maximal möglichen Gesamtauflösung der Ein- zelbildkameras ergibt. Es sind dann bevorzugt Detailaus- schnittanzeigemittel vorgesehen, die detailliertere Informa- tionen zu bestimmten, ausgewählten Bereichen darstellen.

Diese Detailausschnittanzeige kann als Bildausschnitt auf ein und demselben Monitor vorgesehen werden und/oder es kön- nen separate Monitore vorgesehen sein.

Es sei auch darauf gewiesen, daß eine Bewegungserkennung möglich ist, die an den Kameras selbst starke Bildänderungen detektiert, um interessierende Bildausschnitte zu definie- ren. Weiter ist es möglich, per se interessierende Bereiche

durch einen Nutzer vorgeben zu lassen, d.. h. Bildauschnitte, die prinzipiell und/oder dauerhaft und/oder eher detaillier- ter angezeigt werden müssen, etwa die Bereiche dicht neben einem Bankschalter oder dergleichen. Es kann bevorzugt sein, insbesondere dann, wenn die Bilddaten abgespeichert werden, diese interessierenden Bildbereiche zeitvariabel zu gestal- ten, um etwa zu jenen Zeiten, an denen ein Bankschalter ge- öffnet ist, andere Bereiche zu überwachen als zu jenen Zei- ten, in denen z. B. Putzkolonnen tätig sind oder ein Gebäude per se geschlossen ist. So können etwa außerhalb der Gebäu- deöffnungszeiten Fenster und dergleichen detaillierter beob- achtet werden. Dass eine Festlegung detailliert zu beobach- tender Bildausschnitte auch möglich ist unter aktueller Aus- wertung von externen Sensorquellen wie Mikrophonen, Glas- <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> bruchsensoren, Türöffnungssensoren, Feuersensoren, Rauchsen- soren usw. sei erwähnt. Ebenso sei erwähnt, daß eine stati- stische Analyse über die Häufigkeit von interessierenden Bildänderungen allein und/oder mit anderer Information her- angezogen werden kann, um interessierende Bildbereiche für eine detailliertere Beobachtung festzulegen und/oder auszu- grenzen. Daß eine Bereichsübergabe oder die Mitteilung über sich bewegende Objekte von einer Kamera zur nächsten über- mittelt werden kann, sei gleichfalls erwähnt. So kann etwa dann, wenn in einem Bildsensor eine größere Veränderung auf- getreten ist, und sich das die Bildänderung hervorrufende Objekt weiter zu einem anderen Sensor bewegt, ein entspre- chendes Signal von der Kamera, zu der der erste Sensor ge- hört, an die Kamera, zu welcher der zweite Sensor gehört, übergeben werden, damit eine kontinuierliche Überwachung des interessierenden Objektes mit hoher Auflösung möglich wird

und/oder vermieden wird, daß mit hoher Auflösung als bereits uninteressant erkannte Objekte weiterverfolgt werden. Daß bei Auswertung externer Sensoren eine Schallortung erfolgen kann, Richtmikrophone nachgeführt werden und/oder mehrere Mikrophone ausgewertet werden können, sei gleichfalls er- wähnt.

Weiter sei erwähnt, daß es möglich ist, bestimmte Bereiche als uninteressant und/oder nicht beobachtbar auszublenden.

So kann etwa sichergestellt werden, daß die Intimsphäre von Personen, die sich häufig durch den Bildbereich bewegen müs- sen, aber per se nicht zu beobachten sind, geschützt wird, ohne daß entsprechende Blenden oder dergleichen angebracht werden müssen. Es kann hier auch eine Vollausblendung bzw.

Abschattung geschehen, was etwa dann hilfreich ist, wenn Ka- meras als Web-Kameras von nicht bekannten Benutzern ange- sprochen werden sollen. Daß eine zusätzliche Entzerrung un- ter Verwendung der überlappenden Bereiche möglich ist, sei ebenfalls erwähnt. Weiter sei ausgeführt, daß gegebenenfalls dann, wenn ein sehr hoher Aufwand zulässig ist, eine beweg- liche Kamera zusätzlich vorgesehen werden kann, um mit ex- trem hoher Auflösung einen Bereich zusätzlich zu beobachten.

In einem solchen Fall kann mit dem Multikameramittel zu- nächst ein Bereich festgelegt werden, der besonders interes- sant ist, und dann unter Nachführung der beweglichen Kamera erreicht werden, daß von diesem als interessant markierten Bereich Bilder mit hoch höherer Auflösung erhalten werden.

Die Erfindung wird im folgenden nur beispielsweise anhand der Zeichnung beschrieben. In dieser zeigt :

Fig. 1 eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Überwachungsvorrichtung.

Nach Fig. 1 umfaßt eine allgemein mit 1 bezeichnete Überwa- chungsvorrichtung 1 ein Multikameramittel 2 und ein Objekt- verfolgemittel 3 zur hochaufgelösten Beobachtung beweglicher Objekte, wobei das Objektverfolgemittel 3 ein Bildverknüp- fungsmittel 5 zur Erzeugung eines Gesamtbildes 6 aus Multi- kameramittelkamera-Einzelbildern 6a, 6b usw. umfaßt und ein Ausschnittsdefinitionsmittel 7 zur einzelbildgrenzen- unabhängigen Definition hochaufgelöst zu beobachtender Aus- schnitte 4a, 4b.

Die Überwachungsvorrichtung 1 dient im vorliegenden Beispiel dazu, den öffentlichen Bereich einer Schalterhalle zu überwa- chen und umfaßt zwei durch eine herkömmliche Computernetz- werkleitung (LAN) 8 verbundene Bereiche, nämlich einerseits die Schalterhalle, in welcher das Multikameramittel 2 ange- ordnet ist, und andererseits einen Leitstandbereich, von dem aus die Beobachtung der Schalterhalle erfolgt und in welchem das Objektverfolgemittel 3 angeordnet ist.

Das Multikameramittel 2 umfaßt im vorliegenden Beispiel ein Feld aus 3 x 3 Einzelkameras, jeweils mit CCD-Feldern 2a und einer zugeordneten Abbildungsoptik 2b sowie einer Auswerte- schaltung 2c je Einzelkamera. Die Auswerteeinheiten 2c sind über ein multikameramittelinternes Bussystem 8a miteinander und über entsprechende Buchsen/Steckeranordnungen 8b mit der Leitung 8 zum Leitstand verbunden. Am Bus 8a angeschlossen ist weiter eine Kommunikationssteuereinheit 9 zur Steuerung

der Kommunikation der Einzelkameras untereinander und zur Kommunikation mit dem Leitstand über Leitung 8.

Die verschiedenen CCD-Sensoren 2al, 2a2 usw. sind zueinander identisch und weisen eine Auflösung auf, wie sie preiswert ohne weiteres verfügbar ist. Die Sensoren und Optiken 2a, 2b sind zueinander so ausgerichtet, daß die Raumbereiche, die jeweils von einer Einzelkamera erfaßt werden, überlappen.

Dies ist für die dargestellte Ebene anhand der Überlappung der Sichtfelder aus den Optiken 2b1, 2b2,2b3, wie durch die strichpunktierten, gestrichelten und punktierten Linien je- weils ersichtlich, veranschaulicht. Die Optiken 2b sind fest- stehend und preiswert. Die Überlappungsbereiche dieser Opti- ken sind, wie aus der Figur ersichtlich, nicht identisch, d. h. daß Optik 2al und 2a2 in einer Breite überlappen, die sich von jener der Breite der Überlappung der Optik 2a2 und 2a3 unterscheidet.

Die Sensoren 2al, 2a2,2a3 usw. sind von ihrer Auswerteschal- tung 2cl, 2c2, 2c3 usw. mit unterschiedlicher Empfindlichkeit auslesbar, so daß auf Helligkeitsunterschiede von einem zum nächsten Sichtbereich problemfrei reagiert werden kann, indem eine jeweils adäquate Empfindlichkeit gewählt wird.

Die Auswerteschaltung 2c ist dazu ausgelegt, die vom Sensor 2a empfangenen Bilddaten zu konditionieren und wie erforder- lich für die Übertragung zu reduzieren. Auf die Datenreduk- tionsmöglichkeiten gemäß den vorerwähnten Anmeldungen sei zu Offenbarungszwecken hingewiesen. Die Auswerteschaltung 2c ist dabei insbesondere dazu ausgebildet, Bilddaten von ersten Teilbereichen des zugeordneten Sensorfeldes mit hoher Kom- pression und Daten von anderen Teilbereichen des Sensorfeldes

ohne Kompression auf die Leitung 8 über den internen Bus 8a und die Schnittstelle 8b zu senden. Weiter ist jede Einheit 2c dazu ausgebildet, Bewegungen von Objekten 10 innerhalb des ihr zugeordneten Sensorsichtfeldes zu erfassen und Bewegungs- ausschnitte zu definieren und Bewegungsrichtungen festzustel- len. Sie ist weiter dazu ausgebildet, Bewegungen in Richtun- gen auf Sensorgrenzen hin an die Einheit 9 zu übermitteln und von dort entsprechende Information zu empfangen. Solche Bewe- gungen von Objekten 10a, 10b sind in der Figur durch Pfeile lla, llb dargestellt.

Das Objekverfolgemittel 3 im Überwachungsleitstand umfaßt ei- ne Anzeige, die einerseits ein zusammengesetztes Gesamtbild aus den Einzelbildern 6 der Kameras im Multikameramittel 2 anzeigen kann, wozu die Anzeige zum Empfang des Gesamtbildes mit dem Bildverknüpfungsmittel 5 verbunden ist, und auf der andererseits die gleichfalls vom Bildverknüpfungsmittel 5 empfangen und mit dem Ausschnittsdefinitionsmittel 7 defi- nierten Ausschnitte 4a, 4b hochaufgelöst angezeigt werden können. Bei dem Anzeigemittel kann es sich um einen herkömm- lichen, hochauflösenden Computermonitor handeln.

In der Gesamtübersicht mit nur, geringen Details sind die Ein- zelbilder 6a, 6b nicht voneinander unterschieden und/oder ge- trennt. Die strichpunktierten Linien 12 dienen nur zur Visua- lisierung bei der Erklärung der Erfindung. Wie ersichtlich, sind die Überlappungsbereiche nur einfach dargestellt, er- scheinen also nicht doppelt, obwohl sie von mehreren Kameras erfaßt werden. Das. Objektverfolgemittel 3 ist demnach so aus- gebildet, daß sich ein kontinuierliches überlappungsfreies Bild ergibt. Dazu kann eine Überlappungsbereichsbeschnei- dungsstufe vorgesehen sein.

Die Ausschnitte 4a, 4b sind im vorliegenden Beispiel um zwei sich bewegende Personen 10a, 10b gelegt und, wie ersichtlich, werden die Ausschnitte auf einem Teilbereich des Monitors mit höherer Auflösung dargestellt. Alternativ wäre eine Darstel- lung auf einem separaten Monitor möglich. Bei einem Multimo- nitorsystem kann dieser an ein und denselben Rechner ange- schlossen sein. Alternativ wäre es möglich, durch Vorsehen einer bestimmten lokalen Intelligenz Signale unmittelbar für die Anzeige des hier zu beobachtenden Ausschnittes an einen dedizierten Monitor zu routen.

Das Bildverknüpfungsmittel 5 besteht im vorliegenden Fall aus einem PC, an den die mit geringer Auflösung, also datenredu- zierten Einzelkamerabilder über die LAN-Leitung 8 gespeist werden. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, daß als Einzelkamerabild ein Bild bzw. eine Bildsequenz gemeint sein kann, insbesondere bei sequenzieller Übertragung sich nur gering ändernder Bildbereiche von einer einzelnen Kamera, beispielsweise der Einzelkamera des Sensors 2a2, wie in der unter Bezug genommenen Anmeldung des Erfinders/Anmelders. Die Verknüpfung von gegebenenfalls sequenziell mit geringem Zeit- versatz übertragenen Bildern aus unterschiedlichen Einzelka- meras mit dem Bildverknüpfungsmittel 5 ist dabei vorteilhaft, um eine Datenübertragungsrate auf dem Netzwerk 8 gering zu halten und ermöglicht so insbesondere eine präzise Fernüber- wachung über ADSL, ISDN o. ä.

Das Gesamtbild 6 setzt sich, wie vorerwähnt, aus den Einzel- bildern 6ä, 6b usw. zusammen.

Als Ausschnittsdefinitionsmittel 7 dient zunächst ein berüh- rungsempfindlicher Bildschirmbereich, auf dem das Gesamtbild

angezeigt wird und auf welchem ein Benutzer mit dem Finger oder einem geeigneten Gegenstand einen momentan relevanten Bereich markieren kann. Im dargestellten Beispiel sind zwei solche Bereiche 4a und 4b markiert worden. Alternativ kann zur Ausschnittsdefinition auch eine automatische Auswertung im Bildverknüpfungsmittel 5 oder der Kommunikationssteuerein- heit 9 erfolgen, etwa unter Berücksichtigung sich aktuell in großem Maß geändert habender Bildbereiche von Einzelkameras, Bereichen des Gesamtbildes etc. und/oder unter Berücksichti- gung besonders interessierender oder weniger interessierender Bereiche, wie Bereiche von Dekoration 6a. Bei automatischer Auswahl und/oder Objektverfolgung kann Information über die aktuell besonders hochaufgelösten Bereiche von der Kommunika- tionssteuereinheit 9 auf Leitung 8 bereitgestellt werden.

Die Übertragungsleitungen 8 sind herkömmliche Übertragungs- leitungen, die aber nicht ohne weiteres mit der Datenrate der voll aufgelösten Einzelbilder belastet werden dürfen und/oder sollen.

Über die Leitung 8 kann bidirektional kommuniziert werden, d. h. es können einerseits Bilddaten und/oder andere Daten wie Steuerinformation, Tonsignale usw. vom Multikameramittel 2 zum Bildverknüpfungsmittel 5 übertragen werden und es können andererseits Steuersignale vom Bildverknüpfungsmittel 5 über- tragen werden, insbesondere über jene Bereiche, welche ein Benutzer ausweislich der mit dem Ausschnittsdefinitionsmittel 7 vorgegebenen Ausschnittsdefinition hochaufgelöst angezeigt haben möchte.

Die Kommunikationssteuereinheit 9 ist dazu ausgebildet, die von der Auswerteschaltung 2c erhaltenen Einzelbilddaten aus-

zuwerten, insbesondere bezüglich der dort detektierten Bewe- gung von Objekten, um bei Überschreiten einer Bildgrenze durch ein Objekt,'das hochaufgelöst dargestellt werden soll, automatisch eine Mitteilung an die jeweils benachbarten Ein- zelkameras des Multikameramittels 2 zu übergeben, mit welchen dieses sich bewegende Objekt als nächstes angesichts der be- obachteten Bewegung wie durch Pfeile lla oder llb darge- stellt, erfaßt werden wird.

Mit einer Anordnung gemäß der vorliegenden Erfindung wird ei- ne Beobachtung erfolgen wie folgt : Es wird zunächst das Multikameramittel 2 mit einer Vielzahl identischer Kameras zusammengesetzt, ohne daß beim Zusammen- bau eine hochpräzise Ausrichtung erfolgt. Dann wird das Mul- tikameramittel 2 in einem zu beobachtenden Feld angebracht, und zwar so, daß es mit den Einzelkameras den gesamten inter- essierenden Raumbereich erfaßt. Nach dieser Anbringung und einmaligen Ausrichtung wird das Multikameramittel 2 fixiert, so daß nachfolgend alle Kameras dauerhaft einen jeweils fe- sten Bereich beobachten werden. Nun wird das Multikameramit- tel 2 an Leitung 8 angeschlossen und es wird zunächst eine Lernphase begonnen, bei der durch Auswertung der Bildsignale sichergestellt wird, daß in den überlappenden Bildbereichen auftretende Objekte auf dem Gesamtbild nur einmal dargestellt werden. Dies kann in selbstlernender Weise unter Musteraus- wertung und/oder durch eine Kalibrierphase mit bekannten Mu- stern erfolgen, gegebenenfalls ist eine Kalibrierung vor An- bringung im Herstellungswerk möglich.

Nun ist die Überwachungsvorrichtung für den Betrieb vorberei- tet. Es sei nun zunächst der überwachte Bereich leer ; so be-

steht kein Bedarf, Daten mit hoher Auflösung von einem der Sensoren anzufordern und es liefern alle Sensoren zunächst Bilder mit geringer Auflösung, die vom Bildverknüpfungsmittel 5 zu einem Gesamtbild verknüpft werden.

Treten anschließend Objekte in den Überwachungsbereich, hier dargestellt durch zwei Personen 10a, lOb, so kann ein Beob- achter im Leitstand auf dem das Gesamtbild 6 anzeigenden Be- reich des berührungsempfindlichen Monitors 7 eine entspre- chende Markierung setzen und dadurch hochaufgelöste Bilder der Personen anfordern. Die Bereiche, die hochaufgelöst dar- gestellt werden sollen, werden unabhängig von den Grenzen der Einzelbilder über Leitung 8 angefordert und werden anhand der Bildbereichsgrenzen der hochaufgelöst zu übertragenden Berei- che durch die Kommunikationssteuereinheit 9 den Einzelkameras zugeordnet. Diesen wird mitgeteilt, daß und welcher Bereich innerhalb des jeweiligen Sensorfeldes hochaufgelöst zu über- tragen ist und die Kamera gibt daraufhin auf die interne Lei- tung 8a in der durch die Kommunikationssteuereinheit 9 gere- gelten Weise die entsprechenden Daten hochaufgelöst aus, wäh- rend die Bilddaten der nichtrelevanten Bereiche des jeweili- gen Sensors weiterhin mit niedriger Auflösung übertragen wer- den. Es wird dann möglich, weiter ein Gesamtbild zu erhalten, das den gesamten Raumbereich wiedergibt, wobei die Bildver- knüpfungsstufe 5 für die nun hochaufgelöst übertragenen Be- reiche einerseits eine Mittelung für die Gesamtbilddarstel- lung vornimmt und zugleich die hochaufgelöst anzuzeigenden Bereiche auf einem separaten Bildausschnitt mit höherer De- taillierung dargestellt werden.

Da die Anordnung lediglich durch Übertragen elektronischer Steuersignale eine Erhöhung der Bildauflösung für bestimmte

Bereiche bewirken kann, ist die Gesamtanordnung sehr schnell.

So kann sehr schnell zwischen Objekten gewechselt werden, ge- gebenenfalls auch automatisch.

Es sei darauf hingewiesen, daß eine automatische Generierung relevanter Bildbereiche, ein automatisches Verfolgen nach Be- wegungserkennung usw. gleichfalls möglich ist.

Während vorstehend beschrieben wurde, daß eine Verknüpfung in einer vom Multikameramittel 2 über eine LAN-Leitung getrenn- ten Bildverknüpfungsstufe 5 erfolgt, ist es auch möglich, ei- ne Bildverknüpfung bereits am Multikameramittel 2 vorzusehen.

Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Kommunikations- steuereinheit 9 als hinreichend leistungsfähiger Digital- schaltkreis gebildet ist und die Aufgabe der Bildverknüpfung mitübernehmen kann. Dies ist dann vorteilhaft, wenn das Mul- tikameramittel in jedem Fall ein standardbrowserfähiges Bild bereitstellen soll. Außerdem ist dann ein Bildabgleich der Einzelkameras zur Kompensation einer eventuellen Bildüber- schneidung schon vor LAN-Anbindung des Multikameramittels au- tark möglich. Falls gewünscht, kann dabei entweder eine Aus- schnittswahl vom Benutzer vorgegeben und zum Multikameramit- tel 2 übertragen werden und/oder es erfolgt eine automatische Auswahl im Multikameramittel 2, insbesondere in einer wie möglich Kommunikationssteuereinheit 9 und Bildverknüpfungs- stufe 5 integriert implementierenden Prozessorschaltung.

Es kann eine Bildkomprimierung abhängig von Lage und Bewegung unterschiedlicher Auflösungsstufen erzeugt werden, wobei dann z. B. im Multikameramittel 2 als uninteressant erkannte Bild- bereiche bei Gesamtbildvergrößerung und/oder Ausschnittwahl, die insbesondere empfängerseitig erfolgen kann, unscharf,.

aber interessante Bildbereiche dank der vorhandenen Detailda- ten scharf dargestellt werden. Es sei hier insbesondere auf die Möglichkeit hingewiesen, Gesamtbilder etwa aus Kacheln mit unterschiedlicher Auflösung bzw. Detailgenauigkeit zu ge- nerieren. Daß eine Einbettung mit höherer Detailgenauigkeit übertragener Bereiche in ein Gesamtbild auch empfängerseitig erfolgen kann, sei erwähnt.