Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
MOTOR VEHICLE HEADLIGHT SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/233620
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a motor vehicle headlight system having a first and a second motor vehicle headlight, wherein: each motor vehicle headlight comprises a first and a second light module, which first light module has light pixels and is configured to generate a first light distribution (100), and the second light module has light pixels and is configured to generate a second light distribution (200); each light distribution (100, 200) is formed from a plurality of pixel light segments (101, 201); a pixel light segment (101, 201) corresponds to a light pixel and can be generated by said light pixel; each light distribution (100, 200) is configured: • - to generate a first pixel light segment group (110, 210) having a first column width (110a, 210a), • - to generate a second pixel light segment group (120, 220) having a second column width (120a, 220a) which corresponds to / 2 of the first column width (110a, 210a), • - to generate a third pixel light segment group (130, 230) having a third column width (130a, 230a),

Inventors:
LARIMIAN, Reza (AT)
MIEDLER, Stefan (AT)
REITER, Thomas (AT)
HACKER, Alexander (AT)
JACKL, Christian (AT)
REISINGER, Bettina (AT)
BEMMER, Christian (AT)
Application Number:
PCT/EP2021/060200
Publication Date:
November 25, 2021
Filing Date:
April 20, 2021
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
ZKW GROUP GMBH (AT)
International Classes:
F21S41/153; F21S41/663
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWALTSKANZLEI MATSCHNIG & FORSTHUBER OG (AT)
Download PDF:
Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Kr aftfahrzeugschein werfer System mit einem ersten und einem zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfer, wobei jeder Kraftfahrzeugscheinwerfer ein erstes und ein zweites Lichtmodul umfasst, welches erste Lichtmodul Leuchtpixel in einer matrixartigen Anordnung in Zeilen und Spalten aufweist, und eingerichtet ist, durch Abstrahlen von Licht einzelner Leuchtpixel, eine erste Lichtverteilung (100) vor dem Kraftfahrzeugscheinwerfersystem zu erzeugen, und wobei das zweite Lichtmodul Leuchtpixel in einer matrixartigen Anordnung in Zeilen und Spalten aufweist, und eingerichtet ist, durch Abstrahlen von Licht einzelner Leuchtpixel, eine zweite Lichtverteilung (200) vor dem Kraftfahrzeugscheinwerfersystem zu erzeugen, wobei jede Lichtverteilung (100, 200) aus mehreren Pixellichtsegmenten (101, 201) gebildet ist, wobei einem Pixellichtsegment (101, 201) einem Leuchtpixel entspricht und durch dieses erzeugbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass jede Lichtverteilung (100, 200) eingerichtet ist,

- eine erste Pixellichtsegmentgruppe (110, 210) zu erzeugen, welche matrixartig in Zeilen und Spalten mit einer ersten Spaltenbreite (110a, 210a) und einer ersten Zeilenhöhe (110b, 210b) angeordnet ist,

- eine zweite Pixellichtsegmentgruppe (120, 220) zu erzeugen, welche matrixarüg in Zeilen und Spalten mit einer zweiten Spaltenbreite (120a, 220a) und einer zweiten Zeilenhöhe (120b, 220b) angeordnet ist, wobei die zweite Spaltenbreite (120a, 220a) der Hälfte der ersten Spaltenbreite (110a, 210a) entspricht,

- eine dritte Pixellichtsegmentgruppe (130, 230) zu erzeugen, welche matrixartig in Zeilen und Spalten mit einer dritten Spaltenbreite (130a, 230a) und einer dritten Zeilenhöhe (130b, 230b) angeordnet ist, welche dritte Spaltenbreit der ersten Spaltenbreite (110a, 210a) entspricht, wobei in der ersten Lichtverteilung (100) des ersten Lichtmoduls die Pixellichtsegmentgruppen (110, 120, 130) in vertikaler Richtung übereinander angeordnet sind, wobei in vertikaler Richtung oberhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe (120) die erste Pixellichtsegmentgruppe (110) und in vertikaler Richtung unterhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe (120) die dritte Pixellichtsegmentgruppe (130) angeordnet ist, und wobei die zweite Lichtverteilung (200) des zweiten Lichtmoduls vertikal gespiegelt zur ersten Lichtverteilung (100) angeordnet ist, sodass die dritte Pixellichtsegmentgruppe (230) in vertikaler Richtung oberhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe (220) und die erste Pixellichtsegmentgruppe (210) in vertikaler Richtung unterhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe (220) angeordnet ist, wobei das erste und das zweite Lichtmodul des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass die erste und die zweite Lichtverteilung (100, 200) des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers um einen vertikalen Versatz (301) von der Hälfte der zweiten Zeilenhöhe (120b, 220b) einander zumindest abschnittsweise überlappend unter Bildung einer ersten Scheinwerfer-Lichtverteilung (310) angeordnet sind, und wobei das erste und das zweite Lichtmodul des zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass sich die erste und die zweite Lichtverteilung (100, 200) des zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers unter Bildung einer zweiten Scheinwerfer-Lichtverteilung (320) zumindest abschnittsweise überlappen, wobei die zweite Scheinwerfer-Lichtverteilung (320) horizontal gespiegelt zur ersten Scheinwerfer- Lichtverteilung (310) ist, und wobei der erste und der zweite Kraftfahrzeugscheinwerfer eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass sich die erste Scheinwerfer-Lichtverteilung (310) des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers und die zweite Scheinwerfer-Lichtverteilung (320) des zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers um einen horizontalen Versatz (401) von um die Hälfte der ersten Spaltbreite (110a, 210a) einander unter Bildung einer Kraftfahrzeugscheinwerfersystem-Lichtverteilung (400) überlappen.

2. Kraftfahrzeugscheinwerfersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste, zweite und dritte Zeilenhöhen voneinander verschieden sind.

3. Kraftfahrzeugscheinwerfersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Zeilenhöhe (110b, 210b) größer ist als die zweite und die dritte Zeilenhöhe (120b, 220b, 130b, 230b), und wobei die dritte Zeilenhöhe (130b, 230b) größer ist als die zweite Zeilenhöhe (120b, 220b).

4. Kraftfahrzeugscheinwerfersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtpixel der ersten und zweiten Lichtmodule aus LEDs gebildet sind.

5. Kraftfahrzeugschein werter System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der Leuchtpixel eines Lichtmoduls maximal 400 ist.

6. Kraftfahrzeugschein werter System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtpixel der ersten und zweiten Lichtmodule als MiniLEDs ausgebildet sind.

7. Kraftfahrzeugscheinwerfersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Kraftfahrzeugscheinwerfersystem eine Steuereinrichtung umfasst, welche eingerichtet ist, die Leuchtpixel der ersten und zweiten Lichtmodule anzusteuern, wobei die Leuchtpixel unabhängig voneinander ansteuerbar sind.

8. Kraftfahrzeugscheinwerfersystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuereinrichtung eingerichtet ist, die Leuchtpixel der ersten und zweiten Lichtmodule derart anzusteuern, dass in der Kraftfahrzeugscheinwerfersystem-Lichtverteilung eine Abblendlichtverteilung und/ oder einer Fernlichtverteilung erzeugbar ist.

9. Kraftfahrzeugscheinwerfersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das erste und das zweite Lichtmodul des ersten

Kraftfahrzeugscheinwerfers eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass die erste und die zweite Lichtverteilung (100, 200) des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers zusätzlich um einen horizontalen Versatz von zumindest einem Viertel der ersten Spaltbreite (110a, 210a) einander zumindest abschnittsweise überlappen.

10. Kraftfahrzeugscheinwerfersystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der horizontale Versatz ein Vielfaches von einem Viertel der ersten Spaltbreite (110a, 210a) ist.

Description:
KRAFTFAHRZEUGSCHEINWERFERSYSTEM

Die Erfindung betrifft ein Kraftfahrzeugscheinwerfersystem mit einem ersten und einem zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfer, wobei jeder Kraftfahrzeugscheinwerfer ein erstes und ein zweites Lichtmodul umfasst, welches erste Lichtmodul Leuchtpixel in einer matrixartigen Anordnung in Zeilen und Spalten aufweist, und eingerichtet ist durch Abstrahlen von Licht einzelner Leuchtpixel, eine erste Lichtverteilung vor dem Kraftfahrzeugscheinwerfersystem zu erzeugen, und wobei das zweite Lichtmodul Leuchtpixel in einer matrixartigen Anordnung in Zeilen und Spalten aufweist, und eingerichtet ist durch Abstrahlen von Licht einzelner Leuchtpixel, eine zweite Lichtverteilung vor dem Kraftfahrzeugscheinwerfersystem zu erzeugen, wobei jede Lichtverteilung aus mehreren Pixellichtsegmenten gebildet ist, wobei einem Pixellichtsegment einem Leuchtpixel entspricht und durch dieses erzeugbar ist.

Im Stand der Technik werden üblicherweise Leuchtdioden zur Erzeugung von einer oder mehrerer Lichtverteilungen eingesetzt, welche Leuchtdioden bzw. LEDs matrixartig in Zeilen und Spalten angeordnet sind, wobei die Leuchtdioden bzw. LEDs auch als Pixel bzw. Leuchtpixel bezeichnet werden.

Um eine höhere Auflösung der Lichtverteilung zu erhalten, also die in der Lichtverteilung enthaltenden Pixel - auch Pixellichtsegment genannt -, wird gleichzeitig die Anzahl der Leuchtdioden bzw. LEDs erhöht und/ oder die Größe der LEDs weiter verkleinert, um auf gleichen Bauraum eine erhöhte Auflösung zu erhalten. Dadurch entsteht jedoch eine hohe elektronische Komplexität aufgrund der hohen Anzahl an anzusteuernden Pixeln bzw.

LEDs.

Lerner muss auch bei Verwendung von einem einzigen Lichtmodul die Intensität der einzelnen LEDs bei Erzeugung einer Lichtverteilung hoch sein, um die erforderliche, gesetzliche Intensität zu erzielen. Dies führt unter anderem zu hohen Temperaturen innerhalb des Lichtmoduls bzw. des LED-Arrays, welches wiederum besonders gekühlt werden muss. Überdies muss auch eine gesetzliche Lichtverteilungsbreite bzw. das Sichtfeld (auch „Lield of View" genannt) bei Erzeugung einer Lichtverteilung, wie Abblendlichtverteilung und/ oder Lernlichtverteilung, eingehalten werden. Bei Umsetzung durch ein einziges Lichtmodul ist dieses aufgrund der wiederum erhöhten elektronischen Komplexität und Hitzeentwicklung imvorteilhaft.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung ein verbessertes Kraftfahrzeugscheinwerfersystem bereitzustellen.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass jede Lichtverteilung eingerichtet ist,

- eine erste Pixellichtsegmentgruppe zu erzeugen, welche matrixartig in Zeilen und Spalten mit einer ersten Spaltenbreite und einer ersten Zeilenhöhe angeordnet ist,

- eine zweite Pixellichtsegmentgruppe zu erzeugen, welche matrixartig in Zeilen und Spalten mit einer zweiten Spaltenbreite und einer zweiten Zeilenhöhe angeordnet ist, wobei die zweite Spaltenbreite der Hälfte der ersten Spaltenbreite entspricht,

- eine dritte Pixellichtsegmentgruppe zu erzeugen, welche matrixartig in Zeilen und Spalten mit einer dritten Spaltenbreite und einer dritten Zeilenhöhe angeordnet ist, welche dritte Spaltenbreite der ersten Spaltenbreite entspricht, wobei in der ersten Lichtverteilung des ersten Lichtmoduls die Pixellichtsegmentgruppen in vertikaler Richtung übereinander angeordnet sind, wobei in vertikaler Richtung oberhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe die erste Pixellichtsegmentgruppe und in vertikaler Richtung unterhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe die dritte Pixellichtsegmentgruppe angeordnet ist, und wobei die zweite Lichtverteilung des zweiten Lichtmoduls vertikal gespiegelt zur ersten Lichtverteilung angeordnet ist, sodass die dritte Pixellichtsegmentgruppe in vertikaler Richtung oberhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe und die erste Pixellichtsegmentgruppe in verükaler Richtung unterhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe angeordnet ist, wobei das erste und das zweite Lichtmodul des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass die erste und die zweite Lichtverteilung des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers um einen vertikalen Versatz von der Hälfte der zweiten Zeilenhöhe einander zumindest abschnittsweise überlappend unter Bildung einer ersten Scheinwerfer-Lichtverteilung angeordnet sind, und wobei das erste und das zweite Lichtmodul des zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass sich die erste und die zweite Lichtverteilung des zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers unter Bildung einer zweiten Scheinwerfer-Lichtverteilung zumindest abschnittsweise überlappen, wobei die zweite Scheinwerfer-Lichtverteilung horizontal gespiegelt zur ersten Scheinwerfer-Lichtverteilung ist, und wobei der erste und der zweite Kraftfahrzeugscheinwerfer eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass sich die erste Scheinwerfer-Lichtverteilung des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers und die zweite Scheinwerfer-Lichtverteilung des zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers um einen horizontalen Versatz von um die Hälfte der ersten Pixelbreite einander zu einer Kraftfahrzeugscheinwerfersystem-Lichtverteilung überlappen.

Durch Überlappen von identisch, jedoch gespiegelten Lichtverteilungen bzw. Teil- Lichtverteilungen lässt sich nicht nur das Sichtfeld („Field of View"), sondern auch die Auflösung und die Homogenität der Gesamtlichtverteilung bzw. der Kraftfahrzeugscheinwerfersystem-Lichtverteilung verbessern. Es kann dadurch unter anderem scharfe Hell-Dunkel-Grenzen erzeugt werden, obwohl die Auflösung eines einzelnen Lichtmoduls zu gering wäre.

Es kann vorgesehen sein, dass das erste und das zweite Lichtmodul des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass die erste und die zweite Lichtverteilung des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers zusätzlich um einen horizontalen Versatz von zumindest einem Viertel der ersten Spaltbreite einander zumindest abschnittsweise überlappen.

Dabei kann vorgesehen sein, dass der horizontale Versatz ein Vielfaches von einem Viertel der ersten Spaltbreite ist.

Es kann vorgesehen sein, dass die erste Pixellichtsegmentgruppe eine erste Zeilenhöhe die zweite Pixellichtsegmentgruppe eine zweite Zeilenhöhe und die dritte Pixellichtsegmentgruppe eine dritte Zeilenhöhe aufweist, wobei die Zeilenhöhen voneinander verschieden sind.

Es kann vorgesehen sein, dass die erste Zeilenhöhe größer ist als die zweite und die dritte Zeilenhöhe, und wobei die dritte Zeilenhöhe größer ist als die zweite Zeilenhöhe.

Es kann vorgesehen sein, dass die Leuchtpixel der ersten und zweiten Lichtmodule aus LEDs gebildet sind.

Es kann vorgesehen sein, dass die Anzahl der Leuchtpixel eines Lichtmoduls maximal 400 ist.

Es kann vorgesehen sein, dass die Leuchtpixel der ersten und zweiten Lichtmodule als MiniLEDs ausgebildet sind.

Es ist hierbei zwischen MicroLEDs und MiniLEDs zu unterscheiden. MicroLEDs sind um eine Größenordnung kleiner als MiniLEDs, wobei MiniLEDs im Wesentlichen im Bereich von 100 pm groß sind.

MicroLEDs sind in der Regel schwieriger herzustellen und sind dadurch auch kostenintensiver. MiniLEDs sind hingegen wesentlich leichter herzustellen.

Es kann vorgesehen sein, dass das Kraftfahrzeugscheinwerfersystem eine Steuereinrichtung umfasst, welche eingerichtet ist, die Leuchtpixel der ersten und zweiten Lichtmodule anzusteuern, wobei die Leuchtpixel unabhängig voneinander ansteuerbar sind.

Es kann vorgesehen sein, dass die Steuereinrichtung eingerichtet ist, die Leuchtpixel der ersten und zweiten Lichtmodule derart anzusteuern, dass in der

Kraftfahrzeugscheinwerfersystem-Lichtverteilung eine Abblendlichtverteilung und/ oder einer Lernlichtverteilung erzeugbar ist.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von beispielhaften Zeichnungen näher erläutert. Hierbei zeigt Fig. 1 eine beispielhafte erste und zweite Lichtverteilung eines ersten bzw. eines zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers,

Fig. 2 eine beispielhafte erste Scheinwerfer-Lichtverteilung, welche mittels einer Überlappung der ersten und zweiten Lichtverteilung eines ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers erzeugbar ist,

Fig. 3 eine beispielhafte zweite Scheinwerfer-Lichtverteilung, welche mittels einer Überlappung der ersten und zweiten Lichtverteilung eines zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers erzeugbar ist,

Fig. 4 eine beispielhafte Kraftfahrzeugscheinwerfersystem- Lichtverteilung, welche mittels einer Überlappung der ersten und zweiten Scheinwerfer-Lichtverteilungen aus Fig. 2 und 3 erzeugbar ist.

Fig. 1 zeigt eine beispielhafte erste und zweite Lichtverteilung 100, 200 eines Kraftfahrzeugscheinwerfersystems mit einem ersten und einem zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfer, wobei jeder Kraftfahrzeugscheinwerfer ein erstes und ein zweites Lichtmodul umfasst, welches erste Lichtmodul Leuchtpixel in einer matrixartigen Anordnung in Zeilen und Spalten aufweist, und eingerichtet ist durch Abstrahlen von Licht einzelner Leuchtpixel, die erste Lichtverteilung 100 vor dem

Kraftfahrzeugscheinwerfersystem zu erzeugen, und wobei das zweite Lichtmodul Leuchtpixel in einer matrixartigen Anordnung in Zeilen und Spalten aufweist, und eingerichtet ist durch Abstrahlen von Licht einzelner Leuchtpixel, die zweite Lichtverteilung 200 vor dem Kraftfahrzeugscheinwerfersystem zu erzeugen.

Hierbei sind die Leuchtpixel der Lichtmodule als MiniLEDs ausgebildet und übersteigen die Anzahl von 400 in einem Lichtmodul nicht.

Jede Lichtverteilung 100, 200 ist dabei aus mehreren Pixellichtsegmenten 101, 201 gebildet, wobei einem Pixellichtsegment 101, 201 einem Leuchtpixel entspricht und durch dieses erzeugbar ist. Ferner ist jede Lichtverteilimg 100, 200 dazu eingerichtet, eine erste Pixellichtsegmentgruppe 110, 210 zu erzeugen, welche matrixartig in Zeilen und Spalten mit einer ersten Spaltenbreite 110a, 210a angeordnet ist, und eine zweite Pixellichtsegmentgruppe 120, 220 zu erzeugen, welche matrixartig in Zeilen und Spalten mit einer zweiten Spaltenbreite 120a, 220a angeordnet ist, wobei die zweite Spaltenbreite 120a, 220a der Hälfte der ersten Spaltenbreite 110a, 210a entspricht, sowie eine dritte Pixellichtsegmentgruppe 130, 230 zu erzeugen, welche matrixartig in Zeilen und Spalten mit einer dritten Spaltenbreite 130a, 230a angeordnet ist, welche der ersten Spaltenbreite 110a, 210a entspricht.

Überdies weist die erste Pixellichtsegmentgruppe 110, 210 eine erste Zeilenhöhe 110b, 210b, die zweite Pixellichtsegmentgruppe 120, 220 eine zweite Zeilenhöhe 120b, 220b und die dritte Pixellichtsegmentgruppe 130, 230 eine dritte Zeilenhöhe 130b, 230b auf, wobei in dem gezeigten Beispiel die erste Zeilenhöhe 110b, 210b größer ist als die zweite und die dritte Zeilenhöhe 120b, 220b, 130b, 230b, und wobei die dritte Zeilenhöhe 130b, 230b größer ist als die zweite Zeilenhöhe 120b, 220b.

Wie in Fig. 1 zu sehen ist, sind die Pixellichtsegmentgruppen 110, 120, 130 in der ersten Lichtverteilimg 100 des ersten Lichtmoduls in vertikaler Richtung übereinander angeordnet, wobei in vertikaler Richtung oberhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe 120 die erste Pixellichtsegmentgruppe 110 und in vertikaler Richtung unterhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe 120 die dritte Pixellichtsegmentgruppe 130 angeordnet ist.

Ferner ist zu sehen, dass die zweite Lichtverteilung 200 des zweiten Lichtmoduls vertikal gespiegelt zur ersten Lichtverteilung 100 angeordnet ist, sodass die dritte Pixellichtsegmentgruppe 230 in vertikaler Richtung oberhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe 220 und die erste Pixellichtsegmentgruppe 210 in vertikaler Richtung unterhalb der zweiten Pixellichtsegmentgruppe 220 angeordnet ist.

Es sei angemerkt, dass sich Bezeichnungen bzw. Orientierungen wie „vertikal" und „horizontal" auf ein Kraftfahrzeugscheinwerfersystem beziehen, welches ordnungsgemäß in einem Kraftfahrzeug eingebaut ist. Überdies ist in der Kraftfahrzeugscheinwerfertechnik für einen Fachmann ohnehin bekannt wie diese Bezeichnungen zu verstehen sind, da Lichtverteilimg von Kraftfahrzeugscheinwerfern und deren Ausrichtung an einem definierten Messschirm ermittelt werden, welcher sich laut ECE-Richtlinien 25m von dem zu messenden Kraftfahrzeugscheinwerfer bzw. Kraftfahrzeugschernwerfersystem befindet. Ebenso beinhalten beispielsweise die zuvor genannten gesetzlichen ECE-Richtlinien die Begriffe vertikal bzw. horizontal.

Das erste und das zweite Lichtmodul des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers sind ferner eingerichtet und zueinander angeordnet, sodass die erste und die zweite Lichtverteilung 100, 200 des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers um einen vertikalen Versatz 301 von einem der Hälfte der zweiten Zeilenhöhe 120b, 220b einander zumindest abschnittsweise überlappend unter Bildung einer ersten Scheinwerfer-Lichtverteilung 310 angeordnet sind, welche erste Scheinwerfer- Lichtverteilung 310 in Fig. 2 zu sehen ist. Weiters ist das erste und das zweite Lichtmodul des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers eingerichtet und zueinander angeordnet sind, dass die erste und die zweite Lichtverteilung 100, 200 des ersten

Kraftfahrzeugscheinwerfers zusätzlich um einen horizontalen Versatz von zumindest einem Viertel der ersten Spaltbreite 110a, 210a einander zumindest abschnittsweise überlappen, sodass die sich abschnittsweise überlappenden zweiten Pixellichtsegmentgruppen 120, 220 der ersten und zweiten Lichtverteilung 100, 200 um ein Viertel der ersten Spaltbreite 110a, 210a horizontal versetzt zueinander angeordnet sind.

Lerner sind das erste und das zweite Lichtmodul des zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers eingerichtet und zueinander angeordnet, sodass die erste und die zweite Lichtverteilung 100, 200 des zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers unter Bildung einer zweiten Scheinwerfer- Lichtverteilung 320 zumindest abschnittsweise überlappend angeordnet sind, wobei die zweite Scheinwerfer- Lichtverteilung 320 horizontal gespiegelt zur ersten Scheinwerfer- Lichtverteilung 310 ist, welche zweite Scheinwerfer- Lichtverteilung 320 in Fig. 3 zu sehen ist.

Weiters sind der erste und der zweite Kraftfahrzeugscheinwerfer eingerichtet und zueinander angeordnet, sodass die erste Scheinwerfer-Lichtverteilung 310 des ersten Kraftfahrzeugscheinwerfers und die zweite Scheinwerfer- Lichtverteilung 320 des zweiten Kraftfahrzeugscheinwerfers um einen horizontalen Versatz 401 von um die Hälfte der ersten Spaltbreite 110a, 210a einander überlappend unter Bildung einer Kraftfahrzeugscheinwerfersystem-Lichtverteilung 400 angeordnet sind, welche Kraftfahrzeugscheinwerfersystem-Lichtverteilung 400 in Fig. 4 zu sehen ist. Weiters umfasst das Kraftfahrzeugscheinwerfersystem eine Steuereinrichtung (nicht dargestellt), welche eingerichtet ist, die Leuchtpixel der ersten und zweiten Lichtmodule derart anzusteuern, dass in der Kraftfahrzeugscheinwerfersystem-Lichtverteilung 400 eine Abblendlichtverteilung und/ oder einer Fernlichtverteilung erzeugbar ist, wobei die Leuchtpixel unabhängig voneinander ansteuerbar sind.

LISTE DER BEZUGSZEICHEN

Erste Lichtverteilung... 100

Zweite Lichtverteilung... 200

Pixellichtsegment... 101, 201

Erste Pixellichtsegmentgruppe... 110, 210

Erste Spaltbreite... 110a, 210a

Erste Zeilenhöhe... 110b, 210b zweite Pixellichtsegmentgruppe... 120, 220 zweite Spaltbreite... 120a, 220a zweite Zeilenhöhe... 120b, 220b dritte Pixellichtsegmentgruppe... 130, 230 dritte Spaltbreite... 130a, 230a dritte Zeilenhöhe... 130b, 230b vertikaler V er satz ... 301 erste Schein werfer-Lichtverteilung... 310 zweite Scheinwerfer-Lichtverteilung... 320

Kraftfahrzeugscheinwerfersystem-Lichtverteilung... 400

Horizontaler Versatz... 401