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Patent Searching and Data


Title:
MOUNTING SYSTEM FOR A GRINDING MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/035102
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a mounting system for a grinding machine. The mounting system comprises a magnetic core (4), which is arranged inside a magnet coil (3) and has a cylindrical, elongate receiving region (5), and a rapid-mounting spindle (7) provided for insertion into the receiving region (5), on which spindle a discoid workpiece driver (6), which is in a plane normal to the central axis (M) of the receiving region (5), is detachably fastened, wherein one of the elements (magnetic core (4) and rapid-mounting spindle (7)) has a non-magnetic rapid-mounting device (10) formed in the magnetic core (4) for mounting the rapid-mounting spindle (7).

Inventors:
RUSCHITZKA ECKHARD (DE)
KUCKUK ANDRÉ (DE)
Application Number:
PCT/DE2019/100602
Publication Date:
February 20, 2020
Filing Date:
June 28, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
B23B31/28; B23Q1/00; B23Q3/152; B23Q3/154; B24B41/06; B25B5/06; B25B11/00
Foreign References:
JPH03184735A1991-08-12
JPH01271141A1989-10-30
US2864622A1958-12-16
DE102015220533A12017-04-27
EP1736265A12006-12-27
DE3415333A11984-10-25
US2812185A1957-11-05
EP3263274A12018-01-03
DE3044818A11982-06-24
DE2755494A11978-06-15
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Claims:
Patentansprüche

1. Spannsystem (1 ), umfassend einen innerhalb einer Magnetspule (3) angeord- neten Magnetkern (4), welcher einen zylindrischen, langgestreckten Aufnah- mebereich (5) aufweist, sowie einen zum Einsetzen in den Aufnahmebereich (5) vorgesehenen Schnellspanndorn (7), an welchem lösbar ein scheibenförmi- ger, in einer zur Mittelachse (M) des Aufnahmebereichs (5) normalen Ebene liegender Werkstücktreiber (6) befestigt ist, wobei eines der Elemente Magnet- kern (4) und Schnellspanndorn (7) eine nicht magnetische, zum Spannen des Schnellspanndorns (7) im Magnetkern (4) ausgebildete Schnellspannvorrich- tung (10) aufweist.

2. Spannsystem (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Schnellspannvorrichtung (10) in den Magnetkern integriert ist.

3. Spannsystem (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die die Schnellspannvorrichtung (10) in den Schnellspanndorn integriert ist.

4. Spannsystem (1 ) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnellspannvorrichtung (10) als hydraulische Spannvorrichtung ausgebildet ist.

5. Spannsystem (1 ) nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnellspannvorrichtung (10) als mechanische Spannvorrichtung ausgebildet ist.

6. Spannsystem (1 ) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnellspannvorrichtung (10) zwei in Axialrichtung des Schnellspanndorns (7) voneinander beabstandete Spreizbereiche (15, 22) aufweist.

7. Spannsystem (1 ) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der in Axialrichtung gemessene Abstand zwischen der Mitte des ersten Spreizberei- ches (15) und der Mitte des zweiten Spreizbereiches (22) größer als der Durchmesser (DA) des Aufnahmebereichs (5) ist.

8. Spannsystem (1 ) nach einem der Ansprüche 3 bis 7, gekennzeichnet eine zur Betätigung der Schnellspannvorrichtung (10) vorgesehene Einstellschraube (16), welche bei mit dem Schnellspanndorn (7) verbundenen Werkstücktreiber (6) durch eine Öffnung (21 ) im Werkstücktreiber (5) hindurch betätigbar ist.

9. Verfahren zur Handhabung eines Spannsystems (1 ) nach Anspruch 1 , welches einen Magnetkern (4) mit einem zylindrischen, langgestreckten Aufnahmebe- reich (5), einen Schnellspanndorn (7), sowie einen Werkstücktreiber (6) um fasst, mit folgenden Merkmalen:

- Eine feste Verbindung zwischen dem Schnellspanndorn (7) und dem Werk- stücktreiber (6) wird hergestellt,

- die aus dem Schnellspanndorn (7) und dem Werkstücktreiber (6) gebildete Baugruppe wird plangeschliffen, wobei sie vom Magnetkern (4) getrennt ist,

- der Schnellspanndorn (7) wird in den Aufnahmebereich (5) des Magnet- kerns (4) eingesetzt und dort auf nicht magnetische Weise gespannt,

- ein Werkstück wird ohne weitere Bearbeitung des Werkstücktreibers (6) auf diesem magnetisch gespannt.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetkern (4) mit einer Werkstückspindel (2) verbunden wird und anschließend, vor dem Einsetzen des Schnellspanndorns (7), der Aufnahmebereich (5) auf Fertigmaß geschliffen wird.

Description:
Spannsystem für eine Schleifmaschine

Die Erfindung betrifft ein für eine Schleifmaschine geeignetes Spannsystem. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Handhabung eines solchen Spannsystems.

Aus der EP 1 736 265 B1 ist eine Maschinenspindel mit einer Spannstange und einer Kupplungseinrichtung bekannt. Die Kupplungseinrichtung dient dazu, eine elektrisch angetriebene Antriebswelle mit einer Arbeitswelle, welche zur Halterung eines Werk- zeugs vorgesehen ist, zu verbinden. Die Kupplung wird beispielsweise mit Hilfe von Elektromagneten betätigt (Figur 2 der EP 1 736 265 B1 ). Alternativ wird in der

EP 1 736 265 B1 (Figurl ) eine durch Druckluft betätigte, Klemmkörper aufweisende Kupplung vorgeschlagen.

Die DE 34 15 333 A1 offenbart eine spitzenlose Schleifmaschine, welche eine Lade- scheibenanordnung umfasst. Auf der Maschinenseite, welche die Ladescheibenan- ordnung umfasst, ist einer Schleifscheibe gegenüberliegend die Anordnung eines An- triebselements, das heißt Treibers, für ein Werkstück vorgesehen. Was das Spannen des Antriebselementes betrifft, wird in der DE 34 15 333 A1 auf die US 2,812,185 A verwiesen.

Die EP 3 263 274 A1 offenbart eine Spanneinrichtung mit einem Spannfutter und ei- nem daran festspannbaren Spannelement. Die Spanneinrichtung ist Teil eines Spannsystems, mit welchem große Werkstücke oder Werkstückträger im Arbeitsbe- reich einer Bearbeitungsmaschine, beispielsweise einer Schleifmaschine, festge- spannt werden können.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein gegenüber dem Stand der Technik wei- terentwickeltes, insbesondere für eine Schleifmaschine geeignetes Spannsystem an- zugeben, welches sich durch eine verbesserte Handhabbarkeit bei zugleich hoher mechanischer Präzision auszeichnet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Spannsystem mit den Merkma- len des Anspruchs 1. Das Spannsystem umfasst einen innerhalb einer Magnetspule angeordneten Magnetkern, welcher einen zylindrischen, langgestreckten Aufnahme- bereich aufweist, sowie einen zum Einsetzen in den Aufnahmebereich vorgesehenen Schnellspanndorn, an welchem lösbar ein scheibenförmiger, in einer zur Mittelachse des Aufnahmebereichs normalen Ebene liegender Werkstücktreiber befestigt ist. Ei- nes der beiden Elemente Magnetkern und Schnellspanndorn weist eine nicht magne- tische, zum Spannen und zur korrekten Ausrichtung des Schnellspanndorns im Mag- netkern ausgebildete Schnellspannvorrichtung auf.

Ebenso wird die Aufgabe gelöst durch ein Verfahren zur Handhabung eines solchen Spannsystems gemäß Anspruch 9. Dieses Verfahren weist folgende Merkmale auf:

- Eine feste Verbindung, insbesondere Schraubverbindung, zwischen dem Schnellspanndorn und dem Werkstücktreiber wird hergestellt,

- die aus dem Schnellspanndorn und dem Werkstücktreiber gebildete Bau- gruppe wird, soweit erforderlich, unabhängig vom Magnetkern, das heißt mittels einer gesonderten Schleifvorrichtung, plangeschliffen,

- der Schnellspanndorn wird in den Aufnahmebereich des Magnetkerns ein- gesetzt und dort auf nicht magnetische Weise, insbesondere hydraulisch, gespannt, womit er zugleich in exakt definierter Weise ausgerichtet wird, - ein Werkstück wird ohne weitere Bearbeitung des Werkstücktreibers, insbe- sondere ohne nochmaliges Planschleifen, auf dem Werkstücktreiber mag- netisch gespannt. ln bevorzugter Ausgestaltung des Verfahrens wird der bereits mit einer Werk- stückspindel, insbesondere Schleifspindel, verbundene Magnetkern, das heißt dessen auch als Aufnahmebohrung bezeichneter Aufnahmebereich, auf Fertigmaß geschlif- fen, bevor die vorkonditionierte, das heißt plangeschliffene, Baugruppe aus

Schnellspanndorn und Werkstücktreiber im Magnetkern hydraulisch oder mechanisch fixiert wird.

Im Folgenden im Zusammenhang mit dem Flandhabungsverfahren erläuterte Ausge- staltungen und Vorteile der Erfindung gelten sinngemäß auch für das Spannsystem und umgekehrt.

Die Schnellspannvorrichtung kann entweder in den Magnetkern oder in den

Schnellspanndorn integriert sein. In beiden Fällen kann es sich bei der Schnellspann- vorrichtung entweder um eine hydraulische oder um eine mechanische Spannvorrich- tung handeln.

Die Schnellspannvorrichtung weist vorzugsweise zwei voneinander beabstandete Spreizbereiche auf, wobei der in Axialrichtung des Schnellspanndorns sowie des ent- sprechend des Schnellspandorns langgestreckten Aufnahmebereichs gemessene Ab- stand zwischen der Mitte des eines Spreizbereichs und der Mitte des anderen Spreiz- bereichs vorzugsweise größer als der Durchmesser des Aufnahmebereichs ist, insbe- sondere mindestens das 1 ,5-fache des Durchmessers des Aufnahmebereichs beträgt.

Zur Betätigung der Schnellspannvorrichtung ist in vorteilhafter Ausgestaltung eine Einstellschraube vorgesehen, welche bei mit dem Schnellspanndorn verbundenen Werkstücktreiber durch eine Öffnung im Werkstücktreiber hindurch betätigbar ist. Der Werkstücktreiber ist hierbei zum Beispiel mit drei Schrauben am Schnellspanndorn festgeschraubt. Ein wesentlicher Unterschied zum Stand der Technik ist bei dem Spannsystem darin gegeben, dass die gewünschte, exakt definierte Ausrichtung eines Werkstücktreibers, welche für einen Planlauf erforderlich ist, nicht durch eine spindelseitige Planfläche, an welcher der Werkstücktreiber anliegt, sondern durch die in Axialrichtung des Schnellspanndorns ausgedehnte Schnellspannvorrichtung in Zusammenwirkung mit einem Aufnahmebereich genau bestimmter Geometrie erreicht wird.

Die vorkonditionierte Baugruppe, welche aus dem Schnellspanndorn und dem Werk- stücktreiber gebildet ist, kann mehrfach in den Magnetkern eingebaut und aus diesem ausgebaut werden, ohne im eingebauten Zustand, etwa durch Schleifen, nachbearbei- tet werden zu müssen. Lediglich eine Stirnfläche am Magnetkern kann bei Umrüstar- beiten einer Reinigung bedürfen. Anschließend kann der langgestreckte Schaft des Schnellspanndorns bis zum Anschlag an dieser Stirnfläche in den Aufnahmebereich eingeschoben und dort, vorzugsweise durch Drehung einer auf ein Hydraulikmedium wirkenden Einstellschraube, fixiert werden.

Das Spannsystem kommt zum Beispiel bei einer Einstechschleifmaschine zum Ein- satz. Zum technologischen Hintergrund wird beispielhaft auf die Dokumente

DE 30 44 818 A1 und DE 27 55 494 A1 verwiesen.

Nachfolgend werden mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierin zeigen:

Fig. 1 ein Spannsystem in grob schematisierter Darstellung,

Fig. 2 einen hydraulischen Schnellspanndorn,

Fig. 3 einen mechanischen Schnellspanndorn, Fig. 4 ein Spannsystem mit einem Magnetkern, welcher zugleich als hydrauli- sches Spannfutter ausgebildet ist,

Fig. 5 ein Spannsystem mit einem an einer Schleifspindel befestigten Magnet- kern und einer in diesem hydraulisch gespannten, aus einem Schnell- spanndorn und einem Werkstücktreiber gebildeten Baugruppe in einer im Vergleich zu Fig. 1 detaillierteren Darstellung,

Fig. 6 den Werkstücktreiber der Anordnung nach Fig. 5.

Die folgenden Erläuterungen beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf sämt- liche Ausführungsbeispiele. Einander entsprechende oder prinzipiell gleichwirkende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet.

Ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnetes Spannsystem ist für die Verwendung in einer Schleifmaschine, nämlich Einstechschleifmaschine, geeignet. Zu schleifende Werkstücke sind magnetisch zu spannen. Eine Werkstückspindel 2 ist im vorliegenden Fall Teil der nicht weiter dargestellten Schleifmaschine.

An der Werkstückspindel 2 ist ein Magnetkern 4 befestigt, welcher von einer Magnet- spule 3 umgeben ist. Der Magnetkern 4 weist einen zylindrischen, langgestreckten Aufnahmebereich 5 auf, welcher auch als Aufnahmebohrung bezeichnet wird. Im Auf- nahmebereich 5 ist ein Schnellspanndorn 7 fixierbar, welcher beim Betrieb der

Schleifmaschine mit einem Werkstücktreiber 6 verbunden ist und eine rotierende Baugruppe darstellt. Die Mittelachse dieser Baugruppe 6, 7 ist mit der Rotationsachse der Schleifspindel 2 identisch und mit M bezeichnet. Eine einzige Fixierschraube 8 (Figur 1 ) oder eine Mehrzahl solcher Fixierschrauben 8 (Figur 5) stellen die feste Ver- bindung zwischen dem Werkstücktreiber 6 und dem Schnellspanndorn 7 her. Der Werkstücktreiber 6 hat die Grundform einer Scheibe, welche in einer zur Mittelachse M normalen Ebene liegt. Bei der Vorbereitung der Baugruppe 6, 7 für die Verwendung in der Schleifmaschine, welche die Werkstückspindel 2 umfasst, wird zunächst der Werkstücktreiber 6 am Schnellspanndorn 7 festgeschraubt. Anschließend wird die Baugruppe 6, 7 mittels ei- ner weiteren, nicht dargestellten Schleifvorrichtung bearbeitet. Die gesonderte Schleif- vorrichtung weist einen Spannmechanismus auf, welcher hinsichtlich seiner Dimensi- onierung mit dem Aufnahmebereich 5 vergleichbar ist. Während der Schnellspann- dorn 7 im Spannmechanismus der gesonderten Schleifvorrichtung fixiert ist, wird eine mit 9 bezeichnete Werkstück-Anschlagsfläche des Werkstücktreibers 6 auf Fertigmaß plangeschliffen. Ein weiteres Schleifen dieser Werkstück-Anschlagsfläche 9 in einem späteren Verfahrensstadium ist in der Regel nicht mehr erforderlich. Ausnahmen kön- nen zum Beispiel gegeben sein, wenn zwischenzeitlich die Spannung der Fixier- schrauben 8 geändert wird. In abgewandelten, nicht dargestellten Ausführungsformen, in welchen die Fixierschrauben 8 entfallen, kann der Werkstücktreiber 6 einteilig mit dem Schnellspanndorn 7 ausgebildet sein. Alternativ kann das erstmalige Planschlei- fen des Werkstücktreibers 6 im eingebauten Zustand in der Maschine erfolgen.

Nach dem Schleifen der Werkstück-Anschlagsfläche 9 auf Fertigmaß ist die Baugrup- pe 6, 7 vorkonditioniert. In diesem Zustand ist ein schnelles Auswechseln der Bau- gruppe 6, 7 an der Werkstückspindel 2 möglich. Das Spannen des Schnellspanndorns 7 im Magnetkern 4 erfolgt mit Hilfe einer Schnellspannvorrichtung 10, welche entwe- der in den Schnellspanndorn 7 oder in den Magnetkern 4 (Figur 4) integriert ist.

In der Ausführungsform nach Figur 2 ist die Schnellspannvorrichtung 10 als hydrauli- sche Spannvorrichtung des Schnellspanndorns 7 ausgeführt. Der Schnellspanndorn 7 beschreibt im Längsschnitt nach Figur 2 eine T-Form mit einem zylindrischen Ab- schnitt 23 und einem diesen abschließenden Flansch 24. An der Stirnseite des Flan- sches 24 befinden sich eine zylindrische Treiberaufnahme 20 sowie eine diese ring- förmig umgebende Treiberanschlagsfläche 19.

Innerhalb des zylindrischen Abschnitts 23 des Schnellspanndorns 7 nach Figur 2 be- findet sich eine zentrale Fluidkammer 13, die sich über den größten Teil der Länge des zylindrischen Abschnitts 23 erstreckt. Von der zentralen Fluidkammer 13 gehen mehrere Fluidkanäle 11 aus, die in äußeren Fluidkammern 14 enden. Die äußeren Fluidkammern 14 sind radial unmittelbar umgeben von Spreizbereichen 15, 22, wel- che sich nahe des in den Aufnahmebereich 5 einzusetzenden Endes des zylindri- schen Abschnitts 23 beziehungsweise nahe des Flansches 24 befinden.

Der Druck innerhalb der zentralen Fluidkammer 13 sowie der damit verbundenen äu- ßeren Fluidkammern 14 ist einstellbar mit Hilfe einer Einstellschraube 16, die auf ei- nen Kolben 17 wirkt. Zusätzlich ist in Figur 2 ein Betätigungswerkzeug 18 zum Betäti- gen der Einstellschraube 16 angedeutet. Das Betätigungswerkzeug 18 kann durch ei- ne Öffnung des in Figur 2 nicht dargestellten Werkstücktreibers 6 hindurch an der Stirnseite des Flansches 24 angesetzt werden.

Der Schnellspanndorn 7 nach Figur 3 ist ebenso wie der Schnellspanndorn 7 nach Fi- gur 2 in dem Spannsystem 1 nach Figur 1 verwendbar. Von der Bauform nach Figur 2 unterscheidet sich der Schnellspanndorn 7 nach Figur 3 dadurch, dass er als mecha- nisches Spannelement ausgebildet ist. Die Einstellschraube 16 greift in diesem Fall einen Zuganker 25 an, welcher nahezu den gesamten zylindrischen Abschnitt 23 durchzieht und an dessen Ende mittels einer Platte 26 verankert ist. Die Lage der Spreizbereiche 15, 22 entspricht dem Ausführungsbeispiel nach Figur 2. In der Bau- form nach Figur 3 ist an den Spreizbereichen 15, 22 die Wandstärke des zylindrischen Abschnitts 23 drastisch herabgesetzt, sodass die entsprechenden Bereiche 15, 22 durch Zugkräfte, die in den Zuganker 25 eingeleitet werden und durch Druckkräfte in- nerhalb der Spreizbereiche 15, 22 aufzunehmen sind, elastisch verformbar sind.

Das Spannsystem 1 nach Figur 4 unterscheidet sich von den Ausführungsformen nach den Figuren 2 und 3 dadurch, dass die Schnellspannvorrichtung 10 nicht in den Schnellspanndorn 7, sondern in den Magnetkern 4 integriert ist. Dementsprechend befinden sich Fluidkanäle 11 in diesem Fall innerhalb des Magnetkerns 4. Über die Fluidkanäle 11 sind Anpresselemente 12, welche den Schnellspanndorn 7 an ent- sprechenden Spreizbereichen 15, 22 an zwei axial voneinander beabstandeten Stel- len kontaktieren, mit Druck beaufschlagbar. Der axiale Abstand zwischen den jeweils ringförmig um den Schnellspanndorn 7 angeordneten Anpresselementen 12 ist mit LS bezeichnet. In analoger Weise ist bei den Schnellspanndornen 7 nach Figur 2 und Fi- gur 3 unter LS der axiale Abstand zwischen der Mitte des Spreizbereichs 15 und der Mitte des Spreizbereichs 22 zu verstehen. Eine Druckeinstellmöglichkeit am

Schnellspanndorn 7 entfällt bei der Ausgestaltung nach Figur 4. Der Werkstücktreiber 6 ist durch eine einzige, zentrale Fixierschraube 8, welche durch eine Öffnung 21 im Werkstücktreiber 6 durchgesteckt ist, am Schnellspanndorn 7 befestigt.

Weitere geometrische Merkmale eines Schnellspanndorns 7, eines Werkstücktreibers 6, sowie eines Magnetkerns 4 sind in den Figuren 5 und 6 illustriert. In den Spreizbe- reichen 15, 22 wirkende Kräfte sind mit F bezeichnet. Der in Figur 5 nicht eingezeich- nete Spannmechanismus kann entweder gemäß Figur 2 hydraulisch oder gemäß Fi- gur 3 mechanisch arbeiten. Im letztgenannten Fall weist der zylindrische Abschnitt 23, wie in Figur 3 erkennbar, einen Hohlraum 27 auf.

Der Magnetkern 4 ist in der Ausgestaltung nach Figur 5 mit einer zentralen Schraube 28 an der Schleifspindel 2 befestigt. In den beiden jeweils ringförmigen Abschnitten des Aufnahmebereichs 5, an welche die Spreizbereiche 15, 22 angepresst werden, ist der Durchmesser des Aufnahmebereichs 5 etwas reduziert. Damit ist sichergestellt, dass lediglich in zwei definierten Bereichen, deren Abstand LS beträgt, ein Kontakt zwischen dem Schnellspanndorn 7 und der Wandung des Aufnahmebereichs 5 gege- ben ist. Der minimale Innendurchmesser des Aufnahmebereichs 5 ist mit DA (Figur 1 ) bezeichnet. Der Durchmesser DA ist geringer als die Länge LS, das heißt der Abstand zwischen den beiden Spreizbereichen 15, 22.

Der Aufnahmebereich 5 ist in der Ausgestaltung nach Figur 5 gegenüber dem Außen- raum durch eine Dichtung 30 abgedichtet, welche zwischen eine Nut an der Stirnseite des Magnetkerns 4 und eine Nut am Flansch 24 des Schnellspanndorns 7 eingelegt ist. Die Verbindung zwischen dem Schnellspanndorn 7 und dem Werkstücktreiber 6 ist gemäß Figur 5 durch eine Mehrzahl an Fixierschrauben 8 hergestellt, welche in einem ringförmigen Bereich außerhalb der Mittelachse M angeordnet sind. Die Fixierschrau- ben 8 befinden sich damit radial innerhalb eines ringförmigen Randbereichs 31 , wel- cher die Werkstück-Anschlagsfläche 9 bereitstellt. Durch die zentrale Öffnung 21 des Werkstücktreibers 6 hindurch kann die in Figur 5 nicht dargestellte Einstellschraube 16 betätigt werden. Damit lässt sich praktisch mit einem einzigen Griff der in den Magnetkern eingesetzte Schnellspanndorn 7 in geometrisch exakt definierter Position spannen. Anschließend kann - ohne Nachbearbeitung der Werkstück-Anschlagsfläche 9 - sofort das zu schleifende Werkstück, beispielsweise ein Wälzlagerring, auf die

Werkstück-Anschlagsfläche 9 aufgesetzt und dort magnetisch gespannt werden.

Bezuqszeichenliste Spannsystem

Werkstückspindel

Magnetspule

Magnetkern

Aufnahmebereich

Werkstücktreiber

Schellspanndorn

Fixierschraube

Werkstück-Anschlagsfläche

Schnellspannvorrichtung

Fluidkanal

Anpresselement

Zentrale Fluidkammer

Äußere Fluidkammer

Spreizbereich

Einstellschraube

Kolben

Betätigungswerkzeug

Treiberanschlagsfläche

Treiberaufnahme

Öffnung

Spreizbereich

Zylindrischer Abschnitt

Flansch

Zuganker

Platte

Flohlraum

Schraube

Bohrung

Dichtung 31 Ringförmiger Randbereich

DA Durchmesser des Aufnahmebereichs F Kraft

LS Länge des Spreizsystems

M Mittelachse