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Patent Searching and Data


Title:
MULTISTAGE TRANSMISSION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/135426
Kind Code:
A1
Abstract:
A four-stage multistage transmission is specified in which a web of a fourth gear set (4) is connected in a rotationally fixed manner to a housing (72), a ring gear of a first gear set (1) is connected in a rotationally fixed manner to a sun gear (41) of the fourth gear set (4), a drive (70) can be coupled to a sun gear (11) of the first gear set (1) via a first clutch (61), a ring gear (42) of the fourth gear set (4) can be coupled to a power take off (71) via a second clutch (62), a web (13) of the first gear set (1) can be coupled to a housing (72) via a first brake (51) and the sun gear (11) of the first gear set (1) can be coupled to the housing (72) via a second brake (52). A set of transmissions having similar characteristics is provided by variation of further couplings within the multistage transmission.

Inventors:
BECK STEFAN (DE)
SIBLA CHRISTIAN (DE)
RIEGER WOLFGANG (DE)
Application Number:
PCT/EP2013/051982
Publication Date:
September 19, 2013
Filing Date:
February 01, 2013
Export Citation:
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Assignee:
ZAHNRADFABRIK FRIEDRICHSHAFEN (DE)
International Classes:
F16H3/66
Foreign References:
JP2006349153A2006-12-28
DE102009047277A12011-06-01
DE102009057213A12011-06-09
US20090197733A12009-08-06
US20090118058A12009-05-07
DE102008000428A12009-09-03
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Claims:
Patentansprüche

1 . Mehrstufengetriebe,

umfassend zumindest vier Planetenradsätze (1 ,2,3,4), ein Gehäuse (72), eine Antriebswelle (70) und eine Abtriebswelle (71 ) wobei

ein Steg des vierten Planetenradsatzes (4) drehfest mit dem Gehäuse (72) verbunden ist,

ein Hohlrad des ersten Planetenradsatzes (1 ) drehfest mit einem Sonnenrad (41 ) des vierten Planetenradsatzes (4) verbunden ist,

die Antriebswelle (70) mit einem Sonnenrad (1 1 ) des ersten Planetenradsatzes (1 ) über eine erste Kupplung (61 ) koppelbar ist,

ein Hohlrad (42) des vierten Planetenradsatzes (4) mit der Abtriebswelle (71 ) über eine zweite Kupplung (62) koppelbar ist,

ein Steg (13) des ersten Planetenradsatzes (1 ) über eine zweite Bremse (52) mit dem Gehäuse (72) koppelbar ist,

das Sonnenrad (1 1 ) des ersten Planetenradsatzes (1 ) über eine erste Bremse (51 ) mit dem Gehäuse (72) koppelbar ist, und zumindest vier der folgenden Verbindungen ständig und zumindest zwei der folgenden Verbindungen mittels zumindest eines Schaltelements lösbar ausgeführt sind:

Verbindung eines Hohlrads (22) des zweiten Planetenradsatzes (2) mit dem Steg (13) des ersten Planetenradsatzes (1 ),

Verbindung des Hohlrads (12) des ersten Planetenradsatzes (1 ) mit einem Steg (23) des zweiten Planetenradsatzes (2) ,

Verbindung des Hohlrads (12) des ersten Planetenradsatzes (1 ) mit einem Sonnenrad (31 ) eines dritten Planetenradsatzes (3),

Verbindung eines Hohlrads (32) des dritten Planetenradsatzes (3) mit der Abtriebswelle (71 ),

Verbindung der Antriebswelle (70) mit einem Sonnenrad (21 ) des zweiten Planetenradsatzes (2) ,

Verbindung der Antriebswelle (70) mit einem Steg (33) des dritten Planetenradsatzes (3)

2. Mehrstufengetriebe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit dem Sonnenrad (31 ) des dritten Radsatzes (3) ständig verbunden ist,

- das Hohlrad (32) des dritten Radsatzes (3) mit dem Abtrieb (71 ) ständig verbunden ist,

- die Antriebswelle (70) mit dem Steg (33) des dritten Radsatzes (3) über eine dritte Kupplung (63) koppelbar ist.

3. Mehrstufengetriebe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass,

- das Hohlrad (22) des zweiten Radsatzes (2) mit dem Steg (13) des ersten Radsatzes (1 ) ständig verbunden oder koppelbar ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit dem Steg (23) des zweiten Radsatzes (2) ständig verbunden oder koppelbar ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Sonnenrad (31 ) des dritten Radsatzes (3) ständig verbunden oder mit diesem koppelbar ist,

- das Hohlrad (32) des dritten Radsatzes (3) mit dem Abtrieb (71 ) ständig verbunden ist oder mit diesem koppelbar ist,

- der Antrieb (70) mit dem Sonnenrad (21 ) des zweiten Radsatzes (2) über eine vierte Kupplung (64) ständig verbunden oder koppelbar ist, wobei,

zwei der Verbindungen ständig und eine der Verbindungen mit einer vierten Kupplung ausgeführt sind.

4. Mehrstufengetriebe nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass,

- der Antrieb (70) mit einem Steg (33) des dritten Radsatzes (3) ständig verbunden ist.

5. Mehrstufengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass,

- ein Hohlrad (22) eines zweiten Radsatzes (2) mit dem Steg (13) des ersten Radsatzes (1 ) ständig verbunden ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Steg (23) des zweiten Radsatzes (2) ständig verbunden ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Sonnenrad eines dritten Radsatzes (3) ständig verbunden ist, - ein Hohlrad (32) des dritten Radsatzes (3) mit der Abtriebswelle (71 ) über eine dritte Kupplung (63) koppelbar ist,

- die Antriebswelle (70) mit einem Sonnenrad (21 ) des zweiten Radsatzes (2) über eine vierte Kupplung (64) koppelbar ist.

6. Mehrstufengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass,

- ein Hohlrad (22) eines zweiten Radsatzes (2) mit dem Steg (13) des ersten Radsatzes (1 ) ständig verbunden ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Steg (23) des zweiten Radsatzes (2) ständig verbunden ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Sonnenrad eines dritten Radsatzes (3) über eine dritte Kupplung (63) koppelbar ist,

- ein Hohlrad (32) des dritten Radsatzes (3) mit dem Abtrieb (71 ) ständig verbunden ist,

- der Antrieb (70) mit einem Sonnenrad (21 ) des zweiten Radsatzes (2) über eine vierte Kupplung (64) koppelbar ist.

7. Mehrstufengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass,

- ein Hohlrad (22) eines zweiten Radsatzes (2) mit dem Steg (13) des ersten Radsatzes (1 ) über eine vierte Kupplung (64) koppelbar ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Steg (23) des zweiten Radsatzes (2) ständig verbunden ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Sonnenrad eines dritten Radsatzes (3) ständig verbunden ist,

- ein Hohlrad (32) des dritten Radsatzes (3) mit dem Abtrieb (71 ) über eine dritte Kupplung (63) koppelbar ist,

- der Antrieb (70) mit einem Sonnenrad (21 ) des zweiten Radsatzes (2) ständig verbunden ist.

8. Mehrstufengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass,

- ein Hohlrad (22) eines zweiten Radsatzes (2) mit dem Steg (13) des ersten Radsatzes (1 ) über eine vierte Kupplung (64) koppelbar ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Steg (23) des zweiten Rad- satzes (2) ständig verbunden ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Sonnenrad eines dritten Radsatzes (3) über eine dritte Kupplung (63) koppelbar ist,

- ein Hohlrad (32) des dritten Radsatzes (3) mit dem Abtrieb (71 ) ständig verbunden ist,

- der Antrieb (70) mit einem Sonnenrad (21 ) des zweiten Radsatzes (2) ständig verbunden ist.

9. Mehrstufengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass,

- ein Hohlrad (22) eines zweiten Radsatzes (2) mit dem Steg (13) des ersten Radsatzes (1 ) ständig verbunden ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Steg (23) des zweiten Radsatzes (2) über eine vierte Kupplung (64) koppelbar ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Sonnenrad eines dritten Radsatzes (3) ständig verbunden ist,

- ein Hohlrad (32) des dritten Radsatzes (3) mit dem Abtrieb (71 ) über eine dritte Kupplung (63) koppelbar ist,

- der Antrieb (70) mit einem Sonnenrad (21 ) des zweiten Radsatzes (2) ständig verbunden ist.

10. Mehrstufengetriebe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass,

- ein Hohlrad (22) eines zweiten Radsatzes (2) mit dem Steg (13) des ersten Radsatzes (1 ) ständig verbunden ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Steg (23) des zweiten Radsatzes (2) über eine vierte Kupplung (64) koppelbar ist,

- das Hohlrad (12) des ersten Radsatzes (1 ) mit einem Sonnenrad eines dritten Radsatzes (3) über eine dritte Kupplung (63) koppelbar ist,

- ein Hohlrad (32) des dritten Radsatzes (3) mit dem Abtrieb (71 ) ständig verbunden ist,

- der Antrieb (70) mit einem Sonnenrad (21 ) des zweiten Radsatzes (2) ständig verbunden ist.

1 1 . Mehrstufengetriebe nach einem der Ansprüche 3 oder 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass folgende Gänge durch Schließen der angegebenen Elemente schaltbar sind:,

- ein erster Gang durch zweite Bremse (52), zweite Kupplung (62) und vierte Kupplung (64),

- ein zweiter Gang durch erste Bremse (51 ), zweite Kupplung (62) und vierte Kupplung (64),

- ein dritter Gang durch erste Kupplung (61 ), zweite Kupplung (62) und vierte Kupplung (64),

- ein vierter Gang durch zweite Kupplung (62), dritte Kupplung (63) und vierte Kupplung (64) oder.

durch erste Bremse (51 ), zweite Kupplung (62) und dritte Kupplung (63) oder durch zweite Bremse (52), zweite Kupplung (62) und dritte Kupplung (63) oder durch erste Kupplung (61 ), zweite Kupplung (62) und dritte Kupplung (63)

- ein fünfter Gang durch erste Kupplung (61 ), dritte Kupplung (63) und vierte Kupplung (64),

- ein sechster Gang durch erste Bremse (51 ), dritte Kupplung (63) und vierte Kupplung (64),

- ein siebenter Gang durch zweite Bremse (52) , dritte Kupplung (63) und vierte Kupplung (64),

- ein achter Gang durch erste Bremse (51 ), zweite Bremse (52) und dritte Kupplung (63),

- ein neunter Gang durch zweite Bremse (52), erste Kupplung (61 ) und dritte Kupplung (63),

- ein Rückwärtsgang durch zweite Bremse (52), erste Kupplung (61 ) und zweite Kupplung (62),

wobei die jeweils nicht genannten Elemente unbetätigt beziehungsweise geöffnet sind.

12. Mehrstufengetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass:

der erste Radsatz (1 ) als Minusradsatz,

der zweite Radsatz (2) als Minusradsatz, der dritte Radsatz (3) als Minusradsatz und,

der vierte Radsatz (4) als Plusradsatz ausgeführt sind.

13. Mehrstufengetriebe nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Übersetzungsverhältnis:,

- des ersten Radsatzes (1 ) zwischen Sonnenrad (1 1 ) und Hohlrad (12) -2,015 und/ oder

- des zweiten Radsatzes (2) zwischen Sonnenrad (21 ) und Hohlrad (22) -1 ,600 und/ oder

- des dritten Radsatzes (3) zwischen Sonnenrad (31 ) und Hohlrad (32) -1 ,700 und/ oder

- des vierten Radsatzes (4) zwischen Sonnenrad (41 ) und Hohlrad (42) +1 ,804 beträgt.

14. Mehrstufengetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle einer ersten genannten Verbindung/Kopplung zu einem Steg (13, 23, 33, 43) eines Radsatzes (1 , 2, 3, 4) und einer zweiten genannten Verbindung/Kopplung zu einem Hohlrad (12, 22, 32, 42) dieses Radsatzes (1 , 2, 3, 4), die erste genannte Verbindung/Kopplung zum dem genannten Hohlrad (12, 22, 32, 42) dieses Radsatzes (1 , 2, 3, 4) und die zweite genannte Verbindung/Kopplung zum dem genannten Steg (13, 23, 33, 43) dieses Radsatzes (1 , 2, 3, 4) ausgeführt ist, wobei dieser Radsatz (1 , 2, 3, 4) anstatt als Minusradsatz als Plusradsatz beziehungsweise anstatt als Plusradsatz als Minusradsatz ausgeführt ist.

15. Mehrstufengetriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplung (62), welche das Hohlrad (42) des vierten Radsatzes (4) mit der Abtriebswelle (71 ) verbindet und die zweite Kupplung (64), welche die Abtriebswelle (70) mit dem Sonnenrad (21 ) des zweiten Radsatzes (2) verbindet, als Klauenkupplungen ausgeführt sind.

Description:
Mehrstufenqetriebe

Die Erfindung betrifft ein Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise, insbesondere für ein Kraftfahrzeug.

Derartige Mehrstufengetriebe kommen vorzugsweise als Automatikgetriebe von Kraftfahrzeugen zum Einsatz, wobei der in der jeweiligen Gangstufe wirksame Leistungsfluss innerhalb der Planetensätze durch eine gezielte Betätigung der Schaltelemente definiert wird. Dabei sind die Planetensätze bei einem Automatikgetriebe üblicherweise zudem mit einem einer Schlupfwirkung unterliegenden und wahlweise mit einer Überbrückungskupplung versehenen Anfahrelement verbunden, wie beispielsweise etwa einem hydrodynamischen Drehmomentwandler oder einer Strömungskupplung.

Aus der DE 10 2008 000 428 A1 ist ein Mehrstufengetriebe in Planetenbauweise bekannt, bei welchem in einem Gehäuse vier Planetensätze, sowie insgesamt acht drehbare Wellen angeordnet sind, von denen eine die Antriebswelle und eine andere die Abtriebswelle des Mehrstufengetriebes darstellt. Des Weiteren sind im Bereich der Wellen mindestens sechs Schaltelemente vorgesehen, mittels deren gezielter Betätigung der Leistungsfluss innerhalb der vier Planetensätze variiert und damit verschiedene Übersetzungsverhältnisse zwischen der Antriebs- und der Abtriebswelle definierbar sind. Insgesamt sind hierdurch neun Vorwärtsgänge, sowie ein Rückwärtsgang schaltbar.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein alternatives Mehrstufengetriebe anzugeben, vorzugsweise mit verbesserten Wirkungsgrad und hinreichend großer und hinreichend gleichmäßig verteilter Übersetzungsreihe.

Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch ein Mehrstufengetriebe gemäß Anspruch 1 . Insbesondere durch ein Mehrstufengetriebe, umfassend zumindest vier Planetenradsätze, ein Gehäuse, eine Antriebswelle und eine Abtriebswelle wobei ein Steg des vierten Planetenradsatzes drehfest mit dem Gehäuse verbunden ist,

ein Hohlrad des ersten Planetenradsatzes drehfest mit einem Sonnenrad des vierten Planetenradsatzes verbunden ist,

die Antriebswelle mit einem Sonnenrad des ersten Planetenradsatzes über eine erste Kupplung koppelbar ist,

ein Hohlrad des vierten Planetenradsatzes mit der Abtriebswelle über eine zweite Kupplung koppelbar ist,

ein Steg des ersten Planetenradsatzes über eine erste Bremse mit dem Gehäuse koppelbar ist,

das Sonnenrad des ersten Planetenradsatzes über eine zweite Bremse mit dem Gehäuse koppelbar ist, und zumindest vier der folgenden Verbindungen ständig und zumindest zwei weitere der folgenden Verbindungen mittels zumindest eines Schaltelements lösbar ausgeführt sind:

Verbindung eines Hohlrads des zweiten Planetenradsatzes mit dem Steg des ersten Planetenradsatzes,

Verbindung des Hohlrads des ersten Planetenradsatzes mit einem Steg des zweiten Planetenradsatzes,

Verbindung des Hohlrads des ersten Planetenradsatzes mit einem Sonnenrad eines dritten Planetenradsatzes,

Verbindung eines Hohlrads des dritten Planetenradsatzes mit der Abtriebswelle,

Verbindung der Antriebswelle mit einem Sonnenrad des zweiten Planetenradsatzes,

Verbindung der Antriebswelle mit einem Steg des dritten Planetenradsatzes

Unter einem Planetenradsatz wird insbesondere ein Radsatz verstanden, welcher zumindest ein Sonnenrad umfasst, indem ein oder mehrere Planetenräder kämmen, einen Steg umfasst, welcher die Achsen der Planetenräder bestimmt und ein Hohlrad, in dem die Planetenräder kämmen. Bevorzugt weist das Hohlrad eine Innenverzahnung und das Sonnenrad eine Außenverzahnung auf.

Ein Vorteil der Erfindung kann es sein, dass die Schaltelemente des Mehrstufengetriebes, also die getriebeseitigen Bremsen und Kupplungen, von außen gut er- reichbar sind. So können die Aktoren, wie beispielweise Elektromotoren, hydraulische Ventile, hydraulische Pumpen und Ähnliche in der Nähe der Schaltelemente angeordnet sein, wodurch mechanische und/oder hydraulische Verluste verringert werden und eine geringere Energie für die Betätigung des Schaltelementes notwendig sein kann. Auch kann weniger Energie notwendig sein, um das Schaltelement in seinem jeweils aktuellen Betriebszustand, also offen oder geschlossen, zu halten, zum Beispiel da durch kurze Leitungen auch die Druckverluste geringer sind. Auch ist es so möglich, Schaltelemente an dem Gehäuse und somit zumindest teilweise drehfest anzuordnen, wodurch Dichtungen, welche eine stehende Leitung mit einer drehenden Leitung verbinden, ganz oder teilweise vermieden werden können.

Auch vereinfacht die räumliche Anordnung der gut erreichbaren Schaltelemente das Ersetzen der üblichen hydraulisch betätigten Lamellenkupplungen oder - bremsen durch zum Beispiel elektro-mechanisch oder elektro-hydraulisch betätigte Bremsen und Kupplungen, die vergleichsweise einfach bedarfsgerecht ansteuerbar sind. Gut erreichbare Schaltelemente sind einerseits Bremsen, welche eine Welle mit dem Gehäuse drehfest koppeln, aber auch Schaltelemente an außen liegenden Wellen des Mehrstufengetriebes, vorzugsweise an An- oder Abtriebswelle, denen zur Betätigung benötigten Hydraulikfluid vergleichsweise einfach zugeführt werden kann.

Neben dieser Eigenschaft weist das Mehrstufengetriebe auch noch einen guten Verzahnungswirkungsgrad, lediglich kleine Belastungen der Bauteile, insbesondere niedrige Planetensatz- und Schaltelementmomente, niedrige Absolut- und Relativdrehzahlen und/oder einen geringen Bauaufwand auf. Letzteres ermöglicht die Realisierung des Mehrstufengetriebes mit nur geringem Gewicht und niedrigen Kosten. Schließlich ermöglicht das Mehrstufengetriebe auch eine gute Übersetzungsreihe, also eine gut brauchbare Abstufung der Gänge.

Allgemein umfasst eine bevorzugte Ausführungsform des Mehrstufengetriebes vier Planetenradsätze, vier Kupplungen, zwei Bremsen und eine feste Gehäusekopplung auf. Durch Betätigung von jeweils zwei Schaltelementen (Bremsen und/ oder Kupplungen) lassen sich neun Vorwärtsgänge und ein Rückwärtsgang schalten, wobei für den vierten Gang weitere drei alternative Schaltstellungen zur Verfügung stehen.

Als Anfahrelemente können ein hydrodynamischer Drehmomentwandler, eine hydrodynamische Kupplung, eine zusätzliche Anfahrkupplung, eine integrierte Anfahrkupplung oder -bremse und/ oder eine zusätzliche E-Maschine dienen.

Auf jeder Welle kann prinzipiell eine E-Maschine oder eine sonstige Kraftleistungsquelle angeordnet werden. Desweitern kann auf jeder Welle prinzipiell ein Freilauf zum Gehäuse oder zu einer anderen Welle angeordnet werden.

Bevorzugt wird das Mehrstufengetriebe als Standardantrieb realisiert, denkbar ist aber auch eine Front-Quer Bauweise.

Alle Schaltelemente können reib- oder formschlüssig wirken. Vorzugsweise werden jedoch die Kupplung, welche die Antriebswelle mit dem Sonnenrad des ersten Planetenradsatzes verbindet und/ oder die Kupplung, welche das Hohlrad des vierten Planetenradsatzes mit der Abtriebswelle verbindet als formschlüssige Kupplungen, insbesondere als Klauenkupplungen ausgeführt, was zu einem deutlich verbesserten Wirkungsgrad und damit deutlichen Verbrauchsvorteilen führt.

Dabei wurde erkannt, dass die erste und die zweite Kupplung bei einem Durchschalten vom ersten in den neunten Gang nur einmal betätigt werden müssen und dass deshalb sich diese Schaltelemente insbesondere dafür eignen als Klauenkupplung ausgeführt zu werden. So wurde weiter erkannt, dass bei diesen Schaltelementen aufgrund ihrer vergleichsweise seltenen Betätigung der Vorteil des besseren Wirkungsgrads den Nachteil der schwierigeren Handhabung überwiegt. Insbesondere wurde erkannt, dass die Betätigung der beiden Schaltelemente bei vergleichsweise hohen Gängen stattfinden kann, wodurch der Drehzahlunterschied der Wellen gering sein kann und somit für die Betätigung einer Klauenkupplung günstig ist. Die geometrische Lage (Reihenfolge) der einzelnen Radsätze und Schaltelemente ist frei wählbar, solange es die Bindbarkeit der Elemente zulässt. So können einzelne Elemente beliebig in ihrer Lage verschoben werden.

Weitere vorteilhafte Varianten des Mehrstufengetriebes ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie aus der Beschreibung in Zusammenschau mit den Figuren. Diese weisen alle funktionell die gleichen Eigenschaften wie das Hauptsystem, insbesondere ähnlichen Wirkungsgrad, ähnliche Stufung etc. auf.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.

Es zeigen jeweils in stark schematisch vereinfachter Darstellung:

Fig. 1 eine erste schematisch dargestellte beispielhafte Variante eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes;

Fig. 2 eine zweite schematisch dargestellte beispielhafte Variante eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes;

Fig. 3 eine dritte schematisch dargestellte beispielhafte Variante eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes;

Fig. 4 eine vierte schematisch dargestellte beispielhafte Variante eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes;

Fig. 5 eine fünfte schematisch dargestellte beispielhafte Variante eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes;

Fig. 6 eine sechste schematisch dargestellte beispielhafte Variante eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes; Fig. 7 eine siebente schematisch dargestellte beispielhafte Variante eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes;

Fig. 8 eine achte schematisch dargestellte beispielhafte Variante eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes und

Fig. 9 eine neunte schematisch dargestellte beispielhafte Variante eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes;

Fig. 10 eine Tabelle, welche die geschlossenen Schaltelemente in jeder Gangstufe anzeigt.

Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen werden, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen werden können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z. B. oben, unten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen. Weiterhin können auch Einzelmerkmale oder Merkmalskombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispielen für sich eigenständige, erfinderische oder erfindungsgemäße Lösungen darstellen.

Die Fig. 1 zeigt ein Mehrstufengetriebe umfassend vier Planetenradsätze 1 , 2, 3, 4, eine Antriebswelle 70, eine Abtriebswelle 71 , sechs weitere drehbare Wellen 73, 74, 75, 76, 77, 78 sechs Schaltelemente 51 , 52, 61 , 62, 63, 64, davon zwei Bremsen 51 , 52 und vier Kupplungen 61 , 62, 63, 64. Die vier Planetenradsätze 1 , 2, 3, 4 sind in der Reihenfolge erster Planetenradsatz 1 , zweiter Planetenradsatz 2, dritter Planetenradsatz 3, vierter Planetenradsatz 4 hintereinander angeordnet. Der erste Planetenradsatz 1 , der zweite Planetenradsatz 2, der dritte Planetenradsatz 3 sind als Minusplanetenradsatz ausgebildet, der vierte Planetenradsatz 4 ist als Plusplanetenradsatz ausgebildet. Die Planetenradsätze 1 , 2, 3, 4, sind gemeinsam von einem Gehäuse 72 umgeben. Bei der Variante des Mehrstufengetriebes aus Figur 1 sind, ein Steg des vierten Planetenradsatzes 4 drehfest mit einem Gehäuse 72 verbunden,

ein Hohlrad des ersten Planetenradsatzes 1 drehfest mit einem Sonnenrad 41 des vierten Planetenradsatzes 4 verbunden,

die Antriebswelle 70 mit einem Sonnenrad 1 1 des ersten Planetenradsatzes 1 über die erste Kupplung 61 koppelbar ,

ein Hohlrad 42 des vierten Planetenradsatzes 4 mit der Abtriebswelle 71 über eine zweite Kupplung 62 koppelbar,

ein Steg 13 des ersten Planetenradsatzes 1 über eine zweite Bremse 52 mit dem Gehäuse 72 koppelbar ist,

das Sonnenrad 1 1 des ersten Planetenradsatzes 1 über eine erste Bremse 51 mit dem Gehäuse 72 koppelbar ist,

das Hohlrad 22 des zweiten Planetenradsatzes 2 mit dem Steg 13 des ersten Planetenradsatzes 1 ständig verbunden ist,

das Hohlrad 12 des ersten Planetenradsatzes 1 mit dem Steg 23 des zweiten Planetenradsatzes 2 ständig verbunden ist,

das Hohlrad 12 des ersten Planetenradsatzes 1 mit dem Sonnenrad 31 des dritten Planetenradsatzes 3 ständig verbunden ist,

-das Hohlrad 32 des dritten Planetenrsatzes 3 mit der Abtriebswelle 71 ständig verbunden ist,

die Antriebswelle 70 mit dem Sonnenrad 21 des zweiten Planetenradsatzes 2 über eine vierte Kupplung 64 koppelbar und

die Antriebswelle 70 mit dem Steg 33 des dritten Planetenradsatzes 3 über eine dritte Kupplung 63 koppelbar ist.

Fig. 2 zeigt ein Mehrstufengetriebe, welches dem Mehrstufengetriebe aus Fig. 1 sehr ähnlich ist und sich in folgenden Punkten von der Ausführungsform aus Fig. 1 unterscheidet:

Das Hohlrad 22 des zweiten Radsatzes 2 ist mit dem Steg 13 des ersten Radsatzes 1 über eine vierte Kupplung 64 koppelbar und

der Antrieb 70 ist mit dem Sonnenrad 21 des zweiten Radsatzes 2 ständig verbunden. Fig. 3 zeigt ein weiteres Mehrstufengetriebe, welches dem Mehrstufengetriebe aus Fig. 1 sehr ähnlich ist und sich in folgenden Punkten von der Ausführungsform aus Fig. 1 unterscheidet:

Das Hohlrad 12 des ersten Radsatzes 1 ist mit dem Steg 23 des zweiten Radsatzes 2 über eine vierte Kupplung 64 koppelbar und

die Antriebswelle 70 ist mit dem Sonnenrad 21 des zweiten Radsatzes 2 ständig verbunden.

Die Fig. 4 zeigt eine weitere Variante eines Mehrstufengetriebes umfassend vier Planetenradsätze 1 , 2, 3, 4, eine Antriebswelle 70, eine Abtriebswelle 71 , sechs weitere drehbare Wellen 73, 74, 75, 76, 77, 78, sechs Schaltelemente 51 , 52, 61 , 62, 63, 64, davon zwei Bremsen 51 , 52 und vier Kupplungen 61 , 62, 63, 64. Die vier Planetenradsätze 1 , 2, 3, 4 sind in der Reihenfolge erster Planetenradsatz 1 , zweiter Planetenradsatz 2, dritter Planetenradsatz 3, vierter Planetenradsatz 4 hintereinander angeordnet. Der erste Planetenradsatz 1 , der zweite Planetenradsatz 2 und der dritte Planetenradsatz 3 sind als Minusplanetenradsatz ausgebildet, der vierte Planetenradsatz 4 ist als Plusplanetenradsatz ausgebildet. Die Planetenradsätze 1 , 2, 3, 4, sind gemeinsam von einem Gehäuse 72 umgeben. Bei der Variante des Mehrstufengetriebes aus Figur 4 sind ,

der Steg des vierten Planetenradsatzes 4 drehfest mit dem Gehäuse 72 verbunden,

das Hohlrad des ersten Planetenradsatzes 1 drehfest mit dem Sonnenrad 41 des vierten Radsatzes 4 verbunden ,

die Antriebswelle 70 mit dem Sonnenrad 1 1 des ersten Radsatzes 1 über eine erste Kupplung 61 koppelbar,

das Hohlrad 42 des vierten Radsatzes 4 mit der Abtriebswelle 71 über eine zweite Kupplung 62 koppelbar,

der Steg 13 des ersten Radsatzes 1 über eine erste Bremse 51 einem Gehäuse 72 koppelbar,

das Sonnenrad 1 1 des ersten Radsatzes 1 über eine zweite Bremse 52 mit dem Gehäuse 72 koppelbar,

das Hohlrad des zweiten Radsatzes 2 mit dem Steg 13 des ersten Radsat- zes 1 ständig verbunden,

das Hohlrad 12 des ersten Radsatzes 1 mit einem Steg 23 des zweiten Radsatzes 2 ständig verbunden,

das Hohlrad 12 des ersten Radsatzes 1 mit dem Sonnenrad des dritten Radsatzes 3 ständig verbunden,

das Hohlrad 32 des dritten Radsatzes 3 mit der Abtriebswelle 71 über eine dritte Kupplung 63 koppelbar,

die Antriebswelle 70 mit dem Sonnenrad 21 des zweiten Radsatzes 2 über eine vierte Kupplung 64 koppelbar und

die Antriebswelle 70 mit dem Steg 33 des dritten Radsatzes 3 ständig verbunden .

Fig. 5 zeigt ein Mehrstufengetriebe, welches sich in folgenden Merkmalen von dem Mehrstufengetriebe aus der Fig. 4 unterscheidet: Das Hohlrad 12 des ersten Radsatzes 1 ist mit dem Sonnenrad des dritten Radsatzes 3 über eine dritte Kupplung 63 koppelbar und das Hohlrad 32 des dritten Radsatzes 3 mit der Abtriebswelle 71 ständig verbunden.

Fig. 6 zeigt ein Mehrstufengetriebe, welches sich in folgenden Merkmalen von dem Mehrstufengetriebe aus der Fig. 4 unterscheidet: Das Hohlrad des zweiten Radsatzes 2 ist mit dem Steg 13 des ersten Radsatzes 1 über eine vierte Kupplung 64 koppelbar und die Antriebswelle 70 ist mit einem Sonnenrad 21 des zweiten Radsatzes 2 ständig verbunden.

Weiter ist das Sonnenrad des zweiten Radsatzes 2 ständig mit der Antriebswelle verbunden.

Fig. 8 zeigt ein Mehrstufengetriebe, welches dem Mehrstufengetriebe aus Fig. 6 sehr ähnlich ist und bei dem nur die Punkte h) und k) unterschiedlich ausgeführt sind. Konkret ist: Das Hohlrad 12 des ersten Radsatzes 1 ist mit einem Steg 23 des zweiten Radsatzes 2 über eine vierte Kupplung 64 koppelbar, und der Antrieb 70 ist mit einem Sonnenrad 21 des zweiten Radsatzes 2 ständig verbunden. Fig. 9 zeigt schließlich ein Mehrstufengetriebe, welches sich von dem Mehrstufengetriebe aus Fig. 8 in folgenden Merkmalen unterscheidet:

Das Hohlrad 12 des ersten Radsatzes 1 ist mit einem Sonnenrad eines dritten Radsatzes 3 über eine dritte Kupplung 63 koppelbar und ein Hohlrad 32 des dritten Radsatzes 3 ist mit dem Abtrieb 71 ständig verbunden.

Bei allen in den Figuren 1 bis 9 dargestellten Mehrstufengetrieben können folgende Gänge schaltbar sein:

Ein erster Gang ist durch die geschlossene zweite Bremse 52, die geschlossene zweite Kupplung 62 und die geschlossene vierte Kupplung 64 realisierbar.

Ein zweiter Gang durch die geschlossene erste Bremse 51 , die geschlossene zweite Kupplung 62 und die geschlossene vierte Kupplung 64 realisierbar.

Ein dritter Gang durch die geschlossene erste Kupplung 61 , die geschlossene zweite Kupplung 62 und die geschlossene vierte Kupplung 64 realisierbar.

Ein vierter Gang durch die geschlossene zweite Kupplung 62, die geschlossene dritte Kupplung 63 und die geschlossene vierte Kupplung 64 oder

durch die geschlossene erste Bremse 51 , die geschlossene zweite Kupplung 62 und die geschlossene dritte Kupplung 63 oder

durch die geschlossene zweite Bremse 52, die geschlossene zweite Kupplung 62 und die geschlossene dritte Kupplung 63 oder

durch die geschlossene erste Kupplung 61 ,die geschlossene zweite Kupplung 62 und die geschlossene dritte Kupplung 63 realisierbar.

Ein fünfter Gang ist durch die geschlossene erste Kupplung 61 , die geschlossene dritte Kupplung 63 und die geschlossene vierte Kupplung 64 realisierbar.

Ein sechster Gang ist durch die geschlossene erste Bremse 51 , die geschlossene dritte Kupplung 63 und die geschlossene vierte Kupplung 64 realisierbar.

Ein siebenter Gang ist durch die geschlossene zweite Bremse 52 , die geschlossene dritte Kupplung 63 und die geschlossene vierte Kupplung 64 realisierbar.

Ein achter Gang ist durch die geschlossene erste Bremse 51 , die geschlossene zweite Bremse 52 und die geschlossene dritte Kupplung 63 realisierbar.

Ein neunter Gang ist durch die geschlossene zweite Bremse 52, die geschlossene erste Kupplung 61 und die geschlossene dritte Kupplung 63 realisierbar. Ein Rückwärtsgang ist durch die geschlossene zweite Bremse 52, die geschlossene erste Kupplung 61 und die geschlossene zweite Kupplung 62 realisierbar.

Dabei sind die jeweils nicht genannten Schaltelemente geöffnet.

Dies zeigt auch die Tabelle in Figur 10, welche auch die Übersetzungsverhältnisse der jeweiligen Gangstufen darstellt.

Vorzugsweise sind bei den gezeigten Mehrstufengetrieben

der erste Radsatz 1 als Minusradsatz,

der zweite Radsatz 2 als Minusradsatz,

der dritte Radsatz 3 als Minusradsatz und,

der vierte Radsatz 4 als Plusradsatz ausgeführt.

In einer vorteilhaften Variante ist das Übersetzungsverhältnis:

des ersten Radsatzes 1 zwischen Sonnenrad 1 1 und Hohlrad 12 gleich -2,015 und

des zweiten Radsatzes 2 zwischen Sonnenrad 21 und Hohlrad 22 gleich - 1 ,600 und

des dritten Radsatzes 3 zwischen Sonnenrad 31 und Hohlrad 32 gleich - 1 ,700 und

des vierten Radsatzes 4 zwischen Sonnenrad 41 und Hohlrad 42 gleich +1 ,804.

Generell kann anstelle einer ersten genannten Verbindung/Kopplung zu einem Steg 13, 23, 33, 43 eines Radsatzes 1 , 2, 3, 4 und einer zweiten genannten Verbindung/Kopplung zu einem Hohlrad 12, 22, 32, 42 dieses Radsatzes 1 , 2, 3, 4 die erste genannte Verbindung/Kopplung zu dem genannten Hohlrad 12, 22, 32, 42 dieses Radsatzes 1 , 2, 3, 4 und die zweite genannte Verbindung/Kopplung zu dem genannten Steg 13, 23, 33, 43 dieses Radsatzes 1 , 2, 3, 4 ausgeführt sein, wobei dieser Radsatz 1 , 2, 3, 4 anstatt als Minusradsatz als Plusradsatz beziehungsweise anstatt als Plusradsatz als Minusradsatz ausgeführt wird. Mit anderen Worten werden die Verbindungen/Kopplungen zum Steg 13, 23, 33, 43 und zum Hohlrad 12, 22, 32, 42 eines Radsatzes 1 , 2, 3, 4 getauscht und die Drehrichtung zwischen Sonnenrad 1 1 , 21 , 31 , 41 und Hohlrad 12, 22, 32, 42 dieses Radsatzes 1 , 2, 3, 4 umgekehrt. Bei der Auslegung des Mehrstufengetriebes ist zusätzlich darauf zu achten, dass der Betrag der Standübersetzung dieses Radsatzes um 1 erhöht bzw. erniedrigt wird, wenn die schaltbaren Übersetzungsverhältnisse zwischen Antrieb 70 und Abtrieb 71 ansonsten gleich bleiben sollen. Durch die genannte Variation der Radsätze 1 , 2, 3, 4 kann also die Verbindung/Kopplung zwischen den einzelnen Getriebeelementen verändert werden, ohne dabei die Charakteristik des Getriebes zu verändern. Damit steht eine Vielzahl an konstruktive Ausgestaltungen zur Verfügung, welche die Realisierung des Getriebes im Einzelfall vereinfachen können. Die erwähnte Vertauschung der Verbindung/Kopplung ist dabei nicht auf einen Radsatz 1 , 2, 3, 4 beschränkt, sondern kann auch auf mehrere Radsätze 1 , 2, 3, 4 gleichzeitig angewendet werden.

Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten eines erfindungsgemäßen Mehrstufengetriebes, wobei an dieser Stelle bemerkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten derselben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausführungsvarianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt. Insbesondere sind auch die sich aus der Kombinatorik und dem Patentanspruch 1 ergebenden, jedoch nicht explizit in den Figuren dargestellten Möglichkeiten vom Schutzumfang mitum- fasst. Darüber hinaus sind auch sämtliche denkbaren Ausführungsvarianten, die durch Kombinationen einzelner Details der dargestellten und beschriebenen Ausführungsvariante möglich sind, vom Schutzumfang mit umfasst.

Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus des Mehrstufengetriebes dieses in den Figuren schematisch dargestellt ist und in der Realität daher mehr Bauteile als dargestellt, weniger Bauteile als dargestellt oder auch andere Bauteile umfassen kann. Generell liegt die konkrete konstruktive Ausgestaltung im Rahmen des fachmännischen Könnens.

Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen werden. Bezuqszeichen erster Getriebe- Radsatz

zweiter Getriebe-Radsatz

dritter Getriebe- Radsatz

vierter Getriebe- Radsatz

Sonnenrad des ersten Getriebe-Radsatzes

Hohlrad des ersten Getriebe-Radsatzes

Steg des ersten Getriebe-Radsatzes

Sonnenrad des zweiten Getriebe- Radsatzes

Hohlrad des zweiten Getriebe-Radsatzes

Steg des zweiten Getriebe- Radsatzes

Sonnenrad des dritten Getriebe-Radsatzes

Hohlrad des dritten Getriebe-Radsatzes

Steg des dritten Getriebe-Radsatzes

Sonnenrad des vierten Getriebe- Radsatzes

Hohlrad des vierten Getriebe- Radsatzes

Steg des vierten Getriebe-Radsatzes erste Bremse

zweite Bremse

erste Kupplung

zweite Kupplung

dritte Kupplung

vierte Kupplung

Antrieb

Abtrieb

Gehäuse