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Patent Searching and Data


Title:
NEEDLE BODY, SLIDER NEEDLE ASSEMBLY, AND WARP KNITTING MACHINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/152469
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a needle body for a slider needle assembly of a warp knitting machine, comprising a shank and a hook. The lower edge of the hook lies opposite and faces away from a bent-back hook part. The upper edge of the hook lies on the bent-back hook edge and faces away from the lower edge of the hook. The needle body according to the invention is characterized in that the hook height, measured in the longitudinal direction at the point of maximum distance in the vertical direction between the lower edge of the hook and the upper edge of the hook, equals at most 0.81 mm, and a cross-sectional height, measured in the cross-section of the shank in a stitch sliding portion perpendicular to the width direction, equals at most 0.81 mm. A slider needle assembly according to the invention comprises a needle body according to the invention and a slider and has a looping length of the hook and the slider equaling 2.3 mm or less.

Inventors:
BUTZ TORSTEN (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/084711
Publication Date:
July 21, 2022
Filing Date:
December 08, 2021
Export Citation:
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Assignee:
GROZ BECKERT KG (DE)
International Classes:
D04B23/16; D04B35/06
Foreign References:
GB512850A1939-09-27
FR936411A1948-07-20
GB516025A1939-12-20
DE2815385B11979-03-01
US20150361603A12015-12-17
GB512850A1939-09-27
FR936411A1948-07-20
EP1767679A12007-03-28
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Claims:
Patentansprüche

1. Nadelkörper (1) für eine Schiebemadelanordnung einer Kettenwirkmaschine, der einen Schaft (2), der von zwei parallel gegenüberliegend angeordneten Flachseiten (3, 4), zu denen eine Dickenrichtung (D) senkrecht ist, und von einer Oberkante (5) und einer Unterkante (6) begrenzt ist, und einen Haken (7) zur Aufnahme von Garn umfasst, wobei ein Antriebsabschnitt (8) des Schaftes (2) zum Anbringen des Nadelkörpers (1) an einer Antriebseinrichtung einer Kettenwirkmaschine eingerichtet ist, wobei ein Maschengleitabschnitt (32) des Schaftes (2) zum Führen einer abzuschlagenden Masche eingerichtet ist, eine Hakenunterkante (9) einem rückgebogenen Teil (10) des Hakens (7) gegenüberliegend und abgewandt angeordnet ist, und die Hakenunterkante (9) sich zumindest in einer Längsrichtung (L) des Nadelkörpers (1) erstreckt und die Längsrichtung (L) senkrecht zur Dickenrichtung (D) und zu einer auf der Dickenrichtung (D) senkrechten Höhenrichtung (H) des Nadelkörpers (1) ist, und eine Hakenoberkante (11) abgewandt von der Hakenunterkante (9) am rückgebogenen Teil (10) des Hakens (7) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hakenhöhe (12), die in Längsrichtung (L) an der Stelle des maximalen Abstands in Höhenrichtung (H) zwischen der Hakenunterkante (9) und der Hakenoberkante (11) zu messen ist, maximal 0,81mm und eine Querschnittshöhe (25), die in einem Querschnitt des Schaftes (2) in einem Maschengleitabschnitt (32) senkrecht zur Dickenrichtung (D) zu messen ist, maximal 0,81mm beträgt.

2. Nadelkörper (1) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittelabschnitt (13) der Oberkante (5) des Schaftes (2) in einem mittleren Teil des Antriebsabschnitts (8) im Vergleich zu den zwei angrenzenden Auflageabschnitten (14) der Oberkante (5) zurückgesetzt ausgebildet ist und die beiden angrenzenden Auflageabschnitte (14) der Oberkante (5) in einer Auflageebene (15) hegen. N adelkörper ( 1 ) nach Anspruch 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Hakenoberkante (11) in Höhenrichtung (H) zumindest abschnittsweise zwischen 1,5mm und 1,6mm unter der Auflageebene (15) des Antriebsabschnitts (8) hegt. Nadelkörper (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der rückgebogene Teil (10) des Hakens (7) mit einer Hakenspitze (16) endet und der Spitzenabstand (17) der Hakenspitze (16) zum in Längsrichtung (L) am weitesten entfernt hegenden Punkt des Hakens (7) mindestens 1,15mm beträgt. Nadelkörper (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorderkante (18) eines Fußes (19), der im Antriebsabschnitt (8) des Schaftes (2) angeordnet ist, zum von dieser Vorderkante (18) am weitesten entfernt liegenden Punkt des Hakens (7) in Längsrichtung (L) einen Arbeitsabstand (20) von 45mm bis 49mm aufweist. Nadelkörper (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (2) zwischen dem Antriebsabschnitt (8) und dem Haken (7) einen Schlitzabschnitt (21) aufweist, in dem in der Oberkante (5) ein Schlitz (22) mit einem Schlitzgrund (23) eingebracht ist. Nadelkörper (1) nach Anspruch 6 dadurch gekennzeichnet, dass 15 der Schlitzgrund (23) des Schlitzes (22) in der Höhenrichtung (H) zumindest abschnittsweise mit dem nächstgelegenen Punkt der Hakenoberkante (11) fluchtet oder unterhalb einer in Längsrichtung (L) verlaufenden Linie (24), die tangential an den nächstliegenden Punkt der Hakenoberkante (11) angelegt ist, hegt. Nadelkörper (1) nach Anspruch 6 oder 7 dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitzgrund (23) in seiner Längserstreckung gekrümmt verläuft. Schiebemadelanordnung (26) für eine Kettenwirkmaschine, die einen Nadelkörper (1) gemäß Anspruch 1 und einen Schieber (27) umfasst, bei der der Schieber (27) so zum Nadelkörper (1) angeordnet ist, dass eine Schieberunterkante (28) der Hakenoberkante (11) gegenüberliegend angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umschlingungslänge einen Betrag von 2,3mm oder kleiner hat, wobei die Umschlingungslänge in einer Schnittebene zu messen ist, die senkrecht zur Längsrichtung (L) und in Längsrichtung (L) an einer beliebigen Stelle, an der sich die Hakenoberkante (11) und die Hakenunterkante (9) gegenüberliegen, angelegt ist und wobei der Betrag der Umschlingungslänge der Länge der kürzesten geschlossenen Kurve entspricht, die die geschnittene Kontur des Hakens (7) und des Schiebers (27) umschließt. Schiebemadelanordnung (26) nach Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelkörper (1) und der Schieber (27) so angeordnet sind, dass zwischen der Hakenoberkante (11) und der Schieberunterkante (28) ein Sicherheitsabstand (29) ist. Schiebemadelanordnung (26) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Umschlingungslänge einen Betrag von 2,14mm oder kleiner hat, wobei die Umschlingungslänge in einer Schnittebene zu messen ist, die senkrecht zur Längsrichtung (L) und in Längsrichtung (L) an einer beliebigen Stelle, an der sich die 16

Hakenoberkante (11) und die Hakenunterkante (9) gegenüberliegen, angelegt ist und wobei der Betrag der Umschlingungslänge der Länge der kürzesten geschlossenen Kurve entspricht, die die geschnittene Kontur des Hakens (7) und des Schiebers (27) umschließt und die Schieberunterkante (28) an die Hakenoberkante (11) angrenzt. Kettenwirkmaschine gekennzeichnet durch eine Vielzahl von Schiebemadelanordnungen (26) nach Anspruch 9. Ketten wirkmas chine nach Anspruch 12 dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Schiebemadelanordnung (26) so in der Kettenwirkmaschine angeordnet ist, dass die mindestens eine Hakenunterkante (9) maximal 0,81mm unter einer theoretischen Linie (30) für die Hakenoberkante (11), die durch die Getriebeanordnung der Kettenwirkmaschine bestimmt ist, hegt. Kettenwirkmaschine nach Anspruch 12 oder 13 dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Nadelkörper (1) der Vielzahl von Nadelkörpem (1) gegeneinander unverschiebbar an einer ersten Antriebseinrichtung der Kettenwirkmaschine festgelegt sind und/oder mindestens zwei Schieber (27) der Vielzahl von Schiebern (27) gegeneinander unverschiebbar an einer zweiten Antriebseinrichtung der Kettenwirkmaschine festgelegt sind.

Description:
Nadelkörper, Schiebemadelanordnung und Kettenwirkmaschine

[0001] Kettenwirkmaschinen und die zugehörigen Wirkwerkzeuge sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Kettenwirkmaschinen sind kostenintensive Investitionsgüter. Ebenso sind für unterschiedliche Anwendungen viele unterschiedliche Arten von Kettenwirkwaren bekannt. Es ist nicht jede Ausführung einer Kettenwirkmaschine für die Herstellung jeglicher Kettenwirkware geeignet, sodass teilweise für die Herstellung einer neuartigen Kettenwirkware auch eine neue Kettenwirkmaschine beschafft werden muss. Aufgrund der damit verbundenen hohen Kosten für die Wirker sind die Hersteller von Kettenwirkmaschinen bestrebt möglichst Maschinen, die für viele verschiedenartige Kettenwirkwaren eingesetzt werden können, anzubieten. Deshalb verfügen moderne Kettenwirkmaschinen über eine umfangreiche Steuersoftware, mit der eine Vielzahl von Parametern der Kettenwirkmaschine angepasst werden können.

[0002] Die US20150361603A1 offenbart ausführlich Vorgehensweisen zur Auslegung und Einrichtung einer Kettenwirkmaschine für die Herstellung einer vorgegebenen Kettenwirkware. Die Größe der Nadelmasche kann hierbei zum Beispiel durch das Zusammenspiel von Gamzulieferung und Warenabzug in einem gewissen Ausmaß beeinflusst werden.

[0003] Die geometrischen Abmaße der Wirkwerkzeuge, insbesondere der Nadeln und Schieber, haben teilweise direkten Einfluss zum Beispiel auf die Größe der Nadelmaschen der Kettenwirkware und damit auf das Erscheinungsbild der Kettenwirkware. Aufgrund der speziellen Ausgestaltung der Antriebe der Kettenwirkmaschinen sind bestimmte Abmaße der Wirkwerkzeuge, wie zum Beispiel der Nadeln, Schieber und Platinen, durch die Antriebsbewegung fest vorgegeben oder können nur teilweise unabhängig voneinander verändert werden. Für jede Generation einer Maschinentype in einer jeweiligen Feinheit ist bisher fast ausnahmslos nur eine Nadeltype im Markt verfügbar. Erstaunlicherweise weisen die bekannten Wirkwerkzeuge, insbesondere Schiebemadeln umfassend Nadelkörper und Schieber, bei bestimmten Funktionsabmaßen unabhängig von der Feinheit der Kettenwirkmaschine, bei der sie eingesetzt werden, einheitliche Werte auf.

[0004] Für sehr alte, langsam laufende Wirkmaschinen sind hiervon abweichende Geometrien von Wirkwerkzeugen bekannt geworden. So zeigt die GB512850 eine Nadel mit einem unterhalb des Nadelkörpers angeordneten Schieber. Durch diese spezielle Anordnung sind der Geometrie des Nadelkörpers bestimmte Randbedingungen vorgegeben. Die FR936411 zeigt eine Nadel, bei der der Nadelkörper und der Schieber aus einem rohrförmigen Ausgangsmaterial geformt sind. Derart geformte Schiebemadeln können auf modernen, schnell laufenden Kettenwirkmaschinen nicht eingesetzt werden, weil die rohrförmigen Querschnitte kein ausreichendes Biegemoment in der Belastungsrichtung aufweisen.

[0005] Im Gegensatz zum Kettenwirken sind bei Flachstrickmaschinen oder Rundstrickmaschinen Versuche angestrengt worden durch Änderung der Abmaße der Nadeln - und insbesondere der Haken - Maschen unterschiedlicher Größe auf einer Maschine herzustellen. Aufgrund der gänzlich unterschiedlichen Gegebenheiten bezüglich der Antriebe von Nadeln auf Kettenwirkmaschinen und Flach- oder Rundstrickmaschinen sind solche Ansätze, wie zum Beispiel in der EP1767679A1 gezeigt, nicht auf Kettenwirkmaschinen übertagbar.

[0006] Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Einsatzmöglichkeiten einer Kettenwirkmaschine zur Erzeugung unterschiedlicher Kettenwirkwaren durch die Bereitstellung neuartiger Wirkwerkzeuge und Anordnungen von Wirkwerkzeugen zu erweitern.

[0007] Ein erfmdungsgemäßer Nadelkörper umfasst einen Schaft, der von zwei parallel gegenüberliegend angeordneten Flachseiten, zu denen eine Dickenrichtung des Nadelkörpers senkrecht ist, und von einer Oberkante und einer Unterkante begrenzt ist. Der Nadelkörper umfasst weiterhin einen Haken zur Aufnahme von Gamabschnitten. Der Nadelkörper ist eingerichtet für eine Schiebemadelanordnung einer Kettenwirkmaschine. Ein Antriebsabschnitt des Schaftes ist zum Anbringen des Nadelkörpers an einer Antriebseinrichtung einer Kettenwirkmaschine eingerichtet. In der Regel ist der Antriebsabschnitt des Schaftes eines Nadelkörpers in einer Kettenwirkmaschine zusammen mit weiteren, zumeist baugleichen Nadelkörpem, in einer Antriebseinrichtung der Kettenwirkmaschine, zum Beispiel in einer Barre, gehalten und insbesondere zwischen seiner Oberkante und seiner Unterkante unter Schraubenvorspannung eingespannt und mit seinen gegenüberliegenden Flachseiten in einer Nut einer Barre gegen seitliches Verkippen abgestützt. Der Schaft weist im Querschnitt vorteilhafterweise eine rechteckige Kontur mit verrundeten Kanten auf. Der Antriebsabschnitt kann ein hinteres Ende des Nadelkörpers in einer Längsrichtung festlegen.

[0008] Eine Hakenunterkante ist einem rückgebogenen Teil des Hakens gegenüberliegend und abgewandt angeordnet. Haken von Wirkwerkzeugen sind fast ausnahmslos um ca. 180° gebogene Strukturen, so dass sich dementsprechend ein um (ca. 180°) rückgebogener Teil ergibt, der einem nicht verbogenen Teil gegenüberliegend angeordnet ist. Diese Struktur muss nicht durch biegen hergestellt sein, die Bezeichnung „gebogen“ wird lediglich zur Beschreibung der Geometrie verwendet. Die Hakenunterkante erstreckt sich zumindest in einer Längsrichtung des Nadelkörpers. Die Hakenunterkante verläuft in der Regel zumindest gegenüber dem rückgebogenen Bereich zumindest teilweise ungefähr geradlinig. Ein solcher geradliniger oder annähernd geradliniger Bereich definiert die Längsrichtung des Nadelkörpers. Die Längsrichtung ist senkrecht zur Dickenrichtung und zu einer auch auf der Dickenrichtung senkrechten Höhenrichtung des Nadelkörpers. Die Hakenoberkante hegt in Höhenrichtung über der Hakenunterkante. Gemäß dieser Lagerelation zur Höhenrichtung ist in der vorliegenden Schrift „oben“ und „unten“ zu verstehen. Der Haken bildet das vordere Ende des Nadelkörpers in der Längsrichtung. Da Nadeln von Kettenwirkmaschinen in der Regel nicht in einem Werkzeugträger längs verschiebbar geführt sind und in der Regel auch im Wirkprozeß keine geradlinige Bewegung ausführen, ist die Festlegung einer Längsrichtung und der dazu senkrechten Höhenrichtung zumindest in geringem Umfang beliebig, wenn die Hakenunterkante keinen eindeutigen geradlinigen Teil aufweist. Dann ist die Längsrichtung am unter dem rückgebogenen Bereich zu mitteln. Der Schaft des Nadelkörpers kann überwiegend in Längsrichtung aber auch in einer oder mehreren Abwinklungen verlaufen.

[0009] Eine Hakenoberkante ist abgewandt von der Hakenunterkante am rückgebogenen Teil des Hakens angeordnet. Die Hakenoberkante kann teilweise geradlinig verlaufen und ist bevorzugter Weise einige Winkelgrade, zum Beispiel bis zu 5°, zur Hakenunterkante geneigt. Dies kann vorteilhaft sein, um Kollisionen mit dem Schieber vorzubeugen. Der Schieber kann auf der Hakenoberkante abgestützt sein oder berührungsfrei knapp oberhalb dieser verlaufen, wenn er seine Relativbewegung zum Nadelkörper ausführt. Die Relativbewegung zwischen Nadelkörper und Schieber kann überwiegend ungefähr in Längsrichtung erfolgen, wobei die Bewegung des Nadelkörpers und des Schiebers in aller Regel keiner geradlinigen Bahn folgt.

[0010] Ein erfindungsgemäßer Nadelkörper ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Hakenhöhe, die in Längsrichtung an der Stelle des maximalen Abstands in Höhenrichtung zwischen der Hakenunterkante und der Hakenoberkante zu messen ist, maximal 0,81mm und eine Querschnittshöhe, die in einem Maschengleitabschnitt senkrecht zur Dickenrichtung zu messen ist, maximal 0,81mm beträgt. Eine Hakenhöhe von 0,78mm oder weniger kann besonders vorteilhaft sein. Ebenso kann ein eine Querschnittshöhe im Maschengleitabschnitt von 0,65mm oder kleiner besonders vorteilhaft sein. Durch die reduzierte Hakenhöhe und die reduzierte Querschnittshöhe im Maschengleitabschnitt können kleinere Nadelmaschen erzeugt werden, ohne dass Parameter der Kettenwirkmaschine wie die Gamzulieferung oder der Warenabzug speziell auf die Erzeugung kleiner Nadelmaschen abgestimmt werden müssten. Durch die geringe Höhe des Schaftes im Maschengleitabschnitt, auf dem beim Wirken regelmäßig eine Masche gleitet oder zu hegen kommt, wird die jeweilige Masche nicht stark aufgeweitet und die reduzierte Höhe des Hakens kann die Größe der Masche entsprechend maßgeblich bestimmen. Die Querschnittshöhe im Maschengleitabschnitt kann beispielsweise 0,7mm oder 0,75mm betragen. Der Maschengleitabschnitt kann sich in Längsrichtung gemessen vom vorderen Ende der Nadel am Haken bis 15mm am Schaft nach hinten erstrecken. Dadurch können zumindest die oben genannten Parameter der Kettenwirkmaschine speziell auf andere Anforderungen an die Kettenwirkware abgestimmt werden und somit neuartige Kettenwirkware erzeugt werden, die bisher so nicht hergestellt werden konnte. Insbesondere ist es so auch möglich, dass trotz der kleinen Haken- und Schaftquerschnitte keine gitterartige Kettenwirkware durch kleine Nadelmaschen entsteht. Die Erscheinung der Kettenwirkware kann durch gerader stehende Nadelmaschen positiv beeinflusst werden. Ebenso kann Kettenwirkware mit einer höheren Dichte bzw. Qualität hergestellt werden. Der Haken kann an jeder Stelle oder an mindestens der Hälfte des Hakenbogens in einem Querschnitt eine maximale Erstreckung von 0,26mm oder kleiner senkrecht zur Dickenrichtung aufweisen. Ein Querschnitt des Hakens oder auch des Schaftes ist wie folgt zu bilden: Der Nadelkörper definiert durch seine insgesamt längliche Erstreckung an jeder Stelle seiner Erstreckung eine lokale Körpermittenlängsachse. Ein Querschnitt an einer beliebigen Stelle ist jeweils senkrecht auf dieser lokalen Körpermittenlängsachse zu bilden. Die Körpermittenlängsachse dürfte in der Regel senkrecht zur Dickenrichtung sein, die durch die beiden Flachseiten bestimmt ist. Nadelkörper von Wirkwerkzeugen sind in der Regel aus Stahlband aus gestanzt, die Dickenrichtung des Nadelkörpers entspricht der Dickenrichtung des Stahlbandes, aus dem das Wirkwerkzeug gestanzt ist.

[0011] Ein Mittelabschnitt der Oberkante des Schaftes des Nadelkörpers kann in einem mittleren Teil des Antriebsabschnitts im Vergleich zu den zwei angrenzenden Auflageabschnitten der Oberkante zurückgesetzt ausgebildet sein und die beiden angrenzenden Auflageabschnitte der Oberkante können in einer Auflageebene hegen. Durch eine dermaßen gestaltete Oberkante kann der Nadelkörper eine stabile und exakt definierbare Positionierung an einer Antriebseinrichtung aufweisen. Der Mittelabschnitt kann eine Länge von 5mm oder mehr aufweisen. Vorteilhafterweise hegt die Hakenoberkante des Nadelkörpers in Höhenrichtung zwischen 1,5mm und 1,6mm unter der Auflageebene des Antriebsabschnitts.

[0012] Der rückgebogene Teil des Hakens des Nadelkörpers endet mit einer Hakenspitze. Die Hakenspitze kann verrundet ausgebildet und exzentrisch zum angrenzenden rückgebogenen Teil des Hakens angeordnet sein. Der Spitzenabstand der Hakenspitze zum in Längsrichtung am weitesten entfernt hegenden Punkt des Hakens beträgt mindestens 1,15mm. Die Hakenoberkante, die am rückgebogenen Teil des Hakens angeordnet ist, endet in Längsrichtung nach vome, also in Längsrichtung abgewandt von der Hakenspitze, sobald die die Hakenoberkante einen Winkel von mehr als 5° zur Längsrichtung aufweist. Ebenso endet die Hakenunterkante nach vome an der Stelle, an der die Winkelabweichung zur Längsrichtung mehr als 5° beträgt.

[0013] Der Nadelkörper kann einen Fuß aufweisen, der im Antriebsabschnitt des Schaftes angeordnet ist. Der Fuß kann dazu dienen den Nadelkörper gegen eine Verschiebung zu sichern, in dem eine Vorderkante des Fußes an eine Gegenlagerfläche der Antriebseinrichtung angelegt ist. Ein Arbeitsabstand von dieser Vorderkante des Fußes zum in Längsrichtung am weitesten entfernt liegenden Punkt des Hakens kann einen Betrag von 45mm bis 49mm aufweisen.

[0014] Der Schaft des Nadelkörpers kann zwischen dem Antriebsabschnitt und dem Haken einen Schlitzabschnitt aufweisen, in dem in der Oberkante des Schaftes ein Schlitz eingebracht ist. Der Schlitz kann dazu dienen, einen Schieber unter einer auf der Oberkante des Schlitzabschnittes hegenden bzw. gleitenden Masche hindurch zu führen. Der Schlitzabschnitt kann demzufolge den Maschengleitabschnitt mit umfassen. Ein Schlitzgrund des Schlitzes kann zumindest abschnittsweise mit dem nächstgelegenen Punkt der Hakenoberkante fluchten oder kann unterhalb einer in Längsrichtung verlaufenden Linie, die tangential an den nächstgelegenen Punkt der Hakenoberkante angelegt ist, hegen. Dadurch ist für eine Schwenkbewegung des Schiebers Freiraum über der Hakenspitze geschaffen, so dass eine Kollision des Schiebers mit der Hakenspitze unwahrscheinlich ist. Der zum Schlitz nächstgelegene Punkt der Hakenoberkante ist oft nicht ein Punkt der verrundeten Hakenspitze, sondern der letzte Punkt der Hakenoberkante, der an die Verrundung der Hakenspitze angrenzt. Der Schlitzgrund kann in seiner Längserstreckung gekrümmt zur Längsrichtung verlaufen, um der Schwenkbewegung des Schiebers optimal angepasst zu sein und dadurch den Schaft des Nadelkörpers nicht unnötig zu schwächen.

[0015] Die erfindungsgemäße Schiebernadelanordnung umfasst einen erfmdungsgemäßen Nadelkörper und einen Schieber. Die Schiebemadelanordnung ist speziell für den Einsatz in einer modernen Kettenwirkmaschine eingerichtet. Der Schieber ist so zum Nadelkörper angeordnet, dass eine Schieberunterkante der Hakenoberkante gegenüberliegend angeordnet ist. Die Schiebemadelanordnung ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Umschlingungslänge einen Betrag von 2,3mm oder kleiner hat. Die Umschlingungslänge ist hierbei in einer Schnittebene zu messen, die senkrecht zur Längsrichtung und in Längsrichtung an einer beliebigen Stelle, an der sich die Hakenoberkante und die Hakenunterkante gegenüberliegen, angelegt ist. Der Betrag der Umschlingungslänge entspricht hierbei der Länge der kürzesten geschlossenen Kurve, die die geschnittene Kontur des Hakens und des Schiebers umschließt. Durch die im Vergleich zum Stand der Technik kleinere Umschlingungslänge kann eine Kettenwirkware mit kleineren Nadelmaschen gebildet werden, als das bei bisher bekannten Kettenwirkwaren möglich ist, weil die Umschlingungslänge zusammen mit der Querschnittshöhe im Maschengleitabschnitt die Größe der Nadelmasche wesentlich mitbestimmt, wenn die Masche zum Abschlagen über den Haken und den Schieber gleitet. Die beanspruchte Schiebemadelanordnung betrifft also eine Anordnung von Nadelkörper und Schieber wie sie an oder um den Zeitpunkt innerhalb eines Maschenbildungszyklus auftritt, zu dem ein Abschlagen einer Masche geschieht. Aufgrund der beim Wirkprozess auftretenden Bewegungsabläufe ist es nicht möglich mit den bisher bekannten Umschlingungslängen von 2,4mm oder größer durch Auswählen bestimmter Parameter für zum Beispiel Warenabzug oder Gamzulieferung entsprechende Nadelmaschen zu erzeugen. Eine neuartige Kettenwirkware kann so zum Beispiel eine neuartige Optik durch gerader stehende Nadelmaschen oder auch eine größere Dichte durch enger hegende Maschenreihen aufweisen. [0016] In der Schiebemadelanordnung können der Nadelkörper und der Schieber so angeordnet sein, dass zwischen der Hakenoberkante und einer Schieberunterkante ein Sicherheitsabstand ist. Da sowohl die Nadelkörper als auch die Schieber in einer Kettenwirkmaschine in der Regel fest an einer Antriebseinrichtung angebracht sind, ist ein Kontakt zwischen Nadelkörper und Schieber, zum Beispiel zur gegenseitigen Führung, nicht nötig. Da ein Kontakt auch Verschleiß mit sich brächte, berühren sich der Nadelkörper und der Schieber in einer optimalen Einstellung einer Schiebemadelanordnung oft nicht. Der Betrag des gegenseitigen Abstands geht in das Maß der Umschlingung entsprechend ein. Durch eine Spannung, die auf die Gamabschnitte aufgebracht wird, kann der Abstand gegebenenfalls beeinflusst und insbesondere verringert werden.

[0017] Die Schieberunterkante kann an die Hakenoberkante angrenzen. Ein Kontakt zwischen der Hakenoberkante und der Schieberunterkante kann hierbei zumeist punktförmig auftreten. Eine Umschlingungslänge der Schiebemadelanordnung kann dann vorteilhafterweise einen Betrag von 2,14mm oder kleiner haben. Die Umschlingungslänge ist hierbei in einer Schnittebene zu messen, die senkrecht zur Längsrichtung und in Längsrichtung an einer beliebigen Stelle, an der sich die Hakenoberkante und die Hakenunterkante gegenüberliegen, angelegt ist. Der Betrag der Umschlingungslänge entspricht der Länge der kürzesten geschlossenen Kurve, die die geschnittene Kontur des Hakens und des Schiebers umschließt.

[0018] Eine erfmdungsgemäße Kettenwirkmaschine ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl von erfmdungsgemäßen Schiebemadelanordnungen. Mindestens eine Schiebemadelanordnung kann so in der Kettenwirkmaschine angeordnet sein, dass die mindestens eine Hakenunterkante maximal 0,81mm unter einer theoretischen Linie für die Hakenoberkante, die durch die Getriebeanordnung der Kettenwirkmaschine bestimmt ist, hegt. Besondere Vorteile können sich ergeben, wenn die mindestens eine Schiebemadelanordnung so in der Kettenwirkmaschine angeordnet ist, dass die mindestens eine Hakenunterkante maximal 0,78mm unter einer theoretischen Linie für die Hakenoberkante hegt. So ist sichergestellt, dass die Kettenwirkmaschine mit hoher Produktivität arbeiten kann. Mindestens zwei Nadelkörper der Vielzahl von Nadelkörpem können gegeneinander unverschiebbar an einer ersten Antriebseinrichtung der Kettenwirkmaschine festgelegt sein und/oder mindestens zwei Schieber der Vielzahl von Schiebern können gegeneinander unverschiebbar an einer zweiten Antriebseinrichtung der Kettenwirkmaschine festgelegt sein. Fig. 1 Figur 1 zeigt in einer symbolischen Darstellung einen Nadelkörper in einer Ansicht in Dickenrichtung.

Fig. 2 Figur 2 zeigt einen Querschnitt des Antriebsabschnitt des Schaftes des Nadelkörpers der Figur 1.

Fig. 3 Figur 3 zeigt in einer vergrößerten, symbolischen Ansicht einen Mittelabschnitt und Auflageabschnitte des Antriebsabschnitts des Nadelkörpers der Figur 1.

Fig. 4 Figur 4 zeigt in einer vergrößerten, symbolischen Ansicht den Haken und einen Teil des Schlitzabschnitts des Nadelkörpers der Figur 1.

Fig. 5 Figur 5 zeigt symbolisch eine Schiebernadelanordnung umfassend den Nadelkörper der Figur 4 und einen Teil eines Schiebers.

Fig. 6 Figur 6 zeigt einen Querschnitt durch Haken und Schieber der Schiebemadelanordnung der Figur 5.

[0019] Figur 1 zeigt in einer symbolischen Darstellung einen Nadelkörper 1 in einer Ansicht in Dickenrichtung D. In der Ansicht der Figur 1 und der weiteren Figuren sind lediglich die Linien, die den Umriss des Nadelkörpers definieren, gezeigt. Der Nadelkörper erstreckt sich in der Längsrichtung L und der Höhenrichtung H. Der Schaft 2 des Nadelkörpers 1 weist in seinem in Figur 1 rechts angeordneten Antriebsabschnitt 8 einen Fuß 19 mit einer Vorderkante 18, die an einer Antriebseinrichtung einer Kettenwirkmaschine angelegt werden kann, auf. Die Ansicht in Dickenrichtung D ist senkrecht auf die Flachseite 3 gerichtet, die gegenüberliegende Flachseite 4 ist in der Querschnittsdarstellung der Figur 2 zu erkennen. Der Schaft 2 ist in Höhenrichtung H oben von einer Oberkante 5 und in Höhenrichtung unten von einer Unterkante 6 begrenzt. Der Schaft 2 weist einen rechteckigen Querschnitt mit leicht verrundeten Kanten auf, was wiederum in der Figur 2 zu erkennen ist.

[0020] In Figur 1 links weist der Nadelkörper 1 einen Haken 7 mit einem rückgebogenen Teil 10, einer Hakenoberkante 11 und einer Hakenunterkante 9 auf. Die Vorderkante 18 des Fußes 19 weist in Längsrichtung L zum am in Längsrichtung L weitesten entfernten Punkt des Hakens 7 einen Arbeits abstand 20 auf. Zwischen dem Antriebsabschnitt 8 und dem Haken 7 ist ein Schlitzabschnitt 21 angeordnet. Der Schlitzabschnitt 21 umfasst den Maschengleitabschnitt 32, der dazu eingerichtet ist, Maschen auf den Schlitzkanten des Schlitzabschnitts 21 abzustützen und zu führen. Der Schaft 2 ist im Maschengleitabschnitt 32 in der Höhenrichtung H im Vergleich zum Antriebsabschnitt 8 deutlich niedriger ausgeführt, damit die Maschen nicht aufgeweitet werden.

[0021] Figur 3 zeigt in einer vergrößerten, symbolischen Ansicht einen Mittelabschnitt 13 und Auflageabschnitte 14 des Antriebsabschnitts 8 des Nadelkörpers 1 der Figur 1. In dieser vergrößerten Ansicht sind am Schaft 2 Merkmale zu erkennen, die aus Figur 1 nicht hervorgehen. Figur 3 zeigt einen Mittelabschnitt 13 des Antriebsabschnitts 8, der in Höhenrichtung H im Vergleich zu zwei angrenzenden Auflageabschnitten 14 des Schaftes 2 zurückgesetzt angeordnet ist. Die beiden Auflageabschnitte 14 sind eben ausgebildet und hegen in einer einheitlichen Auflageebene 15, die als unterbrochene Linie dargestellt ist. Der Mittelabschnitt 13 ist wannenförmig dargestellt. Diese wannenförmige Ausführung ist beispielhaft und es sind beliebige Ausführungen denkbar, in denen der Mittelabschnitt 13 die durch die angrenzenden Auflageabschnitte 14 definierte Auflageebene 15 in Höhenrichtung H nicht berührt oder durchgreift.

[0022] Figur 4 zeigt in einer vergrößerten, symbolischen Ansicht den Haken 7 und große Teile des Schlitzabschnitts 21 des Nadelkörpers 1 der Figur 1. Die Hakenunterkante 9 ist gerade ausgebildet und verläuft in Längsrichtung L. Die Hakenoberkante 11 ist in Richtung zur Hakenspitze 16 zur Hakenunterkante 9 geneigt. So ergibt sich die Hakenhöhe 12 als maximaler Abstand in Höhenrichtung H zwischen der Hakenunterkante 9 und der Hakenoberkante 11. Die Hakenspitze 16 weist in Längsrichtung L einen Spitzenabstand 17 zu dem in Längsrichtung L am weitesten von der Hakenspitze 16 entfernt hegenden Punkt des Hakens 7 auf. Der Schlitz 22 ist durch gestrichelte Linien angedeutet. Der Schlitzgrund 23 des Schlitzes 22 hegt zumindest in der Nähe des Hakens 7 in Höhenrichtung H unter der Hakenoberkante 11 und insbesondere unter der Linie 24, die in Längsrichtung L tangential von oben an die Hakenspitze 16 angelegt ist. Eine Querschnittshöhe 25 gemessen in einem Querschnitt des Schaftes 2 im Schlitzabschnitt 21 und in einer Richtung senkrecht zur Dickenrichtung D beträgt im vorliegenden Beispiel 0,65mm.

[0023] Figur 5 zeigt symbolisch eine Schiebernadelanordnung 26 umfassend den Nadelkörper 1 der Figur 4 und einen Schieber 27. Der Schieber 27 ist in Figur 5 nur teilweise dargestellt. In Höhenrichtung H nach oben ist der Schieber 27 abgeschnitten, da die weiterführende Geometrie des Schiebers 27 für diese Erfindung unerheblich ist und somit jede beliebige bekannte Geometrie gewählt werden kann. Durch die gestrichelten Linien ist gezeigt, dass der Schieber 27 im Schlitz 22 versenkt angeordnet ist. Die Schieberunterkante 28 des Schiebers 27 ist in Höhenrichtung H oberhalb der Hakenoberkante 11 angeordnet. In dieser Stellung der Schiebemadelanordnung 26 könnte eine auf dem Schieber 27 hegende Masche abgeschlagen werden. Zwischen der Schieberunterkante 28 und der Hakenoberkante 11 hegt ein Sicherheitsabstand 29 vor, der in der Figur 6 noch deutlicher zu erkennen ist. Durch die theoretische Linie 30 ist angedeutet, dass die Hakenoberkante 11 in einem in einer Kettenwirkmaschine eingebauten Zustand auf einer durch das Getriebe und die zugehörige Antriebseinrichtung der Kettenwirkmaschine vorgegebenen Solllinie hegt.

[0024] Figur 6 zeigt einen Querschnitt durch Haken 7 mit rückgebogenem Teil 10 und Schieber 27 der Schiebemadelanordnung 26 der Figur 5. Durch die von außen angelegte geschlossene Linie 31 ist die Kurve gezeigt, deren Länge der Umschlingungslänge entspricht.