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Patent Searching and Data


Title:
NEW SYSTEM FOR COFFEE CAPSULES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/156837
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method for a capsule brewing system for aroma-bearing substances which automatically cleans the capsules used for an extraction upon completion of the extraction process.

Inventors:
WITTEK ULRICH GÖTZ (DE)
Application Number:
PCT/DE2021/000009
Publication Date:
July 28, 2022
Filing Date:
January 21, 2021
Export Citation:
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Assignee:
WITTEK ULRICH GOETZ (DE)
International Classes:
A47J31/60; A47J31/36
Foreign References:
DE4433886A11996-03-28
DE102016104407A12017-03-23
US20120121780A12012-05-17
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Claims:
Patentansprüche

1.) Verfahren für ein Kapselbrühsystem für aromatragende Stoffe, welches die für einen Extraktionsvorgang verwendeten Kapseln nach einer Extraktion selbst reinigt.

2.) Verfahren nach Anspruch 1 , bei welchem die Reinigung der Kapsel nach einem Extraktionsvorgang automatisch erfolgt.

3.) Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem der aromatragende Stoff vorzugsweise Kaffeepulver ist.

4.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, welches als Reinigungsmedium Wasser (H2O) verwendet.

5.) Verfahren nach Anspruch 4, bei welchem das Wasser aus einem Anschluß an die allgemeine Wasserleitung entnommen wird.

6.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei für die Entsorgung eines verwendeten Reinigungsmediums ein zweiter Auffangbehälter bereitgehalten wird.

7.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei ein Extraktionsgerät für die Entsorgung des verwendeten Reinigungsmediums an die allgemeine Abwasseranlage angeschlossen wird.

8.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei ein Teil der Kapseln, welcher Austrittsdüsen aufweist, vor oder während des Reinigungsvorgangs entfernt wird.

9.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, bei welchem auch der Teil der Kapseln mit den Eintrittsdüsen vor oder während des Spülvorgangs entfernt wird.

10.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei welchem vor und während des Spülvorgangs ein Aroma-Abfluss - Gitter (9) entfernt wird.

11.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, bei welchem ein Medium für den Spülvorgang vorzugsweise vor dem Spülvorgang erhitzt wird.

12.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , bei welchem ein Teil der Kapseln für einen Reinigungsvorgang entfernt wird.

13) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, bei welchem Verschlussfolien (3), (7), (41) auf beiden Seiten der Kapseln auf einem gesonderten Träger-Ring (14), (40) befestigt sind, der durch Verbindungen mit der Kapsel luftdicht verbunden ist, so dass die Verschlussfolien nach Gebrauch der Kapseln im Zusammenwirken mit geeigneten Mechanismen durch Entfernen des Trägerrings (14), (40) ebenfalls entfernt werden können.

14.) Verfahren für aromatragende Stoffe nach einem der Ansprüche 1 bis 13, bei welchem der Reinigungsvorgang in einem von der Brüheinheit getrennten Gerät stattfindet, so dass im Zusammenwirken mit Kapseln, die von aussen exakt in das bisherige Kapselbrühgerät passen, aber im Inneren die vorliegende Technik eingebaut haben, der Benutzer sein bisheriges Kapselbrühgerät weiterhin benutzen kann und gleichzeitig die vorliegende umweltfreundliche und abfallfreie Technologie nutzen kann, indem er die verbrauchte Kapsel nach dem Aufbrühen in das Reinigungsgerät legt.

15.) Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, bei welchem der Reinigungsvorgang in einem von der Brüheinheit getrennten Gerät stattfindet, so dass im Zusammenwirken mit Kapseln, die von aussen exakt in das bisherige Kapselbrühgerät passen, aber im Inneren die vorliegende Technik eingebaut haben, der Benutzer sein bisheriges Kapselbrühgerät weiterhin benutzen kann und gleichzeitig die vorliegende umweltfreundliche und abfallfreie Technologie nutzen kann, indem die verbrauchte Kapsel nach dem Aufbrühen durch eine Verbindung zum Kapselbrühgerät automatisch in das Reinigungsgerät fällt und dort gereinigt wird.

16.) Verfahren nach Anspruch 14 oder 15, bei welchem das gesonderte Reinigungsgerät für Kapseltypen verschiedener anderer Kapselsysteme angepasst werden kann.

17.) Vorrichtung für ein Kapselbrühsystem für aromatragende Stoffe, welches die für einen Extraktionsvorgang verwendeten Kapseln nach einer Extraktion selbst reinigt.

18.) Vorrichtung nach Anspruch 17, bei welcher die Reinigung der Kapseln nach einem Extraktionsvorgang automatisch erfolgt.

19.) Vorrichtung nach Anspruch 17 oder Anspruch 18, bei welchem der aromatragende Stoff vorzugsweise Kaffeepulver ist.

20.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 19, welche als Reinigungsmedium vorzugsweise Wasser (H2O) verwendet.

21.) Vorrichtung nach Anspruch 20, bei welchem das reinigende Wasser aus einem Anschluß an die allgemeine Wasserleitung entnommen wird.

22.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 20, welches für die Entsorgung eines verwendeten Reinigungsmediums einen zweiten Auffangbehälter bereit hält.

23.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 22, welches für die Entsorgung eines verwendeten Reinigungsmediums an die allgemeine Abwasseranlage angeschlossen wird. 24.) Vorrichtung nach eine, der Ansprüche 17 bis 23, bei welchem der Teil der Kapseln, welcher Austrittsdüsen aufweist, vor oder während des Reinigungsvorgangs entfernt wird.

25.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 24, bei welchem auch ein Teil der Kapseln mit Eintrittsdüsen vor oder während des Spülvorgangs entfernt wird.

26.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 25, bei welchem vor und während des Spülvorgangs ein Aroma-Abfluss - Gitter (9) entfernt wird.

27.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 26, bei welchem ein Medium für den Reinigungsvorgang vorzugsweise vor dem Spülvorgang erhitzt wird.

28.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 27, bei welchem ein Teil der Kapseln für einen Reinigungsvorgang entfernt wird.

29.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 28, bei welchem Verschlussfolien (3), (7), (41) auf beiden Seiten der Kapseln auf einem gesonderten Träger-Ring (14), (40) befestigt sind, der durch Verbindungen mit der Kapsel luftdicht verbunden ist, so dass die Verschlussfolien nach Gebrauch der Kapseln im Zusammenwirken mit geeigneten Mechanismen durch Entfernen des Trägerrings (14), (40) ebenfalls entfernt werden können.

30.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 29, bei welchem der Reinigungsvorgang in einem von der Brüheinheit getrennten Gerät stattfindet, so dass im Zusammenwirken mit Kapseln, die von aussen exakt in ein bisheriges Kapselbrühgerät passen, aber im Inneren die vorliegende Technik eingebaut haben, der Benutzer sein bisheriges Kapselbrühgerät weiterhin benutzen kann und gleichzeitig die vorliegende umweltfreundliche und abfallfreie Technologie nutzen kann, indem er die verbrauchte Kapsel nach dem Aufbrühen in das Reinigungsgerät legt.

31.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 29, bei welchem der Spülvorgang in einem von der Brüheinheit getrennten Gerät stattfindet, so dass im Zusammenwirken mit Kapseln, die von aussen exakt in ein bisheriges Kapselbrühgerät passen, aber im Inneren die vorliegende Technik eingebaut haben, der Benutzer sein bisheriges Kapselbrühgerät weiterhin benutzen kann und gleichzeitig die vorliegende umweltfreundliche und abfallfreie Technologie nutzen kann, indem die verbrauchte Kapsel nach dem Aufbrühen durch eine Verbindung zum Kapselbrühgerät automatisch in das Reinigungsgerät fällt und dort gereinigt wird.

32.) Vorrichtung nach einem der Ansprüche 17 bis 31 , bei welchem das gesonderte Reinigungsgerät für Kapseltypen verschiedener, anderer Kapselsysteme angepasst werden kann.

Description:
Titel: Neuartiges System für Kaffee-Kapseln

Beschreibung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung ist eine Weiterentwicklung der bisher verwendeten Portionssysteme und Kapselsysteme für Kaffee-Kapseln und andere Aromen. Bei diesen Kapseln besteht bisher bei allen Systemen ein Widerspruch zwischen der Haltbarmachung der Kaffee-Aromen und einer guten Umweltverträglichkeit:

Entweder leisten Kaffee-Kapseln eine perfekte Haltbarmachung des Aromas, was nach aller bisherigen Erfahrung nur durch Kapseln aus Aluminium gewährleistet werden kann, wobei Aluminium keine gute Umweltbilanz vorweisen kann. Andererseits gibt es Kapseln aus umweltverträglicheren Materialien, die Aromen erfahrungsgemäß nicht gut und nicht lange bewahren können.

Soweit sich die Erwartungen an die Umweltverträglichkeit von Verpackungen weiter steigern - was in den letzten 20 Jahren kontinuierlich der Fall gewesen ist - könnte daher der Fall eintreten, dass Kaffeekapseln (aus Aluminium) eines Tages verboten werden, oder nur noch Stoffe für die Kapselherstellung zugelassen werden, die zwar umweltverträglich und biologisch abbaubar sind, die aber eine perfekte Erhaltung der darin befindlichen Kaffee-Aromen nicht mehr ermöglichen.

Die bisherigen Kapseln aus biologisch abbaubarem Material, die Aromen nur unzureichend sichern können und angeblich "umweltverträglich" sind, sind es bei genauerer Betrachtung bisher jedenfalls nicht mal ansatzweise:

Die vorhandenen Kompostieranlagen von biologisch abbaubarem Material arbeiten mit einem Kompostier-Zyklus von ca. 2-4 Wochen. Die bisherigen, biologisch abbaubaren Kapseln benötigen für den Abbau allerdings je nach Umgebungsbedingungen zwischen 1 und 2 Jahren.

Bis die ersten Kapseln abgebaut sind, häuft sich damit dennoch unweigerlich ein gigantischer Berg von "biologisch abbaubaren" Kapseln an, was der Idee des überschaubaren, kontrollierbaren und steuerbaren Recyclings weitestgehend widerspricht.

Sofern in dem jeweiligen Gebiet Biomüll extra in einer eigenen Tonne eingesammelt wird, (z.B. in der "gelben Tonne" - nicht in Bayern) werden die aufwändig gesammelten Kapseln, da sie nicht mit dem Kompostier-Rhytmus konform sind, händisch aus vorhandenem Biomüll wieder herausgenommen und in Wirklichkeit verbrannt. Die "Umweltverträglichkeit" dieser Kapseln besteht somit hauptsächlich auf dem Papier und dient in erster Linie dazu, so zynisch sich das auch anhört, dem Verbraucher ein gutes Gefühl zu geben, wie wunderbar umweltverträglich und klug er doch lebt und handelt (!).

Hinzu kommt ein weiterer, ernster Hinderungsgrund für einen Umweltbeitrag von "Bio-Kapseln" : Wenn 3-5 Jahre vergehen, bis die gesammelten Kapseln verrotten, würden sich bis dahin somit gigantische Berge von Kaffeekapseln ergeben, was mit dem Gedanken des Recyclings nicht viel zu tun hat.

Abgesehen von Aromakapseln aus biologisch abbaubarem Material, gibt es ausserdem auch Aromakapseln, die vom Benutzer händisch selbst geöffnet und nachgefüllt werden können.

Diese Kapseln sind zu dem eigentlichen Zweck einer Kapsel leider ein vollständiger Widerspruch und damit sind auch diese Kapseln aromatechnisch gesehen, vollkommen sinnlos:

Die Kapsel dient ja in erster Linie dazu, das frisch nach der Röstung entstandene Aroma nach dem Mahlen des Kaffees festzuhalten und bis zum Zeitpunkt der tatsächlichen Nutzung perfekt frisch zu halten.

Wird die Kapsel, egal aus welchem Material jedoch nach dem Brühvorgang geöffnet und dann normaler Kaffee eingefüllt, der seit der ersten Öffnung der Packung zudem der Luft ausgesetzt war, so befindet sich in der Kapsel logischerweise kein Kaffee mehr, dessen Röstaromen bis zur Anwendung optimal geschützt wurden, um sie dann vollständig an den Kaffee, bzw. Espresso abzugeben, sondern herkömmliches, gemahlenes Kaffee- oder Espresso-Pulver, das schon vor Monaten geröstet und gemahlen wurde und dessen Verpackung möglicherweise ebenfalls schon vor Wochen geöffnet wurde.

Diese Anwendung kann somit bestenfalls Sinn machen, wenn der Anwender die Espressobohnen erst kurz vor der Nutzung selbst mahlt.

Schaut man einmal in die Schränke von Kaffeetrinkern, so sieht man zudem, dass der bereits gemahlene Kaffee in vielen Fällen einfach geöffnet in einer aufgerissenen Verpackung im Schrank steht, so dass der Oxidations- und Alterungsprozess sein aromavernichtendes Werk bereits teilweise durchführen konnte.

Folglich kann aus der wiederbefüllten Kapsel, nur das abgegeben werden, was auch darin ist, nämlich das normale, schwache Kaffeearoma.

Dabei kommt beim Wiederbefüllen eine Besonderheit hinzu, die nicht jedermans Geschmack ist und für Nutzer mit empfindlichem Magen auch unangenehm sein kann: dass nämlich Filterkaffee, der durch eine Espressomaschine gejagt wird, einen deutlich höheren Säuregehalt bekommt, als wenn man ihn seiner eigentlichen Bestimmung zuführt und in einen normalen Kaffeefilter gibt.

Der Säuregehalt von Espressokaffee ist durch die doppelte Röstung geringer und was kaum jemand vermutet, ist auch der Koffein-Gehalt von Espressokaffee deutlich niedriger, als der von Kaffee. Die meisten Menschen denken nämlich, es sei umgekehrt und zugegebenermassen war ich auch selbst zunächst diesem Irrtum aufgesessen.

Nachdem der Mensch, den wir am häufigsten belügen, ja bekanntlich wir selbst sind, können diese Nachfüll-Gerätschaften manchem Anwender ja wenigstens vorgaukeln, er würde nun einen besonders umweltfreundlichen Kaffee trinken und dabei auch noch Gutes tun und wer dabei genug Einbildung mitbringt, der kann sich vermutlich auch einbilden, dieser schwache, säuerliche Aufguss sei ein prima Kaffee. Das Hauptproblem für eine Recycling-Lösung von Aluminimkapseln liegt darin, dass die im Verhältnis zum Gesamtmüll kleinen Mengen von gesammelten Aluminiumkapseln zusätzlich noch sehr stark durch altes, fest eingetrocknetes Kaffee-Pulver verunreinigt sind (ca. 70-90% des Kapsel-Volumens bestehen aus Kaffee-Resten), was dazu führt, dass derartige Kapseln einen so hohen Verunreinigungsgrad aufweisen, dass sie nicht weiter verwendet werden können und weggeworfen, oder energieaufwändig verbrannt werden müssen.

Um diesem Problem zu begegnen, wurden dann vor einigen Jahren Geräte eingeführt, welche die Kaffee-Reste aus den Kapseln herausdrücken sollten (z.B. "Outpresso").

Es zeigte sich jedoch, dass diese Maßnahme nicht wirksam genug ist, um die leergedrückten Kapseln erneut einer Verwendung zuzuführen.

Soweit diese Kapseln vor dem Eintrocknen noch länger feucht in einer warmen Umgebung geblieben sind, ist zudem die Wahrscheinlichkeit hoch, dass diese auch mit giftigem Schimmel belastet sind.

Aufgabe der Erfindung

Die vorliegende Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, Kapseln zur Verfügung zu stellen, die a.) einen perfekten Erhalt des Aromas gewährleisten und die b.) gleichzeitig die beste Umweltbilanz aller auf dem Markt befindlichen

Portionskaffees vorweisen können, was bis jetzt ein vollkommen unvereinbarer Widerspruch ist.

Dies kann in einem ersten Schritt erreicht werden, indem verbrauchte Aroma- bzw. Kaffee-Kapseln, bevor sie ausgeworfen werden und in den Abfallbehälter fallen, gleich nach dem Brühvorgang durch einen vorzugsweise automatisch einsetzenden Spülvorgang vollständig von Kaffeepulver gereinigt werden. Hierdurch wird es zunächst erreicht, dass eine derartige Kapsel vom Verbraucher aufbewahrt werden kann, ohne sich schmutzig zu machen und ohne dass derartige Reste unangenehme Gerüche entfalten oder Schimmel hervorbringen.

Salopp gesagt wird die Kapsel hierdurch quasi "gesellschaftsfähig" und geschäftsfähig.

Zunächst könnte man Kapseln, die so perfekt gesäubert sind, einerseits sofort wieder einschmelzen und einer weiteren Verwendung zuführen. Aber auch dies hätte mit "Recycling" im eigentlichen Sinne noch nicht viel zu tun, denn eingeschmolzenes, sortenreines und sauberes Aluminium kann nicht wirklich recycelt und für neue Kapseln verwendet werden.

Nach dem derzeitigen Stand der Recycling-Technik und der Forschung bilden sich beim erneuten Einschmelzen von Kapseln aus Aluminium, u.a. verschiedene Einschlüsse und Aluminiumoxid, was Aluminium von geringerer Qualität nach sich zieht. Wird schließlich aus Marketinggründen ein Aluminium erzeugt, was die geforderte Reinheit und Stabilität dennoch hervorbringt, so erfordert dies einen technischen Aufwand und so viele reinigende Zwischenschritte, dass so ein Aluminium annähernd so teuer wird, wie neues Aluminium, was aus betriebswirtschaftlicher Hinsicht unsinnig ist.

Will man eine wirklich nachhaltige Lösung für das Umweltproblem von Aroma- und Kaffeekapseln bzw. Portionskaffee jeglicher Art schaffen, so bieten sich die mit dem vorliegenden System perfekt gereinigten Kapseln auch dafür an, diese für ein Pfandsystem zu verwenden, wodurch das erste, wirtschaftlich funktionierende Pfandystem für Aroma- und Kaffee- Kapseln der Welt geschaffen werden kann.

Ein wirtschaftlich sinnvolles Recyclingsystem ist derzeit aus 5 Gründen unmöglich und mit der hier vorgeschlagenen Lösung, können alle 5 Probleme gleichzeitig gelöst werden.:

1.) Die ausgeworfenen Kapseln sind zu einem hohen Grad bis zu 95% ihrer Masse verunreinigt,

2.) die Kapseln sind zudem an mehreren Stellen eingestochen worden und durchbrochen und wären beim Wiederbefüllen somit undicht.

3.) Die Mengen an Kapseln, die mit den vorhandenen Müllsystemen eingesammelt werden können, sind zu klein, um wirtschaftlich arbeiten zu können

4.) Gebrauchte Kapseln haben sich durch das Einstechen häufig auch verformt und könnten daher nicht mehr problemlos verwendet werden

5.) Gebrauchte eingeschmolzene Aluminium-Kapseln sind für die Herstellung neuer Kapseln ungeeignet und können nur im Down-Cycling für geringer anspruchsvolle Anwendungen verwendet werden, z.B. Kühlkörper oder Fensterrahmen, etc.

Da auch das nachträgliche, private Befüllen bereits geöffneter Kapseln mit losem Kaffee aromatechnisch, wie bereits ausgeführt, keinen Sinn ergibt, geht es hierbei also im wesentlichen um einen echten Recycling-Kreislauf mit der Rückführung verbrauchter, sauberer und unverletzter Kapseln und deren Neu-Befüllung beim Hersteller.

Das ist etwa vergleichbar mit dem, wie früher Milch-Glasflaschen zurückgeführt und wiederbefüllt wurden, was in einigen Gegenden bereits wieder so gehandhabt wird.

Der Unterschied liegt hier hauptsächlich darin, dass die Rückführung und Wiederbefüllung von Kaffeekapseln unendlich viel einfacher durchgeführt werden kann.

Nachdem das vorgeschlagene Verfahren einen perfekten Recycling-Kreislauf ermöglicht, erscheint es sinnvoll, diese Kapseln nicht zu einem Down-Cycling einzuschmelzen:

Wenn man schon ein neues, perfekt umweltschonendes Verfahren in den Markt einführt, erscheint es vielmehr naheliegend, gleich ein perfektes Recycling damit zu ermöglichen, denn es erscheint naheliegend, dass die Abfallvorschriften in Zukunft noch weiter verschärft werden, und man so auf alle Eventualitäten bereits perfekt vorbereitet ist.

Die vorliegende Erfindung unternimmt die Reinigung der verbrauchten Kapseln somit aus 5 Gründen :

1.) weil nur die vollständige Reinigung direkt nach dem Brühvorgang, bevor also die Kaffeereste zu einer harten Masse werden, die Kapseln so gut reinigen, dass sie einer weiteren, industriellen Verwertung wieder zugeführt werden können.

2.) weil nur die vollständige Reinigung und Trocknung der Kapseln direkt nach dem Brühvorgang jegliche, organische Reste entfernen kann und damit auch die Entstehung von giftigem Schimmel perfekt vermieden werden kann,

3.) weil nur perfekt saubere Kapseln vom Verbraucher als Recycling-Gut gesammelt und akzeptiert werden.

4.) weil nur Kapseln, die unverletzt sind, für einen Recycling-Kreislauf eingesetzt werden können

5.) damit die gereinigten Kapseln vom Hersteller aus hygienischen Gründen nochmals mit Hochdruck gereinigt und wieder mit hocharomatischem Espresso befüllt werden können, sodass damit das weltweit erste, wirtschaftlich arbeitende Pfandsystem für Kaffeekapseln installiert werden kann, was erstmals die optimale Synthese zwischen perfektem Aroma-Erhalt und perfekter Umweltbilanz darstellt.

Durch die hierfür angepasste Form, können die Kapseln nach der Reinigung perfekt ineinandergestellt und wieder in die etwas haltbarere Lieferbox eingebracht werden, wobei in einer Box mit 10 neuen Kapseln, anschließend vorzugsweise genau 100 oder 150 leere, gesäuberte Kapseln passen, sodass der Neukauf mit der Rückgabe der 100 Altkapseln, z.B. ä 10 cent pro Stück die z.B. 10,- bzw. 15,- Euro erlösen, sehr einfach verbunden werden kann. 10,- bzw. 15,- Euro sind dabei auch ein Betrag, dass selbst wohlhabende Kunden dies nicht einfach wegschmeissen und gern sammeln und zum nächsten Einkauf mitnehmen. (Falls doch mal ein Kunde zu faul sein sollte, werden dessen Kinder dies mit Sicherheit als eine willkommene Quelle nutzen, um das Taschengeld aufzubessern.)

Sobald der Handel verstanden hat, dass damit, ähnlich wie bei den PET- Getränkeflaschen eine besonders gute Kundenbindung hergestellt werden kann, wird so ein System erfahrungsgemäß gern übernommen werden.

Dies insbesondere dann, soweit die Rückgabe der verbrauchten Kapseln, (wie auch bei den Getränke-PET Flaschen), automatisch erfolgt und der Automat für die Rückgabe der verbrauchten Kapseln und den Kauf neuer Kapseln optimalerweise gegenüber von den Automaten für die Rückgabe von Getränkeflaschen aufgestellt wird, sodass die Kunden, wenn sie auf den Getränkeautomaten warten müssen, die Zeit nutzen und praktischerweise gegenüber Rückgabe und Neukauf der geliebten Kaffeekapseln erledigen können. Für die schnelle und problemlose Erkennung der zurückgegebenen Kapselmenge sind die einzelnen Kapseln mit einem sehr preiswerten Identifizierungskennzeichen, bzw. einem Erkennungs-Tag versehen, welcher mit dem Einstellen der Box mit den Altkapseln sofort den gutzuschreibenden Betrag anzeigt und einen entsprechenden Bon ausdruckt.

Als guter Nebeneffekt kann mit solchen Systemen inzwischen sogar jede einzelne Kapsel ohne Kostenaufwand identifiziert werden, sodass Betrugsversuche nahezu unmöglich werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, indem die erfindungsgemäße Kapsel selbst keinerlei Verschlüsse mehr aufweist, (Fig. l D) sondern der Einlass von heissem Brühwasser und der Auslass von aufgebrühtem Kaffee durch damit verbundene, extra angebrachte Rahmen (Fig.l F und Fig.2) erfolgt, in welchen die für den Brühvorgang benötigten Folien eingespannt sind.

Mechanisch gesehen ist eine derartige Kapsel somit lediglich ein kurzes vorn und hinten offenes Rohr.

Dadurch dass Ein- und Auslassfolien nicht mit der Kapsel selbst verbunden sind, sondern in damit aromadicht verbundene, aber letztlich außerhab der Kapsel befindliche Folienrahmen eingespannt sind, die ihrerseits aromadicht mit dem Kapselkörper verbunden sind, können Ein- und Auslassfolie im Gerät erstmals maschinell erfasst und nach dem Brühvorgang sauber und perfekt automatisch entfernt werden.

Nach dem Brühvorgang wird nun erneut heisses Wasser mit hohem Druck in die verbrauchte, nun jedoch vollständig unverschlossene und damit einem kurzen Rohr ähnelnde Kapsel gepresst, welches sämtliche Kaffee-Reste mit sich führt, wodurch sämtliche noch weichen Kaffee-Reste vor dem Auswurf der Kapsel automatisch ausgespült und entfernt werden.

Da dieser Vorgang nur etwa eineinhalb Sekunden beanspruchen wird, kann sich der Wasserverbrauch hierdurch etwa um 20% erhöhen. In diesem Fall ist es vorteilhaft, den Vorratsbehälter des Wassers entsprechend anzupassen und etwas größer auszuführen, als bei bisherigen Geräten.

Soweit es sich um sehr oft genutzte, oder professionell genutzte Geräte handelt, kann es vorteilhaft sein, die erfindungsgemäßen Geräte ähnlich wie ein Boiler vorzugsweise mit einer Leitung an die Wasserversorgung anzuschließen.

Obwohl ein derartiger Reinigungsvorgang mit hohem Druck in eine vorn und hinten offene Kapsel nicht länger als ca. eineinhalb Sekunden benötigt, wird hierbei logischerweise etwas mehr verbrauchtes Wasser anfallen, als bei bisherigen Geräten, zumal es sich empfiehlt, nach dem Reinigungsvorgang noch kurz nachzuspülen, um den verbrauchten und ausgespülten Kaffee bis zum Ausgang auszuspülen.

Sofern Geräte häufiger oder sogar professionell genutzt werden, können diese daher vorzugsweise auch an einen Abwasser-Anschluß angeschlossen werden. Da die meisten Kaffee-Zubereitungsgeräte ohnehin in der Küche stehen, kann dies im einfachsten Fall vorzugsweise eine kleine Abwasser-Ableitung in das Waschbecken der Küche sein.

Die Erfindung wird nun anhand der beiliegenden Figuren näher erläutert.

Fig.lA. Die Figur 1A. zeigt einen Teilquerschnitt einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kapselsystems im Brühzustand,

Fig.l B. Die Figur 1 B. zeigt einen Teilquerschnitt der Ausführungsform nach Fig.lA im Wechsel vom Brüh- zum Reinigungs-Modus, durch die Entfernung der Ein- und Auslassfolien (14), sowie durch das Wegschwenken des Aroma-Abfluss - Gitters (9)

Fig.1 C. Die Figur 1C. zeigt einen Teilquerschnitt der Ausführungsform nach Fig.lA im Reinigungs-Modus, wobei der Wegumschalter (23) den Weg zum größer dimensionierten Spülweg (23b) umgeschaltet hat,

Fig. 1 D zeigt einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße, verbrauchte, gereinigte und unverletzte, Kapsel, die sofort wiederbefüllt werden kann.

Fig. 1 E zeigt einen Querschnitt durch 10 ineinandergestellte, verbrauchte, gereinigte und unverletzte Kapseln, die mit bis zu 10 Milliarden verschiedenen ID-Kennungen ausgerüstet werden können, um Rückgabebetrug zu vermeiden.

Fig. 1 F zeigt eine Draufsicht auf die Kapsel-Folie (3/7 ), einer verbrauchten konischen Kapsel 2, mit Zulauf-Einstichen (21), die in einen Folienrahmen (14) eingespannt ist,

Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf einen Folien-Spannrahmen (14) mit genutzter Auslass- Folie ( 7 /10 ) der konischen Kapsel (2)

Fig. 3 zeigt eine Draufsicht auf eine doppelt konische Aroma-Kapsel (2)

Fig. 4 zeigt einen Querschnitt durch ein Detail einer weiteren Ausführungsform der Erfindung, bei der die Folien-Rahmen 14 durch einen Folien-Ablösekeil (39) von der Kapsel (2) getrennt werden können

Fig. 5. zeigt eine Draufsicht auf den Diffusionskonverter (44) des erfindungsgemäßen Gerätes

Fig. 5a. zeigt die Strömungsrichtung nach dem Durchlauf des Wassers durch den Diffusionskonverter (44) Fig. 6. zeigt die Strömungsrichtung nach dem Durchlauf des Wassers durch einen mechanischen Radialkonverter (46)

Fig. 7. zeigt eine Draufsicht auf eine diabolusförmige Kapselform

Fig. 8 zeigt eine vergrößerte Draufsicht auf eine vorzugsweise 8-eckige Kapsel-Folie 51 , einer verbrauchten Aroma-Kapsel 42, mit Ein- und Auslass-Durchlässen 38 und 49 die in einen Folienrahmen 52 eingespannt ist,

Fig. 9a zeigt einen Querschnitt durch eine Kapsel 42 nach dem Zentrifugal-System, welches erfindungsgemäß nach dem Brühvorgang gereinigt wird,

Fig. 9b zeigt einen Querschnitt durch die Kapsel 42 nach 9a mit entfernter Verschlussfolie 51

Fig. 9c zeigt einen Querschnitt durch die Kapsel 42 nach 9a im Spülmodus

Fig. 9d zeigt einen Querschnitt durch die gereinigte Kapsel 42 nach 9a

Beschreibung der Figuren

Die erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kapsel nebst dem entsprechenden Gerät, um solche Kapseln zu nutzen, im folgenden auch: "Kapsel-System" genannt, ist ein Kapselsystem, bei dem nach dem Brühvorgang keine stark mit verbrauchtem Kaffeepulver oder anderem verunreinigte Kapseln mehr ausgeworfen werden, sondern vielmehr vollständig saubere Kapseln, die keinerlei Kaffee-Reste mehr enthalten und so gut gereinigt sind, dass man sie entweder sogleich wieder einem Produktionsprozess zuführen kann, oder sie zum Bestandteil eines neuartigen, perfekt umweltverträglichen und zugleich wirtschaftlich arbeitenden Rückgabe- und Pfandsystems machen kann, wie im folgenden näher ausgeführt wird.

Wir beziehen uns folgend bevorzugt auf Kapseln aus Aluminium oder anderen Materialien, die für eine lohnende Wiederverwertung geeignet sind.

Obwohl Aluminium für eine Wiederverwertung theoretisch geeignet wäre, sind bisherige Kapseln durch ihre Funktionsweise und die Funktion der zugehörigen Maschinen nicht wirklich für eine Wiederverwertung geeignet: Einerseits sind diese Kapseln i.d.R. so stark mit sehr hart gewordenem Kaffeepulver verunreinigt (ca. 70-90% des Kapselvolumens), dass man sie ohne enormen Aufwand nicht mehr für den Produktionsprozess verwenden kann, wodurch sie meist entsorgt und energieaufwändig verbrannt werden.

Vor Jahren hierfür eingeführte Geräte, um den Kaffee mechanisch zu entfernen (z.B. "Outpresso") waren dabei nicht wirksam genug, um diesen Zustand zu ändern.

Aber selbst wenn diese gereinigt werden, können sie nicht wiederverwendet werden, weil durch die Art des Brühprozesses ihre Aussenhülle zerstört wird, bzw. zahlreiche Löcher bekommt, so dass diese nicht mehr aromadicht sein können. So bliebe also nur die Möglichkeit, die verbrauchten Kapseln erneut einzuschmelzen um neue Kapseln zu fertigen. Auch dies ist aber in Wirklichkeit nicht machbar, da eingeschmolzenes Aluminium nicht mehr die Eigenschaften hat, wie neues Aluminium und diese daher nur für ein sogenanntes "Down-Cycling" verwendet werden können, so das Kühlkörper oder Fensterahmen daraus gefertigt werden können, was aber nichts mit einem wirklichen Recycling-Prozess zu tun hat.

Nachdem andererseits die seit Jahren zunehmenden Anforderungen an die Umweltverträglichkeit von Produkten weiter stark zunehmen, gibt es auch in der Politik vermehrt Forderungen, um Aluminium-Kapseln zu verbieten. Gleichzeitig hat sich aber noch keine wirtschaftlich nutzbare Alternative zu Aluminium gezeigt, um Kapseln zu entwickeln, die sowohl umwelt-freundlich sind, als auch perfekten Aromaschutz gewährleisten.

Mit der vorliegenden Erfindung wird nun die bisherige Unmöglichkeit der Erzeugung von optimal leckerem Aroma und zugleich einer außerordentlich guten Umweltbilanz von Kapseln überwunden und perfekt in Einklang gebracht.

So könnte es sein, dass hierdurch das perfekte Aroma-Erlebnis durch aromaschützende Kapseln möglicherweise schlechthin gerettet wird !

Um einen derartigen Effekt zu erzielen, wird zunächst eine neuartige, erfindungsgemäße Kapsel verwendet, Fig.1 D, die keine eigenen Verschlüsse mehr hat, weder im Einspritzbereich des Brühwassers, noch im Auslassbereich des gebrühten Kaffees.

Vielmehr haben diese Kapseln für das Einspritzen des Brühwassers in das Kaffeepulver, sowie auch für den Austritt des gebrühten Kaffees externe Spannrahmen Fig 1 F, und Fig.2 in denen Folien befestigt sind. Die Folien sind hierbei mit dem Spannrahmen aromadicht verbunden und der Spannrahmen ist seinerseits mit der Kapsel aromadicht verbunden, so dass diese, bevorzugt aus Aluminium bestehenden Kapseln (Fig.3) eine ebensogute Aromaversiegelung bereitstellen, wie herkömmliche Aluminiumkapseln.

Zunächst wird nun die erfindungsgemäße, doppelt konische Aroma-Kapsel (2) in ein entsprechendes Gerät eingebracht, worauf hier der Brühvorgang einsetzt, wie nahezu auch bei allen sonstigen Kaffee-Kapselgeräten, Fig.lA.

Die doppelte Konizität bezieht sich dabei auf die Längsaxe (siehe Fig.1A-1 E) der Kapsel, als auch auf den Querschnitt der Kapsel (Fig,1 F). Mit der doppelten Konizität kann vorzugsweise eine eindeutig definierte Position der Kapsel im Gerät erreicht werden, was für verschiedene der folgenden Funktionen vorteilhaft ist.

Mit dem Abschluß des Brüh- oder Extraktionsvorganges beginnt nun der maschinelle Teil der erfinderischen Neuerung.

Hierbei wird die Brühkammer 17 ein Stück weit zurückgezogen, wodurch die Kapsel 2 nicht mehr fixiert wird. Durch das Zurückziehen der Brühkammer 17, (Fig 1 B). wird zugleich der Verschlußrahmen (40) durch den Stop-Bolzen 36 und der Folien-Rahmen (14) von den Entfernungs-Vorsprüngen 56 von der Kapsel abgezogen, sodass diese in speziell hierfür angeordnete Sammelbehälter (nicht dargestellt) fallen.

Hierdurch ist die Kapsel nun nach vorn und hinten offen und ähnelt mechanisch gesehen einem sehr kurzen Stück Rohr, in dem sich etwas Kaffee befindet.

Statt durch die Längsbewegung der Brühkammer 17 kann die Ablösung der Folien- Rahmen 40 und 14 auch über einen seitlichen Folien-Ablösekeil 39, der zwischen dem Kapselkragen 1 und dem Folien-Vorsprung 4 einschlägt, erfolgen. (Fig.4).

Nun fährt die Brühkammer 17 mit dem Brühwasser-Anschluß 8 wieder nach vorn und schließt sich erneut um die nun offene Kapsel herum.

Hierbei wird durch den Weg-Umschalter 23 gleichzeitig der Ablauf-Weg nach dem Auslaufen der Kapsel von der Aromaleitung 11 auf die mit einem wesentlich größeren Durchmesser ausgestattete Spülleitung 26 umgeschaltet und zugleich wird das Aroma- Abfluss - Gitter 9 über die Achse 9a aus dem Brühwasser-Durchflussweg heraus, zur Seite geschwenkt (Fig. 1 B).

Daraufhin setzt nun für 1-2 Sekunden erneut der Brühvorgang ein, wobei das heisse Brühwasser nun auf eine Kapsel trifft, die auf beiden Seiten völlig offen ist. Dadurch, dass nun keinerlei mechanischer Widerstand mehr im Brühwasserfluss vorhanden ist, wird nun der noch in der Kapsel befindliche, verbrauchte und noch weiche Kaffeerest durch den Brühwasserfluss problemlos vollständig aus der Kapsel entfernt. Da das kurz kaffeegeschwängerte Abwasser nun in eine groß dimensionierte Abwasser-Leitung 26 geleitet wird, kann der darin befindliche Alt-Kaffee nirgendwo hängenbleiben oder verstopfen.

Die dabei erfolgende Reinigung der Kapsel funktioniert so perfekt und vollständig, dass die Kapsel (2) dadurch wieder sofort verwendet werden kann, denn das funktioniert bei Aluminium-Kapseln sogar mit fast drucklosem, warmem Wasser in wenigen Sekunden und erst recht, wenn das Wasser mit Druck durch die Kapsel geführt und eventuell noch verwirbelt wird.

Eine Verwirbelung des Wassers kann, vorzugsweise bei professionell genutzten Geräten, durch einen, dem Brühwasser-Anschluß (8) nachgeschalteten Verwirbler, dem Diffusionskonverter (44) verstärkt werden.

Die Kapsel kann vor allem auch deshalb sofort wieder verwendet oder z.B. gesammelt werden, weil sie im Gegensatz zu allen auf dem Markt befindlichen Kapseln nach dem Brühvorgang perfekt sauber und ohne Einstiche bzw. vollkommen unversehrt ist.

Hierbei ist es nicht notwendig, das heisse Wasser mit so hohem Druck in die Kapsel zu führen, wie dies bei der Aufbereitung z.B. von Espresso gemacht wird (bis zu 19atü) vielmehr sind hier vorzugsweise wenige Atü vollkommen ausreichend, allerdings werden etwas größere Mengen an Wasser, als für einen Espresso benötigt.

Unbedingte Voraussetzung für das problemlose Ausspülen ist es allerdings, dass dies unmittelbar nach dem Brühvorgang passiert und nicht erst Stunden oder Tage später, wenn die breiige Masse zu einer harten, schwer löslichen Substanz erstarrt ist.

Daher ist es vorteilhaft, wenn der Spülvorgang nach jedem Brühvorgang automatisch einsetzt und nicht erst auf eine Eingabe des Nutzers gewartet wird, der das im morgentlichen Rush möglicherweise vergisst.

Auch wenn der Spülvorgang nur wenige Sekunden dauert, ist die für den Spülvorgang benötigte Wassermenge oft etwas größer, als die Wassermenge, die für das Aufbrühen eines Espressos, Lungo-Espressos, oder Größerem benötigt wird. Daher wird das Volumen des Wasserbehälters (nicht dargestellt) vorzugsweise entsprechend größer bemessen, als bei bisherigen Geräten.

Dies insbesondere, weil es vorteilhaft ist, wenn nach dem Ausspülen des Kaffeewassers vorzugsweise noch etwas mit weiterem, heissem Wasser nachgespült wird, damit sich kein Kaffeepulver in der Abwasser-Leitung (26) sammeln kann Fig 1 C.

Soweit dies dennoch an seine Grenzen stossen sollte, ist u.U. ein Frischwasser- Anschluß an eine normale Wasserleitung sinnvoll, ähnlich wie etwa bei einem Boiler (nicht dargestellt). Hierbei wird das Frischwasser vorzugsweise zuerst in den Frischwasserbehälter geleitet, anschließend aufgeheizt und dann seiner Verwendung zugeführt.

Soweit das Gerät im professionellen Bereich, z.B. in öffentlichen Cafes genutzt wird, kann es vorteilhaft sein, das Reinigungwasser von Zeit zu Zeit mit einer reinigenden Substanz zu ergänzen (nicht dargestellt).

Bei häufig genutzten Geräten kann das Gerät vorzugsweise auch mit einem weiteren Spülmodus ausgestattet werden. Hierbei wird vorzugsweise eine bereits durch den Spülmodus leergespülte Kapsel erneut in den Brühmodus zurückgeschaltet und das heisse Wasser dann nicht in den Abwasser- und Spülabflusss (9), sondern in den Aroma- und Kaffee-Anschluß (11 ) gepumpt, um darin eventuelle Verunreinigungen zu entfernen.

Dies kann das in Kaffeemaschinen häufig anzutreffende Problem der Ansammlungen von gesundheitsgefährdendem Schimmel oder Bakterien zuverlässig verhindern.

Die Wassermengen, welche für die Spülvorgänge benutzt werden, müssen anschließend auch wieder entsorgt werden. Daher befindet sich an den erfindungsgemäßen Geräten vorzugsweise auch ein Behälter, der das gebrauchte Wasser aufnehmen kann (nicht dargestellt).

Da auch dies an Grenzen stossen kann, kann es vorteilhaft sein, das verbrauchte Wasser des Geräts über die entsprechende Leitung (26) nebst dem ausgewaschenen Kaffeepulver direkt zum Abwassernetz zu leiten. Da Geräte für die Zubereitung von Kaffeegetränken meist in der Küche stehen, wird dort die flexible Spülwasser-Leitung (26), vorteilhafterweise gleich zum Waschbecken geführt.

Durch diesen quasi unbegrenzten Behälter ist es auch möglich, zum Sauberhalten der Leitungen großzügig nachzuspülen, soweit nötig.

Um bei den saubergespülten Kapseln in der Zeit bis zur Neubefüllung auch das eventuelle Auftreten von Mikroorganismen oder Schimmel zu vermeiden, können die nach dem Spülvorgang eventuell stellenweise noch feuchten Kapseln vorzugsweise zusätzlich mit einem heissen Luftstrahl noch kurz nachgetrocknet werden.

Für die Verteilung des Brühwassers beim Aufbrühen oder Spülen kann es vorteilhaft sein, dies stärker in der Kapsel zu verteilen. Hierbei kann im Brühwasserzulauf (8) kurz vor der Kapsel vorteilhafterweise ein mechanischer Radialkonverter 46 eingefügt werden, der dafür sorgt, dass sich das Brühwasser optimal auch im Randbereich der Kaffeekapsel verteilt.

Der aufgebrühte Kaffee bzw. Espresso kann sein Aroma dadurch optimal an die Brühflüssigkeit abgeben.

Dadurch, dass durch den Radialkonverter (46) das Kaffepulver optimal verwirbelt und durchströmt wird, ist es zudem möglich, größere Portionen von Kaffee aufzubrühen, als bei den bisherigen Kapselgrößen. Die näheren Einzelheiten hierzu werden in einer eigenen Anmeldung erläutert.

Auch bei dem Spülmodus Fig. 1C kann ein Radialkonverter 46 zusätzlich dafür sorgen, dass das verbrauchte Kaffeepulver vollständig aus der Kapsel ausgespült wird und dabei auch die Randbereiche vollständig gesäubert werden, was dadurch, dass dies direkt nach dem soeben erfolgten Brühmodus erfolgt, mit sehr wenig Aufwand und Druck möglich ist.

Das erste, wirtschaftlich arbeitende Pfandsystem für Aroma-Kapseln

Um ein wirklich funktionierendes Recycling-System für z.B. Kaffeekapseln aufbauen zu können, (wo verbrauchte Aluminium-Kapseln nicht nur eingeschmolzen werden, um sie für das Down-Cycling zu verwenden), werden die Kapseln sowie die dazugehörigen Geräte also so gestaltet, dass verbrauchte Kapseln einerseits perfekt gereinigt und andererseits durch den Brühvorgang nicht angestochen oder verletzt werden.

Die Verbindung zwischen dem Folien-Spannrahmen (40) und vorzugsweise dem Kapsel-Kragen (1) kann dabei über Nuten, eine lösbare Klebeverbindung, eine Schnappverbindung oder sonstige, geeignete Maßnahmen, welche die Verbindung lösbar, aber aromadicht machen, erfolgen. Soweit die Verbindung zwischen Kapsel und Folienrahmen auf rein mechanischem Wege erfolgt, wird zwischen Folien-Spannrahmen (40) und dem diesem anliegenden Teil der Kapsel, an dem der Folien-Spannrahmen befestigt ist, vorzugsweise dem Kapsel-Kragen (1 ), vorzugweise eine dichtende und/oder gummiartige Substanz 14a aufgetragen, um auch dort eine perfekte Aromadichte zu gewährleisten. Diese Dichtlippe (nicht dargestellt) wird dabei vorzugsweise so ausgebildet, dass sie beim letzten Reinigungsvorgang vor der industriellen Wiederbefüllung mit neuem, aromareichen Espressopulver mit entfernt wird, um eventuellen Einschlüssen von Bakterien oder Viren vorzubeugen.

Nachdem die Kapseln durch die hier vorgeschlagenen Geräte bereits vollständig von Kaffeepulver und jeglichen Verunreinigungen gereinigt sind, dient die letzte Heissreinigung vor der Wiederbefüllung im wesentlichen dazu, dass die Kapsel wieder in einem hygiensch tadellosen Zustand befüllt werden kann.

Dies kann in einem relativ kurzen Zyklus erfolgen, bei dem weniger eine weitere Reinigung der Kapsel erfolgt, als vielmehr eine vorzugsweise mit großem Druck erfolgende, hitzegesteuerte und ausreichende Desinfektion der Kapsel.

Als Material des Kapselgehäuses wird, wie erwähnt, ein perfekt aromadichtendes Aluminiumgehäuse verwendet.

Der häufigeren Verwendung gemäß wird vorzugsweise jedoch ein Aluminium einer etwas stabileren Legierung verwendet und zugleich werden die Kapseln mit einer etwas dickeren Wandstärke hergestellt.

Da man erneut eingeschmolzene Aluminiumkapseln bei vertretbarem Aufwand nur im Zuge des Downcyclings für Anwendungen mit geringeren Anforderungen verwenden kann und diese nicht dazu geeignet sind, neue Kapseln herzustellen, liegt der entscheidende Vorteil gegenüber allen bisherigen Recycling-Versuchen für Aroma- Kapseln hier darin begründet, dass die erfindungsgemäßen Kapseln nicht eingeschmolzen werden müssen, um sie erneut zu verwenden, da sie: a.) vollständig unverletzt sind und b.) weil sie bei der Ankunft zur Wiederverwertung bereits perfekt von Kaffee und anderen Verunreinigungen gereinigt sind und daher keine aufwändige Entfernung von eingetrockneten Kaffeeresten erfolgen muß, die man eigentlich nur durch erneutes Einschmelzen perfekt entfernen kann .

Hierdurch ergeben sich weitere, noch umweltfreundlichere Möglichkeiten, die nach dem aktuellen Stand des Wissens nicht mehr gesteigert werden können und trotzdem keinerlei Einbussen bei der Aroma-Qualität, Umsatz oder Handling mit sich bringen, im Gegenteil:

Hierdurch und durch die erstmals automatisch erzeugte Sauberkeit der gebrauchten Kapseln ergibt sich erstmals auch die Möglichkeit eines sinnvollen und wirtschaftlich arbeitenden Pfandsystems für Aroma-Kapseln.

Dadurch, dass von den sauberen, gebrauchten Kapseln durch das Fehlen jeglicher Folien, Verschlüsse und Verunreinigungen sehr viele auf kleinem Raum ineinandergesteckt werden können, (siehe Fig 1 E), kann auf sehr kleinem Raum auch ein großer Pfandwert realisiert werden.

Liegt der Pfand einer gebrauchten Kapsel z.B. bei 10 Eurocent, kommt eine Schachtel mit 100 oder 150 gebrauchten Kapseln somit auf einen Rückgabe-Wert von 10,- bzw. 15,- Euro, mithin also Beträge, die man nicht so einfach wegschmeisst, wodurch für eine sehr hohe Rückgabe-Quote gesorgt ist. Das werden auch wohlhabendere Kunden gern zum Einkäufen neuer Kapseln mitnehmen.

Spätestens wenn die Kinder darauf kommen, dass man damit das Taschengeld sehr ordentlich aufbessern kann, dürfte für eine mehrfach sichere Rückgabe gesorgt sein !

Durch das sehr einfache Handling kaufen Kunden gern neue Kapseln und fühlen sich wunderbar dabei, weil sie trotz perfektem Genuss zugleich perfekt die Umwelt und die Ressourcen schonen.

Sobald der Handel verstanden hat, dass sich damit eine deutlich bessere Kundenbindung herstellen lässt, ähnlich wie bei dem sehr erfolgreichen Rückgabe- System für PET-Plastik-Flaschen, dürfte einer Einführung eines solchen Systems, nichts mehr im Wege stehen.

Hierbei sind ID-Kennungen 20, (Fig.l E) für die Pfandkapseln vorteilhaft, die beim Einstellen der Schachtel in den Rückgabe-Automaten sofort eine Übersicht über die zurückgegebene Menge an Kapseln verschaffen und für den Kunden einen Pfand-Bon in entsprechender Höhe ausdrucken, der beim Kauf neuer Kapseln oder anderem angerechnet wird, so wie dies auch beim Flaschenpfand erfolgt.

Mit der inzwischen sehr kostengünstigen Erfassung jeder einzelnen Kapsel ist zudem sofort erkennbar, ob eine Kapsel bereits eingescannt wurde, wodurch jeglicher Pfandbetrug weitestgehend ausgeschlossen werden kann, was beim Flaschenpfand z.T. größere Probleme macht.

Die näheren Einzelheiten hierzu werden in einer eigenen Anmeldung erläutert.

Umweltbewusste Verbraucher, Journalisten und Politiker schauen ja auf: "Umwelt- Sünder", welche die Umwelt aus ihrer Sicht verantwortungslos behandeln, oft mit einer gewissen Geringschätzung herab. So findet sich in Blogs über Kapseln immer auch eine große, und wachsende Anzahl von Beiträgen, die ein Verbot von Aroma- und Kaffee- Kapseln, insbesondere Kapseln aus Aluminium, wegen ihrer "Umweltschädlichkeit" fordern. Derartige Vorstöße sind inzwischen auch bis in die Politik und bis zum Europaparlament vorgedrungen.

Solche Forderungen dürften mit der neuen, erfindungsgemäßen Kapsel, die ein perfektes Aroma mit einer kaum zu übertreffenden Umweltbilanz vereint, ein für allemal der Vergangenheit angehören.

Die hier vorgeschlagene, erfindungsgemäße Kapsel ist durch den perfekten Aroma- Erhalt in Verbindung mit dem erstmals gleichzeitigen Ausschluß jeglicher Umweltprobleme voraussichtlich die Zukunft der Kapselnutzung für Aroma- und Kaffee- Produkte jeder Art.

Da nicht wenige Kunden Kapseln hauptsächlich wegen ihrer Umweltschädlichkeit nicht nutzen, könnte der Markt mit der Superkapsel, welche bei höchstem Aroma-Genuss jegliches Umweltproblem ausschließt, wohlmöglich auch ein gutes Stück wachsen. Bei einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Aromakapsel werden die Aromaverschlüsse auf beiden Seiten der Kapsel nicht durch Klebe- oder sonstige Verbindungen gehalten, sondern sind nur leicht mit der Kapsel verbunden. Hierbei werden die Verschlüsse durch eine Art Klammer, einen Einschub oder Kapsel-Schuber auf der Kapsel fixiert. Beim Einschub in die Kapselmaschine bleibt die Klammer, so lange um die Kapsel herum, bis der Spülvorgang einsetzt. Mit Einsetzen des Spülvorgangs wir die Kapsel-Klammer vorzugsweise automatisch entfernt.

In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung besteht zwischen Kapsel und Folienrahmen eine Art Bajonett-Verschluss. Durch einen seitlichen Schlag auf einen Vorsprung des Folienrahmens öffnet sich dabei der Bajonett-Verschluss worauf der gezackte Folienahmen von der Kapsel zurückspringt und in einen dafür vorge-sehenen Behälter fällt.

Bei einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Aromakapsel, findet der Spülvorgang in einem von der Brüheinheit getrennten Gerät statt, so dass im Zusammenwirken mit Kapseln, die von aussen exakt in das bisherige Kapselbrühgerät passen, aber im Inneren die vorliegende Technik eingebaut haben, der Benutzer sein bisheriges Kapselbrühgerät weiterhin benutzen kann und gleichzeitig die vorliegende, umweltfreundliche und abfallfreie Technologie nutzen kann, indem er die verbrauchte Kapsel nach dem Aufbrühen in das Reinigungsgerät legt, wo es dann von jeglichen Kaffee-Resten und Verunreinigungen gereinigt wird.

Dieses Verfahren lässt sich bei im wesentlichen gleicher Funktionsweise auf die Kapseln nahezu aller wesentlichen, im Markt befindlichen Kapselsysteme anpassen.

In einer vorzugsweisen Variation dieses Geräts fällt die verbrauchte Kapsel nach dem Aufbrühen durch eine Verbindung zum Kapselbrühgerät automatisch in das Reinigungsgerät und wird dort gereinigt, so dass die Kapsel nach dem Reinigen corona-sicher, nicht mehr von der möglicherweise keimbehafteten Hand des Benutzers angefasst wird, sondern ’nach dem Reinigen gleich blitzsauber und keimfrei in die Sammelbox fällt.

Bei einer weiteren erfindungsgemäßen Ausführung der Aromakapseln, werden Kapseln 42, die nach einem vollkommen anderen Extraktionsverfahren arbeiten, nach dem Brühvorgang ebenfalls mit einem automatischen Reinigungsmodus versehen.

Hierbei handelt es sich um Kapseln 42, deren Extraktionsdruck primär nicht durch hohen Druck aus der Brühwasserversorgung, generiert wird. Vielmehr wird hierbei das Brühwasser in die Mitte der Kapsel 42 eingeleitet und strömt dann durch Zentrifugalkräfte in der schnell rotierenden Kapsel durch das Kaffeepulver zum Rand hin und aus der Kapsel heraus, wonach es in einen Sammler geleitet und dann zur Kaffeetasse o.ä.m. hin geleitet wird, (nicht dargestellt).

Auch bei diesem System werden die erfindungsgemäßen Kapseln 42 nicht direkt mit einer Aluminiumfolie verschlossen. Vielmehr wird der Alu-Verschluß wie in Fig.9a gezeigt, auf einen Folienrahmen 52 aufgespannt, der wiederum mit dem Kapselkragen 1 der Kapsel 42 aromadicht verbunden ist.

Nach dem Brühvorgang wird hierbei der Folienrahmen 52 zusammen mit der Folie 51 für den Spülvorgang entfernt.

Der Folienrahmen 52 weist bei dieser Ausführungsform gemäß dem Extraktionsprinzip der sehr schnellen Rotation zwar ebenfalls gerade Bereiche auf, um diesen "anzufassen". Die geraden Bereiche sind hierbei aber zusammengenommen rotationssymmetrisch angeordnet.

Um somit beide Erfordernisse : a.) gerade Ebenen zum Anbringen von Greifsystemen und b.) Rotations-Symmetrie in Einklang zu bringen, wird für den Folienrahmen 52 als eine Art "Mischform" ein Vieleck, vorzugsweise ein 10- oder 8-Eck verwendet, (Fig.8).

In einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform der Erfindung besteht zwischen Kapsel und Folienrahmen eine Art Schnappverbindung, wobei sich am Folienrahmen seitlich zusätzlich eine gummiartige Dichtung 14a zwecks perfekter Aromaabdichtung befindet.

Sobald nun an irgendeiner Ecke des Folienrahmens gezogen wird, springt der Folienrahmen automatisch vom Kapselkragen ab und fällt in den darunterliegenden Abfall-Schacht (nicht dargestellt).

Diese Art von Kapseln 42 kann naturgemäß nicht in Längsrichtung durchströmt werden, da diese Kapseln nur 1 Öffnung haben und die Weiterleitung des gebrühten Kaffees durch Zentrifugalkräfte erfolgt.

Um eine derartige Kapsel zu spülen, kann es vorteilhaft sein, für den Spülvorgang ein anderes Verfahren, als die Zentrifugalkräfte zu verwenden, da sich zwar das zwischen den gemahlenen Kaffeekörnchen befindliche Wasser durch Zetrifugalkräfte nach aussen und gewissermassen "um die Kurve" weiterbefördern lässt, nicht jedoch der Kaffee selbst.

Das Kaffeepulver entwickelt hierbei durch den zentrifugalen Brühvorgang die Neigung, zu einer Art relativ festem, aber wasserdurchlässigem "Kaffeepulver-Kuchen" 53 "verbacken" zu werden.

Ein derartiger Kaffeepulver-Kuchen 53 entwickelt dabei annähernd festkörperähnliche Eigenschaften und so ein halbfester Kaffeepulver-Kuchen 53 lässt sich nicht, wie das Wasser, mit Zentrifugalkräften aus der Kapsel heraus quasi "um die Ecke leiten".

Selbst wenn also der Folien-Spannrahmen 52 mit der verschließenden Folie 51 vollständig entfernt wird und die Kapsel 42 somit komplett offen ist, behält so ein Kaffeepulver-Kuchen 53 bei einem weiteren Brühvorgang trotz heissem einfließendem Wasser und tausendfachen Umdrehungen zwecks Spülung vollständig seine Form und löst sich nicht einmal ansatzweise auf. Eine Entfernung des Kaffeepulver-Kuchens durch Zentrifugalkräfte kann zwar durch sehr großen Aufwand, versetzte Einsprühvorrichtungen und noch höheren Wasserdruck und noch höhere Umdrehungsgeschwindigkeiten erzeugt werden, dies hat aber zur Folge, dass sich die Kaffeereste dann im normalen Brühablauf festsetzen und beim den folgenden Brühvorgängen jeweils in den frischen Espresso absetzen, was eine von Kunden unerwünschte Begleiterscheinung hervorruft.

Um derartige Kapseln nach dem Brühvorgang dennoch sauber vom Kaffeepulver zu trennen, ist es daher vorteilhaft, für den Spülvorgang ein anderes, als das Zentrifugal- Verfahren anzuwenden.

In einem diesbezüglichen bevorzugten Verfahren wird die Kapsel hierbei nach dem Entfernen des Folien-Spannrahmens 52 mit der verschließenden Folie 51 durch einen automatisch arbeitenden Greifmechanismus 60 eingespannt und zunächst ein Stück zur Seite, weg von der Zentrifugal-Mechanik bewegt.

Hierbei wird die Kapsel 42 automatisch um vorzugsweise 105° gedreht und über einen Auffangbehälter 55 gehalten (Fig. 9c).

Nun kommt aus der Spülleitung des Zentrifugal-Systems 54, oder aus einer direkt neben dieser angeordneten, 2. Leitung ein breiter, heisser Wasserstrahl, der in den oberen Teil der um 105° gedrehten, offenen Kapsel mit wenig Druck hineinspritzt, Fig.9c.

Hierbei wird die Kapsel vorzugsweise durch den automatischen Greifmechanismus 60 etwas hin- und herbewegt und/oder etwas seitlich gedreht, so dass der Wasserstrahl alle Teile der Kapsel erreichen kann und leerspült.

Da auch dieser Spülvorgang unmittelbar nach dem Brühvorgang einsetzt und der Kaffeepulver-Kuchen 53 noch nicht sehr fest verbacken ist, löst sich der Kaffeepulver- Kuchen 53 hierbei sehr leicht und schnell auf und fällt zusammen mit dem Spülwasser in den jetzt darunter befindlichen Auffangbehälter 55, Fig.9c.

Nach dem erfolgreichen Spülvorgang wird die Kapsel wieder um vorzugsweise 105° zurück und in die ursprüngliche Position bewegt, worauf diese vorzugsweise so in den Kapsel-Auffangbehälter (nicht dargestellt) fällt, dass sich die leeren, sauberen Kapseln zu einem kleinen Turm zusammenfügen, sodass diese wieder in den ursprünglichen Behälter eingebracht werden können. Bezüglich der Stapelbarkeit der leeren Kapseln, kann es vorteilhaft sein, die Seitenwinkel der Kapseln etwas zu verändern.

Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Behälter der Neu-kapseln in welche die verbrauchten Kapseln nun ineinandergestapelt eingebracht werden, einen seitlichen Schlitz aufweisen, welcher es dem Rückgabe-Automaten erlaubt, die Anzahl der Kapseln schnell und automatisch zu überprüfen.

Weitere Ausführungen hierzu, werden in einer weiteren, eigenen Anmeldung ausgeführt. BEZUGSZE I CH E N - LI STE . Kapsel-Kragen a. innerer Kapsel-Kragen . doppelt konische Aroma-Kapsel a. Querschnitt durch eine sauber gespülte und unverletzte Kapsel 2b. Querschnitt durch 10 sauber gespülte, unverletzte und ineinander gestellte Aroma-Kapseln . Einstech-Folie für den Brühwasser - Zulauf . Vorsprung oder Griff des Folienrahmens zum Entfernen der Folien 7 oder 3. Verbindung mit dem Vorsprung 4 . Kaffee- und Aroma-Zulauf . Einstech-Bereich für den Brühwasser-Ablauf bzw. für den Aroma-Auslass und zugleich lösbarer Wasch-Ausgang der Kapsel (2) . Frisch- und Brühwasser-Anschluß . schwenkbares Aroma-Abfluss - Gitter a. Achse des Aroma-Abfluss - Gitters . Auslass-Folie . Aroma-Leitung . lösbarer Folien-Träger . Aussparung für den Kapselkragen . lösbarer Folienspann-Rahmen a. innere Aroma-Dichtung des Folien-Rahmens . Aroma- und Spül-Leitung . Aroma- und Kaffee-Anschluß . Heisswasser- und Brühkammer . flexible Stahlgeflecht-Leitung für Brühwasser-Zulauf . konischer Kapselschacht . eine (von 10 Milliarden) ID-Kennungen der Kapsel . Durchlass-Einstiche . schwenkbare Kapselhalterung . Weg-Umschalter a. Kaffee- und Aroma-Weg geschaltet b. Spül-Weg geschaltet . Aroma- und Spül- Ableitung . Weiterleitung zum Kaffee- oder Aroma-Ausguß . groß dimensionierte Abwasserleitung zum Spül-Ausguß . Frischwasser-Behälter . Frischwasser-Anschluß . Brauchwasser-Behälter . Spül- und Brauchwasser-Abfluss . Espresso-Tasse . Espresso- bzw. Kaffee-Zulauf . Kaffeepulver-Kuchen nach Brühvorgang . Brüh- und Heisswasser-Anschluss Fortsetzu ng : BEZU GSZE I C H E N - LI STE. offener Kapselausgang . Stopp-Bolzen für den Folienspann-Rahmen 40 . Stopp-Bolzen für die Aroma-Kapsel . Einspritzöffnung für Brühwasser . schwenkbarer Folien-Ablösekeil . ablösbarer Folien-Spannrahmen . Folie des Folien-Spannrahmens . drehsymmetrische Kapsel . Rahmen-Griff a. Rahmen-Griff der Zulauf-Folie b. alternative Befestigungen des Rahmen-Griffs . Diffusionskonverter . Verbindungsnut zum Kapselkörper . mechanischer Radialkonverter . . Kapsel eines Zentrifugalsystems . Abflusslöcher des Zentrifugal-Systems für gebrühten Kaffee . Folienträger im Durchfluss-Bereich . verschliessende und aromadichte Folie nach dem Brühvorgang . ablösbarer Folien-Spannrahmen eines Zentrifugal-Systems . fester Kaffeepulver-Kuchen eines Zentrifugal-Systems nach Ende des Brühvorgangs . Spülwasser-Zulauf des Zentrifugal-Systems . Auffangbehälter für Spülwasser und Kaffeepulver des Zentrifugal-Systems. asymmetrisch angeordnete Entfernungs-Vorsprünge für den Folien-Rahmen 14. rundum laufender Rahmengriff . automatischer Greifmechanismus