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Title:
NOVEL HETEROCYCLICALLY SUBSTITUTED AMIDES WITH CYSTEINE PROTEASE-INHIBITING EFFECT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/054320
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to amides of the general formula (I), which are inhibitors of enzymes, especially cysteine proteases.

Inventors:
LUBISCH WILFRIED (DE)
MOELLER ACHIM (DE)
TREIBER HANS-JOERG (DE)
KNOPP MONIKA (DE)
Application Number:
PCT/EP1999/002620
Publication Date:
October 28, 1999
Filing Date:
April 19, 1999
Export Citation:
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Assignee:
BASF AG (DE)
LUBISCH WILFRIED (DE)
MOELLER ACHIM (DE)
TREIBER HANS JOERG (DE)
KNOPP MONIKA (DE)
International Classes:
C07D295/14; A61K31/18; A61K31/357; A61K31/36; A61K31/40; A61K31/437; A61K31/4402; A61K31/4406; A61K31/4409; A61K31/4418; A61K31/4427; A61K31/445; A61K31/4453; A61K31/453; A61K31/4545; A61K31/47; A61K31/4709; A61K31/472; A61K31/495; A61K31/496; A61K31/5375; A61P9/08; A61P9/10; A61P13/12; A61P21/00; A61P25/00; A61P25/08; A61P25/14; A61P25/28; A61P29/00; A61P35/00; A61P35/04; A61P43/00; C07C237/32; C07C311/08; C07C311/21; C07D207/06; C07D207/36; C07D211/14; C07D213/30; C07D213/36; C07D213/40; C07D213/48; C07D213/56; C07D213/71; C07D213/76; C07D215/06; C07D215/36; C07D215/40; C07D217/04; C07D239/28; C07D295/13; C07D295/155; C07D317/54; C07D317/58; C07D401/12; C07D403/04; C07D498/04; (IPC1-7): C07D295/12; A61K31/50; C07D403/04; C07D317/58; C07D207/06; C07D215/06; C07D215/24; C07D217/04; C07D213/70; C07D213/30; C07C237/32; C07C311/08; C07C311/21
Domestic Patent References:
WO1992012140A11992-07-23
WO1996039194A11996-12-12
WO1998025883A11998-06-18
WO1998023581A11998-06-04
WO1998025899A11998-06-18
Foreign References:
EP0611756A21994-08-24
EP0520336A21992-12-30
DE19642591A11998-04-16
Attorney, Agent or Firm:
BASF AKTIENGESELLSCHAFT (Ludwigshafen, DE)
BASF AKTIENGESELLSCHAFT (Ludwigshafen, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Amide der allgemeinen Formel I und ihre tautomeren und isomeren Formen, möglichen enantio meren und diastereomeren Formen, sowie mögliche physiologisch verträgliche Salze, worin die Variablen folgende Bedeutung haben : R1 Wasserstoff, C1C6Alkyl, verzweigt und unverzweigt, Phenyl, Naphthyl, Chinolinyl, Pyridyl, Pyrimidyl, Pyrazyl, Pyridazyl, Chinazolyl, Chinoxalyl, Thienyl, Benzothienyl, Benzofuranyl, Furanyl, und Indolyl bedeuten kann, wobei die Ringe noch mit zu bis 3 Resten R6 substi tuiert sein können, und R2 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, OClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, C2C6Alkenyl, C2C6Alkinyl, ClC6AlkylPhenyl, C2C6AlkenylPhenyl, C2C6AlkinylPhenyl, OH, Cl, F, Br, J, CF3, N02, NH2, CN, COOH, COOClC4Alkyl, NHCOClC4Alkyl, NHCOPhenyl, CONHR9, NHS02ClC4Alkyl, NHSO2Phenyl, S02ClC4Alkyl und S02Phenyl bedeuten und R3 NR7R8 oder einen Ring darstellen kann wie R4ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Phenyl, Pyridyl, Thienyl, Cyclohexyl, Indolyloder NaphthylRing tragen kann, der seinerseits mit maximal zwei Resten R6 substituiert ist, und R5 Wasserstoff, COOR11 und COZ bedeutet, worin Z NR12Rl3 und bedeutet und R6 Wasserstoff, ClC4Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, OClC4Alkyl, OH, Cl, F, Br, J, CF3, NO2, NH2, CN, COOH, COOClC4Alkyl,NHCOClC4Alkyl,NHCOPhenyl, NHSO2ClC4Alkyl,NHSO2Phenyl,SO2ClC4Alkyl und SO2_Phenyl bedeutet und R7 Wasserstoff, ClC6Alkyl, geradlinig oder verzweigt, bedeutet und das mit einem Phenylring substituiert kann, der selbst noch mit einem oder zwei Resten Rlo substi tuiert sein kann, und R8 Wasserstoff, C1C6Alkyl, geradlinig oder verzweigt, bedeutet und das mit einem Phenylring substituiert kann, der selbst noch mit einem oder zwei Resten R10 substi tuiert sein kann, und R9 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Substituenten R16 tragen kann, Phenyl, Pyridyl, Pyrimidyl, Pyridazyl, Pyrazinyl, Pyrazyl, Naphthyl, Chinolinyl, Imidazolyl, das noch einen oder zwei Substituenten R14 tragen kann, und R10 Wasserstoff, ClC4Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, 0ClC4Alkyl, OH Cl, F, Br, J, CF3, NO2, NH2, CN, COOH, COOClC4Alkyl,NHCOClC4Alkyl,NHCOPhenyl, SO2C1C4AlkylundNHSO2C1C4Alkyl,NHSO2Phenyl, kannSO2Phenylbedeuten Rll Wasserstoff, ClC6Alkyl, geradlinig oder verzweigt, bedeutet und das mit einem Phenylring substituiert kann, der selbst noch mit einem oder zwei Resten R10 substi tuiert sein kann, und R12 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt und unverzweigt, bedeutet, und R13 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch mit einem Phenylring, der noch einen Rest R10 tragen kann, und mit substituiert sein kann bedeutet, und R14 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, OClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, OH, Cl, F, Br, J, CF3, N02, NH2, CN, COOH, COOClC4Alkyl bedeutet oder zwei Reste R14 eine Brücke OC (R15) 20 darstellen kann und R15 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt und unverzweigt, be deutet und R16 ein Phenyl, Pyridyl, Pyrimidyl, Pyridazyl, Pyrazinyl, Pyrazyl, Pyrrolyl, Naphthyl, Chinolinyl, ImidazolylRing sein kann, der noch einen oder zwei Substituenten R6 tragen kann, und (CH2)mO(CH2)o,(CH2)oS(CH2)m,(CH2)oA(CH2)m, SO2(CH2)m,CH=CH,C#C,SO(CH2)m,(CH2)o COCH=CH, (CH2) oCO (CH2) m< (CH2) mNHCO(CH2) o~ (CH2)m (CH2)mNHSO2(CH2)o,NHCONH(CH2)o, COCH=CH,(CH2) mSO2NH(CH2) o,CH=CHCONHund(CH2) mSO2NH(CH2) o,CH=CHCONHund be deutet, auchR1Azusammen bedeuten und B Phenyl, Pyridin, Pyrimidin, Pyrazin, Imidazol und Thiazol bedeutet und x 1,2 oder 3 und n eine Zahl 0,1 oder 2 bedeutet, und m, o unabhängig voneinander eine Zahl 3 oder 4 bedeutet.
2. Heterocyclisch substituierte Amide der Formel I gemäß dem Anspruch 1, wobei B Pyridin oder Phenyl und R5 Wasserstoff bedeutet und R9 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Substituenten R16 tragen R16 Phenyl, der noch einen oder zwei Substituenten R14 tragen kann, und n 0 und 1 und x 1.
3. Heterocyclisch substituierte Amide der Formel I gemäß dem Anspruch 1, wobei B Pyridin oder Phenyl und R5 CONR12Rl3 bedeutet und R9 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Substituenten R16 tragen R16 Phenyl, der noch einen oder zwei Substituenten R14 tragen kann, und n 0 und 1 und x 1.
4. Heterocyclisch substituierte Amide der Formel I gemäß dem Anspruch 1, wobei B Pyridin oder Phenyl und R2 Wasserstoff R5 Wasserstoff bedeutet und R9 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Substituenten R16 tragen R16 Phenyl, der noch einen oder zwei Substituenten R14 tragen kann, und n 0 und 1 und x 1.
5. Heterocyclisch substituierte Amide der Formel I gemäß dem Anspruch 1, wobei B Pyridin oder Phenyl und R2 Wasserstoff R5 CONR12R13 bedeutet und R9 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Substituenten R16 tragen R16 Phenyl, der noch einen oder zwei Substituenten R14 tragen kann, und n 0 und 1 und x 1.
6. Heterocyclisch substituierte Amide der Formel I gemäß dem Anspruch 1, wobei <BR> <BR> A<CH2)m'<CH2)m0(CH2)o'(CH2)oS(CH2)m,<BR> CH=CH,C=C, (CH2) mCONH (CH2) o, (CH2) m S02NH (CH2) obedeutet und B Pyridin oder Phenyl und R2 Wasserstoff und R5 Wasserstoff bedeutet und R9 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Substituenten R16 tragen kann, und R16 Phenyl und m, n, o 0 und 1 und x 1.
7. Heterocyclisch substituierte Amide der Formel I gemäß dem Anspruch 1, wobei <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> <BR> A(CH2)m (CH2)m0(CH2)o'(CH2)oS(CH2)m'<BR> <BR> <BR> <BR> (CH2)mCONH(CH2)o,(CH2)m CH=CH,C#C, SO2NH(CH2) obedeutet(CH2) obedeutet und B Pyridin oder Phenyl und R2 Wasserstoff R5 CONR12Rl3 bedeutet und R9 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Substituenten R16 tragen kann, und R16 Phenyl und m, n, o 0 und 1 und x 1.
8. Heterocyclisch substituierte Amide der Formel I gemäß dem Anspruch 1, wobei B Pyridin oder Phenyl und Rl, R2 Wasserstoff und R5 Wasserstoff bedeutet und R9 Wasserstoff, C1C6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Substituenten R16 tragen kann, und R16 Phenyl und m, n, o 0 und x 1.
9. Heterocyclisch substituierte Amide der Formel I gemäß dem Anspruch 1, wobei B Pyridin oder Phenyl und Rl, R2 Wasserstoff R5 CONR12Rl3 bedeutet und R9 Wasserstoff, ClC6Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Substituenten R16 tragen kann, und R16 Phenyl und m, n, o 0 x 1.
10. Verwendung von Amiden der Formel I gemäß dem Anspruch 15 zur Behandlung von Krankheiten.
11. Verwendung von Amiden der Formel I gemmai3 dem Anspruch 15 als Inhibitoren von Cysteinproteasen.
12. Verwendung nach Anspruch 6 als Inhibitoren von Cysteinprotea sen wie Calpaine und Cathepsine, insbesondere Calpaine I und II und Cathepsine B und L.
13. Verwendung von Amiden der Formel I gemäß dem Anspruch 15 zur Herstellung als Arzneimittel zur Behandlung von Krankheiten, bei denen erhöhte CalpainAktivitäten auftreten.
14. Verwendung der Amiden der Formel I gemäß dem Anspruch 15 zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von neuro degenerativen Krankheiten und neuronalen Schädigungen.
15. Verwendung nach Anspruch 9 zur Behandlung von solchen neuro degenerativen Krankheiten und neuronalen Schädigungen, die durch Ischämie, Trauma oder Massenblutungen ausgelöst werden.
16. Verwendung nach Anspruch 10 zur Behandlung von Hirnschlag und SchädelHirntrauma.
17. Verwendung nach Anspruch 10 zur Behandlung von Alzheimerschen Krankheit und der HuntingtonKrankheit.
18. Verwendung nach Anspruch 10 zur Behandlung von Epilepsien.
19. Verwendung der Verbindungen der Formel I gemäß dem Anspruch 15 zur Herstellung von Arzneimitteln und Behandlung von Schädigungen des Herzens nach cardialen Ischämien, Schädigun gen der Nieren nach renalen Ischämien, Skelettmuskelschädi gungen, Muskeldystrophien, Schädigungen, die durch Prolifera tion der glatten Muskelzellen entstehen, coronarer Vasospas mus, cerebraler Vasospasmus, Katarakten der Augen und Restenosis der Blutbahnen nach Angioplastie.
20. Verwendung der Amiden der Formel I gemäß dem Anspruch 15 zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von Tumoren und deren Metastasierung.
21. Verwendung der Amiden der Formel I gemäß dem Anspruch 15 zur Herstellung von Arzneimitteln zur Behandlung von Krankheiten, bei denen erhöhte Interleukin1Spiegel auftreten.
22. Verwendung der Amide gemäß Anspruch 15 zur Behandlung von immunologischen Krankheiten wie Entzündungen und rheumatische Erkrankungen.
23. Arzneimittelzubereitungen zur peroralen, parenteralen und intraperitonalen Anwendung, enthaltend pro Einzeldosis, neben den üblichen Arzneimittelhilfsstoffen, mindestens eines Amides I gemäß Anspruch 15.
Description:
NEUE HETEROCYCLISCH SUBSTITUIERTE AMIDE MIT CYSTEIN-PROTEASE HEMMENDER WIRKUNG

Beschreibung Die vorliegende Erfindung betrifft neuartige Amide, die Inhibitoren von Enzymen, insbesondere Cystein-Proteasen, wie Calpain (= Calcium dependant cysteine proteases) und dessen Isoenzyme und Cathepsine, zum Beispiel B und L, darstellen.

Calpaine stellen intracelluläre, proteolytische Enzyme aus der Gruppe der sogenannten Cystein-Proteasen dar und werden in vielen Zellen gefunden. Calpaine werden durch erhöhte Kalziumkonzentra- tion aktiviert, wobei man zwischen Calpain I oder H-Calpain, das durch H-molare Konzentrationen von Calzium-Ionen aktiviert wird, und Calpain II oder m-Calpain, das durch m-molare Konzentrationen von Kalzium-Ionen aktiviert wird, unterscheidet (P. Johnson, Int. J. Biochem. 1990,22 (8), 811-22). Heute werden noch weitere Calpain-Isoenzyme postuliert (K. Suzuki et al., Biol. Chem. Hoppe- Seyler, 1995,376 (9), 523-9).

Man vermutet, daß Calpaine in verschiedenen physiologischen Pro- zessen eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehören Spaltungen von regulatorischen Proteinen wie Protein-Kinase C, Cytoskelett-Pro- teine wie MAP 2 und Spektrin, Muskelproteine, Proteinabbau in rheumatoider Arthritis, Proteine bei der Aktivierung von Plätt- chen, Neuropeptid-Metabolismus, Proteine in der Mitose und wei- tere, die in. M. J. Barrett et al., Life Sci. und K. K. Wang et ai., Trends in Pharmacol. Sci., aufge- führt sind.

Bei verschiedenen pathophysiologischen Prozessen wurden erhöhte Calpain-Spiegel gemessen, zum Beispiel : Ischämien des Herzens (z. B. Herzinfarkt), der Niere oder des Zentralnervensystems (z. B.

"Stroke"), Entzündungen, Muskeldystrophien, Katarakten der Augen, Verletzungen des Zentralnervensystems (z. B. Trauma), Alzheimer Krankheit usw. (siehe K. K. Wang, oben). Man vermutet einen Zusam- menhang dieser Krankheiten mit erhöhten und anhaltenden intrazel- lulären Kalziumspiegeln. Dadurch werden Kalzium-abhängige Pro- zesse überaktiviert und unterliegen nicht mehr der physiologi- schen Regelung. Dementsprechend kann eine Überaktivierung von Calpainen auch pathophysiologische Prozesse auslösen.

Daher wurde postuliert, daß Inhibitoren der Calpain-Enzyme für die Behandlung dieser Krankheiten nützlich sein können. Verschie- dene Untersuchungen bestätigen dies. So haben Seung-Chyul Hong et

al., Stroke 1994,25 (3), 663-9 und R. T. Bartus et al., Neurologi- cal Res. 1995,17,249-58 eine neuroprotektive Wirkung von Cal- pain-Inhibitoren in akuten neurodegenerativen Störungen oder Ischämien, wie sie nach Hirnschlag auftreten, gezeigt. Ebenso nach experimentellen Gehirntraumata verbesserten Calpain-Inhibi- toren die Erholung der auftretenden Gedächtnisleistungsdefizite und neuromotorischen Störungen (K. E. Saatman et al. Proc. Natl.

Acad. Sci. TJSA, C. L. Edelstein et al., Proc. Nat'. Acad. Sci. USA, fand eine protektive Wirkung von Calpain-Inhibitoren auf durch Hypoxie geschädigten Nieren. Yoshida, Ken Ischi et al., Jap. Circ. J. 1995,59 (1J, 40-8, konnten günstige Effekte von Calpain-Inhibitoren nach cardialen Schädigungen aufzeigen, die durch Ischämie oder Reperfusion erzeugt wurden. Da Calpain-Inhibitoren die Freisetzung von dem -AP4-ProXein hemmen, wurde eine potentielle Anwendung als Thera- peutikum der Alzheimer Krankheit vorgeschlagen (J. Higaki et al., Neuron, 1995, 14,651-59). Die Freisetzung von Interleukin-la wird ebenfalls durch Calpain-Inhibitoren gehemmt (N. Watanabe et al., Cyto : ine 1994,6 (6), 597-601). Weiterhin wurde gefunden, daß Calpain-I.-mibitoren cytotoxische Effekte an Tumorzellen zeigen (E. Shiba et al. 20th Meeting Int. Ass. Breast Cancer Res., Sendai Jp, 1994,25.-28. Sept., Int. J. Oncol. 5 (Suppl.), 1994,381).

Weitere mögliche Anwendungen von Calpain-Inhibitoren sind in K. K. Wang, Trends in Pharmacol. Sci., 1994, 15,412-8, aufgeführt.

Calpain-I--. ibitoren sind in der Literatur bereits beschrieben worden. Überwiegend sind dies jedoch entweder irreversible oder peptidische Inhibitoren. Irreversible Inhibitoren sind in der Regel alkylierende Substanzen und haben den Nachteil, daß sie im Organismus unselektiv reagieren oder instabil sind. So zeigen diese Inhibitoren oft unerwünschte Nebeneffekte, wie Toxizität, und sind danach in der Anwendung eingeschränkt oder nicht brauch- bar. Zu den irreveriblen Inhibitoren kann man zum Beispiel die Epoxide E 64 (E. B. McGowan et al., Biochem. Biophys. Res. Commun. a-Halogenketone (H. Angliker et al., J. Med. Chem. 1992,35,216-20) oder Disulfide (R. Matsueda et al., Chem. Let_. 1990,191-194) zählen.

Viele bekannte reversible Inhibitoren von Cystein-Proteasen wie Calpain stellen peptidische Aldehyde dar, insbesondere dipeptidische und tripepidische Aldehyde wie zum Beispiel Z-Val- Phe-H (MDL 28170) (S. Mehdi, Tends in Biol. Sci. 1991,16,150-3).

Unter physiologischen Bedingungen haben peptidische Aldehyde den Nachteil, daß sie auf Grund der großen Reaktivität häufig insta-

bil sind, schnell metabolisiert werden können und zu unspezifi- schen Reaktionen neigen, die die Ursache von toxischen Effekten sein können (J. A. Fehrentz und B. Castro, Synthesis 1983,676-78.

In JP 08183771 (CA 1996,605307) und in EP 520336 sind Aldehyde, die sich von 4-Piperidinoylamide und l-Carbonyl-piperidino-4-yla- mide amble- : en als Calpain-Inhibitoren beschrieben worden. Jedoch sind die hier beanspruchten Aldehyde, die sich von heteroaroma- tisch substituierten Amiden der allgemeinen Struktur I ableiten bisher noch beschrieben worden.

Peptidisc-e Keton-Derivate sind ebenfalls Inhibitoren von Cy- stein-Pro_easen, insbesondere Calpaine. So sind zum Beispiel bei Serin-Pro-easen Keton-Derivate als Inhibitoren bekannt, wobei die Keto-Gruppe von einer elektronenziehenden Gruppe wie CF3 aktiviert wird. Be-Cystein-Proteasen sind Derivate mit durch CF3 oder ähr- lichen Gruppen aktivierte Ketone wenig oder nicht wirksam (M. R. Ange-astre et al., J. Med. Chem. 1990,33,11-13). Uberrascher- derweise. onnten bei Calpain bisher nur Keton-Derivate, bei denen einerseits a-ständige Abgangsgruppen eine irreversible Hemmung verursachen und andererseits ein Carbonsäure-Derivat die Keto- Gruppe aktiviert, als wirksame Inhibitoren gefunden werden (siehe M. R. Angezstro et al., siehe oben ; WO 92/11850 ; WO 92,12140 ; WO 94/00095 und WO 95/00535). Jedoch sind von diesen Ketoamiden und Ketoeste-bisher nur peptidische Derivate als wirksam beschrie- ben worden (Zhaozhao Li et al., J. Med. Chem. ; S. L. Harbenson et al., J. Med. Chem. 1994,37,2918-29 und siehe oben M. R. Angelastro et al.).

Ketobenz=-. ide sind bereits in der Literatur bekannt. So wurde der Ketoeste-PhCO-Abu-COOCH2CH3 in WO 91/09801, WO 94/00095 und 92/11850 beschrieben. Das analoge Phenyl-Derivat Ph- CONH-CH (Ci2Ph)-CO-COCOOCH3 wurde in M. R. Angelastro et al., J. Med. Chem. 1990,33,11-13 als jedoch nur schwacher Calpain-Inhi- bitor gefunden. Dieses Derivat ist auch in J. P. Burkhardt, Tetra- hedron Lest., 1988,3433-36 beschrieben. Die Bedeutung der sub- stituierten Benzamide ist jedoch bisher nie untersucht worden.

In einer Reihe von Therapien wie Schlaganfall werden die Wirk- stoffe-_ravenös zum Beispiel als Infusionslösung appliziert.

Dazu is-es notwendig, Substanzen, hier Calpain-Inhibitoren, zur Verfügung zu haben, die ausreichende Wasserlöslichkeit aufweiser, so daß eine Infusionslösung hergestellt werden kann. Viele der beschriebenen Calpain-Inhibitoren haben jedoch den Nachteil, daß sie nur geringe oder keine Wasserlöslichkeit zeigen und somit nicht für eine intravenöse Applikation in Frage kommen. Derartige Wirkstoffe können nur mit Hilfsstoffen, die die Wasserlöslichkeit vermittein sollen, appliziert werden (vgl. R.T. Bartus et al.

Cereb. Blood Flow Metab. Diese Hilfsstoffe, zum Beispiel Polyethylenglykol, haben aber häufig Begleiteffekte oder sind sogar unverträglich. Ein nicht-peptidischer Calpain-In- hibitor, der also ohne Hilfsstoffe wasserlöslich ist, hätte somit einen großen Vorteil. Ein solcher Inhibitor ist bisher nicht beschrieben worden und wäre damit neu.

In der vorliegenden Erfindung wurden substituierte nicht-peptidi- sche Aldehyde, Ketocarbonsäureester und Ketoamid-Derivate be- schrieben. Diese Verbindungen sind neu und zeigen überraschender- weise die Möglichkeit auf, durch Einbau von rigiden strukturellen Fragmenten potente nicht-peptidische Inhibitoren von Cystein-Pro- teasen, wie z. B. Calpain, zu erhalten. Weiterhin sind bei den vorliegenden Verbindungen der allgemeinen Formel I, die alle min- destens ein aliphatischen Amin-Rest tragen Salz-Bindungen mit Säuren möglich. Eine Vielzahl dieser Substanzen zeigen als 0.5 % ige Lösung Wasserlöslichkeit bei pH 0 4-5 und damit zeigen sie das gewünschte Profil für eine intravenöse Applikation, wie sie zum Beispiel bei der Schlaganfall-Therapie erforderlich ist.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind Amide der allgemeinen Formel I und ihre tautomeren und isomeren Formen, möglichen enantiomeren und diastereomeren Formen, sowie mögliche physiologisch verträg- liche Salze, worin die Variable folgende Bedeutung haben : R1 Wasserstoff, Cl-C6-Alkyl, verzweigt und unverzweigt, Phenyl, Naphthyl, Chinolinyl, Pyridyl, Pyrimidyl, Pyrazyl, Pyridazyl, Chinazolyl, Chinoxalyl, Thienyl, Benzothienyl, Benzofuranyl, Furanyl, und Indolyl bedeuten kann, wobei die Ringe noch mit zu bis 3 Resten R6 substituiert sein können, und R2 Wasserstoff, Cl-C6-Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, O-Cl-C6-Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, C2-C6-Alkenyl, C2-C6-Alkinyl, Cl-C6-Alkyl-Phenyl, C2-C6-Alkenyl-Phenyl, C2-C6-Alkinyl-Phenyl, OH, C1, F, Br, J, CF3, N02, NH2, CN, COOH, COO-Cl-C4-Alkyl, NHCO-Cl-C4-Alkyl, NHCO-Phenyl, CONHR9, NHSO2-Cl-C4-Alkyl, NHS02-Phenyl, S02-Cl-C4-Alkyl und S02-Phenyl bedeuten und R3 NR7R8 oder einen Ring darstellen kann wie

R4-Cl-C6-Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Phenyl-, Pyridyl-oder Naphthyl-Ring tragen kann, der seiner- seits mit maximal zwei Resten R6 substituiert ist, und R5 Wasserstoff, COOR11 und CO-Z bedeutet, worin Z NR12Rl3 und bedeutet und R6 Wasserstoff, Cl-C4-Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, -O-Cl-C4-Alkyl, OH, Cl, F, Br, J, CF3, NO2, NH2, CN, COOH, COO-Cl-C4-Alkyl,-NHCO-Cl-C4-Alkyl,-NHCO-Phenyl, -NHSO2-Cl-C4-Alkyl,-NHSO2-Phenyl,-SO2-Cl-C4-Alkyl und und-SO2_Phenylbedeutet R7 Wasserstoff, Cl-C6-Alkyl, geradlinig oder verzweigt, bedeutet und das mit einem Phenylring substituiert kann, der selbst noch mit einem oder zwei Resten R10 substituiert sein kann, und R8 Wasserstoff, Cl-C6-Alkyl, geradlinig oder verzweigt, bedeutet und das mit einem Phenylring substituiert kann, der selbst noch mit einem oder zwei Resten R10 substituiert sein kann, und R9 Wasserstoff, Cl-C6-Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch einen Substituenten R16 tragen kann, Phenyl, Pyridyl, Pyrimidyl, Pyridazyl, Pyrazinyl, Pyrazyl, Naphthyl, Chinolinyl, Imidazolyl, das noch einen oder zwei Substituenten R14 tragen kann, und R10 Wasserstoff, Cl-C4-Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, -O-Cl-C4-Alkyl, OH Cl, F, Br, J, CF3, NOz, NH2, CN, COOH, -NHCO-Phenyl,COO-C1-C4-Alkyl,-NHCO-C1-C4-Alkyl, -NHS02-Cl-C4-Alkyl,-NHSO2-Phenyl,-SO2-Cl-C4-Alkyl und kann-SO2-Phenylbedeuten

Rll Wasserstoff, Cl-C6-Alkyl, geradlinig oder verzweigt, bedeutet und das mit einem Phenylring substituiert kann, der selbst noch mit einem oder zwei Resten R10 substituiert sein kann, und R12 Wasserstoff, Cl-C6-Alkyl, verzweigt und unverzweigt, bedeutet, und R13 Wasserstoff, Cl-C6-Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, das noch mit einem Phenylring, der noch einen Rest R10 tragen kann, und mit substituiert sein kann bedeutet, und R14 Wasserstoff, Cl-C6-Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, O-Cl-C6-Alkyl, verzweigt oder unverzweigt, OH, Cl, F, Br, J, CF3, N02, NH2, CN, COOH, COO-Cl-C4-Alkyl bedeutet oder zwei Reste R14 eine Brücke OC (RI5) 20 darstellen kann und R15 Wasserstoff, Cl-C6-Alkyl, verzweigt und unverzweigt, bedeutet und R16 ein Phenyl-, Pyridyl-, Pyrimidyl-, Pyridazyl-, Pyrazinyl-, Pyrazyl-, Pyrrolyl-, Naphthyl-, Chinolinyl-, Imidazolyl-Ring sein kann, der noch einen oder zwei Substituenten R6 tragen kann, und -(CH2)m-O-(CH2)o-,-(CH2)o-S-(CH2)m-,-(CH2)oA-(CH2)m-, -SO2-(CH2)m-,-CH=CH-,-C#C-,-SO(CH2)m-,-(CH2)o -(CH2)m-NHCO-(CH2)o-,-(CH2)m-CO-CH=CH-,-(CH2)o-CO-(CH2)m-, <BR> <BR> -CONH- (CH2) o-,- (CH2) m-NHS02- (CH2) o-,-NH-CO-CH=CH-,- (CH2) m<BR> <BR> <BR> <BR> -S02NH- (CH2) o-,-CH=CH-CONH-und bedeutet, auchR1-Azusammen bedeuten und

B Phenyl, Pyridin, Pyrimidin, Pyrazin, Imidazol und Thiazol be- deutet und x 1,2 oder 3 und n eine Zahl 0,1 oder 2 bedeutet, und m, ounabhängig voneinander eine Zahl 3 oder 4 bedeutet.

Die Verbindungen der Formel I können als Racemate, als enantio- merenreine Verbindungen oder als Diastereomere eingesetzt werden.

Werden enantiomerereine Verbindungen gewünscht, kann man diese beispielsweise dadurch erhalten, daß man mit einer geeigneten optisch aktiven Base oder Saure eine klassische Racematspaltung mit den Verbindungen der Formel I oder ihren Zwischenprodukten durchführt. Andererseits können die enantiomeren Verbindungen ebenfalls durch Einsatz von kommerziell erwerbbaren Verbindungen, zum Beispiel optisch aktiven Aminosäuren wie Phenylalanin, Tryp- tophan und Tyrosin, hergestellt werden.

Gegenstand der Erfindung sind auch zu Verbindungen der Formel I mesomere oder tautomere Verbindungen, beispielsweise solche, bei denen die Aldehyd-oder Ketogruppe der Formel I als Enol-Tautome- res vorliegt.

Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind die physiologisch ver- träglichen Salze der Verbindungen I, die sich durch Umsatz von Verbindungen I mit einer geeigneten Saure oder Base erhalten las- sen. Geeignete Säuren und Basen sind zum Beispiel in Fortschritte der Arzneimittelforschung, 1966, Birkhäuser Verlag, Bd. 10, S.

224-285, aufgelistet. Dazu zählen zum Beispiel Salzsäure, Citronensäure, Weinsäure, Milchsäure, Phosphorsäure, Methan- sulfonsäure, Essigsäure, Ameisensäure, Maleinsäure, Fumarsäure usw. bzw. Natriumhydroxid, Lithiumhydroxid,. Kaliumhydroxid und Tris.

Die Herstellung der erfindungsgemäßen Amide I kann auf verschie- denen Wegen erfolgen, die im Syntheseschema skizziert wurde.

Syntheseschema Heterocyclische Karbonsäuren II werden mit geeigneten Amino- alkoholen III zu den entsprechenden Amiden IV verknüpft. Dabei benutzt man übliche Peptid-Kupplungs-Methoden, die entweder im C. R. Larock, Comprehensive Organic Transformations, VCH Publisher, 1989, Seite 972f. oder im Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, 4. Aufl., E5, Kap. V aufgeführt sind. Bevorzugt arbeitet

man mit"aktivierten"Säurederivaten von I-, wobei die Saure- gruppe COOH in eine Gruppe COL überführt wird. L stellt eine Abgangsgruppe wie zum Beispiel Cl, Imidazol und N-Hydroxybenzo- triazol dar. Diese aktivierte Saure wird anschließend mit Aminen zu den Amiden IV umgesetzt. Die Reaktion erfolgt in wasserfreien, inerten Lösungsmitteln wie Methylenchlorid, Tetrahydrofuran und Dimethylformamid bei Temperaturen von-20 bis +25°C.

Diese Alkohol-Derivate IV können zu den erfindungsgemäßen Alde- hyd-Derivaten I oxidiert werden. Dafür kann man verschiedene übliche Oxidationsreaktionen (siehe C. R. Larock, Comprehensive Organic Transformations, VCH Publisher, 1989, Seite 604 f.) wie zum Beispiel Swern-und Swern-analoge Oxidationen (T. T. Tidwell, Synthesis 1990,857-70), Natriumhypochlorid/TEMPO (S. L. Harbenson et al., siehe oben) oder Dess-Martin (J. Org. Chem. 1983,48,4155) benutzen. Bevorzugt arbeitet man hier in inerten aprotischen Lö- sungsmitteln wie Dimethylformamid, Tetrahydrofuran oder Methylen- chorid mit Oxidationsmitteln wie DMSO/py x S03 oder DMSO/Oxalyl- chorid bei Temperaturen von-50 bis +25°C, je nach Methode (siehe obige Literatur).

Alternativ kann man die Karbonsäure II mit Aminohydroxamsäure- Derivate VI zu Benzamiden VII umsetzten. Dabei bedient man sich der gleichen Reaktionsführung wie bei der Darstellung von IV. Die Hydroxam-Derivate VI sind aus den geschützten Aminosäuren V durch Umsatz mit einem Hydroxylamin erhältlich. Dabei benutzt auch hier ein bereits beschriebenes Amidherstellungsverfahren. Die Abspal- tung der Schutzgruppe X, zum Beispiel Boc, erfolgt in üblicher- weise, zum Beispiel mit Trifluoressigsäure. Die so erhaltenen Amid-hydroxamsäuren VII können durch Reduktion in die erfindungs- gemäßen Aldehyde I umgewandelt werden. Dabei benutzt man zum Bei- spiel Lithiumaluminiumhydrid als Reduktionsmittel bei Temperatu- ren von-60 bis 0°C in inerten Lösungsmitteln wie Tetrahydrofuran oder Ether.

Analog zum letzten Verfahren kann man auch Karbonsäuren oder Säu- re-Derivate, wie Ester IX (Y = COOR', COSR') herstellen, die ebenfalls durch Reduktion in die erfindungsgemäßen Aldehyde I überführt werden können. Diese Verfahren sind in R. C. Larock, Comprehensive Organic Transformations, VCH Publisher, 1989, Seite 619-26 aufgelistet.

Die Herstellung der erfindungsgemäßen heterozyklisch substituier- ten Amide I, eine Ketoamid-oder Ketoester-gruppe tragen, kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, die in den Syntheseschemata 2 und 3 skizziert wurden.

Gegebenenfalls werden die Karbonsäureester IIa mit Säuren oder Basen wie Lithiumhydroxid, Natriumhydroxid oder Kaliumhydroxid in wäßrigen Medium oder in Gemischen aus Wasser und organischen Lö- sungsmitteln wie Alkohole oder Tetrahydrofuran bei Raumtemperatur oder erhöhten Temperaturen, wie 25-100°C, in die Säuren II über- führt.

Diese Säuren II werden mit einem a-Aminosäure-Derivat ver- knupft, wobei man übliche Bedingungen benutzt, die zum Beispiel im Houben-Weyl, Methoden der organischen Chemie, 4. Aufl., E5, Kap.

V, und C. R. Larock, Comprehensive Organic Transformations, VCH Pu- blisher, 1989, Ch. 9 aufgelistet sind.

Zum Beispiel werden die Carbonsäuren II in die"aktivierten"Säu- re-Derivate IIb =Y-COL überführt, wobei L eine Abgangsgruppe wie Cl, Imidazol und N-Hydroxybenzotriazol darstellt und anschließend durch Zugabe von einem Aminosäure-Derivat H2N-CH (R3)-COOR in das Derivat XI überführt. Diese Reaktion erfolgt in wasserfreien, in- erten Lösungsmitteln wie Methylenchlorid, Tetrahydrofuran und Dimethylformamid bei Temperaturen von-20 bis +25°C.

Schema 1 C=RHCh- Die Derivate XI, die in der Regel Ester darstellen, werden analog der oben beschriebenen Hydrolyse in die Ketokarbonsäuren XII überführt. In einer Dakin-West analogen Reaktion werden die Keto- ester I'hergestellt, wobei nach einer Methode von ZhaoZhao Li et

al.. J. Med. Chem., gearbeitet wird. Dabei werden eine Karbonsäuren wie XII bei erhöhter Temperatur (50-100°C) in Lösungsmitteln, wie zum Beispiel Tetrahydrofuran, mit Oxalsäure- monoesterchlorid umgesetzt und anschließend das so erhaltene Produkt mit Basen wie Natriumethanolat in Ethanol bei Temperatu- ren von 25-80°C zum erfindungsgemäßen Ketoester I'umgesetzt. Die Ketoester I'können, wie oben beschrieben, zum Beispiel zu erfindungsgemäßen Ketocarbonsäuren hydrolysiert werden.

Die Umsetzung zu Ketobenzamiden I'erfolgt ebenfalls analog der Methode von ZhaoZhao Li et al. (s. oben). Die Ketogruppe in I'wird durch Zugabe von 1,2-Ethandithiol unter Lewissäure-Katalyse, wie zum Beispiel Bortrifluoridetherat, in inerten Lösungsmitteln, wie Methylenchlorid, bei Raumtemperatur geschützt, wobei ein Dithian anfällt. Diese Derivate werden mit Aminen R3-H in polaren Lösungs- mitteln, wie Alkohole, bei Temperaturen von 0-80°C umgesetzt, wobei die Ketoamide I (R4 =Z oder NR7R8) anfallen.

Schema 2 R4 R4 \ Q (RZn \ (R2) n ° R4 (R2) n R4 R 2 R-A/\ O Il xm 0 0 (XO-Alkyl) Ru R" \ $-CONH COOH RI-A-""/ 0 C XIV R4 (R2), R4 Oxidation (R2) | O Oxidetion -CONH 'B-CONH RS-A Rs '° r C I' XV C=R3- (CH,),- Eine alternative Methode ist im Schema 2 dargestellt. Die Keto- karbonsäuren II werden mit Aminohydroxykarbonsäure-Derivaten XIII (Herstellung von XIII siehe S. L. Harbenson et al., J. Med. Chem.

1994,37,2918-29 oder J. P. Burkhardt et al. Tetrahedron Let.

1988,29,3433-3436) unter üblichen Peptid-Kupplungs-Methoden (siehe oben, Houben-Weyl) umgesetzt, wobei Amide XIV anfallen.

Diese Alkohol-Derivate XIV können zu den erfindungsgemäßen Keto- karbonsäure-Derivaten I oxidiert werden. Dafür kann man ver- schiedene übliche Oxidationsreaktionen (siehe C. R. Larock, Comprehensive Organic Transformations, VCH Publisher, Seite 604 f.) wie zum Beispiel Swern-und Swern-analoge Oxidationen, bevor- zugt Dimethylsulfoxid/Pyridin-Schwefeltrioxid-Komplex in Lösungsmitteln wie Methylenchorid oder Tetrahydrofuran, gegebe- nenfalls unter Zusatz von Dimethylsulfoxid, bei Raumtemperatur oder Temperaturen von-50 bis 25°C, (T. T. Tidwell, Synthesis 1990, 857-70) oder Natriumhypochlorid/TEMPO (S. L. Harbenson et al., siehe oben), benutzen.

Wenn XIV a-Hydroxyester darstellen (X = O-Alkyl), können diese zu Karbonsäuren XV hydrolysiert werden, wobei analog zu den obigen Methoden gearbeitet wird, bevorzugt aber mit Lithium- hydroxid in Wasser/Tetrahydrofuran-Gemischen bei Raumtemperatur.

Die Herstellung von anderen Estern oder Amiden XVI erfolgt durch Umsetzung mit Alkoholen oder Aminen unter bereits beschriebenen Kupplungsbedingungen. Das Alkohol-Derivat XVI kann erneut zu erfindungsgemäSen Ketokarbonsäure-Derivaten I oxidiert werden.

Die Herstellung der Karbonsäureester II sind teilweise bereits beschrieben worden oder erfolgt entsprechend üblicher chemischen Methoden.

Verbindungen, bei denen X eine Bindung darstellt, werden durch übliche aromatische Kupplung, zum Beispiel die Suzuki-Kupplung mit Borsäure-Derivaten und Halogenide unter Palladiumkatalyse oder Kupferkatalytische Kupplung von aromatischen Halogeniden, hergestellt. Die Alkyl-überbrückten Reste (X=-(CH2) m-) können durch Reduktion der analogen Ketone oder durch Alkylierung der Organolithium, z. B. ortho-Phenyloxazolidine, oder anderer Organometallverbindungen hergestellt werden (vgl. I. M. Dordor, et al., J. Chem. Soc. Perkin Trans. I, 1984,1247-52).

Ether-überbrückte Derivate werden durch Alkylierung der entspre- chenden Alkohole oder Phenole mit Halogeniden hergestellt.

Die Sulfoxide und Sulfone sind durch Oxidation der entsprechenden Thioether zugänglich.

Alken-und Alkin-überbrückte Verbindungen werden zum Beispiel durch Heck-Reaktion aus aromatischen Halogeniden und entsprechen- den Alkenen und Alkinen hergestellt (vgl. I. Sakamoto et al., Chem. Pharm. Bull., 1986,34,2754-59).

Die Chalkone entstehen durch Kondensation aus Acetophenonen mit Aldehyden und können gegebenenfalls durch Hydrierung in die analogen Alkyl-Derivate überführt werden..

Amide und Sulfonamide werden analog den oben beschriebenen Metho- den aus den Aminen und Säure-Derivaten hergestellt.

Die Dialkylaminoalkylsubstituenten werden durch reduktive Aminierung der Aldehydderivate mit den entsprechenden Aminen in Gegenwart von Borhydriden, wie BH3-Pyridin-Komplex oder oder NaBH3CN erhalten (A : F : Abdel-Magid, C : A : Maryanoff, K. G. Carson, Tetrahedron Lett. 10990,31,5595 ; A. E : Moormann, Synth. Commun.

1993,23,789).

Die in der vorliegenden Erfindung enthaltenen heterozyklisch substituierte Amide I stellen Inhibitoren von Cystein-Proteasen dar, insbesondere Cystein-Proteasen wie die Calpaine I und II und Cathepsine B bzw. L.

Die inhibitorische Wirkung der heterozyklisch substituierte Amide I wurde mit in der Literatur üblichen Enzymtests ermittelt, wobei als Wirkmaßstab eine Konzentration des Inhibitors ermittelt wurde, bei der 50% der Enzymaktivität gehemmt wird (= ICS0). Die Amide I wurden in dieser Weise auf Hemmwirkung von Calpain I, Calpain II und Cathepsin B gemessen.

Cathepsin B-Test Die Cathepsin B-Hemmung wurde analog einer Methode von S. Hasnain et al., J. Biol. Chem. bestimmt.

Zu 88RL Cathepsin B (Cathepsin B aus menschlicher Leber (Calbio- chem), verdünnt auf 5 Units in 500pM Puffer) werden 2gL einer Inhibitor-Lösung, hergestellt aus Inhibitor und DMSO (Endkonzen- trationen : 100au bis 0, OlpM). Dieser Ansatz wird für 60 Minuten bei Raumtemperatur (25°C) vorinkubiert und anschließend die Reak- tion durch Zugabe von 10RL lOmM Z-Arg-Arg-pNA (in Puffer mit 10% DMSO) gestartet. Die Reaktion wird 30 Minuten bei 405nM im Mikro- titerplattenreader verfolgt. Aus den maximalen Steigungen werden anschließend die IC50's bestimmt.

Calpain I und II Test Die Testung der inhibitorischen Eigenschaften von Calpain-Inhibi- toren erfolgt in Puffer mit 50 mM Tris-HCl, pH 7,5 ; 0,1 M NaCl ; 1 mM Dithiotreithol ; 0,11 mM Ca C12, wobei das fluorogene Calpain- substrats Suc-Leu-Tyr-AMC (25 mM gelöst in DMSO, Bachem/Schweiz) verwendet wird. Humanes -Calpain wird aus Erythrozyten isoliert und nach mehren chromatographischen Schritten (DEAE-Sepharose, Phenyl-Sepharose, Superdex 200 und Blue-Sepharose) erhält man Enzym mit einer Reinheit >95%, beurteilt nach SDS-PAGE, Western Blot Analyse und N-terminaler Sequenzierung. Die Fluoreszenz des Spaltproduktes 7-Amino-4-methylcoumarin (AMC) wird in einem Spex- Fluorolog Fluorimeter bei Xex = 380 nm und Xem = 460 nm verfolgt.

In einem Meßbereich von 60 min. ist die Spaltung des Substrats linear und die autokatalytische Aktivität von Calpain gering, wenn die Versuche bei Temperaturen von 12° C durchgeführt werden.

Die Inhibitoren und das Calpainsubstrat werden in den Versuch- sansatz als DMSO-Lösungen gegeben,, wobei DMSO in der Endkonzen- tration 2% nicht überschreiten soll.

In einem Versuchsansatz werden 10 1 Substrat (25011M final) und anschließend 10 R1 an W-Calpain (2Rg/ml final, d. h. 18 nM) in eine 1 ml Küvette gegeben, die Puffer enthält. Die Calpain-vermittelte Spaltung des Substrats wird für 15-20 min. gemessen. Anschlie- ßend Zugabe von 10 Rl Inhibitor (50-100 pM Lösung in DMSO) und Messung der Inhibition der Spaltung für weitere 40 min.

Ki-Werte werden nach der klassischen Gleichung für reversible Hemmung bestimmt : (Methods in Enzymology, Ki = I/ (v0/vi)-1 ; wobei I= Inhibitorkonzentration, v0 = Anfangsgeschwindigkeit vor Zugabe des Inhibitors ; vi = Reaktions- geschwindigkeit im Gleichgewicht.

Die Geschwindigkeit wird errechnet aus v = Freisetzung AMC/Zeit d. h. Höhe/Zeit.

Calpain ist eine intrazelluläre Cysteinprotease. Calpain-Inhibi- toren müssen die Zellmembran passieren, um den Abbau von intra- zellulären Proteinen durch Calpain zu verhindern. Einige bekannte Calpain-Inhibitoren, wie zum Beispiel E 64 und Leupeptin, über- winden die Zellmembranen nur schlecht und zeigen dementsprechend, obwohl sie gute Calpain-Inhibitoren darstellen, nur schlechte Wirkung an Zellen. Ziel ist es, Verbindungen mit besser Membran-

gängigkeit zu finden. Als Nachweis der Membrangängigkeit von Cal- pain-Inhibitoren benutzen wir humane Plättchen.

Calpain-vermittelter Abbau der Tyrosinkinase pp60src in Plättchen Nach der Aktivierung von Plättchen wird die Tyrosinkinase pp60src durch Calpain gespalten. Dies wurde von Oda et al. in J. Biol.

Chem., 1993, Vol 268,12603-12608 eingehend untersucht. Hierbei wurde gezeigt, daß die Spaltung von pp60src durch Calpeptin, einen Inhibitor für Calpain, verhindert werden kann. In Anlehnung an diese Publikation wurde die zellulare Effektivität unserer Substanzen getestet. Frisches humanes, mit Zitrat versetztes Blut wurde 15 min. bei 200g zentrifugiert. Das Plättchen-reiche Plasma wurde gepoolt und mit Plättchenpuffer 1 : 1 verdünnt (Plättchenpuf- fer : 68 mM NaCl, 2,7 mM KC1,0,5 mM MgCl2 x 6 H20,0,24 mM NaH2PO4 x H20,12 mM NaHCO3,5,6 mM Glukose, 1 mM EDTA, pH 7,4). Nach einem Zentrifugations-und Waschschritt mit Plättchenpuffer wurden die Plättchen auf 107Zellen/ml eingestellt. Die Isolierung der hu- manen Plättchen erfolgte bei RT.

Im Testansatz wurden isolierte Plättchen (2 x 106) mit unter- schiedlichen Konzentrationen an Inhibitoren (gelöst in DMSO) für 5 min. bei 37°C vorinkubiert. Anschließend erfolgte die Aktivie- rung der Plättchen mit 1RM Ionophor A23187 und 5 mM CaCl2. Nach 5 min. Inkubation wurden die Plättchen kurz bei 13000 rpm zentrifu- giert und das Pellet in SDS-Probenpuffer aufgenommen (SDS-Proben- puffer : 20 mM Tris-HCl, 5 mM EDTA, 5 mM EGTA, 1 mM DTT, 0,5 mM PMSF, 5 Rg/ml Leupeptin, 10 Rg/ml Pepstatin, 10% Glycerin und 1% SDS). Die Proteine wurden in einem 12% igen Gel aufgetrennt und pp60src und dessen 52-kDa und 47-kDa Spaltprodukte durch Western- Blotting identifiziert. Der verwendete polyklonale Kaninchen-An- tikörper Anti-Cys-src (pp60C-src) wurde von der Firma Biomol Fein- chemikalien (Hamburg) erworben. Dieser primäre Antikörper wurde mit einem HRP-gekoppelten zweiten Antikörper aus der Ziege (Boehringer Mannheim, FRG) nachgewiesen. Die Durchführung des Western-Blotting erfolgte nach bekannten Methoden.

Die Quantifizierung der Spaltung von pp60src erfolgte densito- metrisch, wobei als Kontrollen nicht-aktivierte (Kontrolle 1 : keine Spaltung) und mit Ionophor-und Kalzium-behandelte Plätt- chen (Kontrolle 2 : entspricht 100% Spaltung) verwendet wurden.

Der ED50-Wert entspricht der Konzentration an Inhibitor bei der die Intensität der Farbreaktion um 50% reduziert wird.

Glutamat induzierter Zelltod an corticalen Neuronen

Der Test wurde, wie bei Choi D. W., Maulucci-Gedde M. A. and Kriegstein A. R.,"Glutamate neurotoxicity in cortical cell culture". J. Neurosci. 1989,7,357-368, durchgeführt.

Aus 15 Tage alten Mäuseembryos wurden die Cortexhälften präpa- riert und aie Einzelzellen enzymatisch (Trypsin) gewonnen. Diese Zellen (Glia und corticale Neuronen) werden in 24 Well-Platten ausgesät. Nach drei Tagen (Laminin beschichteten Platten) oder sieben Tagen (Ornithin beschichteten Platten) wird mit FDU (5-Fluor-2-Desoxyuridine) die Mitosebehandlung durchgeführt. 15 Tage nach der Zellpräparation wird durch Zugabe von Glutamat (15 Minuten) der Zelltod ausgelöst. Nach der Glutamatentfernung werden die Calpaininhibitoren zugegeben. 24 Stunden später wird durch die Bestimmung der Lactatdehydrogenase (LDH) im Zellkultur- überstand die Zellschädigung ermittelt.

Man postuliert, daß Calpain auch eine Rolle im apoptotischen Zelltod spielt (M. K. T. Squier et al. J. Cell. Physiol. 1994,159, 229-237 ; T. Patel et al. Faseb Journal 1996,590,587-597). Des- halb wurde in einem weiteren Modell in einer humanen Zellinie der Zelltod mit Kalzium in Gegenwart eines Kalziumionophors ausge- löst. Calpain-Inhibitoren müssen in die Zelle gelangen und dort Calpain hemmen, um den ausgelösten Zelltod zu verhindern.

Kalzium-vermittelter Zelltod in NT2 Zellen In der humanen Zellinie NT2 läßt sich durch Kalzium in Gegenwart des Ionophors A 23187 der Zelltod auslösen. 105 Zellen/well wurden in Mikrotiterplatten 20 Stunden vor dem Versuch ausplattiert.

Nach diesem Zeitraum wurden die Zellen mit verschiedenen Konzen- trationen an Inhibitoren in Gegenwart von 2,5 MM Ionophor und 5 mM Kalzium inkubiert. Dem Reaktionsansatz wurden nach 5 Stunden 0,05 ml XTT (Cell Proliferation Kit II, Boehringer Mannnheim) hinzugegeben. Die optische Dichte wird ungefähr 17 Stunden spä- ter, entsprechend den Angaben des Herstellers, in dem Easy Reader EAR 400 der Firma SLT bestimmt. Die optische Dichte, bei der die Hälfte der Zellen abgestorben sind, errechnet sich aus den beiden Kontrollen mit Zellen ohne Inhibitoren, die in Abwesenheit und Gegenwart von Ionophor inkubiert wurden.

Bei einer Reihe von neurologischen Krankheiten oder psychischen Störungen treten erhöhte Glutamat-Aktivitäten auf, die zu Zustän- den von Übererregungen oder toxischen Effekten im zentralen Ner- vensystem (ZNS) führen. Glutamat vermittelt seine Effekte über verschiedene Rezeptoren. Zwei von diesen Rezeptoren werden nach den spezifischen Agonisten NMDA-Rezeptor und AMPA-Rezeptor klas- sifiziert. Antagonisten gegen diese Glutamat vermittelten Effekte

können somit zur Behandlung dieser Krankheiten eingesetzt werden, insbesondere zur therepeutischen Anwendung gegen neurodegenera- tiven Krankheiten wie Chorea Huntington und Parkinsonsche Krank- heit, neurotoxischen Störungen nach Hypoxie, Anoxie, Ischämie und nach Lesionen, wie sie nach Schlaganfall und Trauma auftreten, oder auch als Antiepileptika (vgl. Arzneim. Forschung 1990,40, 511-514 ; TIPS, 1990,11,334-338 ; Drugs of the Future 1989,14, 1059-1071). De Schutz gegen zerebrale Übererregung durch exzitatorische Amino- säuren (NMDA-bzw. AMPA-Antagonismus an der Maus) Durch intrazerebrale Applikation von exzitatorischen Aminosäuren EAA (Excitatory Amino Acids) wird eine so massive Übererregung induziert, daß diese in kurzer Zeit zu Krämpfen und zum Tod der Tiere (Maus) führt. Durch systemische, z. B. intraperitoneale, Gabe von zentral-wirksamen Wirkstoffen (EAA-Antagonisten) lassen sich diese Symptome hemmen. Da die excessive Aktivierung von EAA- Rezeptoren des Zentralnervensystems in der Pathogenese verschie- dener neurologischer Erkrankungen eine bedeutende Rolle spielt, kann aus dem nachgewiesenen EAA-Antagonismus in vivo auf eine mögliche therapeutische Verwendbarkeit der Substanzen gegen der- artige ZNS-Erkrankungen geschlossen werden. Als Maß für die Wirk- samkeit der Substanzen wurde ein ED50-Wert bestimmt, bei dem 50% der Tiere durch eine festgelegte Dosis von entweder NMDA oder AMPA durch die vorangegangene ip.-Gabe der Meßsubstanz symptom- frei werden.

Die heterozyklisch substituierten Amide I stellen Inhibitoren von Cystein-Derivate wie Calpain I bzw. II und Cathepsin B bzw. L dar und können somit zur Bekämpfung von Krankheiten, die mit einer erhöhten Enzymaktivität der Calpain-Enzyme oder Cathepsin-Enzyme verbunden sind, dienen. Die vorliegenden Amide I können danach zur Behandlung von neurodegenerativen Krankheiten, die nach Ischämie, Trauma, Subarachnoidal-Blutungen und Stroke auftreten, und von neurodegenerativen Krankheiten wie multipler Infarkt- Dementia, Alzheimer Krankheit, Huntington Krankheit und von Epilepsien und weiterhin zur Behandlung von Schädigungen des Herzens nach cardialen Ischämien, Schädigungen der Nieren nach renalen Ischämien, Skelettmuskelschädigungen, Muskeldystrophien, Schädigungen, die durch Proliferation der glatten Muskelzellen entstehen, coronaren Vasospasmen, cerebralen Vasospasmen, Kata- rakten der Augen, Restenosis der Blutbahnen nach Angioplastie dienen. Zudem können die Amide I bei der Chemotherapie von Tumo- ren und deren Metastasierung nützlich sein und zur Behandlung von Krankheiten, bei denen ein erhöhter Interleukin-l-Spiegel auf-

tritt, wie bei Entzündungen und rheumatischen Erkrankungen, dienen.

Die erfindungsgemäßen Arzneimittelzubereitungen enthalten neben den üblichen Arneimittelhilfstoffen eine therapeutisch wirksame Menge der Verbindungen I.

Für die lokale äußere Anwendung, zum Beispiel in Puder, Salben oder Sprays, können die Wirkstoffe in den üblichen Konzen- trationen enthalten sein. In der Regel sind die Wirkstoffe in einer Menge von 0,001 bis 1 Gew.-%, vorzugsweise 0,001 bis 0,1 Gew.-% enthalten.

Bei der inneren Anwendung werden die Präparationen in Einzeldosen verabreicht. In einer Einzeldosis werden pro kg Körpergewicht 0,1 bis 100 mg gegeben. Die Zubereitung können täglich in einer oder mehreren Dosierungen je nach Art und Schwere der Erkrankungen verabreicht werden.

Entsprechend der gewünschten Applikationsart enthalten die erfindungsgemäßen Arzneimittelzubereitungen neben dem Wirkstoff die üblichen Trägerstoffe und Verdünnungsmittel. Für die lokale äußere Anwendung können pharmazeutisch-technische Hilfsstoffe, wie Ethanol, Isopropanol, oxethyliertes Ricinusöl, oxethyliertes Hydriertes Ricinusöl, Polyacrylsäure, Polyethylenglykol, Poly- ethylenglykostearat, ethoxylierte Fettalkohole, Paraffinöl, Vase- line und Wollfett, verwendet werden. Für die innere Anwendung eignen sich zum Beispiel Milchzucker, Propylenglykol, Ethanol, Stärke, Talk und Polyvinylpyrrolidon.

Ferner können Antioxidationsmittel wie Tocopherol und butyliertes Hydroxyanisol sowie butyliertes Hydroxytoluol, geschmacks- verbessernde Zusatzstoffe, Stabilisierungs-, Emulgier-und Gleit- mittel enthalten sein.

Die neben dem Wirkstoff in der Zubereitung enthaltenen Stoffe sowie die bei der Herstellung der pharmazeutischen Zubereitungen verwendeten Stoffe sind toxikologisch unbedenklich und mit dem jeweiligen Wirkstoff verträglich. Die Herstellung der Arznei- mittelzubereitungen erfolgt in üblicher Weise, zum Beispiel durch Vermischung des Wirkstoffes mit anderen üblichen Trägerstoffen und Verdünnungsmitteln.

Die Arzneimittelzubereitungen können in verschiedenen Applikati- onsweisen verabreicht werden, zum Beispiel peroral, parenteral wie intravenös durch Infusion, subkutan, intraperitoneal und topisch. So sind Zubereitungsformen wie Tabletten, Emulsionen,

Infusions-und Injektionslösungen, Pasten, Salben, Gele, Cremes, Lotionen, Puder und Sprays möglich.

Beispiele Beispiel 1 2- ( (4-Phenylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesäure-N- (3-phenyl- propan-l-al-2-yl) amid a) 2- (4-Phenylpiperazin-1-ylmethyl) benzoesauremethylester 10.0 g 2-Chlormethylbenzoesäuremethylester, 15 g Kalium- carbonat, 8.8 g Phenylpiperazin und eine Spatelspitze 18-Krone-6 wurden in 200 ml DMF 5 h bei 100 °C erhitzt und anschließend 60 h bei Raumtemperatur gerührt. Das überschüs- sige Kaliumcarbonat wurde abfiltriert, das Filtrat wurde ein- geengt und der Rückstand zwischen Wasser und Essigester ver- teilt. Nach Trocknen der organischen Phase über Magnesium- sulfat und Einengen des Lösungsmittels fielen 16.8 g (100%) des Produkts an. b) 2- (4-Phenylpiperazin-1-ylmethyl) benzoesaure 16.8 g der Zwischenverbindung la wurden in 150 ml THF vorge- legt und mit 1.7 g LiOH in 150 ml Wasser bei Raumtemperatur versetzt. Die trübe Lösung wurde durch Zugabe von 10 ml MeOH geklärt. Die Reaktionsmischung wurde 12 h bei Raumtemperatur gerührt und mit einer äquimolaren Menge 1 M HC1 hydrolysiert.

Die Reaktionsmischung wurde bis zur Trockne eingeengt und der Rückstand in Methanol/Toluol aufgenommen. Nach Entfernen des Lösungsmittels fielen 15.2 g (86 %) des noch salzhaltigen Produkts an. c) 2- ( (4-Phenylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesäure-N- (3-phenyl- propan-1-ol-2-yl) amid 3.0 g der Zwischenverbindung 1b und 3 ml Triethylamin wurden in 50 ml DMF vorgelegt. Es wurden 5 g Natriumsulfat zugegeben und 30 min gerührt. 1.5 g Phenylalaninol, 1.4 g HOBT und 2.1 g EDC wurden nacheinander bei 0 °C zugegeben und über Nacht bei Raumtemperatur nachgerührt. Die Reaktionsmischung wurde auf destilliertes Wasser geschüttet, mit NaHC03 alkalisch ge- stellt, mit NaCl gesättigt und dreimal mit 100 ml Methylen- chlorid extrahiert. Die organischen Phasen wurden zweimal mit Wasser gewaschen und über Magnesiumsulfat getrocknet. Nach

Einengen des Lösungsmittels fielen 2.5 g (59 %) des Produkt an. d) 2- ( (4-Phenylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesäure-N- (3-phenyl- propan-l-al-2-yl) amid 2.3 g der Zwischenverbindung lc wurden in Gegenwart von 2.4 g Triethylamin in 50 ml DMSO vorgelegt und mit 2.5 g S03-Pyri- din-Komplex versetzt. Es wurde aber Nacht bei Raumtemperatur gerührt. Der Ansatz wurde auf 250 ml destilliertes Wasser geschüttet, mit NaHC03 alkalisch gestellt, mit NaCl gesät- tigt, mit 100 ml Methylenchlorid extrahiert und über Magnesiumsulfat getrocknet. Nach dem Einengen des Lösungs- mittels wurde der Rückstand in THF gelöst und mit HC1 in Dioxan das Hydrochlorid ausgefällt. Der Niederschlag wurde abgesaugt und mehrfach mit Ether gewaschen, wobei 1.9 g (71 %) des Produkts anfielen.

1H-NMR (d6-DMSO) : 8 = 2.9 (2H), 3.0-3.3 (8H), 4.1-4.5 (2H), 4.7 (1H), 6.8-7.7 (14H), 9.3 (1H), 9.8 (1H) ppm.

Beispiel 2 2- ( (4-Benzylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesaure-N- (3-phenyl- propan-l-al-2-yl) amid a) 2- ( (4-Benzylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesäuremethylester 10.0 g 2-Chlormethylbenzoesäuremethylester und 9.6 g N-Ben- zylpiperazin wurden analog Beispiel la in 200 ml DMF in Gegenwart von 15 g Kaliumcarbonat bei 100 °C umgesetzt, wobei 17.6 g (100 %) des Produkts anfielen. b) 2- ( (4-Benzylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesäure 17.5 g der Zwischenverbindung 2a in 150 ml THF wurden analog Beispiel lb mit 1.6 g LiOH in 150 ml Wasser hydrolysiert, wobei 9.1 g (54 %) des Produkts anfielen. c) 2- ( (4-Benzylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesaure-N- (3-phenyl- propan-1-ol-2-yl) amid 3.0 g der Zwischenverbindung 2b wurden analog Beispiel Ic in 60 ml DMF mit 3 ml Triethylamin, 1.5 g Phenylalaninol, 1.3 g HOBT und 2.0 g EDC versetzt, wobei 2.0 g (46 %) des Produkts anfielen.

d) 2- ( (4-Benzylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesäure-N- (3-phenyl- propan-l-al-2-yl) amid 1.5 g der Zwischenverbindung 2c wurden analog Beispiel 1d in 40 ml DMSO in Gegenwart von 2.3 ml Triethylamin mit 1.9 g SO3-Pyridin-Komplex in 20 ml DMSO oxidiert, wobei 0.4 g (21 %) des Produkts in Form des Fumarats anfielen.

1H-NMR (d6-DMSO) : 8 = 2.1-2.3 (8H), 2.9-3.0 (1H), 3.3-3.6 (6H), 4.5 (1H), 6.6 (2H), 7.1-7.7 (14H), 9.7 (1H), 10.3 (1H) ppm.

Beispiel 3 2- ( (4-Benzylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesäure-N-(l-carbamoyl-l- oxo-3-phenylpropan-2-yl) amid a) 2- ( (4-Benzylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesäu- re-N- (l-carbamoyl-l-ol-3-phenylpropan-2-yl) amid 1.5 g der Zwischenverbindung 1b wurden analog Beispiel lc in 40 ml DMF mit 0.7 ml Triethylamin, 1.0 g 3-Amino-2-hydroxy-4-phenylbuttersäureamid-Hydrochlorid, 0.6 g HOBT und 0.9 g EDC versetzt, wobei 0.8 g (38 %) des Produkts anfielen. b) 2- ( (4-Benzylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesäure-N-(l-carbamoyl- l-oxo-3-phenylpropan-2-yl) amid 0.7 g der Zwischenverbindung 3a wurden analog Beispiel 1d in 20 ml DMSO in Gegenwart von 0.8 g Triethylamin mit 0.7 g S03-Pyridin-Komplex oxidiert, wobei 0.1 g (18 %) des Produkts in Form der freien Base anfielen.

1H-NMR (d6-DMSO) : b = 2.3 (4H), 2.8-3.5 (8H), 5.3 (1H), 6.7-7.5 (16H), 7.8 (1H), 8.1 (1H), 10.3 (1H) ppm.

Beispiel 4 2- (4- ( (3-Methylphenyl) piperazin-1-yl) methyl) benzoesäure-N- (l-carbamoyl-l-oxo-3-phenylpropan-2-yl) amid a) 2- (4- ( (3-Methylphenyl) piperazin-1-yl) methyl) benzoesäure- methylester

4.0 g 2-Chlormethylbenzoesäremethylester und 4.4 g 3-Methyl- phenylpiperazin wurden in 200 ml DMF in Gegenwart von 4.5 g Kaliumcarbonat 3 h bei 140 °C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde auf Wasser geschüttet und dreimal mit Essigester extra- hiert. Die vereinigten organischen Phasen wurden dreimal mit gesättigter Kochsalzlösung gewaschen, über Magnesiumsulfat getrocknet und eingeengt, wobei 6.5 g (92 %) des Produkts anfielen. b) 2- (4- ( (3-Methylphenyl) piperazin-1-yl) methyl) benzoesäure 5.9 g des Zwischenprodukts 4a wurde in 75 ml THF gelöst und analog Beispiel 1b mit 0.9 g LiOH in 75 ml Wasser hydrolysiert, wobei 2.9 g (51 %) des Produkts anfielen. c) 2- (4- ( (3-Methylphenyl) piperazin-1-yl) methyl) benzoesäu- re-N- (l-carbamoyl-l-ol-3-phenylpropan-2-yl) amid 1.8 g der Zwischenverbindung 4b wurden analog Beispiel lc in 50 ml DMF in Gegenwart von 2.7 ml Triethylamin vorgelegt und nacheinander mit 0.8 g HOBT, 1.3 g 3-Amino-2-hydroxy-4-phe- nylbuttersäureamid-Hydrochlorid und 1.2 EDC versetzt, wobei 1.4 g (50 %) des Produkts anfielen. d) 2- (4-((3-Methylphenyl) piperazin-l-yl) methyl) benzoesäu- re-N-(l-carbamoyl-l-oxo-3-phenylpropan-2-yl)(l-carbamoyl-l-o xo-3-phenylpropan-2-yl) amid 1.2 g der Zwischenverbindung 4c wurden analog Beispiel ld in 30 ml DMSO gelöst und in Gegenwart von 1.5 ml Triethylamin mit 1.6 g SO3-Pyridin-Komplex oxidiert, wobei 1.0 g (83%) des Produkts anfielen.

MS : m/e = 484 (M+) Beispiele 5 und 6 wurden analog Beispiel 1 synthetisiert.

Beispiel 5 3- ( (4-Phenylpiperazin-1-yl) methyl) benzoesaure-N- (3-phenyl- propan-l-al-2-yl) amid-Fumarat<BR> <BR> 1H-NMR (d6-DMSO) : 8 = 2.5 (4H), 2.9 (1H), 3.2 (4H), 3.3 (1H), 3.7 (2H), 4.5 (1H), 6.6 (2H), 6.75 (1H), 6.9 (2H), 7.2 (2H), 7.2-7.3 (5H), 7.45 (1H), 7.55 (1H), 7.75 (1H), 7.8 (2H), 8.9 (1H), 9.7 (1H) ppm.

Beispiel 6 3-((4-(2-tert-Butyl-4-trifluormethylpyrimidin-6-yl) homopipera- zin-l-yl) methyl) benzoesaure-N- (3-phenylpropan-1-al-2-yl) amid MS : m/e = 568 (M++1) Beispiel 7 4- (N- (3, 4-Dioxomethylen) benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesäu- re-N- (3-phenylpropan-l-al-2-yl) amid a) 4- (N- (3,4-Dioxomethylen) benzyl-N-methylaminomethyl) benzoe- saure 11.5 g N- (3,4-Dioxomethylen) benzyl-N-methylamin und 15.5 g Triethylamin wurden in vorgelegt und mit 15.0 g 4-Brommethyl- benzoesäure in 100 ml THF versetzt. Die Reaktionsmischung wurde kurz zum Rückfluß erhitzt und anschließend 15 h bei Raumtemperatur nachgerührt. Nach Abfiltrieren der Salze wurde die Mutterlauge eingeengt, der Rückstand in Essigester gelöst und mit Wasser gewaschen. Die wäßrige Phase wurde alkalisch gestellt und mit Essigester mehrfach extrahiert, wobei 6.6 g (32 %) des Produkts als weißer Feststoff anfielen. b) 4- (N- (3, 4-Dioxomethylen) benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesäu- re-N- (3-phenylpropan-l-ol-2-yl) amid 4.4 g der Zwischenverbindung 5a wurden analog Beispiel lc in 50 ml DMF in Gegenwart von 2.9 ml Triethylamin vorgelegt und nacheinander mit 1.8 g HOBT, 2.0 g Phenylalanin und 2.8 EDC versetzt, wobei 2.3 g (40 %) des Produkts anfielen. c) 4- (N- (3, 4-Dioxomethylen) benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesäu- re-N- (3-phenylpropan-l-al-2-yl) amid 2.0 g der Zwischenverbindung 5b wurden analog Beispiel 1d in 60 ml DMSO gelöst und in Gegenwart von 1.8 ml Triethylamin mit 2.1 g S03-Pyridin-Komplex oxidiert, wobei 1.3 g (68%) des Produkts anfielen.

1H-NMR (CF3COOD) : 8 = 2.9 (3H), 3.2 (2H), 4.3-4.9 (5H), 6.1 (2H), 6.6 (1H), 6.9 (3H), 7.2-7.4 (5H), 7.8 (2H), 8.25 (2H) ppm.

MS : m/e = 430 (M+)

Beispiele 8-28 wurden analog Beispiel 7 dargestellt.

Beispiel 8 4- (N-Benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesaure-N- (3-phenyl- propan-l-al-2-yl) amid 1H-NMR (CF3COOD) : 5 = 2.9 (3H), 3.2 (2H), 4.3-5.0 (5H), 6.7 (1H), 7.25-7.5 (8H), 7.55 (2H), 7.8 (2H), 8.2 (2H) ppm.

MS : m/e = 386 (M+) Beispiel 9 4- (N- (4-Methoxy) benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesäu- re-N- (3-phenylpropan-1-al-2-yl) amid <BR> <BR> 1H-NMR (CF3COOD) : 8 = 2.9 (3H), 3.3 (2H), 4.0 (3H), 4.3-4.9 (5H), 6.7 (1H), 7.1-7.4 (7H), 7.5 (2H), 7.8 (2H), 8.2 (2H) ppm.

MS : m/e = 416 (M+) Beispiel 10 4-(N-Benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesäu- re-N- (3-butan-l-al-2-yl) amid 1H-NMR (CF3COOD) : 8 = 1.1 (3H), 1.6 (2H), 2.0 (2H), 2.9 (3H), 4.3-4.5 (3H), 4.7 (1H), 4.8 (1H), 6.6 (1H), 7.3-7.6 (5H), 7.8 (2H), 8.3 (2H) ppm.

MS : m/e = 338 (M+) Beispiel 11 4- (N- (3, 4-Dioxomethylen) benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesäu- re-N- (3-butan-l-al-2-yl) amid 1H-NMR (CF3COOD) : 8 = 1.1 (3H), 1.6 (2H), 1.9 (2H), 2.9 (3H), 4.25-4.6 (4H), 4.75 (1H), 6.1 (2H), 6.6 (1H), 6.9 (3H), 7.8 (2H), 8.3 (2H) ppm.

MS : m/e = 382 (M+) Beispiel 12

4- (N- (4-Methoxy) benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesau- re-N- (3-butan-l-al-2-yl) amid MS : m/e = 368 (M+) Beispiel 13 4- (N- (3, 4-Dioxomethylen) benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesäu- re-N- (3-cyclohexylpropan-l-al-2-yl) amid 1H-NMR (CF3COOD) : 5 = 1.0-2.0 (13H), 2.9 (3H), 4.3-4.9 (4H), 6.1 (2H), 6.6 (1H), 6.9 (3H), 7.8 (2H), 8.3 (2H) ppm.

MS : m/e = 436 (M+) Beispiel 14 <BR> <BR> 4-(N-(4-Benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesäure-N-(3-cycloheXyl- propan-l-al-2-yl) amid <BR> <BR> 1H-NMR (d6-DMSO) : 8 = 1.0-1.8 (13H), 2.1 (3H), 3.4 (2H), 3.5 (2H), 4.3 (1H), 7.1-7.4 (5H), 7.5 (2H), 7.8 (2H), 8.8 (1H), 9.5 (1H) ppm.

Beispiel 15 4- (N- (4-Methoxy) benzyl-N-methylaminomethyl) benzoesäure-N- (3-cy- clohexylpropan-l-al-2-yl) amid <BR> <BR> 1H-NMR (CDC13) : 8 = 1. 0-1. 8 (13H), 2.1 (3H), 3.4 (2H), 3.5 (2H), 3.7 (3H), 4.3 (1H), 6.8 (2H), 7.25 (2H), 7.5 (2H), 7.9 (2H), 8.8 (1H), 9.5 (1H) ppm.

Beispiel 16 4-((2-Phenylpyrrolid-l-yl)((2-Phenylpyrrolid-l-yl) methyl) benzoesaure-N- (3-cyclohexylpro- pan-l-al-2-yl) amid MS : m/e = 420 (M+) Beispiel 17 4-((2-Phenylpyrrolid-1-yl)methyl)benzoesäu- re-N- (3-butan-l-al-2-yl) amid MS : m/e = 364 (M+)

Beispiel 18 4-((2-Phenylpyrrolid-l-yl)((2-Phenylpyrrolid-l-yl) methyl) benzoesaure-N- (3-phenyl- propan-l-al-2-yl) amid MS : m/e = 412 (M+) Beispiel 19 4- ( (1,2,3,4-Dihydrochinolin-l-yl) methyl) benzoesaure-N- (3-cyclohe- xylpropan-l-al-2-yl) amid 1H-NMR (CDC13) : 8 = 1. 0-1. 9 (13H), 2.0 (2H), 2.8 (2H), 3.3 (2H), 4.5 (2H), 4.8 (1H), 6.4 (1H), 6.5 (2H), 7.0 (2H), 7.4 (2H), 7.8 (2H), 9.7 (1H) ppm.

MS : m/e = 404 (M+) Beispiel 20 4- ( (1,2,3,4-Dihydrochinolin-l-yl) methyl) benzoesaure-N- (3-phenyl- propan-l-al-2-yl) amid <BR> <BR> 1H-NMR (d6-DMSO) : b = 1. 9 (2H), 2.75 (2H), 2.9 (1H), 3.3 (1H), 3.4 (2H), 4.4 (1H), 4.5 (2H), 6.3 (2H), 6.8 (2H), 7.1-7.25 (5H), 7.3 (2H), 7.7 (2H), 8.8 (1H), 9.5 (1H) ppm.

MS : m/e = 398 (M+) Beispiel 21 4- ( (1,2,3,4-Dihydrochinolin-l-yl) methyl) benzoesäu- re-N- (3-butan-1-al-2-yl) amid <BR> <BR> 1H-NMR (d6-DMSO) : 8 = 0.9 (3H), 1.2-2.0 (6H), 2.7 (2H), 3.3 (2H), 4.2 (1H), 4.5 (2H), 6.4 (2H), 6.8 (2H), 7.3 (2H), 7.8 (2H), 8.8 (1H), 9.5 (1H) ppm.

MS : m/e = 350 (M+) Beispiel 22 4- ( (1,2,3,4-Dihydroisochinolin-2-yl) methyl) benzoesaure-N- (3-cy- clohexylpropan-l-al-2-yl) amid

1H-NMR (d6-DMSO) : 6 = 0.9-1.8 (13H), 2.7-2.9 (4H), 3.6 (2H), 3.75 (2H), 4.4 (1H), 6.9-7.1 (4H), 7.4 (2H), 7.8 (2H), 8.8 (1H), 9.5 (1H) ppm.

MS : m/e = 404 (M+) Beispiel 23 4- ( (1,2,3,4-Dihydroisochinolin-2-yl) methyl) benzoesäu- re-N- (3-phenylpropan-1-al-2-yl) amid <BR> <BR> 1H-NMR (d6-DMSO) : 8 = 2.7 (2H), 2.8 (2H), 2.9 (1H), 3.2 (1H), 3.5 (2H), 3.7 (2H), 4.5 (1H), 6.9-7.1 (4H), 7.2-7.3 (5H), 7.5 (2H), 7.75 (2H), 8.8 (1H), 9.5 (1H) ppm.

MS : m/e = 398 (M+) Beispiel 24 4- ( (1,2,3,4-Dihydroisochinolin-2-yl) methyl) benzoesäu- re-N- (3-butan-l-al-2-yl) amid-Hydrochlorid <BR> <BR> 1H-NMR (d6-DMSO) : 8 = 0. 9 (3H), 1.2-2.0 (4H), 3.0 (1H), 3.3 (2H), 3.6 (1H), 4.1-4.6 (5H), 7.2 (4H), 7.8 (2H), 8.0 (2H), 9.0 (1H), 9.5 (1H), 11.75 (1H) ppm.

Beispiel 25 <BR> <BR> 4- ( (6, 7-Dimethoxy-1,2,3,4-dihydroisochinolin-2-yl) methyl) benzoe- saure-N- (3-cyclohexylpropan-l-al-2-yl) amid <BR> <BR> 1H-NMR (d6-DMSO) : 8 = 0. 9-1. 9 (13H), 2.7 (4H), 3.4 (2H), 3.6 (3H), 3.65 (2H), 3.7 (3H), 4.3 (1H), 6.5 (1H), 6.6 (1H), 7.5 (2H), 7.8 (2H), 8.8 (1H), 9.5 (1H) ppm.

MS : m/e = 464 (M+) Beispiel 26 4-((6,7-Dimethoxy-1, 2,3,4-dihydroisochinolin-2-yl) methyl) benzoe- saure-N- (3-phenylpropan-1-al-2-yl) amid 1H-NMR (d6-DMSO) : 8 = 2.7 (4H), 2.9 (1H), 3.25 (1H), 3.6 (6H), 3.7 (2H), 4.5 (1H), 6.6 (1H), 6.7 (1H), 7.2-7.3 (5H), 7.4 (2H), 7.8 (2H), 8.9 (1H), 9.6 (1H) ppm.

MS : m/e = 458 (M+) Beispiel 27 4-((6, 7-Dimethoxy-1,((6, 7-Dimethoxy-1, 2,3,4-dihydroisochinolin-2-yl) methyl) benzoe- saure-N- (3-butan-1-al-2-yl) amid 1H-NMR (d6-DMSO) : 8 = 0. 9 (3H), 1.4 (2H), 1.5-1.8 (2H), 2.7 (4H), 3.4 (2H), 3.7 (3H), 3.75 (3H), 3.8 (2H), 4.3 (1H), 6.6 (1H), 6.7 (1H), 7.4 (2H), 7.8 (2H), 8.8 (1H), 9.5 (1H) ppm.

MS : m/e = 410 (M+) Beispiel 28 2-((1, 2,3,4-Dihydrochinolin-l-yl) methyl) benzoesäu- re-N- (3-butan-l-al-2-yl) amid MS : m/e = 441 (M+) Tabelle R2 0 4 5 Nr. R1 A R2 AI I R3- (CH2) X-R R R3(CH2) x 5 S02NH H N w U 2 2-Py S02NH H A ; gy CO H 1 N A CO-- 3\ \ I S02NH H I A CONH 4/SOZNH H CN-' ph H N02 R2 0 R 5 | l A | R2 t R2 O 3-- (CHz) cl 5 Ph CH20 H N N +a A A-__% cl ACO-- T- 6 2-Py CH20 U C 7 Bu S02NH H I/N'-'"z- Ph 8 Naphth ICH20 H I/N-Z _ 6 | 2 Py|CH20 I I ATCOf|Nz N<|,/^sHI |BU |SO2NH I | A/E 30 COf|XN% X|APh|H9 Na hth S02NH H A/CO- R2 0 Nr. R1 A R2 A\ I II -- (CH2)j 2 10 Ph 502NH H t) f" M---"Ph H 3- (CH2) X 10 Ph S02NH H A X) O co CN-k Ph H Ph 11 Bu S02NH H A I CO EtZN--"z CO zu 12Naphth A cof \/2 13Ph-0-H A co f N \ 14Ph _ g _ H , CO---/-1 I V N \ CONHZ R20 4 R5 L 1 l A \ R2 ; Nr. R B 3- (CH2) x CO'"\ N \ I CONH2 H Y CO--\ N H 162-Py 502NH H /C H nu co--H ""A 18 oh A A 19 Ph H CONH2 -N N 19 Ph-s' A R20 Nr. Rl A R2 AI 3-- (CH2) x CO-' 2 0 Bu SOzNH H I/NJz Ph CONHZ ps/CO--/ 21 Naphth SOZNH H C// 22 Ph S02NH H I Et2N w u 23 Bu SCONH H A/CO--NJz \ C 24 2-Py S02NH H Cof N H \% R20 Nr.R1 A R2 AI 3- (CH2) X Cons2 CONH 26 2-Py 502NH H L I , , 27 Ph-0-H <T"t)"N) CONH2 A CO---/ 28 Ph-O-H I CN H --A A 2 9 Naphth SOZNH H I CNZ L1 | SO2NH | H | v | CN K | APh| C0NH2I I A | R2 R2 OR2 0 Nr. R1 A R2 AI R3- (CHZ) x- _ CO 3 0 Bu S02NH H I CN-'z \ 31 2-Py SOsNH H Co CN-A CONH2 ( Et ""A 32 Ph-W H/I Et2N A 33 N/S02NH H A CO \ CONHZ NU N N A/CO ?///I H 34 5, S02NH H R20 Nr. : A T AI II R3- (CHZ) X- 3-- (CH2) x A CO-- 35 Ph-O-H'Et2N CONHZ A CO- N| O IHl3 ; ; | Et2N13|C0NH ~ I36 Ph-0-H A, _"co 0 CONH CO N W \ CONH N Cl 38 Ph CONH Me0 I Me2N H cl CO- 39 Naphth CONH MeO t I Et2N R2 R2 0 Nr. RI A R2 | AN X R4 R4 R5 _(CHZ) X coq / 40 Ph CONH Et A A CO--- 41 Bu S02NH H INJz,. ph H \ CONH 42 Naphth CONH Et cot H R2 CONH / 43 Ph Jj Et Et H A Med 0 R2 44 NZ S02NH H I'I CONH2 R2 o A R2 A-,"1 11 R4 R5 3- (CH2) X cl H 45Ph I Me2N 0 A-R2" O A R2 46 Bu S02NH H A/CO--N Jz CO- \ | 7 | Napht | SO2NH l | A>co jF |\NTH47 Naphth SOZNH H I/N Cor H H 48 H m=o=O H A J Cor 49 Ph-0-H I CN R2 0 r. R1 A RZ AI I R3-CH2) x- N i (chez) Me2N CONH2 C70 CONH2 CO--\ CONHZ /< AN Me0 CN 51 Na ht A"_ R2 . SOZNFi H A/ CO/N Ph CONH \N 52 Bu p 502NH H I CN Ph CONHZ 53 Ph p/CO--/ H cl+ CN R o R2I II R3- (CH2) x-- R1 A R/B Z Nr. 3- (CH2) x Ruz /I CN/ Mye0 55 Ph CO H Cl f CO-"I I H 58 S02NH H r 56 Bu S02NH p CO''-/ CONH2 /I MeZN 57 i I S02NH ' I H 58 I SOZNH CO-' H N N XCONH I Et2N 59 I SOZNH R20 ATA R2 AI R B 0-1-CONH2 Cor Ph CONH Et/ ( 2A A D7H CO H /W H I 61 Ph Co_ r.. 62Ph 0 H Co f ON H JCONH Me N/ CONH2 63 A CO- 64H/I Me2N CONHZ 64Pu A R2 0 Nr.4 1 l A l R2 l B) i 65(CH2) x" COOH2 CON A-----R2 A R2 / /CN Ph CONH 67 Ph 52 H w 'T I CONH2 67 Ph SOZNH H I Et2N p/CO-/ H 68Ph S02NH H 66 |Ph|SO2NH |Hv| CN) £ |nPh|CONHJ43 |I i I e l I67 | Ph |SO2NH I Hv| Et2N £\CONH2I J CONHZ 69 Bu SOzNH H K "/9 t j CONHs 69 Bu c R2 o Nr. Rl A R2 A l R2 | B X 3- (CH2) X 70 02N S02NH H H cl in 02N co 71 CO Ph H CONH 72 oh A O l Bu cons » l l S02NH 73 Bu I I I I I i 502NH H I Et2N 74 Ph R2 o E e | R2 | B X Nr. R B | 6 | [NO2|SO2NH IA ; 30C Nl I IfNO2 jSO2NH SH AXL X) 3gjCNX E APhSCONH2\78 | [X ; NO2 ISO2NH I A ; 3 CO ; | Et2N | ICONH2 13- (CH2) x __ ACO--// H 75 Naphtha S2NH CO A ACo4--A N02 l Aor Cof Ph CONH2 \ 7 7r /A/C 2 EtZN--/ CONHZ 78 I z SOZNH 78 S02NH H /A/C Ph CONH2 cons2 N02 R2 Nr.R1 A RZ AI 3-- (CH2) x Cl H CONFi Me0/CO- 80 Naphth CN Hui C CONH2 81 Naphth SO2NH H/ CN C' N-z// H 82 Naphth S02NH H / _ 1 SCONHjMeO\tr : 03X ;i[0001NEijSO2NH EHi30jCN} £ ; ^|000)SCONH2 ;83 H S02NH H Co f Ph CONH2 cor ON CO--CONH2 10 jSO2NH EH I MeZN 02N R20 Nr. R1 A R2 AI R3- (CH2) x- 3- (CH2) x cl 8 5 P CN 86 pu SH 86Ph H f)). N) H H CO- cor Ph 0 H CONH2 CO oTT t 1ri A A ACO- 89Ph g2NH H A/CO--\N / | 7 | Ph | w O |H 3£f XV30D | Me2N | IH88 | Ph | wO|H<|CN | <3 |B9 | |SO2NH IH A ; 3C° ; N |X£ |APh ICONH2R2 0 Nr. Rl A R2 A-', 111 R4 R5 3(CH2) x ACO- 90 Naphth SOsNH H I/N-- H __ [T ; ISO2NH IH| A ; ; f XQ30CO j5 | XN1XH91SO2NH H ; 3S 1N I-1 1 A CO-- 92 2-Py SOsNH H)"H"N-- Ph CONH2 H f CONH2 93 S02NH Me2N N02 cl /A CO-- 94 ESO2NH SOZNH H EtzN' H 02N R2 0 Nr.R1 A R2 A R R 3- (CH2) X /A CO- 95 J SOZNH H Ph CONH2 02N r A CO- 96 J S02NH H A Co f Ph H 0 JL 97H m=o=O H N N CONH,"-N CONS N \ O 98H m=o=O H CONH2 N \ I OM 99 Bu S02NH H AW CO F Et2N A0 CONH2 R20 Nr.| 1 l A |/B Ji 3-- (CH2) x" a 502NH EH \ 3S j C r \ 101 2-Py 502NH H A \ N CONH2 cl+ 0 H /O 102 H zozo \ I NVN wN N zozo \ 103 H m=o=O H/ CO N I N/H H \,/a /I C N-z Ph CONH NVO 104 Bu S02NH H R20 Nr. Rl | A l 1 B) i | R (2) x 3--(CH2) x CONH con-k 3JJ \ -co 10 6 2-Py SOZNH H A CO \ N- CONHZ 106 2 CO- 107 H m=o=O H I N N I Ph CONH2 w V .,CO + 108 H m=o=O HN CONH2 TUT N Cl 109 H m=o=O N H R20 Nr.| 1 | A l 1</BJi cl CO-/ / 110 H m=o=O H N \ N \ O 111Ph SOZNH H/N Ph CONH N' . 3 CONH- cons2 TPh ISO2NH IH|3SXNR|APh |(;112 Ph S02NH H Cof CNA Ph \/ 113 2-Py SOZNH H/N-'Z-I I H p, CO-- 114 \ 502NH H I CN- CONH2 N02 R2o Nr.| 1 | A I 1R/B JW 3- (CH2), 1 15 | 1502NH IH I v I Et2N |/IH N02 co OME 116H m=o=O H H N j 117 H m=o=O H N V-i \IlnN 118 Ph S02NH H/N-- ph H 1 18 |Ph ISO2NH I | AC3 CO ; I XNX IAPh IHS02NH H 119 Naphth S02NH H) EtJ--" CONH2 I 1 | A | R2 L 12 OR2 0 Nr.R1 A R2 AI cor CO---/ SONH2 I H N CO--/ / 121 Ph H A CONH 12 2 Ph i W H Me2N H A Pu H 123 Ph S02NH H-N-- H C' CONH CONfiz 124 Naphth 502NH H R2 0 Nr. 1 A | A | R2 |1 R2 0 3- (CH2) x rT CO- 1255/I 502NH H A MeZN H 02N 126 l) SOsNH H)"jt"Me2N") CONH2 on s H CONH2 127 Ph N p, CO--- S/ CONHZ 12 8 Ph H CN/ _ 12 9 Bu SOZNfi H Et2N ' R2 0 Nr. Rl A R2 A 1 11 R4 R5 3-- (CH2) - 130 Ph SOsNH H-N (N-J CONH2 A CONH N i ACO-. 131[ S02NH H A co CONH2 \ \ -- N o- ' I 132m=o=O H Co + CONH2 132 A CO - 133 Ph CH20 H) H. Et2N CONH2 \ A CO-- 134 2-Py CH20 H A-__"co CONH2 _ R2 o Nr. | 1 | A l 1 B Ji | R 3- (CH2) X A/CO- 135 3-Py CH20 H I Ph CONH2 ce 136 4-Py CH20 H ! > C l \ p,/CO-'/ 137 2-Tol H A CO 138 3-Tol CH20 H 1 I Et2N \ CO 139 MeO N Me2N. R2 0 Nr. Rl A RZ AI R3- (CHZ) x-R4 R5 R CO- ph 140 CH2 H CNI O 141 Ph CONH2 H A cof Me2N CONH2 A CO- 142 Naphth CONHZ H (Me2N 143 Naphth CONH2 H A CONH2 O ou 0 OME 144 H m=o=O H CONH2 W J R2 0 [T 1 l A | R2 ß 12 O 3-CH2) X A MeZN Ph H -jLCO A 1463-Py CHZO H // CONH2 A CL 147 H Ph H A A / 148CH2O H _ 4 I I N \ V A CO-- 149 Ph CONH H A co H \ RZ 0 Nr. R1 A RZ AI R3- (CHZ) X-R4 =. A CO- t t X NH H v i C N > H150 Naphth CONH H Aor cof H zu A CO--' NH// 151 Ph H N O CO- 0 152 4-Py CH20 H \-N N -N N CO- H 153 2-Tol CH20 H cof H A CONH z A A R20 Nr. R1 A R2 (CH2) R3-- (CH2) x-- R'R' R3 (CH2) x COt 155 Me0 CHzO H c Et2N A cl pu < ! 1 ph 156 Ph CH20 H CONH2 u A CONH2 157 H m=o=O H/N (IT wN \ A COR 158 Naphth CONH H v cof Me2N H A CO- z 159 Ph CONH H A Me2N CONH2 R20 | 1 1 | A | R2 t R2 0 3- (CH2) x H H 160Zizi 160 H m=o=O H/N 16 07H L L CH20 H n CN A3161 Ph CH20 H Et2N H A CO-/ 162 2-Py CH20 CO- CONH 163 2-Tol CH20 H Me2N CO- 164 3-Py C20 N/ R2o Nr.| 1 | A l 1t B Ji | R A COf A/CO- 165 3-Tol CHZO H EtZN C 7cri- 166Me0 Me2N ph H _ 167 0 CH20 H Co Ph H O A CO-- 168 4-Py CH20 H \ I Et2N cl 169 Ph S02NH MeO < L Ph H IN A R2 R20 Nr. R1 A R2 A\ I II R3- (CH2) X- R4 R5 3-- (CH2) x" CO- 170 Naphth S02NH MeOT H MeN R2 R2 171 3-Tol CHZO H Me2NpN2 A A CO -- 172 Ph CONH H ! H t'j H H A CO-- 173 Naphth CONH H j H")'H H cor 174 Bu SOZNH Et Et 2N CONH2 A [0 1 | A | R2 [B) iR2 0 Nr. Rl A R2 A,,,, 111 R4 R5 3- (CH2) x A CO--^^ 175 3-Tol CH20 H co Et2N H A CO- 176 3-Tol CH20 H Et2N A/CO-- 177 4-Py CH20 H 179-- 178 4-Py CH20 H 178 4-Py CHO H t N.)'H 17 9 Ph CH20 II \ 179 Ph CH20 H t))) <""Ph CONH2 R2o Nr. R1 A R2 AX | R3 (CH2) x R4 R5 180(CH2) x cl + 180 Ph CH20 H C \ / "t' 181 H m=o=O H Iv1 182 Ph CH20 H co Me2N A CO- H 183 2-Py CH20 H \ CN Ph A CONH 184 MeO CH20 H co Et2N Ph COMH2 A t X |CH20 |H | < | Et2N | Ph |CONH2R20 Nr. R1 A R2 AI I R3- (CHZ) X- 3-- (CH2) x" A CO-- 185 Ph CONH H v | Me2N CONH2 Med 186 Naphth CONH H H I Me2N H A CO-- Nu A 187 Ph H H N 0 CO-- .. 188 3-Py CH20 |H ; t | Et2N \ 1 H A LJ cl 189 3-Tol CH20 H < Me2N \ A Ph H A R20 | r. | 1 l A |/BJiNr.R1 A RZ AI R3- (CH2) x-R4 R5 3- (CH2) X CO--- ho 190 4-Py CH20 A CONH 191 2-Tol CH20 H \ C N I I CONHZ A | 93 |H Im=o=o |H xCOi Wn < 1 <3 | IA COtMe2N Ph OM¬ 0 A OYE CO-// H Nez A cl A/CO-- CONHZ 194 Ph CONH H R2 0 Nr. Rl A | R2 L BA 3CH2) X A CO-- 195 Naphth CONH H CONH2 A COt zu CO-- 196 H m=o=O H \/N \ CONH2 A CO-- 197 2-Py CH20 H A-_% cof H A COR 198 3-Py CH20 H f CONH2 N ACO- 199 3-Tol CH20 H CONH2 R2 O Nr. Rl A 3- (CH2) : B R3- (CH2).- | A CO- 200 ICH20 IH | n | Et2NP H Et A CO-- 201 Me0 CH20 H Me2N \ I CONH2 MET ACO- 202 4-Py CH20 H I Me2N 0 \ A/CO--- ph 203 (j) J CH20 H ! ti)' CONH2 ouzo CO- CONHZ 204 2-Py CH20 H R2 o Nr. R1 A RZ AI R3- (CHZ) x- 3-- (CH2) x" Cl 205 Ph CH20 H Co Ph H A COR e 206 2-Py CH20 H co Me2Nv A Ph CONH2 A CONH EtZN// H 207 2-Tol CH20 H A A CO-/ 208 Ph CONH H Me2N \ H _ | 0 8 | Ph | CONH | H a | Me2N < H209 Naphth CONH H I Me2N \ (CONH2 R20 Nr. Rl A Rz A\ I If R3 (CHZ) X- 3- (CH2) X cl T 210 3-Py CH20 H Me2N- ph H cl 211 4-Py CH20 H H A A CO- 212MeO--O-CH20 H co CONH2 A /NH A/CO- 213 Ph H 43/Ne2N ~43 CONH2 0 A/CO-- 214 Ph CONH H Me2N- CONHZ R20 Nr. R1 A R2 AN 1 11 R4 R5 R3 (CH2) x CO- 215 cons2 0-'A'- O A 216 3-Tol CH20 H 'N H A ; 217 H m=o=O H IN N CONH2 \ Cor 218 H m=o=O H 3gr/" N H A/CO 2192-Py CH20 I-i \ (N , R2 O Nr. R1 A R2 AI R3- (CHZ) x-R4 R5 _ A/CO- H 2203-Py CH20 H | 22 | 4-Tol | CH20 | H I n |N N y | A Ph | CONH2220 f CH20 H Co Ph CONHZ 221 2-Tol CH20 A-_,"co 222 4-Tol CH20 H N N Ph CONH2 ce Ph CONHZ 223 4-Py CH20 CO-- 224 Me0 CH20 H \ I Me2N I I U R20 Nr. Rl A R2 A\ R3- (CHZ) X- 3-- (CH2) x" A CO- 225 4-Py CH20 H EtzN - tl A | R2 |;_ (CH) BtR (CE>) X I R4 I 5 1226 Ph CH20 H \N [, CONHZ U 227 3-Tol CH20 H /CO-- cl 228 CH20 H H O CO-/N 229 H m=o=O H co N CONH2 | 27 |I TO CH20 IH I \ [031 ; Me2N ~ 1 ^X3 IHII (E CH20 IH 33 ; ; | C!31 |m=O=O IH13 |AN>CONH2R2 0 Nr. Rl A R2 A", R4 R5 3- (CH2) X Cl z 230 Ph CONH N CONH2 A 1"n r 231 Naphth CONH H CONH2 A CONH 232 2-Tol CH20 H/ Et2N/ \ A CO- 233 2-Tol CH20 H/ Et2N I 1 cpN2 W/ A CO-- 2343-Py CH20 H R2 0 Nr. R1 A RZ AI A COt A CO-- 235 Ph CH20 H CN CONH2 A CONH 236 Me0 CH20 H Co Ph H A CONH x-\t--T1 A/CO-- 238C/CH20 H Me2N Ph H 0 A/CO - 239 C/CH20 H Me2N Ph CONHZ 0 R2 0 Nr.R1 A RZ AI cor CO-"'/ 240 H m=o=O H N,-N CON, 4 N 0 U CO- H 241 Ph CH20 H Me2N ph A CO- CONH 2423-Py CH20 H ph 2 A Cl f A 243 4-Py CH20 A Et2N ph H 244 2-Tol CH20 A R20 II a 4 5 Nr.1 1 I A | R2 L BJW cl Ph CONH2 245 3-Tol CH20 HCN A A / 0"'""A A O CO 247MEO-O-CH20 H co Et2N Ph H A CO--- Ph CONH2 248 2-Py CHsO H CN A A CO- H 249 Ph CONH H H Ph H N 247 |NeO|CH20|H ? | Et2N |APh |H248 12-Py|CH20 |H ? I CN I APh |CONH2X iCONH jHi v SCNNiPh SHR2 0 Nr. 1 L l A | R2 t R2 0 A COt A CO- 250 Ph CONH H Aorcof Ph CONH2 A/CO-- 251 Ph CONH H N A/CO- 252 Naphth CONH H > ! H nez CO- / 253 Ph S02NH Et A R2 p, CO' 254Ph CHZO H H R2 0 Nr. | 1 | A l 1/B Ji 3- (CH2) x" I I- 255 2-Py CHsO H H)'H CONHs , _ A/CO 256 MeO--0-CH20 H A--_"co Ne2N/H _ 257 3-Py CH20 H A-__C ; co CONH2 Co 258 2-Tol CH20 H-N N------Ph CONH2 Cl 259 3-Tol CH20 CONH2 R2 0 Nr. Rl A RZ AI = 6 CO-- 0 1 1 O c' A/CO- 261 4-Py CH20 H jj/"Ph C | APh |CONH2 A/CO- 262 Ph CH20 H co Me2N,, _,,, Ph H Cl 263 Bu S02NH Me0 I CN A ruz CO- 264 Naphth S02NH Et ? r Et N'A Ph H I I A R20 Nr. R1 A R2 A-"1 11 R4 R5 R3 (CH2) x 265 4-Py CH20 f | Et2Nw CONH2 A A | 66 |3-TO |CH20 |H | CIN- A A ACO- 267 Ph CONH H Et2N ph CONHZ __ A/CO- e 268 Ph n H Et2N O'z-- CONH2 269 2-Py CH20 H I CN CONH2 A Nr. R1 A RZ AI R3- (CHZ) x-R4 3- (CH2) x CO- 270 2-Tol CH20 H I Et2N Ph C2 A 271Ph CH20 H I Me2N A 272 3-Py CH20 H Co Ph CONH2 272 3-Py CH20 H CN ""A CO 273 Me0/\ CH2 H C N/ Ph CONH2 A CONH 274 Ph S2NH R2 R2 0 4 5 Nr.T 1 I A | R2 I I 2 O 3-- (CH2) cl 275E t 2N 0 A 276 Naphth S02NH Et \ I \ CONH2 A A 277 502NH NeO A ? t Ne2N Ph H Cl R2 278 Naphth S02NH MeO Aa R2 Ph H Nez A R2 CO-- 279 Bu S02NH MeO ? f Me2N~ H AR2 R2 oNr. | 1 l A | BAR2O | 81 | ° >|CH20 |H ? |Et2N ~ |<Ph |HNr. Rl A R2B- R3-- (CH.-- P'RS co Ph CONH2 . 280 Ph CH20 H-NN- Ph CONH2 A O \/CO 2 h O A CO- 282 Ph CH20 H ? Me2N CONH2 A cl 283 MeO-o CH20 H A f H A CO 284 2-Py CH20 H A R20 1 11 R4 R5 3-- (CH2) x B 285 2-Py CONH r*<-S'- 285 2-Py CH20 A CO - Ph 286 3-Py CH20 H A 287< N 2 7 288 2-Tol CH20 H A A A 288 2 CN A A/C z Et2N CONHZ 1 0 289 Ph O | 1 1 | A | R2 t BJiR2 0 Nr.R1 A R2 AI 3-- (CH2) x A CO-- 290 Ph CONH H I Et2N CONH2 . A/CO--' 291 4-Py CH20 H-N \ \/ 292 4-Py CH20 H Cof Ph CONH2 CN _ 293 3-Tol CH20 H N N Et H Et2NH2 294 2-Tol CH20 R20 Nr. | A | R2 ß A\ I II R3- (CH2)-R4 _(CH2) x" 0 295 H m=o=O H H 'non 0 r 296 H m=o=O H rN H _ A/CO- 297 3-Tol CH20 HN I l) I H U Me2N 2982-Py CH20 H U Nr. 1 l A | R2 | B Ji 3- (CH2) x A/CO 2 / CONH2 299 9 9 MeO \ CH2 99 H 298 2-Tol CH20 H CN/