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Patent Searching and Data


Title:
OIL REMOVAL DEVICE WITH OIL REMOVING FILTER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/078594
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to an oil removing filter (6) for separating oil from water, said oil removing filter (6) having a hollow-cylindrical filter body (16) which can be traversed radially by water. Particularly efficient oil separation can be achieved by providing the filter body (16) with a cylindrically arranged outer filter layer (20) having mineral wool (22), and with a cylindrically arranged inner filter layer (21) having a multilayer filter material (23), this inner filter layer being arranged radially inside the outer filter layer (20), and by providing the multilayer filter material (23) of the inner filter layer (21) with an inner prefilter layer (24) and an outer main filter layer (25), wherein a pore size in the main filter layer (25) is smaller than in the prefilter layer (24).

Inventors:
WIERLING REINHARD (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/078825
Publication Date:
April 29, 2021
Filing Date:
October 14, 2020
Export Citation:
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Assignee:
FILTRATION GROUP GMBH (DE)
International Classes:
B01D39/16; B01D17/04; B01D29/58; B01D36/00; B01D39/18; B01D39/20
Attorney, Agent or Firm:
BRP RENAUD UND PARTNER MBB (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Entölungsfilter (6) zum Abscheiden von Öl aus Wasser,

- mit einem hohlzylindrischen Filterkörper (16), der radial von Wasser durch- strömbar ist,

- wobei der Filterkörper (16) eine zylindrisch angeordnete äußere Filterschicht

(20) mit Mineralwolle (22) und eine zylindrisch angeordnete innere Filterschicht

(21) mit einem mehrlagigen Filtermaterial (23) aufweist, die radial innerhalb der äußeren Filterschicht (20) angeordnet ist,

- wobei das mehrlagige Filtermaterial (23) der inneren Filterschicht (21) eine von der äußeren Filterschicht (20) abgewandte, innenliegende Vorfilterlage (24) und eine der äußeren Filterschicht (20) zugewandte, außenliegende Hauptfil terlage (25) aufweist,

- wobei eine Porengröße in der Hauptfilterlage (25) kleiner ist als in der Vorfilter lage (24).

2. Entölungsfilter (6) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Filterschicht (20) oleophil und hydrophob ausgestaltet ist.

3. Entölungsfilter (6) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralwolle (22) der äußeren Filterschicht (20) oleophil und hydrophob ausgestaltet ist. 4. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralwolle (22) der äußeren Filterschicht (20) mittels eines Phenol harzes oder mittels eines Epoxidbinders oleophil und hydrophob ausgestaltet ist, mit dem die Mineralwolle (22) formstabilisiert ist.

5. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfilterlage (25) oleophil und hydrophil ausgestaltet ist.

6. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfilterlage (25) Glasfasern aufweist und mittels eines Binders oleo phil und hydrophil ausgestaltet ist, mit dem die Glasfasern stabilisiert sind.

7. Entölungsfilter (6) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Binder zum Stabilisieren der Glasfasern ein Acrylatbinder ist.

8. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorfilterlage (24) oleophil und hydrophob ausgestaltet ist.

9. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorfilterlage (24) Zellulosefasern aufweist und mittels eines Phenolhar zes oder mittels eines Epoxidharzes oleophil und hydrophob ausgestaltet ist, mit dem die Zellulosefasern stabilisiert sind. 10. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

- dass die Hauptfilterlage (25) oleophil und hydrophil ausgestaltet ist, und

- dass die Vorfilterlage (24) oleophil und hydrophob ausgestaltet ist.

11. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

- dass die äußere Filterschicht (20) oleophil und hydrophob ausgestaltet ist,

- dass die Hauptfilterlage (25) oleophil und hydrophil ausgestaltet ist, und

- dass die Vorfilterlage (24) oleophil und hydrophob ausgestaltet ist.

12. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

- dass die Hauptfilterlage (25) eine Glasfaserschicht aufweist oder durch eine Glasfaserschicht gebildet ist,

- dass die Vorfilterlage (24) eine Zelluloseschicht aufweist oder durch eine Zellu loseschicht gebildet ist,

- dass die Zelluloseschicht der Vorfilterlage (24) direkt an der Glasfaserschicht der Hauptfilterlage (25) anliegt.

13. Entölungsfilter (6) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,

- dass die Glasfasern der Glasfaserschicht der Hauptfilterlage (25) mittels eines Acrylatbinders stabilisiert sind,

- dass die Zellulosefasern der Zellulosefaserschicht der Vorfilterlage (24) mittels eines Phenolharzes oder mittels eines Epoxidharzes stabilisiert sind.

14. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Porengröße in der Vorfilterlage (24) mindesten 5 mal größer ist als in der Hauptfilterlage (25).

15. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorfilterlage (24) eine Porengröße im Bereich von 60 bis 120 pm auf weist, während die Hauptfilterlage (25) eine Porengröße im Bereich von 6 bis 14 pm aufweist.

16. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorfilterlage (24) als Hauptbestandteil Zellulosefasern aufweist, während die Hauptfilterlage (25) als Hauptbestandteil Glasfasern aufweist.

17. Entölungsfilter (6) nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorfilterlage (24) ein Harz, z.B. Phenolharz, zum Fixieren der Zellulose fasern aufweist.

18. Entölungsfilter (6) nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfilterlage (25) eine Sandwichstruktur aufweist, in der ein durch die Glasfasern gebildeter Kern beidseitig jeweils durch eine Schutzschicht aus Kunststoff, z.B. Polyethylenterephthalat (PET), kaschiert ist.

19. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralwolle (22) der äußeren Filterschicht (20) mit einem Harz form stabilisiert ist und einen Formkörper (26) bildet.

20. Entölungsfilter (6) nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Harz zur Formstabilisierung der Mineralwolle (22) Phenol und Formal dehyd aufweist.

21. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mineralwolle (22) der äußeren Filterschicht (20) durch Steinwolle gebil det ist.

22. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Filterkörper (16) eine zylindrische Zarge (27) aufweist, die radial zwi schen der äußeren Filterschicht (20) und der inneren Filterschicht (21) angeord net ist.

23. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Entölungsfilter (6) außerdem zwei Endscheiben aufweist, die jeweils an einer axialen Stirnseite des Filterkörpers (16) angeordnet sind und jeweils mit der äußeren Filterschicht (20) und mit der inneren Filterschicht (21) fest verbunden sind.

24. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Entölungsfilter (6) außerdem einen Vorspannmantel (28) aufweist, der radial außen radial vorgespannt am Filterkörper (16), insbesondere an der äuße ren Filterschicht (20), anliegt.

25. Entölungsfilter (6) nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorspannmantel (28) als Schrumpfmantel (29) ausgestaltet ist, der radi al außen auf den Filterkörper (16), insbesondere auf die äußere Filterschicht (20), aufgeschrumpft ist und vorgespannt daran anliegt.

26. Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Filterschicht (21) sternförmig gefaltet ist, wobei Endfalten (31), die in der Umfangsrichtung (19) aneinandergrenzen, durch eine Längsnahtver klebung (32) aneinander befestigt sind.

27. Entölungseinrichtung (1) zum Abscheiden von Öl aus Wasser,

- mit einem Filtergehäuse (2),

- mit einem Rohwassereinlass (3), durch den mit Öl verunreinigtes Wasser zu- führbar ist,

- mit einem Reinwasserauslass (4), durch den von Öl befreites Wasser abführ- bar ist,

- mit einem Ölauslass (5), durch den aus dem Wasser abgeschiedenes Öl ab- führbar ist,

- mit einem Entölungsfilter (6) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, das im Filtergehäuse (2) angeordnet ist und darin einen mit dem Rohwassereinlass

(3) fluidisch verbundenen Rohraum (7) von einem mit dem Reinwasserauslass

(4) fluidisch verbundenen Reinraum (8) trennt.

Description:
Entölungseinrichtung mit Entölungsfilter

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Entölungsfilter zum Abscheiden von Öl aus Wasser. Die Erfindung betrifft außerdem eine Entölungseinrichtung zum Ab scheiden von Öl aus Wasser, die mit einem derartigen Entölungsfilter ausgestat tet ist.

In einer Vielzahl industrieller Anwendungen kann Wasser mit einer öligen Sub stanz verunreinigt werden, so dass es zur Entsorgung des Wassers erforderlich ist, die ölhaltige Substanz aus dem Wasser abzuscheiden. Von besonderem Inte resse sind dabei maritime Anwendungen, bei denen das Wasser in einen See, einen Fluss oder ein Meer entsorgt werden soll. Insbesondere beschäftigt sich die vorliegende Erfindung mit der Abscheidung von ölhaltigen Substanzen, wie zum Beispiel Schmieröl, Heizöl und öligem Kraftstoff, insbesondere Dieselkraft stoff bzw. Dieselöl, aus Bilgewasser eines Schiffs. Insoweit betrifft die vorliegen de Erfindung auch eine Bilgewasseraufbereitungsanlage bzw. eine Bilgewasser entölungseinrichtung.

Die Entölung von Wasser, also das Abscheiden von Öl aus Wasser kann inner halb der Entölungseinrichtung in einer einzigen Entölungsstufe oder bevorzugt in mehreren Entölungsstufen erfolgen. Eine solche Entölungsstufe kann mit Hilfe eines Entölungsfilters arbeiten, das hierbei von dem mit Öl verunreinigten Wasser durchströmt wird. Hierzu besitzt das Entölungsfilter einen Filterkörper, der vom Wasser durchströmbar ist und der bei seiner Durchströmung eine Abscheidewir kung für das im Wasser enthaltene Öl zeigt. Das Öl-Wasser-Gemisch kann als Emulsion oder Dispersion vorliegen. Die Durchströmung des Entölungsfilters kann bei einem als Separator ausgestalteten bzw. als Separator arbeitenden Entölungsfilter diese Emulsion bzw. Dispersion in die separaten Bestandteile Öl und Wasser mehr oder weniger auftrennen, so dass stromab des Entölungsfilters in der Strömung aufgrund der unterschiedlichen Dichte von Öl und Wasser eine Separierung erfolgt, beispielsweise in einer Beruhigungsstrecke, welche die Trennung von Öl und Wasser vereinfacht. Ebenso ist möglich, dass bei einem als Coalescer ausgestalteten bzw. als Coalescer arbeitenden Entölungsfilter der Fil terkörper eine Sorptionswirkung für das Öl besitzt und im Filterkörper zurückbe hält und ansammelt, so dass es je nach Aufbau der Entölungseinrichtung möglich ist, das Öl direkt vom Entölungsfilter abzuführen.

Üblicherweise bewirkt das Entölungsfilter einer Entölungshauptstufe ein Zurück halten des Öls im Filterkörper und ermöglicht ein Abführen des Öls im Bereich des Entölungsfilters. Diese Rückhaltewirkung beruht dabei üblicherweise auf Ad sorption oder Absorption oder Adhäsion oder einer beliebigen Kombination dar aus. Im Unterschied dazu wird bei einem Entölungsfilter einer Entölungsvorstufe, das auch als Entölungsvorfilter bezeichnet werden kann und das innerhalb einer Entölungseinrichtung optional zusätzlich und stromauf des Entölungsfilters zur Anwendung kommen kann, üblicherweise eine Auftrennung von Öl und Wasser innerhalb der Emulsion bzw. Dispersion erreicht, so dass sich Öl und Wasser stromab des Entölungsvorfilters aufgrund der unterschiedlichen Dichte schwer kraftbedingt separieren und dementsprechend vereinfacht separat abführen las sen.

Als besonders vorteilhaft haben sich in der Praxis Entölungsfilter herausgestellt, die einen hohlzylindrischen Filterkörper aufweisen, der vom zu reinigenden Was ser radial durchströmbar ist. Das Entölungsfilter kann ferner zwei Endscheiben besitzen, die jeweils an einer axialen Stirnseite des hohlzylindrischen Filterkör pers angeordnet sind. Die Axialrichtung wird dabei durch die Längsmittelachse des hohlzylindrischen Filterkörpers definiert. Zur Realisierung des Filterkörpers stehen grundsätzlich unterschiedliche Filtermaterialien zur Verfügung. Weit ver- breitet sind Ausführungsformen, bei denen ein gefaltetes Bahnenmaterial zur Re alisierung des Filterkörpers verwendet wird.

Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für ein Entölungsfil ter der vorstehend beschriebenen Art bzw. für eine damit ausgestattete Ent ölungseinrichtung eine verbesserte oder zumindest eine andere Ausführungsform anzugeben, die sich insbesondere durch eine hohe Abscheidewirkung bei kom pakter und preiswerter Bauform auszeichnet.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand des unabhängi gen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der ab hängigen Ansprüche.

Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, den Filterkörper mehrstufig aufzubauen, derart, dass er mehrere Filterstufen aufweist, die im Betrieb des Entölungsfilters von dem zu entölenden Wasser nacheinander durchströmt wer den. Dabei geht die Erfindung von einem Entölungsfilter aus, der einen hohlzy lindrischen Filterkörper aufweist, der radial von Wasser durchströmbar ist. Dieser Filterkörper weist nun eine zylindrisch angeordnete äußere Filterschicht mit Mine ralwolle und eine zylindrisch angeordnete innere Filterschicht mit einem mehrla gigen Filtermaterial auf, wobei die innere Filterschicht radial innerhalb der äuße ren Filterschicht angeordnet ist. Das mehrlagige Filtermaterial der inneren Filter schicht weist eine von der äußeren Filterschicht abgewandte, innenliegende Vor filterlage und eine der äußeren Filterschicht zugewandte, außenliegende Hauptfil terlage auf. Von entscheidender Bedeutung ist dabei, dass eine Porengröße in der Hauptfilterlage kleiner ist als in der Vorfilterlage. Untersuchungen der Anmel derin haben gezeigt, dass durch den vorgeschlagenen mehrstufigen Aufbau des Filterkörpers eine besonders effiziente Abscheidewirkung für ölhaltige Verunrei nigungen aus Wasser realisierbar ist. Die vom Wasser zuerst durchströmte Vorfil- terlage ermöglicht eine Abscheidung von vergleichsweise groben Verunreinigun gen. Die nachfolgend durchströmte Hauptfilterlage ermöglicht aufgrund ihrer klei neren Porengröße die Abscheidung kleiner Verunreinigungen. Die nachfolgend durchströmte äußere Filterschicht ermöglicht in der Mineralwolle die Abscheidung kleinster Verunreinigungen. Die Abstimmung der einzelnen Filterstufen aufeinan der und insbesondere die hier vorgesehene Reihenfolge ermöglichen eine be sonders effiziente Abscheidewirkung für die ölhaltigen Verunreinigungen aus Wasser.

Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform kann die Porengröße in der Vorfilterlage mindestens fünf Mal größer sein als in der Hauptfilterlage. Mit ande ren Worten, die Porengröße in der Hauptfilterlage ist mindestens fünf Mal kleiner als in der Vorfilterlage. Hierdurch wird erreicht, dass ein Großteil der Verunreini gungen bereits in der Vorfilterlage abgeschieden werden kann, so dass die Hauptfilterlage vor den vergleichsweise groben Verunreinigungen, die in der Vor filterlage abgefangen werden, geschützt werden kann. So kann die Hauptfilterla ge besser und effizienter ihre Filterwirkung für die kleineren Verunreinigungen entfalten.

Beispielsweise kann die Vorfilterlage eine Porengröße im Bereich von 60-120 pm aufweisen. Zusätzlich oder alternativ kann vorgesehen sein, dass die Hauptfilter lage eine Porengröße im Bereich von 6-14 pm aufweist. Insbesondere kann die Porengröße der Vorfilterlage kleiner als 100 pm sein. Zusätzlich oder alternativ kann die Porengröße der Hauptfilterlage kleiner als 10 pm sein.

Eine andere vorteilhafte Ausführungsform schlägt vor, dass die Vorfilterlage als Hauptbestandteil Zellulosefasern aufweist. Diese Zellulosefasern können bei spielsweise ein Vlies bilden. Zusätzlich oder alternativ kann die Hauptfilterlage als Hauptbestandteil Glasfasern aufweisen. Glasfasern lassen sich mit deutlich klei- neren Faserstärken realisieren als Zellulosefasern. Der Hauptbestandteil liegt in der jeweiligen Filterlage zu mehr als 75%, vorzugsweise zu mehr als 85% und insbesondere zu mehr als 90% oder zu mehr als 95% vor, jeweils bezogen auf das Volumen.

Optional kann die Vorfilterlage ein Harz, wie zum Beispiel Phenolharz, aufweisen, um die Zellulosefasern aneinander zu fixieren. Alternativ zu einem Harzbinder, insbesondere Epoxidharzbinder, kann auch ein Epoxidbinder zum Fixieren der Zellulosefasern verwendet werden. Allerdings ist die hydrophobe Eigenschaft der Vorfilterlage dann nicht so ausgeprägt. Zusätzlich oder alternativ kann die Haupt filterlage eine Sandwichstruktur aufweisen, in der ein durch die Glasfasern gebil deter Kern einseitig oder beidseitig jeweils durch eine Schutzschicht aus Kunst stoff, wie zum Beispiel Polyethylenterephthalat (PET), kaschiert ist. Durch diese Sandwichstruktur werden die Glasfasern an der jeweiligen Schutzschicht gehal ten bzw. zwischen den beiden Schutzschichten zusammengehalten. Im Kern können die Glasfasern mittels eines Binders, insbesondere mittels eines Acrylat- binders, aneinander gehalten bzw. fixiert sein. Die jeweilige Schutzschicht kann dagegen am Glasfaserkern mittels eines Klebstoffs, insbesondere mittels eines Hotmelts, gehalten bzw. fixiert sein.

Grundsätzlich können die Vorfilterlage und die Hauptfilterlage separate Filterma terialien bilden. Alternativ dazu können die Vorfilterlage und die Hauptfilterlage in einem Filtermaterial gemeinsam ausgebildet sein. Hierzu kann die innere Filter schicht als Sandwichstruktur ausgestaltet sein, in der die Hauptfilterlage mit oder aus Glasfasern an der Vorfilterlage mit oder aus Zellulosefasern direkt gehalten ist, beispielsweise mittels eines Klebstoffs, vorzugsweise mittels eines Hotmelts. Optional kann an der von der Vorfilterlage abgewandten Seite der Hauptfilterlage zusätzlich noch eine Schutzschicht aus Kunststoff, wie zum Beispiel Polyethylen terephthalat (PET), an der Hauptfilterlage angeordnet sein und mittels eines Klebstoffs, insbesondere mittels eines Hotmelts, daran gehalten bzw. fixiert sein. Insbesondere kann dann ein Glasfaserkern zwischen der Schutzschicht und der Zelluloseschicht angeordnet sein, um die Sandwichstruktur der inneren Filter schicht zu bilden.

Besonders zweckmäßig ist eine Ausführungsform, bei welcher die Mineralwolle der äußeren Filterschicht mit einem Flarz formstabilisiert ist, so dass sie einen Formkörper bildet. Dieser Formkörper kann einteilig oder mehrteilig ausgestaltet sein. Mit anderen Worten, der Filterkörper umfasst in der äußeren Filterschicht einen oder mehrere formstabile Formkörper, die aus einer Mineralwolle herge stellt sind, die dabei mit Hilfe eines Flarzes formstabilisiert ist. Der jeweilige Formkörper ist dabei monolithisch ausgestaltet, besitzt also eine kontinuierliche, zusammenhängende Struktur und repräsentiert dadurch ein einziges Bauteil, das nicht aus mehreren Einzelteilen zusammengebaut ist. Die mit H ilfe des Flarzes formstabilisierte Mineralwolle bildet den jeweiligen formstabilen Formkörper be reits mit der gewünschten Geometrie, so dass der Formkörper den Flohlzylinder der äußeren Filterschicht bildet. Der jeweilige Formkörper kann dabei einen Ab schnitt der hohlzylindrischen äußeren Filterschicht bezüglich der Axialrichtung und/oder bezüglich der Umfangsrichtung bilden, erstreckt sich jedoch bevorzugt über die gesamte radiale Wandstärke der äußeren Filterschicht. Somit unter scheidet sich der jeweilige Formkörper wesentlich von einem flexiblen Bahnmate rial, das spiralförmig gewickelt werden kann, um einen konventionellen Filterkör per bzw. eine konventionelle Filterschicht zu bilden. Es hat sich gezeigt, dass eine Filterschicht, die mit Hilfe wenigstens eines derartigen Formkörpers aus mit Flarz stabilisierter Mineralwolle gebildet ist, eine besonders effektive Abscheide wirkung für das Öl aus dem Wasser realisierbar ist.

Gemäß einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann das Flarz zur Form stabilisierung der Mineralwolle Phenol und Formaldehyd aufweisen. Mit anderen Worten, das besagte Harz wird auf einer Basis aus Phenol und Formaldehyd hergestellt. Es hat sich gezeigt, dass die Verwendung eines derartigen Harzes eine besonders hohe Langlebigkeit für den formstabilen Formkörper begünstigt.

Besonders vorteilhaft ist eine Ausführungsform, bei der die Mineralwolle durch Steinwolle gebildet ist. Die Verwendung von Steinwolle zur Realisierung der mit Harz formstabilisierten Formkörper hat sich als besonders effizient für die Ab scheidung von Öl aus Wasser herausgestellt.

Des Weiteren wird eine Ausführungsform bevorzugt, bei welcher der jeweilige Formkörper eine Dichte im Bereich von 0,05 bis 1 ,5 kg/dm 3 aufweist. Besonders vorteilhaft ist dabei ein Dichtebereich von 0,8 bis 1,2 kg/dm 3 . Innerhalb dieses Dichtebereichs, insbesondere im bevorzugten Dichtebereich, ergibt sich eine be sonders effiziente Abscheidewirkung für das Öl aus dem Wasser.

Entsprechend einer vorteilhaften Ausführungsform kann der Filterkörper außer dem eine zylindrische Zarge aufweisen, die radial zwischen der äußeren Schicht und der inneren Schicht angeordnet ist. Die zylindrische Zarge kann eine Git terstruktur aufweisen. Sie kann grundsätzlich aus einem Kunststoff hergestellt sein. Je nach den vorherrschenden Druckverhältnissen kann die Zarge jedoch auch aus einem Metall hergestellt sein. Bei einer vorgesehenen Durchströmungs richtung des Filterkörpers von radial innen nach radial außen ist vorgesehen, dass sich die innere Filterschicht radial an der Zarge abstützt. Dies kann unmit telbar erfolgen. Zur Vermeidung einer Beschädigung der inneren Filterschicht durch Relativbewegungen an der Zarge kann radial zwischen der inneren Filter schicht und der Zarge noch eine geeignete Schutzschicht vorgesehen sein. Es ist klar, dass auch diese Schutzschicht ebenso wie die Zarge von der zu reinigenden Flüssigkeit durchströmbar ist. Die Zarge kann insbesondere als Lochblech aus gestaltet sein. Zweckmäßig kann das Entölungsfilter außerdem zwei Endscheiben aufweisen, die jeweils an einer axialen Stirnseite des Filterkörpers angeordnet sind und je weils mit der äußeren Filterschicht und mit der inneren Filterschicht fest verbun den sind. Sofern die vorstehend genannte Zarge vorhanden ist, können die End scheiben grundsätzlich auch mit dieser Zarge fest verbunden sein. Die Endschei ben bilden eine axiale Abdichtung des Filterkörpers und vereinfachen die Einbin dung des Entölungsfilters in ein geeignetes Filtergehäuse einer Entölungseinrich tung.

Bei einer anderen vorteilhaften Ausführungsform kann das Entölungsfilter außer dem einen Vorspannmantel aufweisen, der radial außen mit radialer Vorspan nung am Filterkörper anliegt. Der Vorspannmantel besteht aus einem elastisch verformbaren Material, das zum Aufziehen auf den Filterkörper elastisch aufge weitet werden muss, wodurch eine radial nach innen gerichtete Vorspannung entsteht. Insbesondere kann der Vorspannmantel als Schrumpfmantel ausgestal tet sein, der radial außen auf den Filterkörper, vorzugsweise thermisch, aufge schrumpft ist und vorgespannt daran anliegt. Der Vorspannmantel bzw. der Schrumpfmantel besteht dabei aus einem Material, das ebenfalls vom Wasser durchströmbar ist. Der Vorspannmantel bzw. der Schrumpfmantel kann zur Stabi lisierung der äußeren Filterschicht des Filterkörpers dienen. Insbesondere bei Ausführungsformen, bei denen mehrere Formkörper aus Mineralwolle verwendet werden, um die äußere Filterschicht zu bilden, kann der Vorspannmantel bzw. der Schrumpfmantel dazu dienen, die einzelnen Formkörper relativ zueinander zu fixieren. Mit anderen Worten, der jeweilige Mantel bewirkt eine Lagefixierung der separaten Formkörper innerhalb der äußeren Filterschicht.

Die vorstehend genannten Endscheiben können auf geeignete Weise mit der je weiligen daran angrenzenden Filterschicht fest und dicht verbunden sein. Denk- bar ist beispielsweise eine Klebeverbindung. Eine solche Klebeverbindung kommt bevorzugt dann zum Einsatz, wenn die jeweilige Endscheibe als Schale ausgestaltet ist, vorzugsweise aus Metall, in welche der Filterkörper bzw. die Fil terschichten axial stirnseitig eingesetzt sind. Ebenso ist denkbar, die Endschei ben, wenn sie aus einem Kunststoff bestehen, durch eine Plastifizierung mit der jeweiligen Filterschicht bzw. mit dem Filterkörper fest zu verbinden. Beim Plastifi zieren wird der Kunststoff der Endscheiben durch eine thermische Behandlung so weit verflüssigt, dass die jeweilige Filterschicht in den Kunststoff der jeweiligen Endscheibe eingebettet werden kann ohne dabei selbst zu schmelzen. Ebenso ist denkbar, die Endscheiben aus Kunststoff an die jeweilige Filterschicht anzu schäumen bzw. anzuspritzen.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann die innere Filterschicht stern förmig gefaltet sein, um auf diese Weise die durchströmte Oberfläche der inneren Filterschicht signifikant zu vergrößern. Zweckmäßig können dabei Endfalten, die in der Umfangsrichtung aneinandergrenzen, durch eine Längsnahtverklebung aneinander befestigt sein. Hierdurch wird die gefaltete, ringförmige innere Filter schicht in der Umfangsrichtung dicht verschlossen. Eine besonders hohe Druckstabilität kann dadurch erreicht werden, dass die Längsnahtverklebung so ausgeführt wird, dass die Klebstoffmasse die an die jeweilige Endfalte über einen Falz unmittelbar angrenzende vorletzte Falte benetzt und die freien Endkanten der Endfalten radial abdeckt. Außerdem füllt der Klebstoff die jeweilige Tasche aus, die zwischen der jeweiligen Endfalte und der daran angrenzenden vorletzten Falte ausgebildet ist. Hierdurch werden die aneinander anliegenden Endfalten an der der äußeren Filterschicht zugewandten Außenseite der inneren Filterschicht an drei Seiten eingefasst. Hierdurch wird eine besonders hohe Druckbeständig keit und Dichtigkeit realisiert. Die mittels Adsorption oder Absorption oder Adhäsion oder einer beliebigen Kombination daraus gebildete Rückhaltewirkung des Entölungsfilters für Öl bzw. die Coalescerwirkung des Entölungsfilters kann optional durch die nachfolgenden Maßnahmen verbessert werden, wobei die genannten Maßnahmen alternativ oder in beliebiger Kombination oder bevorzugt kumulativ realisiert werden kön nen.

Beispielsweise kann die äußere Filterschicht oleophil und hydrophob ausgestaltet sein.

Beispielsweise kann die Mineralwolle der äußeren Filterschicht oleophil und hyd rophob ausgestaltet sein.

Beispielsweise kann die Mineralwolle der äußeren Filterschicht mittels eines Phenolharzes oder mittels eines Epoxidbinders oleophil und hydrophob ausge staltet sein, mit dem die Mineralwolle formstabilisiert ist. Diese Formstabilisierung der Mineralwolle mittel Flarz ist bereits weiter oben vorgestellt worden.

Beispielsweise kann die Hauptfilterlage oleophil und hydrophil ausgestaltet sein.

Beispielsweise kann die Hauptfilterlage Glasfasern aufweisen und mittels eines Binders, vorzugsweise mittels eines Acrylatbinders, oleophil und hydrophil aus gestaltet sein, mit dem die Glasfasern stabilisiert sind, also aneinander festgelegt sind.

Beispielsweise kann die Vorfilterlage oleophil und hydrophob ausgestaltet sein.

Beispielsweise kann die Vorfilterlage Zellulosefasern aufweisen und mittels eines Phenolharzes oder mittels eines Epoxidharzes oleophil und hydrophob ausgestal- tet sein, mit dem die Zellulosefasern stabilisiert sind, also aneinander festgelegt sind.

Vorteilhaft kann die Hauptfilterlage oleophil und hydrophil ausgestaltet sein, wäh rend gleichzeitig die Vorfilterlage oleophil und hydrophob ausgestaltet ist.

Besonders vorteilhaft kann die äußere Filterschicht oleophil und hydrophob aus gestaltet sein, während einerseits die Hauptfilterlage oleophil und hydrophil aus gestaltet ist und andererseits die Vorfilterlage oleophil und hydrophob ausgestal tet ist.

Zweckmäßig ist eine Ausführungsform, bei welcher die Hauptfilterlage eine Glas faserschicht aufweist oder durch eine Glasfaserschicht gebildet ist und bei wel cher die Vorfilterlage eine Zellulosefaserschicht bzw. eine Zelluloseschicht auf weist oder durch eine Zelluloseschicht gebildet ist, wobei die Zelluloseschicht der Vorfilterlage direkt an der Glasfaserschicht der Hauptfilterlage anliegt. Hierdurch werden Hauptfilterlage und Vorfilterlage zusammenfasst, so dass sie eine Einheit bilden. Insbesondere lässt sich dadurch bei vorgegebener Filtrationsfläche das Packmaß reduzieren bzw. bei vorgegebenem Packmaß die zur Verfügung ste hende Filtrationsfläche vergrößern. Dabei kann optional vorgesehen sein, die Vorfilterlage an der Hauptfilterlage bzw. die Zelluloseschicht an der Glasfaser schicht mittels eines Klebstoffs zu fixieren.

Besonders vorteilhaft ist dabei eine Weiterbildung, bei der die Glasfasern der Glasfaserschicht der Hauptfilterlage mittels eines Acrylatbinders stabilisiert sind, während die Zellulosefasern der Zellulosefaserschicht der Vorfilterlage mittels eines Phenolharzes stabilisiert sind. Hierdurch kann die Coalescerwirkung bzw. die Entölungswirkung verbessert werden. Eine erfindungsgemäße Entölungseinrichtung zum Abscheiden von Öl aus Was ser umfasst ein Filtergehäuse und ein Entölungsfilter der vorstehend beschriebe nen Art, das im Filtergehäuse angeordnet ist. Des Weiteren kann die Entölungs einrichtung zweckmäßig mit einem Rohwassereinlass, durch den mit Öl verunrei nigtes Wasser zuführbar ist, und mit einem Reinwasserauslass ausgestattet sein, durch den von Öl befreites Wasser abführbar ist. Ferner kann zweckmäßig ein Ölauslass vorgesehen sein, durch den aus dem Wasser abgeschiedenes Öl ab führbar ist. Der im Filtergehäuse angeordnete Entölungsfilter trennt im Filterge häuse zweckmäßig einen mit dem Rohwassereinlass fluidisch verbundenen Roh raum von einem mit dem Reinwasserauslass fluidisch verbundenen Reinraum. Der Ölauslass führt das abgeschiedene Öl zweckmäßig auf der Rohseite, also aus dem Rohraum ab.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung kann die Entölungseinrichtung außer dem ein bezüglich der Wasserströmung stromauf des Entölungsfilters angeord netes Entölungsvorfilter aufweisen. Das Entölungsvorfilter kann einen vollzylindri schen Vorfilterkörper aufweisen, der axial durchströmbar ist. Besonders vorteil haft ist dabei eine Ausführungsform, bei welcher der Vorfilterkörper durch ein spi ralförmig aufgewickeltes Bahnmaterial gebildet ist. Mit Hilfe eines derartigen Ent- ölungsvorfilters lässt sich die Emulsion bzw. Dispersion aus Öl in Wasser bei der Durchströmung des Entölungsvorfilters so weit auftrennen, dass sich stromab des Entölungsvorfilters, insbesondere in einer Beruhigungszone mit reduzierter Strömungsgeschwindigkeit, eine schwerkraftbedingte Separation von Öl und Wasser aufgrund der unterschiedlichen Dichten einstellt. Insoweit lässt sich mit Hilfe eines derartigen Entölungsvorfilters eine effiziente Vorabscheidung von Öl realisieren, so dass im nachgeordneten Entölungsfilter, das quasi als Entölungs hauptfilter dient, kleine und kleinste Ölpartikel aus dem Wasser abgeschieden werden können. Die Verwendung eines spiralförmig aufgewickelten Bahnmaterials zur Realisie rung des vollzylindrischen Vorfilterkörpers hat sich dabei als besonders preiswert herausgestellt.

Entsprechend einer besonders vorteilhaften Ausführungsform kann das aufgewi ckelte Bahnmaterial im Vorfilterkörper radial komprimiert sein. Hierdurch wird die Struktur des Bahnmaterials innerhalb des Vorfilterkörpers verdichtet, was die Se parationswirkung bzw. Abscheidewirkung des Entölungsvorfilters verbessert.

Besonders vorteilhaft ist dabei eine Ausgestaltung, bei welcher das aufgewickelte Bahnmaterial im Vorfilterkörper um mindestens 3 %, insbesondere um mindes tens 5 %, komprimiert ist. Denkbar ist auch eine Kompression von mehr als 10 %. Bevorzugt ist die Kompression jedoch geringer als 20 %. Diese Kompression ist dabei im Vergleich zum nicht komprimierten Ausgangszustand des Bahnmateri als zu verstehen.

Besonders vorteilhaft hat sich dabei eine Ausführungsform herausgestellt, bei der das Bahnmaterial durch ein dreidimensionales Wirrgelege aus Kunststoff gebildet ist. Ein derartiges dreidimensionales Wirrgelege ist beispielsweise aus der DE 10061 839 B4 bekannt. Es hat sich gezeigt, dass ein Entölungsvorfilter, des sen Vorfilterkörper mithilfe des Wirrgeleges hergestellt ist, eine besonders effizi ente Vorabscheidung für das Öl ermöglicht. Außerdem lässt sich ein derartiges Wirrgelege preiswert beschaffen, so dass das Entölungsvorfilter preiswert her stellbar ist.

Zusätzlich oder alternativ kann das Bahnmaterial durch ein ungerichtetes Faden gelege aus Kunststoff gebildet sein. Je nach Konfiguration kann ein derartiges Fadengelege einem Wirrgelege entsprechen. Insbesondere können dann die Be griffe „Wirrgelege“ und „ungerichtetes Fadengelege“ Synonyme sein. Beim Fa- dengelege bzw. beim Wirrgelege wird zumindest ein Kunststofffaden flächig, also zweidimensional und übereinander, also dreidimensional, verlegt. An den Kon taktstellen erfolgt eine feste Verbindung, in der Regel durch Fusion. Zweckmäßig wird gleichzeitig eine Vielzahl von Kunststofffäden gelegt, wodurch sich das Bahnmaterial besonders preiswert hersteilen lässt.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann das Bahnmaterial, insbesonde re das Wirrgelege bzw. das Fadengelege, aus Polypropylen hergestellt sein.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Un teransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschrei bung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, son dern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, oh ne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen darge stellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder ähnliche oder funktional gleiche Kompo nenten beziehen.

Es zeigen, jeweils schematisch,

Fig. 1 eine stark vereinfachte, schaltplanartige Prinzipdarstellung einer

Entölungseinrichtung, Fig. 2 ein vereinfachter Querschnitt eines Entölungsfilters der Entölungs einrichtung,

Fig. 3 ein vergrößertes Detail III des Entölungsfilters aus dem Querschnitt der Fig. 2,

Fig. 4 ein vereinfachter Querschnitt eines Entölungsvorfilters der Ent ölungseinrichtung,

Fig. 5 ein vereinfachter Längsschnitt des Entölungsvorfilters,

Fig. 6 eine Draufsicht auf einen Abschnitt eines Bahnmaterials zur Bildung des Entölungsvorfilters,

Fig. 7 eine stark vereinfachte Schnittansicht einer inneren Filterschicht des

Entölungsfilters in einer ersten Ausführungsform,

Fig. 8 eine stark vereinfachte Schnittansicht einer inneren Filterschicht des

Entölungsfilters in einer zweiten Ausführungsform.

Entsprechend Figur 1 umfasst eine Entölungseinrichtung 1, die zum Abscheiden von Öl aus Wasser dient, ein Filtergehäuse 2, einen Rohwassereinlass 3, einen Reinwasserauslass 4 und zumindest einen Ölauslass 5. Außerdem ist ein Ent ölungsfilter 6 vorgesehen, das im Filtergehäuse 2 angeordnet ist. Der Rohwas sereinlass 3 ermöglicht eine Zuführung von Wasser, das mit Öl verunreinigt ist. Der Reinwasserauslass 4 ermöglicht ein Abführen von Wasser, das mehr oder weniger von Öl befreit ist. Der Ölauslass 5 ermöglicht ein Abführen von Öl, das aus dem Wasser abgeschieden ist. Das Entölungsfilter 6 trennt im Filtergehäuse 2 einen Rohraum 7, der mit dem Rohwassereinlass 3 fluidisch verbunden ist, von einem Reinraum 8, der mit dem Reinwasserauslass 4 fluidisch verbunden ist. Zweckmäßig ist der Ölauslass 5 an den Rohraum 7 angeschlossen.

Im gezeigten Beispiel der Figur 1 ist die Entölungseinrichtung 1 außerdem mit einem Entölungsvorfilter 9 ausgestattet, das in einem Vorfiltergehäuse 10 unter gebracht ist. Bezüglich der Wasserströmung, die in Figur 1 durch Pfeile angedeu tet ist, ist das Entölungsvorfilter 9 stromauf des Entölungsfilters 6 angeordnet. Dieses Entölungsvorfilter 9 trennt im Vorfiltergehäuse 10 einen weiteren Roh raum 11, der mit dem Rohwassereinlass 3 fluidisch verbunden ist, von einem weiteren Reinraum 12, der mit dem Reinwasserauslass 4 fluidisch verbunden ist. Des Weiteren ist ein weiterer Ölauslass 13 vorgesehen, der an eine Beruhi gungsstrecke 14 angeschlossen ist, die sich zwischen dem Vorfiltergehäuse 10 und dem Filtergehäuse 2 erstreckt. Im Entölungsvorfilter 9, das nach Art eines Separators arbeitet, erfolgt eine Auftrennung der Öl-Wasser-Emulsion bzw. Öl- Wasser-Dispersion, zumindest teilweise, derart, dass in der nachfolgenden Beru higungsstrecke 14 aufgrund der unterschiedlichen Dichte von Öl und Wasser schwerkraftbedingt eine Separation von Öl und Wasser stattfinden kann. Inner halb der Beruhigungsstrecke 14 ist in Figur 1 eine Separationslinie 15 mit unter brochener Linie angedeutet. Oberhalb davon befindet sich das Öl. Unterhalb da von befindet sich das vorgereinigte Wasser, das jedoch noch immer mit Öl verun reinigt ist. Im nachfolgenden Entölungsfilter 6 folgt ein Abscheiden des restlichen Öls bis zu einem gewünschten Abscheidegrad, wobei das abgeschiedene Öl im Entölungsfilter 6 angesammelt und davon über den Ölauslass 5 abführbar ist.

Das Entölungsfilter 6 wirkt dabei nach Art eines Coalescers, so dass das mit dem Entölungsfilter6 in Kontakt kommende Öl daran anhaftet, zu größeren Tropfen koaliert und letztlich abführbar ist.

Entsprechend Figur 2 umfasst das Entölungsfilter 6 einen hohlzylindrischen Fil terkörper 16, der radial von Wasser durchströmbar ist, und zwar vorzugsweise von radial innen nach radial außen. Eine entsprechende Durchströmung ist dabei durch einen Pfeil angedeutet und mit 17 bezeichnet. Die Radialrichtung verläuft dabei senkrecht zu einer Axialrichtung, die parallel zu einer Längsmittelachse 18 des Filterkörpers 16 verläuft, die in Figur 2 senkrecht auf der Zeichnungsebene steht. Außerdem ist in Figur 2 eine Umfangsrichtung 19 durch einen Doppelpfeil angedeutet, die um die Längsmittelachse 18 umläuft.

Der Filterkörper 16 weist eine zylindrisch angeordnete äußere Filterschicht 20 und eine zylindrisch angeordnete innere Filterschicht 21 auf, die radial innerhalb der äußeren Filterschicht 20 angeordnet ist. Im Betrieb ist das Entölungsfilter 6 bevorzugt von radial innen nach radial außen durchströmt, so dass die innere Filterschicht 21 vor der äußeren Filterschicht 20 durchströmt wird. Die äußere Filterschicht 20 ist mit Mineralwolle 22 gebildet, die innere Filterschicht 21 ist mit einem mehrlagigen Filtermaterial 23 gebildet.

Entsprechend Figur 3 umfasst das mehrlagige Filtermaterial 23 der inneren Fil terschicht 21 eine innenliegende Vorfilterlage 24, die von der äußeren Filter schicht 20 abgewandt ist, und eine außenliegende Hauptfilterlage 25, die der äu ßeren Filterschicht 20 zugewandt ist. Vorfilterlage 24 und Hauptfilterlage 25 un terscheiden sich durch ihre Porengröße, wobei die Porengröße in der Hauptfilter lage 25 kleiner ist als in der Vorfilterlage 24. Beispielsweise ist die Porengröße in der Vorfilterlage 24 mindestens fünf Mal größer als in der Hauptfilterlage 25. Bei spielsweise kann die Vorfilterlage 24 eine Porengröße im Bereich von 60-120 pm aufweisen. Bevorzugt ist dabei eine Ausführungsform, bei der die Vorfilterlage eine Porengröße von 90 ± 15 pm aufweist. Zweckmäßig kann die Hauptfilterlage 25 eine Porengröße im Bereich von 6-14 pm aufweisen. Bevorzugt ist dabei eine Ausführungsform, bei der die Hauptfilterlage eine Porengröße von 10 ± 2 pm aufweist. Gemäß den Fig. 7 und 8 kann die Vorfilterlage 24 als Zellulosematerial bzw. Zel lulosefaserschicht oder Zelluloseschicht 49 ausgestaltet sein und dementspre chend als Hauptbestandteil Zellulosefasern aufweisen, die insbesondere mit ei nem Harz, wie zum Beispiel Phenolharz, fixiert bzw. stabilisiert sein können. Ins besondere kann die Vorfilterlage 24 durch ein Zellulosevlies gebildet sein. Zweckmäßig kann die Hauptfilterlage 25 als Glasfasermaterial bzw. Glasfaser schicht 50 ausgestaltet sein und dementsprechend als Hauptbestandteil Glasfa sern aufweisen.

Vorteilhaft ist dabei gemäß Fig. 7 eine Ausführungsform, bei der die Hauptfilterla ge 25 eine Sandwichstruktur 51 aufweist, die einen durch die Glasfasern gebilde ten Kern, also die Glasfaserschicht 50 sowie eine Schutzschicht 52, vorzugswei se jedoch zwei Schutzschichten 52 aus Kunststoff aufweist, die den Kern aus Glasfasern beidseitig kaschieren. Der Kunststoff für die Schutzschichten 52 kann beispielsweise PET sein, also Polyethylenterephthalat. Innerhalb der Sandwich struktur 51 können die Schutzschichten 52 die Glasfasern des Kerns positionie ren und fixieren. In Fig. 7 sind die Vorfilterlage 24 und die Hauptfilterlage 25 se parate Filtermaterialien. Die Vorfilterlage 24 kann dabei abweichend zur Darstel lung der Fig. 7 unmittelbar an der Hauptfilterlage 25 anliegen, wie z.B. in Fig. 3 gezeigt.

Besonders vorteilhaft ist gemäß Fig. 8 eine alternative Ausführungsform, bei wel cher die gesamte innere Filterschicht 21 als Sandwichstruktur 53 ausgestaltet ist. Hierdurch sind die Vorfilterlage 24 und die Hauptfilterlage 25 in einem gemein samen Filtermaterial zusammengefasst. In dieser Sandwichstruktur 53 ist die als Glasfaserschicht 50 ausgestaltete Hauptfilterlage 25 direkt an der als Zellulose schicht 49 ausgestalteten Vorfilterlage 24 der aus Zellulosefasern angeordnet. Vorzugsweise kann die Zelluloseschicht 49 mittels eines Klebstoffs 54, vorzugs- weise mittels eines Hotmelts, an der Glasfaserschicht 50 fixiert sein. Optional kann gemäß Fig. 8 an der von der Vorfilterlage 24 abgewandten Seite der Haupt filterlage 25, also an der Abstromseite zusätzlich noch eine Schutzschicht 52 aus Kunststoff, wie zum Beispiel Polyethylenterephthalat (PET), an der Hauptfilterla ge 25 angeordnet sein und mit einem Klebstoff 54, insbesondere mittels eines Hotmelts, daran gehalten bzw. fixiert sein. Dadurch wird innerhalb der Sandwich struktur 53 der inneren Filterschicht 21 die vorstehend zu Fig. 7 vorgestellte Sandwichstruktur 51 der Hauptfilterlage 25 mit einseitiger Kaschierung realisiert. Im Beispiel der Fig. 8 ist somit ein Glasfaserkern, also die Glasfaserschicht 50 zwischen der Schutzschicht 52 und der Zelluloseschicht 49 angeordnet, um die Sandwichstruktur 53 der inneren Filterschicht 21 zu bilden.

Die Mineralwolle 22 der äußeren Filterschicht 20 kann mit einem Harz formstabi lisiert sein, derart, dass die mit Harz formstabilisierte Mineralwolle 22 zumindest einen Formkörper 26 bildet. Dabei kann vorgesehen sein, dass die gesamte äu ßere Filterschicht 20 durch einen einzigen solchen Formkörper 26 gebildet ist. Ebenso können mehrere derartige Formkörper 26 vorgesehen sein, die zusam mengesetzt die äußere Filterschicht 20 bilden. Beispielsweise können mehrere Formkörper 26 axial aneinander anliegen, um die äußere Filterschicht 20 zu bil den. Das Harz zur Formstabilisierung der Mineralwolle 22 kann durch eine Mi schung aus Phenol und Formaldehyd gebildet sein. Die Mineralwolle 22 ist be vorzugt durch Steinwolle gebildet.

Gemäß den Figuren 2 und 3 kann der Filterkörper 16 außerdem eine zylindrische Zarge 27 aufweisen, die radial zwischen der äußeren Filterschicht 20 und der inneren Filterschicht 21 angeordnet ist. Zweckmäßig stützen sich die äußere Fil terschicht 20 und die innere Filterschicht 21 radial an der Zarge 27 ab. Die Zarge 27 besitzt eine für das Wasser durchlässige Struktur. Beispielsweise kann die Zarge 27 als Lochblech oder als Gitter konzipiert sein. Bevorzugt ist die Zarge 27 aus einem Metall hergestellt, so dass sie hohe Druckdifferenzen abstützen kann.

Das Entölungsfilter 6 kann außerdem zwei hier nicht gezeigte Endscheiben auf weisen, die jeweils an einer axialen Stirnseite des zylindrischen Filterkörpers 16 angeordnet sind und die jeweils mit der äußeren Filterschicht 20 und der inneren Filterschicht 21 fest verbunden sind. Sofern wie hier auch die Zarge 27 vorhan den ist, können diese Endscheiben zweckmäßig auch mit dieser Zarge 27 fest verbunden sein.

Gemäß den Figuren 2 und 3 kann das Entölungsfilter 6 außerdem mit einem Vor spannmantel 28 ausgestattet sein. Der Vorspannmantel 28 umhüllt den gesam ten Filterkörper 16 in der Umfangsrichtung 19 und liegt zweckmäßig radial außen unter radialer Vorspannung am Filterkörper 16 und somit an der äußeren Filter schicht 20 an. Insbesondere kann dieser Vorspannmantel 28 als Schrumpfmantel 29 konzipiert sein, der radial außen auf den Filterkörper 16 bzw. auf die äußere Filterschicht 20 aufgeschrumpft ist und dadurch unter radialer Vorspannung da ran anliegt. Insbesondere kann dadurch die äußere Filterschicht 20 radial gegen die Zarge 27 vorgespannt sein.

Gemäß den Figuren 2 und 3 kann bei einer bevorzugten Ausführungsform vorge sehen sein, dass die innere Filterschicht 21 sternförmig gefaltet ist, also aus ei nem gefalteten bahnförmigen Filtermaterial gebildet ist. Das quasi endlos bereit gestellte Bahnenmaterial wird dabei gefaltet und dann zylindrisch angeordnet. In der Folge kommen Umfangsenden 30 des ringförmig angeordneten, gefalteten Filtermaterials in der Umfangsrichtung 19 aneinander zur Anlage. Das gefaltete Filtermaterial besitzt an jedem Umfangsende 30 eine Endfalte 31 , wobei die bei den Endfalten in der Umfangsrichtung 19 aneinander anliegen. Zweckmäßig sind die beiden Endfalten 31 durch eine Längsnahtverklebung 32 aneinander befes- tigt. Gleichzeitig wird dadurch der Stoß des gefalteten Filtermaterials radial abge dichtet. In Figur 3 ist eine besondere Ausführungsform für diese Längsnahtver klebung 32 wiedergegeben. Die Längsnahtverklebung 32 ist hier so ausgeführt, dass die Endfalten 31 darin eingebettet sind. Hierzu füllt eine Klebstoffmasse 33 der Längsnahtverklebung 32 Taschen 34 aus, die jeweils zwischen der jeweiligen Endfalte 31 und einer über einen Falz 35 unmittelbar daran anschließenden wei teren Falte 36 ausgebildet ist. Außerdem umgreift die Klebstoffmasse 33 die freien Kanten 37 der Endfalten 31 radial außen.

Entsprechend den Figuren 4 und 5 besitzt das vorstehend mit Bezug auf Fig. 1 vorgestellte Entölungsvorfilter 9 einen vollzylindrischen Vorfilterkörper 38, der axial durchströmbar ist. Eine Durchströmung des Vorfilterkörpers 38 ist in Figur 5 durch entsprechende Strömungspfeile 39 angedeutet. Auch hier wird die Axial richtung des Entölungsvorfilters 9 durch den zylindrischen Vorfilterkörper 38 defi niert. Der Vorfilterkörper 38 besitzt nämlich eine Längsmittelachse 40, welche die Axialrichtung des Entölungsvorfilters 9 definiert. Die Axialrichtung erstreckt sich parallel zur Längsmittelachse 40. Die zugehörige Radialrichtung verläuft quer zur Axialrichtung und steht insbesondere senkrecht auf der Längsmittelachse 40. Die zugehörige Umfangsrichtung 41 läuft um die Längsmittelachse 40 um.

Der vollzylindrische Vorfilterkörper 38 ist gemäß einer bevorzugten und in den Figuren 4 und 5 gezeigten Ausführungsform durch ein Bahnmaterial 42 gebildet, das bezüglich der Längsmittelachse 40 bevorzugt spiralförmig aufgewickelt ist. Zur Realisierung des Vollkörpers liegt ein inneres Längsende 43 des Bahnmate rials 42 im Bereich der Längsmittelachse 40, während ein äußeres Längsende 44 des Bahnmaterials 42 am Außenumfang des Vorfilterkörpers 38 liegt.

Das hierbei zum Einsatz kommende Bahnmaterial 42 ist flexibel, so dass es ei nerseits einfach spiralförmig gewickelt werden kann. Andererseits lässt sich das Bahnmaterial 42 auch elastisch komprimieren. Bevorzugt ist das aufgewickelte Bahnmaterial 42 im Vorfilterkörper 38 radial komprimiert, und zwar insbesondere um mindestens 3 oder 4 oder 5 %. Das bedeutet, dass im komprimierten Zu stand, also innerhalb des eingebauten Vorfilterkörpers 38 eine radiale Wandstär ke 45 des komprimierten Bahnmaterials 42 zumindest 3 oder 4 oder 5 % geringer ist als in einem nicht komprimierten Ausgangszustand, also insbesondere bevor das Bahnmaterial 42 spiralförmig zum Vorfilterkörper 38 aufgewickelt ist.

Gemäß Figur 6 kann das hierbei zum Einsatz kommende Bahnmaterial 42 vor zugsweise durch ein dreidimensionales Wirrgelege 46 bzw. durch ein ungerichte tes Fadengelege 47 gebildet sein. Das Wirrgelege 46 bzw. das Fadengelege 47 wird mit Hilfe wenigstens eines Kunststofffadens 48, vorzugsweise mit Hilfe einer Vielzahl von Kunststofffäden 48 hergestellt, wobei die Fäden 48 ungerichtet drei dimensional gelegt werden und an Kontaktstellen miteinander verbunden werden, insbesondere durch Fusionsverbindungen. Beispielsweise können die Fäden 48 in einem teilplastischen Zustand gelegt werden, so dass sich im Bereich der Be rührstellen automatisch Fusionsverbindungen einstellen.

Besonders vorteilhaft wird das Bahnmaterial 42 aus Kunststoff hergestellt, wobei Polypropylen bevorzugt wird. Insbesondere können die vorstehend genannten Fäden 48 aus Polypropylen bestehen.

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