Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
OPERATING MEDIUM STORAGE DEVICE FOR A VEHICLE, VEHICLE HAVING AN OPERATING MEDIUM STORAGE DEVICE, AND OPERATING MEDIUM FILLING METHOD FOR A VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/050788
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to an operating medium storage device, which comprises a housing, storing devices in the housing, and discharge devices for discharging from the housing, wherein the housing, the storing devices in the housing, and the discharge devices for discharging from the housing are designed together as an operating medium module on or in a vehicle that can be exchanged. The invention further relates to a vehicle having an operating medium storage device, wherein the operating medium storage device is detachably attached in an exchangeable manner in or on the vehicle by means of locking or blocking devices and contains discharge connection devices for coupling to operating medium line devices in the vehicle, wherein the discharge connection devices of the operating medium storage device and the operating medium line devices in the vehicle are automatically disconnected and reconnected when the operating medium storage device is exchanged. The invention further relates to an operating medium filling method for a vehicle, wherein at an exchange station an at least partially drained first operating medium storage device is removed from or out of the vehicle and replaced with a second operating medium storage device having a higher fill level than the first operating medium storage device.

Inventors:
GRUENHAGEL OTTO (DE)
Application Number:
PCT/DE2010/001268
Publication Date:
May 05, 2011
Filing Date:
October 29, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
CONSULTING DEV & IND RES GMBH (AT)
GRUENHAGEL OTTO (DE)
International Classes:
B60K15/00
Domestic Patent References:
WO2003091620A12003-11-06
Foreign References:
US20080042028A12008-02-21
DE102008012406A12009-09-10
FR2857630A12005-01-21
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
SEEGER ⋅ SEEGER ⋅ LINDNER (DE)
Download PDF:
Claims:
Ansprüche

1. Betriebsmittelvorratseinrichtung, die mit einem Gehäuse, Speichereinrichtungen in dem Gehäuse und Abführeinrichtungen aus dem Gehäuse ausgebildet ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Gehäuse, die Speichereinrichtungen in dem Gehäuse und die Abführeinrichtungen aus dem Gehäuse zusammen als an oder in einem Fahrzeug auswechselbares Betriebsmittelmodul gestaltet sind.

2. Betriebsmittelvorratseinrichtung nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Betriebsmittelmodul Füllstandsmesseinrichtungen und wenigstens eine Ausgabeschnittstelle zur Ausgabe von Füllstandsinformationen enthält und/oder eine Erfassungsschnittstelle zum Anschluss von externen Füllstandserfassungseinrichtungen enthält.

3. Betriebsmittelvorratseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,

dass Gesamtkapazitätsausgabeeinrichtungen und/oder Zu- standsausgabeeinrichtungen jeweils in Verbindung mit einer/der Ausgabeschnittstelle und/oder Gesamtkapazitätser- fassungseinrichtungen und/oder Zustandserfassungseinrich- tungen jeweils in Verbindung mit einer/der Erfassungsschnittstelle enthalten sind.

4. Betriebsmittelvorratseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Betriebsmittelmodul für eine automatische Auswechseldurchführung ausgelegt ist.

5. Betriebsmittelvorratseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Betriebsmittelmodul Identifikationseinrichtungen enthält, die für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge verwendbar sind.

6. Betriebsmittelvorratseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass Abgabeanschlusseinrichtungen zur Ankopplung an Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug vorgesehen sind.

7. Betriebsmittelvorratseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass an dem Gehäuse Einführ- und Arretiereinrichtungen zum Zusammenwirken mit Gegeneinrichtungen im oder am Fahrzeug beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung vorgesehen sind.

8. Betriebsmittelvorratseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass Sicherungseinrichtungen enthalten sind, die einen Be¬ trieb eines mit der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs nur bei Bestätigung der korrekten Montage der Betriebsmittelvorratseinrichtung in oder an einem Fahrzeug ermöglichen.

9. Betriebsmittelvorratseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Speichereinrichtungen Akkumulatoreinrichtungen zur Speicherung von Strom enthalten und so für eine Versorgung eines Elektroantriebs eines Fahrzeugs ausgelegt sind.

10. Betriebsmittelvorratseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Betriebsmittelmodul bei einer Auslegung zur Lieferung von Strom an einen Elektroantrieb eines Fahrzeugs mit Vorzug Stromerzeugungseinrichtungen, wie insbesondere

BrennstoffZelleneinrichtungen enthält .

11. Betriebsmittelvorratseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Speichereinrichtungen wenigstens einen Behälter enthalten, der zur Aufnahme., Aufbewahrung und Abgabe von flüssigen oder gasförmigen Betriebsmitteln ausgelegt ist.

12. Fahrzeug mit einer Betriebsmittelvorratseinrichtung,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Betriebsmittelvorratseinrichtung mittels Arretieroder Sperrvorrichtungen lösbar und auswechselbar in oder an dem Fahrzeug angebracht ist und Abgabeanschlusseinrichtungen zur Ankopplung an Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug enthält, wobei die Abgabeanschlusseinrichtungen der Betriebsmittelvorratseinrichtung und die Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung automatisch getrennt und wieder verbunden werden.

13. Fahrzeug nach Anspruch 12,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Betriebsmittelvorratseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 ausgebildet ist.

14. Fahrzeug nach Anspruch 12 oder 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass Eine andere bevorzugte Weiterbildung besteht darin, dass das Fahrzeug über Fahrzeugfüllstandsmesseinrichtungen und wenigstens eine Anschlussschnittstelle zum Anschluss der Fahrzeugfüllstandsmesseinrichtungen an eine Erfassungsschnittstelle der Betriebsmittelvorratseinrichtung enthält.

15. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 12 bis 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass fahrzeugseitig Gesamtkapazitätserfassungseinrichtungen und/oder Zustandserfassungseinrichtungen jeweils in Verbindung mit einer/der fahrzeugseitigen Anschlussschnittstelle vorgesehen sind.

16. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 12 bis 15,

dadurch gekennzeichnet,

dass es für eine automatische Auswechseldurchführung der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgelegt ist.

17. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 12 bis 16,

dadurch gekennzeichnet,

dass für die Betriebsmittelvorratseinrichtung Identifika- tionserfassungseinrichtungen enthalten sind, die für unmit¬ telbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge verwendbar sind.

18. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 12 bis 17,

dadurch gekennzeichnet,

dass Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug zur automatischen Trennung und Wiederverbindung bezüglich Abga¬ beanschlusseinrichtungen der Betriebsmittelvorratseinrich- tung beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung vorgesehen sind.

19. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 12 bis 18,

dadurch gekennzeichnet,

dass fahrzeugseitige Einführ- und Arretiereinrichtungen zum Zusammenwirken mit Gegeneinrichtungen an der Betriebsmittelvorratseinrichtung beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung vorgesehen sind.

20. Fahrzeug nach einem der Ansprüche 12 bis 19,

dadurch gekennzeichnet,

dass fahrzeugseitige Sicherungseinrichtungen enthalte sind, die einen Betrieb eines mit der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs nur bei Bestätigung der korrekten Montage der Betriebsmittelvorratseinrichtung in oder an dem Fahrzeug ermöglichen.

21. Betriebsmittelauffüllverfahren für ein Fahrzeug,

dadurch gekennzeichnet,

dass an einer Wechselstation eine zumindest teilweise geleerte erste Betriebsmittelvorratseinrichtung aus oder von dem Fahrzeug entnommen und durch eine zweite Betriebsmittelvorratseinrichtung mit höherem Füllzustand wie die erste Betriebsmittelvorratseinrichtung ersetzt wird.

22. Betriebsmittelauffüllverfahren für ein Fahrzeug nach Anspruch 21,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Betriebsmittelvorratseinrichtungen so ausgelegt sind, dass das Auswechseln manuell und/oder automatisiert durchgeführt werden kann.

23. Betriebsmittelauffüllverfahren für ein Fahrzeug nach Anspruch 21 oder 22,

dadurch gekennzeichnet,

dass vor einer Entnahme der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung aus oder von dem Fahrzeug der Füllzustand dieser Betriebsmittelvorratseinrichtung für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge datenmäßig ermittelt und erfasst wird.

24. Betriebsmittelauffüllverfahren für ein Fahrzeug nach einem der Ansprüche 21 bis 23,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Gesamtkapazität und/oder der Zustand der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge und/oder für die Ausgabe oder Bereitstellung der zweiten Betriebsmittelvorratseinrichtung datenmäßig ermittelt und erfasst wird.

25. Betriebsmittelauffüllverfahren für ein Fahrzeug nach einem der Ansprüche 21 bis 24,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Identität der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge datenmäßig ermittelt und erfasst wird.

26. Betriebsmittelauffüllverfahren für ein Fahrzeug nach einem der Ansprüche 21 bis 25,

dadurch gekennzeichnet,

dass Abgabeanschlusseinrichtungen der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung bezüglich Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug beim Wechseln gegen die zweite Betriebsmittelvorratseinrichtung automatisch getrennt werden und wieder ankoppeln.

27. Betriebsmittelauffüllverfahren für ein Fahrzeug nach einem der Ansprüche 21 bis 26,

dadurch gekennzeichnet,

dass beim Wechseln der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung gegen die zweite Betriebsmittelvorratseinrichtung an dem Gehäuse der Betriebsmittelvorratseinrichtungen vorgesehene Einführ- und Arretiereinrichtungen mit Gegeneinrichtungen im oder am Fahrzeug kooperieren.

28. Betriebsmittelauffüllverfahren für ein Fahrzeug nach einem der Ansprüche 21 bis 27,

dadurch gekennzeichnet,

dass Sicherungseinrichtungen enthalten sind, die einen Betrieb eines mit der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs nur bei Bestätigung der korrekten Montage der Betriebsmittelvorratseinrichtung in oder an einem Fahrzeug ermöglichen.

Description:
Betriebsmittelvorratseinrichtung für ein Fahrzeug und Fahrzeug mit Betriebsmittelvorratseinrichtung sowie Betriebsmittelauf- füllverfahren für ein Fahrzeug

Beschreibung

Die Erfindung betrifft eine Betriebsmittelvorratseinrichtung für ein Fahrzeug und Fahrzeug mit Betriebsmittelvorratseinrichtung sowie Betriebsmittelauffüllverfahren für ein

Fahrzeug .

Betriebsmittelvorratseinrichtungen für Fahrzeuge und Fahrzeuge damit sind aus der Praxis vielfältig bekannt. Fahrzeuge mit einem Otto- oder Dieselmotor als Antriebsquelle enthalten als Betriebsmittelvorratseinrichtung einen Tank für Otto- bzw.

Dieselkraftstoff. Ist das Fahrzeug mit einem Antrieb versehen, der (auch) für einen Gasbetrieb ausgelegt ist, so ist als Betriebsmittelvorratseinrichtung ebenfalls ein dann aber entsprechend angepasst gestalteter Tank vorgesehen, der zur Aufnahme von Flüssiggas dient. Für Elektroantriebe in Fahrzeugen sind als Betriebsmittelvorratseinrichtungen Akkumulatoren und/oder Brennstoffzellen im Einsatz.

Alle diese Betriebsmittelvorratseinrichtungen haben den Nachteil, dass sie, wenn das darin bevorratete Betriebsmittel zur Neige geht, wieder aufgefüllt werden müssen, was beispielsweise für Antriebe mit Otto-, Diesel- oder Gastreibstoff an Zapfsäulen von Tankstellen erfolgt, wo über Leitungen, Pumpen und Ventile von einem stationären Bodentank in die Betriebsmittelvorratseinrichtung eines Fahrzeugs, d.h. dessen entsprechenden Tank umgefüllt wird. Für Fahrzeuge mit Elektroantrieb ist bekannt, dass die erforderlichen fahrzeuginternen Akkumulatoren "an der Steckdose" aufgeladen werden. In jedem Fall ist es erforderlich, mit Schläuchen oder Kabeln zu hantieren, um das jeweilige Betriebsmittel in die fahrzeuginterne Betriebsmittelvorratseinrichtung zu befördern.

Dies ist nicht nur umständlich und zuweilen kompliziert, sondern birgt auch die Gefahr von Verschmutzungen an Händen und Kleidung der den Vorgang ausführenden Person. Aus der Presse ist dem Erfinder ein Robotersystem bekannt, das den Schlauch für eine Flüssigkeitsbetankung ohne menschliches Zutun in den Einfüllstutzen am Fahrzeug führt und den Tankvorgang automatisch ausführt. Fehler bei der Relativpositionierung zwischen Zapfsäule und Fahrzeug führen zu Fehlern beim Betankungsvor- gang, der schlimmstenfalls nicht ausgeführt werden kann. Eine wesentliche Problematik ist dabei, dass die Anschlüsse an Fahrzeugen nicht identisch angeordnet und ausgelegt sind (z.B. unterschiedliche Tankklappengestaltungen) und eben für manuelle Betankung ausgelegt sind.

Die Verbreitung von Elektrofahrzeugen ist auch deshalb gehindert, weil solche Fahrzeuge technisch bedingt nur eine kurze Reichweite haben. Egal, ob so ein Fahrzeug eine maximale Fahrstrecke von 200, 300 oder gar 400 Kilometer mit einer Akku-Ladung schafft, die Unterbrechung, die nach der maximal erzielbaren Strecke erforderlich ist, dauert selbst mit so genannten Schnelladesystemen Stunden, für die die Fahrt unterbrochen werden muss und um die die Fahrt insgesamt länger dauert. Abgesehen davon müssen unterwegs auch erst Aufladestellen gefunden werden, deren Verbreitung, wie die der Elektrofahrzeuge selbst, ebenfalls recht gering ist.

Gasbetankungsstationen sind ebenfalls nur wenig verbreitet, so dass bei der Anschaffung eines Gasfahrzeuges schon daran gedacht werden muss, ob und in welchem Umfang Betankungsstatio- nen zumindest für den üblichen Fahrzeuggebrauch lokal und regional vorhanden sind. Die Verbreitung von Gas-Tankstationen ist ebenfalls beschränkt, da nicht ohne Weiteres ein dafür erforderlicher zusätzlicher Bodentank an jeder Tankstelle mög- lieh ist. Diese Beschränkungen verhindern eine weitere Verbreitung von Gasfahrzeugen.

Die vorliegende Erfindung hat und erreicht das Ziel, die Betriebsmittelversorgung von Fahrzeugen einfacher und sicherer zu gestalten.

Vorrichtungsmäßig schafft die Erfindung dazu eine Betriebsmittelvorratseinrichtung, die mit einem Gehäuse, Speichereinrichtungen in dem Gehäuse und Abführeinrichtungen aus dem Gehäuse ausgebildet ist, wobei das Gehäuse, die Speichereinrichtungen in dem Gehäuse und die Abführeinrichtungen aus dem Gehäuse zusammen als an oder in einem Fahrzeug auswechselbares Betriebsmittelmodul gestaltet sind.

Damit können z.B. Akkumulatoren von Fahrzeugen schnell und leicht ausgetauscht werden, d.h. ein leerer oder zumindest nicht mehr ausreichend voller Akkumulator in einem Fahrzeug kann an einer Station innerhalb weniger Minuten gegen einen voll aufgeladenen Akkumulator getauscht werden, so dass dafür nicht mehr Zeit als für einen bisherigen herkömmlichen Tankvorgang eines Benzin- oder Dieselfahrzeuges benötigt wird.

Dies hilft der Verbreitung der bezüglich Umweltgesichtspunkten (Abgase, Lärm) so vorteilhaften Elektrofahrzeuge .

Für gasgetriebene Fahrzeuge ermöglicht die Erfindung einen Austausch von leeren oder zumindest nicht mehr ausreichend vollen Gastanks gegen volle Gastanks auch ohne dass eine Tankstelle über einen Bodentank für Flüssiggas verfügt. Prinzipiell funktioniert die Erfindung hier wie beim Tauschen von Propangasflaschen, nur dass eben erfindungsgemäß die Erfordernisse für Fahrzeuge erfüllt sind.

Selbst Benzin- oder Dieseltreibstoffe können, statt über Leitungen, Pumpen, Zapfhähne und Schläuche von Bodentanks in Fahrzeugtanks umgefüllt zu werden, durch Austausch leerer oder zumindest nicht mehr ausreichend voller Tanks gegen gefüllte Tanks einfach und schnell "aufgefüllt" werden, und zwar ohne die Gefahr von Verschmutzung von Händen und Kleidung. Man muss sich auch nicht den beim Umfüllen auf- und austretenden Dämpfen aussetzen, die zwar inzwischen abgesaugt werden, wie aus der Praxis bekannt ist, was aber einen zusätzlichen Aufwand an der Tankstelle erfordert und zudem Verluste beim Treibstoff mit sich bringt, was die eh nicht optimale Energiebilanz solcher Treibstoffe weiter verschlechtert.

Es ist sogar möglich, ganze BrennstoffZeileneinheiten oder auch nur deren Betriebsmittel auf diese Weise im Sinne von leer oder verbraucht gegen voll oder neu auszutauschen.

Eine bevorzugte Weiterbildung besteht darin, dass das Betriebsmittelmodul Füllstandsmesseinrichtungen und wenigstens eine Ausgabeschnittstelle zur Ausgabe von Füllstandsinformationen enthält und/oder eine Erfassungsschnittstelle zum An- schluss von externen Füllstandserfassungseinrichtungen

enthält .

Mit Vorzug können ferner Gesamtkapazitätsausgabeeinrichtungen und/oder Zustandsausgabeeinrichtungen jeweils in Verbindung mit einer/der Ausgabeschnittstelle und/oder Gesamtkapazitäts- erfassungseinrichtungen und/oder Zustandserfassungseinrichtun- gen jeweils in Verbindung mit einer/der Erfassungsschnittstelle enthalten sein.

Das Betriebsmittelmodul kann vorzugsweise für eine automatische Auswechseldurchführung ausgelegt sein.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung besteht darin, dass das Betriebsmittelmodul Identifikationseinrichtungen enthält, die für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge verwendbar sind. Ferner ist es bevorzugt, wenn Abgabeanschlusseinrichtungen zur Ankopplung an Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug vorgesehen sind.

Weiterhin können vorzugsweise an dem Gehäuse Einführ- und Arretiereinrichtungen zum Zusammenwirken mit Gegeneinrichtungen im oder am Fahrzeug beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung vorgesehen sein.

Noch weiter kann mit Vorzug vorgesehen sein, dass Sicherungseinrichtungen enthalten sind, die einen Betrieb eines mit der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs nur bei Bestätigung der korrekten Montage der Betriebsmittelvorratseinrichtung in oder an einem Fahrzeug ermöglichen.

Die Speichereinrichtungen enthalten bevorzugt Akkumulatoreinrichtungen zur Speicherung von Strom und sind so für eine Versorgung eines Elektroantriebs eines Fahrzeugs ausgelegt.

Zusätzlich kann das Betriebsmittelmodul bei einer Auslegung zur Lieferung von Strom an einen Elektroantrieb eines Fahrzeugs mit Vorzug Stromerzeugungseinrichtungen, wie insbesondere BrennstoffZelleneinrichtungen enthalten.

Alternativ oder zusätzlich können die Speichereinrichtungen wenigstens einen Behälter enthalten, der zur Aufnahme, Aufbewahrung und Abgabe von flüssigen oder gasförmigen Betriebsmitteln ausgelegt ist.

Bei einem erfindungsgemäßen Fahrzeug mit einer Betriebsmittelvorratseinrichtung ist vorgesehen, dass die Betriebsmittelvorratseinrichtung mittels Arretier- oder Sperrvorrichtungen lösbar und auswechselbar in oder an dem Fahrzeug angebracht ist und Abgabeanschlusseinrichtungen zur Ankopplung an Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug enthält, wobei die Abgabeanschlusseinrichtungen der Betriebsmittelvorratseinrichtung und die Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung automatisch getrennt und wieder verbunden werden.

Vorzugsweise ist die Betriebsmittelvorratseinrichtung in dem Fahrzeug gemäß den vorstehenden Angaben ausgebildet.

Eine andere bevorzugte Weiterbildung besteht darin, dass das Fahrzeug über Fahrzeugfüllstandsmesseinrichtungen und wenigstens eine Anschlussschnittstelle zum Anschluss der Fahrzeug- füllstandsmesseinrichtungen an eine Erfassungsschnittstelle der Betriebsmittelvorratseinrichtung enthält.

Mit Vorzug können ferner fahrzeugseitig Gesamtkapazitätser- fassungseinrichtungen und/oder Zustandserfassungseinrichtungen jeweils in Verbindung mit einer/der fahrzeugseitigen Anschlussschnittstelle sein.

Das Fahrzeug kann vorzugsweise für eine automatische Auswechseldurchführung der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgelegt sein .

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung besteht darin, dass für die Betriebsmittelvorratseinrichtung Identifikationserfassungseinrichtungen enthalten sind, die für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge verwendbar sind.

Ferner ist es bevorzugt, wenn Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug zur automatischen Trennung und Wiederverbindung bezüglich Abgabeanschlusseinrichtungen der Betriebsmittelvorratseinrichtung beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung vorgesehen sind.

Weiterhin können vorzugsweise fahrzeugseitige Einführ- und Ar ¬ retiereinrichtungen zum Zusammenwirken mit Gegeneinrichtungen an der Betriebsmittelvorratseinrichtung beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung vorgesehen sein. Noch weiter kann mit Vorzug vorgesehen sein, dass fahrzeugsei- tige Sicherungseinrichtungen enthalten sind, die einen Betrieb eines mit der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs nur bei Bestätigung der korrekten Montage der Betriebsmittelvorratseinrichtung in oder an dem Fahrzeug ermöglichen.

Die Erfindung schafft ferner ein Betriebsmittelauffüllverfahren für ein Fahrzeug, wobei an einer Wechselstation eine zumindest teilweise geleerte erste Betriebsmittelvorratseinrichtung aus oder von dem Fahrzeug entnommen und durch eine zweite Betriebsmittelvorratseinrichtung mit höherem Füllzustand wie die erste Betriebsmittelvorratseinrichtung ersetzt wird.

Vorzugsweise sind die Betriebsmittelvorratseinrichtungen so ausgelegt, dass das Auswechseln manuell und/oder automatisiert durchgeführt werden kann.

Weiter bevorzugt wird vor einer Entnahme der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung aus oder von dem Fahrzeug der Füllzustand dieser Betriebsmittelvorratseinrichtung für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge datenmäßig ermittelt und erfasst.

Ferner wird vorzugsweise die Gesamtkapazität und/oder der Zustand der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge und/oder für die Ausgabe oder Bereitstellung der zweiten Betriebsmittelvorratseinrichtung datenmäßig ermittelt und erfasst.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung besteht darin, dass die Identität der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge datenmäßig ermittelt und erfasst wird. Ferner ist es bevorzugt, wenn Abgabeanschlusseinrichtungen der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung bezüglich Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug beim Wechseln gegen die zweite Betriebsmittelvorratseinrichtung automatisch getrennt werden und wieder ankoppeln.

Weiterhin kooperieren beim Wechseln der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung gegen die zweite Betriebsmittelvorratseinrichtung vorzugsweise an dem Gehäuse der Betriebsmittelvorratseinrichtungen vorgesehene Einführ- und Arretiereinrichtungen mit Gegeneinrichtungen im oder am Fahrzeug.

Noch weiter kann mit Vorzug vorgesehen sein, dass Sicherungseinrichtungen enthalten sind, die einen Betrieb eines mit der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs nur bei Bestätigung der korrekten Montage der Betriebsmittelvorratseinrichtung in oder an einem Fahrzeug ermöglichen.

Verfahrens- und Vorrichtungsmerkmale ergeben sich jeweils analog auch aus Vorrichtungs- bzw. Verfahrensgestaltungen.

Weitere Merkmale und Merkmalskombinationen sowie Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den vorliegenden Unterlagen in ihrer Gesamtheit und insbesondere auch der Erläuterung von Beispielen, wobei diese vom Fachmann nicht als beschränkend aufzufassen sind, sondern ihm Grundprinzipien vermitteln, in deren Rahmen und von denen ausgehend er mögliche Variationen, Modifikationen, Substitutionen und Kombinationen ohne selbst erfinderisch tätig werden zu müssen ohne weiteres zu erkennen vermag.

Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf Ausführungsbeispiele lediglich exemplarisch weiter und detaillierter erklärt, woraus sich auch weitere Einzelheiten, Gestaltungsmöglichkeiten und Varianten der Erfindung ergeben. Anhand der nachfolgend beschriebenen und in den Zeichnungen dargestellten Ausführungs- und Anwendungsbeispiele wird die Erfindung lediglich exemplarisch näher erläutert, d.h. sie ist nicht auf diese Ausführungs- und Anwendungsbeispiele oder auf einzelne Merkmalskombinationen darin beschränkt. Verfahrensund Vorrichtungsmerkmale ergeben sich jeweils analog auch aus Vorrichtungs- bzw. Verfahrensbeschreibungen.

Einzelne Merkmale, die im Zusammenhang mit konkreten Ausführungsbeispielen angeben und/oder dargestellt sind, sind nicht auf diese Ausführungsbeispiele oder die Kombination mit den übrigen Merkmalen dieser Ausführungsbeispiele beschränkt, sondern können im Rahmen des technisch Möglichen, mit jeglichen anderen Varianten, auch wenn sie in den vorliegenden Unterlagen nicht gesondert behandelt sind, kombiniert werden.

Ein Fahrzeug mit einem Elektroantrieb enthält eine Betriebsmittelvorratseinrichtung in Form eines Akkumulators oder einer wiederaufladbaren Batterie, der/die mit einem Gehäuse, Speichereinrichtungen in dem Gehäuse und Abführeinrichtungen aus dem Gehäuse ausgebildet ist. Die Speichereinrichtungen bestehen in üblichen und aus der Praxis für den Zweck der Speicherung elektrischer Energie bekannten Akkumulator- oder Batteriezellen, deren Technik für die vorliegende Erfindung ohne Belang ist und jegliche vorbekannte Gestaltung haben kann, so dass hierauf hier nicht weiter eingegangen werden braucht. Die Abführeinrichtungen beinhalten oder sind gebildet durch entsprechende Elektroanschlüsse mit Steckern und/oder

Buchsen/Steckdosen und Kabel. Weiterhin kann die Betriebsmittelvorratseinrichtung im Rahmen der vorliegenden Erfindung alle mechanischen und elektrischen Gestaltungen haben, die dem Fachmann für den Einsatzzweck zur Energieversorgung eines Elektroautos bekannt sind.

Das Gehäuse, die Speichereinrichtungen in dem Gehäuse und die Abführeinrichtungen aus dem Gehäuse sind zusammen als an oder in dem Fahrzeug auswechselbares Betriebsmittelmodul gestaltet. Damit können solche Akkumulatoren oder Batterien von Fahrzeugen schnell und leicht ausgetauscht werden, d.h. ein leerer oder zumindest nicht mehr ausreichend voller Akkumulator in einem Fahrzeug kann an einer Station innerhalb weniger Minuten gegen einen voll aufgeladenen Akkumulator getauscht werden, so dass dafür nicht mehr Zeit als für einen bisherigen herkömmlichen Tankvorgang eines Benzin- oder Dieselfahrzeuges benötigt wird. Damit wird die Reichweite von Elektrofahrzeugen praxisrelevant wesentlich erhöht oder ist gar als unbegrenzt anzusehen, was beim Erfordernis der direkten Aufladung eines fest in ein Fahrzeug eingebauten Akkumulators in praktischer Hinsicht nicht der Fall ist, da solche Aufladevorgänge selbst bei so genannter Schneiladung in Stunden zu rechnen ist, für die eine entsprechend längere Fahrt dafür zu unterbrechen ist oder um die eine solche Fahrt länger dauert. Durch die praktikable Lösung zur unaufwendigen und schnellen Gewährleistung des Betriebsmittelnachschubs können Elektrofahrzeuge genau so auch für Langstrecken eingesetzt werden, wie heute übliche Fahrzeuge mit Antrieben für fossile Brennstoffe, und können durch den somit uneingeschränkten Nutzen mit ihren inhärenten Vorteilen von vermiedenen Abgasen und wesentlich reduzierter Lärmerzeugung sowie weiterer Umweltaspekte in vorteilhafter Weise in größerem und damit relevanten Umfang von der Bevölkerung anstelle von Benzin- oder Dieselfahrzeugen akzeptiert und eingesetzt werden.

Für gasgetriebene Fahrzeuge ermöglicht die Erfindung einen Austausch von leeren oder zumindest nicht mehr ausreichend vollen Gastanks gegen volle Gastanks auch ohne dass eine Tankstelle über einen Bodentank für Flüssiggas verfügt. Prinzipiell funktioniert die Erfindung hier wie beim Tauschen von Propangasflaschen, nur dass eben erfindungsgemäß die Erfordernisse für Fahrzeuge erfüllt sind. Auch werden die zuweilen auftretenden Probleme oder zumindest Unannehmlichkeiten beim direkten Betanken entsprechender Fahrzeuge an Tankstellen von Zapfsäulen vermieden. Selbst Benzin- oder Dieseltreibstoffe können, statt über Leitungen, Pumpen, Zapfhähne und Schläuche von Bodentanks in

Fahrzeugtanks umgefüllt zu werden, durch Austausch leerer oder zumindest nicht mehr ausreichend voller Tanks gegen gefüllte Tanks einfach und schnell "aufgefüllt" werden, und zwar ohne die Gefahr von Verschmutzung von Händen und Kleidung. Man muss sich auch nicht den beim Umfüllen auf- und austretenden Dämpfen aussetzen, die zwar inzwischen abgesaugt werden, wie aus der Praxis bekannt ist, was aber einen zusätzlichen Aufwand an der Tankstelle erfordert und zudem Verluste beim Treibstoff mit sich bringt, was die eh nicht optimale Energiebilanz solcher Treibstoffe weiter verschlechtert.

Es ist sogar möglich, ganze Brennstoffzelleneinheiten oder auch nur deren Betriebsmittel auf diese Weise im Sinne von leer oder verbraucht gegen voll oder neu auszutauschen.

Je nach betroffener Betriebsmitteltechnik sind die erfindungs-' gemäßen Betriebsmittelmodule Packages, Kartuschen, Kapseln, Patronen, Flaschen oder sonstige geeignete Einheiten. Wie schon angegeben schafft die Erfindung entsprechende Betriebsmittelvorratseinrichtungen, Fahrzeuge damit und dafür sowie Betriebsmittelauffüllverfahren, so dass nicht mehr, wie heutzutage üblich das jeweilige Betriebsmittel Strom, Gas, Flüssiggas, Benzin- oder Dieselkraftstoff von einer stationären Stelle in eine fest in einem Fahrzeug installierte Betriebsmittelvorratseinrichtung "umgefüllt" werden muss, sondern dass eben die jeweiligen Betriebsmittelvorratseinrichtungen im Sinn von voll gegen leer (er) ausgetauscht werden, d.h. dass entsprechend vorbereitete und an "Tankstellen" bevorratete "gefüllte" Betriebsmittelvorratseinrichtungen gegen die (teilweise) geleerten, d.h. verbrauchten Betriebsmittelvorratseinrichtungen ausgetauscht werden. Vorteilhafterweise sind die Betriebsmittelvorratseinrichtungen wiederverwendbar, so dass kein Recyclingaufwand oder gar Müll durch geleerte oder verbrauchte Betriebsmittelvorratseinrichtungen entsteht. Für die Betriebsmittelvorratseinrichtungen kann beispielsweise ein Pfandsystem betrieben werden, wobei sozusagen der Einstiegspfand beim Fahrzeugerwerb entrichtet wird, da ja ein Neufahrzeug mit einer Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestattet sein sollte.

Das System mit auswechselbaren Modulen für Betriebsmittel ermöglicht auch eine schnelle und wirksame Einführung neuer Speichertechnologien, da keine (Um-) Baumaßnahmen an Fahrzeugen erforderlich sind, um auf neue Technologien umzurüsten, sondern einfach nur die im Umlauf befindlichen Betriebsmittelvorratseinrichtungen ersetzt werden müssen, so dass nach wenigen Wechselvorgängen und damit verhältnismäßig kurzer Zeit alle Betriebsmittelvorratseinrichtungen "umgestellt" sein können. Die erfindungsgemäße Technologie und Verfahrenspraxis ermöglicht auch individuelle Anpassungen von Fahrzeugen oder Betriebsbedürfnissen, indem in Abhängigkeit von üblichen oder außerordentlichen Nutzungsanforderungen spezielle Betriebsmittelvorratseinrichtungen z.B. mit höherer Kapazität eingesetzt werden können, statt zur Gewichtseinsparung für einen Normalbetrieb z.B. mit ausschließlich Kurzstrecken im Stadtverkehr kleinere und leichtere Betriebsmittelvorratseinrichtungen zu verwenden. Mit Vorzug können dazu in den BetriebsmittelvorratSeinrichtungen Gesamtkapazitätsausgabeeinrichtungen

und/oder Zustandsausgabeeinrichtungen jeweils in Verbindung mit einer/der Ausgabeschnittstelle und/oder Gesamtkapazitäts- erfassungseinrichtungen und/oder Zustandserfassungseinrichtungen jeweils in Verbindung mit einer/der Erfassungsschnittstelle enthalten sein. Alternativ oder zusätzlich können ferner fahrzeugseitig Gesamtkapazitätserfassungseinrichtungen

und/oder Zustandserfassungseinrichtungen jeweils in Verbindung mit einer/der fahrzeugseitigen Anschlussschnittstelle vorgesehen sein.

Um eine genaue Abrechnung zu ermöglichen enthält das Betriebsmittelmodul Füllstandsmesseinrichtungen und wenigstens eine Ausgabeschnittstelle zur Ausgabe von Füllstandsinformationen und/oder eine Erfassungsschnittstelle zum Anschluss von exter- nen Füllstandserfassungseinrichtungen. Fahrzeugseitig können Fahrzeugfüllstandsmesseinrichtungen und wenigstens eine Anschlussschnittstelle zum Anschluss der Fahrzeugfüllstandsmesseinrichtungen an eine Erfassüngsschnittstelle der Betriebsmittelvorratseinrichtung enthalten sein. Dadurch kann ermittelt und erfasst werden, wieviel Betriebsmittel mit einer zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung zurück gegeben wird, bevor eine zweite Betriebsmittelvorratseinrichtung mit höherem Füllzustand wie die erste Betriebsmittelvorratseinrichtung am oder ins Fahrzeug eingesetzt wird. Es muss dann nur die Differenz zwischen dem Füllstand der zweiten, sozusagen vollen Betriebsmittelvorratseinrichtung, welcher Füllstand individuell bei, in oder an jeder bevorrateten sozusagen vollen Betriebsmittelvorratseinrichtung gespeichert sein kann und/oder nach dem Einsetzen in ein Fahrzeug ermittelt oder bestätigt wird, und dem Füllzustand der ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung, wie er vor dem Entnehmen aus dem Fahrzeug fahrzeugintern oder nach dem Entnehmen aus dem Fahrzeug an der Tank- oder besser Wechselstation ermittelt und erfasst wird, bezahlt werden. Eine weitere Ausgestaltung besteht darin, dass das Betriebsmittelmodul solche Identifikationseinrichtungen enthält, die für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge verwendbar sind. Alternativ oder zusätzlich kann auch das Fahrzeug eigene Identifikationseinrichtungen aufweisen, deren Daten beim Wechselvorgang der Betriebsmittelvorratseinrichtung erfasst werden. Diese Daten können für verschiedene Zwecke verwendet werden, wie beispielsweise automatisierte Bezahlvorgänge, Historienerfassung der Fahrzeug- und/oder Betriebsmittelvorratseinrich- tungsnutzung, Sicherungskennung auch gegen Diebstahl, Bauart- kennung unf einiges mehr.

Das Betriebsmittelmodul oder die Betriebsmittelvorratseinrichtung kann für eine automatische Auswechseldurchführung ausgelegt sein. Auch das Fahrzeug kann für eine automatische Auswechseldurchführung der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgelegt sein. D.h., dass eine automatisierte Mechanik, wie etwa ein Roboter, auf Bestellung beispielsweise an einem Terminal eine unter Umständen fahrzeugangepasste oder gewünschte Größe oder Kapazität von Betriebsmittelvorratseinrichtung aus einem Lager holt, nachdem die automatisierte Mechanik die "verbrauchte" oder leere Betriebsmittelvorratseinrichtung aus einem Fahrzeug entnommen hat, wobei z.B. der Füllzustand

und/oder eine Identifikation registriert wurde, und die neue volle Betriebsmittelvorratseinrichtung wieder einsetzt. Davor oder danach kann von der neuen vollen Betriebsmittelvorratseinrichtung der Füllzustand und/oder eine Identifikation registriert werden. Der Platz für die Betriebsmittelvorratseinrichtung in einem Fahrzeug kann jegliche geeignete Kammer oder jegliche bekannte Freiraum sein, die bzw. der die Betriebsmittelvorratseinrichtung aufnimmt. Diese Kammer oder dieser Freiraum können beispielsweise durch eine Klappe verschließbar sein, die in die Karosserie des Fahrzeugs integriert ist, oder aber das Gehäuse der Betriebsmittelvorratseinrichtung bildet selbst die Abschlusswand der Betriebsmittelvorratseinrichtung innerhalb der Karosserie des Fahrzeugs. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung kennt oder findet der Fachmann entsprechende äußere Gestaltungen der Betriebsmittelvorratseinrichtung und der Kammer oder des Freiraums, worauf es für die vorliegende Erfindung im Kern nicht ankommt und was hier daher weggelassen sind.

Weiterhin sind bei entsprechenden Ausführungsbeispielen der Betriebsmittelvorratseinrichtung oder des Betriebsmittelmoduls vorzugsweise an dem Gehäuse Einführ- und Arretiereinrichtungen zum Zusammenwirken mit Gegeneinrichtungen im oder am Fahrzeug beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung vorgesehen.

Bei einer weiteren Variante der Betriebsmittelvorratseinrichtung oder des Betriebsmittelmoduls sind Identifikationseinrichtungen enthalten, die für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge (beispielsweise mit Kredit- oder Bankkarte oder Bargeld an einem entsprechenden Automaten/Terminal) verwendbar sind. Ferner enthält ein noch weiteres Ausführungsbeispiel der Betriebsmittelvorratseinrichtung oder des Betriebsmittelmoduls Abgabeanschlusseinrichtungen zur Ankopplung an Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug vorgesehen sind.

Noch weiter ist bei einem anderen Ausführungsbeispiel der Betriebsmittelvorratseinrichtung oder des Betriebsmittelmoduls mit Vorzug vorgesehen, dass Sicherungseinrichtungen enthalten sind, die einen Betrieb eines mit der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs nur bei Bestätigung der korrekten Montage der Betriebsmittelvorratseinrichtung in oder an einem Fahrzeug ermöglichen.

Die Speichereinrichtungen enthalten bei einem Ausführungsbeispiel der Betriebsmittelvorratseinrichtung ' oder des Betriebsmittelmoduls Akkumulatoreinrichtungen zur Speicherung von Strom und sind so für eine Versorgung eines Elektroantriebs eines Fahrzeugs ausgelegt. Zusätzlich kann das Betriebsmittelmodul bei einer Auslegung zur Lieferung von Strom an einen Elektroantrieb eines Fahrzeugs mit Vorzug Stromerzeugungseinrichtungen, wie insbesondere BrennstoffZelleneinrichtungen enthalten .

Alternativ oder zusätzlich können die Speichereinrichtungen wenigstens einen Behälter enthalten, der zur Aufnahme, Aufbewahrung und Abgabe von flüssigen oder gasförmigen Betriebsmitteln ausgelegt ist.

Wie schon erläutert ist bei dem Fahrzeug mit einer Betriebsmittelvorratseinrichtung vorgesehen, dass die Betriebsmittelvorratseinrichtung mittels Arretier- oder Sperrvorrichtungen lösbar und auswechselbar in oder an dem Fahrzeug angebracht ist und Abgabeanschlusseinrichtungen zur Ankopplung an Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug enthält, wobei die Abgabeanschlusseinrichtungen der Betriebsmittelvorratsein ¬ richtung und die Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahr- zeug beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung automatisch getrennt und wieder verbunden werden.

Weiterhin ist das Fahrzeug mit Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug zur automatischen Trennung und Wiederverbindung bezüglich Abgabeanschlusseinrichtungen der Betriebsmittelvorratseinrichtung beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestattet. Ferner sind fahrzeugseitige Einführ- und Arretiereinrichtungen zum Zusammenwirken mit Gegeneinrichtungen an der Betriebsmittelvorratseinrichtung beim Wechseln der Betriebsmittelvorratseinrichtung vorgesehen. Außerdem sind auch fahrzeugseitige Sicherungseinrichtungen enthalten, die einen Betrieb eines mit der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs nur bei Bestätigung der korrekten Montage der Betriebsmittelvorratseinrichtung in oder an dem Fahrzeug ermöglichen.

Bei dem entsprechenden Betriebsmittelauffüllverfahren für ein Fahrzeug wird an einer Wechselstation eine zumindest teilweise geleerte erste Betriebsmittelvorratseinrichtung aus oder von dem Fahrzeug entnommen und durch eine zweite Betriebsmittelvorratseinrichtung mit höherem Füllzustand wie die erste Betriebsmittelvorratseinrichtung ersetzt. Dabei sind die Betriebsmittelvorratseinrichtungen so ausgelegt, dass das Auswechseln manuell und/oder automatisiert durchgeführt werden kann. Vor einer Entnahme der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung aus oder von dem Fahrzeug wird der Füllzustand dieser Betriebsmittelvorratseinrichtung für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge datenmäßig ermittelt und erfasst. Ferner wird die Gesamtkapazität und/oder der Zustand der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge und/oder für die Ausgabe oder Bereitstellung der zweiten Betriebsmittelvorratseinrichtung datenmäßig ermittelt und erfasst. Auch wird die Identität der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung für unmittelbare oder spätere automatisierte Bezahlvorgänge datenmäßig ermittelt und

erfasst .

Ferner ist es bevorzugt, wenn Abgabeanschlusseinrichtungen der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung bezüglich Betriebsmittelleitungseinrichtungen im Fahrzeug beim Wechseln gegen die zweite Betriebsmittelvorratseinrichtung automatisch getrennt werden und wieder ankoppeln. Weiterhin kooperieren beim Wechseln der zumindest teilweise geleerten ersten Betriebsmittelvorratseinrichtung gegen die zweite Betriebsmittelvorratseinrichtung vorzugsweise an dem Gehäuse der Betriebsmittelvorratseinrichtungen vorgesehene Einführ- und Arretiereinrichtungen mit Gegeneinrichtungen im oder am Fahrzeug. Noch weiter kann mit Vorzug vorgesehen sein, dass Sicherungseinrichtungen enthalten sind, die einen Betrieb eines mit der Betriebsmittelvorratseinrichtung ausgestatteten Fahrzeugs nur bei Bestätigung der korrekten Montage der Betriebsmittelvorratseinrichtung in oder an einem Fahrzeug ermöglichen.

Die Erfindung ist anhand der Ausführungsbeispiele in der Beschreibung lediglich exemplarisch dargestellt und nicht darauf beschränkt, sondern umfasst alle Variationen, Modifikationen, Substitutionen und Kombinationen, die der Fachmann den vorliegenden Unterlagen insbesondere im Rahmen der Ansprüche und der allgemeinen Darstellungen in der Einleitung dieser Beschreibung sowie der Beschreibung der Ausführungsbeispiele entnehmen und mit seinem fachmännischen Wissen sowie dem Stand der Technik insbesondere unter Einbeziehung der vollständigen Offenbarungsgehalte der am Anfang dieser Beschreibung angegebenen vorbekannten Gestaltungen kombinieren kann. Insbesondere sind alle einzelnen Merkmale und Ausgestaltungsmöglichkeiten der Erfindung und ihrer Ausführungsbeispiele kombinierbar.