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Title:
OUTDOOR CUTLERY AND CUTLERY SET COMPRISING SAID OUTDOOR CUTLERY
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2016/188779
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to outdoor cutlery having a handle (2) which is connected to a functional part (8), suitable for handling food to be grilled, via a shank (6). The outdoor cutlery (1; 101) comprises a releasable connection (18) that extends from the handle (2), via the shank (6) to the functional part (8) and can be secured, in particular is secured, against release. The releasable connection (18) has detent means (126) via which it can be or is locked.

Inventors:
MAIER LUIS DANIEL WILLI (DE)
Application Number:
PCT/EP2016/060907
Publication Date:
December 01, 2016
Filing Date:
May 13, 2016
Export Citation:
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Assignee:
MAIER LUIS DANIEL WILLI (DE)
International Classes:
A47J37/07; A47J43/28
Foreign References:
EP2163177A12010-03-17
US5206998A1993-05-04
US20030097759A12003-05-29
US4539751A1985-09-10
CH697572B12008-12-15
DE202004014055U12004-11-04
DE202012012061U12013-01-30
DE20318918U12005-04-07
DE202010010482U12010-11-04
Attorney, Agent or Firm:
WINTER BRANDL FÜRNISS HÜBNER RÖSS KAISER POLTE - PARTNERSCHAFT MBB (Freising, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Outdoorbesteck mit einem Handgriff (2), der über einen Schaft (6) mit einem zur Handhabung eines Gutes, insbesondere Nahrungs- oder Grillgutes, geeigneten Funktionsteil (8) verbunden ist, wobei das Outdoorbesteck (1 ; 101 ) vom Handgriff (2), über den Schaft (6) hin zum Funktionsteil (8) wenigstens eine lösbare und gegen Lösen sicherbare, insbesondere gesicherte, Verbindung (18) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Verbindung (18) ein Rastmittel (108) hat, über das sie verriegelbar oder verriegelt ist.

2. Outdoorbesteck nach Anspruch 1 , wobei der Schaft (6) mehrere Schaftelemente (12) gleicher oder unterschiedlicher Länge aufweist.

3. Outdoorbesteck nach Anspruch 2, wobei die Schaftelemente (12), insbesondere paarweise, über die jeweilige lösbare Verbindung (18) miteinander verbunden sind.

4. Outdoorbesteck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei an den

Handgriff (2) eine Schaftbasis (10) angesetzt ist.

5. Outdoorbesteck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Handgriff (2) rückseitig einen Verbindungsabschnitt (22) für ein Element (4), wie

insbesondere einen Bodenanker (4), einen Adapter, eine U-Feder, ein Gelenk oder dergleichen hat.

6. Outdoorbesteck nach einem der vorhergehenden Ansprüche wobei der Schaft (6) zumindest abschnittsweise hohl, insbesondere als Rundrohr, ausgestaltet ist.

7. Outdoorbesteck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die lösbare Verbindung (18) eine Gewindehülse (22) und einen darin einschraubbaren, insbesondere eingeschraubten, Gewindebolzen (20) aufweist.

8. Outdoorbesteck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die lösbare Verbindung (18) Gewindehülsen (10, 12) und einen dazwischen angeordneten, in die Gewindehülsen (10, 12) einschraubbaren, insbesondere eingeschraubten, Gewindebolzen (108) aufweist.

9. Outdoorbesteck nach Anspruch 7 oder 8, wobei der Gewindebolzen (20; 108) zwei Gewinde (24, 24'; 1 10, 1 12) hat, die zur lösbaren Verbindung in jeweils eine der Gewindehülsen einschraubbar, insbesondere eingeschraubt, sind.

10. Outdoorbesteck nach Anspruch 9, wobei die Gewinde (24, 24'; 1 10, 1 12)

verschieden sind.

1 1 . Outdoorbesteck nach Anspruch 7 oder 8 oder einem darauf rückbezogenen

Anspruch, wobei das Rastelement (108) zumindest abschnittsweise in einer zu einer Wandung der Gewindehülse hin offenen Ausnehmung (120, 122),

insbesondere Nut oder Längsnut, des Gewindebolzens (108) aufgenommen ist.

12. Outdoorbesteck nach Anspruch 7 oder 8 oder einem darauf rückbezogenen

Anspruch, wobei das Rastelement (108) zumindest abschnittsweise in einer zum Gewindebolzen (108) hin offenen Ausnehmung (138) der Gewindehülse (12) oder in eine jeweilige derartige Ausnehmung (12, 128) der Gewindehülsen (12, 10) eintauchbar, insbesondere eingetaucht, ist.

13. Outdoorbesteck nach Anspruch 7 oder 8 oder einem darauf rückbezogenen

Anspruch, wobei das Rastelement (108), insbesondere von außerhalb der

Gewindehülse (10) oder Gewindehülsen, betätigbar ist.

14. Outdoorbesteck nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das

Rastelement (108) in Richtung einer Längserstreckung des Outdoorbestecks (1 ) betätigbar, insbesondere verschiebbar ist, und / oder wobei das Rastelement (108) quer zur Richtung betätigbar, insbesondere elastisch deformierbar ist.

15. Besteckanordnung mit zumindest zwei Outdoorbestecken (1 ), die nach einem der vorhergehenden Patentansprüche ausgestaltet sind, und mit einem Gelenk (50; 58; 148), über das die Outdoorbestecke (1 ) verbunden sind.

Description:
Outdoorbesteck und

Besteckanordnung mit Outdoorbestecken

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Outdoorbesteck gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 , sowie eine Besteckanordnung mit derartigen Outdoorbestecken gemäß dem

Patentanspruch 15.

Outdoorbestecke, insbesondere Grillbestecke, sind in vielfältiger Form für den stationären und mobilen Einsatz verfügbar. So zeigt beispielsweise die Druckschrift

DE 20 2004 014 055 U1 ein klassisches Grillbesteck, einen Grillhaken, der einen Handgriff mit einem Schaft und ein daran angeordnetes Funktionsteil, einen Grillhaken, aufweist. Das Grillbesteck hat dabei eine übliche, vergleichsweise große Länge, die so bemessen ist, dass sie dem Bediener einen ausreichenden Abstand vom Grill und damit eine gute Handhabung des Grillguts ermöglicht.

Nachteilig am genannten Grillbesteck ist, dass es unflexibel in der Anwendung ist, da es nur ein festes Funktionsteil zur Handhabung des Grillguts hat und eine große, feste Baulänge aufweist, so dass es beispielsweise für den mobilen Einsatz ungeeignet ist.

Ein Grillbesteck mit verkürzter Baulänge zeigt die DE 20 2012 012 061 LH . Das

Grillbesteck ist im Grundaufbau zweiteilig ausgeführt, wobei jedes Teil einen Handgriff und ein daran fest angesetztes Funktionsteil, eine Gabel und ein Messer, aufweist. Durch ein Ineinanderstecken der Funktionsteile und den Verschluss der resultierenden

Endabschnitte des Grillbestecks mit Kappen entsteht eine kompakte, leicht

transportierbare Einheit.

Nachteilig an dieser Lösung ist nach wie vor ein vergleichsweise geringer

Funktionsumfang des Grillbestecks, sowie eine vergleichsweise kurze Baulänge. Die Handhabung des Grillguts auf dem Grill ist dann bei hoher Hitzeentwicklung erschwert. Die Idee eines multifunktionalen Ghllbestecks wird durch die Druckschrift

DE 203 18 918 U1 weiterentwickelt. In dieser ist ein Grillutensiliensatz gezeigt, der eine Vielzahl von Besteckteilen mit Handgriff und Funktionsteil und eine Grillzange aufweist. Auch hier sind wiederum die Besteckteile vergleichsweise kurz ausgebildet. Zur besseren Verstauung in einer Tasche sind sie des Weiteren in ihrer Länge verkürzbar.

Nachteilig an dieser Lösung ist, dass für jede einzelne Funktion jeweils ein Besteckteil vorgesehen ist und auch hier die Baulänge der Besteckteile die Handhabung des Grillguts am Grill erschwert.

Ein anderes Konzept verfolgt das Grillbesteck der Druckschrift DE 20 2010 010 482 LH . Hier ist ein dreiteiliges Grillbesteck gezeigt, das in seiner Grundidee einer elastisch betätigbaren Grillzange ähnelt. Am Endabschnitt der Grillzange ist ein hülsenartiger Funktionsabschnitt vorgesehen, der in Abhängigkeit der Funktion unterschiedlich ausgestaltet sein kann. Über einen elastischen Hebel kann dabei beispielsweise eine Grillzangenfunktion bereitgestellt werden. Der Funktionsabschnitt kann auch andere Funktionen, wie beispielsweise einen Flaschenöffner oder ein Besteckteil ausbilden.

Nachteilig ist, dass selbst bei Zerlegung des Grillbestecks in seine Einzelteile diese immer noch eine vergleichsweise große Baulänge aufweisen, was den Transport erschwert.

Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein im stationären und mobilen Betrieb flexibel verwendbares Outdoorbesteck, sowie eine Besteckanordnung mit dem Outdoorbesteck zu schaffen.

Die erste Aufgabe wird gelöst durch ein Outdoorbesteck mit den Merkmalen des

Patentanspruchs 1 . Vorteilhafte Weiterbildungen des Outdoorbestecks sind in den

Patentansprüchen 2 bis 14 beschrieben. Die zweite Aufgabe wird gelöst durch eine Besteckanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 15.

Ein Outdoorbesteck hat einen Handgriff, der über einen Schaft mit wenigstens einem zur Handhabung eines Gutes, insbesondere Nahrungs- oder Grillgutes, geeigneten

Funktionsteil, beispielsweise einer Gabel, einem Messer, einem Löffel, einem Schöpflöffel, einem Wender, einem oder mehreren ein- oder mehrdornigen Spießen, einem Stockbrotspieß, einer Säge, einer Jagdspitze, einer Umlenkung einer Angelschnur, einem Kescher, einem ein oder mehrteiligen Grillkorb, einem Grillkorbabschnitt, einem

Pfannenabschnitt, einem Topfabschnitt, einem Bitaufsatz eines Schraubendrehers oder dergleichen, verbunden ist. Dabei weist das Outdoorbesteck ausgehend vom Handgriff über den Schaft hin zum Funktionsteil wenigstens eine lösbare und gegen Lösen sicherbare, insbesondere gesicherte, Verbindung der genannten Komponenten Handgriff, Schaft, Funktionsteil auf. Erfindungsgemäß weist die lösbare Verbindung dabei ein Rastmittel auf, über das sie verriegelbar oder verriegelt ist.

Auf diese Weise ist ein Outdoorbesteck geschaffen, das zum Einen zerlegbar ist, und das zum Anderen einen Handgriff mit Schaft variabler Länge und mit austauschbaren

Funktionsteilen aufweist. Damit ist es ideal zur Verwendung im mobilen Einsatz

vorbereitet, da eine Baulänge des Outdoorbestecks und dessen Funktionalität leicht veränderbar ist. Unabhängig vom Einsatz bietet es den Vorteil, verschiedene

Funktionsteile zu verwenden und zu tauschen, die Länge zu variieren und so ein Packmaß und Gewicht zu reduzieren. Hinzu kommt, dass die Sicherung durch das Rastmittel einfach und zuverlässig ist, wodurch das Outdoorbesteck zum Einen auf einfache Weise zuverlässig gegen ungewolltes Lösen einzelner Komponenten gesichert ist und zum Anderen, aufgrund der Rasteigenschaft der Sicherung einfach, prozesssicher und standardisiert bedienbar ist.

Als Outdoorbesteck wird im Rahmen dieser Druckschrift ein Besteck verstanden, das insbesondere für eine Aktivität im Freien vorgesehen ist. Dabei ist die Verwendung selbstverständlich nicht auf die Aktivität im Freien beschränkt, sondern auch„indoor" möglich.

Ein derartiges Outdoorbesteck kann beispielsweise als Chopstick oder„Stäbchen", zum Verzehr nach asiatischer Tradition, ausgebildet sein.

Der Handgriff kann, insbesondere im Fall des„Stäbchens", integraler Bestandteil des Schaftes sein. Verwendung kann das Outdoorbesteck auch als Zeltstange finden.

Vorzugsweise ist das eine Funktionsteil an einem anderen Endabschnitt des Schafts angeordnet als der Handgriff.

In einer Weiterbildung weist das Outdoorbesteck das eine oder mehrere verschiedene oder gleichartige Funktionsteile auf, das oder die entlang dem Schaft verteilt angeordnet ist oder sind.

In einer Weiterbildung ist das Outdoorbesteck als Grillbesteck zur Handhabung von Grillgut ausgebildet.

In einer Weiterbildung ist das Outdoorbesteck als Jagdbesteck zur Handhabung von Jagdgut ausgestaltet.

In einer Weiterbildung ist das Outdoorbesteck, insbesondere Jagdbesteck, beispielsweise als eine Harpune ausgebildet, wobei das Funktionsteil eine Jagdspitze mit oder ohne Widerhaken ist. In einer Weiterbildung hat die Jagdspitze wenigstens einen, zwei oder drei lateral angeordnete, ein- und ausklappbare Widerhaken.

In einer alternativen Weiterbildung ist das Outdoorbesteck, insbesondere Jagdbesteck, als eine Angel ausgebildet. Über das Funktionsteil ist dann vorzugsweise eine Ösen- oder rollenförmige Umlenkung für eine Angelschnur mit Haken gebildet. Vorzugsweise hat das so ausgebildete Outdoorbesteck zudem eine am Schaft und / oder Handgriff angeordnete Kurbel mit einer Schnurtrommel. In einer Weiterbildung hat das so ausgebildete

Outdoorbesteck zudem ein oder mehrere, am Schaft angeordnete Ringe zur Führung der Schnur.

In einer alternativen Weiterbildung ist das Outdoorbesteck, insbesondere Jagdbesteck, als ein Kescher ausgebildet. Dabei ist das Funktionsteil von einem Rahmen mit einem

Keschernetz gebildet. In einer Weiterbildung hat das Outdoorbesteck eine Leuchteinheit. Vorzugsweise ist eine Hauptabstrahlrichtung der Leuchteinheit auf das Funktionsteil oder parallel zu einer Längsachse des Outdoorbestecks richtbar oder gerichtet.

In einer Weiterbildung ist die Leuchteinheit lösbar mit dem Schaft verbunden.

In einer Weiterbildung hat die Leuchteinheit einen Fuß, der mit dem Schaft, insbesondere über eine Schraub-, Clip- oder eine Klammerverbindung, lösbar verbunden ist.

In einer Weiterbildung ist die Hauptabstrahlrichtung variabel, wodurch auch Bereiche außerhalb des Funktionsteils ausleuchtbar sind. Vorzugsweise hat die Leuchteinheit zu diesem Zweck ein Gelenk, über das der Fuß gelenkig mit einem Leuchtmittel der Leuchteinheit verbunden ist. Als Gelenk ist beispielsweise ein insbesondere

schwergängiges Drehgelenk mit einer Drehachse oder mit zwei zueinander angestellten Drehachsen, ein Kugelgelenk oder ein Kardangelenk vorgesehen. Die Schwergängigkeit ermöglicht dabei auf einfache Weise eine dauerhafte, insbesondere stufenlose,

Einstellung der Hauptabstrahlrichtung, ohne dass zusätzliche Arretierungsmittel vorgesehen sein müssen. Ein Azimutwinkel der Hauptabstrahlrichtung kann dabei bis zu 360°, ein Höhenwinkel etwa bis zu 180° bis 270°, betragen.

Insbesondere hat die Leuchteinheit als Leuchtmittel wenigstens eine energiesparende LED.

In einer Weiterbildung weist der Schaft mehrere Schaftelemente auf. Dadurch ist eine Länge des Outdoorbestecks noch besser variierbar. Dabei kann eins oder es können mehrere oder alle Schaftelemente eines Bausatzes verbaut sein, je nachdem, welche Länge erwünscht ist.

In einer Weiterbildung sind auch die Schaftelemente über die erfindungsgemäße lösbare Verbindung miteinander verbunden.

Vorzugsweise ist die jeweilige lösbare Verbindung so ausgebildet dass sie gegen Verdrehung gesichert ist. Auf diese Weise kann ein lästiges Rotieren des Funktionsteils und / oder der Schaftelennente, und damit des Gutes, Nahrungsgutes oder Grillguts, relativ zum Handgriff unterbunden werden. Dadurch wird die Handhabung des Gutes,

Nahrungsgutes oder Grillgutes sicher und komfortabel.

In einer Weiterbildung hat eine endseitige, lösbare Verbindung eine Schraube, die koaxial zu einer Längsachse des Schaftes oder quer dazu in zumindest eine der an der jeweiligen lösbaren Verbindung beteiligten Komponenten eingeschraubt ist.

In einer Weiterbildung hat die Schraube eine Rändelung, so dass sie ohne Werkzeug, outdoor, selbst unter widrigen Bedingungen, schraubbar ist.

In einer Variante ist die Schraube, insbesondere Rändelschraube, quer zur Längsachse des Schaftes eingeschraubt, wodurch die lösbare Verbindung gesichert ist.

In einer Weiterbildung sind die lösbaren Verbindungen einander gleich oder gleichartig ausgestaltet. Auf diese Weise ist der Zusammenbau des Outdoorbestecks besonders einfach, da der Bediener eine konkrete Reihenfolge oder Anordnung der Elemente, insbesondere der Schaftelemente nicht zwingend zu beachten hat.

In einer Weiterbildung weist der Schaft drei Schaftelemente auf, die mit dem Handgriff kombinierbar sind. Abweichend davon kann das Outdoorbesteck selbstverständlich so ausgelegt sein, dass mehr als drei oder weniger als drei Schaftelemente vorgesehen sind. Die Anzahl von drei Schaftelementen bildet dabei einen guten Kompromiss zwischen erzielbarer Baulänge des Outdoorbestecks und erzielbarer Bausatzlänge des

Outdoorbestecks, wenn dieses - beispielsweise für den Transport - zerlegt ist. Unter Bausatzlänge ist dabei etwa die Länge des längsten der Einzelteile des Outdoorbestecks zu verstehen.

In einer Weiterbildung ist an den Handgriff eine Schaftbasis, insbesondere fest, angesetzt oder angebunden. Dadurch ist eine kleinste Einheit des Outdoorbestecks im Prinzip vormontiert: Der Handgriff mit Schaftbasis. Bei direktem Verbinden des Funktionsteils mit der Schaftbasis entsteht dann ein besonders kurzes Outdoorbesteck, beispielsweise eine Gabel, ein Messer oder ein Löffel oder dergleichen, ohne dass zunächst der Handgriff mit einem Schaftelement zu verbinden wäre.

In einer Weiterbildung weist der Handgriff rückwärtig, insbesondere an einer vom Schaft oder der Schaftbasis abgewandten Seite, einen Verbindungsabschnitt für ein Element auf, das zur Handhabung, Abstützung, Lagerung, Verbindung, gelenkigen Verbindung oder dergleichen des Outdoorbestecks geeignet ist. Dieses Element ist beispielsweise ein Bodenanker oder eine Feder, insbesondere eine U-förmige Feder, ein Gelenk oder ein anderes Element zur Verbindung, Ablage oder Festlegung des Handgriffs.

Der Verbindungsabschnitt ist beispielsweise von einem Dorn oder Bolzen mit einem Außengewinde oder von einem im Handgriff ausgebildeten Innengewinde gebildet. Das Element weist dann das entsprechende Gegengewinde auf.

Alternativ zu einer Gewindeverbindung kann beispielsweise ein Vielflach, eine

Verzahnung, eine Nut-Feder-Kombination oder dergleichen als Verbindung vorgesehen sein.

Das Funktionsteil ist in einer Weiterbildung beispielsweise ein Schaber, ein Spieß, eine Gabel, ein Löffel, ein Messer, ein Klemmkäfig oder Klemmplatten zur Klemmung von Grillgut, eine Auflage, eine Ablage oder dergleichen.

In einer Weiterbildung weist die lösbare Verbindung, insbesondere zusätzlich zum

Rastmittel, eine Schraubverbindung auf. Dadurch kann eine sehr präzise, feste und / oder spielfreie Verbindung bereitgestellt werden. Die Schraubverbindung übernimmt dabei vorzugsweise überwiegend die mechanische Last der Verbindung und das Rastmittel übernimmt überwiegend die Sicherung der Verbindung gegen das Lösen. Durch diese Trennung der beiden Funktionen„Aufnehmen der mechanischen Last" und„Sichern der Verbindung" ist die lösbare Verbindung sehr präzise auf Festigkeit und auf Sicherheit gegen Lösen auslegbar.

In einer Weiterbildung ist die lösbare Verbindung durch eine Gewindehülse einerseits und einen Gewindebolzen andererseits ausgebildet. Alternativ zur Gewindeverbindung können natürlich andere, lösbarere Verbindungen, beispielsweise Clips-Verbindungen, Bajonettverschlüsse oder dergleichen vorgesehen sein.

In einer Weiterbildung, die besonders gewichtssparend ist, ist der Schaft zumindest abschnittsweise, also zumindest ein Abschnitt eines Schaftelements und / oder der Schaftbasis, hohl, insbesondere als Rundrohr oder Profilrohr ausgestaltet.

Die Wahl eines Profilrohrs für den Schaft und dessen Komponenten mit einem

Außenquerschnitt, der von einer Kreisform abweicht, ermöglicht eine drehfeste Montage oder Führung beispielsweise eines Schiebegriffs oder anderer am Schaft befestigbarer Mittel, wie beispielsweise einer Leuchteinheit, von Ringen oder dergleichen.

In einer einfachen Weiterbildung hat die lösbare Verbindung eine Gewindehülse und einen darin einschraubbaren, insbesondere eingeschraubten, Gewindebolzen.

In einer anderen Weiterbildung hat die lösbare Verbindung Gewindehülsen, insbesondere eine für jede zu verbindende Komponente, und einen dazwischen angeordneten, in die Gewindehülsen jeweils einschraubbaren, insbesondere eingeschraubten, Gewindebolzen.

In einer Weiterbildung hat der Gewindebolzen zwei, insbesondere getrennte, Gewinde, die zur lösbaren Verbindung in jeweils eine der Gewindehülsen einschraubbar, insbesondere eingeschraubt, sind.

In einer Weiterbildung sind die Gewinde verschieden, beispielswies als ein Rechts- und ein Linksgewinde und / oder mit unterschiedlichen Steigungen ausgestaltet.

Vorzugsweise ist die Gewindehülse als Abschnitt des Profilrohres des Schaftes oder eines Schaftelementes ausgebildet.

Vorzugsweise ist der Gewindebolzen fest mit einer der Komponenten verbunden oder er ist mit dieser vormontiert und lösbar verbunden. In einer bevorzugten Weiterbildung ist das Rastelement zumindest abschnittsweise in einer nach außen offenen Ausnehmung, insbesondere Nut oder Längsnut, des

Gewindebolzens aufgenommen.

In einer Weiterbildung ist das Rastelement zumindest abschnittsweise in eine nach innen offene Ausnehmung der Gewindehülse oder in eine jeweilige Ausnehmung der

Gewindehülsen eintauchbar, insbesondere eingetaucht, ist.

Auf diese Weise koppelt oder verbindet das Rastelement die Gewindehülsen und den Gewindebolzen drehfest, wodurch die Verbindung verriegelt ist.

In einer Weiterbildung weist die Gewindehülse oder weisen die Gewindehülsen mehrere innenumfänglich verteilt angeordnete Ausnehmungen zur verriegelnden Aufnahme des Rastelements auf.

In einer Weiterbildung ist das Rastelement, insbesondere von außerhalb der

Gewindehülse oder den Gewindehülsen, betätigbar.

Um das Rastelement in verriegelnden Eingriff mit der oder den Ausnehmungen zu bringen, ist es in einer Weiterbildung in Richtung einer Längserstreckung des

Outdoorbestecks betätigbar, insbesondere verschiebbar, und / oder es ist quer zur Richtung betätigbar, insbesondere elastisch deformierbar.

In einer Weiterbildung ist in eine Durchgangsausnehmung der Gewindehülse oder wenigstens einer der Gewindehülsen ein insbesondere nach radial außen erhabener Betätigungsabschnitt zum Verschieben und / oder elastischen deformieren des

Rastelements eingetaucht ist. Bevorzugt steht er in einer Grundstellung nach radial außen so hervor, dass die Durchgangsausnehmung von ihm durchgriffen ist.

In einer Weiterbildung ist die lösbare Verbindung des Funktionsteils derart ausgestaltet, dass es, insbesondere mit dem Schaft oder der Schaftbasis, gewendet verbindbar ist. Insbesondere für Funktionsteile, die eine Gefahr für die Umgebung darstellen (Gabel, Messer, Spieß oder dergleichen) kann durch die gewendete Verbindung oder Anordnung die Umgebung gegen Verletzungen oder Berührung mit dem Funktionsteil geschützt werden. Dies ist insbesondere beim Transport von Vorteil.

In einer Weiterbildung weist das Funktionsteil zum genannten gewendeten Verbinden zwei gleichartige, gegenüberliegend angeordnete Gewindebolzen oder zwei gleichartige gegenüberliegend angeordnete Gewindehülsen auf. Auf diese Weise kann die Wendung des Funktionsteils erfolgen, da das Funktionsteil in seiner Funktionsanordnung und in seiner gewendeten Anordnung auf die gleiche Weise auf das entsprechende Gegenstück der lösbaren Verbindung ansetzbar ist.

In einer Weiterbildung ist derjenige Gewindebolzen oder diejenige Gewindehülse des Funktionsteils, die frei bleibt, mit einer Schutzkappe oder einer Schutzschraube abgedeckt oder verschlossen, sodass eine Verschmutzung des Gewindes des Gewindebolzens oder der Gewindehülse unterbunden ist.

In einer Weiterbildung weist das Outdoorbesteck einen Schiebegriff auf, der entlang des Schafts verschiebbar ist. So kann das Outdoorbesteck über den Schiebegriff gleitend geführt oder die Hand- und Armhaltung des Bedieners gleitend, also insbesondere ohne einen Handwechsel, angepasst werden. Die Bedienung des Outdoorbestecks erweist sich dann als besonders komfortabel und flexibel, da der Abstand zum Grill nicht zwingend durch eine Verlagerung des Outdoorbestecks relativ zum Grill erfolgen muss sondern in der Art und Weise vergleichbar einem Billardqueue mit einer Führungshand und einer Bewegungshand geführt werden kann. Alternativ kann beispielsweise der Schiebegriff auch in der Achselhöhle oder zwischen den Arm und den Rumpf des Bedieners geklemmt werden und das Outdoorbesteck am Schaft dem Grill zu- und von diesem weggeführt werden. Auf diese Weise ist eine Hand des Bedieners für anderweitige Arbeiten befreit.

In einer Weiterbildung ist der Schaft vom Schiebegriff zumindest abschnittsweise umgriffen. In umfänglicher Richtung umgreift er den Schaft vorzugsweise vollumfänglich. In axialer Richtung ist der Schiebegriff vorzugsweise weniger lang als der Schaft im zusammengesetzten Zustand. In einer Weiterbildung ist der Schiebegriff am Handgriff, insbesondere zur Abdeckung der Schaftbasis, festlegbar. Auf diese Weise ist für eine sichere Aufbewahrung des Handgriffs und des Schiebegriffs, beispielsweise in Grill- oder Saisonpausen oder bei Transport, gesorgt. Überdeckt der Schiebegriff die Schaftbasis, so ist für eine platzsparende, kompakte Lagerung des Handgriffs inklusive Schaftbasis und Schiebegriff gesorgt. Die Axiallänge des Schiebegriffs ist vorzugsweise wenigstens so groß, wie diejenige der Schaftbasis, so dass die Schaftbasis nicht aus dem Schiebegriff herausragt.

In einer Weiterbildung ist eine Länge des Handgriffs, inklusive angesetzter Schaftbasis, etwas größer als diejenige der Schaftelemente. Eine axiale Länge des Handgriffs mit Schaftbasis beträgt dabei vorzugsweise etwa 20 - 25 cm, insbesondere 23-24 cm. Die Schaftelemente weisen vorzugsweise etwa 20 - 22 cm, insbesondere 21 cm auf. Wie bereits erwähnt, ermöglicht diese Länge ein vergleichsweise geringes Packmaß im zerlegten Zustand des Outdoorbestecks und eine ausreichend große Baulänge von zumindest etwa 87 cm (ohne Funktionsteil). Um die Länge des Schaftes noch flexibler einstellen zu können, kann in einer Weiterbildung zumindest eins der Schaftelemente eine kleinere Länge, insbesondere eine Länge von 1 :4 bis 1 :1 ,5 der Länge eines der langen Schaftelemente (20 - 22cm) aufweisen.

In einer Weiterbildung weist das Outdoorbesteck eine Tasche zur Aufnahme seiner Einzelteile (Element, Handgriff, Schaftelement oder -elemente, Funktionsteile) auf. Dabei kann die Tasche beispielsweise Ösen- oder halbösenförmige Halterungen aufweisen, in die die Einzelteile jeweils einsteckbar sind. Vorzugsweise ist die Tasche flach ausgestaltet, so dass die Einzelteile nebeneinander in ihr angeordnet sind. Vorzugsweise ist die Tasche über zwei oder drei klappbare Taschenflügel ausgebildet. Auf diese Weise kann nach Aufklappen der Tasche sehr leicht und übersichtlich auf die Einzelteile des

Outdoorbestecks zugegriffen werden. Zum Verschluss der Tasche ist beispielsweise ein Reisverschluss oder es sind Druckknöpfe oder Klettelemente vorgesehen.

ALT In einer Weiterbildung des Outdoorbestecks weist dieses zwei Handgriffe auf, die über ein elastisch deformierbares Verbindungselement, insbesondere eine Feder, insbesondere eine U- oder V-förmige Feder, oder über eine Scherenvorrichtung

verbunden sind. Auf diese Weise ist über das Outdoorbesteck eine Grillzange oder ein sogenannter Chopstick ausbildbar. Die Art und Weise, in der die Grillzange dann wirksam ist, hängt dabei von der Wahl der dann angesetzten Funktionsteile ab. Diese können beispielsweise mit Zähnen oder als flache Auflagen oder Ablagen oder gitterartig ausgebildet sein.

In einer Weiterbildung des Outdoorbestecks weist das Funktionsteil mehr als eine

Aufnahme für das Schaftelement auf, so dass das Funktionsteil in verschiedenen Winkeln, insbesondere angepasst an den Wunsch des Bedieners, mit dem Schaft verbindbar ist. So ist eine Handhabung durch den Bediener erleichtert, da dieser das Nahrungsgut in bequemerer Körperhaltung handhaben, insbesondere grillen kann.

Eine Besteckanordnung hat wenigstens zwei Outdoorbestecke, die nach einem der vorhergehenden beschriebenen Aspekte der Erfindung ausgestaltet sind. Zudem hat sie ein Gelenk, über das die Outdoorbestecke, insbesondere klappbar, schwenkbar oder drehbar, gelenkig verbunden sind.

Dadurch ist beispielsweise eine Outdoorzange, insbesondere Werkzeugzange, oder eine Outdoorschere ausbildbar, insbesondere ausgebildet.

In einer Weiterbildung ist das Gelenk an die Handgriffe angesetzt, so dass eine Zange mit kurzem Hebel, insbesondere eine klassische Grillzange, ausgebildet ist. Alternativ dazu ist in einer Weiterbildung das Gelenk an die Schäfte angesetzt, so dass die Outdoorbestecke scherenartig zur Besteckanordnung verbunden sind. In einer anderen, alternativen

Weiterbildung ist das Gelenk an die Funktionsteile angesetzt, so dass eine Zange mit langem Hebel ausgebildet ist. Dann ist das Funktionsteil jeweils insbesondere ein Käfigoder ein Pfannen- oder ein Topf- oder Deckelabschnitt. So bilden zwei als Käfig

ausgebildete Funktionsteile einen Grillkorb, zwei als Pfannen ausgebildete Funktionsteile ein Art Grill- oder Waffeleisen, ein als Deckel ausgebildetes Funktionsteil, mit einem als Topf ausgebildeten, einen Grilltopf.

In einer Weiterbildung sind die genannten Funktionsteile der Besteckanordnung beliebig kombinierbar, insbesondere kombiniert. So kann beispielsweise ein Pfannenabschnitt als Deckel mit dem Grilltopf kombiniert sein oder es kann ein Käfigabschnitt, zum Abgießen von Kochwasser, als Sieb mit dem Grilltopf kombiniert sein.

In einer Weiterbildung hat die Besteckanordnung drei Outdoorbestecke, deren Schäfte über das Gelenk verbunden oder gebündelt sind, so dass ein Dreibein ausgebildet ist. Dabei ist das Gelenk vorzugsweise als elastischer Ring oder Schelle mit einer

Durchgangsausnehmung pro Outdoorbesteck ausgestaltet.

In einer Weiterbildung ist dabei das Gelenk im Schaftbereich angeordnet, so dass freie Enden der Outdoorbestecke mit dem jeweiligen Funktionsteil auskragen, die in

Aufnahmen eines Sitzteils eingetaucht sind. Auf diese Weise ist über die

Besteckanordnung beispielsweise ein Campingstuhl ausgebildet.

Mehrere Ausführungsbeispiele eines erfindungsgemäßen Outdoorbestecks und einer erfindungsgemäßen Besteckanordnung sind in den Zeichnungen dargestellt. Anhand der Figuren dieser Zeichnungen wird die Erfindung nun näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 ein erfindungsgemäßes Grillbesteck in zusammengebauten Zustand;

Figur 2 das Grillbesteck gemäß Figur 1 in einem zerlegten Zustand;

Figur 2a ein erfindungsgemäßes Grillbesteck in zerlegtem Zustand mit kürzerer

Schaftbasis und einem zusätzlichen, kurzen Schaftelement;

Figur 3 einen Bodenanker des Grillbestecks gemäß den Figuren 1 und 2;

Figur 4 einen Handgriff mit einer langen Schaftbasis des Grillbestecks gemäß den Figuren

1 , 2 und 3;

Figur 5 ein Schaftelement des Grillbestecks gemäß den vorangegangenen Figuren;

Figur 6 ein als Doppelspieß ausgeführtes Funktionsteil des Grillbestecks gemäß den vorangegangenen Figuren;

Figur 7 einen Verbindungsabschnitt des Schaftelements gemäß Figur 5 in einer

Detailansicht;

Figur 8 ein Ausführungsbeispiel einer Besteckanordnung, die als Grillzange ausgebildet ist;

Figuren 9 bis 14 unterschiedliche Funktionsteile eines erfindungsgemäßen Grillbestecks mit und ohne Grillgut; Figur 15 ein erfindungsgemäßes Grillbesteck in zerlegtem Zustand, in einer 3-teiligen Tasche zur Aufbewahrung;

Figur 15a erfindungsgemäße Grillbestecke in zerlegtem Zustand, in einer 2-teiligen Tasche zur Aufbewahrung;

Figur 16 ein als Gabel ausgebildetes, erfindungsgemäßes Grillbesteck;

Figur 17 einen Adapter des Grillbestecks gemäß Figur 16;

Figur 18 ein als Schöpflöffel ausgebildetes, erfindungsgemäßes Grillbesteck;

Figur 19 eine als Grillzange ausgebildete, erfindungsgemäße Besteckanordnung,

Figur 20 einen Adapter der Besteckanordnung gemäß Figur 19,

Figur 21 eine als Doppelpfanne ausgebildete, erfindungsgemäße Besteckanordnung;

Figur 22 eine als große Doppelpfanne ausgebildete, erfindungsgemäße

Besteckanordnung;

Figur 23 eine als Topf ausgebildete, erfindungsgemäße Besteckanordnung;

Figuren 24 und 25 als Grillkörbe ausgestaltete Funktionsteile eines erfindungsgemäßen

Outdoorbestecks;

Figur 26 ein als Doppelspieß ausgebildetes Funktionsteil eines erfindungsgemäßen Outdoorbestecks;

Figur 27 das Funktionsteil gemäß Figur 26 in montiertem Zustand;

Figur 28 ein Funktionsteil zur Ergänzung des Doppelspießes gemäß Figur 26 und 27;

Figur 29 einen Zusammenbau der Funktionsteile der Figuren 26 bis 28;

Figur 30 ein als Angel ausgebildetes, erfindungsgemäßes Outdoorbesteck;

Figur 31 ein als Harpune ausgebildetes, erfindungsgemäßes Outdoorbesteck;

Figur 32 ein als Kescher ausgebildetes, erfindungsgemäßes Outdoorbesteck;

Figur 33 ein erfindungsgemäßes Outdoorbesteck mit Fuß;

Figur 34 ein als Drehgrill ausgebildetes, erfindungsgemäßes Outdoorbesteck;

Figur 35 ein Funktionsteil des Outdoorbestecks gemäß Figur 34 in vergrößerter

Darstellung;

Figur 36 einen Antriebsmotor des Drehgrills gemäß Figur 34;

Figuren 37 und 38 Leuchteinheiten eines erfindungsgemäßen Outdoorbestecks;

Figur 39 bis 42 eine lösbare, verriegelbare Verbindung eines erfindungsgemäßen

Outdoorbestecks; und

Figur 43 und 44 je ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Besteckanordnung. Figur 1 zeigt ein Grillbesteck 1 in zusammengesetztem Zustand. Figur 2 zeigt das gleiche Grillbesteck in zerlegtem Zustand. Das Grillbesteck 1 hat einen aus Holz gefertigten Handgriff 2, einen Bodenanker 4, einen Schaft 6 und ein als Doppelspieß ausgebildetes Funktionsteil 8. Der Handgriff 2 ist fest verbunden mit einer an ihn angesetzten

Schaftbasis 10. Der Bodenanker 4 ist als abschnittsweise kegelförmige, schlanke

Metallspitze ausgebildet. Die Schaftbasis 10 und der Schaft 6 sind aus V2A- Edelstahlrundrohr mit einem Außendurchmesser von etwa 8 mm und einer Wandstärke von 1 mm gebildet. Alle metallischen Teile des Grillbestecks sind aus nicht rostendem Chromnickelstahl gefertigt. Der Schaft 6 ist dreiteilig und weist drei gleichartige

Schaftelemente 12 auf. Der Schaft 6 ist von einem Schiebegriff 14, ebenso aus Holz gefertigt, vollumfänglich umgriffen, wobei der Schiebegriff 14 eine verglichen mit dem Schaft 6 deutlich kleinere Axiallänge aufweist. Die Schaftelemente 12 weisen jeweils eine Länge von 21 cm, der Handgriff 2 zusammen mit der Schaftbasis 10 eine etwas größere Länge von 24 cm auf. Die Teile Handgriff 2, Schaftbasis 10, Schaftelemente 12 und Schiebegriff 14 sind jeweils im Wesentlichen zylindrisch ausgestaltet. Das als Doppelspieß ausgebildete Funktionsteil 8 hat einen mittig angeordneten Verbindungsabschnitt 16, der in zusammengebautem Zustand des Grillbestecks 1 mit dem letzten Schaftelement 12 verbunden ist.

Das Grillbesteck 1 verfügt über vier lösbare Verbindungen 18, die zwischen dem

Verbindungsabschnitt 16 und dem letzten Schaftelement 12, sowie zwischen den jeweiligen Schaftelementen 12 und dem ersten Schaftelement 12 und der Schaftbasis 10 ausgebildet sind. Diese lösbaren Verbindungen 18 sind alle gleichartig. Auch der

Bodenanker 4 weist eine derartige lösbare Verbindung 18 mit dem Handgriff 2 auf.

Erfindungsgemäß weisen die Verbindungen 18 jeweils ein Rastmittel auf, über das sie jeweils gegen ein ungewolltes Lösen verriegelbar oder verriegelt sind. Der Aufbau und die Funktion des Rastmittels wird erst später, anhand der Figuren 39 bis 42 detailliert dargestellt.

Figur 2a zeigt den Handgriff 2 und Schaft 6 eines etwas abgewandelten,

erfindungsgemäßen Grillbestecks in zerlegtem Zustand. Der Handgriff hat eine kürzere Schaftbasis 10 mit einem daran ansetzbaren, zusätzlichen, kurzen Schaftelement 12. Der Schaft 6 gemäß Figur 2a ist daher anstatt 3-teilig, 4-teilig und etwas länger als der des vorangegangenen Ausführungsbeispiels ausgebildet. Zu erkennen ist hier, aufgrund der gewählten Ansicht, ein geriffelter Betätigungsabschnitt 130 des Rastelements der lösbaren, gesicherten Verbindung 18 (vgl. Figuren 39 - 42).

Figur 3 zeigt den Bodenanker 4 gemäß Figur 1 und 2 in vergrößerter Darstellung. Gut zu erkennen ist, dass der Bodenanker 4 einseitig eine im Wesentlichen zylindrische

Grundform hat, die ab etwa seiner halben axialen Länge in eine kegelförmige Form übergeht. Eine Spitze des Bodenankers 4 ist dabei abgeflacht, so dass keine

Verletzungen aufgrund zu großer Spitzheit drohen. An seinem handgriffseitigen

Endabschnitt hat der Bodenanker 4 einen Gewindebolzen 20, der zusammen mit einer Gewindehülse 22, die stirnseitig am zum Bodenanker 4 benachbarten Endabschnitt des Handgriffs 2 eingelassen ist, verbindbar ist. Alternativ zum Bodenanker 4 kann in die Gewindehülse 22 ein Stopfen eingeschraubt sein. Der Gewindebolzen 20 hat an einem Endabschnitt ein Rechtsgewinde 24, das sich etwa über die Hälfte des Gewindebolzens 20 erstreckt. Ein Rest des Gewindebolzens 20 ist ohne Gewinde und im Wesentlichen zylindrisch ausgestaltet. Der Gewindebolzen 20 ist mit dem Bodenanker 4 einstückig gebildet, kann jedoch abweichend davon auch mehrstückig mit dem Bodenanker 4 ausgestaltet sein. Auch die Schaftbasis 10 gemäß Figur 4 und den Figuren 1 und 2, sowie jedes der Schaftelemente 12 weist den beschriebenen Abschnitt des genannten

Gewindebolzens 20 an einem seiner Endabschnitte auf. Die Schaftelemente 12 weisen am gegenüberliegenden Endabschnitt jeweils die schon bereits beschriebene

Gewindehülse 22 auf. Beim Zusammenbau des Grillbestecks 1 wird somit das

Außengewinde 24 des Gewindebolzens 20 des Bodenankers 4 in die Gewindehülse 22 des Handgriffs 2, das Außengewinde 24 des Gewindebolzens 20 der Schaftbasis 10 in die Gewindehülse 22 des benachbarten Schaftelements 12 und deren jeweiliges

Außengewinde 24 des Gewindebolzens 20 in die jeweils benachbarte Gewindehülse 22 eingeschraubt. Das Außengewinde 24 des Gewindebolzens 20 des letzten

Schaftelements 12 wird dann in den Verbindungsabschnitt 16 des Funktionsteils 8, der ebenso eine Gewindehülse 22 aufweist, eingeschraubt. Auf diese Weise wird das

Grillbesteck 1 zusammengesetzt. Gemäß Figur 6 weist das als Doppelspieß ausgebildete Funktionsteil 8 am

Verbindungsabschnitt 16 in axialer Richtung beidseitig eine Gewindehülse 22 auf. Auf diese Weise kann das Funktionsteil 8, beispielsweise zum Zwecke des Transports, gewendet am letzten Schaftelement 12 oder an der Schaftbasis 10 befestigt werden. Auf diese Weise sind Stichverletzungen durch das Funktionsteil 8 beim Transport gut vermeidbar.

Figur 7 zeigt noch einmal den Gewindebolzen 20 der Schaftelemente 12 in einer vergrößerten Detailansicht, teilweise geschnitten. Neu ersichtlich ist in dieser Darstellung, dass der zylindrische Abschnitt 26 des Gewindebolzens 20, der kein Außengewinde aufweist, die Form einer Mutter hat. Der Gewindebolzen 20 setzt sich in das

Schaftelement 12 mit einem Außengewinde 24' fort, das jedoch anders als das

Außengewinde 24 nicht als Rechtsgewinde, sondern als Linksgewinde ausgestaltet ist. Auf diese Weise ist es möglich, dass die Verbindungen 18 lösbar und gleichzeitig drehfest ausgestaltet sind.

Figur 8 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel eines Grillbestecks 101 , bei dem zwei baugleiche Schäfte 6 über eine scherenartige Vorrichtung 28 miteinander verbunden sind. Die Verbindung der Vorrichtung 28 mit den Schäften 6 erfolgt dabei wieder, analog zum vorher genannten, über die lösbare Verbindung 18 mit dem bereits dargestellten

Gewindebolzen 20. Das Grillbesteck 101 weist an den jeweiligen Schäften 6 als

Funktionsteil 8 eine Zangenbacke auf.

Die Figuren 9 bis 10 zeigen als Funktionsteil 8 zum Einen einen schmalen Doppelspieß (Figur 9) und zum Anderen einen breiten Doppelspieß (Figur 10). Erstgenannter eignet sich beispielsweise zum Grillen von Marshmellows oder Schaschlickanordnungen oder von mehreren Würstchen. Das Funktionsteil 8 gemäß der Figur 10 ist hingegen zur Handhabung von schwererem oder breiterem Grillgut, wie beispielsweise Steak oder Kartoffeln geeignet.

Die Figuren 1 1 bis 13 zeigen als Funktionsteil 8 eine Gabel, einen Spieß, einen Löffel und einen Heber. Auch hier wird die Verbindung 18 jeweils über die am Funktionsteil 8 ausgebildete Gewindehülse 22 (nicht dargestellt) ermöglicht. Figur 15 zeigt eine 3- teilige Tasche 30 zur Aufbewahrung des Grillbestecks. Dabei sind nicht alle gezeigten Funktionsteile 8 und auch nicht die Scherenvorrichtung 28 in der Tasche 30 gezeigt und aufgenommen. Die Tasche 30 weist drei flache Abschnitte 32, 34, 36 auf, wobei im zentralen Abschnitt 32 eine Vielzahl von Gummizügen 38 angeordnet ist, die zur Aufnahme der jeweiligen Komponente 2, 4 und 10, 12 und 8 doppelreihig ausgebildet sind. Das Grillbesteck 1 oder 101 gemäß der vorangegangenen Beschreibung ist so auf platzsparende und ordentliche, sowie sichere Weise über die Gummizügen 38 in der Tasche 30 festlegbar. Die Abschnitte 34 und 36 der Tasche 30 weisen jeweils noch weitere Tascheneinschübe und Gummizüge (nicht dargestellt) auf, in denen oder an denen Grillutensilien aufbewahrt oder befestigt werden können.

Figur 15a zeigt mehrere erfindungsgemäße Grillbestecke 1 in zerlegtem Zustand, in einer 2-teiligen Tasche 30 mit Gummizügen 38 zur Aufbewahrung. Die Tasche 30 hat einen teilumfänglichen Reißverschluss 39, der sich entlang ihrer Lang- und beider Breitseiten erstreckt, so dass die Tasche 30 schließbar ist und die darin befindlichen Komponenten der Grillbestecke 1 sicher aufgehoben sind.

Figur 16 zeigt ein als Gabel ausgeführtes Outdoorbesteck 1 mit dem Handgriff 2, der Schaftbasis 10, einem Adapter 40 und dem als Gabel ausgeführten Funktionsteil 8. Das Outdoor- bzw. Grillbesteck 1 ist hier besonders kurz und handlich ausgestaltet. Alternativ zur gezeigten Gabel können natürlich alle anderen möglichen Funktionsteile 8 an die Schaftbasis 10 angesetzt sein, insbesondere die Gabel, der Spieß, der Löffel oder der Heber gemäß den Figuren 1 1 bis 14.

Figur 17 zeigt den Adapter 40 gemäß Figur 16 in zwei verschiedenen, isometrischen Ansichten. Auffällig ist, dass der Adapter 40 eine stirnseitige, im Wesentlichen mittige, gefräste Nut 42 hat, in die ein entsprechendes Gegenstück des Funktionsteils 8

einsteckbar ist. Eine Befestigung des Funktionsteils 8 in der Nut 42 erfolgt dann über das Einschlagen zweier Bolzen 44, wobei ein Materialüberstand des Bolzens 44 im Zuge der Fertigung, zur besseren Anmutung des Outdoorbestecks 1 , abgeschliffen wird. Der Adapter 40 gemäß Figur 17 hat an einem der Nut gegenüberliegenden Endabschnitt ein Innengewinde 46 zum Ausbilden der gesicherten, verriegelten Verbindung 18 mit der Schaftbasis 10.

Figur 18 zeigt ein als Schöpflöffel ausgeführtes Outdoorbesteck 1 . Abweichend von der in Figur 16 gezeigten Gabel ist anstatt des Funktionsteils 8 Gabel ein Funktionsteil 8

Schöpflöffel angesetzt. Zwischen dem Handgriff 2 und dem Funktionsteil 8 ist dabei zur Verlängerung noch ein Schaftelement 12 angeordnet. Dabei weisen sowohl die

Schaftbasis 10 als auch das Schaftelement 12, wie bereits im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 16, die genannte gesicherte Verbindung 18 auf.

Figur 19 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer Besteckanordnung 48 mit zwei

Outdoorbestecken 1 , die über ein Gelenk 50 auf der Seite der Handgriffe 2 gelenkig verbunden sind. Das Gelenk 50 besteht dabei aus einem im Wesentlichen U-förmig gebogenen, elastisch deformierbaren Blech 52, an dem an beiden, zueinander

biegeelastisch bewegbaren Endabschnitten jeweils ein Adapter 54 gemäß Figur 20 befestigt ist, indem das Blech 52 in die jeweilige Nut 42 eingesteckt und mit den

eingeschlagenen Bolzen 44 geklemmt ist. Auf ein jeweiliges Außengewinde 56 des Adapters 54 (vgl. Figur 20) ist dann der Handgriff 2 eines jeden Outdoorbestecks 1 aufgeschraubt. Hierzu weist der Handgriff 2, wie bereits in Figur 4 gezeigt, das stirnseitige über die Gewindehülse 22 ausgebildete Innengewinde auf.

Der Adapter gemäß Figur 20 unterscheidet sich dabei vom Adapter gemäß Figur 17 dadurch, dass er anstatt des stirnseitigen Innengewindes 46 den stirnseitigen Zapfen mit Außengewinde 56 trägt.

Waren beim Ausführungsbeispiel der Besteckanordnung 48 gemäß Figur 19 die beiden Outdoorbestecke 1 noch im Bereich der Handgriffe 2 gelenkig verbunden, so kann die Besteckanordnung in alternativen Varianten so ausgebildet sein, dass die

Outdoorbestecke 1 im Bereich ihrer Funktionsteile 8 gelenkig verbunden sind. Auf diese Weise sind zum Beispiel eine jeweils zweiteilige, kleine oder große Pfanne gemäß den Figuren 21 und 22, sowie ein mit Deckel verschließbarer Topf gemäß Figur 23 ausbildbar. Gemäß Figur 21 hat die Besteckanordnung 48 zwei aufeinander passende, flache Pfannen als Funktionsteile 8, die über ein lösbares Gelenk 58 klappbar miteinander verbunden sind. Dem Gelenk 58 im Wesentlichen diametral gegenüber angeordnet, hat jede Pfanne einen Aufnahmeblock 60, der sich nach radial außen erstreckt und eine mit Innengewinde versehene Aufnahme 62 zur Verbindung mit einem Schaftelement 12 aufweist. In die Aufnahme 62 ist ein Gewindebolzen der lösbaren Verbindung 18 eingeschraubt. Gut zu erkennen ist, dass die beiden Pfannen 8 über das Gelenk 58 gegeneinander verschwenk- oder -klappbar sind. Bei Zusammenführen der beiden

Handgriffe 2 ist dann ein Rand der einen Pfanne 8 mit dem der anderen Pfanne 8 in Anlage. Auf diese Weise kann ein Grillgut sicher gehalten werden und erfährt auf beiden Seiten eine Röstung.

Figur 22 zeigt eine Besteckanordnung 48 mit etwas größeren Pfannen 8. Hinzu kommt, abweichend vom Ausführungsbeispiel gemäß Figur 21 , dass der Aufnahmeblock 60 nun jeweils zwei, zueinander in einem Winkel angestellte Aufnahmen 62 mit Innengewinde, aufweist. Dadurch kann das jeweilige Outdoorbesteck 1 mit unterschiedlichen Winkeln in das Funktionsteil 8 Pfanne eingeschraubt werden, wodurch beim Braten oder Grillen der Anwender ggf. eine bequemere Position, beispielsweise eine Stehhaltung, mit Bezug zur Pfanne 8 einnehmen kann.

Figur 23 zeigt das gleiche Prinzip der Besteckanordnung 48 angewendet auf einen Topf als Funktionsteil 8 und einen Deckel als passendes Funktionsteil 8. Dabei ist der Deckel 8 von der Pfanne des Ausführungsbeispiels gemäß Figur 22 gebildet. Gut zu erkennen ist hierbei auch, dass die Pfanne 8 radial außen, etwa auf einer Winkelhalbierenden zwischen dem Gelenk 58 und dem Aufnahmeblock 60 beidseitig einen Griff 64 hat. Gleiches weist der Topf 8 auf. Er hat dabei zudem einen Henkel 66, der mit beiden Endabschnitten in den jeweiligen Griff 64 am Topf 8 eingehängt ist. Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 23 zeigt durch die Wiederverwendung der Pfanne 8 mit dem Topf 8 einen weiteren Aspekt, wie der Gedanke der Modularisierung bei der vorliegenden technischen Lösung für das Outdoorbesteck 1 , und Anordnungen davon, vorteilhaft genutzt wird. Figur 24 zeigt als Funktionsteil 8 einen zweiteiligen, klappbaren Grillkorb. Dieser ist gitterförmig gestaltet und hat zur Aufnahme, beispielsweise eines Maiskolbens, zwei im geschlossenen Zustand des Grillkorbs reusenförmige Aufnahmen 68.

Figur 25 zeigt ein mit dem Grillkorb 8 gemäß Figur 24 vergleichbares Ausführungsbeispiel, das abweichend davon vergleichsweise flach ausgestaltet ist. In diesem flachen Grillkorb 8 können damit beispielsweise ein (flaches) Toast oder ein Fisch oder ein Stück Fleisch sicher gehalten und gegrillt und gewendet werden.

Figur 26 zeigt eine breite Grillgabel 8 als Funktionsteil, wie sie beispielsweise bereits in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist, jedoch ist hier eine stirnseitige

Rändelschraube 70 vorgesehen, die zur Festlegung des Verbindungsabschnitts 16 am letzten Schaftelement 12 dient und in ein Innengewinde 71 des Verbindungsabschnitts 16 eingeschraubt ist.

Die Grillgabel 8 gemäß den Figuren 26 und 27 ist dabei mit einer Grillgabel 8 gemäß Figur 28 kombinierbar. Die Grillgabel 8 gemäß Figur 28 hat zwei Spieße, die sich parallel zur Längsachse des Outdoorbestecks 1 erstrecken, und die über einen Quersteg verbunden sind. Der Quersteg entspringt dabei einer Hülse 72, in die radial von außen eine als Rändelschraube 70 ausgebildete Feststellschraube eingeschraubt ist.

Figur 29 zeigt den Zusammenbau der Grillgabel 8 gemäß Figur 26 mit der Grillgabel 8 gemäß Figur 28. Dabei ist die Hülse 72 auf den Verbindungsabschnitt 16 der

aufgeschoben und mit der Rändelschraube70 auf Klemmung dort fixiert. So kann die Grillgabel 8 gemäß Figur 26 durch die Erhöhung ihrer Spießzahl auf einfache Weise mit mehr Haltekraft für das zu fixierende Grillgut ausgestattet werden.

Wie vielseitig und modular das erfindungsgemäße Outdoorbesteck 1 aufgebaut sein kann, zeigen die Ausführungsbeispiele gemäß den Figuren 30, 31 und 32, die eine Angel, eine Harpune und einen Kescher zeigen. Dabei hat das als Angel ausgebildete Outdoorbesteck 1 als Funktionsteil einen Ring 8 und weitere Ringe 8, die am Endabschnitt des letzten Schaftelements 12 und am Schaft 6 verteilt angeordnet sind. Im Bereich der Schaftbasis 10 ist eine Kurbel 74 mit einer Schnurtrommel angeordnet. Diese beiden Komponenten sind auf den Schaft 6, etwa im Bereich der Schaftbasis 10 aufgeschoben. In Figur 30, neben der Angel rechts, ist der Ring 8 mit seiner geometrischen Ausgestaltung zu erkennen. Erkenntlich ist dabei, dass er ein vergleichsweise kleines, eigenes

Schaftelement aufweist, an dem der eigentliche Ring 8 angesetzt ist.

Eine Harpune gemäß Figur 31 weist im Wesentlichen die Struktur des Outdoorbestecks 1 gemäß den Figuren 1 und 2 auf. Abweichend davon ist als Funktionsteil 8 nunmehr eine Jagdspitze mit zwei lateral, einander gegenüberliegenden, ausklappbaren und

einklappbaren Widerhaken angesetzt. Zur Sicherung des Outdoorbestecks 1 ist in die Gewindehülse 22 des Handgriffs 2 eine Öse 76 eingeschraubt. In die Öse 76 ist dabei eine Sicherungsleine oder eine Leash eingebunden.

Auch ein Kescher gemäß Figur 32 entspricht weitgehend der Struktur gemäß dem

Outdoorbesteck 1 der Figuren 1 und 2. Abweichend davon ist das Funktionsteil 8 jedoch von einem Kescher mit einem dreieckigen Rahmen und einem daran angesetzten Netz gebildet. Der Rahmen weist dabei einen Y-Adapter 78 (Detail B) zur Anbindung des Schaftes 6, sowie zwei U-Adapter 80 (Detail A) zum Aufspannen des Rahmens auf. Der Y- Adapter 78 hat dabei an seinen jeweiligen Endabschnitten stirnseitig ein Innengewinde 82 ausgebildet. In das zentrale Innengewinde 82 ist dabei das letzte Schaftelement 12 eingeschraubt. In die beiden anderen Innengewinde 82 ist jeweils eine seitliche

Netzstange 84 eingeschraubt. Da diese Netzstange 84 wiederum ein übliches

Schaftelement 12 darstellt, weist dieses an ihrem vom Bediener entfernten Endabschnitt dann den bereits bekannten Abschnitt mit Innengewinde 22 (vgl. Figur 5) auf. Demgemäß haben die beiden U-förmigen Adapter 80 an ihrem jeweiligen Endabschnitt jeweils ein Außengewinde 86. Eins der Außengewinde 86 wird dabei in das Innengewinde 22 der Netzstangen 84 eingedreht. Eine Verbindung der beiden Adapter 80 erfolgt über eine Frontnetzstange 88, die an ihren beiden Endabschnitten jeweils ein Innengewinde trägt. Eins der beiden Innengewinde ist dabei als ein Linksgewinde und das andere als ein Rechtsgewinde ausgebildet. Durch die Drehbewegung der Frontnetzstange 88 um ihre Längsachse und die angepassten gegenläufige Ausbildung der jeweiligen Außengewinde der Adapter 80 als Links- bzw. Rechtsgewinde erfolgt dann die axiale Verbindung der beiden Adapter 80 über die Frontnetzstange 88. Ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Outdoorbestecks 1 gemäß Figur 33 hat einen Fuß 90. Dieser hat zwei gekreuzte Träger, an deren jeweiligen Endabschnitten jeweils ein zum Boden weisender Dorn angeordnet ist. Auf diese Weise ist der Fuß 90 gut in einem vergleichsweise weichen Boden verankerbar. Mittig aus einem Kreuzungsbereich der beiden Träger entspringt, vom Boden wegweisend, ein Stützrohr mit einer endseitigen, im Wesentlichen U-förmigen Aufnahme 92. In die Aufnahme 92 ist dabei der Schaft 6 des Outdoorbestecks 1 einlegbar. Über den Fuß 90 ist somit eine Stütze geschaffen, die das komfortable Halten des Grillgutes am Feuer oder Grill ermöglicht. Alternativ kann die Aufnahme 92 verschließbar, beispielsweise in Art eines Schekels, ausgestaltet sein.

In einer Variante gemäß Figur 34 und 35 weist das Outdoorbesteck zwei Füße 90 auf, an denen es in den Aufnahmen 92 waagrecht gelagert ist. Auf diese einfache Weise ist ein Dreh-Grill zur Aufnahme von drehbarem Grillgut gebildet. Zur sicheren Einspannung des Grillguts sind am Schaft 6 zwei gleichartige, einander zugewandte, vierzinkige

Funktionsteile 8 angeordnet. Figur 35 zeigt diese Funktionsteile 8 in einer vergrößerten Darstellung. Dabei ist jedes Funktionsteil 8 auf den Schaft 6 mit seiner Hülse

aufgeschoben und über die Rändelschraube 70, von der eine Hülsenwandung radial durchsetzt ist, am Schaft 6 geklemmt.

Die Figur 36 zeigt einen batteriebetriebenen Motor 92, um den das Outdoorbesteck 1 gemäß Figur 34 und 35 ergänzt werden kann, so dass eine Drehung des Grillguts automatisiert erfolgt. Eine Übertragung der Drehbewegung des Motors kann

beispielsweise über einen Adapter erfolgen, der einerseits ein Kupplungsstück zur Kopplung mit der Motorwelle und andererseits einen Verbindungsabschnitt zur lösbaren Verbindung mit dem Schaft hat.

Die Figuren 37 und 38 zeigen zwei Varianten einer Leuchteinheit 94, die jeweils lösbar mit dem Schaft des Outdoorbesteckes verbindbar ist. Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 37 hat dabei einen Fuß, der eine Grundplatte mit zwei lateral angeordneten, etwa normal von der Grundplatte wegweisenden, vorgeformten Blattfedern aufweist. Diese haben jeweils einen konvexen Mittelabschnitt, der im Wesentlichen an eine Außenkontur des Schaftes 6 angepasst ist. Auf diese Weise ist die Leuchteinheit 94 einfach auf den Schaft 6 aufsteckbar. Zwischen dem Fuß 96 und dem zylinderförmig ausgestalteten Leuchtengehäuse mit einer LED ist ein Gelenk 98 mit zwei normal zueinander angeordneten Schwenkachsen 100 und 102 angeordnet. Auf diese Weise kann eine Hauptabstrahlrichtung 104 um die Querachse 100 und die Hochachse 102 geschwenkt werden. Figur 38 zeigt ein etwas einfacher ausgestaltetes Gelenk 98, das lediglich die Querachse 100 aufweist. Auf diese Weise ist das Leuchtengehäuse jederzeit in einer Ebene mit der Längsachse des Schaftes 6 angeordnet.

Die folgenden Figuren beschreiben im Detail die lösbare und verriegelbare Verbindung 18 und deren technische Umsetzung. Es wird darauf hingewiesen, dass jede in den

Ausführungsbeispielen gezeigte lösbare Verbindung auf diese Weise ausgebildet und / oder vormontiert sein kann.

Figur 39 zeigt einen Ausschnitt eines Outdoorbestecks 1 , wie es beispielsweise Figur 1 zeigt. Im Detail ist nun die lösbare, verriegelbare Verbindung 18 dargestellt. Demgemäß ist in Figur 39 unten die Schaftbasis 10 zu sehen, die über die Verbindung 18 mit dem nächstfolgenden Schaftelement 12 verbunden ist. Das Schaftelement 12 und die

Schaftbasis 10 weisen dabei im montierten, verbundenen und verriegelten Zustand eine kleine Lücke 106, die verbleibt. Zum besseren Verständnis zeigt Figur 40 einen Schnitt A - A entlang der Längsachse des Schaftelements 12 gemäß Figur 39. Sowohl die

Schaftbasis 10, als auch das Schaftelement 12 sind als Profilrohr hohl ausgestaltet. Beide weisen demnach die Form einer länglichen Hülse auf. Verbunden sind der Schaftabschnitt 10 und das Schaftelement 12 über einen Gewindebolzen 108, der in Figur 41 und 42 nochmal gesondert dargestellt ist. Gemäß Figur 41 hat der Gewindebolzen 108 an seinen beiden Endabschnitten jeweils ein Außengewinde 1 10, 1 12, wobei das Außengewinde 1 10 als Links- und das Außengewinde 1 12 als Rechtsgewinde ausgestaltet ist. Der

Gewindebolzen 108 hat im Wesentlichen einen kreiszylindrischen Grundquerschnitt.

Ein vergleichsweise kurzer Endabschnitt mit dem Außengewinde 1 10 geht dabei in eine sich zum anderen Endabschnitt hin radial erweiternde Schulter 1 14 und von dort in einen wiederum gewindelosen, zylindrischen Abschnitt 1 16. Dieser geht dann nach einer stufigen, radialen Verjüngung in einen vergleichsweise langen, zylindrischen Abschnitt 1 18 über, der am anderen Ende des Gewindebolzens 108 das andere Gewinde 1 12 trägt. Im Schnitt A-A ist zu erkennen, dass der Gewindebolzen 108 auf einer seiner Seiten eine Nut 120 trägt, die sich von dem breitesten Abschnitt der konischen Schulter 1 14 bis hin zum Gewindeanfang des Gewindes 1 12 erstreckt. Ihre Nuttiefe erreicht etwa die Mittelachse des Schaftes 6. Der Endabschnitt, der das längere Gewinde 1 12 trägt, weist auf der Seite der Nut 120 ebenfalls eine Nut 122, mit etwas geringerer Nuttiefe auf. Zudem ist dieser Endabschnitt auf der Seite der genannten Nut 122 abgeflacht.

Figur 42 zeigt eine Seitenansicht des Gewindebolzens 108, wie sie sich bei einem Blick auf den Gewindebolzen 108 gemäß Figur 41 von rechts darstellt. Gut zu erkennen ist, dass die Nut 102 als im Wesentlichen langlochförmige Ausnehmung ausgestaltet ist, wohingegen die Nut 122 einerseits in die langlochförmige Nut 120 mündet und

andererseits frei ausläuft. Am Abschnitt 1 16, der an Schulter 1 14 grenzt, sind lateral zwei parallele Rechtecknuten 124 zum Ansetzen eines Montagewerkzeugs ausgefräst.

Gemäß Figur 40 hat die Verbindung 18 ein Rastelement 126, das in die beiden Nuten 120 und 122 eingelegt ist. Zudem weist die Schaftbasis 10 im Bereich der Verbindung 18 eine langlochförmige Durchgangsausnehmung 128 ihrer Wandung auf, in die ein nach außen geriffelter Betätigungsabschnitt 130 des Rastelements 126 eingetaucht ist. Das

Rastelement 126 erstreckt sich mit einer Breite etwa der Nuten 120 und 122 gemäß Figur 42, in welchen es - in Richtung der Längsachse des Schaftes 6 verschiebbar - aufgenommen ist. Dabei hat es einen langen Flachabschnitt 132, der in der kurzen, flachen Nut 122 aufgenommen und geführt ist. Daran schließt eine Stufe 134 an, an die ein radial weiter außen liegender Abschnitt mit dem Betätigungsabschnitt 130 anschließt. Der Betätigungsabschnitt 130 stellt dabei eine nach radial außen weisende Verdickung des Rastelementes 126 dar. In Richtung des Schaftelementes 12 verjüngt sich das

Rastelement 126 dann wieder und bildet an seinem Endabschnitt eine Nase 136 aus. Diese hintergreift im verriegelten Zustand der Verbindung 18 eine stirnseitige Endfläche 138 der Schaftbasis 10. Auf der anderen Seite, derjenigen des Schaftelementes 12, taucht die Nase 136 in eine von mehreren, innenseitig umfänglich, gleichverteilt angeordneten Rastnuten 138 ein (nur eine dargestellt). Im gezeigten Ausführungsbespiel weist das Schaftelement 4 solcher Rastnuten 138 auf.

Eine Vormontage des Gewindebolzens 108 mit dem Rastelement 126 erfolgt, indem das Rastelement 126 gemäß der Anordnung gemäß Figur 40 in die Nuten 120, 122 des Gewindebolzens 108 eingelegt wird, und der Gewindebolzen 108 mit seinem Gewinde 1 12 in ein Innengewinde 140 der Schaftbasis 10 gemäß Figur 40 eingeschraubt wird. Das Einschrauben erfolgt dabei bis die Radialschulter 142 zwischen den Abschnitten 1 16 und 1 18 des Gewindebolzens 108 in Anlage mit der Stirnfläche 138 der Schaftbasis 10 gerät.

Zur schlussendlichen Verbindung der Schaftbasis 10 und des Schaftelements 12 wird nun letztgenanntes mit seinem Innengewinde 144 auf das kurze Außengewinde 1 10 des Gewindebolzens 108 aufgeschraubt. Dabei wird der Betätigungsabschnitt 130 des

Rastelementes 126 niedergedrückt, wodurch die Rastnase 136 nach radial innen ausgelenkt ist. Etwa mit dem Anschlag eines Gewindeauslaufs 146 des Innengewindes 144 des Schaftelementes 12 am Gewindegrund des Gewindes 1 10 kann der

Betätigungsabschnitt 130 losgelassen werden, wodurch die Rastnase 136 in ihre vorgespannte, nach außen ausgelenkte Grundstellung gerät und mit der nächsten, sich nähernden Rastnut 138 verrastet oder verriegelt. In diesem Zustand ist die Verbindung 18 verriegelt und gesichert.

Die Figuren 43 und 44 zeigen je ein Ausführungsbeispiel einer Besteckanordnung 48 mit je zwei Outdoorbestecken 1 . Figur 43 zeigt eine Outdoorzange, Figur 44 eine

Outdoorschere. Der Aufbau der einzelnen Outdoorbestecke 1 ist, wie bereits für die Gabel gemäß Figur 16 beschrieben, Handgriff 2 mit Schaftbasis 10, verbunden mit dem Adapter 40, an den das Funktionsteil 8 (Zangenbacke, Scherenklinge) angesetzt ist. Verbunden sind die zwei Outdoorbestecke 1 der beiden Ausführungsbeispiele über je ein Drehgelenk 148.

Die Schaftbasis 10 der gezeigten Ausführungsbeispiele kann bevorzugt eine Länge zwischen 4 und 15cm aufweisen. Davon abweichend sind natürlich andere Dimensionen nicht ausgeschlossen.

Offenbart ist ein Outdoorbesteck, insbesondere ein Grillbesteck oder Jagdbesteck, mit einem Handgriff, der über einen Schaft mit einem zur Handhabung von Grillgut geeigneten Funktionsteil verbunden ist, wobei der Handgriff mit dem Schaft oder dieser mit dem Funktionsteil, oder der Schaft in sich, wenigstens eine lösbare, verriegelbare Verbindung aufweist. Offenbart ist des Weiteren eine Besteckanordnung mit wenigstens zwei derartigen Outdoorbestecken, die über ein Gelenk verbunden sind.

Bezuqszeichenliste

1 ; 101 Grillbesteck

2 Handgriff

4 Bodenanker

6 Schaft

8 Funktionsteil

10 Schaftbasis

12 Schaftelement

14 Schiebegriff

16 Verbindungsabschnitt

18 lösbare Verbindung

20 Gewindebolzen

22 Gewindehülse

24 Außen-Rechtsgewinde

24' Außen-Linksgewinde

26 Mutterabschnitt

28 Scherenvorrichtung

30 Tasche

32, 34, 36 Taschenabschnitt

38 Gummizug

39 Reißverschluss

40 Adapter

42 Nut

44 Bolzen

46 Innengewinde

48 Besteckanordnung

50 Gelenk

52 Blech

54 Adapter

56 Außengewinde

58 Gelenk

60 Aufnahmeblock Aufnahme

Griff

Henkel

Aufnahme

Rändelschraube

Innengewinde

Hülse

Kurbel

Öse

Y-Adapter

U -Adapter

Innengewinde

Netzstange

Außengewinde

Frontnetzstange

Fuß

Motor

Leuchteinheit

Fuß

Gelenk, 102 Achse

Hauptabstrahlrichtung

Lücke

Gewindebolzen

Linksgewinde

Rechtsgewinde

Schulter

, 1 18 zylindrischer Abschnitt, 122 Nut

Rechtecknut

Rastelement

Durchgangsausnehmu

Betätigungsabschnitt 132 Flachabschnitt

134 Stufe

136 Rastnase

138 Rastnut

140 Innengewinde

142 Radialschulter

144 Innengewinde

146 Gewindeauslauf

148 Gelenk