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Title:
OUTER SKIN MODULE OF A VEHICLE DOOR AND VEHICLE DOOR HAVING SUCH AN OUTER SKIN MODULE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2017/202516
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an outer skin module (10) of a vehicle door (12), comprising a side impact support (14) for stiffening the vehicle door (12), a shell-shaped outer skin (16) having a shell edge (18), and a peripheral mounting frame (20) on its edge, which is connected to the shell edge (18) of the outer skin (16) for fixing the outer skin (16) to a door shell (22) of the vehicle door (12), wherein the mounting frame (20) and the side impact support (14) are designed as one-piece module components (24). The invention further relates to a vehicle door (12) having such an outer skin module (10).

Inventors:
SOLDNER FLORIAN (DE)
VALLERIUS MARKUS (DE)
Application Number:
PCT/EP2017/055833
Publication Date:
November 30, 2017
Filing Date:
March 13, 2017
Export Citation:
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Assignee:
BAYERISCHE MOTOREN WERKE AG (DE)
International Classes:
B60J5/04
Foreign References:
US20100229470A12010-09-16
EP1688287A22006-08-09
US20090224571A12009-09-10
Other References:
None
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Claims:
Patentansprüche

1. Außenhautmodul einer Fahrzeugtür (12), mit

einem Seitenaufprallträger (14) zur Versteifung der Fahrzeugtür,

einer schalenförmigen Außenhaut (16), die einen Schalenrand (18) aufweist, und

einem randseitig umlaufenden und mit dem Schalenrand (18) der Außenhaut (16) verbundenen Montagerahmen (20) zur Befestigung der Außenhaut (16) an einem Türrohbau (22) der Fahrzeugtür (12),

wobei der Montagerahmen (20) und der Seitenaufprallträger (14) als einstückige Modulkomponente (24) ausgeführt sind.

2. Außenhautmodul nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Montagerahmen (20) der Modulkomponente (24) einen Rahmenabschnitt aufweist, der an eine Fensteröffnung (26) der Fahrzeugtür (12) angrenzt, wobei die Modulkomponente (24) entlang dieses Rahmenabschnitts eine einstückig angeformte Brüstungsverstärkung (28) zur Stabilisierung des Außenhautmoduls (10) aufweist.

3. Außenhautmodul nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die einstückige Modulkomponente (24) ein umgeformtes Blechstanzteil ist.

4. Außenhautmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Seitenaufprallträger (14) im Inneren des Montagerahmens (20) angeordnet ist und sich im Wesentlichen linear zwischen zwei im Wesentlichen gegenüberliegenden Punkten des Montagerahmens (20) erstreckt.

5. Außenhautmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Modulkomponente (24) wenigstens eine einstückig angeformte Versteifungsstrebe (30) aufweist, die sich quer zu einer Längsrichtung (31 ) des Seitenaufprallträgers (14) vom Seitenaufprallträger (14) zum Montagerahmen (20) erstreckt.

6. Außenhautmodul nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Versteifungsstrebe (30) eine vom Seitenaufprallträger (14) und dem Montagerahmen (20) eingeschlossene Fläche in im Wesentlichen gleich große Teilflächen (32) unterteilt.

7. Außenhautmodul nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Versteifungsstrebe (30) zwischen dem Seitenaufprall- träger (14) und dem Montagerahmen (20) zumindest abschnittsweise mit der Außenhaut (16) verbunden ist.

8. Außenhautmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die schalenförmige Außenhaut (16) ein Blech ist.

9. Außenhautmodul nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die schalenförmige Außenhaut (16) eine Blechdicke von weniger als 1 mm aufweist.

10. Außenhautmodul nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die schalenförmige Außenhaut (16) an ihrem Schalenrand (18) umlaufend mit dem Montagerahmen (20) verschweißt ist.

1 1. Fahrzeugtür mit

einem vorgefertigten Außenhautmodul (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, und

einem Türrohbau (22), an dem das vorgefertigte Außenhautmodul (10) befestigt ist,

wobei das Außenhautmodul (10) mit dem Türrohbau (22) verschraubt ist. 12. Fahrzeugtür nach Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Montagerahmen (20) umlaufend mit dem Türrohbau (22) verklebt ist.

13. Fahrzeugtür nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Türrohbau (22) ein Kunststoffbauteil, insbesondere ein faserverstärktes Kunststoffbauteil ist.

Description:
Außenhautmodul einer Fahrzeugtür sowie Fahrzeugtür

mit einem solchen Außenhautmodul

Die Erfindung betrifft ein Außenhautmodul einer Fahrzeugtür sowie eine Fahrzeugtür mit einem solchen Außenhautmodul.

Im Fahrzeugbau sind die Fahrzeugtüren heutzutage komplexe Baueinheiten, welche zahlreiche Einzelteile umfassen. Hauptbestandteile sind normalerweise ein Türrohbau, eine außenseitig am Türrohbau angebrachte Außenverkleidung, eine innenseitig am Türrohbau angebrachte Innenverkieidung sowie zahlreiche zwischen der Außenverkleidung und der Innenverkleidung angeordnete Einbau- teile wie etwa ein elektrischer Fensterheber, ein Lautsprecher, ein Seitenaufprali- schutz, ein Verriegelungsmechanismus für die Fahrzeugtür oder Ähnliches. Aus dem Stand der Technik ist bereits bekannt, die Außenverkleidung der Fahrzeugtür als Außenhautmodul mit einer Außenhaut und einem mit der Außenhaut verbundenen Montagerahmen zur Befestigung des Moduls am Türrohbau auszubilden. Die Außenhaut ist zum Beispiel eine Blechschale aus Aluminium und wird randseitig auf den Montagerahmen aufgebördelt. Der randseitig um- laufende Montagerahmen stellt eine exakte und zuverlässige Befestigung der Außenhaut am Türrohbau sicher, da eine direkte Befestigung der dünnen Blechschale aufgrund der geringen Blechdicke von üblicherweise etwa 1 ,2 mm technisch problematisch ist.

Der Montagerahmen ist in der Regel ein Aluminiumblech mit einer Blechdicke von etwa 1 ,5 mm bis 2,0 mm und kann mit dem Türrohbau verklebt oder verschraubt sein.

Es hat sich allerdings herausgestellt, dass ein solches Außenhautmodul bestehend aus der schalenförmigen Außenhaut sowie dem Montagerahmen aufgrund der großflächigen Außenhaut ein sehr labiles Gebilde ist, wodurch sich Probleme bei der Handhabung ergeben. So erhöht sich zum Beispiel der Auf- wand zum Lackieren des Außenhautmoduls, da zusätzliche Stabilisierungsmaßnahmen notwendig sind. Darüber hinaus ist die Fertigung des Montagerahmens recht aufwendig, da der im Inneren des Montagerahmens herauszunehmende Blechabschnitt aufgrund der großen Abmessungen nicht in einem Verfahrensschritt ausgestanzt, sondern nur schrittweise entfernt werden kann.

Im Übrigen gibt es generell Bestrebungen, das Gewicht der Fahrzeugtür zu reduzieren und deren komplexen Aufbau zu vereinfachen.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein einfach herzustellendes, stabiles Außenhautmodul sowie eine Fahrzeugtür mit einem solchen Außenhautmodul zu schaffen, welche einen einfachen konstruktiven Aufbau sowie ein möglichst geringes Gewicht aufweist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch ein Außenhautmodul einer Fahrzeugtür, mit einem Seitenaufprallträger zur Versteifung der Fahrzeugtür, einer schalenförmigen Außenhaut, die einen Schalenrand aufweist, und einem randseitig umlaufenden und mit dem Schalenrand der Außenhaut verbundenen Montagerahmen zur Befestigung der Außenhaut an einem Türrohbau der Fahrzeugtür, wobei der Montagerahmen und der Seitenaufprallträger als einstückige Modulkomponente ausgeführt sind.

Infolge der integrierten Ausführung des Montagerahmens und des Seiten- aufprallträgers als einstückige Modulkomponente wird das Außenhautmodul deutlich stabiler. Zudem muss der üblicherweise sowieso vorgesehene Seitenaufprallträger nicht mehr als zusätzliches Einzelbauteil in einem separaten Verfahrensschritt am Türrohbau befestigt werden. Stattdessen erfolgt die Montage des Seitenaufprallträgers nunmehr zusammen mit der Montage des Außen- hautmoduls in einem gemeinsamen Verfahrens schritt.

Die aufgrund des integrierten Seitenaufprallträgers erhöhte Eigensteifigkeit des Außenhautmoduls ermöglicht außerdem einen einfacheren Transport sowie einen geringeren Aufwand beim Lackieren des Außenhautmoduls.

In einer Ausführungsform des Außenhautmoduls weist der Montagerahmen der Modulkomponente einen Rahmenabschnitt auf, der an eine Fensteröffnung der Fahrzeugtür angrenzt, wobei die Modulkomponente entlang dieses Rahmenabschnitts eine einstückig angeformte Brüstungsverstärkung zur Stabilisierung des Außenhautmoduls aufweist. Diese Brüstungsverstärkung führt in vorteilhafter Weise zu einer weiteren Stabilisierung des Außenhautmoduls, sodass sich zum Beispiel dessen Handhabung beim Transportieren oder Lackieren weiter verbessert. Ferner ist üblicherweise auch bei herkömmlichen Fahrzeugtüren eine Brüstungsverstärkung zur Stabilisierung des Außenhautmoduls vorgesehen, wobei diese Brüstungsverstärkung jedoch als separates Bauteil ausgeführt ist. Aufgrund der in die einstückige Modulkomponente integrierten Brüstungsverstärkung sinkt folglich die Anzahl der Einzelbauteile und damit der Montageaufwand für die Fahrzeugtür. Die einstückige Modulkomponente ist vorzugsweise ein umgeformtes Blechstanzteil, insbesondere aus einem Aluminiumblech mit einer Blechdicke von etwa 1 ,5 mm bis 2,0 mm. Ausgehend von einem herkömmlichen Montagerahmen verringern sich aufgrund des Seitenaufpraüträgers sowie der optional vorgesehenen Brüstungsverstärkung die Abmessungen der im Inneren des Montagerahmens auszustanzenden Blechabschnitte, sodass der Fertigungsaufwand für die einstückige Modulkomponente gegenüber einem herkömmlichen Montagerahmen reduziert ist.

Vorzugsweise ist der Seitenaufprallträger im Inneren des Montagerahmens angeordnet und erstreckt sich nahezu linear zwischen zwei im Wesentlichen gegenüberliegenden Punkten des Montagerahmens. Insbesondere erstreckt sich der Seitenaufprallträger in einer Längsrichtung der Fahrzeugtür, wobei die Längsrichtung der Fahrzeugtür in deren eingebautem Zustand einer Fahrzeuglingsrichtung entspricht. Als zusätzliche Skalierungsmaßnahme kann mittels eines aufgesetzten Deckbleches die Steifigkeit des Seitenaufpraüträgers kostengünstig modifiziert werden. Auf diese Weise ist ein besonders effizienter Insassenschutz durch den Seitenaufprallträger gewährleistet.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Außenhautmoduls weist die Modulkomponente wenigstens eine einstückig angeformte Versteifungsstrebe auf, welche sich quer zu einer Längsrichtung des Seitenaufpraüträgers vom Seitenaufprallträger zum Montagerahmen erstreckt. Durch eine oder mehrere solche Versteifungsstreben erhöht sich in vorteilhafter Weise die Stabilität des Außenhautmoduls der Fahrzeugtür. Zudem verringern sich die Abmessungen der im Inneren des Montagerahmens auszustanzenden Blechabschnitte, sodass sich die einstückige Modulkomponente einfacher aus einem Blechrohling ausstanzen fässt.

Insbesondere unterteilt die wenigstens eine Versteifungsstrebe dabei eine vom Seitenaufprallträger und dem Montagerahmen eingeschlossene Fläche in etwa gleich große Teilflächen. Diese Teilflächen bestimmen die Größe der beim Ausstanzen der Modulkomponente als Abfall anfallenden Blechabschnitte. Je kleiner diese Blechabschnitte sind, desto eher kann die Modulkomponente in nur einem einzigen Verfahrensschritt ausgestanzt werden.

Vorzugsweise ist die wenigstens eine Versteifungsstrebe zwischen dem Seitenaufprallträger und dem Montagerahmen zumindest abschnittsweise mit der Außenhaut verbunden, insbesondere verklebt. Auf diese Weise wird die Außenhaut von der wenigstens einen Versteifungsstrebe fixiert und somit am Beulen gehindert. Aufgrund dieser zusätzlichen AbStützungen wird die Außenhaut nicht mehr in ihrer Gesamtfläche, sondern nur noch in mehreren kleinen Teilflächen auf Beulen beansprucht, sodass sich in vorteilhafter Weise die Beul- steifigkeit und damit die Dicke der Außenhaut reduzieren lässt.

Die schalenförmige Außenhaut ist vorzugsweise ein Blech, insbesondere ein Aluminiumblech, wobei die Blechdicke besonders bevorzugt weniger als 1 mm beträgt. Die gegenüber einer herkömmlichen Außenhaut verringerte Blechdicke ist insbesondere aufgrund der zusätzlichen Fixierung der Außenhaut auf dem Seitenaufprallträger, der wenigstens einen optionalen Versteifungsstrebe und/ oder der optionalen Brüstungsverstärkung möglich.

Um die Steifigkeit und Festigkeit des Außenhautmoduls weiter zu erhöhen, kann die schalenförmige Außenhaut an ihrem Schalenrand umlaufend mit dem Montagerahmen verschweißt, insbesondere laserverschweißt sein. Alternativ ist jedoch auch denkbar, dass der Schalenrand und der Montagerahmen umlaufend durch Bördeln und Verkleben miteinander verbunden sind.

Die Erfindung umfasst im Übrigen auch eine Fahrzeugtür mit einem oben beschriebenen, vorgefertigten Außenhautmodul und einem Türrohbau, an dem das vorgefertigte Außenhautmodul befestigt ist, wobei das Außenhautmodul, insbesondere der Montagerahmen des Außenhautmoduls, mit dem Türrohbau verschraubt ist. Infolge der Ausführung des Montagerahmens als Modulkompo- nente mit einstückig integrierten Einbauteilen werden durch die Versch raubung gleichzeitig mit der schalenförmigen Außenhaut auch der Seitenaufprallträger und die optionale Brüstungsverstärkung am Türrohbau befestigt, sodass sich der Zusammenbau der Fahrzeugtür in vorteilhafter Weise vereinfacht. Der Zu- sammenbau kann durch werkzeugfallende oder anlagenbedingte Absteckung weiter vereinfacht werden. Bei der werkzeugfallenden Referenzierung ist auch ein Abnehmen und wiederholgenaues Aufsetzen im Servicefall möglich und erlaubt somit ein Schließen der Wartungsöffnungen im Türinnenteil.

Gemäß einer Ausführungsform der Fahrzeugtür ist der Montagerahmen um- laufend mit dem Türrohbau verklebt. Während die Verschraubung zwischen dem Außenhautmodul und dem Türrohbau eine feste und zuverlässige Verbindung gewährleistet, dient die Verklebung hauptsächlich der Abdichtung und Schalldämmung.

Der Türrohbau ist vorzugsweise ein Kunststoffbauteil, insbesondere ein faser- verstärktes Kunststoffbauteil. Solche Kunststoffbauteile weisen bei geringem Gewicht eine hohe Festigkeit auf und lassen sich im Spritzgussverfahren mit geringem Aufwand formen und herstellen.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. In diesen zeigen:

Figur 1 eine Außenansicht sowie einen Längsschnitt und einen Querschnitt eines erfindungsgemäßen Außenhautmoduls einer Fahrzeugtür;

Figur 2 eine Innenansicht des erfindungsgemäßen Außenhautmoduls gemäß Figur 1 ; und - Figur 3 eine Außenansicht einer erfindungsgemäßen Fahrzeugtür mit dem Außenhautmodul gemäß Figur 1 und 2 bei abgenommener Außenhaut.

In den Figuren 1 und 2 ist ein Außenhautmodul 10 einer Fahrzeugtür 12 dargestellt, wobei die Figur 1 eine Außenansicht, einen Längsschnitt L - L sowie ein Querschnitt H - H und die Figur 2 eine Innenansicht des Außenhautmoduls 10 zeigen. Das Außenhautmodul 10 umfasst gemäß Figur 2 einen Seitenaufprallträger 14 zur Versteifung der Fahrzeugtür 12, eine schalenförmige Außenhaut 16, die einen Schalenrand 18 aufweist, und einen randseitig umlaufenden und mit dem Schalenrand 18 der Außenhaut 16 verbundenen Montagerahmen 20 zur Be- festigung der Außenhaut 16 an einem Türrohbau 22 (siehe Figur 3) der Fahrzeugtür 12.

Da die in Figur 1 dargestellte, üblicherweise lackierte Außenseite der Außenhaut 16 im montierten Zustand des Außenhautmoduls 10 eine von außerhalb des Fahrzeugs sichtbare Fahrzeugoberfläche bildet, werden an die Außenhaut 16 hohe Anforderungen in Bezug auf die Oberflächengüte gestellt. Um diese Anforderungen zu erfüllen, ist die schalenförmige Außenhaut 16 im dargestellten Ausführungsbeispiel ein Blech, insbesondere ein Aluminiumblech.

Anhand der Figur 2 wird deutlich, dass der randseitig umlaufende Montagerahmen 20 und der Seitenaufprallträger 14 als einstückige, ungeschweißte Modulkomponente 24 ausgeführt sind. Diese Modulkomponente 24 ist dabei ein umgeformtes Blechstanzteil, wobei aus Gewichtsgründen bevorzugt ein Aluminiumblech mit einer Blechdicke in der Größenordnung von etwa 1 ,5 mm bis 2,0 mm verwendet wird. Alternativ ist jedoch auch die Verwendung eines Stahlblechs denkbar. Der Seitenaufprallträger 14 ist gemäß Figur 2 im Inneren des Montagerahmens 20 angeordnet und erstreckt sich nahezu linear zwischen zwei im Wesentlichen gegenüberliegenden Punkten des Montagerahmens 20.

Der mit Bezug auf den Schalenrand 18 der Außenhaut 16 randseitig umlaufende Montagerahmen 20 liegt gemäß Figur 2 auf der Außenhaut 16 auf und ist an seinem Außenrand mit dem Schalenrand 18 verbunden. Konkret sind der Schalenrand 18 und der Montagerahmen 20 im vorliegenden Fall umlaufend durch Bördeln und Verkleben aneinander befestigt.

Alternativ ist jedoch auch denkbar, dass die schalenförmige Außenhaut 16 an ihrem Schalenrand 18 umlaufend mit dem Montagerahmen 20 verschweißt, ins- besondere laserverschweißt ist, um die Festigkeit und Steifigkeit des Außenhautmoduls 10 zu erhöhen. Der Montagerahmen 20 der Modulkomponente 24 weist einen Rahmenabschnitt auf, der an eine in Figur 3 angedeutete Fensteröffnung 26 der Fahrzeugtür 12 angrenzt, wobei die Modulkomponente 24 entlang dieses Rahmenabschnitts eine einstückig angeformte Brüstungsverstärkung 28 zur Stabilisierung des Außenhautmoduls 10 aufweist.

Die Brüstungsverstärkung 28 ist dabei genau wie der Seitenaufprallträger 14 ein im Wesentlichen linearer Verstärkungsabschnitt der Modulkomponente 24.

Im Schnitt H - H der Figur 1 wird deutlich, dass der Seitenaufprallträger 14 und die Brüstungsverstärkung 28 so profiliert sind, dass sie im Querschnitt nicht vollfiächig, sondern nur abschnittsweise an der schalenförmigen Außenhaut 16 anliegen. Die Stabilisierung des Außenhautmoduls 10 ist dabei hauptsächlich auf die im Querschnitt schräg oder quer zur Schalenfläche der Außenhaut 16 verlaufenden Profilbereiche zurückzuführen.

Der lineare Seitenaufprallträger 14 erstreckt sich in einer Längsrichtung 31 zwischen zwei im Wesentlichen gegenüberliegenden Punkten des Montagerahmens 20, wobei im Schnitt L - L der Figur 1 deutlich wird, dass der Seitenaufprallträger 14 über den größten Teil seiner Längserstreckung, insbesondere über nahezu seine gesamte Länge direkt an der Außenhaut 16 anliegt. Dies gilt analog auch für die Brüstungsverstärkung 28. Gemäß Figur 2 weist die Modulkomponente 24 vier einstückig angeformte Versteifungsstreben 30 auf, die sich quer zur Längsrichtung 31 des Seitenauf- prallträgers 14 vom Seitenaufprallträger 14 zum Montagerahmen 20 erstrecken. Dabei unterteilen die vier Versteifungsstreben 30 eine vom Seitenaufprallträger 14 und dem Montagerahmen 20 eingeschlossene Fläche in fünf etwa gleich große Teilflächen 32. Bei der Herstellung der einstückigen Modulkomponente 24 bestimmen diese Teilflächen 32 die Größe der Blechabschnitte, welche beim Ausstanzen der Moduikomponente 24 als Abfallstücke anfallen. Mit abnehmender Größe der Abfallstücke verringert sich dabei der Fertigungsaufwand für die Modulkomponente 24, da die Blechabschnitte unterhalb einer vorbestimmten Grenzgröße in einem einzigen Stanzschritt entfernt werden können. Bei einer geometrisch vorteilhaften Gestaltung lässt sich folglich die gesamte einstückige Modulkomponente 24 in nur einem Verfahrensschritt aus einem Blechrohling ausstanzen. Um eine Beulbeanspruchung der schalenförmigen Außenhaut 16 zu reduzieren, sind die Versteifungsstreben 30 zwischen dem Seitenaufprallträger 14 und dem Montagerahmen 20 zumindest abschnittsweise, vorzugsweise jedoch über ihre gesamte Länge mit der Außenhaut 16 verbunden, insbesondere verklebt. Als Kleber wird beispielsweise ein Blähschaum verwendet, der unter erhöhten Temperaturen, wie sie beispielsweise beim Einbrennen des Lacks in der Lackieranlage des Außenhautmoduls 10 auftreten, expandiert. Der Blähschaum verhindert dann zuverlässig, dass bei geringen Relativbewegungen zwischen der Außenhaut 16 und der Modulkomponente 24 unerwünschte Kratz- oder Klappergeräusche auftreten.

Ferner fixiert der Kleber die Außenhaut 16 an den Versteifungsstreben 30, sodass die Außenhaut 16 innerhalb des randseitig umlaufenden Montagerahmens 20 zusätzlich abgestützt wird, insbesondere quer zur Schalenfläche. Dadurch muss die Außenhaut 16 nur noch kleinere Teilfiächen 32 frei über- spannen, sodass die Anforderungen an die Beulfestigkeit der Außenhaut 16 zurückgehen. Folglich kann eine Blechdicke der schalenförmigen Außenhaut 16 auf weniger als 1 mm reduziert werden, wodurch sich in vorteilhafter Weise Material einsparen und damit auch das Gewicht der Fahrzeugtür 12 reduzieren lässt. Aus denselben Gründen wie die Versteifungsstreben 30 können alternativ oder zusätzlich auch der Seitenaufprallträger 14 und/oder die Brüstungsverstärkung 28 zumindest abschnittsweise, vorzugsweise jedoch über ihre gesamte Länge mit der Außenhaut 16 verbunden, insbesondere mit Blähschaum verklebt sein. Auf diese Weise entsteht ein vorgefertigtes Außenhautmodul 10, das sich mit geringem Aufwand herstellen lässt und aufgrund des integrierten Seitenauf- prallträgers 14 sowie der integrierten Brüstungsverstärkung 28 eine hohe Eigen- steifigkeit aufweist, was wiederum zu Vorteilen bei der Handhabung des Außenhautmoduls 10 führt. Die zusätzlich in die Modulkomponente 24 integrierten und mit der Außenhaut

16 verbundenen Versteifungsstreben 30 sorgen für eine geringere Beulbeanspruchung der Außenhaut 16 und erlauben damit eine Reduktion der Blechdicke der Außenhaut 16 auf weniger als 1 mm. Die reduzierte Blechdicke kompensiert dabei problemlos das durch die Versteifungsstreben 30 anfallende Mehrgewicht und kann insgesamt sogar zu einem geringeren Gesamtgewicht der Fahrzeugtür 12 führen.

Die Figur 3 zeigt die Fahrzeugtür 12 mit dem vorgefertigten Außenhautmodul gemäß den Figuren 1 und 2 sowie einen Türrohbau 22, an dem das vorgefertigte Außenhautmodul befestigt ist. Die Außenhaut 16 des Außenhautmoduls 10 ist in Figur 3 nicht dargestellt, um die Verbindung zwischen dem Außenhautmodul 10 und dem Türrohbau 22 erkennen zu können,

Das Außenhautmodul 10, insbesondere der Montagerahmen 20 des Außen- hautmoduls 10, ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel mit dem Türrohbau 22 an mehreren in Figur 3 hervorgehobenen Stellen 33 verschraubt.

Die Verschraubung ist in einem Detailausschnitt der Figur 3 schematisch dargestellt, wobei eine Mutter 34 der Schraubverbindung insbesondere als Stanzmutter ausgeführt und am Montagerahmen 20 vormontiert ist. Zusätzlich zur Verschraubung ist der Montagerahmen 20 im dargestellten Ausführungsbeispiel umlaufend mit dem Türrohbau 22 verklebt. Die Verklebung hat dabei einen schalldämmenden sowie abdichtenden Effekt und verhindert, dass Feuchte oder Schmutz ins Innere der Fahrzeugtür 12 eindringen können.

Der Türrohrbau 22 ist gemäß Figur 3 ein Kunststoffbauteil, konkret ein ka rbo nf a se rve rstä rktes Kunststoffbauteil, welches bei geringem Gewicht eine hohe Festigkeit aufweist und sich darüber hinaus im Spritzgussverfahren einfach herstellen lässt.

Alternativ kann der Türrohbau 22 jedoch auch aus Metall, insbesondere aus Aluminium oder Stahl hergestellt sein.