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Title:
OUTER SLEEVE OF A CONNECTION ELEMENT WITHOUT A FEMALE THREAD AND HAVING A DAMPING FUNCTION, CONNECTION ELEMENT COMPRISING AN OUTER SLEEVE, AND CORRESPONDING CONNECTION AND MANUFACTURING METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/197131
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a connection element without a female thread and having a damping function, using which connection element two components can be connected to one another. The connection element has an outer sleeve, a spacer sleeve, and a screw having a first outer diameter and a tolerance shim washer positioned on a shaft of the screw. The outer sleeve comprises an elastic outer body having a sleeve-like shaft which has a fastening flange at a first axial end and, adjacent to a second axial end, a hollow cylindrical folding zone which can be folded to form an upset ridge. The outer sleeve has a first inner diameter in the region of the fastening flange and has a second inner diameter which is smaller than the first inner diameter in the region of the hollow cylindrical folding zone. A first component can be supported between the fastening flange and the upset ridge. A spacer sleeve having a third inner diameter is positioned in the outer sleeve adjacent to the second axial end. The first outer diameter of the screw is smaller than the third inner diameter of the distance sleeve, and the second component can be fastened, adjacent to the second axial end of the outer sleeve of the connection element, by means of the sleeve. The tolerance shim washer has a second outer diameter which is smaller than the first inner diameter of the outer sleeve and is smaller than the third inner diameter of the spacer sleeve. The screw and the tolerance shim washer are positioned in this manner in the outer sleeve with radial play.

Inventors:
FIGGE HANS-ULRICH (DE)
BURGER INGO (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/057153
Publication Date:
October 17, 2019
Filing Date:
March 21, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BOELLHOFF VERBINDUNGSTECHNIK GMBH (DE)
International Classes:
F16B5/02
Domestic Patent References:
WO2009030480A22009-03-12
Foreign References:
DE4131779A11993-03-25
US4521004A1985-06-04
EP1710454A12006-10-11
DE102016112014A12018-01-04
DE3784325T21993-06-09
DE19654848A11997-06-26
Attorney, Agent or Firm:
HEYER, Volker (DE)
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Claims:
WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153 8 PCT

Patentansprüche

1. Eine Außenhülse (10) eines Verbindungselements (1 ) ohne weibliches Gewinde mit Dämp fungsfunktion, die aufweist: a. einen elastischen Außenkörper mit einem hülsenförmigen Schaft (12), der einen Befestigungsflansch (14) an einem ersten axialen Ende und eine zu einer Stauchwulst (18) faltbare hohlzylindrische Faltzone (16) benachbart zu einem zweiten axialen Ende aufweist, so dass ein erste Bauteil (3) zwischen dem Befestigungsflansch (14) und der Stauchwulst (18) abstützbar ist, b. einen ersten Innendurchmesser im Bereich des Befestigungsflanschs (14) und einen zweiten Innendurchmesser im Bereich der hohlzylindrischen Faltzone (16), wobei der erste Innendurchmesser größer ist als der zweite Innendurchmesser und ein zweites Bauteil (5) benachbart zum zweiten axialen Ende befestigbar ist.

2. Die Außenhülse (10) gemäß Patentanspruch 1 , bei der an einer radialen Außenseite eine Mehrzahl an vorzugsweise gleichmäßig beabstandeten Rastnasen (20) vorgesehen sind, so dass die Außenhülse (10) in einer ersten Öffnung im ersten Bauteil (3) so befestigbar ist, dass das erste Bauteil (3) zwischen dem Befestigungsflansch (14) und der Mehrzahl an Rastnasen (20) anordenbar ist.

3. Die Außenhülse (10) gemäß einem der vorhergehenden Patentansprüche, bei der im Bereich der hohlzylindrischen Faltzone (16) benachbart zu einem zweiten axialen Ende an einer radialen Innenseite mindestens ein erstes Befestigungsmerkmal (22) zur Befestigung einer Distanzhülse (30) vorgesehen ist.

4. Die Außenhülse (10) gemäß einem der vorhergehenden Patentansprüche, die benachbart zum ersten axialen Ende an einer radialen Innenseite ein Haltemerkmal (26) zum Zusammenwirken mit einer Haltescheibe (50) aufweist, so dass eine Schraube (40) mit einer Toleranzausgleichsscheibe (42) im Bereich des Befestigungsflanschs (14) axial fixierbar ist.

5. Die Außenhülse (10) gemäß einem der vorhergehenden Patentansprüche, die aus einem elastisch verformbaren Kunststoff besteht. WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715358 PCT

6. Ein Verbindungselement (1) ohne weibliches Gewinde mit Dämpfungsfunktion, mit dem mindestens ein erstes Bauteil (3) und ein zweites Bauteil (5) über eine Schraubverbindung verbindbar sind, das die Merkmale aufweist: a. eine Außenhülse (10) gemäß einem der vorhergehenden Patentansprüche, b. eine in der Außenhülse (10) benachbart zum zweiten axialen Ende angeordnete Distanzhülse (30) mit einem dritten Innendurchmesser, c. eine Schraube (40) mit einem ersten Außendurchmesser, wobei der erste Außendurchmesser kleiner ist als der dritte Innendurchmesser der Distanzhülse (30), so dass die Schraube (40) in der Außenhülse (10) mit radialem Spiel angeordnet ist und das zweite Bauteil mittels der Schraube (40) benachbart zum zweiten axialen Ende der Außenhülse (10) des Verbindungselements (1) befestigbar ist, sowie d. eine auf einem Schaft der Schraube (40) angeordnete Toleranzausgleichsscheibe (42), die einen zweiten Außendurchmesser aufweist, der kleiner ist als der erste Innendurchmesser der Außenhülse (10) und als der dritte Innendurchmesser der Distanzhülse (30), so dass die Toleranzausgleichsscheibe (42) in der Außenhülse (10) mit radialem Spiel angeordnet ist.

7. Das Verbindungselement (1) gemäß Patentanspruch 6, bei dem die Außenhülse (10) an einer radialen Außenseite eine Mehrzahl an vorzugsweise gleichmäßig beabstandeten Rastnasen (20) aufweist, so dass die Außenhülse (10) in einer ersten Öffnung im ersten Bauteil (3) so befestigbar ist, dass das erste Bauteil (3) zwischen dem Befestigungsflansch (14) und der Mehrzahl an Rastnasen (20) anordenbar ist.

Das Verbindungselement (1) gemäß einem der Patentansprüche 6 oder 7, bei dem die Außenhülse (10) im Bereich der hohlzylindrischen Faltzone (16) benachbart zu einem zweiten axialen Ende an einer radialen Innenseite mindestens ein erstes Befestigungsmerkmal (22) aufweist, das mit einem entsprechenden zweiten Befestigungsmerkmal (32) der Distanzhülse (30) zusammenwirkt. WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153 8 PCI

9. Das Verbindungsei ement (1) gemäß einem der Patentansprüche 6 bis 8, das weiterhin eine Haltescheibe (50) aufweist, deren Innendurchmesser Heiner ist als der Außendurchmesser der Toleranzausgleichsscheibe (42) und deren radial äußerer Bereich mit einem Haltemerk- mal (26) an der radialen Innenseite der Außenhülse (10) benachbart zum ersten axialen Ende in Eingriff steht, so dass die Toleranzausgleichsscheibe (42) in der Außenhülse (10) mit ra dialem Spiel angeordnet ist und aufgrund der Haltescheibe (50) in axialer Richtung gehalten wird.

10. Das Verbindungselement (1) gemäß einem der Patentansprüche 6 bis 9, dessen Schraube (40) eine Sicherungsbuchse (44) auf dem Schaft axial beabstandet zu einem Kopf der

Schraube (40) auf weist, so dass die Toleranzausgleichsscheibe (42) zwischen dem Kopf und der Sicherungsbuchse (44) gehalten wird.

11. Das V erbindungsei ement (1) gemäß Patentanspruch 10, bei dem der Abstand zwischen Kopf und Sicherungsbuchse (44) einem maximalen Überstand der Schraube (40) über das zweite axiale Ende der Außenhülse (10) entspricht, so dass bei einem bündigen Abschließen der Schraube (40) mit dem zweiten axialen Ende der Außenhülse (10) die Sicherungsbuchse (44) an der T oleranzausgleichsscheibe (42) anliegt. 12. Das V erbindungsei ement (1) gemäß einem der vorhergehenden Patentansprüche, bei dem die Außenhülse (10) und die Haltescheibe (50) aus Kunststoff bestehen.

13. Das V erbindungsel ement (1) gemäß einem der vorhergehenden Patentansprüche, bei dem die Distanzhülse (30), die Schraube (40) und die Toleranzausgleichsscheibe (42) aus Metall bestehen, insbesondere Stahl.

14. Ein erstes Bauteil (3) mit mindestens einer Öffnung und a. einer darin angeordneten Außenhülse (10) gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 5 oder b. einem darin angeordneten V erbindungselement (1) gemäß einem der Patentansprüche 6 bis 13. WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715318 PCT

15. Das erste Bauteil (3) gemäß Patentanspruch 14, das eine Mehrzahl an Öffnungen mit darin angeordneten Außenhülsen (10) oder Verbindungselementen (1) aufweist, insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei.

16. Eine Verbindung eines ersten Bauteils (3) mit einem zweiten Bauteil (5) mittels eines Verbindungselements (1) gemäß einem der Patentansprüche 6 bis 13, wobei das zweite Bauteil (5) einen Befestigungsbereich mit Innengewinde aufweist, in den die Schraube (40) eingeschraubt ist.

17. Die Verbindung gemäß Patentanspruch 16, bei der das erste Bauteil (3) eine Mehrzahl an Öffnungen mit darin angeordneten Verbindungselementen (1) aufweist, insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei, und das zweite Bauteil (5) weist eine entsprechende Anzahl an Befestigungsbereichen auf.

18. Ein V erbindungsverfahren eines ersten Bauteils (3) mit einem zweiten Bauteil (5) mittels eines Verbindungselements (1) gemäß einem der Patentansprüche 6 bis 13, das die Schritte umfasst: a. Bereitstellen (A) des ersten Bauteils (3) mit einer in einer ersten Öffnung des ersten Bauteils (3) angeordneten Außenhülse (10) des Verbindungselements (1), b. Ausrichten (B) der mindestens einen Öffnung des ersten Bauteils (3) mit darin angeord neter Außenhülse (10) des Verbindungselements (1) mit mindestens einem Befesti gungsbereich des zweiten Bauteils (5), wobei der Befestigungsbereich ein

Innengewinde bereitstellt, das zu einem Außengewinde der Schraube (40) des Verbindungselements (1) passt, und c. Einschrauben (C) der Schraube (40) in das Innengewinde des Befestigungsbereichs.

19. Das Verbindungs erfahren gemäß Patentanspruch 15, wobei der Schritt des Bereitstellens das Anordnen der Außenhülse (10) in der ersten Öffnung umfasst. WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715388 PCT

20. V erbindungsverfahren gemäß Patentanspruch 18 oder 19, wobei der Schritt des Bereitstellens das Bereitstellen des ersten Bauteils (3) mit einer Vielzahl von Außenhülsen (10) aufweist, die in einer Vielzahl von ersten Öffnungen angeordnet sind, insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei.

21. Ein Verbindungsverfahren eines ersten Bauteils (3) mit einem zweiten Bauteil (5) mittels eines Verbindungselements (1) gemäß einem der Patentansprüche 6 bis 13, wobei das Verbindungselement (1) weiterhin eine Haltescheibe (50) aufweist, deren Innendurchmesser kleiner ist als der Außendurchmesser der Toleranzausgleichsscheibe (42) und deren radial äußerer Bereich mit einem Haltemerkmal (26) an der radialen Innenseite der Außenhülse (10) benachbart zum ersten axialen Ende in Eingriff steht, so dass die Toleranzausgleichsscheibe (42) in der Außenhülse (10) mit radialem Spiel angeordnet ist und aufgrund der Haltescheibe (50) in axialer Richtung gehalten wird, und die Schraube (40) weist eine Sicherangsbuchse (44) auf dem Schaft axial beabstandet zu einem Kopf der Schraube (40) auf, so dass die Toleranzausgleichsscheibe (42) zwischen dem Kopf und der Sicherangsbuchse (44) gehalten wird, und das die Schritte umfasst: a. Bereitstellen (a) des ersten Bauteils (3) mit einem in einer ersten Öffnung des ersten Bauteils (3) angeordneten Verbindungselement (1) mit Schraube (40), b. Ausrichten (b) der mindestens einen Öffnung des ersten Bauteils (3) mit darin angeordnetem Verbindungselement (1) mit mindestens einem Befestigungsbereich des zweiten Bauteils (5), wobei der Befestigungsbereich ein Innengewinde bereitstellt, das zu einem Außengewinde der Schraube (40) des Verbindungselements (1) passt, und c. Einschrauben (c) der Schraube (40) in das Innengewinde des Befestigungsbereichs.

22. Das Verbindungsverfahren gemäß Patentanspruch 21, wobei der Schritt des Bereitstellens das Anordnen (d) des V erbindungselements (1) in der ersten Öffnung umfasst, vorzugsweise das automatisierte Anordnen.

23. V erbindungsverfahren gemäß Patentanspruch 21 oder 22, wobei der Schritt des Bereitstellens das Bereitstellen des ersten Bauteils (3) mit einer Vielzahl von Verbindungselementen WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715388 PCT

(1) aufweist, die in einer Vielzahl von ersten Öffnungen angeordnet sind, insbesondere min destens zwei, vorzugsweise mindestens drei.

24. V erbindungsverfahren gemäß einem der Patentansprüche 21 bis 23, wobei die Schritte voll automatisiert ausgeführt werden.

25. Ein Herstellungsverfahren für eine Außenhülse (10) gemäß einem der vorhergehenden Patentansprüche 1 bis 5, das die Schritte aufweist: a. Bereitstellen (I) einer Gussform, insbesondere einer Spritzgussform, die einen Hohl raum aufweist, der komplementär zur auszubildenden Außenhülse (10) ausgebildet ist, b. Gießen (II), insbesondere Spritzgießen, eines elastischen Kunststoffs, insbesondere eines Elastomers, in den Hohlraum und c. Entnehmen (III) der geformten Außenhülse (10) aus der Gussform nach dem Aushärten des Kunststoffs.

26. Herstellungsverfahren gemäß Patentanspruch 25, das den weiteren Schritt aufweist: d. Bereitstellen (IV) einer Distanzhülse (30) in der Gussform vor dem Gießen, so dass die Distanzhülse (30) umgossen wird, oder e. Einstecken (V) der Distanzhülse (30) nach dem Entnehmen der Außenhülse (10) aus der Gussform.

27. Ein Herstellungsverfahren für ein V erbindungsei ement (1) gemäß einem der vorhergehenden Patentansprüche 6 bis 13, das die Schritte aufweist: a. Bereitstellen (i) einer Außenhülse (10) gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 5, die insbesondere mittels eines Herstellungsverfahrens gemäß einem der Patentansprüche 25 oder 26 hergestellt wurde, und Anordnen einer Distanzhülse (30) darin benachbart zu einem zweiten axialen Ende der Außenhülse (10), WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715388 PCX b. Einstecken (ii) einer Schraube (40) mit Toleranzausgleichsscheibe (42) in die Außen- hülse (10) und Distanzhülse (30), so dass ein Kopf der Schraube (40) sowie die Tole- ranzausgleichsscheibe (42) benachbart zum ersten axialen Ende der Außenhülse (10) angeordnet sind, sowie c. Anordnen (iii) einer Haltescheibe (50) benachbart zum ersten axialen Ende, so dass die Toleranzausgleichsscheibe (42) in axialer Richtung gehalten wird.

28. Das Herstellungsverfahren gemäß Patentanspruch 27, das vor dem Einstecken der Schraube (40) die weiteren Schritte aufweist: d. Anordnen (iv) der Toleranzausgleichsscheibe (42) auf der Schraube (40) und danach e. Anordnen (v) einer Sicherungsbuchse (44) auf dem Schaft, so dass die Toleranzaus- gl eichsscheibe (42) zwischen Kopf und Sicherungsbuchse (44) gehalten wird.

Description:
Außenhülse eines V erbindungselements ohne weibliches Gewinde mit Dämpfungsfunktion, ein Verbindungselement mit Außenhülse sowie entsprechende Verbindungs- und Herstellungsverfahren

1 Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Außenhülse eines Verbindungselements ohne weibliches Gewinde mit Dämpfungsfunktion, ein entsprechendes Verbindungsei erneut, mit dem mindestens ein erstes Bauteil und ein zweites Bauteil über eine Schraubverbindung verbindbar sind sowie entsprechende Verbindungs- und Herstellungsverfahren.

2. Hintergrund der Erfindung

Aus DE GM 90 01 069.8 ist eine Blindnietmutter bekannt, die aus einem elastischen Außenkör- per und einem metallischen Gewindeeinsatz besteht. Der elastische Außenkörper hat einen in ein Befestigungsloch eines Trägerteils einsteckbaren hülsenförmigen Schaft mit einem Befestigungsflansch und einer Faltzone, die zu einem einen Schließkopf bildenden Stauchwulst faltbar ist, so dass die Blindnietmutter einerseits durch den Befestigungsflansch und andererseits durch den Stauchwulst an dem Befestigungsteil festgelegt wird. Bei der vorbekannten Blindnietmutter ist die Gewindebuchse in ein Gewindeelement und eine Abstandshülse unterteilt, wobei sich die Abstandshülse am Ende des Faltvorganges an die Unterseite des Befestigungsteiles anlegt. Es sind auch Ausführangsformen bekannt, bei denen die Gewindebuchse einstückig ausgebildet ist.

EP 1 710 454 Bl offenbart einen Blindniet für eine Schraubverbindung zwischen einem Träger- bauteil und einem Befestigungsteil. Dieser Blindniet besteht aus einem elastischen Außenkörper WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153I8 PCT mit einem in ein Befestigungsloch des Trägerteils einsteckbaren hülsenförmigen Schaft, der einen Befestigungsflansch und eine zu einer Stauchwulst faltbare Faltzone aufweist, welche auf gegenüberliegenden Seiten des Trägerteils abstützbar sind. Zudem weist der Blindniet eine metallische Buchse auf, die innerhalb des Außenkörpers angeordnet ist. Der beispielsweise aus ei- nem thermo-plastischen Elastomer bestehende Außenkörper wird die Buchse umgebend spritzgegossen. Während dieses Vorgangs wird ein V erankerungs vorsprung des Außenkörpers erzeugt, der in einen ringförmigen Einstich des Verankerungsabschnitts der Buchse eingreift.

Auf diese Weise bilden der Außenkörper und die im Inneren angeordnete Buchse eine formschlüssige Verbindung. Wird der Blindniet innerhalb einer Schraubverbindung axial kompri- miert, bildet sich die Faltwulst in der Faltzone aus.

Ein Befestiger mit Dämpfungsfunktion, mit dem mindestens ein erstes und ein zweites Bauteil über eine S chraub Verbindung verbindbar sind, ist in DE 10 2016 112 014 Al beschrieben. Der Befestiger besteht aus den folgenden Komponenten: einer elastisch verformbaren Außenhülse, einer darin angeordnete Stützhülse sowie eine in der Außenhülse angeordnete Schraubhülse mit T eleskopbereich. Beim Herstellen der Verbindung zwischen den beiden Bauteilen faltet sich die Außenhülse, wobei die Stützhülse und die Schraubhülse ineinander geschoben werden.

Den oben beschriebenen V erbindungsei ementen ist gemeinsam, dass die Außenhülse im Träger- bauteil und das Befestigungsteil benachbart zum Befestigungsflansch angeordnet werden. Ein Nachteil bei nur einseitiger Zugänglichkeit der zu verbindenden Bauteile ist daher, dass in der Außenhülse bereits ein Gewinde vorgesehen sein muss, das mit der Schraube zusammenwirkt. Ein weiterer Nachteil dieser V erbindungsei emente ist, dass gerade bei einer Vielzahl an Verbin- dungspunkten zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil deutlich wird, dass ein radialer To- leranzausgleich nicht oder nur schwer realisierbar ist.

DE 37 84 325 T2 beschreibt eine Befestiger-Zusammensetzung zur Verwendung in Verbindung mit einem ersten und einem zweiten Bauteil, die jeweils mit einer Öffnung versehenen sind. Die Befestiger-Zusammensetzung umfasst einen Befestiger, eine Scheibe und eine Durchführung aus einem elastischen Material. Der Befestiger weist einen Kopf und ein Schaft auf, wobei der Schaft einen oberen gewindeffeien Schaftabschnitt, einen unteren mit Gewinde versehenen Schaftabschnitt und hervorstehende Mittel aufweist, die zwischen dem oberen gewindefreien Schaftabschnitt und dem unteren mit Gewinde versehenen Schaftabschnitt angeordnet sind. Die WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715318 PCT

Durchführung und die Scheibe sind dem Befestiger teleskopartig zugeordnet. Mit dieser Anordnung wird eine Befestiger-Zusammensetzung bereitgestellt, die ein deutliches axiales Spiel zwischen dem Befestiger und der Scheibe aufweist. Zudem kann die Befestiger-Zusammensetzung so in einem ersten Bauteil montiert werden, dass der Befestiger aus der Unterseite des ersten Werkstücks nicht hervorsteht. Ein Nachteil dieser Befestiger-Zusammensetzung ist, dass kein radialer Toleranzausgleich realisierbar ist.

Ein Montageteil mit einem schwingungsgedämpften Befestigungsloch ist schließlich in DE 196 54 848 Al beschrieben. Eine Manschette aus gummi elastischem Material liegt mit einem Man- schettenhals von etwa zylindrischer Umfangsform im Befestigungsloch ein und ist von einer in ihrem Durchgangsloch einliegenden Montagehülse durchsetzt und unmittelbar oder mittelbar von einem kopfseitigen Ringkragen der Montagehülse oder dem Schraubenkopf einer mit ihrem Schaft in der Montagehülse einliegenden Schraube in Anzugsrichtung beaufschlagt. Das Monta- geteil weist im Bereich seines B efestigungsloches eine Hinterschneidung auf, die einen Bereich des Manschettenhalses, nämlich dessen Fixierbereich, flankiert. Die dem Fixierbereich zugeord nete Innenwand des Durchgangslo ches verjüngt sich in Anzugsrichtung zum Halsende hin etwa nach Art eines Trichters. Der Mantel der Montagehülse ist von solchem Durchmesser und solcher Umfangsform, dass er beim Durchtritt durch den Hintergriffbereich diesen in radialer Richtung derart aufweitet, dass er einerseits die Hinterschneidung im Bereich des Befestigungsloches hintergreift und andererseits aufgrund elastischer Rückstellkräfte innerhalb der Manschette fixiert ist. Auch mit dieser Anordnung sind radiale Toleranzen zwischen den V erbindungspunkten von zwei Bauteilen nicht ausgleichbar.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist daher, die obigen Nachteile zu beseitigen und eine Außenhülse eines V erbindungsei ements ohne weibliches Gewinde mit Dämpfungsfunktion be- reitzustellen, mit der gerade bei einer Vielzahl von V erbindungspunkten die Montage erleichtert ist, insbesondere im Hinblick auf einen Ausgleich von radialen Toleranzen. Ebenso ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein entsprechendes Verbindungselement sowie die dazuge- hörigen Verbindungs- und Herstellungsverfahren bereitzustellen. WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715338 PCX

3. Zusammenfassung der Erfindung

Die obige Aufgabe wird gelöst durch eine Außenhülse eines V erbindungsei ements ohne weibliches Gewinde mit Dämpfungsfunktion gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 1 , ein Verbindungselement ohne weibliches Gewinde mit Dämpfungsfunktion, mit dem mindestens ein erstes Bauteil und ein zweites Bauteil über eine Schraubverbindung verbindbar sind, gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 6, eine erstes Bauteil mit Außenhülse oder Verbindungselement gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 14, eine Verbindung zwischen zwei Bauteilen mittels eines Verbindungselements gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 16, ein V erbindungsverfahren eines ersten Bauteils mit einem zweiten Bauteil mittels eines Verbindungselements gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 18 oder 21 sowie ein Herstellungsverfahren einer Außenhülse gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 25 und ein Herstellungsverfahren eines Verbindungselements gemäß dem unabhängigen Patentanspruch 27. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterentwicklungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, den Zeichnungen sowie den anhängigen Patentansprüchen.

Eine erfindungsgemäße Außenhülse eines Verbindungselements ohne weibliches Gewinde mit

Dämpfungsfunktion umfasst: einen elastischen Außenkörper mit einem hülsenförmigen Schaft, der einen Befestigungsflansch an einem ersten axialen Ende und eine zu einer Stauchwulst faltbare hohlzylindrische Faltzone benachbart zu einem zweiten axialen Ende aufweist, so dass ein erstes Bauteil zwischen dem Befestigungsflansch und der Stauchwulst abstützbar ist, einen ersten Innendurchmesser im Bereich des Befestigungsflanschs und einen zweiten Innendurchmesser im Bereich der hohlzylindrischen Faltzone, wobei der erste Innendurchmesser größer ist als der zweite Innendurchmesser und ein zweites Bauteil benachbart zum zweiten axialen Ende befestigbar ist.

Nachfolgend wird die erfmdungsgemäße Außenhülse bei der Verwendung in einem Verbindungselement zum Verbinden eines ersten Bauteils mit einem zweiten Bauteil beschrieben. Dabei wird die Verwendung zunächst beispielhaft an einem Verbindungspunkt erläutert, bevor auf die besonders vorteilhafte Verwendung bei einer Mehrzahl von V erbindungspunkten zwischen zwei aneinander zu befestigenden Bauteilen eingegangen wird.

Bei der beispielhaften Verwendung der Außenhülse in einem V erbindungselement weist die Au- ßenhülse bereits eine Distanzhülse mit einem dritten Innendurchmesser auf, die benachbart zum WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715318 PCX zweiten axialen Ende angeordnet ist. Die Funktion der Distanzhülse wird später im Rahmen einer bevorzugten Ausführangsform erläutert. Das Verbindungselement weist weiterhin eine Schraube auf, die über ein inneres Antriebsmerkmal verfugt. Bei dem inneren Antriebsmerkmal handelt es sich beispielsweise um einen Innensechskant, der am Kopf der Schraube vorgesehen ist. Alternativ hierzu kann auch ein äußeres Antriebsmerkmal zum späteren Eindrehen der Schraube vorgesehen sein.

Die erfmdungsgemäße Außenhülse wird in einer Öffnung, vorzugsweise in einer runden Öffnung, in einem ersten Bauteil angeordnet. Bei dem ersten Bauteil handelt es sich um ein Anbau- oder Befestigungsteil. Hierin liegt der erste Unterschied zu den oben diskutierten bekannten Außenhülsen und Verbindungselementen, die im Trägerbauteil, also dem zweiten Bauteil, angeordnet werden. Nachdem die Außenhülse im ersten Bauteil angeordnet wurde, ist das erste Bauteil benachbart zum Befestigungsflansch angeordnet. Ein Durchmesser der Öffnung im ersten Bauteil ist daher größer als der Außendurchmesser der Faltzone im Ausgangszustand der Außen- hülse, aber kleiner als der Durchmesser des Befestigungsflanschs.

Das erste Bauteil wird nun so mit einem zweiten Bauteil ausgerichtet, dass die Außenhülse im ersten Bauteil mit einem Befestigungsbereich des zweiten Bauteils ausgerichtet ist. Dabei ist das zweite axiale Ende der Außenhülse benachbart zum Befestigungsbereich des zweiten Bauteils angeordnet. Der Befestigungsbereich des zweiten Bauteils stellt ein Innengewinde für die Schraube des Verbindungselements bereit.

Die Schraube wird vom Befestigungsflansch her in die Außenhülse eingesteckt und in den Be festigungsbereich des zweiten Bauteils eingeschraubt. Gemäß einem Beispiel wird eine Scheibe unterhalb des Kopfs der Schraube verwendet, die einen Außendurchmesser aufweist, der größer ist als der zweite Innendurchmesser. Dies wird auch im Rahmen des später detailliert beschriebenen erfindungsgemäßen V erbindungselements deutlich, bei dem eine Toleranzausgleichsscheibe verwendet wird. Alternativ hierzu kann, wenn der Außendurchmesser des Kopfs der Schraube größer ist als der zweite Innendurchmesser, die Scheibe entfallen.

Das Einschrauben bewirkt die Kompression der Außenhülse und damit die Ausbildung der Stauchwulst und erfolgt, bis die Distanzhülse ein weiteres Einschrauben verhindert. Auf diese WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715358 PCT

Weise ist das erste Bauteil nach dem Festschrauben zwischen der Stauchwulst und dem Befestigungsflansch angeordnet, wohingegen das zweite Bauteil benachbart zum zweiten axialen Ende der Außenhülse angeordnet ist.

Im Hinblick auf die Dimensionierung weist die Schraube einen Außendurchmesser auf, der kleiner ist als der zweite Innendurchmesser der Außenhülse und auch kleiner als der dritte Innendurchmesser der Distanzhülse. Auf diese Weise liegt keine Gewindeverbindungen zwischen Schraube und Außenhülse und/oder Schraube und Distanzhülse vor. Vielmehr ist die Schraube in der Außenhülse mit seitlichem oder radialem Spiel angeordnet.

Unter Berücksichtigung dieser besonderen Dimensionierung wird der besondere Vorteil der Außenhülse gerade bei einer Vielzahl von Verbindungspunkte zwischen dem ersten und dem zwei ten Bauteil deutlich. Wenn das erste Bauteil mit einer Vielzahl von runden Öffnungen ausgestattet ist, in denen jeweils eine Außenhülse angeordnet ist, dann können bei der Ausrichtung zu den Befestigungsbereich des zweiten Bauteils radiale Toleranzen aufgrund der radialen Bewegbarkeit der Schraube in der Außenhülse und der Distanzhülse auf besonders einfache Weise ausgeglichen werden. Insbesondere müssen keine Langlöcher zum Ausgleich von Toleranzen vorgesehen werden. Zudem, und im Unterschied zu Langlöchem, können radiale Tole ranzen mittels der so gestalteten Außenhülse in der Ebene und nicht nur entlang einer Achse ausgeglichen werden. Trotz des anderen Aufbaus ist weiterhin die Zugänglichkeit von nur einer Seite ausreichend. Insgesamt stellt die Außenhülse somit eine vereinfachte Verwendung bei verringerten Herstellungskosten bereit.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform sind an einer radialen Außenseite eine Mehrzahl an vorzugsweise gleichmäßig beabstandeten Rastnasen vorgesehen, so dass die Außenhülse in einer ersten Öffnung im ersten Bauteil so befestigbar ist, dass das erste Bauteil zwischen dem Befesti- gungsflansch und der Mehrzahl an Rastnasen anordenbar ist. Besonders bevorzugt sind drei Ratsnasen vorgesehen. Auf diese Weise wird die Außenhülse verlier-sicher in der Öffnung des ersten Bauteils gehalten.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist im Bereich der hohlzylindrischen Faltzone benachbart zu einem zweiten axialen Ende an einer radialen Innenseite mindestens ein erstes Befestigungsmerkmal zur Befestigung einer Distanzhülse vorgesehen. Bezogen auf die spätere Verwendung der Außenhülse in einem V erbindungsei ement sorgt die Distanzhülse für eine WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715388 PCT

Beschränkung der Faltzone. Insbesondere, und wie bei der späteren Verwendung des Verbindungselements erläutert, ist eine Kompression nur soweit möglich, bis die Distanzhülse an einem Ende am zweiten Bauteil anliegt und am zweiten Ende mit einer Toleranzausgleichsscheibe be nachbart zum Kopf der Schraube. Auch der Innendurchmesser der Distanzhülse ist größer als der Außendurchmesser der Schraube. Somit ist die Schraube auch mit radialem Spiel innerhalb der Distanzhülse angeordnet.

Weiterhin bevorzugt weist die Außenhülse benachbart zum ersten axialen Ende an einer radialen Innenseite ein Haltemerkmal zum Zusammenwirken mit einer Haltescheibe aufweist, so dass eine Schraube mit einer Toleranzausgleichsscheibe im Bereich des Befestigungsflanschs axial fixierbar ist. Auf diese Weise ist insbesondere die Toleranzausgleichsscheibe im Bereich des Be festigungsflanschs verlier-sicher angeordnet. Die Toleranzausgleichsscheibe weist in dieser Hinsicht einen Außendurchmesser auf, der größer ist als der zweite Innendurchmesser. Da der Innendurchmesser der Haltescheibe größer ist als der Kopfdurchmesser der Schraube, aber klei- ner als der Außendurchmesser der T oleranzausgleichsscheibe, kann die Toleranzausgleichsscheibe axial nicht aus dem späteren Verbindungselement herausfallen.

Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform besteht die Außenhülse aus einem elastisch verformbaren Kunststoff. Dabei ist es besonders bevorzugt, wenn der Außenkörper aus einem Elastomer oder einem thermoplastischen Elastomer bevorzugt auf Polyesterbasis oder aus einem vernetzten Elastomer besteht. Je nach Anwendungsfall werden aus dieser Materialbreite bei spielsweise Materialien mit guter Chemikalienbeständigkeit und/oder Wärmeformbeständigkeit ausgewählt. Weiterhin bevorzugt ist das Elastomer auf Polyesterbasis ein Polybutylenterephtalat (PBT) oder Polyethylenenterephtalat (PET). Weitere nicht abschließende Beispiele für Elasto- mere sind Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDH), Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Silikon-Kautschuk (VMQ) und chemisch chlorsulfoniertes Polyethylen (CSM). Weiterhin bevorzugt besteht der elastische Außenkörper aus einem Silikon oder einem ähnlichen chemisch und thermisch beständigen Werkstoff. Ein erfindungsgemäßes V erbindungsei ement ohne weibliches Gewinde mit Dämpfungsfiinktion, mit dem mindestens ein erstes Bauteil und ein zweites Bauteil über eine Schraubverbindung verbindbar sind, weist die Merkmale auf: eine erfindungsgemäße Außenhülse, eine in der Außen hülse benachbart zum zweiten axialen Ende angeordnete Distanzhülse mit einem dritten WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153!8 PCT

Innendurchmesser, eine Schraube mit einem ersten Außendurchmesser, wobei der erste Außen- durchmesser kleiner ist als der dritte Innendurchmesser der Distanzhülse, so dass die Schraube in der Außenhülse mit radialem Spiel angeordnet ist und das zweite Bauteil mittels der Schraube benachbart zum zweiten axialen Ende der Außenhülse befestigbar ist, sowie eine auf einem Schaft der Schraube angeordnete Toleranzausgleichsscheibe, die einen zweiten Außendurchmes- ser aufweist, der Meiner ist als der erste Innendurchmesser der Außenhülse, so dass die Toleranzausgleichsscheibe in der Außenhülse mit radialem Spiel angeordnet ist. Im Hinblick auf die Verwendung und Funktion des erfmdungsgemäßen Verbindungselements wird auf die obigen Ausführungen zur erfindungsgemäßen Außenhülse verwiesen. Dies gilt ebenfalls im Hinblick auf die sich ergebenden Vorteile.

Bei der Herstellung einer Verbindung mithilfe des Verbindungselements gelangt zunächst die Schraube mit dem Innengewinde des Befestigungsbereichs des zweiten Bauteils in Eingriff. Während des Einschraubens der Schraube wird die Außenhülse axial mittels der Toleranzaus- gleichsscheibe komprimiert und die Falt wulst bildet sich zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil aus. Dies sorgt dafür, dass das erste Bauteil, also das Anbauteil, zwischen der Falt wulst und dem Befestigungsflansch abgestützt wird, während das zweite Bauteil, also das Trägerteil, benachbart zum zweiten axialen Ende der Außenhülse befestigt wird. Vorteilhafterweise liegt im Rahmen der hergestellten Verbindung das axiale Ende der Distanzhülse, das benachbart dem zweiten axialen Ende der Außenhülse angeordnet ist, ebenfalls am zweiten Bauteil an.

Da die Schraube mit Toleranzausgleichsscheibe mit radialem Spiel in der Außenhülse und der Distanzhülse angeordnet sind, kann insbesondere bei einer Mehrzahl an V erbindungspunkten zwischen dem ersten und dem zweiten Bauteil in einfacher Weise ein radialer Toleranzausgleich erfolgen, wie oben erläutert. In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Schraube daher eine Zentrierspitze auf, um das anfängliche Einschraube zu erleichtern. Zudem weist die Distanzhülse kein Innengewinde auf, ist also im Inneren gewindelos ausgebildet.

Im Hinblick auf die Größe des radialen Toleranzausgleichs kann dieser spezifisch auf die jewei- lige Anwendung zugeschnitten werden durch eine geeignete Kombination der Innendurchmesser der Außenhülse und der Distanzhülse sowie der Außendurchmesser der Schraube und der Toleranzausgleichsscheibe. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind der radiale Ab- stand zwischen dem Außengewinde der Schraube und der Innenseite der Distanzhülse und der WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715338 PCT radiale Abstand zwischen der radialen Außenseite der Toleranzausgleichsscheibe und der radia len Innenseite des Befestigungsflanschs gleich groß.

Gemäß einer bevorzugten Ausfuhrungsform des Verbindungselements weist die Außenhülse an einer radialen Außenseite eine Mehrzahl an vorzugsweise gleichmäßig beabstandeten Rastnasen auf, so dass die Außenhülse in einer ersten Öffnung im ersten Bauteil so befestigbar ist, dass das erste Bauteil zwischen dem Befestigungsflansch und der Mehrzahl an Rastaasen anordenbar ist. Insbesondere sind drei Rastnasen vorgesehen. Es ist ebenso bevorzugt, dass die Außenhülse im Bereich der hohlzylindrischen Faltzone benachbart zu einem zweiten axialen Ende an einer radi- alen Innenseite mindestens ein erstes Befestigungsmerkmal aufweist, das mit einem entsprechen den zweiten Befestigungsmerkmal der Distanzhülse zusammenwirkt. Im Hinblick auf die sich daraus ergebenden Vorteile wird ebenfalls auf die Ausführungen zur erfindungsgemäßen Außen- hülse verwiesen. In einer vorteilhaften Ausfuhrungsform weist das Verbindungselement weiterhin eine Halte scheibe auf, deren Innendurchmesser kleiner ist als der Außendurchmesser der Toleranzausgleichsscheibe und deren radial äußerer Bereich mit einem Haltemerkmal an der radialen Innenseite der Außenhülse benachbart zum ersten axialen Ende in Eingriff steht, so dass die Toleranzausgleichsscheibe in der Außenhülse mit radialem Spiel angeordnet ist und aufgrund der Haltescheibe in axialer Richtung gehalten wird. Durch diese Anordnung kann die Toleranzaus gleichsscheibe bei gleichzeitiger Beibehaltung des radialen Spiels in axialer Richtung verlier-si- cher im Befestigungsflansch gehalten werden.

In diesem Zusammenhang ist es ebenfalls bevorzugt, dass die Schraube eine Sicherungsbuchse auf dem Schaft axial beabstandet zu einem Kopf der Schraube aufweist, so dass die Toleranzausgleichsscheibe zwischen dem Kopf und der Sicherungsbuchse gehalten wird. Auf diese Weise ist zunächst die Toleranzausgleichsscheibe verlier-sicher an der Schraube anordenbar. In Kombination mit der oben erwähnten Haltescheibe ergibt sich daraus der weitere Vorteil, dass die Schraube verlier-sicher im V erbindungselement haltbar ist.

Im Hinblick auf diese bevorzugte Ausfuhrungsform ist es besonders vorteilhaft, wenn der Abstand zwischen Kopf und Sicherungsbuchse einem maximalen Überstand der Schraube über das zweite axiale Ende der Außenhülse entspricht, so dass bei einem bündigen Abschließen der WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153S8 PCT

Schraube mit dem zweiten axialen Ende der Außenhülse die Sicherangsbuchse an der Toleranzausgleichsscheibe anliegt. Auf diese Weise kann die Haltescheibe selbst bei einem bündigen Abschließen der Schraube mit dem zweiten axialen Ende nicht versehentlich aus der Anordnung herausgedrückt werden.

In einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform bestehen die Außenhülse und die Haltescheibe aus Kunststoff. Im Hinblick auf die entsprechende Materialwahl wird auf die obigen Ausführun gen zur erfindungsgemäßen Außenhülse verwiesen.

Schließlich ist es auch bevorzugt, dass die Distanzhülse, die Schraube und die Toleranzaus- gleichsscheibe aus Metall bestehen, insbesondere aus Stahl. Auf diese Weise ist eine hoch feste Metall-Metall- Verbindung realisierbar und die aufgebrachten mechanischen Lasten werden optimal verteilt. Zudem wird vermieden, dass beispielsweise durch Materialrelaxation die herge stellte Verbindung geschwächt wird.

Ein erfindungsgemäßes erstes Bauteil mit mindestens einer Öffnung weist eine darin ungeordneten erfindungsgemäße Außenhülse oder ein darin angeordnetes erfindungsgemäßes Verbin dungselement auf. Im Hinblick auf die sich ergebenden Vorteile wird auf die obigen

Ausführungen zur erfindungsgemäßen Außenhülse sowie zum erfindungsgemäßen Verbindungselement verwiesen, um unnötige Wiederholungen zu vermeiden.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist das erste Bauteil eine Mehrzahl an Öffnungen mit darin angeordneten Außenhülsen oder V erbindungselementen auf, insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei. Gerade bei einem Bauteil mit einer Mehrzahl an Öffnungen kommen die besonderen Vorteile der Außenhülse und damit auch des Verbindungselements zum Tragen, wie bereits eingangs erläutert.

Eine erfindungsgemäße Verbindung eines ersten Bauteils mit einem zweiten Bauteil erfolgt mittels eines erfindungsgemäßen Verbindungselements, wobei das zweite Bauteil einen Befestigungsbereich mit Innengewinde aufweist, in den die Schraube eingeschraubt ist. Auch hier wird im Hinblick auf die sich ergebenden Vorteile auf die obigen Ausführungen zur erfmdungsgemä- ßen Außenhülse sowie zum erfindungsgemäßen V erbindungselement verwiesen, um Wiederholungen zu vermeiden. WO 2019/197131 PCT/EP2019/0571538 PCI

In einer vorteilhaften Ausfiihrungsform der Verbindung weist das erste Bauteil eine Mehrzahl an Öffnungen mit darin angeordneten V erbindungsei ementen auf, insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei, und das zweite Bauteil weist eine entsprechende Anzahl an Befestigungsbereichen auf. Gerade bei einem Bauteil mit einer Mehrzahl an Öffnungen kommen die besonderen Vorteile der Außenhülse und damit auch des Verbindungselements zum Tragen. So sind beispielsweise keine Langlöcher im ersten Bauteil zum Ausgleich von radialen Toleranzen erforderlich. Insbesondere findet mittels des erfindungsgemäßen Verbindungselements ein radialer Toleranzausgleich in einer Ebene statt, wohingegen bei einem Langloch ein Toleranzausgleich lediglich entlang einer Achse realisierbar ist.

Ein erfindungsgemäßes V erbindungsverfahren eines ersten Bauteils mit einem zweiten Bauteil mittels eines erfindungsgemäßen Verbindungselements umfasst die Schritte: Bereitstellen des ersten Bauteils mit einer in einer ersten Öffnung des ersten Bauteils angeordneten Außenhülse des Verbindungselements, Ausrichten der mindestens einen Öffnung des ersten Bauteils mit da rin angeordneter Außenhülse des Verbindungselements mit mindestens einem Befestigungsbereich des zweiten Bauteils, wobei der Befestigungsbereich ein Innengewinde bereitstellt, das zu einem Außengewinde einer Schraube des Verbindungselements passt, und Einschrauben der Schraube in das Innengewinde des Befestigungsbereichs. Mittels des erfindungsgemäßen Verbindungsverfahrens ist die erfmdungsgemäße Verbindung von zwei Bauteilen mittels des erfindungsgemäßen Verbindungselements herstellbar. Daher wird bezüglich der sich ergebenden Vorteile auf die obigen Ausführungen verwiesen.

In einer bevorzugten Ausfiihrungsform umfasst der Schritt des Bereitstellens des ersten Bauteils mit einer in einer ersten Öffnung des ersten Bauteils angeordneten Außenhülse des Verbindungselements das Anordnen der Außenhülse in der ersten Öffnung. Das Anordnen der Außenhülse kann, wenn das erbindungs verfahren innerhalb einer einzigen Betriebsstätte erfolgt, unmittelbar vor dem Bereitstellen des ersten Bauteils zur Ausrichtung mit dem zweiten Bauteil erfolgen. Alternativ kann das Anordnen aber auch getrennt davon erfolgen. Beispielsweise kann bei der Herstellung des ersten Bauteils dieses vor Auslieferung oder Weitertransport zu einer weiteren Betriebsstätte mit der Außenhülse versehen werden.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Schritt des Bereitsteilens das Bereit stellen des ersten Bauteils mit einer Vielzahl von Außenhülsen auf, die in einer Vielzahl von ers ten Öffnungen angeordnet sind, insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei. WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153 8 PCT

Wie bereits oben dargelegt kommen gerade bei einem Bauteil mit einer Mehrzahl an Öffnungen die besonderen Vorteile der Außenhülse und damit auch des Verbindungselements zum Tragen.

Ein alternatives erfindungsgemäßes Verbindungs verfahren eines ersten Bauteils mit einem zwei- 5 ten Bauteil mittels eines erfindungsgemäßen Verbindungselements, wobei das Verbindungsele ment weiterhin eine Haltescheibe aufweist, deren Innendurchmesser kleiner ist als der

Außendurchmesser der Toleranzausgleichsscheibe und deren radial äußerer Bereich mit einem Haltemerkmai an der radialen Innenseite der Außenhülse benachbart zum ersten axialen Ende in Eingriff steht, so dass die Toleranzausgleichsscheibe in der Außenhülse mit radialem Spiel ange- 0 ordnet ist und aufgrund der Haltescheibe in axialer Richtung gehalten wird, und die Schraube weist eine Sicherungsbuchse auf dem Schaft axial beabstandet zu einem Kopf der Schraube auf, so dass die Toleranzausgleichsscheibe zwischen dem Kopf und der Sicherungsbuchse gehalten wird, umfasst die Schritte: Bereitstellen des ersten Bauteils mit einem in einer ersten Öffnung des ersten Bauteils angeordneten Verbindungselement mit Schraube, Ausrichten der mindestens 15 einen Öffnung des ersten Bauteils mit darin angeordnetem Verbindungselement mit mindestens einem Befestigungsbereich des zweiten Bauteils, wobei der Befestigungsbereich ein Innenge winde bereitstellt, das zu einem Außengewinde der Schraube des Verbindungselements passt, und Einschrauben der Schraube in das Innengewinde des Befestigungsbereichs. Aufgrund der spezifischen Anordnung des Verbindungselements ist dieses Verbindungsverfahren insbesondere 0 auf einen voll automatisierten Betrieb ausgelegt. Daher ist es besonders bevorzugt, wenn alle

Schritte voll automatisiert ausgeführt werden. Die sich daraus ergebenden Vorteile sind, neben den oben bereits diskutierten Vorteilen, dass das Verbindungselement voll automatisiert verarbeitet werden kann, was Zeit und Kosten spart.

25 In einer vorteilhaften Ausgestaltung umfasst der Schritt des Bereitstellens des ersten Bauteils mit einem in einer ersten Öffnung des ersten Bauteils angeordneten Verbindungselement das Anordnen des Verbindungsei ements in der ersten Öffnung, wobei das Anordnen vorzugsweise automatisiert erfolgt, beispielsweise mittels Roboter oder Montageautomat. Insbesondere durch die spezifische Konstruktion des Verbindungselements ist die automatisierte Verarbeitung realisier st) bar, so dass dieses Verbindungsverfahren besonders effizient ist.

Es ist weiterhin bevorzugt, dass der Schritt des Bereitstellens das Bereitstellen des ersten Bauteils mit einer Vielzahl von Verbindungselementen aufweist, die in einer Vielzahl von ersten WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153 g pcT

Öffnungen angeordnet sind, insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei. Gerade bei einem Bauteil mit einer Mehrzahl an Öffnungen kommen die besonderen Vorteile der Außenhülse und damit auch des Verbindungselements zum Tragen.

Ein erfindungsgemäßes Herstellungsverfahren für eine erfindungsgemäße Außenhülse weist die Schritte auf: Bereitstellen einer Gussform, insbesondere einer Spritzgussform, die einen Hohlraum aufweist, der komplementär zur auszubildenden Außenhülse ausgebildet ist, Gießen, insbe sondere Spritzgießen, eines elastischen Kunststoffs, insbesondere eines Elastomers, in den Hohlraum und Entnehmen der geformten Außenhülse aus der Gussform nach dem Aushärten des Kunststoffs. Mit dem erfindungsgemäßen Herstellungsverfahren ist die erfindungsgemäße Außenhülse herstellbar. Daher wird im Hinblick auf die sich ergebenden Vorteile auf die obigen Ausführungen verwiesen.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Herstellungsverfahren die weiteren Schritte auf: Bereitstellen einer Distanzhülse in der Gussform vor dem Gießen, so dass die Distanzhiilse umgossen wird, oder Einstecken der Distanzhülse nach dem Entnehmen der Außenhülse aus der Gussform. Auf diese Weise kann die Außenhülse zusammen mit der Distanzhülse bereitgestellt werden, was die nachfolgende Verarbeitung beispielsweise im Rahmen des erfindungsgemäßen erbindungsverfahrens erleichtert.

Ein erfindungsgemäßes Herstellungsverfahren für ein erfmdungs gemäßes Verbindungselement weist die Schritte auf: Bereitstellen einer erfindungsgemäßen Außenhülse, die insbesondere mittels eines erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens hergestellt wurde, und Anordnen einer Distanzhülse darin benachbart zu einem zweiten axialen Ende des Außenkörpers der Außen- hülse, Einstecken einer Schraube mit Toleranzausgleichsscheibe in die Außenhülse und Dis- tanzhülse, so dass ein Kopf der Schraube sowie die Toleranzausgleichsscheibe benachbart zum ersten axialen Ende der Außenhülse angeordnet sind, sowie Anordnen einer Haltescheibe benachbart zum ersten axialen Ende, so dass die Toleranzausgleichsscheibe in axialer Richtung ge halten wird. Mit dem erfmdungs gemäßen Herstellungsverfahren ist somit das erfindungsgemäße Verbindungselement herstellbar. Bezüglich der sich ergebenden Vorteile wird daher ebenfalls auf die entsprechenden obigen Ausführungen verwiesen.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist das Herstellungsverfahren vor dem Einstecken der Schraube den weiteren Schritt aufweist: Anordnen der Toleranzausgleichsscheibe auf der WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153g PCT

Schraube und danach Anordnen einer Sicherungsbuchse auf dem Schaft, so dass die Toleranzausgleichsscheibe zwischen Kopf und Sicherungsbuchse gehalten wird.

4. Kurzzusammenfassung der Zeichnungen

Nachfolgend wird die vorliegende Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnungen detailliert beschrieben. Gleiche Bezugszeichen in den Zeichnungen bezeichnen dabei gleiche Bauteile und/oder Elemente. Es zeigen:

Figur 1 eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Außenhülse gemäß der vorliegenden Erfindung,

Figur 2 eine Explosionsansicht einer Unterbaugruppe einer Ausführungsform des Verbin dungselements gemäß der vorliegenden Erfindung bestehend aus Schraube, Tole ranzausgleichsscheibe und Sicherungsbuchse,

Figur 3 die Unterbaugruppe gemäß Figur 2 in einem zusammengesetzten Zustand,

Figur 4 eine Explosionsansicht einer Ausführungsform des Verbindungselements gemäß der vorliegenden Erfindung,

Figur 5 eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform gemäß Figur 4 in einem zusammengesetzten Zustand von oben,

Figur 6 eine perspektivische Ansicht der Ausführungsform gemäß Figur 4 in einem zusammengesetzten Zustand von unten,

Figur 7 eine Draufsicht auf die Ausführungsform gemäß Figur 4 in einem zusammengesetzten Zustand bei mittig angeordneter Schraube,

Figur 8 eine Schnittansicht der Ausführungsform gemäß Figur 4 in einem zusammengesetzten Zustand, WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153 g pcT

Figur 9 eine Schnittansicht der Ausführungsform gemäß Figur 4 in einem zusammengesetzten und eingebauten Zustand,

Figur 10 eine Draufsicht auf die Ausführungsform gemäß Figur 4 in einem zusammengesetzten Zustand bei außermittig angeordneter Schraube,

Figur 1 1 eine Schnittansicht der Ausführungsform gemäß Figur 10 in einem eingebauten Zu stand,

Figur 12 ein Flussdiagramm einer ersten Ausführungsform eines V erbindungs Verfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung,

Figur 13 ein Flussdiagramm einer zweiten Ausführungsform eines V erbindungsverfahrens gemäß der vorliegenden Erfindung,

Figur 14 ein Flussdiagramm einer Ausführungsform eines Herstellungsverfahrens einer Au ßenhülse gemäß der vorliegenden Erfindung,

Figur 15 ein Flussdiagramm einer Ausführungsform eines Herstellungsverfahrens eines Verbindungselements gemäß der vorliegenden Erfindung.

5. Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen

Nachfolgend wird eine Ausführungsform einer Außenhülse 10 gemäß der vorliegenden Erfin dung sowie ein Ausführungsform eines V erbindungselements 1 gemäß der vorliegenden Erfindung detailliert beschrieben. Hierbei wird auch der Einsatz des V erbindungselements 1 sowie der

Außenhülse 10 bei der Verbindung von zwei Bauteilen 3, 5 beschrieben. Dabei handelt es sich bei dem ersten Bauteil 3 vorzugsweise um ein Anbauteil und bei dem zweiten Bauteil 5 um ein Trägerbauteil.

Nachfolgend bezugnehmend auf Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Außenhülse 10 dargestellt, die aus einem elastisch verformbaren Kunst- WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153 g pCT sto ff besteht. Beispielhafte Materialien für die Außenhülse 10 sind Elastomere oder thermoplastische Elastomere bevorzugt auf Polyesterbasis oder aus einem vernetzten Elastomer. Je nach Anwendungsfall werden aus dieser Materialbreite beispielsweise Materialien mit guter Chemikalienbeständigkeit und/oder W ärmeformbeständigkeit ausgewählt. Weiterhin bevorzugt ist das Elastomer auf Polyesterbasis ein Polybutylenterephtalat (PBT) oder Polyethylenenterephtalat (PET). Weitere nicht abschließende Beispiele für Elastomere sind Ethylen-Propylen-Dien-Kaut- schuk (EPDH), Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Silikon-Kautschuk (VMQ) und che misch chlorsulfoniertes Polyethylen (CSM) Weiterhin bevorzugt besteht die Außenhülse 10 aus einem Silikon oder einem ähnlichen chemisch und thermisch beständigen Werkstoff.

Die Außenhülse 10 weist einen elastischen Außenkörper mit einem hülsenförmigen Schaft 12 auf. Der Außenkörper umfasst einen Befestigungsflansch 14 an einem ersten axialen Ende. Ebenso umfasst der elastische Außenkörper eine zu einer Stauchwulst 18 faltbare hohlzylindri- sche Faltzone 16 benachbart zu einem zweiten axialen Ende.

Die Außenhülse 10 weist einen ersten Innendurchmesser im Bereich des Befestigungsflanschs 14 und einen zweiten Innendurchmesser im Bereich der hohlzylindrischen Faltzone 16 auf. Der erste Innendurchmesser ist größer als der zweite Innendurchmesser. Auf diese Weise wird im Bereich des Übergangs vom Befestigungsflansch 14 zur hohlzylindrischen Faltzone bzw. zum hülsenförmigen Schaft 12 eine Anlagefläche 28 an der Innenseite der Außenhülse 10 gebildet.

Benachbart zum Befesti gungsflansch 14 sind an der radialen Außenseite der Außenhülse 10 drei gleichmäßig beabstandete Rastnasen 20 vorgesehen. Bei der späteren Verwendung der Außenhülse 10 wird die Außenhülse 10 soweit in eine Öffnung im ersten Bauteil 3 eingesetzt, bis der Befestigungsflansch an einer Seite des ersten Bauteils 3 anliegt. Die Öffnung im ersten Bauteil 3 ist vorzugsweise rund ausgebildet. Die Rastnasen 20 sind in diesem eingesetzten Zustand daher der entgegengesetzten zweiten Seite des ersten Bauteils 3 zugewandt. Ein Abstand zwischen den Rastnasen 20 und dem Befestigungsflansch 14 ist daher auf die Dicke des ersten Bauteils 3 im Bereich der jeweiligen Öffnung angepasst.

Weiterhin weist die Außenhülse 10 benachbart zum zweiten axialen Ende im Inneren ein erstes 22 sowie ein drittes Befestigungsmerkmal 24 auf, die zur Befestigung einer Distanzhülse 30 dienen, was später erläutert wird. Weiterhin ist ein Haltemerkmal 26 benachbart zum ersten axialen WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153 g PCT

Ende der Außenhülse 10 vorgesehen, hier in der Form eines radial nach innen ragenden Vorsprungs. Die Bedeutung dieses Vorsprungs wird später im Zusammenhang mit der Ausführungs- form des erfindungsgemäßen Verbindungselements 1 diskutiert. Nun bezugnehmend auf die Figuren 2 und 3 ist eine Unterbaugruppe 7 des Verbindungselements 1 dargestellt. Diese Unterbaugruppe 7 besteht aus der Schraube 40, der Toleranzausgleichsscheibe 42 sowie einer Sicherangsbuchse 44, die vorzugsweise aus Kunststoff besteht und eine Innenfase 46 aufweist. Bei der Schraube 40 handelt es sich beispielsweise um eine metrische Schraube, auch wenn andere Schraubenarten ebenfalls verwendbar sind.

Der Durchmesser der Öffnung in der Toleranzausgleichsscheibe 42 ist nur geringfügig größer als der Durchmesser des Außengewindes der Schraube 40. So hat die Toleranzausgleichsscheibe 42 nur wenig Spiel, lässt sich aber axialen leichtgängig verschieben. Die Sicherungsbuchse 44 aus Kunststoff hat einen kleineren Innendurchmesser als das Außengewinde der Schraube 40. Daher wird die Sicherungsbuchse 44 auf das Außengewinde der Schraube 40 aufgepresst. Dieser Vorgang wird durch die Fase der Schraube 40 und der Innenfase 46 der Sicherangsbuchse 44 erleichtert. Ein Außendurchmesser der Sicherungsbuchse 44 ist leicht größer gewählt als der Innendurchmesser der Toleranzausgleichsscheibe 42. Grundsätzlich dient die Sicherungsbuchse 44 in diesem Zustand daher als Verlier- Sicherung für die Toleranzausgleichsscheibe 42. Auf diese Weise ist ein automatisches Verarbeiten der Schraube 40 mit darauf angeordneter Toleranzausgleichsscheibe 42 realisierbar.

Im Hinblick auf die axiale Höhe der Anordnung der Sicherangsbuchs 44 wird diese so weit auf die Schraube 40 geschoben, dass sich ein definierter Abstand zwischen Kopfünterseite der Schraube 40 und dem Ende der Sicherangsbuchse 44 ergibt, das dem Schraubenkopf zugewandt ist. Der Abstand wird so gewählt, dass er einem Überstand der Schraube 40 über das zweite axiale Ende der Außenhülse 10 entspricht, wenn die Schraube 40 in die Außenhülse 10 eingesetzt ist. Dieser definierte Zwischenraum ist für die einwandfreie Funktion des V erbindungselements 1 insbesondere bei einer vollautomatischen Verarbeitung wichtig, was später deutlich wird.

Figur 3 zeigt die zusammengesetzte Unterbaugruppe bestehend aus Schraube 40, Toleranzausgleich Scheibe 42 sowie Sicherungsprozesse 44. WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153 g pcT

Nachfolgend wird auf die Figuren 4-8 Bezug genommen, die eine Ausführungsform eines Verbindungselements 1 zeigen, wobei im Hinblick auf die Außenhülse 10 auf die obigen Ausführun gen verwiesen wird. Benachbart zum zweiten axialen Ende der Außenhülse 10 ist eine

Distanzhülse 30 angeordnet. Die Distanzhülse 30 besteht vorzugsweise aus Stahl, auch wenn eine Ausgestaltung aus Kunststoff ebenfalls realisierbar ist. Die Distanzhülse 30 wird beispielsweise in die Außenhülse 10 eingeschoben, bis das zweite Befestigungsmerkmal 32 und das vierte Befestigungsmerkmal 34 der Distanzhülse 30 mit entsprechenden ersten Befestigungsmerkmalen 22 und dritten Befestigungsmerkmal 24 der Außenhülse 10 Zusammenwirken. Bei dem zweiten 32 und vierten Befestigungsmerkmal 34 der Distanzhülse 30 handelt es sich bei- spielsweise um Wülste und bei dem ersten 22 und dritten Befestigungsmerkmal 24 der Außenhülse 10 um entsprechend komplementäre Formen. Anstatt der Wülste können auch Nuten an der Distanzhülse 30 vorgesehen sein. Wichtig hierbei ist, dass die Innenkontur der Außenhülse 10 im Innenbereich der Faltzone 16 hierauf angepasst ist. Nun wird die Schraube 40 mit darauf angeordneter Toleranzausgleichsscheibe 42 und Siche rangsbuchse 44 vom ersten axialen Ende der Außenhülse 10 her in die Außenhülse 10 eingesetzt. Auf diese Weise kommt eine Unterseite der Toleranzausgleichsscheibe 42 mit der Anlagefläche 28 in Kontakt, die aufgrund der Stufe zwischen dem ersten Innendurchmesser und dem zweiten Innendurchmesser entsteht. Ein Außendurchmesser der Toleranzausgleichsscheibe 42 ist dabei so gewählt, dass er Meiner ist als der erste Innendurchmesser im Befestigungsflansch 14. Auf diese Weise ist im Bereich des Befestigungsflanschs 14 ein radiales Spiel vorhanden. Ebenso sind der zweite Innendurchmesser der Außenhülse 10 sowie der dritte Innendurchmesser der Distanzhülse 30 so gewählt, dass sie größer sind als der Außendurchmesser der Schraube 40 sowie der Sicherungsbuchse 44. Auf diese Weise ist die Schraube 40 insgesamt mit radialem Spiel in der Außenhülse 10 angeordnet. Das radiale Spiel kann in Abhängigkeit vom jeweiligen An wendungsfall durch eine geeignete Dimensioni erung angepasst werden. Besonders vorteilhaft sind im zentrierten Zustand der Schraube 40 in der Außenhülse 10 ein radialer Abstand zwischen der radialen Außenseite der Sicherungsbuchse 44 und der radialen Innenseite der Distanzhülse 30 und der radialen Außenseite der T oleranzausgleichsscheibe 42 und der radialen Innenseite des Befestigungsflanschs 14 gleich. In einer beispielhaften Ausführungsform beträgt der Abstand 1 mm, so dass radiale Toleranzen im Bereich von ± 1 mm ausgleichbar sind.

Nachdem dies erfolgt ist, wird die Haltescheibe 50 vom ersten axialen Ende der Außenhülse 10 her in den Befestigungsflansch 14 eingesetzt. Ein Außendurchmesser der Haltescheibe 50 ist so WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153jg pcp gewählt, dass die radial äußere Seite der Haltescheibe 50 mit dem Haltemerkmal 26 im Bereich des Befestigungsflanschs 14 zusammen wirkt. Ein Innendurchmesser der Haltescheibe 50 ist so gewählt, dass er kleiner ist als der Außendurchmesser der Toleranzausgleichsscheibe 42, aber größer als der Außendurchmesser des Kopfs der Schraube 40.

Wenn ein erstes Bauteil 3 in einem Fahrzeug beispielsweise an drei oder mehr Verbindungspunkten befestigt werden soll, dann weist das erste Bauteil 3 entsprechende Öffnungen auf, in die das Verbindungselement 1 eingesteckt wird, bis es hinter die Rastnasen 20 rastet. An dem zweiten Bauteil 5, beispielsweise der Fahrzeugkarosserie, sind an den entsprechenden Stellen Befestigungsbereiche mit Innengewinde vorgesehen, beispielsweise in Form von Schweißmuttem. In diese Befestigungsbereiche mit Innengewinde wird später die Schraube 40 einge- schraubt.

Zunächst wird das erste Bauteil 3 jedoch so positioniert, dass die Verbindungselemente 1 und da- mit die Schrauben 40 mit allen Befestigungsbereichen des zweiten Bauteils 5 ausgerichtet sind. Um ein Einschrauben der Schrauben 40 zu unterstützen, können die Schrauben 40 eine Zentrierspitze aufweisen. Weiterhin verfügen die Schrauben 40 am Schraubenkopf über ein Antriebs- merkmal. Im dargestellten Beispiel handelt es sich hierbei um einen Innensechskant. Andere innere Antriebsmerkmale sind ebenso realisierbar. Auch ist die Verwendung eines äußeren An- triebsmerkmals möglich.

Beim Festschrauben der Schraube 40 bildet sich unterhalb der Rastnasen 20 eine Stauchwulst 18, sodass der Rand der Öffnung im ersten Bauteil 3 von der Außenhülse 10 umschlossen wird. Das Festschrauben erfolgt, bis die Distanzhülse 30 mit einem Ende am zweiten Bauteil 5 anliegt und mit dem anderen Ende an der Toleranzausgleichsscheibe 42 anliegt. Insbesondere wenn die Toleranzausgleichsscheibe 42 und die Distanzhülse 30 aus einem Metall sind, beispielsweise Stahl, ist eine hoch-feste Verschraubung realisierbar.

Ein besonderer Vorteil dieses Verbindungsei ements 1 ist, dass es Abstandstoleranzen der einzel- nen Verbindungspunkte ausgleichen kann. Die Toleranzausgleichsscheibe 42 ist daher nicht hin ter das Haltemerkmal 26 geklipst, sondern sie hat radiales Spiel im Bereich des

Befestigungsflanschs 14 Dies gilt auch für die Schraube 40 in der Außenhülse 10. In der Außenhülse 10 wird die Unterbaugruppe 7 mittels der Haltescheibe 50 gehalten, wobei sich vor dem WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715338 PCT

Festschrauben nur die Schraube 40 in axialer Richtung bewegen kann, um ein versehentliches Herausdrücken der Haltescheibe 50 aus der Außenhülse 10 zu vermeiden.

Zu diesem Zweck wird der Abstand zwischen der Unterseite des Kopfs der Schraube 40 und dem dem Kopf der Schraube zugewandten Ende der Sicherungsbuchse 44 so gewählt, dass die Schraube 40 im Anlieferungszustand des V erbindungselements 1 am unteren Rand nicht über stellt, wenn die Sicherungsbuchse 44 an der Toleranzausgleichsscheibe 42 anliegt. Dies ist wich tig, damit die Haltescheibe 50 bei unsachgemäßer Behandlung des Verbindungselements 1 nicht aus der Hinterrastung gedrückt werden kann.

Eine beispielhafte Darstellung einer Verbindung, bei der das radiale Spiel ausgenutzt wird, ist in den Figuren 10 und 11 dargestellt. Hierbei ist die Schraube 40 mit Toleranzausgleichsscheibe 42 und Sicherungsbuchse 44 außermittig angeordnet und in Kontakt mit der radialen Innenseite der Distanzhülse 30 und des Befestigungsflanschs 14.

Figur 12 zeigt ein Flussdiagramm einer Ausführungsform eines Verbindungsverfahrens eines ersten Bauteils 3 mit einem zweiten Bauteil 5 mittels eines V erbindungselements 1. In einem ersten Schritt A erfolgt ein Bereitstellen des ersten Bauteils 3 mit einer in einer ersten Öffnung des ersten Bauteils 3 angeordneten Außenhülse 10 des V erbindungselements 1. Der Schritt A des Bereitstellens umfasst dabei vorzugsweise den Schritt D des Anordnens der Außenhülse 10 in der ersten Öffnung. Dabei ist es besonders bevorzugt, dass das erste Bauteil 3 mit einer Vielzahl von Außenhülsen 10 ausgestattet ist, die in einer Vielzahl von ersten Öffnungen angeordnet sind, insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei. Danach erfolgt in einem weiteren Schritt B ein Ausrichten der mindestens einen Öffnung des ersten Bauteils 3 mit darin angeordneter Außenhülse 10 des V erbindungselements 1 mit mindestens einem Befestigungsbereich des zweiten Bauteils 5. Der Befestigungsbereich stellt, wie oben beschrieben, ein Innengewinde bereit, das zu einem Außengewinde der Schraube 40 des Verbindungselements 1 passt. Abschließend erfolgt in Schritt C ein Einschrauben der Schraube 40 in das Innengewinde des Befestigungsbereichs.

Ein weiteres Flussdiagramm einer Ausführungsform eines V erbindungsverfahrens ist in Figur 13 dargestellt. Die Besonderheit dieses Verfahrens, insbesondere im Vergleich zu dem Verfahren gemäß Figur 12, beruht auf der Ausgestaltung des verwendeten V erbindungselements 1. Das im WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153 j g r^c

Rahmen dieses Verbindungsverfahrens verwendete Verbindungselement 1 umfasst zusätzlich eine Haltescheibe 50. Ein Innendurchmesser der Haltescheibe 50 ist kleiner als der Außendurchmesser der Toleranzausgleichsscheibe 42. Zudem steht der radial äußere Bereich der Halte scheibe 50 mit einem Haltemerkmal 26 an der radialen Innenseite der Außenhülse 10 benachbart zum ersten axialen Ende in Eingriff. Auf diese Weise ist die Toleranzausgleichsscheibe 42 in der Außenhülse 10 mit radialem Spiel angeordnet und wird aufgrund der Haltescheibe 50 in axialer Richtung gehalten. Die Schraube 40 weist bereits eine Sicherangsbuchse 44 auf dem Schaft axial beabstandet zu einem Kopf der Schraube 40 auf. Daher wird die Toleranzausgleichsscheibe 42 zwischen dem Kopf und der Sicherungsbuchse 44 verlier-sicher gehalten, so dass die Unterbaugruppe 7 insgesamt verlier-sicher in der Außenhülse 10 angeordnet ist.

Die Schritte des Verbindungsverfahrens selbst entsprechen den Schritten des oben bereits be schriebenen Verbindungsverfahrens. Im Unterscheid zu dem oben beschriebenen Verbindungsverfahren sind die Schritte aufgrund der speziellen Ausgestaltung des Verbindungselements 1 allerdings voll automatisiert ausführbar. Das bedeutet, dass in einem ersten Schritt a ein Bereitstellen des ersten Bauteils 3 mit einer in einer ersten Öffnung des ersten Bauteils 3 angeordneten Außenhülse 10 des Verbindungsei ements 1 erfolgt. Der Schritt a des Bereitstellens umfasst dabei vorzugsweise ebenfalls den Schritt d des Anordnens der Außenhülse 10 in der ersten Öffnung. Dabei ist es besonders bevorzugt, dass das erste Bauteil 3 mit einer Vielzahl von Außenhülsen 10 ausgestattet ist, die in einer Vielzahl von ersten Öffnungen angeordnet sind, insbesondere mindestens zwei, vorzugsweise mindestens drei.

Danach erfolgt in einem weiteren Schritt b ein Ausrichten der mindestens einen Öffnung des ers ten Bauteils 3 mit darin angeordneter Außenhülse des Verbindungselements 1 mit mindestens einem Befestigungsbereich des zweiten Bauteils 5. Der Befestigungsbereich 5 stellt, wie oben beschrieben, ein Innengewinde bereit, das zu einem Außengewinde einer Schraube 40 des Verbindungselements 1 passt. Abschließend erfolgt in Schritt c ein Einschrauben der Schraube 40 in das Innengewinde des Befestigungsbereichs.

Eine Ausführungsform eines Herstellungsverfahrens für eine Außenhülse 10 ist im Flussdiagramm der Figur 14 dargestellt. In einem ersten Schritt I wird eine Gussform bereitgestellt, insbesondere eine Spritzgussform, die einen Hohlraum aufweist, der komplementär zur

auszubildenden Außenhülse 10 ausgebildet ist. Nun gliedert sich das Herstellungsverfahren in zwei unterschiedliche Vorgehensweisen auf WO 2019/197131 PCT/EP2019/057153J8 pd

In einer ersten Ausgestaltung erfolgt nach dem ersten Schritt I in einem zweiten Schritt II ein Gießen, insbesondere Spritzgießen, eines elastischen Kunststoffs, insbesondere eines Elastomers, in den Hohlraum. Daran schließt sich in Schritt III ein Entnehmen der geformten Außenhülse 10 aus der Gussform nach dem Aushärten des Kunststoffs an. Optional kann die so geformte Au- ßenhülse 10 bereits mit einer Distanzhülse 30 versehen werden durch den weiteren Schritt V des Einsteckens der Distanzhülse 30 in die Außenhülse 10 nach dem Entnehmen der Außenhülse 10 aus der Gussform. In einer zweiten Ausgestaltung erfolgt nach dem ersten Schritt I in einem nachfolgenden Schritt IV ein Bereitstellen einer Distanzhülse 30 in der Gussform vor dem Gießen, so dass die Distanz hülse 30 umgossen wird. Daran schließt sich der Schritt II des Gießens, insbesondere des Spritzgießens, eines elastischen Kunststoffs, insbesondere eines Elastomers, in den Hohlraum an. Nun folgt im nächsten Schritt III ein Entnehmen der geformten Außenhülse 10 aus der Gussform nach dem Aushärten des Kunststoffs. Da die Außenhülse 10 in diesem Fall bereits direkt mit der Distanzhülse 30 ausgebildet wird, ist der Schritt V des Einsteckens der Distanzhülse 30 in die Außenhülse 10 nicht erforderlich.

Figur 15 zeigt schließlich ein Flussdiagramm eines Herstellungsverfahrens für ein Verbindungs- element 1. Hier erfolgen in einem ersten Schritt i ein Bereitstellen einer Außenhülse 10 und ein Anordnen einer Distanzhülse 30 darin benachbart zu einem zweiten axialen Ende der Außenhülse 10. Sofern die Außenhülse 10 bereits mit einer Distanzhülse 30 ausgestattet ist, beispielsweise aufgrund der Herstellung mittels des oben beschriebenen Herstellungsverfahrens, ist der Schritt des Anordnens der Distanzhülse 30 in der Außenhülse 10 entbehrlich.

Vorher, parallel dazu oder danach erfolgen in Schritt iv ein Anordnen einer Toleranzausgleichsscheibe 42 auf der Schraube 40 und danach in Schritt v ein Anordnen einer Sicherangsbuchse 44 auf dem Schaft der Schraube 40, so dass die Toleranzausgleichsscheibe 42 zwischen Kopf und Sicherangsbuchse 44 gehalten wird. Die so ausgebildete Schraube 40 mit Toleranzausgleichs- scheibe 42 wird nun in Schritt ii in die Außenhülse 10 und die Distanzhülse 30 eingesteckt, so dass ein Kopf der Schraube 40 sowie die Toleranzausgleichsscheibe 42 benachbart zum ersten axialen Ende der Außenhülse 10 angeordnet sind. Abschließend erfolgt in Schritt iii ein Anordnen einer Haltescheibe 50 benachbart zum ersten axialen Ende, so dass die Toleranzausgleichsscheibe 42 in axialer Richtung gehalten wird. WO 2019/197131 PCT/EP2019/05715338 PCX

6. Bezugszeichenliste

1 Verbindungselement

3 erstes Bauteil

5 zweites Bauteil

7 Unterbaugruppe

10 Außenhülse

12 hülsenförmiger Schaft

14 Befestigungsflansch

16 Faltzone

18 Stauchwulst

20 Rastnase

22 erstes Befestigungsmerkmal der Außenhülse 10

24 drittes Befestigungsmerkmal der Außenhülse 10

26 Haltemerkmal

28 Anlagefläche

30 Distanzhülse

32 zweites Befestigungsmerkmal der Distanzhülse 30

34 viertes Befestigungsmerkmal der Distanzhülse 30

40 Schraube

42 Toleranzausgleichsscheibe

44 Sicherungsbuchse

46 Innenfase der Sicherungsbuchse 44

50 Haltescheibe