Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
PAVING HAVING A CONNECTION SYSTEM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/025074
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a paving composed of a plurality of individual paving stones with irregularly curved lateral faces. The individual paving stones have, on their irregularly curved lateral faces, chains or partial chains of adjoining, spaced apart strip-shaped connection sections that mesh together in the manner of a gear rack with connection sections of adjoining paving stones. This makes it possible to achieve paving connections even with randomly shaped paving stones.

More Like This:
Inventors:
SCHRÖDER DETLEF (DE)
Application Number:
DE2019/000198
Publication Date:
February 06, 2020
Filing Date:
July 23, 2019
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
SCHROEDER DETLEF (DE)
International Classes:
E01C5/00; E01C5/06
Attorney, Agent or Firm:
HAUCK PATENTANWALTSPARTNERSCHAFT MBB (DE)
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Aus einer Vielzahl von einzelnen Pflastersteinen

(1,2,3) mit unregelmäßig gekrümmter Seitenfläche (20) zusammengesetztes Pflaster, bei dem die einzelnen Pflastersteine (1,2,3) auf ihrer unregelmäßig gekrümmten Seitenfläche (20) Ketten oder Teilketten von benachbarten und mit Abstand voneinander angeordneten leistenförmigen Verbundabschnitten (4) aufweisen, die zahnstangenartig mit Verbundabschnitten (4) von benachbarten Pflastersteinen ineinandergreifen .

2. Pflaster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Pflastersteine (1,2,3) auf ihrer unre gelmäßig gekrümmten Seitenfläche (20) mit einer umlaufenden Kette von Verbundabschnitten (4) versehen sind.

3. Pflaster nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen Pflastersteine (2) auf ihrer unregelmä ßig gekrümmten Seitenfläche mit einer Vielzahl von mit Abstand voneinander angeordneten umlaufenden Teilket ten (6) von Verbundabschnitten (4) versehen sind.

4. Pflaster nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Teilketten (6) dem Abstand zwischen den Teilketten (6) entspricht .

5. Pflaster nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Teilketten (6) jeweils zwei oder drei Verbundabschnitte aufweisen.

6. Pflaster nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Leerabschnitte (21) zwischen den Teilketten (6) als Versickerungsabschnitte ausgebildet sind.

7. Pflaster nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es des Weiteren Pflaster steine (7) mit ebenen Seitenflächen aufweist, auf denen Ketten oder Teilketten von benachbarten und mit Abstand voneinander angeordneten leistenförmigen Verbundabschnitten (4) angeordnet sind, die zahnstangenartig mit Verbundabschnitten (4) von benachbarten Pflastersteinen (1,2) mit unregelmäßig gekrümmten und/oder ebenen Seitenflächen ineinandergreifen .

8. Pflaster nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Pflastersteine (7) mit ebenen Seitenflächen als Rechtecksteine ausgebildet sind.

9. Pflaster nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundabschnitte der Pflastersteine in Höhenrichtung abgestuft ausgebildet sind.

10. Pflaster nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Verbundabschnitte der Pflastersteine an ihren Spitzen abgeflacht ausgebildet sind oder eine Vertiefung aufweisen.

11. Pflaster nach einem der vorangehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu den Ver bundabschnitten im unteren Bereich der Pflastersteine weitere vorstehende Abschnitte vorgesehen sind, die zusammen mit den Verbundabschnitten ein doppeltes Verbundsystem bilden.

Description:
Pflaster mit Verbundsystem

Die vorliegende Erfindung betrifft ein aus einer Vielzahl von einzelnen Pflastersteinen mit unregelmäßig gekrümmter Seitenfläche zusammengesetztes Pflaster.

Pflasterstrukturen sind in der Regel orthogonal struktu riert. Entsprechend sind die bisher bekannten Verbundsysteme von Pflastersteinen aufgebaut. Zusätzlich gibt es lediglich ein Verbundsystem auf Basis geometrischer Kreissegmentbögen .

Unter funktionalen und gestalterischen Gesichtspunkten werden jedoch auch Pflastersteine mit nicht orthogonalen

Grundrissformen eingesetzt, die sich zum Teil an Natursteinformen orientieren.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Pflaster der vorstehend beschriebenen Art zur Verfügung zu stellen, das die Bildung eines Verbundsystems bei den unterschiedlichsten Steinformen ermöglicht. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Pflaster der angegebenen Art gelöst, bei dem die einzelnen Pflastersteine auf ihrer unregelmäßig gekrümmten Seitenfläche Ketten oder Teilketten von benachbarten und mit Abstand voneinan der angeordneten leistenförmigen Verbundabschnitten aufweisen, die zahnstangenartig mit Verbundabschnitten von benachbarten Pflastersteinen ineinander greifen.

Bei dem erfindungsgemäß ausgebildeten Pflaster kommen

Pflastersteine mit beliebig geformten unregelmäßig gekrümm ten Seitenflächen zum Einsatz, wobei diese Seitenflächen mit einer Vielzahl von leistenförmigen Verbundabschnitten versehen sind, die entweder eine sich um den gesamten Um fang des Steines erstreckende Kette oder entsprechende Teilketten von Verbundabschnitten bilden, die im Abstand voneinander angeordnet sind. Da die Pflasterstruktur im Be reich freier Steinformen nicht zwingend fixiert ist, ist es hierbei beim Verlegen des Pflasters kein Problem, durch geringfügige Verschiebung oder Drehung eines oder mehrerer der betroffenen Pflastersteine den formschlüssigen Verbund an allen gewünschten Fixierungspunkten mit benachbarten Steinen herzustellen.

Bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung sind die einzelnen Pflastersteine des Pflasters auf ihrer unregelmä ßig gekrümmten Seitenfläche mit einer umlaufenden Kette von Verbundabschnitten versehen. Hierbei erstrecken sich daher die Verbundabschnitte um den gesamten Umfang des Pflaster steines, so dass beim Verlegen der Steine bei einer nicht passgenauen Aneinanderreihung entsprechende Drehungen oder Verschiebungen ohne weiteres möglich sind, um entsprechende Fixierpunkte durch zahnstangenartig miteinander in Eingriff tretende Verbundabschnitte von benachbarten Steinen zu realisieren .

Bei einer anderen Ausführungsform sind die einzelnen Pflastersteine auf ihrer unregelmäßig gekrümmten Seitenfläche mit einer Vielzahl von mit Abstand voneinander angeordneten umlaufenden Teilketten von Verbundabschnitten versehen. Hierbei erstrecken sich daher die Verbundabschnitte nicht um den gesamten Umfang des Pflastersteines herum, sondern es verbleiben entsprechende Lücken, die andere gewünschte Funktionen erfüllen können. Hierbei kann beispielsweise die Länge der Teilketten dem Abstand zwischen den Teilketten entsprechen, so dass beim Aneinandersetzen von Pflastersteinen eine Teilkette des einen Steines in die Lücke zwi schen den Teilketten des anderen Steines eingreifen kann.

Die jeweiligen Teilketten können beispielsweise jeweils zwei oder drei Verbundabschnitte aufweisen.

Beispielsweise können die Leerabschnitte zwischen den Teilketten als Versickerungsabschnitte ausgebildet sein, so dass auf diese Weise für eine schnelle Entwässerung des Pflasters gesorgt werden kann.

Bei einer weiteren Ausführungsform kann das erfindungsgemäß ausgebildete Pflaster Pflastersteine mit ebenen Seitenflächen aufweisen, auf denen Ketten oder Teilketten von benachbarten und mit Abstand voneinander angeordneten leistenförmigen Verbundabschnitten angeordnet sind, die zahn stangenartig mit Verbundabschnitten von benachbarten Pflas- tersteinen mit unregelmäßig gekrümmten und/oder ebenen Sei tenflächen ineinandergreifen .

Bei dieser Ausführungsform weist daher das erfindungsgemäß ausgebildete Pflaster sowohl Pflastersteine mit unregelmä ßig gekrümmten Seitenflächen als auch Pflastersteine mit geometrisch regelmäßigen Strukturen auf, die beispielsweise als Rechtecksteine , Sechsecksteine u. dgl . ausgebildet sein können. Auch bei derartigen Pflastersteinen mit ebenen Seitenflächen erstrecken sich die Verbundabschnitte als Ketten entweder über den gesamten Umfang der Seitenflächen oder als Teilketten nur über einen Teil des Umfangs derselben.

Generell ist zu sagen, dass ein Pflasterstein des erfindungsgemäß ausgebildeten Pflasters je nach der Anzahl der Kontakte mit Nachbarsteinen entsprechend viele Fixierpunkte aufweisen kann, die durch zahnstangenartig ineinandergrei- fende Verbundabschnitte der benachbarten Steine gebildet werden. Dies trifft sowohl auf Steine mit unregelmäßig gekrümmten Seitenflächen als auch auf solche mit ebenen Seitenflächen zu. Da die Steine entlang ihres gesamten Umfangs oder über einen großen Teil ihres Umfangs mit entsprechenden Verbundabschnitten versehen sind, lassen sich beim Verlegen durch Verschiebungen oder Drehungen immer entsprechende Kontakt- bzw. Fixierpunkte mit Nachbarsteinen finden, um ein stabiles Verlegemuster zu erreichen, das den Belastungen standhält.

Das erfindungsgemäß ausgebildete Pflaster kann sich somit aus Pflastersteinen mit beliebigen Steinformen zusammenset zen, wobei in jedem Fall durch Einhaltung der erfindungsge- mäßen Regel bei der Anordnung der Verbundabschnitte ein ge wünschter Steinverbund erreichbar ist.

Was die leistenförmigen Verbundabschnitte anbetrifft, so sind diese vorzugsweise im Schnitt halbkreisförmig ausge bildet. Die Verbundabschnitte können sich nur über einen Teil der Höhe des jeweiligen Pflastersteines erstrecken.

Bei einer besonderen Ausführungsform sind die Verbundabschnitte der Pflastersteine in Höhenrichtung abgestuft aus gebildet, wodurch besondere Vorteile in Bezug auf Flexibi lität und Belastbarkeit sowie Entwässerung des Pflasters erzielt werden können.

Bei noch einer anderen Ausführungsform sind die Verbundabschnitte der Pflastersteine an ihren Spitzen abgeflacht ausgebildet oder weisen eine Vertiefung auf, um auch an diesen Stellen die Anordnung von Fugenmaterial zu ermöglichen .

Zusätzlich zu den Verbundabschnitten im unteren Bereich der Pflastersteine können weitere vorstehende Abschnitte vorge sehen sein, die zusammen mit den Verbundabschnitten ein doppeltes Verbundsystem bilden. Ziel ist es hierbei, im un teren Bereich einen relativ engen Kontakt mit den Nachbar steinen zu erreichen, der dann nach oben hin breiter wird und die Aufnahme von mehr Fugenmaterial ermöglicht.

Was die Abstände zwischen den einzelnen Verbundabschnitten eines Pflastersteines anbetrifft, so sind diese vorzugswei se so dimensioniert, das ein Verbundabschnitt eines Nachbarsteines zwischen zwei Verbundabschnitten des anderen Steines eingreifen kann, und zwar entweder mit Kontakt oder ohne Kontakt mit den beiden Verbundabschnitten des anderen Steines. Nach dem Eingreifen eines Verbundabschnittes sind daher entweder keine Relativbewegungen oder nur noch gerin ge Relativbewegungen in Fugenrichtung der beiden Steine möglich. Große Abstände zwischen den Verbundabschnitten sind jedenfalls unerwünscht.

Wenn hier von Pflastersteinen mit unregelmäßig gekrümmter Seitenfläche die Rede ist, so betrifft dies vorwiegend Pflastersteine ohne ausgeprägte Seitenkanten. Dies soll jedoch nicht ausschließen, dass solche Steine auch derartige Kanten aufweisen können, wenn sie nur einen Abschnitt mit gekrümmter Seitenfläche aufweisen. Es geht daher erfin dungsgemäß primär um unregelmäßig geformte Steine, die aber in Verbindung mit regelmäßig geformten Steinen ein entspre chendes Pflaster bilden können.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei spielen in Verbindung mit der Zeichnung im Einzelnen erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine Draufsicht auf einen Teil einer ersten

Ausführungsform eines Pflasters; und

Figur 2 eine Draufsicht auf einen Teil einer zweiten

Ausführungsform eines Pflasters.

Der in Figur 1 dargestellte Teil eines Pflasters setzt sich aus drei Pflastersteinen 1, 2 und 3 zusammen, die jeweils eine unregelmäßig gekrümmte Seitenfläche 20, eine Bodenflä- che und eine Deckfläche besitzen. Das hier dargestellte Pflaster kann sich somit aus beliebig geformten Pflastersteinen, d. h. Pflastersteinen mit beliebig gekrümmten Seitenflächen, zusammensetzen.

Die einzelnen Pflastersteine 1, 2, 3 besitzen auf ihrer unregelmäßig gekrümmten Seitenfläche 20 Ketten von benachbarten und mit Abstand voneinander angeordneten leistenförmigen Verbundabschnitten 4. Diese Verbundabschnitte 4 erstre cken sich etwa von der Bodenfläche des Pflastersteines nach oben bis in den Bereich der Deckfläche. Die Verbundabschnitte 4 sind im Querschnitt etwa halbkreisförmig ausgebildet und in einem solchen Abstand voneinander angeordnet, dass Verbundabschnitte von benachbarten Steinen in die Lücken zwischen zwei Verbundabschnitten 4 zahnstangenförmig eingreifen können, wie dies in Figur 1 gezeigt ist.

Die Ketten der Verbundabschnitte 4 erstrecken sich um den ganzen Umfang des jeweiligen Pflastersteines herum. In Fi gur 1 ist dies nur teilweise dargestellt.

Beim Verlegen des Pflasters werden die einzelnen Pflastersteine 1, 2, 3 aneinandergesetzt, wobei zwischen benachbarten Steinen mindestens ein Fixierpunkt vorgesehen wird. Ein solcher Fixierpunkt wird dadurch gebildet, dass ein Ver bundabschnitt 4 eines Steines in die Lücke zwischen zwei Verbundabschnitten des Nachbarsteines zahnstangenförmig eingreift. Figur 1 zeigt eine solche Fixierung zwischen den Steinen 2 und 3. Wenn in dieser Lage der Stein 1 nicht mehr angelegt werden kann, da entsprechende Verbundabschnitte miteinander kollidieren bzw. nicht genau in die Lücken des benachbarten Steines passen, werden die Steine entsprechend gedreht bzw. verschoben, bis sich eine Lage ergibt, in der alle Steine miteinander in Eingriff treten. Eine solche gedrehte bzw. verschobene Lage des Pflastersteines 3 ist in Figur 1 bei 5 gestrichelt dargestellt.

Aufgrund der Vielzahl der angeordneten Verbundabschnitte 4 ergeben sich somit beim Verlegen immer Positionen der Steine, in denen ein gegenseitiger Eingriff der Verbundabschnitte erreicht wird. Hierzu müssen die Pflastersteine keine identischen oder regelmäßigen Formen besitzen.

Bei der in Figur 2 dargestellten Ausführungsform des Teiles eines Pflasters wirken zwei Pflastersteine 1, 2 mit unregelmäßig gekrümmter Seitenfläche mit einem regelmäßig geformten Pflasterstein 7 zusammen, der im Horizontalschnitt rechteckförmig ausgebildet ist. Hierbei besitzen die Pflas tersteine 1 und 7 auf ihren Seitenflächen eine umlaufende Kette von leistenförmigen Verbundabschnitten 4, während der Pflasterstein 2 auf seiner Seitenfläche 2 Teilketten 6 von derartigen Verbundabschnitten aufweist. Hierbei sind zwi schen den Teilketten 6 Leerbereiche der Seitenfläche vorgesehen, die beispielsweise als Versickerungsbereiche des Pflasters dienen können.

Auch bei diesem Ausführungsbeispiel sind im verlegten Zustand des Pflasters zwischen den Pflastersteinen Fixierpunkte bzw. Fixierbereiche 8 vorgesehen, in denen Verbundabschnitte 4 des einen Steines zahnstangenartig in die Lücken von Verbundabschnitten des anderen Steines eingreifen. Auch hier gilt, dass es die Anordnung und Form der Verbund- abschnitte zulässt, dass die Steine beim Aneinandersetzen entsprechend verschoben bzw. gedreht werden können, um die Verbundabschnitte der aneinander grenzenden Steine miteinander in Eingriff zu bringen.