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Patent Searching and Data


Title:
PIECE OF CLOTHING HAVING MOISTURE TRANSPORT ZONE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/152174
Kind Code:
A1
Abstract:
In order to create a piece of clothing (100), comprising a knitted main body (112) which comprises a moisture transport zone (114), the moisture transport zone (114) being knitted from at least one base yarn and at least one moisture transport yarn and the moisture transport zone (114) extending from a first end (122) to a second end (124) in a longitudinal direction (120) of the moisture transport zone (114), which direction extends in parallel with a stitch wale direction (118) of the main body (112), wherein particularly effective transport of moisture, in particular of sweat, from the first end (122) to the second end (124) of the moisture transport zone (114) is achieved, according to the invention the moisture transport zone (114) comprises at least one moisture absorbing region (130), in which the mass of the moisture transport yarn contained per stitch course increases in the longitudinal direction (120) of the moisture transport zone (114).

Inventors:
KNALL DOMINIK (DE)
BONG EVELIN (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/051424
Publication Date:
July 30, 2020
Filing Date:
January 21, 2020
Export Citation:
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Assignee:
FALKE KGAA (DE)
International Classes:
D04B1/16; A41B11/00; D04B1/12; D04B1/26
Foreign References:
US20090000339A12009-01-01
US5319807A1994-06-14
US20180168239A12018-06-21
GB2337444A1999-11-24
Attorney, Agent or Firm:
HOEGER, STELLRECHT & PARTNER PATENTANWÄLTE MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Bekleidungsstück, umfassend einen gestrickten Grundkörper (112), der eine Feuchtetransportzone (114) umfasst,

wobei die Feuchtetransportzone (114) aus mindestens einem Basisgarn und mindestens einem Feuchtetransportgarn gestrickt ist und

wobei die Feuchtetransportzone (114) sich längs einer parallel zu einer Maschenstäbchenrichtung (118) des Grundkörpers (112) verlaufenden Längsrichtung (120) der Feuchtetransportzone (114) von einem ersten Ende (122) bis zu einem zweiten Ende (124) erstreckt, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Feuchtetransportzone (114) mindestens einen Feuchteauf nahmebereich (130) umfasst, in welchem die pro Maschenreihe ent haltene Masse des Feuchtetransportgarns längs der Längsrichtung (120) der Feuchtetransportzone (114) zunimmt.

2. Bekleidungsstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Feuchteaufnahmebereich (130) die pro Maschenreihe enthaltene Masse des Feuchtetransportgarns zumindest abschnittsweise stetig zu nimmt.

3. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, dass die Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs (130) in der Maschenreihenrichtung (134) des Grundkörpers (112) längs der Längsrichtung (120) der Feuchtetransportzone (114) zunimmt. 4. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs (130) in der Maschenreihenrichtung (134) des Grundkörpers (112) an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers (112) in der Maschen reihenrichtung (134) weniger als 100 % beträgt.

5. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn zeichnet, dass der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs (130) in der Maschenreihenrichtung (134) des Grundkörpers (112) an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers (112) in der Maschen reihenrichtung (134) längs der Längsrichtung (120) der Feuchtetrans portzone (114) zunimmt.

6. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn zeichnet, dass der Feuchteaufnahmebereich (130) einen im Wesentlichen keilförmigen Abschnitt (140) umfasst.

7. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, dass die Feuchtetransportzone (114) mindestens einen

Feuchteabgabebereich (132) umfasst, welcher sich in der Längsrichtung (120) der Feuchtetransportzone (114) an mindestens einen Feuchteauf nahmebereich (130) der Feuchtetransportzone (114) anschließt.

8. Bekleidungsstück nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Anteil der Ausdehnung des Feuchteabgabebereichs (132) in der

Maschenreihenrichtung (134) des Grundkörpers (112) an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers (112) in der Maschenreihenrichtung (134) im Wesentlichen 100 % beträgt.

9. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn zeichnet, dass das mindestens eine Feuchtetransportgarn auf das min destens eine Basisgarn aufplattiert ist. 10. Bekleidungsstück nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Feuchtetransportgarn auf eine im getragenen Zustand des Bekleidungsstücks (100) der Haut des Trägers des Bekleidungs stücks (100) abgewandte Außenseite des Basisgarns plattiert ist.

11. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekenn zeichnet, dass das mindestens eine Feuchtetransportgarn ein höheres Feuchtetransportvermögen aufweist als das mindestens eine Basisgarn.

12. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens ein Feuchtetransportgarn einen größeren Faserquerschnitt aufweist als mindestens ein Basisgarn, dass mindestens ein Feuchtetransportgarn eine größere Filamentanzahl aufweist als min destens ein Basisgarn, dass mindestens ein Feuchtetransportgarn eine hydrophilere chemische Zusammensetzung aufweist als mindestens ein Basisgarn und/oder dass mindestens ein Feuchtetransportgarn eine hydrophile Ausrüstung aufweist.

13. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens ein Feuchtetransportgarn Polyester und/oder Polyamid umfasst.

14. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekenn zeichnet, dass mindestens ein Basisgarn Baumwolle, Viskose, Lyocell, Polypropylen, Wolle, Leinen und/oder Polyamid umfasst.

15. Bekleidungsstück nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekenn zeichnet, dass das Bekleidungsstück (100) als ein Beinbekleidungsstück (102) ausgebildet ist und dass mindestens ein Feuchteaufnahmebereich (130) in einem Zehenbereich (126) oder am Rand eines Zehenbereichs (126) des Grundkörpers (112) des Bekleidungsstücks (100) beginnt und/oder dass mindestens ein Feuchteabgabebereich (132) oberhalb eines Fersenbereichs (128) des Grundkörpers (112) des Bekleidungs stücks (100) angeordnet ist.

Description:
Bekleidungsstück mit Feuchtetransportzone

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Bekleidungsstück, welches einen ge strickten Grundkörper, der eine Feuchtetransportzone umfasst, umfasst, wobei die Feuchtetransportzone aus mindestens einem Basisgarn und mindestens einem Feuchtetransportgarn gestrickt ist und wobei die Feuchtetransportzone sich längs einer parallel zu einer Maschenstäbchenrichtung des Grundkörpers verlaufenden Längsrichtung der Feuchtetransportzone von einem ersten Ende bis zu einem zweiten Ende erstreckt.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein solches Beklei dungsstück, welches eine Feuchtetransportzone umfasst, zu schaffen, bei welchem ein besonders wirksamer Transport von Feuchte, insbesondere von Schweiß, von dem ersten Ende bis zu dem zweiten Ende der Feuchtetransport zone erzielt wird.

Diese Aufgabe wird bei einem Bekleidungsstück mit den Merkmalen des Ober begriffs von Anspruch 1 erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Feuchte transportzone mindestens einen Feuchteaufnahmebereich umfasst, in welchem die pro Maschenreihe enthaltene Masse des Feuchtetransportgarns längs der Längsrichtung der Feuchtetransportzone zunimmt.

Dadurch, dass die Masse des Feuchtetransportgarns im Feuchteaufnahmebe reich sich längs der Längsrichtung der Feuchtetransportzone erhöht, entsteht eine Sogwirkung für die von der Haut des Trägers des Bekleidungsstücks auf genommene Feuchtigkeit, insbesondere für den aufgenommenen Schweiß, in der Längsrichtung der Feuchtetransportzone, vorzugsweise zu einem Feuchte abgabebereich der Feuchtetransportzone hin. Besonders günstig ist es, wenn in dem Feuchteaufnahmebereich die pro Maschenreihe enthaltene Masse des Feuchtetransportgarns zumindest ab schnittsweise stetig zunimmt. Dies bedeutet, dass die in dem Feuchteauf nahmebereich pro Maschenreihe enthaltene Masse des Feuchtetransportgarns längs der Längsrichtung der Feuchtetransportzone von Maschenreihe zu Maschenreihe konstant bleibt oder zunimmt, nicht aber abnimmt.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Ausdehnung des Feuchteauf nahmebereichs in der Maschenreihenrichtung des Grundkörpers längs der Längsrichtung der Feuchtetransportzone, vorzugsweise zumindest abschnitts weise stetig, zunimmt.

Der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs in der Maschen reihenrichtung des Grundkörpers an der gesamten Ausdehnung des Grund körpers in der Maschenreihenrichtung beträgt vorzugsweise weniger als 100 %, insbesondere zumindest abschnittsweise höchstens 70 %, besonders bevorzugt zumindest abschnittsweise höchstens 50 %.

Der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs in der Maschen reihenrichtung des Grundkörpers an der gesamten Ausdehnung des Grund körpers in der Maschenreihenrichtung ergibt sich aus dem Anteil der Maschen, in welchen das mindestens eine Feuchtetransportgarn eingestrickt ist, an allen Maschen der jeweiligen Maschenreihe.

Vorzugsweise ist vorgesehen, dass der Anteil der Ausdehnung des Feuchteauf nahmebereichs in der Maschenreihenrichtung des Grundkörpers an der ge samten Ausdehnung des Grundkörpers in der Maschenreihenrichtung längs der Längsrichtung der Feuchtetransportzone, vorzugsweise zumindest abschnitts weise stetig, zunimmt.

Der Feuchteaufnahmebereich kann insbesondere einen im Wesentlichen keil förmigen Abschnitt umfassen. Wenn das Bekleidungsstück als ein Beinbekleidungsstück ausgebildet ist, so ist ein solcher im Wesentlichen keilförmiger Abschnitt des Feuchteaufnahmebe reichs vorzugsweise in einem Sohlenbereich des gestrickten Grundkörpers des Bekleidungsstücks angeordnet.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Feuchtetransportzone mindestens einen Feuchteabgabebereich umfasst, welcher sich in der Längsrichtung der Feuchtetransportzone an mindestens einen Feuchteaufnahmebereich der Feuchtetransportzone anschließt.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das zweite Ende der Feuchte transportzone an einem Rand des Feuchteabgabebereichs angeordnet ist.

Der Anteil der Ausdehnung des Feuchteabgabebereichs in der Maschenreihen richtung des Grundkörpers an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers in der Maschenreihenrichtung beträgt vorzugsweise im Wesentlichen 100 %.

Je größer der Feuchteabgabebereich ist, in welchen das Feuchtetransportgarn eingestrickt ist, desto wirksamer kann die Feuchtigkeit im Feuchteabgabebe reich an die Umgebung abgegeben werden.

Das mindestens eine Feuchtetransportgarn ist vorzugsweise auf das min destens eine Basisgarn aufplattiert.

Grundsätzlich kann das mindestens eine Feuchtetransportgarn auf eine im ge tragenen Zustand des Bekleidungsstücks der Haut des Trägers des Beklei dungsstücks abgewandte Außenseite des Basisgarns oder auf eine im getrage nen Zustand des Bekleidungsstücks der Haut des Trägers des Bekleidungs stücks zugewandte Innenseite des Basisgarns plattiert sein. Vorzugsweise ist vorgesehen, dass das mindestens eine Feuchtetransportgarn auf eine im getragenen Zustand des Bekleidungsstücks der Haut des Trägers des Bekleidungsstücks abgewandte Außenseite des Basisgarns plattiert ist; das mindestens eine Feuchtetransportgarn ist in diesem Fall also außen plattiert.

Das mindestens eine Feuchtetransportgarn weist vorzugsweise ein höheres Feuchtetransportvermögen auf als das mindestens eine Basisgarn.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Feuchtetransport garn einen größeren Faserquerschnitt als mindestens ein Basisgarn, dass min destens ein Feuchtetransportgarn eine größere Filamentanzahl aufweist als mindestens ein Basisgarn, dass mindestens ein Feuchtetransportgarn eine hydrophilere chemische Zusammensetzung aufweist als mindestens ein Basis garn und/oder dass mindestens ein Feuchtetransportgarn eine hydrophile Aus rüstung (insbesondere eine "Avivage") aufweist, welche vorzugsweise dem mindestens einen Basisgarn fehlt.

Das mindestens eine Feuchtetransportgarn kann insbesondere Polyester und/oder Polyamid umfassen.

Ferner kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Basisgarn Baumwolle, Viskose, Lyocell (vorzugsweise ohne Zusatz von Wolle), Polypropylen, Wolle, Leinen und/oder Polyamid (vorzugsweise in Kombination mit Polyester als Be standteil des mindestens einen Feuchtetransportgarns) umfasst.

Wenn das Bekleidungsstück als ein Beinbekleidungsstück ausgebildet ist, so kann vorgesehen sein, dass mindestens ein Feuchteaufnahmebereich in einem Zehenbereich oder am Rand eines Zehenbereichs des Grundkörpers des Be kleidungsstücks liegt und/oder dass mindestens ein Feuchteabgabebereich oberhalb eines Fersenbereichs des Grundkörpers des Bekleidungsstücks, ins besondere im Bereich der Fessel des Trägers des Bekleidungsstücks, angeord net ist.

Das Bekleidungsstück ist vorzugsweise auf einer Rundstrickmaschine gestrickt.

Wenn das Bekleidungsstück als ein Beinbekleidungsstück ausgebildet ist, welches einen Zehenbereich umfasst, so ist der Zehenbereich vorzugsweise im Pendelgang gestrickt.

Wenn das Bekleidungsstück als ein Beinbekleidungsstück ausgebildet ist, welches einen Fersenbereich umfasst, so ist der Fersenbereich vorzugsweise im Pendelgang gestrickt.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand der nachfol genden Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungs beispiels.

In den Zeichnungen zeigen :

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht eines Bekleidungsstücks, insbe sondere eines Beinbekleidungsstücks, beispielsweise eines

Strumpfes, wobei das Bekleidungsstück einen gestrickten Grund körper umfasst und ein Teilbereich des Grundkörpers als eine Feuchtetransportzone ausgebildet ist, welche aus mindestens einem Basisgarn und mindestens einem Feuchtetransportgarn ge strickt ist; und

Fig. 2 eine schematische Draufsicht auf den Sohlenbereich des Beklei dungsstücks aus Fig. 1. Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in allen Figuren mit den selben Bezugszeichen bezeichnet.

Ein in den Fig. 1 und 2 dargestelltes Bekleidungsstück 100 ist beispielsweise als ein Beinbekleidungsstück 102, insbesondere als ein Strumpf 104, ausge bildet.

Die Ausbildung des Bekleidungsstücks 100 als Strumpf 104 ist rein beispiel haft.

Alternativ hierzu kann ein als Beinbekleidungsstück 102 ausgebildetes Beklei dungsstück 100 beispielsweise als eine Strumpfhose, Leggings oder eine Hose ausgebildet sein.

Das Bekleidungsstück 100 kann aber auch als ein Oberkörperbekleidungs stück, beispielsweise als ein Shirt oder als ein Ärmling, ausgebildet sein.

Ferner kann das Bekleidungsstück 100 auch in jeglicher anderer Form eines Bekleidungsstücks 100 ausgebildet sein, welche nicht notwendigerweise ein Beinbekleidungsstück 102 oder ein Oberkörperbekleidungsstück ist.

Der in den Fig. 1 und 2 beispielhaft als Bekleidungsstück 100 dargestellte Strumpf 104 umfasst einen Fußteil 106 und einen Schaftteil 108, der an seinem oberen Ende mit einem elastischen Bund 110 versehen sein kann, welcher beispielsweise als ein Umhänge-Doppelrand ausgebildet sein kann.

Der Fußteil 106 und der Schaftteil 108 bilden zusammen einen gestrickten Grundkörper 112 des Bekleidungsstücks 100, der eine (in den Fig. 1 und 2 schraffiert dargestellte) Feuchtetransportzone 114 umfasst.

Die Feuchtetransportzone 114 ist aus mindestens einem Basisgarn und min destens einem Feuchtetransportgarn gestrickt. Der außerhalb der Feuchtetransportzone 114 liegende Bereich des Grund körpers 112 kann aus demselben Basisgarn gestrickt sein wie die Feuchte transportzone 114 und kann optional ein oder mehr andere Garne umfassen.

Es ist aber auch möglich, den außerhalb der Feuchtetransportzone 114 liegenden Bereich 116 des gestrickten Grundkörpers 112 aus einem anderen Basisgarn zu bilden als dem Basisgarn der Feuchtetransportzone 114.

Beim Stricken der Feuchtetransportzone 114 wird vorzugsweise das min destens eine Feuchtetransportgarn auf das mindestens eine Basisgarn auf plattiert.

Dabei kann das mindestens eine Feuchtetransportgarn auf eine im getragenen Zustand des Bekleidungsstücks 100 der Haut des Trägers des Bekleidungs stücks 100 abgewandte Außenseite des Basisgarns oder auf eine im ge tragenen Zustand des Bekleidungsstücks 100 der Haut des Träger des Beklei dungsstücks 100 zugewandte Innenseite des Basisgarns plattiert sein.

Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das mindestens eine Feuchtetransportgarn auf die im getragenen Zustand des Be kleidungsstücks 100 abgewandte Außenseite des Basisgarns plattiert ist.

Wenn mehrere Feuchtetransportgarne zur Bildung der Feuchtetransportzone 114 verwendet werden, so kann insbesondere vorgesehen sein, dass ein erstes Feuchtetransportgarn auf die im getragenen Zustand des Bekleidungs stücks 100 der Haut des Trägers des Bekleidungsstücks 100 abgewandte Außenseite des Basisgarns plattiert ist und dass ein zweites Feuchtetransport garn ebenfalls auf die im getragenen Zustand des Bekleidungsstücks 100 der Haut des Trägers des Bekleidungsstücks abgewandte Außenseite des Basisgarns plattiert ist oder auf die im getragenen Zustand des Bekleidungsstücks 100 der Haut des Trägers des Bekleidungsstücks 100 zugewandte Innenseite des Basisgarns plattiert ist.

Das mindestens eine Feuchtetransportgarn weist ein höheres Feuchtetrans portvermögen auf als das mindestens eine Basisgarn.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass das mindestens eine Feuchtetrans portgarn einen größeren Faserquerschnitt aufweist als das Basisgarn, eine größere Filamentanzahl aufweist als das Basisgarn, eine hydrophilere chemi sche Zusammensetzung aufweist als das Basisgarn und/oder eine hydrophile Ausrüstung (sogenannte "Avivage") aufweist, welche dem Basisgarn fehlt.

Mindestens ein Feuchtetransportgarn kann Polyester und/oder Polyamid um fassen.

Ferner kann mindestens ein Basisgarn Baumwolle, Viskose, Lyocell (mit oder ohne Zusatz von Wolle), Polypropylen, Wolle, Leinen und/oder Polyamid (vor zugsweise in Kombination mit Polyester als Bestandteil des Feuchtetransport garns) umfassen.

Bei einem besonders bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, dass als Basisgarn mit einem im Verhältnis zum Feuchtetransportgarn geringeren Feuchtetransportvermögen ein doppelter Elastan-Faden mit der Feinheit 17 dtex verwendet wird, welcher mit einem Polyamid-Faden (PA 6.6) mit der Feinheit 16 dtex und 10 Filamenten umwunden ist.

Dasselbe Basisgarn wird zur Bildung des außerhalb der Feuchtetransportzone 114 liegenden Bereichs 116 des gestrickten Grundkörpers 112 verwendet.

Dieses Basisgarn liegt vorzugsweise direkt auf der der Haut des Trägers zuge wandten Seite des Bekleidungsstücks 100. Als Feuchtetransportgarn mit gegenüber dem Basisgarn höherem Feuchte transportvermögen wird bei diesem Ausführungsbeispiel ein Polyester-Garn der Feinheit 78 dtex mit 68 Filamenten verwendet.

Dieses Feuchtetransportgarn liegt vorzugsweise außen, auf der der Haut des Trägers des Bekleidungsstücks 100 abgewandten Seite, auf dem Basisgarn, also auf dem Material mit dem geringeren Feuchtetransportvermögen.

Wie aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen ist, erstreckt sich die Feuchtetransport zone 114 längs einer parallel zu einer Maschenstäbchenrichtung 118 des Grundkörpers 112 verlaufenden Längsrichtung 120 der Feuchtetransportzone 114 von einem ersten Ende 122 bis zu einem zweiten Ende 124.

Das erste Ende 122 der Feuchtetransportzone 114 kann eine oder mehrere in derselben Maschenreihe angeordnete Maschen umfassen, in welchen das Feuchtetransportgarn auf das Basisgarn aufplattiert ist.

Das zweite Ende 124 der Feuchtetransportzone 114 umfasst eine oder mehrere in derselben Maschenreihe angeordnete Maschen, in welchen das Feuchtetransportgarn auf das Basisgarn aufplattiert ist. Vorzugsweise ist das zweite Ende 124 der Feuchtetransportzone 114 durch eine Maschenreihe gebildet, in welcher in allen Maschen das Feuchtetransportgarn auf das Basisgarn aufplattiert ist.

Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel, bei welchem das Bekleidungsstück 100 als ein Beinbekleidungsstück 102 ausgebildet ist, liegt das erste Ende 122 der Feuchtetransportzone 114 beispielsweise am Rand eines Zehenbereichs 126 des Bekleidungsstücks 100, welcher vorzugsweise als ein Zehenbeutel im Pendelgang gestrickt wird. Das zweite Ende 124 der Feuchtetransportzone 114 liegt bei dem beispielhaft als Beinbekleidungsstück 102 ausgebildeten Bekleidungsstück 100 vorzugs weise im Schaftteil 108, oberhalb eines Fersenbereichs 128 des Bekleidungs stücks 100.

Der Fersenbereich 128 des Bekleidungsstücks 100 wird vorzugsweise als ein Fersenbeutel im Pendelgang gestrickt.

Die Feuchtetransportzone 114 umfasst einen Feuchteaufnahmebereich 130 und einen Feuchteabgabebereich 132.

Im Feuchteaufnahmebereich 130 wird vorwiegend Feuchtigkeit, insbesondere Schweiß, von der Haut des Trägers des Bekleidungsstücks 100 aufgenommen und zu dem Feuchteaufnahmebereich 130 hin transportiert.

Im Feuchteabgabebereich 132 wird vorwiegend durch den Feuchteaufnahme bereich 130 herantransportierte Feuchtigkeit, insbesondere Schweiß, durch Verdunstung an die Umgebung abgegeben.

Im Feuchteaufnahmebereich 130, welcher an dem ersten Ende 122 der Feuchtetransportzone 114 beginnt, nimmt die pro Maschenreihe enthaltene Masse des Feuchtetransportgarns längs der Längsrichtung 120 der Feuchte transportzone 114 zu, und zwar vorzugsweise stetig.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Ausdehnung des Feuchteauf nahmebereichs 130 in der (senkrecht zur Maschenstäbchenrichtung 118 aus gerichteten) Maschenreihenrichtung 134 des gestrickten Grundkörpers 112 des Bekleidungsstücks 100 längs der Längsrichtung 120 der Feuchtetransport zone 114 zunimmt. Vorzugsweise beträgt der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebe reichs 130 in der Maschenreihenrichtung 134 des Grundkörpers 112 an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers 112 in der Maschenreihenrichtung 134 weniger als 100 %, insbesondere zumindest abschnittsweise höchstens 70 %, besonders bevorzugt zumindest abschnittsweise höchstens 50 %.

Der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs 130 in der Maschen reihenrichtung 134 des Grundkörpers 112 an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers 112 in der Maschenreihenrichtung 134 nimmt vorzugsweise längs der Längsrichtung 120 der Feuchtetransportzone 114 zu.

So ist aus den Fig. 1 und 2 zu ersehen, dass der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs 130 in der Maschenreihenrichtung 134 des Grund körpers 112 an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers 112 in der Ma schenreihenrichtung 134 längs der Längsrichtung 120 der Feuchtetransport zone 114 in einem zwischen dem Zehenbereich 126 und dem Fersenbereich 128 liegenden Sohlenbereich 136 des Bekleidungsstücks 100 von 0 %, vor zugsweise im Wesentlichen linear, bis auf im Wesentlichen 50 % am Übergang zum Fersenbereich 128 ansteigt.

Der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs 130 in der Maschen reihenrichtung 134 des Grundkörpers 112 an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers 112 in der Maschenreihenrichtung 134 entspricht dabei dem An teil der Maschen einer Maschenreihe, in welchen das Feuchtetransportgarn auf das Basisgarn aufplattiert ist.

Der Feuchteaufnahmebereich 130 umfasst im Wesentlichen den gesamten Fersenbereich 128, so dass in diesem Bereich der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs 130 in der Maschenreihenrichtung 134 des Grund körpers 112 an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers 112, welcher dort auch einen Spannbereich 138 umfasst, in der Maschenreihenrichtung 134 im Wesentlichen 50 % beträgt. Wie aus Fig. 2 zu ersehen ist, umfasst der Feuchteaufnahmebereich 130 einen keilförmigen Abschnitt 140, welcher sich von dem ersten Ende 122 der

Feuchtetransportzone 114 bis zum Rand des Fersenbereichs 128 erstreckt und vorzugsweise im Wesentlichen symmetrisch zu einer gemeinsamen Längs mittelachse 146 des Zehenbereichs 126, des Fersenbereichs 128 und des da zwischenliegenden Sohlenbereichs 136 ausgebildet ist.

Wie am besten aus Fig. 1 zu ersehen ist, schließt sich an den Fersenbereich 128 nach oben ein erster Schaftabschnitt 142 des Feuchteaufnahmebereichs 130 an, in welchem der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs 130 in der Maschenreihenrichtung 134 des Grundkörpers 112 an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers 112 in der Maschenreihenrichtung 134 längs der Längsrichtung 120 der Feuchtetransportzone 114 im Wesentlichen kon stant bleibt, vorzugsweise bei im Wesentlichen 50 %.

An den ersten Schaftabschnitt 142 schließt sich nach oben ein zweiter Schaft abschnitt 144 des Feuchteaufnahmebereichs 130 an, in welchem der Anteil der Ausdehnung des Feuchteaufnahmebereichs 130 in der Maschenreihenrichtung 134 des Grundkörpers 112 an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers 112 in der Maschenreihenrichtung 134 längs der Längsrichtung 120 der Feuchtetransportzone 114 weiter zunimmt, vorzugsweise auf im Wesentlichen 100 %.

Der zweite Schaftabschnitt 144 des Feuchteaufnahmebereichs 130 liegt vor zugsweise im Bereich der Fessel des Trägers des Bekleidungsstücks 100, im getragenen Zustand des Bekleidungsstücks 100.

Der Feuchteabgabebereich 132 schließt sich in der Längsrichtung 120 der Feuchtetransportzone 114 vorzugsweise nach oben an den zweiten Schaftab schnitt 144 des Feuchteaufnahmebereichs 130 an. Im Feuchteabgabebereich 132 beträgt der Anteil der Ausdehnung der Feuchte transportzone 114 in der Maschenreihenrichtung 134 des Grundkörpers 112 an der gesamten Ausdehnung des Grundkörpers 112 in der Maschenreihenrich tung 134 vorzugsweise im Wesentlichen 100 %.

Der Feuchteabgabebereich 132 erstreckt sich also vorzugsweise längs der Um fangsrichtung des Grundkörpers 112 des Bekleidungsstücks 100 vollständig um den Grundkörper 112 herum.

Je größer der Feuchteabgabebereich 132 ist, in welchem das Feuchtetrans portgarn vollflächig auf das Basisgarn aufplattiert ist, desto wirksamer kann die Feuchtigkeit im Feuchteabgabebereich 132 an die Umgebung abgegeben werden.

Dadurch, dass die Masse des Feuchtetransportgarns pro Maschenreihe im Feuchteaufnahmebereich 130 sich längs der Längsrichtung 120 der Feuchte transportzone 114 erhöht, entsteht eine Sogwirkung für die von der Haut des Trägers des Bekleidungsstücks 100 aufgenommene Feuchtigkeit, insbesondere für den aufgenommenen Schweiß, in der Längsrichtung 120 der Feuchte transportzone 114, zu dem Feuchteabgabebereich 132 hin.

Die Feuchtigkeit verteilt sich dabei innerhalb der Feuchtetransportzone 114 nach dem Prinzip des geringsten Widerstands.