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Title:
PISTOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2013/026076
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a pistol having a barrel slide (2), which is guided displaceably in a longitudinal direction on a housing (1), and having a locking device (10), which has a head (22) of the barrel (3), has a locking block (20) fixed in the longitudinal direction, and has a pair of locking bodies (24, 25) guided in a transverse groove (23) of the head (22). To reduce the peak values of the local surface pressure in the parts of the locking device (10), the locking block (20) has two first wedge surface (21) which are symmetrical with respect to the longitudinal central plane; and the locking bodies (24, 25) are cylinders, the lateral surface of which has two parallel planar guide surfaces (35, 36) which fit in the transverse groove (23), has a second wedge surface (38) facing toward the respective other locking body (25, 24), and has an engagement surface (40) which faces away from the respective other locking body (25, 24) and which is designed for engaging into the respective recess (27) of the barrel slide (2).

Inventors:
BUBITS WILHELM (AT)
Application Number:
PCT/AT2012/000219
Publication Date:
February 28, 2013
Filing Date:
August 23, 2012
Export Citation:
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Assignee:
MERKEL JAGD UND SPORTWAFFEN GMBH (DE)
BUBITS WILHELM (AT)
International Classes:
F41A3/44
Foreign References:
AT403847B1998-05-25
GB668117A1952-03-12
US2651974A1953-09-15
US2948195A1960-08-09
GB668117A1952-03-12
AT403847B1998-05-25
Attorney, Agent or Firm:
SONN & PARTNER Patentanwälte (AT)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Pistole mit einem Gehäuse (1), einem darauf in Längsrichtung verschiebbar geführten Laufschlitten (2), einem im Laufschlitten geführten Lauf (3) und einer Verriegelungsvorrichtung (10), welche einen Kopf (22) des Laufes (3), einen in Längsrichtung festgelegten Verriegelungsblock (20) und ein Paar von in einer Quernut (23) des Kopfes (22) geführten Verriegelungskörpern (24, 25) aufweist, welche Verriegelungskörper (24, 25) durch Einwirkung des Verriegelungsblocks (20) in Ausnehmungen (27) an der Innenseite des Laufschlittens (2) eingreifen und so den Lauf (3) mit dem Laufschlitten (2) verriegeln, dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsblock (20) zwei um die Längsmittenebene symmetrische ebene erste Keilflächen (21) aufweist, dass die Verriegelungskörper (24, 25) Zylinder sind, deren Mantelfläche zwei parallele, in der Quernut (23) anliegende ebene Führungsflächen (35, 36), eine dem jeweils anderen

Verriegelungskörper (25 ,24) zugewandte zweite ebene Keilfläche (38), welche mit den ersten ebenen Keilflächen (21) des Verriegelungsblocks (20) flächig zusammenwirken, und eine vom jeweils anderen Verriegelungskörper (25,24) abgewandte zum Eingriff in die jeweilige Ausnehmung (27) des Laufschlittens (2) bestimmte Eingriffsfläche (40) aufweist, und dass der Kopf (22) des Laufes (3) beiderseits mittels erster Nuten (28) und erster Leisten (29) im Laufschlitten (2) und mittels zweiter Nuten (30) und zweiter Leisten (31) im Verriegelungsblock (20) geführt ist.

2. Pistole nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die erste ebene Keilfläche (21) des Verriegelungsblocks und die zweite ebene Keilfläche (38) des Verriegelungskörpers mit der Längsmittenebene einen Winkel (39) von ungefähr 45 Grad einschließt.

3. Pistole nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Eingriffsfläche (40) der Verriegelungskörper (24,25) eine kreiszylindrische Zone (41) und, an der Vorderseite tangential anschließend, eine geneigte Zone (42), und die Ausnehmung (27) im Laufschlitten (2) eine kreiszylindrische Zone (44) und, an der Vorderseite tangential anschließend, eine geneigte Zone (45) aufweist.

4. Pistole nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die geneigten Zonen (42, 45) der Eingriffsflächen (40) und der Ausnehmungen (27) mit der Längsrichtung einen Winkel (43) von ungefähr 45 Grad einschließen.

5. Pistole nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsblock (20) an seiner vom Kopf (22) abgewandten Unterseite mittels einer Haltenut (17) gegenüber dem Gehäuse (1) in Längsrichtung festgelegt ist.

6. Pistole nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Verriegelungsblock (20) auf der dem Kopf (22) des Laufes (3) abgewandten Unterseite eine horizontale Platte (120) bildet, die die Verriegelungskörper (24, 25) teilweise überlappt.

Description:
Pistole

Die Erfindung betrifft eine Pistole mit einem Gehäuse, einem darauf in Längsrichtung verschiebbar geführten Laufschlitten, einem im Laufschlitten geführten Lauf und einer Verriegelungsvorrichtung, welche gebildet ist von einem Kopf des Laufes, einem Verriegelungsblock und einem Paar von in einer Quemut des Kopfes geführten Verriegelungskörpern, welche durch Einwirkung des Verriegelungsblocks in Ausnehmungen an der Innenseite des Laufschlittens eingreifen und so den Lauf mit dem Laufschlitten verriegeln.

Bei den meisten Pistolen erfolgt die Verriegelung durch Kippen oder Verdrehen des Laufes bezüglich des Laufschlittens. Die dadurch entstehenden Massenkräfte beeinträchtigen die Handhabung und damit die Treffsicherheit. Dieser Nachteil tritt bei Verriegelung mittels Verriegelungskörpern, welche in aller Regel kreiszylindrische Rollen sind, nicht auf. Trotzdem hat diese Art der Verriegelung keine Verbreitung gefunden.

Eine gattungsgemäße Pistole ist aus der GB 668117 bekannt. Auch hier sind die Verriegelungskörper kreiszylindrische Rollen, die an ebenen Begrenzungsflächen der Quernut anliegen und so die Reaktionskraft des Laufes beim Schuss auf den Laufschlitten übertragen. Zwischen den ebenen Begrenzungsflächen und den kreiszylindrischen Rollen liegt eine Linienberührung vor, die in beiden Teilen eine hohe

Flächenpressung (sog.„Hertz'sehe Pressung") erzeugt. Linienberührung liegt auch zwischen den Rollen und der Kulisse des Verriegelungsblocks vor. Es hat sich gezeigt, dass diese hohe örtliche Flächenpressung an allen drei Teilen, vor allem aber an den Wänden der Quernut, Verformungen zur Folge hat, die bis zum Bruch fuhren können. Erschwerend kommt bei der Pistole gemäß der GB 668117 hinzu, dass die Rollen tailliert sind, sodass die Berührungslinie kürzer als die Höhe der Rollen ist. Diese Art der Verriegelung ist somit nur für sehr kleine Kaliber und schwache Treibladungen einsetzbar.

Es wurde zwar versucht, die betroffenen Teile so zu härten, dass sie hohen Flächenpressungen standhalten. Dabei hat sich örtliches induktives Härten nicht bewährt, weil es erstens zu aufwendig und nicht prozesssicher ist, und weil zweitens am Übergang von der gehärteten auf die ungehärtete Zone Risse auftreten. Diese Nachteile treten beim Gasnitrieren nicht auf, wegen der begrenzten Härtetiefe von maximal 0,35 mm sind aber bei Linienberührung Verformungen in der darunter liegenden ungehärteten Zone nicht zu vermeiden.

Aus AT 403847 B ist ein halbstarres Verriegelungssystem für eine Feuerwaffe mit fest mit dem Gehäuse verbundenem Lauf bekannt, wobei der Verschluss mittels in radialer Richtung geführter Verriegelungskörper im Gehäuse verriegelbar ist. Um die auf die Verriegelungskörper wirkende Scherkraft zu verringern, wird der Rückstoß stufenweise abgebaut. Dabei besteht zwischen dem Verriegelungskörper und dem Gehäuse ein Spiel, wodurch der Verschluss zuerst als Masseverschluss wirkt.

Es ist Aufgabe der Erfindung, in einer Pistole wie eingangs angegeben die Verriegelung so zu gestalten, dass die genannten Nachteile nicht auftreten. Die Spitzenwerte der örtlichen Flächenpressung sollen verringert werden, sodass die Pistole auch für normale bis größere Kaliber und sogar für hochbrisante Munition geeignet ist.

Erfindungsgemäß wird das dadurch erreicht, dass der Verriegelungsblock zwei um die Längsmittenebene symmetrische erste ebene Keilflächen aufweist, dass die Verriegelungskörper Zylinder sind, deren Mantelfläche zwei parallele, in der Quernut anliegende ebene Führungsflächen, eine dem jeweils anderen Verriegelungskörper zugewandte erste ebene Keilfläche und eine vom jeweils anderen Verriegelungskörper abgewandte, zum Eingriff in die jeweilige Ausnehmung des Laufschlittens bestimmte Eingriffsfläche aufweist, und dass der Kopf des Laufes beiderseits mittels erster Nuten und erster Leisten im Laufschlitten und mittels zweiter Nuten und zweiter Leisten im Verriegelungsblock geführt ist.

Die Führungsflächen der Verriegelungskörper liegen großflächig an den Wänden der Quernut an, was die Flächenpressung signifikant verringert und örtliche Spitzenwerte vermeidet. Dadurch, dass die Verriegelungskörper in Richtung der Quernut länglich sind, ist ihre Anlagefläche auch in dieser Richtung erheblich. Mit demselben pressungs- vermindernden Effekt wirken zwischen den Verriegelungskörpern und dem Verriegelungsblock ebene Keilflächen. Insgesamt sind so alle Linienberührungen durch

Flächenberührung ersetzt. So kann diese vorteilhafte Art der Verriegelung auch für normale bis große Kaliber und hochbrisante Munition eingesetzt werden, und zwar bei verlängerter Lebensdauer. Die Führung des Kopfes im Laufschlitten sichert eine saubere Zuordnung der an der Verriegelung beteiligten Bauteile in Höhenrichtung.

Günstige Kraft- und Reibungsverhältnisse herrschen, wenn die erste und die zweite ebene Keilfläche des Verriegelungskörpers mit der Längsmittenebene einen Winkel von ungefähr 45 Grad einschließt. In der praktischen Erprobung hat sich gezeigt, dass die genannten Keilflächen reibschlüssig sind, wodurch der Vorgang zur Entriegelung von Lauf und Laufschlitten, wo die meisten Kräfte auftreten, schonender für die betreffenden Teile abläuft. Auch wird die Rücklaufgeschwindigkeit des Laufschlittens, und dessen Anschlagenergie im Griffstück verringert. Das hat zur Folge, dass der Rückstoß der Waffe angenehmer ist, und dass die abgefeuerte Patronenhülse nicht so weit aus der Pistole geschleudert wird. Die Eingriffsfläche des Verriegelungskörpers und die Ausnehmung im Laufschlitten können rein kreiszylindrisch sein. In einer vorteilhaften Weiterbildung bestehen sie aus einer kreiszylindrischen Zone und aus einer an der Vorderseite tangential anschließenden geneigten, insbesondere ebenen, Zone. Das vermindert die Reibung beim Entriegeln und erleichtert es so. Für die geneigte Zone der Eingriffsfläche ist ein Winkel zur Längsrichtung vorteilhaft, vorzugsweise ebenfalls 45 Grad.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist der Verriegelungsblock an seiner vom Kopf abgewandten Unterseite mittels einer zweiten Quernut gegenüber dem Gehäuse in Längsrichtung festgelegt. Das erlaubt es dem Verriegelungsblock, sich in Querrichtung geringfügig einzustellen. Dadurch ist eine gleichmäßige Verteilung der auf die beiden Verriegelungskörper wirkenden Kräfte sichergestellt.

In einer vorteilhaften Ausführungsform bildet der Verriegelungsblock auf der vom Kopf abgewandten Unterseite der zweiten Keilflächen eine horizontale Platte, die die Verriegelungskörper teilweise überlappt. Die Platte hält die Verriegelungskörper in der Quernut fest, was auch beim Zusammenbau der Pistole vorteilhaft ist. Die Platte kann somit in ähnlicher Weise wie eine Taillierung der Klemmrollen im Stand der Technik wirken, sofern eine solche Wirkung erwünscht ist. Dadurch steht dann die gesamte Höhe des Verriegelungskörpers für die Führungsflächen zur Verfügung.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten, bevorzugten Ausführungsbeispielen, auf die sie jedoch nicht beschränkt sein soll, noch weiter erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 schematisch eine Ansicht sowie einen vertikalen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Pistole;

Fig. 2 eine axonometrische Ansicht der Verriegelung von schräg unten;

Fig. 3 einen Querschnitt gemäß der Linie III-III in Fig. 2;

Fig. 4 eine vergrößerte Ansicht gemäß Pfeil IV in Fig 2;

Fig. 5 die Pistole in einer ersten Betriebsstellung, von unten gesehen;

Fig. 6 wie Fig. 5, jedoch in einer zweiten Betriebsstellung;

Fig. 7 wie Fig. 5, nun jedoch in einer dritten Betriebsstellung; und

Fig. 8 eine Variante zu Fig. 2.

In Fig. 1 ist das Gehäuse 1 einer Pistole gestrichelt angedeutet. In Volllinie ist ein Schnitt durch die erfindungsrelevanten Teile dieser Pistole in der Längsmittenebene zu sehen. Auf dem Gehäuse 1 ist ein Laufschlitten 2 in Führungen 34 in Längsrichtung verschiebbar geführt. Im Laufschlitten 2 ist ein Lauf 3 in Längsrichtung verschiebbar ge- führt. An seinem vorderen Ende bildet der Laufschlitten 2 eine Brille 7, die vom Lauf 3 durchsetzt ist und an der unter dem Lauf 3 eine, eine Schließfederstange enthaltende Schließfeder 8 angreift. Hinter der Patrone beziehungsweise Patronenkammer 12 des Laufes 3 ist im Laufschlitten 2 ein Stoßboden 5 ausgebildet, an den eine Schlagvorrichtung 4 anschließt. Diese ist nicht im einzelnen dargestellt, da sie an sich bekannt und für die Erfindung unwesentlich ist.

Im Gehäuse 1 ist ein Führungsblock 6 mittels Stiften 14 oder dergleichen befestigt. Der Führungsblock 6 bildet einen Anschlag 13 für den zurück gehenden Lauf 3. Die Verriegelungsvorrichtung ist summarisch mit 10 bezeichnet. Der gehäusefeste Teil der Verriegelungsvorrichtung 10 ist ein Verriegelungsblock 20, der von einem Riegel 11 bezüglich des Gehäuses 1 in Längsrichtung gehalten ist. Die Stirnfläche 15 des Verriegelungsblocks 20 bildet ein Widerlager für die Schließfeder 8, die Rückenfläche 16 des Verriegelungsblocks 20 stützt sich am Führungsblock 6 ab. Der Riegel 11 ist hier um einen der Stifte 14 schwenkbar als Zerleghebel ausgebildet.

Die Fig. 2 und 3 zeigen die Verriegelungsvorrichtung 10 von schräg unten bzw. im Schnitt gesehen, unter Weglassung der an der Verriegelung nicht direkt beteiligten Bauteile. Der Verriegelungsblock 20 hat zur Fixierung in Längsrichtung bezüglich des Gehäuses 1 an seiner Unterseite (im Bild oben) eine Haltenut 17, in die der Riegel 11 (s. Fig. 1) eingreift, und symmetrisch zur Längsmittenebene zwei Keilflächen 21. Der hintere Teil des Laufes 3 bildet einen Laufkopf 22 mit einer Quernut 23 an seiner Unterseite, s. auch Fig. 4. In der Quernut 23 ist beiderseits je ein Verriegelungskörper 24,25 in Querrichtung geführt.

Der Kopf 22 des Laufes 3 ist mittels erster Nuten 28 und erster Leisten 29 im Laufschlitten 2 und mittels zweiter Nuten 30 und zweiter Leisten 31 am Verriegelungsblock 20 in Längsrichtung geführt. Dabei können jeweils Nut 28; 30 und Leiste 29; 31 in dem einen oder anderen der Bauteile angeordnet sein.

In Fig. 4 sind die Bauteile der Fig. 2, nämlich der gehäusefeste Verriegelungsblock 20, der Kopf 22 des verschiebbaren Laufes 3, die in der Quernut 23 verschiebbaren Verriegelungskörper 24, 25 und der Laufschlitten 2 mit den Einbuchtungen 28, vergrößert in Draufsicht abgebildet.

Der Verriegelungsblock 20 hat bezüglich der Längsmittenebene symmetrische, von seinen Seitenwänden 8 nach hinten zusammenlaufende erste Keilflächen 21 , die mit der Längsrichtung einen Winkel 39 von 40 bis 50 Grad, vorzugsweise 45 Grad, einschließen. An die Keilflächen 21 schließen bis zum hinteren Ende des Verriegelungsblocks 20 parallele Rastflächen 32 an. Der Kopf 22 des Laufes 3 hat an seiner Unterseite (im Bild oben) eine Quernut 23, die gerade ebene vertikale Flächen zur Führung der Verriegelungskörper 24, 25 bildet. Über diese Flächen werden von den Verriegelungskörpern 24, 25 erhebliche Kräfte eingetragen, wobei die Flächenpressung dank der Flächenberührung keine überhöhten Spitzenwerte annimmt. Die Quernut 23 ist von einem mittigen länglichen Kanal 26 unterbrochen, in dem der Verriegelungsblock 20 geführt ist. Der Kanal 26 ist an seinem hinteren Ende (in Fig. 4 rechts) von einer Querfläche 33 begrenzt. Diese dient als Anschlag für die Rückenfläche 16 des Verriegelungsblocks 20 in der verriegelten Stellung.

Die Verriegelungskörper 24, 25 sind Zylinder, deren Mantelfläche nicht kreisförmig ist, sondern aus einer ersten Führungsfläche 35, einer dazu parallelen zweiten Führungsfläche 36, einer zweiten Keilfläche 38 und einer Eingriffsfläche 40 zusammengesetzt ist. Der Winkel 39 zwischen der zweiten Keilfläche 38 und der Längsrichtung beträgt 40 bis 50 Grad, vorzugsweise 45 Grad. Die Eingriffsfläche 40 ihrerseits kann verschieden ausgebildet sein, hier besteht sie aus einer kreiszylindrischen Zone 41 und einer geneigten, beispielsweise ebenen Übergangszone 42. Die schräge Übergangszone 42 ist hier eine Ebene, die mit der Längsrichtung einen Winkel 43 von 40 bis 50 Grad, vorzugsweise 45 Grad, einschließt.

Der Laufschlitten 2 hat an der Innenseite seiner Seitenwände beiderseits Ausnehmungen 27, die mit den Verriegelungskörpern 24, 25 zusammenwirken. Die Ausnehmungen 27 haben eine den Eingriffsflächen 40 der Verriegelungskörper 24, 25 entsprechende Form. Im gezeigten Beispiel bestehen sie aus einer kreiszylindrischen Zone 44 und einer geneigten, beispielsweise ebenen Übergangszone 45. Die Übergangszone kann eben sein, muss aber nicht. Sie vermindert bei entsprechendem Winkel 43 die zum Entriegeln benötigte Kraft und Reibung.

Die Fig. 5 bis 7 zeigen drei verschiedene Betriebsstellungen der Verriegelung 10, anhand derer nun die Arbeitsweise erläutert wird.

Fig. 5 zeigt die Verriegelungsvorrichtung verriegelt und schussbereit. Der Laufschlitten 2 und der Lauf 3 nehmen ihre vorderste Stellung ein. In dieser Stellung liegt der Kopf 22 des Laufes 3 am Stoßboden 5 an und die Rückenfläche 16 des Verriegelungsblocks 20 liegt am Kopf 22 des Laufes 3 an (s. Fig. 1). Die Verriegelungskörper 24, 25 sind in die Ausnehmungen 27 im Laufschlitten 2 eingerastet und werden von den Seitenwänden 8 des Verriegelungsblocks 20 in dieser Stellung gehalten.

Wird ein Schuss abgegeben, so werden zunächst der Laufschlitten 2 und der Lauf 3 gegen die Kraft der Schließfeder 8 zurück (in Fig. 6 nach rechts) geschleudert. Der Ver- riegelungsblock 20 ändert seine Stellung bezüglich des Gehäuses 1 nicht. Dadurch liegen die Verriegelungskörper 24, 25 relativ zum Verriegelungsblock 20 weiter hinten. Sie werden nicht mehr von den Seitenwänden 18 des Verriegelungsblocks 20 in den Ausnehmungen 27 des Laufschlittens festgehalten, zwischen ihnen befinden sich nun die Rastflächen 32, deren Abstand voneinander kleiner als der Abstand zwischen den Seitenwänden 18 ist. Die Verriegelungskörper 24, 25 können somit nach innen - zueinander - ausweichen.

Der gemeinsame Rücklauf von Laufschlitten 2 und Lauf 3 endet, wenn der Kopf 22 des Laufes 3 an den Anschlag 13 des Führungsblocks 6 stößt und still steht, s. Fig. 1. Dann bewegt sich nur mehr der Laufschlitten 2 weiter rückwärts. Durch die Relativbewegung zwischen dem Laufschlitten 2 und dem Lauf 3 werden die Verriegelungskörper 24, 25 von den Zonen 45 der Ausnehmungen 27 in Laufschlitten 2 nach innen gedrückt, bis sie an den Rastflächen 32 anliegen. Das ist die in Fig. 7 abgebildete entriegelte Stellung. Sie stimmt mit der in Fig. 4 gezeigten vergrößerten Darstellung überein.

Bei weiterem Rücklauf des Laufschlittens 2 wird in bekannter Weise die Patrone 12 ausgeworfen und die Schlagvorrichtung 4 gespannt. Wenn der Laufschlitten 2 nach Bewegungsumkehr vorwärts läuft, werden die Stellungen der Fig. 5, 6 und 7 in umgekehrter Reihenfolge durchlaufen.

Fig. 8 zeigt eine Variante zur Ausführungsform nach Fig. 2, von der sie sich nur dadurch unterscheidet, dass der Verriegelungsblock 20 über den Keilflächen 21 (strich- liert, weil hier unsichtbar) eine Platte 120 bildet, die die Verriegelungskörper 24, 25 teilweise überlappt, sodass sie nicht aus der Quernut 23 herausfallen können.