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Title:
PISTON ENGINE, IN PARTICULAR A STIRLING ENGINE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1998/007972
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention concerns a piston engine, in particular a Stirling engine, with a leaktight pressurized crankcase. The piston engine is to be designed such that the transmission of force from the crankshaft outwards to the output shaft is completely leaktight and has as little friction as possible. To that end, the output from the crankshaft (4) to an output shaft (13) disposed externally of the crankcase (3) is brought about by a magnetic or electromagnetic clutch (7, 11) acting through the wall (8) of the crankcase (3).

Inventors:
RITTINGHAUS ERNST WILHELM (DE)
Application Number:
PCT/DE1997/001845
Publication Date:
February 26, 1998
Filing Date:
August 25, 1997
Export Citation:
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Assignee:
SACHSENRING ENTWICKLUNGSGESELL (DE)
RITTINGHAUS ERNST WILHELM (DE)
International Classes:
F02G1/053; F02G1/043; H02K49/10; (IPC1-7): F02G1/043; H02K49/10
Foreign References:
US4677825A1987-07-07
DE29508668U11995-08-03
EP0255723A11988-02-10
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
Hufnagel, Walter (N�rnberg, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Kolbenmotor, insbesondere Stirlingmotor, mit einem dichten, unter Druck stehenden Kurbelgehäuse, dadurch gekennzeichnet, daß der Abtrieb von der Kurbelwelle (4) zu einer außerhalb des Kurbelgehäuses (3) vorgesehenen Abtriebswelle (13) durch eine durch die Gehäusewand (8) des Kurbelgehäuses (3) hindurch wirkende Magnetkupplung oder elektromagnetische Kupplung (7, 11) erfolgt.
2. Kolbenmotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß auf einem zur Kurbelwelle (4) konzentrischen Kreis mit der Kurbelwelle (4) starr gekuppelte Permanent oder Elektromagnete (7) in geringem Abstand zur Gehäusewand (8) rotierbar angeordnet sind, daß die Gehäusewand (8) zumindest im von den eng angrenzenden Magneten (7) abgeschatteten Bereich (10) aus elektrisch nicht leitendem, unmagnetischem Material besteht und außen in diesem Bereich (10) ein mit der Abtriebswelle (13) gekuppelter, koaxial zur Drehachse (9) der Kurbelwelle (4) drehbar gelagerter Außenläufer (11) mit einem im Bereich (10) magnetischen oder magnetisierbaren Bereich, insbesondere mit wenigstens einer elektrischen Wicklung, vorgesehen ist.
3. Kolbenmotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenläufer (11) ein Kurzschlußläufer ist.
4. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Kurbelgehäuse (3) in Verlängerung der Drehachse (9) der Kurbelwelle (4) ein Außenlager (15) zur Lagerung der Abtriebswelle (13) aufweist.
5. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Außenläufer (11) das Kurbelgehäuse (3) im Wirkungsbereich glockenförmig umfaßt.
6. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Material für den von den Magneten (7) abgeschatteten Bereich (10) aus einem Thermoplast besteht.
7. Kolbenmotor nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß als Thermoplast einer der Kunststoffe Polyamid (PA), Polysulfon (PES), Polyätherätherketon (PEEK) oder Polytetrafluoräthylen (PTFE) vorgesehen ist.
8. Kolbenmotor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß diese Kunststoffe mit Glas, Kohle oder Mineralfasern verstärkt sind.
9. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Material für den von den Magneten (7) abgeschatteten Bereich (10) aus einem Duroplast besteht.
10. Kolbenmotor nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Duroplast einer der Kunststoffe Phenolharz (PF) oder Melaminharz (MF) vorgesehen ist.
11. Kolbenmotor nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß diese Kunststoffe mit Glas, Kohle oder Mineralfasern verstärkt sind.
12. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Material für den von den Magneten (7) abgeschatteten Bereich (10) aus einem keramischen Werkstoff, beispielsweise Aluminiumoxyd (Al203) oder aus einem anti¬ magnetischen Stahl besteht.
13. Kolbenmotor nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die in die Thermo oder Duroplaste eingebrachten Verstärkungen eine gewickelte Struktur aufweisen,.
Description:
Kolbenmotor, insbesondere Stirlingmotor

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Kolbenmotor gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei derartigen Motoren mit hohem Innendruck im Kurbelgehäuse besteht das Problem, die Abtriebswelle dicht aus dem Kurbelgehäuse herausführen zu müssen. Bei hohen Innendrücken von beispielsweise 30 bis 120 bar stellt dies hohe Anforderungen an die Dichtungskonstruktion bezüglich Dichtheit und geringer Reibung.

Mit der vorliegenden Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, die Kraftübertragung von der Kurbelwelle nach außen zur Abtriebswelle vollkommen dicht und möglichst reibungsarm auszuführen.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Die vorliegende Erfindung zeichnet sich insbesondere dadurch aus, daß das Kurbelgehäuse ohne Durchführungen vollkommen gasdicht ausgebildet werden kann. Zugleich entstehen keinerlei Reibungsverluste, wie sie ansonsten bei den erforderlichen Dichtungen für die Abtriebswelle auftreten.

Weitere vorteilhafte Einzelheiten der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben und werden nachfolgend anhand eines in der Zeichnung veranschaulichten Ausführungsbeispiels näher beschrieben.

Die einzige Figur der Zeichnung zeigt die Ansicht und einen Teilschnitt eines Kolbenmotors gemäß der vorliegenden Erfindung.

Mit 1 ist ein Kolbenmotor, insbesondere ein Stirlingmotor, bezeichnet. Er besitzt einen Zylinder 2 und ein Kurbelgehäuse 3. Das Kurbelgehäuse 3 steht unter einem sehr hohen Innendruck von etwa 30 bis 120 bar und ist vollkommen gasdicht ausgeführt.

Erfindungsgemäß ist mit der Kurbelwelle 4 ein Kupplungsrad 5 starr gekuppelt. Das Kupplungsrad 5 trägt auf einem konzentrisch zur Kurbelwelle 4 vorgesehenen Radkranz 6 über den Umfang verteilt Permanentmagnete 7. Die Außenflächen der Permanentmagnete 7 sind an die dort vorhandene Kreisform des Kurbelgehäuses 3 angepaßt und sind in geringem Abstand von etwa 0,3 bis 1,5 mm, insbesondere von etwa 0,8 mm, zu der Gehäusewand 8 des Kurbelgehäuses 3 um die Drehachse 9 der Kurbelwelle 4 drehbar gelagert.

In einem Bereich 10, in dem die Permanentmagnete 7 die Gehäusewand 8 abschatten, besteht die Gehäusewand 8 aus einem elektrisch nicht leitenden und unmagnetischen Material.

Als Materialien hierfür eignen sich Thermoplaste, Duroplaste oder auch keramische Werkstoffe bzw. antimagnetischer Stahl.

Als Thermoplast kommt insbesondere einer der Kunststoffe Polyamid PA, Polysulfon PES, Polyätherätherketon PEEK oder Polytetrafluoräthylen PTFE in Betracht. Diese Kunststoffe können mit Glas-, Kohle- oder Mineralfasern verstärkt sein.

Als Duroplaste kommen insbesondere Phenolharze PF oder Melaminharze MF in Betracht. Auch diese Kunststoffe können mit Glas-, Kohle- oder Mineralfasern verstärkt sein.

Möglich ist auch der Einsatz keramischer Werkstoffe, insbesondere von Aluminiumoxyd AI2O3 oder die Verwendung von antimagnetischem Stahl.

Die in die Thermo- oder Duroplaste eingebrachten Verstärkungen können auch eine gewickelte Struktur aufweisen.

Auf der Außenseite des Kurbelgehäuses 3 ist ein Außenläufer 11 mit einem Magnetbereich 11.1 vorgesehen, der den Bereich 10 überdeckt und der in diesem Bereich 10 magnetisch oder magnetisierbar ist und der die Gehäusewand 8 mit geringen Abstand von etwa 0,3 mm bis 1,5 mm, insbesondere etwa 0,8 mm, umfaßt. Der Magnetbereich 11.1 besteht beispielsweise aus Permanentmagneten oder wenigstens aus einer Wicklung oder aus einer Kurzschlußwicklung, beispielsweise einem Kurzschlußanker mit einem Kurzschlußkäfig.

Der Außenläufer 11 ist über einen Träger, beispielsweise über eine Halteglocke 12, mit einer Abtriebswelle 13 starr gekuppelt. Die Abtriebswelle 13 verläuft koaxial zur Drehachse 9 der Kurbelwelle 4. Sie ist an dem den Kurbelgehäuse 3 zugewandten Ende 14 in einem am Kurbelgehäuse 3 vorgesehenen Außenlager 15 drehbar gelagert.

Anstelle der Permanentmagnete 7 können auch Elektromagnete vorgesehen sein. Zur Erregung derselben kann im Kurbelgehäuse 3 ein mit der Kurbelwelle 4 gekuppelter elektrischer Generator vorgesehen sein.

Die Permanentmagnete 7 bzw. die Elektromagnete bilden mit dem Außenläufer 11 bzw. mit dessen magnetischer Wirkung im Magnetbereich 11.1 eine magnetische bzw. elektromagnetische Kupplung.