Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
PLANT AND METHOD FOR APPLYING GLUE TO A FIBROUS MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/063555
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and to a plant for applying glue to a fibrous material in a fibrous material/steam mixture which is conducted via a blow line (1) from a refiner (2) to a glue application device (3) and further to a dryer (4). It is characterized in that the fibrous material/steam mixture is fed to the glue application device (3) in a circumferential direction, as a result of which the fibrous material/steam mixture forms a swirling flow in the glue application device (3). This allows an efficient distribution of the glue with minimum contamination of the inner wall and minimum energy loss.

Inventors:
SEIDL CLEMENS (AT)
Application Number:
PCT/EP2020/068602
Publication Date:
April 08, 2021
Filing Date:
July 02, 2020
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
ANDRITZ AG MASCHF (AT)
International Classes:
D21B1/02; B27N1/02; D21B1/06
Foreign References:
AT514329B12014-12-15
DE102006013567A12007-09-27
JPH04148904A1992-05-21
DE102018112266A12018-11-22
DE10104047A12002-08-14
EP2939807B12017-02-01
EP2179826B12014-09-10
AT514329B12014-12-15
DE19930800A12000-02-17
EP2431144A12012-03-21
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Verfahren zum Aufbringen von Leim auf einen Faserstoff, bei dem ein zu verarbeitendes Rohmaterial, z.B. Hackschnitzel, in einem Faserstoff-Dampf- Gemisch über eine Blasleitung (1) von einem Refiner (2) zu einer Beleimvorrichtung (3) und weiter zu einem Trockner (4) geführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Faserstoff-Dampf-Gemisch der Beleimvorrichtung (3) in einer Umfangsrichtung zugeführt wird und das Faserstoff-Dampf-Gemisch in der Beleimvorrichtung (3) eine Drallströmung um und entlang einer Achse (5) der Beleimvorrichtung (3) ausbildet, wobei der Leim in einer als Zyklon (6) ausgeführten Beleimvorrichtung (3) auf den Faserstoff aufgebracht wird, und der Zyklon (6) einen Eintrittsbereich (20), einen Konus (8) und einen Konus-Austrittsbereich (9) umfasst.

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leim über ein Düsenrohr (10) zumindest einer Düse (11 ) zugeführt wird, wobei das Düsenrohr (10) in der Nähe und in Richtung einer Symmetrieachse des Zyklons (6) und bevorzugt entlang der Symmetrieachse des Zyklons (6) ausgebildet ist und die zumindest eine Düse (11) in einem faserstoffarmen Bereich, bevorzugt im Konus- Austrittsbereich (9), angeordnet ist.

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest einen Düse (11 ) auch ein Frischdampf zugeführt wird.

4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leim zumindest einer Düse (11) im Bereich des Konus (8), bevorzugt im Konus-Austrittsbereich (9), zugeführt wird, wobei die Düse (11) im Konus (8) angeordnet ist.

5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Leim von zumindest einer im Inneren der Drallströmung angeordneten Düse (11) auf den Faserstoff aufgebracht wird.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass durch die im Inneren der Drallströmung angeordnete Düse (11) der Leim in Richtung der Achse (5) der Beleimvorrichtung (3) und / oder radial nach aussen versprüht wird.

7. Anlage zum Verarbeiten von Faserstoffen mit einem Refiner (2), der über eine

Blasleitung (1) mit einem Trockner (4) verbunden ist, wobei in der Blasleitung (1) eine Beleimvorrichtung (3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die

Beleimvorrichtung (3) einen Eintrittsbereich (20) am Umfang der

Beleimvorrichtung (3) und einen in Axialrichtung der Beleimvorrichtung (3) io ausgebildeten Austrittsbereich(13) umfasst, wobei die Beleimvorrichtung (3) ein Zyklon (6) ist, und der Zyklon (6) den Eintrittsbereich (20), einen Konus (8) und einen als Konus-Austrittsbereich (9) ausgebildeten Austrittsbereich (13) umfasst.

8. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Zyklon (6) ein Düsenrohr (10) umfasst und das Düsenrohr (10) in der Nähe und in Richtung einer Symmetrieachse des Zyklons (6) ausgebildet ist, wobei das Düsenrohr (10) bevorzugt entlang der Symmetrieachse des Zyklons (6) ausgebildet ist.

9. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Düsenrohr (10) bis in den Konus (8), bevorzugt in den Konus-Austrittsbereich (9), ausgebildet ist und zumindest eine Düse (11 ) zum Aufbringen von Leim aufweist.

10. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Düse (11) zum Aufbringen von Leim im Bereich des Konus (8), bevorzugt im Konus- Austrittsbereich (9), angeordnet ist, wobei die Düse (11) in der Wandung des Konus (8) angeordnet ist. li. Anlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Zyklon (6) ein wendelförmiger Kratzer (14) zur Reinigung der Innenwand des Zyklons (6) drehbar um eine Achse (5) angeordnet ist.

Description:
ANLAGE UND VERFAHREN ZUR AUFBRINGUNG VON LEIM AUF EINEN FASERSTOFF

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufbringen von Leim auf einen Faserstoff, bei dem ein zu verarbeitendes Rohmaterial, z.B. Hackschnitzel, in einem Faserstoff- Dampf-Gemisch über eine Blasleitung von einem Refiner zu einer Beleimvorrichtung und weiter zu einem Trockner geführt wird. Die Erfindung betrifft ebenso eine Anlage zum Verarbeiten von Faserstoffen mit einem Refiner, der über eine Blasleitung mit einem Trockner verbunden ist, wobei in der Blasleitung eine Beleimvorrichtung angeordnet ist.

Wie in der EP 2939807 B1 beschrieben umfasst die Herstellung von Faserwerkstoffen, z.B. in Plattenform, typischerweise die Arbeitsschritte Erzeugung des Faserstoffs, Beleimung, Trocknung und schließlich Formung bzw. Verpressung. Zur Erzeugung des Faserstoffs wird das Rohmaterial, z.B. Hackschnitzel, in einem Vordämpfer gedämpft und in einem Kocher gekocht. Aufgrund der thermischen Einwirkung können sich dabei unter anderem Essigsäuren sowie in geringen Mengen Acetan-hydrid bilden. Danach werden die Hackschnitzel in einem Refiner, z.B. Scheibenrefiner, zerfasert und über eine Blasleitung, in der die Beleimung durch Einsprühen des Klebstoffes erfolgt, nachfolgend einem Trockner zugeführt. Dabei werden im Stand der Technik eine Mehrzahl von Beleimungsdüsen ringförmig um die Blasleitung angeordnet. Als Klebestoffe werden z.B. Harnstoff-Formaldehyd Harze (UF), die mit Melamin und/oder Phenol verstärkt ausgeführt sein können, oder Methylendiphynyldiisozianate (MDI) verwendet.

Die EP 2 179826 B1 offenbart eine Anlage bzw. Verfahren, wobei lignozellulosehaltige Zerkleinerungsprodukte einer dem Trockner nachfolgenden Beleimungseinrichtung zugeführt werden. Um ein Anhaften von Produkten in den Leitungen zu vermeiden, befindet sich in der Rohrleitung eine Drallklappe um in der Beleimungszone einen rotierenden Luftstrom zu gewährleisten, wobei die Beleimungszone konzentrisch in einer Transportrohrleitung mündet und durch den so gebildeten Ringspalt ein weiterer Luftstrom einzubringen ist.

Die AT 514329 B1 beschreibt eine Anlage bzw. ein Verfahren zum Verarbeiten von Faserstoffen mit einem Refiner, der über eine Blasleitung mit einem Trockner verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Blasleitung eine Einrichtung zum Austragen eines Teils des Dampfes angeordnet ist. Dieser Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, das Verklumpen der Fasern zu verhindern, was durch die offene Verbindung des Refiners und des Trockners durch die Blasleitung gelöst wird. Dabei ist vor dem Trockner eine Einrichtung zum Beieimen des Faserstoff-Dampf- Gemischs in der Blasleitung angeordnet.

Die JPFI04148904A offenbart einen Beschichtungsgranulator. Dabei ist einer Granulationskammer eine Dispersionsdüse aufgesetzt. Ein Pulver wird über eine Düse der Dispersionsdüse zugeführt. Zwischen Düse und Dispersionsdüse ist ein Spalt ausgebildet, durch den aus der umgebenden gas-box das unter Flochdruck stehende Mischgas, bestehend aus Beschichtungsmaterial und Bindemittel, der Dispersionsdüse zugeführt wird. Bindemittel und Beschichtungsmaterial werden in der gas-box bzw. im Bereich des Spalts zwischen Düse und Dispersionsdüse gleichmässig auf der Oberfläche des Pulvers verteilt. Danach strömt das Gas in die Granulationskammer. Die Granulationskammer wird tangential über ein Gebläse mit Gas beschickt - zur Ausbildung einer Rotationsströmung in der Granulationskammer. Das Pulver folgt der Rotationsströmung in der Granulationskammer, wobei es zu der Agglomeration kommt.

Die DE19930800 A1 offenbart ein Verfahren zur Herstellung von Faserplatten, wobei Fasern mit Dampfdruck durch eine blow-line in einen Rohrtrockner gefördert werden und der Endabschnitt des Rohrtrockners als Leim-Benetzungszone ausgebildet ist. In der Leim-Benetzungszone wird durch Vergrößerung des Rohrtrockner- Strömungsquerschnitts die Transportgeschwindigkeit des Fasergemisches reduziert und eine turbulente Strömung erzeugt und durch Eindüsen zusätzlicher Luft die Turbulenz weiter erhöht.

Die EP2431144 A1 beschreibt ein Verfahren und eine Einrichtung zur Nassbeleimung von Holzfasern, wobei die Holzfasern innerhalb eines Förderrohres in einem Strom aus gesättigtem Dampf in die Beleimungszone transportiert werden.

Ziel der Erfindung ist eine Anlage bzw. ein Verfahren, das eine effiziente Verteilung des Leims auf den Faserstoff in einem Faserstoff-Dampf-Gemisch erlaubt. Es soll eine bestmögliche Chemikalien- bzw. Leimnutzung erreicht werden, mit einer geringen Verschmutzung der Innenwandung der Beleimvorrichtung, bei einem minimalen Energieverlust, d.h. einem minimalen Druckverlust in der Beleimvorrichtung.

Dies gelingt erfindungsgemäß dadurch, dass das Faserstoff-Dampf-Gemisch der Beleimvorrichtung in einer Umfangsrichtung zugeführt wird und das Faserstoff- Dampf-Gemisch in der Beleimvorrichtung eine Drallströmung um und entlang einer Achse der Beleimvorrichtung ausbildet. Typischerweise hat die Beleimvorrichtung eine im wesentlichen rotationssymmetrische Innenkontur um die Achse der Beleimvorrichtung, wobei die Rotationssymmetrieachse die Achse der Beleimvorrichtung definiert. Das Faserstoff-Dampf-Gemisch wird am Umfang in Umfangsrichtung der Beleimvorrichtung zugeführt und in Richtung der Achse der Beleimvorrichtung ausgeführt. In der Beleimvorrichtung bildet das Faserstoff-Dampf- Gemisch eine Drallströmung um und entlang einer Achse der Beleimvorrichtung aus. So wird energieeffizient, d.h. bei einem geringen Druckverlust, und vorteilhaft gegenüber Lösungen des Stands der Technik, wie z.B. einer Drallklappe, eine Drallströmung aufgeprägt. Dabei wird der Leim in einer als Zyklon ausgeführten Beleimvorrichtung auf den Faserstoff aufgebracht, wobei der Zyklon einen Eintrittsbereich, einen Konus und einen Konus-Austrittsbereich umfasst. Der Zyklon ist eine günstige Ausgestaltung einer Beleimvorrichtung, die eine im wesentlichen rotationssymmetrische Innenkontur um die Achse der Beleimvorrichtung hat. So erlaubt der Zyklon einen niedrigen Druckverlust und eine energieeffiziente Ausbildung der Drallströmung in der Beleimvorrichtung. Vorteilhafterweise umfasst der Zyklon ein Tauchrohr, wobei ein Teil des Dampfes des Faserstoff-Dampf- Gemischs über das Tauchrohr aus dem Zyklon ausgeführt werden kann. So kann Dampf mit einem hohen Energieinhalt über das Tauchrohr aus der Beleimvorrichtung bzw. dem Zyklon ausgeführt werden und effizient in der Anlage, insbesondere im Vordämpfer und/oder im Kocher, genutzt werden und erlaubt eine Energierückgewinnung. In entsprechenden Anlagen wird der Faserstoff typischerweise durch einen Vordämpfer, einen Kocher und einen mit dem Trockner über eine Blasleitung verbundenen Refiner geführt. Alternativ kann der Zyklon aber auch ohne Tauchrohr ausgeführt sein.

Eine günstige Ausgestaltung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass der Leim über ein Düsenrohr zumindest einer Düse zugeführt wird, wobei das Düsenrohr in der Nähe und in Richtung einer Symmetrieachse des Zyklons und bevorzugt entlang der Symmetrieachse des Zyklons ausgebildet ist und die zumindest eine Düse in einem faserstoffarmen Bereich, bevorzugt im Konus-Austrittsbereich, angeordnet ist. Vorteilhafterweise ist im Konusbereich und insbesondere im Konus- Austrittsbereich eine voll ausgebildete Drallströmung gegeben, wobei der Faserstoff des Faserstoff-Dampf-Gemisches an bzw. in der Nähe der Innenwandung der Beleimvorrichtung bzw. des Zyklons konzentriert ist und sinngemäß einen Faserring an der Innenwandung ausbildet. Durch Anordnung der Düse im Inneren der Drallströmung und somit in einem faserstoffarmen Bereich, z.B. entlang der Achse der Beleimvorrichtung, bevorzugt im Konus-Austrittsbereich, kann der Leim von Innen auf den Faserstoff bzw. auf den Faserring aufgebracht werden und erlaubt vorteilhafterweise eine effiziente Verteilung bzw. Aufbringung des Leims mit einer bestmöglichen Chemikalien- bzw. Leimnutzung und einer geringen Verschmutzung der Innenwand der Beleimvorrichtung. Dabei kann der Leim in Richtung der Achse der Beleimvorrichtung und / oder in Richtung einer Innenwand der Beleimvorrichtung, d.h. von innen radial nach außen in Richtung des Faserrings, versprüht werden. Ebenso vorteilhaft ist diese Anordnung der Düse im faserstoffarmen Inneren der Drallströmung, z.B. entlang der Achse der Beleimvorrichtung, im Konus- Austrittsbereich da die Düsen in einem faserstoffarmen Bereich angeordnet sind. Durch diese Anordnung außerhalb des faserstoffreichen Faserrings sind die Düsen einer weit geringeren Abrasion durch den Faserstoff ausgesetzt. Im Stand der Technik hingegen unterliegen Düsen der Abrasion durch den Faserstoff und müssen durch entsprechende Maßnahmen, z.B. kein Vorstehen bzw. Einragen der Düsen in den Strömungsraum bei Anordnung der Düsen im Wandbereich der Beleimvorrichtung, geschützt werden. Vorteilhafterweise wird der Düse bzw. den Düsen der Leim über ein Düsenrohr, das bei vorhandenem Tauchrohr durch das Tauchrohr geführt sein kann, zugeführt, wobei dies eine minimale Beeinflussung bzw. Störung der Drallströmung innerhalb der Beleimvorrichtung bzw. des Zyklons erlaubt.

Eine günstige Ausgestaltung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest einen Düse auch ein Frischdampf zugeführt wird. Bei Ausführung der Düse als Zweistoffdüse wird vorteilhafterweise Frischdampf als Treibmittel verwendet. Wie schon im Stand der Technik beschrieben können unter anderem im Refiner Schadstoffe, wie z.B. VOC (volatile organic compounds), aus dem Faserstoff gelöst bzw. in die Dampfphase übergehen. Dies führt zu einer Schadstofffracht in der Dampfphase, die im Trockner von dem zu verarbeitenden Material abgetrennt wird, und eine umweltgerechte Aufarbeitung bzw. Reinigung erfordert. Vorteilhafterweise wird Frischdampf als Treibmittel der Zweistoffdüse verwendet, wodurch der Beleimvorrichtung bzw. dem Zyklon im Konus-Austrittsbereich unbelasteter Frischdampf zugeführt wird. Bei Ausführung des Zyklons mit einem Tauchrohr kann belasteter Dampf des Faserstoff-Dampf-Gemischs durch das Tauchrohr aus der Beleimvorrichtung bzw. dem Zyklon ausgeführt werden und in der Anlage, insbesondere im Vordämpfer und/oder dem Kocher, Verwendung finden. Durch die Zugabe des Frischdampfs im Konus-Austrittsbereich kann dem Trockner ein Faserstoff-Dampf-Gemisch zugeführt werden, das eine geringere Schadstofffracht aufweist, als das Faserstoff-Dampf-Gemisch, das der Beleimvorrichtung zugeführt wird.

Eine weitere günstige Ausgestaltung des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass der Leim zumindest einer Düse im Bereich des Konus, bevorzugt im Konus- Austrittsbereich, zugeführt wird, wobei die Düse im Konus angeordnet ist. Dabei ist die zumindest eine Düse in der Wandung des Konus angeordnet und der Leim wird auf den Faserstoff bzw. auf den Faserring aufgebracht, wobei vorteilhafterweise eine effiziente Verteilung bzw. Aufbringung des Leims gegeben ist.

Ziel der Erfindung ist auch eine Anlage zum effizienten Verarbeiten von Faserstoff mit einem Refiner, der über eine Blasleitung mit einem Trockner verbunden ist, wobei in der Blasleitung eine Beleimvorrichtung angeordnet ist.

Dies gelingt erfindungsgemäß dadurch, dass die Beleimvorrichtung einen Eintrittsbereich am Umfang der Beleimvorrichtung und einen in Axialrichtung der Beleimvorrichtung ausgebildeten Austrittsbereich umfasst. Überraschenderweise erlaubt dies eine effiziente Verteilung des Leims auf den Faserstoff, wobei eine bestmögliche Chemikalien- bzw. Leimnutzung erreicht wird, da das im Eintrittsbereich am Umfang und in Umfangsrichtung der Beleimvorrichtung zugeführte Faserstoff-Dampf-Gemisch in der Beleimvorrichtung eine Drallströmung um und entlang einer Achse der Beleimvorrichtung ausbildet, wobei das Faserstoff- Dampf-Gemisch die Beleimvorrichtung in Axialrichtung durch den Austrittsbereich verlässt. Dabei ist die Beleimvorrichtung ein Zyklon, wobei der Zyklon den Eintrittsbereich, einen Konus und einen als Konus-Austrittsbereich ausgebildeten Austrittsbereich umfasst. Vorteilhafterweise verfügt der Zyklon über eine im wesentlichen rotationssymmetrische Innenkontur, wobei die Achse der Rotationssymmetrie die Achse der Beleimvorrichtung bzw. des Zyklons definiert. Das am Umfang in Umfangsrichtung der Beleimvorrichtung über den Eintrittsbereich zugeführte Faserstoff-Dampf-Gemisch bildet eine Drallströmung um und entlang der Achse der Beleimvorrichtung aus und wird in Richtung der Achse der Beleimvorrichtung über den Konus-Austrittsbereich ausgeführt. Dies erfolgt energieeffizient, d.h. bei einem geringen Druckverlust. Bei Ausgestaltung des Zyklons mit einem Tauchrohr kann auch ein Teil des Dampfes des Faserstoff-Dampf- Gemisches über das Tauchrohr aus dem Zyklon ausgeführt werden. So kann Dampf mit einem hohen Energieinhalt über das Tauchrohr aus der Beleimvorrichtung bzw. dem Zyklon ausgeführt werden und effizient in der Anlage, insbesondere im Vordämpfer und oder dem Kocher genutzt werden. Alternativ kann der Zyklon auch ohne Tauchrohr ausgeführt sein.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Anlage ist dadurch gekennzeichnet, dass der Zyklon ein Düsenrohr umfasst und das Düsenrohr in der Nähe und in Richtung einer Symmetrieachse des Zyklons ausgebildet ist, wobei das Düsenrohr bevorzugt entlang der Symmetrieachse des Zyklons (6) ausgebildet ist. Durch die Anordnung des Düsenrohrs im Inneren der Drallströmung und somit in einem faserstoffarmen Bereich, z.B. entlang der Achse der Beleimvorrichtung, kann der Leim effizient von Innen auf den Faserstoff bzw. auf den umliegenden Faserring aufgebracht werden, wobei nur eine minimale Beeinflussung der Drallströmung gegeben ist. Vorteilhafterweise ist das Düsenrohr bis in den Konus, bevorzugt in den Konus- Austrittsbereich, ausgebildet und weist zumindest eine Düse zum Aufbringen von Leim auf. Durch die Anordnung der Düse im Inneren der voll ausgebildeten Drallströmung, z.B. entlang der Achse der Beleimvorrichtung, bevorzugt im Konus- Austrittsbereich, kann der Leim von Innen auf den Faserstoff bzw. auf den Faserring aufgebracht werden und erlaubt eine Minimierung der Verschmutzung der Innenwand der Beleimvorrichtung. Durch Anordnung außerhalb des faserstoffreichen Faserrings sind die Düsen auch einer weit geringeren Abrasion durch den Faserstoff ausgesetzt. Vorteilhafterweise wird der Düse bzw. den Düsen der Leim über ein Düsenrohr, das durch das optionale Tauchrohr des Zyklons geführt ist, zugeführt, was eine minimale Beeinflussung bzw. Störung der Drallströmung innerhalb der Beleimvorrichtung bzw. des Zyklons erlaubt. Eine ebenso vorteilhafte Ausgestaltung der Anlage ist dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Düse zum Aufbringungen von Leim im Bereich des Konus, bevorzugt im Konus-Austrittsbereich, angeordnet ist, wobei die Düse in der Wandung des Konus angeordnet ist. Die zumindest eine Düse ist dabei in der Wandung des Konus angeordnet und der Leim wird auf den Faserstoff bzw. auf den Faserring aufgebracht, wobei eine Eindüsung des Leims von außen nach innen bzw. radial nach innen erfolgt.

Eine günstige Ausgestaltung der Anlage ist dadurch gekennzeichnet, dass im Zyklon ein wendelförmiger Kratzer zur Reinigung der Innenwand des Zyklons drehbar um eine Achse angeordnet ist. Allfällige Anbackungen oder Ablagerungen an der

Innenwandung des Zyklons können so kontinuierlich oder periodisch abgeschabt werden. Vorteilhafterweise wird dadurch ein länger durchgängiger Betrieb möglich bzw. der Reinigungsbedarf reduziert.

Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Fig. 1 zeigt eine Anlage zum Aufbringen von Leim auf einen Faserstoff entsprechend dem Stand der Technik.

Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Anlage zum Aufbringen von Leim auf einen Faserstoff.

Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Beleimvorrichtung. Fig. 4 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Beleimvorrichtung.

Im Detail zeigt Fig. 1 eine Anlage entsprechend dem Stand der Technik mit einem Vordämpfer 15, einem Kocher 16 und einem Refiner 2, der über eine Blasleitung 1 mit dem Trockner 4 verbunden ist, wobei zwischen Trockner 4 und Refiner 2 ein Zyklon 6 angeordnet ist. Dabei weist die Blasleitung 1 zwischen dem Zyklon 6 und dem T rockner 4 vor einer Beleimvorrichtung 3 ein Blasventil 17 und eine

Druckmesseinrichtung 19 auf. Der Zyklon 6 ist mit einem Konus 8 und einem Tauchrohr 7 ausgebildet.

Fig. 2 zeigt eine erfindungsgemäße Anlage mit einem Vordämpfer 15, einem Kocher 16 und einem Refiner 2, der über eine Blasleitung 1 mit dem Trockner 4 verbunden ist, wobei zwischen Trockner 4 und Refiner 2 eine Beleimvorrichtung 3 angeordnet ist. Dabei ist die Beleimvorrichtung 3 und vorteilhafterweise als Zyklon 6 ausgeführt und mit einem Konus 8 und einem optionalen Tauchrohr 7 ausgebildet. In Fig. 2 ist das Düsenrohr 10 durch das optionale Tauchrohr 7 geführt, wobei am Ende des Düsenrohres 10 zumindest eine Düse 11 angeordnet ist.

Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Beleimvorrichtung 3 im Detail, wobei diese vorteilhafterweise als Zyklon 6 ausgeführt ist. Der Zyklon 6 umfasst einen Eintrittsbereich 20, einen Konus 8, einen als Konus-Austrittsbereich 9 ausgestalteten Austrittsbereich 13, sowie ein optionales Tauchrohr 7. Durch den Eintrittsbereich 20 wird das Faserstoff-Dampf-Gemisch der Beleimvorrichtung 3 in Umfangsrichtung zugeführt, wodurch das Faserstoff-Dampf-Gemisch im Zyklon 6 eine Drallströmung um und entlang der Achse 5 des Zyklons 6 ausbildet. Innerhalb des optionalen Tauchrohres 7 ist eine Düsenrohr 10 angeordnet, wobei das Düsenrohr 10 bis in den Konus 8, bevorzugt in den Konus-Austrittsbereich 9, ausgebildet sein kann und durch das Düsenrohr 10 der Leim der mindestens einen Düse 11 zugeführt wird. Die so im Inneren der Drallströmung angeordnete Düse 11 bringt den Leim auf den Faserstoff auf, wobei der Leim in Richtung der Achse 5 und / oder in Richtung der Innenwand der Beleimvorrichtung 3 und insbesondere von innen radial nach außen in Richtung des sich an der Innenwand des Konus 8 ausbildenden Faserrings versprüht wird. Die mindestens eine Düse 11 kann alternativ oder zusätzlich auch im Bereich der Wandung des Konus 8, bevorzugt im Konus-Austrittsbereich 9, angeordnet sein. So kann der Leim auf den Faserstoff aufgebracht werden, wobei eine Eindüsung des Leims dann von außen nach innen bzw. radial nach innen erfolgt. Der Dampf des Faserstoff-Dampf-Gemisches, der eine Schadstoffbelastung aufweisen kann, kann kontinuierlich durch das optionale Tauchrohr 7 aus der Beleimvorrichtung 3 ausgetragen und in der Anlage, insbesondere im Vordämpfer 15 und/oder dem Kocher 16, Verwendung finden. Vorteilhafterweise wird Frischdampf als Treibmittel in einer beispielsweise als Zweistoffdüse ausgeführten Düse 11 verwendet und so Frischdampf in den Zyklon 6 eingebracht, wobei das dann dem Trockner 4 zugeführte Faserstoff-Dampf-Gemisch eine geringere Schadstofffracht aufweist, als das dem Zyklon 6 zugeführte Faserstoff-Dampf-Gemisch. Im Zyklon 6 kann zudem ein wendelförmiger Kratzer 14 zur Reinigung der Innenwand des Zyklons 6 drehbar um die Achse 5 angeordnet sein. Fig. 4 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Beleimvorrichtung 3 im Detail, wobei diese vorteilhafterweise als Zyklon 6 ohne Tauchrohr ausgeführt ist. Der Zyklon 6 umfasst einen Eintrittsbereich 20, einen Konus 8, einen als Konus-Austrittsbereich 9 ausgestalteten Austrittsbereich 13. Durch den Eintrittsbereich 20 wird das Faserstoff- Dampf-Gemisch der Beleimvorrichtung 3 in Umfangsrichtung zugeführt, wodurch nachfolgend das Faserstoff-Dampf-Gemisch im Zyklon 6 eine Drallströmung um und entlang der Achse 5 des Zyklons 6 ausbildet. Das Düsenrohr 10 ist bis in den Konus 8, bevorzugt in den Konus-Austrittsbereich 9, ausgebildet und durch das Düsenrohr 10 wird der Leim der mindestens einen Düse 11 zugeführt. Die vorliegende Erfindung bietet zahlreiche Vorteile gegenüber dem Stand der Technik. Sie erlaubt eine effiziente Verteilung des Leims, wobei ein minimaler Chemikalien- bzw. Leimeinsatz zu einem optimalen Ergebnis führt. Zudem ist erfindungsgemäß nur eine minimale Verschmutzung der Innenwandung der Beleimvorrichtung bzw. des Zyklons durch Leim gegeben. Die Erfindung erlaubt zudem eine hohe thermische Effizienz der Anlage, da aus der Beleimvorrichtung Dampf zur weiteren Verwendung ausgetragen werden kann. Ebenso erlaubt die erfindungsgemäße Beleimvorrichtung eine eventuell im Faserstoff-Dampf-Gemisch vorhandene Schadstofffracht vor Einbringung in den Trockner zu reduzieren. Zudem wird die Drallströmung in der Beleimvorrichtung mit einem minimalen Druckverlust eingestellt. Abschließend erlaubt die Erfindung eine optimale Anordnung der Düsen, wobei die Düsen nur einer minimalen Abrasion durch den zu beleimenden Faserstoff ausgesetzt sind.