Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
PLANT-PROTECTING SUBSTITUTED ISOXAZOLINES, ISOXAZOLES, ISOTHIAZOLINES AND ISOTHIAZOLES, PROCESS FOR PRODUCING THEM AND THEIR USE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1991/018907
Kind Code:
A1
Abstract:
Compounds of formula (I): (R?1�)(R?2�)(R?3�)Si-A-Het-B-CO-Z, in which Het is an isoxazole, isoxazoline, isothiazole or isothiazoline-3,5-diyl residue, A and B stand for a bond or alkylene, R?1�, R?2� and R?3� stand for possibly substituted, possibly unsaturated alkyl or possibly phenylalkyl or phenyl, Z stands for OH, OR, where R = saturated or unsaturated, possibly substituted alkyl or possibly substituted phenyl or benzyl or trialkylsilylmethoxy, possibly substituted phenylamino or oxazolinyl or amino, mono- or dialkylamino or -hydrazino, cycloalkylamino, NH�2?NH�2?, pyridino, morpholino, dimethylmorpholino, a residue of formula -ON=CR?4�R?5� or O-CHR?7�-CO-OR?6� in which R?4� and R?5� stand for alkyl and/or R?4�CR?5� cycloalkyl and R?6� and R?7� stand for H or a saturated or unsaturated acyclic hydrocarbon residue, are suitable for protecting crops from the phytotoxic side effects of herbicides.

Inventors:
LOEHER HEINZ-JOSEF (DE)
BAUER KLAUS (DE)
BIERINGER HERMANN (DE)
Application Number:
PCT/EP1991/000989
Publication Date:
December 12, 1991
Filing Date:
May 29, 1991
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
HOECHST AG (DE)
International Classes:
A01N25/32; A01N55/00; A01N55/10; C07F7/08; C07F7/10; (IPC1-7): A01N55/00; C07F7/08
Foreign References:
US3274210A1966-09-20
EP0249015A11987-12-16
Attorney, Agent or Firm:
HOECHST AKTIENGESELLSCHAFT (DE)
Download PDF:
Claims:
PATENTANSPRÜCHE
1. Verbindungen der Formel (I) und deren Salze (R1)(R2)(R3)SiAHetBC0Z (I) worin Het ein divalenter heterocyclischer Rest auε der Gruppe lεothiazoline, sothiazole bzw. Isoxazole, soxazoline der Formeln (la) biε (Id), (la) (Ib) (Ic) (Id) in denen X ein Sauerεtoff oder Schwefelatom bedeutet, A und B unabhängig voneinander jeweils eine einfache Bindung oder C^C^Alkylen, daε unεubεtituiert oder ein oder mehrfach durch C1C4Alkyl substituiert ist, R1. R2, R3 unabhängig voneinander Alkyl, Alkenyl, Alkinyl oder Cycloalkyl, wobei die letztgenannten vier Reεte unεubεtituiert oder ein oder mehrfach durch Reεte auε der Gruppe Alkoxy, Alkylthio, Mono oder Dialkylamino, Alkoxycarbonyl, Alkylcarbonyloxy, Cyano und Halogen substituiert sind, ferner Phenylalkyl oder Phenyl, die jeweilε im Phenylreεt unεubεtituiert oder ein oder mehrfach durch Reεte aus der Gruppe Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Mono und Dialkylamino, Alkoxycarbonyl, Cyano und Halogen εubεtituiert sind, Z Hydroxy oder Alkoxy, Alkenyloxy, Alkinyloxy, Alkylthio, Cycloalkoxy, Phenoxy oder Benzyloxy, wobei die 7 letztgenannten Reεte unεubεtituiert oder ein oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe Alkoxy, Alkylthio, Mono und Dialkylamino, Phenyl, subεtituierteε Phenyl, Cyano, Halogenalkyl, Halogenalkoxy und Halogen substituiert sind, ferner Trialkylsilylmethoxy, einen Rest der Formel (le) oder (If) de) (If) worin R Waεεerεtoff oder Alkyl bedeutet, Z~ unabhängig voneinander Halogen, Halogenalkyl, Halogenalkoxy, Alkyl, Alkoxy oder Alkylthio bedeutet und n eine ganze Zahl von 0 bis 5 iεt, ferner Amino, Mono oder Dialkylamino, Cycloalkylamino, Hydrazino, Alkyl oder Dialkylhydrazino, Pyridino, Morpholino, Dimethylmorpholino, einen Reεt der Formel (Ig), R4 0 N = c R* (ig) worin 4 und ^ unabhängig voneinander Alkylreste bedeuten oder R4 und R5 gemeinεam mit dem sie verknüpfenden CAtom einen Cycloalkylrest bilden, ferner einen Reεt der Formel (Ih), (Ih) worin R6 und R unabhängig voneinander für Wasserstoff oder einen gesättigten oder ungesättigten acyclischen Kohlenwasserstoffrest stehen, bedeuten.
2. Verbindungen und deren Salze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Z Hydroxy, C^CgAlkoxy, C2C6Alkenyloxy, C2CßAlkinyloxy, C^CgAlkylthio, C CgCycloalkoxy, Phenoxy oder Benzyloxy, wobei die 7 letztgenannten Reste unsubstituiert oder ein oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe C1C4Alkoxy, Mono oder Di (Cj_C4alkyl)amino, ^C^ Alkylthio, C]_C4Halogenalkyl, Cj_C4Halogenalkoxy, Cyano und Halogen substituiert sind, oder Z ferner Tri(C1C4alkyl)silylmethoxy, ferner einen Rest der genannten Formel (Ie) oder (If), worin jeweils R Wasserstoff oder (Cj_C^.)Alkyl bedeutet, Z1 Halogen ist und n 0, 1, 2, 3, 4 oder 5 ist, oder Z ferner Amino, Mono oder Di (C^C^alkyl)amino, 5Cg Cycloalkylamino, Hydrazino, Piperidino, Morpholino oder 2,6Dimethylmorpholino, einen Rest der genannten Formel (Ig), worin R4 und R5 unabhängig voneinander bedeuten oder R und R gemeinsam mit dem sie verknüpfenden CAtom einen 5, 6 oder 7gliedrigen Cycloalkylreεt bilden, oder Z oder einen Rest der genannten Formel (Ih), worin R f> und R7 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder Cj_Cgalkyl, C CgAlkyl oder C C6Alkinyl stehen, bedeuten.
3. Verbindungen und deren Salze nach Anspruch 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, daß R , R , R3 unabhängig voneinander C^C^gAlkyl, C C18Alkenyl, C2C18Alkinyl oder C3CgCycloalkyl, wobei die.
4. letztgenannten Reεte unsubstituiert oder ein ≤) oder mehrfach durch Reεte aus der Gruppe C^C^Alkyl, C^C^,Alkylthio, Mono oder Di (Cj_C4alkyl)amino, (Cj_C4Alkoxy)carbonyl, (C[_C4Alkyl)carbonyloxy, Cyano und Halogen substituiert εind, ferner Phenyl (C^C^.alkyl) oder Phenyl, wobei die letztgenannten 2 Reste unsubstituiert oder ein oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe C~ C^ lkyl, C^C^Alkoxy, C^C^Alkylthio, Mono und Di (C^C^alkyl)amino, Cyano und Halogen subεtituiert εind.
5. 4 Verbindungen und deren Salze nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Z Hydroxy, C^C^Alkoxy, C2C4Alkenyloxy, C2C^Alkinyloxy, C^C^Alkylthio, Phenoxy oder Benzyloxy, wobei die letztgenannten 6 Reεte unsubstituiert oder ein oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe Cj_C4Alkyl, ^C^ Alkoxy, ηC^.Alkylthio, Mono oder Di (C^C^alkyl)amino, Cyano und Halogen εubεtituiert εind, ferner Tri alkyl)silylmethoxy einen Rest der genannten Formel ( e) oder (If), worin R Wasserstoff oder Cj_C^Alkyl Z1 Halogen und n 0.
6. sind, ferner Mono und Di (C^C^alkyl)amino, CgCgCycloalkylamino, einen Rest der genannten Formel (Ih), worin R6 für Cj_C4Alkyl, C2C4Alkenyl oder C2CgAlkinyl und R' für Wasserstoff oder Methyl stehen, bedeutet.
7. 5 Verbindungen und deren Salze nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß A eine direkte Bindung oder C]_C2Alkylen, vorzugsweise eine direkte Bindung oder CH2, und B eine direkte Bindung oder CLC2Alkylen, vorzugsweise eine direkte Bindung oder CH2, bedeuten.
8. 6 Verfahren .zur Herstellung «iner nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5 definierten Verbindung der Formel (I) oder deren Salze, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel (II) oder (III), (R1)(R2)(R3)SiACH=CH2 (II) (R1)(R2)(R3)SiAC£CH (III) worin R 1, R2, R3J und A die bei Formel (I) angegebenen Bedeutungen haben, mit einem Nitriloxid der Formel (IV), worin Z und B die bei Formel (I) angegebenen Bedeutungen haben, umsetzt oder daß man eine Verbindung der Formel (V) oder (VI) H2C = CH B CO 2 (V) HC ≡ C B CO 2 (VI) worin B und 2 die bei Formel (I) angegebenen Bedeutungen haben, mit einer Verbindung der Formel (VII), (RX)(R2) (R3)S Ac(+) :N0<) (VII) worin R1, R2, R und A die oben bei Formel (I) genannten Bedeutungen haben, umsetzt.
9. "Pflanzenschützende oder pflanzenwachεtumεregulierende Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß sie Verbindungen der Formel (I) oder deren Salze nach einem oder mehreren der Anεprüche 1 biε 5 und inerte Zuεatzstoffe oder Formulierungεhilfεmittel enthalten.
10. Selektive herbizide Mittel, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein oder mehrere Herbizide in Kombination mit nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5 definierten Verbindungen der Formel (I) oder deren Salze, enthalten.
11. Mittel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sie alε Herbizide ein oder mehrere Wirkstoffe aus der Gruppe, enthaltend Carbamate, Thiocarbamate, Halogenacetanilide, substituierte Phenoxy, Naphthoxy, Phenoxyphenoxy, Benzyloxyphenoxy und Heteroaryloxyphenoxy carbonεäurederivate und Cyclohexandionderivate, enthalten.
12. Verfahren zur selektiven Bekämpfung von unerwünschte Pflanzen in Nutzpflanzenkulturen, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Herbizid in Kombination mit nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5 definierten Verbindungen der Formel (I) oder deren Salze auf die Pflanzen, Fflanzensamen oder die Anbaufläche appliziert.
13. Verfahren zum Schutz von Nutzpflanzen gegen phytotoxiεche Nebenwirkungen von Herbiziden, dadurch gekennzeichnet, daß man Herbizide in Kombination mit nach einem oder mehreren der Anεprüche 1 biε 5 definierten Verbindungen der Formel (I) oder deren Salze auf die Pflanzen, Pflanzenεamen oder die Anbaufläche appliziert.
14. Verwendung von nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5 definierten Verbindungen der Formel (I) oder deren Salze zum Schutz gegen von Nutzpflanzen phytotoxische Nebenwirkungen von Herbiziden.
Description:
Beschreibung

Pflanzenschützende substituierte Xsoxazoline, Isoxazole, Iβothiazoline und Xsothiazole sowie Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung

Die Erfindung betrifft Safener oder Antidote, die in Kombination mit Herbiziden die'Phytotoxizitfit der Herbizide bei Kulturpflanzen herabsetzen können.

Gegenstand der Erfindung sind pflanzen»chützende Verbindungen der allgemeinen Formel (I) oder deren Salze

(R 1 )(R 2 )(R 3 )Si-A-Het-B-CO-2 (I)

worin

Het ein divalenter heterocyclischer Rest aus der Gruppe

Xsothiazoline, Isothiazole bzw. Isoxazole, Xsoxazoline der Formeln (la) bis (Xd),

-OX-Nr N-VX -OX-N ON-X

(la) (Ib) (Ic) (Id)

in denen

X ein Sauerstoff- oder Schwefelatom bedeutet,

A und B unabhängig voneinander jeweils eine einfache

Bindung oder C^-Cg-Alkylen, das unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch C j -C^-Alkyl substituiert ist,

R 1 , R 2 , R 3 unabhängig voneinander Alkyl, Alkenyl, Alkinyl oder Cydoalkyl, wobei die letztgenannten vier Reste unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe Alkoxy, Alkylthio, Mono- oder Dialkylamino,

Alkoxycarbonyl, Alkylcarbonyloxy, Cyano und Halogen substituiert sind, erner.Phenylalkyl oder Phenyl, die jeweils im Fhenylrest unsubstituiert oder «in- oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe Alkyl, Alkoxy, Alkylthio, Mono- und Dialkylamino, Alkoxycarbonyl, Cyano und Halogen substituiert sind,

Hydroxy oder Alkoxy, Alkenyloxy, Alkinyloxy, Alkylthio, Cycloalkoxy, Phenoxy oder Benzyloxy, wobei die 7 letztgenannten Reste unsubstituiert oder sin- oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe Alkoxy, Alkylthio, Mono- und Dialkylamino, Phenyl, substituiertes Phenyl, Cyano, Halogenalkyl, Halogenalkoxy und Halogen substituiert sind, ferner Trialkylsilylmethoxy, einen Rest der Formel (Xe) oder (If)

(Ie) (If)

worin R Wasserstoff oder Alkyl bedeutet, Z~ unabhängig voneinander Halogen, Halogenalkyl, Halogenalkoxy, Alkyl,

Alkoxy oder Alkylthio bedeutet und n eine ganze Zahl von 0 bis 5 ist, oder ferner Amino, Mono- oder Dialkylamino, Cycloalkylamino,

Hydrazino, Alkyl- oder Dialkylhydrazino, Pyridino,

Morpholino, Dimethylmorpholino, einen Rest der Formel (Xg),

(ig)

worin R und R 5 unabhängig voneinander Alkylreste bedeuten oder R 4 und R 5 gemeinsam mit dem sie verknüpfenden C-Atom einen Cycloalkylreεt bilden, ferner einen Rest der Formel (Ih),

(Ih)

worin R und R 7 unabhängig voneinander für Wasserstoff . oder einen gesättigten oder ungesättigten acycliεchen Kohlenwasserεtoffrest εtehen, bedeuten.

In der Formel (I) können Alkyl-, Alkoxy-, Haloalkyl- , Haloalkoxy- , Alkylamino- und Alkylthioreste im Alkylteil sowie die entsprechenden ungesättigten und/oder substituierten Reste im Kohlenwasεerstoffteil jeweilε geradkettig oder verzweigt sein. Alkylreste, auch in den zusammengesetzten Bedeutungen wie Alkoxy, Haloalkyl usw. , bedeuten beispielsweise Methyl, Ethyl, n- und i-Propyl, n- , i- , t- und 2-Butyl, die isomeren Pentyl- , Hexyl- , Heptyl- , Octyl- , Nonyl- , Decyl- , Undecylund Dodecylreste εowie die längerkettigen Fettalkylreste mit bis zu 24 C-Atomen. Alkenyl- und Alkinylreste haben die Bedeutung der den Alkylreεten entsprechenden möglichen ungesättigten Reste, vorzugsweise {^- C^ )-Alkenyl- und -Alkinylreste. Halogen bedeutet Fluor, Chlor, Brom oder Jod, vorzugεweiεe Fluor, Chlor oder Brom, insbesondere Fluor oder Chlor.

Im Falle Z = OH können die Verbindungen der Formel (I) Salze bilden. Erfindung-gemäß einsetzen lasεen εich die in der Landwirtschaft verwendbaren Salze. Als solche kommen beispielsweise Metallεalze wie Alkali- oder Erdalkaliεalze, insbesondere Natrium- oder Kaliumsalze, Ammoniumsalze oder substituierte Ammoniumsalze, die 1- bis 4-fach durch Alkyl-

und/oder Alkanolreste mit vorzugsweise bis zu 4 C-Atomen substituiert sind, in Frage.

Ferner erfaßt Formel (I) auch alle Stereoisomeren und deren Gemische, insbesondere auch reine Enantio ere und deren Gemische (z.B. Racemate) . Stereoisomere können vor allem auftreten, wenn asymmetriεche C-Atome oder geeignet εubstituierte Doppelbindungen in der Formel (I) vorhanden sind. Ein asymmetrisches C-Atom ist beiεpielεweiεe das an dem Sauerεtoffatom im Isoxazolinring gebundene C-Atom.

Von besonderem Interesse sind erfindungεgemäße pflanzenschützende Verbindungen der Formel (I) oder deren Salze, worin

Z Hydroxy, C^-Cg-Alkoxy, 2~ g-Alkenyloxy, C^-Cg-Alkinyloxy, -^- g-Alkylthio, C -Cg-Cycloalkoxy, Phenoxy oder Benzyloxy, wobei die 7 letztgenannten Reste unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe C^-C^.-Alkoxy, Mono- oder Di-(C-^-C^-alkyl)-amino, C-_-C^- Alkylthio, C^-C^-Halogenalkyl, ^- ^-Halogenalkoxy, Cyano und Halogen substituiert sind, oder

Z ferner TriCC^-C^-alkyl)-εilylmethoxy, ferner einen Rest der genannten Formel (Ie) oder (If), worin jeweils R Wasserstoff oder (C-^-C^)Alkyl bedeutet, Z 1 Halogen ist und n 0, 1, 2 , 3, 4 oder 5 ist, oder

Z ferner Amino, Mono- oder Di- (C^- ^-alkyl)-amino, C^-Cg- Cycloalkylamino, Hydrazino, Piperidino, Morpholino oder 2,6-Dimethylmorpholino, einen Rest der genannten Formel (Ig), worin R 4 und R 5 unabhängig voneinander C^-C^-Alkyl bedeuten oder R und R 2 gemeinsam mit dem sie verknüpfenden C-Atom einen 5-, 6- oder 7-gliedrigen Cycloalkylreεt bilden, oder

Z einen Rest der genannten Formel (Ih), worin R° und R 7 unabhängig voneinander für Waεεerstoff oder C- j _- 6 -alkyl, C2~ g-Alkyl oder C2-C & -Alkinyl stehen, bedeuten.

-T

Von besonderem Intereεεe εind erfindungsgemäße Verbindungen der Formel (I) oder deren Salze, worin R 1 , R 2 , R 3 unabhängig voneinander C^-C 18 -Alkyl, C2~C g-Alkenyl, 2- 18 -Alkinyl oder C3-Cg-Cycloalkyl, wobei die 4 letztgenannten Reste unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe C^-C^-Alkyl, C-^-C^-Alkylthio, Mono- oder Di-(C- j _-C 4 - alky1)- mino, ( ^-C^-Alkoxy)-carbonyl, (C^-C^-Alkyl)- carbonyloxy, Cyano und Halogen substituiert εind, ferner Phenyl- (C^-C^-alkyl) oder Phenyl, wobei die letztgenannten 2 Reste unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe C-^-C^-alkyl, C^-C^-Alkoxy, C^-C^-Alkylthio, Mono- und Di- (Cη-C^-alkyl)-amino, Cyano und Halogen substituiert sind.

Bevorzugt sind erfindungsgemäße Verbindungen der Formel (I) oder deren Salze, worin

Z Hydroxy, C^-C^-Alkoxy, C 2 -C 4 -Alkenyloxy, C 2 -C 4 -Alkinyloxy, C^-C^.-Alkylthio, Phenoxy oder Benzyloxy, wobei die letztgenannten 6 Reste unsubstituiert oder ein- oder mehrfach durch Reste aus der Gruppe C- j _-C 4 -Alkyl, C- j _-C 4 - Alkoxy, C^-C^.-Alkylthio, Mono- oder Di- (C^-C^-alkyl)- amino, Cyano und Halogen subεtituiert εind, ferner Tri- (C- j _-C2~alkyl)-εilylmethoxy, einen Rest der genannten Formel (Ie) oder (If), worin R Waεεerεtoff oder C η - 4 -Alkyl ist; Z Halogen und n 0-5 sind, ferner Mono- und Di- (C^-C^-alkyl)-amino, Cc-Cc-Cycloalkylamino, einen Reεt der genannten Formel (Ih), worin R 6 für C- j _-C 4 -Alkyl, C2-C 4 -Alkenyl oder C2-Cg-Alkinyl und R' für Wasserεtoff oder Methyl stehen, bedeutet.

Bevorzugt εind auch erfindungsgemaße Verbindungen der Formel (I) und deren Salze, worin

A eine direkte Bindung oder C^-C^-Alkylen, vorzugsweise eine direkte Bindung oder CH2, und

i B eine direkte Bindung oder C^-C^-Alkylen, vorzugsweise eine direkte Bindung oder CH 2 , bedeuten.

Bevorzugt sind ebenfalls erfindungsgemäfie Verbindungen der

Formel (X) oder deren Salze, worin

R1, R2, R3 J unabhängig voneinander C^-Cg-Alkyl, insbesondere Methyl, Ethyl, n- oder i-Propyl, »-, i-, t- oder 2-Butyl, Pentyl, n-, i- und 2-Hexyl, Phenyl oder Benzyl bedeuten.

Besonders bevorzugt sind erfindungsgemäfie Verbindungen der Formel (I), in der A, B, Z, Z 1 , n, R, R 1 , R 2 , R 3 und X jeweils für bevorzugt genannte Bedeutungen stehen.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist auch ein Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der Formel (X) und deren Salze, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel (II) oder (III)

(R 1 )(R 2 )(R 3 )Si-A-CH=CH 2 (II) (R 1 )(R 2 )(R 3 )Si-A-C≡CH (III)

worin R^, R 2 , und A die bei Formel (I) angegebenen Bedeutungen haben, mit einem Nitriloxid der Formel (IV),

worin Z und B die bei Formel (X) angegebenen Bedeutungen haben, umsetzt oder daß man eine Verbindung der Formel (V) oder (VI),

H 2 C = CH - B - CO - Z (V) HC £ C - ε - CO - Z (VI)

worin B und Z die bei Formel (I) angegebenen Bedeutungen haben, mit einer Verbindung der Formel (VII)

worin R , R 2 , R 3 und A die oben bei Formel (I) genannten Bedeutungen haben, umεetzt.

Alε Löεungεmittel für die Umsetzungen eignen sich unpolare organische Löεungεmittel, z.B. Ether wie Diethylether oder THF. Die Umsetzungen können aber auch ohne Lösungsmittel durchgeführt werden.

Die Auεgangsverbindungen der Formeln (II) und (VII) sind literaturbekannt (vgl. J. Org. Chem. 5, 1160 (i960); J. Med. Chem. 37 (1974), 549-552; J. Chem. Soc. Che .. Co mun. 1984, 968-969; Can. J. Chem. 41, 2980 (1963), J. Am. Chem. Soc. 9_5, 6152 (1973), Fieser u. Fieser in Reagentε for Organic Synthesis H), 6 u. 1_1, 16; und jeweils dort genannte Zitate) oder laεsen sich analog den bekannten Verbindungen herstellen.

Die Verbindungen der Formel (I) reduzieren oder unterbinden phytotoxiεche Nebenwirkungen, die beim Einsatz von Herbiziden in Nutzpflanzenkulturen auftreten können.

Die Verbindungen der Formel (I) und die herbiziden Wirkεtoffe können zusammen oder in beliebiger Reihenfolge nacheinander auεgebracht werden. Die Verbindungen der Formel (I) εind dann in der Lage, εchädliche Nebenwirkungen der Herbizide bei Kulturpflanzen zu vermindern oder völlig aufzuheben, ohne die Wirkεa keit dieεer Herbizide gegen Schadpflanzen zu beeinträchtigen.

Hierdurch kann das Einsatzgebiet herkömmlicher Pflanzenschutzmittel ganz erheblich erweitert werden. Solche Verbindungen, die die Eigenschaft besitzen, Kulturpflanzen gegen phytotoxische Schäden durch Herbizide zu schützen, werden "Antidote" oder "Safener" genannt.

Herbizide, deren phytotoxische Nebenwirkungen mittels der Verbindungen der Formel (X) herabgesetzt werden können, sind z.S. Carbamate, Thiocarbamate, Halogenacetanilide, substituierte Phenoxy-, Naphthoxy-, Phenoxyphenoxy- , Benzyloxyphenoxy- und Heteroaryloxyphenoxy-carbonsäurederivate sowie Cyclohexandionderivate. Heteroaryloxy-phenoxycarbonsäure- derivate εind z.B. Chinolyloxy-, Chinoxalyloxy-, Pyridyloxy-, Benzoxazolyloxy-, Benzthiazolyloxy-phenoxy- carbonsäureester. Bevorzugt sind Phenoxyphenoxy- und Heteroaryloxyphenoxycarbonεäureester. Als Ester kommen hierbei insbesondere niedere Alkyl-, Alkenyl- und Alkinyleεter in Frage.

Beispielsweise seien, folgende Herbizide genannt, ohne daß dadurch eine Beschränkung erfolgen soll:

A) Herbizide vom Typ der Phenoxyphenoxy-, Benzylphenoxy- und Heteroaryloxy-phenoxycarbonsäure-(C^-C^ alkyl-,

- (C 2 -C 4 )alkenyl- und -(C 3 -C 4 )alkinylester, wie

2- (4- (2,4-Dichlorphenoxy)-phenoxy)-propionsäuremethylester,

2- (4-(4-εrom-2-chlorphenoxy)-phenoxy)-propionεäuremethylest er,

2-(4- (4-Trifluormethylphenoxy)-phenoxy)-propionsäuremethylester,

2- (4-(2-Chlor-4-trifluormethylphenoxy)-phenoxy)- propionsäuremethylester, 2-(4-(2,4-Dichlorbenzyl)-phenoxy)- propionsäuremethylester,

4_(4_ (4-Trifluormethylphenoxy)-phenoxy)-pent-2-βn- εäureethylester, 2-(4-(3,5-Dichlorpyridyl-2-oxy)-phenoxy)- propionεäureethylester, 2-(4-(3,5-Dichlorpyridyl-2-oxy)- phenoxy)-propionsäurepropargylester,

2- (4- (6-Chlorbenzoxazol-2-yl-oxy)-phenoxy)- , propionεäureethylester, 2- (4- (3-Chlor-5-trifluormethyl-2- , pyridyloxy)-phenoxy)-propionεäuremethyleεter, 2- (4- (5-Trifluormethyl-2-pyridyloxy)-phenoxy)- propionsäurebutylester, 2- (4- (3-Fluor-5-chlorpyridyl-2-oxy)^ phenoxy)-propionεäuremethyleεter, 2- (4- (3-Fluor-5- chlorpyridyl-2-oxy)-phenoxy)-propionεäurepropargyleεter, 2- (4- (6-Chlor-2-chinσxalyloxy)phenoxy)- propionsäuremethylester, 2- (4- (6-Fluor-2-chinoxalyloxy) phenoxy)-propionεäuremethylester, 2- (4- (6-Chlor-2- chinolyloxy)-phenoxy)-propionεäuremethyleεter, 2- (4- (5-Chlor-3-fluorpyridin-2-yloxy)-phenoxy)- thiopropionεäure-5-methoxycarbonylmethyleεter,

B) Chloracetan lid-Herbizide wie N-Methoxymethyl-2,6-diethyl-chloracetanilid,

N- (3'-Methoxyprop-2'-yl)-methyl-6-ethyl-chloracetanilid, N- (3-Methyl-1,2,4-oxdiazol-5-yl-methyl)-chloreεεigεäure- 2,6-dimethylanilid,

C) Thiocarbamate wie

S-Ethyl- ,N-dipropylthiocarbamat oder S-Ethyl-N,N- diiεobutylthiocarba at,

D) Cyclohexandion-Derivate wie

Methyl-3- (1-allyloxyimino)butyl-4-hydroxy-6,6-dimethyl-

2-oxocyclohex-3-encarboxylat

2- (N-Ethoxybutyrimidoyl)-5- (2-ethylthiopropyl)-3-hydroxy-

2-cyclohexen-1-on,

2- (N-Ethoxybutyrimidoyl)-5- (2-phenylthiopropyl)-3-hydroxy-

2-cyclohexen-1-on,

2- (1-Allyloxyiminobutyl)-4-methoxycarbonyl-5,5-dimethyl-3- oxocyclohexenol, 2- (1- (3-Chlorallyloxy)-iminobutyl)-5- (2-ethylthio)propyl)-

3-hydroxy-cyclohex-2-enon

10

2-(1-(Ethoxyimino)-butyl)-3-hydroxy-5-(thian-3-yl)- cyclohex-2-enon oder

2-(1-Ethoxyiminopropy1)-5-(2,4,6-trimethylphenyl)-3- hydroxy-2-cyclohexen-1-on.

Das Mengenverhältnis Safener:Herbizid kann innerhalb weiter Grenzen, vorzugsweise im Bereich zwischen 1:10 und 10:1, insbesondere zwischen 2:1 und 1:10, liegen. Die jeweils optimalen Mengen an Herbizid und Safener sind abhängig vom Typ des verwendeten Herbizids oder vom verwendeten Safener sowie von der Art des zu behandelnden Pflanzenbestandes und laε en sich von Fall zu Fall durch entsprechende Versuche ermitteln.

Haupteinεatzgebiete für die Anwendung der Safener sind vor allem Getreidekulturen (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer), Reis, Mais, Sorghum, aber auch Baumwolle, Zuckerrübe, Zuckerrohr und Sojabohne.

Die Safener der Formel (I) können je nach ihren Eigenschaften zur Vorbehandlung des Saatgutes der Kulturpflanze (Beizung der Samen) verwendet werden oder vor der Saat in die Saatfurchen eingebracht werden oder zusammen mit dem Herbizid vor oder nach dem Auflaufen der Pflanzen angewendet werden. Vorauflaufbehandlung schließt sowohl die Behandlung der Anbaufläche vor der Aussaat als auch die Behandlung der angesäten, aber noch nicht bewachsenen Anbauflächen ein. Bevorzugt ist die gemeinsame Anwendung mit dem Herbizid. Hierzu können Tankmisehungen oder Fertigformulierungen eingesetzt werden.

Die benötigten Aufwandmengen der Verbindungen der Formel (X) können je nach Indikation und verwendetem Herbizid innerhalb weiter Grenzen schwanken und variieren im allgemeinen zwischen 0,01 und 10 kg Wirkstoff je Hektar.

Gegenstand der vorliegenden Erfindung iεt.deεhalb auch ein Verfahren zum Schutz von Kulturpflanzen vor phytotoxischen Nebenwirkungen von Herbiziden, das dadurch gekennzeichnet iεt, daß eine wirkεame Menge einer Verbindung der Formel (I) vor, nach oder gleichzeitig mit dem Herbizid auf die Pflanzen, Pflanzenεamen oder die Anbaufläche appliziert wird.

Darüber hinauε weiεen die erfindungsgemäßen Verbindungen wachstumεregulatoriεche Eigenεchaften bei Kulturpflanzen auf. Sie greifen regulierend in den pflanzeneigenen Stoffwechsel ein und können damit zur Ernteerleichterung wie z.B. durch Auslösen von Deεikkation, Abεziεεion und WuchsStauchung eingesetzt werden. Des weiteren eignen sie εich auch zur generellen Steuerung und Hemmung von unerwünεchtem vegetativen Wachεtum, ohne dabei die Pflanzen abzutöten. Eine Hemmung deε vegetativen Wachstums spielt bei vielen mono- und dikotylen Kulturen eine große Rolle, da das Lagern hierdurch verringert oder völlig verhindert werden kann.

Die Verbindungen der Formel {I) oder deren Kombination mit einem oder mehreren der genannten Herbizide bzw. Herbizidgruppen können auf verschiedene Art formuliert werden, je nachdem welche biologischen und/oder chemisch¬ physikalischen Parameter vorgegeben sind. Als Formulierungsmöglichkeiten kommen beispielεweiεe in Frage: Spritzpulver (WP), emulgierbare Konzentrate (EC) , waεεerlöεliche Pulver (SP), wasserlösliche Konzentrate (SL), konzentrierte Emulsionen (EW) wie Öl-in-Wasεer und Wasser-in-Öl-Emulεionen, verεprühbare Löεungen oder Emulεionen, Kapεelεuεpenεionen (CS) Diεperεionen auf Öl- oder Wasεerbaεis (SC), Suspoemulεionen,

Suεpensionskonzentrate (SC), Stäubemittel (DP), olmischbare Lösungen (OL) , Beizmittel, Granulate (GR) in Form von Mikro- , Sprüh-, Aufzugs- und Adsorptionε-Granulaten, Boden¬ bzw. Streugranulate (FG) , wasserlösliche Granulate (SG) , waεεerdispergierbare Granulate (WG) , ULV-Formulierungen, Mikrokaυseln und Wachse.

Diese einzelnen Formulierungstypen εind im Prinzip bekannt und werden beiεpielsweise beschrieben in: Winnacker-Küchler, "Chemische Technologie", Band 7, C. Hauser Verlag München, 4. Aufl. 1986; van Valkenburg, "Peεticideε Formulationε", Marcel Dekker N.Y. , 2nd Ed. 1972-73; K. Martenε, "Spray Drying Handbook", 3rd Ed. 1979, G. Goodwin Ltd. London.

Die notwendigen Formulierungεhilfε ittel wie Inertmaterialien, Tenεide, Löεungsmittel und weitere Zusatzstoffe sind ebenfallε bekannt und werden beiεpielsweise beschrieben in: Watkins, "Handbook of Inεecticide Duεt Diluentε and Carrierε", 2nd Ed., Darland Books, Caldwell N.J.; H.v.Olphen, "Intruduction to Clay Colloid Chemiεtry"; 2nd Ed., J. Wiley & Sonε, N.Y. , Marschen, "Solventε Guide", 2nd Ed., Interscience, N.Y. 1950; McCutcheon'ε "Detergents and Emulεifierε Annual", MC Publ. Corp., Ridgewood N.J.; Siεley and Wood, "Encyclopedia of Surface Active Agentε", Chem. Publ. Co. Inc., N.Y. 1964; Schönfeldt, "Grenzflächenaktive Äthylenoxidaddukte", Wiεε. Verlagsgesell., Stuttgart 1976; Winnacker-Küchler, "Chemische Technolgie", Band 7, C. Hauser Verlag München, 4. Aufl. 1986.

•Auf der Basis dieser Formulierungen laεεen εich auch Kombinationen mit anderen peεtizid wirkεamen Stoffen, Düngemitteln und/oder Wachεtumsregulatoren herstellen, z.B. in Form einer Fertigformulierung oder als Tankmix.

Gegenstand der Erfindung sind deεhalb auch die Mittel, welche die erfindungεge äßen Verbindungen der Formel (I) enthalten. Vor allem εind dieεe einerεeitε pflanzenschützende Mittel, die einen oder mehrere Verbindungen der Formel (I) und dem jeweiligen Formulierungεtyp entεprechende übliche inerte Hilfεmittel enthalten, und andererseits herbizide Mittel, die eine Kombination von Verbindungen der Formel (I) und ein oder mehrere Herbizide und dem jeweiligen Formulierungstyp entsprechende übliche Hilfεmittel enthalten.

.3

Spritzpulver εind in Waεεer gleichmäßig diεpergierbare

Präparate, die neben dem Wirkεtoff außer einem Verdünnungε- oder Inertεtoff noch Netzmittel, z.B. polyoxethylierte Alkylphenole, polyoxethylierte Fettalkohole und Fettamine, Alkansulfonate oder Alkylarylsulfonate und Dispergiermittel, z.B. ligninsulfonsaures Natrium, 2 , 2 ' -dinaphthylmethan-6,6'-disulfonεaures Natrium, dibutylnaphthalin-sulfonεaureε Natrium oder auch oleylmethyltaurinεaureε Natrium enthalten. Emulgierbare Konzentrate werden durch Auflöεen des Wirkεtoffes in einem organischen Lösungsmittel, z.B. Butanol, Cyclohexanon, Dimethylformamid, Xylol oder auch höhersiedenden Aromaten oder Kohlenwasserεtoffen unter Zuεatz von einem oder mehreren Emulgatoren hergeεtellt. Als Emulgatoren können beispielsweise verwendet werden: Alkylarylsulfonsaure Calzium-Salze wie

Ca-Dodecylbenzolεulfonat oder nichtioniεche Emulgatoren wie Fettεäurepolyglykoleεter, Alkyl rylpolyglykolether, Fettalkoholpolyglykolether, Propylenoxid-Ethylenoxid- Kondenεationεprodukte (z.B. Blockcopolymere), Alkylpolyether, Sorbitanfettεäureeεter, Polyoxyethylensorbitanfettsäureester oder Polyoxethylensorbitester.

Stäubemittel erhält man durch Vermählen des Wirkstoffeε mit fein verteilten festen Stoffen, z.B. Talkum, natürlichen Tonen wie Kaolin, Bentonit, Pyrophillit oder Diatomeenerde.

Boden- bzw. Streu-Granulate können entweder durch Verdüsen des Wirkεtoffeε auf adεorptionsfähiges, granulierteε Inertmaterial hergeεtellt werden oder durch Aufbringen von Wirkstoffkonzentraten mittels Klebemitteln, z.B. Polyvinylalkohol, polyacrylsaurem Natrium oder auch Mineralölen, auf die Oberfläche von Trägerεtoffen wie Sand, Kaolinite oder von granuliertem Inertmaterial. Auch können geeignete Wirkεtoffe in der für die Herεtellung von Düngemittelgranulaten üblichen Weiεe - gewünεchtenfallε in Mischung mit Düngemitteln - granuliert werden.

li Die agrochemischen Zubereitungen enthalten in der Regel 0,1 bis 99 Gewichtsprozent, insbesondere 0,1 bis 95 Gew.-%,

Wirkstoff der Formel (I), oder Wirkεtoffgeaisch Antidot/

Herbizid, 1 bis 99,9 Gew.-%, insbesondere S bis 99,6 Gew.-%, eines festen oder flüssigen Zusatzstoffes und 0 bis 25

Gew.-%, insbesondere 0,1 bis 25 Gew.- , eines Tensides.

In Spritzpulvern beträgt die Wirkstoffkonzentration z.B. etwa 10 bis 90 Gew.- , der Rest zu 100 Gew.-% besteht aus üblichen Formulierungsbestandteilen. Bei emulgierbaren Konzentraten kann die Wirkstoffkonzentration etwa 1 bis 80 Gew.-% betragen. Staubfδrmige Formulierungen enthalten eiεtenε 1 bis 20 Gew.-% an Wirkstoff, versprühbare Lösungen etwa 0,2 bis 20 Gew.-% Wirkstoff. Bei wasserdiεpergierbaren Granulaten hängt der Wirkstoffgehalt zum Teil davon ab, ob die wirksame Verbindung flüssig oder fest vorliegt. In der Regel liegt der Gehalt bei den in Waεεer dispergierbaren Granulaten zwischen 10 und 90 Gew.-%.

Daneben enthalten die genannten Wirkstofformulierungen gegebenenfalls die jeweils üblichen Haft-, Netz-, Dispergier-, Emulgier-, Penetrationε-, Lösungsmittel, Füll- oder

Trägerεtoffe.

Zur Anwendung werden die in handelsüblicher Form vorliegenden Formulierungen gegebenenfalls in üblicher Weise verdünnt, z.B. bei Spritzpulvern, emulgierbaren Konzentraten, Dispersionen und wasserdispergierbaren Granulaten mittels Wasser. Staubförmige Zubereitungen, Boden- bzw. Streugranulate, sowie versprühbare Lösungen werden vor der Anwendung üblicherweise nicht mehr mit weiteren inerten Stoffen verdünnt.

Mit den äußeren Bedingungen wie Temperatur, Feuchtigkeit, der Art des verwendeten Herbizids u.a. variiert die erforderliche Aufwandmenge der Verbindungen der Formel (I). Sie kann innerhalb weiter Grenzen schwanken, z.B. zwischen

0,005 und 10,0 kg/ha oder mehr Aktivsubεtanz, vorzugsweise liegt sie jedoch zwischen 0,01 und 5 kg/ha.

Folgende Beispiele dienen zur Erläuterung der Erfindung:

A. Formulierungsbeispiele

a) Ein Stäubmittel wird erhalten, indem man 10 Gew.-Teile einer Verbindung der Formel (I) oder gegebenenfalls ein Wirkεtoffge iεch mit einem Herbizid und 90 Gew.-Teile Talkum als Inertstoff mischt und in einer Schlagmühle zerkleinert.

b) Ein in Wasser leicht dispergierbareε, benetzbares Pulver wird erhalten, indem man 25 Gewichtεteile einer Verbindung der Formel (I) oder ein Wirkεtoffgemiεch auε Safener der Formel (I) mit einem Herbizid, 64 Gewichtεteile kaolinhaltigen Quarz alε Inertstoff, 10 Gewichtsteile ligninsulfonsaures Kalium und 1 Gew.-Teil oleoylmethyltaurinεaureε Natrium alε Netz- und Dispergiermittel iεcht und in einer Stiftmühle mahlt.

c) Ein in Wasser leicht dispergierbareε

Dispersionskonzentrat wird erhalten, indem man 20 Gewichtsteile einer Verbindung der Formel (I) gegebenenfalls in Mischung mit einem Herbizid mit 6 Gew.-Teilen Alkylphenolpolyglykolether (©Triton X 207), 3 Gew.-Teilen Isotridecanolpolyglykolether (8 EO) und 71 Gew.-Teilen paraffiniεchem Mineralöl (Siedebereich z.B. ca. 255 biε über 277°C) miεcht und in einer Reibkugelmühle auf eine Feinheit von unter 5 Mikron vermahlt.

d) Ein emulgierbareε Konzentrat wird erhalten aus 15 Gew.- Teilen einer Verbindung der Formel (I) oder einem Wirkstoffgemisch aus Safener (I) und Herbizid, 75 Gew.- Teilen Cyclohexanon als Lösemittel und 10 Gew.-Teilen oxethyliertes Nonylphenol alε Emulgator.

e) Ein in Wasser dispergierbares Granulat wird erhalten indem man

75 Gewichtsteile einer Verbindung der Formel X, gegebenenfalls in Mischung mit einem Herbizid, 10 " ligninsulfonsaures Calcium, 5 " Natriumlaurylsulfat, 3 ' " Polyvinylalkohol und 7 " Kaolin

miεcht, auf einer Stiftmühle mahlt und das Pulver in einem Wirbelbett durch Aufsprühen von Wasser- als Granulierflüεsigkeit granuliert.

f) Ein in Wasser dispergierbares Granulat wird auch erhalten, indem man

25 Gewichtsteile einer Verbindung der Formel (X) oder einer Mischung der Verbindung mit einem Herbizid, 5 " 2,2 , -Dinaphthylmethan-6,6 , -disulfonεaureε

Natrium, 2 " oleoylmethyltaurinsaures Natrium, 1 Gewichtεteil Polyvinylalkohol, 17 Gewichtεteile Calciumcarbonat und 50 " Wasser

auf einer Kolloidmühle homogensiert und vorzerkleinert, anschließend auf einer Perlmühle mahlt und die so erhaltene Suspension in einem Sprühturm mittels einer Einstoffdüse zerstäubt und trocknet.

/?- B) Chemische Beispiele

5-Tri ethylεilyl-2-isoxazolin-3-carbonsäuremethyleεter (Tabelle 1, Beiεpiel Nr. 2)

3 g Vinyltrimethylεil n und 4,13 g Chloroximinomethylacetat werden in 150 ml Ether vorgelegt und 4,1 g Triethylamin in 150 ml Ether dann langεam zugetropft. Anεchließend wird Waεser zugegeben und mehrmals mit Ether extrahiert. Die Etherphase wifd mit Magneεiumεulfat getrocknet, am Rotavapor eingeengt und über eine Kieεelgelεäule (Löεungεmittel n-Heptan:Eεsigester 9:1) getrennt Ausbeute: 5,1 g der gewünschten Reinsubεtanz.

Brechungsindex g = 1,467.

5-Trimethylεilylmethyl-2-iεoxazolin-3-carbonsäureethyl ester (Tabelle 1, Beispiel 3)

3,43 g Allyltrimethylεilan und 4,55 g Chloroximinoethylacetat werden in 150 ml Ether vorgelegt. Man läßt dann 3,03 g Triethylamin in 150 ml Ether langεam zutropfen. Anεchließend wird Wasεer zugegeben und mehrmalε mit Ether extrahiert. Die Etherphase wird über MgSO^, getrocknet und anschließend der Ether am Rot vapor abgezogen. Die Trennung über eine Kieεelgelsäule (Lösungsmittel:n-Heptan:Esεigeεter = 8:2) ergibt 4,2 g der gewünschten Reinsubεtanz mit einem

Brechungεindex j = 1,462

Die in den Tabellen 1-6 aufgeführten Beiεpiele werden in analoger Weise erhalten.

Die analogen Carbonsäuren können auch auε den entεprechenden Estern bzw. die Ester wahlweise auε den entεprechenden Carbonεäuren nach im Prinzip bekannten Methoden hergeεtellt werden.

IS

O

R 2 - Si - A —^ - JL (1)

R 3 -0-N

-CH,- OH 103 β C n -OCH, 1,467 tl tl

tl

II tl

II tl tl tl tl

II tl tl tl tl -0CH 2 CH(CH3) 2

13

Fortsetzung Tabelle 1

-≥o

Fortsetzung Tabelle 1

Bsp.

Fortsetzung Tabelle 1

Bsp.

Fortsetzung Tabelle 1

Fortsetzung Tabelle 1

Bsp.

Fortsetzung Tabelle 1

εsp. R 1 R 2 R 3 A Z

2S-

Fortsetzung Tabelle 1

εsp.

Fortsetzung Tabelle 1

Bsp. R J

zQ

Fortsetzung Tabelle 1

Fortsetzung Ta-oelle 1

Bsp .

232 CH, CH, -CH 2 CH2C(CH3) 2 CH3 ra . OH

3o

Tabelle 2

Fortsetzung Tabelle 2

Bεp. R 1 R 2 R 3 Z

Fortsetzung Tabelle 2

Bεp.

Fortsetzung Tabelle 2

Bsp. R 1 R 2 R 3 Z

Fortsetzung Tabelle 2

Fortsetzung Tabelle 2

Bsp.

5 t

Fortsetzung Tabelle 2

Bsp.

31- Fortsetzung Tabelle 2

Fortsetzung Tabelle 2

Bsp.

(iso)C 4 H 9 OH n -OCH 3 n -OC 2 H 5 n -OC 3 H 7

- -OOCC 44 HH 99 tt -0CH2C0 2 C2H 5 tl -0C 6 H 5 tt

-0-CH 2 C 6 H 5

-0CH 2 CECH

-0"Na^

-N(CH 3 ) 2 -0-CH(CH3)Cθ2C2H 5

-NH 2

-0 * NH 4 +

-0CH 2 C1 2 CH 3

-0CH(CH 3 )C0 2 CH3

-o-κ + - 0 ^2^ ( ^3 ) 2

3J

Fortetzung Tabelle 2

Bεp. R

Ho

Fortsetzung Tabelle 2

Fortsetzung Tabelle 2

Tabelle 4

Bsp. R 1 R 2 R 3 A B

R 1

R 2 - Ei - A ----^ — B-CO-Z (5)

R 3 ^ X-N

Γ

Tabelle 6

C. Biologische Beispiele

Weizen und Gerste wurden im Gewächshaus in Plastiktöpfen bis zum 3-4-Blattεtaclium herangezogen und dann mit erfindungsgemäßen Verbindungen und Herbiziden im Nachauflaufverfahren behandelt. Die Herbizide und die Verbindungen der Formel (I) wurden dabei in Form wäßriger Suspensionen bzw. Emulsionen mit einer Wasserauf andmenge von umgerechnet 800 1 ha ausgebracht. 3-4 Wochen nach der Behandlung wurden die Pflanzen visuell auf jede Art von Schädigung durch die ausgebrachten Herbizide bonitiert, wobei insbesondere das Ausmaß der anhaltenden Wachεtumshemmung berücksichtigt wurde. Die Bewertung erfolgte in Prozentwerten im Vergleich zu unbehandelten Kontrollen.

Die Ergebnisse aus Tabelle 7 veranschaulichen, daß die erfindungεgemäßen Verbindungen εtarke Herbizidschäden an Kulturpflanzen effektiv reduzieren können.

Selbst bei starken Überdosierungen der Herbizide werden bei den Kulturpflanzen auftretende schwere Schädigungen deutlich reduziert und geringere Schäden völlig aufgehoben. Mischungen auε Herbiziden und erfindungsgemäßen Verbindungen eignen sich deshalb in auεgezeichneter Weiεe zur selektiven Unkrautbekämpfung in Getreidekulturen.

PCT/EP91/00989 Tabelle 7

Safeneruirkung der erfindungsgemäßen Verbindungen

Herbizid (H)

+ Dosis Kulturpflanzenschädigung (%) O Ü

Abkürzungen:

TRAE ss Triticu aestivum (Weizen) HOVU ss Hordeum vulgäre (Gerste) a.i. - Aktivsubstanz (d.h. bezogen auf reinen Wirkstoff) H -B 2- ( 4-(6-Chlorbenzoxazol-2-yloxy)-phenoxy- propionsäureethylester (Fenoxaprop-ethyl) Safener Nr. = Nr. des Herstellungsbeispiels auε Tabellen 1-6