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Patent Searching and Data


Title:
PLATE LINK CHAIN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/052702
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a plate link chain (10), particularly for a continuously variable gear transmission of a motor vehicle, comprising chain links provided with links (11, 12) coupled by pairs of rocker pins (7-9), said links being formed from a flexible material compising fibres that can be at least partially embedded into a matrix material. The aim of the invention is to improve the plate link chain (10), particularly in terms of the production costs thereof and/or the acoustic properties thereof during the operation of the plate link chain. To this end, an intermediate element (13, 14) is arranged inside the links (11, 12), between two pairs of rocker pins (7-9).

Inventors:
SCHEHRER NICOLAS (FR)
FRITZ PASCAL (DE)
Application Number:
PCT/DE2019/100615
Publication Date:
March 19, 2020
Filing Date:
July 02, 2019
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG (DE)
International Classes:
F16G5/18; B65H75/38; B66C1/12; B66D1/02; F16G13/16; F16H9/24; F16L3/015; F16L11/00; F16L11/18; F16L13/16; G21C7/14; G21C17/00; G21C19/02
Foreign References:
DE3740504C11989-06-15
DE10203942A12002-09-05
US4863418A1989-09-05
DE102007023264A12007-12-13
DE3740504C11989-06-15
DE3234454A11984-03-22
DE68913952T21994-06-23
EP0382992A11990-08-22
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Claims:
Patentansprüche

1. Laschenkette (10;20;30;40;50), insbesondere für ein stufenloses Überset- zungsgetriebe eines Kraftfahrzeugs, mit Kettengliedern, die durch Wiegedruck- stückpaare (7-9) gekoppelte Laschen (11 ,12;31 ;41 ;51 ) umfassen, die aus ei- nem flexiblen Material gebildet sind, das Fasern umfasst, die, zumindest teil- weise, in ein Matrixmaterial (39;42;52) eingebettet sein können, dadurch ge- kennzeichnet, dass innerhalb der Laschen (11 , 12;31 ;41 ;51 ) zwischen zwei Wiegedruckstückpaaren (7-9) ein Zwischenelement (13,14;23,24;45) angeord- net ist.

2. Laschenkette nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 , insbesondere nach An- spruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass einander zugewandte Wiegedruckstü- cke (2,3;4,5) innerhalb der Laschen (11 ,12;31 ;41 ;51 ) so angeordnet und gestal- tet sind, dass diese Wiegedruckstücke (2,3;4,5) im Betrieb der Laschenkette

(10;20;30;40;50) von den Laschen (11 , 12;31 ;41 ;51 ) der Laschenkette

(10;20;30;40;50) beabstandet bleiben.

3. Laschenkette nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischen- element (13, 14;23,24,45) zwei voneinander abgewandte konkave Flächen (15,16) aufweist.

4. Laschenkette nach einem der Ansprüche 2 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass dem Zwischenelement (13,14;23,24;45) zugewandte Wiegedruckstücke 2,3;4,5) innerhalb der Laschen (11 ,12;31 ;41 ;51 ) so angeordnet und gestaltet sind, dass diese Wiegedruckstücke im Betrieb der Laschenkette

(10;20;30;40;50) von den Laschen (11 , 12;31 ;41 ;51 ) der Laschenkette

(10;20;30;40;50) beabstandet bleiben.

5. Laschenkette nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (23,24) mindestens einen Anschlag (32,33) auf- weist, der dazu dient, das Zwischenelement (13,14;23,24;45) quer zu einer Ket- tenlaufrichtung zu fixieren.

6. Laschenkette nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einem dem Zwischenelement (23,24) zugewandten Wie- gedruckstück (23,24) ein Anschlagelement (27,28;34,35) befestigt ist, das dazu dient, das Zwischenelement (13,14;23,24;45) quer zur Kettenlaufrichtung zu fi- xieren.

7. Laschenkette nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Matrixmaterial (39;42;52) innerhalb der Laschen (11 , 12;31 ;41 ;51 ) ei- ne Schutzschicht (37) darstellt, die einen Kontakt von Wiegedrucktücken (1 bis 6) innerhalb der Laschen (11 ,12;31 ;41 ;51 ) mit den Fasern verhindert.

8. Laschenkette nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement (45) aus dem Matrixmaterial (39;42;52) gebildet ist. 9. Laschenkette nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass dem Zwischenelement (13,14;23,24;45) abgewandte Wiegedruckstücke (1 ,4;3,6) innerhalb der Laschen (11 , 12;31 ;41 ;51 ) formschlüssig und/oder stoff- schlüssig mit dem Matrixmaterial (39;42;52) verbunden sind.

10. Verfahren zum Herstellen von Laschen (11 ,12;31 ;41 ;51 ) für eine Laschenkette (10;20;30;40;50) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Laschen (11 ,12;31 ;41 ;51 ) von einem geschlossenen Hohlprofil getrennt werden.

Description:
Laschenkette

Die Erfindung betrifft eine Laschenkette, insbesondere für ein stufenloses Überset- zungsgetriebe eines Kraftfahrzeugs, mit Kettengliedern, die durch Wiegedruckstück- paare gekoppelte Laschen umfassen, die aus einem flexiblen Material gebildet sind, das Fasern umfasst, die, zumindest teilweise, in ein Matrixmaterial eingebettet sein können. Die Laschen können auch ohne Matrixmaterial realisiert werden. So können zum Beispiel Endlosfasern mehrfach um die Wiegedruckstückpaare herumgewickelt werden, um eine Lasche darzustellen beziehungsweise zu bauen. Enden der Endlos- fasern können, zum Beispiel mit einem geeigneten Klippsystem, geklemmt werden, um zu verhindern, dass sich die Endlosfasern im Betrieb der Laschenkette lösen be- ziehungsweise abwickeln. Durch Reibung zwischen den Fasern können vorteilhaft im Betrieb wirkende Kräfte aufgenommen werden. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Herstellen von Laschen für eine derartige Laschenkette.

Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 10 2007 023 264 A1 ist eine Laschenkette für insbesondere einen Fahrzeugantrieb bekannt, mit einer Vielzahl von über Druck- stücke gelenkig miteinander verbundenen Kettenlaschen, wobei die Druckstücke quer zur Längsrichtung der Laschenkette verlaufen und in Öffnungen der Kettenlaschen angeordnet sind, wobei an den Druckstücken und an den Kettenlaschen jeweilige ge- krümmt ausgebildete Anlageflächen angeordnet sind, entlang derer die Druckstücke und Kettenlaschen zur Kraftübertragung aneinander anliegen, wobei die Anlageflä- chen am in Druckstückhöhenrichtung oberen und unteren Kontaktflächenbereich zwi- schen Druckstück und Kettenlasche vorgesehen sind, wobei an den Druckstücken ge- krümmt ausgebildete Wälzflächen angeordnet sind, entlang derer die Druckstücke zur Kraftübertragung aneinander abwälzen und sich die Wälzflächen in einem in Längs- richtung der Laschenkette durch einen Schwerpunkt des Druckstücks verlaufenden Querschnitt in einen oberen Bereich oberhalb und einen unteren Bereich unterhalb der Querschnittsebene erstrecken. Aus der deutschen Patentschrift DE 37 40 504 C1 ist eine Laschenkette für stufenlos einstellbare Kegelscheibengetriebe bekannt, deren die Kettenglieder bildenden Laschenpakete gelenkig miteinander verbunden sind und die quer zur Kettenlängsrichtung wirksame Druckstücke zur Reibkraftübertragung zwi- schen Kegelscheibe und Laschenkette aufweist, wobei die Laschen aus gebündelten hochfesten Kunstfasern, Gewerken oder Litzen bestehen, die zu endlosen Laschen zusammengefast sind, wobei die Druckstücke aus Titan oder Titanlegierungen beste- hen. Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 32 34 45 A1 ist ein Zugstrang für stu- fenlos verstellbare Kegelscheiben-Umschlingungsgetriebe zum Übertragen von Drehmomenten von einem Reibscheibenpaar auf das andere bekannt, im Wesentli- chen bestehend aus einem Zugband und daran angeordneten Druck- beziehungswei- se Reibstollen, wobei das Zugband aus Zugelementen aus biegeweichen zugfesten Kunstfasern oder Garnen oder Metalllitzen besteht, die einzeln oder in Gruppen fort- laufend oder in einer bestimmten Folge um Druck- beziehungsweise Reibstollen oder um Teilen von solchen jeweils mindestens einmal gewunden sind. Aus der deutschen Übersetzung DE 689 13 952 T2 der europäischen Patentschrift EP 0 382 992 B1 ist eine nichtmetallische Kettenglied-Anordnung aus einer Mehrzahl von Ketten-Laschen bekannt, wobei jede Lasche aus einer abgeflachten Schlaufe mit einem Paar von länglichen, im Wesentlichen geraden Gliedern besteht, die an ihren gegenüberliegen- den Enden mit weich gerundeten Endteilen zusammengefügt sind und jede Lasche durch Wickeln unter Zug, eines hochfesten Filamentmaterials auf einen Wickeldorn geformt wird, und dann das Filamentmaterial auf dem Wickeldorn in einer Matrix aus gehärtetem Kunstsoff fixiert ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Laschenkette, insbesondere für ein stufenloses Übersetzungsgetriebe eines Kraftfahrzeugs, mit Kettengliedern, die durch Wiege- druckstückpaare gekoppelte Laschen umfassen, die aus einem flexiblen Material ge- bildet sind, das Fasern umfasst, die, zumindest teilweise, in ein Matrixmaterial einge- bettet sein können, insbesondere im Hinblick auf ihre akustischen Eigenschaften und/oder die Steifigkeit im Betrieb der Laschenkette, zu verbessern.

Die Aufgabe ist bei einer Laschenkette, insbesondere für ein stufenloses Überset- zungsgetriebe eines Kraftfahrzeugs, mit Kettengliedern, die durch Wiegedruckstück- paare gekoppelte Laschen umfassen, die aus einem flexiblen Material gebildet sind, das Fasern umfasst, die, zumindest teilweise, in ein Matrixmaterial eingebettet sein können, dadurch gelöst, dass innerhalb der Laschen zwischen zwei Wiegedruck- stückpaaren ein Zwischenelement angeordnet ist. Das Matrixmaterial kann punktuell, wie ein Kleber, angebracht werden, um die Fasern zusammenzuhalten. Die Fasern können aber auch ganz oder teilweise in das Matrixmaterial eingebettet sein. Die Zwi- schenelemente verhindern Relativbewegungen zwischen den Laschen und den Wie- gedruckstücken. Dadurch wird der Verschleiß im Betrieb der Laschenkette verringert. Außerdem halten die Zwischenelemente die Wiegedruckstückpaare innerhalb der La- schen in Position. Die Kontakte zwischen den Laschen und den Wiegedruckstücken können zum Beispiel eine Halbkreisform, eine ovale Form oder eine gerundete Form haben. Die zumindest teilweise runde oder gerundete Form ist für eine Belastung der Laschen in Zugrichtung von Vorteil.

Die oben angegebene Aufgabe ist bei einer Laschenkette, insbesondere für ein stu- fenloses Übersetzungsgetriebe eines Kraftfahrzeugs mit Kettengliedern, die durch Wiegedruckstückpaare gekoppelte Laschen umfassen, die aus einem flexiblen Mate- rial gebildet sind, das Fasern umfasst, die, zumindest teilweise, in ein Matrixmaterial eingebettet sein können, insbesondere bei einer vorab beschriebenen Laschenkette, alternativ oder zusätzlich dadurch gelöst, dass einander zugewandte Wiegedruckstü- cke innerhalb der Laschen so angeordnet und gestaltet sind, dass diese Wiegedruck- stücke im Betrieb der Laschenkette von den Laschen der Laschenkette beabstandet bleiben. Die einander zugewandten Wiegedruckstücke führen im Betrieb der La- schenkette Bewegungen relativ zu dem jeweils zugeordneten Wiegedruckstück in ei- nem Wiegedruckstückpaar aus. Durch die beanspruchte Anordnung und Gestaltung der einander zugewandten Wiegedruckstücke wird sicher verhindert, dass diese Wie- gedruckstücke in Kontakt mit den Laschen kommen. Dadurch wird unerwünschter Verschleiß wirksam verhindert. Zu diesem Zweck haben die einander zugewandten Wiegedruckstücke vorteilhaft kleinere Abmessungen zwischen zwei langen Schenkeln einer Lasche als die voneinander abgewandten Wiegedruckstücke.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Laschenkette ist dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenelement zwei voneinander abgewandte konkave Flächen aufweist. Die konkaven Flächen ermöglichen betriebsbedingte Relativbewegungen der einander zugewandten Wiegedruckstücke relativ zu den voneinander abgewandten Wiege- druckstücken innerhalb der Laschen. Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Laschenkette ist dadurch gekenn- zeichnet, dass dem Zwischenelement zugewandte Wiegedruckstücke innerhalb der Laschen so angeordnet und gestaltet sind, dass diese Wiegedruckstücke im Betrieb der Laschenkette von den Laschen der Laschenkette beabstandet bleiben. So wird im Betrieb der Laschenkette ein unerwünschter Verschleiß zwischen den den Zwischen- elementen zugewandten Wiegedruckstücken und den Laschen wirksam verhindert. Das Zwischenelement kann gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel auch als Verbindungsmittel für mehrere Laschen dienen, die aus Fasern, insbesondere aus Endlosfasern, gebildet sind. Die Enden der Fasern, insbesondere Endlosfasern, kön- nen vorteilhaft auch mit Hilfe eines Punktklebers zusammengehalten werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Laschenkette ist dadurch gekenn- zeichnet, dass das Zwischenelement mindestens einen Anschlag aufweist, der dazu dient, das Zwischenelement quer zu einer Kettenlaufrichtung zu fixieren. Der Anschlag ist vorteilhaft einstückig mit dem Zwischenelement verbunden. Dadurch wird die Mon- tage der Zwischenelemente vereinfacht. Die Zwischenelemente dienen vorteilhaft da- zu, die einzelnen Elemente der Laschenkette bei der Montage der Laschenkette, zum Beispiel in ein Getriebe, sicher relativ zueinander zu positionieren.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Laschenkette ist dadurch gekenn- zeichnet, dass an mindestens einem dem Zwischenelement zugewandten Wiege- druckstück ein Anschlagelement befestigt ist, das dazu dient, das Zwischenelement quer zur Kettenlaufrichtung zu fixieren. Die Befestigung des Anschlagelements erfolgt zum Beispiel stoffschlüssig, insbesondere durch Anschweißen des Anschlagelements an das Wiegedruckstück. So wird auf einfache Art und Weise verhindert, dass die Zwischenelemente beim Transport der Laschenkette oder bei der Montage der La- schenkette in ein Getriebe beziehungsweise im Betrieb der Laschenkette uner- wünschte Bewegungen ausführen, insbesondere aus der Laschenkette herauswan- dern.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Laschenkette ist dadurch gekenn- zeichnet, dass das Matrixmaterial innerhalb der Laschen eine Schutzschicht darstellt, die einen Kontakt von Wiegedruckstücken innerhalb der Laschen mit den Fasern ver- hindert. So werden unerwünschte Beschädigungen der Fasern in den Laschen im Be- trieb der Laschenkette sicher verhindert.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Laschenkette ist dadurch gekenn- zeichnet, dass das Zwischenelement aus dem Matrixmaterial gebildet ist. Dadurch werden die Herstellung und die Montage der Laschen vereinfacht. Das Matrixmaterial kann alternativ oder zusätzlich auch außerhalb der Laschen angeordnet werden, um zum Beispiel einen für Druckbelastungen optimierten Steg darzustellen, der dazu dient, einen erwünschten Abstand zwischen zwei Wiegegelenken sicherzustellen.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Laschenkette ist dadurch gekenn- zeichnet, dass dem Zwischenelement abgewandte Wiegedruckstücke innerhalb der Laschen formschlüssig und/oder stoffschlüssig mit dem Matrixmaterial verbunden sind. Dadurch können diese Wiegedruckstücke auf einfache Art und Weise relativ zu den Laschen fixiert werden.

Bei einem Verfahren zum Herstellen von Laschen für eine vorab beschriebene La- schenkette ist die oben angegebene Aufgabe alternativ oder zusätzlich dadurch ge- löst, dass die Laschen von einem geschlossenen Hohlprofil getrennt werden. Das ge- schlossene Hohlprofil kann einen runden, ovalen oder eckigen, insbesondere im We- sentlichen rechteckigen, Querschnitt aufweisen. Das geschlossene Hohlprofil kann auch zwei lange Schenkel aufweisen, die durch zwei kreisbogenartige kurze Schenkel miteinander verbunden sind. Das geschlossene Hohlprofil umfasst ein Matrixmaterial, in das Fasern eingebettet sind. Die Fasern sind vorteilhaft so in das Matrixmaterial eingebettet, dass die Laschen in Umfangsrichtung, insbesondere unter Zugbelastung, sehr stabil sind. Bei der Herstellung können die Laschen einfach von dem geschlos- senen Hohlprofil abgeschnitten werden.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschie- dene Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Die beiliegenden Figuren 1 bis 5 zeigen jeweils einen Abschnitt einer Laschenkette gemäß fünf verschiedenen Ausführungsbeispielen im Querschnitt durch Wiegedruck- stückpaare, also quer zu einer Kettenlaufrichtung.

In den Figuren 1 bis 5 sind fünf verschiedene Ausführungsbeispiele einer Laschenket- te 10, 20; 30; 40; 50 im Querschnitt durch Wiegedruckstücke 1 bis 6 dargestellt. Zur Bezeichnung gleicher oder ähnlicher Teile werden in den Figuren 1 bis 5 die gleichen Bezugszeichen verwendet. Um Wiederholungen zu vermeiden, werden zunächst die Gemeinsamkeiten der Laschenketten 10; 20; 30; 40; 50 beschrieben. Danach wird auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Ausführungsbeispielen eingegangen.

In den Figuren 1 bis 3 sind sechs Wiegedruckstücke 1 bis 6 in drei Wiegedruckstück- paaren 7 bis 9 angeordnet. In den Figuren 3 bis 5 sind vier Wiegedruckstücke 1 bis 4 in zwei Wiegedruckstückpaaren 7, 8 angeordnet.

Die Wiegedruckstücke 1 , 2; 3, 4; 5, 6 eines Wiegedruckstückpaars 7 bis 9 weisen ei- nander zugewandte Kontaktflächen auf, mit denen die Wiegedruckstücke 1 , 2; 3, 4; 5, 6 eines Wiegedruckstückpaars 7 bis 9 in bekannter Art und Weise aneinander anlie- gen. Die Krümmung der Kontaktflächen ermöglicht Relativbewegungen zwischen den Wiegedruckstücken 1 , 2; 3, 4; 5, 6 in den Wiegedruckstückpaaren 7 bis 9.

In den Figuren 1 und 2 ist jeweils ein Abschnitt der Laschenkette 10; 20 mit zwei La- schen 11 , 12 dargestellt. Die Laschen 11 , 12 umfassen jeweils einen Kreis bezie- hungsweise eine Ellipse aus flexiblen Fasern, die in ein Matrixmaterial eingebettet sind. Das liefert den Vorteil, dass die Laschen 11 , 12 in Zugrichtung sehr hoch belast- bar sind. Durch die Flexibilität der Laschen kann sich eine Kontaktstelle zwischen ei- ner Lasche und einem Wiegedruckstück der Lasche an die Geometrie des Wiege- druckstücks oder Wiegestücks anpassen. Das Material der Lasche wird vorteilhaft im Wesentlichen nur in Zugrichtung und nicht in Biegerichtung beansprucht. Zu diesem Zweck kann vorteilhaft ein elastisches Matrixmaterial benutzt werden. So kann das Material der Lasche besser ausgenutzt werden. Die Wiegedruckstückpaare 7 bis 9 stellen innerhalb der Laschen 11 , 12 Wiegegelenke dar, wobei die Laschen 11 , 12 vorteilhaft größere Krümmungsradien als herkömmliche Laschen aus einem metalli- schen Material aufweisen. Die (nicht dargestellten) Fasern sind zum Beispiel aus einem Kohlenstoffmaterial ge- bildet. Das Kohlenstoffmaterial liefert den Vorteil, dass mit den Fasern potentiell hö- here Steifigkeiten als bei Laschen aus Stahl und auch höhere Festigkeiten als bei La- schen aus Stahl realisiert werden können. Das Kohlenstoffmaterial kann zum Beispiel in Form von Gewebe oder von Seilen eingesetzt werden.

Die Laschen 11 , 12 aus dem flexiblen Material liefern darüber hinaus den Vorteil, dass weniger Bauraum zur Darstellung der Laschenkette 10; 20 benötigt wird. Dabei kann insbesondere der Bauraum zwischen zwei Wiegegelenken reduziert werden, was sich im Zusammenhang mit einer mittleren Teilungsfolge im Hinblick auf die akustischen Eigenschaften der Laschenkette 10; 20 als vorteilhaft erweist.

Darüber hinaus hat die Laschenkette 10; 20 ein geringeres Gewicht, so dass weniger kinetische Energie in transversaler Richtung abgegeben wird, wodurch weniger Kör- perschall aus Kettentrumschwingungen ins Getriebegehäuse übertragen wird.

Zwischen einander zugewandten Wiegedruckstücken 2, 3 und 4, 5 ist innerhalb der Laschen 11 , 12 jeweils ein Zwischenelement 13, 14 angeordnet. Das Zwischenele- ment 13 ist in einer Kettenlaufrichtung, die in den Figuren 1 und 2 einer horizontalen Richtung entspricht, dünner als das Zwischenelement 14. Ansonsten weisen die bei- den Zwischenelemente 13, 14 jeweils eine konkave Fläche 15, 16 auf. An den konka- ven Flächen 15, 16 des Zwischenelements 13 liegen komplementär gestaltete, also konvexe Flächen, der Wiegedruckstücke 2, 3 an.

Die Zwischenelenente 13, 14 stellen Abstandselemente dar, die vorteilhaft nur in einer Druckrichtung belastet werden. Daher können die Zwischenelemente 13, 14 aus ei- nem leichten Werkstoff, zum Beispiel aus einem Kunststoffmaterial oder aus einer Aluminiumlegierung, gebildet sein.

Bei der in Figur 2 dargestellten Laschenkette 20 sind anstelle der Zwischenelemente 13, 14 Zwischenelemente 23, 24 in den Laschen 11 , 12 angeordnet. Die Zwischen- elemente 23, 24 sind mit Anschlägen 32, 33 ausgestattet, die ein axiales Positionieren der Zwischenelemente 23, 24 relativ zu den Laschen 11 , 12 ermöglichen. Darüber hinaus sind an den Wiegedruckstücken 2, 3, 4, 5, 6 Anschlagelemente 27,

28, 34, 35, 36 angebracht. Die Anschlagelemente 27, 28, 34 bis 36 sind an die Wie- gedruckstücke 2, 3, 4, 5, 6 angeschweißt. So werden die Zwischenelemente 23, 24 auf einfache Art und Weise in einer axialen Richtung, also senkrecht zur Zeichenebe- ne in Figur 2, relativ zu den Laschen 11 , 12 der Laschenkette positioniert.

Darüber hinaus sind die Wiegedruckstücke 2, 3 und 5 im Unterschied zu der La- schenkette 10 in Figur 1 bei der Laschenkette 20 in Figur 2 in vertikaler Richtung et- was kleiner ausgeführt. Dadurch werden vorteilhaft Freiräume 25, 26 zwischen den Wiegedruckstücken 2 und der jeweils zugeordneten Lasche 11 geschaffen. Die Frei- räume 25, 26 verhindern auf einfache Art und Weise, dass die Wiegedruckstücke 2 in Kontakt mit der Lasche 11 kommen.

Die in Figur 3 dargestellte Lasche 31 der Laschenkette 30 ist ohne Zwischenelement ausgeführt. Im Unterschied zu den vorangegangenen Ausführungsbeispielen ist die Lasche 31 mit einer Schutzschicht 37, 38 versehen. Die Schutzschicht 37, 38 ist vor- teilhaft aus Matrixmaterial 39 gebildet, in das keine Fasern eingebettet sind.

Das Matrixmaterial 39 dient hauptsächlich dazu, die Fasern (nicht dargestellt) in der Lasche 31 in Form zu halten. Im Bereich der Schutzschicht 37, 38 verhindert das Mat- rixmaterial 39 vorteilhaft, dass die Wiegedruckstücke 2 und 3 in Kontakt mit den Fa- sern in der Lasche 31 kommen.

Bei der in Figur 4 dargestellten Lasche 41 der Laschenkette 40 ist das Zwischenele- ment 45 einstückig mit der Lasche 41 verbunden. Das Zwischenstück 45 ist zum Bei- spiel aus dem Matrixmaterial 42 gebildet, aus dem auch eine Faserschicht 43 der La- sche 41 gebildet ist. In der Faserschicht 43 der Lasche 41 sind (nicht dargestellte) Fa- sern in das Matrixmaterial 42 eingebettet. Das Zwischenelement 45 geht in eine Schutzschicht 44 über, die in ähnlicher Art und Weise wie bei der Lasche 30 in Figur 3 auch an der Lasche 41 innen vorgesehen ist.

Bei der in Figur 5 dargestellten Lasche 51 der Laschenkette 50 ist aus dem Matrixma- terial 52 zusätzlich in Figur 5 rechts ein Steg 53 an der Lasche 51 ausgebildet. Der Steg 53 dient vorteilhaft dazu, den Abstand zwischen den Wiegegelenken der La- schenkette 50 im Betrieb sicherzustellen.

Bezuqszeichenliste

Wiegedruckstück

Wiegedruckstück

Wiegedruckstück

Wiegedruckstück

Wiegedruckstück

Wiegedruckstück

Wiegedruckstückpaar

Wiegedruckstückpaar

Wiegedruckstückpaar

Laschenkette

Lasche

Lasche

Zwischenelement

Zwischenelement

konkave Fläche

konkave Fläche

Laschenkette

Zwischenelement

Zwischenelement

Freiraum

Freiraum

Anschlagelement

Anschlagelement

Laschenkette

1 Lasche

Anschlag

Anschlag

Anschlagelement

Anschlagelement

Anschlagelement Schutzschicht Schutzschicht Laschenkette Lasche

Matrixmaterial Federschicht Schutzschicht Zwischenelement Laschenkette Lasche

Matrixmaterial Steg