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Patent Searching and Data


Title:
PLUG-TYPE CONNECTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/101262
Kind Code:
A1
Abstract:
Plug-type connector (1) for producing an external connection to a printed circuit board (16), having at least two angled, pin-shaped contacts (3) with a first limb (8) for contacting a mating plug-type connector and with a second limb (9) for contacting the printed circuit board (16), an insulating body (2) for receiving the contacts (3) at least in the region of the first limb (8), and a contact carrier (4) for receiving the contacts (3) at their second limb (9), wherein the contacts (3), at the end of the second limb (9), have a stop (10) acting in an axial direction, and the contact carrier (4) for the second limbs (9) has through-openings (11) with a counter-stop (12) and is movable in the axial direction of the second limbs (9) into a housing (5) and can be fixed in the latter. In this way, all of the contacts are on one plane with respect to the printed circuit board and permit use in SMD or THR processes.

Inventors:
HIEBER ALEXANDER (DE)
Application Number:
PCT/DE2018/100839
Publication Date:
May 31, 2019
Filing Date:
October 12, 2018
Export Citation:
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Assignee:
PHOENIX CONTACT GMBH & CO (DE)
International Classes:
H01R12/72; H01R13/04; H01R13/436; H05K3/30; H01R12/57
Foreign References:
DE19618497A11997-11-13
DE69309761T21997-11-13
JP2003257518A2003-09-12
US20110143564A12011-06-16
DE19754877A11999-07-01
Attorney, Agent or Firm:
ABACUS PATENTANWÄLTE (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Steckverbinder (1 ) zur Herstellung einer externen Verbindung mit einer Lei- terplatte (16), der zumindest zwei gewinkelte stiftförmige Kontakte (3) mit einem ersten Schenkel (8) zur Kontaktierung eines Gegensteckverbinders und einen zweiten Schenkel (9) zur Kontaktierung der Leiterplatte (16), ei- nen Isolierkörper (2) zur Aufnahme der Kontakte (3) zumindest im Bereich des ersten Schenkels (8) und einem Kontaktträger (4) zur Aufnahme der Kontakte (3) an ihrem zweiten Schenkel (9) aufweist, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Kontakte (3) in einem Bereich am Ende des zweiten

Schenkels (9) einen in axialer Richtung des zweiten Schenkels (9) wirken- den Anschlag (10) aufweisen, der Kontaktträger (4) in dem Bereich des zweiten Schenkels (9) angeordnet ist und für die zweiten Schenkel (9) Durchgangsöffnungen (11 ) mit einem Gegenanschlag (12) aufweist und in axialer Richtung der zweiten Schenkel (9) in ein den Kontaktträgern (4) auf- nehmendes Gehäuse (5) bewegbar und darin fixierbar ist.

2. Steckverbinder (1 ) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag (10) zumindest an den zweiten Schenkel (9) und der Gegenan- schlag (12) in den Durchgangsöffnungen (11 ) durch einen Ringbund beim Übergang von einem größeren Durchmesser auf einen kleineren Durch- messer bei dem zweiten Schenkel (9) und den Durchgangsöffnungen (11 ) gebildet wird, wobei zumindest die Ringbunde in den Durchgangsöffnun- gen (11 ) in einer Ebene liegen.

3. Steckverbinder (1 ) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangsöffnungen (11 ) auf der dem ersten Schenkel (8) zu- gewandten Seite des Kontaktträgers (4) konisch ausgebildet sind.

4. Steckverbinder (1 ) nach einem oder mehreren der vorangegangenen An- sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) den Isolierkör- per (2) mit dem darin angeordneten Kontakt (3) in einem hinteren Isolier- körperteil (7) zumindest teilweise und den Kontaktträger (4) übergreift.

5. Steckverbinder (1 ) nach einem oder mehreren der vorangegangenen An- sprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kontaktträger (4) in dem Ge- häuse (5) verrastbar ist.

6. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (2) mindestens ei- nen Ausrichtfortsatz (17) zum Einstecken in einer Bohrung auf der Leiter- platte (16) und Ausrichtmittel (18) zur horizontalen Ausrichtung des Gehäu- ses (5) aufweist.

7. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) U-förmig mit einem zwei Seitenwände (21 ) verbindenden Deckel (20) ausgebildet ist.

8. Steckverbinder nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Ge- häuse (5) als Schirmblech mit einer Rückwand (22) und einer gegenüber- liegenden Stirnwand ausgebildet ist, die den Isolierkörper (2) an einem vor- deren Isolierkörperteil (6) über und seitlich umgreift.

9. Steckverbinder nach einem oder mehreren der vorangegangenen Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) mit der Leiterplatte (16) verlötbar ausgebildet ist.

10. Steckverbinder insbesondere nach einem oder mehreren der vorangegan- genen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (5) metal- lisch und gewichtsmäßig so ausgeführt ist, dass der Schwerpunkt eine stabile Lage des gesamten Steckverbinders vor dem Löten sicherstellt.

Description:
Steckverbinder

Beschreibung

Die Erfindung betrifft einen Steckverbinder zur Herstellung einer externen Verbin- dung mit einer Leiterplatte, der zumindest zwei gewinkelte stiftförmige Kontakte mit einem ersten Schenkel zur Kontaktierung eines Gegensteckverbinders und einen zweiten Schenkel zur Kontaktierung der Leiterplatte, einen Isolierkörper zur Auf- nahme der Kontakte zumindest im Bereich des ersten Schenkels und einem Kon- taktträger zur Aufnahme der Kontakte an ihrem zweiten Schenkel aufweist.

Bei derart ausgestalteten Steckerbindern sind im Wesentlichen bei auf dem Markt erhältlichen Steckverbindern zwei Varianten verbreitet. Bei der ersten Variante sind die gewinkelten Kontakte mittels Formschuss oder Presspassung in einem Isolier- körper fixiert. Ein weiteres Bauteil führt die zu der Oberfläche der Leiterplatte hin orientierten Schenkel der gewinkelten Kontakte radial. Dadurch können Toleranzen im Fertigungsprozess kompensiert werden und die radiale Führung bietet zusätzli- chen Schutz gegen ein Verdrehen der Kontakte bei der Montage auf eine Leiter- platte, die typischer Weise per Hand erfolgt. Die zweite Variante kommt ohne das zusätzliche Bauteil zur Führung aus und setzt stattdessen auf einen besseren Formschluss zwischen dem Isolierkörper und den Kontakten, um den Widerstand gegen eine Verdrehung der Kontakte, insbesondere bei der Montage wirkungsvoll zu erhöhen. Beide Varianten berücksichtigen jedoch lediglich die radiale Positionierung der Kontakte relativ zu der Oberfläche einer Leiterplatte, aber nicht die steigenden An- forderungen an die axiale Positionierung der Kontakte relativ zu der Oberfläche ei- ner Leiterpleite bedingt durch neue Verfahren zur Befestigung der Steckverbinder an Leiterplatten. Bei der Befestigung der Steckverbinder mittels einer Kombination von Wellenlöten und THR-Verfahren (Through-Hole-Reflow) oder als SMD-Bauteil (Surface-Mount-Device) spielen mehrere Toleranzen zusammen, wie die Ferti- gungstoleranz des Kontaktes, des Isolierkörpers und ggf. weiterer Bauteile. Neben der radialen Führung der Kontakte ist somit auch die axiale Genauigkeit von Be- deutung.

In der DE 197 54 877 A1 wird ein zur Montage auf einer Leiterplattenoberfläche ausgelegtes Bauteil mit einer Vielzahl von Anschlussbeinen beschrieben. Das Bau- teil zeichnet sich dadurch aus, dass die Anschlussbeine zumindest teilweise durch ein von diesen durchlaufendes Justierelement in einer vorbestimmten Relativlage fixiert sind. Dadurch kann erreicht werden, dass das Bauteil stets ordnungsgemäß auf die Leiterplattenoberfläche montierbar ist. Das plattenartige Justierelement wird von den freien Endabschnitten der Anschlussbeine her über diese aufgeschoben, wobei die Aussparungen des Justierelements, durch welche die Anschlussbeine verlaufen, und die Anschlussbeine selbst so ausgebildet sind, dass diese in einer bestimmungsgemäßen Endlage des Justierelements aneinander verklemmt sind. Die vorbestimmte Relativlage in welche die Anschlussbeine durch das Justierele- ment gebracht werden sollen, besteht unter anderem darin, dass die mit der Leiter- platte zu verlötenden Abschnitte der Anschlussbeine in einer Eben zu liegen kom- men. Das Justierelement wird vorzugsweise zuletzt auf das ansonsten fertig her- stellte Bauteil aufgesetzt. Die Anschlussbeine sind derart ausgebildet, dass das Aufschieben des Justierelement zunächst im Wesentlichen widerstandlos von stat- ten geht, mit fortschreitendem Aufschieben, aber mit einer zunehmenden gegen- seitigen Verklemmung einhergeht. Bei Erreichen der bestimmungsgemäßen End- läge des Justierelements sind das Justierelement und die Anschlussbeine so fest miteinander verbunden, dass keine Relativbewegung mehr möglich ist und die An- schlussbeine in ihrer Relativlage fixiert sind. Die darin beschriebene Ausrichtung der Anschlussbeine ist aufgrund der geforderten Ausgestaltung des eingangs be- schriebenen Steckverbinders für eine radiale Führung nicht geeignet.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit für den eingangs genannten Steckverbinder vorzuschlagen um die Kontakte bei radi- aler Führung auch axial auszurichten und die axiale Genauigkeit zu verbessern. Weiter soll die Ausbildung eines standfesten Steckverbinders vor dem Löten auch möglich sein.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind den jeweils rückbezogenen Unteran- sprüchen zu entnehmen.

Gemäß der Erfindung weisen die Kontakte in einem Bereich am Ende des zweiten Schenkels einen in axialer Richtung der Kontakte wirkenden Anschlag auf. Die An- ordnung des Anschlages erfolgt somit möglichst nahe am Ende des Kontaktes, um die Kontakte für den weiteren Montageprozess zu stabilisieren und fixieren. Hierzu ist der Kontaktträger in dem Bereich des zweiten Schenkels angeordnet und weist für die Kontakte Durchgangsöffnungen mit einem Gegenanschlag auf. Der Kontakt- träger ist dabei in axialer Richtung der Kontakte in ein den Kontaktträger aufneh- mendes Gehäuse bewegbar und an diesem fixierbar. Der Anschlag des Kontaktes und der Gegenanschlag im Kontaktträger kann auf verschiedene Art und Weise realisiert sein. Dies kann beispielsweise durch einen Ringbund als Absatz oder auch eine stetige (kontinuierliche) Durchmesserverjüngung mit Veränderung des Durchmessers, d.h. geringerem Durchmesser am Ende des Kontaktes, und eine entsprechende Durchgangsbohrung mit einer Durchgangsverjüngung, also mit ei- nem größeren und einem daran anschließenden über einen Absatz getrennten klei- neren Durchmesser erfolgen, oder durch eine am Umfang des Kontaktstiftes ange- brachte Erhebung, die den Außendurchmesser ringförmig vergrößert und in eine entsprechenden Durchgangsöffnung mit ebenfalls unterschiedlichen Durchmes- sern und unstetigem Übergang vom größeren Durchmesser auf den kleineren Durchmesser, die das Einführen des Kontakts in axialer Bewegungsrichtung be- grenzt, realisiert werden. Die Durchmesservergrößerung kann auch durch mindes- tens eine am Umfang angebrachte punktuelle Erhöhung realisiert sein. Der Kon- taktträger mit dem Gegenanschlag ist dabei so ausgebildet, dass aus dem Kontakt- träger noch das Ende des Kontaktes herausragt, um dieses mit der Leiterplatten verbinden zu können. Das den Kontaktträger aufnehmende Gehäuse kann je nach Ausgestaltung des Steckverbinders durch eine das Gehäuse bildende Anformung an den Isolierkörper oder als getrenntes Gehäuseteil realisiert sein, wobei der Kon- taktträger in axialer Richtung über die freien Enden der Kontakte in das Gehäuse bewegt und in diesem in axialer Richtung der Kontakte aber auch in radialer Rich- tung der Kontakte fixierbar ist. Bei der Ausbildung des Gehäuses als Anformung derart, dass der Isolierkörper gleichzeitig das Gehäuse für den Kontaktträger bildet, sind eine Schirmung und eine Standfestigkeit des Steckverbinders auf der Leiter- platte vor dem Löten aufwändiger zu realisieren als bei der Ausbildung als getrenn- tes Bauteil.

Durch diese Ausgestaltung liegen die Kontakte definiert an dem Kontaktträger an. Der als Anschlag dienende Ringbund am Kontakt und der als Gegenanschlag die- nende Absatz am Kontaktträger werden genutzt, um mit einer gewissen Kraft den Kontakt in das Gehäuse zu drücken. Dadurch werden möglicherweise die gewin- kelten Kontakte nach oben gebogen, wobei dies in einem Umfang erfolgt, der die gesamte Fertigungstoleranz der einzelnen Kontakte in ihrer Längentoleranz ab- deckt. Die damit ungenaue Fertigungstoleranz von üblicherweise +- 0, 1 mm wird auf die Genauigkeit der Auflagefläche des Kontaktträgers reduziert.

Gemäß einer bevorzugten Ausbildung der Erfindung ist der Anschlag zumindest an dem zweiten Schenkel und der Gegenanschlag in den Durchgangsöffnungen durch einem Absatz in Form eines Ringbundes beim Übergang von einem größeren Durchmesser auf einen kleineren Durchmesser bei den Kontakten und Durch- gangsöffnungen gebildet, wobei die Absätze in den Durchgangsöffnungen in einer Ebene liegen. Es muss somit der Gegenanschlag nicht als Absatz (unstetig) son- dern kann auch als eine stetige Durchmesserverjüngung ausgebildet sein. Damit ist es möglich, alle Kontakte auf einer Ebene mit einer Toleranz von < 0, 1 mm an- zuordnen, so dass auch die SMD-Technologie für diesen Steckverbinder ange- wandt werden kann. Zusätzlich kann der Prüfaufwand reduziert werden, da nicht mehr jeder Kontakt auf seine Position geprüft werden muss.

Zum besseren Einführen der Kontakte in die Durchgangsöffnungen sind diese ge- mäß einer bevorzugten Ausbildung auf der dem ersten Schenkel zugewandten Seite des Kontaktträgers konisch ausgebildet.

Wie vorstehend ausgeführt, kann das Gehäuse auch durch eine entsprechende Ausgestaltung einer an dem üblicherweise länglich ausgebildeten Isolierkörper zur Aufnahme der ersten Schenkel ausgebildeten Anformung realisiert sein. Gemäß einer weiteren Ausbildung übergreift das Gehäuse den Isolierkörper mit dem darin angeordneten Kontakten in einem hinteren Isolierkörperteil zumindest teilweise und den Kontaktträger vollständig. Der üblicherweise länglich ausgebildete Isolierkörper mit einem vorderen Isolierkörperteil für die ersten Schenkel der Kontakte und zur Kontaktierung mit einem Gegensteckverbinder wird bei dieser bevorzugten Ausge- staltung an seinem dem zweiten Schenkel zugewandten Ende (dem hinteren Iso- lierkörperteil) teilweise von dem Gehäuse Übergriffen, so dass dieses das Ende des ersten Schenkels und den zweiten Schenkel zusammen mit dem Kontaktträger voll- ständig überdeckt. Damit kann das Gehäuse auch metallisch ausgebildet sein, um zum einen in diesem Bereich aufgrund des Gewichts den Schwerpunkt des Steck- verbinders zu realisieren, so dass dieser selbststehend für den Lötvorgang auf der Leiterplatte platziert werden kann. Zusätzlich bietet dies die Möglichkeit bei einer metallischen Ausbildung des Gehäuses dieses als Schirmgehäuse auszubilden.

Die Fixierung des Kontaktträgers in dem Gehäuse erfolgt bevorzugt mittels einer Verrastung. Hierzu sind der Kontaktträger und das Gehäuse entsprechend aufei- nander abgestimmt, beispielsweise durch geeignete Vorsprünge oder Öffnungen in dem Gehäuse und zugeordnete Schnapphaken am Kontaktträger oder umgekehrt. Der Isolierkörper weist vorteilhafter Weise mindestens einen Ausrichtfortsatz zum Einstecken in eine Bohrung auf der Leiterplatte und Ausrichtmittel zur horizontalen Ausrichtung des Gehäuses auf, damit darüber der Steckverbinder auf der Leiter- platte genau an seiner Position platziert werden kann. Das Gehäuse selbst kann lötbar ausgeführt sein, um eine zusätzliche Verbindung zwischen dem Steckverbin- der und der Leiterplatte herzustellen.

Zweckmäßigerweise ist das Gehäuse U-förmig mit einem zwei Seitenwänden ver- bindenden Deckel ausgebildet, so dass es einfach den Kontaktträger teilweise und den Isolierkörper vollständig übergreifend mit diesem gemeinsam auf der Leiter- platte angeordnet werden kann.

Um dem Gehäuse eine Schirmfunktion zu geben, ist es metallisch und möglichst alle Seiten abdeckend auszubilden. Zweckmäßigerweise ist das Gehäuse dazu U- förmig mit einem zwei Seitenwände verbindenden Deckel ausgebildet, und beson- ders bevorzugt als Schirmblech mit einer Rückwand und einer gegenüberliegenden Stirnwand ausgebildet, wobei die Stirnwand das vordere Isolierkörperteil des Iso- lierkörpers über und seitlich umgreift. Je nach Fertigung kann die Stirnwand fest mit Gehäuse verbunden sein oder auch durch an den Isolierkörper anbringbare Teile der Stirnwand, die in elektrischem Kontakt mit Gehäuse stehen, realisiert sein. Letzteres kann insbesondere dann erforderlich sein, wenn die Stirnwand Kontakt- federn aufweist oder aus diesen gebildet wird, an die der Gegensteckverbinder zur Fixierung mit dem Steckverbinder und Sicherstellung einer ausreichenden Kontak- tierung der Schirmung des Gegensteckverbinders mit dem Gehäuse anstößt.

Vorzugsweise kann das Gehäuse metallisch und gewichtsmäßig so ausgeführt sein, dass der Schwerpunkt eine stabile Lage des gesamten Steckverbinders vor dem Löten sicherstellt. Damit kann bei einem ausreichenden Gewicht des Gehäu- ses zusätzlich zur Einhaltung der Fertigungstoleranz während des Lötprozesses, insbesondere des SMD-Lötprozesses, das Gehäuse dazu verwendet werden, ei- nen geraden Stand des Steckverbinders auf der Leiterplatte sicherzustellen. Das Gehäuse hält den Steckverbinder in der Waage, so dass die Kontakte mit den ers- ten Schenkeln horizontal in einer Ebene stehen. Der Schwerpunkt wird so verscho- ben, dass ein Abkippen des Steckverbinders während des Lötprozesses vermieden wird. Weiter ist das Gehäuse als metallisches Schirmgehäuse lötbar ausgeführt, um eine zusätzliche Verbindung zwischen Stecker und Leiterplatte herzustellen so- wie die Schirmübertragung und die Erhöhung der Festigkeit sicherzustellen. Grund- sätzlich kann der Steckverbinder auch mittels anderen Lötverfahren z. B. THR- Verfahren, auf der Leiterplatte angebracht werden.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass mit dem vorstehend beschriebenen Steckverbinder einerseits in axialer Richtung eine Fertigungstoleranz von < 0, 1 mm realisiert werden kann, wobei die Kontakte mit ihren der Leiterplatte zugewandten Enden möglichst auf einer Ebene liegen, und darüber hinaus einer Schirmung bei gleichzeitiger optimaler Standfestigkeit des Steckverbinders erreicht werden.

Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombina- tionen sowie nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in den Figuren allein gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar. Zur Ausführung der Erfindung müssen nicht alle Merkmale des Anspruchs 1 verwirklicht sein. Auch können einzelne Merkmale der unabhängigen oder nebengeordneten Ansprüche durch andere offenbarte Merk- male oder Merkmalskombinationen ersetzt werden.

Sämtliche aus den Ansprüchen, der Beschreibung oder der Zeichnung hervorge- henden Merkmale und/oder Vorteile, einschließlich konstruktive Einzelheiten, räumliche Anordnung und Verfahrensschritte können sowohl für sich als auch in den verschiedensten Kombinationen erfindungswesentlich sein. In den Figuren werden gleiche oder ähnliche Bauteile mit gleichen oder ähnlichen Bezugszeichen gekennzeichnet. Es stellen dar:

Figur 1 die einzelnen Bauteile eines erfindungsgemäßen Steckverbinders vor dem Zusammenbau in einer perspektivischen Explosivdarstellung;

Figur 2 eine Darstellung entsprechend Figur 1 von der Rückseite mit teilweisem

Querschnitt durch den Steckverbinder und eingesteckten Kontakten; Figur 3 eine Ansticht ähnlich Figur 2 mit einem aufgesetzten Gehäuse und einen ausgerichteten jedoch nicht eingefügten Kontaktträger;

Figur 4 ein Längsschnitt durch den Steckverbinder im fertig montiertem Zustand;

Figur 5 einen Querschnitt durch den Steckverbinder entsprechend den Figuren 2 und 3 auf einer Leiterplatte; und

Figur 6 eine perspektivische Ansicht des Steckverbinders auf einer Leiterplatte.

Figur 1 zeigt den Steckverbinder 1 mit einem Isolierkörper 2, Kontakten 3, Kontakt- träger 4 und einem Gehäuse 5 vor dem Zusammenfügen. Der Kontaktträger 4 weist ein vorderes Isolierkörperteil 6 und ein hinteres Isolierkörperteil 7 auf, wobei der vordere rohrförmige Isolierkörperteil 6 die ersten Schenkel 8 der rechtwinkligen Kontrakte 3 voneinander isoliert in axialer Richtung aufnimmt. Die stiftförmigen um 90° abgewinkelten Kontakte 3 weisen den im eingebauten Zustand in horizontaler Richtung angeordneten ersten Schenkel 8 und den senkrecht dazu angeordneten zweiten Schenkel 9 auf, über den die Kontakt 3 zu einer Leiterplatte 16 (Figuren 5, 6) hergestellt wird. Der zweite Schenkel weist an seinem freien Ende einen als An- schlag dienen Ringbund 10 auf, derart, dass der Durchmesser des zweiten Schen- kels 9 am freien Ende nach dem Ringbund 10 geringer ist als im restlichen Bereich des zweiten Schenkels 9. Der hintere Isolierkörperteil 7 dient der Fixierung des Steckverbinders 1 auf der Leiterplatte 16 derart, dass er einerseits Arretierzapfen 17 zum Einstecken in entsprechende Öffnungen in der Leiterplatte 16 aufweist und andererseits in Form von Erhebungen Ausrichtmittel 18 aufweist, die in Eingriff mit entsprechenden Öffnungen 19 im Deckel 20 des Gehäuses 5 in Eingriff gelangen, um Isolierkörper 2 und Gehäuse 2 zu stabilisieren. Das Gehäuse 5 kann grundsätz- lich nur als U-förmiges Gehäuse mit zwei Seitenwänden 21 ausgebildet sein. In dem Ausführungsbeispiel dient das Gehäuse als Schirmung und ist daher metal- lisch ausgebildet und zusätzlich mit einer metallischen Rückwand 22 versehen. Durch die metallische Ausbildung des Gehäuses 5 kann dieses gewichtsmäßig so ausgestaltet werden, dass es für eine stabile Lage des gesamten Steckverbinders I auf der Leiterplatte 16 für die Montage sorgt, da andernfalls das vordere Isolier- körperteil 6 den Steckverbinder 1 kippen lassen würde. Das Gehäuse 5 weist au- ßerdem an den Seitenwänden 21 Rastöffnungen 23 für den Eingriff der Rastnasen 14 des Kontaktträgers 4 auf. An den Seitenwänden sind noch Füße 24 angeformt, mit denen eine Lötverbindung auf der Leiterplatte 16 (Figur 6) hergestellt werden kann.

Das in der Figur 1 dargestellte Gehäuse 5 weist keine Frontseite auf, da diese in diesem Ausführungsbeispiel durch an das hintere Isolierkörperteil 7 von oben an der mit der Bezugsziffer 30 gekennzeichneten Stelle anklemmbare Kontaktfedern 28 (Figur 6) in Verbindung mit einem auf die Oberseite des hinteren Isolierkörperteil 7 einlegbaren Einlageblech 29 (Figur 4) gebildet wird. Die Kontaktfedern 28 werden somit über das Einlageblech 29 mit dem Gehäuse 5 elektrisch verbunden, so dass ein metallisches Schirmgehäuse entsteht, wobei die Kontaktfedern eine der Rück- wand 22 gegenüberliegende Stirnwand bilden. Über die Kontaktfedern 28 kann dann das metallische Steckergehäuse eines nicht dargestellten Gegensteckverbin- ders, der bis zum Gehäuse 5 und den Kontaktfedern 28 über den vorderen Isolier- körperteil 6 geschoben wird, kontaktiert werden, so dass die Verbindung mit einem Schirmgeflecht des über den Gegensteckverbinder anschließbaren Kabels gewähr- leistet ist.

In Figur 2 sind in der Schnittdarstellung des Kontaktträgers 4 die Durchgangsöff- nungen 1 1 ersichtlich, die im Einführungsbereich für den zweiten Schenkel 9 zur besseren Einführung konisch ausgebildet sind. In der Nähe der der Leiterplatte 16 zugewandten Unterseite 26 des Kontaktträgers 4 weisen die Durchgangsöffnungen

I I eine Durchgangsverjüngung in Form eines einen Anschlag bildenden Absatzes 12 auf, der bei der Montage die axiale Bewegung des Kontaktträgers 4 in das Ge- häuse 5 durch den Anschlag an den Ringbund 10 am zweiten Schenkel 9 der Kon- takte begrenzt. Die Bewegung des Kontaktträgers 4 bei der Montage ist in Figur 3 dargestellt, in der das Gehäuse 5 bereits auf dem Isolierkörper 2 aufgesteckt ist und die Kontakte 3 mit ihrem zweiten Schenkel 9 vor der Durchgangsöffnung 1 1 im Kontaktträger 4 sich befinden. In den Figuren 4 und 5 ist der Kontaktträger 4 fest im Gehäuse 5 mit den Rastnasen 14 in den Rastnasen 23 verankert und die der Leiterplatte zugewandten Enden 25 der zweiten Schenkel 9 ragen für den Kontakt mit in der Leiterplatte 16 entspre- chend angeordneten Anschlüssen aus dem Kontaktträger 4 mit einer definierten und einer geringen Toleranz aufweisenden Länge hervor. Die Figuren 4 und 5 zei- gen den fertigen Steckverbinder 1 im Schnitt mit in dem Isolierkörper 2 angeordne- ten Kontakten 3 sowie die Anordnung des metallischen als Schirmung wirkenden Gehäuses 5 und dem darin fixierten Kontaktträger 4. Durch die Bewegung des Kon- taktträgers 4 in axialer Richtung der zweiten Schenkel 9 der Kontakte 3 können Fertigungstoleranzen der einzelnen Kontakte durch ein nach oben Biegen der im Wesentlichen horizontal verlaufenden ersten Schenkel 8 im Bereich 27 des Gehäu- ses 5 ausgeglichen werden. Die Anschläge 12 in dem aus einem isolierenden Ma- terial, beispielsweise Kunststoff, hergestellten Kontaktträger 4 liegen in einer Ebene, so dass sichergestellt ist, dass alle Kontakte mit ihren freien Enden mit der gegeben Fertigungstoleranz auf einer Ebene auf der Leiterplatte 16 liegen. Durch die Füße 15 des Kontaktträgers 4 liegt dieser idealerweise auf der Leiterplatte 16 zusammen mit den Füßen 24 des Gehäuses 5 auf, wobei Fertigungstoleranzen in axialer Richtung der zweiten Schenkel durch die Ausgestaltung der Rastnasen 14 und deren Eingriff in die Rastöffnungen 23 im Gehäuse 5 ggf. der Kontaktträger 4 sich noch relativ zum dem Gehäuse 5 nach oben bewegen kann.