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Patent Searching and Data


Title:
PLUNGER FOR AN INJECTOR, AND INJECTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2022/063573
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a plunger (1) for an injector (17) which is designed to inject an intraocular lens (22) into the capsular bag of an eye. The plunger (1) has a deformable cushion (2), which has an non-squeezed state and a squeezed state and which has, at a longitudinal end of the plunger, a contact surface (15), in which contact surface a cutout (6) is formed. In the non-squeezed state, the contact surface has an outer contour (7) delimiting the contact surface at the outside of the contact surface and an inner contour (10) delimiting the cutout at the outside of the cutout. An imaginary reference point (9) is arranged in the cutout, which reference point is the center point of an imaginary circle (8) arranged in the plane of the contact surface or is the center point of another closed curve. The plunger has at least two points groups, each of which has a design point (11) arranged on the outer contour, an inner contour point (13) arranged on the inner contour, and the reference point. For each of the point groups, the distance (12) from the design point to the circle or to the closed curve is equal to the distance (14) from the inner contour point to the reference point; the design point, the inner contour point and the reference point lie on a straight line; and the inner contour point lines between the design point and the reference point. The distance from the inner contour point to the reference point is different for at least two of the point groups.

Inventors:
MOEIN HADI (DE)
Application Number:
PCT/EP2021/074650
Publication Date:
March 31, 2022
Filing Date:
September 08, 2021
Export Citation:
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Assignee:
ZEISS CARL MEDITEC AG (DE)
International Classes:
A61F2/16
Domestic Patent References:
WO1992005816A11992-04-16
Foreign References:
DE69635279T22006-07-13
US20140257316A12014-09-11
US2717599A1955-09-13
EP3494927A12019-06-12
DE69635279T22006-07-13
Attorney, Agent or Firm:
PATERIS PATENTANWÄLTE PARTMBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Injektor mit einem Kolben (1) und einer Spitze (16) , wobei der Injektor (17) eingerichtet ist, eine Intraokularlinse (22) in den Kapselsack eines Auges zu injizieren, wobei der Kolben (1) ein verformbares Kissen (2) aufweist, das einen ungequetschten Zustand und einen gequetschten Zustand hat und an einem Längsende des Kolbens (1) eine Kontakt fläche (15) aufweist, in die eine Aussparung (6) eingebracht ist, wobei in dem ungequetschten Zustand die Kontakt fläche (15) eine die Kontakt fläche (15) außen begrenzende Außenkontur (7) und eine die Aussparung (6) außen begrenzende Innenkontur (10) aufweist, wobei in der Aussparung (6) ein gedachter Referenzpunkt (9) angeordnet ist, der der Mittelpunkt eines gedachten und in der Ebene der Kontakt fläche (15) angeordneten Kreises (8) ist, wobei der Kolben (1) mindestens zwei Punktegruppen aufweist, die jeweils einen auf der Außenkontur (7) angeordneten Auslegungspunkt (11) , einen auf der Innenkontur (10) angeordneten Innenkonturpunkt (13) und den Referenzpunkt (9) aufweisen, wobei für jede der Punktegruppen gilt, dass der Abstand (12) von dem Auslegungspunkt (11) zu dem Kreis (8) gleich lang ist wie der Abstand (14) von dem Innenkonturpunkt (13) zu dem Referenzpunkt (9) , dass der Auslegungspunkt (11) , der Innenkonturpunkt (13) und der Referenzpunkt (9) auf einer Geraden liegen und dass der Innenkonturpunkt (13) zwischen dem Auslegungspunkt (11) und dem Referenzpunkt (9) liegt, wobei der Abstand (14) von dem Innenkonturpunkt (13) zu dem Referenzpunkt (9) für mindestens zwei der Punktegruppen unterschiedlich ist, wobei der Kolben (1) in dem Injektor (17) in einer Verschieberichtung längsverlagerbar gelagert ist und eingerichtet ist, mit der Kontakt fläche (15) voran in die Spitze (17) verschoben zu werden, wobei der Referenzpunkt (9) so gewählt ist, dass der Referenzpunkt (9) , wenn der Referenzpunkt (9) in die Verschieberichtung projiziert ist, mit dem Schwerpunkt eines ersten inneren Querschnitts der Spitze (16) zusammenfällt, dessen Normale parallel zu der Verschieberichtung ist.

2. Injektor mit einem Kolben (1) und einer Spitze (16) , wobei der Injektor (17) eingerichtet ist, eine Intraokularlinse (22) in den Kapselsack eines Auges zu injizieren, wobei der Kolben (1) ein verformbares Kissen (2) aufweist, das einen ungequetschten Zustand und einen gequetschten Zustand hat und an einem Längsende des Kolbens (1) eine Kontakt fläche (15) aufweist, in die eine Aussparung (6) eingebracht ist, wobei in dem ungequetschten Zustand die Kontakt fläche (15) eine die Kontakt fläche (15) außen begrenzende Außenkontur (7) und eine die Aussparung (6) außen begrenzende Innenkontur (10) aufweist, wobei in der Aussparung (6) ein gedachter Referenzpunkt (9) angeordnet ist, der der Mittelpunkt einer gedachten und in der Ebene der Kontakt fläche (15) angeordneten geschlossenen Kurve ist, wobei der Kolben (1) mindestens zwei Punktegruppen aufweist, die jeweils einen auf der Außenkontur (7) angeordneten Auslegungspunkt (11) , einen auf der Innenkontur (10) angeordneten Innenkonturpunkt (13) und den Referenzpunkt (9) aufweisen, wobei für jede der Punktegruppen gilt, dass der Abstand (12) von dem Auslegungspunkt (11) zu der geschlossenen Kurve gleich lang ist wie der Abstand (14) von dem Innenkonturpunkt (13) zu dem Referenzpunkt (9) , dass der Auslegungspunkt (11) , der Innenkonturpunkt (13) und der Referenzpunkt (9) auf einer Geraden liegen und dass der Innenkonturpunkt (13) zwischen dem Auslegungspunkt (11) und dem Referenzpunkt (9) liegt, wobei der Abstand (14) von dem Innenkonturpunkt (13) zu dem Referenzpunkt (9) für mindestens zwei der Punktegruppen unterschiedlich ist, wobei der Kolben (1) in dem Injektor (17) in einer Verschieberichtung längsverlagerbar gelagert ist und eingerichtet ist, mit der Kontakt fläche (15) voran in die Spitze (17) verschoben zu werden, wobei die geschlossene Kurve in ihrem Inneren eine Fläche begrenzt, die die gleiche Form hat wie ein zweiter innerer Querschnitt der Spitze (16) an deren engster Stelle, wobei die Normale des zweiten inneren Querschnitts parallel zu der Verschieberichtung ist.

3. Injektor gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Kolben (1) mindestens drei der Punktegruppen aufweist.

4. Injektor gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Außenkontur (7) eine von einem Kreis verschiedene Form hat.

5. Injektor gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Innenkontur (10) eine Interpolation der Innenkonturpunkte (13) ist .

6. Injektor gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Kissen (2) einen sich erweiternden Abschnitt (4) aufweist, dessen Querschnitt sich in Richtung zu der Kontaktf läche (15) hin erweitert.

7. Injektor gemäß Anspruch 6, wobei die Aussparung (6) sich in dem sich erweiternden Abschnitt (4) erstreckt und sich in dem sich erweiternden Abschnitt (4) in einer Richtung weg von der Kontakt fläche (15) verjüngt.

8. Injektor gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei das Kissen (2) einen vorstehenden Abschnitt (3) aufweist, der quer zu einer Richtung, die parallel zu der Normalen der

Kontakt fläche (15) ist, von dem verbliebenen Kissen (2) vorsteht und die Kontakt fläche (15) bildet.

9. Injektor gemäß einem der Ansprüche 2 bis 8, wobei der Referenzpunkt (9) so gewählt ist, dass der Referenzpunkt (9) , wenn der Referenzpunkt (9) in die Verschieberichtung projiziert ist, mit dem Schwerpunkt eines ersten inneren Querschnitts der Spitze (16) zusammenfällt, dessen Normale parallel zu der Verschieberichtung ist.

10. Injektor gemäß einem der Ansprüche 1 und 3 bis 8, wobei der Kreis (8) den gleichen Durchmesser hat wie ein zweiter innerer Querschnitt der Spitze (16) an deren engster Stelle, wobei die Normale des zweiten inneren Querschnitts parallel zu der Verschieberichtung ist.

Description:
Kolben für einen Injektor und Injektor

Die Erfindung betri f ft einen Kolben für einen Inj ektor zum Einführen einer Intraokularlinse in den Kapselsack eines Auges und den Inj ektor mit dem Kolben .

Bei der Kataraktbehandlung eines Auges wird herkömmlich nur ein kleiner Schnitt in die Hornhaut des Auges eingebracht, der so groß ist , dass eine Spitze eines Inj ektors durch den Schnitt in das Auge eingeführt werden kann . Nachdem der Schnitt in die Hornhaut eingebracht wurde , wird die Linse des Auges z . B . mittels Phakoemulsi fikation zerkleinert und anschließend aus dem Kapselsack des Auges abgesaugt . Danach wird eine Intraokularlinse in das Auge eingesetzt . Dabei wird die Intraokularlinse gefaltet , so dass sie durch die Spitze des Inj ektors passt . Die Spitze wird durch den Schnitt in den Kapselsack eingeführt und die gefaltete Intraokularlinse wird von einem Kolben des Inj ektors durch die Spitze in den Kapselsack geschoben, in dem die Intraokularlinse s ich entfaltet und somit die ursprüngliche Linse ersetzt . Wenn der Kolben in die Spitze geschoben wird, wird er gequetscht , wodurch das Längsende des Kolbens seinen Querschnitt verkleinert . Nachteilig dabei ist j edoch, dass dabei die Spitze und der Kolben unter einer mechanischen Spannung stehen . Dies kann zu einer Beschädigung des Kolbens und/oder der Spitze führen .

DE 696 35 279 T2 of fenbart ein Einspritzgerät mit einer deformierbaren Kolbenspitze für eine verformbare Intraokularlinse .

Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen einen Kolben aufweisenden Inj ektor zum Einführen einer Intraokularlinse in den Kapselsack eines Auges zu schaf fen, bei dem die Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung des Kolbens und/oder einer Spitze des Inj ektors gering ist . Der erste erfindungsgemäße Inj ektor, der eingerichtet ist, eine Intraokularlinse in den Kapselsack eines Auges zu inj i zieren, weist auf : eine Spitze und einen Kolben, der ein verformbares Kissen aufweist , das einen ungequetschten Zustand und einen gequetschten Zustand hat und an einem Längsende des Kolbens eine Kontakt fläche aufweist , in die eine Aussparung eingebracht ist , wobei in dem ungequetschten Zustand die Kontakt fläche eine die Kontakt fläche außen begrenzende Außenkontur und eine die Aussparung außen begrenzende Innenkontur aufweist , wobei in der Aussparung ein gedachter Referenzpunk angeordnet ist , der der Mittelpunkt eines gedachten und in der Ebene der Kontakt fläche angeordneten Kreises ist , wobei der Kolben mindestens zwei Punktegruppen aufweist , die j eweils einen auf der Außenkontur angeordneten Auslegungspunkt , einen auf der Innenkontur angeordneten Innenkonturpunkt und den Referenzpunkt aufweisen, wobei für j ede der Punktegruppen gilt , dass der Abstand von dem Auslegungspunkt zu dem Kreis gleich lang ist wie der Abstand von dem Innenkonturpunkt zu dem Referenzpunkt , dass der Auslegungspunkt , der Innenkonturpunkt und der Referenzpunkt auf einer Geraden liegen und dass der Innenkonturpunkt zwischen dem Auslegungspunkt und dem Referenzpunkt liegt , wobei der Abstand von dem Innenkonturpunkt zu dem Referenzpunkt für mindestens zwei der Punktegruppen unterschiedlich ist , wobei der Kolben in dem Inj ektor in einer Verschieberichtung längsverlagerbar gelagert ist und eingerichtet ist , mit der Kontakt fläche voran in die Spitze verschoben zu werden, wobei der Referenzpunkt so gewählt ist, dass der Referenzpunkt , wenn der Referenzpunkt in die Verschieberichtung proj i ziert ist , mit dem Schwerpunkt eines ersten inneren Querschnitts der Spitze zusammenfällt , dessen Normale parallel zu der Verschieberichtung ist .

Der zweite erfindungsgemäße Inj ektor, der eingerichtet ist , eine Intraokularlinse in den Kapselsack eines Auges zu inj i zieren, weist auf : eine Spitze und einen Kolben, der ein verformbares Kissen aufweist , das einen ungequetschten Zustand und einen gequetschten Zustand hat und an einem Längsende des Kolbens eine Kontakt fläche aufweist , in die eine Aussparung eingebracht ist , wobei in dem ungequetschten Zustand die Kontakt fläche eine die Kontakt fläche außen begrenzende Außenkontur und eine die Aussparung außen begrenzende Innenkontur aufweist , wobei in der Aussparung ein gedachter Referenzpunkt angeordnet ist , der der Mittelpunkt einer gedachten und in der Ebene der Kontakt fläche angeordneten geschlossenen Kurve ist , wobei der Kolben mindestens zwei Punktegruppen aufweist , die j eweils einen auf der Außenkontur angeordneten Auslegungspunkt , einen auf der Innenkontur angeordneten Innenkonturpunkt und den Referenzpunkt aufweisen, wobei für j ede der Punktegruppen gilt , dass der Abstand von dem Auslegungspunkt zu der geschlossenen Kurve gleich lang ist wie der Abstand von dem Innenkonturpunkt zu dem Referenzpunkt , dass der Auslegungspunkt , der Innenkonturpunkt und der Referenzpunkt auf einer Geraden liegen und dass der Innenkonturpunkt zwischen dem Auslegungspunkt und dem Referenzpunkt liegt , wobei der Abstand von dem Innenkonturpunkt zu dem Referenzpunkt für mindestens zwei der Punktegruppen unterschiedlich ist , wobei der Kolben in dem Inj ektor in einer Verschieberichtung längsverlagerbar gelagert ist und eingerichtet ist , mit der Kontakt fläche voran in die Spitze verschoben zu werden, wobei die geschlossene Kurve in ihrem Inneren eine Fläche begrenzt , die die gleiche Form hat wie ein zweiter innerer Querschnitt der Spitze an deren engster Stelle , wobei die Normale des zweiten inneren Querschnitts parallel zu der Verschieberichtung ist . Der Mittelpunkt ist der Schwerpunkt der von der geschlossenen Kurve in ihrem Inneren begrenzten Fläche .

Bei einem Betrieb des Inj ektors ist der Kolben von einem Ort außerhalb der Spitze in Richtung zu der Spitze hin zu verlagern . Wird der Kolben in Richtung zu der Spitze hin verlagert , befindet sich das Kissen zuerst in dem ungequetschten Zustand . Die Kontakt fläche berührt die Intraokularlinse und schiebt die Intraokularlinse zu der Spitze hin . Gelangt der Kolben während einer Vorwärtsbewegung in die Spitze , so wird er gequetscht und das Kissen gelangt dadurch in einen teilweise gequetschten Zustand . Dabei verändert sich die Form der Kontakt fläche und das Volumen der Aussparung wird mit zunehmender Vorwärtsbewegung kleiner . Indem das Volumen der Aussparung kleiner wird, können mechanische Spannungen sowohl in dem Kolben als auch in der Spitze verringert werden, wodurch eine Wahrscheinlichkeit einer Beschädigung des Kolbens und der Spitze verringert werden können . Indem die Innenkontur erfindungsgemäß ausgelegt ist , kann eine räumliche Verteilung der mechanischen Spannungen in dem Kissen und in der das Kissen umgebenden Spitze vergleichmäßigt werden . Dadurch können lokale Maxima der mechanischen Spannungen verringert werden, wodurch die Wahrscheinlichkeit der Beschädigung des Kissens und der Spitze besonders niedrig ist . Wird die Kontakt fläche bis zu einer Öf fnung der Spitze verlagert , an dem die Intraokularlinse den Inj ektor verlässt , so kann das Kissen nicht weiter gequetscht werden und das Kissen befindet sich in dem gequetschten Zustand . Dabei ist denkbar, dass das Kissen in dem Bereich der Kontakt fläche in dem gequetschten Zustand außen im Wesentlichen die Form des Kreises oder der geschlos senen Kurve hat .

Es ist bevorzugt , dass der Kolben mindestens drei der Punktegruppen aufweist . Dadurch kann die räumliche Verteilung der mechanischen Spannungen in dem Kissen besonders vergleichmäßigt werden . Es ist besonders bevorzugt , dass der Abstand von dem Innenkonturpunkt zu dem Referenzpunkt für mindestens drei der Punktegruppen unterschiedlich i st . Dadurch kann die räumliche Verteilung der mechanischen Spannungen noch weiter vergleichmäßigt werden .

Die Außenkontur hat bevorzugt eine von einem Kreis verschiedene Form . Es ist zudem denkbar, dass die Innenkontur eine von einem Kreis verschiedene Form hat . Es ist bevorzugt, dass die Innenkontur eine Interpolation der Innenkonturpunkte ist . Die Interpolation kann beispielsweise einen Spline oder eine Linie aufweisen . Der Spline oder die Linie können zwei benachbarte Innenkonturpunkte miteinander verbinden . Es ist bevorzugt , dass der Kreis 8 einen Durchmesser von 1 , 4 mm bis 3 , 0 mm hat . Zudem ist bevorzugt , dass zwei auf der Außenkontur 7 angeordnete Punkte maximal einen Abstand von 4 , 0 mm, insbesondere von 3 , 5 mm, haben . Dabei gilt die Maßgabe , dass der Durchmesser des Kreises und die Form der Außenkontur in dem ungequetschten Zustand so zu wählen sind, dass der Kreis vollständig innerhalb der Außenkontur liegt . Es ist zudem denkbar, dass zwei benachbarte Außenkonturpunkte einen Winkelabstand von maximal 120 ° haben .

Das Kissen weist bevorzugt einen sich erweiternden Abschnitt auf , dessen Querschnitt sich in Richtung zu der Kontakt fläche hin erweitert . Dadurch hat das Kissen ein geringeres Volumen als in dem Fall , dass das Kissen entlang der Länge des sich erweiternden Bereichs die Dicke der Außenkontur hätte . Dadurch können mechanische Spannungen in dem Kissen und in der Spitze beim Quetschen des Kissens verringert werden . Es ist besonders bevorzugt , dass die Aussparung sich in dem sich erweiternden Abschnitt erstreckt und sich in dem sich erweiternden Abschnitt in einer Richtung weg von der Kontakt fläche verj üngt . Dadurch ist es möglich, eine Dicke des Ki ssens in einer Längsrichtung des Kolbens konstant zu halten .

Es ist bevorzugt , dass das Kissen einen vorstehenden Abschnitt aufweist, der quer zu einer Richtung, die parallel zu der Normalen der Kontakt fläche ist , von dem verbliebenen Kissen vorsteht und die Kontakt fläche bildet .

Es ist für den zweiten erfindungsgemäßen Inj ektor bevorzugt , dass der Referenzpunkt so gewählt ist , dass der Referenzpunkt , wenn der Referenzpunkt in die Verschieberichtung proj i ziert ist , mit dem Schwerpunkt eines ersten inneren Querschnitts der Spitze zusammenfällt , dessen Normale parallel zu der Verschieberichtung ist . Dadurch wird erreicht , dass das Kissen, wenn es in die Spitze geschoben wird, möglichst gleichmäßig entlang seines Umfangs gequetscht wird . Dadurch kann die Verteilung der mechanischen Spannungen besonders vergleichmäßigt werden .

Der Kreis hat bevorzugt den gleichen Durchmesser wie ein zweiter innerer Querschnitt der Spitze an deren engster Stelle , wobei die Normale des zweiten inneren Querschnitts parallel zu der Verschieberichtung ist . Die geschlossene Kurve begrenzt erfindungsgemäß in ihrem Inneren eine Fläche , die die gleiche Form hat wie ein zweiter innerer Querschnitt der Spitze an deren engster Stelle , wobei die Normale des zweiten inneren Querschnitts parallel zu der Verschieberichtung ist . Dabei ist denkbar, dass der erste innere Querschnitt und der zweite innere Querschnitt zusammenfallen . Zudem ist denkbar, dass der erste innere Querschnitt und der zweite innere Querschnitt an der Öf fnung der Spitze angeordnet sind .

Im Folgenden wird die Erfindung anhand der beigefügten schematischen Zeichnungen näher erläutert .

Figur 1 zeigt eine Draufsicht auf eine erste Aus führungs form eines Kolbens .

Figur 2 zeigt eine Draufsicht auf eine zweite Aus führungs form des Kolbens .

Figur 3 zeigt eine erste perspektivische Ansicht der ersten Aus führungs form .

Figur 4 zeigt eine zweite perspektivische Ansicht der ersten Aus führungs form .

Figur 5 zeigt eine Draufsicht auf einen Inj ektor .

Figur 6 zeigt einen Inj ektor in einer schematischen Seitenansicht .

Wie es aus Figuren 1 bis 5 ersichtlich ist , weist ein Kolben 1 für einen Inj ektor 17 , der eingerichtet ist , eine Intraokularlinse 22 in den Kapselsack eines Auges zu inj i zieren, ein verformbares Kissen 2 auf , das einen ungequetschten Zustand und einen gequetschten Zustand einnehmen kann . Das Kissen 2 weist an einem Längsende des Kolbens 1 eine Kontakt fläche 15 auf , in die eine Aussparung 6 eingebracht ist , wobei in dem ungequetschten Zustand die Kontakt fläche 15 eine die Kontakt fläche 15 außen begrenzende Außenkontur 7 und eine die Aussparung 6 außen begrenzende Innenkontur 10 aufweist . In der Aussparung 6 ist ein gedachter Referenzpunkt 9 angeordnet , der der Mittelpunkt eines gedachten und in der Ebene der Kontakt fläche 15 angeordneten Kreises 8 oder einer anderen geschlossenen Kurve ist , wobei der Kolben 1 mindestens zwei Punktegruppen aufweist . Die Punktegruppen weisen j eweils einen auf der Außenkontur 7 angeordneten Auslegungspunkt 11 , einen auf der Innenkontur 10 angeordneten Innenkonturpunkt 13 und den Referenzpunkt 9 auf , wobei für j ede der Punktegruppen gilt , dass der Abstand 12 von dem Auslegungspunkt 11 zu dem Kreis 8 oder der geschlossenen Kurve gleich lang ist wie der Abstand 14 von dem Innenkonturpunkt 13 zu dem Referenzpunkt 9 . Ferner gilt für j ede der Punktegruppen, dass der Auslegungspunkt 11 , der Innenkonturpunkt 13 und der Referenzpunkt 9 auf einer Geraden liegen und dass der Innenkonturpunkt 13 zwischen dem Auslegungspunkt 11 und dem Referenzpunkt 9 liegt , wobei der Abstand 14 von dem Innenkonturpunkt 13 zu dem Referenzpunkt 9 für mindestens zwei der Punktegruppen unterschiedlich ist . In dem Fall , dass die geschlossene Kurve vorgesehen ist , ist der Mittelpunkt der Schwerpunkt der von der geschlossenen Kurve in ihrem Inneren begrenzten Fläche .

In den Figuren 1 und 2 sind mehrere Punktegruppen eingezeichnet , welche j eweils mit der Endung „a" , „b" , „c" , „d" , „e" „f" oder „g" versehen sind . Die erste Punktegruppe weist einen Auslegungspunkt 11a auf . Wird zwischen dem Auslegungspunkt 11a und dem Referenzpunkt 9 eine direkte gerade Linie gezogen, so ergibt sich zwischen dem Auslegungspunkt 11a und dem Kreis 8 oder der geschlossenen Kurve eine Strecke mit einem Abstand 12a . Dieser Abstand 12a wird vom Referenzpunkt 9 ausgehend in Richtung zum Auslegungspunkt 11a angelegt , sodass sich Innenkonturpunkt 13a ergibt . Die zwischen dem Referenzpunkt 9 und dem Innenkonturpunkt 13a erreichte Streckenlänge , welche mit 14a bezeichnet ist , besitzt somit den gleichen Betrag wie der Abstand 12a .

Die zweite Punktegruppe weist den Auslegungspunkt 11b und Innenkonturpunkt 13b auf , wobei der Abstand zwischen dem Auslegungspunkt 11b und dem Kreis 8 oder der geschlossenen Kurve mit 12b bezeichnet ist . Dieser Abstand 12b besitzt den gleichen Betrag wie der Abstand 14b, welcher zwischen dem Referenzpunkt 9 und dem Innenkonturpunkt 13b vorliegt . Die dritte Punktegruppe weist den Auslegungspunkt 11c und den Innenkonturpunkt 13c auf , zu welchen die Abstände 12c und 14c gehören . Die vierte Punktegruppe weist den Auslegungspunkt l ld und den Innenkonturpunkt 13d auf , zu welchen die Abstände 12d und 14d gehören . Die fünfte Punktegruppe weist den Auslegungspunkt I le und Innenkonturpunkt 13e mit den Abständen 12e und 14e auf . Die sechste Punktegruppe weist den Auslegungspunkt l l f und Innenkonturpunkt 13 f mit den Abständen 12 f und 14 f auf . Die siebte Punktegruppe weist den Auslegungspunkt 11g und Innenkonturpunkt 13g mit den Abständen 12g und 14g auf .

Figuren 1 und 2 zeigen zudem, dass in dem ungequetschten Zustand des Kissens 2 der Kreis 8 oder die geschlos senen Kurve vollständig innerhalb der Außenkontur 7 angeordnet sein kann . Zudem ist in Figuren 1 und 2 für j ede der Punktegruppen ein Kreis 20 eingezeichnet , dessen Mittelpunkt der Referenzpunkt 9 ist und der durch den j eweiligen Auslegungspunkt 11 der j eweiligen Punktegruppe verläuft . Demnach ist für die erste Punktegruppe ein erster Kreis 20a und für die zweite Punktegruppe ein zweiter Kreis 20b eingezeichnet . Für die dritte Punktegruppe ist ein Kreis 20c, für die vierte Punktegruppe ein Kreis 20d, für die fünfte Punktegruppe ein Kreis 20e , für die sechste Punktegruppe ein Kreis 20 f und für die siebte Punktegruppe ein Kreis 20g eingezeichnet . Figuren 1 bis 5 zeigen, dass die Außenkontur 7 eine von einem Kreis verschiedene Form haben kann . Zudem kann ebenfalls die Innenkontur 10 eine von einem Kreis verschiedene Form haben . Insbesondere Figuren 1 und 2 zeigen, dass die Kontakt fläche 15 beispielsweise die Form eines Fünfecks haben kann . Vier Ecken 19a, 19b, 19d und 19e der fünf Ecken 19a bis 19e können dabei in den Ecken eines gedachten Rechtecks angeordnet sein . Die fünfte Ecke 19c kann auf einer Gerade liegen, die zwei parallel angeordnete Seiten des Rechtsecks in deren Mittelpunkten schneidet . Zudem ist denkbar, dass die Ecken 19a bis 19e abgerundet sind, wie es auch insbesondere in den Figuren 1 und 2 dargestellt ist . Dadurch, dass die Ecken 19a bis 19e abgerundet sind, wird ein Gleiten des Kolbens 1 in dem Inj ektor 17 erleichtert . Zumindest ein Teil der Auslegungspunkte 11 kann in zumindest einem Teil der Ecken 19 angeordnet sein . Figuren 1 und 2 zeigen zudem, dass die Auslegungspunkte 11 symmetrisch bezüglich einer Spiegelachse der Kontakt fläche 15 angeordnet sein können .

Figuren 1 und 2 zeigen, dass der Kolben 1 mindestens drei der Punktegruppen aufweisen kann . Eine dritte der Punktegruppen weist einen dritten Auslegungspunkt 11c, einen dritten Innenkonturpunkt 13c und den Referenzpunkt 9 auf . Zudem ist denkbar, dass der Abstand 14 von dem Innenkonturpunkt 13 zu dem Referenzpunkt 9 für mindestens drei der Punktegruppen unterschiedlich ist . Figur 1 zeigt eine erste Aus führungsform des Kolbens 1 und Figur 2 zeigt eine zweite Aus führungs form des Kolbens 1 , wobei bei der ersten Aus führungs form sieben der Auslegungspunkte 11a bis 11g vorgesehen sind und bei der zweiten Aus führungs form sechs der Auslegungspunkte 11a bis l l f vorgesehen sind .

Die Innenkontur kann eine Interpolation der Innenkonturpunkte 13 sein . Die Interpolation kann einen Spline oder eine Linie aufweisen . Der Kreis 8 kann beispielsweise einen Durchmesser von 1 , 4 mm bis 3 , 0 mm haben . Zwei auf der Außenkontur 7 angeordneten Punkte können beispielsweise maximal einen Abstand von 4 , 0 mm, insbesondere von 3 , 5 mm, zueinander haben . Dabei gi lt die Maßgabe , dass der Kreis 8 oder die geschlossene Kurve vollständig innerhalb der Außenkontur 7 angeordnet ist .

Wie es aus Figuren 3 und 4 ersichtlich ist , kann das Kissen 2 einen sich erweiternden Abschnitt 4 aufweisen, dessen Längs- Querschnitt sich in Richtung zu der Kontakt fläche 15 hin erweitert . Die Aussparung 6 kann sich in dem sich erweiternden Abschnitt 4 erstrecken und sich in dem sich erweiternden Abschnitt 4 in einer Richtung weg von der Kontakt fläche 15 verj üngen, siehe Bezugs zeichen 21 . Dabei kann in einer Ebene , die parallel beabstandet von der Kontakt fläche 15 angeordnet ist und durch die Aussparung 6 in dem sich erweiternden Abschnitt 4 verläuft , gelten, dass in dem ungequetschten Zustand das Kissen 2 eine das Kissen 2 außen begrenzende zweite Außenkontur und eine die Aussparung 6 außen begrenzende zweite Innenkontur aufweist , wobei in der Aussparung 6 ein gedachter zweiter Referenzpunkt angeordnet ist , der der Mittelpunkt eines gedachten und in der Ebene angeordneten zweiten Kreises 8 oder einer zweiten anderen geschlossenen Kurve ist , wobei der Kolben 1 mindestens zwei weitere Punktegruppen aufweist , die j eweils einen auf der zweiten Außenkontur angeordneten Auslegungspunkt , einen auf der zweiten Innenkontur angeordneten Innenkonturpunkt und den zweiten Referenzpunkt aufweisen, wobei für j ede der weiteren Punktegruppen gilt , dass der Abstand von dem Auslegungspunkt zu dem zweiten Kreis oder der zweiten Kurve gleich lang ist wie der Abstand von dem Innenkonturpunkt zu dem zweiten Referenzpunkt , dass der Auslegungspunkt , der Innenkonturpunkt und der zweite Referenzpunkt auf einer Geraden liegen und dass der Innenkonturpunkt zwischen dem Auslegungspunkt und dem zweiten Referenzpunkt liegt , wobei der Abstand von dem Innenkonturpunkt zu dem zweiten Referenzpunkt für mindestens zwei der weiteren Punktegruppen unterschiedlich ist . Es ist zudem ersichtlich, dass der Kolben 2 einen zylinderförmigen Abschnitt 5 aufweisen kann, der an den sich erweiternden Abschnitt 4 an dessen der Kontakt fläche 15 abgewandten Ende angrenzt .

Figuren 3 und 4 zeigen zudem, dass das Kissen 2 einen vorstehenden Abschnitt 3 aufweisen kann, der quer zu einer Richtung, die parallel zu der Normalen der Kontaktf lache 15 ist , von dem verbliebenen Kissen 2 vorsteht und die

Kontakt fläche 15 bildet . Der vorstehende Abschnitt 3 kann an den sich erweiternden Abschnitt 4 unmittelbar angrenzen .

Figur 5 und 6 zeigen den Inj ektor 17 mit dem Kolben 1 und einer konisch sich verj üngenden Spitze 16 , wobei der Kolben 1 in dem Inj ektor 17 in einer Verschieberichtung längsverlagerbar gelagert ist und eingerichtet ist , mit der Kontakt fläche 15 voran in die Spitze 16 verschoben zu werden . Die Verschieberichtung steht dabei in Figur 5 senkrecht auf der Zeichenebene . Figur 5 und 6 zeigen zudem, dass sich die Spitze 16 in der Verschieberichtung hin zu einer Öf fnung 18 der Spitze 16 verj üngt , wobei die Intraokularlinse 22 via die Öffnung 18 von dem Kolben 1 aus dem Inj ektor 17 heraus zu schieben ist . Es ist denkbar, dass der Referenzpunkt 9 so gewählt ist , dass der Referenzpunkt 9 , wenn der Referenzpunkt 9 in die Verschieberichtung proj i ziert ist , mit dem Schwerpunkt eines ersten inneren Querschnitts der Spitze 16 zusammenfällt , dessen Normale parallel zu der Verschieberichtung ist . Es ist auch denkbar, dass der Kreis 8 den gleichen Durchmesser hat wie ein zweiter innerer Querschnitt der Spitze 16 an deren engster Stelle , wobei die Normale des zweiten inneren Querschnitts parallel zu der Verschieberichtung ist . Die engste Stelle kann dabei an der Öf fnung 18 liegen und der erste innere Querschnitt und/oder der zweite innere Querschnitt können der Querschnitt der Öf fnung 18 sein . Der erste innere Querschnitt und der zweite innere Querschnitt können zusammenfallen und die Öf fnung 18 beinhalten . In dem Fall , dass die geschlossenen Kurve vorgesehen ist , kann die Form der von geschlossenen Kurve in ihrem Inneren begrenzten Fläche identisch sein mit dem zweiten inneren Querschnitt . Figur 6 zeigt zudem, dass die Außenkontur 7 in ihrem ungequetschten Zustand größer als der zweite Querschnitt sein kann .

Aus Figur 6 ist ersichtlich, dass die Intraokularlinse 22 einen Optikkörper 23 und eine Haptik 24 aufweisen kann . Die Intraokularlinse 22 ist dabei in einer Kassette 25 gehalten, welche in einem Inj ektorkörper 30 eingesetzt ist . Der Kolben 1 ist an einem Ende eines Stößels 31 angebracht , der linear im In ektorkörper 30 angebracht ist .

Vor einem Gebrauch des Inj ektors 17 befindet sich das Kissen 2 in dem ungequetschten Zustand . Während des Gebrauchs des Inj ektors 17 wird der Kolben 1 in die Spitze 16 hinein verlagert . Dabei kontaktiert die Kontakt fläche 15 die Intraokularlinse 22 und der Kolben 1 verschiebt die Intraokularlinse 22 in Richtung zu der Öf fnung 18 hin . Das Kissen 2 stößt in der Spitze 16 an die Wand der Spitze 16 an . Durch ein weiteres Verlagern des Kolbens 1 zu der Öf fnung 18 hin wird das Kissen 2 gequetscht , wodurch das Kissen 2 in einen teilweise gequetschten Zustand gelangt und die Aussparung 6 kleiner wird . Befindet sich die Kontakt fläche 15 in der Öf fnung 18 , so befindet sich das Kissen 2 in dem gequetschten Zustand . In dem gequetschten Zustand kann die äußere Kontur des Kissens 2 im Bereich der Kontaktf läche 15 im Wesentlichen die Form des Kreises 8 haben .

Bezugs zeichenliste

1 Kolben

2 Kissen

3 vorstehender Abschnitt

4 erweiternder Abschnitt

5 zylinderförmiger Abschnitt

6 Aussparung

7 Außenkontur

8 Kreis

9 Referenzpunkt

10 Innenkontur l lx x-ter Auslegungspunkt

12x Abstand des x-ten Auslegungspunkts dem Kreis 8

13x x-ter Innenkonturpunkt

14x Abstand des x-ten Innenkonturpunkt zum Referenzpunkt 9

15 Kontakt fläche

16 Spitze

17 Inj ektor

18 Öf fnung

19x x-te Ecke

20a x-ter Kreis

21 Verj üngung der Aussparung

22 Intraokularlinse

23 Optikkörper

24 Haptik

25 Kassette

30 Inj ektorkörper

31 Stößel