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Title:
POWDER APPLICATION DEVICE AND METHOD FOR PRODUCING STIFFENING ELEMENTS FROM PULVEROUS MATERIAL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/120243
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a powder application device for applying at least partially meltable powder (12) onto a providing element (24) for the production of stiffening elements (30), which powder application device has a powder container (10). A template (16) for defining a basic form of a stiffening element (30) to be produced is provided in the region of an outlet (14) of the powder container (10). Furthermore, a closing apparatus (18) is provided for opening and closing the outlet (14). In order to produce stiffening elements (30) having different stiffness, in particular barrier elements (28) connected to the template (16) are provided. By means of the barrier elements (28), powder supply to the providing element (24) is reduced such that a stiffening element (30) having regions (34) of different material thickness is formed. The invention further relates to a method for producing a stiffening element of this type.

Inventors:
JÄRGER HENRITTE (DE)
AMES SEBASTIAN (DE)
MILKOVIC SLAVICA (VN)
Application Number:
PCT/EP2019/083606
Publication Date:
June 18, 2020
Filing Date:
December 04, 2019
Export Citation:
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Assignee:
RHENOFLEX GMBH (DE)
International Classes:
A43B23/08; A43B23/17; A43B23/26; A45C3/00; B29C41/36; B29C43/00; B29C43/34; B29C67/08
Domestic Patent References:
WO2012059367A12012-05-10
WO2012059367A12012-05-10
Foreign References:
US1788389A1931-01-13
US5095961A1992-03-17
Attorney, Agent or Firm:
DOMPATENT VON KREISLER SELTING WERNER - PARTNERSCHAFT VON PATENTANWÄLTEN UND RECHTSANWÄLTEN MBB (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Pulverauftragvorrichtung für zumindest teilweise schmelzbares Pulver auf ein Bereitstellungselement (24) zur Herstellung von Versteifungsele menten (30) für Schuhe, Taschen, orthopädische Anwendung oder der gleichen, mit einem Pulverbehälter (10), einer an einem Auslass (14) des Pulverbehälters (10) vorgesehenen Schablone (16) zur Festlegung einer Grundform eines herzustellenden Versteifungselements (30) und einer Verschlusseinrichtung (18) zum Öffnen und Schließen des Auslas ses (14), gekennzeichnet durch mindestens ein Barriereelement (28) zur Verringerung der Pulverzufuhr zu dem Bereitstellungselement (24) zur Ausbildung von Bereichen (34) des Versteifungselements (30) mit geringerer Material stärke.

2. Pulverauftragvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Barriereelement (28) mit der Schablone (16) verbunden ist.

3. Pulverauftragvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich net, dass das mindestens eine Barriereelement (28) Stege aufweist.

4. Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-3, dadurch ge kennzeichnet, dass mehrere Barriereelemente (28) zur Ausbildung eines Bereichs des Versteifungselements (30) mit geringerer Materialstärke dienen. 5. Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch ge kennzeichnet, dass mehrere Stege (28) zueinander parallel und/oder gebogen sind.

6. Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-5, dadurch ge kennzeichnet, dass der Bereich (34) geringerer Material stärke als zu mindest teilweise, insbesondere vollständig umlaufender Randbereich ausgebildet ist.

7. Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-6, dadurch ge kennzeichnet, dass der Pulverauftrag derart erfolgt, dass auf dem Be reitstellungselement (24) auch im Bereich des mindestens einen Barri ereelements (28) eine vorzugsweise vollständig geschlossene Material schicht ausgebildet ist.

8. Pulverauftragvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die vorzugsweise vollständig geschlossene Materialschicht erzielt wird durch die Rieselfähigkeit des Pulvers (12) und/oder die Form des mindestens einen Barriereelements (28) und/oder den Abstand zwi schen der Schablone (16) und einer Oberseite (22) des Bereitstellungs elements (24) und/oder eine Zeitspanne der Pulverzufuhr.

9. Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-8, dadurch ge kennzeichnet, dass das mindestens eine Barriereelement (28) in Förder richtung (32) des Pulvers (12) sich verjüngend ausgebildet ist.

10. Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-9, dadurch ge kennzeichnet, dass das mindestens eine Barriereelement (28) in Förder richtung (32) des Pulvers (12) geneigt ist. 11. Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-10, dadurch ge kennzeichnet, dass das mindestens eine Barriereelement (28) insbeson dere quer zur Förderrichtung (32) eine variable Breite aufweist.

12. Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-11, dadurch ge kennzeichnet, dass der Abstand zwischen der Schablone (16) und einer Oberseite (22) des Bereitstellungselements (24) zwischen 0,1 mm und 0,5 mm beträgt.

13. Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-12, dadurch ge kennzeichnet, dass die Rieselfähigkeit des Pulvers (12) 20-30 Sekunden gemessen mit einer 10 mm Düse gemäß EN ISO 6186 beträgt.

14. Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-13, dadurch ge kennzeichnet, dass das Bereitstellungselement (24) ein Förderband auf weist.

15. Verfahren zur Herstellung von Versteifungselementen, insbesondere für Schuhe, Taschen, orthopädische Anwendungen oder dergleichen aus zu mindest teilweise schmelzbarem Pulver, insbesondere mit einer Pulver auftragvorrichtung nach einem der Ansprüche 1-14, bei welchem Pulver (12) auf ein Bereitstellungselement (24) in der Grundform des herzustellenden Versteifungselements (30) aufgebracht wird, wobei bereichsweise weniger Pulver zur Ausbildung von Bereichen (34) des Versteifungselements (30) mit geringerer Materialstärke auf gebracht wird.

16. Verfahren nach Anspruch 15, bei welchem das Pulver aus einem Pulver behälter (10) über eine Schablone (16) auf das Bereitstellungselement (24) aufgebracht wird. 17. Verfahren nach Anspruch 15 oder 16, bei welchem das Pulver derart aufgetragen wird, dass auf dem Bereitstellungselement (24) auch im Bereich des mindestens einen Barriereelements (28) eine vorzugweise vollständig geschlossene Materialschicht ausgebildet wird.

18. Verfahren nach einem der Ansprüche 15-17, bei welchem die vorzugs weise vollständig geschlossene Materialschicht erzielt wird durch die Rie selfähigkeit des Pulvers (12) und/oder die Form des mindestens einen Barriereelements (28) und/oder den Abstand zwischen der Schablone (16) und einer Oberseite (22) des Bereitstellungselements (24) und/o der eine Zeitspanne der Pulverzufuhr.

19. Versteifungselement aus zumindest teilweise schmelzbarem Pulver, ins besondere hergestellt nach einem der Ansprüche 15-18, vorzugsweise unter Verwendung der Pulverauftragvorrichtung nach einem der Ansprü che 1-14 mit Bereichen unterschiedlicher Materialstärke.

20. Versteifungselement nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass als Bereich unterschiedlicher Material stärke der Randbereich des Ver steifungselements (30) ausgebildet ist.

Description:
Pulverauftraavorrichtuna sowie Verfahren zur Herstellung von Ver- steifungselementen aus pulverförmigem Material

Die Erfindung betrifft eine Pulverauftragvorrichtung für zumindest teilweise schmelzbares Pulver bzw. pulverförmiges Material auf ein Bereitstellungsele ment zur Herstellung von Versteifungselementen. Bei den Versteifungselemen ten handelt es sich insbesondere um Versteifungselemente für Schuhe, Taschen, orthopädische Anwendungen oder dergleichen. Ferner betriff die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung derartiger Versteifungselemente aus zumindest teil weise schmelzbarem Pulver.

Derartige Versteifungselemente können beispielsweise mit einer Vorrichtung, wie sie in WO 2012/059367 beschrieben ist, hergestellt werden. Die Herstellung erfolgt derart, dass ein rieselfähiges, zumindest teilweise schmelzbares Pulver in einem Pulverbehälter bevorratet ist und am Auslass des Pulverbehälters eine Schablone vorgesehen ist. Durch die mit einem Schieber verschließbare Schab lone rieselt das Pulvermaterial auf ein Förderband. Aufgrund des Vorsehens der Schablone ist es möglich, das Pulver bereits in der gewünschten Grundform bzw. nahe der gewünschten Endform aufzubringen. Anschließend erfolgt ein Zufüh ren von Druck und/oder Wärme, so dass das Pulver miteinander verbunden wird und entsprechende Versteifungselemente entstehen.

Insbesondere bei Versteifungselementen für Schuhe, und insbesondere zum Schutz der Zehen durch eine Vorderkappe oder im Bereich der Ferse durch eine Hinterkappe, besteht der Wunsch, dass derartige Versteifungselemente unter schiedlich steife Bereiche aufweisen. Aufgabe der Erfindung ist es, eine geeignete Pulverauftrragvorrichtung sowie ein entsprechendes Verfahren zu schaffen, mit dem Versteifungselemente mit unterschiedlich steifen Bereichen hergestellt werden können.

Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch eine Pul Verauftrag Vor richtung gemäß Anspruch 1 bzw. ein Verfahren gemäß Anspruch 15.

Die erfindungsgemäße Pulverauftragvorrichtung für zumindest teilweise schmelzbares Pulver bzw. pulverförmiges Material dient zum Aufbringen des entsprechenden Materials auf ein Bereitstellungselement zum Herstellen von Versteifungselementen, insbesondere für Schuhe, Taschen, orthopädische An wendungen oder dergleichen. Bei dem Bereitstellungselement kann es sich um ein Förderband, ein stationäres flächiges Element wie ein Aufnahmeblech oder dergleichen handeln. Die Pulverauftragvorrichtung weist einen Pulverbehälter zur Bevorratung des zumindest teilweise schmelzbaren Pulvers auf. An einem Auslass des Pulverbehälters ist eine Schablone vorgesehen. Diese dient zur Festlegung einer Grund- oder Endform eines herzustellenden Versteifungsele ments. Das Pulver kann in bevorzugter Ausführungsform aus dem Auslass auf grund der Schwerkraft herausrieseln. Es sind jedoch auch Förderelemente wie beispielsweise Transportbänder, Transportelemente, ein Luftstrom oder derglei chen möglich. Das Pulver gelangt durch die Schablone auf das Bereitstellungs element. Ferner ist eine Verschlusseinrichtung zum Öffnen und Schließen des Auslasses des Pulverbehälters vorgesehen. Hierbei kann die Verschlusseinrich tung in Förder- bzw. Transportrichtung des Pulvers vor oder hinter der Schab lone angeordnet sein. Insbesondere ist die Verschlusseinrichtung als Schieber ausgebildet.

Bevorzugt ist es, dass während des Auftragens des Pulvers auf das Bereitstel lungselement zwischen dem Bereitstellungselement und dem Auslass des Pul verbehälters bzw. der Schablone keine Relativbewegung herrscht. Dies ist bei einem als Transportband ausgebildeten Bereitstellungselement beispielsweise dadurch möglich, dass das Bereitstellungselement während des Pulverauftrags steht und/oder sich die Pulverauftragvorrichtung bzw. zumindest die Schablone bzw. der Auslass des Pulverbehälters in gleicher Geschwindigkeit zu dem als Transportband ausgebildeten Bereitstellungselement bewegt. Nach dem Auf bringen bzw. Aufträgen des Pulvers auf das als Band oder stationäres Element ausgebildete Bereitstellungselement kann das zumindest teilweise schmelzbare Pulver im nächsten Schritt durch Zuführen von Druck und/oder Wärme mitei nander verbunden und das entsprechende Versteifungselement ausgebildet werden.

Die erfindungsgemäße Pulverauftragvorrichtung weist zum Ausbilden von Ver steifungselementen mit unterschiedlicher Materialstärke bzw. zum Ausbilden von Bereichen unterschiedlicher Steifigkeit mindestens ein Barriereelement auf. Durch das Barriereelement erfolgt ein Verringern der Pulverzufuhr zu dem Be reitstellungselement in entsprechend festgelegten Bereichen. Durch das min destens eine Barriereelement wird somit die Menge an zugeführtem Pulver in vorgegebenen Bereichen verringert. Hierdurch können Versteifungselemente mit Bereichen mit unterschiedlicher Materialstärke ausgebildet sein, wobei in den durch die Barriereelemente beeinflussten Bereichen eine geringere Materi alstärke bzw. Materialdicke erzielt wird. Die Dicke dieser Bereiche ist vorzugs weise 0,2 bis 3 mm, insbesondere 0,3 bis 2,5 mm und besonders bevorzugt 0,35 bis 2,25 mm. Hierbei handelt es sich sodann um Bereiche geringerer Stei figkeit. Das erfindungsgemäß hergestellte Versteifungselement ist vorzugsweise aus einem einzigen Material unterschiedlicher Dicke und insbesondere einstü ckig ausgebildet.

Als Barriereelemente können Lenkbleche, Gitter, Stifte, Stege oder dergleichen vorgesehen sein. Diese sind ggf. in Förderrichtung des Pulvers vor der Schab lone und/oder auch in der Schablonenebene angeordnet. Besonders bevorzugt ist es, dass die Barriereelemente mit der Schablone ver bunden, vorzugsweise mit dieser einstückig ausgebildet sind. Dies hat den Vor teil, dass zum Herstellen unterschiedlicher Versteifungselemente auf einfache Weise die Schablone zusammen mit den entsprechenden Barriereelementen ausgewechselt werden kann. Hierbei ist es bevorzugt, dass als Barriereelemente Stege mit der Schablone verbunden sind.

Insbesondere ist es bevorzugt, dass zur Ausbildung eines Bereichs geringerer Materialstärke mehrere Barriereelemente, insbesondere mehrere Stege vorge sehen sind. Bei beispielsweise als Stege oder Stifte ausgebildeten Barriereele menten ist es des Weiteren bevorzugt, dass diese im Wesentlichen parallel zu einander verlaufen und/oder gitterförmig ausgebildet sind. Beispielsweise ist es möglich, entsprechende Barriereelemente wie Stege am Rand der Schablone vorzusehen, so dass Versteifungselemente mit Bereichen geringerer Material stärke bzw. geringerer Steifigkeit im Randbereich hergestellt werden können. Der entsprechende Randbereich ist vorzugsweise teilweise, insbesondere voll ständig umlaufend ausgebildet.

Besonders bevorzugt ist es, dass der Pulverauftrag derart erfolgt, dass auf dem Bereitstellungselement und dem Transportband auch im Bereich des mindestens einen Barriereelements eine vorzugsweise vollständig geschlossene Material schicht ausgebildet ist. Die Barriereelemente dienen somit dazu, dass eine ge ringere Menge an Pulver auf das Bereitstellungselement gelangt bzw. auf dieses rieselt. Aufgrund der Körnigkeit des Pulvers kann bei entsprechender Anordnung der Barriereelemente und dergleichen gewährleistet werden, dass das Pulver zusammenfließt bzw. zusammenrieselt, so dass die Bereiche geringer Material stärke ausgebildet sind. Dies muss nicht durchgehend erfolgen, vielmehr ist es auch möglich, dass Bereiche ausgebildet werden, in denen kein Pulvermaterial vorgesehen ist. Bevorzugt ist es jedoch, dass eine vollständig geschlossene Ma terialschicht mit unterschiedlicher Materialdicke ausgebildet wird. Eine vorzugsweise vollständig geschlossene Materialschicht auch im Bereich der Barriereelemente kann durch geeignete Wahl der Rieselfähigkeit des Pulvers und/oder der Form des bzw. der Barriereelemente und/oder des Abstands zwi schen der Schablone und dem Bereitstellungselement und/oder einer Zeit spanne der Pulverzufuhr erfolgen. Ggf. ist es beispielsweise auch möglich, wäh rend der Pulverzufuhr die Schablone und/oder das Bereitstellungselement zu rütteln, um ein Zusammenfließen bzw. Zusammenrieseln des Pulvers auch in den durch die Barriereelemente freien Bereichen zu gewährleisten.

Die Form der Barriereelemente kann beispielsweise bei Stegen oder dergleichen derart ausgebildet sein, dass sich diese in Förder- bzw. Rieselrichtung des Pul vers verjüngen. Insbesondere können die Barriereelemente einen dreieckigen Querschnitt aufweisen. Auch ist es möglich, dass die beispielsweise als Stege oder Lenkbleche ausgebildeten Barriereelemente geneigt sind, so dass das Pul ver auch in den durch die Barriereelemente abgedeckten Bereich rieselt, jedoch hier eine geringere Materialstärke ausbildet. Auch Stege, die in Draufsicht eine beispielsweise variable Breite aufweisen, können zur Erreichung einer geschlos senen Materialschicht vorteilhaft sein. Insbesondere können die Stege in unter schiedlichen Bereichen der Schablone unterschiedliche Formen, Breiten, Ab stände etc. aufweisen, um die Materialstärke bzw. die Menge an zugeführtem Pulver zu definieren

Der Abstand zwischen der Schablone und dem Bereitstellungselement ist vor zugsweise möglichst gering und liegt insbesondere im Bereich von 0,1 mm bis 0,5 mm.

Die Rieselfähigkeit des verwendeten Pulvers liegt vorzugsweise im Bereich von 20 - 30 Sekunden gemessen mit einer 10 mm Düse nach EN ISO 6186.

Als Material zur Herstellung der erfindungsgemäßen Versteifungselemente ist insbesondere pulverförmiger thermoplastischer Kunststoff geeignet. Dieser kann beispielsweise durch Vermahlen von Granulat hergestellt werden. Eine be vorzugte Pulvergröße liegt im Bereich von 50 pm bis 900 pm, vorzugsweise 50 pm bis 600 pm.

Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von Versteifungsele menten, insbesondere für Schuhe, Taschen, orthopädische Anwendungen oder dergleichen. Das erfindungsgemäße Verfahren wird in besonders bevorzugter Ausführungsform mit der vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Pulver auftragvorrichtung durchgeführt, wobei die vorstehend anhand der Pulverauf tragvorrichtung beschriebenen Verfahrensweisen bevorzugt sind.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Herstellung von Versteifungsele menten wird Pulver auf ein Bereitstellungselement in einer Grund- bzw. Endform des herzustellenden Versteifungselements aufgebracht. Hierbei erfolgt das Auf bringen derart, dass bereichsweise weniger Pulver aufgebracht wird, so dass Bereiche des Versteifungselements mit geringerer Material stärke ausgebildet werden. Anschließend kann ein Verbinden des Pulvers durch Wärme und/oder Druck erfolgen.

Bevorzugt ist es, dass das Pulver aus einem Pulverbehälter über eine Schablone, die im Wesentlichen die Außenabmessungen der Grund- bzw. Endform aufweist, auf das Bereitstellungselement aufgebracht wird. Bevorzugt ist hierbei die Ver wendung der vorstehend beschriebenen Barriereelemente, die besonders be vorzugt mit der Schablone verbunden sind. In besonders bevorzugter Weiterbil dung der Erfindung erfolgt der Pulverauftrag derart, dass auf dem Bereitstel lungselement auch im Bereich des mindestens einen Barriereelements eine vor zugsweise vollständig geschlossene Materialschicht ausgebildet wird. Dies kann, wie vorstehend anhand der Pulverauftragvorrichtung beschrieben, vorzugsweise durch geeignete Rieselfähigkeit des Pulvers und/oder die Form des bzw. der Barriereelemente und/oder des Abstands zwischen der Schablone und dem Bereitstellungselement und/oder der Zeitspanne der Pulverzufuhr gewährleistet werden.

Besonders bevorzugt ist es, dass ein Versteifungselement ausgebildet wird, das in einem Randbereich eine geringere Material stärke und somit eine geringere Steifigkeit aufweist. Insbesondere ist der Randbereich vollständig umlaufend ausgebildet.

Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Versteifungselement, das insbesondere für Schuhe, Taschen, orthopädische Anwendungen oder dergleichen geeignet ist, wobei das Versteifungselement Bereiche unterschiedlicher Materialstärke aufweist. Bevorzugt ist es hierbei, dass das Versteifungselement aus ein und demselben Material hergestellt ist und die Bereiche unterschiedlicher Material stärke nicht durch ein mehrschichtiges Material erzeugt werden. Das erfin dungsgemäße Versteifungselement ist daher vorzugsweise einstückig ausgebil det. Insbesondere erfolgt das Herstellen des Versteifungselements durch das Verbinden von zumindest teilweise schmelzbarem Pulver, das bereits vor dem Verbinden des Pulvers durch Druck und/oder Wärme unterschiedlich dicke Be reiche aufweist.

Besonders bevorzugt ist es, dass das Versteifungselement nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren hergestellt ist, wobei es des Weiteren bevorzugt ist, dass hierzu die vorstehend beschriebene Pulverauftragvorrichtung verwendet wird.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand bevorzugter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen : Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Pul verauftragvorrichtung,

Fig. 2-5 schematische Draufsichten unterschiedlicher Schablonen,

Fig. 6 eine Schnittansicht von Stegen einer Schablone einer bevorzug ten Ausführungsform, und

Fig. 7 eine Schnittansicht von Stegen einer Schablone einer weiteren bevorzugten Ausführungsform.

Eine Pulverauftragvorrichtung weist einen Pulverbehälter 10 auf, in dem zumin dest teilweise schmelzbares Pulver 12 angeordnet ist. An einem Auslass 14 des Pulverbehälters 10 ist eine Schablone 16 angeordnet. Zum Öffnen und Schließen des Auslasses 14 ist eine im dargestellten Ausführungsbeispiel als Schieber 18 ausgebildete Verschlusseinrichtung vorgesehen. Durch Öffnen des Schiebers 18 in Richtung eines Pfeils 20 rieselt Pulver 12 aufgrund der Schwerkraft durch die Schablone 16 auf eine Oberseite 22 eines Bereitstellungselements 24, bei dem es sich im dargestellten Ausführungsbeispiel um ein Förderband handelt.

Um ein Aufbringen des Pulvers 12 nahe der Grund- bzw. Endform eines herzu stellenden Versteifungselements auf der Oberseite 22 des Förderbands 24 zu ermöglichen, wird das Förderband 24 beispielsweise bei geöffnetem Schieber 18 angehalten.

Bei den in den Figuren 2-5 dargestellten unterschiedlichen Ausführungsformen der Schablonen 14 sind ähnliche und identische Bauteile mit denselben Bezugs zeichen gekennzeichnet.

Die Schablonen weisen jeweils ein umlaufendes Randelement 26 auf, das ins besondere zur Befestigung an einer entsprechenden Halterung im Auslass 14 des Pulverbehälters 10 dient. Mit dem rahmenförmigen Element 26 sind als Stege ausgebildete Barriereelemente 28 verbunden.

Im Bereich der Barriereelemente 28 rieselt weniger Pulver 12 auf die Oberseite 22 des Förderbands 24. Es entstehen hierdurch Versteifungselemente mit un terschiedlicher Material stärke bzw. -dicke. Zur Fertigstellung der Verstärkungs elemente wird das Pulver miteinander durch Aufbringen von Druck und/oder Wärme verbunden.

Um in den Bereichen der Barriereelemente 28 eine unterschiedliche Pulverma terialdicke zu gewährleisten, andererseits aber eine geschlossene Pulverschicht auf die Oberseite 22 des Förderbands 24 aufzubringen, können die Stege 28 beispielsweise einen dreieckigen Querschnitt (Fig. 6) aufweisen. Hierdurch wird auf einer Oberseite 22 des Förderbands 24 zur Ausbildung eines Versteifungs elements 30 Pulvermaterial 12 derart aufgetragen, dass in Rieselrichtung 32 unterhalb der Barriereelemente 28 ein Bereich 34 mit einer geringeren Materi alstärke ausgebildet ist.

Die als Stege ausgebildeten Barriereelemente 28 können beispielsweise auch, wie in Fig. 7 dargestellt, gegenüber einer Rieselrichtung 32 geneigt sein.