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Title:
POWDER COATING PLANT FOR COATING A WORKPIECE WITH COATING POWDER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/063125
Kind Code:
A1
Abstract:
The powder coating plant according to the invention for coating a workpiece (200) with coating powder comprises a booth (2) configured such that it can receive the workpiece (200) delivered via a floor conveyor (100). The powder coating plant further comprises an upper spray applicator arrangement (20) for spraying coating powder downward and a lower spray applicator arrangement (40) for spraying coating powder upward. The upper and the lower spray applicator arrangement (20, 40) are oriented toward the same workpiece (200). Also provided is a manipulator (50) to which the upper and the lower spray applicator arrangement (20, 40) are secured. The manipulator (50) is configured such that the spray applicator arrangements (20, 40) are movable therewith at least in the transport direction (x) of the workpiece (200).

Inventors:
STUDERUS PATRIK (CH)
HALLER REINHARD (DE)
LOOS EUGEN (DE)
SCHMIDT RUSLAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2018/025231
Publication Date:
April 04, 2019
Filing Date:
September 06, 2018
Export Citation:
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Assignee:
WAGNER INT AG (CH)
International Classes:
B05B13/00; B05B15/00
Domestic Patent References:
WO2013165181A12013-11-07
Foreign References:
DE102010009069A12011-08-25
US20030234272A12003-12-25
DE10359280A12005-07-21
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWALTSKANZLEI NÜCKEL (CH)
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Claims:
Pulverbeschichtungsanlage zum Beschichten eines Werkstücks mit Beschichtungspulver,

- mit einer Kabine (2), die derart ausgebildet ist, dass sie das über einen Bodenförderer (100) angelie¬ ferte Werkstück (200) aufnehmen kann,

- bei der eine obere Sprühapplikator-Anordnung (20) vorgesehen ist, um Beschichtungspulver nach unten zu sprühen,

- bei der eine untere Sprühapplikator-Anordnung (40) vorgesehen ist, um Beschichtungspulver nach oben zu sprühen,

- bei dem die obere und die untere Sprühapplikator- Anordnung (20, 40) auf dasselbe Werkstück (200) aus¬ gerichtet sind, und

- bei der ein Manipulator (50) vorgesehen ist, an dem die obere und die untere Sprühapplikator-Anord¬ nung (20, 40) befestigt ist, und mit dem sie zumin¬ dest in Transportrichtung (x) des Werkstücks (200) bewegbar sind.

Pulverbeschichtungsanlage nach Patentanspruch 1,

- bei der die Kabine (2) eine Manipulator-Öffnung (2.1) aufweist, durch die der Manipulator (50) ragt,

- mit einer Pulver-Absaugöffnung (9), die gegenüber der Manipulator-Öffnung (2.1) angeordnet ist.

Pulverbeschichtungsanlage nach Patentanspruch 1 oder 2,

bei der eine horizontale Sprühapplikator-Anordnung (30) vorgesehen ist, um horizontal Beschichtungspul¬ ver zu versprühen.

Pulverbeschichtungsanlage nach Patentanspruch 3, bei der die horizontale Sprühapplikator-Anordnung (30) am Manipulator (50) befestigt und mit dem sie horizontal bewegbar ist.

Pulverbeschichtungsanlage nach einem der vorherigen Patentansprüche,

mit einer Drehvorrichtung (101) zum Drehen des zu beschichtenden Werkstücks (200).

Pulverbeschichtungsanlage nach einem der vorherigen Patentansprüche,

mit einer elektrostatischen Aufladevorrichtung zum Aufladen des Beschichtungspulvers .

Pulverbeschichtungsanlage nach einem der vorherigen Patentansprüche,

bei der die Kabine (2) kürzer als 3 m ist.

Pulverbeschichtungsanlage nach einem der vorherigen Patentansprüche,

- bei der im Kabinenboden (5) ein Förderschlitz (6) für den Bodenförderer (100) vorgesehen ist,

- bei der ein Gebläse (90) zur Erzeugung eines Luft Stroms (91) vorgesehen ist,

- bei der am Kabinenboden (5) ein Luftauslass (92) vorgesehen ist, der den Luftstrom (91) über den För derschlitz (6) hinweg zur Absaugöffnung (9) hin aus gerichtet .

Pulverbeschichtungsanlage nach einem der vorherigen Patentansprüche,

bei der die obere Sprühapplikator-Anordnung (20) we nigstens einen Sprühapplikator (21) und einen Antrieb (25) aufweist, mit dem der Sprühapplikator (21) vertikal bewegbar ist. Pulverbeschichtungsanlage nach Patentanspruch 9, bei der die obere Sprühapplikator-Anordnung (20) einen weiteren Antrieb (26) aufweist, mit dem der Sprühapplikator (21) horizontal bewegbar ist.

Pulverbeschichtungsanlage nach einem der Patentan¬ sprüche 2 bis 10,

mit einer mit Druckluft betreibbaren Abblaseinrichtung (60) zum Abblasen des unteren Sprühapplikators (41) der Sprühapplikator-Anordnung (40) und/oder zum Abblasen des Sprühapplikators (31) der horizontalen Sprühapplikator-Anordnung (30).

Pulverbeschichtungsanlage nach einem der vorherigen Patentansprüche,

mit einer Steuerung (125), die derart ausgebildet und betreibbar ist, dass die Sprühapplikator-Anord- nungen (20, 30, 40) synchron mit dem Werkstück (200) bewegbar sind.

Pulverbeschichtungsanlage nach Patentanspruch 12, bei der die Steuerung (125) derart ausgebildet und betreibbar ist, dass sie die Positionen der Sprüh- applikator-Anordnungen (20, 30, 40) an den jeweiligen Werkstücktypus (200) anpasst.

Pulverbeschichtungsanlage nach einem der vorherigen Patentansprüche,

bei der der Manipulator (50) ein Roboter ist.

Pulverbeschichtungsanlage nach einem der vorherigen Patentansprüche,

mit einer Werkstück-Abblaseinrichtung (210), um einen bestimmten Bereich des Werkstücks (200) vom Be- schichtungspulver zu befreien. Beschichtungsanlage mit einer ersten Pulverbeschich tungsanlage (1) und einer zweiten Pulverbeschich- tungsanlage (1') nach einem der vorherigen Patentan sprüche,

bei der die erste und die zweite Pulverbeschich- tungsanlage (1, 1') in Bezug auf den Bodenförderer (100) hintereinander angeordnet sind.

Beschichtungsanlage mit einer ersten Pulverbeschich tungsanlage (1) und einer zweiten Pulverbeschich- tungsanlage (1') nach einem der Patentansprüche 1 bis 15,

bei der für jede der Pulverbeschichtungsanlagen (1, 1') ein Zyklonabscheider (130, 130') vorgesehen ist

Description:
Beschreibung

Pulverbeschichtungsanlage zum Beschichten eines Werk ¬ stücks mit Beschichtungspulver

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Pulverbeschichtungsanlage zum Beschichten eines Werkstücks mit Beschichtungspulver.

Bei der Beschichtung von Werkstücken mit Beschichtungspulver oder kurzum Pulver wird dieses über eine oder mehrere Pulversprühpistolen beziehungsweise Sprühapplikato- ren auf das zu beschichtende Werkstück aufgesprüht. Das zu beschichtende Werkstück befindet sich während des Be- schichtungsvorgangs innerhalb einer Pulverbeschichtungs- kabine, die im Folgenden auch kurzum als Kabine bezeichnet wird.

Stand der Technik

Aus dem Stand der Technik DE 103 59 280 AI ist eine

Sprühbeschichtungsvorrichtung bekannt. Die Sprühbeschich- tungsvorrichtung dient zum Besprühen der Stirnseiten von Fahrzeugfelgen mit Beschichtungspulver. Die Vorrichtung enthält einen Flurförderer beziehungsweise Bodenförderer mit hintereinander angeordneten, motorisch drehbaren Spindeln, auf deren oberer Aufnahmefläche je eine der

Felgen liegt. Die Anlage umfasst vier Sprühstationen, wo ¬ bei an jeder der Sprühstationen je zwei Sprühpistolen di- ametral über einer Felge stationär und nicht drehbar angeordnet sind. Die zwei Sprühpistolen sind vertikal nach unten gerichtet, um Beschichtungspulver auf die darunterliegende Stirnseite der Felge zu sprühen, während die Spindel mit der Felge um die vertikale Drehachse an der Sprühstation rotiert. Zur Beschichtung der Rückseite der Felge sind zwei weitere, nach oben gerichtete stationäre Sprühpistolen vorgesehen. Bei einer Ausführungsform läuft der Flurförderer intermittierend, das heisst er stoppt während die Felge beschichtet wird. Dies hat den Nach ¬ teil, dass der Flurförderer jedes Mal gestoppt werden muss, wenn eine Felge beschichtet werden soll. Nachdem die Felge beschichtet ist, muss der Flurförderer erst wieder anfahren und dann, sobald die nächste Felge die Beschichtungsstation erreicht hat, wieder stoppen. Bei einer anderen Ausführungsform wird der Flurförderer kontinuierlich an den stationären Spritzpistolen vorbei bewegt, auch während der Beschichtung der Felgen. Um die Felgen mit ausreichend Beschichtungspulver beschichten zu können, muss der Flurförderer ausserordentlich langsam fahren. Beide Ausführungsformen haben den Nachteil, dass die Anzahl der pro Zeiteinheit beschichtbaren Felgen relativ beschränkt ist. Dem kann zwar entgegengewirkt wer ¬ den, in dem eine Vielzahl von Sprühstationen eingesetzt wird. Dies hat aber dann den Nachteil, dass der Bauraum für die gesamte Beschichtungsanlage relativ gross wird.

Darstellung der Erfindung

Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine Pulverbeschich- tungsanlage zum Beschichten eines Werkstücks mit Be ¬ schichtungspulver anzugeben, bei der die Grundfläche der Pulverbeschichtungsanlage minimiert ist und gleichzeitig die Anzahl der pro Zeiteinheit beschichtbaren Werkstücke gross ist. Vorteilhafter Weise ist bei der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage die Dauer für den Farbwechsel mi ¬ nimal .

Vorteilhafterweise kann mit der der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage der Gesamtenergieverbrauch für den Pulverbeschichtungsprozess reduziert werden. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, dass die Pulverbe ¬ schichtungsanlage mit wenig Energie für die Absaugung auskommt .

Die Aufgabe wird durch eine Pulverbeschichtungsanlage zum Beschichten eines Werkstücks mit Beschichtungspulver mit den in Patentanspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Die erfindungsgemässe Pulverbeschichtungsanlage zum Be ¬ schichten eines Werkstücks mit Beschichtungspulver um- fasst eine Kabine, die derart ausgebildet ist, dass sie das über einen Bodenförderer angelieferte Werkstück auf- nehmen kann. Zudem weist die Pulverbeschichtungsanlage eine obere Sprühapplikator-Anordnung, um Beschichtungspulver nach unten zu sprühen, und eine untere Sprühappli ¬ kator-Anordnung auf, um Beschichtungspulver nach oben zu sprühen. Dabei sind die obere und die untere Sprühappli- kator-Anordnung auf dasselbe Werkstück ausgerichtet. Zu ¬ dem ist ein Manipulator vorgesehen, an dem die obere und die untere Sprühapplikator-Anordnung befestigt ist. Der Manipulator ist so ausgebildet, dass mit ihm die Sprüh- applikator-Anordnungen zumindest in Transportrichtung des Werkstücks bewegbar sind. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den in den abhängigen Patentansprüchen angegebenen Merkmalen .

Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Pulver- beschichtungsanlage weist die Kabine eine Manipulator- Öffnung auf, durch die die untere Sprühapplikator-Anord- nung in die Kabine bewegbar ist. Zudem ist in der Kabine eine Pulver-Absaugöffnung vorgesehen, die gegenüber der Manipulator-Öffnung angeordnet ist. Durch diese Anordnung wird eine Querströmung erzeugt, die eine effiziente Rein ¬ haltung der Kabine ermöglicht. Zudem wird dadurch erreicht, dass kaum Pulver bis zu den Kabinenwänden gelangen kann und dort anhaftet. Bei einer anderen Ausführungsform der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage ist eine horizontale Sprüh- applikator-Anordnung vorgesehen, um horizontal Beschich- tungspulver zu versprühen. Damit können vorteilhafter Weise auch die Seitenflächen des Werkstücks optimal be- schichtet werden.

Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage ist die horizontale Sprühappli- kator-Anordnung am Manipulator befestigt und ist mit dem Manipulator horizontal bewegbar. Dadurch wird erreicht, dass mehr Zeit zum Beschichten des Werkstücks zur Verfü ¬ gung steht. Zudem kann bei der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage eine Drehvorrichtung zum Drehen des zu beschichtenden Werkstücks vorgesehen sein. Dies hat den Vorteil, dass eine noch gleichmäßigere Beschichtung des Werkstücks möglich ist.

Die erfindungsgemässe Pulverbeschichtungsanlage kann auch mit einer elektrostatischen Aufladevorrichtung zum Aufladen des Beschichtungspulvers ausgestattet sein. Dadurch wird erreicht, dass das Beschichtungspulver besser am zu beschichtenden Werkstück anhaftet. Zudem kann dadurch die Form der Pulverwolke positiv beeinflusst werden.

Vorteilhafter Weise ist die Kabine bei der erfindungsge- mässen Pulverbeschichtungsanlage kürzer als 3 m. Dies hat den Vorteil, dass die Kabine insgesamt ein geringeres Bauvolumen aufweist. Dadurch muss pro Zeiteinheit weniger Luft aus der Kabine abgesaugt werden, was insgesamt zu einem geringeren Energiebedarf führt.

Darüber hinaus kann bei der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage im Kabinenboden ein Förderschlitz für den Bodenförderer vorgesehen sein. Zudem ist ein Gebläse zur Erzeugung eines Luftstroms vorgesehen. Am Kabinenbo- den ist ein Luftauslass vorgesehen, der den Luftstrom über den Förderschlitz hinweg zur Absaugöffnung hin ausgerichtet. Auf diese Art und Weise kann der Boden der Ka ¬ bine einfach gereinigt werden. Zudem kann damit auch zumindest der untere Teil der Transportspindeln frei von Pulver gehalten werden. Es wird auch verhindert, dass

Pulver in den Förderschlitz fällt und den Bodenförderer verschmutzt . Bei einer Weiterbildung der erfindungsgemässen Pulverbe- schichtungsanlage weist die obere Sprühapplikator-Anord ¬ nung wenigstens einen Sprühapplikator und einen Antrieb auf, mit dem der Sprühapplikator vertikal bewegbar ist. Dies hat den Vorteil, dass der Abstand des Sprühapplika ¬ tors automatisch an verschiedene hohe Werkstücke ange ¬ passt werden kann.

Bei einer anderen Weiterbildung der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage weist die obere Sprühapplika ¬ tor-Anordnung einen weiteren Antrieb auf, mit dem der Sprühapplikator horizontal bewegbar ist. Damit kann vorteilhafte Weise die obere Sprühapplikator-Anordnung an verschiedene Werkstückabmessungen automatisch angepasst werden. Bei einem rotationsymmetrischen Werkstück kann die Sprühapplikator-Anordnung an den Durchmesser des Werkstücks angepasst werden.

Bei einer zusätzlichen Weiterbildung der erfindungsgemäs- sen Pulverbeschichtungsanlage ist eine mit Druckluft be ¬ treibbare Abblaseinrichtung zum Abblasen des unteren Sprühapplikators der Sprühapplikator-Anordnung vorgesehen. Die Abblaseinrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass sie zudem zum Abblasen des Sprühapplikators der ho- rizontalen Sprühapplikator-Anordnung dient. Mit dieser Anordnung können die horizontale Sprühapplikator-Anord ¬ nung und/oder die untere Sprühapplikator-Anordnung einfach und kostengünstig automatisch gereinigt werden. Die Abblaseinrichtung kann auch so ausgebildet sein, dass da- mit auch die oberen Sprühapplikatoren gereinigt werden können . Es ist von Vorteil, bei der erfindungsgemässen Pulverbe ¬ schichtungsanlage eine Steuerung vorzusehen, die derart ausgebildet und betreibbar ist, dass sie die Sprühappli- kator-Anordnungen synchron mit dem zu beschichtenden Werkstück bewegt. Dadurch kann die Verweildauer, als die Zeitdauer, während der sich das Werkstück im Bereich der Sprühapplikator-Anordnungen befindet, verlängert werden.

Darüber hinaus kann die Steuerung der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage derart ausgebildet und betreib ¬ bar sein, dass sie die Positionen der Sprühapplikator-Anordnungen an den jeweiligen Werkstücktypus anpasst. Dies hat den Vorteil, dass damit eine Produktion mit Losgrösse eins erreichbar ist.

Bei einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage ist der Manipulator ein Roboter.

Durch den Einsatz eines Roboters ist die Pulverbeschichtungsanlage besonders flexibel einsetzbar.

Bei einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage ist eine Werkstück-Abblasein ¬ richtung vorgesehen, um einen bestimmten Bereich des Werkstücks vom Beschichtungspulver zu befreien. Dadurch kann eine vorherige Maskierung des Werkstücks entfallen.

Darüber hinaus wird eine Beschichtungsanlage vorgeschla ¬ gen, die zwei der oben beschriebenen Pulverbeschichtungs- anlagen umfasst. Dabei sind die erste und die zweite Pul- verbeschichtungsanlage in Bezug auf den Bodenförderer hintereinander angeordnet. Wenn beide Pulverbeschichtungsanlagen gleichzeitig in Betrieb sind (also Werkstücke beschichten) , kann der Durchsatz (Anzahl der pro Zeiteinheit beschichteten Werkstücke) erhöht werden.

Zudem ist es möglich, dass die erste Pulverbeschichtungs ¬ anlage mit einem ersten Pulver (erster Farbton) und die zweite Pulverbeschichtungsanlage mit einem zweiten Pulver (zweiter Farbton) versorgt wird. Während des Beschich- tungsbetriebs beschichtet entweder die eine oder die an ¬ dere Pulverbeschichtungsanlage. Soll ein Farbwechsel stattfinden, wird in der Regel der Beschichtungsprozess zunächst gestoppt, um diejenige Pulverbeschichtungsanlage grob reinigen zu können, die bisher die Werkstücke be- schichtet hat. Dabei werden die Wände und die Decke die ¬ ser Pulverbeschichtungsanlage grob gereinigt und dafür gesorgt, dass später, wenn die gesamte Anlage wieder im Beschichtungsbetrieb ist, kein Restpulver (mit dem fal ¬ schen Farbton) auf die zu beschichtenden Werkstücke ge- langen kann. Diese Grobreinigung nimmt nur relativ wenig Zeit in Anspruch. Anschliessend wird der Beschichtungs ¬ prozess mit der anderen Pulverbeschichtungskabine und dem dort verwendeten Pulver (anderer Farbton) fortgesetzt. Bei der vorgeschlagenen Ausführungsform kann ein Farb- Wechsel besonders schnell durchgeführt werden.

Wenn die Kabinen der beiden Pulverbeschichtungsanlagen etwas weiter voneinander entfernt angeordnet sind, hat dies den Vorteil, dass ein Farbwechsel besonders schnell und einfach realisierbar ist. Die beiden Kabinen haben vorteilhafter Weise einen so grossen Abstand, dass beim Abblasen der einen Kabine kein Pulver in die andere Kabine geblasen wird beziehungsweise von der anderen Kabine angesaugt wird. Zudem sorgt ein ausreichender Abstand zwischen den beiden Kabinen dafür, dass keine Farbverschleppung entsteht. Schliesslich wird eine Beschichtungsanlage mit zwei der oben beschriebenen Pulverbeschichtungsanlagen vorgeschlagen, wobei für der Pulverbeschichtungsanlagen ein Zyklonabscheider vorgesehen ist. Mit einer solchen Anordnung kann die erste Pulverbeschichtungsanlage mit einem ersten Pulver (erster Farbton) und die zweite Pulverbeschichtungsanlage mit einem zweiten Pulver (zweiter Farbton) versorgt werden. Die gesamte Anlage kann wie oben be ¬ schrieben betrieben werden. Weil für jede der Pulverbeschichtungsanlagen ein eigener Zyklonabscheider vorgese- hen ist, kann das abgesaugte, überschüssige Pulver sor ¬ tenrein zurückgewonnen und wieder zum Beschichten benutzt werden .

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Im Folgenden wird die Erfindung mit mehreren Ausführungsbeispielen anhand von neun Figuren weiter erläutert. Figur 1 zeigt eine mögliche Ausführungsform der erfin- dungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage in einer dreidimensionalen Ansicht.

Figur 2 zeigt einen vergrösserten Ausschnitt der erfin- dungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage in einer dreidimensionalen Ansicht. Figur 3 zeigt die erfindungsgemässe Pulverbeschichtungs ¬ anlage von vorne mit dem Manipulator in einer ersten Stellung. Figur 4 zeigt die erfindungsgemässe Pulverbeschichtungs ¬ anlage von vorne mit dem Manipulator in einer zweiten Stellung.

Figur 5 zeigt die erfindungsgemässe Pulverbeschichtungs- anläge in der Seitenansicht.

Figur 6 zeigt die erfindungsgemässe Pulverbeschichtungs ¬ anlage von oben. Figur 7 zeigt eine Beschichtungsanordnung, die neben der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage noch weitere Komponenten umfasst.

Figur 8 zeigt eine zweite Beschichtungsanordnung, die

zwei der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungs- anlagen umfasst.

Figur 9 zeigt eine dritte Beschichtungsanordnung mit zwei der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanla- gen.

Wege zur Ausführung der Erfindung Eine erste mögliche Ausführungsform der erfindungsgemäs ¬ sen Pulverbeschichtungsanlage ist in den Figuren 1 bis 6 in verschiedenen Ansichten dargestellt. Die Pulverbe- schichtungskabine 2 umfasst eine Rückwand 3, eine Seiten ¬ wand 7, eine Seitenwand 8, ein Dach 4, einen Boden 5 und eine Öffnung 2.1 für einen Manipulator 50. Der Boden 5 der Kabine 2 wird von einer Unterkonstruktion 11, 12 ge- tragen und teilt sich in einem ersten Bodenabschnitt 5.1 und einen zweiten Bodenabschnitt 5.2 auf. Zwischen den beiden Bodenabschnitten 5.1 und 5.2 verläuft ein Schlitz 6. Der Schlitz 6 erstreckt sich über die gesamte Länge der Kabine 2. Unterhalb des Bodens 5 im Raum 17 befindet sich ein Bodenförderer 100. Der Bodenförderer 100 ist in der Regel auf dem Hallenboden 110 befestigt. Er dient dazu, ein Werkstück 200 zur und durch die Pulverbeschich- tungsanlage hindurch zu transportieren und nachdem das Werkstück 200 in der Pulverbeschichtungsanlage beschich- tet worden ist, wieder von dort abzutransportieren. Der

Bodenförderer 100 ist unterhalb des Kabinenbodens 5 ange ¬ ordnet, dessen Werkstückhalter 102 ragt zum Teil durch den Schlitz 6 hindurch. Der Bodenförderer 100 kann mit einer Drehvorrichtung 101 ausgestattet sein. Die Drehvorrichtung 101 ist dazu vor ¬ gesehen, das Werkstück 200 um die Längsachse des Werkstückhalters 102 rotieren zu lassen. Der Werkstückhalter

102 wird auch als Spindel bezeichnet. Die Rotation des Werkstücks 200 ist in Figur 5 durch den gekrümmten Pfeil

103 um die Längsachse des Werkstückhalters 102 symbolisch dargestellt .

Damit der Bodenförderer 100 das Werkstück 200 in die Ka- bine 2 transportieren kann, ist in der Seitenwand 7 der Kabine eine entsprechende Öffnung vorgesehen. Sinngemäß das gleiche gilt für die Seitenwand 8. In dieser ist ebenfalls eine entsprechende Öffnung für das Werkstück 200 vorgesehen.

Da beim Beschichtungsvorgang nicht alle von den Sprühpis- tolen beziehungsweise Sprühapplikatoren versprühten Pulverpartikel auf den zu beschichtenden Werkstücken 200 haften bleiben, muss das überschüssige Pulver, welches auch als Overspray bezeichnet wird, aus der Kabine 2 wie ¬ der entfernt werden. Dies ist zum einen deshalb notwen- dig, weil die Umgebung außerhalb der Kabine frei von Pul ¬ verstaub zu halten ist. Zum anderen steigt die Explosi ¬ onsgefahr durch die in der Kabine 2 schwebende Pulverstaubwolke, wenn eine bestimmte Konzentration des Pulvers in der Luft überschritten wird. Dies gilt es zu vermei- den. Überschüssiges Pulver bereits während des Betriebs aus dem Inneren der Kabine 2 abzusaugen hat zudem den Vorteil, dass bei einem Farbwechsel die erforderlichen Reinigungsmaßnahmen weniger Zeit in Anspruch nehmen, weil sich grundsätzlich weniger Restpulver in der Kabine be- findet. Würde die Kabine 2 und das Absaugsystem nicht ausreichend gereinigt, kann es nach einem Farbwechsel zu einer unerwünschten Farbverschleppung kommen.

Um das Overspray aus der Kabine 2 abzusaugen, weist die Kabine 2 einen Absaugschlitz 9 auf. Der Absaugschlitz 9 kann sich zum Beispiel im unteren Bereich, vorzugsweise in Bodennähe in der Rückwand 3 befinden. Er verbindet das Innere der Kabine 2 mit einem Absaugrohr 10. Über den Absaugschlitz 9 und das Absaugrohr 10 wird somit überschüs- siges Pulver als Pulver-Luftgemisch aus dem Kabineninneren abgesaugt gesaugt und einem Zyklonabscheider 130 oder kurzum Zyklon zugeführt, der als Monozyklon ausgebildet sein kann (siehe Figur 8) . Das Pulver-Luftgemisch strömt tangential in den Zyklon 130 und im Zyklon spiralförmig nach unten. Dabei werden die Pulverpartikel durch die bei der Rotation des Pulver-Luftstroms entstehende Zentrifu ¬ galkraft nach aussen an die Aussenwand des Zyklons 130 gedrückt. Die Pulverpartikel werden nach unten in Rich ¬ tung des Pulverauslasses des Zyklons gefördert und dort gesammelt. Die von den Pulverpartikeln befreite Luft wird über das im Zyklon befindliche, vertikale Zentralrohr ab ¬ gesaugt. Der so gereinigte Luftstrom wird häufig noch ei- nem Nachfilter 140 zugeführt, um auch noch das in der

Luft verbliebene restliche Pulver herauszufiltern . Das im Zyklon 130 zurückgewonnene Pulver kann erneut zur Be- schichtung verwendet und der Pulverbeschichtungsanlage beziehungsweise einem Pulverzentrum 120 zugeführt werden.

Im Bereich der Unterkonstruktion 11, 12 kann ein Gebläse 90 zur Erzeugung eines Luftstroms 91 angeordnet sein. Im Bodenabschnitt 5.2 befinden sich eine oder mehrere Luft ¬ auslässe, die dafür sorgen, dass der Luftstrom 91 quer zur Längsrichtung des Schlitzes 6 und damit zum Absaug ¬ schlitz 9 hin ausgerichtet ist. Der Luftstrom 91 sorgt unter anderem dafür, dass kein oder nur sehr wenig Pulver in den Förderschlitz fällt und den Bodenförderer verschmutzt .

Wenn sich das zu beschichtende Werkstück 200 in der Ka ¬ bine 2 befindet, ragt der Werkstückträger 102 durch den Förderschlitz 6. Der vom Gebläse 90 erzeugte Luftstrom 91 dient unter anderem dazu, zumindest den unteren Bereich des Werkstückträgers 102 abzublasen, sodass an ihm kein oder nur weniger Pulver anhaftet. Zudem wird durch den Luftstrom 91 verhindert, dass Pulver durch den Schlitz 6 nach unten zum Bodenförderer 100 gelangt. In der Nähe des Schlitzes 6 kann sich auf dem ersten Bo ¬ denabschnitt 5.1 eine Blasleiste 95 befinden. Die Blas ¬ leiste 95 ist vorgesehen, um mittels Druckluft 96 den ersten Bodenabschnitt 5.1 von überschüssigem Pulver zu befreien. Die Blasleiste 95 kann dazu eine Reihe von Druckluftdüsen aufweisen. Die Druckluftdüsen der Blasleiste 95 sind vorzugsweise so ausgerichtet, dass sie Druckluft 96 entlang des ersten Bodenabschnitts 5.1 in Richtung des Absaugschlitzes 9 blasen. Der Druckluftstrom 91 kann dabei unterstützend wirken.

Die Blasleiste 95 kann in unmittelbarer Nähe zum Schlitz 6 angeordnet sein. Bei der in Figur 1 gezeigten Ausfüh- rungsform erstreckt sich die Blasleiste 95 von der ersten Seitenwand 7 bis zur zweiten Seitenwand 8. Die Blasleiste 95 kann mehrere Blasleistenabschnitte umfassen, durch die Druckluft L in Richtung der Absaugöffnungen 9 geblasen werden kann. Die Blasleistenabschnitte können so aufge- baut sein, dass sie unabhängig voneinander betrieben werden können.

Auf der offenen Seite 2.1 der Kabine 2 ist ein in Längs ¬ richtung x der Kabine 2 beweglicher Manipulator 50 ange- ordnet. Der Manipulator 50 umfasst eine obere Führung 51 und eine untere Führung 53. Am Kabinendach 4 ist eine Führungsschiene 52 befestigt, die zusammen mit der oberen Führung 51 eine obere Linearführung bildet. In etwa auf der Höhe des Kabinenbodens 5 findet sich eine untere Führungsschiene 55, die am Untergestell 12 gefes ¬ tigt ist und die mit der unteren Führung 53 eine untere Linearführung bildet. Die obere Führung 51 und die untere Führung 53 sind mit einer Tragstruktur 54 verbunden.

An der Tragstruktur 54 ist eine horizontale Sprühapplika- tor-Anordnung 30 befestigt. Die horizontale Sprühapplika- tor-Anordnung 30 ist dazu vorgesehen Beschichtungspulver im Wesentlichen horizontal zu versprühen. Die Sprühappli- kator-Anordnung 30 weist dazu einen oder mehrere Sprühapplikatoren 31, 32 auf. Vorzugsweise kann jeder der Sprühapplikatoren 31, 32 mithilfe eines Antriebs 34 be ¬ ziehungsweise 35 vertikal, also in y-Richtung, bewegt werden. Zudem kann vorgesehen sein, dass die Sprühapplikatoren 31 und 32 mittels eines Linearantriebs 36 auch horizontal, also in z-Richtung, in die Kabine und aus der Kabine heraus bewegt werden können.

Die Tragstruktur 54 weist zudem eine untere Sprühapplika- tor-Anordnung 40 auf. Die untere Sprühapplikator-Anord- nung 40 ist dazu vorgesehen Beschichtungspulver im We- sentlichen nach oben zu sprühen. Die Sprühapplikator-An- ordnung 40 weist dazu einen oder mehrere, vorzugsweise vertikal ausgerichtete Sprühapplikatoren 41 auf. Vorzugs ¬ weise kann jeder der Sprühapplikatoren 41 mithilfe eines Antriebs 42 in y-Richtung, bewegt werden.

Oberhalb der Kabine 2 kann am oberen Bereich der Tragstruktur 54 des Manipulators 50 eine obere Sprühapplika- tor-Anordnung 20 befestigt sein. Bei der in Figur 1 und 2 gezeigten Ausführungsform der Pulverbeschichtungsanlage umfasst die obere Sprühapplikator-Anordnung 20 vier vertikal ausgerichtete Sprühapplikatoren 21, 22, 23 und 24. Mithilfe eines Antriebs 25 sind die vier Sprühapplikato ¬ ren vertikal bewegbar. Über einen weiteren Antrieb 28 können die am Tragarm 27 befestigten Sprühapplikatoren 21 und 22 in x-Richtung bewegt werden. Über einen zusätzlichen Antrieb 26 können die am Tragarm 27 befestigten Sprühapplikatoren 23 und 24 in x-Richtung bewegt werden. Damit können die beiden Sprühapplikatoren 21 und 22 unabhängig von beiden Sprühapplikatoren 23 und 24 in x-Richtung bewegt werden.

Im Dach 4 der Kabine 2 sind schlitzförmige Öffnungen 4.1 und 4.2 vorgesehen, durch die die Sprühapplikatoren 21 und 22 beziehungsweise 23 und 24 durch das Dach 4 hin ¬ durch ins Innere der Kabine bewegt werden können.

Die Anzahl der zu verwenden Sprühapplikatoren hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Ist beispielsweise, wie in Figur 5 gezeigt, das Werkstück 200 eine Autofeige, kann die obere Sprühapplikator-Anordnung 20 vier Sprühapplikatoren 21, 22, 23 und 24, die untere Sprühapplikator-Anordnung 40 zwei Sprühapplikatoren 41 und die horizontale Sprühapplikator-Anordnung 30 zwei Sprühapplikatoren 31, 32 aufweisen. Stattdessen ist es auch möglich die obere Sprühapplikator-Anordnung 20 mit nur einem Sprühapplika- tor auszustatten. Es kann auch vorgesehen sein, dass die untere Sprühapplikator-Anordnung 40 mit nur einem Sprüh- applikator ausgestattet ist. In einer zur Felgenbeschich- tung bevorzugten Ausführungsform weist die untere Sprühapplikator-Anordnung 40 drei Sprühapplikatoren auf.

Der Manipulator 50 kann zum Beispiel mithilfe eines Ket- tenantriebs (dessen Kette ist in den Figuren nicht ge ¬ zeigt) in x-Richtung bewegt werden. Statt der Kette kann auch ein Flachriemen oder ein Zahnriemen eingesetzt wer- den. An der Kabine 2 können hierfür entsprechende Umlenkrollen 80 und ein Antriebsmotor 81 vorgesehen sein. Der Pfeil 85 kennzeichnet symbolisch die Bewegungsrichtung des Manipulators 50.

In Figur 3 ist die erfindungsgemässe Pulverbeschichtungs ¬ anlage von vorne dargestellt, wobei sich der Manipulator 50 in einer ersten Stellung befindet. Figur 4 zeigt die Pulverbeschichtungsanlage in derselben Ansicht wie Figur 3, jedoch befindet sich der Manipulator 50 hier in einer zweiten Stellung. Wie aus den beiden Figuren 3 und 4 zu erkennen ist, bewegt der Manipulator 50 neben der unteren Sprühapplikator-Anordnung 40 auch die horizontale Sprüh- applikator-Anordnung 30 und die obere Sprühapplikator-An- Ordnung 20 in x-Richtung.

In einer Ausführungsform der Pulverbeschichtungsanlage ist der Vorraum 16 vor der Kabine 2 abgezäunt und über eine Tür 15 für das Bedienungspersonal zugänglich. Wäh- rend die Pulverbeschichtungsanlage die Werkstücke 200 au ¬ tomatisch beschichtet, darf sich aus Sicherheitsgründen kein Bedienungspersonal im Vorraum 16 der Kabine 2 befin ¬ den. Während dieser Zeit ist die Tür 15 geschlossen zu halten .

Wird mit der Pulverbeschichtungsanlage zum Beispiel als Werkstück 200 eine Autofeige beschichtet, so wird die Felge zuerst vom Bodenförderer 100 in die Kabine 2 trans ¬ portiert. Der Bodenförderer 100 muss während des Be- Schichtung der Felge nicht angehalten werden. Viel mehr transportiert er mit vorzugsweise kontinuierliche Ge ¬ schwindigkeit die Autofeige durch die Kabine 2. Während die Felge durch die Kabine transportiert wird, bewegt sich der Manipulator 50 vorzugsweise mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Felge parallel zur Felge. Der Mani ¬ pulator 50 bewegt sich somit vorzugsweise synchron zur Felge. Die Position der Felge in der Kabine 2 beziehungs- weise deren Eintritt in die Kabine 2 kann mithilfe einer Lichtschranke detektiert werden. Die Geschwindigkeit des Bodenförderers 100 kann beispielsweise mithilfe eines In- krementalgebers ermittelt werden. Die Steuerung 120 ver ¬ anlasst rechtzeitig, dass die Pulversprühapplikatoren 21 - 41 die zur Felge passenden Abstände einnehmen. Anschließend fährt der Manipulator 50 zusammen mit der Felge wie oben beschrieben an der Kabine entlang und die Sprühapplikatoren 21 - 41 sprühen Pulver auf die Felge. Die Felge kann dabei vorzugsweise mit Hilfe der Drehvor- richtung 101 gedreht werden, um den Beschichtungsvorgang zu beschleunigen und/oder um die Beschichtung besonders gleichmässig auszuführen.

Figur 7 zeigt eine Beschichtungsanordnung, die neben der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlage noch weitere Komponenten umfasst. Unterhalb der Pulverbeschichtungsanlage verläuft durch die Pulverbeschichtungsanlage der Bo ¬ denförderer 100. An die Kabine 2 schließt sich eine wei ¬ tere Kabine 220 an.

In einer möglichen Ausführungsform weist die Kabine 220 eine Tür 221 auf, über die das Innere der Kabine 220 zu ¬ gänglich ist. Durch diese Öffnung kann das Bedienungspersonal die in der Kabine 2 automatisch beschichteten Werk- stücke 200 manuell nachbeschichten. Die weitere Kabine 220 kann noch kürzer und damit kleiner ausgebildet sein als die Kabine 2. In einer weiteren möglichen Ausführungsform weist die Kabine 220 eine Abblaseinrichtung 210 auf (in Figur 7 symbolisch dargestellt) , die dazu dient, das vorher automa ¬ tisch beschichtete Werkstück 200 teilweise wieder vom Be- schichtungspulver zu befreien. Wird die Beschichtungsan- lage dazu benutzt Autofeigen zu beschichten, kann mit- hilfe der Abblaseinrichtung 210 die Felgenschultern der Felge wieder von Beschichtungspulver befreit werden. Figur 8 zeigt eine Beschichtungsanordnung, die zwei der oben beschriebenen Pulverbeschichtungsanlagen umfasst. Die Kabine 2 der ersten Pulverbeschichtungsanlage 1 und die Kabine 2 ' der zweiten Pulverbeschichtungsanlage 1' können baugleich sein. In diesem Fall befindet sich in der Kabine 2 ein erster Manipulator 50 und in der Kabine 2 ' ein weiterer Manipulator 50. Die beiden Manipulatoren können mithilfe einer Steuerung 125 gesteuert werden. Die Steuerung 125 kann Teil des Pulverzentrums 120 sein. Sie kann aber auch in einem separaten Steuerschrank unterge- bracht sein. Die Steuerung 125 kann dafür sorgen, dass mit der ersten Pulverbeschichtungsanlage 1 nur jedes zweite Werkstück 200 beschichtet wird. Die von der ersten Pulverbeschichtungsanlage 1 nicht beschichteten Werkstü ¬ cke 200 werden in der zweiten Pulverbeschichtungsanlage 1' beschichtet. Beide Pulverbeschichtungsanlagen 1 und 1' sind über die Absaugleitung 10 mit dem Zyklon 130 verbunden. Das Zyklon 130 wiederum ist mit dem Nachfilter 140 verbunden . Der Manipulator 50 kann, wie in den Figuren 1 bis 7 dargestellt, als Portalroboter ausgebildet sein. Der Portal ¬ schlitten wird im Wesentlichen durch die obere Führung 51, die untere Führung 53 und die Tragstruktur 54 gebil ¬ det und ist für die Horizontalbewegung in x-Richtung zuständig. Die Bewegung entlang der z-Achse und entlang der y-Achse wird von Portalarmen durchgeführt. In den Figuren sind drei Portalarme gezeigt, an denen die Sprühapplika- toren 21 - 42 befestigt sind. Die obere Sprühapplikator- Anordnung 20 ist an einem ersten Portalarm, die horizontale Sprühapplikator-Anordnung 30 ist an einem zweiten Portalarm und die untere Sprühapplikator-Anordnung 20 ist an einem dritten Portalarm befestigt. Es kann auch vorgesehen sein, dass sich zum Beispiel der erste Portalarm auch zusätzlich noch in x-Richtung bewegen kann.

Der Manipulator 50 kann nicht nur eine, sondern mehrere Trägerstrukturen 54 aufweisen. Diese können unabhängig voneinander in x-Richtung bewegbar sein. Vorzugsweise sind die Bewegungen der Trägerstrukturen 54 in x-Richtung jedoch zueinander synchronisiert. Jede der Tragstrukturen 54 kann zum Beispiel einen oder mehrere der Portalarme und damit einen oder mehrere der Sprühapplikator-Anord ¬ nung 20 tragen.

Es kann auch vorgesehen sein, dass in der ersten Pulver- beschichtungsanlage ein als Einarm-Roboter beziehungs- weise Industrieroboter ausgebildeter Manipulator 50 eingesetzt wird. Der Einarm-Roboter ist besonders gut zum Beschichten von Werkstücken mit komplizierten Konturen geeignet und kann beispielsweise die Vorbeschichtung des Werkstücks übernehmen.

Figur 9 zeigt eine weitere Beschichtungsanordnung mit zwei der erfindungsgemässen Pulverbeschichtungsanlagen 1 und 1'. Bei dieser Ausführungsform ist die erste Pulverbeschichtungsanlage 1 über die Absaugleitung 10 mit einem ersten Zyklon 130 und die zweite Pulverbeschichtungsanlage 1' über die Absaugleitung 10' mit einem zweiten Zyk- Ion 130' verbunden. Die beiden Zyklone 130 und 130' kön ¬ nen baugleich sein. Auslassseitig sind die beiden Zyklone 130 und 130' mit einem Nachfilter 140 verbunden. Die erste Pulverbeschichtungsanlage 1 kann mit einer ersten Farbe, zum Beispiel schwarz, betrieben werden. Die zweite Pulverbeschichtungsanlage 1' kann mit einer anderen

Farbe, zum Beispiel weiß, betrieben werden. Das in den beiden Zyklonen 130 und 130' zurückgewonnene Pulver kann der entsprechenden Pulverbeschichtungsanlage 1 bezie ¬ hungsweise 1' wieder zugeführt werden.

Beispiel Zwei-Farbensystem

Bei einem zwei Farbensystem wird die erste Pulverbe ¬ schichtungsanlage 1 mit einem ersten Pulver mit einem ersten Farbton aus einem ersten Pulverzentrum 120 und die zweite Pulverbeschichtungsanlage 1' mit einem zweiten Pulver mit einem zweiten Farbton aus einem zweiten Pulverzentrum 120' versorgt. Während des Beschichtungsbe- triebs beschichtet entweder die Pulverbeschichtungsanlage 1 oder die Pulverbeschichtungsanlage 1'. Hat zum Beispiel bisher die Pulverbeschichtungsanlage 1 beschichtet und soll nun ein Farbwechsel stattfinden, wird in der Regel der Beschichtungsprozess zunächst gestoppt und dafür ge ¬ sorgt, dass sich keine Werkstücke 200 mehr in den Kabinen 2 und 2 ' befinden. Nun wird die Pulverbeschichtungsanlage 1 grob gereinigt. Dabei werden die Wände 3, 7, 8 und die Decke 4 der Pulverbeschichtungsanlage 1 grob gereinigt und dafür gesorgt, dass später, wenn die gesamte Anlage wieder im Beschichtungsbetrieb ist, kein Restpulver (mit dem falschen Farbton) auf die zu beschichtenden Werkstücke gelangen kann. Anschliessend wird der Beschichtungs- prozess mit der zweiten Pulverbeschichtungskabine 1' und dem dort verwendeten zweiten Pulver mit dem zweiten Farbton fortgesetzt.

Beispiel Ein-Farbensystem Bei einem Ein-Farbensystem wird die erste Pulverbeschich- tungsanlage 1 mit dem gleichen Pulver wie die zweite Pul- verbeschichtungsanlage 1' aus einem gemeinsamen Pulver ¬ zentrum 120 versorgt. Während des Beschichtungsbetriebs beschichten beide Pulverbeschichtungsanlagen 1 und 1' gleichzeitig. Soll ein Farbwechsel stattfinden, wird der Beschichtungsprozess zunächst gestoppt und dafür gesorgt, dass sich keine Werkstücke 200 mehr in den Kabinen 2 und 2 ' befinden. Nun werden beide Pulverbeschichtungsanlagen 1 und 1' soweit gereinigt, dass beim anschliessenden Be- schichten mit einem anderen Farbton keine Farbverschleppung auftritt.

Es ist auch möglich den Vorgang des Farbwechsels so zu gestalten, dass vor Beginn der Kabinenreinigung Vorarbei- ten am Pulverzentrum 120 durchgeführt werden können, während eine der Pulverbeschichtungsanlagen 1 beziehungsweise 1' noch am Beschichten ist.

Es ist zudem möglich den Vorgang des Farbwechsels so zu gestalten, dass am Pulverzentrum 120 noch Nacharbeiten durchgeführt werden können, während eine der Pulverbe ¬ schichtungsanlagen 1 beziehungsweise 1' bereits wieder am Beschichten ist. Die Pulverbeschichtungsanlage 1 kann darüber hinaus auch das Pulverzentrum 120 umfassen. Die Steuerung 125 für die Pulverbeschichtungsanlage kann sich zum Beispiel im oder am Pulverzentrum 120 befinden. Das Pulverzentrum 120, das eine Pulverversorgungseinrichtung und häufig auch eine eigene Lüftung umfasst, steht beim vorliegenden Ausführungsbeispiel neben der Kabine 2. Das Pulverzentrum 120 kann über eine Absaugleitung mit dem Nachfilter 140 verbunden sein. Dies ist insbesondere zur Reinigung der Pul- verversorgungseinrichtung von Vorteil. Über das Pulverzentrum 120 werden Pulversprüh-Applikatoren über in den Figuren nicht gezeigte Pulverversorgungsleitungen mit Pulver versorgt. Die vorhergehende Beschreibung der Ausführungsbeispiele gemäss der vorliegenden Erfindung dient nur zu illustrativen Zwecken. Im Rahmen der Erfindung sind verschiedene Änderungen und Modifikationen möglich. So sind beispielsweise die verschiedenen in den Figuren 1 bis 9 gezeigten Komponenten der Pulverbeschichtungsanlage auch auf eine andere als in den Figuren gezeigte Weise miteinander kombinierbar .

Statt wie in Figur 9 pro Pulverbeschichtungsanlage 1, 1' jeweils ein Zyklon 130, 130' vorzusehen, kann die gesamte Anlage auch mit nur einem einzigen Zyklon 130 betrieben werden. In diesem Fall ist zum Beispiel die erste Pulverbeschichtungsanlage 1 mit dem Zyklon 130 verbunden. Die zweite Pulverbeschichtungsanlage 1' ist über die Absaug- leitung 10' direkt mit dem Nachfilter 140 verbunden. Die zweite Pulverbeschichtungsanlage 1' fährt also auf Ver ¬ lust. Mit einer derartigen Gesamtanlage können zum Bei- spiel mit der ersten Pulverbeschichtungsanlage 1 Werkstü ¬ cke 200 in einer Standardfarbe beschichtet werden. Mit der zweiten Pulverbeschichtungsanlage 1' können die Werk ¬ stücke bei Bedarf mit einer Sonderfarbe beschichtet wer- den. Mit diesem Gesamtaufbau wird erreicht, dass die

Standardfarbe mithilfe des Zyklons 130 zurückgewonnen und wiederverwendet werden kann.

Grundsätzlich ist es aber auch möglich, die beiden Pul- verbeschichtungsanlagen 1 und 1' gänzlich ohne die beiden Zyklone 130, 130' zu betreiben und sie statt dessen di ¬ rekt mit dem oder auch mit jeweils einem Nachfilter 140 zu verbinden.

Bezugszeichenliste

1 Pulverbeschichtungsanlage

1' Pulverbeschichtungsanlage

2 Kabine

2 ' Kabine

2.1 Manipulator-Öffnung

2.2 Kabineninnenraum

3 Kabinenrückwand

4 Kabinendecke

4.1 Öffnung in der Kabinendecke

4.2 Öffnung in der Kabinendecke

5 Kabinenboden

5.1 erstes Segment des Kabinenbodens 5.2 zweites Segment des Kabinenbodens

6 Schlitz im Kabinenboden

7 Kabinenseitenwand

8 Kabinenseitenwand

9 Absaugschlitz

10 Absaugrohr

10 ' Absaugrohr

11 Unterkonstruktion

12 Unterkonstruktion

15 Türe

16 Vorraum zur Kabine

17 Raum für Flurförderer

20 vertikale Sprühapplikator-Anordnung

21 Sprühapplikator

22 Sprühapplikator

23 Sprühapplikator

24 Sprühapplikator

25 Antrieb

26 Antrieb 27 Tragarm

28 Antrieb

30 horizontale Sprühapplikator-Anordnung

31 Sprühapplikator

32 Sprühapplikator

34 Antrieb

35 Antrieb

36 Antrieb

37 Linearführung

40 vertikale Sprühapplikator-Anordnung

41 Sprühapplikator

42 Sprühapplikator

46 Antrieb

47 Linearführung

50 Manipulator

51 obere Führung

52 obere Führungsschiene

53 untere Führung

54 Tragstruktur

55 untere Führungsschiene

60 Abblaseinrichtung

61 Düse

62 Leitung

80 Umlenkrolle

81 Antriebsmotor

85 Bewegungsrichtung

90 Gebläse

91 Luftstrom

92 Luftauslass

95 Blasleiste

96 Druckluft

100 Bodenförderer

101 Drehvorrichtung 102 Werkstückhalter

103 Drehbewegung

110 Hallenboden

120 PulverZentrum

120' PulverZentrum

125 Steuerung

130 Zyklonabscheider

130' Zyklonabscheider

140 Nachfilter

200 Werkstück

210 Abblaseinrichtung

220 Kabine

221 Tür