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Patent Searching and Data


Title:
PRAM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/009286
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a pram or pram frame (10), comprising: a pusher bar (11) for pushing the pram or pram frame (10); and at least one force sensor device, in particular for detecting a direction and/or a magnitude of a force and/or a force component acting on the pusher bar (11) and/or for detecting a variable derived from said force or force component, in particular a change in the force or force component over time, wherein the at least one force sensor device is designed to measure a force (component) and/or a variable derived therefrom at least over a vast majority, preferably over at least 80% or over at least 90%, of a horizontal section (101) of the pusher bar (11), and/or is designed to measure a force (component) and/or a variable derived therefrom in at least one, in particular curved and/or arcuate, transition section (103) of the pusher bar (11) between a/the horizontal section (101) of the pusher bar (11) and a connecting section (102) of the pusher bar (11).

Inventors:
HEJDUK JIRI (CZ)
Application Number:
PCT/EP2020/070147
Publication Date:
January 21, 2021
Filing Date:
July 16, 2020
Export Citation:
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Assignee:
CYBEX GMBH (DE)
International Classes:
B62B9/00
Foreign References:
CN210478798U2020-05-08
CN108791459A2018-11-13
JP5814102B22015-11-17
CN108032895A2018-05-15
DE202017104166U12018-10-15
US20180118245A12018-05-03
US20180354539A12018-12-13
DE102011114337A12013-03-28
US20150066274A12015-03-05
Attorney, Agent or Firm:
PFRANG, Tilman (DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10), umfassend

einen Schieber (11) zum Schieben des Kinderwagens bzw.

Kinderwagengestells (10) und mindestens eine Kraft-Sensoreinrichtung, insbesondere zum Erfassen einer Richtung und/oder eines Betrages einer Kraft und/oder einer Kraftkomponente, die auf den Schieber (11) einwirkt, und/oder zum Erfassen einer aus dieser Kraft bzw. Kraftkomponente abgeleiteten Größe, insbesondere einer zeitlichen Änderung der Kraft bzw. Kraftkomponente, wobei die mindestens eine Kraft-Sensoreinrichtung konfiguriert ist, eine Kraft(-komponente) und/oder daraus abgeleitete Größe zumindest über einen überwiegenden Teil, vorzugsweise über zumindest 80 % oder über zumindest 90 %, eines Horizontalabschnittes (101) des Schiebers (11) zu messen und/oder konfiguriert ist, eine Kraft(-komponente) und/oder daraus abgeleitete Größe in mindestens einem, insbesondere gekrümmten und/oder bogenförmigen, Übergangsabschnitt (103) des Schiebers (11) zwischen einem/dem Horizontalabschnitt (101) des Schiebers (11) und einem

Verbindungsabschnitt (102) des Schiebers (11) zu messen.

2. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10), insbesondere nach Anspruch 1, umfassend einen Schieber (11) zum Schieben des Kinderwagens bzw.

Kinderwagengestells (10) und mindestens eine Kraft-Sensoreinrichtung, insbesondere zum Erfassen einer Richtung und/oder eines Betrages einer Kraft und/oder einer Kraftkomponente, die auf den Schieber (11) einwirkt, und/oder zum Erfassen einer aus dieser Kraft bzw. Kraftkomponente abgeleiteten Größe, insbesondere einer zeitlichen Änderung der Kraft bzw. Kraftkomponente, wobei sich die mindestens eine Kraft-Sensoreinrichtung zumindest über einen überwiegenden Teil, vorzugsweise zumindest über 80 % oder zumindest über 90 %, eines Horizontalabschnittes (101) des Schiebers (11), und/oder sich zumindest abschnittsweise über mindestens einen,

insbesondere gekrümmten und/oder bogenförmigen, Übergangsabschnitt (103) des Schiebers (11) zwischen einem/dem Horizontalabschnitt (101) des Schiebers (11) und einem Verbindungsabschnitt (102) des Schiebers (11) erstreckt.

3. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10), insbesondere nach Anspruch 1 oder 2, umfassend

einen Schieber (11) zum Schieben des Kinderwagens bzw.

Kinderwagengestells (10) und mindestens eine Kraft-Sensoreinrichtung, insbesondere zum Erfassen einer Richtung und/oder eines Betrages einer Kraft und/oder einer Kraftkomponente, die auf den Schieber (11) einwirkt, und/oder zum Erfassen einer aus dieser Kraft bzw. Kraftkomponente abgeleiteten Größe, insbesondere einer zeitlichen Änderung der Kraft bzw. Kraftkomponente, wobei die Kraft-Sensoreinrichtung umfasst:

- ein Grundteil (110), das vorzugsweise dazu ausgelegt ist, mindestens eine Sensoreinheit (Sensor) (140) zumindest teilweise aufzunehmen; sowie

- ein Ummantelungsteil (120), das das Grundteil (110) und ggf. die mindestens eine Sensoreinheit (140) zumindest teilweise, vorzugsweise in einem Griffbereich (104) des Schiebers (11), ummantelt und das optional mit der mindestens einen Sensoreinheit (140), insbesondere fest, verbunden ist; wobei das Ummantelungsteil (120) gegenüber dem Grundteil (110) beweglich, insbesondere verschiebbar, ist, wobei ggf. ein Zwischenraum (105) zwischen dem Grundteil (110) und dem Ummantelungsteil (120) vorhanden ist, und

wobei die mindestens eine Sensoreinheit (140) dazu ausgelegt ist, eine Bewegung, insbesondere Verschiebung, zwischen dem Ummantelungsteil (120) und dem Grundteil (110) zu detektieren.

4. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

mindestens ein Motor (17), insbesondere Elektromotor, zum unterstützenden Antreiben des Kinderwagens bzw. Kinderwagengestells (10), vorgesehen ist.

5. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

gekennzeichnet durch

mindestens eine Steuerungseinrichtung (18), die vorzugsweise mit der mindestens einen Kraft-Sensoreinrichtung in Wirkverbindung steht, insbesondere derart, dass ein Output der mindestens einen Kraft- Sensoreinrichtung zur Steuerung des mindestens einen Motors (17) herangezogen werden kann.

6. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere nach einem der Ansprüche 3 bis 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Steuerungseinrichtung (18) zur Steuerung und/oder Regelung der Leistung des mindestens einen Motors (17) ausgebildet ist, insbesondere abhängig vom Output der mindestens einen Kraft-Sensoreinrichtung, beispielsweise in diskreten Stufen und/oder kontinuierlich,

und/oder derart ausgebildet ist, dass mindestens ein Motor (17) bei

Überschreiten einer ersten Schwelle der Kraft und/oder Kraftkomponente und/oder der daraus abgeleiteten Größe, gestartet wird

und/oder derart ausgebildet ist, dass mindestens ein Motor (17) bei

Überschreiten einer zweiten Schwelle der Kraft und/oder Kraftkomponente und/oder der daraus abgeleiteten Größe, gestoppt wird oder auf konstanter Leistung gehalten wird.

7. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Sensoreinrichtung mindestens zwei Sensoreinheiten umfasst, die sich vorzugsweise über je einen Verbindungsabschnitt (102) zumindest abschnittsweise erstwecken und/oder sich benachbart zu

gegenüberliegenden Enden des Horizontalabschnittes (101) erstrecken und/oder sich über diese Enden hinaus erstrecken.

8. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Sensoreinrichtung mindestens oder genau zwei relativ zueinander bewegliche, insbesondere verschiebliche Teile umfasst sowie mindestens eine Sensoreinheit umfasst, die die Relativbewegung, insbesondere einen Betrag der Relativbewegung, misst.

9. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das erste Teil und das zweite Teil in zumindest im wesentlichen radialer Richtung und/oder zumindest im wesentlichen in einer Richtung, die in einer Ebene liegt, die von einer Vorwärtsrichtung und einer/der Vertikalen aufgespannt wird, beweglich, insbesondere verschieblich, zueinander sind.

10. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das erste Teil und/oder das zweite Teil fest mit zumindest einer

Sensoreinheit verbunden ist/sind. 11. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

zumindest eine Sensoreinheit

konfiguriert ist, einen elektrischen Widerstand oder eine elektrische

Widerstandsänderung zu vermessen und/oder

mindestens einen, ggf. zwei, drei , vier oder mehr Dehnungsmessstreifen aufweist, die vorzugsweise im Horizontalabschnitt (101) und/oder

Übergangsabschnitt (103) angeordnet sind, und/oder

als Biegebalken-Sensor ausgestaltet ist, wobei ein auf einen Messkörper ausgeübtes Drehmoment auf zumindest einen, z. B. vier,

Dehnungsmessstreifen, wirkt, wobei beispielsweise ein oder zwei

Dehnungsmessstreifen gedehnt werden und zwei Dehnungsmessstreifen gestaucht werden, wobei weiter vorzugsweise vier Dehnungsmessstreifen in einer Brückenschaltung aufgebaut sind, um Widerstandsänderungen von den Dehnungsmessstreifen zu messen.

12. Kinderwagen oder Kinderwagengestell (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass

das Grundteil einen geraden Abschnitt aufweist und mindestens einen, insbesondere genau einen oder genau zwei gebogene Abschnitte aufweist, und/oder als Voll- oder Hohlprofil, ggf. mit vieleckigen, insb. Viereckigen, oder runden Querschnitt ausgebildet ist und/oder das Ummantelungsteil (120) einen geraden Abschnitt aufweist und mindestens einen, insbesondere genau einen oder genau zwei gebogene Abschnitte aufweist, und/oder als Voll- oder Hohl profil, ggf. mit vieleckigen, insb. Viereckigen, oder runden Querschnitt ausgebildet ist, und/oder das Grundprofil einstückig, ggf. monolithisch, ausgebildet ist und/oder das Ummantelungsteil (120) mehrstückig, insbesondere zwei-, drei-, vier-, fünf- oder noch mehrstückig ausgebildet ist, insb. aus entsprechend vielen, jeweils ggf. für sich monolithischen Einzelteilen aufgebaut ist, und/oder das Ummantelungsteil (120) zumindest abschnittsweise, insbesondere in einem/dem Übergangsabschnitt (103) durch zwei Halbschalen aufgebaut ist und/oder das Ummantelungsteil (120) das Grundteil, zumindest axialabschnittsweise über einen Winkelbereich von mindesten 180° oder mindestens 270° oder zumindest im Wesentlichen vollständig umgibt.

13. Verfahren zur Steuerung eines Kinderwagens oder Kinderwagengestells (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei eine auf den Schieber (11) einwirkende Kraft(-komponente) gemessen wird, insbesondere eine Richtung und/oder ein Betrag einer Kraft und/oder einer Kraftkomponente, die auf einen Schieber (11) einwirkt, und/oder eine aus dieser Kraft bzw.

Kraftkomponente abgeleitete Größe, insbesondere eine zeitliche Änderung der Kraft bzw. Kraftkomponente erfasst wird.

Description:
Kinderwagen

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Kinderwagengestell sowie einen entsprechenden

Kinderwagen, insbesondere mit Motorunterstützung.

Motorisierte Kinderwagen sind grundsätzlich bekannt. Diese können so

konfiguriert sein, dass sie ausschließlich durch Motorkraft bewegt werden können. Weiterhin ist es grundsätzlich bekannt, Kinderwägen mit Motorunterstützung auszustatten, die die Antriebskraft einer den Kinderwagen bedienenden Person unterstützt, jedoch keine Unterstützung leistet, wenn durch den Bedienenden keine Kraft ausgeübt wird.

Es ist Aufgabe der Erfindung, ein in der Bedienung einfaches, wenig aufwändiges und robustes, insbesondere motorisiertes Kinderwagengestell sowie einen entsprechenden Kinderwagen vorzuschlagen, der es der den Kinderwagen bedienenden Person insbesondere erlaubt, den Kinderwagen auf einfache, komfortable und präzise Art und Weise zu steuern.

Diese Aufgabe wird insbesondere durch einen Kinderwagen bzw. ein

Kinderwagengestell bzw. ein entsprechendes Verfahren nach einem der

beiliegenden Ansprüche (jeweils für sich oder in Kombination) gelöst. Weitere, ggf. auch unabhängige Aspekte der Erfindung, lassen sich der nachfolgenden Beschreibung entnehmen

Die Erfindung umfasst eine in einem Griffbereich eines Schiebers angeordnete Sensoreinheit zum Bestimmen einer auf den Schieber wirkenden äußeren Kraft.

Erfindungsgemäß kann ggf. bestimmt werden, ob eine Person den Griffbereich des Schiebers umfasst oder nicht. Vorzugsweise werden jedoch Kräfte (oder ein damit in Zusammenhang stehender Parameter) gemessen, anhand derer ein Eingriff eines unterstützenden Antriebs für die Räder des Kinderwagens gesteuert werden kann.

Bevorzugt ist ein nicht-kapazitives Messverfahren, da Personen, die

beispielsweise wetterbedingt Handschuhe tragen, von kapazitiven Sensoren nur schwer erfasst werden können.

Der Schieber ist vorzugsweise mit einer Sensorik versehen, die es ermöglicht, eine Kraft (oder ein damit in Zusammenhang stehenden bzw. davon abgeleiteten Parameter) zu bestimmen, mit der der Kinderwagen geschoben oder gezogen wird, wobei insbesondere eine möglichst geringe Anzahl von Sensoren verwendet wird.

Vorzugsweise ist die Sensorik derart in den Schieber des Kinderwagens integriert, dass der Schieber über einen überwiegenden Teil der Breite oder die gesamte Breite des Schiebers und/oder in einem Übergangsbereich zwischen (in etwa) horizontalen Abschnitten und (ggf. in Richtung eines Hauptkörpers des

Kinderwagen(-gestell)s verlaufenden) Verbindungsabschnitten des Schiebers (insb. an Ecken und/oder Rundungen des Schiebers) sensitiv ausgestaltet ist.

Es ist auch eine Aufgabe der Erfindung, eine einfache, sichere, präzise und/oder kostengünstige Alternative zu den aus dem Stand der Technik bekannten

Lösungen vorzuschlagen.

Die Erfindung betrifft insbesondere einen Kinderwagen oder ein Gestell eines Kinderwagens, vorzugsweise aufweisend ein Rad oder mehrere Räder (bevorzugt drei oder vier Räder), einen Schieber mit mindestens einem Griffbereich sowie mindestens eine Sensoreinrichtung. Der Kinderwagen bzw. das Gestell kann weiterhin jeweils eine oder mehrere Vorderradstreben, Hinterradstreben und/oder eine Kinderaufnahmeeinrichtung oder Adapter zum Anbringen einer

Kinderaufnahmeeinrichtung aufweisen. Der Kinderwagen bzw. das Gestell kann auch einen Motor und ggf. eine Steuereinrichtung für den Motor aufweisen.

Weitere Ausgestaltungen sind möglich.

Der Schieber kann einen oder mehrere in etwa horizontale Abschnitte aufweisen (im Folgenden: Horizontalabschnitte), wobei ein Winkel zwischen

Horizontalabschnitt und der Horizontalen kleiner als 30°, vorzugsweise kleiner als 15°, insbesondere auch kleiner als 5° oder genau 0° sein kann. Der Schieber kann weiterhin einen oder mehrere (jeweils) in (zumindest in etwa) vertikalen Ebenen verlaufende Abschnitte zum Anschluss an weitere Gestellelemente aufweisen (im Folgenden: Verbindungsabschnitte).

Der Schieber kann umlaufend sein, also z.B. in der Form eines (umgedrehten) U, mit einem Horizontalabschnitt und zwei zueinander (zumindest in etwa) parallelen, seitlichen Verbindungsabschnitten, wobei sich der Griffbereich (ggf. die Griffbereiche) zumindest abschnittsweise im Horizontalabschnitt befindet. Alternativ kann der Schieber auch zweiteilig sein, nämlich in Form von zwei (zumindest in etwa) spazierstock- und/oder krückenförmigen Elementen, wobei die Griffbereiche des Schiebers in den oberen, gebogenen (die

Horizontalabschnitte umfassenden) Bereichen der Elemente liegen. Weitere Ausführungen, etwa mit nur einem zentralen Verbindungsabschnitt, sind möglich. Wenn im Folgenden von einem (zumindest in etwa) U-förmigen Schieber ausgegangen wird, so ist eine Übertragung auf andere Schieberformen möglich und soll mit umfasst sein, sofern nichts anderes ausgesagt ist. Ebenso sollen Aussagen zum Griffbereich so verstanden werden, dass sie auf jeden etwaig vorhandenen Griffbereich bezogen werden.

Ein unabhängiger oder weiterbildender Aspekt der Erfindung liegt darin, dass von außen auf den Schieber einwirkende Kräfte direkt (unmittelbar) im Griffbereich des Schiebers gemessen bzw. bestimmt werden (also z. B. nicht in/an einem Verbindungsabschnitt). Der Schieber ist vorzugsweise im Griffbereich mehrteilig ausgestaltet.

Insbesondere weist der Schieber ein (insbesondere formstabiles) Grundteil, mindestens eine Sensoreinheit (vorzugsweise zwei Sensoreinheiten) sowie mindestens ein (insbesondere formstabiles) Ummantelungsteil auf, das das Grundteil und die Sensoreinheit zumindest teilweise in dem Griffbereich des Schiebers umschließt.

Zwischen Grundteil und Ummantelungsteil ist ausführungsgemäß ein

Zwischenraum vorgesehen, der es ermöglicht, dass sich das Ummantelungsteil relativ zu dem Grundteil bei äußerer Krafteinwirkung (zumindest minimal) verschieben kann. Ohne äußere Krafteinwirkung sollen sich Grundteil und

Ummantelungsteil vorzugsweise nicht direkt berühren (was jedoch möglich ist, beispielsweise, wenn flexible Abschnitte vorliegen).

Die Sensoreinheit ist ausführungsgemäß an dem Grundteil und an dem

Ummantelungsteil (kraftleitend und/oder starr) befestigt, wobei die Sensoreinheit vorzugsweise zwischen dem Grundteil und dem Ummantelungsteil angeordnet ist.

Die Sensoreinheit umfasst vorzugsweise mindestens einen Kraftsensor, wie beispielsweise einen Dehnungsmessstreifen, der es ermöglicht, den Kraftbetrag entlang mindestens einer sensitiven Achse zu bestimmen, der von einem Benutzer auf das Ummantelungsteil aufgebracht wird.

Vorzugsweise ist die über die Sensoreinheit (bzw. sind die über die

Sensoreinheiten) gebildete(n) Verbindung(en) die einzige (kraftübertragende) Verbindung zwischen Grundteil und Ummantelungsteil, so dass jede auf das Ummantelungsteil einwirkende äußere Kraft über die Sensoreinheit auf das Grundteil übertragen wird (soweit sie nicht direkt z. B. im Ummantelungsteil Arbeit verrichtet, etwa Verformungsarbeit).

Es ist denkbar, dass Grundteil und Ummantelungsteil von einem Überzug, beispielsweise aus Leder oder Textil, umgeben sind. Ein solcher Überzug wird Kräfte zwischen beiden Teilen aber nicht bzw. nur in vergleichsweise geringem Ausmaß übertragen und steht der bevorzugten Ausgestaltung, außer der

Sensoreinheit keine (kraftübertragende) Verbindung vorzusehen, daher nicht unbedingt entgegen. Ein Schieben oder Ziehen des Kinderwagens in einem Griffbereich des Schiebers führt vorzugsweise dazu, dass das Grundteil und das Ummantelungsteil zueinander (minimal) verschoben werden. Durch das Verschieben beider Teile, kommt es vorzugsweise zu einer Änderung einer elektrischen Kenngröße (z.B. Spannungs- und/oder Widerstandsänderung, je nach Sensorausführung) in der Sensoreinheit. Die Änderung der elektrischen Kenngröße kann mittels einer Übertragungsvorrichtung (bspw. per Kabel oder per Funk) an eine/die

Steuereinheit übermittelt werden, wodurch je nach Verschiebung und anliegender Kraft eine Motorleistung ermittelt werden kann, die zur Unterstützung der Räder des Kinderwagens aufgewendet wird. Der Kinderwagen kann also je nach äußerer Krafteinwirkung durch einen Hilfsantrieb unterstützt werden.

Der Griffbereich des Schiebers soll vorzugsweise überwiegend (über zu

mindestens 50 % oder mindesten 80 % seiner Erstreckung, insbesondere in einer Längsrichtung), ggf. überall, sensitiv gegenüber von außen auf den Schieber einwirkenden Kräften sein.

Neben dem (oder den mehreren) Horizontalabschnitt(en) kann insbesondere ein Übergangsbereich zwischen Horizontalabschnitt(en) und

Verbindungsabschnitt(en) sensitiv ausgestaltet sein. Dies wird erreicht, indem das Grundteil in den Rundungsbereichen durch (ggf. separate)

Rundungsummantelungsteile zumindest teilweise umgeben ist.

Das jeweilige Ummantelungsteil, insbesondere Rundungsummantelungsteil, kann beispielsweise (kostengünstig) aus Kunststoff, ggf. jeweils monolithisch, bevorzugt aber zwei oder mehrteilig, hergestellt sein. Insbesondere ist es denkbar, dass das jeweilige Ummantelungsteil, insbesondere

Rundungsummantelungsteil, (teilweise) durch Spritzguss und/oder mit einem 3D- Drucker gefertigt werden.

Zwischen dem Rundungsummantelungsteil und dem Grundteil kann ein (bzw. der obige) Zwischenraum vorgesehen sein, so dass sich das

Rundungsummantelungsteil und das Grundteil zueinander verschieben können, wenn ein Benutzer den Kinderwagen beispielsweise in dem Rundungsbereich des Schiebers umgreift/umfasst und eine Zug- oder Schubkraft auf den Schieber des Kinderwagens einwirken lässt. Das Rundungsummantelungsteil weist vorzugsweise auf einer der Sensoreinheit zugewandten Seite einen ersten Vorsprung auf, der sich in dem Zwischenraum zwischen dem Grundteil und dem Ummantelungsteil erstreckt. Eine eine

Bewegung (Verschiebung) zwischen dem Rundungsummantelungsteil und dem Grundteil verursachende Kraft wird ausführungsgemäß durch den ersten

Vorsprung des Rundungsummantelungsteil (mechanisch) auf die Sensoreinheit übertragen, so dass auch der Griffbereich des Schiebers in dem Rundungsbereich sensitiv ist.

Bevorzugt ist der erste Vorsprung des Rundungsummantelungsteils Teil der (ggf. einzigen) Verbindung zwischen Grundteil und Ummantelungsteil, so dass

(ausschließlich) über besagten ersten Vorsprung eine Verbindung zwischen Grundteil, Ummantelungsteil, Rundungsummantelungsteil und Sensor gegeben ist. Die Sensoreinheit kann jedoch an weiteren Punkten am Grundteil befestigt, insbesondere mit diesem verschraubt sein.

Bevorzugt weist das Rundungsummantelungsteil einen Randbereich, insbesondere eine Kante, auf, mit dem es direkt, bevorzugt formschlüssig, an das

Ummantelungsteil angrenzt. Insbesondere kann der Randbereich dritte

Vorsprünge zum Zusammenwirken mit entsprechenden Rücksprüngen im

Ummantelungsteil aufweisen.

In einer konkreten Ausgestaltung kann das jeweilige Ummantelungsteil, insbesondere Rundungsummantelungsteil, zwei Schalenhälften aufweisen, die sich so zusammenfügen lassen, dass sie das Grundteil in einem Übergangsbereich zwischen Horizontal- und Verbindungsabschnitt ummanteln können. Die

Verbindung zwischen beiden Schalenhälften kann durch Materialschluss (z.B. Kleben) erfolgen - bevorzugt soll die Verbindung aber lösbar sein und durch einen Rast- , Schnapp-, und/oder Schraubmechanismus erfolgen. Dazu kann eine der beiden Schalenhälften einen in den Aufnahmeraum ragenden zweiten

Vorsprung aufweisen, über den die Verbindung zur anderen Schalenhälfte hergestellt wird. Der zweite Vorsprung kann einen Rast- oder

Schnappmechanismus aufweisen (tragen), der mit einem entsprechenden

Gegenstück auf der Innenseite der anderen Schale Zusammenwirken kann, und/oder er kann ein Innengewinde haben, das mit einer durch eine

entsprechende in der anderen Schalenhälfte vorgesehenen Öffnung geführten Schraube Zusammenwirken kann. In jedem Fall kann im Grundteil eine Öffnung (Kanal) vorgesehen sein, die (der) (zumindest etwas) größer (im Durchmesser) als der zweite Vorsprung dimensioniert ist, um eine ungewollte Verbindung zwischen Rundungsummantelungsteil und Grundteil zu vermeiden.

In einer bevorzugten Ausführungsform sind zwei Sensoreinheiten in dem Schieber integriert. Die Sensoreinheiten sind angrenzend an die Enden des

Horizontalabschnittes (in einem Abstand von weniger als 5 cm oder weniger als 3 cm oder weniger als 1 cm), also nahe an den Verbindungsabschnitten,

positioniert.

Es ist mindestens eine Sensoreinheit verbaut, vorzugsweise sind zwei

Sensoreinheiten (auf der linken und der rechten Seite des Schiebers,

symmetrisch) verbaut. Die Detektionsrichtung der Sensoreinheit kann um einen Inklinationswinkel von 0° bis 45°, vorzugsweise 3° bis 20°, z.B. (zumindest ca.) 8° bezüglich der Horizontalen nach vorne unten geneigt sein. Durch eine Neigung der Sensoreinheit kann auch eine nach oben oder unten gerichtete

Kraftkomponente erfasst werden, so dass im Bedarfsfall (z.B. wenn durch eine nach unten auf den Schieber wirkende Kraft die Vorderräder angehoben werden) ein Unterstützungsantrieb durch den Motor nicht zugelassen sein kann.

Bei der konkreten Dimensionierung des Ummantelungsteils bzw.

Rundungsummantelungsteils ist ein (vorzugsweise konstanter) Zwischenraum zwischen (formstabilen) Grundteil und Ummantelungsteil bzw.

Rundungsummantelungsteil vorgesehen von vorzugsweise 0,1 mm bis 5 mm, weiter vorzugsweise 0,5 mm bis 2 mm, z.B. ca. 1 mm.

Der Kraftschwel Iwert, ab der der Hilfsantrieb eingreift, kann zwischen 30N und 7N, insbesondere zwischen 25N und 10N, vorzugsweise (zumindest ca.) 15N liegen. Die Abtastrate der Sensoreinheit kann größer als 5Hz, insbesondere größer oder gleich 10Hz sein, Die Abtastrate kann weiterhin kleiner als 1 kHz oder kleiner als 100Hz sein. Es ist vorzugsweise keine Hysterese für den

Kraftschwellwert vorgesehen.

Neben Dehnungsmessstreifen kann auch kapazitive und/oder induktive Sensorik eingesetzt werden, um die Verschiebungen zwischen dem Grundteil und den/dem Ummantelungsteil/en (und Rundungsummantelungsteil/en) sensorisch zu erfassen. Denkbar wären auch mehrere gegeneinander verschiebbare Abschnitte.

Alternativ zur beschriebenen Ausführung mit separaten

Rundungsummantelungsteilen können auch andere Aufteilungen der

(Ummantelungsteil/e und/oder Rundungsummantelungsteil/e umfassenden oder aus solchen bestehenden) Ummantelung vorgesehen sein. Insbesondere kann die gesamte Ummantelung aus (mindestens) zwei Teilen bestehen, von denen keines für sich alleine eine Ummantelung darstellt, sondern bei denen sich die

Ummantelung erst durch das Zusammenfügen der (mindestens) zwei Teile ergibt. Insbesondere können zwei Halbschalen, z.B. eine Oberschale und eine

Unterschale, oder eine Vorderschale und eine Rückschale, vorgesehen sein. Die weiteren Merkmale (etwa zum Zusammenfügen) ergeben sich analog zu den obigen Ausführungen.

Die oben genannte Aufgabe wir gemäß Aspekt A insbesondere gelöst durch einen Kinderwagen oder Kinderwagengestell, umfassend einen Schieber zum Schieben des Kinderwagens bzw. Kinderwagengestells und mindestens eine Kraft- Sensoreinrichtung, insbesondere zum Erfassen einer Richtung und/oder eines Betrages einer Kraft und/oder einer Kraftkomponente, die auf den Schieber ein wirkt, und/oder zum Erfassen einer aus dieser Kraft bzw. Kraftkomponente abgeleiteten Größe, insbesondere einer zeitlichen Änderung der Kraft bzw.

Kraftkomponente, wobei die mindestens eine Kraft-Sensoreinrichtung konfiguriert ist, eine Kraft(-komponente) und/oder daraus abgeleitete Größe zumindest über einen überwiegenden Teil (vorzugsweise zu mindestens 80 % oder mindestens 90 %) eines (insbesondere zumindest im Wesentlichen horizontal verlaufenden, ggf. in einem Winkel von kleiner/gleich 30 ° oder kleiner/gleich 10 ° verlaufenden) Horizontalabschnittes des Schiebers, vorzugsweise unmittelbar, zu messen und/oder konfiguriert ist, eine Kraft(-komponente) und/oder daraus abgeleitete Größe in mindestens einem, insbesondere gekrümmten und/oder bogenförmigen, Übergangsabschnitt des Schiebers zwischen einem/dem Horizontalabschnitt des Schiebers und einem (insbesondere von oben nach unten, vorzugsweise schräg, verlaufenden und/oder an einem Hauptkörper des Kindewagen(-gestells), ggf. gelenkig angebracht, endenden) Verbindungsabschnitt des Schiebers,

vorzugsweise unmittelbar, zu messen. Alternativ oder zusätzlich wird die oben genannte Aufgabe gemäß einem Aspekt B insbesondere gelöst durch einen Kinderwagen oder Kinderwagengestell, insbesondere nach dem Aspekt A, umfassend einen Schieber zum Schieben des Kinderwagens bzw. Kinderwagengestells und mindestens eine Kraft- Sensoreinrichtung, insbesondere zum Erfassen einer Richtung und/oder eines Betrages einer Kraft und/oder einer Kraftkomponente, die auf den Schieber einwirkt, und/oder zum Erfassen einer aus dieser Kraft bzw. Kraftkomponente abgeleiteten Größe, insbesondere einer zeitlichen Änderung der Kraft bzw.

Kraftkomponente, wobei sich die mindestens eine Kraft-Sensoreinrichtung zumindest über einen überwiegenden Teil (vorzugsweise zu mindestens 80 % oder mindestens 90 %) eines (insbesondere zumindest im Wesentlichen horizontal verlaufenden, ggf. in einem Winkel von kleiner/gleich 30 ° oder kleiner /gleich 10 ° verlaufenden) Horizontalabschnittes des Schiebers, und/oder zumindest abschnittsweise über mindestens einen, insbesondere gekrümmten und/oder bogenförmigen, Übergangsabschnitt des Schiebers zwischen einem/dem Horizontalabschnitt des Schiebers und einem (insbesondere von oben nach unten, vorzugsweise schräg, verlaufenden und/oder an einem Hauptkörper des

Kindewagen(-gestells), ggf. gelenkig angebracht, endenden)

Verbindungsabschnitt des Schiebers, vorzugsweise unmittelbar, erstreckt.

Alternativ oder zusätzlich wird die oben genannte Aufgabe gemäß einem Aspekt C insbesondere gelöst durch einen Kinderwagen oder Kinderwagengestell, insbesondere nach mindestens einem der Aspekte A oder B, umfassend

einen Schieber zum Schieben des Kinderwagens bzw. Kinderwagengestells und mindestens eine Kraft-Sensoreinrichtung, insbesondere zum Erfassen einer Richtung und/oder eines Betrages einer Kraft und/oder einer Kraftkomponente, die auf den Schieber einwirkt, und/oder zum Erfassen einer aus dieser Kraft bzw. Kraftkomponente abgeleiteten Größe, insbesondere einer zeitlichen Änderung der Kraft bzw. Kraftkomponente, wobei die Kraft-Sensoreinrichtung umfasst:

- ein Grundteil, das vorzugsweise dazu ausgelegt ist, mindestens eine Sensoreinheit (Sensor) zumindest teilweise aufzunehmen; sowie

- ein Ummantelungsteil, das das Grundteil und ggf. die mindestens eine Sensoreinheit zumindest teilweise, vorzugsweise in einem Griffbereich des Schiebers, ummantelt und das optional mit der mindestens einen

Sensoreinheit, insbesondere fest, verbunden ist; wobei das Ummantelungsteil gegenüber dem Grundteil beweglich,

insbesondere verschiebbar, ist, wobei ggf. ein Zwischenraum zwischen dem Grundteil und dem Ummantelungsteil vorhanden ist, und

wobei die mindestens eine Sensoreinheit dazu ausgelegt ist, eine Bewegung, insbesondere Verschiebung, zwischen dem Ummantelungsteil und dem Grundteil zu detektieren.

Vorzugsweise ist mindestens ein Motor, insbesondere Elektromotor, zum

unterstützenden Antreiben des Kinderwagens bzw. Kinderwagengestells, vorgesehen.

Vorzugsweise ist mindestens eine Steuerungseinrichtung vorgesehen, die vorzugsweise mit der mindestens einen Kraft-Sensoreinrichtung in

Wirkverbindung steht, insbesondere derart, dass ein Output der mindestens einen Sensoreinrichtung zur Steuerung des mindestens einen Motors herangezogen werden kann.

Vorzugsweise ist die Steuerungseinrichtung zur Steuerung und/oder Regelung der Leistung des mindestens einen Motors ausgebildet ist, insbesondere abhängig vom Output der mindestens einen Sensoreinrichtung, beispielsweise in diskreten Stufen und/oder kontinuierlich. Alternativ oder zusätzlich ist die

Steuerungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass mindestens ein Motor bei Überschreiten einer ersten Schwelle der Kraft und/oder Kraftkomponente und/oder der daraus abgeleiteten Größe, gestartet wird. Alternativ oder zusätzlich ist die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass mindestens ein Motor bei Überschreiten einer zweiten Schwelle der Kraft und/oder Kraftkomponente und/oder der daraus abgeleiteten Größe, gestoppt wird oder auf konstanter Leistung gehalten wird.

Vorzugsweise umfasst die Sensoreinrichtung mindestens zwei Sensoreinheiten (Sensoren), die sich vorzugsweise über je einen Verbindungsabschnitt zumindest abschnittsweise erstwecken und/oder sich benachbart zu gegenüberliegenden Enden des Horizontalabschnittes erstrecken und/oder sich über diese Enden (hinaus) erstrecken. Vorzugsweise umfasst die Sensoreinrichtung mindestens oder genau zwei relativ zueinander bewegliche, insbesondere verschiebliche, (jeweils einstückige oder mehrstückige) Teile (ein erstes und ein zweites Teil bzw. ausführungsgemäß das Ummantelungsteil und das Grundteil) sowie mindestens eine Sensoreinheit (Sensor), der die Relativbewegung (bzw. Relativverschiebung), insbesondere einen Betrag der Relativbewegung (Relativverschiebung), misst.

Vorzugsweise sind das erste Teil (ausführungsgemäß das Ummantelungsteil) und das zweite Teil (ausführungsgemäß das Grundteil) in (zumindest im wesentlichen) radialer Richtung und/oder (zumindest im wesentlichen) in einer Richtung, die in einer Ebene liegt, die von einer Vorwärtsrichtung (bei Geradeausfahrt) und einer/der Vertikalen aufgespannt wird, beweglich, insbesondere verschieblich, zueinander.

Vorzugsweise ist/sind das erste Teil (ausführungsgemäß das Ummantelungsteil) und/oder das zweite Teil (ausführungsgemäß das Grundteil) fest mit zumindest einer Sensoreinheit verbunden.

Vorzugsweise ist zumindest eine Sensoreinheit (die zumindest eine Sensoreinheit) konfiguriert, einen elektrischen Widerstand oder eine elektrische

Widerstandsänderung zu (ver-)messen. Alternativ oder zusätzlich weist zumindest eine Sensoreinheit (die zumindest eine Sensoreinheit) mindestens einen, ggf. zwei, drei, vier oder mehr Dehnungsmessstreifen auf (die vorzugsweise im

Horizontalabschnitt und/oder Übergangsabschnitt angeordnet sind). Alternativ oder zusätzlich ist zumindest eine Sensoreinheit (die zumindest eine

Sensoreinheit) als Biegebalken-Sensor ausgestaltet, wobei vorzugsweise ein auf einen Messkörper ausgeübtes Drehmoment auf zumindest einen, z. B. vier, Dehnungsmessstreifen, wirkt, wobei beispielsweise ein oder zwei

Dehnungsmessstreifen gedehnt werden und zwei Dehnungsmessstreifen gestaucht werden, wobei weiter vorzugsweise vier Dehnungsmessstreifen in einer Brückenschaltung aufgebaut sind, um Widerstandsänderungen von den

Dehnungsmessstreifen zu messen.

Ausführungsgemäß weist das Grundteil einen geraden Abschnitt auf und mindestens einen, insbesondere genau einen oder genau zwei gebogene

Abschnitte. Das Grundteil kann als Voll- oder vorzugsweise als Hohlprofil, ggf. mit vieleckigen (insb. viereckigen), z. B. D-förmigem, ovalem oder runden Querschnitt

ausgebildet sein.

Das Ummantelungsteil kann einen geraden Abschnitt aufweisen und mindestens einen, insbesondere genau einen oder genau zwei gebogene Abschnitte.

Das Ummantelungsteil kann als Voll- oder vorzugsweise als Hohlprofil, ggf. mit vieleckigen (insb. viereckigen), z. B. D-förmigem, ovalem oder runden Querschnitt ausgebildet sein.

Das Grundprofil kann einstückig (ggf. monolithisch) ausgebildet sein.

Das Ummantelungsteil kann mehrstückig, insbesondere zwei-, drei-, vier-, fünf- oder noch mehrstückig ausgebildet ist (insb. aus entsprechend vielen, jeweils ggf. für sich monolithischen Einzelteilen aufgebaut sein)

Das Ummantelungsteil kann zumindest abschnittsweise, insbesondere in einem/dem Übergangsabschnitt durch zwei Halbschalen aufgebaut sein.

Das Ummantelungsteil kann das Grundteil (zumindest (axial-) abschnittsweise) über einen Winkelbereich von mindesten 180° oder mindestens 270° oder zumindest im Wesentlichen vollständig umgeben.

Die obige Aufgabe wird weiterhin vorzugsweise gelöst durch ein Verfahren zur Steuerung eines Kinderwagens oder Kinderwagengestells, insbesondere wie oben und nachfolgend beschrieben, wobei eine auf den Schieber einwirkende Kraft(- komponente) gemessen wird, insbesondere eine Richtung und/oder ein Betrag einer Kraft und/oder einer Kraftkomponente, die auf einen Schieber einwirkt, und/oder eine aus dieser Kraft bzw. Kraftkomponente abgeleitete Größe, insbesondere eine zeitliche Änderung der Kraft bzw. Kraftkomponente erfasst wird. Insoweit weiter oben und nachfolgend funktionale Merkmale des

Kinderwagengestells bzw. Kinderwagens beschrieben werden, sollen diese so verstanden werden, dass ein entsprechender Verfahrensschritt durchgeführt werden kann. Insofern sind verfahrensmäßig die entsprechenden Vorrichtungsmerkmale (wie beispielsweise Kraft-Sensoreinrichtung) nicht unbedingt entscheidend, sondern die Verfahrensschritte als solche (also beispielsweise das Erfassen einer Richtung und/oder eines Betrages einer Kraft). Selbstverständlich können auch innerhalb des Verfahrens entsprechende

Vorrichtungsmerkmale (wie beispielsweise eine Kraft-Sensoreinrichtung), wie weiter oben und nachfolgend beschrieben, vorliegen.

Weitere Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Im nachfolgenden Abschnitt bis zur Figuren-Kurzbeschreibung werden weitere bevorzugte Merkmale der Erfindung beschrieben. Wenn in diesem Abschnitt ein Merkmal nicht als optional dargestellt wird, gilt dies nur für die Offenbarung dieses Abschnittes selbst. Insbesondere bedeutet dies nicht (zwingend), dass das jeweilige Merkmal im allgemeinen wesentlich bzw. zwingend für die vorliegende Erfindung ist, wie sie insbesondere in den Ansprüchen und weiter oben erläutert ist. Angaben, die nachfolgend das Kinderwagengestell betreffen sollen auch für den Kinderwagen gelten. Wenn also beispielsweise davon die Rede ist, dass das Kinderwagengestell einen Motor aufweist, soll damit ebenfalls offenbart sein, dass der Kinderwagen einen Motor aufweist.

Vorgeschlagen wird insbesondere ein Kinderwagengestell, umfassend mindestens einen Motor, insbesondere Elektromotor, zum Antreiben des Kinderwagengestells, mindestens einen Schieber zum Schieben des Kinderwagengestells und

vorzugsweise mindestens eine Sensoreinrichtung, insbesondere Kraft- Sensoreinrichtung. Vorzugsweise ist die Sensoreinrichtung, insbesondere Kraft- Sensoreinrichtung zum Erfassen einer Richtung und/oder eines Betrages einer Kraft und/oder einer Kraftkomponente, die auf den Schieber einwirkt, und/oder zum Erfassen einer aus dieser Kraft bzw. Kraftkomponente abgeleiteten Größe, insbesondere einer zeitlichen Änderung der Kraft bzw. Kraftkomponente, ausgebildet.

Ein optionaler Aspekt liegt darin, dass eine Kraft-Sensoreinrichtung vorgesehen ist, die entweder die Richtung oder den Betrag (oder beides) einer Kraft und/oder einer Kraftkomponente (oder einer aus dieser Kraft oder Kraftkomponente abgeleiteten Größe) erfasst. Dadurch wird es ermöglicht, dass eine entsprechende Steuerung basierend auf dem Output der Sensoreinrichtung erfolgen kann. Unter Output einer Sensoreinrichtung ist insbesondere die Ausgabe eines gemessenen Wertes und/oder die Ausgabe eines Mittelwertes aus mehreren gemessenen Werten zu verstehen.

Die Steuerung kann dann intern (durch eine an oder in dem Kinderwagengestell vorgesehene Steuereinrichtung) und/oder extern durch eine separate

Steuereinrichtung (wie beispielsweise ein mobiles Endgerät, insbesondere

Smartphone) erfolgen. Dabei ist es jedoch zunächst bedeutsam, dass überhaupt entsprechende Daten betreffend die Kraft bzw. von mit der Kraft

zusammenhängenden Größen generiert werden können. Insofern ist es

vorteilhaft, jedoch nicht unbedingt notwendig, dass das Kinderwagengestell (oder der entsprechende Kinderwagen) selbst eine Steuereinrichtung aufweist.

Insgesamt wird ein bedienerfreundliches und einfach herzustellendes

Kinderwagengestell mit Motorunterstützung vorgeschlagen.

Der Schieber ist vorzugsweise einstückig (ggf. mit gegeneinander bewegbaren Einzelteilen) ausgebildet. Der Schieber kann insbesondere einen horizontalen Handgriff aufweisen. Alternativ kann der Schieber auch mehrstückig (z.B.

zweistückig), beispielsweise mit mehreren voneinander getrennten Handgriffen ausgebildet sein.

Mit der Kraft-Sensoreinrichtung sind insbesondere mindestens zwei verschiedene Kraft-Richtungen (beispielsweise vorwärts und rückwärts und/oder nach oben und nach unten) feststellbar und ggf. hinsichtlich Ihres Betrages bestimmbar oder mindestens vier Richtungen (beispielsweise vorwärts, rückwärts, nach oben und nach unten) feststellbar und ggf. hinsichtlich Ihres Betrages bestimmbar.

Gegebenenfalls können mit der Kraft-Sensoreinrichtung mindestens zwei verschiedene Beträge (>0), vorzugsweise mindestens vier verschiedene Beträge, beispielsweise ein Kontinuum von Beträgen der Kraft (bzw. Kraftkomponente bzw. daraus abgeleiteten Größe) erfasst werden. In jedem Fall wird durch eine derartige Kraft-Sensoreinrichtung auf einfache Art und Weise Information bereitgestellt, die vorteilhaft genutzt werden kann, um den Motor zum Antreiben des Kinderwagens bzw. des Kinderwagengestells zu steuern. Vorzugsweise weist das Kinderwagengestell bzw. der Kinderwagen mehrere Motoren, insbesondere Elektromotoren, zum Antreiben des Kinderwagengestells auf. Vorzugsweise ist mindestens zwei oder genau zwei Räder (beispielsweise einem linken und einem rechten Rad bzw. einem ersten seitlichen Rad und einem zweiten seitlichen Rad) jeweils ein Motor zugeordnet. Vorzugsweise kann eine Steuereinrichtung zur individuellen Ansteuerung der Motoren vorgesehen sein. Alternativ oder zusätzlich kann eine Sensoreinrichtung zum Erfassen einer Schiebekraft und/oder Bewegung des Kinderwagengestells vorgesehen sein. Durch mehrere (insbesondere mindestens oder genau zwei) Motoren kann der Schiebekomfort insbesondere bei Kurvenfahrt verbessert werden, ohne dass dazu aufwändige Maßnahmen getroffen werden müssten (wie beispielsweise bei nur einem Motor mit einem Differentialgetriebe).

Soweit nicht anders angegeben sollen unter einem Schieben bzw. einer

Schiebekraft insbesondere Aktionen bzw. Kräfte verstanden werden, die sowohl vorwärts als auch rückwärts gerichtet sein können (auch wenn man bei letzterem auch von einem Ziehen bzw. einer Zugkraft sprechen kann).

Insoweit (zwei) Kräfte miteinander verglichen werden und ausgesagt wird, dass die (beiden) Kräfte gleich bzw. verschieden sind, soll dies im Allgemeinen als Abkürzung für„gleich bzw. verschieden im Hinblick auf Richtung und/oder Betrag der Kräfte" verstanden werden - es sei denn, es ergibt sich aus dem

Zusammenhang, dass die Richtung vorgegeben ist (wie z.B. bei einer

„rückwärtsgerichteten Kraft"); dann soll sich eine Angabe über gleiche bzw.

verschiedene Kräfte auf die Beträge der Kräfte beziehen.

Die mindestens eine (Kraft-) Sensoreinrichtung kann an und/oder in dem

Schieber, insbesondere einem Handgriff des Schiebers, angeordnet sein und/oder in und/oder nahe einem Schieberbefestigungsbereich angeordnet sein. Unter einem Schieberbefestigungsbereich ist insbesondere ein Bereich zu verstehen, an dem der Schieber an einem Hauptkörper des Kinderwagengestells angebracht ist. Unter einer Anordnung nahe zu dem Schieberbefestigungsbereich ist

insbesondere eine Anordnung in einem Abstand von weniger als 10 cm, vorzugsweise weniger als 5 cm gegenüber dem Schieber zu verstehen (wobei bei einem sich relativ bewegenden Schieber hier insbesondere der Minimalabstand gemeint ist). Vorzugsweise ist mindestens eine Steuerungseinrichtung vorgesehen, die mit der mindestens einen (Kraft-) Sensoreinrichtung in Wirkverbindung steht,

insbesondere derart, dass ein Output des mindestens einen Sensors zur

Steuerung des mindestens einen Motors herangezogen wird. Dadurch kann eine einfache und zuverlässige Erfassung der Kraft (oder sonstigen Größe, wie beispielsweise der aktuellen Bewegung) erfolgen.

In einer Ausführungsform ist die mindestens eine Sensoreinrichtung ausgebildet, auf den Schieber einwirkende Kräfte und/oder Kraftkomponenten und/oder daraus abgeleitete Größe an mindestens zwei verschiedenen Orten zu erfassen. Insbesondere kann diese Erfassung an einer ersten (z. B. linken) und einer zweiten (z. B. rechten) Seite des Schiebers erfolgen, insbesondere einer ersten (z. B. linken) und einer zweiten (z. B. rechten) Seite eines Handgriffs und/oder an zwei verschiedenen, insbesondere jeweils seitlich angeordneten, Handgriffen. Insoweit hier und im Folgenden von einer linken oder rechten Seite die Rede ist, ist damit insbesondere eine linke bzw. rechte Seite gemeint, die sich aus der Blickrichtung des das Kinderwagengestell bzw. den Kinderwagen bedienenden Person ergibt.

In einer konkreten Ausführungsform ist die Sensoreinrichtung ausgebildet, Kraftkomponenten in Bewegungsrichtung und/oder entgegen der

Bewegungsrichtung (jeweils horizontal) und/oder nach oben und/oder nach unten (jeweils vertikal) zu bestimmen. Alternativ oder zusätzlich können entsprechende Komponenten einer zeitlichen Ableitung (bzw. einer zeitlichen Änderung) bestimmt werden.

Wenn wirkende Kräfte (und/oder Kraftkomponenten und/oder kraftableitende Größen) an mehreren verschiedenen Orten erfasst werden, kann die

Steuerungseinrichtung so ausgebildet sein, dass die entsprechenden

Antriebsräder (bzw. ggf. zugeordneten Motoren) angesteuert werden,

beispielsweise abhängig von Größe und Dauer der (insbesondere horizontalen) angreifenden Kräfte (und/oder ihrer zeitlichen Änderungen) und/oder abhängig davon, ob die (insbesondere horizontalen) Kräfte (und/oder ihre zeitlichen Änderungen) in dieselbe Richtung weisen. Ein Antriebsrad (oder entsprechend zugeordneter Motor) kann abhängig von der Kraft angesteuert werden, die an seiner Seite anliegt (und/oder der zeitlichen Änderung dieser Kraft) und/oder an der Kraft (und/oder ihre zeitliche Änderung), die an der anderen (gegenüberliegenden) Seite anliegt.

Die Steuerungseinrichtung ist vorzugsweise zur Steuerung und/oder Regelung der Leistung des mindestens einen Motors ausgebildet, insbesondere auf Grundlage des Outputs der mindestens einen Sensoreinrichtung, beispielsweise in diskreten Stufen und/oder kontinuierlich.

Weiterhin kann die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet sein, dass mindestens ein Motor bei Überschreiten einer ersten Schwelle der Kraft und/oder Kraftkomponente und/oder daraus abgeleiteten Größe, gestartet wird. Unter einem Starten des Motors ist insbesondere zu verstehen, dass der Motor Leistung zum Antreiben des Kinderwagengestells bereitstellt. In diesem Sinne ist ein Anschalten des Motors (der dann beispielsweise im Leerlauf läuft) noch kein Starten. Unter einem Starten kann jedoch ggf. auch ein erstmaliges Anschalten (Energieversorgung) des Motors gemeint sein.

Die Steuerungseinrichtung kann derart ausgebildet sein, dass mindestens ein Motor bei Überschreiten einer zweiten Schwelle der Kraft und/oder

Kraftkomponente (beispielsweise einer Komponente nach oben oder unten) und/oder der daraus abgeleiteten Größe, gestoppt wird oder auf konstante Leistung gehalten wird. Unter einem Stoppen des Motors ist insbesondere ein Versetzen des Motors in einen Zustand zu verstehen, in dem dieser den

Kinderwagen nicht mehr antreibt. Der Motor kann ggf. noch (beispielsweise im Leerlauf) weiterlaufen. Es kann jedoch auch ein endgültiges Ausschalten

(beispielsweise eine Energieunterbrechung zur Versorgung des Motors)

verstanden werden. Die zweite Schwelle kann betragsmäßig größer sein als die erste Schwelle.

Weiterhin kann die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet sein, dass

mindestens ein Motor bei Überschreiten einer Schwelle F d einer nach unten wirkenden Kraft und/oder bei Überschreiten einer Schwelle F u einer nach oben wirkenden Kraft, wobei F d und F u ggf. (betraglich) gleich oder verschieden sind, und/oder bei Überschreiten einer Schwelle F f2 einer vorwärtswirkenden Kraft und/oder bei Überschreiten einer Schwelle F r2 einer rückwärtswirkenden Kraft, wobei F f2 und F r2 ggf. (betraglich) gleich oder verschieden sind, gestoppt wird oder auf einer konstanten Leistung gehalten wird, wobei F f2 und/oder F r2 vorzugsweise größer ist, insbesondere 2-mal oder 5-mal oder 20-mal so groß ist als/wie F u und/oder F d . Vorzugsweise ist die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet, dass der Motor bei einem Unterschreiten (bei vorherigem

Überschreiten) von F f2 , F r2 , F u bzw. F d (neuerlich) gestartet wird.

Die Steuerungsfunktion kann weiterhin derart ausgebildet sein, dass mindestens ein Motor bei Überschreiten einer Schwelle F f1 einer vorwärtswirkenden Kraft und/oder bei Überschreiten einer Schwelle F r1 einer rückwärtswirkenden Kraft, wobei F f1 und F r1 ggf. (betraglich) gleich oder verschieden sind (und/oder ggf. bei Überschreiten einer Schwelle einer nach unten wirkenden Kraft und/oder bei Überschreiten einer Schwelle einer nach oben wirkenden Kraft wobei die Schwelle der nach unten wirkenden Kraft und die Schwelle der nach oben wirkenden Kraft ggf. gleich oder verschieden sind) gestartet wird, , wobei vorzugsweise Fn

(betraglich) kleiner ist als F f2 und/oder vorzugsweise Fn (betraglich) kleiner als F r2 ist.

Alternativ oder zusätzlich kann die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet sein, dass, wenn eine (horizontale) Kraft auf eine der beiden Seiten positiv ist und eine (horizontale) Kraft auf der anderen Seite negativ ist (was einer Drehung bzw. Kurve des Kinderwagens entsprechen kann) und/oder wenn eine zeitliche

Änderung der (horizontalen) Kraft auf der einen Seite positiv ist und eine zeitliche Änderung der (horizontalen) Kraft auf der anderen Seite negativ ist (resultierend in einer Drehung bzw. Kurve des Kinderwagens), die Antriebsräder (bzw.

entsprechend zugeordnete Motoren) derart angesteuert werden, dass nur eines der Antriebsräder (Motoren) Unterstützung leistet und/oder so dass die

Unterstützungskraft einen vorbestimmten Wert nicht überschreitet oder dass die Unterstützung beider Motoren (vollständig) gestoppt wird oder zumindest deutlich reduziert wird.

Das Kinderwagengestell weist vorzugsweise mindestens einen

Geschwindigkeitssensor und/oder mindestens einen Kurvenfahrtsensor auf. Der Geschwindigkeitssensor ist insbesondere derart ausgebildet, dass ein Betrag (und ggf. eine Richtung) einer aktuellen Geschwindigkeit (des Kinderwagengestells gegenüber einem Untergrund) festgestellt werden kann. Der Kurvenfahrtsensor ist vorzugsweise so ausgebildet, dass eine Krümmung einer Drehung bzw. Kurve (im vom Kinderwagengestell zurückgelegten Weg) feststellbar ist. Die

Steuerungseinrichtung kann dann ggf. so ausgebildet sein, dass die

Unterstützung des entsprechende Motors gestoppt wird, wenn eine bestimmte Geschwindigkeit überschritten und/oder eine bestimmte Kurvenkrümmung unterschritten wird. Dadurch wird insgesamt die Zuverlässigkeit und Sicherheit bei der Bedienung des Kinderwagens verbessert.

Die Steuerungseinrichtung kann derart ausgebildet sein, dass ein Quotient aus einer Schiebekraft oder einer (insbesondere horizontalen)

Schiebekraftkomponente und einer Unterstützungskraft des mindestens einen Motors konstant ist, z. B. 1 oder größer 1 oder größer 2 oder größer 3 oder kleiner 1 ist, oder variabel ist, z. B. derart, dass die Unterstützungskraft mehr oder weniger als linear mit der Schiebekraft oder der (insbesondere horizontalen) Schiebekraftkomponente zunimmt. Die Unterstützungskraft kann beispielsweise polynomisch oder exponentiell oder logarithmisch mit der Schiebekraft zunehmen.

Weiterhin kann die Steuerungsreinrichtung derart ausgebildet sein, dass ein Quotient aus einer zeitlichen Änderung der Schiebekraft oder einer zeitlichen Änderung einer (insbesondere horizontalen) Schiebekraftkomponente und einer zeitlichen Änderung der Unterstützungskraft des mindestens einen Motors konstant ist, z. B. 1 oder größer 1 oder größer 2 oder größer 3 oder kleiner 1 ist oder variabel ist, z. B. derart, dass die zeitliche Änderung der Unterstützungskraft mehr oder weniger als linear mit der zeitlichen Änderung der Schiebekraft oder der Schiebekraftkomponente zunimmt. Beispielsweise kann die zeitliche Änderung der Unterstützungskraft polynomisch oder exponentiell oder logarithmisch etc. mit der zeitlichen Änderung der Schiebekraft oder der zeitlichen Änderung der Schiebekraftkomponente zunehmen.

Besonders bevorzugt nimmt die Unterstützungskraft (bzw. die zeitlich Änderung der Unterstützungskraft) mehr als (nur) linear mit der Schiebekraft oder

Schiebekraftkomponente (bzw. mit der zeitlichen Änderung der Schiebekraft oder zeitlichen Änderung der Schiebekraftkomponente) zu.

Die oben (und nachfolgend) beschriebenen Schwellwerte und Grenzen können einen vorbestimmten festen Wert aufweisen oder geändert werden,

beispielsweise durch einen selbstlernenden Algorithmus. Vorzugsweise ist die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet, dass die

Antriebsleistung des mindestens einen Motors gedrosselt oder gestoppt wird, wenn eine Bremse, insbesondere Verzögerungsbremse (Betriebsbremse) oder Feststellbremse betätigt wird.

Vorzugsweise ist der Schieber und/oder ein Abschnitt des Schiebers

(insbesondere derjenige Abschnitt des Schiebers, der zumindest teilweise die Sensoreinrichtung aufweist) über einen Bewegungsbereich vorzugsweise frei, insbesondere ohne eine Entrastung durchführen zu müssen, bewegbar, vorzugsweise gegen eine Rückstellkraft.

Unter der Bewegung in diesem Sinne ist insbesondere nicht eine Bewegung zur (reinen) Höhenverstellung des Schiebers zu verstehen, um das

Kinderwagengestell an die Größe der bedienenden Person anzupassen, sondern insbesondere eine (freie) Bewegung, die insbesondere der Kraftmessung dienen kann und/oder als Feedback für den Benutzer, dass eine Motorunterstützung wirkt, dienen kann. Insofern kann hier ein„Double-Feedback" vorliegen, einerseits durch die wirkende Unterstützung des Motors (die vom Benutzer als solche erkannt werden kann) und gleichzeitig die Bewegung des Schiebers (bzw. Schiebeabschnittes). Durch ein und dieselbe Bewegung kann also insbesondere eine Kraft-Messung erfolgen und gleichzeitig eine Double-Feedback-Funktion realisiert werden. Vergleicht man dies beispielsweise mit einem Piezo-Sensor (als vergleichsweise kompakte Sensoreinrichtung) wird im vorliegenden Fall ein vergleichsweise gutes Feedback an den Benutzer gegeben, was dem Benutzer die Bedienung des Kinderwagens erleichtert (und der Benutzer nicht nur darauf angewiesen ist, die Motorunterstützung als solche, die ggf. vergleichsweise gering sein kann, zu erkennen).

Die (freie) Bewegung des Schiebers (bzw. Schiebeabschnittes) kann

beispielsweise mindestens 2 mm oder mindestens 10 mm oder mindestens 20 mm betragen. Vergleicht man eine derartige Kraft-Sensoreinrichtung beispielsweise mit einem einfachen Piezo-Sensor, wird eine deutliche Verbesserung erzielt, da präzisere Informationen bereitgestellt werden können. Ein Piezo-Sensor kann nur vergleichsweise kleine Relativ-Bewegungen feststellen (weit unter 1 mm). Im Falle einer translatorischen Bewegung ist damit insbesondere der

Bewegungsweg gemeint; im Falle einer rotatorischen Bewegung bzw.

Verschwenkung ist damit der Weg eines Punktes des verschwenkten Abschnittes gemeint, der den größten Weg aller Punkte durchführt. In einer Ausführungsform kann der Schieber oder ein oberer Abschnitt des Schiebers (z.B. Handgriff) schwenkbar um einen Befestigungsbereich sein. Alternativ (oder zusätzlich) kann ein (oberer) Abschnitt des Schiebers gegenüber einem unteren Abschnitt translatorisch verschiebbar sein. Weiterhin kann der gesamte Schieber

(translatorisch) verschiebbar sein.

Die mindestens eine Sensoreinrichtung kann zum Erfassen eines (zeitlichen) Verlaufs der Kraft (bzw. Kraftkomponente) und/oder der daraus abgeleiteten Größe ausgebildet sein. Dadurch kann die Steuerung weiter verbessert werden. Beispielsweise kann es dann ermöglicht sein, Schwellwerte für Kräfte (bzw.

Kraftkomponenten) und/oder ihre zeitlichen Änderungen zu definieren sowie Schwellwerte für eine Zeit, wobei der Schwell wert für die Zeit eine Dauer einer (anliegenden) Kraft (bzw. Kraftkomponente) und/oder ihrer zeitlichen Änderung sein kann, in der der Schwellwerte (die Schwellwerte) der Kraft (bzw.

Kraftkom ponte) und/oder ihrer zeitlichen Änderung überschritten (oder unterschritten) wird (werden).

Unter einer zeitlichen Änderung kann grundsätzlich die zeitliche Ableitung der Kraft (bzw. Kraftkomponente) verstanden werden (im mathematischen Sinne). Eine zeitliche Änderung kann jedoch auch als DF/Dt verstanden werden (mit endlichen nicht-infinitesimalen Dt im Bereich von beispielsweise 100 Millisekunden bis 1 Sekunde).

Die jeweilige Steuereinrichtung ist vorzugsweise eine Regeleinrichtung, insbesondere eine Regeleinrichtung zur kontinuierlichen (ggf. linearen) Regelung der Leistung des mindestens einen Motors, vorzugsweise eine PID- Regeleinrichtung (wobei PID für proportional integral derivative steht).

Vorzugsweise ist mindestens eine Bremseinrichtung, insbesondere

Verzögerungsbremseinrichtung und/oder Feststellbremseinrichtung, vorgesehen. Die Verzögerungsbremseinrichtung ist vorzugsweise ausgebildet, kinetische Energie des Kinderwagengestells bzw. Kinderwagens (mit Kind) zum Abbremsen zu nutzen (und insbesondere in elektrische Energie umzuwandeln). Alternativ oder zusätzlich kann eine/die Steuereinrichtung vorgesehen und derart ausgebildet sein, dass die Feststellbremseinrichtung automatisch nach einer vorbestimmten Zeit, vorzugsweise zwischen 3 Sekunden und 5 Minuten

(vorzugsweise zwischen 10 Sekunden und 30 Sekunden), nach einem

(vollständigen) Stillstand des Kinderwagengestells (nach vorheriger Bewegung), aktiviert wird. Alternativ oder zusätzlich kann eine/die Steuereinrichtung derart vorgesehen und ausgebildet sein, dass die Feststellbremseinrichtung automatisch nach Erreichen eines Stillstandes oder einer vergleichsweise geringen

Geschwindigkeit nach vorheriger Fahrt aktiviert wird.

Die Bremseinrichtung kann insbesondere zweistufig ausgebildet sein,

vorzugsweise derart, dass sowohl eine Verzögerungsbremse (Betriebsbremse) als auch eine Feststellbremse zum Feststellen einer Parkposition (wenn der

Kinderwagen vollständig gestoppt ist) vorliegt. Die Verzögerungsbremse kann derart ausgebildet sein, dass der Kinderwagen durch Reibung (an einem oder mehreren Rädern) gebremst wird (wobei kinetische Energie in Wärme

umgewandelt wird). Bevorzugt kann jedoch zumindest ein Motor als Generator genutzt werden, um den Kinderwagen abzubremsen (wobei kinetische Energie in elektrische Energie umgewandelt wird, die wiederum zur Aufladung einer oder mehrerer Batterien genutzt werden kann). Für die Verzögerungsbremse kann eine beliebige Betätigungseinrichtung vorgesehen sein, beispielsweise ein hand- oder fingerbetätigbarer Hebel (am Schieber bzw. Handgriff) oder eine andere

Vorrichtung (beispielsweise ein Dreh-Griff oder ein Fuß-Pedal oder dergleichen). Es ist auch ggf. möglich, dass eine graphische Benutzeroberfläche (z. B. Display, insbesondere Touchscreen) mit dem Kinderwagen verbunden ist und/oder einen Empfänger aufweist, um mit einem externen Gerät (z. B. einem Smartphone mit einer entsprechenden App) verbindbar ist. Die Betätigungseinrichtung (oder der Empfänger) kann mit der Verzögerungsbremse (durch geeignete Mittel) verbunden sein, um die Verzögerungsbremse zu betätigen, d.h. die durch den Benutzer gewünschte Bremskraft aufzubringen (die null oder größer null sein kann, insbesondere mehr als 2 oder mehr als 5 verschiedene Werte größer null einnehmen kann). Die Verzögerungsbremse kann solange wirken, wie die

Betätigungseinrichtung betätigt wird, oder bis der Kinderwagen gänzlich gestoppt wird und dann ggf. die Feststellbremse wirkt. Die Feststellbremse kann als eine Arretierung ausgebildet sein, die verhindert, dass eine oder mehrere Räder rotieren. Beispielsweise kann die Feststellbremse einen Pin umfassen, der mit Speichern oder Rasteinrichtungen (beispielsweise Nuten), die in einer Seitenfläche des Rades vorgesehen sind, zusammenwirkt.

Die Feststellbremse kann ggf. (automatisch) aktiviert werden unmittelbar nachdem oder eine vorbestimmte Zeit nachdem das Kinderwagengestell bzw. der Kinderwagen, insbesondere durch die Verzögerungsbremse, gestoppt wurde.

Vorzugsweise ist die mindestens eine Feststellbremseinrichtung (nur) elektrisch bzw. elektronisch aktivierbar und (nur) manuell lösbar.

Die Feststellbremseinrichtung kann in einem gelösten Zustand vorgespannt sein und in einem aktivierten Zustand nicht oder (nur) geringer vorgespannt sein. Durch diese Maßnahmen wird die Sicherheit bei der Bedienung verbessert.

Die Betätigung der Feststellbremse kann auf verschiedene Art und Weise durchgeführt werden, beispielsweise über einen Schalter, z. B. Schiebeschalter oder Druckschalter oder ein Fußpedal oder dergleichen.

Insbesondere wenn die Feststellbremse im aktivierten Zustand vorgespannt ist, ist ein Lösen der Feststellbremse (nur) manuell möglich, wohingegen ggf. eine Aktivierung der Bremse (nur) elektronisch bzw. elektrisch ermöglicht ist.

Eine/die Sensoreinrichtung, insbesondere die Kraft-Sensoreinrichtung kann vorgesehen sein und die/eine Steuereinrichtung kann derart ausgebildet sein, dass mindestens eine Bremseinrichtung, insbesondere die

Verzögerungsbremseinrichtung und/oder die Feststellbremseinrichtung, aktiviert wird, wenn eine den Kinderwagen bedienende Person einen Kontakt, z. B. über die Hand und den Handgriff, löst. Vorzugsweise wird die Verzögerungsbremse mit erhöhter (maximaler) Kraft aktiviert und/oder die Feststellbremse aktiviert (Notbremsung), wenn festgestellt wird, dass die den Kinderwagen bedienende Person keinen Kontakt (mehr) mit dem Kinderwagen hat und der Kinderwagen sich dennoch bewegt. In einer Ausführungsform ist die Steuereinrichtung derart ausgebildet, dass die Bremseinrichtung aktiviert wird, wenn die Kraft-Sensoreinrichtung eine Kraft erfasst, die (zumindest partiell) entgegen der aktuellen Bewegungsrichtung des Kinderwagengestells gerichtet ist. Alternativ kann in einem solchen Fall eine Motorunterstützung, wie oben beschrieben, erfolgen. Vorzugsweise wird der Motor im Falle einer Abbremsung als Stromgenerator genutzt.

Mindestens eine Anzeige- bzw. Signaleinrichtung kann vorgesehen sein, die den Benutzer des Kinderwagengestells darauf hinweist, dass eine Motorunterstützung vorliegt bzw. vorliegen kann. Gegebenenfalls kann eine erste Anzeige- bzw.

Signaleinrichtung darauf hinweisen, dass aktuell eine Motorunterstützung vorliegt, und eine zweite Anzeige- bzw. Signaleinrichtung darauf hinweisen, dass eine Motorunterstützung vorliegen kann, in dem Sinne, dass abhängig von weiteren Parametern (beispielsweise einer maximalen Geschwindigkeit oder dergleichen) entweder eine Motorunterstützung vorliegt oder (wenn die

Parameter entsprechend sind) nicht.

Insgesamt kann der Kinderwagen bzw. das Kinderwagengestell der vorliegenden Erfindung eine komfortable Unterstützung beim Schieben (bzw. Ziehen) des Kinderwagens ermöglichen. Insbesondere ist es möglich, Werte F f1 und/oder F r1 einzustellen, die (im Wesentlichen) diejenigen Kräfte definieren, die (maximal) von dem Benutzer (unabhängig von der Situation) eingesetzt werden müssen. Wenn man mit einem Kinderwagen startet, der stillsteht, wird der Benutzer anfangen zu schieben (oder zu ziehen). Daraufhin wird die horizontale

Komponente der Schiebekraft bzw. Zugkraft größer als null werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem F f1 erreicht wird, kann der Motor beginnen, den Benutzer (mit minimaler Leistung) zu unterstützen. Wenn beispielsweise die horizontale

Komponente der Schiebe- bzw. Zugkraft weiter ansteigt (d.h. DF inh /Dt>0) wird die Unterstützungskraft auch ansteigen (d.h. DF s /Dt>0). Dadurch kann die

horizontale Komponente der Kraft (im Wesentlichen) konstant bei F f1 gehalten werden (zumindest wenn man ein Überschwingen nicht berücksichtigt).

Selbstverständlich kann, wenn eine Bedingung zum Stoppen der Motor- Unterstützung vorliegt, ggf. eine größere Kraft notwendig sein.

F u kann zwischen 0 und 25 N, vorzugsweise zwischen 5 N und 15 N liegen.

F d kann zwischen 10 N und 50 N, vorzugsweise zwischen 20 N und 40 N liegen. F f1 kann zwischen 0 und 25 N, vorzugsweise zwischen 5 N und 15 N liegen. F r1 kann zwischen 0 und 25 N, vorzugsweise zwischen 5 N und 15 N liegen. F f2 und/oder F r2 kann/können zwischen 25 N und 500 N, vorzugsweise zwischen 50 N und 200 N liegen. F f1 , F r1 , F f2 und/oder F r2 können ggf. durch den Benutzer vorgegeben werden, beispielsweise über eine Schnittstelle, wie beispielsweise eine graphische

Benutzeroberfläche und/oder ein Smartphone (bzw. eine Smartphone-App).

Gegebenenfalls können minimale und maximale Werte (herstellerbedingt) vorgegeben sein, um Sicherheitsproblematiken zu vermeiden und/oder um die Nutzungsdauer einer Batterie zu verlängern.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die anhand der Abbildungen näher erläutert werden. Hierbei zeigen:

Fig. 1 Kompletter Kinderwagen inkl. Aufsatz in perspektivischer

Darstellung, so dass der Schieber erkennbar ist;

Fig. 2 Explosionsansicht eines oberen Schieberbereichs mit

Rundungsummantelungsteil

Fig. 3 Querschnitt Schieber senkrecht zur Längserstreckung des

Horizontalabschnitts und durch den Sensor sowie den ersten

Vorsprung des Rundungsummantelungsteils, der am Sensor befestigt ist

Fig. 4 Längsschnitt durch den Schieber (senkrecht zur Horizontalen), so dass ein Sensor und ein Rundungsummantelungsteil sichtbar sind.

Fig. 5 Längsschnitt durch den Schieber (Schnitt in der Schieber-Ebene), so dass ein Sensor und ein Rundungsummantelungsteil sichtbar sind.

Fig. 6 eine schematische Schrägansicht eines erfindungsgemäßen

Kinderwagengestells;

Fig. 7 eine Seitenansicht des Kinderwagengestells gemäß Fig. 6. In der nachfolgenden Beschreibung werden für gleiche und gleichwirkende Teile dieselben Bezugsziffern verwendet.

Die Figuren 1 bis 5 zeigen ein Kinderwagengestell 10, einen Schieber 11, Räder 12, Vorderradstreben 13, Hinterradstreben 14, einen Adapter 15, eine

Kinderaufnahmeeinrichtung 16, einen Motor 17, eine Steuereinrichtung 18, einen Horizontalabschnitt 101 des Schiebers 11, einen (jeweiligen)

Verbindungsabschnitt 102 des Schiebers 11, einen Übergangsbereich 103 bzw. Übergangsabschnitt des Schiebers 11, einen Griffbereich 104, einen

Zwischenraum 105 (siehe Figuren 4 und 5) zwischen einem Grundteil 110 und einem Ummantelungsteil 120 des Griffbereiches 104, einen Randbereich 121, einen Rücksprung 122, ein Rundungsummantelungsteil 130, eine erste

Schalenhälfte 131 und eine zweite Schalenhälfte 132 des

Rundungsummantelungsteil 130, einen ersten Vorsprung 133, Schrauben 134, einen zweiten Vorsprung 135, eine Schraube 136, eine Öffnung 137, einen Randbereich 138, einen dritten Vorsprung 139, eine Sensoreinheit 140 und einen Bereich 141 für mindestens einen Dehnungsmesstreifen. Im zusammengebauten Zustand greift der dritte Vorsprung 139 vorzugsweise in einen entsprechenden Rücksprung 122 eines Randbereiches 121 des Ummantelungsteils 120 ein.

Fig. 1 zeigt einen Kinderwagen mit Kinderaufnahmeeinrichtung 16. Die

Kinderaufnahmeeinrichtung 16 ist über den Adapter 15 mit dem

Kinderwagengestell 10 verbunden bzw. verbindbar. Die

Kinderaufnahmeeinrichtung 16 weist (vorliegend) einen Beinabschnitt, einen Sitzabschnitt und einen Rückenlehnenabschnitt auf. Alternativ kann die

Kinderaufnahmeeinrichtung 16 auch ohne Beinabschnitt oder ohne eine derartige Untergliederung in verschiedene Abschnitte (beispielsweise als Liegeeinsatz) ausgebildet sein.

Das Kinderwagengestell 10 weist einen Schieber 11 auf, der wiederum einen Horizontalabschnitt 101 aufweist und (zwei) sich mit dem Horizontalabschnitt 101 über einen jeweiligen Übergangsbereich 103 verbundene Verbindungsabschnitte 102 aufweist. Der Horizontalabschnitt 101 ist als horizontale Strebe ausgebildet. Die Verbindungsabschnitte 102 sind als (im Gebrauchszustand) von dem

Horizontalabschnitt 101 aus schräg nach unten (bzw. vorne) verlaufende Streben ausgebildet und können vorzugsweise abgewinkelt (insbesondere gefaltet) werden und/oder teleskopisch hinsichtlich ihrer Länge verändert werden.

Der Kinderwagen gemäß Fig. 1 weist vier Räder auf. Es ist jedoch denkbar, dass mehr oder weniger Räder vorgesehen sind (beispielsweise drei, insbesondere ein Vorderrad und zwei Hinterräder). Konkret sind in Fig. 1 zwei Hinterräder und zwei (rotierbare, ggf. feststellbare) Vorderräder vorgesehen. Die jeweiligen Rad-Paare sind über Verbindungsstreben miteinander verbunden. Die die Räder

verbindenden Streben sind wiederum über weitere Streben - Vorderradstreben 13 und Hinterradstreben 14, wobei pro Rad eine einzige Strebe ausreichend sein kann - (insbesondere gelenkig) mit den Verbindungsabschnitten 102 verbunden.

Die Übergangsabschnitte 103 des Schiebers 11 sind gebogen ausgebildet und bilden vorzugsweise (zumindest ungefähr) einen Viertelkreis aus und/oder schließen vorzugsweise einen Winkel von zumindest in etwa 90° ein.

Horizontalabschnitt 101 und Verbindungsabschnitte 102 sind (zumindest in etwa) in einem rechten Winkel zueinander sich erstreckend ausgebildet.

Der Schieber 11, insbesondere dessen Horizontalabschnitt 101 sowie dessen Übergangsabschnitte 103 sind in den Fig. 2-5 in weiterem Detail dargestellt.

In Fig. 2 ist ein Ausschnitt des Griffbereichs 104, einschließlich eines Ausschnitts des Horizontalabschnitts 101 sowie eines (von zwei) Übergangsabschnitten 103 dargestellt.

Im Horizontalabschnitt 101 ist das Ummantelungsteil 120 vorgesehen. Dieses ist gerade ausgebildet. Im Übergangsabschnitt 103 ist das

Rundungsummantelungsteil 130, umfassend die erste Schalenhälfte 131 und die zweite Schalenhälfte 132 angeordnet. Das Rundungsummantelungsteil 130 (sowie dessen Schalenhälften 131, 132) sind gebogen ausgeführt. Das

Rundungsummantelungsteil 130 bildet eine (gebogene) Hülse aus. Das

Ummantelungsteil 120 bildet eine (gerade) Hülse aus.

Das Ummantelungsteil 120 und das Rundungsummantelungsteil 130 ummanteln das Grundteil 110. Das Ummantelungsteil 120 ist gegenüber dem Grundteil 110 in Fig. 2 nach rechts verschoben, so dass die innerhalb von Ummantelungsteil 120 und Rundungsummantelungsteil 130 liegende Sensoreinheit 140 erkennbar ist. Im zusammengebauten Zustand sind die beiden am in Fig. 2 linken Ende

gezeichneten Öffnungen im Ummantelungsteil 120 in Deckung mit den am linken Ende der Sensoreinheit 140 gezeigten Ausnehmungen bzw. Öffnungen bzw. den Schrauben 134 (siehe auch Fig. 3 und 4).

Wie auch in Fig. 3 und 4 erkennbar, sind Rundungsummantelungsteil 130 bzw. dessen Halbschale 132, Ummantelungsteil 120 und Sensoreinheit 140 über die (hier beispielhaft zwei) Schrauben 134 verbunden. Generell kann auch ein anderes Befestigungsmittel (in einer anderen Anzahl, beispielsweise auch eines oder mehr als zwei) dazu vorgesehen sein.

Die beiden Halbschalen 131, 132 sind wiederum über den zweiten Vorsprung 135 (mit Innengewinde) sowie die Schraube 136 miteinander verbunden. Auch hier sind andere Befestigungs- bzw. Verbindungseinrichtungen denkbar. Bevorzugt ist jedoch eine lösbare Befestigung.

Im Grundteil 110 kann eine Öffnung (Kanal 111) vorgesehen sein, die (etwas) größer ist als der zweite Vorsprung 135, um eine ungewollte Verbindung zwischen Rundungsummantelungsteil 130 und Grundteil 110 zu vermeiden.

Die zweite Schalenhälfte 132 weist konkret einen ersten Vorsprung 133 auf, der sich zwischen Ummantelungsteil 120 und Grundteil 110 erstreckt und zwei Öffnungen aufweist, durch die die Schrauben 134 eingeführt werden können.

Der erste Vorsprung 133 grenzt an einen Randbereich 138 eines Hauptkörpers der zweiten Schalenhälfte 132 an (siehe Fig. 3 und 4), wobei der Randbereich 138 des Hauptkörpers der zweiten Schalenhälfte 132 zusätzlich, vorzugsweise direkt, insbesondere formschlüssig, an einen Randbereich 121 des Ummantelungsteils 120 angrenzt.

Zum Durchführen der Schraube 136 durch die zweite Schalenhälfte 132 ist eine Öffnung 137 vorgesehen (siehe Fig. 3). Die erste Schalenhälfte 131 weist einen dritten Vorsprung 139 (siehe Fig. 2) auf, der in Eingriff mit dem Ummantelungsteil 120, insbesondere mit einem

Rücksprung 122, gebracht werden kann.

Die Sensoreinheit 140 kann selbst nach dem Prinzip eines Dehnungsmessstreifens funktionieren und/oder (siehe Fig. 4) einen Bereich 141 aufweisen, in dem ein (nicht im Detail erkennbarer) Dehnungsmessstreifen angeordnet sein kann. Wird nun das Ummantelungsteil 120 und/oder das Rundungsummantelungsteil 130 mit einem Druck beaufschlagt, kann die Sensoreinheit 140 bzw. ein optionaler Dehnungsmessstreifen 141 (oder ggf. mehrere Dehnungsmessstreifen)

entsprechend gedehnt und/oder gestaucht werden (aufgrund des zumindest abschnittsweise vorgesehenen Abstandes zwischen Sensoreinheit 140 und jeweiligem Ummantelungsteil 120 bzw. Rundungsummantelungsteil 130). Diese Dehnung bzw. Stauchung kann dann entsprechend ausgewertet werden, um festzustellen, ob Ummantelungsteil 120 und/oder Rundungsummantelungsteil 130 von einem Benutzer gegriffen wurde.

Die Sensoreinheit 140 kann beispielsweise konfiguriert sein, einen elektrischen Widerstand oder eine elektrische Widerstandsänderung zu messen. Die

Sensoreinheit 140 kann mindestens einen (ggf. zwei, drei, vier oder mehr) Dehnungsmessstreifen aufweisen. Die Dehnungsmessstreifen können im

Horizontalabschnitt und/oder Übergangsabschnitt angeordnet sein. Die

Sensoreinheit 140 kann als Biegebalken-Sensor ausgebildet sein, wobei vorzugsweise ein auf einen Messkörper ausgeübtes Drehmoment auf zumindest einen (z. B. vier) Dehnungsmessstreifen wirkt. Beispielsweise können ein oder zwei Dehnungsmessstreifen gedehnt werden und ein oder zwei

Dehnungsmessstreifen gestaucht werden. Konkret können vier

Dehnungsmessstreifen in einer Brückenschaltung aufgebaut sein, um

Widerstandsänderungen der Dehnungsmessstreifen zu messen.

Fig. 6 zeigt ein erfindungsgemäßes Kinderwagengestell in einer schematischen Schrägansicht. Der Pfeil F d zeigt eine an einem Handgriff 23 (im

Horizontalabschnitt) angreifende, nach unten gerichtete Kraft an. Der Pfeil F u zeigt eine an dem Handgriff 23 angreifende nach oben gerichtete Kraft an. Die Pfeile F lat zeigen seitwärts gerichtete Kräfte an. Der Handgriff 23 ist gegenüber einem unteren Abschnitt des Schiebers 11 schwenkbar gelagert. Konkret kann der Handgriff 23 in verschiedenen Positionen verschwenkt (und eingerastet) werden, um eine Höhenverstellung des Handgriffes 23

durchzuführen.

Zwischen dem schwenkbaren Handgriff 23 und dem unteren Abschnitt des Schiebers 11 ist eine schwenkbare Lagerung 22 (mit entsprechenden Gelenken) vorgesehen.

Der (gesamte) Schieber 11 ist wiederum vorzugsweise an einer schwenkbaren Lagerung 21 an einem Hauptkörper des Kinderwagengestells schwenkbar gelagert (insbesondere um das Kinderwagengestell zusammenfalten zu können).

Alternativ oder zusätzlich zu einer Anordnung der Sensoreinrichtung gemäß Figuren 1 bis 5 kann/können an der schwenkbaren Lagerung 21 und/oder an der schwenkbaren Lagerung 21 eine Sensoreinrichtung/Sensoreinrichtungen vorgesehen sein, um eine auf den Handgriff 23 wirkende Kraft eines Benutzers (insbesondere F u und F d ) zu erfassen. Weiterhin (siehe Fig. 7) können

vorzugsweise mit der jeweiligen Sensoreinrichtung eine vorwärtsgerichtete Kraft F f sowie eine rückwärtsgerichtete Kraft F r erfasst werden. In Radnaben 31 können vorzugsweise (nicht im Detail erkennbar) Motoren platziert werden. Alternativ kann an einer Achse 32 (insbesondere an Abschnitten der Achse, die benachbart zu der Radnabe 31 sind) Motoren platziert werden.

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Teile für sich alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den

Zeichnungen dargestellten Details, als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem Fachmann geläufig.

Bezugszeichenliste:

10 Kinderwagengestell

11 Schieber

12 Räder

13 Vorderradstreben 14 Hinterradstreben

15 Adapter

16 Kinderaufnahmeeinrichtung

17 Motor

18 Steuereinrichtung

21 Schwenkbare Lagerung

22 Schwenkbare Lagerung

23 Handgriff

31 Radnabe

32 Achse

101 Horizontalabschnitt

102 Verbindungsabschnitt

103 Übergangsbereich

104 Griffbereich

105 Zwischenraum

110 Grundteil

111 Kanal

120 Ummantelungsteil

121 Randbereich

122 Rücksprung

130 Rundungsummantelungsteil

131 erste Schalenhälfte

132 zweite Schalenhälfte

133 erster Vorsprung

134 Schrauben

135 zweiter Vorsprung

136 Schraube

137 Öffnung

138 Randbereich

139 dritter Vorsprung

140 Sensoreinheit

141 Bereich für Dehnungsmessstreifen