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Patent Searching and Data


Title:
PREPARATION OF 2-SUBSTITUTED 4-METHYL-TETRAHYDROPYRANS FROM 2-SUBSTITUTED 4-HYDROXY-4-METHYL-TETRAHYDROPYRANS AS STARTING MATERIALS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2020/089134
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a process for preparing 2-substituted 4-methyl-tetrahydropyrans from 2-substituted 4-hydroxy-4-methyl-tetrahydropyrans as starting materials.

Inventors:
STOCK CHRISTOPH (DE)
DE WISPELAERE IRENE (NL)
BRUNNER BERNHARD (DE)
KRAUSE WOLFGANG (DE)
GARLICHS FLORIAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2019/079322
Publication Date:
May 07, 2020
Filing Date:
October 28, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BASF SE (DE)
International Classes:
C07D309/04
Domestic Patent References:
WO2014060345A12014-04-24
WO2015158584A12015-10-22
WO2010133473A12010-11-25
WO2015158454A12015-10-22
Foreign References:
US20090263336A12009-10-22
EP2112144A12009-10-28
EP0770670B12002-02-27
US20090263336A12009-10-22
EP2112144A12009-10-28
Other References:
M. JULIAB. JACQUET, BULLETIN DE LA SOCIETE CHIMIQUE DE FRANCE, vol. 1963, 1983, pages 8 - 9
LIU ET AL., J. HETEROCYCLIC CHEM., vol. 21, 1984, pages 129 - 132
PERFUME & FLAVORIST, vol. 11, 1986, pages 29 - 30
Attorney, Agent or Firm:
REITSTÖTTER - KINZEBACH (DE)
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Claims:
Patentansprüche:

Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I)

wobei R1 ausgewählt ist unter

geradkettigem oder verzweigtem Ci-Ci2-Alkyl, wobei Alkyl unsubstituiert oder mit wenigstens einen Substituenten, ausgewählt unter Aryl, C1-C12- Alkoxy und Ci-Ci2-alkylcarbonyl aufweist,

unsubstituiertem oder mit 1 , 2, 3 oder 4 Substituenten, ausgewählt unter Ci-Ci2-Alkyl, Ci-Ci2-Alkoxy, Ci-Ci2-Alkyl, Ci-Ci2-Alkoxy, Phenyl und Benzyl, substituiertem Cycloalkyl mit insgesamt 3 bis 20 Kohlenstoffato- men,

umfassend die Schritte: a) Bereitstellung wenigstens einer Verbindung der allgemeinen Formel (II)

wobei R1 die zuvor angegebene Bedeutung hat, b) Hydrierung der Verbindung (II) in Gegenwart eines Hydrierkatalysators un- ter sauren Bedingungen, wobei es sich um eine Eintopfsynthese handelt. 2. Verfahren nach Anspruch 1 , wobei R1 ein geradkettiges oder verzweigtes C1-C6- Alkyl ist, wobei Alkyl unsubstituiert oder wenigstens einen Substituenten aufweist, der ausgewählt ist unter Phenyl und Ci-C6-Alkoxy.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei R1 für Methyl,

Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, n-Pentyl, n-Hexyl oder Phenyl, bevor- zugt für Isobutyl, steht.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Isomeren- Verhältnis von cis : trans von Verbindung (I) im Bereich von 10 : 90 bis 90 : 10 liegt, bevorzugt im Bereich von 65 : 35 bis 90 : 10 liegt.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Hydrierung in Schritt b) in Gegenwart einer Säure, ausgewählt unter wenigstens einer Proto- nensäure, wenigstens einer Lewissäure, wenigstens einem sauren lonenaustau- scher, wenigstens einem oxidischen sauren Festkörper, wenigstens einer sauren molekularen Elementverbindung und Gemischen davon, stattfindet.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Hydrierung in Schritt b) in Gegenwart einer Säure erfolgt, die ausgewählt ist unter Salzsäure, Schwefelsäu- re, Phosphorsäure, Salpetersäure, Essigsäure, Ameisensäure, Trifluormethylsul- fonsäure, Methansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure, Aluminiumchlorid, Bortrifluo- rid, Zinkchlorid, Phosphorpentafluorid, Arsentrifluorid, Zinntetrachlorid, Titantetra- chlorid, Antimonpentafluorid und Gemischen davon.

7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Hydrierung in Schritt b) in Gegenwart eines sauren Kationenaustauschers durchgeführt wird.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Hydrierung in Schritt b) in Gegenwart eines oxidischen sauren Festkörper durchgeführt wird, der ausgewählt ist unter Zeolithen, Silikaten, Aluminaten, Alumosilikaten und Tonen.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Katalysator wenigstens ein Übergangsmetall umfasst, das ausgewählt ist unter Pd, Pt, Ni, Rh, Ru, Co, Fe, Zn, Cu, Re oder Gemischen davon.

10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei es sich bei dem Hydrierungskatalysator um einen geträgerten Katalysator handelt.

1 1. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Träger des Katalysators ausgewählt ist unter Zirkoniumdioxid, Zinkoxid, Magnesiumoxid, Ti- tanoxid, Aluminumoxid, Bariumoxid, T1O2-AI2O3, Zr02-Al203, Zeolithen, Hydrotal- cit, Siliciumcarbid, Wolframcarbid, Siliciumdioxid, Kohlenstoff, speziell Aktivkohle oder sulfatiertem Kohlenstoff, Diatomeenerde, Tonerde, Bariumsulfat, Calci- umcarbonat und Mischungen davon.

12. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Temperatur in Schritt b) im Bereich von 60 bis 200 °C, bevorzugt im Bereich von 120 bis 150 °C, liegt.

13. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Druck in Schritt b) in einem Bereich von 900 mbar bis 200 bar, bevorzugt 40 bis 80 bar, liegt.

Description:
Herstellung von 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyranen aus 2-substituierten 4-Hydroxy-4-methyl-tetrahydropyranen als Ausgangsstoffen

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyranen aus 2-substituierten 4-Hydroxy-4-methyl-tetrahydropyra- nen als Ausgangsstoffen. STAND DER TECHNIK

Alkylsubstituierte Tetrahydropyrane haben weite Verbreitung als Aroma- und Ge- schmacksstoffe gefunden. Ein bekannter Vertreter aus dieser Klasse ist das 2-lsobutyl- 4-methyl-tetrahydropyran (Dihydrorosenoxid oder Dihydrorosan ®), welches eine flora- le, grüne Duftnote aufweist.

Die Erstsynthese von Dihydrorosenoxid wurde von M. Julia und B. Jacquet Bulletin de la Societe Chimique de France 1963, 8-9, 1983, beschrieben. Ausgehend von But-2- en-1-al wurde durch eine Diels-Alder-Reaktion mit Ethylvinylether und anschließender Hydrierung ein cyclisches Acetal erhalten. Nach Abspaltung von Ethanol, Hydrobromie- rung der erhaltenen Doppelbindung und abschließender Grignard-Reaktion mit Isopro- pylmagnesiumbromid konnte eine racemische Mischung aus cis- und trans-Dihydro- rosenoxid erhalten werden. Liu et al. beschreiben in J. Heterocyclic Chem., 21 , 129-132 (1984) die Herstellung von cis-Dihydrorosenoxid durch Hydrierung von 2-lsobutyl-4-methyl-5,6-dihydro-4H-pyran mit Pt0 2 in Essigsäure.

Schindler und Vogel beschreiben in Perfume & Flavorist, Vol. 1 1 , 29-30 (1986), sche- matisch die Herstellung von Dihydrorosenoxid aus 3-Methylbut-3-en-1-ol und 3-Methyl- butanal als Ausgangsmaterial, wobei eine cis/trans-Mischung im Verhältnis 70 : 30 erhalten wird. Weder der Reaktionsweg noch die einzuhaltenden Bedingungen sind genauer beschrieben. Die EP 0 770 670 B1 beschreibt eine Parfümzusammensetzung, die 2-substituierte (4R)-cis-4-Methyl-tetrahydro-2H-pyrane enthält. In der Anmeldung werden die Ge- ruchseigenschaften der Isomeren von Rosenoxid und Dihydrorosenoxid beschrieben. Die Synthese der Isomeren des Dihydrorosenoxids erfolgt durch Hydrierung der ent- sprechenden Isomeren des Rosenoxids. WO 2014/060345 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von 2-substituierten 4-Hydroxy-4-methyl-tetrahydropyranen und 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyra- nen durch Umsetzung von Isoprenol (3-Methylbut-3-en-ol) mit einem Aldehyd. Im ers- ten Schritt wird Isoprenol in Gegenwart eines geeigneten Aldehyds umgesetzt, wobei ein Gemisch aus 2-substituierten 4-Hydroxy-4-methyl-tetrahydropyranen, 6-substituier- ten 4-Methyl-3,6-dihydro-2H-pyranen, 2-substituierte 4-Methylen-tetrahydropyranen, 2-substituierte 4-Methyl-3,6-dihydro-2H-pyranen und 2-substituierte 4,4-Dimethyl-1 ,3- dioxanen erhalten wird. Die Alkoholverbindung wird abgetrennt. Die verbleibenden Verbindungen werden einer Hydrierung unter Erhalt von 2-substituierten 4-Methyl- tetrahydropyranen und Dioxanverbindungen unterzogen.

WO 2015/158584 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von 2-substituierten 4-Hydroxy-4-methyl-tetrahydropyranen. 2-substituierte 4,4-Dimethyl-1 ,3-dioxane wer- den mit einer starken Säure umgesetzt, wobei ein Produktgemisch von 6-substituierten 4-Methyl-3,6-dihydro-2H-pyranen, 2-substituierten 4-Methylene-tetrahydropyranen und 2-substituierten 4-Methyl-3,6-dihydro-2H-pyranen erhalten wird. Das Produktgemisch wird einer Hydrierung unterzogen.

Sowohl US 2009/0263336 als auch EP 2 112 144 beschreiben die Herstellung von 2-Alkyl-4-methyl-tetrahydropyranol-Verbindungen. Das erhaltene Pyranol kann in ei- nem weiteren Schritt durch Dehydrierung zu einem Gemisch aus 4-Methylen-2-alkyl- tetrahydropyran, 4-Methyl-2-alkyl-5,6-dihydropyran und 4-Methyl-2-alkyl-3,6-dihydro- pyran umgesetzt werden. Optional kann das erhaltene Gemisch hydriert werden, so dass die entsprechenden 4-Methyl-2-alkyl-tetrahydropyrane erhalten werden. Zum ei- nen handelte es sich bei den Verfahren dieser Dokumente nicht um eine Eintopfsyn- these. Jede Verbindung der Zwischenstufe muss für den darauffolgenden Schritt iso- liert werden. Zum anderen erfolgt die Herstellung der 2-Alkyl-4-methyl-tetrahydropyran- Derivate in den genannten Dokumenten aus einem Gemisch der oben genannten Ver- bindungen durch Hydrierung. Ein Säurekatalysator ist nicht erwähnt. Die erwähnte Säure in diesen Dokumenten findet lediglich Einsatz bei der Herstellung des Pyranols.

Es besteht weiterhin ein großer Bedarf an effektiven Verfahren zur Herstellung von 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyranen aus leicht verfügbaren Ausgangsstoffen. Neben der Synthese aus Reinsubstanzen ist dabei speziell auch die Nutzung von bis- her nicht verwertbaren Nebenprodukten aus anderen Syntheseverfahren von Interes- se. Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyranen zur Verfügung zu stellen.

Überraschenderweise wurde jetzt gefunden, dass durch Hydrierung von 2-substituier- ten 4-Hydroxy-4-methyl-tetrahydropyranen in Gegenwart eines Hydrierkatalysators unter sauren Bedingungen auf schnellem Weg 2-substituierte 4-Methyl-tetrahydro- pyrane, speziell in Dihydrorosenoxid überführt werden kann.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Verbindungen der allgemeinen Formel (I)

wobei R 1 ausgewählt ist unter

geradkettigem oder verzweigtem Ci-Ci2-Alkyl, wobei Alkyl unsubstituiert oder mit wenigstens einen Substituenten, ausgewählt unter Aryl, C1-C12- Alkoxy und Ci-Ci2-alkylcarbonyl aufweist,

unsubstituiertem oder mit 1 , 2, 3 oder 4 Substituenten, ausgewählt unter Ci-Ci2-Alkyl, Ci-Ci2-Alkoxy, Ci-Ci2-Alkyl, Ci-Ci2-Alkoxy, Phenyl und Benzyl, substituiertem Cycloalkyl mit insgesamt 3 bis 20 Kohlenstoffato- men,

umfassend die Schritte: a) Bereitstellung wenigstens einer Verbindung der allgemeinen Formel (II)

wobei R 1 die zuvor angegebene Bedeutung hat, b) Hydrierung der Verbindung (II) in Gegenwart eines Hydrierkatalysators un- ter sauren Bedingungen, wobei es sich um eine Eintopfsynthese handelt. in weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von erbindungen der allgemeinen Formel (I)

wobei R 1 ausgewählt ist unter

geradkettigem oder verzweigtem Ci-Ci2-Alkyl, wobei Alkyl unsubstituiert oder mit wenigstens einen Substituenten, ausgewählt unter Aryl, C1-C12- Alkoxy und Ci-Ci2-alkylcarbonyl aufweist,

unsubstituiertem oder mit 1 , 2, 3 oder 4 Substituenten, ausgewählt unter Ci-Ci2-Alkyl, Ci-Ci2-Alkoxy, Ci-Ci2-Alkyl, Ci-Ci2-Alkoxy, Phenyl und Benzyl, substituiertem Cycloalkyl mit insgesamt 3 bis 20 Kohlenstoffato- men,

umfassend die Schritte: a) Bereitstellung wenigstens einer Verbindung der allgemeinen Formel (II)

wobei R 1 die zuvor angegebene Bedeutung hat, b) Hydrierung der Verbindung (II) in Gegenwart eines Hydrierkatalysators un- ter sauren Bedingungen.

BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG Das erfindungsgemäße Verfahren weist die folgenden Vorteile auf:

Mit der erfindungsgemäß vorgesehenen Reaktion wird ein Zugang zu 2-substi- tuierten 4-Methyl-tetrahydropyranen und speziell zu Dihydrorosenoxid/Dihydro- rosan ® ermöglicht, der nur eine Reaktionsstufe erfordert (Eintopfsynthese).

Zur Herstellung der 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyrane, speziell des Dihydrorosenoxids, müssen keine weiteren teuren und/oder potentiell gefährli- chen Reagenzien, wie etwa Grignard-Reagenzien oder komplexe Hydride, wie Lithiumaluminiumhydrid, eingesetzt werden.

Eintopfsynthese im Sinne der Erfindung beschreibt eine Synthese, die nur eine Reaktionsstufe erfordert. Eine Isolierung von Zwischenverbindungen findet nicht statt. Die erfindungsgemäße Reaktion findet in situ statt. Mit anderen Worte alle für das erfindungsgemäße Verfahren benötigten Stoffe in den Schritten a) und b) sind bereits von Beginn an im Reaktionsgefäß vorhanden oder werden im Verlauf der Reaktion zugegeben, ohne jedoch die Reaktion zu stoppen. Sobald die Reaktion beendet ist, wird das gewünschte Produkt erhalten. Das Produkt kann gegebenenfalls gereinigt werden nach den üblichen, dem Fachmann bekannten Reinigungsverfahren, wie z. B. Filtration, Destillation, Extraktion oder eine Kombination davon.

Sofern im Folgenden nicht genauer angegeben, bezeichnen die Begriffe

"2-substituiertes 4-Methyl-tetrahydropyran", "2-(2-Methylpropyl)-4-methyl-tetrahydro- pyran", "2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran“ (= "Dihydrorosenoxid" oder "Dihydroro- san ®"), "2-substituiertes 4-Hydroxy-4-methyl-tetrahydropyran", "2-(2-Methylpropyl)-4- hydroxy-4-methyl-tetrahydropyran", "2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol“ im Rahmen der Erfindung cis/trans-Gemische jedweder Zusammensetzung sowie die reinen Konformations-Isomere. Die zuvor genannten Begriffe bezeichnen weiterhin alle Enantiomere in Reinform sowie racemische und optisch aktive Gemische der Enantio- meren dieser Verbindungen.

Sofern im Folgenden von cis- und trans-Diastereomeren der Verbindungen (I) oder (II) die Rede ist, wird jeweils nur eine der enantiomeren Formen abgebildet. Lediglich zur Veranschaulichung werden im Folgenden die Isomeren des 2-(2-Methylpropyl)-4- methyl-tetrahydropyrans (I) (Dihydrorosenoxid/Dihydrorosan ®) wiedergegeben:

(2R,4R)-ds-(ll) (2S,4S)-ds-(ll) (2S,4R)-tnans-(ll) (2R,4S)-trans-(ll)

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung steht der Ausdruck geradkettiges oder ver- zweigtes Alkyl vorzugsweise für Ci-C 6 -Alkyl und besonders bevorzugt für Ci-C 4 -Alkyl Alkyl steht insbesondere für Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl

(2-Methylpropyl), sec.-Butyl (1 -Methylpropyl), tert.-Butyl (1 ,1-Dimethylethyl), n-Pentyl oder n-Hexyl. Speziell steht Alkyl für Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl oder Isobutyl.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung steht der Ausdruck mit Aryl substituiertes Alkyl bevorzugt für mit Aryl substituiertes Ci-C 6 -Alkyl und besonders bevorzugt für mit Aryl substituiertes Ci-C 4 -Alkyl. Mit Aryl substituiertes Alkyl steht insbesondere für Benzyl, 1-Phenethyl oder 2-Phenethyl.

Im Rahmen der vorliegenden Erfindung steht der Ausdruck geradkettiges oder ver- zweigtes Alkoxy vorzugsweise für Ci-C 6 -Alkoxy und besonders bevorzugt für Ci-C 4 - Alkoxy. Alkoxy steht insbesondere für Methoxy, Ethoxy, n-Propyloxy, Isopropyloxy, n-Butyloxy, Isobutyloxy, sec.-Butyloxy, tert.-Butyloxy, n-Pentyloxy oder n-Hexyloxy. Speziell steht Alkoxy für Methoxy, Ethoxy, n-Propyloxy, Isopropyloxy oder Isobutyloxy. Im Rahmen der Erfindung bezeichnet Cycloalkyl einen cycloaliphatischen Rest mit vor- zugsweise 3 bis 10, besonders bevorzugt 5 bis 8, Kohlenstoffatomen. Beispiele für Cycloalkylgruppen sind insbesondere Cyclopropyl, Cyclobutyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl, Cycloheptyl oder Cyclooctyl. Speziell steht Cycloalkyl für Cyclohexyl. Substituierte Cycloalkylgruppen können in Abhängigkeit von der Ringgröße einen oder mehrere (z. B. 1 , 2, 3, 4 oder 5) Substituenten aufweisen. Diese sind vorzugsweise unabhängig voneinander ausgewählt unter Ci-C 6 -Alkyl, Ci-C 6 -Alkoxy, Phenyl und Benzyl, besonders bevorzugt Ci-C 6 -Alkyl und Ci-C 6 -Alkoxy. Die Cycloalkylgruppen tragen im Falle einer Substitution vorzugsweise eine oder mehrere, beispielsweise ei- ne, zwei, drei, vier oder fünf Ci-C 6 -Alkyl gruppen. Beispiele für substituierte Cycloalkyl- gruppen sind insbesondere 2- und 3-Methylcyclopentyl, 2- und 3-Ethylcyclopentyl, 2-, 3- und 4-Methylcyclohexyl, 2-, 3- und 4-Ethylcyclohexyl, 2-, 3- und 4-Propylcyclohexyl, 2-, 3- und 4-lsopropylcyclohexyl, 2-, 3- und 4-Butylcyclohexyl und 2-, 3- und

4-lsobutylcyclohexyl.

Im Rahmen der Erfindung steht der Ausdruck Alkyl-Carbonyl bevorzugt für (C1-C6- Alkyl)carbonyl, wobei Alkyl, wie oben definiert, über eine Carbonylgruppe an den Rest des Moleküls gebunden ist.

Der Ausdruck "Aryl" umfasst im Rahmen der vorliegenden Erfindung ein- oder mehr- kernige aromatische Kohlenwasserstoffreste mit üblicherweise 6 bis 18, vorzugsweise 6 bis 14, besonders bevorzugt 6 bis 10 Kohlenstoffatomen. Beispiele für Aryl sind ins- besondere Phenyl, Naphthyl, Indenyl, Fluorenyl, Anthracenyl, Phenanthrenyl, Naph- thacenyl, Chrysenyl, Pyrenyl, etc. und speziell Phenyl oder Naphthyl.

Substituierte Aryle können in Abhängigkeit von der Anzahl und Größe ihrer Ringsyste- me einen oder mehrere (z. B. 1 , 2, 3, 4 oder 5) Substituenten aufweisen. Diese sind vorzugsweise unabhängig voneinander ausgewählt unter Ci-C 6 -Alkyl und C1-C6- Alkoxy. Beispiele für substituierte Arylreste sind 2-, 3- und 4-Methylphenyl, 2,4-, 2,5-,

3.5- und 2,6-Dimethylphenyl, 2,4,6-Trimethylphenyl, 2-, 3- und 4-Ethylphenyl, 2,4-,

2.5-, 3,5- und 2,6-Diethylphenyl, 2,4,6-Triethylphenyl, 2-, 3- und 4-Propylphenyl, 2,4-, 2,5-, 3,5- und 2,6-Dipropylphenyl, 2,4,6-Tripropylphenyl, 2-, 3- und 4-lsopropylphenyl,

2,4-, 2,5-, 3,5- und 2,6-Diisopropylphenyl, 2,4,6-Triisopropylphenyl, 2-, 3- und

4-Butylphenyl, 2,4-, 2,5-, 3,5- und 2,6-Dibutylphenyl, 2,4,6-Tributylphenyl, 2-, 3- und 4-lsobutylphenyl, 2,4-, 2,5-, 3,5- und 2,6-Diisobutylphenyl, 2,4,6-Triisobutylphenyl, 2-,

3- und 4-sec-Butylphenyl, 2,4-, 2,5-, 3,5- und 2,6-Di-sec-butylphenyl, 2,4,6-Tri-sec- butylphenyl, 2-, 3- und 4-tert.-Butylphenyl, 2,4-, 2,5-, 3,5- und 2,6-Di-tert.-butylphenyl,

2,4,6-Tri-tert.-butylphenyl, 1-Methyl-2-naphthyl, 3-Methyl-2-naphthyl, 1 ,3-Dimethyl-2- naphthyl, 5,6,7,8-Tetramethyl-2-naphthyl, 5-Methyl-2-naphthyl, 6-Methyl-2-naphthyl, 7-Methyl-2-naphthyl, 8-Methyl-2-naphthyl. Bevorzugt steht R 1 in den Verbindungen der Formel (I) und (II), für geradkettiges oder verzweigtes Ci-Ci2-Alkyl, wobei Alkyl unsubstituiert oder mit Aryl substituiert ist. Be- sonders bevorzugt steht R 1 für geradkettiges oder verzweigtes Ci-C 6 -Alkyl, wobei Alkyl unsubstituiert oder wenigstens einen Substituenten aufweist, der ausgewählt ist unter Phenyl und Ci-C 6 -Alkoxy.

Erfindungsgemäß bevorzugte Bedeutungen für den Rest R 1 sind somit beispielsweise Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, n-Pentyl, n-Hexyl oder n-Heptyl, bevorzugt Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, ganz besonders bevor- zugt Isobutyl (2-Methylpropyl). Die vorliegende Erfindung betrifft somit im Rahmen einer bevorzugten Ausführungs- form ein Verfahren zur Herstellung und Isolierung von 2-(2-Methylpropyl)-4-methyl- tetrahydropyran der Formel (la) (Dihydrorosenoxid/Dihydrorosan ®).

Schritt a)

Geeignete Ausgangsmaterialien für den Einsatz in Schritt a) können wenigstens eine Verbindung der Formel (II)

sein, wobei R 1 ausgewählt ist unter

geradkettigem oder verzweigtem Ci-Ci2-Alkyl, wobei Alkyl unsubstituiert oder mit wenigstens einen Substituenten, ausgewählt unter Aryl, Ci-Ci2-Alkoxy und Cr

Ci2-alkylcarbonyl aufweist,

unsubstituiertem oder mit 1 , 2, 3 oder 4 Substituenten, ausgewählt unter C1-C12- Alkyl, Ci-Ci2-Alkoxy, Ci-Ci2-Alkyl, Ci-Ci2-Alkoxy, Phenyl und Benzyl, substituier- tem Cycloalkyl mit insgesamt 3 bis 20 Kohlenstoffatomen.

Bevorzugt ist R 1 ausgewählt unter einem geradkettigem oder verzweigtem Ci-C 6 -Alkyl, wobei Alkyl unsubstituiert oder wenigstens einen Substituenten aufweist, der ausge- wählt ist unter Phenyl und Ci-C 6 -Alkoxy. Besonders bevorzugt ist R 1 ausgewählt unter Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, n-Pentyl, n-Hexyl und Phenyl. Ganz besonders bevorzugt ist R 1 ausgewählt unter Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, n-Butyl, Isobutyl, n-Pentyl und n-Hexyl.

In einer speziellen Ausführungsform steht R 1 für Isobutyl (2-Methylpropyl).

Der Syntheseweg zur Herstellung der Verbindung der Formel (II) ist in

WO 2010/133473, WO 2015/158454 und WO 2014/060345 beschrieben.

Schritt b)

Erfindungsgemäß wird die Verbindung der Formel (II) einer Eliminierung gefolgt von einer Hydrierung in Gegenwart eines Hydrierkatalysators unter sauren Bedingungen unterzogen. Durch die Eliminierung und Hydrierung im Schritt b) wird die Verbindung der Formel (II) zu der entsprechenden Verbindung der Formel (I) umgewandelt.

Die Eliminierung gefolgt von einer Hydrierung erfolgt vorzugsweise in einer Reak- tionsstufe (Eintopfsynthese), d. h. ohne Isolierung von Zwischenverbindungen.

Unter dem Bergiff“unter sauren Bedingungen“ wird im Rahmen der Erfindung verstan- den, dass die Reaktion in Gegenwart einer Säure stattfindet. Als Säure wird jede Sub- stanz verstanden, die Brönsted-oder Lewis-Acidität aufweist.

Vorzugsweise sind solche Substanzen ausgewählt unter Protonendonatoren, Elektro- nenakzeptoren und Gemischen davon.

Protonendonatoren sind vorzugsweise ausgewählt unter molekularen Protonensäuren, Ionenaustauschern und Gemischen davon.

Elektronenakzeptoren sind vorzugsweise ausgewählt unter sauren molekularen Ele- mentverbindungen, oxidischen sauren Festkörpern und Gemischen davon.

Geeignete molekulare Protonensäuren sind beispielsweise Salzsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, Essigsäure, Ameisensäure, Trifluormethylsulfonsäure, Methansulfonsäure, p-Toluolsulfonsäure und Gemische davon.

Geigenete saure molekulare Elementverbindungen sind beispielsweise Aluminium- chlorid, Bortrifluorid, Zinkchlorid, Phosphorpentafluorid, Arsentrifluorid, Zinntetrachlorid, Titantetrachlorid, Antimonpentafluorid und Gemische davon. Geigenete oxidische saure Festkörper sind beispielsweise Zeolithe, Silikate, Aluminate, Alumosilikate, Tone und Gemische davon.

Geigenete Ionenaustauscher sind saure kationische Ionenaustauscher.

Unter dem Begriff“saurer Kationenaustauscher“ sind dabei im Rahmen der vorliegen- den Erfindung solche Kationenaustauscher in der H + -Form zu verstehen, die saure Gruppen, in der Regel Sulfonsäuregruppen, aufweisen, deren Matrix gelförmig bzw. makroporös sein kann. Eine bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens ist dementsprechend dadurch gekennzeichnet, dass man einen sauren, Sulfonsäuregruppen aufweisenden bzw. umfassenden Kationenaustauscher einsetzt.

Saure Kationenaustauscher sind insbesondere lonenaustauscherharze in der H + -Form. Als solche kommen beispielsweise in Betracht: saure Ionenaustauscher (wie z. B. Amberlyst, Amberlite, Dowex, Lewatit,

Purolite, Serdolit), die auf Polystyrol basieren, und die Copolymere aus Styrol und Divinylbenzol als Trägermatrix mit Sulfonsäuregruppen in H + -Form enthalten, mit Sulfonsäuregruppen (-SO3H) funktionalisierte lonenaustauschergruppen.

Die Ionenaustauscher unterscheiden sich im Aufbau ihrer Polymergerüste, und man unterscheidet gelförmige und makroporöse Harze. Die sauren lonentauscherharze werden in der Regel mit Salzsäure und/oder Schwefelsäure regeneriert.

Nafion® ist die Bezeichnung der Firma Dupont für perfluorierte polymere lonenaustau- scherharze. Es handelt sich dabei um perfluorierte lonenaustauschmaterialien, beste- hend aus Fluorkohlenstoff-Basisketten und perfluorierten Seitenketten, die Sulfonsäu- regruppen enthalten. Die Harze werden durch eine Copolymerisation von perfluorier- ten, endständig ungesättigten und mit Sulfonylfluorid funktionalisierten Ethoxylaten mit Perfluorethen hergestellt. Nafion® zählt zu den gelartigen lonenaustauscherharzen. Als Beispiel für ein solches perfluoriertes polymeres lonenaustauscherharz sei Nafion®> NR-50 genannt.

Die sauren Kationenaustauscher werden in der Regel in der H+-Form einsetzt, wobei der Ionenaustauscher ein Sulfonsäuregruppen aufweisendes Polymergerüst enthält und entweder gelförmig ist oder makroporöse Harze enthält.

Eine ganz besonders bevorzugte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfah- rens ist dadurch gekennzeichnet, dass der Ionenaustauscher auf einem Polystyrolge- rüst mit Sulfonsäuregruppen oder auf einem perfluorierten lonenaustauscherharz mit Sulfonsäuregruppen basiert.

Die kommerziell verfügbaren sauren Kationenaustauscher sind unter den Handels- namen Lewatit® (Lanxess), Purolite® (The Purolite Company), Dowex® (Dow

Chemical Company), Amberlite® (Rohm and Haas Company), Amberlyst™ (Rohm and Haas Company) bekannt. Als erfindungsgemäß bevorzugte saure Kationenaustau- scher seien beispielsweise genannt: Lewatit® K 1221 , Lewatit® K 1461 , Lewatit® K 2431 , Lewatit® K 2620, Lewatit® K 2621 , Lewatit® K 2629, Lewatit® K 2649,

Amberlite® IR 120, Amberlyst™ 131 , Amberlyst™ 15, Amberlyst™ 31 , Amberlyst™ 35, Amberlyst™ 36, Amberlyst™ 39, Amberlyst™ 46, Amberlyst™ 70, Purolite® SGC650, Purolite® C100H, Purolite® C150H, Dowex® 50X8, Dowex® 88, Serdolit® rot und Nation® NR-50.

Im Rahmen einer bevorzugten Ausführungsform führt man die erfindungsgemäß durch- zuführende Umsetzung von Verbindung (II) in Gegenwart mindestens eines sauren Kationenaustauschers durch, der ausgewählt ist aus der Gruppe der Kationenaustau- scher umfassend Lewatit® K 1221 , Lewatit® K 2629, Amberlyst™ 131 , Amberlyst™ 35 Purolite® SGC650, Purolite® C100H, Purolite® C150H, Amberlite® IR 120, Dowex® 88, und Dowex® 50X8.

Erfindungsgemäß insbesondere bevorzugte saure Kationentauscher sind die Katio- nenaustauscher Amberlyst™ 35, Dowex® 88, und/oder Amberlite® IR 120.

Ein erfindungsgemäß ganz besonders bevorzugter saurer Kationenaustauscher ist Amberlyst™ 35, der wie die anderen genannten Kationenaustauscher kommerziell verfügbar ist.

Die sauren lonentauscherharze werden in der Regel mit Salzsäure und/oder Schwefel- säure regeneriert.

Die Hydrierung im Schritt b) kann auf an sich herkömmliche Weise mit einem Hydrier- katalysator des Stands der Technik ausgeführt werden. Die Hydrierung kann kataly- tisch entweder in der Gas- oder Flüssigphase erfolgen. Vorzugweise wird die Hydrie- rung im Schritt b) in flüssiger Phase in Gegenwart eines heterogegen Hydrierkataly- sators und eines wasserstoffhaltigen Gases durchgeführt.

Als Hydrierkatalysatoren kommen prinzipiell alle zur Hydrierung von ungesättigten organischen Verbindungen geeigneten homogenen und heterogenen Katalysatoren in Betracht. Dazu zählen z. B. Metalle, Metalloxide, davon verschiedene Metallverbin- dungen oder Gemische davon. Geeignete Hydrierkatalysatoren enthalten vorzugswei- se wenigstens ein Übergangsmetall, bevorzugt aus den Nebengruppen I. und VI. bis VIII. des Periodensystems der Elemente. Dazu zählen vorzugsweise Pd, Pt, Ni, Rh, Ru, Co, Fe, Zn, Cu, Re oder deren Mischungen.

Der Hydrierkatalysator kann wenigstens ein weiteres Metall/Element enthalten, das von den zuvor beschriebenen Metallen verschieden ist. Das weitere Metall/Element ist vorzugsweise ausgewählt unter Alkalimetallen, Erdalkalimetalle, Aluminium, Silizium, Lanthanoide und Mischungen davon.

Der Anteil des weiteren Metalls/Element ist vorzugsweise im Bereich von 0,1 bis 10 Gew.-% bezogen auf das Gesamtgewicht des aktiven Teil des Hydrierkatalysators (exklusiv Träger).

Die Katalysatoren können allein aus den Aktivkomponenten bestehen, oder die Aktiv- komponenten können auf Trägern aufgebracht sein. Als Trägermaterialien eignen sich z. B. Zirkoniumdioxid, Bariumoxid, Zinkoxid, Magnesiumoxid, Titanoxid, Aluminumoxid, T1O 2 -AI 2 O 3 , Zr0 2 -Al 2 0 3 , Zeolithen, Hydrotalcit, Siliciumcarbid, Wolframcarbid, Silicium- dioxid, Kohlenstoff, speziell Aktivkohle oder sulfatierter Kohlenstoff, Diatomeenerde, Tonerde, Bariumsulfat, Calciumcarbonat und Mischungen.

In einer Ausführungsform umfassen die Trägermaterialen gleichzeitig eine erfindungs- gemäß eingesetzte Säure oder bestehen daraus.

Zur Erhöhung der katalytischen Aktivität können Ni, Cu oder Co, auch in Form der Raney-Katalysatoren, Pd, Pt, Rh, Ru, Co, Fe, Zn, Cu, oder deren Mischungen als Me- tallschwamm mit einer sehr großen Oberfläche verwendet werden. Bevorzugt wird für die Hydrierung im Schritt b) des erfindungsgemäßen Verfahrens vorteilhaft Palladium auf Kohlenstoff, Palladium auf AI 2 O 3 , Palladium auf S1O 2 oder Pla- tin auf Kohlenstoff eingesetzt. Besonders bevorzugt wird vorteilhaft Palladium auf Koh- lenstoff eingesetzt. Andere geeignete Katalysatoren enthalten z. B. 80 bis 100 Gew.-% Nickel und/oder Cobalt und bis zu 20 Gew.-% aktivierende Metalle wie Kupfer und/oder Chrom. Beson- ders vorteilhaft werden solche Katalysatoren als Trägerkatalysatoren verwendet. Der Gehalt an katalytisch aktiven Metallen solcher Trägerkatalysatoren, wobei das Trägermaterial Kohlenstoff ist, beträgt in der Regel 0,05 bis 10 Gew.-%, bezogen auf die Summe von katalytisch aktiven Metallen und Träger.

Der Gehalt an katalytisch aktiven Metallen solcher Trägerkatalysatoren, wobei das Trägermaterial ein Oxid, z. B. AI 2 O 3 oder Si0 2 ist, beträgt in der Regel 0,01 bis 1 Gew.- %, bezogen auf die Summe von katalytisch aktiven Metallen und Träger.

Die Katalysatoren können zur Hydrierung in Schritt b) als Formkörper eingesetzt wer- den. Beispiele umfassen Katalysatorextrudate, wie Stränge, Rippstränge und andere Extrudatformen, Schalenkatalysatoren, Tabletten, Ringe, Kugeln, Splitt, etc.

Bevorzugt wird die Hydrierung in Schritt b) bei einer Temperatur von 60 bis 200 °C, vorzugsweise 120 bis 150 °C, insbesondere 135 bis 145 °C, durchgeführt.

Sofern man die Umsetzung in der Gasphase durchführt, liegt der Druck vorzugsweise in einem Bereich von 0,9 bis 50 bar, besonders bevorzugt 1 bis 20 bar.

Sofern man die Umsetzung in der Flüssigphase durchführt, liegt der Druck vorzugswei- se in einem Bereich von 0,9 bis 200 bar, insbesondere von 40 bis 80 bar.

Die Hydrierung in Schritt b) kann in einem Reaktor oder mehreren hintereinander ge- schalteten Reaktoren durchgeführt werden. Die Hydrierung kann diskontinuierlich oder kontinuierlich erfolgen. Zur diskontinuierlichen Hydrierung kann z. B. ein Druckgefäß eingesetzt werden. Geeignete Druckgefäße sind z. B. Autoklaven, die mit einer Vor- richtung zum Beheizen und zum Rühren des Reaktorinhalts ausgestattet sind. Bevor- zugt erfolgt die Hydrierung in der Flüssigphase über einem Festbett, vorzugsweise in Sumpf- oder Rieselfahrweise oder in Form einer Suspensionskatalyse. Die Festbett- fahrweise kann dabei z. B. in Sumpf- oder in Rieselfahrweise durchgeführt werden. Dabei werden die Katalysatoren vorzugsweise als Formkörper eingesetzt, z. B. in Form von gepressten Zylindern, Tabletten, Pastillen, Wagenrädern, Ringen, Sternen oder Strangpresslingen, wie Vollsträngen, polylobären Strängen, Hohlsträngen, Wabenkör- pern, etc.

Bei der Suspensionsfahrweise werden ebenfalls heterogene Katalysatoren eingesetzt. Die heterogenen Katalysatoren werden dabei zumeist in feinverteiltem Zustand einge- setzt und liegen im Reaktionsmedium feinteilig suspendiert vor. Bei der Hydrierung an einem Festbett wird ein Reaktor eingesetzt, in dessen Innen- raum ein Festbett angeordnet ist, durch das das Reaktionsmedium strömt. Das Fest- bett kann dabei aus einer einzigen oder aus mehreren Schüttungen gebildet sein. Jede Schüttung kann dabei eine oder mehrere Zonen aufweisen, wobei wenigstens eine der Zonen ein als Hydrierkatalysator aktives Material enthält. Jede Zone kann dabei ein oder mehrere verschiedene katalytisch aktive Materialien aufweisen und/oder ein oder mehrere verschiedene inerte Materialien aufweisen. Verschiedene Zonen können jeweils gleiche oder verschiedene Zusammensetzungen aufweisen. Es ist auch mög- lich, mehrere katalytisch aktive Zonen vorzusehen, die beispielsweise durch inerte Schüttungen voneinander getrennt sind. Die einzelnen Zonen können auch unter- schiedliche katalytische Aktivität aufweisen. Dazu können verschiedene katalytisch aktive Materialien eingesetzt werden und/oder wenigstens einer der Zonen ein inertes Material beigemischt werden. Das Reaktionsmedium, das durch das Festbett strömt, enthält erfindungsgemäß mindestens eine flüssige Phase. Das Reaktionsmedium kann auch zusätzlich eine gasförmige Phase enthalten.

Als Reaktoren bei der Hydrierung in Suspension kommen insbesondere Schlaufenap- parate, wie Strahlschlaufen oder Propellerschlaufen, Rührkessel, die auch als Rühr- kesselkaskaden ausgestaltet sein können, Blasensäulen oder Air-Lift-Reaktoren zum Einsatz.

Vorzugsweise erfolgt die Hydrierung in Schritt b) in der Suspensionsfahrweise.

Die Hydrierung kann ohne oder mit Zusatz eines Lösungsmittels erfolgen. Als Lö- sungsmittel kommen Alkohole, Ether, Kohlenwasserstoffe, wie beispielsweise Metha- nol, Ethanol, Isopropanol, Dioxan, Tetrahydrofuran, n-Pentan, Hexan, Cyclohexan, Toluol, etc., in Frage. Bevorzugt erfolgt die Hydrierung in Schritt b) ohne Zusatz eines Lösungsmittels.

Zur Hydrierung in Schritt b) kann man die in Schritt a) erhaltene Verbindung der Formel (II) mit einem wasserstoffhaltigen Gas und einem Hydrierkatalysator in Kontakt brin gen. Geeignete wasserstoffhaltige Gase sind ausgewählt unter Wasserstoff und Gemi- schen von Wasserstoff mit wenigstens einem inerten Gas. Geeignete inerte Gase sind z. B. Stickstoff oder Argon. Bevorzugt wird zur Hydrierung in Schritt b) Wasserstoff in unverdünnter Form, üblicherweise in einer Reinheit von etwa 99,9 Vol.-%, eingesetzt.

Durch die Hydrierung in Schritt b) werden die Verbindungen der Formel (II) in

2-substituierte 4-Methyl-tetrahydropyrane (I) überführt. Bevorzugt enthält das zur Hyd- rierung eingesetzte Ausgangsmaterial Verbindungen der Formel (II), wobei der Rest R 1 die oben genannten Bedeutungen aufweist. R 1 steht bevorzugt für Isobutyl.

In einer speziellen Ausführungsform wird durch die Hydrierung in Schritt b) die Verbin- dungen (II) in 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran (la) (Dihydrorosenoxid) überführt.

Die in Schritt b) erhaltene Verbindung der Formel (I) weist vorzugsweise ein Diastere- omerenverhältnis des cis-Diastereomeren zum trans-Diastereomeren in einem Bereich von 10 : 90 bis 90 : 10, besonders bevorzugt von 65 : 35 bis 90 : 10, auf.

Die in Schritt b) erhaltene Verbindung der Formel (I) lässt sich durch einfache Reini- gungsschritte in eine zur kommerziellen Verwendung geeignete Form überführen.

Falls gewünscht, kann die in Schritt b) erhaltene Verbindung der Formel (I) einer wei- teren Aufarbeitung unterzogen werden. Dazu kann die in Schritt b) erhaltene Verbin- dung (I) prinzipiell üblichen, dem Fachmann bekannten Reinigungsverfahren unterzo- gen werden. Dazu zählt beispielsweise eine Filtration, eine Neutralisation, eine Destil lation, eine Extraktion oder eine Kombination davon.

Bevorzugt wird aus dem in Schritt b) erhaltenen Hydrierprodukt eine an 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyranen (I) angereicherte Fraktion und eine an 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyranen (I) abgereicherte Fraktion isoliert.

Bevorzugt wird die in Schritt b) erhaltene Verbindung (I) einer destillativen Auftrennung unterzogen. Geeignete Vorrichtungen zur destillativen Auftrennung umfassen Destilla- tionskolonnen, wie Bodenkolonnen, die mit Glocken, Siebplatten, Siebböden, Packun- gen, Füllkörpern, Ventilen, Seitenabzügen, etc. ausgerüstet sein können, Verdampfer, wie Dünnschichtverdampfer, Fallfilmverdampfer, Zwangsumlaufverdampfer, Sambay- Verdampfer, etc. und Kombinationen davon.

Bevorzugt wird die in Schritt b) erhaltene Verbindung (I) in Schritt c) einer destillativen Auftrennung in wenigstens einer Destillationskolonne unterzogen, die mit trennwirksa- men Einbauten versehen ist.

Bevorzugt wird in Schritt c) aus der in Schritt b) erhaltenen Verbindung (I) eine an 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyranen (I) angereicherte Fraktion isoliert, wobei das Diastereomerenverhältnis des cis-Diastereomeren zum trans-Diastereomeren in einem Bereich von 10 : 90 bis 90 : 10, bevorzugt von 65 : 35 bis 90 : 10, liegt. Zur Entfernung von weiteren wasserlöslichen Verunreinigungen kann die in Schritt c) erhaltene an 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyranen (I) angereicherte Fraktion wenigstens einem Waschschritt mit Wasser unterzogen werden. Alternativ oder zu- sätzlich kann die in Schritt c) erhaltene an 2-substituierten 4-Methyl-tetrahydropyranen (I) angereicherte Fraktion einer weiteren destillativen Aufreinigung unterzogen werden.

Die folgenden Beispiele dienen der Verdeutlichung der Erfindung, ohne sie in irgend- einer Weise zu beschränken.

BEISPIELE

Gaschromatographische Analysen wurden nach der folgenden Methode durchgeführt:

Säule: DB WAX 30 m x 0,32 mm;

FD 0,25 pm;

Injektortemperatur: 200 °C; Detektortemperatur 280 °C;

Temperaturprogramm: Anfangstemp.: 50 °C, mit 3 °C/min auf 170 °C,

mit 20 °C/min auf 230 °C, 7 Min isotherm;

Retentionszeiten:2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol t R = 28,9 min und 30,4

cis-Dihydrorosenoxid t R = 8,77 min

trans-Dihydrorosenoxid t R = 10,09 min

Konzentrationen der erhaltenen Rohprodukte (Gew.-%) wurden GC-analytisch mit internem Standard ermittelt.

1. Herstellung von 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran ausgehend von 2-lsobutyl- 4-methyl-tetrahydropyran-4-ol in Methanol

12 g von 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol (Isomerenverhältnis 24 : 76), 28 g Methanol, 0,2 g Katalysator Pd/C (10 % Pd auf C) und 0,2 g Amberlyst 35 dry werden in einem Autoklaven eingewogen. Dieser wird verschlossen und je einmal mit Stickstoff und Wasserstoff gespült. Anschließend werden zunächst 30 bar Wasserstoff aufge- presst, dann auf 140 °C erhitzt und nach Erreichen der Reaktionstemperatur der Druck auf 50 bar eingeregelt. Der Versuch wird unter diesen Bedingungen für 12 Stunden gerührt, nach 1 h, 3 h und 5 h wird jeweils Wasserstoff nachgepresst, um den Druck auf 50 bar zu halten. Anschließend wird der Autoklav entspannt und abgekühlt. Kata- lysator und lonentauscher werden abfiltriert, die resultierende Lösung ist farblos und klar. Bei einem 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol-Umsatz von >99 % wurde mit einer Selektivität von 86 % bezüglich 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol 2-lsobutyl-4- methyl-tetrahydropyran gebildet. Das cis/trans-Verhältnis beträgt 5,33 : 1.

2. Herstellung von 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran ausgehend von 2-lsobutyl- 4-methyl-tetrahydropyran-4-ol lösungsmittelfrei

36 g 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol (Isomerenverhältnis 24 : 76), 0,4 g Kata- lysator Pd/C (10 % Pd auf C) und 0,4 g Amberlyst 35 dry werden in einem Autoklaven eingewogen. Dieser wird verschlossen und je einmal mit Stickstoff und Wasserstoff ge- spült. Anschließend werden zunächst 30 bar Wasserstoff aufgepresst, dann auf 140 °C erhitzt und nach Erreichen der Reaktionstemperatur der Druck auf 50 bar eingeregelt. Der Versuch wird unter diesen Bedingungen für 12 Stunden gerührt, nach 1 h, 3 h und 5 h wird jeweils Wasserstoff nachgepresst, um den Druck auf 50 bar zu halten. An- schließend wird der Autoklav entspannt und abgekühlt. Katalysator und lonentauscher werden abfiltriert, die resultierende Lösung ist farblos und klar.

Bei einem 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol-Umsatz von 60 % wurde mit einer Selektivität von 50 % bezüglich 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol 2-lsobutyl-4- methyl-tetrahydropyran gebildet. Das cis/trans-Verhältnis beträgt 6,1 : 1.

3. Herstellung von 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran ausgehend von 2-lsobutyl-4- methyl-tetrahydropyran-4-ol in Methanol

12 g von 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol (Isomerenverhältnis 24 : 76), 28 g Methanol, 0,4 g Katalysator Pd/C (5 % Pd auf C) und 0,4 g Amberlyst 35 dry werden in einem Autoklaven eingewogen. Dieser wird verschlossen und je einmal mit Stickstoff und Wasserstoff gespült. Anschließend werden zunächst 30 bar Wasserstoff aufge- presst, dann auf 140 °C erhitzt und nach Erreichen der Reaktionstemperatur der Druck auf 50 bar eingeregelt. Der Versuch wird unter diesen Bedingungen für 12 Stunden ge- rührt, nach 1 h, 3 h und 5 h wird jeweils Wasserstoff nachgepresst, um den Druck auf 50 bar zu halten. Anschließend wird der Autoklav entspannt und abgekühlt. Katalysator und lonentauscher werden abfiltriert, die resultierende Lösung ist farblos und klar.

Bei einem 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol-Umsatz von >81 ,2 % wurde mit einer Selektivität von 65,6 % bezüglich 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran gebildet. Das cis/trans-Verhältnis beträgt 6,06 : 1. 4. Herstellung von 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran ausgehend von 2-lsobutyl-4- methyl-tetrahydropyran-4-ol in Methanol

12 g von 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol (Isomerenverhältnis 24 : 76), 28 g Methanol, 0,7 g Katalysator Pd/C (5 % Pd auf C) und 0,7 g Amberlyst 35 dry werden in einem Autoklaven eingewogen. Dieser wird verschlossen und je einmal mit Stickstoff und Wasserstoff gespült. Anschließend werden zunächst 30 bar Wasserstoff aufge- presst, dann auf 120 °C erhitzt und nach Erreichen der Reaktionstemperatur der Druck auf 80 bar eingeregelt. Der Versuch wird unter diesen Bedingungen für 12 Stunden gerührt, nach 1 h, 3 h und 5 h wird jeweils Wasserstoff nachgepresst, um den Druck auf 50 bar zu halten. Anschließend wird der Autoklav entspannt und abgekühlt. Kata- lysator und lonentauscher werden abfiltriert, die resultierende Lösung ist farblos und klar. Bei einem 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol-Umsatz von 56,7 % wurde mit einer Selektivität von 62 % bezüglich 2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran-4-ol

2-lsobutyl-4-methyl-tetrahydropyran gebildet. Das cis/trans-Verhältnis beträgt 5,17 : 1.