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Title:
PRESS TOOL AND METHOD FOR PRODUCING A PRESS TOOL
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/074063
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a press tool (1) for producing a workpiece. The press tool (1) comprises a pressing surface (2, 52), which has a structure consisting of raised portions (4) and depressions (3), a wear layer (11), which forms, at least in part, the pressing surface (2, 52) and has an optical property, an indicator layer (12), which is provided beneath the wear layer (11) and in which particles (18) with optical properties are embedded, so that the indicator layer (12) has a corresponding optical property that differs from the optical property of the wear layer (11).

Inventors:
HAGEDORN, Thorsten (Viersen, DE)
THÖLEN, Berthold (Viersen, DE)
Application Number:
EP2020/078572
Publication Date:
April 22, 2021
Filing Date:
October 12, 2020
Export Citation:
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Assignee:
HUECK RHEINISCHE GMBH (Viersen, DE)
International Classes:
B30B15/06; B30B3/00; B44B5/02
Attorney, Agent or Firm:
LINDERMAYER, Ludwig (Herzog-Wilhelm-Straße 17, München Bayern, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Presswerkzeug zum Herstellen eines Werkstücks, aufweisend eine

Pressoberfläche (2, 52), die eine Struktur aus Erhebungen (4) und Vertiefungen (3) aufweist, eine zumindest teilweise die Pressoberfläche (2, 52) bildende

Verschleißschicht (11 ) mit einer optischen Eigenschaft, und eine Indikatorschicht (12), die unterhalb der Verschleißschicht (11) angeordnet ist und in der optische Eigenschaften aufweisende Partikel (18) eingebettet sind, sodass die Indikatorschicht (12) eine entsprechende optische Eigenschaft aufweist, die sich von der optischen Eigenschaft der Verschleißschicht (11) unterscheidet.

2. Presswerkzeug nach Anspruch 1, wobei die Indikatorschicht (12) eine partielle Indikatorschicht ist, welche nur in Bereichen (20) unterhalb der Verschleißschicht (11) angeordnet ist, die den Erhebungen (4) oder vorbestimmten Erhebungen (4) zugeordnet sind.

3. Presswerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Partikel (18) eine Größe im Mikro- oder Nanometerbereich aufweisen, und/oder Farbpartikel sind, sodass die Indikatorschicht (12) eine entsprechende Farbe aufweist, und/oder fluoreszierende Partikel sind, sodass die Indikatorschicht (12) fluoreszierende Eigenschaften aufweist.

4. Presswerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Indikatorschicht (12) eine Indikatorschicht aus Metall, insbesondere aus chromfreiem Metall, oder aus Kunststoff ist, oder eine Lackindikatorschicht, ist.

5. Presswerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei in der die Pressoberfläche (2, 52) zumindest teilweise bildenden Verschleißschichtschicht (11) Mineralpartikel (13) eingebettet sind.

6. Presswerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die die Pressoberfläche (52) zumindest teilweise bildende Verschleißschicht (11) eine vollflächige Verschleißschicht ist, auf der eine partielle Verschleißschichtschicht (53) angeordnet ist, und die vollflächige Verschleißschicht (11) einen Glanzgrad und die partielle Verschleißschicht (53) einen vom Glanzgrad der vollflächigen Verschleißschicht (11 ) verschiedenen Glanzgrad aufweist.

7. Verfahren zum Herstellen eines Presswerkzeugs (1 ) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, aufweisend folgende Verfahrensschritte:

- Aufträgen der Indikatorschicht (12) auf einer Grundstruktur (10) unter Zugabe der die optischen Eigenschaften aufweisenden Partikel (18),

- Aufträgen der die Pressoberfläche (2, 52) zumindest teilweise bildenden Verschleißschicht (11 ), und

- Aufträgen der Verschleißschicht (11 ) auf die Indikatorschicht (12).

8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Verschleißschicht (11 ) aus Metall und Indikatorschicht (12) eine partielle Indikatorschicht aus Metall ist, welche nur in Bereichen (20) auf der Grundstruktur (10) angeordnet ist, die den Erhebungen (4) oder vorbestimmten Erhebungen (4) der Pressoberfläche (2, 52) zugeordnet sind, aufweisend

- Aufträgen einer Maske (40) auf die Grundstruktur (10), sodass Bereiche (20) der Grundstruktur (10), die den Erhebungen (4) oder vorbestimmten Erhebungen (4) der Pressoberfläche (2, 52) zugeordnet sind, von der Maske (40) frei bleiben, und

- Aufträgen der Indikatorschicht (12) unter Zugabe der die optischen Eigenschaften aufweisenden Partikel (18) auf die Bereiche (20) der Grundstruktur (10), die frei von der Maske (40) sind, mittels eines galvanischen oder chemischen Verfahrens, und

- Aufträgen der die Pressoberfläche (2, 52) zumindest teilweise bildenden Verschleißschicht (11 ) mittels eines galvanischen oder chemischen Verfahrens.

9. Verfahren nach 8, aufweisend Aufträgen der Maske (40) und der partiellen Indikatorschicht (12) in Abhängigkeit von der Struktur der Pressoberfläche (2, 52) zugeordneten Bilddaten.

10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, wobei die die Pressoberfläche (52) zumindest teilweise bildende Verschleißschicht (11 ) eine vollflächige Verschleißschicht aus Metall ist, auf der eine partielle Verschleißschicht (53) aus Metall angeordnet ist, und die vollflächige Verschleißschicht (11 ) aus Metall einen Glanzgrad und die partielle Verschleißschicht (53) aus Metall einen vom Glanzgrad der vollflächigen Verschleißschicht (11 ) aus Metall verschiedenen Glanzgrad aufweist, aufweisend

- vollflächiges Aufträgen einer Metallschicht auf die Indikatorschicht (12), um die vollflächige Verschleißschicht (11 ) aus Metall zu erhalten,

- Aufträgen einer Maske auf die vollflächige Verschleißschicht (11 ) aus Metall in Abhängigkeit von der Struktur der Pressoberfläche (52) zugeordneten Bilddaten, sodass vorbestimmte Bereich der vollflächigen Verschleißschicht aus Metall (11 ), die insbesondere den Erhebungen (4) oder vorbestimmten Erhebungen (4) der Pressoberfläche (52) zugeordnet sind, von der Maske frei bleiben, und

- Aufträgen einer weiteren Metallschicht auf die vorbestimmten Bereiche der vollflächigen Verschleißschicht aus Metall (11 ) mittels eines galvanischen oder chemischen Verfahrens in Abhängigkeit der Bilddaten, um die auf der vollflächigen Verschleißschicht aus Metall (11 ) angeordnete partielle Verschleißschicht (53) aus Metall zu erhalten.

11 . Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Verschleißschicht (11 ) aus Kunststoff ist oder eine Lackverschleißschicht ist, und die Indikatorschicht (12) eine partielle Indikatorschicht aus Kunststoff ist oder eine partielle Lackindikatorschicht ist, welche nur in Bereichen (20) auf der Grundstruktur (10) angeordnet ist, die den Erhebungen (4) oder vorbestimmten Erhebungen (4) der Pressoberfläche (2, 52) zugeordnet sind, aufweisend

- Aufträgen der Indikatorschicht (12) aus Kunststoff oder der Lackindikatorschicht unter Zugabe der die optischen Eigenschaften aufweisenden Partikel (18) auf die Bereiche (20) der Grundstruktur (10) mittels eines Druckers, und

- Aufträgen der die Pressoberfläche (2, 52) zumindest teilweise bildenden Verschleißschicht (11 ) aus Kunststoff oder der Lackverschleißschicht mittels eines Druckers.

12. Verfahren nach 11 , aufweisend Aufträgen der der partiellen Indikatorschicht aus Kunststoff oder der Lackindikaktorschicht in Abhängigkeit von der Struktur der Pressoberfläche (2, 52) zugeordneten Bilddaten.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 7, 11 oder 12, wobei die die Pressoberfläche (52) zumindest teilweise bildende Verschleißschicht (11 ) eine vollflächige Verschleißschicht aus Kunststoff ist, auf der eine partielle Verschleißschicht aus Kunststoff angeordnet ist, und die vollflächige Verschleißschicht aus Kunststoff einen Glanzgrad und die partielle Verschleißschicht aus Kunststoff einen vom Glanzgrad der vollflächigen Verschleißschicht aus Kunststoff verschiedenen Glanzgrad aufweist, aufweisend

- vollflächiges Aufträgen einer Kunststoffschicht auf die Indikatorschicht (12), um die vollflächige Verschleißschicht aus Kunststoff (11 ) zu erhalten, und

- Aufträgen einer weiteren Kunststoffschicht auf die vorbestimmten Bereiche der vollflächigen Verschleißschicht aus Kunststoff (11 ) mittels eines Druckers in Abhängigkeit der Bilddaten, um die auf der vollflächigen Verschleißschicht aus Kunststoff (11 ) angeordnete partielle Kunststoffschicht (53) zu erhalten.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 7, 11 oder 12, wobei die die Pressoberfläche (52) zumindest teilweise bildende Verschleißschicht (11 ) eine vollflächige Lackverschleißschicht ist, auf der eine partielle Lackverschleißschicht angeordnet ist, und die vollflächige Lackverschleißschicht einen Glanzgrad und die partielle Lackverschleißschicht einen vom Glanzgrad der vollflächigen Lackverschleißschicht verschiedenen Glanzgrad aufweist, aufweisend

- vollflächiges Aufträgen einer Lackschicht auf die Indikatorschicht (12), um die vollflächige Lackverschleißschicht zu erhalten, und

- Aufträgen einer weiteren Lackschicht auf die vorbestimmten Bereiche der vollflächigen Lackverschleißschicht mittels eines Druckers in Abhängigkeit der Bilddaten, um die auf der vollflächigen Lackverschleißschicht angeordnete partielle Lackverschleißschicht zu erhalten.

Description:
Presswerkzeug und Verfahren zum Herstellen eines Presswerkzeugs

Die Erfindung betrifft ein Presswerkzeug mit einer Pressoberfläche und ein Verfahren zum Herstellen des Presswerkzeugs.

Presswerkzeuge z.B. in Form von Pressblechen, Endlosbändern oder Prägewalzen werden z.B. in der holzverarbeitenden Industrie eingesetzt, um z.B. Möbel, Laminate oder Paneele, also allgemein Werkstücke herzustellen. Die Werkstücke werden mit der Pressoberfläche des Presswerkzeugs verpresst, sodass die Werkstücke Oberflächen entsprechend der Pressoberfläche erhalten.

Die WO 2009/062488 A2 offenbart ein Pressblech mit einer strukturierten Pressoberfläche. Die strukturierte Pressoberfläche umfasst eine Struktur, die eine gebirgsähnliche Oberfläche mit Tälern und Höhen aufweist, und eine vollflächig ausgeführte Chromschicht. Mittels der Pressoberfläche kann ein als Werkstoffplatte ausgebildetes Werkstück mit einer strukturierten Oberfläche hergestellt werden.

Die WO 2008/120058 A1 offenbart ein Presswerkzeug, dessen Pressoberfläche durch eine Schicht gebildet ist, die aus einer Metallmatrix mit darin eingebetteten Mineral oder Keramikpartikeln besteht.

Die Pressoberfläche unterliegt einem Verschleiß, sodass sich die die Pressoberfläche bildende Schicht mit der Zeit abnutzt.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein Presswerkzeug mit einer strukturierten Pressoberfläche anzugeben, bei der ein Verschleiß des Presswerkzeugs in relativ einfacher Weise erkannt werden kann.

Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch Presswerkzeug zum Herstellen eines Werkstücks, aufweisend eine Pressoberfläche, die eine Struktur aus Erhebungen und Vertiefungen aufweist, eine zumindest teilweise die Pressoberfläche bildende Verschleißschicht mit einer optischen Eigenschaft, und eine Indikatorschicht, die unterhalb der Verschleißschicht angeordnet ist und in der optische Eigenschaften aufweisende Partikel eingebettet sind, sodass die Indikatorschicht eine entsprechende optische Eigenschaft aufweist, die sich von der optischen Eigenschaft der Verschleißschicht unterscheidet.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs, aufweisend folgende Verfahrensschritte:

- Aufträgen der Indikatorschicht auf eine Grundstruktur unter Zugabe der die optischen Eigenschaften aufweisenden Partikel,

- Aufträgen der die Pressoberfläche zumindest teilweise bildenden Indikatorschicht

- Aufträgen der Verschleißschicht auf die Indikatorschicht.

Das erfindungsgemäße Presswerkzeug ist z.B. ein Endlosband, eine Prägewalze oder vorzugsweise ein Pressblech und umfasst die Pressoberfläche, die eine Struktur aus Erhebungen und Vertiefungen aufweist. Die Pressoberfläche ist somit eine strukturierte Pressoberfläche mit den Erhebungen und den Vertiefungen. Dadurch erhält das Werkstück eine strukturierte Oberfläche entsprechend der Struktur der strukturierten Pressoberfläche.

Das Werkstück ist z.B. eine Werkstoffplatte. Diese umfasst z.B. einen Träger, z.B. eine MDF-Platte oder eine Spanplatte, die mit einem Harz oder Kunststoff beschichteten Träger (z.B. Papier) mittels des Presswerkzeugs verpresst wird. Die Werkstoffplatte kann auch eine sogenannte Luxuriöse Vinylfliese (LVT) sein.

Die Pressoberfläche des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs wird zumindest teilweise durch die Verschleißschicht gebildet. Die Verschleißschicht kann vollflächig oder partiell ausgebildet sein.

Das Presswerkzeug umfasst die Indikatorschicht, die unterhalb der Verschleißschicht angeordnet ist. Die Indikatorschicht ist insbesondere derart unterhalb der Verschleißschicht angeordnet, dass sie direkt unterhalb der Verschleißschicht angeordnet ist bzw. dass die Verschleißschicht an der Indikatorschicht anliegt.

Das Presswerkzeug umfasst insbesondere eine Grundstruktur, auf der die Indikatorschicht angeordnet ist.

Die Indikatorschicht ist z.B. eine Indikatorschicht aus Metall oder aus Kunststoff oder ist eine Lackindikatorschicht.

Die Verschleißschicht ist z.B. eine Verschleißschicht aus Metall oder aus Kunststoff, oder ist eine Lackindikatorschicht.

Der Kunststoff umfasst vorzugsweise Polyetheretherketon oder besteht aus Polyetheretherketon.

Die Grundstruktur ist insbesondere aus Metall wie z.B. Stahl, und die Indikatorschicht und die Verschleißschicht sind z.B. aus Metall, also elektrisch leitend, wodurch es möglich ist, die Verschleißschicht mittels eines galvanischen oder chemischen Verfahrens auf die Indikatorschicht aufzutragen. Die Struktur der Grundstruktur entspricht im Wesentlichen der Struktur der Pressoberfläche.

Im Falle einer Indikatorschicht aus Kunststoff oder der Lackindikatorschicht wird diese vorzugsweise mittels eines Druckers auf die Grundstruktur aufgetragen. Eine solche Herstellung ist relativ umweltverträglich.

Im Falle einer Verschleißschicht aus Kunststoff oder der Lackverschleißschicht wird diese vorzugsweise mittels eines Druckers auf die Indikatorschicht aufgetragen. Eine solche Herstellung ist relativ umweltverträglich.

Die Indikatorschicht ist vorgesehen, eine Abnutzung der auf der Indikatorschicht angeordneten Verschleißschicht, also insbesondere auch eine Abnutzung der Pressoberfläche anzuzeigen. Deshalb weist die Indikatorschicht eine andere optische Eigenschaft auf als die Verschleißschicht. Ist die Verschleißschicht zumindest teilweise derart stark abgenutzt, dass sie zumindest bereichsweise komplett entfernt ist, so ist in diesen Bereichen die Indikatorschicht sichtbar. Aufgrund der unterschiedlichen optischen Eigenschaften wird diese dann insbesondere für das menschliche Auge sichtbar, sodass eine Person in relativ einfacher Wiese erkennen kann, wenn das Presswerkzeug zu stark abgenutzt ist.

Die optischen Eigenschaften der Indikatorschicht werden mittels der darin eingebetteten Partikel erreicht. Die optischen Eigenschaften sind z.B. eine Farbe oder eine Fluoreszenz. Die Partikel der Indikatorschicht sind daher z.B. Farbpartikel, sodass die Indikatorschicht eine entsprechende Farbe aufweist, und/oder fluoreszierende Partikel, sodass die Indikatorschicht fluoreszierende Eigenschaften aufweist.

Die Partikel der Indikatorschicht weisen insbesondere eine Größe im Mikro- oder Nanometerbereich auf.

Um die Umweltverträglichkeit zu erhöhen, ist die Indikatorschicht vorzugsweise eine Indikatorschicht aus chromfreiem Metall, vorzugsweise eine Indikatorschicht aus Nickel.

Auch die Verschleißschicht aus Metall ist vorzugsweise chromfrei, beispielsweise aus Nickel.

Um die Verschleißfestigkeit der auf der Indikatorschicht angeordneten Verschleißschicht zu erhöhen, können in dieser Mineralpartikel eingebettet sein.

Minerale sind insbesondere in der Erdkruste vorkommende, meist anorganische, homogene, meist kristallisierte Substanzen. Die Mehrzahl der heute bekannten und von der International Mineralogical Association als eigenständig anerkannten Minerale sind anorganisch.

Die Mineralpartikel weisen insbesondere eine Mohshärte von wenigstens 8 auf. Die Mineralpartikel können eine Größe im Nanometer oder Mikrometerbereich aufweisen. Dadurch können die Mineralpartikel relativ homogen in der Verschleißschicht eingebettet werden, wodurch die Verschleißschicht eine relativ homogene Härte über ihre gesamte Oberfläche erhält. Die Größe der einzelnen Mineralpartikel kann unterschiedlich oder im Wesentlichen gleich sein.

Die Mineralpartikel weisen vorzugsweise einen Volumenanteil von wenigstens 50% bezogen auf das Volumen der Verschleißschicht mit darin eingebetteten Mineralpartikeln auf. Aufgrund der Größe, des Volumenanteils und der Art der Minerale der Mineralpartikel kann der gewünschte Verschleißgrad der Verschleißschicht eingestellt werden.

Die Mineralpartikel sind vorzugsweise Diamantpartikel bzw. Industriediamantpartikel. Jedoch sind insbesondere die Minerale Siliziumcarbid, Bornnitrid, Borcarbid, Aluminiumoxid und Titanoxid als Mineralpartikel auch verwendbar.

Während der Herstellung des Werkstücks steht die strukturierte Pressoberfläche mit dem Werkstück in Kontakt und ist daher einem Verschleiß ausgesetzt. Dieser Verschleiß ist in den Bereichen der Erhöhungen, zumindest in Bereich bestimmter Erhöhungen besonders ausgeprägt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des Presswerkzeugs ist die Indikatorschicht eine partielle Indikatorschicht, welche nur in Bereichen unterhalb der Verschleißschicht angeordnet ist, die den Erhebungen oder vorbestimmten Erhebungen zugeordnet sind.

Die Herstellung dieser Variante des Presswerkzeugs im Falle der Indikatorschicht und der Verschleißschicht aus Metall umfasst insbesondere die folgenden Verfahrensschritte:

- Aufträgen einer Maske auf die Grundstruktur, sodass Bereiche der Grundstruktur, die den Erhebungen oder vorbestimmten Erhebungen der Pressoberfläche zugeordnet sind, von der Maske frei bleiben,

- Aufträgen der Indikatorschicht aus Metall unter Zugabe der die optischen Eigenschaften aufweisenden Partikel auf die Bereiche der Grundstruktur, die frei von der Maske sind, mittels eines galvanischen oder chemischen Verfahrens, und - Aufträgen der die Pressoberfläche zumindest teilweise bildenden Verschleißschicht aus Metall mittels eines galvanischen oder chemischen Verfahrens.

Das Aufträgen der Maske und der partiellen Indikatorschicht erfolgt insbesondere in Abhängigkeit von der Struktur der Pressoberfläche zugeordneten Bilddaten.

Die Grundstruktur kann vor dem Anordnen der vollflächigen Indikatorschicht aus Metall behandelt werden, um z.B. die Struktur der Grundstruktur zu modifizieren. Dieses Behandeln kann ein mechanisches Behandeln und/oderein galvanisches und/oderein chemisches Behandeln der Grundstruktur umfassen und/oder das Behandeln der Grundstruktur kann mit einem Laser erfolgen. Das Behandeln der Grundstruktur kann auch eine thermische Behandlung, z.B. ein Tempern sein, um diese z.B. zu härten.

Die Struktur der Pressoberfläche ist insbesondere einem natürlichen Werkstoff, wie z.B. Holz oder Stein zugeordnet. Um die Struktur der Pressoberfläche zu erhalten, kann es vorgesehen sein, dass eine Vorlage, z.B. ein Stück Holz oder ein Stein gescannt wird, um Bilddaten zu erhalten. Diese Bilddaten umfassen insbesondere eine Information über die Struktur, die die strukturierte Pressoberfläche aufweisen soll. Die für die Herstellung der partiellen Indikatorschicht verwendeten Bilddaten können die gescannten Bilddaten oder aus diesen erzeugte Bilddaten sein.

Die Verschleißschicht kann eine vollflächige Verschleißschicht aus Metall sein. Auf der vollflächigen Verschleißschicht aus Metall kann eine partielle Verschleißschicht aus Metall angeordnet sein. Die partielle Verschleißschicht aus Metall und Bereiche der vollflächigen Verschleißschicht, auf denen die partiellen Verschleißschicht aus Metall nicht angeordnet ist, bilden in diesem Fall die Pressoberfläche.

Die vollflächige Verschleißschicht und die partielle Verschleißschicht aus Metall werden vorzugsweise mit einem galvanischen oder chemischen Verfahren erzeugt.

Die vollflächige Verschleißschicht aus Metall und die partielle Verschleißschicht aus Metall weisen jeweils einen Glanzgrad auf. Vorzugsweise unterscheiden sich die Glanzgrade der vollflächigen Verschleißschicht aus Metall und der partiellen Verschleißschicht aus Metall voneinander, sodass die Oberfläche des mit dem Presswerkzeug hergestellten Werkstücks ebenfalls Bereiche unterschiedlicher Glanzgrade aufweist.

Das Verfahren zum Herstellen dieser Variante des erfindungsgemäßen Presswerkzeugs kann folgende Verfahrensschritte aufweisen:

- vollflächiges Aufträgen einer Metallschicht auf die Indikatorschicht, um die vollflächige Verschleißschicht aus Metall zu erhalten,

- Aufträgen einer Maske auf die vollflächige Verschleißschicht aus Metall insbesondere in Abhängigkeit von der Struktur der Pressoberfläche zugeordneten Bilddaten, sodass vorbestimmte Bereich der vollflächigen Verschleißschicht aus Metall, die die den Erhebungen oder vorbestimmten Erhebungen der Grundstruktur zugeordnet sind, von der Maske frei bleiben, und

- Aufträgen einer weiteren Metallschicht auf die vorbestimmten Bereiche der vollflächigen Verschleißschicht mittels eines galvanischen oder chemischen Verfahrens insbesondere in Abhängigkeit der Bilddaten, um die auf der vollflächigen Verschleißschicht angeordnete partielle Verschleißschicht aus Metall zu erhalten.

Die vollflächige Verschleißschicht aus Metall kann vor dem Aufträgen der partiellen Verschleißschicht aus Metall behandelt werden. Dieses Behandeln kann ein mechanisches Behandeln und/oder ein galvanisches und/oder ein chemisches Behandeln der vollflächigen Verschleißschicht umfassen und/oder das Behandeln der vollflächigen Verschleißschicht kann mit einem Laser erfolgen. Das Behandeln der vollflächigen Verschleißschicht kann auch eine thermische Behandlung, z.B. ein Tempern der vollflächigen Verschleißschicht sein, um diese z.B. zu härten. Handelt es sich bei der vollflächigen Verschleißschicht um eine vollflächigen Verschleißschicht aus Nickel, so kann durch das thermische Behandeln diese eine Härte von ca. 1100 Vickers oder mehr aufweisen.

Die partielle Verschleißschicht aus Metall kann zusätzlich behandelt werden. Dieses Behandeln kann ein mechanisches Behandeln und/oderein galvanisches und/oderein chemisches Behandeln der partiellen Verschleißschicht aus Metall umfassen und/oder das Behandeln der partiellen Verschleißschicht aus Metall kann mit einem Laser erfolgen. Das Behandeln der partiellen Verschleißschicht aus Metall kann auch eine thermische Behandlung, z.B. ein Tempern der partiellen Verschleißschicht aus Metall sein, um deren Verschleißfestigkeit zu erhöhen.

Um die Pressoberfläche zusätzlich verschleißfester zu machen, können in der partiellen Metallschicht weitere Mineralpartikel eingebettet sind.

Die Mineralpartikel und die weiteren Mineralpartikel können dieselbe Größe, denselben Volumenanteil bezogen auf das Volumen ihrer Metallschicht und/oder dieselbe Art von Mineralien aufweisen.

Das Material der partiellen Metallschicht und der vollflächigen Metallschicht kann dasselbe sein oder sich unterscheiden.

Die Pressoberfläche kann z.B. durch eine mechanische oder chemische Nachbehandlung verändert bzw. an bestimmte Wünsche angepasst werden.

Handelt es sich bei der Verschleißschicht um die Verschleißschicht aus Kunststoff oder ist diese eine Lackverschleißschicht, dann kann insbesondere die Indikatorschicht eine partielle Indikatorschicht aus Kunststoff oder eine partielle Lackindikatorschicht sein, welche nur in Bereichen auf der Grundstruktur angeordnet ist, die den Erhebungen oder vorbestimmten Erhebungen der Pressoberfläche zugeordnet sind. Die Herstellung dieser Variante umfasst insbesondre ein

- Aufträgen der Indikatorschicht aus Kunststoff oder der Lackindikatorschicht unter Zugabe der die optischen Eigenschaften aufweisenden Partikel auf die Bereiche der Grundstruktur mittels eines Druckers, und

- Aufträgen der die Pressoberfläche zumindest teilweise bildenden Verschleißschicht aus Kunststoff oder der Lackverschleißschicht mittels eines Druckers. Das Drucken der partiellen Indikatorschicht aus Kunststoff oder der partiellen Lackindikatorschicht erfolgt vorzugsweise in Abhängigkeit von der Struktur der Pressoberfläche zugeordneten Bilddaten.

Die die Pressoberfläche zumindest teilweise bildende Verschleißschicht kann eine vollflächige Verschleißschicht aus Kunststoff sein, auf der eine partielle Verschleißschicht aus Kunststoff angeordnet ist. Die vollflächige Verschleißschicht aus Kunststoff weist vorzugsweise einen Glanzgrad und die partielle Verschleißschicht aus Kunststoff weist einen vom Glanzgrad der vollflächigen Verschleißschicht aus Kunststoff verschiedenen Glanzgrad auf. Die Herstellung dieser Variante umfasst insbesondre ein

- vollflächiges Aufträgen einer Kunststoffschicht auf die Indikatorschicht, um die vollflächige Verschleißschicht aus Kunststoff zu erhalten, und

- Aufträgen einer weiteren Kunststoffschicht auf die vorbestimmten Bereiche der vollflächigen Verschleißschicht aus Kunststoff mittels eines Druckers insbesondere in Abhängigkeit der Bilddaten, um die auf der vollflächigen Verschleißschicht aus Kunststoff angeordnete partielle Verschleißschicht aus Kunststoff zu erhalten.

Die Grundstruktur kann vor dem Anordnen bzw. dem Beschichten der Grundstruktur mit der Indikatorschicht behandelt werden, sodass vorzugsweise die Lackindikatorschicht die Indikatorschicht aus Kunststoff besser an der Grundstruktur haftet. Dieses Behandeln kann ein mechanisches Behandeln der Grundstruktur sein, aufgrund derer z.B. die Oberfläche der Grundstruktur z.B. aufgeraut wird, sodass die Lackindikatorschicht oder die Indikatorschicht aus Kunststoff besser an der Grundstruktur haftet. Das Behandeln der Grundstruktur kann ein galvanisches und/oder chemisches Behandeln der Grundstruktur umfassen und/oder das Behandeln der Grundstruktur mit einem Laser. Aufgrund des Behandelns der Grundstruktur kann z.B. die Struktur der Grundstruktur verfeinert werden.

Die unterschiedlichen Glanzgrade der Verschleißschichten aus Kunststoff kann z.B. durch Härten der Verschleißschichten aus Kunststoff z.B. durch eine UV-Bestrahlung, ein Elektronenstrahl- oder Laserhärten, oder durch ein Aussetzen unterschiedlicher Temperaturen erreicht werden.

Die die Pressoberfläche zumindest teilweise bildende Verschleißschicht kann eine vollflächige Lackverschleißschicht sein, auf der eine partielle Lackverschleißschicht angeordnet ist. Insbesondere kann die vollflächige Lackverschleißschicht einen Glanzgrad und die partielle Lackverschleißschicht einen vom Glanzgrad der vollflächigen Lackverschleißschicht verschiedenen Glanzgrad aufweisen. Die Herstellung dieser Variante umfasst insbesondre ein

- vollflächiges Aufträgen einer Lackschicht auf die Indikatorschicht, um die vollflächige Lackverschleißschicht zu erhalten, und

- ein Aufträgen einer weiteren Lackschicht auf die vorbestimmten Bereiche der vollflächigen Lackverschleißschicht mittels eines Druckers in Abhängigkeit der Bilddaten, um die auf der vollflächigen Lackverschleißschicht angeordnete partielle Lackverschleißschicht zu erhalten.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind exemplarisch in den beigefügten schematischen Figuren dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 ein Pressblech mit einer Pressoberfläche in einer perspektivischen Darstellung,

Fig. 2 einen Ausschnitt einer Seitenansicht des Pressblechs in geschnittener Darstellung,

Fig. 3 ein Zwischenstadium des Pressblechs während seiner Herstellung,

Fig. 3 ein weiteres Zwischenstadium des Pressblechs während seiner Herstellung, und

Fig. 5 einen Ausschnitt einer alternative Ausführungsform der Pressoberfläche des Pressblechs in geschnittener Darstellung. Die Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein Pressblech 1 mit einer Pressoberfläche 2 als Beispiel eines Presswerkzeugs und die Fig. 2 einen Ausschnitt einer Seitenansicht des Pressblechs 1 in geschnittener Darstellung. Die Pressoberfläche 2 umfasst eine Struktur aus den Erhebungen 4 und Vertiefungen 3.

Die Struktur der Pressoberfläche 2 ist insbesondere einem natürlichen Werkstoff, im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels Holz zugeordnet.

Mit dem Pressblech 1 kann ein Werkstück, z.B. eine Werkstoffplatte, beispielsweise ein Laminat, durch Verpressen hergestellt werden. Nach dem Verpressen weist das Werkstück eine der Struktur der Pressoberfläche 2 entsprechende strukturierte Oberfläche auf.

Das Pressblech 1 umfasst im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels eine Grundstruktur 10, eine die Pressoberfläche 2 zumindest teilweise bildende Verschleißschicht 11 und eine Indikatorschicht 12.

Die Grundstruktur 10 ist im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels aus Metall. Die Indikatorschicht 12 ist auf der Grundstruktur 10 bzw. unterhalb der Verschleißschicht 11 angeordnet und ist im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels eine partielle Indikatorschicht 12.

In der Indikatorschicht 12 sind Partikel 18 eingebettet, die eine optische Eigenschaft aufweisen, sodass die Indikatorschicht 12 ebenfalls diese optische Eigenschaft aufweist. Die Partikel 18 sind z.B. Farbpartikel, sodass die Indikatorschicht 12 die Farbe dieser Farbpartikel aufweist. Die Partikel 18 können fluoreszierende Partikel sein, sodass die Indikatorschicht 12 fluoresziert. Insbesondere kann die Indikatorschicht 12 nur die Farbpartikel, nur die fluoreszierenden Partikel oder beide Arten von Partikeln 18 aufweisen.

Die Verschleißschicht 11 ist auf der Indikatorschicht 12 angeordnet, d.h. die Indikatorschicht 12 ist zwischen der Grundstruktur 10 und der Verschleißschicht 11 angeordnet. Die optische Eigenschaft der Verschleißschicht 11 unterscheidet sich von der optischen Eigenschaft der Indikatorschicht 12.

Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist die Verschleißschicht 11 eine vollflächige Verschleißschicht 11 und bildet die Pressoberfläche 2.

Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels sind in der Verschleißschicht 11 Mineralpartikel, insbesondere Industriediamantpartikel 13 eingebettet.

Die Verschleißschicht 11 ist z.B. aus Metall, insbesondere aus Nickel und die Indikatorschicht 12 ist ebenfalls aus Metall, insbesondere aus Nickel.

Die Verschleißschicht 11 aus Metall wurde z.B. durch Aufträgen auf die Indikatorschicht 12 aus Metall unter Zugabe der Industriediamantpartikel 13 mittels eines galvanischen oder chemischen Verfahrens hergestellt.

Die Verschleißschicht 11 und/oder die Indikatorschicht 12 können auch aus Kunststoff sein. Der Kunststoffschicht umfasst vorzugsweise Polyetheretherketon. In diesem Fall können die Schichten aus Kunststoff z.B. mittels Drückens aufgetragen werden.

Die Verschleißschicht 11 kann eine Verschleißlackschicht sein, welche insbesondere mittels Drückens aufgetragen wird.

Die Indikatorschicht 12 kann eine Indikatorlackschicht sein, welche insbesondere mittels Drückens aufgetragen wird.

Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels umfasst das Pressblech 1 einen Grundträger, insbesondere eine Grundträgerplatte 14 z.B. aus Metall, auf dem die Grundstruktur 10 angeordnet ist.

Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels umfasst die Grundstruktur 10 mehrere übereinanderliegende Grundmetallschichten 15. Die Grundmetallschichten 15 sind vorzugsweise aus Nickel. Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels sind in den Grundmetallschichten 15 ebenfalls Mineralpartikel, insbesondere Industriediamantpartikel 16 eingebettet. Die Industriediamantpartikel 16 der Grundmetallschichten 15 können ähnlich der Industriediamantpartikel 13 der Metallschicht 11 ausgeführt sein.

Die Grundstruktur 10 kann z.B. hergestellt werden, indem eine in der Fig. 3 gezeigte Maske 17 zumindest einmal auf eine Grundmetallschicht 15 in Abhängigkeit von der Struktur der strukturierten Pressoberfläche 2 zugeordneten Bilddaten aufgetragen wird, um Bereiche abzudecken, und anschließend eine weitere Grundmetlallschicht 15 unter Zugabe der Diamantpartikel 15 auf die von der Maske 17 nicht abgedeckten Bereiche aufgetragen wird. Dies wird wiederholt, bis die Grundstruktur 10 entstanden ist. Die Grundstruktur 10 wird insbesondere in Abhängigkeit von der Struktur der Pressoberfläche 2, d.h. in Abhängigkeit der Erhebungen 4 und Vertiefungen 5 zugeordneten Bilddaten hergestellt, indem in Abhängigkeit dieser Bilddaten die Masken 17 und die Grundmetallschichten 15 mittels des galvanischen oder chemischen Verfahrens nacheinander aufgetragen werden.

Auf die Grundstruktur 10 wird anschließend die Indikatorschicht 12 unter Zugabe der Partikel 18 aufgetragen.

Im Falle des vorliegenden Ausführungsbeispiels ist die Indikatorschicht 12 eine partielle Indikatorschicht 12, welche nur in Bereichen 20 auf der Grundstruktur 10 angeordnet ist, die den Erhebungen 4 oder vorbestimmten Erhebungen 4 der Pressoberfläche 2 zugeordnet sind.

Flandelt es sich bei der Indikatorschicht 12 um eine Indikatorschicht 12 aus Metall, dann kann diese hergestellt werden, indem eine in der Fig. 4 gezeigte Maske 40 in Abhängigkeit der der Struktur der Pressoberfläche 2 zugeordneten Bilddaten auf die Grundstruktur 10 z.B. mittels Drückens aufgetragen wird, sodass die Bereiche 20 der Grundstruktur 10, die die den Erhebungen 4 oder vorbestimmten Erhebungen 4 der Pressoberfläche 2 zugeordnet sind, von der Maske 40 frei bleiben. Anschließend wird die Indikatorschicht 12 unter Zugabe der die optischen Eigenschaften aufweisenden Partikel 18 auf die Bereiche 20 der Grundstruktur 10, die frei von der Maske 40 sind, mittels eines galvanischen oder chemischen Verfahrens aufgetragen. Danach wird die Verschleißschicht 11 aus Metall auf die Indikatorschicht 12 aufgetragen.

Handelt es sich bei der Indikatorschicht 12 um eine Indikatorschicht 12 aus Kunststoff, so kann diese mittels eines Druckers unter Zugabe der Partikel 18 auf die Bereiche 20 der Grundstruktur 10 aufgetragen werden. Anschließend wird die die Pressoberfläche 2 zumindest teilweise bildende Verschleißschicht 11 aus Kunststoff mittels eines Druckers insbesondere unter Zugabe der Industriediamantpartikel 18 aufgetragen.

Handelt es sich bei der Indikatorschicht 12 um eine Indikatorlackschicht, so kann diese mittels eines Druckers unter Zugabe der Partikel 18 auf die Bereiche 20 der Grundstruktur 10 aufgetragen werden.

Das Aufträgen der Indikatorschicht 12 erfolgt vorzugsweise in Abhängigkeit von der Struktur der Pressoberfläche 2 zugeordneten Bilddaten.

Die Fig. 5 zeigt einen Ausschnitt einer alternativen Ausführungsform einer Pressoberfläche 52 des Pressblechs 1 in geschnittener Darstellung. Diese Pressoberfläche 52 unterscheidet sich von der in der Fig. 2 gezeigten Pressoberfläche 2 dadurch, dass das Pressblech 1 bzw. die Pressoberfläche 52 eine partielle Verschleißschicht 53 umfasst, in der weitere Mineralpartikel, insbesondere weitere Industriediamantpartikel 54 eingebettet sind. Die partielle Verschleißschicht 53 ist auf der Verschleißschicht 11 angeordnet, sodass die partielle Verschleißschicht 53 und die von der partiellen Verschleißschicht 53 nicht abgedeckten Bereiche der Verschleißschicht 11 die Pressoberfläche 52 bilden.

Die Verschleißschicht 11 kann vor dem Aufträgen der partiellen Verschleißschicht 53 vorbehandelt werden, z.B. chemisch, mechanisch, galvanisch oder mittels eines Lasers.

Die Verschleißschicht 11 und die partielle Verschleißschicht 53 weisen insbesondere jeweils einen Glanzgrad auf, die sich unterscheiden. Sind die Verschleißschicht 11 und die partielle Verschleißschicht 53 aus Metall, dann können die unterschiedlichen Glanzgrade z.B. durch die Verwendung unterschiedlich glänzender Metalle für die Verschleißschicht 11 und die weitere Verschleißschicht 53 erzeugt werden. Es können auch gleiche Metalle verwendet werden, die aufgrund unterschiedlicher Auftragsmethoden die unterschiedlichen Glanzgrande aufweisen.

Die partielle Verschleißschicht 53 aus Metall mit darin eingebetteten weiteren Industriediamantpartikeln 54 wird z.B. hergestellt, indem auf der Verschleißschicht 11 aus Metall, in der die Industriediamantartikel 13 eingebettet sind, eine Maske z.B. durch Drucken aufgetragen wird, um vorbestimmte Bereich der Verschleißschicht 11 abzudecken. Danach wird eine weitere Metallschicht auf die Bereiche der Verschleißschicht 11 , die nicht mit der Maske versehen sind, unter Zugabe der weiteren Industriediamantpartikel 54 mittels eines galvanischen oder chemischen Verfahrens aufgetragen, um die partielle Verschleißschicht 53 mit darin eingebetteten weiteren Industriediamantpartikeln 54 zu erhalten.

Sind die Verschleißschichten 11 , 53 aus Kunststoff, dann kann die partielle Verschleißschicht 53 mit darin eingebetteten weiteren Industriediamantpartikeln 54 z.B. hergestellt, indem auf der Verschleißschicht 11 eine weiteren Kunststoffschicht auf die vorbestimmten Bereiche 20 der vollflächigen Verschleißschicht 11 aus Kunststoff mittels eines Druckers insbesondere in Abhängigkeit der Bilddaten aufgetragen wird, um die auf der vollflächigen Verschleißschicht 11 aus Kunststoff angeordnete partielle Verschleißschicht 53 aus Kunststoff zu erhalten.

Die unterschiedlichen Glanzgrade der Verschleißschichten aus Kunststoff können z.B. durch Härten der Verschleißschichten aus Kunststoff z.B. durch eine UV-Bestrahlung, ein Elektronenstrahl- oder Laserhärten, oder durch ein Aussetzen unterschiedlicher Temperaturen erreicht werden.