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Patent Searching and Data


Title:
PRINTED CIRCUIT BOARD CONNECTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/174671
Kind Code:
A1
Abstract:
In the prior art there is the need to transfer high currents between two parallel printed circuit boards and in addition to fasten the two printed circuit boards to each other mechanically. The spacing of the printed circuit boards can vary within a predefined tolerance range. This problem is solved by a pin-like printed circuit board connector (1) which is at least slightly reversibly deformable and has a pin axis (A). The printed circuit board connector (1) has at least a first slit (S1) which starts at the insertion end (12) and runs through the pin axis (A) towards the printed circuit board connection region (111) and by means of which at least two segments (14) pointing in the insertion direction are formed. In particular, the printed circuit board connector (1) can additionally have a second such slit (S2) which intersects the first slit (S1) in the pin axis (A), in particular at right angles, forming even four segments (14) pointing in the insertion direction.

Inventors:
KLIEVER WILHELM (DE)
Application Number:
PCT/DE2019/100199
Publication Date:
September 19, 2019
Filing Date:
March 05, 2019
Export Citation:
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Assignee:
HARTING ELECTRIC GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
H01R12/58; H01R12/52
Domestic Patent References:
WO2018006892A12018-01-11
Foreign References:
DE102013006923A12014-10-23
US5059130A1991-10-22
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Claims:
Leiterkartenverbinder

Ansprüche

1. Leiterkartenverbinder (1 ) zur Übertragung hoher Stromstärken

zwischen zwei parallelen Leiterkarten (21 , 22) und zur gegenseitigen Befestigung derselben, wobei der Leiterkartenverbinder (1 ) als Stiftkontakt mit einer Stiftachse (A) ausgebildet ist und an seinem anschlussseitigen Ende (1 1 ) einen Leiterkartenanschlussbereich (1 1 1 ) aufweist und gegenüberliegend an einem Endabschnitt seines steckseitigen Endes (12) einen sich zum steckseitigen Ende (12) hin verjüngenden Steckbereich (12) besitzt, wobei der

Leiterkartenverbinder (1 ) zwischen dem

Leiterkartenanschlussbereich (11 1 ) und dem Steckbereich (12) einen Verbindungsabschnitt (13) aufweist,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Leiterkartenverbinder (1 ) zumindest einen ersten, an dem steckseitigen Ende (12) beginnenden und in Richtung des

Leiterkartenanschlussbereichs (11 1 ) durch die Stiftachse (A) verlaufenden Schlitz (S1 ) aufweist, durch den zumindest zwei in Steckrichtung weisende Segmente (14) gebildet sind.

2. Leiterkartenverbinder (1 ) nach Anspruch 1 dadurch

gekennzeichnet, dass der Leiterkartenverbinder (1 ) zusätzlich einen zweiten, ebenfalls an dem steckseitigen Ende (12) beginnenden und in Richtung des Leiterkartenanschlussbereichs (1 1 1 ) verlaufenden Schlitz (S2) besitzt, der den ersten Schlitz (S1 ) in der Stiftachse (A) kreuzt, wodurch vier in Steckrichtung weisende Segmente (14) gebildet sind.

3. Leiterkartenverbinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiterkartenverbinder zusätzlich zu dem ersten Schlitz (S1 ) und dem zweiten Schlitz (S2) noch ein oder mehrere weitere Schlitze besitzt, welche an dem steckseitigen Ende (12) beginnen und in Richtung des Leiterkartenanschlussbereichs (1 1 1 ) durch die

Stiftachse (A) verlaufenden, wodurch zusätzlich zu den besagten vier Segmenten (14) noch weitere Segmente gebildet sind.

4. Leiterkartenverbinder (1 ) nach Anspruch 2, dadurch

gekennzeichnet, dass der erste (S1 ) und der zweite Schlitz (S2) sich in der Stiftachse (A) rechtwinklig kreuzen.

5. Leiterkartenverbinder (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlitze (S1 , S2) entweder im Verbindungsabschnitt (10) oder spätestens am Ende des

Verbindungsabschnitts (10) enden.

6. Leiterkartenverbinder (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Leiterkartenverbinder (1 ) aus einem zumindest geringfügig reversibel verformbaren, elektrisch leitfähigen Material gebildet ist.

7. Leiterkartenverbinder (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiterkartenverbinder (1 ) aus Metall gebildet ist.

8. Leiterkartenverbinder (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem

Leiterkartenverbinder (1 ) um ein Drehteil handelt.

9. Leiterkartenverbinder (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlitz (S1 ) oder die Schlitze (S1 , S2) durch Sägen oder Fräsen in den Leiterkartenverbinder (1 ) eingebracht sind.

10. Leiterkartenverbinder (1 ) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Leiterkartenverbinder (1 ) zumindest abschnittsweise symmetrisch geformt ist, und dass es sich bei der Stiftachse (A) zumindest bereichsweise um eine

Symmetrieachse des Leiterkartenverbinders (1 ) handelt.

11. System aus zumindest einer ersten Leiterkarte (21 ) und zumindest einem Leiterkartenverbinder (22) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Leiterkartenverbinder (1 ) mit seinem Leiterkartenanschlussbereich (1 1 1 ) durch eine erste Durchgangskontaktöffnung (210) der ersten Leiterkarte (21 ) ragt und mit der ersten Leiterkarte (21 ) an einem an der ersten Durchgangsöffnung (210) angeordneten ersten

Kontaktbereich der ersten Leiterkarte (21 ) in elektrischem Kontakt steht.

12. System gemäß Anspruch 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Leiterkartenverbinder (1 ) zwischen seinem

Leiterkartenanschlussbereich (11 1 ) und seinem

Verbindungsabschnitt (10) einen umlaufenden Kragen (13) aufweist, mit dem der Leiterkartenverbinder (1 ) auf der ersten Leiterkarte (21 ) aufsetzt.

13. System gemäß einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch

gekennzeichnet, dass der zumindest eine Leiterkartenverbinder (1 ) mit seinem Steckbereich (12) durch eine zweite

Durchgangskontaktöffnung (220) einer zweiten Leiterkarte (22) gesteckt ist und diese an einem dort befindlichen zweiten

Kontaktbereich (228) elektrisch kontaktiert.

14. System gemäß Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Leiterkartenverbinder (1 ) durch eine zumindest geringfügige Verformung der Segmente (14) unter Aufbringung einer entsprechenden Gegenkraft zumindest abschnittsweise geringfügig elastisch komprimiert ist und mit der entsprechenden Gegenkraft von innen gegen die zweite Durchgangskontaktöffnung (220) drückt um diesen mit einem entsprechend hohen elektrischen Leitwert an dem dort angeordneten Kontaktbereich (228) elektrisch zu kontaktieren. 15. System gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Leiterkarte (22) durch eine zumindest geringfügige

Verformbarkeit des zumindest einen Leiterkartenverbinders (1 ) mit ihrer mindestens einen Durchgangskontaktöffnung (220) innerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereichs in Richtung der ersten Leiterkarte (21 ) und/oder in entgegengesetzter Richtung beweglich an dem Leiterkartenverbinder (1 ) gehalten ist.

16. System gemäß Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der zumindest eine Leiterkartenverbinder (1 ) durch seinen mindestens einen Schlitz (S1 , S2) die besagte zumindest geringfügige

Verformbarkeit aufweist.

Description:
Leiterkartenverbinder

Beschreibung

Die Erfindung geht aus von einem Leiterkartenverbinder nach dem

Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.

Derartige Leiterkartenverbinder können eingesetzt werden, um zwei in einem gewünschten Abstand parallel zueinander angeordnete Leiterkarten aneinander zu befestigen und miteinander elektrisch zu kontaktieren. Insbesondere dienen die Leiterkartensteckverbinder dann dazu, Ströme hoher Stromstärken zwischen den beiden Leiterkarten zu übertragen. Der Begriff„hohe Stromstärken“ bedeutet dabei und im Folgenden, dass pro Leiterkartenverbinder einen Strom von z. B. mindestens 10 Ampere, insbesondere mindestens 16 Ampere, beispielsweise mindestens 24 Ampere bevorzugt mindestens 32 Ampere und in einer besonders bevorzugten Ausgestaltung sogar 40 Ampere und mehr übertragbar sind.

Stand der Technik

Im Stand der Technik ist es beispielsweise aus der Druckschrift

WO 2018/006892 A1 bekannt, Leiterkarten an ihren Massekontakten durch Schraubbolzen elektrisch und mechanisch miteinander zu verbinden, um Störsignale auf dem kürzesten Weg auf die Gehäusemasse ableiten zu können. Um die bei der Herstellung eines elektrischen Gerätes durch variierende Gehäuseabmessungen unvermeidlich entstehenden geometrischen Abweichungen innerhalb eines vorgegebenen

Toleranzbereichs auszugleichen, wird vorgeschlagen, diese

Schraubbolzen über eine Steckverbindung variabler Einstecktiefe, beispielsweise über einen Tulpenstehbolzen, mit dem Gehäuse zu verbinden.

Nachteilig bei diesem Stand der Technik ist, dass auf diese Weise zwar die Gehäusetoleranzen ausgleichbar sind, nicht aber die Abstände zwischen den einzelnen Leiterkarten, welche in dieser Bauform durch die Form der Schraubbolzen vorgegeben sind. In vielen Fällen hat sich aber gezeigt, dass auch diese Abstände beim Bau elektrischer Geräte einer gewissen Varianz unterworfen sind. Daher besteht ein Bedarf an einer gegenseitigen mechanischen Befestigung und einer elektrischen

Kontaktierung zwischen den beiden eingangs erwähnten Leiterkarten. Dabei soll auch bei einer gleichzeitigen Übertragung der besagten hohen Stromstärken zusätzlich einen entsprechenden mechanischen

Toleranzausgleich gewährleistet.

Das Deutsche Patent- und Markenamt hat in der Prioritätsanmeldung zu vorliegender Anmeldung den folgenden Stand der Technik recherchiert: HARTING: DIN-Signal high curr. FS40A for M-flat.; HARTING: Selection Guide für Mezzanine Anwendungen, Ausgabe 2016-03-18 (Version 2) und HARTING: Steckverbinder DIN 41 612. Ausgabe 2017-03-10 (Version 03.1 1 ).

Aufgabenstellung

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einen Leiterkartenverbinder anzugeben, der einerseits in der Lage ist, hohe Stromstärken zwischen zwei parallel zueinander angeordneten Leiterkarten zu übertragen, und der andererseits dazu geeignet ist, die beiden Leiterkarten mechanisch aneinander zu befestigen, wobei ihr Abstand innerhalb eines

vorgegebenen Toleranzbereichs variieren kann.

Dabei und im Folgenden bedeutet der Begriff„hohe Stromstärken“ insbesondere, dass pro Leiterkartenverbinder ein Strom von z. B.

mindestens 10 Ampere, insbesondere mindestens 16 Ampere,

beispielsweise mindestens 24 Ampere, bevorzugt mindestens 32 Ampere und besonders bevorzugt sogar 40 Ampere und mehr übertragbar sein kann. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.

Ein Leiterkartenverbinder ist als Stiftkontakt mit einer Stiftachse

ausgebildet und weist an seinem anschlussseitigen Ende einen

Leiterkartenanschlussbereich auf. Gegenüberliegend besitzt er an einem Endabschnitt seines steckseitigen Endes einen sich zum steckseitigen Ende hin verjüngenden Steckbereich. Der Leiterkartenverbinder weist zwischen dem Leiterkartenanschlussbereich und dem Steckbereich einen Verbindungsabschnitt auf.

Der Leiterkartenverbinder weist weiterhin zumindest einen ersten, an dem steckseitigen Ende beginnenden und in Richtung des

Leiterkartenanschlussbereichs durch seine Stiftachse verlaufenden Schlitz auf.

Der Leiterkartenverbinder kann, zumindest bereichsweise, eine Symmetrie aufweisen und kann, zumindest in diesem Bereich, rotationssymmetrisch und/oder spiegelsymmetrisch, insbesondere achsensymmetrisch, ausgeführt sein.

Bevorzugt kann es sich bei der Stiftachse um eine Symmetrieachse des Leiterkartenverbinders oder zumindest eines Abschnitts des

Leiterkartenverbinders handeln.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Vorteilhafterweise kann der Leiterkartenverbinder mit seinem

Leiterkartenanschlussbereich durch eine erste Durchgangskontaktöffnung einer ersten Leiterkarte ragen und dabei einen an - und insbesondere auch in - der Durchgangskontaktöffnung angeordneten ersten

Kontaktbereich elektrisch leitend kontaktieren.

Von besonderem Vorteil ist, dass in dem Leiterkartenverbinder durch den besagten zumindest einen Schlitz in dessen Verbindungs- und im

Steckbereich zumindest zwei, insbesondere gleiche, in Steckrichtung freistehende Segmente des Leiterkartenverbinders gebildet sind. Diese zumindest zwei Segmente weisen jeweils in Richtung des steckseitigen Endes und können durch eine zumindest geringfügige elastische

Verformung des Leiterkartenverbinders, beispielsweise durch ein

Zusammendrücken seines Steckbereichs, mit ihren freistehenden Enden zumindest geringfügig auf einander zu bewegt werden.

Dies ist zum einen von besonderem Vorteil, weil dadurch eine über den Steckbereich auf den Leiterkartenverbinder gesteckte Kontaktöffnung, z. B. eine Durchgangskontaktöffnung einer zweiten Leiterkarte, zumindest innerhalb des gewünschten Toleranzbereichs entlang der besagten Stiftachse beweglich an dem Verbindungsabschnitt des

Leiterkartenverbinders gehalten sein kann.

Zum anderen ist dies von Vorteil, weil der Leiterkartenverbinder auf diese Weise durch seine zumindest geringfügige elastische Verformung mit einer entsprechenden Rückstellkraft von innen gegen das Kontaktmaterial der zweiten Durchgangskontaktöffnung der zweiten Leiterkarte drücken kann und dadurch eine entsprechend hohe Kontaktkraft zur elektrischen Kontaktierung mit einem entsprechend hohen Leitwert aufzubringen in der Lage ist.

In einer bevorzugten Ausgestaltung besitzt der Leiterkartenverbinder zusätzlich einen zweiten, ebenfalls an dem steckseitigen Ende

beginnenden und in Richtung des Leiterkartenanschlussbereichs verlaufenden Schlitz, der den ersten Schlitz in der besagten Stiftachse, insbesondere rechtwinklig, kreuzt. Dies ist besonders vorteilhaft, weil sich dadurch die Elastizität des Leiterkartenverbinders erhöht. Schließlich werden dadurch vier, insbesondere gleiche, Segmente des

Leiterkartenverbinders gebildet, die unter Aufbringung einer

entsprechenden Gegenkraft insbesondere gleichmäßig z. B. in Richtung der Stiftachse zumindest geringfügig elastisch auslenkbar sind.

Selbstverständlich kann der Leiterkartenverbinder zusätzlich zu dem ersten und dem zweiten Schlitz noch ein oder mehrere weitere Schlitze besitzen, kann also insgesamt drei, vier, fünf, ..., n derartige Schlitze besitzen, wobei n für eine beliebige natürliche Zahl steht. Diese können eine entsprechende Vielzahl an Segmenten erzeugen. Allerdings ist dabei zu beachten, dass sowohl die Kontaktfläche des Leiterkartenverbinders als auch die Gegenkraft, die er gegen die Verformung aufbringt, mit der Anzahl und/oder Breite der Schlitze abnimmt.

Als besonders vorteilhaft hat sich in der Praxis daher die vorgenannte Variante zweier sich in der Stiftachse rechtwinklig kreuzender Schlitze herausgestellt. Dadurch können im Steck- und im Verbindungsabschnitt des Leiterkartenverbinders vier gleiche Segmente gebildet sein, die sich unter einer gleichmäßigen Belastung gleichmäßig verformen.

In einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung endet der Schlitz / enden die Schlitze entweder im Verbindungsabschnitt oder spätestens am Ende des Verbindungsabschnitts. Dies ist besonders vorteilhaft, weil auf diese

Weise der Leiterkartenanschlussbereich, der für die Kontaktierung einer ersten Leiterkarte vorgesehen ist, massiv ausgebildet ist, da er somit keinen Schlitz aufweist. Schließlich kann er dadurch besonders gut an der ersten Leiterkarte verlötet werden.

Zu seiner besagten elastischen Verformung beim Stecken mit einer Kontaktöffnung, z. B. der Kontaktöffnung einer zweiten Leiterkarte, ist der Leiterkartenverbinder vorteilhafterweise aus einem zumindest geringfügig reversibel verformbaren, elektrisch leitfähigen Material gebildet.

Insbesondere kann der Leiterkartenverbinder aus Metall gebildet sein, was diese mechanischen Eigenschaften und zudem die elektrische

Leitfähigkeit vorteilhaft begünstigt.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann es sich bei dem

Leiterkartenverbinder in seiner Grundform um ein Drehteil handeln.

Dadurch ist er sehr stabil und automatisiert und damit kostengünstig herstellbar. Insbesondere kann der mindestens eine Schlitz mit nur geringem Aufwand, z. B. durch Sägen oder Fräsen, in den Stiftkontakt eingebracht sein.

Ein System besteht aus mindestens einer ersten Leiterkarte und mindestens einem Leiterkartenverbinder, wie er zuvor beschrieben wurde. Die erste Leiterkarte kann mindestens eine Durchgangskontaktöffnung und mindestens einen an der ersten Durchgangsöffnung angeordneten ersten elektrischen Kontaktbereich besitzen. Insbesondere kann der erste Kontaktbereich auch die Innenseite der jeweiligen

Durchgangskontaktöffnung bedecken.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung kann der mindestens eine

Leiterkartenverbinder zwischen seinem Leiterkartenanschlussbereich und seinem Verbindungsabschnitt einen umlaufenden Kragen aufweisen, mit dem der Leiterkartenverbinder auf der ersten Leiterkarte aufsetzt. Dadurch ist der Leiterkartenverbinder mechanisch besonders stabil mit der ersten Leiterkarte verbunden. Weiterhin kann der Leiterkartenverbinder auch über seinen Kragen elektrisch mit dem Kontaktbereich der

Durchgangskontaktöffnung der ersten Leiterkarte kontaktieren,

insbesondere daran verlötet sein, wodurch sich die gemeinsame

Kontaktfläche und damit die Stromstärke des darüber zu übertragbaren elektrischen Stroms vergrößert. Weiterhin kann der mindestens eine Leiterkartenverbinder steckseitig, d. h. zunächst mit seinem Steckbereich, durch eine zweite

Durchgangskontaktöffnung einer zweiten Leiterkarte gesteckt werden und diese zweite Leiterkarte an einem an der zweiten

Durchgangskontaktöffnung angeordneten zweiten Kontaktbereich elektrisch kontaktieren.

Dabei kann der Steckbereich des mindestens einen Leiterkartenverbinders durch eine zumindest geringfügige Verformung des

Verbindungsabschnitts unter Aufbringung einer entsprechenden

Gegenkraft zumindest geringfügig elastisch komprimiert werden und mit der Gegenkraft gegen den zweiten Kontaktbereich drücken, um diesen mit einem entsprechend hohen elektrischen Leitwert zu kontaktieren.

Durch eine zumindest geringfügige Verformbarkeit des

Leiterkartenverbinders ist die zweite Leiterkarte mit ihrer mindestens eine Durchgangskontaktöffnung innerhalb eines vorgegebenen

Toleranzbereichs in Richtung der ersten Leiterkarte und/oder in

entgegengesetzter Richtung beweglich an dem Leiterkartenverbinder gehalten. Dies ist besonders vorteilhaft, um beim Gerätebau Toleranzen auszugleichen. Die zweite Leiterkarte kann schließlich durch diese

Bauform auch im bereits montierten Zustand in dem vorgegebenen

Toleranzbereich auf die erste Leiterkarte zu oder von ihre wegbewegt werden. Durch seinen mindestens einen Schlitz und insbesondere sein zumindest geringfügig reversibel verformbares Material, insbesondere Metall, weist der Leiterkartenverbinder schließlich die dafür benötigte zumindest geringfügige Verformbarkeit auf. Ausführungsbeispiel

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 a - b einen Leiterkartenverbinder in verschiedenen Ansichten;

Fig. 1 c den Leiterkartenverbinder mit zwei Leiterkarten im

Querschnitt;

Fig. 2a - b eine Anordnung aus den beiden Leiterkarten, die über

mehrere Leiterkartenverbinder miteinander verbunden sind;

Fig. 2c die Anordnung aus der vorangegangenen Darstellung in einer Draufsicht.

Die Figuren enthalten teilweise vereinfachte, schematische Darstellungen. Zum Teil werden für gleiche, aber gegebenenfalls nicht identische

Elemente identische Bezugszeichen verwendet. Verschiedene Ansichten gleicher Elemente könnten unterschiedlich skaliert sein.

Die Fig. 1 a - b zeigen einen Leiterkartenverbinder 1. Der Leiterkartenverbinder 1 ist als Stiftkontakt mit einer in der Fig. 1 b eingezeichneten Stiftachse A ausgebildet und besteht aus einem

zumindest geringfügig reversibel verformbaren, elektrisch leitfähigen Material. Im vorliegenden Fall besteht der Leiterkartenverbinder 1 aus Metall, jedoch ist auch ein anders Material, beispielsweise ein elektrisch leitfähiger oder leitfähig beschichteter Kunststoff, denkbar.

Der Leiterkartenverbinder 1 besitzt ein anschlussseitiges Ende 1 1 und ein steckseitiges Ende 12. An seinem anschlussseitigen Ende 1 1 weist er einen Leiterkartenanschlussbereich 1 1 1 auf. Gegenüberliegend besitzt er einen sich zum steckseitigen Ende 12 hin verjüngenden Steckbereich 122. Zwischen dem Leiterkartenanschlussbereich 1 1 1 und dem

Steckbereich 122 weist der Leiterkartenverbinder 1 einen stiftförmigen Verbindungsabschnitt 10 auf, dessen Bereich in der Fig. 1 b mit Hilfe einer geschwungenen Klammer graphisch hervorgehoben ist. Zwischen dem Verbindungsabschnitt 10 und dem Leiterkartenanschlussbereich 1 11 besitzt der Leiterkartenverbinder 1 einen zylinderförmigen, umlaufenden Kragen 13.

Der Leiterkartenverbinder 1 besitzt zwei, an dem steckseitigen Ende 12 beginnende und in Richtung des Leiterkartenanschlussbereichs 1 11 durch die Stiftachse A verlaufende Schlitze S1 , S2, nämlich ein erster Schlitz S1 und ein zweiter Schlitz S2, welche sich in der Stiftachse rechtwinklig kreuzen und im Verbindungsabschnitt 10 enden. Dadurch sind im

Leiterkartenverbinder 1 vier gleiche Segmente 14 gebildet, die in der Fig. 1 a besonders gut zu sehen sind. Am steckseitigen Ende 12 des Leiterkartenverbinders 1 besitzt jedes der vier Segmente 14 ein

freistehendes Ende, das aus Übersichtlichkeitsgründen nicht mit einem separaten Bezugszeichen versehen ist. Die Segmente 14 weisen mit ihren frei stehenden Enden gemeinsam in Steckrichtung des

Leiterkartenverbinders 1. Die Fig. 1 c zeigt den Leiterkartenverbinder 1 mit zwei durch ihn verbundenen Leiterkarten 21 , 22, nämlich einer ersten Leiterkarte 21 und einer zweiten Leiterkarte 22, im Querschnitt. Die beiden

Leiterkarten 21 , 22 besitzen jeweils mehrere

Durchgangskontaktöffnungen 210, 220.

Der Leiterkartenverbinder 1 ist einerseits mit seinem

Leiterkartenanschlussbereich 1 1 1 durch eine der

Durchgangskontaktöffnungen 210 der ersten Leiterkarte 21 gesteckt und an dem daran, auch innenseitig befindlichen Kontaktbereich 228 (gezeigt in Fig. 2c) verlötet. Gleichzeitig setzt er mit seinem Kragen 13 auf der zweiten Leiterkarte 21 auf. Weiterhin ist leicht erkennbar, dass der Leiterkartenverbinder 1

andererseits zur elektrischen Verbindung der beiden Leiterkarten 21 , 22 mit seinem Steckbereich 122 zuvor durch die

Durchgangskontaktöffnung 220 der zweiten Leiterkarte 22 geführt wurde und diese nun mit einem dem Steckbereich 122 benachbarten Teil seines Verbindungsabschnitts 10 elektrisch kontaktierend durchgreift. Dabei wurden beim Einführen des Steckbereichs 122 in die

Durchgangskontaktöffnung 220 die jeweiligen freistehenden Enden der vier Segmente 14 unter einer geringfügen elastischen Verformung der Segmente 14 auf einander zu bewegt. Dadurch bringen die Segmente 14 eine entsprechende Gegenkraft auf, mit der sie gegen ein in der

Durchgangsöffnung 220 angeordnetes Kontaktmaterial, welches

Bestandteil des Kontaktbereichs 228 ist, drücken. Auf diese Weise findet eine mechanische Befestigung und eine elektrische Kontaktierung zwischen den beiden Leiterkarten 21 , 22 statt, wobei die elektrische Kontaktierung durch die entsprechend hohe Kontaktkraft einen besonders guten Leitwert besitzt. Die mechanische Befestigung besitzt gleichzeitig die gewünschte Toleranz.

Durch diese Verformung sind die vier Segmente 14 in gestecktem Zustand mit ihren frei stehenden Enden geringfügig auf einander zu gerichtet.

Somit besitzt der Leiterkartenverbinder 1 im gesteckten Zustand einen zu seinem Steckbereich 12 hin eine geringfügige Verjüngung. Umgekehrt besitzt er im gesteckten Zustand in Richtung seines

Leiterkartenanschlussbereichs 1 1 1 eine geringfügige Verbreiterung.

Die zweite Leiterkarte 22 lässt sich daher in einem vorgegebenen

Toleranzbereich etwas tiefer, aber idealerweise nicht beliebig tief, auf den Verbindungsbereich 10 des Leiterkartenverbinders 1 stecken. In umgekehrter Richtung, d. h. in Steckrichtung, lässt sich die zweite

Leiterkarte 22 auch wieder davon weg und/oder komplett davon abziehen. Mit andern Worten kann der Leiterkartenverbinder 1 mit seinem

Verbindungsbereich 10 noch etwas tiefer in die

Durchgangskontaktöffnung 220 der zweiten Leiterkarte 22 eingesteckt oder wieder etwas weiter herausgezogen werden. Beim tieferen

Hineinstecken des Leiterkartenverbinders 1 bewegen sich die

Segmente 14 mit ihren frei stehenden Enden noch etwas stärker elastisch auf einander zu. Beim leichten Herausziehen des Leiterkartenverbinders 1 bewegen sie sich wieder etwas stärker voneinander weg. Dadurch ist ein Toleranzbereich gegeben, innerhalb welchem die Einstecktiefe variieren kann. Somit lässt sich auch ein Abstand D der beiden Leiterkarten 21 , 22 innerhalb des dadurch vorgegebenen Toleranzbereichs variieren, während gleichzeitig die elektrische Kontaktierung für große Stromstärken, z. B. >

10 Ampere, gewährleistet ist. Die Fig. 2a und 2b zeigen die beiden parallel zueinander angeordneten

Leiterkarten 21 , 22 mit darauf befindlichen Leiterbahnen 213, 223 in einer Schrägansicht und in einer Seitenansicht. Die beiden Leiterkarten 21 , 22 sind, wie oben am Beispiel eines Leiterkartenverbinders 1 ausführlich erläutert, über mehrere Leiterkartenverbinder 1 mechanisch und elektrisch miteinander verbunden. Die elektrische Verbindung ist dabei zwischen je zwei Leiterbahnen 213, 123 gebildet.

Die Fig. 2c zeigt diese Anordnung in einer Draufsicht. Es ist gut zu erkennen, wie der Leiterkartenverbinder 1 die

Durchgangskontaktöffnung 220 der zweiten Leiterkarte 22 durchgreift und mit seinem steckseitigen Ende 12 aus der zweiten Leiterkarte 22 herausragt, wodurch er die entsprechende Leiterbahn 223 an deren Kontaktbereich 228 elektrisch kontaktiert. Auch wenn in den Figuren verschiedene Aspekte oder Merkmale der Erfindung jeweils in Kombination gezeigt sind, ist für den Fachmann - soweit nicht anders angegeben - ersichtlich, dass die dargestellten und diskutierten Kombinationen nicht die einzig möglichen sind. Insbesondere können einander entsprechende Einheiten oder Merkmalskomplexe aus unterschiedlichen Ausführungsbeispielen miteinander ausgetauscht werden.

Leiterkartenverbinder

Bezugszeichenliste

1 Leiterkartenverbinder

10 Verbindungsabschnitt

11 anschlussseitiges Ende

1 1 1 Leiterkartenanschlussbereich 12 steckseitiges Ende

122 Steckbereich

13 Kragen

21 erste Leiterkarte

210 erste Durchgangskontaktöffnung

213 erste Leiterbahn

22 zweite Leiterkarte

220 zweite Durchgangskontaktöffnung

223 zweite Leiterbahn

228 zweiter Kontaktbereich

A Stiftachse

D Abstand der Leiterkarten

S1 , S2 erster, zweiter Schlitz