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Title:
PRINTED CIRCUIT BOARD PLUG-IN CONNECTOR COMPRISING A SHIELDING CONNECTION ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/158162
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a printed circuit board plug-in connector comprising a connector installation housing (3), an insulating body (2) and a shielding connection element (1), for the shielding connection of a plug-in connector installation housing (3) to a printed circuit board, The shielding connection element (1) is flat or has at least one flat deformation section which is arranged, in the plug-in direction, in a through-slit (24) of an insulating body (2) mounted on the printed circuit board, and protrudes out of the insulating body (2) with two contact regions (111) in order to electrically contact the metal plug-in connector installation housing (3).

Inventors:
BENZIN MARIAN (DE)
Application Number:
PCT/DE2019/100146
Publication Date:
August 22, 2019
Filing Date:
February 15, 2019
Export Citation:
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Assignee:
HARTING ELECTRIC GMBH & CO KG (DE)
International Classes:
H01R12/72; H01R13/502; H01R13/652; H01R13/6587; H01R13/6595; H01R13/6585
Domestic Patent References:
WO2017133224A12017-08-10
Foreign References:
DE202015100245U12016-02-02
DE102010051954B32012-02-09
EP0208143A11987-01-14
FR2921522A12009-03-27
DE102010051954B32012-02-09
DE102012105256A12013-12-19
DE10347306B42005-10-20
DE202015100245U12016-02-02
JP2015056299A2015-03-23
US20140141634A12014-05-22
US7168987B12007-01-30
US20140113490A12014-04-24
US20180013240A12018-01-11
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Claims:
wird zunächst das Schirmanbindungselement 1 in den Kontaktträger 23 gesteckt. Dann wird der Kontaktträger 23 zusammen mit dem

Schirmanbindungselement 1 mit seinem Steckabschnitt 231 in eine zylinderförmige Ausnehmung 200 des Grundkörpers 20 gesteckt, die in der Fig. 4d gut zu sehen ist. Beim Einschieben kann sich der

Verformungsabschnitt des Schirmanbindungselements 1 entsprechend verformen um das Einführen des Kontaktträgers 23 in den Grundkörper 20 zu ermöglichen. Im eingeführten Zustand treten die Kontaktabschnitte 1 1 mit ihren Kontaktbereichen 1 1 1 beidseitig aus dem Steckbereich 21 des Isolierkörpers 2 heraus, wie es in der Fig. 4e dargestellt ist, um

mechanisch und elektrisch mit dem Steckverbindergehäuse 3 zu kontaktieren, wie es in der Fig. 3b dargestellt ist.

Leiterkartensteckverbinder mit einem Schirmanbindungselement

Bezugszeichenliste

I Schirmanbindungselement

I I Kontaktabschnitt

1 11 Kontaktbereich

12 Federarme

13 Massekontaktbereich

131 Massekontaktstift

2 Isolierkörper

20 Grundkörper

200 zylinderförmige Ausnehmung

21 Steckbereich

22 Leiterkartenanschlussbereich

23 Kontaktträger

231 Steckabschnitt

24 Durchgangsschlitz

25 Halteabschnitt

3 Steckverbindereinbaugehäuse

31 Gehäusesteckbereich

32 Befestigungsmutter Leiterkartensteckverbinder mit einem Schirmanbindungselement

Ansprüche

1. Leiterkartensteckverbinder, aufweisend ein

Schirmanbindungselement (1 ), das zumindest einen ebenen

Verformungsabschnitt aufweist, ein Steckverbindereinbaugehäuse (3), das zumindest teilweise aus Metall besteht, sowie einen

Isolierkörper (2), der einen Durchgangsschlitz (24) aufweist, in den das Schirmanbindungselement (1 ) eingefügt ist

dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (2) mit seinem Steckbereich (21 ) in dem Steckverbindereinbaugehäuse (3) angeordnet ist und das Schirmanbindungselement (1 ) mit seinen beidseitig radial aus dem Isolierkörper (2) herausragenden

Kontaktabschnitten (1 1 1 ) das Steckverbindereinbaugehäuse (3) von innen an zwei einander gegenüberliegenden Stellen elektrisch kontaktiert, um das Steckverbindereinbaugehäuse (3) mit dem Masseanschluss einer Leiterkarte elektrisch zu kontaktieren.

2. Leiterkartensteckverbinder gemäß Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmanbindungselement (1 ) in der Lage ist, eine zur elektrischen Kontaktierung des

Steckverbindereinbaugehäuses (3) notwendige mechanische Kontaktkraft durch eine elastische Verformung zu erzeugen, welche in der Ebene des Verformungsabschnitts stattfindet.

3. Leiterkartensteckverbinder gemäß einem der vorstehenden

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmanbindungselement (1 ) einstückig ausgeführt ist.

4. Leiterkartensteckverbinder gemäß einem der vorstehenden

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmanbindungselement (1 ) aus einem federelastischen Blech gebildet ist.

5. Leiterkartensteckverbinder gemäß einem der vorstehenden

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem

Schirmanbindungselement (1 ) um ein Stanzteil handelt.

6. Leiterkartensteckverbinder gemäß einem der vorstehenden

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Verformungsabschnitt zwei Federarme (12) besitzt, wobei an die Federarme (12) je ein

Kontaktabschnitt (1 1 ) mit je einem Kontaktbereich (1 11 ) angeformt ist, wobei die Kontaktabschnitte (1 1 ) mit ihren

Kontaktbereichen (1 1 1 ) von einander weggerichtet sind.

7. Leiterkartensteckverbinder gemäß einem der vorstehenden

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmanbindungselement einen Massekontaktbereich (13) besitzt, an den der

Verformungsabschnitt angeformt ist.

8. Leiterkartensteckverbinder gemäß Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass an den Massekontaktbereich (13) ein Massekontaktstift (131 ) zur Kontaktierung des Masseanschlusses der Leiterkarte aufweist.

9. Leiterkartensteckverbinder gemäß einem der vorstehenden

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das komplette

Schirmanbindungselement (1 ) eben ausgeführt ist.

10. Leiterkartensteckverbinder gemäß einem der vorstehenden

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass das Schirmanbindungselement (1 ) in den Durchgangsschlitz (24) des Isolierkörpers (2) eingefügt ist und den Isolierkörper (2) mit seinem Verformungsabschnitt radial durchgreift.

11. Leiterkartensteckverbinder gemäß einem der vorstehenden

Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (2) zur

Erleichterung des Einfügens des Schirmanbindungselements (1 ) zumindest zweiteilig ausgeführt ist und somit zumindest zwei Teile, nämlich einen Grundkörper (20) und einen Kontaktträger (23) besitzt, wobei der Grundkörper (20) eine im Wesentlichen zylinderförmige Ausnehmung (200) aufweist und wobei der Kontaktträger (23) zumindest teilweise in die zylinderförmige Ausnehmung (200) des Grundkörpers (20) einfügbar ist.

12. Leiterkartensteckverbinder gemäß Anspruch 1 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass ein Bereich des

Durchgangsschlitzes (24) im Steckbereich (21 ) des Grundkörpers (20) angeordnet ist und dass ein weiterer Bereich des

Durchgangsschlitzes (24) in dem Kontaktträger (23) angeordnet ist.

13. Leiterkartensteckverbinder (1 ) gemäß Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass der Isolierkörper (2) an einem Leiterkartenanschlussbereich (22) einen Auslass zur elektrischen Kontaktierung eines Masseanschlusses der Leiterkarte durch den Massekontaktstift (131 ) des Schirmanbindungselements (1 ) aufweist.

Description:
Leiterkartensteckverbinder mit einem Schirmanbindungselement

Beschreibung

Die Erfindung geht aus von einem Leiterkartensteckverbinder mit einem Schirmanbindungselement nach dem Oberbegriff des

unabhängigen Anspruchs 1.

Leiterkartensteckverbinder werden in der Geräteanschlusstechnik benötigt. Sie werden üblicherweise anschlussseitig auf eine Leiterkarte gelötet, welche in einem Gehäuse eines elektrischen Gerätes, d. h. in einem Gerätegehäuse, angeordnet ist. Ein dazugehöriges elektrisch leitfähiges Steckverbindereinbaugehäuse kann in eine Gehäusewand des Gerätegehäuses eingebaut werden. Im montierten Zustand des Gerätes taucht der Isolierkörper des Leiterkartensteckverbinders mit seinem Steckbereich in das Steckverbindereinbaugehäuse ein, ist aber, um einen gerätebautechnisch notwendigen mechanischen Toleranzausgleich zwischen Leiterkarte und Gehäusewand zu gewährleisten, nicht an dem Steckverbindereinbaugehäuse fixiert. Aus erdungs- und

schirmungstechnischen Gründen ist jedoch eine zuverlässige elektrisch leitende Masseverbindung zwischen dem Steckverbindereinbaugehäuse und der Leiterkarte notwendig. Diese kann z. B. durch ein

Schirmanbindungselement hergestellt werden.

Stand der Technik

Die Druckschrift DE 10 2010 051 954 B3 zeigt einen Rundsteckverbinder, der mit seiner Anschlussseite zur Kontaktierung auf Leiterplatten vorgesehen ist. Zur Dämpfung des Übersprechens ist ein elektrisch leitendes und leitend mit einem Masseanschluss der Leiterplatte verbundenes Schirmkreuz vorgesehen. Das Schirmkreuz ist von einem ebenfalls kreuzförmigen Kontaktträger umgeben, in dessen schräg ausgebildeten Innenkanten Aufnahmerillen zum Halten der elektrischen Kontakte vorgesehen sind. Über diese kreuzförmige Anordnung wird der elektrisch nichtleitende Rundkörper geschoben, der letztlich wiederum von einem elektrisch leitenden Steckverbindereinbaugehäuse umgeben ist.

Weiterhin wird offenbart, dass der isolierende Rundkörper etwa mittig zu seiner Länge eine umlaufende Nut aufweist, in die eine Schirmfeder eingefügt ist, wobei die Schirmfeder, die insbesondere als Spiralfeder ausgeführt sein kann, mittels im Rundkörper vorgesehener Schlitze einerseits das elektrisch leitende Schirmkreuz und andererseits das den Rundkörper umgebende und elektrisch abschirmende

Steckverbindereinbaugehäuse kontaktiert. Dieses

Steckverbindereinbaugehäuse ist in Form eines Frontplatteneinsatzes in ein elektrisch leitendes Gerätegehäuse einbaubar und mit einem von außen zugeführten Gegenstecker verbindbar.

Die Druckschrift DE 10 2012 105 256 A1 zeigt einen vergleichbaren Leiterkartensteckverbinder. Dabei ist ein Federring dargestellt, der offensichtlich eine geeignete Kontur besitzt, um einerseits das

Schirmkreuz und andererseits ein Steckverbindereinbaugehäuse, in welches der Isolierkörper gesteckt wird, elektrisch zu kontaktieren.

Weiterhin zeigt die Druckschrift DE 103 47 306 B4 eine Schirmanbindung zwischen einer elektrische und/oder elektronische Bauteile aufnehmenden Leiterplatte, die in einem Gehäuse angeordnet ist, und zumindest einer in einer Wand des Gehäuses angeordneten Anschlussbuchse mit einem metallenen, zylindrischen Buchsenmantel. Die Schirmanbindung besteht aus einem metallenen, ringförmigen Schirmanbindungselement, welches jeweils von der Ringebene weg, an der einen Ringseite vorstehende Kontaktpins für die mechanische und elektrische Verbindung mit der Leiterplatte und an der anderen Ringseite vorstehende Federschenkel zur Kontaktierung des Buchsenmantels aufweist. Zwischen diesen

Kontaktpins ist der Buchsenmantel des Steckverbindereinbaugehäuses koaxial zum Schirmanbindungselement eingeschoben. Schließlich zeigt die Druckschrift WO 2017/133224 A1 ein Schirmelement für einen Steckverbinder, das ein Steckverbindereinbaugehäuse leitend kontaktiert. Insbesondere kann es sich dabei um ein Stanz-Biegeteil aus Blech handeln. Das Schirmelement ist bandförmig ausgebildet und angeordnet, um sich zumindest teilweise um eine Wand des

Steckverbinders zu erstrecken, die in Steckrichtung verläuft.

Dieses Schirmelement besitzt eine oder mehrere in einem spitzen Winkel davon nach innen und nach außen abstehenden Laschen, um damit das Steckverbindereinbaugehäuse elektrisch zu kontaktieren, ein in einem Isolierkörper angeordnetes Schirmkreuz elektrisch zu kontaktieren und/oder das Schirmelement am Isolierkörper zu fixieren. Desweiteren besitzt das Schirmelement ein Leiterkartenanschlusselement zum

Anschluss an einem Massekontakt einer Leiterkarte.

Durch diese Bauform kann grundsätzlich der eingangs erwähnte

Toleranzbereich zwischen der Leiterkarte und entsprechenden

Gerätegehäusewand vergrößert werden. Ein Nachteil der dabei verwendeten Laschen kann darin gesehen werden, dass diese mit nur verhältnismäßig geringer Kraft gegen das Steckverbindereinbaugehäuse drücken. Über einen langen Zeitraum kann bei dieser Bauform in

Abhängigkeit von verwendeten Materialien möglicherweise auch eine leichte Verformung des Materials des Schirmelements eintreten, durch die sich die Andruckkraft und damit die elektrische Leitfähigkeit dieses Kontaktes weiter verringert.

Im Stand der Technik besteht ein ständiges Bedürfnis nach einer elektrisch möglichst zuverlässigen und gut leitfähigen Schirmanbindung, die zudem einen möglichst großen mechanischen Toleranzbereich zwischen dem Gerätegehäuse und einer darin angeordneten Leiterkarte ermöglicht. Weiterhin hat es sich bei der Gerätemontage als nachteilig erwiesen, dass auf die Leiterkarte besonders hohe Kräfte und damit verbunden entsprechende mechanische Spannungen wirken, wenn eine Vielzahl darauf befestigter Isolierkörper gleichzeitig in die jeweiligen Steckverbindereinbaugehäuse eingeführt wird.

Das Deutsche Patent- und Markenamt hat in der Prioritätsanmeldung zu vorliegender Anmeldung den folgenden Stand der Technik recherchiert: DE 20 2015 100 245 U1 , JP 2015-56299 A, US 2014/0141634 A1 ,

US 7,168,987 B1 , US 2014/0113490 A1 und US 2018/0013240 A1.

Aufgabenstellung

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Schirmanbindungselement anzugeben, das eine besonders zuverlässige und elektrisch gut leitende Masseverbindung über einen möglichst großen und besonders gut zu definierenden geometrischen Toleranzbereich gewährleistet.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Ein Leiterkartensteckverbinder weist ein Schirmanbindungselement auf.

Das Schirmanbindungselement dient zur elektrischen Kontaktierung eines Steckverbindereinbaugehäuses mit einem Masseanschluss einer

Leiterkarte durch ein mechanisches Zusammenwirken des

Schirmanbindungselements mit einem Isolierkörper des

Leiterkartensteckverbinders.

Das Schirmanbindungselement weist zumindest einen ebenen

Verformungsabschnitt auf. Weiterhin besitzt der Leiterkartensteckverbinder ein

Steckverbindereinbaugehäuse, das zumindest teilweise aus Metall besteht.

Außerdem besitzt der Leiterkartensteckverbinder einen Isolierkörper, der einen Durchgangsschlitz aufweist, in den das Schirmanbindungselement eingefügt ist.

Der Isolierkörper ist mit seinem Steckbereich in dem

Steckverbindereinbaugehäuse angeordnet und das

Schirmanbindungselement kontaktiert mit seinen beidseitig radial aus dem Isolierkörper herausragenden Kontaktabschnitten das

Steckverbindereinbaugehäuse von innen an zwei einander

gegenüberliegenden Stellen elektrisch, um das

Steckverbindereinbaugehäuse mit dem Masseanschluss der Leiterkarte elektrisch zu kontaktieren.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Vorteilhafterweise dient der Verformungsabschnitt zur mechanischen und elektrischen Kontaktierung des Steckverbindereinbaugehäuses, welches vorteilhafterweise elektrisch leitfähig ist und bevorzugt zumindest teilweise aus Metall besteht. Dazu kann der Verformungsabschnitt sich in der Ebene seines Verformungsabschnitts, im Folgenden als

Verformungsebene bezeichnet, unter Aufbringung einer entsprechenden Rückstellkraft elastisch verformen und so mit einer der Rückstellkraft entsprechenden Kontaktkraft gegen das Steckverbindereinbaugehäuse drücken, um die elektrische Kontaktierung mit einem entsprechenden Leitwert zu ermöglichen. Insbesondere kann der Verformungsabschnitt mit mindestens einem, bevorzugt zwei zum Verformungsabschnitt gehörenden Kontaktbereichen gegen das Steckverbindereinbaugehäuse drücken.

Insbesondere kann das Schirmanbindungselement aus einem

insbesondere federelastischen Blech ausgestanzt sein. Besonders vorteilhaft ist es dabei, dass insbesondere der Verformungsabschnitt dann durch die dazugehörige Stanzform in seiner entsprechenden Elastizität sowie in der Kontur seiner Kontaktbereiche besonders gut an die jeweiligen Anforderungen anpassbar ist, die an den

Leiterkartensteckverbinder gestellt werden, und die im Folgenden noch näher erläutert werden.

Insbesondere kann es sich bei dem Schirmanbindungselement um ein Stanzbiegeteil handeln.

Das Schirmanbindungselement ist bevorzugt einstückig ausgeführt und ist dadurch sehr einfach und kostengünstig herstellbar. Das

Schirmanbindungselement ist vorteilhafterweise aus einem elektrisch leitfähigen und bevorzugt federelastischen Material gebildet und besitzt zumindest den besagten eben ausgeführten Verformungsabschnitt.

Insbesondere kann das gesamte Schirmanbindungselement eine ebene Form aufweisen.

Dabei ist die ebene Form zumindest des Verformungsabschnitts

besonders vorteilhaft, da das Schirmanbindungselement, wenn es z. B. in einem Isolierkörper aufgenommen ist, vollständig, oder zumindest mit dem ebenen Verformungsabschnitt, in Steckrichtung ausgerichtet sein kann. Vorteilhafterweise kann das Schirmanbindungselement dann mit seinem mindestens einen, bevorzugt zwei Kontaktbereichen aus dem Isolierkörper herausragen. Dadurch kann sich der Verformungsabschnitt des

Schirmanbindungselements beim Einführen des Isolierkörpers in ein Steckverbindereinbaugehäuse in der Verformungsebene elastisch verformen und so mechanisch und elektrisch unter Aufbringung der gewünschten Rückstellkraft als Kontaktkraft mittels der, z. B. in

Stanztechnik besonders gut einstellbaren, Kontur seiner Kontaktbereiche besonders vorteilhaft mit dem Steckverbindereinbaugehäuse kontaktieren, ohne dabei zu verkanten. Durch das federelastische Material und seiner gut zu bestimmenden Form kann das Schirmanbindungselement insbesondere mit seinen Kontaktbereichen mit der gewünschten

Kontaktkraft durch seine in der Verformungsebene stattfindende

elastische Verformung federnd gegen das Steckverbindereinbaugehäuse drücken und dieses so mit dem gewünscht hohen Leitwert elektrisch kontaktieren.

Bevorzugt ist das Schirmanbindungselement aus einem insbesondere federelastischen Blech gebildet, insbesondere ausgestanzt. Die

Verformungsebene entspricht dann der Blechebene, d. h. eine elastische Verformung findet vorteilhafterweise in der Ebene des Bleches - und nicht, wie im Stand der Technik üblich, gewinkelt, insbesondere

rechtwinklig dazu - statt.

Wenn das gesamte Schirmanbindungselement eben ausgeführt ist, ist es besonders preisgünstig herstellbar, weil der aufwändige

Herstellungsschritt des Biegens entfällt.

Das Schirmanbindungselement kann in einzelnen vorteilhaften

Ausgestaltungen aber an einigen Bereichen, die nicht zum

Verformungsabschnitt gehören, gekrümmt oder gewinkelt, insbesondere gebogen sein. Zum Verformungsabschnitt können beispielsweise Federarme gehören, an die vorteilhafterweise Kontaktabschnitte angeformt sind.

Als Bereich, der nicht zum Verformungsabschnitt gezählt wird, kann beispielsweise ein Massekontaktstift betrachtet werden, der zur

Kontaktierung mit dem Massekontakt einer Leiterkarte dient. Dieser Massekontaktstift ist vorteilhaft, weil auf diese Weise das

Steckverbindereinbaugehäuse mit der Masse der Leiterkarte elektrisch leitend verbunden, d. h. an die Masse der Leiterkarte angebunden werden kann.

Das Schirmanbindungselement kann mit dem Isolierkörper besonders vorteilhaft Zusammenwirken, insbesondere indem es, beispielsweise mit seinem ebenen Verformungsabschnitt, insbesondere mit seinem

mindestens einen Kontaktbereich einen entsprechenden

Durchgangsschlitz des Isolierkörpers zumindest bereichsweise durchgreift.

Bevorzugt weist das Schirmanbindungselement zwei Kontaktbereiche auf, die insbesondere entgegengesetzt zueinander angeordnet sind.

Offenbart sind hiermit auch mindestens ein, mindestens zwei, mindestens drei, mindestens vier, mindestens fünf, mindestens sechs, ... mindestens n Kontaktbereiche und insbesondere genau zwei, genau drei, genau vier, genau fünf, genau sechs, ... genau n Kontaktbereiche, wobei n für jede natürliche Zahl > 0 steht.

Vorteilhafterwiese liegt das ebene Schirmanbindungselement, oder zumindest der ebene Verformungsabschnitt des

Schirmanbindungselements, in einer Ebene, nämlich der

Verformungsebene, welche im eingebauten Zustand vorteilhafterweise mit der Schlitzebene des Durchgangsschlitzes übereinstimmt.

Vorteilhafterweise ist diese Schlitzebene in Steckrichtung des Isolierkörpers ausgerichtet.

Das Schirmanbindungselement ist in der Lage, eine zur elektrischen Kontaktierung des Steckverbindereinbaugehäuses notwendige

mechanische Kontaktkraft in Form einer Gegenkraft zu einer elastischen Verformung zu erzeugen, wobei diese Verformung in der besagten Verformungsebene stattfindet.

Mit anderen Worten erzeugt das Schirmanbindungselement die

notwendige Kontaktkraft durch eine in der Verformungsebene

stattfindende elastische Verformung, wobei das gesamte

Schirmanbindungselement oder zumindest sein ebener

Verformungsabschnitt, in welchem diese elastische Verformung

gegebenenfalls stattfindet, in der Verformungsebene liegen.

Somit ist das Schirmanbindungselement in der Lage, eine zur elektrischen Kontaktierung des Steckverbindereinbaugehäuses notwendige

mechanische Kontaktkraft durch eine elastische Verformung zu erzeugen, welche in der besagten Verformungsebene stattfindet.

Das Schirmanbindungselement kann zumindest einen, bevorzugt mehrere, insbesondere zwei Kontaktabschnitte besitzen. Beispielsweise können die Kontaktabschnitte im montierten Zustand mit je einem zum jeweiligen Kontaktabschnitt gehörenden Kontaktbereich aus dem

Isolierkörper herausragen, um mit dem Steckverbindereinbaugehäuse mechanisch und elektrisch zu kontaktieren und dabei insbesondere innerhalb eines vorgegebenen Toleranzbereichs verschiebbar elektrisch kontaktierend gegen einen Innenbereich des

Steckverbindereinbaugehäuses zu federn.

Insbesondere kann das Schirmanbindungselements zwei Kontaktbereiche besitzen, die in zueinander entgegengesetzte Richtungen weisen, wobei die beiden dazugehörigen Kontaktabschnitte in der Verformungsebene angerordnet sind. Dadurch kann das Steckverbindereinbaugehäuse vom Schirmanbindungselement an zwei einander gegenüberliegenden Stellen elektrisch kontaktiert werden. Das Schirmanbindungselement kann zwischen diesen Stellen durch seine ebene Form eine gut definierbare und, falls erwünscht, auch eine wesentlich stärkere Kontaktierungskraft aufbringen, als dies im Stand der Technik von funktional vergleichbaren Schirmelementen/ Schirmanbindungselementen bekannt ist. Bei dem Leiterkartensteckverbinder kann es sich weiterhin um einen Rundsteckverbinder handeln, der sich dadurch auszeichnet, dass sein Isolierkörper im Wesentlichen zylinderförmig ausgeführt ist. Dann kann der Durchgangsschlitz zumindest mit seinem ebenen Schlitzabschnitt in radialer Richtung zum zylinderförmigen Isolierkörper verlaufen. Das Schirmanbindungselement kann dann zumindest mit seinem ebenen Verformungsabschnitt oder zumindest mit einem Teil davon, in dem

Durchgangsschlitz oder zumindest in dem ebenen Schlitzabschnitt des Durchgangsschlitzes angeordnet sein. Das Schirmanbindungselement kann auf diese Weise den Isolierkörper durchgreifen. Die

Kontaktabschnitte des Schirmanbindungselements können mit ihren Kontaktbereichen, insbesondere in radialer Richtung, aus dem

Isolierkörper herausragen, um das Steckverbindereinbaugehäuse elektrisch zu kontaktieren. Die Schlitzebene des Isolierkörpers und die Verformungsebene des Schirmanbindungselements sind parallel zur Steckachse des Leiterkartensteckverbinders ausgerichtet.

Der Durchgangsschlitz des Isolierkörpers kann zumindest teilweise der Form des Schirmanbindungselements entsprechen um dieses zumindest in einer Richtung zumindest teilweise formschlüssig aufzunehmen. Dazu kann der Durchgangsschlitz des Isolierkörpers eben ausgeführt sein oder zumindest den besagten ebenen Schlitzabschnitt aufweisen. Dieser Durchgangsschlitz, oder zumindest sein ebener Schlitzabschnitt, kann im Falle eines zylindrischen Isolierkörpers radial zu dem Isolierkörper ausgerichtet sein. Dann kann das darin eingefügte

Schirmanbindungselement zumindest Verformungsabschnittsweise, insbesondere mit seinem ebenen Verformungsabschnitt, radial zum Isolierkörper verlaufen so dass es vorteilhafterweise entlang eines Durchmessers des zylinderförmigen Isolierkörpers verläuft, was ihm eine besonders große Stabilität verleiht.

Als besonders vorteilhaft hat es sich herausgestellt, dass die elastische Verformung des Schirmanbindungselements in dessen Ebene bzw. in der Ebene seines ebenen Verformungsabschnitts stattfindet. Dieser Effekt wird durch die zumindest teilweise Anordnung des

Schirmanbindungselements im ebenen Schlitz erheblich unterstützt.

Vorteilhafterweise kann das Schirmanbindungselement mit seinen Kontaktbereichen ein zum Isolierkörper passendes, elektrisch leitfähiges Steckverbindereinbaugehäuse mit einer durch die Form des

Schirmanbindungselements vorteilhafterweise sehr genau zu

definierenden mechanischen Kontaktkraft und insbesondere mit einer im Stanzverfahren sehr gut bestimmbaren und somit sehr gut einstellbaren dazugehörigen Kontur des mindestens einen Kontaktbereichs über eine gewünschte Weglänge des Steckbereichs, also über den gewünschten Toleranzbereich, elektrisch leitend kontaktieren. Ist es beispielswiese gewünscht, diejenige Wegstrecke, über welche der Isolierkörper bei der Montage in das Steckverbindereinbaugehäuse eingeschoben wird, zu vergrößern, so ist es vorteilhaft, die Kontur des Kontaktbereichs etwas flacher zu gestalten. Dadurch werden die entsprechenden Einführkräfte und damit die mechanischen Spannungen, denen die Leiterkarte ausgesetzt ist, verringert und der besagte für den Gerätebau notwendige Toleranzbereich wird vergrößert. Soll dagegen die Andruckkraft des mindestens einen Kontaktbereichs an das Steckverbindereinbaugehäuse erhöht werden, beispielsweise um die elektrische Leitfähigkeit der Masseverbindung insbesondere im

Hochfrequenzbereich zu erhöhen und/oder die Zuverlässigkeit dieser Verbindung noch stärker abzusichern, dann kann die Kontur des

Kontaktbereichs insgesamt höher und gegebenenfalls auch steiler ausgeführt sein. Die Andruckkraft kann, wie im Folgenden noch näher erläutert wird, durch ein geeignetes Ausgestalten des

Verformungsabschnitts eingestellt werden.

Vorteilhafterweise bietet diese Bauform dem Fachmann also eine Vielzahl leicht einstellbarer und technisch leicht umsetzbarer Parameter, um die Schirmanbindung mit einigen wenigen leichten Änderungen an die

Anforderungen eines speziellen Steckverbinders anzupassen.

Desweiteren ist der für den Gerätebau notwendige Toleranzbereich durch diese Bauform gut definierbar. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass auch über einen langen Zeitraum im montierten Zustand keine irreversible mechanische Verformung des Schirmanbindungselements stattfindet, welche die Andruckkraft des Schirmanbindungselements gegenüber dem Steckverbindereinbaugehäuse langfristig in für die Leitfähigkeit der

Masseverbindung relevantem Maße verringert. Schließlich ist die Ebene des ebenen Schirmanbindungselements, oder zumindest seines ebenen Verformungsabschnitts, in Wirkrichtung der entsprechenden Kontaktkraft ausgerichtet, was bei Bedarf auch sehr hohe Kontaktkräfte ermöglicht, wobei die Kontaktkraft, insbesondere durch die Stanzform, weiterhin auch sehr gut einstellbar ist.

Somit ist durch diese Bauform eine irreversible Verformung des

Schirmanbindungselements nicht oder zumindest nur in deutlich

geringerem Maße zu erwarten, als es aus dem Stand der Technik bekannt ist, also beispielsweise bei einer aus einer Schirmfläche abstehenden, z. B. aus einem Blech ausgestanzten und aus der Blechebene herausgebogenen, Kontaktlasche. Gleichzeitig kann der für den

Gehäusebau notwendige Toleranzbereich wesentlich größer sein, als beispielsweise bei einem im Stand der Technik oft verwendeten, aus einem Blech ausgestanzten Kontaktring, dessen Ringebene in eine

Wellenform geborgen ist. Gegenüber diesen bekannten Bauformen ist das Schirmanbindungselement vollständig oder zumindest mit seinem ebenen Verformungsabschnitt in Steckrichtung ausgerichtet. Die Kontaktkraft wirkt somit in Richtung dieser Ebene gegen das Steckverbindereinbaugehäuse und sorgt so für eine besonders hohe elektrische Leitfähigkeit der

Masseverbindung.

Insbesondere kann es sich bei dem Schirmanbindungselement um ein sogenanntes„Stanzteil-Biegeteil“ handeln, welches bevorzugt aus einem federelastischen Blech ausgestanzt ist. Wenn nötig, kann das

Schirmanbindungselement an einigen Stellen, die nicht zum besagten ebenen Verformungsabschnitt gehören, in eine gewünschte Form gebogen sein. Es kann aber auch vollständig eben ausgeführt sein, so dass sich - mit anderen Worten gesagt - der ebene Verformungsabschnitt über das gesamte Schirmanbindungselement erstreckt. Durch die

Verwendung der Stanz-Biegetechnik ist das Schirmanbindungselement besonders kostengünstig herstellbar. Im vorliegenden Fall kann es sich bei dem Schirmanbindungselement also auch um eine Sonderform eines Stanz-Biegeteils handeln, das zwar, insbesondere aus einem ebenen Blech, ausgestanzt aber nicht notwendigerweise gebogen sein muss, so dass es sich genau genommen in einer vorteilhaften Ausgestaltung, mit anderen Worten gesagt, um ein reines Stanzteil handeln kann. Dies hat den zusätzlichen Vorteil der preisgünstigen Fierstellung.

Besonders vorteilhaft ist es, dass die besagte mechanische Kontaktkraft und die Kontur des Kontaktbereichs auch bei der Fierstellung sehr komfortabel über die Form, insbesondere die Stanzform, des

Schirmanbindungselements einstellbar ist. Üblicherweise ist die Stärke und die Elastizität des Blechs bereits vorgegeben oder zumindest für das gesamte Schirmanbindungselement gleich. Durch die Stanzform kann jedoch die Kontur des Schirmanbindungselements und insbesondere die Form seines Kontaktbereichs/ seiner Kontaktbereiche definiert werden. Zusätzlich kann durch die Stanzform die Elastizität und damit die

Kontaktkraft, mit welcher die Kontaktbereiche gegen des

Steckverbindereinbaugehäuse gedrückt werden, wie bereits erwähnt, sehr genau und mit nur sehr geringem Aufwand eingestellt werden. Das Schirmanbindungselement kann dazu eine besonders vorteilhafte

Form aufweisen. Beispielsweise kann das Schirmanbindungselement zwei Federarme besitzen. Jeder dieser Federarme kann zwei Enden aufweisen, nämlich jeweils ein erstes Ende und ein zweites Ende. An das erste Ende jedes Federarms kann je einer der besagten Kontaktabschnitte angeformt sein. Jeder Kontaktabschnitt besitzt zur elektrischen Kontaktierung des Steckverbindereinbaugehäuses den besagten Kontaktbereich mit einer entsprechenden Kontur, wobei die Kontaktbereiche voneinander weg, also nach außen weisen. Soll, wie oben bereits angedeutet, die Andruckkraft des mindestens einen Kontaktbereichs an das

Steckverbindereinbaugehäuse verändert, beispielsweise erhöht oder verringert werden, so kann dies unter anderem durch ein geeignetes Ausgestalten des Verformungsabschnitts erfolgen, indem beispielsweise die Form und/oder Ausrichtung der Federarme entsprechend modifiziert wird.

An ihrem zweiten Ende können die Federarme an einen

Massekontaktbereich des Schirmanbindungselements angeformt sein. Der Massekontaktbereich kann weiterhin zumindest einen Massestift besitzen. Dieser kann, insbesondere wenn das gesamte Schirmanbindungselement eben ausgeführt ist, in dieselbe oder die entgegengesetzte Richtung weisen wie die beiden Kontaktabschnitte. Selbstverständlich kann der Massestift auch rechtwinklig, oder, je nach Bedarf, in jedem beliebigen Winkel, dazu ausgerichtet sein und gleichzeitig in der Ebene des komplett ebenen Schirmanbindungselements liegen.

In einer anderen Ausgestaltung kann der Massekontaktbereich und/oder Massestift aber auch - je nach Anforderung an den Steckverbinder und die Ausrichtung seines Isolierkörpers auf der Leiterkarte - in eine andere Richtung, z. B. rechtwinklig oder in irgendeinem anderen Winkel dazu, gebogen sein, also in eine Richtung weisen, welche aus der Ebene des Verformungsabschnitts herausragt, und somit nicht in der gemeinsamen Ebene der Kontaktbereiche (Verformungsebene) liegt. Im montierten Zustand kann der Massestift mit einem Ende beispielsweise zur elektrischen Kontaktierung eines Masseanschlusses einer Leiterkarte in Montagerichtung, d. h. im montierten Zustand in Richtung der Leiterkarte aus dem Isolierkörper herausragen. Insbesondere kann der

Leiterkartensteckverbinder mittels dieses Massestifts an einem dafür vorgesehenen Masseanschluss der Leiterkarte verlötet werden.

Bei der endgültigen Gerätemontage können auf diese Weise mehrere auf einer Leiterkarte angeordnete Isolierkörper zumindest teilweise in jeweils ein dazugehöriges Steckverbindereinbaugehäuse eingeschoben werden. In der Regel handelt es bei den Steckverbindereinbaugehäusen um Einbaugehäuse, die in Durchgangsöffnungen einer Gerätegehäusewand eines elektrischen Gerätes eingebaut sind. Die Leiterkarte befindet sich im Inneren des Gerätegehäuses. Die Steckverbindereinbaugehäuse bestehen zumindest teilweise aus einem elektrische leitfähigen Material, insbesondere aus einem metallischen Material. Idealerweise ist auch das Gerätegehäuse elektrisch leitfähig, beispielswiese aus einem metallischen Material gefertigt, und durch den Einbau der

Steckverbindereinbaugehäuse elektrisch leitend mit diesen und im endgültig montierten Zustand mit der Masse der Leiterkarte leitend verbunden. Beim Einstecken der auf der Leiterkarte angeordneten Isolierkörper, in denen, wie bereits ausführlich beschrieben, je ein

Schirmanbindungselement angeordnet ist, kann also auch die Leiterkarte über die Schirmanbindungselemente mit dem Gerätegehäuse durch eine definierte mechanische Kontaktkraft und unter entsprechend gut zu kontrollierenden mechanischen Spannungen elektrisch leitend verbunden und so in eine elektrische Masseverbindung gebracht werden.

Dabei können die Isolierkörper sowohl stehend als auch gewinkelt auf der Leiterkarte angeordnet sein. Sind sie stehend angeordnet, so weist ihre Steckrichtung von der Leiterkartenebene senkrecht weg und sie können vorteilhafterweise in einem ganzen Array flächig angeordnet sein, was ihre mögliche Anzahl erhöht. Sind die Isolierkörper dagegen gewinkelt ausgeführt, so sind sie vorteilhafterweise an einem Rand der Leiterkarte angeordnet, um durch eine entsprechende Bewegung der Leiterkarte gemeinsam in die dazugehörigen Steckverbindereinbaugehäuse gesteckt zu werden.

Im Folgenden wird eine mögliche Montage eines

Leiterkartensteckverbinders, der ein solches Schirmanbindungselement aufweist, beispielhaft beschrieben:

Beispielsweise kann der Isolierkörper des Leiterkartensteckverbinders zweiteilig ausgeführt sein. Dann kann er einen bevorzugt zylindrischen Steckbereich und einen Kontaktträger aufweisen.

Für die Montage hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, die

Leiterplattenanschlussseite des Kontaktträgers nach oben, also der Schwerkraft entgegengesetzt, zu richten, sodass das

Schirmanbindungselement mit Unterstützung der Schwerkraft in den Kontaktträger rutschen kann. In dem Schlitz befindet sich ein Anschlag, der dafür sorgt, dass das Schirmanbindungselement nicht durch den Isolierkörper hindurch rutschen kann.

Der Kontaktträger wird nun zusammen mit dem Schirmanbindungselement in Steckrichtung in eine zylinderförmige Ausnehmung des Grundkörpers eingesetzt. Durch Fasen an dem Schirmanbindungselement kann sich dieses beim Einsetzen selbst zentrieren und erreicht selbstständig die endgültige Einbaulage. Bei dieser Einbaulage werden die beiden

Federarme des Schirmanbindungselements mit den Kontaktabschnitten in den Durchgangsschlitz des Steckbereichs eingeführt, indem sich durch Verformung auf einander zu bewegen. Nach der Einführung entspannen sie sich wieder und ragen dann, wie bereits beschrieben, mit ihren

Kontaktbereichen radial aus dem Steckbereich des Isolierkörpers heraus, um das Steckverbindereinbaugehäuse mechanisch und elektrisch zu kontaktieren.

In einem letzten Schritt kann nun das Steckverbindereinbaugehäuse steckseitig auf den Isolierkörper aufgeschoben werden - oder umgekehrt formuliert wird der Isolierkörper mit seinem Steckbereich in das

Steckverbindereinbaugehäuse eingeführt. Dabei lenken die Federarme des Schirmanbindungselements zueinander aus und kontaktieren das Steckverbindereinbaugehäuse mit der entsprechenden Kontaktkraft.

Das Schirmanbindungselement kann einen Massekontaktstift besitzen, der aus dem Leiterkartenanschlussbereich des Kontaktträgers zum Anschluss an den Massekontakt der Leiterkarte herausragt. Die Kontaktierung mit diesem Massekontakt kann beispielsweise durch Lötverfahren wie

Surface-Mount oder Through Hole Technology, aber auch durch Press In Technik erfolgen.

Ausführungsbeispiel

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 a, ein ebenes Schirmanbindungselement aus verschiedenen Blickwinkeln; Fig. 1 c einen gewinkelter Isolierkörper mit dem darin

einzufügenden Schirmanbindungselement;

Fig. 2a, b den gewinkelten Isolierkörper mit dem darin eingefügten

Schirmanbindungselement aus zwei verschiedenen Ansichten;

Fig. 2c den gewinkelten Isolierkörper mit dem darin eingefügten

Schirmanbindungselement im Querschnitt;

Fig. 3a den Isolierkörper mit dem Schirmanbindungselement und einem Steckverbindereinbaugehäuse in einer Schrägansicht;

Fig. 3b den Isolierkörper mit dem Schirmanbindungselement und dem Steckverbindereinbaugehäuse im Querschnitt;

Fig. 4a - c den Isolierkörper mit getrenntem Grundkörper und Kontakt träger zum Einführen des Schirmanbindungselements;

Fig. 4d den Kontaktträger mit dem darin aufgenommenen

Schirmanbindungselement und dem Grundkörper;

Fig. 4e Den Grundkörper mit dem eingeführten Kontaktträger mit dem darin aufgenommenen Schirmanbindungselement im Querschnitt. Die Figuren enthalten teilweise vereinfachte, schematische Darstellungen. Zum Teil werden für gleiche, aber gegebenenfalls nicht identische

Elemente identische Bezugszeichen verwendet. Verschiedene Ansichten gleicher Elemente könnten unterschiedlich skaliert sein.

Die Fig. 1 a und 1 b zeigen ein Schirmanbindungselement 1 aus zwei verschiedenen Ansichten. Das Schirmanbindungselement 1 besitzt zwei Kontaktabschnitte 1 1 , die über je einen Federarm 12 mit einem

Massekontaktbereich 13 verbunden sind. Die beiden Kontaktabschnitte 1 1 besitzen jeweils einen Kontaktbereich 11 1 zum mechanischen und elektrischen Kontaktieren eines in der Fig. 3a gezeigten

Steckverbindereinbaugehäuses 3. Die beiden Kontaktbereiche 1 11 sind voneinander weggerichtet, also mit ihren Kontaktbereichen 1 1 1 nach außen gerichtet.

Das Schirmanbindungselement 1 ist in der gezeigten Ausführung vollständig eben ausgeführt, d. h. es liegt vollständig in einer einzigen Ebene. Somit ist selbstverständlich auch sein Verformungsabschnitt eben ausgeführt. Der Verformungsabschnitt ist in dieser Ausführung durch die beiden Federarme 12 mit den daran angeformten Kontaktabschnitten 1 1 mit den dazugehörigen Kontaktbereichen 1 1 1 gebildet. Das

Schirmanbindungselement 1 ist in dieser Ausführung aus einem

federelastischen Blech ausgestanzt. Da es nicht gebogen ist, wird es auch als Stanzteil bezeichnet.

Die nach außen gerichteten Kontaktbereiche 1 1 1 besitzen je eine definierte Kontur. Wie im Folgenden beschrieben wird, ermöglicht die Ausgestaltung der Kontur der Kontaktbereiche 1 1 1 und die Form, insbesondere die Länge und Breite sowie die Ausrichtung der

Federarme 12, eine sehr genaue Anpassung der speziellen elastischen Eigenschaften des Verformungsabschnitts des

Schirmanbindungselements 1. Die Fig. 1 c zeigt einen gewinkelten Isolierkörper 2 eines

Leiterkartensteckverbinders mit dem darin einzufügenden

Schirmanbindungselement 1. Der Isolierkörper 2 besitzt einen

Grundkörper 20 mit einem im Wesentlichen zylinderförmigen

Steckbereich 21. Weiterhin besitzt der Isolierkörper 2 einen

Leiterkartenanschlussbereich 22.

Der Isolierkörper 2 ist zweiteilig ausgeführt und besitzt neben diesem Grundkörper 20 einen separaten Kontaktträger 23, der als Einzelteil in den Fig. 4a - c besonders gut zu sehen ist. Der Kontaktträger 23 besitzt ebenfalls einen im wesentlichen zylindrischen Steckabschnitt 231 , mit dem er in eine im Wesentlichen zylinderförmige Ausnehmung 200 des

Grundkörpers 20 eingeschoben ist. Der Isolierkörper 2 besitzt weiterhin einen Durchgangsschlitz 24, der einen ebenen Verlauf besitzt.

Ein Bereich des Durchgangsschlitzes 24 ist im Steckbereich 21 des Grundkörpers 20 angeordnet und durch diesen zylindrischen

Steckbereich 21 radial geführt. Ein weiterer Bereich des

Durchgangsschlitzes 24 verläuft durch den Kontaktträger 23. Der

Durchgangsschlitz 24 ist eben ausgeführt und ist dafür vorgesehen, das ebene Schirmanbindungselement 1 aufzunehmen.

Im montierten Zustand, wenn also der Steckabschnitt 231 des

Kontaktträgers 23 wie dargestellt im Grundkörper 20 aufgenommen ist, verläuft der Durchgangsschlitz 24 radial durch den Steckbereich 21 und den Steckabschnitt 231. Somit durchgreift das darin eingefügte

Schirmanbindungselement 1 den Isolierköper 2 an dessen

Steckbereich 21.

Zwischen dem Steckbereich 21 und dem Leiterkartenanschlussbereich 22 besitzt der Isolierkörper 2 einen zum Grundkörper 20 gehörenden zylindrischen Halteabschnitt 25, dessen Durchmesser deutlich größer ist als der Durchmesser des Steckbereichs 21. In dem Halteabschnitt 25 ist ebenfalls ein Bereich des Durchgangsschlitzes 24 angeordnet. Dieser Bereich des Durchgangsschlitzes 24 dient dazu, den besagten

Massekontaktbereich 13 des Schirmanbindungselements 1 aufzunehmen. Der Massekontaktbereich 13 des Schirmanbindungselements 1 ist dann in dem Halteabschnitt 25 angeordnet. Die Breite des Durchgangsschlitzes 24 entspricht der Stärke des Schirmanbindungselements 1. Dadurch ist das Schirmanbindungselement 1 zumindest senkrecht zur Schlitzebene formschlüssig im Isolierkörper 2 gehalten.

Die Fig. 2a, b und c zeigen den Isolierkörper 2 mit dem in seinen

Durchgangsschlitz 24 eingeführten Schirmanbindungselement 1 aus zwei verschiedenen Ansichten sowie im Querschnitt. Die beiden

Kontaktabschnitte 1 1 ragen mit ihren Kontaktbereichen 1 1 1 beidseitig des Steckbereichs 21 aus dem Durchgangsschlitz 24 und damit aus dem Isolierkörper 2 heraus.

Aus der Fig. 2c wird ersichtlich, dass der Durchgangsschlitz 24 zwischen den Federarmen 12 des eingeführten Schirmanbindungselements 1 durch den Steckabschnitt 231 des Kontaktträgers 23 geführt ist, so dass die beiden Federarme 12 sich elastisch verformend auf einander zu bewegen können. Der Massekontaktbereich 13 des Schirmanbindungselements 1 ist im Kontaktträger 23 des Isolierkörpers 2 angeordnet und ragt mit seinem Massekontaktstift 131 aus einer dafür vorgesehenen Öffnung des Leiterkartenanschlussbereichs 22 hinaus, um mit einem Massekontakt einer Leiterkarte zu kontaktieren.

Die Fig. 3a zeigt den Isolierkörper 2 aus der vorangegangenen

Darstellung mit einem metallischen Steckverbindereinbaugehäuse 3. Das Steckverbindereinbaugehäuse 3 besitzt einen Gehäusesteckbereich 31 zum Stecken mit einem Gegenstecker sowie eine Schraubmutter 32 zur Befestigung und elektrischen Anbindung des

Steckverbindereinbaugehäuses 3 an ein Gerätegehäuse eines

elektrischen Gerätes (nicht gezeigt). Das Steckverbindereinbaugehäuse 3 besitzt zu seinem Steckbereich 31 hin einen sich leicht verjüngenden, konischen Verlauf.

Es ist leicht erkennbar, dass durch ein Einschieben des Isolierkörpers 2 in das Steckverbindereinbaugehäuse 3 die aus dem Isolierkörper radial herausragenden Kontaktbereiche 1 1 1 der Kontaktabschnitte 1 1 in elektrischen Kontakt mit dem metallischen

Steckverbindereinbaugehäuse 3 kommen.

Durch ein tieferes Einschieben des Steckbereichs 21 des Isolierkörpers 2 können die Kontaktabschnitte 1 1 gemäß der Kontur ihrer

Kontaktbereiche 1 11 elastisch auf einander zu bewegt werden. Dadurch bringt das Schirmanbindungselement 1 die zur sicheren elektrischen Kontaktierung erforderliche Andruckkraft auf.

Die Fig. 3b zeigt den Isolierkörper 2 mit dem eingefügten

Schirmanbindungselement 1 und dem Steckverbindereinbaugehäuse 3 in einer Querschnittsdarstellung, wobei der Isolierkörper 2 mit seinem Steckbereich 21 in das Steckverbindereinbaugehäuse 3 endgültig eingeführt ist. Das Schirmanbindungselement 1 durchgreift den

Isolierkörper 2 radial und kontaktiert das Steckverbindereinbaugehäuse 3 beidseitig mit seinen Kontaktbereichen 1 11. Der mechanische und elektrische Kontakt ist an dieser Stelle durch eine leichte Überlappung dargestellt. Es ist leicht vorstellbar, dass sich die beiden Federarme 12 in dem durchgehenden ebenen Schlitz 24 beim Einführen des

Isolierkörpers 2 in das Steckverbindereinbaugehäuse 3 elastisch auf einander zu bewegen und eine Andruckkraft/Kontaktkraft gegenüber dem Steckverbindereinbaugehäuse 3 generieren. Diese Kontaktkraft ist abhängig von der Federkonstanten der beiden Federarme 12 und von dem Betrag ihrer Auslenkung. Die Auslenkung ist wiederum abhängig von der Form der Kontaktbereiche 1 1 1. Insbesondere wird durch deren Form auch die Kraft beim Einschieben bestimmt. Die Federkraft der beiden Federarme 12 wird durch ihre Form, insbesondere ihre Länge und/oder Breite bestimmt. Da das Schirmanbindungselement 1 aus einem Blech ausgestanzt ist, können diese Parameter bei der Fierstellung sehr einfach durch die exakte Ausgestaltung der Stanzform eingestellt werden.

Allgemein formuliert liegt das in den Isolierkörper 2 eingefügte ebene Schirmanbindungselement 1 in einer Verformungsebene, welche mit der Schlitzebene übereinstimmt. Dabei ist das Schirmanbindungselement 1 in der Lage, eine zur elektrischen Kontaktierung des

Steckverbindereinbaugehäuses 3 notwendige mechanische Kontaktkraft in Form einer Gegenkraft zu einer elastischen Verformung zu erzeugen, wobei diese Verformung ausschließlich in der Verformungsebene stattfindet. Die Schlitzebene und die Verformungsebene sind parallel zur Steckachse des Leiterkartensteckverbinders ausgerichtet. Dadurch kann das Schirmanbindungselement 1 beim Einschieben in das

Steckverbinderanbaugehäuse 3 mit seinen Kontaktabschnitten 1 1 nicht daran verkanten.

Im Leiterkartenanschlussbereich besitzt der Durchgangsschlitz 24 des Isolierkörpers 2 eine weitere Austrittsöffnung, durch welche der

Massekontaktstift 131 zur elektrischen Kontaktierung des nicht gezeigten Masseanschlusses der nicht gezeigten Leiterkarte geführt ist. Somit kann das Steckverbindereinbaugehäuse 3 über das

Schirmanbindungselement 1 an der Leiterkarte geerdet werden.

Die Montage des Steckverbinders geht aus den Fig. 4a - e hervor.

Die Fig. 4a, b und c zeigen den Grundkörper 20, den Kontaktträger 23 und das Schirmanbindungselement 1 als separate Bauteile. Bei der Montage