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Title:
PRINTING PRESS AND METHOD FOR OPERATING A PRINTING PRESS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/094146
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a printing press (DM) and a method for operating a printing press comprising at least one print unit (DE, DE1, DE2, DE3, DE4), a drive unit (A, A1-A29) that is assigned to the print unit (DE, DE1, DE2, DE3, DE4), a control unit (RE, RE1-RE29) at least for regulating a drive unit (A, A1-A29), and a print mark measuring device (ME, ME1, ME2, ME3, ME4, ME5), register measuring device, or register mark measuring devices. The print mark measuring device (ME, ME1, ME2, ME3, ME4, ME5) or the register measuring device (RME) is directly connected to the control unit (RE, RE1, RE20, RE21) provided at least for regulating a drive unit (A, A1-A29) by means of a signal transmission means (DS). The print mark measuring device (ME, ME1, ME2, ME3, ME4, ME5) directly transmits a print mark signal (DMS) to the control unit (RE, RE1, RE20, RE21), the control unit (RE, RE1, RE20, RE21) calculating a correction factor (KW) for regulating the movement of at least one drive unit (A, A1-A29) such that the printing quality is improved.

Inventors:
AGNE WERNER (DE)
SCHLINKERT JOCHEN (DE)
Application Number:
PCT/EP2004/003072
Publication Date:
November 04, 2004
Filing Date:
March 23, 2004
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AG (DE)
AGNE WERNER (DE)
SCHLINKERT JOCHEN (DE)
International Classes:
B41F13/12; B41F33/00; (IPC1-7): B41F33/00
Foreign References:
DE19723059A11998-12-03
USRE32967E1989-06-27
EP1048461A12000-11-02
EP1266756A22002-12-18
EP0403082A21990-12-19
DE19723059A11998-12-03
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (München, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. l.
2. Druckmaschine (DM), welche zumindest : eine Druckeinheit (DEfDE1fDE2, DE3, DE4) eine Antriebseinheit (A, A1A29), welche der Druckeinheit (DE, DE1, DE2, DE3, DE4) zugeordnet ist eine Regelungseinheit (RE, RE1RE29) zumindest zur Regelung einer Antriebseinheit (A, A1A29) und eine Druckmarkenmesseinrichtung und/oder Passermarken messeinrichtung (ME, ME1, ME2, ME3, ME4, ME5) und/oder eine Re gistermesseinrichtung (RME) aufweist dadurch gekennzeichnet, dass die Druckmarkenmesseinrichtung (ME, ME1, ME2, ME3, ME4, ME5) und/oder die Passermarkenmesseinrichtung und/oder die Regis termesseinrichtung (RME) durch ein Mittel (DS) zur Signal übertragung mit der Regelungseinheit (RE, RE1, RE20, FE21), welche zumindest zur Regelung einer Antriebseinheit (A, A1 A29) vorgesehen ist, direkt verbunden ist.
3. Druckmaschine nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Druckmarkenmesseinrichtung (ME4) und/oder die Passermarken messeinrichtung und/oder die Registermesseinrichtung (RME) eine Auswerteeinheit (AE) aufweist.
4. Druckmaschine nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Rege lungseinheit (RE) eine integrierte Auswerteeinheit (AEI) auf weist.
5. Druckmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass von der Regelungseinheit (RE, RE1, RE20, RE21) ein Korrekturwert (KW) für die Bewegungsregelung zumindest einer Antriebseinheit (A, A1A29) berechenbar ist.
6. Druckmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass als Mit tel (DS) zur Signalübertragung ein Bussystem bzw. eine se rielle Kopplung vorgesehen ist.
7. Druckmaschine nach einem der vorgenannten Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass das die Regelungseinheit (RE1, RE20, RE21, RE30), welche zumindest zur Regelung einer Antriebseinheit (A1, A20, A21, A30) vorgesehen ist ein Masterfunktionalität bezüglich weiterer Antriebsein heiten (A2A10, A12A19, A22A29, A31A34) bzw. bezüglich weiterer Regelungseinheiten (RE2RE10, RE12RE19, RE22RE29, RE31RE34) aufweist.
8. Regelungseinheit (RE, RE1, RE20, RE21) zur Regelung einer An triebeseinheit (A, A1A29) einer Druckmaschine (DM) nach einem der vorgenannten Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Rege lungseinheit (RE, RE1, RE20, FE21) eine Signalschnittstelle (SNR) zur Eingabe eines Signals einer Druckmarkenmesseinrich tung (ME, ME1, ME2, ME3, ME4, ME5) und/oder ein Passermarkenmes seinrichtung und/oder einer Registermesseinrichtung (RME) aufweist.
9. Regelungseinheit (RE, RE1, RE20, RE21) nach Anspruch 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass die Rege lungseinheit (RE, RE1, RE20, RE21) zur Ermittlung eines Korrek turwertes (KW) aus dem Signal der Druckmarkenmesseinrichtung (ME, ME1, ME2, ME3, ME4, ME5) und/oder Passermarkenmesseinrichtung oder dem Signal einer Registermesseinrichtung (RME) für die Bewegungsregelung zumindest einer Antriebseinheit (A, A1A29) vorgesehen ist.
10. Verfahren zum Betrieb einer Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass von der Druckmarkenmesseinrichtung (ME, ME1, ME2, ME3, ME4, ME5) und/oder die Passenmarkenmesseinrichtung ein Druckmarkensig nal (DMS) und/oder die Passermarkensignal an die Regelungs einheit (RE, RE1, RE20, RE21) übermittelt wird bzw. dass von der Registermesseinrichtung (RME) ein Registermesssignal (RMS) an die Regelungseinheit (RE1) übermittelt wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass von der Regelungseinheit (RE, RE1, RE20, RE21) aus dem Druckmarkensignal (DMS) bzw. aus dem Passermarkensignal bzw. aus dem Register messsignal (RMS) ein Korrekturwert (KW) für die Bewegungsre gelung zumindest einer Antriebseinheit (A, A1A29) berechnet wird.
Description:
Beschreibung DRUCKMASCHINE UND VERFAHREN ZUM BETRIEB EINER DRUCKMASCHINE Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckmaschine bzw. ein Verfahren zum Betrieb einer Druckmaschine sowie auch auf eine Regelungseinheit zur Regelung einer Antriebseinheit der Druckmaschine.

Aus der Offenlegungsschrift DE 197 23 059 AI ist eine Rollen- rotationsmaschine als Beispiel für eine Druckmaschine offen- bart. Bei einer derartigen Rollenrotationsmaschine erfolgt die registerhaltige Abstimmung eines auf einer Seite einer Bahn druckenden Druckzylinders mittels Registerreglern. Einem Eingang des Registerreglers wird eine von einem Sensor, wel- cher einer Bahnseite zugeordnet ist, aufgenommene Registerab- weichung zugeführt. Über einen weiteren Eingang ist der Re- gisterregler mit einem Bus einer übergeordneten Steuerung verbunden. Die übergeordnete Steuerung umfasst einen Leit- stand, Sektionsrechner und über Modens erreichbare Service- schnittstellen. Die Sollwerte für eine Antriebsregelung von Motoren werden mittels der übergeordneten Steuerung gegeben.

In der Offenlegungsschrift DE 197 23 059 A1 ist insbesondere darauf hingewiesen, dass ein Farbregister nicht aus einem To- leranzbereich läuft. Der Schnelligkeit der Farbregisterrege- lung kommt eine besondere Bedeutung zu. Je schneller die Re- gisterregelung erfolgt desto vorteilhafter ist dies. Im Sinne einer Fehlerlaufzeitminimierung wird vorgeschlagen unmittel- bar hinter jeder Druckstelle einen Sensor anzuordnen.

Aus Kostengesichtspunkten heraus ist jedoch darauf verwiesen, dass es ausreichend ist nur einen Sensor pro Bahnseite vorzu- sehen und diesen Sensor so nahe wie möglich hinter der letz- ten Druckstelle, die registerhaltig zu einer Referenzfarbe abzustimmen ist, zu platzieren.

Für die Registerregelung werden z. B. von Druckzylindern auf die Bahn Passmarken mitgedruckt, die mittels einem hinter der letzten Druckeinheit angeordneten Paar von Sensoren aufgenom- men werden. Die auf die Bahn aufgedruckte Passmarken werden vom Sensor aufgenommen und in einem Messkopf des Sensors aus- gewertet. Von einem Ausgang des Sensors werden die ermittel- ten Registerabweichungen der Druckzylinder zu einem Referenz- zylinder zu einem Eingang des Registerreglers geführt.

Passmarken sind also gedruckte Markierungen die auch als Druckmarken bekannt sind und die zur Optimierung eines Dru- ckes heranziehbar sind.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es eine preisgünstige bzw. eine verbesserte schnellere Verarbeitung von Signalen einer Farbregisterregelung, d. h. allgemein einer Registerre- gelung bzw. einer Druckmarke, die durch einen Sensor, einem Druckmarkentaster, aufgenommen wird, zu erreichen. Weiterhin ist es auch ein Ziel, eine verbesserte Fehlerkorrektur zu er- reichen.

Die Lösung dieser Aufgabe gelingt durch eine Druckmaschine mit den Merkmalen nach Anspruch 1 bzw. durch den Einsatz ei- ner Regelungseinheit zur Regelung einer Antriebseinheit einer Druckmaschine gemäß den Merkmalen nach Anspruch 7 bzw. durch ein Verfahren zum Betrieb einer Druckmaschine nach Anspruch 9. Die hierauf verweisenden Unteransprüche 2 bis 6,8 bzw. 10 sind vorteilhafte nicht selbstverständliche Ausgestaltungen der Erfindung.

Eine Ausführungsform der Druckmaschine ist beispielsweise ei- ne einzelne Druckeinheit. Eine weitere Ausführungsform der Druckmaschine ist z. B. eine Druckmaschine mit zwei oder mehr Druckeinheiten. Die Druckeinheiten sind vorteilhafterweise aufeinander abgestimmt.

Eine erfindungsgemäße Druckmaschine weist zumindest eine Druckeinheit, eine Antriebseinheit, welche der Druckeinheit zugeordnet ist, eine Regelungseinheit zumindest zur Regelung einer Antriebseinheit und eine Druckmarkenmesseinrichtung und/oder eine Registermesseinrichtung auf. Die Druckmarken- messeinrichtung bzw. die Registermesseinrichtung ist durch ein Mittel zur Signalübertragung mit der Regelungseinheit, welche zumindest zur Regelung einer Antriebseinheit vorgese- hen ist, direkt verbunden. Durch die direkte Verbindung ver- kürzt sich gegenüber der technischen Lösung gemäß der oben genannten Offenlegungsschrift der Signalweg, also die Signal- laufzeit. Auf diese Weise ist es möglich auf Abweichungen im Druckbild schneller und besser zu reagieren.

Die Registermesseinrichtung weist beispielsweise eine CCD- Kamera oder eine Scanneinrichtung auf. Aus den durch die Re- gistermesseinrichtung aufgenommenen optischen Signalen lässt sich die Registerhaltigkeit eines Druckers ermitteln. Bei Farbdrucken handelt es sich dabei um Farbregister-auch Pas- sen genannt-bzw. entsprechend um eine Farb-Registermess- einrichtung. Eine Farbregistermesseinrichtung ist sowohl für Druckmarken als auch für Drucke ohne Druckmarken unter Ver- wendung des Druckes selbst einsetzbar.

Die Druckmaschine weist beispielsweise eine große Anzahl von Druckwerken auf, wobei diese für ein gutes Druckbild sehr ge- nau synchron und lagerichtig zueinander zu drehen haben. Um dies zu kontrollieren werden, z. B. Druckmarken auf das zu be- druckende Papier aufgebracht. Zur Auswertung dieser Druckmar- ken ist zumindest eine Druckmarkenmesseinrichtung-auch Messtaster genannt-vorgesehen. Mit Hilfe der Druckmarken- messeinrichtung wird die Differenz der einzelnen Druckwerke bzw. Farben gemessen. Eine derartige Differenz lässt sich auch durch eine Auswertung des Druckbildes mit Hilfe einer (Farb-) Registermesseinrichtung und einer entsprechenden Aus- werteeinheit ermitteln. Unter einer Druckmarke ist hier und im Folgenden, alternativ bzw. in Kombination, auch eine Pas-

sermarke zu verstehen. Die Druckmarkenmesseinrichtung ist dann als Passermarkenmesseinrichtung zu verstehen, welche al- ternativ oder in Kombination mit der Druckmarkenmesseinrich- tung Verwendung findet. Die Passermarkenmesseinrichtung ist zur Erkennung der Passermarken vorgesehen. Bei der Verwendung der verbesserten Druckmarkenmesseinrichtung bzw. Passermar- kenmesseinrichtung ist dabei insbesondere eine hochauflösende Bildanalyseeinrichtung von Vorteil. Die Messung der Differenz dient der Ermittlung zumindest eines Korrekturwertes für z. B. ein Umfangsregister des oder der außerhalb der Toleranz lie- genden Druckwerke oder Farbe. Diese Korrekturwerte sind zeit- kritisch und das genaue Ausregeln dieser Korrekturwerte ist für die Güte des Druckbildes sehr wichtig. Die Druckmarken- messeinrichtung bzw. die Registermesseinrichtung ist direkt mit einer Regelungseinheit zur Antriebsregelung eines Antrie- bes der Druckmaschine gekoppelt. Zur Koppelung ist ein Mittel zur Signalübertragung wie z. B. eine Kabelübertragung bzw. auch eine Funkübertragung verwendbar. Durch eine derartige Direkteinkoppelung ergibt sich eine schnellere Verarbeitung des Korrekturwertes, welcher z. B. in der Regelungseinheit be- rechnet wird, und somit auch eine Qualitätsverbesserung des Druckbildes.

Im Gegensatz dazu wird in der Offenlegungsschrift DE 197 23 059 AI das Signal des Sensors an einen zugeordneten Registerregler übermittelt, wobei der Registerregler mit ei- nem Bus mit einer übergeordneten Steuerung verbunden ist und ein Korrekturwert zur Verbesserung der Registerhaltigkeit ü- ber den Leitstand einem Antriebsregler korrigiert als Soll- wert der übergeordneten Steuerung übergeben werden kann.

Diese lange Kette an Kommunikationspartnern ist nun erfin- dungsgemäß dadurch verkürzt, dass die Druckmarkenmesseinrich- tung durch ein Mittel zur Signalübertragung mit der Rege- lungseinheit, welche zumindest zur Regelung einer Antriebs- einheit vorgesehen ist, direkt verbunden ist.

Die Druckmarkenmesseinrichtung wertet in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung das Messsignal der Druckmarken- messeinrichtung bzw. der Registermesseinrichtung in einer Auswerteeinheit aus. Die Auswerteeinheit der Druckmarkenmess- einrichtung ist beispielsweise über eine serielle Kopplung mit der Regelungseinheit, also einen Antriebsregler des Druckwerkes, direkt datentechnisch gekoppelt. In der Rege- lungseinheit ist eine Software ablauffähig, welche die Mess- werte der Druckmarkenmesseinrichtung auswertet und die Kor- rekturwerte berechnet bzw. auch die Korrektur direkt umsetzt.

Durch die Direktankopplung und damit schnellere Verarbeitung der Korrekturwerte ergibt sich eine qualitative Verbesserung des Druckbildes. Ferner ergibt sich durch den Wegfall eines bisher benötigten separaten Korrekturrechners eine Kostenop- timierung. Das Korrektursignal bzw. die Korrektursignale wer- den z. B. auch über ein bereits bestehende Kommunikationsver- bindungen innerhalb einer Druckmaschine der Regelungseinheit an einen Leitstand geschickt.

Die Druckmarkenmesseinrichtung, welche eine Auswerteeinheit aufweist, wobei die Auswerteeinheit die von einer Druckmar- kenmesseinrichtung generierten Signale in z. B. Digitalsignale umwandelt, sendet diese Digitalsignale z. B. über ein Bussys- tem zur Regelungseinheit. Als Mittel zur Signalübertragung ist vorteilhafter Weise ein Bussystem verwendbar, welches be- reits in der Druckmaschine zur Anwendung kommt. Entsprechend ist auch bei einer Registermesseinrichtung zu verfahren.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Rege- lungseinheit die integrierte Auswerteeinheit auf, welche ein von der Druckmarkenmesseinrichtung bzw. der Registermessein- richtung generiertes Signal, z. B. ein Analogsignal, in ein für die Regelungseinheit verarbeitbares Digitalsignal umwan- delt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung weist die Rege- lungseinheit, welche zumindest zur Regelung einer Antriebs- einheit vorgesehen ist und mit der Druckmarkenmesseinrichtung bzw. der Registermesseinrichtung direkt verbunden ist, eine Masterfunktionalität bezüglich weitere Antriebseinheiten bzw. bezüglich weitere Regelungseinheiten auf. Eine Antriebsein- heit weist dabei zumindest einen elektrischen Motor und einen Stromrichter auf.

Die Lösung der gestellten Aufgabe gelingt auch durch eine Re- gelungseinheit zur Regelung einer Antriebseinheit einer Druckmaschine, wobei die Regelungseinheit eine Signalschnitt- stelle zur Eingabe eines Signals einer Druckmarkenmessein- richtung bzw. der Registermesseinrichtung aufweist.

Bei einem Verfahren zum Betrieb einer Druckmaschine wird von der Druckmarkenmesseinrichtung ein Druckmarkensignal bzw. von der Registermesseinrichtung ein Registermesssignal an die Re- gelungseinheit übermittelt. Von der Regelungseinheit wird ein Korrekturwert für die Bewegungsregelung zumindest einer An- triebseinheit berechnet.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dar- gestellt und werden im folgenden näher erläutert. Dabei zei- gen : FIG 1 eine Druckmaschine, FIG 2 eine weitere Druckmaschine, FIG 3 die Kommunikation zwischen einer Druckmarkenmessein- richtung und einer Antriebseinheit mit zugeordneter Re- gelungseinrichtung und FIG 4 den Signalpfad eines Druckmarkensignals.

In der Darstellung gemäß FIG 1 ist in Form einer Übersichts- darstellung der Aufbau einer Druckmaschine DM gezeigt. Von Papierrollen P1 bis P3 laufen Papierbahnen PB1 bis PB3 durch Druckeinheiten DE, DE1 und DE2, sowie zu einem Falzapparat F.

Die Papierbahn PB1 gelangt nach dem Durchlaufen der Druckein- heiten DE1 und DE2 noch zu weiteren Verarbeitungseinheiten, die jedoch in der Darstellung gemäß FIG 1 nicht dargestellt sind. Die Papierbahn PB1 läuft daher in der Zeichnung mit ei- ner gestrichelten Linie aus.

Die Druckeinheiten DE, DE1 und DE2 sind in der Darstellung durch eine annähernd H-förmige Außenkontur dargestellt. In den Druckeinheiten DE, DE1 und DE2 befindet sich jeweils zehn Zylinder ZY, die in zwei Gruppen G1, G2 je fünf Zylindern ZY angeordnet sind. Als Zylinder ZY werden hier alle Zylinder oder räderförmige Maschinenelemente einer Druckeinheit DE, DE1, DE2, sowie eines Falzapparates F bezeichnet. Über diese Gruppen Gl, G2, die als Druckstellen in den Druckeinheiten DE bezeichnet werden verlaufen die Papierbahnen PB1 bis PB3.

Eine Druckstelle besteht z. B. im wesentlichen aus einem Gum- mizylinder, einem Plattenzylinder und einem Farb-und Feucht- werk. Mit jeder Druckstelle kann eine Farbe auf einer Seite gedruckt werden. Alle Druckstellen, die auf einen Falzapparat F arbeiten, d. h., bei denen die gedruckte Papierbahnen PB1 bis PB3 auf einen Falzapparat F geführt werden, gehören zu einer Rotation. Dabei sind die Druckeinheiten DE, DE1, DE2 üblicherweise in Drucktürmen untergebracht.

Zu jedem einzelnen angetriebenen Zylinder gehört eine An- triebseinrichtung A1 bis A29. Der Antriebseinrichtung A1 bis A29 ist eine Regelungseinheit RE1 bis RE29 zugeordnet. Abhän- gig vom Integrationsgrad bei den Antriebseinheiten, weist die Antriebseinheit beispielsweise einen Motor und einen Strom- richter auf. In einem höheren Integrationsgrad weist die An- triebseinheit eine integrierte Regelungseinheit RE1 bis RE29 auf. Auch für den Falzapparat F sind Antriebseinheiten A30 bis A34 bzw. zugehörige Regelungseinheiten RE30 bis RE34 vor- gesehen. Die Druckeinheiten DE, DE1 und DE2 bzw. dem Falzap- parat F weisen pro Antriebsgruppe, welche die Antriebseinhei- ten aufweist, eine Regelungseinrichtung RE1, RE20, RE21 und

RE30 mit Masterfunktionalität auf. Die Regelungseinrichtungen RE1 bis RE10 einer Antriebsgruppe sind untereinander daten- technisch vernetzt. Die Regelungseinheiten RE1, RE20, RE21 und RE33 bzw. die Antriebseinheiten Al, A20, A21 und A30, welche eine Leit-bzw. Masterfunktionalität aufweisen sind durch eine stärker eingezeichnete Umrandung gekennzeichnet.

Einer Gruppe von Antriebseinheiten bzw. Regelungseinheiten ist ein zugehöriger Leitrechner L1 bis L4 zugeordnet und mit diesem datentechnisch verbunden. Auch die Leitrechner Ll bis L4 sind miteinander mit einer Leitrechnerkommunikation LK1 bis LK3 verbunden. Dies ist in der Zeichnung durch eine ge- strichelte Linie dargestellt. Auch hier sind weitere Ausfüh- rungsformen der Datenvernetzungen möglich.

Ein Leitrechner Ll bis L4 übernimmt einer übergeordnete Pro- zessorganisation. Am Ende der Druckeinheiten DE und DE2 ist eine Druckmarkenmesseinrichtung ME1, ME2 und ME3 angeordnet, welche zur Aufnahme von Druckmarken auf den Papierbahnen PB1, PB2 und PB3 dient. Die Druckmarkenmesseinrichtung ME1, ME2 und ME3 ist mit einer Regelungseinrichtung RE1 bzw. RE21 ver- bunden. Die Regelungseinrichtung RE1 bzw. RE21 ermittelt den Korrekturwert für den bzw. die Antriebe der Antriebseinheiten um das Druckbild zu verbessern. Somit wird die bislang not- wendige Vorgehensweise, dass der Korrekturwert mit einer ei- genen Auswerteelektronik berechnet und z. B. durch ein puls- breitenmoduliertes Binärsignal an die jeweiligen Antriebsein- heiten der Druckwerke ausgegeben wird, überwunden. Ein bis- lang notwendiger langer Weg bezüglich des Übertragens der Korrekturwerte an einen Leitrechner der Druckmaschine z. B. per serieller Kopplung, per Profibuss oder Arcnet nicht mehr notwendig.

Durch die Anbindung der Druckmarkenmesseinrichtung ME1, ME2, ME3 z. B. per serieller Kopplung (DS) direkt an die Regelungs- einheit RE1, RE21 bzw. der Antriebsregler des Druckwerkes ist der Signalweg erheblich verkürzt, was der schnelleren Auswer-

tung der Signale bzw. der Korrektur zu Gute kommt. Durch die Direkteinkopplung und damit schnellere Verarbeitung dieser Korrekturwerte ergibt sich eine Qualitätsverbesserung des Druckbildes. Durch den Wegfall eines separaten Korrekturrech- ners ergibt sich zudem eine Kostenoptimierung. Die Korrektur- signale sind über bereits bestehende Kommunikationsverbindun- gen von der Regelungseinrichtung an einem Leitrechner bzw. an einen Leitstand übermittelbar.

Für die Papierbahn PB1 ist alternativ bzw. in Kombination mit der Druckmarkenmesseinrichtung ME1 eine Registermesseinrich- tung RME vorgesehen, welche datentechnisch mit der Regelungs- einheit RE1 verbunden ist. Ein Registermesssignal RMS, in der FIG 1 als Pfeil dargestellt, dient dann der Korrektur des Druckes.

Die Darstellung gemäß FIG 2 zeigt eine Druckmaschine DM, in welcher Druckbahnen DB verlaufen, welche in einem Falzapparat F falzbar sind. Die Druckmarkenmesseinrichtung ME5 dient als Sensor für Druckmarken auf den Druckbahnen und übermitteln die Sensordaten an eine integrierte Auswerteeinrichtung der Regelungseinheit RE. Die Regelungseinrichtungen RE sind mit verschiedenen Antriebseinheiten A einer Druckeinheit DE1, DE2, DE3 und DE4 verknüpft.

Die Druckmarkenmesseinrichtung ME4 weist eine Auswerteeinheit AE auf, wobei über eine Busverbindung das Druckmarkensignal an die Regelungseinrichtung RE übermittelbar ist. Die Rege- lungseinrichtungen RE sind datentechnisch mit Leitständen LST1, LST2 und LST3 verknüpft. Die Leitstände LST1, LST2 und LST3 sind datentechnisch mit einer Leiteinheit LE verknüpft.

Die Darstellung gemäß FIG 3 zeigt die datentechnische Verbin- dung zwischen einer Druckmarkenmesseinrichtung ME und einer Antriebseinheit A, welcher eine Regelungseinheit RE zugeord- net ist. Die Regelungseinheit weist eine Schnittstelle SNR auf und die Druckmarkenmesseinrichtung eine Schnittstelle

SNM. Die Verbindung erfolgt mittels eines Buskabels BK. Ab- hängig vom Integrationsgrad ist die Regelungseinrichtung z. B. in die Antriebseinrichtung integriert, so dass in der An- triebseinrichtung eine Stromregelung wie auch andere Regelun- gen wie Momentenregelung bzw. Drehzahlregelung erfolgen.

Die Darstellung gemäß FIG 4 zeigt den Signalverlauf eines Druckmarkensignals DMS. Von der Druckmarkenmesseinrichtung ME wird ein Druckmarkensignal DMS generiert, welches an eine Re- gelungseinheit RE übertragen wird. In der Regelungseinheit erfolgt eine Korrekturwertberechnung KWB, welche einem Kor- rekturwert KW ausgibt. Dieser Korrekturwert KW dient als Ein- gangssignal für eine Antriebsregelung AR, wobei die Antriebs- regelung AR weitere Eingangssignale ES zur Verfügung stehen.

Das korrigierte Ausgangssignal AS dient dann der präziseren Regelung der Antriebe, so dass eine Verbesserung der Druck- qualität erzielbar ist. Der Korrekturwert KW ist zusätzlich an einen Leitstand LS ausgebbar.