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Patent Searching and Data


Title:
PRINTING PRESS AND METHOD FOR PRINTING TWO WEBS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2004/016429
Kind Code:
A1
Abstract:
Disclosed is a printing press for simultaneously printing two webs (06; 07), in which two webs are directed back to back through at least one first double printing unit (01) and can be printed on one side. Said printing press is provided with an additional double printing unit (11) comprising two printing units (13; 14) for rubber-to-rubber printing. At least one of the webs is directed between a transmission cylinder (16; 17) and an associated form cylinder (18; 19) in the additional double printing unit and can be printed on one side directly by the respective form cylinder.

Inventors:
SCHWAB JOCHEN EMIL PAUL (DE)
Application Number:
PCT/DE2003/002376
Publication Date:
February 26, 2004
Filing Date:
July 15, 2003
Export Citation:
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Assignee:
KOENIG & BAUER AG (DE)
SCHWAB JOCHEN EMIL PAUL (DE)
International Classes:
B41F7/02; B41F7/12; (IPC1-7): B41F7/12; B41F13/02
Foreign References:
DE10015703A12000-11-02
DE4104135A11992-08-13
EP0919373A11999-06-02
DE10015703A12000-11-02
DE4104135A11992-08-13
DE1827845U1961-03-09
CH657313A51986-08-29
EP0919373A11999-06-02
Attorney, Agent or Firm:
KOENIG & BAUER AKTIENGESELLSCHAFT (Friedrich-Koenig-Str. 4, Würzburg, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Druckmaschine zum gleichzeitigen Bedrucken von zwei Bahnen (06 ; 07), wobei zwei Bahnen (06 ; 07) Rücken an Rücken durch mindestens ein erstes Doppeldruckwerk (01) geführt sind und jeweils auf einer Seite bedruckbar sind, und wobei ein weiteres Doppeldruckwerk (11) mit zwei Druckwerken (13 ; 14) für einen GummigegenGummiDruck vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in dem weitere Doppeldruckwerk (11) zumindest eine der Bahnen (06 ; 07) zwischen einem Übertragungszylinder (16 ; 17) und einem zugeordneten Formzylinder (18 ; 19) hindurch geführt und auf einer Seite durch den jeweiligen Formzylinder (18 ; 19) direkt bedruckbar ist.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem weiteren Doppeldruckwerk (11) beide Bahnen (06 ; 07) jeweils zwischen einem Übertragungszylinder (16 ; 17) und einem Formzylinder (18 ; 19) hindurch geführt sind.
3. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Bahnen (06 ; 07) Rücken an Rücken durch vier in Laufrichtung der Bahnen (06 ; 07) hintereinander angeordnete Doppeldruckwerke (01) geführt sind.
4. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Druckwerke (13 ; 14) in Laufrichtung der Bahnen (06 ; 07) jeweils einen letzten Druckspalt (21 ; 22) bilden.
5. Druckmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Doppeldruckwerke (01) als zwei übereinander angeordnete HDruckeinheiten ausgeführt sind.
6. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das weitere Doppeldruckwerk (11) als Brückendruckeinheit (11) ausgeführt ist.
7. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Druckwerke (13 ; 14) jeweils durch mindestens einen vom jeweils anderen Druckwerk (13 ; 14) mechanisch unabhängigen Antriebsmotor rotatorisch angetrieben sind.
8. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Zylinder (16 ; 17 ; 18 ; 19) der beiden Druckwerke (13 ; 14) jeweils einen eigenen, von den anderen Zylindern (16 ; 17 ; 18 ; 19) jeweils mechanisch unabhängigen Antriebsmotor aufweisen.
9. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (23) vorgesehen sind, mittels welcher mindestens eine der beiden in das Doppeldruckwerk (11) einlaufenden Bahnen (07 ; 06) um den auf der Seite dieser Bahn (06 ; 07) befindlichen Formzylinder (18 ; 19) des Doppeldruckwerkes (11) herumführbar ist.
10. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel (24) vorgesehen sind, mittels derer mindestens eine der beiden aus dem Doppeldruckwerk (11) auslaufenden Bahnen (06 ; 07) um den auf der Seite dieser Bahn (06 ; 07) befindlichen Formzylinder (18 ; 19) des Doppeldruckwerkes (11) herumführbar ist.
11. Verfahren zum gleichzeitigen Bedrucken von zwei Bahnen (06 ; 07), wobei zwei Bahnen (06 ; 07) Rücken an Rücken durch mindestens ein erstes Doppeldruckwerk (01) geführt und jeweils auf einer Seite bedruckt werden, dadurch gekennzeichnet, dass in einem weiteren Doppeldruckwerk (11) mit zwei Druckwerken (13 ; 14) zumindest eine der Bahnen (06 ; 07) zwischen einem Übertragungszylinder (16 ; 17) und einem zugeordneten Formzylinder (18 ; 19) hindurch geführt und auf einer Seite durch den Formzylinder (18 ; 19) direkt bedruckt wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass in dem weiteren Doppeldruckwerk (11) beide Bahnen (06 ; 07) jeweils zwischen einem Übertragungszylinder (16 ; 17) und einem Formzylinder (18 ; 19) hindurch geführt werden.
13. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Formzylinder (18 ; 19) direkt bedruckte Bahn zunächst um den Formzylinder (18 ; 19) geführt wird, bevor sie in den Druckspalt (21 ; 22) zwischen Formzylinder (18 ; 19) und Übertragungszylinder (16 ; 17) einläuft.
14. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Formzylinder (18 ; 19) direkt bedruckte Bahn zunächst um den Übertragungszylinder (16 ; 17) geführt wird, bevor sie in den Druckspalt (21 ; 22) zwischen Formzylinder (18 ; 19) und Übertragungszylinder (16 ; 17) einläuft.
15. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die durch den Formzylinder (18 ; 19) direkt bedruckte Bahn vom ersten Doppeldruckwerk (01) kommend auf der diesem Doppeldruckwerk (01) zugewandten Seite des Druckspaltes (21 ; 22) zwischen den Formzylinder (18 ; 19) und den Übertragungszylinder (16 ; 17) geführt wird.
Description:
Beschreibung Druckmaschine und Verfahren zum Bedrucken von zwei Bahnen Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine und ein Verfahren zum Bedrucken von zwei Bahnen gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 11.

Durch die DE 100 15 703 A1 ist eine Druckmaschine bekannt, in welcher zwei Bahnen Rücken an Rücken durch mehrere Doppeldruckwerke geführt und jeweils einseitig bedruckt werden. Jede Bahn ist um jeweils eines der Doppeldruckwerke herum führbar, was einen beidseitigen Druck der anderen Bahn gestattet.

Aus der DE 41 04 135 A1 ist es bekannt, eine Bahn in einem Doppeldruckwerk zwischen Form-und Übertragungszylinder sowie zwischen den beiden Übertragungszylindern hindurch zu führen und eine Seite der Bahn sowohl durch den Formzylinder im sog.

Direct-Litho-Verfahren als auch durch den Übertragungszylinder des zweiten Druckwerkes im Offset-Verfahren zu bedrucken.

Die DE 18 27 845 U zeigt eine Bahn, welche wahlweise zwischen zwei Übertragungszylindern oder zwischen einem Übertragungszylinder und einem zugeordneten Formzylinder durchgeführt ist.

Durch die CH 657 313 A5 ist eine Bahnführung durch eine Druckmaschine bekannt, wobei jede von zwei Bahnen durch mehrere aus Übertragungszylinder und Formzylinder gebildete Druckstellen nach einem direkten Druckverfahren bedruckt wird. In dieser Betriebsweise sind die Übertragungszylinder einander benachbarter Druckwerke voneinander abgestellt, die Bahnen getrennt voneinander durch die Druckstellen geführt.

Aus der EP 0 919 373 A1 ist eine Druckmaschine zum gleichzeitigen Bedrucken zweier Bahnen bekannt, wobei zwei Bahnen Rücken an Rücken durch Doppeldruckwerke geführt und einseitig bedruckt werden. Jede der Bahnen wird anschließend einzeln durch je ein weiteres Offsetdruckwerk ein-oder beidseitig bedruckt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckmaschine und ein Verfahren zum Bedrucken von zwei Bahnen zu schaffen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 bzw. 11 gelöst.

Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass ohne großen zusätzlichen anlagentechnischen Aufwand die Produktivität für bestimmte Produkte erheblich vergrößert, z. B. verdoppelt werden kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn zumindest eine Seite einer Bahn lediglich einfach, d. h. einfarbig bedruckt werden muß.

Insbesondere ist die Vorrichtung und das Verfahren dann einsetzbar, wenn eine Bahn auf einer Seite mit z. B. vier Farben und die andere Seite mit einer Farbe bedruckt werden soll.

Bei Anordnung von vier Doppeldruckwerken für den Gummi-gegen-Gummi-Betrieb, z. B. in Form zweier H-Druckeinheiten, sind die beiden Druckwerke eines fünften Doppeldruckwerkes so ausgeführt, dass sie sowohl während des Gummi-gegen-Gummi- Betriebes als Offsetdruckwerke, als auch jeweils einzeln im direkten Druckverfahren betreibbar sind.

Von besonderem Vorteil ist die Druckmaschine, wenn das auch für den direkten Druck vorgesehene Doppeldruckwerk als zusätzliches Druckwerk angeordnet ist und beispielsweise auch für einen einseitigen oder beidseitigen fliegenden Plattenwechsel geeignet ist.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.

Es zeigen : Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Druckmaschine ; Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel für die Bahnführung in der Druckmaschine ; Fig. 3 ein drittes Ausführungsbeispiel für die Bahnführung in der Druckmaschine.

Eine Druckeinheit einer Druckmaschine, insbesondere einer Rollenrotationsdruckmaschine, weist ein erstes Doppeldruckwerk 01 auf, wobei zwischen zwei einen Druckspalt 02 bildenden Zylindern 03 ; 04 eine Bahn 06 ; 07 oder zwei Bahnen 06 ; 07, z. B. zwei Material-, insbesondere Papierbahnen 06 ; 07, Rücken an Rücken führbar sind. Die Bahnen 06 ; 07 sind z. B. von Rollenwechslern 05 abgerollt.

Die beiden den Druckspalt 02 bildenden Zylinder 03 ; 04 sind im Beispiel als Übertragungszylinder 03 ; 04, insbesondere als Gummituchzylinder 03 ; 04, ausgeführt, welchen jeweils ein weiterer Zylinder 08 ; 09, z. B. ein Formzylinder 08 ; 09, zugeordnet ist.

Nicht dargestellte Farb-und ggf. Feuchtwerke sind vorgesehen. Es kann u. U. jedoch einer der beiden den Druckspalt 02 bildenden Zylinder 03 ; 04 als keine Druckfarbe führender Gegendruckzylinder 04 ; 03, z. B. als Satelliten-oder Stahlzylinder, ausgeführt sein, infolge dessen jedoch eine der Bahnen 06 ; 07 in diesem Druckspalt 02 nicht bedruckt werden kann.

Die vier Zylinder 03 ; 04 ; 08 ; 09 des als Doppeldruckwerk 01 ausgeführten Druckwerks 01 sind stirnseitig in einem nicht dargestellten Gestell drehbar gelagert. Hierbei ist zumindest einer der beiden Übertragungszylinder 03 ; 04 so gelagert, dass eine relative Lageänderung der beiden Übertragungszylinder 03 ; 04 zueinander, insbesondere eine Änderung eines Abstandes zwischen den beiden Übertragungszylindern 03 ; 04 für den Druckbetrieb, zur Anpassung an die nun doppelte Bahnstärke ermöglicht ist. Hierfür kann ein die Druck-An-Stellung der beiden Übertragungszylinder 03 ; 04 definierender Anschlag verstellbar ausgeführt sein oder aber ein zweiter, zusätzlicher Anschlag in den Stellweg mindestens eines der beiden Übertragungszylinder 03 ; 04 bringbar sein.

Im Ausführungsbeispiel (Fig. 1) weist die Druckmaschine vier entsprechend dem ersten Doppeldruckwerk 01 ausgeführte Doppeldruckwerke 01 auf, welche z. B. in der Art von zwei übereinander angeordneten H-Druckeinheiten ausgeführt sind. Die Doppeldruckwerke 01 können auch 4 bzw. 5 oder 6 übereinander angeordnete (Brücken-) Druckeinheiten sein.

Die beiden Bahnen 06 ; 07 sind im Druckspalt 02 des ersten Doppeldruckwerk 01 bzw. der ersten vier Druckwerke 01 jeweils auf einer Seite z. B. vierfach (symbolisch in Fig. 1 durch Dreiecke dargestellt) bedruckbar. In Laufrichtung der Bahnen 06 ; 07 hinter dem ersten Doppeldruckwerk 01 bzw. den ersten Doppeldruckwerken 01 ist mindestens ein weiteres Doppeldruckwerk 11 mit einem Druckspalt 12 und zwei Druckwerken 13 ; 14 vorgesehen, in welchem wahlweise eine der Bahnen 06 ; 07 im Druckspalt 12 beidseitig, beide Bahnen 06 ; 07 wie im ersten Doppeldruckwerk 01 Rücken an Rücken einseitig, oder aber in einer dritten Betriebsweise beide Bahnen 06 ; 07 gleichzeitig jeweils auf der im ersten Doppeldruckwerk 01 unbedruckten Seite bedruckbar sind.

In der letztgenannten Betriebsweise ist jeweils eine der Bahnen 06 ; 07 zwischen einem als Übertragungszylinder 16 ; 17 ausgeführten Zylinder 16 ; 17 und dem jeweils als Formzylinder 18 ; 19 ausgeführten zugeordneten Zylinder 18 ; 19 hindurch führbar und jeweils auf einer Seite durch jeweils den Formzylinder 18 ; 19, z. B. im sog. Direct-Litho- Verfahren in Druckspalten 21 ; 22 bedruckbar. Auch wenn der Zylinder 16 ; 17 in dieser Betriebsweise als Gegendruckzylinder 16 ; 17 und nicht als Übertragungszylinder 16 ; 17 fungiert, ist er vorteilhaft als Übertragungszylinder 16 ; 17 ausgeführt um die beiden erst genannten Betriebsweisen im indirekten Druckverfahren zu gewährleisten.

Die Druckmaschine weist im Bereich des im Direct-Litho-Verfahren bedruckbaren Doppeldruckwerkes 11 zumindest auf einer Seite Mittel 23, z. B. Leitelemente 23, wie z. B. Walzen 23 oder luftumspülte Leitstangen 23, auf, mittels welcher mindestens eine der beiden einlaufenden Bahnen 07 ; 06 um den auf der Seite dieser Bahn 06 ; 07 befindlichen Formzylinder 18 ; 19 des Doppeldruckwerkes 11 herumführbar ist. Auf der anderen Seite des Doppeldruckwerkes 11 sind Mittel 24, z. B. Leitelemente 24, wie z. B.

Walzen 24 oder luftumspülte Leitstangen 24, angeordnet, mittels derer die andere, auslaufende Bahn 06 ; 07 um den auf der Seite dieser Bahn 06 ; 07 befindlichen Formzylinder 18 ; 19 des Doppeldruckwerkes 11 herumführbar ist (Fig. 1).

Wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, ist es jedoch auch möglich, die beiden Bahnen 06 ; 07 in der gleichen Weise um den jeweiligen Formzylinder 18 ; 19 zu führen, bevor sie in den jeweiligen Druckspalt 21 ; 22 geführt werden (Fig. 2), bzw. nachdem sie den Druckspalt 21 ; 22 verlassen haben.

In beiden Fällen kann die für die oben erst genannten Betriebsweisen erforderliche Drehrichtung der Zylinder 16 ; 17 ; 18 ; 19 beider Druckwerke 13 ; 14 beibehalten werden, was beispielsweise bei Flachdruck unter Verwendung von Farbe und Feuchtmittel vorteilhaft sein kann.

Die Übertragungszylinder 16 ; 17 der beiden Druckwerke 13 ; 14 des im Direct-Litho- Verfahren betreibbaren Doppeldruckwerks 11 sind in vorteilhafter Ausgestaltung soweit voneinander abstellbar ausgeführt, dass sich die beiden Bahnen 06 ; 07 in der dritten Betriebsweise im Druckspalt 12 nicht berühren. Hierfür kann ein die Druck-An-Stellung der beiden Übertragungszylinder 16 ; 17 definierender Anschlag verstellbar ausgeführt, oder aber ein zweiter, zusätzlicher Anschlag in den Stellweg mindestens eines der beiden Übertragungszylinder 03 ; 04 bringbar sein.

Vorteilhafter Weise sind Mittel vorgesehen, welche den Abstand zwischen Übertragungszylinder 16 ; 17 und zugeordnetem Formzylinder 18 ; 19 für diese Betriebsweise wahlweise begrenzen. Dies kann wieder ein verstellbar ausgeführter, die Druck-An-Stellung der zusammen wirkenden Übertragungs-und Formzylinder 16 ; 17 ; 18 ; 19 definierender Anschlag, oder aber ein zweiter, zusätzlich in den Stellweg mindestens eines der beiden Übertragungszylinder 03 ; 04 bringbarer Anschlag sein.

In einer Weiterbildung ist der Übertragungszylinder 16 ; 17 jedoch derart gelagert, und seine Bewegung zum Formzylinder 18 ; 19 hin derart durch einen Anschlag begrenzbar, dass bei Bewegen bzw. Verschwenken des Übertragungszylinders 16 ; 17 in die Druck- An-Stellung der dritten Betriebsweise ein ausreichender Abstand im Druckspalt 02 gebildet wird, und ein passender Druckspalt 21 ; 22 zwischen Form-und Übertragungszylinder 16 ; 17 ; 18 ; 19 gebildet wird.

In vorteilhafter Ausgestaltung weisen die beiden Druckwerke 13 ; 14 jeweils mindestens einen eigenen, nicht dargestellten Antriebsmotor für den rotatorischen Antrieb auf. Bei jeweils paarweisem Antrieb kann dieser entweder auf den Formzylinder 18 ; 19, auf beide Zylinder 16 ; 17 ; 18 ; 19 parallel, oder aber auf den Übertragungszylinder 16 ; 17 treiben.

Auch ein Antriebsmotor für jeden der vier Zylinder 16 ; 17 ; 18 ; 19 kann angeordnet sein.

Das wahlweise im Direct-Litho-und im Offset-Verfahren betriebene bzw. betreibbare Doppeldruckwerk 11 stellt vorzugsweise das letzte von der Bahn 06 ; 07 durchlaufene Druckwerk 01 dar. So ist gewährleistet, dass die Bahnen 06 ; 07, solange sie Rücken an Rücken durch die Doppeldruckwerke 01 laufen, auf dieser Seite nicht bedruckt sind.

Im in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind die fünf Doppeldruckwerke 01 ; 11 als sog."Zehnerturm"ausgeführt, wobei das oberste, als Brückendruckeinheit 11 ausgeführte Doppeldruckwerk 11 im Gummi-gegen-Gummi-Druck beispielsweise zum Bedrucken der Bahn 06 ; 07 bzw. Bahnen mit einer Schmuckfarbe verwendet werden kann. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn einander zugeordnete Übertragungszylinder 03,04 ; 16,17 mindestens zweier der fünf Doppeldruckwerke 01 ; 11 soweit voneinander beabstandbar sind, dass eine mit Produktionsgeschwindigkeit laufende Bahn 06 ; 07 berührungslos zwischen diesen hindurchführbar ist. Mittels dem in der Weise ausgeführten Druckmaschine (z. B. Zehnerturm) ist bzw. sind dann z. B. wahlweise - eine Bahn beidseitig mit fünf Farben 5/5, - zwei Bahnen einseitig mit fünf Farben 5/0 bzw. 0/5, - zwei Bahnen jeweils mit vier und einer Farbe 4/1 bzw. 1/4 - eine Bahn im Imprintbetrieb beim 4/4-Druck bedruckbar.

In einer weiteren, nicht dargestellten Variante wird eine zuvor im Offsetverfahren in einem oder mehreren der Doppeldruckwerke 01 einseitig bedruckte Bahn 06 ; 07 direkt, d. h. auf der dem vorangehenden Doppeldruckwerk 01 zugewandten Seite des Druckspaltes 21 ; 22 in diesen geführt. Diese Bahn 06 ; 07 erhält dann auf der bereits bedruckten Seite einen zusätzlichen Druck (beispielsweise Schmuckfarbe etc.).

Bezugszeichenliste 01 Doppeldruckwerk, Druckwerk 02 Druckspalt 03 Zylinder, Übertragungszylinder, Gummizylinder, Gegendruckzylinder 04 Zylinder, Übertragungszylinder, Gummizylinder, Gegendruckzylinder 05 Rollenwechsler 06 Bahn, Papierbahn 07 Bahn, Papierbahn 08 Zylinder, Formzylinder 09 Zylinder, Formzylinder 10- 11 Doppeldruckwerk, Brückendruckeinheit 12 Druckspalt 13 Druckwerk 14 Druckwerk 15- 16 Zylinder, Übertragungszylinder, Gegendruckzylinder 17 Zylinder, Übertragungszylinder, Gegendruckzylinder 18 Zylinder, Formzylinder 19 Zylinder, Formzylinder 20- 21 Druckspalt 22 Druckspalt 23 Mittel, Walze 24 Mittel, Walze