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Title:
PROCESS FOR GRINDING OR POLISHING CURVED SURFACES OF SOLID BODIES AND DEVICE FOR APPLYING SUCH PROCESS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1980/001261
Kind Code:
A1
Abstract:
The process for grinding, polishing or the like curved surfaces of non-metallic solid bodies particularly glass bodies, employs a tool (7) of which the shape is at least partially adapted to that of the surface to be machined and which is pressed against the body to be machined (5) when it is moved. This tool (7) follows the body (5) elastically whereas an abrasive or a flowing polishing composition is continuously fed to the machining space between the tool and the solid body. The device comprises a rotating disc (1) on which the solid body (5) is fixed, and the tool (7) bears elastically against at least part of the surface of the solid body. Preferably, the solid body (5) rotates and the tool is fixed and bears elastically against the solid body.

Inventors:
SCHARF W (DE)
LANDGRAF W (DE)
SIMON H (DE)
Application Number:
PCT/DE1979/000151
Publication Date:
June 26, 1980
Filing Date:
December 20, 1979
Export Citation:
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Assignee:
SCHOTT ZWIESEL GLASWERKE (DE)
SCHARF W (DE)
LANDGRAF W (DE)
SIMON H (DE)
International Classes:
B24B9/12; B24B5/16; B24B9/00; B24B19/00; (IPC1-7): B24B19/00; B24B9/00
Foreign References:
US2715803A1955-08-23
US1467517A1923-09-11
US1652494A1927-12-13
DE345618C1921-12-15
US3160994A1964-12-15
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Claims:
GEÄNDERTE ANSPRUCHE
1. (beim Internationalen Büro am 25. Juni 1980 (25.06.80) eingegangen)) Verfahren zum Schleifen von in zwei Richtungen gekrümm¬ ten Oberflächen nichtmetallischer fester Körper, insbe¬ sondere Glaskörper, mit Hilfe eines Werkzeuges, das ela¬ stisch beweglich im Raum drehfest und stellenweise gegen den gedrehten festen Körper angedrückt gehalten wird, wobei das Werkzeug der zu bearbeitenden Oberflä¬ che teilweise angepaßt ist, d a d u r c h g e k e n n ¬ z e i c h n e t , daß dem Arbeitsraum zwischen Werkzeug und festem Körper • . fließfähiges Schleifmit¬ tel zugeführt wird und das Werkzeug periodisch mit hohem Anpreßdruck an die zu bearbeitende Oberfläche angedrückt wird.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach An¬ spruch 1 mit einem Drehteller zur Aufnahme und Befesti¬ gung des festen Körpersund einem an mindestens einem Teil seiner Oberfläche angepreßten, elastisch gelager¬ ten Werkzeug, welches mit der Fertigkkontur mit zwei OMPI Krümmungen versehen und starr ist, dadurch gekennzeich¬ net, daß Kanäle i dem Werkzeug (7) für die Zufuhr von Schleifmittel vorgesehen sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehteller (1) als angetriebene TopfScheibe ausgebil¬ det ist und eine Mittelstütze (1a) aufweist zum Auf¬ stellen des festen Körpers (5)., der durch eine Spannein¬ richtung (6) festlegbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeich¬ net, daß das Werkzeug (7) über zwei unter einem Winkel zueinander verlaufende Stangen (8a, 10a) mit je einem elastischen Zwischenstück (9, 11) von Anpreßzylindern (8, 10) gehaltert ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß an dem Werkzeug (7) über eine Verbin¬ dungseinrichtung (14, 14a) ein senkrecht in einem Schleif mittelbehälter (1, 1b) bewegbarer Pinsel (13) befestigt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifmittelbehälter als* um die Mittelstütze (1a) des Drehtellers (1) angeordneter Ringkanal (1b) ausgebil¬ det ist. OMPI .
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Ringkanal (1b) ein Spatel (19) , vorzugsweise mit Durchtrittsöffnungen, schräg angestellt vorgesehen ist. OMP1 Patentansprüche 1 Verfahren zum Schleifen, Polieren oder dergleichen von gekrümmten Oberflächen nichtmetallischer, fe ster Körper, insbesondere Glaskörper, mit Hilfe eines der zu bearbeitenden Oberfläche mindestens teilweise angepaßten Werkzeuges, das sich relativ zu dem zu bearbeitenden Körper unter Anpreßdruck bewegt, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkzeug dem zu bearbeitenden, festen Körper elastisch folgt und dem Arbeitsraum zwischen Werkzeug und festem Körper fortlaufend fließfähiges Schleif und/oder Poliermittel zugeführt wird.
8. 2 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der feste Körper gedreht wird und das Werkzeug elastisch beweglich gelagert im Raum feststeht und stellenweise gegen den festen Körper angedrückt ge¬ halten wird.
9. 3 Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn¬ zeichnet, daß das Werkzeug periodisch angedrückt wird.
10. 4 Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen Drehteller (1) zur Aufnahme und Befestigung des festen Körpers (5) und ein an mindestens einem Teil seiner Oberfläche angepreßtes, elastisch ge lagertes Werkzeug (7) .
11. 5 Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich¬ net, daß das Werkzeug (7) ein mit der Fertigkon¬ tur mit mindestens zwei Krümmungen versehenes, starres, teilweise auf dem Werkstück (5) auflie¬ gendes Teil ist. ■■ 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch ge¬ kennzeichnet, daß Kanäle in dem Werkzeug (7) für die Zufuhr von Schleifmittel vorgesehen sind.
12. 7 Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurchgekennzeichnet, daß der Drehteller (1) als angetriebene Topfscheibe ausgebildet ist und eine Mittelstütze (1a) aufweist zum Auf¬ stellen des festen Körpers (5) , der durch eine Spanneinrichtung (6) festlegbar ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, da¬ durch gekennzeichnet, daß das Werkzeug (7) über zwei, unter einem Winkel zueinander verlaufenden Stangen (8a, 10a) mit je einem elastischen Zwi . schenstück (9, 11) von AnpreßZylindern (8,10) ge¬ halten ist. * REÄ CΓ OMPI £MM\Φ.
Description:
A R I INTERNATTONALE ZUSAMMENARBEIT AUF DEM GEBIET DES PATENTWESENS (PCT)

(51) Internationale Patentklassifikation *-*: (11) Internationale VeröffentlichungsnummeπWO 80/01261

AI (43) Internationales B24B 19/00, 9/00 Verδffentlichungsdatnm: 26. Juni 1980 (26.06.80)

(21) Internationales Aktenzeichen: PCT/DE79/00151 (74) Anwälte: WEBER, Dieter, et al., Gustav-Freytag-Strasse 25, 6200 Wiesbaden 1 (DE).

(22) Internationales Anmeldedatum:

20. Dezember 1979 (20.12.79)

(81) Bestimmungsstaaten: JP, US.

(31) Prioritätsaktenzeichen: P 28 55 895.4

Veröffentlicht

(32) Prioritätsdatum: 23. Dezember 1978 (23.12.78) Mit dem internationalen Recherchenbericht

(33) Prioritätsland: DE Vor Ablauf der für Änderungen der Ansprüche zugelassenen Z eit veröffentlicht. Veröffentlichung wird wiederholt falls Än¬ derungen eintreffen.

(71) Anmelder (nur för JP): SCHOTT-ZWIESEL-GLAS¬

WERKE, AKTIENGESELLSCHAFT [DE/DE]; Bahnhofstrasse 35, Postfach 140, 8372 Zwiesel (DE).

(72) Erfinds ** -, und (75) E * ri&:» -,nme er(«Hr^>ÖS ;LANDGRAF,Wolfgang

[DE D£j; Jägergassi 6, 8372 Zwiesel (DE). SCHARF, Walter [DE/DE]; Hochstrasse 58, 8372 Zwiesel (DE); SIMON, Heinrich [DE/DE]; Haus-Nr. 133, 8372 Ra¬ benstein ( . DE).

(54) Tifle: PROCESS FOR GRINDING ORPOLISHING CURVED SURFACES OF SOLID BODIES AND DEVICE FOR APPLYING SUCH PROCESS

(54) Bezeichnung: VERFAHREN ZUM SCHLEIFEN ODER POLIEREN VON GEKRÜMMTEN OBERFLÄCHEN FE¬ STER KÖRPER UND VORRICHTUNG ZUR DURCHFÜHRUNG DES VERFAHRENS

den esten örper (5) angedrückt gehalten wird.

LEDIGLICH ZUR INFORMAΗON

Code, ' die zur Identifizierung von PCT-Vertragsstaaten auf den Kopf bögen der Schriften, die internatio

Anmeldungen gemäss dem PCT veröffentlichen.

AT Österreich u Liechtenstein

AU Australien LU Luxemburg

BR Brasilien MC Monaco

CF Zentrale Afrikanische Republik MG Madagaskar

CG Kongo MW Malawi

CH Schweiz N Niederlande

CM Kamerun NO Norwegen

DE Deutschland, Bundesrepublik RO Rumania

DK Dänemark SE Schweden

FR Frankreich SN Senegal

GA Gabun SU Soviet Union

GB Vereinigtes Königreich TD Tschad

HU Ungarn TG Togo

JP Japan US Vereinigte Staaten von Amerika

KP Demokratische Volksrepublik Korea

-1-

Verfahren zum Schleifen oder Polieren von gekrümmten Oberflächen fester Körper und Vorrichtung zur Durch¬ führung des Verfahrens

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Schleifen, Polieren oder dergleichen von gekrümmten Oberflächen nichtmetallischer, fester Körper, insbesondere Glas¬ körper, mit Hilfe eines der zu bearbeitenden Ober¬ fläche mindestens teilweise angepaßten Werkzeuges, das sich relativ zu dem zu bearbeitenden Körper un¬ ter Anpreßdruck bewegt, und die Erfindung bezieht sich auch auf eine Vorrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.

Aus der deutschen Patentschrift 326 638 ist ein Ver¬ fahren ähnlich dem vorstehend bezeichneten bekannt, bei welchem die konischen Dichtungsflächen an Fla- schenhälsen und Flaschenstöpseln aus Kristall oder

O PI

-2- Glas eingeschliffen werden. Das' zum Einschleifen verwendete Werkzeug besteht aus einem längs ge¬ schlitzten Hohlkegel, der aus einem Blechstrei¬ fen im Augenblick der Benutzung aufgerollt, auf einen Dorn gezogen und in rasche Umdrehung ver¬ setzt wird. Das mit Wasser angerührte Schleif - mittel wird in den Flaschenhals eingetragen, nachdem das zum Hohlkegel gerollte Blech um den Dorn gezogen ist und bevor das Werkzeug gedreht wird. Die zu schleifenden Werkstücke und de ent- . sprechend auch das verwendete Werkzeug haben nur eine Krümmung, und es können nicht kompliziertere Formen nach dem bekannten Verfahren geschliffen werden, z. B. nicht die Füße, Stiele oder Boden- platten von Kelchgläsern. Das bekannte Werkzeug ist im Gegenteil bewußt als Hohlkegel mit konstan¬ ter Wandstärke so ausgebildet, daß sowohl Stöpsel wie auch Hals die gleiche Kegelform aufweisen. Aus- serde wird in üblicher Weise das Werkzeug gedreht, während das Werkstück festgehalten wird. Die Lage¬ rung des Werkzeuges ist starr, so daß die aus einer Glaspresse kommenden, komplizierteren Formen, z.B. Bodenplatte und Stiel eines Kelchglases, die zwangs¬ läufig mit Toleranzabweichungen hergestellt sind, nach dem bekannten Verfahren selbst dann nicht her¬ gestellt werden könnten, wenn man die Kontur der Werkzeuge mit mehr als einer Krümmung versehen würde. Außerdem sind keine Mittel zur fortlaufenden Zufüh¬ rung von Schleifmittel vorgesehen.

Bei der Fertigung von Kelch- oder Stielgläsern wird entweder der Stiel auf den geblasenen Kelch aufge- * ; preßt, oder der Kelch wird auf den gepreßten Kelch- f U ß aufgeblasen.

O PI

-3- Die Fertigung des Stieles kann' in einer zwei- oder mehrteiligen Form erfolgen. Beim Pressen entstehen dadurchmehr oder weniger stark ausgeprägte Längs¬ nähte, die besonders auf der Bodenplatte des Stie- les sichtbar sind. Die Herstellung durch Pressen ist wirtschaftlich und eignet sich daher- besonders für die Fabrikation von Massenartikeln. Dennoch ist es das Bestreben, deren Qualität zu verbessern. Um also die notwendigerweise geprägten Längsnähte für das Auge wenigstens weniger stark hervortreten zu lassen, hat man der Bodenplatte und mitunter auch dem Stiel einen polygonartigen Querschnitt gegeben, der sich auslaufend bis in die Bodenplatte herabzieht. Die Teilungsfuge der Form liegt dann direkt auf der Kante des Polygons. Wünscht man einen rotationssym¬ metrischen Stiel, so läßt sich die Teilfuge optisch nicht mehr verbergen.

Es sind bereits Verfahren zur Umgehung dieses Nach¬ teils bekannt, bei welchen das Kelchglas so geformt wird, daß der Stiel mit einer angepreßten Tulpenform endet. Nach dem Ansetzen des Stiels an den Kelch wird diese Tulpe bis zum plastischen Zustand erhitzt und mit entsprechend ausgebildeten Kohlebacken unter Dre¬ hung zur Bodenplatte geformt. Dieses Verfahren hatden Nachteil, daß die Bodenplatte hierdurch konzentrische, meist unschöne Streifen erhält.

Es gäbe zwar die Möglichkeit, die Preßnaht an der Bo¬ denplatte durch Abschleifen zu entfernen, was teil- weise von Hand durchgeführt wird, wonach anschließend

O PI /.. WIPO .

poliert wird. Dieses Verfahren unter Verwendung eines rotierenden Schleifkörpers ist aber infolge der Hand¬ arbeit * sehr teuer.

Die Mechanisierung dieses Handverfahrens mußte aber bislang aus folgenden Gründen scheitern: Kelche und Stiele für Kelchgläser werden im plastischen Zustand spanlos mittels Blasen bzw. Pressen gefertigt. Eine solche Fertigung hat naturgemäß im Gegensatz zum span¬ abhebenden Verfahren eine größere Toleranz von mehre¬ ren Zehntel Millimetern, die sich auf die Rundheit, die Koaxialität und den Winkelversatz von Kelchachse und Stielachse bemerkbar macht. Aus diesen Gründen ist es nicht möglich, ein Glas am Stiel und/oder Kelch derart fest einzuspannen, daß es genau rund läuft. Eine dann auf)äie Oberseite des Bodens aufgesetzte profilierte Schleifescheibe müßte die Unsymmetrien einseitig abschleifen; und dies so lange, bis sämt- liehe Nähte abgeschliffen sind. Dadurch wird unver¬ hältnismäßig viel Glasmaterial abgetragen, und die Bearbeitungszeit ist nachteilig lang.

Man hat auch schon nach Möglichkeiten gesucht, das Ent¬ fernen der Naht durch Schleifbänder vorzunehmen,deren Umlenkrolle über die Naht geführt werden muß. Diese Verfahren scheiterten aber an dem hohen wirtschaftli- chen Aufwand an Maschinen und Werkzeugen.

Aus der deutschen Offenlegungsschrift 2 529 438 sind schließlich ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Einschleifen von untiefen Nuten in Werkstücken aus

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keramischem Material bekannt geworden. Man hatte fest¬ gestellt, daß das übliche Einsägen der Nuten durch das Schwingen der Sägewerkzeuge und durch das Herausbröckeln des sehr spröden Ferritmaterials zu Ungenauigkeiten führt. Das bekannte Verfahren bleibt aber nach wie vor ein Sägeverfahren, bei welchem nämlich eine Drahtsäge¬ maschine verwendet wird, bei welcher auf einer Trommel Drähte gespannt abgestützt werden. Unter Zusatz eines Schleifmittels wird das zu bearbeitende Werkstück gegen die mit Abstand nebeneinander auf dem Umfang auf der - - Trommel festgespannten Drähte gedrückt. Der jeweilige Metalldraht ist so in eine Umfangsnut in der Trommel eingespannt, daß er mit einem Teil seines Querschnit¬ tes aus der OberfläcHe hervorragt und damit den Säge- organg in das gegen die Trommel gepreßte Werkstück vornimmt. Dieses bekannte Verfahren gibt keine Anre¬ gungen zum Flächenschleifen oder -polieren, insbeson¬ dere nicht bei komplizierten Konturen, wie z.B. Stiel und Bodenplatten eines Glasfußes.

Der Erfindungliegt daher die Aufgabe zugrunde, das bekannte eingangs erwähnte Verfahren auch zum Schlei¬ fen von solchen Oberflächen anwendbar zu machen, die in mindestens zwei Richtungen gekrümmt sind.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit Vorteil da¬ durch gelöst, daß das Werkzeug dem zu bearbeitenden, festen Körper elastisch folgt und dem ' Arbeitsraum zwi¬ schen Werkzeug und festem Körper fortlaufend fließfä¬ higes Schleif- und/oder Poliermittel zugeführt wird. Mi dieser Methode-ist erstmals ein Verfahren geschaf¬ fen worden, it welchem die beim Pressen entstandenen, oben beschriebenen Nähte auf den Glaskörpern entfernt werden * können, wobei hier ein relativ zu dem Glaskör¬ per bewegtes, formgebendes Werkzeug unter kontinuier¬ licher Schleifmittelzugabe arbeitet. Man ist durch das

-6- neue Verfahren überraschend in- der Lage, in weniger als 30 Sekunden, vorzugsweise weniger als 15 Sekun¬ den, die Nähte zu entfernen. Man ist grundsätzlich von dem bisher üblichen Arbeitsprinzip beim Material- abtrag abgegangen, nämlich elastomere, elastische Werkzeuge, z. B. sich drehende Scheiben oder der¬ gleichen, zu verwenden, die starr gelagert sind. Erfindungsgemäß folgt das Werkzeug dem zu bearbeiten¬ den, festen Körper elastisch. Durch die federnde La- gerung des Werkzeuges, das z. B. ein Formkörper aus Stahl sein kann, kann man in sehr wirksamer Weise und kurzer Zeit, etwa in 15 Sekunden, Längsnähte an Kelch¬ glasfüßen so weit abtragen, daß sie optisch nicht mehr ohne weiteres feststellbar sind. Damit erhält das in Massenproduktion maschinell, gegebenenfalls vollauto¬ matisch, hergestellte Glas eine Güte und Qualität, die bislang nur im Handbearbeitungsverfahren erreich¬ bar war. Durch das neue Verfahren wird einem Maschinen¬ glas ein höherwertiger Markt eröffnet, obwohl man die wirtschaftlichen Vorteile des Pressens des Glasunter¬ teils nicht verläßt. Durch das Pressen hat man nämlich vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten, niedrige Herstel¬ lungskosten und erhält blanke Oberflächen. Durch das Abschleifen werden die Oberflächen nur teilweise ange- rauht und können durch Polieren in kürzester Zeit wie¬ der ihre blanke Oberfläche erhalten.

Die großen Schwierigkeiten mit den bekannten Verfahren und bei- den erfolglosen Versuchen in Betrieben lassen sich unter anderem dadurch erklären, daß die beim Pres¬ sen des Glasfußes entstandene Naht nicht ein Grat ist, sondern eine Stufe, so daß ein kurzzeitiges Abschlei- ,fen mit feinen Schleifbändern, deren Führungsrollen längs der Kontur des Fußes geführt werden,mit gerin- gern Anpreßdruck nicht den gewünschten Effekt erbrin¬ gen.

OMPI

-7- Die Erfinder gingen stattdessen einen u üblichen Weg, nämlich das Werkzeug unter kräftigem Anpreßdruck, den¬ noch aber elastisch gelagert relativ zum Glaskörper zu bewegen. Dabei ist es erfindungsgemäß besonders vorteil- haft, wenn der feste Körper, d.h. der Glaskörper, ge¬ dreht wird und das Werkzeug elastisch beweglich gela¬ gert im Raum feststeht und stellenweise gegen den fe¬ sten Körper angedrückt gehalten wird. Man könnte zwar das Werkzeug gleichzeitig auf die gesamte Oberfläche les zu bearbeitenden Körpers aufdrücken, durch die Ro¬ tationsbewegung genügt aber nur eine Teilberührung, wodurch sich der Vorteil ergibt, daß das Werkzeug klei¬ ner wird und besser zu handhaben ist. Außerdem hat man dann eine kleinrere -bewegte Masse. Ferner ist es mög- lieh, das Schleifmittel durch in dem Werkzeug vorhande¬ ne Kanäle dem Arbeitsraum zuzuführen.

Besonders zweckmäßig ist es, wenn das Werkzeug erfin¬ dungsgemäß periodisch angedrückt wird. Auch diese Maß- nähme dient dem besseren Zuführen von Schleifmittel, das man entweder durch Leitungen, über Bürsten, Schwäm¬ me oder Kanäle dem Arbeitsraum zuführt.

Die Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens ist ge- kennzeichnet durch einen Drehteller zur Aufnahme und Befestigung des festen Körpers und ein an mindestens einem Teil seiner Oberfläche angepreßtes, elastisch gelagertes Werkzeug. Das Werkzeug weicht durch diese Merkmale wunschgemäß in allen Raumrichtungen aus und übt dennoch einen erheblichen Anpreßdruck auf die zu bearbeitende Oberfläche aus, so daß die im Querschnitt als Stufe ausgebildete Naht, welche dem Beobachter wie ein Grat erscheint, in sehr kurzer Zeit abgetragen wer¬ den kann.- Da sichdie Flächen von Werkstück und Werk- zeug in jedem Augenblick der Drehung optimal anpassen und somit keine Spitzenbeanspruchungen auftreten, wie dies bei einer starren Lagerung der Fall wäre, werden

-8- sowohl das Werkzeug als auch der zu bearbeitende Glas¬ körper weitestgehend geschont, und das trotz des star¬ ken Anpreßdruckes.

Es ist verständlich, daß ein Werkzeug mit diesen Merk¬ malen verschiedenste Konturen haben kann, d. h. es können durch die Erfindung auch Oberflächen geschlif¬ fen oder poliert werden, die in mehr als zwei Rich¬ tungen gekrümmt sind. Damit sind erstmals ein Verfah- ren und eine Vorrichtung geschaffen, um maschinell hergestellte, z. B. gepreßte Kelchglasfüße zu hoher Qualität zu verarbeiten.

Beivorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist das Werkzeug ein mit der Fertigkontur mit mindestens zwei Krümmungen versehenes-, starres Teil. Verständlicher¬ weise kann man ein starres Teil, das z. B. aus Stahl hergestellt sein kann, durch spanabhebende Bearbeitung oder auch Pressen oder Gießen so kompliziert formen, daß jede denkbare Kontur erreichbar ist. Wenn der star¬ re Teil als Werkzeug eine koplizierte Kontur in Nega¬ tivform hat, welche der positiven Kontur eines zu be¬ arbeitenden Werkstückes entspricht, kann man verstand— licherweise alle gewünschten Bearbeitungen mit über- raschender Wirkung und in kurzer Zeit vornehmen.

Vorteilhaft ist es gemäß der Erfindung auch, wenn Ka¬ näle in dem Werkzeug für die Zufuhr von Schleifmittel vorgesehen sind. Weil das Werkzeug im wesentlichen ortsfest gehalten wird, kann man mittels Schläuchen und Leitungen flüssiges Schleifmittel laufend in den Arbeitsraum pumpen.

Zweckmäßig ist es aber auch, wenn erfindungsgemäß der Drehteller als angetriebene Topfscheibe ausgebildet ist und eine Mittelstütze aufweist zum Aufstellen des

OMPI

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1 festen Körpers, der durch eine' Spanneinrichtung fest¬ legbar ist. In der TopfScheibe kann in einer ringför¬ migen Vertiefung um die Mittelstütze herum ein größe¬ rer Vorrat an Schleifmittel gehalten werden, der dann 5 über kurze Wege bequem dem Bearbeitungsraum zugeführt werden kann. Die Spanneinrichtung kann z. B. ein pneu¬ matischer Zylinder sein, der über ein elastisches, drehbar gelagertes Druckstück aus Kautschuk, Kunst¬ stoff oder dergleichen das Werkstück, z. B. -ein Kelch- 10 -=Fl as f v 0 * 1 oben auf die Mittelstütze .weich aufdrücken kann. Das Lösen kann man ersichtlich vorprogrammiert periodisch steuern.

Bei vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist das 15 Werkzeug über zwei,unter einem Winkel zueinander ver¬ laufende Stangen mit je einem elastischen Zwischen¬ stück von Anpreßzylindern gehaltert. Auch diese Zylin¬ der können pneumatisch angetrieben und vorprogrammiert periodisch immer dann gesteuert werden,wenn z. B. nach 20 dem Festlegen eines zu bearbeitenden Glaskörpers das Werkstück an die zu bearbeitende Oberfläche heranfährt und nach der Bearbeitung wieder abgehoben wird.

Das Werkzeug umschließt das Werkstück teilweise, wo- 25 durch ein Wegdrücken des Werkzeuges verhindert wird.

Die pneumatisch angetriebenen Zylinder erlauben damit einen pneumatisch regelbaren Anpreßdruck. Die Pneuma¬ tik hat ferner den Vorteil, daß beim Vorüberlaufen ei- 30 ner vorspringenden Unebenheit das Werkzeug ausweichen --- : -kann-,-- weil die Kolbenstangen unter Erhöhung des Luft¬ druckes ein Stück weit in den Zylinder kurzzeitig her¬ eingedrückt werden können.

35 in zweckmäßiger Weise ist das Werkzeug gehärtet, damit der Materialabtrag vorzugsweise auf der Seite des Werkstückes -und nicht auf der des Werkzeuges vonstat¬ ten geht.

Weitere Vorteile, Merkmale und* Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgen-- den Beschreibungi Zusammenhang mit den Zeich-n-ungen. Es zeigen

Fig. 1 verschiedentlich abgebrochen und teilweise schematisch eine Schnittansicht einer bevor¬ zugten Ausführungsform einer Vorrichtung zum Schleifen oder Polieren eines Glaskörpers in der Darstellung eines Kelchglases,

Fig. 2a die Draufsicht auf den als Topfscheibe ausgeir.. ' bildeten Drehteller im Betriebszustand, z.B. beim Schleifen,

Fig. 2b die gleiche Ansicht wie Figur 2a, jedoch i dem Zustand, wenn das Werkzeug vom Werkstück zurückgezogen ist,

Fig. 3a schematisch einen Schnitt durch den Fuß eines

Kelchglases parallel zur Bodenplatte mit Ansicht des in Arbeitsstellung befindlichen Werkzeuges,

Fig. 3b die gleiche Ansicht wie Figur 3a, wobei jedoch eine andere Ausführungsform eines Werkzeuges dargestellt ist, und

Fig. 4 schematisch die Ansicht eines teilweise abgebro¬ chenen Kelchglases mit in Arbeitsstellung be— findlichen Werkzeugen unterschiedlicher Ausfüh¬ rungsform.

In Figur 1 wird ein als Topfs.cheibe ausgebildeter Dreh¬ teller 1 mit einer Mittelstütze 1a als Werkstückträger und einem konzentrisch um die ^ Mittelstütze 1a angeord¬ neten Ringkanal 1b über eine Drehlagerung 2 mittels V-Riemenscheibe 3 vom Motor 4 angetrieben.

OMP

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1 Bei einer anderen, hier nicht gezeigten Ausführungs¬ form ist der umlaufende Drehteller 1 mit der Mittel¬ stütze 1a in zwei getrennt voneinander sich drehende Maschinenteile aufgeteilt. Zum einen ist das Mittel- g stück, der Werkstückträger 1a, gelagert vorgesehen, zum anderen ist der Ringkanal 1b getrennt gelagert und wird getrennt angetrieben. Er kann z.B. mit einer geringeren Drehzahl als die Mittelstütze 1a umlaufen.

0 In der Mitte auf der Mittelstütze 1a, die als Werk¬ stückträger dient, ist eine Ausnehmung als Zentrie¬ rung vorgesehen, in welcher sich der Fuß 5a des Kelchglases 5 befindet, der bearbeitet werden soll. Von oben wird das Kelchglas 5 mit Hilfe eines am Ma- * 5 schinenrahmen befestigten Zylinders 6, einer Kolben¬ stange 6a und eines Druckstückes, das mittels Drehla¬ ger 6b gegenüber dem mitdrehenden Klemmstück 6c fest¬ steht, angedrückt gehalten. Auf diese Weise kann das Kelchglas 5 über den jeweils eingestellten Luftdruck 0 init Hilfe des Zylinders 6 mehr oder weniger stark in der Zentrierung auf der Mittelstütze 1a angedrückt gehalten werden.

Das Werkzeug ist in Figur 1 im Schnitt dargestellt 5 und mit 7 bezeichnet. In den Fig. 2a und 2b ist eine Draufsicht auf das Werkzeug 7 gezeigt, wobei in den Fig. 1 und 2 die gleiche Ausführungsform des Werkzeu¬ ges 7 verwendet wird, in Draufsicht ein das Werkstück 5a zur Hälfte umgreifendes Werkzeug 7. 0

In Figur 3a ist in der linken Hälfte eine andere Aus¬ führungsform eines Werkzeuges 7a gezeigt, welches das Werkstück 5a nur etwa auf einem Winkelbereich zwischen 100 und 120 °C umgreift. Dafür kann gemäß der strich- 5 punktierten Linie ein ähnliches Werkzeug 7b gegenüber¬ liegend angeordnet sein. Der Gegendruck beider Werk¬ zeuge 7a und 7b kann sich ausgleichend eingestellt werden.

In Figur 3b ist eine weitere Ausführungsform des Werkzeuges 7 dargestellt, welches den Fuß 5a des Kelchglases 5 um mehr als einen Winkelbereich von 180 °, nämlich etwa 200 °, umschließt.

In Figur 4 ist schließlich eine weitere andere Ausfüh¬ rungsform zweier Werkzeuge 7a und 7b gezeigt, die in unterschiedlicher Höhe den Fuß 5a des Kelchglases 5 von gegenüberliegenden Seiten aus bearbeiten. Hierbei wird das Werkzeug 7a in Richtung des Pfeiles 20 und das Werkzeug 7b in Richtung des Pfeiles 21 auf den Fuß 5a aus entgegengesetzten Richtungen angedrückt. Diese resultierende Druckrichtung 20 bzw. 21 ergibt sich je nach der Ausführungsform der Maschine gege- benenfalls durch den direkten Druck einer Kolbenstan¬ ge 8a, 10a oder 10b, deren Anpreßdruck pneumatisch regelbar separat eingestellt werden kann.

Betrachtet man Figur 1 , so erkennt man, daß das Werk- zeug 7 von einer horizontal angeordneten Stange 10a über ein elastisches Zwischenstück 11 von einem An¬ preßzylinder 10 und von einer Stange 8a über ein elastisches Zwischenstück 9 vom Anpreßzylinder 8 ge¬ halten wird. Es versteht sich, daß je nach dem An- preßdruck die Resultierende mehr oder weniger in der Horizontalen oder Vertikalen liegt, so daß der An¬ preßdruck in gewünschter Weise auf die Stelle des Fußes 5a gerichtet ist, an welcher besonders viel Material abgetragen werden soll. Zum Beispiel kann man den An¬ preßdruck oben etwas stärker wählen. Es ist bevor¬ zugt, den spezifischen, d.h. flächenbezogenen, An¬ preßdruck gleichbleibend zu halten.

Das Werkzeug 7 wird also durch den pneumatischen Druck in denAnpreßZylindern 8, 10 elastisch gegen den Fuß 5a angedrückt. Wenn eine vorspringende Unebenheit auf dem Fuß 5a auf das Werkzeug 7 zuläuft, weicht dieses da-

OM

durch aus, daß die Kolbenstange 8a oder 10a in den Zylinder 8 bzw. 10 hineingedrückt wird.

Durch die richtige Regulierung des pneumatischen Druk— kes in den AnpreßZylindern 8 und 10 kann man eine z.B. in Figur 4 durch den Pfeil 20 gezeigte Resultierende von Anpreßkraft und Anpreßrichtung erhalten, so daß in gewünschter Weise der Abtrag von Material am Werkstück nur in dieser gewünschten Richtung erfolg , und zwar derart gleichmäßig, daß sich die Werkzeugkon¬ tur praktisch nicht ändert. Es versteht sich, daß man mehrere Kolbenstangen 8a, 10a vorsehen kann und diese auch unter den verschiedensten Winkeln.anordnen kann, um über das Druckniveau in den AnpreßZylindern 8 und 10, welches jeweils getrennt regelbar eingestellt wer¬ den kann, die Resultierende, d. h. den Druck in Be¬ trag und Richtung, genau einzustellen.

Der Anpreßzylinder 8 ist über Bolzen 8b am Gestell 14 befestigt, an welchem auch das Zwischenstück 11 mit der Stange 10a angebracht ist. Auf der dem Zwischen¬ stück 11 gegenüberliegenden Seite des Gestells 14 ist die Kolbenstange des AnpreßZylinders 10 befestigt, der über einen Bolzen.10b an der Grundplatte 17 der Maschi- ne gehaltert ist. Das Gestell 14 ist gemäß Darstellung in Figur 1 nach rechts und links durch die Tätigkeit des Anpreßzylinders 10 beweglich, und zwar mit Hilfe eines gegen Verdrehung gesicherten Längslagers 15, ne¬ ben welchem auch der ' Schutzbalg 16 gezeigt ist, der das Eindringen von Schmutz, z. B. Schleifmittel, in eine nicht dargestellte Nutenlagerung-verhindert. Mit dem Gestell 14 bewegen sich die Stangen 8a und 10a und damit das Werkzeug 7 relativ zu dem auf der Mittel— stütze Ta -gehalterten Fuß 5a des Kelchglases 5. Fer¬ ner bewegt sich mit dem Gestell 14 auch der über die Konsole 14a am Gestell 14 angebrachte Zylinder 12. An dem freien Ende seiner Kolbenstange ist über eine ver-

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stellbare Klemm- oder Schraubeinrichtung 12a ein Pin¬ sel 13 angebracht. Aus diesem läuft während des Schleifvorganges in der Darstellung der Figur 1 und 2a Schleifmittel auf den zu bearbeitenden Fuß 5a auf. Bei der Darstellung der Figur 2b hat sich durch Bewe¬ gen des Gestells 14 zusammen mit dem daran angebrach¬ ten Teil nach rechts der Zylinder 12 mit Pinsel 13 ebenfalls nach rechts bewegt und befindet sich dann über dem mit Schleifmittel 18 gefüllten Ringkanal 1b.

In Figur 2a ist ferner ein schräg angestellter Spatel

19 mit Durchtrittslöchern gezeigt. Er dient der Homo¬ genisierung des im Ringkanal 1b befindlichen Schleif¬ mittels. Er ist gemäß der schematischen Darstellung ortsfest, während sich das Schleifmittel 18 zusammen mit dem Ringkanal 1b in Richtung des in den Fig. 2a und 2b gezeigten gebogenen Pfeiles 22 umläuft. Mit Hilfe des Spatels 19 wird ein Absetzen der schweren Bestandteile des Schleifmittels auf dem Grund des Ringkanals 1b in vorteilhafter Weise verhindert.

Bei der in Figur 4 dargestellten Ausführungsform könnte das Werkzeug 7a z. B. aus gehärtetem Stahl und das auf der Gegenseite angeordnete Werkzeug 7b als Gegendruck- stück aus gleitfähigem Kunststoff bestehen. Die oben beschriebenen Aus ührungsformen zeigen, daß die Werk¬ zeuge 7a, 7b gegebenenfalls aus verschiedenen Richtun¬ gen und zu verschiedenen Zeiten an den Fuß 5a, d.h. das zu bearbeitende Werkstück, angepreßt werden.

Im Betrieb, d. h. zum Abschleifen der als Rippe er-__ scheinenden Stufe am Fuß 5a des Kelchglases 5, wird zunächst Schleifmittel in den Ringkanal 1b eingefüllt, sodann das Kelchglas 5 aufgesetzt und durch Betätigung des Zylinders 6 mit Hilfe des Klemmstückes 6c festge¬ klemmt. Dann fährt man den " mit Schleifmittel gefüllten Pinsel 13 durch Betätigen des Zylinders .12 aus dem

1 Ringkanal 1b heraus, so daß von ' oben gesehen der Zu¬ stand gemäß Figur 2b erreicht ist. Sodann wird durch Betätigung des AnpreßZylinders 10 das Gestell 14 nach links gefahren, so daß der in den Fig. 1 und 5 2a gezeigte Betriebszustand erreicht ist. Durch die richtige Einregelung der Drücke in den AnpreßZylin¬ dern 8 und 10 wird die richtige Resultierende für den Druck erreicht, den das Werkzeug 7 auf den Fuß 5a ausübt. Der Motor 4 treibt den Fuß 5a etwa 10 Sekun—

10. den lang drehend unter dem Werkzeug 7, wonach die un¬ schöne Stufe im wesentlichen abgeschliffen ist. Die Anpreßzylinder 8, 10 werden betätigt, so daß das Werkzeug 7 mit Pinsel 13 gemäß gestricheltem Pfeil 23 in Figur 2a in die Stellung gemäß Figur 2b gefahren

15 werden kann. Sodann wird der Zylinder 12 betätigt, der Pinsel 13 taucht in das Schleifmittel 18 im Ring¬ kanal 1b ein, füllt sich, und das Arbeitsspiel beginnt von neuem.

20 Es versteht sich, daß durch die Drehung des Ringkanals 1b das Schleifmittel 18 laufend an dem ortsfesten, schräg angestellten Spatel 19 und durch dessen Durch¬ trittslöcher hindurch bewegt wird, so daß sich die schweren Bestandteile nicht auf dem Grund des Ringka-

25 nals absetzen können und eine Homogenisierung des Schleifmittels gewährleistet ist.

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