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Title:
PROCESS FOR MACHINING CROSS PINS ON LATHES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/095638
Kind Code:
A1
Abstract:
Instead of receiving, as hitherto, cross pins (1) in a special chuck of a lathe and machining in each case one pin (2) and subsequently advancing the workpiece cyclically through 90°, according to the invention a supporting surface (18) having a clamping device (19) is provided in the working area, it being possible to place the unmachined part on said supporting surface (18) and to clamp said unmachined part such that, in this first setup, two mutually opposite end faces can already be machined, including centring holes, clamping between locating centres (22) subsequently taking place at said end faces for the machining of the adjoining lateral surfaces. After only one cyclic advance through 90° on this supporting surface (18), the same operation takes place for the second pair of pins, wherein it is even possible for the mutually aligned pins (2) to be machined simultaneously, given appropriate machinery.

Inventors:
SCHREIBER LEO (DE)
HANNING ALBRECHT (DE)
MÜHLICH WERNER (DE)
Application Number:
EP2013/076554
Publication Date:
June 26, 2014
Filing Date:
December 13, 2013
Export Citation:
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Assignee:
MAG IAS GMBH (DE)
International Classes:
B23P23/02; B23B3/16; B23B5/00; B23B49/04; B23Q7/04; B23Q39/02; F16D3/40
Foreign References:
DE3420531A11985-12-05
FR2631571A11989-11-24
DE2232931A11974-01-17
DE2702104A11977-08-04
US2961764A1960-11-29
US3800383A1974-04-02
DE2944540A11980-05-22
Other References:
DATABASE WPI Week 197521, Derwent World Patents Index; AN 1975-F5619W, XP002721237
Attorney, Agent or Firm:
HANSMANN & VOGESER (DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1 . Verfahren zum Bearbeiten von Werkstücken (1 ), insbesondere Zapfen- kreuzen (1 ), mit zwei Paaren von rotationssymmetrischen Zapfen (2), von denen je zwei Zapfen (2) miteinander fluchten und die Rotationsachsen (10a, b) der beiden Paare einen Zwischen-Winkel einschließen, mit folgenden Schritten:

a) Spannen des Werkstückes (1 ) im mittleren Bereich und Bearbeiten der parallel zueinander liegenden Stirnflächen des ersten Paares von Zapfen mittels rotierenden Werkzeugen, insbesondere mittels Fräsen (7) einschließlich Einbringen von Zentrierbohrungen (8) in diese Stirnflächen,

b) Drehen des Werkstückes (1 ) um eine zur Verbindungslinie zwischen den vorhandenen Zentrierbohrungen (8) senkrecht stehende Normale

(21 ) um den Zwischen-Winkel, insbesondere um 90°,

c) Bearbeiten der zueinander parallel liegenden Stirnflächen, des zweiten Paares von Zapfen mittels rotierenden Werkzeugen, insbesondere Fräsern, einschließlich Einbringen von Zentrierbohrungen (8),

d) Lösen der bisherigen Spannung und statt dessen Spannen an den beiden zuletzt hergestellten Zentrierbohrungen (8) zwischen Zentrierspitzen (22) sowie drehendes Antreiben des Werkstückes (1 ),

e) Bearbeiten der Mantelflächen der Zapfen (2) des zweiten Paares bei rotierendem Werkstück (1 ),

f) Spannen des Werkstückes (1a) am Mittelteil (3) und Lösen der Spannung zwischen Zentrierspitzen (22),

g) Drehen, vorzugsweise zurückdrehen, des Werkstückes (1 ) um eine zur Verbindungslinie zwischen den vorhandenen Zentrierbohrungen (8) senkrecht stehende Normale (21 ) um den Zwischen-Winkel, insbeson- dere um 90°,

h) Spannen des Werkstückes zwischen Zentrierspitzen (22) in den zuletzt hergestellten Zentrierbohrungen und Lösen der bisherigen Spannung, i) Bearbeiten der Mantelflächen der Zapfen (2) des ersten Paares bei rotierendem Werkstück,

wobei alternativ zu der zuvor beschriebenen Reihenfolge die Schritte b) und c) erst anstelle des Schrittes g) durchgeführt werden können.

2. Verfahren nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet, dass

in den Schritten a) und c) die Bearbeitung der parallel zueinander liegenden Stirnflächen gleichzeitig erfolgt.

3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

In den Schritten e) und i) die Bearbeitung der Mantelflächen mittels Drehen erfolgt.

4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

In den Schritten e) und i) die Bearbeitung der Mantelflächen gleichzeitig erfolgt.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

zum Spannen am Mittelteil (3) das Werkstück (1) auf einer Auflagefläche (18) aufgelegt wird, die parallel zur Ebene der sich kreuzenden Rotationsachsen (10a, b) der rotationssymmetrischen Zapfen (2) liegt.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

zum Spannen am Mittelteil (3) das Werkstück (1) in der Hauptebene form- schlüssig gehalten wird durch mindestens zwei, vorzugsweise vier radial gegen das Mittelteil (3) des Werkstückes (1) gerichteten Klemmbacken (9), die insbesondere in den Innenecken des Mittelteils (3) des Werkstückes (1) angreifen.

7. Drehmaschine zum Bearbeiten von Werkstücken (1), insbesondere Zapfenkreuzen (1), mit zwei Paaren von rotationssymmetrischen Zapfen (2), von denen je zwei Zapfen (2) miteinander fluchten und die Rotationsachsen (10a, b) der beiden Paare einen Zwischen-Winkel einschließen, mit a) einem Bett (11),

b) wenigstens einer, insbesondere wenigstens zwei, darauf mindestens in Z- und X-Richtung verfahrbaren Werkzeugeinheiten (20),

c) einem Spindelstock (12) und einem gegenüberliegenden Reitstock oder einem Gegen-Spindelstock (14),

d) wobei die wenigstens eine Werkzeugeinheit (20) auch wenigstens ein drehend antreibbares Werkzeug umfasst,

gekennzeichnet durch

e) eine zusätzliche Spannvorrichtung (19) zum Spannen eines Werkstü- ckes mit einer Auflagefläche (18) für das Werkstück (1), die schwenkbar um die Normale (21) zur Auflagefläche (18) ist und deren Auflagefläche (18) parallel zur Drehachse (10) liegt.

8. Drehmaschine nach Anspruch 7,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Spannvorrichtung (19) in den Arbeitsbereich der Drehmaschine und aus diesem heraus verfahrbar ist.

9. Drehmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Spannvorrichtung (19) gegeneinander gerichtete Klemmbacken (9) in gerader Anzahl aufweist.

10. Drehmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Spindelstock (12) und/oder der Gegen-Spindelstock (14) je eine Spannvorrichtung (13) mit einer zentralen Zentrierspitze (22) aufweisen.

Description:
Bearbeitungsprozess von Zapfenkreuzen auf

Drehmaschinen

I. Anwendungsgebiet

Die Erfindung betrifft ein Herstellverfahren und eine dafür geeignete Maschine zum Herstellen von Zapfenkreuzen und ähnlichen Werkstücken, welche rotationssymmetrische Bereiche aufweisen, deren Rotationsachsen im Winkel, insbesondere im rechten Winkel, zueinander stehen.

II. Technischer Hintergrund

Für die Zwecke der vorliegenden Erfindung wird ausschließlich der Begriff „Zapfen kreuze" für solche Werkstücke verwendet.

Bei derartigen Zapfenkreuzen müssen die Endbereiche hinsichtlich Mantelfläche und Stirnfläche bearbeitet werden, während der mittlere Bereich häufig roh bleibt, wie er aus dem Urformvorgang (Gießen oder Schmieden) hervor- geht.

In der Vergangenheit wurden derartige Zapfenkreuze auf Drehmaschinen bearbeitet, indem sie in einem Spezialfutter so gespannt wurden, dass jeweils nur ein Zapfen des Zapfenkreuzes aus dem Futter hervorragte und bei rotierend um die Drehachse angetriebenem Werkstück bearbeitet werden konnte. Anschließend konnte das Zapfenkreuz in dem Spezialfutter um eine Taktachse, die quer zur Drehachse steht, um 90° weitergetaktet und der nächste Zapfen drehend bearbeitet werden. Der Nachteil dieser Vorgehensweise war die lange Bearbeitungsdauer, da die vier Zapfen hintereinander bearbeitet werden mussten.

Ein weiterer Nachteil war das benötigte aufwendige Spezialfutter, welches nicht nur teuer, sondern auch groß und voluminös ist und mit zunehmender Größe der Zapfenkreuze überproportional an Gewicht und Größe zunimmt, wodurch die rotierend angetriebene Masse sehr gross wurde und abhängig von den Abmessungen der verwendeten Maschine nur relativ kleine Zapfenkreuze bearbeitet werden konnten. Ein weiterer Nachteil besteht darin, dass durch das jeweilige Weitertakten um 90° bzgl. jedes einzelnen Zapfens eine Takt-Ungenauigkeit auftreten konnte.

III. Darstellung der Erfindung a) Technische Aufgabe

Es ist daher die Aufgabe gemäß der Erfindung, ein Bearbeitungsverfahren für Zapfenkreuze und ähnliche Werkstücke zu schaffen, welches eine gerin- gere Bearbeitungszeit und weniger komplizierte Hilfsvorrichtungen benötigt und in der gleichen Maschine die Bearbeitung größerer Zapfenkreuze zu- lässt. Die hierfür benötigte Maschine oder Vorrichtung soll einfacher und kostengünstiger aufgebaut sein. b) Lösung der Aufgabe

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der Ansprüche 1 und 7 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Lösung hinsichtlich der Vorgehensweise besteht darin, durch eine andere Aufspannung am Rohteil jeweils ein fluchtendes Paar von rotationssymmetrischen Abschnitten am Werkstück in einer Aufspannung bearbeiten zu können, wodurch zum einen die Bearbeitungszeiten reduziert werden und zum anderen auch die Fehler durch erneute Spannung minimiert werden:

Denn beim ersten Aufspannen wird das Werkstück in seinem mittleren Bereich an den in der Regel noch unbearbeiteten Flächen gespannt, und zwar so, dass in dieser Aufspannung zwei zueinander fluchtende rotationssym- metrische Abschnitte, also mit den beiden parallel zueinander liegenden Stirnflächen, bearbeitet werden können. Dies umfasst in aller Regel das Bearbeiten der Stirnflächen, also das Bearbeiten des Werkstückes auf Länge von der einen zur anderen Stirnfläche, sowie das Einbringen von Zentrierbohrungen in diese Stirnflächen.

Anschließend wird das Werkstück um eine Schwenkachse verschwenkt, die senkrecht zu der Verbindungslinie zwischen den bereits erstellten Zentrierbohrungen steht und auch senkrecht zu den noch zu erstellenden Zentrierbohrungen der beiden anderen rotationssymmetrischen Abtschnitte steht, und in dieser verschwenkten Lage wiederum die beiden anderen zueinander fluchtenden rotationssymmetrischen Abschnitte wie oben beschrieben bearbeitet durch das Bearbeiten der Stirnflächen, also das Bearbeiten des Werkstückes auf Länge von der einen zur anderen Stirnfläche, sowie das Einbringen von Zentrierbohrungen in diese Stirnflächen.

Dieser Vorgang kann auch später durchgeführt werden, nämlich nachdem das erste Zapfenpaar fertig bearbeitet wurde. In dieser Aufspannung liegt das Werkstück vorzugsweise mit der Rotationsachse der in diesem Schritt zu bearbeitenden rotationssymmetrischen Abschnitte parallel zu oder auf der Drehachse der benutzten Drehmaschine. Anschließend wird das Werkstück zwischen zwei Zentrierspitzen gespannt, die in die vorher angefertigten Zentrierbohrungen eingreifen, und die Spannung in seinem mittleren Bereich an den in der Regel noch unbearbeiteten Flächen gelöst. Das Werkstück wird zusätzlich drehend angetrieben und am rotierenden Werkstück werden die Mantelflächen des ersten Zapfenpaares nahe der bearbeiteten Stirnflächen oder direkt angrenzend an diese bearbeitet.

Bevor auch die Mantelflächen des zweiten Zapfenpaares auf die gleiche Art und Weise bearbeitet werden können, muss das Werkstück um die Schwenkachse zurück verschwenkt werden, wofür es wieder in seinem mittleren Bereich an den der Regel noch unbearbeiteten Flächen gespannt wird und - nach Lösen der Spannung zwischen Spitzen - um diese Schwenkachse zurückgeschwenkt wird, so dass das erste Zapfenpaar auf der Drehachse liegt und zwischen Spitzen gespannt werden kann.

Auf diese Art und Weise sind bereits zwei der rotatiossymmetrischen Abschnitte fertig bearbeitet.

Anschließend erfolgt der gleiche Ablauf wie vorstehend beschrieben noch- mals für das zweite Paar von zueinander fluchtenden rotationssymmetrischen Abschnitten.

Bei dem beschriebenen Ablauf können die Mantelflächen mittels Drehfräsen oder mittels Drehen bearbeitet werden.

Ferner können die Bearbeitungen der einander gegenüberliegenden, parallel zueinander angeordneten Stirnflächen sowie der darin einzubringenden Zentnerbohrungen gleichzeitig erfolgen, wenn zwei getrennte Werkzeugeinheiten hierfür vorhanden sind.

Zum Spannen des Werkstückes im mittleren Bereich an den in der Regel unbearbeiteten Flächen wird das Werkstück auf eine Auflagefläche aufgelegt, die parallel zur Ebene der sich kreuzenden Rotationsachsen der rotationssymmetrischen Werkstückflächen liegt.

Vorzugsweise werden dabei mindestens zwei, gegebenenfalls auch vier ra- dial in den Innenecken zwischen den rotationssymmetrischen Bereichen nach innen gerichteten Klemmbacken gegen die Innenecken des Werkstückes vorgefahren und das Werkstück dadurch gespannt.

Diese Vorgehensweise ist umsetzbar mit einer Maschine, die außer den üb- liehen Komponenten einer Drehmaschine, also einem Bett, ein oder zwei in Z- und in X- Richtung verfahrbaren Werkzeugeinheiten sowie einem Spindelstock und einem gegenüberliegenden Reitstock oder Gegenspindelstock eine zusätzliche Spannvorrichtung mit einer Auflagefläche, die parallel zur Drehachse der Maschine verläuft, aufweist.

Auf diese Auflagefläche der zusätzlichen Spannvorrichtung wird das Rohteil aufgelegt und festgespannt, und für die Bearbeitung des zweiten Paares von rotationssymetrischen Flächen muss diese zusätzliche Spannvorrichtung einschließlich der Auflagefläche um eine lotrecht zur Aufnahmefläche ste- hende Schwenkachse verschwenkbar sein, in der Regel um 90° verschwenkbar sein.

Von dieser aktivierten Position aus kann die zusätzliche Spannvorrichtung auch in eine deaktivierte Position außerhalb des Arbeitsbereiches der Dreh- maschine verfahren werden, sei es in X-Richtung oder in Y-Richtung.

Vorzugsweise weist diese zusätzliche Spannvorrichtung eine gerade Anzahl, zum Beispiel zwei oder vier, von der Auflagefläche nach oben ragende Spannbacken auf, die bezüglich der Schwenkachse der Auflagefläche radial nach innen mit Kraft beaufschlagbar sind und dadurch ein zwischen die Spannbacken eingelegtes Werkstück an dessen Innenecken spannen. Zusätzlich muss wenigstens eine Werkzeugeinheit ein drehend antreibbares Werkzeug umfassen, beispielsweise einen Zentrierbohrer, mit dem die Zentrierbohrungen herstellbar sind und einen Umfangsfräser, mit dem das Werkstück auf Länge bearbeitet wird.. Der Spindelstock und eventuell auch der Gegen-Spindelstock sollten vorzugsweise mit einer Spannvorrichtung ausgestattet sein, in deren Zentrum sich eine Zentrierspitze befindet, sowie eine Mitnahmevorrichtung für das Werkstück in Drehrichtung, beispielsweise einen Stirnmitnehmer.

c) Ausführungsbeispiele

Ausführungsformen gemäß der Erfindung sind im Folgenden beispielhaft näher beschrieben. Es zeigen:

Fig. 1a - c: unterschiedliche Betriebszustände der Drehmaschine, und Fig. 2a - d: unterschiedliche Bearbeitungszustände des Zapfenkreuzes. Wie die Figuren 2a bis d zeigen, besteht das Ziel darin, bei einem Zapfenkreuz mit einem Mittelteil 3, von dem in einer Ebene in vier um jeweils 90° getrennte Richtungen ein Zapfen 2 abragt, die Zapfen 2 stirnseitig und an seinen Mantelflächen spanend zu bearbeiten, während das Mittelteil 3 des durch Urformen (Gießen oder Schmieden) hergestellten Stahl- oder Gusstei- les in der Regel unbearbeitet verbleibt. Die beiden jeweils einander gegenüber liegenden und fluchtenden Paare von zwei Zapfen können auch mit einem anderen Zwischenwinkel zueinander angeordnet sein. Um diese Bearbeitung effizient durchzuführen, wird eine speziell ausgestattete Drehmaschine verwendet, wie sie in den Figuren 1a bis c dargestellt ist:

Diese Drehmaschine besitzt zum einen die üblichen Komponenten: Auf einem Bett 11 sitzt ein Spindelstock 12, aus dem eine Spannvorrichtung 13 vorsteht zum Spannen und drehend Antreiben eines darin gespannten Werkstückes um die Drehachse 10, die für die Zwecke der vorliegenden Erfindung als Z-Achse definiert wird. Dem Spindelstock 12 gegenüberliegend befindet sich ein Gegen-Spindel- stock 14, der ebenfalls eine Spannvorrichtung 13 trägt.

An dem Bett 11 sind - in diesem Fall oberhalb von Spindelstock 12 und Ge- gen-Spindelstock 14 - zwei Werkzeugeinheiten 20 angeordnet, die vorzugs- weise identisch aufgebaut sind und jeweils aus einem Z-Schlitten 16 bestehen und die entlang von Z-Führungen 15 in Z-Richtung verfahrbar sind.

Auf den Z-Schlitten 16 sind in X-Richtung verfahrbare X-Schlitten 17 angeordnet, die auf ihren einander zugewandten Vorderseiten jeweils einen Werkzeugrevolver 6 tragen, auf dem sowohl drehend angetriebene Werkzeuge, wie etwa Zentrierbohrer oder Scheibenfräser angeordnet sein können, als auch nicht rotierende Werkzeuge, wie etwa Drehwerkzeuge.

Mit all diesen Werkzeugen können diese Werkzeugeinheiten 20 - ggf. auch gleichzeitig - an einem Werkstück du Altig was Tante 1 arbeiten, welches sich im Arbeitsbereich, insbesondere zwischen den Spindelstöcken 12, 14 befindet. Das besondere dieser Drehmaschine besteht erfindungsgemäß darin, dass zusätzlich eine Spannvorrichtung 19 für ein Werkstück 1 im oder unmittelbar unter dem Arbeitsbereich angeordnet ist, bestehend u.a. aus einer in der vorzugsweise Z-Y-Ebene liegenden Auflagefläche 18 zum Auflegen des Zap- fenkreuzes 1 mit seiner Hauptebene und von dieser Auflagefläche 18 nach oben abstehenden Klemmbacken 9, die gegen das Zentrum des Zapfenkreuzes 1 verfahrbar sind und dessen Mittelteil 3 zwischen sich festspannen können, wie am besten in den Figuren 2a bis d zu erkennen. Die Auflagefläche 18 ist die Oberseite eines Obertisches 23, der gegenüber einem darunter liegenden und abstützenden Untertisch 24 um eine vorzugsweise in X-Richtung verlaufende Normale 21 verschwenkbar ist, insbesondere getaktet um beispielsweise 90° verschwenkbar ist. Die gesamte Spannvorrichtung 19, vorzugsweise einschließlich Obertisch 23 und Untertisch 24, ist in X-Richtung entlang von X-Führungen 25 in den Arbeitsbereich hinein und, vorzugsweise nach unten, oder sowohl nach oben und unten, aus diesem heraus verfahrbar. Gegebenenfalls sind die X-Führungen 25 für die Spannvorrichtung 19 soweit nach oben verlängert, dass ein darauf aufliegendes Zapfenkreuz 1 über den Arbeitsbereich, also die fluchtende Lage mit der Drehachse 10 der Drehmaschine, nach oben hinaus verfahrbar ist, um dort eine leichtere Bearbeitung des Werkstückes durch angetriebene Werkzeuge der Werkzeugeinheiten 20 zu ermöglichen.

Mit einer solchen Maschine ist eine Vorgehensweise zum Bearbeiten der Zapfen 2 des Zapfenkreuzes 1 möglich, die wie folgt abläuft: Zunächst wird (Fig. 2a) das Zapfenkreuz 1 mit seiner Unterseite auf der Auflagefläche 18 der Spannvorrichtung 19 zentrisch zwischen den zurückgezogenen, also radial nach außen verfahrenen, Spannbacken 9 eingelegt, so- dass die sich kreuzenden Rotationsachsen 10a, b der beiden Paare von Zapfen 2 parallel zu Auflagefläche 18 verlaufen.

Nun werden die Klemmbacken 9 radial nach innen verfahren, bis sie an den jeweiligen Innenecken 5 des Mittelteiles 3 anliegen und das Zapfenkreuz 1 fest zentrisch zwischen sich spannen. Vorzugsweise sind die Klemmbacken

9 hydraulisch so miteinander verbunden, dass sie jeweils den gleichen Spanndruck aufbringen. Das so gespannte Zapfenkreuz 1 ist bereits oder wird nun mittels der Spannvorrichtung 19 nach oben gefahren bis auf Höhe mindestens der Drehachse

10 der Drehmaschine, ggf. noch darüber hinaus, sodass das Paar von Zapfen 2, dessen Rotationsachse 10a parallel zur Drehachse 10 der Drehmaschine liegt, zunächst auf Länge bearbeitet werden kann, indem die Stirnsei- ten 4 dieser Zapfen 2 mittels eines z.B. Scheibenfräsers 7 auf Maß abgefräst werden. Der Scheibenfräser sitzt entweder auf jeweils einem der Werkzeug- Revolver 6 oder stellt eine separate Werkzeugeinheit an der Drehmaschine dar. Anschließend werden die beiden Werkzeug-Revolver 6 so gedreht, dass die darauf vorhandenen Zentrierbohrer 26 mit der Rotationsachse 10a dieses Paares von Zapfen 2 fluchten (Fig. 1 b) und die Zentrierbohrer 26 werden soweit in Z-Richtung in die Stirnfläche 4 hinein verfahren, dass sie dort jeweils eine Zentrierbohrung 8 erzeugen.

Sobald dies erfolgt ist, wird der Obertisch 23 zusammen mit dem Zapfenkreuz 1 um die Normale 21 relativ zum Untertisch 24 um in diesem Fall 90° gedreht, sodass nun das noch unbearbeitete Zapfenpaar mit seiner Rotationsachse 10b parallel zur Drehachse 10 der Drehmaschine liegt und gemäß der Figur 2c mit dem gleichen Ablauf wie zuvor beschrieben nunmehr dieses zweite Zapfenpaar bearbeitet. Nunmehr wird die Spannvorrichtung 19 zusammen mit dem darauf gespannten Zapfenkreuz 1 soweit nach unten verfahren, dass diese Rotationsachse 10a der stirnseitig bereits bearbeiteten Zapfen 2 mit der Drehachse 10 der Drehmaschine fluchtet, und die Zentrierspitzen 22 der Spannvorrichtungen 13 greifen in die Zentrierbohrungen 8 ein und spannen damit das Zapfenkreuz 1 zwischen diesen Zentrierspitzen 22.

Sobald dies erfolgt ist, wird die Spannvorrichtung 19 gelöst, indem die Klemmbacken 9 radial nach außen zurückfahren und das Zapfenkreuz 1 frei- geben, und die gesamte Spannvorrichtung 19 entlang der X-Führungen 25 soweit nach unten verfahren (Fig. 1c), dass das Zapfenkreuz 1 um die Drehachse 10 der Drehmaschine von Spindelstock 12 und Gegenspindelstock 14 rotierend angetrieben werden kann. Hierzu liegen in der Regel außer den Zentrierspitzen 22 am Zapfenkreuz 1 Stirnmitnehmer oder andere ein Dreh- moment um die Drehachse 10 auf das Werkstück übertragende Elemente an.

In diesem Zustand werden die rotierenden Mantelflächen der Zapfen 2, die durch die Zentrierspitzen 22 gehalten werden, mittels Drehwerkzeugen 27 des Werkzeug-Revolvers 6 mittels Drehen bearbeitet.

Anschließend fährt die Spannvorrichtung 19 hoch, bis das Zapfenkreuz 1 wieder auf seiner oberen Auflagefläche 18 aufsitzt, und die Klemmbacken 9 werden radial nach innen vorwärts gefahren und spannen das Zapfenkreuz 1 wieder in den Innenecken 5.

Sobald dies erfolgt ist, werden die Zentrierspitzen 22 aus den Zentrierbohrungen 8 zurückgefahren und (Fig. 2b) der Obertisch 23 zusammen mit dem Zapfenkreuz 1 um die Normale 21 relativ zum Untertisch 24 um in diesem Fall 90° gedreht, vorzugsweise zurückgedreht, sodass nun das an den Mantelflächen noch unbearbeitete Zapfenpaar mit seiner Rotationsachse 10b parallel zur Drehachse 10 der Drehmaschine liegt. Die Zentnerspitzen 22 der Spannvorrichtungen 13 greifen nun in die Zentrierbohrungen 8 ein und spannen damit das Zapfenkreuz 1 zwischen diesen Zentrierspitzen 22., sodaß nun gemäß der Figur 2d mit dem gleichen Ablauf wie zuvor beschrieben nunmehr dieses zweite Zapfenpaar bearbeitet wird, nämlich die rotierenden Mantelflächen der Zapfen 2, die durch die Zentrierspitzen 22 gehalten werden, mittels Drehwerkzeugen 27 des Werkzeug- Revolvers 6 mittels Drehen bearbeitet werden.

Alternativ ist es auch möglich, das erste Zapfenpaar, fluchtend oder parallel zur Drehachse der Drehmaschine, zunächst gehalten durch die zusätzliche Spannvorrichtung 19 und direkt anschließend gehalten zwischen Spitzen 22 fertig zu bearbeiten, und erst dann nach Drehung des Werkstückes um 90° mittels der zusätzlichen Spannvorrichtung 19 das zweite Zapfenpaar auf die gleiche Weise zu bearbeiten.

BEZUGSZEICHENLISTE

1 Zapfen kreuz, Werkstück

2 Zapfen

3 Mittelteil

4 Stirnseite

5 Innenecke

6 Werkzeug-Revolver

7 Fräser, Scheibenfräser

8 Zentrierbohrung

9 Klemmbacke

10 Drehachse, Z-Richtung

10a,b Rotationsachse

1 1 Bett

12 Spindelstock

13 Spannfutter

14 Gegen-Spindelstock

15 Z-Führung

16 Z-Schlitten

17 X-Sch litten

18 Auflagefläche

19 Spannvorrichtung

20 Werkzeug-Einheit

21 Normale

22 Zentrierspitze

23 Obertisch

24 Untertisch

25 X-Führung

26 Zentrierbohrer

27 Drehwerkzeug