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Title:
PROCESS FOR PRODUCING PROFILED MATERIALS, IN PARTICULAR FOR DOOR AND WINDOW PRODUCTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1997/006942
Kind Code:
A1
Abstract:
In one embodiment of the invention, thermoplastic cuttings and additives made of vegetable fibres are mixed together and thermally plasticised. The thermoplasticised mixture is shaped by an extrusion die into a preliminary section. After a rest time, the cooled and thus hardened preliminary section is further shaped by cutting into an intermediate section. The rest time is calculated so that most of the expected shrinkage occurs during said time. The intermediate section is superficially coated with a plastic film. The thus obtained end section may be used to produce window casements or door leaves and door and window frames.

Inventors:
MEETH ERNST-JOSEF (DE)
Application Number:
PCT/EP1996/003611
Publication Date:
February 27, 1997
Filing Date:
August 16, 1996
Export Citation:
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Assignee:
MEETH ERNST JOSEF (DE)
International Classes:
B27N3/00; B27N3/28; B29B17/00; B29C48/12; B29C48/15; B29C69/00; B29D99/00; E06B1/26; E06B3/20; E06B3/30; (IPC1-7): B29D31/00; B29C69/00; B29B17/00
Foreign References:
CH642901A51984-05-15
US4546022A1985-10-08
DE3616444A11987-11-19
GB2173563A1986-10-15
FR2579926A11986-10-10
DE1906012A11970-09-10
DE2334645A11975-01-16
GB2087307A1982-05-26
US4247508A1981-01-27
US5087189A1992-02-11
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 015, no. 150 (C - 0824) 16 April 1991 (1991-04-16)
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 015, no. 373 (C - 0869) 19 September 1991 (1991-09-19)
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Claims:
Patentansprüche
1. Verfahren zur Herstellung von, insbesondere zur Weiter¬ verarbeitung in der Fenster und Türproduktion geeigne¬ tem, Profilmaterial (10,10x) unter Verwendung von ther moplaεtiεchem Werkεtoff durch Thermoplaεtifizieren deε Werkstoffs und Strangverformung des thermoplastifizier¬ ten Werkstoffs umfassend die folgenden Maßnahmen: a) es wird eine erste Miεchkomponente auε thermopla εtiεchen Kunεtεtoffabfällen gebildet; b) es wird eine zweite Mischkomponente mit einem Ge¬ halt von Zuschlagstoffen, insbeεondere gewichtsre¬ duzierenden oder/und festigkeitserhöhenden Zu¬ schlagstoffen bereitgestellt; c) die erste und die zweite Mischkomponente werden in tensiv miteinander vermiεcht, kompaktiert und durch Thermoplastifizieren der ersten Mischkomponente zu einem strangbildungsfähigen Gemisch vermischt; d) das strangbildungsfähige Gemisch wird in einen Vor profilbildungskanal (38,38x) eingeleitet, dort un¬ ter Druck zu einem starkwandigen Vorprofil (10,10x) ausgeformt, wenigstens teilweise ausgehärtet, ins¬ besondere durch Abkühlung, und danach aus dem Vor¬ profilbildungskanal (38,38x) entnommen; e) daε Vorprofil (10) wird während einer Verweilzeit von beispielsweise ca. 5 bis ca. 10 Stunden einem Schwundprozeß überlasεen, welche Verweilzeit aus¬ reicht, um einen weεentlichen Teil des insgesamt zu erwartenden Schwunds eintreten zu lassen; f) nach Ablauf dieser Verweilzeit wird das Vorprofil (10,10x) durch spanabhebende Materialabtragung auf mindestens Teilen seines Umfangs zu einem Zwischen¬ profil (66;66xf,66xb) ausgeformt; g) das Zwischenprofil (66;66xf,66xb) wird wenigstens auf einem Teil εeines Profilumfangs mit einer Oberflächenvergütungsεchicht (80;308x,310x) beεchichtet.
2. Verfahren nach Anεpruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als thermoplastische Kunstεtoffabfälle industrielle oder/und kommunale oder/und Hauεhaltskunεtεtoffabfälle verwendet werden.
3. Verfahren nach Anεpruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß alε Kunεtstoffabfälle überwiegend Kunststoffabfälle auf PolyolefinBasis (PEBasis oder/und PPBasis) oder/und Kunεtstoffabfälle auf ABSBasiε, verwendet wer¬ den.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 13, dadurch gekennzeichnet, daß überwiegend Folien oder dünnschichtförmige Folienab¬ fälle, wie Abfall von Verpackungεfolien, Abdeckfolien, Bedachungεfolien oder Bechermaterial, verwendet werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffabfälle in Form von Ballen bereitge¬ stellt werden.
6. Verfahren nach einem der Anεprüche 15, dadurch gekennzeichnet, daß alε Kunεtstoffabfälle aussortierte Fraktionen von Mischabfällen, insbesondere kommunalen Mischabfällen oder Haushaltsmischabfällen, verwendet werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 16, dadurch gekennzeichnet, 5 daß die Kunststoffabfälle einer Zerkleinerung unterwor¬ fen werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, io daß die Kunstεtoffabfälle einer Zerkleinerung auf eine Größe von weniger alε 80 mm, vorzugεweise weniger als 20 mm, maximaler Achslänge unterworfen werden.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 18, is dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffabfälle, soweit sie stark verunreinigt sind, mindestenε einer Reinigungsbehandlung unterworfen werden.
10. 20 IC. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Reinigungsbehandlung ohne Nass waεchung erfolgt.
11. 25 11. Verfahren nach einem der Anεprüche 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens eine Reinigungsbehandlung auf eine Entfernung von Metallteilen wie Eisenteilen und etwaigen anderen Hartstoffteilen abgeεtellt wird.*& 30.
12. Verfahren nach einem der Anεprüche 111, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunεtεtoffabfälle auf eine Restfeuchte von weni¬ ger alε 3 Gew.%, vorzugεweiεe weniger alε 1 Gew.%, Was¬ sergehalt getrocknet werden.
13. 13 Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Trocknung nach erfolgter Zerkleinerung durchge¬ führt wird. s 14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß im Zuge der Zerkleinerung oder unmittelbar nach er¬ folgter Zerkleinerung eine erste Reinigungsbehandlung durchgeführt wird und daß im Zuge der Trocknung oder io nach erfolgter Trocknung eine weitere Reinigungsbehand¬ lung durchgeführt wird.
14. 15 Verfahren nach einem der Ansprüche 114, dadurch gekennzeichnet, is daß die zweite Mischkomponente wenigstens zum Teil aus Fasergut besteht.
15. 16 Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, 20 daß die zweite Mischkomponente wenigstenε zum Teil aus landwirtschaftlichem Erntegut in gemahlener oder zerfa εter Form beεteht, inεbeεondere auε Getreidestroh oder Chinagras (miskanthus) . 25 17. Verfahren nach einem der Ansprüche 116, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Mischkomponente auf eine Teilchengrδße von höchstenε 5 mm, vorzugεweiεe höchεtenε 3 mm, maxi¬ male Achεlänge zerkleinert wird, vorzugεweiεe durch Mah 30 len oder Zerfaεern.
16. 18 Verfahren nach einem der Ansprüche 117, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Mischkomponente auf einen Wassergehalt 35 von höchstens 3 Gew.%, vorzugsweise von höchstens 1 Gew.%, getrocknet wird.
17. 19 Verfahren nach einem der Ansprüche 118, dadurch gekennzeichnet, daß die erste oder/und die zweite Mischkomponente in einem Vorratssilo (12,18;12x,18x) in unmittelbarer Nähe des Orts der Zusammenführung gelagert wird.
18. 20 Verfahren nach einem der Ansprüche 119, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunststoffabfälle, so wie sie in Induεtrie, Hauεhalt oder Kommune anfallen, ggf. zerkleinert, ohne Zwischenumformung durch Zwischenthermoplastifizierung, Zwischenausformung, Zwischenabkühlung und Zwischenver¬ kleinerung, mit der zweiten Mischkomponente vermischt werden.
19. 21 Verfahren nach einem der Ansprüche 120, dadurch gekennzeichnet, daß die Kunstεtoffabfälle oder/und die zweite Miεchkom ponente unter Kompaktierungsdruck der Vermischung zuge führt werden.
20. 22 Verfahren nach Anεpruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß die erεte oder/und die zweite Mischkomponente in einem Vorratssilo (12,18) in unmittelbarer Nähe des Orts der Zusammenführung gelagert wird, so daß der statiεche Druck der Vorratshöhe in dem jeweiligen Vorratssilo (12,18) ggf. unterstützt durch mechanische Kompaktie rungεmittel (16,20) der Kompaktierung der jeweiligen Miεchkomponente am Ort der Zusammenführung dient.
21. 23 Verfahren nach einem der Ansprüche 122, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis zwischen der ersten Mischkom ponente und der zweiten Mischkomponente in einem Ver¬ hältnis von 6 Gewichtsteilen Kunstεtoffabfall : 1 Ge wichtεteil Zuschlagstoffe bis 4 Gewichtsteile Kunεt 62 Stoffabfall : 1 Gewichtsteil Zuschlagstoffe, vorzugs¬ weise ca. 5 Gewichtsteile Kunstεtoffabfall : 1 Gewicht¬ steil Zuschlagstoffe gehalten wird.
22. 24 Verfahren nach einem der Ansprüche 123, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Mischkomponenten gewünschtenfalls über eine vorgeschaltete Vormischstufe (22) einem Schnecken extruder (24) zugeführt werden, welcher der weiteren Mischung und Kompaktierung der beiden Mischkomponenten und der Thermoplastifizierung der ersten Mischkomponente dient.
23. 25 Verfahren nach einem der Ansprüche 119, 2124, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischkomponenten unter wenigstens teilweiser AufSchmelzung der ersten Mischkomponente gemischt, da¬ nach pelletiert und in Pelletform weiterverarbeitet wer den.
24. 26 Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß zur Mischung und Pelletierung eine Ringmatrize (204x) mit Kollerwalzen (208x) verwendet wird.
25. 27 Verfahren nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, daß die pelletierten Mischkomponenten mit einer Tempera tur von 105°C bis 130°C, vorzugsweise 112°C, gewonnen und in einer nachfolgenden Kühleinrichtung auf unter 80°C heruntergekühlt werden.
26. 28 Verfahren nach einem der Ansprüche 2527, dadurch gekennzeichnet, daß die erste oder/und zweite Mischkomponente in einem Vorratsεilo mit aktiven Rühr bzw. Auflockerungεeinrich tungen in unmittelbarer Nähe des Orts der Zusammenfüh¬ rung gelagert wird, so daß der statische Druck der Vor¬ ratshöhe den Produktaustrag nicht negativ beeinflußt. s 29. Verfahren nach einem der Ansprüche 128, dadurch gekennzeichnet, daß das strangbildungsfähige Gemisch in einem Schnecken¬ extruder (24;24x) erzeugt und durch diesen in den Vor¬ profilbildungskanal (38;38x) unter Druck eingeführt o wird.
27. 30 Verfahren nach Anεpruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß ein EINSchneckenextruder (24;24x) verwendet wird.
28. 31 Verfahren nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß ein EINSchneckenextruder (24;24x) mit einer DREI Stufenschnecke verwendet wird, welche eine Einzugszone 0 (226x) , eine Kompressionszone (228x) und eine Auεtrags zone (230x) aufweist.
29. 32 Verfahren nach einem der Ansprüche 2931, dadurch gekennzeichnet, 5 daß das strangbildungsfähige Gemisch von dem Schnecken¬ extruder (24;24x) über eine Staustrecke (34;236x) an den Vorprofilbildungεkanal abgegeben wird.
30. 33 Verfahren nach Anεpruch 32, 0 dadurch gekennzeichnet, daß die Staustrecke (236x) als Homogenisierstrecke aus¬ gebildet ist.
31. 34 Verfahren nach einem der Anεprüche 133, 5 dadurch gekennzeichnet, daß der Vorprofilbildungεkanal (38;38x) an seinem befül lungεfernen Ende bis zur vollständigen Auffüllung ge schlosεen gehalten wird.
32. 35 Verfahren nach Anεpruch 34, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahme des wenigstens teilweise ausgehärteten Vorprofils (10;10x) durch Ausεchieben mittels einer vom befüllungsεeitigen Ende deε Vorprofilbildungskanals (38;38x) her einwirkenden Ausεchubkraft oder/und durch Auεziehen deε Vorprofilε (10;10x) mittels einer stromab wärts des befüllungsfernen Endes angelegten Auεzugεkraft erfolgt.
33. 36 Verfahren nach Anεpruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß die Entnahme des wenigstens teilweise ausgehärteten Vorprofils (lOx) teilweise durch erneutes Auffüllen des Vorprofilbildungskanals (38x) von seinem befüllungsεei¬ tigen Ende her mit strangbildungsfähigem Gemisch erfolgt und teilweise durch Abziehen des bereits teilweise aus geεtoßenen Vorprofils (lOx) .
34. 37 Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, daß daε Auεziehen des wenigstenε teilweiεe ausgehärteten Vorprofils (lOx) mittels Ausziehwalzen (268x) erfolgt.
35. 38 Verfahren nach Anspruch 36 oder 37, dadurch gekennzeichnet, daß nach Vorbeigang des nachlaufenden Endeε eineε minde stens teilweise ausgehärteten Vorprofils (lOx) an einer ausgangεnahen Grenzεtelle (288x) deε Vorprofilbildungs¬ kanals (38x) der Abzug des Vorprofils (lOx) mit einer dem Vorrücken der Neuauffüllung des Vorprofilbildungs¬ kanals (38x) übersteigenden Geschwindigkeit eingeleitet wird, dadurch ein Abstand zwischen dem Nachlaufende des austretenden, wenigstens teilweise ausgehärteten Vorpro¬ fils (lOx) und der Vorlauffront der Neuauffüllung er zeugt wird, im Bereich dieseε Abεtands das befüllungs ferne Ende deε Vorprofilbildungskanals (38x) abge¬ schlossen wird und hierauf der Vorprofilbildungskanal (38x) bis zum Erreichen eines vorbestimmten Fülldrucks aufgefüllt wird, worauf der Vorprofilbildungskanal (38x) an seinem befullungsseitigen Ende von dem Zufluß weite¬ ren strangbildungεfähigen Gemisches abgetrennt wird und die im Vorprofilbildungskanal (38x) enthaltene neue Fül¬ lung von strangbildungεfähigem Gemisch der wenigstenε teilweisen Aushärtung ausgesetzt wird.
36. 39 Verfahren nach einem der Ansprüche 2938, dadurch gekennzeichnet, daß das strangbildungsfähige Gemisch von dem Schnecken extruder (24x) kommend durch eine thermische Isolier¬ strecke (278x) hindurch in den Vorprofilbildungεkanal (38x) eingeleitet wird.
37. 40 Verfahren nach einem der Ansprüche 3639, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorprofilbildungskanal (38x) im Bereich seines befullungsseitigen Endes zumindest bei Beginn der Ein¬ führung einer neuen Charge von strangbildungsfähigem Gemisch derart gekühlt wird, daß eine rasche Durchhär tung des Vorlaufendeε der neuen Charge eintritt.
38. 41 Verfahren nach Anεpruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorprofilbildungskanal (38x) im Bereich seineε befullungsseitigen Endes stärker gekühlt wird als im stromabwärtε anschließenden Teil seiner Länge.
39. 42 Verfahren nach einem der Ansprüche 3841, dadurch gekennzeichnet, daß die Abzugsbewegung dann eingeleitet wird, wenn das Vorlaufende des jeweils teilweise ausgeschobenen Vorpro¬ fils (lOx) eine vorbestimmte Position (288x) überläuft, wobei dieser Zeitpunkt vorzugsweise mittels einer Foto¬ zelle (288x) ermittelt wird.
40. 43 Verfahren nach Anspruch 42, s dadurch gekennzeichnet, daß das Verschließen des befüllungsfernen Endeε des Vor¬ profilbildungskanals (38x) mit vorgegebener Zeitverzöge¬ rung (304x) nach Beginn der Abzugsbewegung deε jeweili¬ gen Vorprofils (lOx) erfolgt.
41. Verfahren nach einem der Ansprüche 3843, dadurch gekennzeichnet, daß das Abtrennen des Vorprofilbildungskanals (38x) vom Zufluß (272x) des strangbildungεfähigen Gemisches nach is Maßgabe des Druckaufbaus im Vorprofilbildungskanal (38x) erfolgt, wobei der Druckaufbau vorzugsweise nahe dem befüllungsεeitigen Ende des Vorprofilbildungskanals (38x) gemessen wird.
42. 20 45. Verfahren nach einem der Ansprüche 144, dadurch gekennzeichnet, daß nacheinander in periodischer Wiederholung eine Mehr¬ zahl von Vorprofilbildungskanälen (38x138x10) in An¬ schluß an eine Zuflußstelle (268x) von strangbildungs 25 fähigem Gemisch gebracht werden.
43. 46 Verfahren nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, daß die an einem Umlaufträger (36) angeordneten mehreren 30 Vorprofilbildungskanäle (38) nacheinander in Flucht zu der Zuflußstelle (34) gebracht werden.
44. 47 Verfahren nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, 35 daß das strangbildungsfähige Gemisch von der Zuflu߬ stelle (268x) aus in ein Verteilerleitungsεystem (270x) eingeleitet wird, welches an eine Mehrzahl von Vorpro filbildungskanälen (38x138x10) über eine entsprechende Mehrzahl von Anschlußventilen (276x1276x10) ange εchloεεen ist und daß nacheinander, vorzugsweise nach einem periodisch wiederholbarem Programm, jeweils minde 5 stens und vorzugsweise ein Anschlußventil (276x1276x10) geöffnet wird.
45. 48 Verfahren nach Anεpruch 47, dadurch gekennzeichnet, io daß daε strangbildungsfähige Gemisch von der Zuflu߬ stelle (268x) in eine Verteilerleitung (270x) eingeführt wird, zwischen deren zuflußseitigem Ende und deren zu¬ flußfernem Ende in Längεrichtung der Verteilerleitung (270x) verteilt eine Mehrzahl von Anεchlußventilen is (276x1276x5) vorgeεehen εind, daß zu Beginn eines Be¬ füllungszykluε der an die Anschlußventile (276x1276x5) angeschlossenen Vorprofilbildungskanäle (38x138x5) zu¬ nächst die Verteilerleitung (270x) an ihrem zuflußfernen Ende durch Öffnen eineε Reinigungεventilε (274x1) gerei 20 nigt wird und hierauf nacheinander von dem zuflußfernen Ende zum zuflußnahen Ende hin fortεchreitend die An εchlußventile (276x1276x5) geöffnet werden, wobei die¬ ser Vorgang bei Vorhandensein eines oder mehrerer weite¬ rer an die Zuflußstelle (268x) angeschlossener entspre 25 chender Verteilerleitungen (270x unterer Abschnitt) nacheinander für die verschiedenen Verteilerleitungen (270x oberer Abschnitt;270x unterer Abschnitt) durchge¬ führt wird. 30 49. Verfahren nach einem der Anεprüche 148, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorprofile (10,10x) in dem jeweiligen Vorprofil¬ bildungskanal (38,38x) in einer Länge von ca. 0,5 6 m, vorzugsweise ca. 4,5 m, hergestellt werden. *& 35.
46. Verfahren nach einem der Ansprüche 149, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorprofile (10;10x) mit Vollquerschnitt herge¬ stellt werden.
47. 51 Verfahren nach einem der Ansprüche 150, dadurch gekennzeichnet, daß die Auffüllung deε Vorprofilbildungskanals (38,38x) bei solchen Strömungsverhältnissen des strangbildungs¬ fähigen Gemisches erfolgt, daß im Falle der Anwesenheit länglicher faserartiger Partikel in der zweiten Misch komponente diese Partikel εich überwiegend parallel zu der jeweiligen Profillängεrichtung einεtellen.
48. 52 Verfahren nach einem der Ansprüche 151, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorprofile (10,10x) im Zuge des Austritts aus dem jeweiligen Vorprofilbildungskanal (38;38x) auf eine Vorprofilablageflache (50;284x) aufgelegt werden und nach vollständigem Austritt aus dem jeweiligen Vorpro¬ filbildungskanal (38;38x) zu einer spanabhebenden Bear beitungsstation (60;60x) transportiert und dabei einem Schwundprozeß überlasεen werden.
49. 53 Verfahren nach Anεpruch 52, dadurch gekennzeichnet, daß der Transport wenigstenε auf einem Teil des Trans¬ portwegs in einer Richtung quer zur Längsachse des je¬ weiligen Vorprofils (10;10x) erfolgt.
50. 54 Verfahren nach einem der Ansprüche 2953, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneckenextruder (24;24x) fortlaufend betrieben wird und daß im Bereich des Anschlusses des Schneckenex¬ truders (24;24x) an den Vorprofilbildungskanal (38;38x) bzw. eine Mehrzahl von Vorprofilbildungskanälen (38x1 38x10) ein Puffervolumen (42) vorgesehen ist, welches strangbildungsfähigeε Gemiεch jeweils dann aufnimmt, wenn der Zufluß des Gemisches zu dem Vorprofilbildungs kanal (38;38x) bzw. den Vorprofilbildungskanälen (38x1 38x10) reduziert oder unterbrochen ist.
51. 55 Verfahren nach einem der Ansprüche 2554, dadurch gekennzeichnet, daß die Pellets in angewärmtem Zustand von beispielεweiεe 60°C einem Schneckenextruder (24x) zuge¬ führt werden.
52. 56 Verfahren nach Anεpruch 55, dadurch gekennzeichnet, daß die Pellets von ihrer bei der Pelletierung erreich¬ ten Temperatur auf eine Extruderbeschickungstemperatur herabgekühlt und mit dieser Extruderbeεchickungεtempera tur dem Extruder (24x) zugeführt werden.
53. 57 Verfahren nach einem der Anεprüche 156, dadurch gekennzeichnet, daß dem strangbildungsfähigen Gemisch Kleinkomponenten wie Gleitmittel, Farbpigmente und Stabilisatoren zuge¬ setzt werden.
54. 58 Verfahren nach Anspruch 57, dadurch gekennzeichnet, daß die Kleinkomponenten der ersten oder der zweiten Mischkomponente oder sofern Pelletε gebildet werden den Pelletε zugeεetzt werden.
55. 59 Verfahren nach einem der Ansprüche 57 und 58, dadurch gekennzeichnet, daß ein schwarzes Farbpigment, insbesondere Ruß zuge¬ εetzt wird.
56. 60 Verfahren nach einem der Ansprüche 159, dadurch gekennzeichnet, daß die spanabhebende Bearbeitung des Vorprofils (10;10x) in einer spanabhebenden Bearbeitungsstation (60,60x)) mit einer Mehrzahl von über den Umfang des Vorprofils (10,10x) verteilt angeordneten rotierenden Bearbeitungsköpfen (64ad) erfolgt, welche gewünschten fallε in Durchlaufrichtung deε Vorprofils (10,10x) hin tereinander angeordnet sind.
57. 61 Verfahren nach einem der Ansprüche 160, dadurch gekennzeichnet, daß die dem Vorprofil (10,10x) bei der spanabhebenden Bearbeitung zugeführte Zerspanungsleistung derart be¬ schränkt wird, daß im wesentlichen keine Thermoplastifi zierung des Thermoplastgehalts in dem jeweils bearbeite¬ ten Vorprofil (10,10x)) eintritt.
58. 62 Verfahren nach einem der Ansprüche 161, dadurch gekennzeichnet, daß das durch die zerspanende Bearbeitung gewonnene Zwi¬ schenprofil (66) durch einen profilangepaßten Zentrie¬ rungskanal (68) einem Beschichtungεkanal zugeführt wird, welcher ein der Beεchichtungsdicke entsprechendes Über¬ maß gegenüber dem Vorprofil (10) besitzt und mit minde¬ stens einer Zuführungsleitung (78) für Beschichtungε masse und gewünεchtenfallε Verteilermitteln (70,72, 76) verεehen ist.
59. 63 Verfahren nach Anspruch 62, dadurch gekennzeichnet, daß das mit Beschichtungsmasse (80) beschichtete Zwi¬ schenprofil (66) in einem Nachprofilierungskanal nach teilweiser Aushärtung, insbesondere während des Durch¬ laufs durch ein Kühlbad (bei 82) , einem oberflächenega¬ lisierenden Unterdruck auεgesetzt wird (bei 84) .
60. 64 Verfahren nach einem der Ansprüche 163, dadurch gekennzeichnet, daß Beschichtungsmasse (80) in einer Schichtstärke von ca. 0,1 ca. 2,0 mm, vorzugsweise 0,7 mm 0,8 mm, auf getragen wird.
61. 65 Verfahren nach einem der Anεprüche 164, dadurch gekennzeichnet, s daß eine thermoplaεtische Beschichtungsmasse (80) etwa auf Polyolefinbasis, ABSBasiε oder PVCBaεis aufgetra¬ gen wird.
62. 66 Verfahren nach einem der Ansprüche 165, o dadurch gekennzeichnet, daß Beschichtungsmasεe (80) mit einem Gehalt an Farbpig¬ ment, insbesondere weißem Farbpigment, eingeεetzt wird, εo daß die Oberfläche deε Zwischenprofils (66) im wesentlichen unsichtbar wird. 5 67 Verfahren nach einem der Ansprüche 166, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenprofil (66xf,66xb) wenigstenε auf einem Teil εeineε Profilumfangε mit einem Vergütungεprofil (308x,310x) belegt wird.
63. 68 Verfahren nach Anspruch 67, dadurch gekennzeichnet, daß als Vergütungsprofil (308x,310x) ein Metallprofil verwendet wird.
64. 69 Verfahren nach Anspruch 68, dadurch gekennzeichnet, daß als Vergütungsprofil (308x,310x) ein Aluminiumprofil verwendet wird.
65. 70 Verfahren nach einem der Ansprüche 6769, dadurch gekennzeichnet, daß das Vergütungsprofil (308x,310x) aus einer Träger 5 schicht (312x) und einer Dekorschicht (314x) besteht, z.B. einer Aluminiumschicht (312x) und einer auf der Sichtseite der Aluminiumschicht (312x) aufgebrachten Färb oder Lackschicht (314x) .
66. 71 Verfahren nach einem der Ansprüche 6770, dadurch gekennzeichnet, daß das Vergütungsprofil (308x,310x) auf seiner Sicht¬ seite mit einer Schutzfolie (316x) verεehen wird.
67. 72 Verfahren nach einem der Anεprüche 6771, dadurch gekennzeichnet, daß daε Vergütungεprofil (308x,310x) aus einem flachen Vormaterialband am Zwischenprofil (66xb,66xf) geformt wird.
68. 73 Verfahren nach einem der Anεprüche 6772, dadurch gekennzeichnet, daß daε Vergütungsprofil (308x,310x) unmittelbar vor der Aufbringung auf das Zwischenprofil (66xf,66xb) wenig¬ stenε teilweise vorgeformt und in vorgeformtem Zustand auf das Zwischenprofil (66xf,66xb) aufgebracht wird.
69. 74 Verfahren nach einem der Ansprüche 6773, dadurch gekennzeichnet, daß das Vergütungsprofil (308x,310x) auf dem Zwischen¬ profil (66xf,66xb) durch Kleben befestigt wird.
70. 75 Verfahren nach Anspruch 74, dadurch gekennzeichnet, daß Klebstoff (318x) als vorgeformte Klebstoffschicht zum Einsatz gebracht wird.
71. 76 Verfahren nach Anspruch 75, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff (318x) alε Beschichtung des Vergü¬ tungsprofils (308x,310x) zum Einsatz gebracht wird.
72. 77 Verfahren nach Anspruch 75, dadurch gekennzeichnet, daß der Klebstoff als gesondertes Bandmaterial zum Ein¬ satz gebracht wird und unmittelbar vor der Vereinigung des Vergütungsprofils (308x,310x) mit dem Zwischenprofil (66xf,66xb) entweder auf das Vormaterial des Vergütungs 5 profils (308x,310x) oder'auf das Zwischenprofil (66xf,66xb) aufgebracht wird.
73. 78 Verfahren nach einem der Ansprüche 6777, dadurch gekennzeichnet, io daß das Vergütungsprofil (308x,310x) am Zwischenprofil (66xf,66xb) wenigstens teilweise formschlüssig befestigt wird.
74. 79 Verfahren nach Anspruch 78, is dadurch gekennzeichnet, daß die Vergütungεεchicht (308x,310x) an wenigεtens ei¬ nem Rand mit einem Formschlußflansch (322x) ausgeführt wird.
75. 20 80. Verfahren nach einem der Ansprüche 6779, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle von Flügelrahmen oder Blendrahmenprofilen (66xf,66xb) das Vergütungsprofil in Form von zwei Teil¬ profilschalen (310x;308x) aufgebracht wird, welche an 25 den der Innenumfangsfläche und der Außenumfangsflache des jeweiligen Rahmens (66xf,66xb) entsprechenden Pro¬ filseiten des Zwischenprofilε (66xf,66xb) voneinander Abstand haben. 30 81. Verfahren nach einem der Anεprüche 6780, dadurch gekennzeichnet, daß daε Vergütungsprofil an mindestens einem seiner Pro¬ filränder zur Bildung von Haltekanten (350x) , z.B. für Dichtungsoder Kittmaterial verwendet wird. *& 35.
76. Verfahren nach einem der Ansprüche 181, dadurch gekennzeichnet, daß im Falle der Weiterverarbeitung eines durch Aufbrin¬ gen der Vergütungsschicht (308x,310x) gewonnenen Endpro¬ fils (90) zu einem Fenster oder einer Tür ein Profilma¬ terialabschnitt des Endprofils an einer jeweiligen Eck bildungεεtelle auf Gehrung geεchnitten und mit einem entεprechend auf Gehrung geεchnittenen anstoßenden Pro¬ filmaterialabschnitt (96) durch mindestenε eine die Geh¬ rungsebene querende Schraube (94) verbunden wird, welche gewünschtenfalls die Vergütungsεchicht durchsetzt.
77. 83 Verfahren nach Anspruch 82, dadurch gekennzeichnet, daß man an den Gehrungsflächen (96) zusammenstoßender Profilmaterialabschnitte (92) eine härtende Dichtungs masεe vor dem Zusammenschrauben einbringt.
78. 84 Verfahren nach einem der Ansprüche 183, dadurch gekennzeichnet, daß man das zu einem Endprofil vervollständigte Profil material mit einer Fixiernut (98) für eine Glasεcheibe (100) oder εonstige Füllungsplatte herstellt und diese im Zuge der Zusammenfügung der Profilmaterialabschnitte (92) zum jeweiligen Rahmen in den Fixiernuten (98) fi¬ xiert.
79. 85 Verfahren nach einem der Anεprüche 184, dadurch gekennzeichnet, daß man Beschlagteile an dem jeweiligen Rahmen durch üb liehe Holzschrauben (94) , gewünschtenfalls ohne Vorboh¬ rung, anbringt.
80. 86 Verfahren nach Anspruch 85, dadurch gekennzeichnet, daß man die Holzschrauben durch die Vergütungsεchicht (308x,310x) hindurch in das jeweilige Zwischenprofil (66xf,66xb) einbringt.
81. 87 Verfahren nach einem der Ansprüche 186, dadurch gekennzeichnet, daß man die von Vergütungsεchicht unbedeckten Profilbe¬ reiche (346x) des Endprofilε in dem nach der Vorprofil fertigung oder der Zwischenprofilfertigung erreichten Oberflächenzustand beläßt.
82. 88 Verfahren nach Anεpruch 87, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der Vorprofilfertigung einen Zuεatz an Farb¬ pigmenten in solcher Menge zugibt, daß die bei der Vor¬ profilbildung entstehenden und ggf. bei der Zwischenpro filbildung εpanabhebend bearbeiteten Oberflächen ein einheitliches Farbbild, insbeεondere εchwarzeε Farbbild ergeben.
83. 89 Einrichtung zur Herεtellung eineε Vorprofilε, insbeson¬ dere im Rahmen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 188, umfasεend einen Schneckenextruder (24x) mit einer Füllstelle (230x) zum Einfüllen der Mischkomponenten und mit einer Ausflußstelle (268x) zur Abgabe eines strang¬ bildungsfähigen thermoplastifizierten Gemisches, ferner umfassend eine stationäre Verteilerleitung (270x) mit einer Zuflußstelle (268x) in Verbindung mit der Aus¬ flußstelle (268x) des Schneckenextruders, eine Mehrzahl von Kanalbeschickungsanschlüssen (272x1272x10) an der stationären Verteilerleitung (270x) , diese Kanalzubeschickungsanschlüεεe (272x1272x10) in Verbin düng mit jeweils einem Vorprofilbildungskanal (38x1 38x10) , Anschlußventile (276x1276x10) zwischen den ein¬ zelnen Vorprofilbildungskanälen (38x138x10) und der Verteilerleitung (270x) , Profilaustrittεεchieber (282x1 282x10) an den εtromabwärtigen Enden der Vorprofilbil dungskanäle (38x138x10) , eine Abzugseinrichtung (286x1 286x10) εtromabwärts des jeweiligen εtromabwärtigen En¬ deε der Vorprofilbildungskanäle (38x138x10) sowie eine Programmsteuerung derart, daß nach Auffüllung eines Vorprofilbildungskanals (38x1) , insbeεondere fülldruckabhängig, daε jewei¬ lige Anschlußventil (276x1) geschlossen wird; s nach einer Kühlperiode zur Abkühlung der im Vorpro¬ filbildungskanal (38x1) enthaltenen Gemischfüllung der zugehörige Profilaustrittsschieber (282x1) und das zugehörige Anschlußventil (276x1) geöffnet wer¬ den; o nach teilweisem Ausschieben des bereits gehärteten Vorpro'fils (10x1) durch über das Anschlußventil (276x1) nachfließendes Gemisch das teilweise ausge¬ schobene Vorprofil (10x1) von der Abzugseinrichtung (286x1) erfaßt und von der Vorlauffront des nachge s füllten Gemischε getrennt wird; nach erfolgter Trennung des Nachlaufendes des Vor¬ profils (10x1) und der Vorlauffront des nachflie¬ ßenden Gemischε der Auεtrittεεchieber (282x1) in¬ nerhalb deε εo gebildeten Trennεpalts geschloεεen wird und der Vorprofilbildungεkanal (38x1) hierauf wieder vollεtändig aufgefüllt wird biε zum Erreichen eines für die Bildung eines weiteren Vorprofils (10x1) erforderlichen Füllzuεtandε.
84. 90 Einrichtung nach Anεpruch 89, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorprofilbildungskanäle (38x138x10) in einem Kühlflüssigkeitsbad (280x) angeordnet sind.
85. 91 Einrichtung nach einem der Ansprüche 89 und 90, gekennzeichnet durch eine Ausgeεtaltung der Steuerung dahingehend, daß die Abzugεeinrichtung (286x1) wirkεam wird, wenn daε Vorlaufende des jeweils der Ausεchiebung unterliegenden Vorprofilε (10x1) eine vorbestimmte Stelle (288x) stromabwärts des Austrittεεchieberε (282x1) erreicht und daß der Auεtrittεεchieber (282x1) geschlosεen wird, wenn daε Nachlaufende des der Aus εchiebung unterworfenen Vorprofils (10x1) einen vorbe¬ stimmten Abstand von der Vorlauffront deε nachgefüllten Gemischs erreicht hat.
86. 92 Einrichtung nach einem der Ansprüche 8991, gekennzeichnet durch eine Ausgestaltung der Steuerung dahingehend, daß das Anschlußventil (276x1) eines Pro¬ filbildungskanals geschlosεen wird, wenn ein vorbestimm ιo ter Fülldruck in dem Vorprofilbildungskanal sensiert wird.
87. 93 Einrichtung nach einem der Anεprüche 8992, dadurch gekennzeichnet, 15 daß anschließend an den Austrittsschieber (282x1282x10) der Vorprofilbildungskanäle (38x138x10) eine Ablage¬ fläche (284x) zur Ablage der jeweils ausgeεtoßenen Vor¬ profile (lOx) vorgesehen ist und daß an den Ablagetisch ggf. unter Zwischenschaltung eines Umsetzgerätε (290x) 20 ein Förderer (298x) mit quer zur Profilachεe verlaufen¬ der Förderrichtung anεchließt.
88. 94 Einrichtung nach einem der Anεprüche 8993, dadurch gekennzeichnet, 25 daß die Auεflußstelle deε Schneckenextruderε (24x) mit einer Stau oder Homogeniεiereinrichtung (236x) auεge führt ist, an welche sich die Verteilerleitung (270x) anschließt. 30 95. Einrichtung nach einem der Ansprüche 8994, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneckenextruder (24x) zur Verarbeitung von pelletiertem Gemisch ausgebildet ist. 35 96. Einrichtung nach Anspruch 95, dadurch gekennzeichnet, daß der Schneckenextruder (24x) mit einem im wesentli chen radialen und im Querschnitt im wesentlichen recht¬ eckigen Beschickungεεchacht (230x) ausgeführt ist.
89. 97 Einrichtung nach einem der Ansprüche 8996, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinder (26x) des Schneckenextruders (24x) zu¬ mindest im Bereich einer Einzugεεzone (226x) mit Hemm Mitteln (232x) zur Hemmung deε Mitdrehens des Beschik kungsguts ausgeführt ist.*& 10.
90. Einrichtung nach Anspruch 97, dadurch gekennzeichnet, daß die HemmMittel (232x) von im wesentlichen axialge¬ richteten Nuten (232x) an der Innenumfangsfläche deε is Zylinders (226x) gebildet sind.
91. 99 Einrichtung nach Anεpruch 98, dadurch gekennzeichnet, daß die Nuten (232x) in Achsrichtung des Zylinders zum 20 Ausflußende (268x) hin an Tiefe abnehmen.
92. 100 Profilmaterial insbesondere für die Herstellung von Pro¬ filrahmen der Fenster und Türproduktion, beεtehend aus einem Vollprofil (66xf,66xb), welches neben thermopla 25 stischen Beεtandteilen Füllεtoffe enthält und zumindest auf Teilen seineε Profilumfangs mit mindestenε einer Vergütungεεchicht (310x,308x) in Form eineε Blechprofilε verεehen ist. 30 101. Profilmaterial nach Anspruch 100, dadurch gekennzeichnet, daß daε Blechprofil (310x,308x) von einem Aluminiumpro¬ fil gebildet iεt. 35 102. Profilmaterial nach einem der Ansprüche 100 oder 101, dadurch gekennzeichnet, daß das Blechprofil (310x,308x) an seiner Sichtseite mit einer Färb oder Lackschicht (314x) versehen ist.
93. 103 Profilmaterial nach einem der Ansprüche 100102, dadurch gekennzeichnet, daß das Blechprofil (310x,308x) mit dem Vollprofil (66xf,66xb) verklebt ist.
94. 104 Profilmaterial nach einem der Ansprüche 100103, dadurch gekennzeichnet, daß daε Blechprofil (310x,308x) mit dem Vollprofil (66xf,66xb)" formschlüssig in Eingriff gehalten ist.
95. 105 Profilmaterial nach einem der Ansprüche 100104, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Rand (350x) des Blechprofils als Hal¬ tekante, z.B. für Dicht oder Kittmaterial (336x) , aus¬ gebildet ist.
96. 106 Profilmaterial nach einem der Ansprüche 100105, dadurch gekennzeichnet, daß das Blechprofil (308x,310x) von zwei Profilschalen (308x,310x) gebildet iεt, deren eine bezugnehmend auf die Geεtaltung eines fertigen Fensterε einen rauminne¬ ren Bereich der Profiloberfläche und deren andere einen raumäußeren Bereich der Profiloberfläche bedeckt, wobei die beiden Profilschalen im Falle eines Flügelrahmenpro¬ fils (66xf) im Profilbereich des Scheibenbetts (322x) und im Profilbereich des Rahmenfalzes voneinander Ab¬ stand haben und im Falle eineε Blendrahmenprofils (66xb) im Profilbereich des Blendrahmenfalzes und der maueröff nungεεeitigen Umfangεflache voneinander Abstand haben.
97. 107 Profilmaterial nach einem der Ansprüche 100106, dadurch gekennzeichnet, daß die Umfangsfläche (346x) des Vollprofils (66xb) in den von dem Blechprofil (308x,310x) nicht bedeckten Be¬ reichen (346x) unbehandelt oder nur durch spanabhebende Behandlung bearbeitet ist.
98. 108 Profilmaterial nach Anspruch 107, dadurch gekennzeichnet, daß der von dem Blechprofil nicht bedeckte Bereich (346x) durch entsprechenden Farbpigmentgehalt auf ein farblich einheitliches, insbesondere schwarzeε, Farbbild geεtellt iεt.
99. 109 Fenεterrahmen, nämlich Flügelrahmen oder Blendrahmen, hergeεtellt aus einem Profilmaterial nach einem der An¬ sprüche 100108, dadurch gekennzeichnet, daß aneinander anschließende ProfilSchenkel auf Gehrung geschnitten aneinander anεchließen und miteinander im Gehrungsbereich verschraubt oder verklebt sind.
100. 110 Rahmenkombination bestehend aus einem Flügelrahmen und einem Blendrahmen, diese jeweils hergeεtellt aus einem Profilmaterial nach einem der Ansprüche 100108, dadurch gekennzeichnet, daß für die Herstellung des Flügelrahmens und des Blend¬ rahmens einheitliche Vorprofile verwendet sind, die εich voneinander nur durch unterschiedliche spanabhebende Be arbeitung oder/und unterschiedliche Beschichtung mit Blechprofilen unterscheiden.
Description:
Verfahren zur Herstellung von Profilmaterial, insbesondere für die Fenster- und Türproduktion

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von, insbesondere zur Weiterverarbeitung in der Fenster- und Tür¬ produktion geeignetem, Profilmaterial unter Verwendung von thermoplastischem Werkstoff durch Thermoplastifizieren des Werkstoffs und Strangverformung des thermoplastifizierten Werkstoffs.

In der klassischen Fenster- und Türproduktion werden die den Blendrahmen und den Flügelrahmen bildenden Profilschenkel regelmäßig aus Holz durch spanabhebende Bearbeitung herge¬ stellt. Nach Beendigung der spanabhebenden Bearbeitung sind die Profilschenkel zum Zusammenbau der Flügel- und Blendrahmen fertig.

Daneben ist es seit vielen Jahren bekannt, Profilmaterial für die Herstellung von Flügelrahmen und Blendrahmen der Fenster- und Türherstellung aus thermoplastischem Kunststoff durch Extrudieren herzustellen. Hierzu wird der thermoplastische Kunststoff, insbesondere PVC, mittels eines Schneckenextruders durch eine Strangdüse getrieben, wobei vor dem Durchtritt durch die Strangdüse ein thermoplastischer Zustand des Kunst¬ stoffs erreicht wird und der aus der Düse austretende Strang hinter der Düse abgekühlt wird. Charakteristisch für dieses Verfahren ist es, daß das aus der Strangdüse gewonnene und abgekühlte, ggf. zwischengelagerte, Profilmaterial fertig zur Weiterverarbeitung für Flügelrahmen und Blendrahmen ist.

Es ist weiter bekannt, Profilmaterial für Flügel- und Blend- rahmenfertigung aus Leichtmetall zu extrudieren. Hierbei wird das Leichtmetall unter Kaltverformung durch eine Ziehdüse getrieben. Das am Ausgang der Ziehdüse erhaltene Profilmate-

rial wird nach Abkühlung von der durch die Verformungswärme erreichten Temperatur auf Zimmertemperatur zu Flügelrahmen und Blendrahmen weiterverarbeitet.

s Allen bekannten Verfahren ist gemeinsam, daß die Profilausbil¬ dung in einem einzigen Profilgebungsvorgang erzielt wird

bei Holzverarbeitung durch Fräsen und/oder Verleimen,

o bei Kunststoffverarbeitung durch Extrudieren des Kunststoffs und

bei Leichtmetallverarbeitung ebenfalls durch Extrudieren.

s Jedes der bekannten Verfahren hat seine Vorteile und seine Nachteile.

Bei der Verwendung von Holz als Ausgangsmaterial werden in der Regel durch spanabhebende Bearbeitung Vollprofile gewonnen, die ohne irgendwelche Versteifungsmaßnahmen zur Herstellung von Flügelrahmen und Blendrahmen geeignet sind. Die Beschläge zur Verbindung von Flügelrahmen und Blendrahmen und auch et¬ waige Beschläge zum Einbau der Blendrahmen in Maueröffnungen können an jeder Stelle des jeweiligen Blend- bzw. Flügelrah- mens durch Holzschrauben oder Nägel befestigt werden. Nachtei¬ lig ist, daß das Holz, auch wenn es gut getrocknet ist, einen erheblichen langfristigen Schwund besitzt, der mindestens teilweise nach Fertigstellung des jeweiligen Fensters bzw. der jeweiligen Tür und auch nach Einbau in die jeweilige Maueröff- nung eintritt mit der Folge, daß zwischen Flügelrahmen und Blendrahmen Undichtigkeiten und Schwergängigkeiten auftreten können und Nachjustierungen erforderlich werden und daß im Anlagebereich von Blendrahmen und Mauerwerk Putzschäden oder Spalten auftreten können. Nachteilig ist weiter, daß das Holz einer Oberflächenbehandlung, insbesondere als Witterungs- schutz, bedarf, die während der Gebrauchszeit mehrmals wieder¬ holt werden muß.

Die Herstellung von Flügelrahmen und Blendrahmen aus Leicht¬ metall ist kostenaufwendig. Flügelrahmen und Blendrahmen aus Leichtmetall kommen in der Regel nur bei Bauwerken gehobener Qualität zum Einsatz. Die hohe Wärmeleitfähigkeit von Leicht- metall erfordert aufwendige Maßnahmen, um Wärme- und Kälte¬ brücken zwischen Außenraum und Innenraum zu vermeiden. Die Profile werden in der Regel als Hohlprofile hergestellt, die relativ dünnwandig sein müssen, um die Flügel- und Blendrahmen auf ein akzeptables Gewicht zu bringen. Die Dünnwandigkeit der Profilwände führt zu Problemen in der Befestigung der Be¬ schläge mit der* Folge, daß komplizierte formschlüssige Befe¬ stigungslösungen bei der Befestigung der Beschläge angewandt werden müssen, die das Endprodukt verteuern. Vorteilhaft ist, daß die so hergestellten Fenster und Türen auch ohne besondere Schutzmaßnahmen witterungsbeständig sind.

Die Herstellung von Flügelrahmen und Blendrahmen aus extru- diertem Kunststoff, insbesondere extrudiertem PVC, ist kosten¬ günstig, sowohl in der ursprünglichen Fertigung als auch wäh- rend des Gebrauchs, da Witterungsschäden kaum zu erwarten sind. Aus Gründen der Geringhaltung des Materialeinsatzes und des Gewichts werden die Kunststoffprofile als relativ dünn¬ wandige Hohlprofile hergestellt mit der Folge, daß in aller Regel nachträglich in die Kunststoffprofile Verstärkungsein- lagen aus Metall eingebaut werden müssen, um den Profilen die geforderte Biegesteifigkeit und den Flügelrahmen und Blendrah¬ men die notwendige Verwindungssteifigkeit zu verleihen. Die Anbringung von Beschlägen ist auf starkwandige und mehrfach- wandige Bereiche sowie auf solche Bereiche beschränkt, in denen Metallverstärkungen vorhanden sind. Insoweit als Be¬ schläge in Bereichen mit Metallverstärkung montiert werden, tritt eine Erschwerung des Setzens von Befestigungsschrauben ein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Hersreilung von Profilmaterial, insbesondere für die Fenster- und Türproduktion, anzugeben, das wesentliche Nachteile der

bekannten Verfahren vermeidet und wesentliche Vorteile dieser bekannten Verfahren miteinander vereint.

Erfindungsgemäß werden zur Lösung dieser Aufgabe die folgenden Maßnahmen vorgeschlagen:

a) es wird eine erste Mischkomponente aus thermoplastischen Kunststoffabfällen gebildet;

b) es wird eine zweite Mischkomponente mit einem Gehalt von Zuschlagstoffen, insbesondere gewichtsreduzierenden oder/und festikeitserhöhenden Zuschlagstoffen bereitge¬ stellt;

c) die erste und die zweite Mischkomponente werden intensiv miteinander vermischt, kompaktiert und durch Thermopla¬ stifizieren der ersten Mischkomponente zu einem strang¬ bildungsfähigen Gemisch vermischt;

d) das strangbildungsfähige Gemisch wird in einen Vorprofil- bildungskanal eingeleitet, dort unter Druck zu einem starkwandigen Vorprofil ausgeformt, wenigstens teilweise ausgehärtet, insbesondere durch Abkühlung, und danach aus dem Vorprofilbildungskanal entnommen;

e) das Vorprofil wird während einer Verweilzeit von bei¬ spielsweise ca. 5 bis ca. 10 Stunden einem Schwundprozeß überlassen, welche Verweilzeit ausreicht, um einen we¬ sentlichen Teil des insgesamt zu erwartenden Schwunds eintreten zu lassen;

f) nach Ablauf dieser Verweilzeit wird das Vorprofil durch spanabhebende Materialabtragung auf mindestens Teilen seines Umfangs zu einem Zwischenprofil ausgeformt;

g) das Zwischenprofil wird wenigstens auf einem Teil seines Profilumfangs mit einer Oberflächenvergütungsschicht beschichtet .

Die Verarbeitung von thermoplastischen Kunststoffabfällen gemäß Merkmal a) ist an sich bei der Herstellung von unterge¬ ordneten Produkten bekannt. Die Verarbeitung thermoplastischer Kunststoffabfälle zu Profilmaterial für die Fenster- und Tür- 5 Produktion wurde bisher nicht in Betracht gezogen, weil man in Kenntnis der bisherigen Fertigung von Tür- und Fensterprofilen aus Kunststoff bei Einsatz von Kunststoffabfällen mit unzurei¬ chenden Festigkeitseigenschaften und vor allem unzureichender Oberflächengualität rechnen mußte. 0

Dadurch, daß erfindungsgemäß entsprechend Merkmal d) das Vor¬ profil als starkwandiges Profil und insbesondere als Vollpro¬ fil hergestellt wird und daß gemäß Merkmal b) eine zweite Mischkomponente zu den Kunststoffabfällen zugeführt wird, s welche wesentlichen Anteile von gewichtsreduzierenden und/oder festigkeitserhöhenden Zuschlagstoffen enthält, wird es mög¬ lich, trotz der geringeren Qualität des eingesetzten Kunst¬ stoffs ausreichende Festigkeit bei akzeptablem Gewicht zu erhalten und gleichzeitig ein Profil bereitzustellen, welches 0 an beliebigen Stellen die Anbringung von Beschlagteilen mit¬ tels herkömmlicher Befestigungsmittel, insbesondere Holz¬ schrauben, erlaubt.

Der auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinende, in den s Merkmalen d) und f) ausgedrückte Gedanke, Profile für die Fenster-und Türproduktion einem mehrfachen Profilierungsvor- gang zu unterwerfen, nämlich einem Profilierungsvorgang durch Strangbildung und einem zweiten Profilierungsvorgang durch spanabhebende Bearbeitung, ermöglicht es, durch Einschaltung 0 einer Verweilzeit zwischen den beiden Profilierungsvorgängen einen wesentlichen Teil des zu erwartenden Schwunds in eine Zeitspanne vor der endgültigen Profilierung durch spanabhe¬ bende Bearbeitung zu legen, so daß der nach erfolgter span¬ abhebender Profilbearbeitung noch verbleibende Restschwund 5 ohne wesentliche Auswirkung auf das Zusammenwirken von Flügel- rahmen und Blendrahmen und auf das Zusammenspiel von Blendrah¬ men und Mauerwerk bleibt. Dies ist ein sehr wesentlicher Ge-

sichtspunkt des erfindungsgemäßen Verfahrens, insbesondere auch bei Berücksichtigung der nachfolgenden Überlegungen: Würde man sauber sortiertes Neu-Kunststoffmaterial einsetzen, so könnte man dessen Schrumpf- oder Schwundeigenschaften bei der Profilgebung, d.h. bei der Festlegung von Extruderdüsen oder sonstigen formgebenden Teile, so berücksichtigen, daß Flügelrahmen und Blendrahmen nach eingetretenem Schwund in gewünschter Weise zueinander passen. Man könnte dann entweder auf eine spanabhebende Nachbearbeitung überhaupt verzichten oder aber die spanabhebende Nachbearbeitung unmittelbar im Anschluß an die Aushärtung des Vorprofils durchführen. Bei Verarbeitung von Kunststoffabfällen gemäß Merkmal a) muß man aber nun mit einer starken Streuung hinsichtlich der Schrumpf¬ oder Schwundeigenschaften rechnen, so daß es praktisch nicht möglich ist, einen bestimmten zu erwartenden Schwund von vor¬ neherein so ins Kalkül zu ziehen, daß nach eingetretenem Schwund an den Profilteilen des Flügelrahmens und an den Pro¬ filteilen des Blendrahmens diese beiden Rahmen in gewünschter Weise zusammenpassen. Hier schafft die erfindungsgemäße Ar- beitsweise Abhilfe insofern, als sie gemäß Merkmal e) eine Verweilzeit zwischen der strangbildenden Profilierung und der spanabhebenden Profilierung einschaltet. Es wurde nämlich erkannt, daß auch bei stark streuenden Schwundeigenschaften infolge unterschiedlicher Zusammensetzung des aus verschiede- nen Ressourcen kommenden Abfallkunststoffs auch bei Zusetzen von gewichtsreduzierenden und/oder festigkeitserhöhenden Zu¬ schlagstoffen ein wesentlicher Teil des zu erwartenden Gesamt- Schwunds in einer verhältnismäßig kurzen Zeit von beispiels¬ weise ca. 5 bis ca. 10 Stunden nach der Strangverformung ein- tritt, so daß der Schwund, der nach dieser Verweilzeit und nach der an diese Verweilzeit anschließenden spanabhebenden Bearbeitung noch eintritt, entweder unbeachtlich oder aber weitgehend unabhängig von den jeweils eingesetzten Kunststoff- abfallen so kalkulierbar ist, daß das gewünschte Zusammenspiel von Flügelrahmen und Blendrahmen am fertigen Fenster bzw. an der fertigen Tür über lange Zeit hinweg erhalten bleibt und auch an der Trennstelle zwischen Blendrahmen und Maueröffnung

kein störender Schwund mehr eintritt.

Dadurch daß nach erfolgter spanabhebender Materialabtragung das dann erhaltene Zwischenprofil gemäß Merkmal g) wenigstens s auf einem Teil seines Profilumfangs mit einer Oberflächenver¬ gütungsschicht beschichtet wird, werden die zunächst befürch¬ teten unzureichenden Oberflächeneigenschaften mechanischer, insbesondere aber optischer Art beseitigt, und es wird ein Profilmaterial letztlich erhalten, welches in seinen optischen o Oberflächeneigenschaften denen von Leichtmetallprofilen, Neu- Kunststoffprofilen und oberflächenbehandelten Holzprofilen zumindest gleichwertig ist.

Die Verwendung von thermoplastischen Kunststoffabfällen gemäß 5 Merkmal a) führt zum einen zu einer Verbilligung der Fenster- und Türproduktion, weil solche Kunststoffabfälle aus unter¬ schiedlichen Ressourcen in großem Umfang billig zur Verfügung stehen, beispielsweise in Form von Industrie-Kunststoffabfäl¬ len, insbesondere aber auch in der Form von Kommunal- und 0 Haushaltskunststoffabfallen, die nach grober Sortierung, bei¬ spielsweise nach dem DSD-System, gewonnen werden. Daneben löst die erfindungsgemäße Verfahrensweise, indem sie thermopla¬ stische Kunststoffabfälle zum Einsatz bringt, auch das Problem der Entsorgung der in großem Umfang anfallenden Kunststoff- 5 abfalle.

Wenn billige Neu-Kunststoffe, beispielsweise aus einer Über- schußproduktion von Kunststoffen zur Verfügung stehen, so kön¬ nen auch diese zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfah- 0 rens zum Einsatz gebracht werden. Dadurch vereinfachen sich verschiedene Teilvorgänge im Rahmen des Gesamtverfahrens. Das gleiche gilt für den Fall, daß einheitliche, nicht verunrei¬ nigte Kunststoffabfälle, beispielsweise Schnittabfälle aus der Verarbeitung von Kunststoffen zu anderen Produkten zur Ver- 5 fügung stehen.

Durch die Beigabe von gewichtsreduzierenden und/oder festig-

keitserhöhenden Zuschlagstoffen in unterschiedlicher Menge können die mechanischen Eigenschaften in großer Bandbreite nach Wunsch eingestellt werden, insbesondere unter den Gesichtspunkten Volumeneinheitsgewicht, des kompakten, kavi- tätenfreien Profilmaterials, der Biegesteifigkeit des Profil¬ materials und der Ausreißfestigkeit der zum Befestigen von Beschlagteilen dienenden Befestigungselemente.

Die Zuschlagstoffe können darüberhinaus auch in Abhängigkeit vom Standort variiert werden je nachdem, welche Zuschlagstoffe am jeweiligen Produktionsstandort in ausreichender Menge zu akzeptablem Preis zur Verfügung stehen.

Bevorzugt werden als Kunststoffabfälle überwiegend Kunststoff- abfalle auf Polyolefin-Basis, insbesondere PE-Basis oder/und PP-Basis, verwendet, alternativ aber auch solche auf ABS-Ba- sis, oder Gemische davon. Diese Kunststoffabfälle zeichnen sich nicht nur durch günstige Verarbeitungseigenschaften im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens aus, sondern sind darüberhinaus vorteilhaft im Hinblick auf die spätere Entsor¬ gung der Fenster und Türen, wenn diese entweder nach Ablauf ihrer üblichen Gebrauchsdauer oder durch vorher eintretende Ereignisse entsorgt werden. Man kann die Profile bzw. die aus ihnen hergestellten Endprodukte dann entweder erneut zu Rohma- terial für Fensterproduktion oder für weniger anspruchsvolle Einsatzgebiete verwenden. Man kann sie aber auch der Müllver¬ brennung zuführen, ohne daß Probleme in den Verbrennungsanla¬ gen zu erwarten sind.

Der Gewichtsanteil der zweiten Mischkomponente, bezogen auf das Gesamtgewicht des Vorprofils, kann zwischen 1 und 60 Gew.% betragen.

Für das erfindungsgemäße Verfahren geeignete Kunststoffabfälle stehen insbesondere in Form von Folienabfällen, z.B. als Ab¬ fälle von Verpackungsfolien, Abdeckfolien, Bedachungsfolien oder Bechermaterial (Yoghurtbecher) , zur Verfügung. Diese

Kunststoffabfälle können im wesentlichen ungereinigt und je nach Anlagenaufbau auch unzerkleinert zum Einsatz gebracht werden; sie können in Form von Ballen an den jeweiligen Pro¬ duktionsstandort gebracht werden, so daß auch das logistische 5 Problem im Vergleich zum Antransport von beispielsweise Holz¬ stäben oder Holzballen wesentlich reduziert ist. Die Kunst¬ stoffabfälle können im wesentlichen ungereinigt zum Einsatz kommen; anhaftender Schmutz, etwa Rückstände von Verpackungs- gut im Falle von Verpackungsmaterialrückständen, stört im o Normalfall nicht und braucht nicht ausgewaschen zu werden. Es ist aber denkbar, daß wiederum in Abhängigkeit von den jewei¬ ligen Ressourcen die Kunststoffabfälle mechanisch oder/und magnetisch von die Profilbildung störenden Fremdteilen befreit werden. 5

Es ist besonders darauf hinzuweisen, daß die erfindungsgemäß zur Anwendung kommenden Kunststoffabfälle, so wie sie in Indu¬ strie, Haushalt oder Kommune anfallen, ggf. zerkleinert, als erste Mischkomponente mit der zweiten Mischkomponente ver- 0 mischt werden können. Dies soll besagen, daß bei dem erfin¬ dungsgemäßen Verfahren nicht notwendigerweise eine Art des Recyclings von Kunststoffabfällen angewandt wird, bei der die Kunststoffabfälle nach Trocknung und Reinigung zwischenthermo- plastifiziert, zu einem Strang ausgeformt, wieder abgekühlt 5 und dann zerkleinert werden. Diese Arbeitsweise kann beim erfindungsgemäßen Verfahren vermieden werden, wodurch die Energiebilanz des erfindungsgemäßen Verfahrens wesentlich verbessert wird auch dann, wenn eine Trockenreinigung mechani¬ scher oder magnetischer Art durchgeführt wird, und auch dann, 0 wenn die Kunststoffabfälle zerkleinert werden.

Es empfiehlt sich, daß die Kunststoffabfälle vor der Vermi¬ schung mit der zweiten Mischkomponente auf eine Restfeuchte von weniger als 3 Gew.%, vorzugsweise weniger als 1 Gew.%, s Wassergehalt getrocknet werden. Trocknung bedeutet dabei ins¬ besondere Entzug von Feuchtigkeit, die den Kunststoffabfällen notwendigerweise aufgrund ihres bisherigen Einsatzes und ihrer

Lagerung anhaftet, und in der Regel nicht Trocknung von Wasch¬ wasser, welches bevorzugt um der Vermeidung von weiteren Um¬ weltproblemen nicht zur Anwendung kommt. Der "natürliche" Schmutz der Kunststoffabfälle wird also beim Mischvorgang miteinbezogen und stört erstaunlicherweise am Endprofil nicht. Durch das Aufschmelzen der Kunststoffabfälle wird nämlich bei der Bildung des Vorprofils eine Art Matrix um die Zuschlag¬ stoffe und auch um Schmutzteilchen gebildet, so daß im wesent¬ lichen keine freien Schmutzteilchen an der Oberfläche liegen und optische sowie Geruchsprobleme damit vermieden sind, spä- tenstens aber dann ausgeschaltet werden, wenn die Oberflächen¬ vergutung gemäß Merkmal g) zur Anwendung kommt.

Die Verarbeitung der Kunststoffabfälle kann vereinfacht wer- den, wenn die Kunststoffabfälle vor der Vermischung mit der zweiten Mischkomponente auf eine Größe von weniger als 20 mm, vorzugsweise weniger als 16 mm, maximaler Achslänge zerklei¬ nert werden. Wenn hier von maximaler Achslänge gesprochen wird, so ist damit folgendes gemeint: Man ordnet einem Kunst- stoffabfall-Teilchen ein kartesisches Koordinatensystem mit drei Achsen zu und mißt die Ausdehnung des Teilchens in den drei Achsrichtungen des Koordinatensystems. Dabei achtet man darauf, daß in keiner der Meßrichtungen eine größere Ausdeh¬ nung als 16 mm auftritt. Handelt es sich um Folienabfälle, so bedeutet dies, daß den Folienabfällen ein Quadrat umschreibbar ist, dessen Seitenlänge geringer ist als 16 mm, oder ein Kreis umschreibbar ist, dessen Durchmesser kleiner ist als 16 mm.

Wenn, wie nach bevorzugter Durchführungsweise des erfindungs- gemäßen Verfahrens vorgesehen, die Kunststoffabfälle als sto- chastisch geformte Teile vorliegen, so empfiehlt es sich, diese Teile unter Kompaktierungsdruck dem Vermischungsort mit der zweiten Mischkomponente zuzuführen, um auf diese Weise wenigstens annähernd konstante Mischungsverhältnisse zwischen Kunststoffabfällen und Zuschlagstoffen zu erreichen. Denkbar ist, daß man für jede Charge von Kunststoffabfällen einerseits und Zuschlagstoffen andererseits Probenentnahmen nach der

Kompaktierung, gewünschtenfalls auch nach der Strangbildung, vornimmt und danach die Zuförderung der Komponenten einstellt, um gewünschte Mischungsverhältnisse zu erreichen.

s Für die zweite Mischkomponente kommen je nachdem, auf welche Eigenschaften des Endprodukts besonderer Wert gelegt wird, die verschiedensten Zuschlagstoffe in Frage. Es können minera¬ lische Zuschlagstoffe angewandt werden, die jedenfalls den notwendigen Kunststoffeinsatz reduzieren. Bevorzugt wendet man o faserige Zuschlagstoffe an, weil durch diese die Festigkeits¬ eigenschaften des schließlich erhaltenen Profils besonders günstig gestaltet werden können.

Nach einer bevorzugten Durchführungsform des erfindungsgemäßen s Verfahrens wird die zweite Mischkomponente wenigstens z.T. von nachwachsenden Rohstoffen, gewünschtenfalls in aufbereiteter Form, gebildet. Dadurch erweist sich das erfindungsgemäße Verfahren volkswirtschaftlich auch insofern als wertvoll, als landwirtschaftliche Überschußproduktionen verarbeitet werden können. Hinzu kommt u.U. der logistische Vorteil, daß die nachwachsenden Rohstoffe für die zweite Mischkomponente im Umgebungsort des Profilbildungsstandorts gewonnen werden kön¬ nen. Besonders geeignet ist landwirtschaftliches Erntegut in gemahlener oder zerfaserter Form, beispielsweise Gräser, 5 Flachs und alle Arten von Getreidestroh, das sich als beson¬ ders geeignet erwiesen hat. Als geeignet für die zweite Misch¬ komponente erweist sich auch Chinagras (miskanthus) , das vor¬ zugsweise im dritten Jahr nach der Aussaat geerntet worden ist. Dieses Chinagras zeichnet sich in gemahlener und insbe- 0 sondere zerfaserter Form durch besondere Zugfestigkeit und Oberflächenrauhigkeit der Fasern aus, so daß es im Verbund mit dem aufgeschmolzenen und wieder erhärteten Kunststoff gute Bewehrungswirkung ergibt.

5 Die zweite Mischkomponente wird vor der Vermischung und ggf. nach der Zerkleinerung bevorzugt auf einen Wassergehalt von höchstens 3 Gew.%, vorzugsweise bis 1 Gew.%, getrocknet. Es

soll nicht ausgeschlossen werden, daß die Trocknung auch nach der Vermischung stattfindet; da aber die beiden Mischkomponen¬ ten dem Mischungsort aus anderen Gründen, wie schon angegeben, in kompakter Form zugeführt werden und die Mischung dann auch kompaktiert bleibt und weiter kompaktiert wird, empfiehlt es sich, die Trocknung der einzelnen Mischkomponenten vor der Vermischung vorzunehmen.

Die zweite Mischkomponente sollte ebenfalls auf ein definier- tes Teilchengrößchenspektrum eingestellt werden, um unabhängig von der jeweiligen Ressource annähernd normierte Eigenschaften zu haben. Demgemäß wird weiter vorgeschlagen, daß die zweite Mischkomponente auf eine Teilchengröße von höchstens 5 mm, vorzugsweise höchstens 3 mm, maximale Achslänge zerkleinert wird.

Auch die zweite Mischkomponente wird bevorzugt unter Kompak- tierungsdruck der Mischung mit der ersten Mischkomponente zugeführt wiederum mit dem Ziele, eine möglichst konstante Gewichtsbeziehung zwischen den einzelnen Mischkomponenten herzustellen und darüberhinaus mit dem Ziele, die Kompaktie- rungsarbeit nach erfolgter Mischung z.B. in einem die Strang¬ bildungsdüse beschickenden Schneckenmischer gering zu halten.

Der Kompaktierungsdruck für die erste oder/und die zweite Mischkomponente kann z.B. dadurch erhalten werden, daß die erste oder/und die zweite Mischkomponente in einem Vorrats- silo, vorzugsweise Hochsilo, in unmittelbarer Nähe des Orts der Zusammenführung gelagert wird, so daß der statische Druck der Vorratshöhe in dem jeweiligen Vorratssilo, ggf. unter¬ stützt durch mechanische Kompaktierungsmittel, der Kompaktie- rung der jeweiligen Mischkomponente am Ort der Zusammenführung dient. In unmittelbarer Nähe des Ortes der Zusammenführung der Mischkomponenten können, falls diese vorher durch große Lager- höhe oder/und zusätzliche Kompaktierungsmaßnahmen kompaktiert worden sind, auch Rühr- oder Auflockerungseinrichtungen vor¬ gesehen sein, so daß durch einen Kompaktierungsdruck der Pro-

duktaustrag nicht behindert wird.

Die beiden Mischkomponenten können gewünschtenfalls über eine vorgeschaltete zusätzliche Vormischstufe einem Schneckenextru- s der zugeführt werden, welcher der weiteren Mischung und Kom- paktierung der beiden Mischkomponenten und der erstmaligen Thermoplastifizierung der ersten Mischkomponente dient.

Alternativ ist es auch möglich, die Mischkomponenten, bevor 0 sie einem Schneckenextruder zum Zwecke der endgültigen Mi¬ schung und der Thermoplastifizierung der ersten Mischkomponen¬ te, d.h. zum Gewinnen des strangbildungsfähigen Gemisches, zugeführt werden, miteinander einer Misch- und Walk- oder Knetbehandlung zu unterwerfen, bei der die thermoplastische s Mischkomponente eine wenigstens teilweise Thermoplastifizie¬ rung erfährt, und das so erhaltene Gemisch zu pelletieren. In diesem Fall werden die Pellets dem Schneckenextruder zuge¬ führt. Man kann die Pellets dann mit einem Teil ihrer bei der Pelletierung angenommenen Temperatur in den Schneckenextruder 0 einführen. Hierzu kann man von der Pelletierungstemperatur, die beispielsweise im Falle von Polyolefin-Verarbeitung bei 105°C bis 130°C, vorzugsweise 112°C, liegt, auf 80°C herunter¬ kühlen und die so heruntergekühlten Pellets dann mit 80°C dem Schneckenextruder zuführen. Wenn dabei die Temperaturreduzie- 5 rung auf die vorgesehene Pellet-Eintragstemperatur in den Schneckenextruder in kürzerer Zeit eintritt, als der Trans¬ portzeit von der Pelletierung bis zum Eintritt in den Schnek- kenextruder entspricht, so ist es auch denkbar, die Pellets unter Temperaturerhaltung an einer Stelle des Transportwegs 0 von der Pelletierung zum Schneckenextruder zwischenzulagern.

Die Intensivmischung und Pelletierung kann beispielsweise in einer Ringmatrize mit Kollerwalzen erfolgen, welche das in den Innenraum der Matrize eingebrachte Gemisch der Mischkomponen- 5 ten intensiv miteinander vermischen und kneten und letztlich durch die Löcher der Ringmatrize austreiben. Die aus den Lö¬ chern der Ringmatrize austretenden thermoplastifizierten Ge-

mischwürstchen können dann durch ein Schermesser periodisch abgeschnitten werden, wobei das Schermesser in Anlage an der Außenseite der rotierenden Ringmatrize gehalten wird, so daß es bei jedem Vorbeigang einer bestimmten Matrizenöffnung das in der Zwischenzeit durch die Matrizenöffnung hindurchgetre¬ tene Würstchen abschneidet und damit Pellets in Form kleiner zylindrischer Stöpsel von vorgegebener Länge bildet. Die so gebildeten Pellets haben dann beispielsweise einen Durchmesser von 3 mm und eine Länge von 5 mm. In diesen Pellets sind die faserigen Zuschlagstoffe der zweiten Mischkomponente in die aufgeschmolzenen Bestandteile der ersten Mischkomponente be¬ reits gut verteilt. Das Volumeneinheitsgewicht dieser Pellets ist bereits relativ groß. Damit reduziert sich die notwendige Kompaktierungsarbeit in der nachfolgenden Extruderschnecke, in welcher das strangbildungsfähige, thermoplastifizierte Gemisch zur Einfüllung in die Vorprofilbildungskanäle gewonnen wird. Der Nachteil, welcher in der zweimaligen Thermoplastifizierung u.U. liegen könnte, wird aufgewogen dadurch, daß die Kompak- tierungsarbeit in der Extruderschnecke reduziert werden kann mit der Folge, daß die Extruderschnecke kleiner und damit preisgünstiger gebaut werden kann.

Bezüglich der Zerkleinerungs- und Reinigungsschritte ist noch folgendes nachzutragen: Die Reinigung wird man in der Regel nur dann anwenden, wenn ein stark verschmutztes Ausgangsmate¬ rial als erste Mischkomponente verarbeitet wird. Dabei wird man - wie schon gesagt, möglichst ohne Waschwasser - die Rei¬ nigung vor allem auf die Beseitigung von Metallteilchen und anderen Hartteilchen abstellen, die bei der Weiterverarbeitung besonders stören könnten. Demgemäß wird man bevorzugt mecha¬ nische oder/und magnetische Reinigungsmittel zum Einsatz bri- gen. Bevorzugt führt man diese Art der Reinigung durch, nach¬ dem man die erste Mischkomponente auf die oben angegebenen Werte von < 80 mm, vorzugsweise < 20 mm, maximaler Achslänge zerkleinert hat, weil die auszusondernden Hartteilchen dann leichter von den Kunststoffteilchen zu trennen sind. Sieht man eine Trocknungsbehandlung vor, etwa auf die oben angegebenen

Werte von weniger als 3 Gew.% Wasser und vorzugsweise weniger als 1 Gew.% Wasser, so kann man auch in der Weise verfahren, daß man nach Zerkleinerung der ersten Mischkomponente diese zunächst einer ersten Reinigungsbehandlung unterwirft, daran anschließend die Trocknungsbehandlung vornimmt und im Anschluß an die Trocknungsbehandlung eine erneute Reinigungsbehandlung vornimmt, worauf die Teilchen der ersten Mischkomponente so¬ dann der Mischung mit den Teilchen der zweiten Mischkomponente zugeführt werden können, entweder in der Pelletierungsmatrize selbst oder in einem der Pelletierungsmatrize vorgeschalteten, zusätzlichen Mischwerk. U.U. ist es vorteilhaft, die bei der Trocknung der ersten od-:r/und der zweiten Mischkomponente eingebrachte thermische Energie dazu zu benutzen, um die Pel¬ letierung zu unterstützen.

Innerhalb des weiter oben bereits angegebenen Grobbereichs für den Anteil der zweiten Mischkomponente im Endprodukt von 1 - 60 Gew.% kann man bevorzugt Mischverhältnisse einstellen wie folgt: Gewichtsverhältnis zwischen der ersten Mischkomponente und der zweiten Mischkomponente entspricht einem Verhältnis von 6 Gewichtsteilen Kunststoffabfall zu einem Gewichtsteil Zuschlagstoffe bis 4 Gewichtsteile Kunststoffabfall zu 1 Ge¬ wichtsteil Zuschlagstoffe, vorzugsweise ca. 5 Gewichtsteile Kunststoffabfall zu 1 Gewichtsteil Zuschlagstoffe.

Das strangbildungsfähige Gemisch wird bevorzugt in einem Schneckenextruder erzeugt, und zwar bevorzugt unter Einführung von Pellets in den Schneckenextruder. Von dem Schneckenextru¬ der gelangt das thermoplastifizierte Gemisch sodann in den Vorprofilbildungskanal.

Als Schneckenextruder wird bevorzugt ein EIN-Schneckenextruder verwendet, jedenfalls dann, wenn der Schneckenextruder mit Pellets gespeist wird.

Der EIN-Schneckenextruder wird bevorzugt mit einer DREI-Stu- fen-Schnecke ausgeführt, welche eine Einzugszone, eine Kom-

pressionszone und eine Austragszone aufweist. Dabei kann der EIN-Schneckenexstruder mit einem einzigen Schneckengang und folgenden Maßen bevorzugt ausgeführt sein:

konstante Schneckensteigung von 0,8 D L/D-Verhältnis 15 : 1 Einzugszone 3 D Kompressionszone 7 D Austragszone 5 D,

wobei D der Innendurchmesser des Schneckenzylinders und L die aktive Länge der Schnecke ist.

An den Schneckenextruder kann sich dabei eine Stau- und Misch- zone anschließen, in der eine weitergehende Homogenisierung des strangbildungsfähigen Gemisches vor dem Eintritt in den Vorprofilbildungskanal eintritt.

Im Einzugsbereich des Schneckenextruders können Maßnahmen getroffen sein, um ein Mitdrehen des eingebrachten Gemisches mit der rotierenden Schnecke zu vermeiden.

Der Durchflußwiderstand der Staustrecke kann variierbar sein, um zum einen unterschiedliche Homogenisierungsgrade und zum andere unterschiedliche Durchflußwiderstände einstellen zu können. Es empfiehlt sich, den Durchflußwiderstand bei der Zuführung des strangbildungsfähigen Gemisches von der Aus¬ tragszone der Extruderschnecke zu dem Vorprofilbildungskanal in der Staustrecke einzustellen, um auf diese Weise einen definierten Durchflußwiderstand zu erhalten.

Für die Phase der Auffüllung des Vorprofilbildungskanals emp¬ fiehlt es sich, diesen an seinem befüllungsfernen Ende bis zur vollständigen Auffüllung geschlossen zu halten, um definierte Füllmengen zu erhalten. In dem Vorprofilbildungskanal erhält man die Profilform des Vorprofils.

Die Entformung des Vorprofils aus dem Vorprofilbildungskanal kann in der Weise geschehen, daß die Entnahme des wenigstens teilweise ausgehärteten Vorprofils durch Ausschieben mittels einer vom befullungsseitigen Ende des Vorprofilbildungskanals her einwirkenden Ausschubkraft oder/und durch Ausziehen des Vorprofils mittels einer stromabwärts des befüllungsfernen Endes angelegten Auszugskraft erfolgt. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn die Entnahme des wenigstens teilweise ausge¬ härteten Vorprofils teilweise durch erneutes Auffüllen des Vorprofilbildungskanals von seinem befullungsseitigen Ende her mit strangbilduήgsfähigem Gemisch erfolgt und teilweise durch Abziehen des bereits teilweise ausgestoßenen Vorprofils. Bei¬ spielsweise kann das Ausziehen des wenigstens teilweise ausge¬ härteten Vorprofils mittels Ausziehwalzen erfolgen.

Im einzelnen kann sich der Füll- und EntformungsVorgang in der Weise abspielen, daß nach Vorbeigang des nachlaufenden Endes eines mindestens teilweise ausgehärteten Vorprofils an einer ausgangsnahen Grenzstelle des Vorprofilbildungskanals der Abzug des Vorprofils mit einer dem Vorrücken der Neuauffüllung des Vorprofilbildungskanals übersteigenden Geschwindigkeit eingeleitet wird, dadurch ein Abstand zwischen dem Nachlauf¬ ende des austretenden, wenigstens teilweise ausgehärteten Vorprofils und der Vorlauffront der Neuauffüllung erzeugt wird, im Bereich dieses Abstands das befüllungsferne Ende des Vorprofilbildungskanals abgeschlossen wird und hierauf der Vorprofilbildungskanal bis zum Erreichen eines vorbestimmten Fülldrucks aufgefüllt wird, worauf der Vorprofilbildungskanal an seinem befullungsseitigen Ende von dem Zufluß weiteren strangbildungsfähigen Gemisches abgetrennt wird und die im Vorprofilbildungskanal enthaltene neue Füllung von strangbil¬ dungsfähigem Gemisch der wenigstens teilweisen Aushärtung ausgesetzt wird.

Um einerseits die Ausbildung des thermoplastifizierten, strangbildungsfähigen Gemisches in der Extruderschnecke - ggf. in der Staustrecke - durch Aufrechterhaltung entsprechender

Temperaturen zu begünstigen und andererseits in dem nachfol¬ genden Vorprofilbildungskanal die für das Aushärten erforder¬ liche Temperaturabsenkung ungestört durchführen zu können, wird empfohlen, daß das strangbildungsfähige Gemisch von dem s Schneckenextruder kommend durch eine thermische Isolierstrecke hindurch in den Vorprofilbildungskanal eingeleitet wird.

Gerade dann, wenn zum Ausschieben eines ganz oder teilweise ausgehärteten Vorprofils eine weitere Charge von strangbil- o dungsfähigem Gemisch verwendet wird, die Charge nämlich, die ein nächstfolgendes Vorprofil bilden soll, ist es wünschens¬ wert, daß der Vorprofilbildungskanal im Bereich seines beful¬ lungsseitigen Endes zumindest bei Beginn der Einführung einer neuen Charge von strangbildungsfähigem Gemisch derart gekühlt s wird, daß eine rasche Durchhärtung des Vorlaufendes der neuen Charge eintritt. Man erreicht damit, daß eine saubere Trennung zwischen aufeinanderfolgenden Vorprofilen eintritt. Außerdem ist die rasche Durchhärtung des Vorlaufendes der neuen Charge in dem Vorprofilbildungskanal wünschenswert, damit beim Anlauf 0 der Anlage ein definierter Aufbau des jeweils ersten Vorpro¬ fils eintritt und sich nicht etwa im weniger gekühlten Zentrum des entstehenden Vorprofils eine weiche Zone ausbildet, in der das strangbildungsfähige Gemisch unkontrolliert in Richtung auf das Austrittsende des Vorprofilbildungskanals entweichen 5 kann. Es wird also empfohlen, daß der Vorprofilbildungskanal im Bereich seines befullungsseitigen Endes stärker gekühlt wird als im stromabwärts anschließenden Teil seiner Länge.

Die Abzugsbewegung des jeweils gebildeten Vorprofils wird 0 bevorzugt dann eingeleitet, wenn das Vorlaufende des jeweils teilweise ausgeschobenen Vorprofils eine vorbestimmte Position überläuft, wobei dieser Zeitpunkt vorzugsweise mittels einer Fotozelle ermittelt wird.

5 Ist die Abzugsbewegung einmal eingeleitet, so kann das Ver¬ schließen des befüllungsfernen Endes des Vorprofilbildungs¬ kanals mit vorgegebener Zeitverzögerung nach Beginn der Ab-

zugsbewegung des jeweiligen Vorprofils erfolgen.

Das Abtrennen des Vorprofilbildungskanals vom Zufluß des strangbildungsfähigen Gemisches kann nach Maßgabe des Druck- aufbaus im Vorprofilbildungskanal erfolgen, wobei der Druck¬ aufbau vorzugsweise nahe dem befullungsseitigen Ende des Vor¬ profilbildungskanals gemessen wird.

Die Notwendigkeit der Abkühlung in dem Vorprofilbildungskanal läßt es, um den Schneckenextruder oder eine sonstige Quelle von strangbilduήgsfähigem Gemisch laufend betreiben zu können, zweckmäßig erscheinen, daß nacheinander in periodischer Wie¬ derholung eine Mehrzahl von Vorprofilbildungskanälen in An¬ schluß an eine Zuflußstelle von strangbildungsfähigem Gemisch gebracht werden.

Grundsätzlich ist es möglich, daß die an einem Umlaufträger angeordneten mehreren Vorprofilbildungskanäle nacheinander in Flucht zu der Zuflußstelle gebracht werden.

Im Hinblick auf die Vermeidung von Dichtproblemen wird jedoch eine andere Ausführungsform bevorzugt dergestalt, daß das strangbildungsfähige Gemisch von der Zuflußstelle aus in ein Verteilerleitungssystem eingeleitet wird, welches an eine Mehrzahl von Vorprofilbildungskanälen über eine entsprechende Mehrzahl von Anschlußventilen angeschlossen ist, und daß nach¬ einander, vorzugsweise nach einem periodisch wiederholbaren Programm, jeweils mindestens und vorzugsweise ein Anschlußven¬ til geöffnet wird. Der Vorteil dieser Durchführungsform des Verfahrens liegt darin, daß die Anschlußventile handelsübliche Ventile sein können, die keinerlei Dichtprobleme aufwerfen.

Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird in der Weise vorgegangen, daß das strangbil- dungsfähige Gemisch von der Zuflußstelle in eine Verteilerlei¬ tung eingeführt wird, zwischen deren zuflußseitigem Ende und deren zuflußfernem Ende in Längsrichtung der Verteilerleitung

verteilt eine Mehrzahl von Anschlußventilen vorgesehen sind, daß zu Beginn eines Befüllungszyklus der an die Anschlußven¬ tile angeschlossenen Vorprofilbildungskanäle zunächst die Verteilerleitung an ihrem zuflußfernen Ende durch Öffnen eines Reinigungsventils gereinigt wird und hierauf nacheinander von dem zuflußfernen Ende zum zuflußnahen Ende hin fortschreitend die Anschlußventile geöffnet werden, wobei dieser Vorgang bei Vorhandensein eines oder mehrerer weiterer an die Zuflußstelle angeschlossener entsprechender Verteilerleitungen nachein- ander für die verschiedenen Verteilerleitungen durchgeführt wird. Durch die"bei dieser Verfahrensweise vorgesehene Reini¬ gung wird sichergestellt, daß jedesmal bei Beginn einer Neube- füllung eines Vorprofilbildungskanals an dessen befüllungs- seitigem Ende ein hinreichend thermoplastifiziertes, strang- bildungsfähiges Gemisch bereitsteht.

Es wird empfohlen, daß die Vorprofile in dem jeweiligen Vor¬ profilbildungskanal in einer Länge von ca. 0,5 - 6 m, vorzugs¬ weise ca. 4,5 m, hergestellt werden. Im einzelnen hängt die Länge der Vorprofilbildungskanäle von dem notwendigen Quer¬ schnitt und der Leistungsfähigkeit der zur Befüllung des je¬ weiligen Vorprofilbildungskanals verfügbaren Quelle für strangbildungsfähiges Gemisch ab, also insbesondere von der Leistungsfähigkeit des Schneckenextruders.

Die Vorprofile können mit Vollquerschnitt hergestellt werden. Die Herstellung des Vorprofils mit Vollquerschnitt ist form¬ technisch, d.h. bei der Herstellung der Vorprofilbildungskanä¬ le, von Vorteil. Die Zugabe variabler Gewichtsanteile der zweiten Mischkomponente erlaubt es, das für den jeweiligen Einsatzfall, z.B. im Fenster- und Türenbau, gewünschte Gewicht des Vorprofils pro Längeneinheit wunschgemäß einzustellen, auch wenn das Vorprofil als Vollprofil ausgeführt wird. Im übrigen sorgt die Herstellung des Vorprofils als Vollprofil für eine Erleichterung des Anbringens von Beschlägen.

Um für hohe Biege- und Knickεteifigkeit des Vorprofils und

damit des endgültigen Profilmaterials zu sorgen, ist vorgese¬ hen, daß die Auffüllung des Vorprofilbildungskanals bei sei¬ chen Strömungsverhältnissen des strangbildungsfähigen Gemi¬ sches erfolgt, daß im Falle der Anwesenheit länglicher, faser- artiger Partikel in der zweiten Mischkomponente diese Partikel sich überwiegend parallel zu der jeweiligen Profillängsrich¬ tung einstellen. Die Orientierung der faserartigen Partikel kann dabei sowohl in dem Vorprofilbildungskanal als auch in der vorgeschalteten Staustrecke begünstigt werden. Für die Parallelisierung der Fasern in dem Vorprofilbildungskanal ist es von Vorteil, ' wenn dieser von der Eintrittsstelle zum Aus¬ trittsende hin fortschreitend aufgefüllt wird, wofür die ver¬ stärkte Kühlung im Eintrittsbereich des Vorprofilbildungskan- als wünschenswert ist.

Der weitere Produktionsablauf nach Entformung der Vorprofile kann in der Weise geschehen, daß die Vorprofile im Zuge des Austritts aus dem jeweiligen Vorprofilbildungskanal auf eine Vorprofilablageflache aufgelegt werden und nach vollständigem Austritt aus dem jeweiligen Vorprofilbildungskanal zu einer spanabhebenden Bearbeitungsstation transportiert und dabei einem Schwundprozeß überlassen werden. Man kann also den Weg der Vorprofile zur spanabhebenden Bearbeitungsstation ausnut¬ zen, um den Schwundprozeß ablaufen zu lassen. Dabei ist es möglich, daß der Transport wenigstens auf einem Teil des Transportwegs in einer Richtung quer zur Längsachse des jewei¬ ligen Vorprofils erfolgt. Auf diese Weise kann der Weg von der Entformung bis zur- spanabhebenden Weiterbearbeitung gekürzt werden und die Transportzeit dennoch erreicht werden, indem man die Transportgeschwindigkeit quer zur Längsachse des je¬ weiligen Vorprofils entsprechend klein hält.

Es wurde weiter oben schon darauf hingewiesen, daß es wün¬ schenswert ist, den Schneckenextruder fortlaufend zu betrei- ben. Dies steht in einem Konflikt mit der Notwendigkeit, peri¬ odisch den Fluß des strangbildungsfähigen Gemisches zu unter¬ brechen, wenn die Zuführung des Gemisches von einem Vorprofil-

bildungskanal auf einen anschließend zu befüllenden Vorprofil¬ bildungskanal umgeschaltet wird. Es wird deshalb vorgeschla¬ gen, daß im Bereich des Anschlusses des Schneckenextruders an den Vorprofilbildungskanal bzw. eine Mehrzahl von Vorprofil- bildungskanälen ein Puffervolumen vorgesehen ist, welches strangbildungsfähiges Gemisch jeweils dann aufnimmt, wenn der Zufluß des Gemisches zu dem Vorprofilbildungskanal bzw. den Vorprofilbildungskanälen reduziert oder unterbrochen ist.

Es wurde bereits darauf hingewiesen, daß die Pellets in ange¬ wärmtem Zustand'von beispielsweise 60°C einem Schneckenextru¬ der zugeführt werden können.

Auf diese Weise kann die Energiezufuhr im Schneckenextruder reduziert werden.

Weiterhin ist es möglich, daß die Pellets von ihrer bei der Pelletierung erreichten Temperatur auf eine Extruderbeschik- kungstempeatur herabgekühlt und mit dieser Extruderbeschik- kungstemperatur dem Extruder zugeführt werden. Auch diese Maßnahme ist von der Energiewirtschaft her günstig, weil ein Teil der zur AufSchmelzung des Kunststoffs notwendigen Energie nur einmal zugeführt werden muß.

Dem strangbildungsfähigen Gemisch können Kleinkomponenten, wie Gleitmittel, Farbpigmente und Stabilisatoren, zugesetzt wer¬ den. Dabei ist es grundsätzlich möglich, daß die Kleinkompo¬ nenten der ersten oder der zweiten Mischkomponente oder - sofern Pellets gebildet werden - den Pellets zugesetzt werden. In der Regel ist es vorteilhaft, wenn die Kleinkomponenten den Pellets zugeführt werden. Ein wesentlicher Zusatz ist das Farbpigment. Vorzugsweise wird ein schwarzes Farbpigment, insbesondere Ruß, zugesetzt. Ruß zeichnet sich durch geringe Bereitstellungskosten und durch hohe Deckkraft aus. Die hohe Deckkraft führt dazu, daß etwaige nicht spanabhebend bearbei¬ tete Profiloberflächen oder auch spanabhebend bearbeitete und nicht von der Vergütungsschicht bedeckte Profiloberflächen ein

günstiges optisches Erscheinungsbild mit dem Eindruck hoher Finish-Qualität ergeben. Dabei erweist sich insbesondere die schwarze Farbe wegen ihrer hohen Lichtabsorption als günstig.

s Die spanabhebende Bearbeitung des Vorprofils kann in einer spanabhebenden Bearbeitungsstation mit einer Mehrzahl von über den Umfang des Vorprofils verteilt angeordneten, rotierenden Bearbeitungsköpfen erfolgen, welche gewünschtenfalls in Durch¬ laufrichtung des Vorprofils hintereinander angeordnet sind. o Dabei sollte in der Regel darauf geachtet werden, daß die dem Vorprofil bei der spanabhebenden Bearbeitung zugeführte Zer¬ spanungsleistung derart beschränkt wird, daß im wesentlichen keine Thermoplastifizierung des Thermoplastgehalts in dem jeweils bearbeiteten Vorprofil eintritt. Eine Möglichkeit, um s Einfluß auf die Temperatur am Zerspanungsort zu nehmen, be¬ steht darin, Bearbeitungsköpfe großen Durchmessers einzuset¬ zen, so daß der Wärmeaustausch zwischen den Bearbeitungsköpfen und der Umgebungsluft nach Durchlauf durch die jeweilige Be¬ arbeitungsstelle eine Abkühlung des Werkzeugs und damit auch 0 der Bearbeitungsstelle am Werkstück ermöglicht. Der Betreiber der Anlage hat es in der Hand, nach Maßgabe von Temperaturmes¬ sungen den optimalen Durchmesser der Bearbeitungsköpfe ein¬ zustellen.

5 Die Oberflächenvergutung durch die Vergütungsschicht kann nach einer ersten Alternative in der Weise erfolgen, daß das durch die zerspanende Bearbeitung gewonnene Zwischenprofil durch einen profilangepaßten Zentrierungskanal einem Beschichtungs- kanal zugeführt wird, welcher ein der Beschichtungsdicke ent- 0 sprechendes Übermaß gegenüber dem Vorprofil besitzt und mit mindestens einer Zuführungsleitung für Beschichtungsmasse und gewünschtenfalls Verteilermitteln versehen ist. Dabei kann es für die Egalisierung der Vergütungsschicht von Vorteil sein, wenn das mit Beschichtungsmasse beschichtete Zwischenprofil in 5 einem Nachprofilierungskanal nach teilweiser Aushärtung, ins¬ besondere während des Durchlaufs durch ein Kühlbad, einem oberflächenegalisierenden Unterdruck ausgesetzt wird. Bei

dieser Art der Oberflächenvergutung kann man die Beschich¬ tungsmasse in einer Schichtstärke von ca. 0,1 bis ca. 2,0 mm, vorzugsweise 0,7 mm - 0,8 mm, auftragen. Man wird mit Vorteil solche Beschichtungsmasse verwenden, welche eine hohe Affini- s tat zu dem jeweiligen Mischungsbestandteil haben. Deshalb wird man insbesondere in Betracht ziehen, daß eine thermoplastische Beschichtungsmasse etwa auf Polyolefin-Basis, ABS-Basis oder PVC-Basis aufgetragen wird. Dies hat auch einen Vorteil bei der späteren Aufarbeitung der Profile. Die Beschichtungsmasse o kann mit einem Gehalt an Farbpigment, insbesondere weißem Farbpigment versetzt werden, so daß die Oberfläche des Zwi¬ schenprofils im wesentlichen unsichtbar wird.

Nach einer weiteren bevorzugten Alternative der Oberflächen- 5 Vergütung ist vorgesehen, daß das Zwischenprofil wenigstens auf einem Teil seines Profilumfangs mit einem Vergütungsprofil belegt wird. Als Vergütungsprofil kann dabei insbesondere ein Metallprofil verwendet werden, etwa ein durch Biegen leicht profilierbares Aluminiumprofil. Bevorzugt besteht das Vergü- 0 tungsprofil aus einer Trägerschicht, also z.B. Aluminium, und einer Dekorschicht, z.B. einer auf der Aluminiumschicht aufge¬ tragenen Anstrich- oder Lackschicht.

Um Beschädigungen des Vergütungsprofils bis zum Fertigeinbau 5 eines Fensters zu vermeiden, wird vorgeschlagen, daß das Ver¬ gütungsprofil auf seiner Sichtseite mit einer Schutzfolie versehen wird. Die Schutzfolie kann dabei durch eine Klebe¬ schicht von solcher Klebkraft fixiert werden, daß sie nach Erfüllung ihrer Schutzfunktion leicht abgezogen werden kann. 0

Es besteht die Möglichkeit, daß das Vergütungsprofil aus einem flachen Vormaterialband zum Zwischenprofil geformt wird. Es besteht aber auch die Möglichkeit, daß das Vergütungsprofil unmittelbar vor der Aufbringung auf das Zwischenprofil wenig- 5 stens teilweise vorgeformt und in vorgeformtem Zustand auf das Zwischenprofil aufgebracht wird. In beiden Fällen wird der große Vorteil erzielt, daß das Vergütungsprofil als Flachband

im coil bis an den Ort der Aufbringung gebracht werden kann, so daß Transportraum gespart und die Gefahr vorzeitiger Defor¬ mation vermieden wird. Das Ausformen des Aluminiumprofils kann durch eine Vielzahl von in Laufrichtung hinereinander angeord- neten Profilwalzen erfolgen, die entweder mit dem jeweils zu beschichtenden Vorprofil oder Zwischenprofil profilgebend zusammenwirken oder mit zugehörigen Gegenwalzen, wenn die Profilbildung zunächst unabhängig von der Vereinigung mit dem Vorprofil oder Zwischenprofil erfolgt.

Das Vergütungsprofil kann auf dem Zwischenprofil oder Vorpro¬ fil durch Kleben befestigt werden etwa dadurch, daß Klebstoff als vorgeformte Klebstoffschicht zum Einsatz gebracht wird oder dadurch, daß der Klebstoff als Beschichtung des Vergü- tungsprofils zum Einsatz gebracht wird. Der Klebstoff kann dabei als gesondertes Bandmaterial zum Einsatz gebracht werden und unmittelbar vor der Vereinigung des Vergütungsprofils mit dem Zwischenprofil entweder auf das Vormaterial des Vergü¬ tungsprofils oder auf das Zwischenprofil aufgebracht werden.

Es ist auch möglich, daß das Vergütungsprofil am Zwischenpro¬ fil wenigstens teilweise formschlüssig befestigt wird; hierzu kann das Vergütungsprofil an wenigstens einem Rand mit einem Formschlußflansch ausgeführt werden.

Wenn hier von Vergütungsprofilen gesprochen wird, so ist da¬ rauf hinzuweisen, daß die Profilwandstärke dieses Vergütungs- profils natürlich sehr viel geringer sein kann als die Profil¬ wandstärken von selbsttragenden Aluminiumprofilen und/oder Kunststoffprofilen. Wenn Aluminiumprofile als Vergütungs¬ schicht zum Einsatz kommen, so kann die Wandstärke des Alumi¬ niumprofils beispielsweise 0,1 - 1,0 mm, vorzugsweise 0,3 - 0,6 mm sein. Die Schichtstärke einer etwaigen Dekorschicht des Vergütungsprofils wird so bemessen, daß sie den üblicherweise im Betrieb auftretenden Schlag- und Kratzbeanspruchungen standhält.

Grundsätzlich kann ein Vergütungsprofil den ganzen Profilum¬ fang oder einen wesentlichen Teil des Profilumfangs des Vor¬ profils bzw. Zwischenprofils bedecken. Es könnte aber vorteil¬ haft sein, wenn, insbesondere im Falle von Flügelrahmen- und Blendrahmenprofilen, das Vergütungsprofil in Form von zwei Teilprofilschalen aufgebracht wird, welche an den der Innen- umfangsflache und der Außenumfangsflache des jeweiligen Rah¬ mens entsprechenden Profilseiten des Zwischenprofils vonein¬ ander Abstand haben. Der Vorteil liegt nicht nur in der ver- einfachten Aufbringung, sondern insbesondere auch darin, daß im Falle metallischer Vergütungsprofile, wenn auch noch so querschnittsschwacher, eine Kältebrücke verhindert wird.

Die erfindungsgemäße Verfahrensweise bietet auch die Möglich- keit, daß das Vergütungsprofil an mindestens einem seiner Profilränder zur Bildung von Haltekanten, z.B. für Dichtungs- oder Kittmaterial, verwendet wird.

Im Falle der Weiterverarbeitung eines durch Aufbringen der Vergütungsschicht gewonnenen Endprofils zu einem Fenster oder einer Tür kann ein Profilmaterialabschnitt des Endprofils an einer jeweiligen Eckbildungsstelle auf Gehrung geschnitten und mit einem entsprechend auf Gehrung geschnittenen, anstoßenden Profilmaterialabschnitt durch mindestens eine die Gehrungs- ebene querende Schraube verbunden werden, welche gewünschten¬ falls die Vergütungsschicht durchsetzt. Dabei kann man an den Gehrungsflächen zusammenstoßender Profilmaterialabschnitte eine härtende Dichtungsmasse vor dem Zusammenschrauben ein¬ bringen.

Will man das erfindungsgemäß hergestellte Profilmaterial zu Fenstern oder Türen verarbeiten, so kann man in der Weise vorgehen, daß man das zu einem Endprofil vervollständigte Profilmaterial mit einer Fixiernut für eine Glasscheibe oder sonstige Füllungsplatte herstellt und diese im Zuge der Zu¬ sammenfügung der Profilmaterialabschnitte zum jeweiligen Rah¬ men in den Fixiernuten fixiert. Dabei kann man Beschlagteile

an dem jeweiligen Rahmen durch übliche Holzschrauben, ge¬ wünschtenfalls ohne Vorbohrung, anbringen. Diese Holzschrauben kann man durch das Vergütungsprofil hindurch in das jeweilige Zwischenprofil einbringen.

Weiter kann man bei der Fenster- und Türenfertigung die von Vergütungsschicht unbedeckten Profilbereiche des Endprofils in dem nach der Vorprofilfertigung oder der Zwischenprofilferti¬ gung erreichten Oberflächenzustand belassen.

Die Verweilzeit', die das wenigstens teilweise Schwinden des Vorprofils vor der spanabhebenden Weiterbearbeitung bewirken soll, kann u.U. bei rasch schwindenden Kunststoffen auch ver¬ kürzt werden, ggf. soweit verkürzt werden, daß nach der das Aushärten bewirkenden Abkühlung eine weitere Verweilzeit gar nicht mehr notwendig ist.

Bei sehr geringen Ansprüchen an das Profilmaterial kann auch auf die spanabhebende Nachbearbeitung verzichtet werden. Es bleibt dann immer noch der Vorteil eines leicht zu verarbei¬ tenden Profilmaterials erhalten, das in Holzverbindungstechnik weiterverarbeitet werden kann. Es bleibt auch je nach Art der Mischkomponenten der Vorteil der Verarbeitung von leicht ver¬ fügbaren oder/und entsorgungsbedürftigen Kunststoffabfällen und der Vorteil von nachwachsenden Rohstoffen, deren Verwer¬ tung eine Zusatzauslastung für die Landwirtschaft bringt.

Bei Fehlen von Kunststoffabfällen oder billiger Verfügbarkeit von Neu-Kunststoffen, beispielsweise in Form von Granülen, kann das erfindungsgemäße Verfahren auch unter Einsatz von Neu-Kunststoffen durchgeführt werden.

Bei Verwendung von Polyolefinen kann die Zuflußtemperatur des strangbildungsfähigen Gemisches zu den Vorprofilbildungskanä- len auf ca. 150 - 195°C eingestellt werden. Der Massedruck des strangbildungsfähigen Gemisches in der Endphase des Füllens eines Vorprofilbildungskanals kann ca 100 bis ca. 220 bar

sein, vorzugsweise ca 170 bar. Dieser Massedruck kann auch als Schaltdruck für das Schließen der Form benutzt werden. Ausge¬ hend von der Annahme, daß der Massedruck in der Staustrecke abgebaut wird, bedeutet dies, daß stromoberhalb der Stau- strecke ein Massedruck von bis zu 300 bar aufgebaut werden kann, wiederum unter der Voraussetzung, daß das Gemisch als Kunststoffanteile im wesentlichen Polyolefine enthält.

Der zum Entformen eines Vorprofils verwendete Druck des für den nächsten Vorformling zugeführten strangbildungsfähigen Gemisches kann auf etwa 40 - 300 bar eingestellt werden.

Die Qualität der Fertigprodukte, also z.B. Fenster oder Türen, kann u.U. noch dadurch verbessert werden, daß die bereits spanabhebend behandelten und u.U. auch schon mit dem Vergü¬ tungsprofil beschichteten Profile noch einer weiteren Verweil¬ zeit bis zur endgültigen Verarbeitung unterworfen werden.

Wenn Kunststoffabfälle benutzt werden, die unerwünschte ther- moplastische Fremdstoffe enthalten, so können auch diese aus¬ gesondert werden. Beispielsweise kann es wünschenswert sein, PVC-Anteile abzutrennen, im Hinblick auf eine spätere Aufar¬ beitung der Profile.

Die Erfindung betrifft weiter eine Einrichtung zur Herstellung eines Vorprofils, insbesondere im Rahmen des vorbeschriebenen Verfahrens. Eine solche Einrichtung umfaßt einen Schnecken¬ extruder mit einer Füllstelle zum Einfüllen der Mischkomponen¬ ten und mit einer Ausflußstelle zur Abgabe eines strangbil- dungsfähigen thermoplastifizierten Gemisches. Sie umfaßt fer¬ ner eine stationäre Verteilerleitung mit einer Zuflußstelle in Verbindung mit der Ausflußstelle des Schneckenextruders, eine Mehrzahl von Kanalbeschickungsanschlüssen an der stationären Verteilerleitung, diese Kanalbeschickungsanschlüsse in Ver- bindung mit jeweils einem Vorprofilbildungskanal, Anschlußven¬ tile zwischen den einzelnen Vorprofilbildungskanälen und der Verteilerleitung, Profilaustrittsschieber an den stromabwärti-

gen Enden der Vorprofilbildungskanäle, eine Abzugseinrichtung stromabwärts des jeweiligen stromabwärtigen Endes der Profil- bildungskanäle sowie eine Programmsteuerung derart, daß nach Auffüllung eines Vorprofilbildungskanals, insbesondere füll- druckabhängig, das jeweilige Anschlußventil geschlossen wird; nach einer Kühlperiode zur Abkühlung der im Vorprofilbildungs¬ kanal enthaltenen Gemischfüllung der zugehörige Profilaus¬ trittsschieber und das zugehörige Anschlußventil geöffnet werden; nach teilweisem Ausschieben des bereits gehärteten Vorprofils durch über das Anschlußventil nachfließendes Ge¬ misch das teilweise ausgeschobene Vorprofil von der Abzugsein¬ richtung erfaßt und von der Vorlauffront des nachgefüllten Gemischs getrennt wird; nach erfolgter Trennung des Nachlauf¬ endes des Vorprofils und der Vorlauffront des nachfließenden Gemisches der Austrittsschieber innerhalb des so gebildeten Trennspalts geschlossen wird und der Vorprofilbildungskanal hierauf wieder vollständig aufgefüllt wird bis zum Erreichen eines für die Bildung eines weiteren Vorprofils erforderlichen Füllzustands.

Dabei können die Vorprofilbildungskanäle in einem Kühlflüssig¬ keitsbad angeordnet sein. Wenn über die Länge der Vorprofil¬ bildungskanäle verteilt ein örtlich variables Temperaturpro¬ gramm aufrechterhalten werden soll, so kann das Kühlflüssig- keitsbad in einzelne Sektionen unterschiedlicher Kühlflüssig- keitstemperatur aufgeteilt sein.

Die Steuerung kann weiterhin dahin ausgestaltet sein, daß die Abzugseinrichtung wirksam wird, wenn das Vorlaufende des je- weils der Ausschiebung unterliegenden Vorprofils eine vorbe¬ stimmte Stelle stromabwärts des Austrittsschiebers erreicht und daß der Austrittsschieber geschlossen wird, wenn das Nach¬ laufende des der Ausschiebung unterworfenen Vorprofils einen vorbestimmten Abstand von der Vorlauffront des nachgefüllten Gemisches erreicht hat. Dabei ist weiterhin eine Ausgestaltung der Steuerung dahingehend möglich, daß das Anschlußventil eines Vorprofilbildungskanals geschlossen wird, wenn ein vor-

bestimmter Fülldruck in dem Vorprofilbildungskanal sensiert wird.

Anschließend an den Austrittsschieber der Vorprofilbildungs- kanäle kann eine Ablagefläche zur Ablage der jeweils ausgesto¬ ßenen Vorprofile vorgesehen sein; an den Ablagetisch kann ggf. unter Zwischenschaltung eines Umsetzgeräts ein Förderer mit quer zur Profilachse verlaufender Fördereinrichtung an¬ schließen.

Die Ausflußstelie des Schneckenextruders kann mit einer Stau¬ oder Homogenisierungseinrichtung ausgeführt sein, an welche sich die Verteilerleitung anschließt.

Aus den weiter oben bereits angegebenen Gründen der Kleinhal¬ tung des Schneckenextruders kann es vorteilhaft sein, wenn der Schneckenextruder zur Verarbeitung von pelletiertem Gemisch ausgebildet ist. Dabei kann der Schneckenextruder mit einem vorzugsweise nach oben offenen, im wesentlichen radialen und im querschnitt im wesentlichen rechteckigen Beschickungs¬ schacht ausgeführt sein.

Um den Einzug des Schneckenextruders auf ein definiertes Maß pro Zeiteinheit zu bringen, wird empfohlen, daß der Zylinder des Schneckenextruders zumindest im Bereich einer Einzugszone mit Hemm-Mitteln zur Hemmung des Mitdrehens des Beschickungs- guts ausgeführt ist. Dabei können die Hemm-Mittel von im we¬ sentlichen axialgerichteten Nuten an der Innenumfangsflache des Zylinders gebildet sein. Die Nuten können dabei in Achs- richtung des Zylinders an Tiefe abnehmen.

Die Erfindung betrifft weiter ein Profilmaterial, insbesondere für die Herstellung von Profilrahmen der Fenster- und Türpro¬ duktion, bestehend aus einem Vollprofil, welches neben thermo- plastischen Bestandteilen Füllstoffe enthält und zumindest auf Teilen seines Profilumfangs mit mindestens einer Vergütungs¬ schicht in Form eines Blechprofils versehen ist. Dabei ist das

Blechprofil bevorzugt von einem Aluminiumprofil gebildet, welches an seiner Sichtseite mit einer Färb- oder Lackschicht versehen ist.

Das Blechprofil kann man mit dem Vollprofil verkleben; es ist aber auch möglich, daß das Blechprofil mit dem Vollprofil formschlüssig in Eingriff gehalten ist.

Mindestens ein Rand des Blechprofils kann als Haltekante, z.B. für Dicht- oder Kittmaterial, ausgebildet sein.

Das Blechprofil kann von zwei Profilschalen gebildet sein, deren eine - bezugnehmend auf die Gestaltung eines fertigen Fensters - einen rauminneren Bereich der Profiloberfläche und deren andere einen raumäußeren Bereich der Profiloberfläche bedeckt, wobei die beiden Profilschalen im Falle eines Flügel- rahmenprofils im Profilbereich des Scheibenbetts und im Pro¬ filbereich des Rahmenfalzes voneinander Abstand haben und im Falle eines Blendrahmenprofils im Profilbereich des Blendrah- menfalzes und der maueröffnungsseitigen Umfangsfläche vonein¬ ander Abstand haben. Auf diese Weise ist eine Kältebrückenbil¬ dung unterbunden.

Die Umfangsfläche des Vollprofils kann dabei in den von dem Blechprofil nicht bedeckten Bereichen unbehandelt oder nur durch spanabhebende Behandlung bearbeitet sein.

Der von dem Blechprofil nicht bedeckte Bereich kann durch entsprechenden Farbpigmentgehalt auf ein farblich einheitli- ches, insbesondere schwarzes, Farbbild, gestellt sein.

Ein aus dem erfindungsgemäßen Profilmaterial hergestellter Fensterrahmen oder Türrahmen kann in der Weise zusammengesetzt sein, daß aneinander anschließende Profilschenkel auf Gehrung geschnitten aneinander anschließen und miteinander im Geh¬ rungsbereich verschraubt oder verklebt sind.

Zur Herstellung einer Rahmenkombination bestehend aus einem Flügelrahmen und einem Blendrahmen ist es selbstverständlich möglich, für Blendrahmen und Flügelrahmen unterschiedliche Vorprofile herzustellen, die optimal an die jeweilige Endpro- filform angepaßt sind, so daß die spanabhebende Bearbeitung mit einem Minimum an Zerspanungsarbeit auskommt. Es ist aber auch möglich, daß für die Herstellung des Flügelrahmens und des Blendrahmens einheitliche Vollprofile verwendet sind, die sich voneinander nur durch unterschiedliche spanabhebende Bearbeitung oder/und unterschiedliche Beschichtung mit Blech¬ profilen unterscheiden. Von dieser Möglichkeit macht man ins¬ besondere dann Gebrauch, wenn im Hinblick auf die Investi¬ tionskosten einer Profilbildungsanlage zunächst nur eine solche Anlage für Blendrahmen- und Flügelrahmenprofile einge- setzt werden soll.

Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Profilmate¬ rial erlaubt es auch, Profilmaterial für andere Einsatzzwecke als Türen- und Fensterbau herzustellen, beispielsweise für Möbelbau, Hausbau, Verpackungskonstruktionen, Paletten u. dgl. Die Verwendung von thermoplastischen Kunststoffabfällen ist aus den oben genannten Gründen sehr vorteilhaft, aber nicht unbedingt erforderlich. Für Produkte höherer Qualität können auch Rohkunststoffe, beispielsweise in Form von Granulat, zum Einsatz gebracht werden.

Die beiliegenden Figuren erläutern die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispiels; es stellen dar:

Fig. 1 den Querschnitt eines Vorprofils, hergestellt nach einer ersten Formgebungsstufe des erfindungsgemäßen

Verfahrens;

Fig. 2 den Querschnitt eines Zwischenprofils, hergestellt nach einer zweiten Formgebungsstufe des erfindungs- gemäßen Verfahrens;

Fig. 3 den Querschnitt des Endprofils, hergestellt nach ei¬ ner Beschichtungsstufe des erfindungsgemäßen Verfah-

rens ;

Fig . 4 eine Übersichtszeichnung zur Darstellung der Zusam¬ mengehörigkeit der nachfolgenden Figuren 4A und 4B;

Fig . 4A den materialflußaufwärtigen Teil der ersten Formge¬ bungsstufe;

Fig . 4B den materialflußabwärtigen Teil der ersten Formge¬ bungsstufe;

Fig. 5 den Übergang von der ersten Formgebungsstufe zu der zweiten Formgebungsstufe; Fig . 6 die Beschichtungsstufe;

Fig . 7 eine Übersichtszeichnung zur Darstellung der Zusam¬ mengehörigkeit der nachfolgenden Figuren 7A-7C;

Fig . 7A den materialflußaufwärtigen Teil der Kunststoffauf¬ bereitung; Fig . 7B den materialflußmittleren Teil der Kunststoffaufbe¬ reitung;

Fig . 7C den materialflußabwärtigen Teil der Kunststoffaufbe¬ reitung;

Fig . 8 die Aufbereitung der Zuschlagstoffe; Fig . 9 einen Flügelrahmen eines Fensters, hergestellt aus Profilstäben, wie sie gemäß Fig. 1-6 gewonnen wur¬ den;

Fig. 10 ein Flußschema einer weiteren Durchführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens; Fig. 11 eine Pelletierungseinrichtung zur Verwendung in dem Verfahren nach Anspruch 10;

Fig. 12 eine Extrudierschnecke für das Verfahren nach An¬ spruch 10 mit nachgeschalteter Stau- und Homogeni¬ sierungseinrichtung sowie einer Verteilereinricht- ung;

Fig. 13 Details zu der Stau- und Homogenisierungseinrich¬ tung nach Fig. 12;

Fig. 13a eine Endansicht eines Staukörpers gemäß Fig. 13 in Pfeilrichtung XHIa der Fig. 13; Fig. 14 die Verteilereinrichtung nach Fig. 12 mit nachge¬ schalteten Vorprofilbildungskanälen und einer Ab¬ nahmestation zur Abnahme der Vorprofile aus den

Vorprofilbildungskanälen; Fig. 15 die Kombination eines Flügelrahmenprofils und eines

Blendrahmenprofils; Fig. 15a ein gemeinsames Vorprofil zur Gewinnung der Profile gemäß Fig. 15;

Fig. 15b den Schichtaufbau einer Vergütungsprofilschale; Fig. 16 die Kombination gemäß Fig. 15, ausgerüstet mit den wesentlichen Teilen eines Fensters und Fig. 17 eine Teilprofilschale von dem Blendrahmenprofil gemäß Fig. 15 und 16.

In Fig. 1 ist der Querschnitt durch ein Vorprofil darge¬ stellt, aus dem nach weiterer, im folgenden noch zu beschrei¬ bender Bearbeitung ein Endprofil zur Herstellung von Flügel- rahmen oder Blendrahmen für Fenster entsteht. Das Vorprofil ist mit 10 bezeichnet. Es ist im Querschnitt größer als das letztlich zur Fensterherstellung verwendete Endprofil. Es handelt sich um ein Vollprofil, welches aus 5 Gewichtsteilen thermoplastischem Kunststoff, z.B. Polyethylen oder Polypro- pylen oder ABS oder einem Gemisch davon und aus 1 Gewicht¬ steil Zuschlagstoffen, nämlich Miskanthus, besteht. Die Zu¬ schlagstoffe sind gleichmäßig über den Querschnitt verteilt. Der Kunststoffanteil bildet eine Matrix, in welcher einzelne Fasern der Zuschlagstoffe oder kleinere Gruppen von Einzel- fasern eingeschlossen sind. Die Fasern sind länglich und ha¬ ben eine Längserstreckung von ca.

3 mm. Für den Fall, daß in dem Kunststoffanteil je nach Pro¬ venienz Fremdstoffe enthalten waren, sind auch diese im we¬ sentlichen matrixartig von Kunststoff umschlossen. ,

Zur Herstellung dieses Vorprofils 10 wird nun auf die Fig. 4A-4B verwiesen. In Fig. 4A erkennt man einen Vorratssilo 12, der durch eine Leitung 14 über ein Fördergebläse mit verar¬ beitungsfähigem Kunststoff beschickt wird. Die Gewinnung des verarbeitungsfähigen Kunststoffs wird später unter Bezugnahme auf die Fig. 7A-7C beschrieben werden. Hier ist zur Struktur des verarbeitungsfähigen Kunststoffs nur festzustellen, daß

dieser in Form von Teilchen unregelmäßiger Größe vorliegt, die - wenn sie lose aufeinanderliegen - eine geringe Pan- kungsdichte ergeben, welche von Ort zu Ort stark schwankt. Der Vorratssilo 12 ist als ein Hochsilo ausgebildet, so daß durch das Eigengewicht der Kunststoffteilchen im Bodenbereich eine natürliche Verdichtung eintritt. Diese natürliche Ver¬ dichtung kann noch durch einen um die Achse A rotierenden Förderstern 16 unterstützt werden, der durch Schrägstellung seiner Schaufel eine Verdichtungswirkung nach unten erzeugt. Man erkennt ferner ein Hochsilo 18, welches von einer Aufbe- reitungsstation'her mit verarbeitungsfähigem Zuschlagstoff beschickt wird, und zwar im Beispielsfall mit gemahlenem oder zerfasertem Miskanthus-Erntegut, welches frühestens 3 Jahre nach der Aussaat erstmals geerntet wurde. Es handelt sich hierbei um eine perennierende Pflanze, die mehrmals geschnit¬ ten werden kann.

Die Aufbereitung wird im folgenden unter Bezugnahme auf Fig. 8 näher beschrieben. Hier genügt es zu sagen, daß das aufbe- reitete Fasergut in Form länglicher Fasern von ca. 3 mm Länge vorliegt. Auch dieses Fasergut besitzt bei loser Lagerung eine geringe Packungsdichte. In dem Hochsilo 18 tritt wiede¬ rum eine Vergrößerung der Packungsdichte auf, die erneut dur¬ ch einen Förderstern 20 unterstützt werden kann.

Die Zuförderung des Faserguts zu dem Hochsilo 18 erfolgt du¬ rch einen sog. Seilförderer, das ist ein endloses oder ein hin- und hergehendes Seil innerhalb eines Förderkanals, wel¬ ches eine die Mitnahme des Faserguts bewirkende Oberfläche besitzt.

Die Kompaktierung der Kunststoffteilchen und des Faserguts in den beiden Hochsilos 12,18 ist wesentlich, damit die nachfol¬ genden Einrichtungen der Mischung und Thermoplastifizierung des Kunststoffs von Kompaktierungsarbeit entlastet werden und deshalb kostengünstiger ausgeführt werden können.

Von den beiden Hochsilos 12,18 gelangen die beiden Mischkom¬ ponenten, Kunststoffteilchen und Fasergut, zu einem Mischwerk im Mischpunkt 22, wobei der Transport zu dem Mischpunkt 22 von Schneckenförderern o. dgl. besorgt wird. An den Misch- punkt 22 schließt sich die Förderschnecke 24 an, die von ei¬ nem Schneikenzylinder 26 umschlossen ist. Der im Mischpunkt 22 bereits eingeleitete Mischvorgang, der auch im Mischpunkt 22 bereits durch bewegte Mischorgane unterstützt werden kann, wird im Bereich der Förderschnecke 24 fortgesetzt, so daß am Ausgang 32 der Förderschnecke 24 (in Fig. 4A rechts) eine homogene Mischung von Kunststoff und Fasergut vorliegt. In Fig. 4A ist die Förderschnecke 24 nur schematisch darge¬ stellt. Die Förderschnecke 24 kann so ausgebildet sein, daß ihr Durchmesser, jedenfalls ihre radiale Schneckenhöhe, in Förderrichtung zunimmt, entsprechend einer zunehmenden Kom- paktierung und Volumenabnahme des Mischguts. Der Kunststoff- anteil des Mischguts wird im Laufe der Bewegung längs des Richtungspfeils 28 erwärmt und thermoplastifiziert. Diese Erwärmung kann durch Heizbänder oder Heizkammern 30 geregelt werden. Am Ausgang 32 der Förderschnecke 24 liegt ein homoge¬ nes, zähfließendes Gemisch vor, vergleichbar einer kaugummi- artigen Knetmasse mit einer Temperatur von ca. 180°C. Dieses Gemisch wird von der Förderschnecke 24 durch eine Strangbil¬ dungsdüse 34 hindurchgetrieben. Am Ausgang der Strangbil- dungsdüse 34 befindet sich eine Revolvertrommel 36 mit einer Vielzahl von über den Umfang verteilten achsparallelen Vor¬ profilbildungskanälen 38, deren Querschnitt wenigstens annä¬ hernd dem der Strangbildungsdüsen 34 entspricht. Zu jedem Zeitpunkt während des kontinuierlichen Verfahrensablaufs wird jeweils nur ein Vorprofilbildungskanal 38 mit dem zähfließen¬ den Gemisch jeweils bis zur vollständigen Auffüllung gefüllt. Nach Eintreten der vollständigen Auffüllung der Vorprofilbil¬ dungskanäle 38 - diese sind am jeweils rechten Ende gemäß Fig. 4B während der Auffüllung abgeschlossen - erfolgt durch Drehung der Revolvertrommel 36 eine Fortschaltung auf den in Umfangsrichtung jeweils nächstfolgenden Vorprofilbildungska¬ nal 38. Die Revolvertrommel 36 ist in einem Kühlwassertank 40

aufgenommen, so daß eine Abkühlung des in den Vorprofilbil¬ dungskanälen 38 enthaltenen Gemisches und damit eine Erhär¬ tung desselben eintritt. Nach Auffüllung eines bestimmten Vorprofilbildungskanals 38 bleibt dieser gefüllt, solange, bis er nach Auffüllung der übrigen Vorprofilbildungskanäle 38 wieder kurz vor der Anschlußstellung an die Strangbildungs- düse 34 steht, d.h. praktisch während einer Vollumdrehung der Revolvertrommel 36. Dadurch ist eine beträchtliche Verweil¬ zeit des Gemisches innerhalb des KühlWassertanks 40 gewähr- leistet, die ausreicht, um eine Erhärtung des Gemisches bis zur Handhabbarkeit des jeweils gebildeten Vorprofils erlau¬ ben. Während des Fortschaltens der Revolvertrommel 36 in Um- fangsrichung wird die Förderung durch die Förderschnecke 24 in Förderrichtung 28 fortgesetzt, wobei ein schematisch dar- gestellter Pufferraum 42 während der Umschaltperioden das an¬ fallende Gemisch aufnehmen kann. Dieses kann zum Eingang zu¬ rückgeleitet oder elastisch wieder in den Bereich der Strang¬ bildung eingedrückt werden.

Wenn ein Vorprofilbildungskanal 38 nach einem nahezu vollständigen Umlauf der Revolvertrommel 36 von dem inzwischen weitgehend erhärteten Vorprofil 10 geräumt werden soll, dann befindet sich dieser Vorprofilbildungskanal 38 in Flucht mit einem Ausstoßer 44 am stromaufwärtigen Ende der Revolvertrommel 36. Dieser Ausstoßer 44 kann dann in Pfeil¬ richtung 46 in den betreffenden Vorprofilbildungskanal 38 einfahren und das entstandene Vorprofil 10 so weit aus dem rechten Ende des Vorprofilbildungskanals 38 ausstoßen, daß es dort von einem Raupenabziehwerk 48 erfaßt werden kann. Das Vorprofil ist in Fig. 4B zu erkennen; es ist entsprechend der Bezeichnung in Fig. 1 mit 10 bezeichnet. Durch das Raupenab¬ ziehwerk 48 wird das Vorprofil 10 auf einen Fördertisch 50 gebracht, der mit einer Mehrzahl von Förderriemen 52 ausgerü¬ stet ist. Die Förderrichtung dieser Förderriemen 52 ist in Fig. 4B durch den Pfeil 54 angedeutet. Dies bedeutet, daß die Förderrichtung des Vorprofils 10 nunmehr orthogonal zur Längsrichtung des Vorprofils 10 verläuft. Im Bereich des

Fördertisches 50 können die Vorprofile 10 während einer er¬ sten Verweilzeit von beiεpielsweise 5 - 10 Stunden verblei¬ ben. Die Förderriemen 52 können so langsam verlaufen, wie es bei vorgegebener Verweilzeit eben notwendig ist, damit die Vorprofile 10 innerhalb der gegebenen Verweilzeit die nächste Station erreichen können. Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß man auf diese Weise auch bei sehr leistungsstarken Anla¬ gen mit einem verhältnismäßig geringen Grundriß der jeweili¬ gen Anlage auskommt. Man benennt die Profilherstellung der vorbeschriebenen Art in Abwandlung des Begriffs "Extrudieren" mit dem Begriff ""Intrudieren", weil das thermoplastifizierte Gemisch in dem Vorprofilbildungskanal 38 hineingepreßt wird. Während des Durchgangs durch die Strangbildungsdüse 34 und während des Vorschubs innerhalb des Vorprofilbildungskanals 38 tritt eine überwiegende Parallelstellung der Fasern des Faserguts parallel zur Längsachse des Vorprofilstrangs ein. Dies ist im Hinblick auf die Biegefestigkeit des erhärteten Vorprofilstrangs vorteilhaft.

Für eine annähernd konstante Zusammensetzung des Gemisches und damit des Vorprofils 10 wird dadurch gesorgt, daß die die Hochsilos 12,18 mit dem Mischpunkt 22 verbindenden Förderschnecken als sog. Dosierschnecken ausgebildet sind. Es ist denkbar, die Fördergeschwindigkeit und damit Dosierwir- kung der einzelnen Dosierschnecken nach Maßgabe des gemesse¬ nen Istwerts der Zusammensetzung durch Rückkopplung von einer Zusammensetzungssensorik auf die Dosierschnecken zu korrigie¬ ren und auf gewünschte Werte einzustellen.

In Fig. 5 erkennt man erneut den Fördertisch 50 mit den För¬ derriemen 52 und einem im Bereich des Fördertisches 50 befindlichen Vorprofil 10. Dieses Vorprofil 10 erreicht im Zuge seiner Bewegung durch die Förderriemen 52 in Pfeilrich¬ tung 54 nach Ablauf der vorbestimmten ersten Verweilzeit von 5 - 10 Stunden einen Längsförderer 56, der in Pfeilrichtung 58 das Vorprofil 10 weiterbewegt. Der Längsförderer 56 setzt sich aus zwei Abschnitten 56a und 56b zusammen, zwischen de-

nen eine spanabhebende Bearbeitungsstation 60 mit rotierenden Bearbeitungsköpfen 64a-64d eingeschaltet ist. In dieser span¬ abhebenden Bearbeitungsstation 60 wird aus dem Vorprofil 10 gemäß Fig. 1 das Zwischenprofil 66 gemäß Fig. 2 gewonnen, wobei die einzelnen Bearbeitungsköpfe 64a-64d, die in sehr viel größerer Zahl als in Fig. 5 angedeutet, vorhanden sein können, über den Abstand zwischen den beiden Längsförderern 56a und 56b verteilt angeordnet sind.

Durch die gewollte Verweilzeit auf dem Fördertisch 50 von etwa 5 - 10 Stun ' den ist von dem insgesamt zu erwartenden Schwund der Vorprofile 10 ein wesentlicher Teil bereits ein¬ getreten, so daß nur noch ein relativ geringer Restschwund zu erwarten ist. Der noch zu erwartende Restschwund hat einen kalkulierbaren aber durchaus endlichen Wert. Dieser

Restschwund wird bei der Einstellung der spanabhebenden Be¬ arbeitungsköpfe 64a-64d berücksichtigt, so daß am Ausgang der spanabhebenden Bearbeitungsstation 60 auf dem Längsförderband 56b ein Zwischenprofil 66 mit Übermaß, aber mit kalkulierba- rem Übermaß gegenüber dem endgültigen Querschnittsmaß, vor¬ liegt. Wenn die Zwischenprofile 66 dann - vorher wird noch eine Beschichtungsbehandlung durchgeführt - letztlich zu Flü¬ gelrahmen oder Blendrahmen von Fenstern oder Türen verarbei¬ tet werden, so mag zwar noch ein Restschwund eintreten, so- fern man nicht in Sonderfällen eine sehr viel längere

Verweilzeit noch einschaltet, der Restschwund ist aber bei der Fenster- oder Türfertigung so einkalkuliert, daß nach Eintritt dieses Restschwunds - er mag eintreten, wenn die Türen oder Fenster bereits fertiggestellt oder auch schon eingebaut sind - die Funktionsfähigkeit der Fenster bzw. Tü¬ ren dadurch nicht mehr in Frage gestellt wird.

Von dem Förderband 56b kommend kann das durch die spanabhe¬ bende Bearbeitung erhaltene Zwischenprofil 66 gemäß Fig. 2 einer Beschichtungsstation gemäß Fig. 6 zugeführt werden. Dieεe Beschichtungsstation umfaßt zunächst eine Positionie¬ rungseinheit 68 in Form einer Positionierungsdüse oder eines

Positionierungsrollensystems, welches die Aufgabe hat, das Zwischenprofil 66 gegenüber einer Beschichtungsringdüse 70 so zu positionieren, daß zwischen dem Außenumfang des Zwischen¬ profils 66 und dem Lumen der Beschichtungsringdüse 70 ein s Beschichtungsspalt 72 von annähernd konstanter Spaltstärke über den gesamten Umfang des Zwischenprofils 66 entsteht. Der Beschichtungsringdüse 70 vorgeschaltet ist eine Behandlungs¬ einrichtung 74, in welcher die Oberfläche des Zwischenprofils 66 eine adhesionεfördernde Behandlung für einen io Beschichtungsfilm erfährt. Die Behandlung kann beispielεweiεe mittels Chemikalien oder energiereicher Strahlung erfolgen, die an der Oberfläche des Zwischenprofils 66 freie Radikale für die chemische Anbindung des Beschichtungsfilms zur Ver¬ fügung stellt. In der Beschichtungsringdüse 70 ist ein Ring-

15 Verteilerkanal 76 vorgesehen, der über eine Leitung 78 mit filmbildendem Beschichtungsmaterial versorgt wird. Dieses filmbildende Beschichtungsmaterial wird durch den Ring¬ verteilerkanal 76 über den ganzen Umfang des Zwischenprofilε 66 gleichmäßig verteilt und bildet einen das Zwischenprofil

20 66 allseitig bedeckenden Film 80. Das filmbildende Beschich¬ tungsmaterial kann beispielsweise von aufgeschmolzenem Poly¬ ethylen oder Polypropylen gebildet sein, welchem weiße Farb¬ pigmente in solcher Konzentration zugesetzt sind, daß eine vollständige optische Abdeckung der Oberfläche eintritt.

25

Anschließend an die Beschichtungsringdüse 70 wird das beschichtete Zwischenprofil 66 durch eine Kühleinrichtung 82 so gekühlt, daß eine weitgehende aber nicht vollständige Er¬ starrung des Films 80 eintritt. Das Zwischenprofil 66 mit dem

30 teilweise erstarrten Film 80 wird dann durch eine Nachbehand¬ lungsprofildüse 84 geschickt, in welcher an der gesamten Oberfläche des Films 80 oder jedenfallε an optiεch in Erscheinung tretenden Bereichen davon ein Unterdruck angelegt wird. Die Unterdruckanlegung erfolgt durch mikroporöse Wände

35 86, an deren Rückseite durch eine Luftabzugsleitung 88 ein Vakuum aufrecht erhalten wird. Der durch die mikroporösen Wände 86 an den Film 80 angelegte Unterdruck einerseits und

die noch bestehende plastische Verformbarkeit des Films 80 sind so aufeinander abgestellt, daß der Film 80 beim Durch¬ lauf durch die Nachbehandlungsprofildüse 84 egalisiert wird, wobei gleichzeitig eine Glättung des Films 80 durch die fein- bearbeiteten Anlageflächen der mikroporösen Wände 86 eintritt.

Am Ausgang der Nachbehandlungsprofildüse 84 liegt das Endpro¬ fil 90 vor, das in Fig. 3 im einzelnen dargestellt ist, d.h. das Profil mit der Filmbeschichtung 80 an seiner Oberfläche. Dieses Profil ka'nn nun beispielsweiεe zu Flügelrahmen von Fenεtern verarbeitet werden, wie εie in Fig. 9 dargestellt sind. Man erkennt dort einzelne Profilεtäbe 92a-92d, die an ihren Enden auf Gehrung geεchnitten und durch Holzschrauben 94 miteinander verbunden sind, wobei in den Gehrungsflachen 96 ein erhärtendes Dichtungεmittel eingebracht εein kann. Man erkennt in den einzelnen Stäben eine umlaufende Nut 98, ge¬ eignet zur Aufnahme einer Fensterscheibe 100, welche im Zuge des Zusammenbauε in die umlaufende Nut 98 eingelegt und da- durch fixiert wird.

In den Fig. 7A-7C iεt die Aufbereitung deε Kunεtstoffs darge¬ stellt. Es sei angenommen, daß Kunststoffabfälle verarbeitet werden, die durch Aussortieren aus Haushalts- oder Kommunal- müll gewonnen sind. Diese werden in Ballen zu der Anlage ge¬ bracht und durch einen Ballenförderer 102 in die Anlage ein¬ geführt. Am Ende des Ballenfördererε 102 befindet sich ein Ballenaufreißer 104, in welchen die Ballen durch einen Trich¬ ter 106 eingeworfen werden. Die Ballen werden in dem Ballen- aufreißer 104 aufgerisεen und gelockert und gelangen dann durch ein weiteres Förderband 108 zu einer Ausεiebtrommel 110, in welcher εchwere grobe Teile z.B. Blechverschlußkap¬ seln von Kunststoff-Flaschen ausgesiebt werden. Ein anschlie- ßendeε Förderband 112 bringt die somit von schweren Anteilen befreiten Kunststoffεcherben und -fetzen zu einem magne¬ tischen Ausεcheider 114, in welchem ferromagnetiεche Bestand¬ teile abgeschieden werden. Ein weiteres Förderband 116 bringt

die Kunststoffteile sodann zu einer Friktionszentrifuge 118. Diese ist als Durchlaufgerät mit einer Durchlaufrichtung ge¬ mäß Pfeil 120 auεgebildet. Es handelt sich um eine Siebtrom¬ mel, deren Mantel am Innenumfang mit einer Förderschnecke s besetzt ist. Diese Förderschnecke bewirkt die Förderung in der Pfeilrichtung 120. Die Drehzahl ist so groß, daß die Pa¬ pierbestandteile meist angefeuchtet nach radial außen tendie¬ ren. Diese Papieranteile werden dann durch Sieböffnungen der Siebtrommel hindurch abgegeben, wobei diese Öffnungen eine io Öffnungsweite von ca. 2 mm haben. Die Papierteile werden in einem Sammelraύm 122 geεammelt und von dort abgeführt. Von der Friktionεzentrifuge 118 gelangt der Abfall, der nun zu ca. 90% aus Kunststoff besteht, auf ein weiteres Förderband 124. Der Kunstεtoff hat noch im wesentlichen die Origi-

15 nalgröße der im Ballen zusammengefaßten Fetzen und Flaschen¬ teile, wobei auch noch Aluteile enthalten sein können, die von Flaschendeckeln u. dgl. stammen. Das Förderband 124 bringt das Gut nun zu einer in Fig. 7C dargestellten Schnei¬ demühle 126. Diese beεteht aus einem Statorgehäuse und einem

20 in dem Statorgehäuse gelagerten Rotor. Statorgehäuse und Ro¬ tor sind an ihrer Innenumfangsflache bzw. Außenumfangεflache rechenartig mit Schneidemessern bestückt, durch deren Zusam- menwirken eine Zerkleinerung der Kunststoffreste auf ein Maß von ca. 16 mm maximale Achslänge erfolgt. Die εo durch Zer-

25 kleinerung gewonnenen Kunεtstoffteilchen werden εodann durch Förderleitungen 128 und 130 einem Zyklon 132 tangential zu¬ geführt. In dieεem Zyklon 132 werden mit warmer Luft Feinbe- εtandteile nach oben ausgetragen, während die gröberen Kunst¬ εtoffteile nach unten εinken. In dem Zyklon 132 kann ein

30 Rührwerk eingebaut εein, welches der Verhinderung von Brüb- kenbildung innerhalb des Zyklons 132 dient. Die mit der war¬ men Luft ausgetragenen Feinbeεtandteile können in einem Fil¬ ter gesammelt werden. Aus dem unteren Teil des Zyklons 132 gelangen die Kunststoffteilchen sodann über Förderschnecken

35 134 in eine Trockenanlage 136, in der die Kunststoffteilchen mit ca. 70°-80°C warmer Luft im Wirbelschichtverfahren auf eine Restfeuchte von weniger als 1 Gew.% Wassergehalt

getrocknet werden. Von der Trockenanlage 136 führen Leitungen 138 mit einem Fördergebläse 140 zu dem in Fig. 4A dargestell¬ ten Hochsilo 12 mit dem Einlaß 14.

In Fig. 8 schließlich ist die Aufbereitung der zweiten Misch¬ komponente, d.h. des Faserguts, dargestellt. Man erkennt dort eine Mühle oder eine Zerfaserungseinrichtung 142, welcher daε ungehäckselte Erntegut in Ballenform zugeführt wird. Dort er¬ folgt eine Mahlung auf ca. 3 mm lineare Teilchenlänge. Das gemahlene Gut ist noch so feucht, wie es auf dem Feld gewon¬ nen wurde. Von der Mühle gelangt das Mahlgut mittels einer Förderschnecke 144 in den Eingangstrichter 146 einer Trock¬ nungsanlage 148, durch welche daε Mahlgut hindurchgefördert und gleichzeitig mittelε eines in Peilrichtung 150-152 hin- und herfahrenden Auflockerungswerkε aufgelockert wird. Das durchgeförderte Gut wird von unten in Pfeilrichtung 154 von Trockenluft durchströmt. Diese nimmt die Feuchtigkeit aus dem Mahlgut auf. Die feuchte Luft gelangt in eine Filteranlage 156, in der mitgerisεener Staub und Kondensat-Tröpfchen abge- filtert wurden. Die noch feuchte Luft kann an beliebiger Stelle in den Prozeß wieder eingeführt werden, insbeεondere in Pfeilrichtung 154. Das getrocknete Mahlgut wird sodann mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 1 Gew.% über eine Förderschnecke 158 zum Eingang einer Fraktioniersiebanordnung 160 gebracht, in der die für die Mischkomponente Faεergut brauchbare Fraktion auεgesiebt und der Rest abgeführt wird, wobei dieser Rest beispielsweise im Rahmen der Energiegewin¬ nung verwertet werden kann. Die brauchbare Fraktion wird schließlich über eine Seilfördereinrichtung 162 zum Eingang des Hochsilos 18 gemäß Fig. 4A gebracht. Die Seilförderein¬ richtung 162 umfaßt eine Rohrleitung 164 mit einem hin- und hergehenden oder ständig umlaufenden Förderseil 166. Auf die¬ sem Förderseil 166 sind Mitnahmenoppen 168 angebracht. Dieεe Seilfördereinrichtung 162 hat sich wegen der relativ geringen Staubentwicklung als vorteilhaft erwiesen.

Untersuchungen haben gezeigt, daß das so hergestellte Profil

einer Temperatur von -30° .bis +40°C und darüber hinaus stand¬ hält und deshalb die an Fenster und Türen gestellten Anforde¬ rungen erfüllt. Durch das angewandte "Intrudieren" läßt sich ein hoher Druck aufbauen, der auch bei stark inhomogenem Aus- 5 gangsmaterial für homogenes Profilmaterial sorgt.

Im folgenden wird eine weitere erfindungsgemäße Verfahrens- weise unter Bezugnahme auf die Fig. 10-17 beschrieben. Dabei sind analoge Teile mit den gleichen Bezugszeichen verεehen o wie in den biεherigen Figuren, jedoch jeweilε mit dem Index x.

In Fig. 10 erhält man eine Gesamtübersicht über die alterna¬ tive Verfahrensweiεe. Mit 104x ist ein Ballenaufreisser be- 5 zeichnet, welchem Kunstεtoffballen aus Sammlungen des Dualen Systems Deutschland (DSD) zugeführt werden. Von dem Ballen¬ aufreisser 104x gelangen die Kunststoffteile des jeweiligen Ballens zu einer Aussiebvorrichtung 110x, in welcher schwere Grobteile, 0 z.B. Blechverschlußkapseln von Kunststoff-Flaschen, ausgeson¬ dert werden. Von der Aussiebvorrichtung llOx gelangen die so teilweise gereinigten Kunstεtoffbeεtandteile zu einer Zerkleinerungsvorrichtung 126x. In der Zerkleinerungsvorrich¬ tung 126x werden die Kunststoffbestandteile auf eine s Teilchengröße von ca. 20 mm gebracht. Die so zerkleinerten Kunststoffteilchen gelangen in eine Trocknungsanlage 136x, in welcher eine Trocknung auf ca. 1 Gew.% Wassergehalt erfolgt. Die getrockneten Kunststoffteilchen gelangen weiter in eine magnetische Auεεcheidungεeinrichtung 114x, in welcher etwaige 0 ferromagnetischen Bestandteile ausgeschieden werden. Schlie߬ lich gelangen die Kunststoffteilchen in ein Hochsilo 12x.

Man erkennt weiter in Fig. 10 eine Anlieferungsstation 141x, welcher Getreidestroh in Ballenform zugeführt wird, wobei 5 dort die Ballen zerriεεen werden. Von der Anlieferungs- und Zerreißstation 141x gelangt das Getreidestroh in eine Zerfa- serungseinrichtung 142x, in welcher daε ungehäckεelte Ernte-

gut durch eine Mahlung auf ca. 3 mm lineare Teilchenlänge zerkleinert wird. Das so zerkleinerte Getreidestroh gelangt sodann in eine Trocknungseinrichtung 143x, in der es von Tr¬ ockenluft durchströmt wird und auf einen Wassergehalt von ca. 5 1 Gew.% getrocknet wird, um schließlich in ein Hochsilo 18x zu gelangen. Im einzelnen können die Behandlungsstrecken 104x-12x und 141x-18x abgewandelt werden, beispielsweise ent¬ sprechend der Beschreibung des vorangehenden Ausführungsbei¬ spiels. Die anzuwendenden Behandlungsschritte hängen von der io Beschaffenheit der jeweils angelieferten ersten und zweiten Mischkomponenteh ab, die in 104x bzw. 14lx in den Verfahrens- ablauf eingeführt werden.

Von den Hochsilos 12x und 18x, die mit Auflockerungseinrich-

15 tungen 13x bzw. 19x zur Vergleichmäßigung der Gutabgabe aus¬ gerüstet sein können, gelangen die beiden in dem jeweiligen Hochsilo gelagerten Mischkomponenten in eine Vormischeinrich- tung 200x und von dieεer in eine Matrizeneinrichtung 202x zur Herεtellung von Pelletε. Die Matrizeneinrichtung 202x iεt

20 εchematiεch in Fig. 11 dargestellt. Sie umfaßt eine rotierende Matrizentrommel 204x mit einer Vielzahl von über die Umfangsfläche verteilten Matrizenbohrungen 206x. Das in die Matrizentrommel 204x eingeführte Mischgut aus der Vormischeinrichtung 200x wird innerhalb der Matrizentrommel

25 204x einer Walk- und Knetbehandlung durch Kollerwalzen 208x, ggf. unter Wärmezufuhr, unterworfen, die eine Achse 210x an der Innenumfangsflache der Matrizentrommel 204x umlaufen und sich dabei um ihre eigene Achse drehen. Durch diese Walk- und Knetbehandlung wird das Mischgut auf eine Temperatur in der

30 Größenordnung von 105°C-130°C gebracht (unter der Vorausset¬ zung, daß die Hauptbestandteile der Mischkomponente Kunst¬ stoff Polyethylen und Polypropylen sind) .

Auf diese Weiεe werden die Kunεtεtoffanteile wenigεtenε teil- 35 weiεe thermoplaεtifiziert und mit den Getreidestrohfasern vermischt. Das thermoplastifizierte Gemisch wird durch die Matrizenbohrungen 206x ausgedrückt, so daß sich am Ausgang

der Bohrungen 206x Würstchen 212x bilden. Diese Würstchen 212x werden im Zuge des Umlaufs der Matrizentrommel 204x durch ein Schabmesser 214x abgeschnitten und damit zu einzel¬ nen Pellets gemacht. Die Pellets 216x gelangen über eine an das Schabmesser 214x anschließende Rutsche 218x auf ein För¬ derband 220x, durch welches sie einer Extruderschnecke 24x zugeführt werden.

Die Extruderschnecke 24x umfaßt einen Schneckenzylinder 26x mit einem Innendurchmesser D und innerhalb dieses Schnecken¬ zylinders 26x einen eingängigen Schneckenkörper 224x. Der Schneckenkörper 224x bildet in dem Schneckenzylinder 26x eine Einzugszone 226x von der Länge 3D, eine Kompressionszone 228x mit der Länge 7D und eine Austragszone 23Ox mit der Länge 5D. Die Schneckensteigung beträgt 0,8D.

Das Vorgemisch gelangt von dem Fülltrichter 222x in einen Be¬ schickungsschacht 23lx, der in Achsrichtung der Schnecke eine Ausdehnung von ca. 2D und in Richtung senkrecht zur Zeichen- ebene eine Ausdehnung entsprechend dem Durchmesser D besitzt. Im Einzugsbereich und ggf. darüber hinaus sind an der Innen- umfangsfläche des Schneckenzylinders 26x Hemmnuten 232x vor¬ gesehen, die eine Tiefe von etwa 3 mm besitzen. Diese Hemm¬ nuten 232x sind dazu bestimmt, ein Mitdrehen des eingefüllten Mischguts mit dem Schneckenkörper 224x zu verhindern. Die Hemmnuten laufen in Achsrichtung des Schneckenkörpers 224x zum rechten Ende des Schneckenzylinders hin flach aus. Der Schneckenzylinder 26x ist über seine Achslänge verteilt mit ringförmigen Heizkörpern 234x versehen. Diese Heizkörper 234x können elektrisch oder mit Dampf beheizt sein. Sie sind ins¬ besondere bei Arbeitsbeginn der Extruderschnecke 24x von Be¬ deutung. Im stationären Betrieb können sie unter Umständen abgeschaltet werden, da allein durch die Knetarbeit, welcher das Mischgut unterworfen wird, eine Erwärmung eintritt.

An den Schneckenzylinder schließt sich eine Stau- und Homoge¬ nisiereinrichtung 236x an, welche im Detail in den Fig. 13

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und 13a dargestellt ist.

Diese Stau- und Homogenisiereinrichtung 236x umfaßt ein Durchflußrohr 238x mit einem Anschlußflansch 240x zum An¬ schluß an den Schneckenzylinder 26x und einem weiteren An- schlußflansch 242x zur Verbindung mit einer später zu be¬ schreibenden Verteilereinrichtung. Das Durchflußrohr 238x weist einen konischen Durchgangskanal 244x auf, innerhalb welchem ein Kegelstumpfkörper 246x aufgenommen ist. Der Ke¬ gelstumpfkörper 246x ist an dem Schneckenkörper 224x durch einen Schraubzapfen 248x lösbar und zum Mitdrehen mit dem Schneckenkörper 224x befestigt. Der Kegelstumpfkörper 246x ist stufenförmig ausgebildet. Seine Mantelfläche setzt sich zusammen aus konischen Abschnitten 250x1, 250x2, 250x3 und 250x4 sowie dazwischenliegenden zylindrischen Abschnitten 252x1, 252x2 und 252x3 sowie einer Spitze 254x. Im Bereich der konischen Abschnitte 250x1-250x4 sind Nuten 256x einge¬ formt. Diese Nuten 256x sind in ihrer Tiefe so bemessen, daß ihre Sohle jeweils in die angrenzenden zylindrischen Ab¬ schnitte 252x1, 252x2 und 252x3 bündig ausläuft. Die koni- sehen Abschnitte 250x1 liegen mit ihren stromaufwartigen En¬ den der Innenumfangsfläche des konischen Durchgangskanals 244x unmittelbar benachbart oder in Kontakt mit diesem. Zwi¬ schen den konischen Abschnitten 250x1-250x4 und dem konischen Durchgangskanal 244x sind Spaltbereiche 258x definiert.

Die axiale Länge der konischen Abschnitte 250x1-250x4 ist größer als die axiale Länge der zylindrischen Abschnitte 252x1-252x3. Vorzugsweise sind die konischen Abschnitte und die zylindrischen Abschnitte in ihrer axialen Länge jeweils untereinander gleich. Die Nuten 256x entsprechen in ihrem Querschnitt an der jeweils engsten Stelle 260x annähernd den größten nach vorangehender Reinigung der Kunststoffabfälle noch zu erwartenden Fremdkörpern.

In den Spaltbereichen 258x zwischen den konischen Abschnitten 250x1-250x4 und der Innenumfangsfläche des konischen Durch¬ gangskanals 244x sind durch das Zuεammenwirken mit den Nuten

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256x Intensivscherzonen ausgebildet. An die Intenεivscherzo- nen 258x schließen sich jeweils Entspannungszonen 264x im Bereich der zylindrischen Abschnitte 252x1-252x3 sowie im Bereich der Spitze 254x an. Die Axialposition des Kegel- s stumpfkörpers 246x innerhalb des Durchgangεkanals 244x kann durch eine oder mehrere Beilagscheiben 266x an der Verbin- dungεεtelle zwiεchen dem Kegelstumpfkörper 246x und dem Schneckenkörper 244x eingestellt werden. Auf diese Weise kann auch der Abstand der durchmesεergrößeren εtromaufwärtigen o Enden der konischen Abschnitte 250x1-250x4 von der Innenum¬ fangsfläche des' konischen Durchgangskanalε 244x variiert wer¬ den. Der Kegelstumpfkörper 246x kann aus einzelnen koniεchen und zylindrischen Scheiben zusammengesetzt εein.

Die durch den Schneckenextruder 24x thermoplaεtifizierte Masse wird durch den am Ausgang deε Schneckenextruders 24x herrschenden Förderdruck in den konischen Durchgangskanal 244x hineingefördert. Im stromaufwartigen Bereich des ersten konischen Abεchnittε 250x1 wird die geεamte thermoplastifi- zierte Masse von den Nuten 256x aufgenommen und durch diese hindurchgefördert. Entlang dem konischen Abschnitt 250x1 er¬ folgt eine periphere, radiale und axiale Durchmischung inner¬ halb der Intensivscherzone 258x, die mit zunehmender Spalt¬ weite der Intensivεcherzone 258x zunimmt. Durch den εich in Extruεionεrichtung öffnenden Spaltbereich 258x (Intenεiv- εcherzone) werden Störstoffe, nicht plastifiziertes Material und thermisch geschädigteε Material ständig mitgenommen und es entstehen keine Ablagerungen und Verεtopfungen. Produk- tionsausfälle werden auf diese Weise vermieden.

In der Entspannungεzone 264x erfolgt eine weitere Durchmi¬ schung der Kunststoffschmelze bei geringen Scherbeanspruchun¬ gen. Im Bereich der weiteren konischen bzw. zylindrischen Abschnitte wiederholen sich dieεe Vorgänge.

Besonders vorteilhaft wirkt sich die durch die Konizität des Durchgangskanals 244x und des Kegelstumpfkörpers 246x verur-

sachte fortlaufende Reduktion des Durchflußquerschnitts aus. Aufeinanderfolgende freie Querschnitte reduzieren sich in Ex¬ trusionsrichtung und es tritt eine Massedruck- und Tempera¬ turerhöhung und als Folge hiervon eine Fließgeschwindigkeitε- erhöhung und eine Verbesserung der Fließfähigkeit der Kunst¬ stoffschmelze ein. Andererseits nimmt die Umfangsgeεchwindig- keit in Extruεionεrichtung wegen deε abnehmenden Durchmessers ab, so daß auch die Scherwirkung in Extrusionsrichtung ab¬ nimmt. Auf diese Weise wird es möglich, thermisch besonders empfindliche Kunststoffkompositionen mit schlechten Fließei¬ genschaften ohne thermische Schädigung zu verbreiten und stofflich zu homogenisieren. Dadurch, daß die Bodenflächen der Nuten 256x bündig in die Umfangεflachen der zylindriεchen Abεchnitte 252x1-252x3 übergehen, werden tote Ecken vermie- den. Letztlich kann die Qualität der am Ausgang der Stau- und Mischeinrichtung verfügbaren thermoplaεtifizierten Masse ins¬ besondere bezüglich der Homogenität und der Freiheit von thermisch geschädigten Bestandteilen verbessert werden. Da¬ durch wird die Einarbeitbarkeit von Naturstoffen, insbeson- dere Naturfasern wie Getreidestrohfasern, ermöglicht. Im

Falle einer heterogenen Kunstεtoffεchmelze εchmilzt ein höhe¬ rer Anteil des Kunststoffgemiεcheε auf und es erfolgt eine Verbesεerung der εtoffliehen Homogenität der Kunststoff- εchmelze. Durch die Axialverεtellbarkeit deε Kegelstumpfkör- pers lasεen εich die Behandlungsbedingungen dem jeweiligen Kunststoffgemisch anpassen. Es ist auch möglich, die Größe der Nuten 256x zu variieren. Dadurch, daß diese im Quer¬ schnitt größer gemacht werden, als die zu erwartenden harten Fremdkörper, wird ein Festεetzen von Störstoffen verhindert.

Eine besonderε feinfühlige Anpassung an unterschiedliche Ver¬ fahrensbedingungen wird dadurch ermöglicht, daß die zylindri¬ schen Abschnitte und die koniεchen Abschnitte in ihrer Form und Länge verändert werden. Hierzu ist besonders vorteilhaft, wenn der Kegelstumpfkörper 246x aus einzelnen austauεchbaren Abεchnitten zuεammengesetzt ist.

Die Homogeniεierungswirkung der Stau- und Homogenisierein¬ richtung erlaubt es, die Länge des Schneckenextruders zu ver¬ kürzen und damit den Investitionsaufwand durch den Schnecken¬ extruder zu verringern.

5

Die Stau- und Homogenisiereinrichtung ist für die Druckhöhe am Eingang der nachfolgenden Vorprofilbildungskanäle verant¬ wortlich.

io In Fig. 14 erkennt man einen Teil des Schneckenextruders 24x und die Stau- und Homogenisiereinrichtung 236x wieder. Der Ausgang der Stau- und Homogenisiereinrichtung 236x ist mit 268x bezeichnet. Hier ist vermittels des in Fig. 13 mit 242x bezeichneten Flansches eine Verteilerleitung 270x angeschloε-

15 sen. Die Verteilerleitung 270x besitzt über ihre Länge ver¬ teilt eine Mehrzahl von, z.B. 10, Kanalbeschickungsanschlüε- sen 272x1-272x10. An den beiden Enden der Verteilerleitung 270x sind Reinigungsventile 274x1 und 274x2 angebracht. An jeden der Kanalbeschickungεanεchlüεεe 272x1 iεt ein Vorpro-

20 filbildungεkanal 38x1-38x10 angeschlossen und zwar jeweils über ein zugehörigeε Anschlußventil 276x1-276x10. Die An¬ schlußventile 276x1-276x10 sind dabei mit dem jeweils zugehö¬ rigen Vorprofilbildungsknal 38x1-38x10 über eine thermische Isolierung 278x verbunden. Die Vorprofilbildungskanäle 38x1-

25 38x10 sind stationär in einem Kühlbad 280x aufgenommen. An den Enden der Vorprofilbildungskanäle 38x1-38x10 sind Aus- trittεεchieber 282x1-282x10 angebracht. An die Austritts¬ schieber 282x1-282x10 schließt sich eine Ablagefläche 284x an, welche bündig mit der Bodenfläche der Vorprofilbildungs-

30 kanäle 38x1-38x10 liegt. Im Bereich der Ablagefläche 284x ist zu jedem Vorprofilbildungskanal 38x1-38x10 eine Gruppe von Abzugswalzen 286x1-286x10 vorgesehen.

Die Auffüllung der einzelnen Vorprofilbildungskanäle 38x1- 35 38x10 geschieht folgendermaßen:

Zunächst soll der oberste Vorprofilbildungskanal 38x1 be¬ trachtet werden. Es wird angenommen, daß dieser von einem

vorangehenden Füllvorgang bereits gefüllt ist und daß sich in ihm ein Vorprofil gebildet hat, welches durch Abkühlung in dem Wasεerbad 280x abgekühlt und verfestigt worden ist. So¬ bald dieses Vorprofil eine ausreichende Abkühlung erfahren 5 hat, wird zunächst das obere Reinigungsventil 274x1 kurzzei¬ tig geöffnet, so daß in dem oberen Teil der Verteilerleitung 270x etwa enthaltene erstarrte Masse ausgestosεen werden kann. Dann wird daε Anschlußventil 276x1 geöffnet, während alle anderen Anschlußventile 276x2-276x10 geschlossen sind. o Gleichzeitig wird der Austrittsεchieber 282x1 geöffnet, wäh¬ rend alle anderen Austrittsεchieber 282x2-282x10 geεchloεεen bleiben. Nunmehr εteht der Druck der Schmelze an dem linken Ende deε Vorprofilbildungεkanalε 38x1 an und kann daε in die¬ sem bereits erhärtete Vorprofil durch den Austrittsschieber 282x1 ausεchieben. Der Vorprofilbildungεkanal 38x1 wird dabei in seinem Abschnitt a intensiv gekühlt, so daß sich am Vor¬ laufende der neu in den Vorprofilbildungskanal 38x1 eintre¬ tenden Schmelze rasch ein erhärteter Pfropfen bildet. Die neuzufließende Schmelze schiebt das in dem Vorprofilbildungs- 0 kanal vorher gebildete und erhärtete Vorprofil 10x1 vor εich her. Dabei gelangt dieεes Vorprofil 10x1 in den Bereich der Abzugswalzengruppe 286x1. Sobald das Vorprofil 10x1 diejenige Stellung erreicht hat, in der sich nach Fig. 14 das Vorprofil 10x2 befindet, wird diese Stellung durch eine Fotozelle 288x 5 sensiert (man beachte, daß die Position des Vorprofils 10x2 hier nicht dem realistischen Verfahrensablauf entspricht, sondern nur eingezeichnet ist, um den Sensiervorgang zu er¬ läutern) . Wenn die Fotozelle 288x feεtεtellt, daß daε Vorpro¬ fil 10x1 mit seinem Vorlaufende in den Bereich des von der 0 Fotozelle 288x auεgesendeten Lichtstrahlε eingetreten iεt, εo beginnt der Abzug deε Vorprofilε 10x1 durch die Abzugεwalzen- gruppe 286x1. Die Abzugεgeεchwindigkeit der Abzugswalzen¬ gruppe 286x1 wird dabei so eingestellt, daß das Vorprofil 10x1 schneller abgezogen wird als das Vorlaufende der neu in s den Vorprofilbildungskanal 38x1 einfliesεenden Schmelze nach rechtε wandert. Auf diese Weise wird ein Abstand zwischen dem aus dem Vorprofilbildungskanal 38x1 abgezogenen Vorprofil

10x1 und dem Vorlaufende des in den Vorprofilbildungskanal 38x1 neueintretenden Schmelzflusses gewonnen. Aufgrund dieser Abstandsbildung überschreitet das Nachlaufende des Vorprofils 10x1 den Austrittsschieber 282x1 bevor die neueintretende s Schmelze in dem Vorprofilbildungskanal 38x1 den Ort des Aus- trittsschiebers 282x1 erreicht hat. Der Austrittsschieber 282x1 wird dann geschlossen. Nach Schließen des Austritts- Schiebers 282x1 wird das Vorprofil 10x1 durch die Abzugswal¬ zengruppe 286x1 weiter in diejenige Position gebracht, in der o es in Fig. 14 gezeigt ist. Ein Fördergerät 290x ist auf Füh¬ rungsschienen 292x in Pfeilrichtung 294x verschiebbar. In Fig. 14 befindet sich dieses Fördergerät 290x in Aufnahme- stellung gegenüber dem soeben ausgeschobenen Vorprofil 10x1, so daß das Fδrdergerät 290x mit Klemmbacken 296x das Vorpro- s fil 10x1 erfassen und auf einem Förderband 298x ablegen kann. Mittels des Förderbands 298x werden die Vorprofile lOx der Weiterverarbeitung zugeführt.

Andererseits wird nach erfolgter Schließung des Absperrschie- 0 bers 282x1 der Vorprofilbildungskanal 38x1 vollständig aufge¬ füllt. Die Auffüllung erfolgt solange, bis am Ausgang 268x der Stau- und Homogenisiereinrichtung 236x mittels eines Drucksensors 300x ein bestimmter Schaltdruck erreicht wird. Ist dieser Schaltdruck erreicht, wird das Anschlußventil s 276x1 geschlossen. Nunmehr wird die in dem Vorprofilbildungs¬ kanal 38x1 eingetretene Schmelze während einer vorbestimmten Zeit durch das Kühlbad 280x abgekühlt, solange, bis auch diese neue Schmelzfüllung als ausgehärtetes Vorprofil ausge¬ stossen werden kann. 0

Das Isolierelement 278x sorgt dafür, daß eine thermische Trennung zwischen der hohen Temperatur der im Kanalbeschik- kungsanschluß 272x1 anstehenden Schmelze und der Intensiv¬ kühlzone a innerhalb des Kühlbads 280x aufrecht erhalten 5 wird.

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Nach Schließung des Anschlußventils 276x1 fördert der Schnek- kenextruder 24x weiter. Es wird deshalb nunmehr daε Anschlu߬ ventill 276x2 gleichzeitig mit dem Austrittsschieber 282x2 geöffnet und es wiederholt sich der vorher für den Vorprofil- bildungskanal 38x1 beschriebene Vorgang im Vorprofilbildungs¬ kanal 38x2. Es werden nacheinander sämtliche Vorprofilbil¬ dungskanäle 38x1-38x5 unter Ausstoßung des in ihnen jeweils gebildeten Vorprofils mit Schmelze neu befüllt. Der Übergang von der Schmelzbefüllung in einen der Vorprofilbildungεkanäle 38x1 zur Schmelzbefüllung des jeweils nächsten Vorprofilbil¬ dungskanals kann sehr rasch erfolgen, so daß die stetige För¬ derung durch den Schneckenextruder 24x nicht unterbrochen werden muß. Falls eine Verzögerung nicht zu verhindern ist, so kann am Ende des Schneckenextruders 24x oder am Ende der Stau- und Homogenisiereinrichtung 236x oder im Bereich der Verteilerleitung 270x eine Puffereinrichtung vorgesehen sein, welche während der Schließung sämtlicher Anschlußventile Schmelze aufnimmt und diese nach erfolgter Öffnung des je¬ weils nächst zu öffnenden Anschlußventilε wieder abgibt. Diese Puffereinrichtung kann von einem Rezipienten gebildet sein, der einen gegen Federdruck verschiebbaren Kolben ent¬ hält. Nach Neubefüllung der Vorprofilbildungskanäle 38x1-38x5 wird das Reinigungεventil 274x2 geöffnet, εo daß der untere Abεchnitt der Verteilerleitung 270x gereinigt wird. Nach er- folgter Reinigung beginnt die Füllung deε Vorprofilbildungs- kanalε 38x10 unter gleichzeitigem Auεεchub des in ihm vorher erhärteten Vorprofils. Anschließend werden dann die Vorpro¬ filbildungskanäle 38x9-38x6 neu beschickt. Auf dieεe Weiεe ist sichergeεtellt, daß die Vorprofilbildungεkanäle nicht mit zu früh erεtarrter Schmelze beεchickt werden.

Die Fotozelle 288x ist über eine Signalleitung 302x mit den Abzugswalzengruppen verbunden, so daß die jeweils geforderte Abzugswalzengruppe wirksam wird, sobald ein Vorprofil die Stellung erreicht hat, in welcher das Vorprofil 10x2 gemäß Fig. 14 gezeigt ist. Weiterhin ist die Fotozelle 288x über einen Verzögerungsschalter 304x mit den Absperrschiebern

282x1-282x10 verbunden, so daß der jeweils geforderte Ab¬ sperrschieber in Schließstellung gebracht wird, wenn eine vorbestimmte Zeit seit dem Abzugsbeginn durch die zugehörige Abzugswalzengruppe vergangen ist.

In Fig. 10 erkennt man die Ablageflächen 284x und das an die¬ sen anschließende Förderband 298x. Das Fördergerät 290x zum Umsetzen der Vorprofile lOx ist in Fig. 10 nur schematiεch dargestellt. Die Vorprofile lOx bewegen sich auf dem Förder- band 298x guer zu ihrer Achsrichtung. Durch entsprechend langsamen Antrieb deε Förderbandε 298x kommt die Verweilzeit von ca. 5-10 Stunden und mehr zustande, die benötigt wird, um die Vorprofile lOx dem Schwundprozeß zu unterwerfen, an den anschließend dann erst die spanabhebende Bearbeitung statt- findet.

In Fig. 10 erkennt man bei 60x eine spanabhebende Bearbei- tungεεtation, die so ausgebildet sein kann, wie unter Bezug¬ nahme auf Fig. 5 beschrieben. An die spanabhebende Bearbei- tungsstation 60x schließt sich gewünschtenfallε unter Ein- εchaltung eines Zwischenlagers eine Station 306x zum Aufbrin¬ gen der Oberflächenvergütungsschicht an. Hieran anschließend kann ggf. nach einem weiteren Zwischenlager eine Rahmenferti¬ gungsstation 307x vorgesehen sein.

Zur näheren Erläuterung der Vergütungsεchicht wird nun auf die Fig. 15 und 16 verwieεen. In Fig. 15 und 16 erkennt man ein Blendrahmenzwiεchenprofil 66xb und ein Flügelrahmenzwi- εchenprofil 66xf. Die beiden Zwiεchenprofile 66xb und 66xf εind auε einem einzigen Vorprofiltyp lOx hergeεtellt, welches in Fig. 15a verkleinert dargestellt ist. Das dort darge¬ stellte Vorprofil lOx kann auch mit der gestrichelt einge¬ grenzten Ausεparung q in den Vorprofilbildungskanälen herge¬ εtellt werden, εo daß εich der Aufwand an εpanabhebender Be- arbeitung verringert. Dennoch können die Zwiεchenprofile 66xb und 66xf auε ein und demεelben Vorprofiltyp hergestellt wer¬ den, wie der Vergleich der Fig. 15 und 15a ohne weiteres er-

kennen läßt. Um deutlich zu machen, welche Seitenflächen des Vorprofils lOx welchen Seitenflächen der Zwischenprofile 66xb und 66xf entsprechen, sind in den Fig. 15 und 15a die einzel¬ nen Seitenflächen mit übereinstimmenden Buchstaben n,m,o und s p bezeichnet.

Wenn man in Fig. 15 das Blendrahmenzwischenprofil 66xb als den unteren Blendrahmenschenkel eines Blendrahmens und das Flügelrahmenzwischenprofil 66xf als den unteren Flügelrahmen- ιo Schenkel eines Flügelrahmens versteht, so ergibt sich bei Einbau des Fensters eine Zuordnung, die durch die Legenden "außen" und "innen" in Fig. 15 gekennzeichnet ist. Das Blen¬ drahmenprofil 66xb ist an seinen Seitenflächen o und n mit je einer Profilschale 308x bzw. 310x beschichtet. Das Material

15 der Profilschalen ist in Fig. 15b ausschnittweise darge¬ stellt, wobei 312x eine Aluminiumschicht, 314x eine Farb¬ schicht und 316x eine Kunststoff-Folie darstellt. Die Wand¬ stärke der Aluminiumschicht ist mit wl bezeichnet und die Wandstärke der Anstrichschicht mit w2. Die Wandstärke wl be-

20 trägt beispielsweise 0,5 mm und die Wandstärke der Farb¬ schicht beträgt beispielsweise 0,2 mm. Die Schutzfolie 316x kann eine übliche Verpackungsfoiie oder Schutzfolie auf Poly¬ ethylen- oder Polypropylenbasis mit einer Wandstärke von ca. 0,1 mm sein.

25

Die Profilschale 310x ist in Fig. 17 isoliert dargestellt. In Fig. 15 ist durch die gestrichelte Linie 318x angedeutet, daß die Aluminiumschale 310x auf dem Zwischenprofil 66xb festge¬ klebt sein kann. Außerdem erkennt man, daß die Profilschale 30 310x mit dem Zwischenprofil 66xb formschlüssig verbunden ist durch Randflansche 320x und 321x.

Die Zwischenprofile 66xb und 66xf können allseitig spanabhe ¬ bend bearbeitet sein oder auch nur in bestimmten Bereichen, 35 z.B. im Bereich der Scheibenaufnahmenut 322x der Treibstan ¬ genaufnahmenut 324x und der Dichtungsaufnahmenuten 326x und 328x sowie der Nuten 330x und 332x für die formschlüssige

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Befestigung der Profilschalen 310x und 308x.

Zur Herstellung der Profilschalen 310x und 308x wird von ei¬ nem Blechband ausgegangen, das im Coil an die Profilfabrik angeliefert wird. Das Aluminiumblechband, das bereits mit der Anstrichschicht 314x und auch mit der Kleberschicht 318x be¬ schichtet sein kann, ggf. auch mit der Schutzfolie 316x, wird durch übliche Walzenanordnungen auf die Zwiεchenprofile 66xb und 66xf aufgewalzt. Dabei iεt es denkbar, einen Teil der Profilgebung bereits vor der Herstellung des Kontakts mit den jeweiligen Zwischenprofilen 66xb und 66xf vorzunehmen.

In Fig. 16 ist zur Herstellung eines besseren Überblicks an¬ gedeutet, wie in den Flügelrahmenschenkel 66xf eine Glas- scheibe 334x sowie Glasabdichtungsleisten 336x und eine Falz- raumabdichtungεleiεte 338x eingebaut sind.

Weiter erkennt man an dem Blendrahmenschenkel 66xb eine Falz- raumabdichtungsleiste 34Ox, eine Regenfangrinne 342x und eine Waεεerabführung 344x.

Man erkennt weiter aus Fig. 15, daß die Profilschalen 308x und 310x einander nicht berühren, so daß sie keine Kälte- brücke bilden können. Die von den Profilschalen nicht bedeck- ten Flächen, z.B. 346x, sind durch Farbpigmentzusatz, insbe¬ sondere Rußzugabe zu dem Vorprofilmaterial, eingefärbt, so daß sie ein ebenmäßiges optisches Erscheinungεbild bieten, gleichgültig ob εie εpanabhebend bearbeitet εind oder nicht.

Aus Fig. 15 kann man weiter erkennen, daß das Zwischenprofil des Flügelrahmenschenkels 66xf in den Bereich der Scheiben¬ aufnahmenut 322x mit einem Überstand 350x frei auslädt, so daß, wie aus Fig. 16 ersichtlich, für die Dichtleiste 336x ein formschlüεεiger Halt geεchaffen wird.