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Patent Searching and Data


Title:
REINFORCEMENT LATTICE, METHOD FOR PRODUCING SAME, AND REINFORCED ELEMENT MADE OF CONCRETE AND/OR MORTAR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/161091
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a reinforcement lattice (1) which has a system of mutually spaced warp threads (2), which run parallel to one another and each of which consists of a fiber bundle, and a system of mutually spaced weft threads (3), which run parallel to one another and each of which consists of a fiber bundle, said weft threads crossing the warp threads (2) at intersection points but not looping same, wherein the warp threads (2) are connected to the weft threads (3) at the intersection points (23), both the warp threads (2) as well as the weft threads (3) form respective loops (21, 31), and the weft threads (3) are guided through the loops (21) of the warp threads (2) at the intersection points (23). The invention additionally relates to a method for producing such a reinforcement lattice (1) and to an element reinforced therewith, said element being made of concrete and/or mortar.

Inventors:
ALBANI ALEXANDER (DE)
Application Number:
PCT/IB2020/062110
Publication Date:
August 19, 2021
Filing Date:
December 17, 2020
Export Citation:
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Assignee:
HITEXBAU GMBH (DE)
International Classes:
D04B21/12; D04B21/20; E04C5/07
Domestic Patent References:
WO2008003902A22008-01-10
Foreign References:
DE102013014586A12015-03-19
DE202008013041U12009-01-02
DE102016111176A12016-12-22
Attorney, Agent or Firm:
STEINIGER, Carmen (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Verstärkungsgitter (1), das eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinan der verlaufender, jeweils aus einem Faserbündel bestehender Kettfäden (2) und eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinander verlaufender, jeweils aus ei nem Faserbündel bestehender, die Kettfäden (2) kreuzender, aber nicht umschlin gender Schussfäden (3) aufweist, wobei die Kettfäden (2) mit den Schussfäden (3) an ihren Kreuzungsstellen (23) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Kettfäden (2) als auch die Schussfäden (3) jeweils eine Umma- schung (21 , 31) aufweisen und die Schussfäden (3) an den Kreuzungsstellen (23) durch die Ummaschung (21) der Kettfäden (2) hindurchgeführt sind.

2. Verstärkungsgitter nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (2) und die Schussfäden (3) nicht miteinander verwoben sind.

3. Verstärkungsgitter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummaschung (21 , 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfäden (3) gewirkt oder gestrickt ist.

4. Verstärkungsgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummaschung (21 , 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfä den (3) in Trikotbindung oder in Schussbindung ausgeführt ist.

5. Verstärkungsgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummaschung (21 , 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfä den (3) Maschen in zwei Ebenen (51 , 52) aufweist.

6. Verstärkungsgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (2) und die Schussfäden (3) aus Carbon und/oder Ba salt und/oder Glas und/oder Aramid ausgebildet sind.

7. Verstärkungsgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummaschung (21 , 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfä den (3) aus Polyesterfäden oder Polypropylenfäden ausgebildet ist.

8. Verstärkungsgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsgitter (1) eine ausgehärtete Imprägnierung (6) auf weist.

9. Verfahren zum Herstellen eines Verstärkungsgitters (1), bei dem auf oder unter eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinander verlaufender, jeweils aus ei nem Faserbündel bestehender Kettfäden (2) eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinander verlaufender, jeweils aus einem Faserbündel bestehender, die Kettfäden (2) an Kreuzungsstellen (23) kreuzender, aber nicht umschlingender Schussfäden (3) gebracht wird, wobei die Kettfäden (2) mit den Schussfäden (3) an den Kreuzungsstellen (23) zu einer Gitterstruktur verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl um die Kettfäden (2) als auch um die Schussfäden (3) jeweils eine Um- maschung (21 , 31) ausgebildet wird und die Schussfäden (3) an den Kreuzungsstel len (23) durch die Ummaschung (21) der Kettfäden (2) hindurchgeführt werden.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (2) in einer ersten Gitterebene (71) ausgebildet werden und die Schussfäden (3) in einer unter oder über der ersten Gitterebene (71) liegenden zweiten Gitterebene (72) ver legt werden, wobei sie die Kettfäden (2) nicht umschlingen.

11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umma schung (21 , 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfäden (3) durch Wirken oder Stricken ausgebildet wird.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Ummaschung (21 , 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfäden (3) in Trikotbin dung oder in Schussbindung ausgeführt wird.

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ummaschen der Kettfäden (2) und/oder der Schussfäden (3) dem jeweiligen Kettfaden (2) oder Schussfaden (3) jeweils über zwei getrennte Legeschienen einer Wirkmaschine Maschen zugeführt und die Maschen derart miteinander verbunden werden, dass beidseitig des jeweiligen Kettfadens (2) oder Schussfadens (3) Ma- sehen vorhanden sind, wobei der jeweils ummaschte Kettfaden (2) oder Schussfa den (3) während des Ummaschens abgezogen wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zu mindest die Schussfäden (3) an einer Ummaschungsvorichtung (8) ummascht wer den und daraufhin an einer Wirk- oder Strickmaschine den Kettfäden (2) zur Ausbil dung des Verstärkungsgitters (1) zugeführt werden.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstruktur in wenigstens einem Imprägnierbad mit einer Imprägnierung (6) be schichtet und nachfolgend getempert wird.

16. Element (10) aus Beton und/oder Mörtel mit einer wenigstens eine Gitterstruktur aufweisenden Armierung, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstruktur wenigs tens ein Verstärkungsgitter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ist.

GEÄNDERTE ANSPRÜCHE beim Internationalen Büro eingegangen am 10 Mai 2021 (10.05.21)

1. Verstärkungsgitter (1), das eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinan der verlaufender, jeweils aus einem Faserbündel bestehender Kettfäden (2) und eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinander verlaufender, jeweils aus ei nem Faserbündel bestehender, die Kettfäden (2) kreuzender, aber nicht umschlin gender Schussfäden (3) aufweist, wobei die Kettfäden (2) mit den Schussfäden (3) an ihren Kreuzungsstellen (23) verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Kettfäden (2) als auch die Schussfäden (3) jeweils eine Umma- schung (21, 31) aufweisen, wobei die Ummaschung jeweils einen Schlauch um den jeweiligen Kettfaden und den jeweiligen Schussfaden bildet und die Schussfäden (3) an den Kreuzungsstellen (23) durch die Ummaschung (21) der Kettfäden (2) hin durchgeführt sind.

2. Verstärkungsgitter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (2) und die Schussfäden (3) nicht miteinander verwoben sind.

3. Verstärkungsgitter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummaschung (21, 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfäden (3) gewirkt oder gestrickt ist.

4. Verstärkungsgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummaschung (21, 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfä den (3) in Trikotbindung oder in Schussbindung ausgeführt ist.

5. Verstärkungsgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummaschung (21, 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfä den (3) Maschen in zwei Ebenen (51 , 52) aufweist.

6. Verstärkungsgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (2) und die Schussfäden (3) aus Carbon und/oder Ba salt und/oder Glas und/oder Aramid ausgebildet sind.

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GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

7. Verstärkungsgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ummaschung (21, 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfä den (3) aus Polyesterfäden oder Polypropylenfäden ausgebildet ist.

8. Verstärkungsgitter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsgitter (1) eine ausgehärtete Imprägnierung (6) auf weist.

9. Verfahren zum Herstellen eines Verstärkungsgitters (1), bei dem auf oder unter eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinander verlaufender, jeweils aus ei nem Faserbündel bestehender Kettfäden (2) eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinander verlaufender, jeweils aus einem Faserbündel bestehender, die Kettfäden (2) an Kreuzungsstellen (23) kreuzender, aber nicht umschlingender Schussfäden (3) gebracht wird, wobei die Kettfäden (2) mit den Schussfäden (3) an den Kreuzungsstellen (23) zu einer Gitterstruktur verbunden werden, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl um die Kettfäden (2) als auch um die Schussfäden (3) jeweils eine Um maschung (21, 31) ausgebildet wird, wobei die Ummaschung jeweils einen Schlauch um den jeweiligen Kettfaden und den jeweiligen Schussfaden bildet und die Schuss fäden (3) an den Kreuzungsstellen (23) durch die Ummaschung (21) der Kettfäden (2) hindurchgeführt werden.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kettfäden (2) in einer ersten Gitterebene (71) ausgebildet werden und die Schussfäden (3) in einer unter oder über der ersten Gitterebene (71) liegenden zweiten Gitterebene (72) ver legt werden, wobei sie die Kettfäden (2) nicht umschlingen.

11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Umma schung (21, 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfäden (3) durch Wirken oder Stricken ausgebildet wird.

12. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Ummaschung (21, 31) der Kettfäden (2) und/oder der Schussfäden (3) in Trikotbin dung oder in Schussbindung ausgeführt wird.

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GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass beim Ummaschen der Kettfäden (2) und/oder der Schussfäden (3) dem jeweiligen Kettfaden (2) oder Schussfaden (3) jeweils über zwei getrennte Legeschienen einer Wirkmaschine Maschen zugeführt und die Maschen derart miteinander verbunden werden, dass beidseitig des jeweiligen Kettfadens (2) oder Schussfadens (3) Ma schen vorhanden sind, wobei der jeweils ummaschte Kettfaden (2) oder Schussfa den (3) während des Ummaschens abgezogen wird.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass zu mindest die Schussfäden (3) an einer Ummaschungsvorichtung (8) ummascht wer den und daraufhin an einer Wirk- oder Strickmaschine den Kettfäden (2) zur Ausbil dung des Verstärkungsgitters (1) zugeführt werden.

15. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstruktur in wenigstens einem Imprägnierbad mit einer Imprägnierung (6) be schichtet und nachfolgend getempert wird.

16. Element (10) aus Beton und/oder Mörtel mit einer wenigstens eine Gitterstruktur aufweisenden Armierung, dadurch gekennzeichnet, dass die Gitterstruktur wenigs tens ein Verstärkungsgitter (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 8 ist.

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GEÄNDERTES BLATT (ARTIKEL 19)

Description:
Verstärkungsgitter, Verfahren zu dessen Herstellung und armiertes Element aus

Beton und/oder Mörtel

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verstärkungsgitter, das eine Schar voneinander be- abstandeter, parallel zueinander verlaufender, jeweils aus einem Faserbündel bestehen der Kettfäden und eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinander verlaufen der, jeweils aus einem Faserbündel bestehender, die Kettfäden an Kreuzungsstellen kreuzender, aber nicht umschlingender Schussfäden aufweist, wobei die Kettfäden mit den Schussfäden an den Kreuzungsstellen verbunden sind. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Herstellen eines Verstärkungsgitters, bei dem auf oder unter eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinander verlaufender, jeweils aus einem Faserbündel bestehender Kettfäden eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zu einander verlaufender, jeweils aus einem Faserbündel bestehender, die Kettfäden an Kreuzungsstellen kreuzender, aber nicht umschlingender Schussfäden gebracht wird, wobei die Kettfäden mit den Schussfäden an den Kreuzungsstellen mit wenigstens ei nem Hilfsfaden zu einer Gitterstruktur verbunden werden. Darüber hinaus betrifft die Er findung ein Element aus Beton und/oder Mörtel mit einer wenigstens eine Gitterstruktur aufweisenden Armierung.

Aus der Druckschrift DE 10 2016 111 176 A1 ist ein mit Kunststoff beschichtetes Beton bewehrungsgitterelement sowie ein Verfahren zu dessen Herstellung bekannt. Das Be tonbewehrungsgitterelement weist eine Vielzahl Faserbündel erster und zweiter Art auf, die im Winkel zueinander angeordnet sind und dadurch ein Gitter aufspannen. Die Fa serbündel der ersten Art können als Kettfäden vorgelegt werden, während die Faserbün del der zweiten Art als Schussfäden quer zu den Kettfäden eingetragen werden. Die Fa serbündel sind an ihren Kreuzungsabschnitten miteinander verbunden, beispielsweise verschlauft, wodurch sich eine haltbare Gitterstruktur ergibt.

Zur zusätzlichen Stabilitätserhöhung und zur Vergrößerung der mit dem zu bewehrenden Material in Verbindung kommenden Oberfläche des Betonbewehrungsgitterelementes sind die jeweiligen Faserbündel mittels Garn schrauben- oder zickzackförmig umwun den. Während sich die Fasern der Faserbündel bei Temperaturbeaufschlagung nicht verändern, ist das Garn, mit dem die Faserbündel umwunden sind, aus einem Material ausgebildet, das bei einer Temperaturerhöhung, wie sie bei der Betonaushärtung auftritt, in seiner Längserstreckung schrumpft. Dadurch hält das Garn die Fasern der Faserbün del in kompakter Form zusammen.

Das bekannte Betonbewehrungsgitterelement besitzt den Nachteil, dass sich das Garn, mit dem die Faserbündel umwickelt sind, in der Längserstreckung der Faserbündel ver schiebt, sodass sich unterschiedliche Abstände zwischen den einzelnen Umwindungen ergeben, welche wiederum zu einer ungleichmäßige Anbindung des Betonbewehrungs gitterelementes an den damit zu bewehrenden Beton führen.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verstärkungsgitter der ein gangs angegebenen Gattung und ein Verfahren zu dessen Herstellung zur Verfügung zu stellen, mit welchen die Anbindung des Verstärkungsgitters an einen umgebenden Beton und/oder Mörtel verbessert werden kann. Ferner soll ein Element aus Beton und/oder Mörtel mit einer wenigstens eine Gitterstruktur aufweisenden, gut an den Beton und/oder Mörtel angebundenen Armierung bereitgestellt werden.

Diese Aufgabe wird zum einen durch ein Verstärkungsgitter gelöst, das eine Schar von einander beabstandeter, parallel zueinander verlaufender, jeweils aus einem Faserbün del bestehender Kettfäden und eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinan der verlaufender, jeweils aus einem Faserbündel bestehender, die Kettfäden an Kreu zungsstellen kreuzender, aber nicht umschlingender Schussfäden aufweist, wobei die Kettfäden mit den Schussfäden an den Kreuzungsstellen verbunden sind, wobei sowohl die Kettfäden als auch die Schussfäden jeweils eine Ummaschung aufweisen und die Schussfäden an den Kreuzungsstellen durch die Ummaschung der Kettfäden hindurch geführt sind.

Das erfindungsgemäße Verstärkungsgitter ist vorteilhaft als Gitterelement zur Verstär kung und/oder Kraftaufnahme und/oder Rissbreitenminimierung in einem aus Beton und/oder Mörtel ausgebildeten Element einsetzbar.

Unter einer Ummaschung wird erfindungsgemäß verstanden, dass um die Kettfäden und Schussfäden, welche bei der vorliegenden Erfindung Faserbündel sind, jeweils Maschen ausgebildet sind. Die Maschen sind jeweils aus wenigstens einem Faden oder Garn, vorzugsweise aus zwei Fäden oder Garnen, ausgebildet, aus dem bzw. welchen durch Stricken, Häkeln, Knüpfen oder Wirken Schlingen oder Schlaufen geformt sind, die je weils um mindestens eine andere Schlinge oder Schlaufe geschlungen sind. Die Ma schen halten die Fasern der Faserbündel zusammen.

Die Ummaschung bildet jeweils einen Schlauch um den jeweiligen Kettfaden und den jeweiligen Schussfaden. Dieser Schlauch schmiegt sich an die Oberfläche des jeweiligen Kettfadens bzw. Schussfadens an. Die Ummaschung erstreckt sich jeweils um die Man telfläche und entlang der Längserstreckung der Kettfäden und der Schussfäden.

Die aus Faden- oder Garnmaterial bestehende Ummaschung der Kettfäden und der Schussfäden erstreckt sich um den Umfang dieser Fäden und bewirkt somit eine allseiti ge Vergrößerung der Fadenoberfläche, die bei der Bewehrung mit dem umgebenden Beton und/oder Mörtel in Verbindung kommt. Gleichzeitig wird durch die Ummaschung der Querschnitt des Faserbündels positiv für eine spätere Aufnahme von Beschich tungsmittel, wie einer Imprägnierung, beeinflusst, da durch die Ummaschung der Quer schnitt des Faserbündels kreisrunder wird und die Orientierung der einzelnen Filamente des Faserbündels zueinander erhöht wird. Dadurch ergibt sich eine besonders gute An bindung des erfindungsgemäßen Verstärkungsgitters an den umgebenden Beton und/oder Mörtel.

Die erfindungsgemäß eingesetzte Ummaschung der Kettfäden und Schussfäden hat ge genüber einer einfachen Umwicklung der Kettfäden und Schussfäden den Vorteil, dass die Maschengröße vorgegeben werden kann, sodass die Abstände zwischen den ein zelnen Umschlingungen der Kettfäden und Schussfäden durch die Maschen über die Länge der Kettfäden und der Schussfäden hinweg deutlich weniger variiert, als dies bei einfachen, spiralförmigen Umwindungen der Kettfäden und der Schussfäden der Fall ist.

Die Maschen der erfindungsgemäß verwendeten Ummaschungen sind zudem wesent lich verschiebefester als einfache Fadenumwindungen. Das wirkt sich positiv auf den Produktionsprozess und die spätere genaue Reproduzierbarkeit der hergestellten Ver stärkungsgitter aus.

Ein weiterer Vorteil der in der vorliegenden Erfindung im Vergleich zum Stand der Tech nik, wo die Kettfäden und die Schussfäden lediglich mit einem Faden umspult sind, ein gesetzten Ummaschung besteht in der Ausbildung einer Beuligkeit der Kettfäden und Schussfäden. Diese Beuligkeit entsteht durch Einschnürungen der Kettfäden und Schussfäden an den Stellen, an denen sich der wenigstens eine Faden oder das wenigs tens eine Garn, aus dem die Ummaschung ausgebildet ist, um den jeweiligen Kettfaden oder Schussfaden infolge der Maschenbildung zieht. Diese Beuligkeit bewirkt ebenfalls eine verbesserte Anbindung des erfindungsgemäßen Verstärkungsgitters an den umge benden Beton und/oder Mörtel.

Dadurch, dass bei der vorliegenden Erfindung die Schussfäden an den Kreuzungsstellen durch die Ummaschung der Kettfäden führen, ergibt sich eine stabile Gitterstruktur.

Das hat wiederum den Vorteil, dass die Kettfäden und die Schussfäden nicht einander umschlingen müssen. Entsprechend sind in einer vorteilhaften Ausführungsform der vor liegenden Erfindung die Kettfäden und die Schussfäden nicht miteinander verwoben. Das heißt, dass die Schussfäden bei dieser Ausführungsform nicht, wie das bei einem Gewebe der Fall wäre, in durch abwechselndes Heben und Senken der Kettfäden ent stehende Fächer eingetragen sind. Stattdessen liegen bei dieser Ausführungsform der Erfindung die Schussfäden nur auf oder nur unter den Kettfäden und kreuzen diese. Die se Ausführungsform der Erfindung bewirkt eine gestreckte Lage der Kettfäden und Schussfäden in dem Verstärkungsgitter und gewährleistet damit eine in Kett- und Schussrichtung gleiche Kraftaufnahme bei orthogonal gleichen Verstärkungsgittern. Dies erfüllt eine Forderung der Bauindustrie.

Vorzugsweise ist die Ummaschung der Kettfäden und/oder der Schussfäden gewirkt oder gestrickt. Beim Herstellen von gewirkten Ummaschungen, bei der vorliegenden Er findung, wird eine Vielzahl von Maschen in einem Schritt gebildet, in dem zahlreiche Na deln gleichzeitig einen Faden oder ein Garn vielfach ergreifen und jeweils in Schleifen durch Schlaufen schlingen. Dabei werden die Nadeln und Platinen als Gesamtheit be wegt und in bestimmten Bewegungsmustern geführt. Gewirkte Ummaschungen lassen sich somit besonders effektiv erzeugen. Zur Ausbildung von gestrickten Ummaschungen wird eine Masche nach der anderen hergestellt. Grundsätzlich kann jedoch die Umma schung auch gehäkelt sein.

In bevorzugten Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung ist die Ummaschung der Kettfäden und/oder der Schussfäden in Trikotbindung oder in Schussbindung ausgeführt. Die Trikotbindung wird häufig auch als Trikotlegung bezeichnet. Dabei werden auf einer Kettenwirkmaschine Fäden von einer Nadel auf eine oder zwei benachbarte Nadeln und wieder zurück gelegt. Die Schussbindung ist ähnlich der Trikotbindung, wobei jedoch der Faden auf nicht direkt benachbarte Nadeln, sondern über dazwischen liegende Nadeln hinweg gelegt wird. Auch andere Bindungen zum Erzielen variabler Umwindungsmuster oder Umwindungsstrukturen bei der Ummaschung sind möglich.

Besonders von Vorteil ist es, wenn die Ummaschung der Kettfäden und/oder der Schussfäden Maschen in zwei Ebenen aufweist. Somit sind auch beiden Seiten des Kettfadens und Schussfadens Maschen ausgebildet, wodurch sich rund um den jeweili gen Kettfaden bzw. Schussfaden eine gute Anbindung an den umgebenden Beton und/oder Mörtel ergibt.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weisen zumindest die ummaschten Schussfäden keine durch wenigstens eine Nadel bewirkte Fadendurchste chungen auf. In dieser Ausführungsform sind zumindest die ummaschten Schussfäden zunächst separat hergestellt und werden dann über oder unter die Kettfäden gelegt, wel che zu diesem Zeitpunkt schon ummascht sein können oder nachfolgend ummascht werden. Durch die separate vorherige Herstellung von mit einer Ummaschung versehe nen Schussfäden und/oder Kettfäden, kann die Ummaschung als lose über den Schuss faden und/oder den Kettfaden geführter Schlauch, also ohne Einstiche in den Schussfa den und/oder Kettfaden, ausgeführt werden. Durch die nicht vorhandenen Einstiche wird die mechanische Stabilität der Schussfäden und/oder Kettfäden nicht beeinträchtigt und das Verstärkungsgitter weist besonders gute Bewehrungseigenschaften auf.

Die Kettfäden und die Schussfäden sind vorzugsweise aus Carbon und/oder Basalt und/oder Glas und/oder Aramid und/oder einem anderen, vorzugsweise alkalibeständi gen Garnmaterial ausgebildet. Damit sind besonders gute mechanische Eigenschaften des Verstärkungsgitters erzielbar.

Die Ummaschung der Kettfäden und/oder der Schussfäden kann beispielsweise aus Po lyesterfäden oder Polypropylenfäden oder einem anderen Garnmaterial, wie beispiels weise einem aus Naturfasern bestehenden Garnmaterial, ausgebildet sein. Solche Mate rialien lassen sich besonders gut textiltechnologisch verarbeiten und eignen sich beson ders für die Anwendung in Wirk- oder Strickprozessen, wie sie zur Ausbildung der Ummaschung vorzugsweise eingesetzt werden. Um eine hohe Stabilität des Verstärkungsgitters zu erzielen, ist es sinnvoll, dass das Verstärkungsgitter eine ausgehärtete Imprägnierung aufweist.

Die Aufgabe wird ferner durch ein Verfahren zum Herstellen eines Verstärkungsgitters gelöst, bei dem auf oder unter eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinan der verlaufender, jeweils aus einem Faserbündel bestehender Kettfäden eine Schar voneinander beabstandeter, parallel zueinander verlaufender, jeweils aus einem Faser bündel bestehender, die Kettfäden kreuzender, aber nicht umschlingender Schussfäden gebracht wird, wobei die Kettfäden mit den Schussfäden an ihren Kreuzungsstellen zu einer Gitterstruktur verbunden werden, wobei sowohl um die Kettfäden als auch um die Schussfäden jeweils eine Ummaschung ausgebildet wird und die Schussfäden an den Kreuzungsstellen durch die Ummaschung der Kettfäden hindurchgeführt werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Kettfäden in einer ersten Gitterebene ausgebildet und die Schussfäden werden in einer unter oder über der ersten Gitterebene liegenden zweiten Gitterebene verlegt, wobei sie die Kettfäden nicht umschlingen.

Vorzugsweise wird die Ummaschung der Kettfäden und/oder der Schussfäden durch Wirken oder Stricken ausgebildet, kann jedoch auch durch Häkeln ausgebildet werden.

In besonders praktikablen Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die Ummaschung der Kettfäden und/oder der Schussfäden in Trikotbindung oder in Schussbindung ausgeführt.

Besondere Vorteile ergeben sich, wenn beim Ummaschen der Kettfäden und/oder der Schussfäden dem jeweiligen Kettfaden oder Schussfaden jeweils über zwei getrennte Legeschienen einer Wirkmaschine Maschen zugeführt und die Maschen derart mitei nander verbunden werden, dass beidseitig des jeweiligen Kettfadens oder Schussfadens Maschen vorhanden sind, wobei der jeweils ummaschte Kettfaden oder Schussfaden während des Ummaschens abgezogen wird.

Die mechanische Stabilität des mit dem erfindungsgemäßen Verfahren auszubildenden Verstärkungsgitters kann noch erhöht werden, wenn zumindest die Schussfäden an ei- ner Ummaschungsvorrichtung, vorzugsweise ohne durch wenigstens eine Nadel bewirk te Fadendurchstechung, ummascht werden und daraufhin an einer, vorzugsweise sepa rat von der Ummaschungsvorrichtung ausgebildeten, Wirk- oder Strickmaschine den Kettfäden zur Ausbildung des Verstärkungsgitters zugeführt werden. Bei dieser Ausfüh rungsform werden die Kettfäden entweder ebenfalls separat von der Wirk- oder Strick maschine ummascht oder nach ihrer Legung an der Wirk- oder Strickmaschine um mascht.

Um ein hochstabiles Verstärkungsgitter auszubilden, wird in einer weiteren Ausführungs form des erfindungsgemäßen Verfahrens die Gitterstruktur in wenigstens einem Impräg nierbad mit einer Imprägnierung beschichtet und nachfolgend vernetzt und getrocknet.

Die Aufgabe wird darüber hinaus durch ein Element aus Beton und/oder Mörtel mit einer Armierung gelöst, wobei die Armierung wenigstens ein Verstärkungsgitter nach einer der oben beschriebenen Ausführungsformen aufweist. Das wenigstens eine Verstärkungsgit ter wird dabei in Beton und/oder Mörtel eingebunden, also beispielsweise einbetoniert.

Bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung, deren Aufbau, Funktion und Vorteile werden im Folgenden anhand von Figuren näher erläutert. Dabei zeigen

Figur 1 schematisch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verstär kungsgitters in einer Draufsicht;

Figur 2 schematisch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Betonele mentes in einer perspektivischen Ansicht; und

Figur 3 eine Prinzipskizze einer bei einer Ausführungsform des erfindungsgemä ßen Verfahrens einsetzbaren Ummaschungsvorrichtung.

Figur 1 zeigt schematisch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Verstär kungsgitters 1 in einer Draufsicht. Das Verstärkungsgitter 1 weist in einer Maschinen längsrichtung A verlaufende Kettfäden 2 und quer zu der Maschinenlängsrichtung A ver laufende Schussfäden 3 auf. In der dargestellten Ausführungsform bestehen sowohl die Kettfäden 2 als auch die Schussfäden 3 aus Carbonfaserbündeln. In anderen, nicht gezeigten Ausführungsfor men der Erfindung können die Kettfäden 2 und/oder die Schussfäden 3 auch Faserbün del aus anderen Materialien, wie beispielsweise aus Glas, Basalt oder Aramid, sein.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind die Schussfäden 3 in einem Winkel von 90° zu den Kettfäden 2 ausgerichtet. In anderen, nicht gezeigten Ausführungsformen der Erfindung können die Schussfäden 3 auch in einem anderen Winkel, wie beispielsweise 45° oder 60° oder 75°, relativ zu den Kettfäden 2 liegen. Die Winkel können auch inner halb der Gitterstruktur variieren.

Die einzelnen Kettfäden 2 weisen jeweils einen Abstand k in Schussrichtung voneinan der auf. Die einzelnen Schussfäden weisen jeweils einen Abstand s in der Maschinen längsrichtung A voneinander auf. In den jeweiligen Abständen k, s befindet sich kein Ma terial. Die Abstände k, s sind bei der gezeigten Ausführungsform gleich groß, können aber in anderen, nicht gezeigten Ausführungsformen der Erfindung unterschiedlich sein und auch von Kettfaden 2 zu Kettfaden 2 sowie von Schussfaden 3 zu Schussfaden 3 variieren.

Damit spannen die Kettfäden 2 und die Schussfäden 3 zusammen eine Gitterstruktur auf.

Die Kettfäden 2 liegen in einer ersten Gitterebene 71 dieser Gitterstruktur, während die Schussfäden in einer zweiten Gitterebene 72 dieser Gitterstruktur liegen. In der gezeig ten Ausführungsform umschlingen die Schussfäden 3 nicht die Kettfäden 2.

Die Kettfäden 2 weisen eine Ummaschung 21 auf, die Schussfäden 3 weisen eine Um- maschung 31 auf.

Die Ummaschungen 21 , 31 sind in dem gezeigten Ausführungsbeispiel gewirkt und aus Polyesterfäden ausgebildet. In anderen Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung können auch Fäden oder Garne aus anderen Materialien zur Ausbildungen der Umma schungen 21 , 31 verwendet werden. Ferner können auch andere Maschenbildungstech niken, wie Stricken oder Häkeln, zum Ausbilden der Ummaschungen 21 , 31 angewendet werden. Zudem ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel die Ummaschung 31 der Schussfä den 3 vor der Zuführung der Schussfäden 3 zu den Kettfäden 2 ausgebildet worden. Da durch wird erreicht, dass die Schussfäden 3 keine durch Nadeln hervorgerufene Durch stechungen aufweisen.

Die Kettfäden 2 sind mit den Schussfäden 3 an ihren Kreuzungsstellen 23 verbunden. Hierzu sind die Schussfäden 3 an den Kreuzungsstellen 23 durch die jeweilige Umma schung 21 der jeweiligen Kettfäden 2 hindurchgeführt.

Auf der Gitterstruktur ist eine ausgehärtete Beschichtung bzw. Imprägnierung 6 aufge bracht. Die Imprägnierung 6 kann beispielsweise aus Styrolbutadien oder Acrylat oder einem duroplastischen Material ausgebildet sein.

In dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht die Imprägnierung 6 aus einem Material, zu dessen Aushärtung eine gegenüber Raumtemperatur erhöhte Temperatur, eingesetzt wird, die in einem Aushärtungstemperaturbereich liegt. In diesem Aushärtungstempera turbereich schrumpft das in dem gezeigten Ausführungsbeispiel zur Ausbildung der Ummaschungen 21 , 31 eingesetzte Polyestermaterial. Dies führt dazu, dass sich das Material der Ummaschungen 21 , 31 in die Kettfäden 2 und Schussfäden 3 einschnürt, weshalb die ummaschten Kettfäden 2 und Schussfäden 3 jedenfalls spätestens nach dem Aushärten der Imprägnierung 6 jeweils eine Beuligkeit aufweisen.

Die Spannung der jeweiligen Ummaschung 21 , 31 und die dadurch zu erzielende Bau- schigkeit und Kompaktheit des jeweiligen ummaschten Faserbündels wird so aufgebaut, dass eine optimale Durchtränkung des Kettfadens 2 bzw. Schussfadens 3 mit der Be schichtung bzw. Imprägnierung 6 erfolgt und damit eine höchstmögliche Festigkeit und Auszugsfestigkeit der Kettfäden 2 und der Schussfäden 3 im Verbund mit Beton und/oder Mörtel erreicht wird.

Eine Schrumpfung des für die Imprägnierung bzw. Ummantelung eingesetzten Materials ist bei der vorliegenden Erfindung nicht zwingend notwendig, da auch ohne Schrumpf mittels der Imprägnierung 6 eine Bündelung des Kett- und Schussfadens 2, 3 erfolgt. Figur 2 zeigt schematisch eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Elementes 10 aus Beton in einer perspektivischen Ansicht, wobei rein aus Anschauungsgründen das Matrixmaterial 4 des Elementes 10, also in dem Beispiel der Beton, durchsichtig dargestellt ist. Anstelle oder zusätzlich von Beton kann auch Mörtel verwendet werden.

In das Matrixmaterial 4 ist ein Verstärkungsgitter 1 eingebracht, das beispielsweise wie das Verstärkungsgitter 1 aus Figur 1 ausgebildet ist. Das Verstärkungsgitter 1 bildet eine Armierung des Elementes 10 aus, wobei das Matrixmaterial 4 sich an das Verstärkungs gitter 1 anbindet.

Das Verstärkungsgitter 1 ist in dem gezeigten Ausführungsbeispiel allseitig von dem Matrixmaterial 4 umgeben. In anderen, nicht gezeigten Ausführungsformen der Erfin dung muss dies nicht der Fall sein. So reicht es beispielsweise aus, wenn z. B. nur die Schussfäden 3 und eine Unterseite der Kettfäden 2 in das Matrixmaterial 4 eingebunden ist. Dies ist im Gegensatz zu im Stand der Technik typischen Metallbewehrungen, wel che zur Vermeidung von Rost allseitig von Beton oder Mörtel umgeben sein müssen, bei der vorliegenden Erfindung nicht der Fall, da hier nichtrostende Materialien zur Ausbil dung des Verstärkungsgitters 1 eingesetzt werden.

Figur 3 zeigt eine Prinzipskizze einer bei einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens einsetzbaren Ummaschungsvorrichtung 8. Die Ummaschungsvorrichtung 8 kann separat von einer Wirk- oder Strickmaschine, an der die Schussfäden 3 relativ zu den Kettfäden 2 gelegt und miteinander verbunden werden, vorgesehen sein, kann aber auch Bestandteil oder ein Modul dieser Wirk- oder Strickmaschine sein.

Die Ummaschungsvorrichtung 8 kann auch eine Einzelvorrichtung sein, die auch für an dere Zwecke als für eine Verstärkungsgitterausbildung genutzt werden kann.

Die Ummaschungsvorrichtung 8 weist in dem schematisch gezeigten Ausführungsbei spiel eine Faserbündelzuführung 80 auf. In dem gezeigten Beispiel wird durch die Fa serbündelzuführung 80 in einer Lieferrichtung L ein in Form eines Faserbündels, wie bei spielsweise eines Carbonfaserbündels, ausgebildeter Schussfaden 3 einer Wirk- oder Strickstelle 83 der Ummaschungsvorrichtung 8 zugeführt. Ferner werden der Wirk- oder Strickstelle 83 über Legeschienen 81 , 82 in zwei Ebenen Fäden 84, 85, die in dem Bei spiel Polyesterfäden sind, zugeführt. Aus den Fäden 84, 85 werden jeweils miteinander verbundene Maschen gebildet. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel wird aus den Fä den eine Ummaschung 31 des Schussfadens 3 in Trikotlegung ausgebildet. Somit befin den sich bei der gezeigten Ausführungsform jeweils vor und hinter dem zugeführten Carbon-Schussfaden 3 Maschen. Diese Maschen weisen eine hohe Verschiebefestigkeit auf.

Die anhand des Schussfadens 3 unter Bezugnahme auf Figur 3 beschriebene Möglich keit der Ausbildung der Ummaschung 31 kann analog auch zur Ausbildung der Ummaschung 21 der Kettfäden 2 des Verstärkungsgitters 1 eingesetzt werden.

Durch die Ummaschung 31 wird eine Welligkeit oder Beuligkeit des ummaschten Schussfadens 3 erzeugt. Diese mittels der Ummaschung 31 erzeugte erhabene, struktu rierte, beispielsweise rippenförmige, Oberfläche des Schussfadens 3 führt zu einer sehr guten Anbindung des Verstärkungsgitters 1 zu einem das Verstärkungsgitter wenigstens teilweise umgebenden Matrixmaterial 4, wie z. B. Beton und/oder Mörtel.

Der ummaschte Schussfaden 3 kann zunächst auf eine Spule aufgewickelt werden und darauf der Wirk- oder Strickmaschine zugeführt werden, auf der das Verstärkungsgitter 1 erzeugt wird. Er kann aber auch direkt dieser Wirk- oder Strickmaschine zugeführt wer den.