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Patent Searching and Data


Title:
RIBBON AND METHOD FOR PRODUCTION THEREOF
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/048285
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a method and device for the production of a ribbon, on a narrow fabric needle loom, which are characterised by the following, repeating method steps: picking a weft thread (4), with (only) one weft needle (1); meshing the weft thread (4), with a catch thread (5), delivered from the side opposite the weft side (weft exit side), by means of a knitting needle (2) working on the weft exit side; returning the weft needle (1) and wrapping the weft thread (4), with a catch thread (6), delivered from the weft side by means of a knitting needle working on the weft side. The invention further relates to narrow fabric needle looms, for production of a ribbon, in particular by the above method.

Inventors:
BERGER JOHANN (DE)
REITER ERICH (DE)
HAHN SIEGFRIED (AT)
PEDALL GUENTER (DE)
Application Number:
PCT/EP2000/013195
Publication Date:
July 05, 2001
Filing Date:
December 22, 2000
Export Citation:
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Assignee:
BERGER JOHANN (DE)
REITER ERICH (DE)
HAHN SIEGFRIED (AT)
PEDALL GUENTER (DE)
International Classes:
D03D1/00; D03D5/00; D03D15/00; D03D23/00; D03D35/00; D03D47/06; D03D47/44; (IPC1-7): D03D47/44; D03D35/00
Foreign References:
GB119558A1918-10-10
EP0034104A11981-08-19
CH598382A51978-04-28
FR2357674A11978-02-03
US5769130A1998-06-23
Attorney, Agent or Firm:
Fischer, Matthias (Wolfratshauser Strasse 145 München, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Herstellung eines Kettfaden und einen Schußfaden enthaltenden Bandes auf einer Nadelbandwebmaschine, insbesondere eines Gurtbandes für Sicherheitsgurt systeme, gekennzeichnet durch folgende, sich wiederholende Verfahrensschritte : a) Eintragen eines Schußfadens (4) mit (nur) einer Schußnadel (1), b) Umschlingen des Schußfadens (4) mit einem von der der Einschußseite gegen überliegenden Schußaustrittseite gelieferten Fangfaden (5) mittels einer auf der Schußaustrittseite arbeitenden Wirknadel (2), c) Zurückfahren der Schußnadel (1), d) Umschlingen des Schußfadens (4) mit einem von der Einschußseite gelieferten Fangfaden (6) mittels einer auf der Einschußseite arbeitenden Wirknadel (3), wobei als Schußfaden (4) ein Monofilfaden oder eine Kombination aus Multifilfaden und Monofilfaden verwendet wird, und der Fangfaden (5,6) beim Schritt b) an der Schußaustrittseite und/oder an der Einschußseite mit einem Sperrfaden (7,8) vermascht wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Fangfaden (5, 6) an beiden Bandkanten mit einem Sperrfaden vermascht wird, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens an einer Seite (Schußeintrittseite und/oder Schußaustrittseite) zwischen den Kettfäden (KF), ohne Umschlingung des Schußmaterials lediglich eine Verbindung mit den Maschen schenkeln des Fangfadens (5,6), und der Maschenreiheim fertigen Band (B) zu den Kettfäden (KF) im wesentlichen parallelliegendeZusatzfäden (11,12) einwebt werden, wobei der jeweilige Sperrfaden (7,8) der jeweiligen Wirknadel (2,3) derart vorgelegt wird, daß er vollständig außerhalb der Zusatzfäden (12,11) zu liegen kommt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Schußfaden zweioder mehrfach eingetragen wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß für die Fangfäden und/oder die Sperrfäden und/oder die Zusatzfäden im wesentlichen voll ausge schrumpfte Garne verwendet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1, 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß für die Fangfä den (5,6) ein Garn gewählt wird, das die gleiche oder eine höhere Garnstärke als der Schußfaden hat.
6. Verfahren nach Anspruch 1, 2,3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß für die Sperr fäden (7,8) ein Garn gewählt wird, das eine gleiche oder höhere Garnstärke als die Fangfäden (5,6) haben.
7. Vorrichtung auf einer Nadelbandmaschine zum Weben von Bändern, insbesondere nach einem Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn zeichnet, daß sie eine Schußnadel (1), jeweils auf der Schußeintrittseite und der Schußaustrittseite eine Wirknadel (2,3), geeignet zur Vermaschung eines Fangund eines Sperrfadens, einen Fangfadeneinleger, und insbesondere einen Sperrfadeneinleger aufweist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß sie auf der Schußein trittseite und/oder der Schußaustrittseite zwischen Fangfadeneinleger und Sperrfaden einleger arbeitende Zusatzfadeneinleger aufweist.
9. Band, dadurch gekennzeichnet, daß es nach dem Verfahren nach einem der An sprüche l bis 6 gewebt ist.
10. Band nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß es ein Gurtband, insbesondere für Sicherheitsgurtsysteme ist und im wesentlichen unelastische Kettfäden enthält.
11. Band nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß es Kettfäden und/oder Zusatzfäden (11) und/oder Fangfaden (5,6) und/oder Sperrfäden (7,8) aus PTFE oder mit PTFEBeschichtung enthält.
Description:
Band und Verfahren zu dessen Herstellung Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Bandes auf einer Nadelbandweb- maschine mit einer Schußnadel und eine Vorrichtung auf einer Nadelbandwebmaschine zur Durchführung des Verfahrens, sowie ein damit hergestelltes Band.

Es sind zahlreiche Verfahren und Vorrichtungen zur Herstellung von Bändern bekannt. Man verwendet Maschinen mit einer Schußnadel oder mit zwei gleichläufig oder gegenläufig arbeitenden Schußnadeln um Schmalgewebe herzustellen. In der Regel hat das damit erzielte Band zwei unterschiedlich aussehende Kanten, nämlich an der Einschußseite bzw. an der der Einschußseite gegenüberliegenden Gegenseite. Dies ist meist nicht erwünscht. Es wurden deshalb mit wechselndem Erfolg viele Anstrengungen unternommen, um unterschiedlich hergestellte Kanten gleich aussehen zu lassen. Die tatsächlichen Kantenkonstruktionen der einen und der anderen Bandseite unterscheiden sich aber auch dadurch, daß sie ein unter- schiedliches Verschleißverhalten haben.

Aus der CH 598 382 A5 ist ein Verfahren zur Herstellung von Schmalgeweben mit im wesentlichen beidseits gleichen Kanten bekannt, bei dem der Schußfaden selbst verhäkelt wird. Vorzugsweise wird noch eine Verfahrensvariante offenbart, bei der ein Hilfsfaden mit dem Schußfaden auf einer oder beiden Gewebeseiten mit verhäkelt wird. Ein auf die in dieser Patentschrift beschriebenen Art und Weise hergestelltes Band hat unerwünscht auftragende Bandkanten, die sich durch die Verhäkelung des Schußfadens ergeben.

In der EP 0 034 104 B 1 wird ein Verfahren zum Herstellen eines Schmalgewebes mit einer Festonkante bzw. einem Barmer Bogen beschrieben. Bei diesem Verfahren verwendet man eine einzige Schußnadel, die man quer bewegt und dabei für jeden Anschlag nach beiden Richtungen einen einzigen Schuß einträgt, wobei man periodisch und wechselweise mittels der Schußnadel wenigstens einen, mit den anderen nicht fluchtenden Kettfaden in der Mitte des Offenfaches über die eine oder andere Kante des Kettfadenfaches zieht, wobei man wechselweise an der einen oder anderen Kante einmal den Schußfaden und periodisch den Kettfaden längs jeder Kante mit einer Nadel arbeiten läßt, und wobei man den nach außen gezogenen und mit der Kante gebundenen Kettfaden freisetzt, sobald man die Schußnadel und den Schußfaden im Gegensinne quer bewegt. Dieses Verfahren ist äußerst kompliziert und nicht zur Herstellung eines Gurtbandes geeignet.

Es sind auch in US-Fahrzeugen eingesetzte Gurtbänder bekannt, die auf der Schußeintritts- seite zwar einen Fangfaden und damit möglicherweise eine weiche Kante haben, auf der Gegenseite jedoch nach außen zeigende harte Monofilschußumkehrstellen aufweisen. Die hierfür bereits durchgeführte Verbesserung bestand darin, daß man die sich unterscheidenden Kanten durch einen farblich abgesetzten Kettfaden markiert hat, so daß beim Einbau dieses Gurtbandes die harte Seite so orientiert werden konnte, daß zum Hals des Insassen eines Fahrzeugs stets die weiche Kante zeigte. Diese Verfahrensweise ist wegen der hohen Fehler- möglichkeiten einerseits unzweckmäßig und andererseits auch gefährlich.

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Bandes mit Monofilschußfaden vorzuschlagen, das weiche und geschmeidige Kanten hat.

Die Aufgabe wird zunächst gelöst mit einem Verfahren nach Anspruch 1. Durch die Reihen- folge der Verfahrensschritte a) Eintragen eines Schußfadens mit einer Schußnadel, b) Um- schlingen des Schußfadens mit einem von der der Einschußseite gegenüberliegenden Seite (Schußaustrittsseite) gelieferten Fangfaden mittels einer auf der Schußaustrittsseite arbeitenden Wirknadel, c) Zurückfahren der Schußnadel und d) Umschlingen des Schußfadens mit einem von der Einschußseite gelieferten Fangfaden mittels einer auf der Einschußseite arbeitenden Wirknadel, wobei als Schußfaden ein Monofilfaden oder eine Kombination aus Multifilfaden und Monofilfaden verwendet wird, und wobei der Fangfaden beim Schritt b) an der Schuß- austrittseite und/oder an der Einschußseite mit einem Sperrfaden vermascht wird, ist es möglich, mit einer Schußnadel ein Schmalgewebe herzustellen, das an beiden Webkanten im wesentlichen gleiches Aussehen hat.

In Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Schußfaden ein Monofilfaden verwendet. Ein nach diesem Verfahren gewebtes Band, enthält im wesentlichen unelastische Kettfäden und ist für Autosicherheitsgurte gedacht. Es weist die hierfür erforderliche hohe bleibende Quersteifigkeit bzw. eine hohe Sprungelastizität quer zum Band auf und hat trotz der harten Schußumkehrstellen weiche Kanten. Die weichen Kanten werden an beiden Bandrändern durch die Wirkmaschenreihe der Fangfäden gebildet. Vorteilhafterweise wird für die Fangfäden ein (multifiles) Garn gewählt, das die gleiche oder eine höhere Garnstärke als der monofile Schußfaden hat. Der damit gewonnene Vorteil besteht darin, daß mit den Fangfäden der monofile Schußfaden gut abgedeckt werden kann. Die harten Schußumkehr- stellen des Monofilfadens werden durch die Überdeckung durch einen multifile Fangfaden weich abgedeckt. Das Band ist handhabungsfreundlich und trotz gewünschter hoher Quer- steifigkeit an den Kanten weich und hat, da als Schußfaden nur Monofil eingesetzt wird, bei hoher Quersteifigkeit eine sehr geringe Banddicke. Durch die erfindungsgemäße feste Webart ergibt sich ein platzsparendes Band mit einer hohen Scheuerfestigkeit.

Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren werden zur Erhöhung der Maschensicherheit vorzugsweise die Wirkmaschen vorrangig an der Schußaustrittsseite aber auch an der Gegen- seite (Schußeintrittsseite) mit einem Sperrfaden verhäkelt. Hierbei wird der Sperrfaden vorteilhafterweise so vorgelegt, daß er vom Schußfaden nicht erfaßt wird. Neben der Ma- schensicherheit gibt der Sperrfaden einen zusätzlichen Schutz der Schußumkehrschlaufen. Bei dieser Arbeitsweise wählt man einen dünneren Fangfaden und einen dickeren Sperrfaden, um die Schutzwirkung zu erhöhen.

In einer weiteren vorteilhaften Ausbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Fangfaden an beiden Bandkanten mit einem Sperrfaden vermascht, wobei wenigstens an einer Bandseite (Schußeintrittseite und/oder Schußaustrittseite) zwischen den Kettfäden ohne Umschlingung des Schußmaterials lediglich eine Verbindung mit den Maschenschenkeln des Fangfadens und der Maschenreihe-im fertigen Band zu den Kettfäden im wesentlichen parallelliegende-Zusatzfäden eingewebt werden, die nicht vom Schußfaden umschlungen werden, wobei der jeweilige Sperrfaden der jeweiligen Wirknadel derart vorgelegt wird, daß er jeweils an der Bandkante vollständig außerhalb der Zusatzfaden zu liegen kommt. Dadurch läßt sich eine noch weichere, die Schußumkehrstellen des"harten"Monofilfadens abdeckende Kante erreichen. Der Handhabungskomfort eines derartigen Bandes ist gegenüber herkömm- lichen Bändern nochmal höher.

In noch einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird der Schußfaden zwei-oder mehrfach eingetragen. Dadurch ergibt sich der zusätzliche Vorteil, daß der dann natürlich aus etwas dünneren einzelnen monofilen Schußfäden bestehende Schußfaden im Bereich der Schußumkehrstellen flexibler ist und weniger aufträgt.

Eine ebenso vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß für die Fangfaden und/oder die Sperrfäden und/oder die Zusatzfaden im wesentlichen voll ausgeschrumpfte Garne verwendet werden. Es läßt sich dadurch eine noch glattere Kanten- form erzielen, bei der nahezu jegliches Aufstehen der Bandkante vermieden wird.

Der zur Vereinfachung der Formulierung gewählte Begriff"Monofilfäden"umfaßt sowohl "echte"Monofile, die aus einer einzigen Kapillare bestehen, als auch"monofilartige"Multifi- le, also Fäden, die aus derart kompakt geführten einzelnen Kapillaren bestehen, daß sie, obwohl sie eigentlich Multifilfaden sind, Eigenschaften wie z. B. Federelastizität, Steifheit, geringe Flauschigkeit haben, die typisch für Monofilfäden sind.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird sie im folgenden anhand von Ausführungsbei- spielen mit Hilfe einer Zeichnung kurz beschrieben.

Fig. 1 zeigt stark vereinfacht schematisch einen Ausschnitt eines nach dem erfindungs- gemäßen Verfahren gewebten Bandes mit Fangfadenmaschenreihen, sowie Schußnadel und Wirknadeln, wobei die hier zur Darstellung nicht erforderlichen Kettfäden aus Gründen der Übersicht nicht dargestellt sind.

Fig. 2 zeigt stark vereinfacht schematisch einen Ausschnitt eines nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens gewebten Bandes mit Fang-/Sperrfadenmaschenrei- hen, sowie Schußnadel und Wirknadeln.

Fig. 3 zeigt ein Band nach Fig. 2, wobei jeweils zwischen der Wirkmaschenreihe und äußersten Kettfäden Zusatzfaden, die nur mit den"Füßen"der Fangfadenmaschen verkreuzen, eingewebt sind, dargestellt sind.

Fig. 4 zeigt stark vereinfacht schematisch einen Ausschnitt der rechten Seite eines Bandes während des Webprozesses, wobei die Lage der rechten Wirknadel im Verhältnis zu dem Schußfaden, dem Fangfaden, dem Sperrfaden und den Zusatzfäden auf dem Weg nach vorne dargestellt wird.

Fig. 1 zeigt stark vereinfacht schematisch einen Ausschnitt eines nach dem erfindungs- gemäßen Verfahren gewebten Bandes mit Fangfadenmaschenreihen, sowie Schußnadel 1 und Wirknadeln 2 und 3. In der Darstellung der Zeichnung verlaufen die (hier nicht gezeigten) Kettfäden von unten nach oben in einem mit einem Doppelpfeil K markierten Kettfaden- bereich. Die links und rechts des Kettfadenbereichs K dargestellten Fangfadenmaschen sind gegenüber dem Bereich K extrem überdimensioniert dargestellt, um den Verlauf der Ver- maschung der Fangfäden zu zeigen. Man beachte, daß die Darstellung nicht maßstäblich ist.

Tatsächlich ist der Bereich K um ein vielfaches breiter, als hier dargestellt.

An der linken Seite in Fig. 1 ist ein Kopf einer abgebrochen dargestellten Schußnadel 1 zu erkennnen, die in einer Öse einen Schußfaden 4 führt. Die hier dargestellte Position der Schußnadel 1 ist die Stellung, in der sich die Schußnadel auf der Einschußseite etwa im Totpunkt befindet, um zur Bildmitte hin in Richtung der Gegenseite umzukehren. Der von links nach rechts eingetragene Schußfaden 4 wird mit einem rechten Fangfaden 5 von einer auf der rechten Seite der Webmaschine angeordneten Wirknadel 2 vermascht. Eine auf der linken Seite angeordnete Wirknadel wartet über dem Schußfaden 4 und umschlingt diesen mit dem linken Fangfaden 6. Die Fangfaden 5 und 6 werden von dem Fachmann bekannten (nicht dargestellten) Fangfadeneinlegern gesteuert. Die erfindungsgemäße Vorrichtung, geeignet zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens, ist derart ausgebildet, daß sämtliche Bewegungen der linken Wirknadel 3 und des linken (nicht gezeigten) Fangfadeneinlegers unabhängig von den entsprechenden Elementen auf der rechten Seite (Wirknadel 2 und rechter Fangfadeneinleger) einzeln steuerbar sind.

Die hier gewählten Orientierungsbegriffe"rechts","links","vorne"und"hinten"weis en immer auf einen Bereich aus der Sicht eines vor der Nadelbandwebmaschine stehenden Betrachters hin. Ebenso könnte die gesamte Anordnung und Verfahrensweise auch umgekehrt (rechts/links) angeordnet sein bzw. ablaufen.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung werden vorzugsweise multifile Fang-und Sperrfäden sowie ein monofiler Schußfaden eingesetzt. Die Kettfäden sind vorzugsweise ebenfalls aus multifilem Material. Damit läßt sich mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein hervorragendes Band, insbesondere Gurtband herstellen, das alle von einem guten, komfor- tablen Band geforderten Eigenschaften hat, nämlich weiche, gleichaussehende Webkanten und gleichzeitig eine hohe Quersteifigkeit im Band.

Fig. 2 zeigt stark vereinfacht schematisch einen Ausschnitt eines nach einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens gewebten Bandes B mit einer linken aus Fang-und Sperr- fadenmaschen bestehenden Maschenreihe, die aus einem linken Fangfaden 6 und einem linken (gestrichelt gezeichneten) Sperrfaden 8 gebildet sind, wobei der linke Fangfaden 6 den Schußfaden 4 umschlingt, der linke Sperrfaden 8 jedoch derart mit dem linken Fangfaden 6 vermascht ist, daß er außerhalb der Schußumkehrstellen des Schußfadens 4 zu liegen kommt.

Von den im mit K bezeichneten Kettfadenbereich befindlichen Kettfaden KF ist aus Gründen der Übersichtlichkeit auf beiden Seiten des Bandes nur das erste Paar 10 und 9 gezeigt, wobei die durchgezogenen Passagen der Linien jeweils die obenliegenden Kettfäden 10,9 und die gestrichelten Passagen der Linien die untenliegenden Kettfäden 10,9 darstellen sollen. Gut zu erkennen ist, daß die linken Schußumkehrschlaufen einen größeren Radius haben, als die rechten. Die Lage des rechten Sperrfadens 7 und des rechten Fangfadens 5 ist analog zur Situation auf der linken Seite.

Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt eines Bandes B nach Fig. 2, wobei hier jeweils zwischen der Wirkmaschenreihe und äußersten Kettfäden 10 und 9 Zusatzfäden 12 und 11, die nur mit den "Füßen"der Fangfadenrnaschen verkreuzen, eingewebt sind, dargestellt sind. Die eingelegten Zusatzfäden 12 und 11 decken die Umkehrstellen des Schußfadens 4 zur Bandkante hin ab und schützen damit die Bandkante nach außen vor dem (vergleichsweise harten) monofilen Schußfaden 4 hervorragend.

Fig. 4 zeigt stark vereinfacht schematisch einen Ausschnitt der rechten Seite eines Bandes B während des Webprozesses, wobei die Lage der rechten Wirknadel 2 im Verhältnis zu dem Schußfaden 4, dem rechten Fangfaden 5, dem rechten Sperrfaden 7 und den Zusatzfäden 11 auf dem Weg nach vorne dargestellt wird. Die rechte Wirknadel 2 hat den vom (nicht gezeigten) Fangfadeneinleger im (nicht gezeigten) sog. Schußdreieck vorgelegten Fangfaden 5 gegriffen und zieht soeben den Fangfaden 5 unter Mitnahme des Schußfadens 4 nach vorne, wobei die Wirknadel 2, hier eine Zungennadel, mit geöffneter Zunge zwischen den um einen Winkel a geöffneten Zusatzfäden 11 hindurchwandert, ohne die Zusatzfäden 1 zu greifen.

Nach Passage der Zusatzfäden 11 greift die Wirknadel 2 den von einem (nicht gezeigten) Sperrfadeneinleger vorgelegten Sperrfaden 7 und zieht diesen nach Schließen der Zunge 21 zusammen mit dem Fangfaden 5 durch eine auf der Wirknadel 2 liegende"alte"Masche 13.

Danach kehrt die Wirknadel 2 im vorderen Totpunkt wieder um und bewegt sich nach hinten zur Herstellung einer neuen Masche. Vor Passieren der Zusatzfäden 11 durch die Wirknadel 2 werden diese gekreuzt, so daß der zuvor (Fig. 4) obenliegende Zusatzfaden 11 A nun unten (nicht dargestellt) und der zuvor (Fig. 4) untenliegende Zusatzfaden 11 B nun oben (nicht dargestellt) liegt.

Da die (insbesondere zwei an jeder Maschenseite verwendeten) Zusatzfäden als zusätzlicher Schutz für die Umkehrstellen des Schußfadens eingesetzt werden, dürfen diese Fäden nicht vom Schußfaden eingebunden werden. Dies wird dadurch erreicht, daß die Zusatzfäden durch zusätzliche (nicht gezeigte) Einleger, die durch (nicht gezeigte) Hebel, die ihre Bewegung entweder von einem (nicht gezeigten) Schaft, der nur für diese Funktion eingesetzt wird oder von einer (nicht gezeigten) schwenkbaren Welle, die ihre Bewegung durch eine (nicht gezeigte) Kurbel oder (nicht gezeigte) Kurvenscheibe erhält, in das Gewebe eingebracht werden. Die zusätzlichen Einleger haben-wie bekannte Elemente, die z. B. als Fadeneinleger arbeiten-an ihrem vorderen Ende eine Bohrung, die zur Aufnahme des Fadens dient.

Die zusätzlichen Einleger, die vorzugsweise paarweise, abwechselnd eins hoch/eins tief, im Takt der Webmaschine arbeiten, werden so positioniert, daß die Zusatzfäden außerhalb des Webfaches nach Fangen des Fangfadens, von der jeweiligen Wirknadel über-bzw. unter- stochen werden (siehe hierzu Fig. 4). Der soeben beschriebene Prozeß wieder holt sich, wobei das in Fig. 3 skizzierte Band gewebt wird.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist sowohl zur Herstellung eines einfachen Bandes als auch ganz besonders zur Herstellung eines Gurtbandes für Sicherheitsgurtsysteme geeignet.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist-unter Verwendung von elastischen oder gummielasti- schen Kett-und/oder Schußfäden-ebenso vorteilhaft zur Herstellung elastischer oder gum- mielastischer Bänder, beispielsweise zur Verwendung bei der Herstellung von Bekleidung, Wäschestücken und insbesondere Unterwäsche geeignet.

BEZUGSZEICHEN 1 Schul'nadel 2 rechte Wirknadel 3 linke Wirknadel 4 Schußfaden 5 rechter Fangfaden 6 linker Fangfaden 7 rechter Sperrfaden 8 linker Sperrfaden 9äußerste rechte Kettfäden 10 äußerste linke Kettfäden 11 rechte Zusatzfaden 11 A rechter Zusatzfaden 11B rechter Zusatzfaden 12 linke Zusatzfaden 13 rechte"alte"Masche 21 rechte Nadelzunge B Band K Kettfadenbereich KF Kettfäden