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Title:
RINSING METHOD FOR A WATER-CONVEYING DOMESTIC APPLIANCE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/010013
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a rinsing method for a water-conveying domestic appliance, in particular a dishwashing machine, comprising a drying device (22) containing a reversible dehydratable desiccant, wherein in at least one partial program step (R) of a first rinsing, rinse fluid is heated to a first temperature (TR1) in a first operating mode (I). According to the invention, after a predefined number of rinsings done in the first operating mode (I) and/or as a function of process parameters of prior rinsings, at least one rinsing is done in a second operating mode (II) while the rinse fluid is heated to a second temperature (TR2) that is higher than the first temperature (TR1).

Inventors:
JERG HELMUT (DE)
ROSENBAUER MICHAEL (DE)
Application Number:
PCT/EP2009/059019
Publication Date:
January 28, 2010
Filing Date:
July 15, 2009
Export Citation:
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Assignee:
BSH BOSCH SIEMENS HAUSGERAETE (DE)
JERG HELMUT (DE)
ROSENBAUER MICHAEL (DE)
International Classes:
A47L15/42; A47L15/00; A47L15/48
Domestic Patent References:
WO2008077970A12008-07-03
WO2007138420A22007-12-06
WO2008077970A12008-07-03
Foreign References:
EP0553803A11993-08-04
CH692897A52002-12-13
DE102005004089A12006-06-14
Attorney, Agent or Firm:
BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Spülverfahren für ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere für eine Geschirrspülmaschine, die insbesondere eine ein reversibel dehydrierbares Trocknungsmittel aufweisende Trocknungseinrichtung (22) aufweist, bei dem in wenigstens einem Teilprogrammschritt (R) eines ersten Spülganges Spülflüssigkeit in einer ersten Betriebsart (I) auf eine erste Temperatur (TR1) erwärmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass nach einer vorgegebenen Anzahl von in der ersten Betriebsart (I) betriebenen Spülgängen und/oder in Abhängigkeit von Prozessparametern vorangegangener Spülgängen zumindest ein Spülgang in einer zweiten Betriebsart (II) betrieben wird, während dem Spülflüssigkeit auf eine zweite, im Vergleich zur ersten Temperatur (TR1) erhöhten Temperatur (TR2) erwärmt wird.

2. Spülverfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass als Prozessparameter Temperaturprofile und/oder andere Einflussgrößen überwacht werden, die eine Belagbildung im Hydrauliksystem des Haushaltsgerätes beeinflussen.

3. Spülverfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der in der ersten oder zweiten Betriebsart (I, II) betreibbare Teilprogrammschritt (R) ein Reinigungsschritt ist, in dem die erste und zweite Temperatur (TR1, TR2) jeweils der Reinigungstemperatur entspricht.

4. Spülverfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Temperatur (TR2) des in der zweiten Betriebsart (II) betriebenen Teilprogrammschritts (R) derart erhöht ist, dass Fettablagerungen und/oder Verunreinigungen im Hydrauliksystem der Geschirrspülmaschine gelöst werden, und insbesondere die erhöhte Temperatur (TR2) in einer Größenordnung von 60 bis 65°C liegt.

5. Spülverfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperaturen der vor oder nach dem Reinigungsschritt (R) erfolgenden Teilprogrammschritte (V, Z, K, T), insbesondere Vorspülen, Zwischenspülen,

Klarspülen und Trocknen, kleiner als die erste bzw. zweite Reinigungstemperatur (Tm, TR2) sind.

6. Spülverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Trocknungsschritt (T) die im Spülbehälter (1 ) befindliche

Luft durch die ein reversibel dehydrierbares Trocknungsmittel aufweisende Trocknungseinrichtung (22) geführt wird,

7. Spülverfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass Luft aus der Trocknungseinrichtung (22) zurück in den Spülbehälter (1 ) geführt wird.

8. Spülverfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Regenerationsvorgang (ΔtR) die im Trocknungsmittel gespeicherte Wassermenge (ITi2) als erhitzter Wasserdampf in den Spülbehälter (1 ) rückgeführt wird, der insbesondere im Reinigungsschritt (T) die Spülflüssigkeit auf eine Temperatur (T1) erwärmt.

9. Spülverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die auf die Temperatur (T1) erwärmte Spülflüssigkeit mittels einer im Spülflüssigkeitskreislauf vorgesehenen Wasserheizung (12) weiter auf die erste oder zweite Reinigungstemperatur (TR1, TR2) erwärmt wird.

10. Spülverfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Temperatur (TR1) in der ersten Betriebsart (I) in einer Größenordnung von 45 bis 55°C, und die zweite Temperatur (T R2) in der zweiten Betriebsart (II) in im Bereich von 60 bis 65°C liegt.

11. Geschirrspülmaschine zur Durchführung des Spülverfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Spülverfahren für ein wasserführendes Haushaltsgerät

Die Erfindung betrifft ein Spül verfahren für ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere eine Geschirrspülmaschine, nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der DE 10 2005 004 089 A1 ist ein Spülverfahren für eine Geschirrspülmaschine bekannt, bei dem in einem Reinigungsschritt eine in einem Spülbehälter vorgesehene Spülflüssigkeitsmenge während einer Aufheizphase auf eine Reinigungstemperatur erhitzt wird. Als Trocknungseinrichtung ist eine Sorptionskolonne mit reversibel dehydrierbaren Material vorgesehen, dass in einem Trocknungsschritt der zu trocknenden Luft eine Wassermenge entzieht und diese speichert. In einem nachfolgenden Spülgang erfolgt dann während des Reinigungsschrittes ein Regenerationsvorgang bzw. eine Desorption, bei der mittels einer Luftheizung ein vom Spülraum angesaugter und durch das Trocknungsmittel strömender Luftstrom erhitzt wird. Mit dem erhitzten Luftstrom wird die im Trocknungsmittel gespeicherte Wassermenge als heißer Wasserdampf freigesetzt und in den Spülraum rückgeführt.

Bei diesem Verfahren kann es jedoch zur Belagbildung, insbesondere im Hydrauliksystem des wasserführenden Haushaltsgeräts kommen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Spülverfahren für ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere für eine Geschirrspülmaschine zur Unterdrückung unerwünschter Belagbildung, bereitzustellen.

Die Aufgabe ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen offenbart.

Die Erfindung geht aus von einem Spülverfahren für ein wasserführendes Haushaltsgerät, insbesondere für eine Geschirrspülmaschine, die insbesondere eine ein reversibel dehydrierbares Trocknungsmittel aufweisende Trocknungseinrichtung aufweist, bei dem in wenigstens einem Teilprogrammschritt eines ersten Spülganges Spülflüssigkeit in einer ersten Betriebsart auf eine erste Temperatur erwärmt wird. Dabei kann ein Spülgang eine Mehrzahl von Teilprogrammschritten wie z.B. Vorspülen, Reinigen, Zwischenspülen, Klarspülen und Trocknen umfassen, die aufeinanderfolgend zur Reinigung von Spülgut durchgeführt werden.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass nach einer vorgegebenen Anzahl von in der ersten Betriebsart betriebenen Spülgängen und/oder in Abhängigkeit von Prozessparametern vorangegangener Spülgängen zumindest ein Spülgang in einer zweiten Betriebsart betrieben wird, während dem Spülflüssigkeit auf eine zweite, im Vergleich zur ersten Temperatur erhöhten Temperatur erwärmt wird.

Durch die in der zweiten Betriebsart erhöhte Temperatur kann der sich im Leitungssystem des Hydraulikkreislaufes festsetzende Belag beschleunigt gelöst werden, wodurch keine Strömungsbehinderung der im Hydraulikkreislauf umgewälzten Spülflüssigkeit aufgrund von Belagsbildung zu befürchten ist. Dabei wird erfindungsgemäß nach einer vorgegebenen Anzahl von, in der ersten Betriebsart betriebenen Spülgängen zumindest ein Spülgang in der zweiten Betriebsart betrieben.

Auf diese Weise kann erfindungsgemäß auf eine meßtechnisch aufwendige, unmittelbare Erfassung eines sich im Hydrauliksystem bildenden Belages verzichtet werden. Entsprechend kann der Einsatz von Belagsensoren zur Überwachung des Belages verzichtet werden.

Die Geschirrspülmaschine kann somit im Normalfall Spülgänge ausführen, die mit einem Niedertemperaturprofil arbeiten. Nach einer vorgegebenen Anzahl solcher Spülgänge kann zumindest ein Spülgang zwischengeschaltet werden, der mit einem Hochtemperaturprofil arbeitet. Einem derart gestalteten Wechsel der ersten und zweiten Betriebsart liegen Untersuchungen zugrunde, wonach eine Belagsbildung im Hydrauliksystem der Geschirrspülmaschine nicht innerhalb eines oder weniger Spülgänge, sondern erst bei einem andauernden Betrieb im Niedertemperaturbereich erfolgt. Somit ist es möglich, mit einem Hochtemperaturprofil/Niedertemperaturprofil in einer mathematischen Reihe die Spülgänge zu fahren.

Alternativ und/oder zusätzlich kann auch in Abhängigkeit von Prozessparametern vorangegangener Spülgänge von der ersten auf die zweite Betriebsart geschaltet werden. Als solche Prozessparameter kommen insbesondere die Temperaturprofile der vorangegangenen Spülgänge infrage, die abhängig von den dabei erreichten Mximaltemperaturen einen großen Einfluss auf die Belagbildung haben. Generell können als Prozessparameter jedoch sämtliche Einflussgrößen überwacht werden, die eine Belagbildung im Hydrauliksystem beeinflussen. Beispielhaft können solche Prozessparameter neben dem Temperaturprofil die umgewälzte Spülflüssigkeitsmenge oder der Verunreinigungsgrad des Spülgutes sein.

In der zweiten Betriebsart ist die Temperatur insbesondere derart erhöht, dass Fettablagerungen und/oder Verunreinigungen im Hydrauliksystem der Geschirrspülmaschine zuverlässig gelöst werden können. Insbesondere sollte die zweite Temperatur in der zweiten Betriebsart in einer Größenordnung von 60 bis 65°C liegen.

Die Erfindung ist insbesondere bei Geschirrspülmaschinen mit einem separaten Trocknungssystem einsetzbar, bei dem während des Trocknungsschrittes die zu trocknende Luft aus dem Spülraum gesaugt und durch ein Trocknungsmittel geführt wird, das der Luft die Feuchtigkeit entzieht, wobei die so getrocknete Luft in einem geschlossenen Kreislauf wieder in den Spülraum rückgeführt wird.

Bei einem solchen Trocknungsvorgang wird auf ein Hochheizen der Spülflüssigkeit im, dem Trocknungsschritt vorgelagerten Teilprogrammschritt „Klarspülen" bis auf eine Temperatur in der Größenordnung von 65°C verzichtet. Ein solches Hochheizen ist erforderlich, um in einem nachfolgenden Trocknungsschritt eine effektive Kondensation an den Spülbehälter-Seitenwänden zu ermöglichen. Im Unterschied dazu erwärmt sich erfindungsgemäß die mit Feuchtigkeit beladene Luft während des externen Trocknungsvorganges aufgrund der Eigenwärme des zu spülenden Geschirrs auf lediglich etwa 30°C. Ein Hochheizen während des Klarspülschrittes auf Temperaturen von 65 bis 75°C ist hier nicht erforderlich.

Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren beschrieben.

Es zeigen: Fig. 1 in einem schematischen Blockdiagramm eine Geschirrspülmaschine zur Durchführung des Spülverfahrens;und

Fig. 2 ein Temperatur-Zeit-Diagramm zur Veranschaulichung eines Spülprogrammablaufes in einer ersten Spül-Betriebsart und in einer zweiten Spül-Betriebsart.

In der Fig. 1 ist als Ausführungsbeispiel für ein wasserführendes Haushaltsgerät grob schematisch eine Geschirrspülmaschine mit einem Spülbehälter 1 gezeigt, in dem nicht dargestelltes, zu reinigendes Spülgut in Geschirrkörben 3, 5 angeordnet werden kann. Im gezeigten Spülbehälter 1 sind beispielhaft als Sprüheinrichtungen zwei in unterschiedlichen Sprühebenen vorgesehene Sprüharme 7, 9 angeordnet, über die das zu reinigende Spülgut mit Spülflüssigkeit beaufschlagt wird. Im Spülbehälterboden ist ein Pumpentopf 1 1 mit einer Umwälzpumpe 13 vorgesehen, die über Zuleitungen 14, 15 strömungstechnisch mit den Sprüharmen 7, 9 verbunden ist. Der Umwälzpumpe 13 nachgeschaltet ist ein Heizelement 12, etwa ein Durchlauferhitzer, der auch als Wasserheizung bezeichnet wird. Der Pumpentopf 1 1 ist außerdem über Anschlussstutzen mit einer mit dem Wasserversorgungsnetz gekoppelten Frischwasser-Zuleitung 16 sowie mit einer Ablaufleitung 17 in Verbindung, in der eine Laugenpumpe 18 zum Abpumpen der Spülflüssigkeit aus dem Spülbehälter 1 angeordnet ist.

Der Spülbehälter 1 weist in seinem oberen Bereich eine Auslassöffnung 19 auf, die über eine Leitung 21 mit einer als Sorptionskolonne 22 ausgeführten Trocknungseinrichtung verbunden ist. In der Leitung 21 zur Sorptionskolonne 22 ist ein Luftgebläse 23 sowie ein Heizelement 24 geschaltet. Die Sorptionskolonne 22 enthält als Trocknungsmittel ein reversibel dehydrierbares Material, etwa Zeolith, mit dem in einem Trocknungsschritt T Luft getrocknet wird. Hierzu wird ein mit hoher Feuchtigkeit beladener Luftstrom mittels des Luftgebläses 23 aus dem vom Spülbehälter begrenzten Spülraum durch die Sorptionskolonne 22 geleitet. Das in der Sorptionskolonne 22 vorgesehene Zeolith nimmt die Feuchtigkeit der Luft auf und die so getrocknete Luft wird wieder in den Spülraum des Spülbehälters 1 zurückgeführt.

Die im Trocknungsschritt T im Zeolith gespeicherte Wassermenge m 2 kann in einem Regenerationsvorgang, d. h. bei einer Desorption, durch Aufheizen des Trocknungsmittels der Sorptionskolonne 22 wieder freigegeben werden. Hierzu wird mittels des Gebläses 23 ein vom Heizelement 24 auf hohe Temperaturen erhitzter Luftstrom durch die Sorptionskolonne 22 geleitet, mit dem das im Zeolith gespeicherte Wasser als heißer Wasserdampf freigesetzt und so wieder in den Spülbehälter 1 rückgeführt wird. Der oben beschriebene Regenerationsvorgang in der Sorptionskolonne 22 findet in dem in der Fig. 2 gezeigten Temperatur-Zeit-Profil im Zeitintervall Δt R statt.

In der Fig. 2 ist ein zeitlicher Programmablauf mit den einzelnen Teilprogrammschritten eines Spülgangs, nämlich Vorspülen V, Reinigen R, Zwischenspülen Z, Klarspülen K sowie Trocknen T, veranschaulicht. Die in der Fig. 2 angedeuteten Teilprogrammschritte werden mittels einer Steuereinrichtung 25 durch entsprechende Ansteuerung der Wasserheizung 12, der Umwälzpumpe 13, der Laugenpumpe 18, des Luftgebläses 23, der Trocknungseinrichtung 22 und anderer Steuerkomponenten ausgeführt.

In dem Diagramm der Fig. 2 ist sowohl das zeitliche Temperaturprofil einer ersten Betriebsart I als auch einer zweiten Betriebsart Il gezeigt. Die Temperaturprofile der beiden Betriebsarten sind mit Ausnahme der unterschiedlichen Temperaturverläufe im Reinigungsschritt R miteinander identisch. In der Fig. 2 ist der Temperaturverlauf in der ersten Betriebsart I während des Reinigungsschritte R gestrichelt dargestellt.

Die beim Regenerationsvorgang Δt R freigesetzte Wärme Q 2 wird in energiesparender Weise zum Aufheizen der Spülflüssigkeit m ιst während der Aufheizphase Δt H des

Reinigungsschrittes R genutzt. So startet der Regenerationsvorgang Δt R gemäß der Fig. 2 nach dem bereits erfolgten Vorspülschritt V zu Beginn des Reinigungsschrittes R zum

Zeitpunkt t 0 . Im Regenerationsvorgang Δt R wird die im Trocknungsmittel gespeicherte

Wassermenge m 2 als Wasserdampf in den Spülbehälter 1 rückgeführt. Diese Wassermenge m 2 wurde im Trocknungsschritt T eines vorangegangenen Spülgangs während eines Adsorptionsvorgangs Δt A dem zu trocknenden, mit Feuchtigkeit beladenen

Luftstrom entzogen. Die insgesamt im Reinigungsschritt R bereitgestellte

Spülflüssigkeitsmenge m ιst ergibt sich somit aus einer über die Frischwasserleitung 16 in den Spülraum zugeführten Frischwassermenge In 1 und der im Regenerationsvorgang Δt R in den Spülraum rückgeführten Wassermenge m 2 .

Zu Beginn des Reinigungsschrittes R wird bekanntermaßen in einer Aufheizphase Δt H die Spülflüssigkeit, die mittels der Umwälzpumpe 13 im Flüssigkeitskreislauf der Geschirrspülmaschine umgewälzt wird, auf eine Reinigungstemperatur erwärmt. Der zeitlich parallel mit der Aufheizphase Δt H ablaufende Regenerationsvorgang Δt R unterstützt die Erwärmung der Spülflüssigkeit. Es wird also während der Aufheizphase nicht nur mittels des in der Fig. 1 angedeuteten ersten Heizelements 23, d. h. der Wasserheizung, eine erste Heizleistung Q 1 in den Spülbehälter 1 eingebracht. Zusätzlich wird im Regenerationsvorgang mittels des zweiten Heizelements 24, d. h. der Luftheizung, auch eine zweite Heizleistung Q 2 in den Spülbehälter 1 eingebracht. Die Heizleistung Q 1 der Wasserheizung 23 kann bei etwa 2.200 W liegen, während die Heizleistung Q 2 der Luftheizung 24 lediglich in einer Größenordnung von 1.400 W liegt.

In der Aufheizphase Δt H erfolgt die Erwärmung der Spülflüssigkeit zunächst nur mittels des im Regenerationsbetrieb Δt R freigegebenen Wasserdampfes, der die Spülflüssigkeit mit der Heizleistung Q 2 auf eine Temperatur T 1 von hier beispielhaft ca. 40°C erwärmen kann. Erst nach Beendigung des Regenerationsvorgangs wird die mit wesentlich größerer Heizleistung Q 1 arbeitende Wasserheizung 12 zugeschaltet. Durch die erst nach Beendigung des Regenerationsvorgangs Δt R zugeschaltete Wasserheizung 12 kann eine thermische Beschädigung des Trocknungsmittels in der Sorptionskolonne 22 vermieden werden.

Mittels der erst nach dem Regenerationsvorgang Δt R zugeschalteten Wasserheizung 12 wird die Temperatur der Spülflüssigkeit in der ersten Betriebsart I von der Temperatur T 1 von 40°C auf eine für Reinigungszwecke ausreichend große Reinigungstemperatur T R1 erhöht. Die Reinigungstemperatur T R1 kann hier beispielhaft bei 51 °C liegen.

Nach der Aufheizphase Δt H fällt die Temperatur der Spülflüssigkeit und des Spülgutes in etwa linear ab, bis die Spülflüssigkeit am Ende des Reinigungsschrittes R zum Zeitpunkt t-i in das Abwassersystem abgeleitet wird. Die nach dem Reinigungsschritt R folgenden Teilprogrammschritte „Zwischenspülen Z" und „Klarspülen K" arbeiten bei noch weiter reduzierten Spülflüssigkeitstemperaturen.

Nach dem Klarspülen K folgt der Trocknungsschritt T. Im Unterschied zu einem herkömmlichen Trocknungsvorgang, bei dem die Trocknung der mit Feuchtigkeit beladenen Luft durch Kondensation an den Spülbehälter-Seitenwänden erfolgt, kann hier im vorangegangenen Klarspülschritt K auf ein nochmaliges Aufheizen der Spülflüssigkeit auf Temperaturen zwischen 60 und 70°C verzichtet werden. Vielmehr erfolgt der Trocknungsschritt T gemäß dem Diagramm der Fig. 2 bei einer Temperatur von etwa 30°C, die sich aufgrund der Eigenwärme des Spülgutes einstellt.

Der Temperaturverlauf in der ersten Betriebsart I bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass während des Spülganges keine entsprechend hoch temperierte Spülflüssigkeit im Hydrauliksystem zirkuliert, die eine Belagbildung durch Fettablagerungen oder sonstige Verunreinigungen unterbindet. Die Reinigungstemperatur T R1 in der ersten Betriebsart I in einer Größenordnung von 50°C ist zwar ausreichend für ein gutes Reinigungsergebnis, jedoch nicht geeignet, um Fette zu spalten und aus dem Hydrauliksystem auszubringen.

Erfindungsgemäß kann daher die Steuereinrichtung 25 von der ersten Betriebsart I zur zweiten Betriebsart Il schalten, in der die Reinigungstemperatur gemäß der Fig. 2 auf T R2 erhöht wird. Die Reinigungstemperatur T R2 beträgt in der zweiten Betriebsart Il in etwa 60 bis 65°C, wodurch die Belagsbildung zuverlässig unterbunden werden kann.

Im Hinblick auf einen reduzierten Energieverbrauch der Geschirrspülmaschine kann die Steuereinrichtung 25 erst nach einer vorgegebenen Anzahl von, in der ersten Betriebsart I betriebenen Spülgängen einen Spülgang in der zweiten Betriebsart Il mit entsprechend erhöhter Temperatur T R2 durchführen. Bei einem besonders geeigneten Wechselbetrieb können drei Spülgänge beispielhaft in einem Hochtemperaturprofil mit der erhöhten Reinigungstemperatur T R2 gefahren werden, während zwei darauffolgende Spülgänge in einem Niedertemperaturprofil mit der reduzierten Reinigungstemperatur T R1 gefahren werden können.

Alternativ zu einem solchen in der Steuereinrichtung 25 festgelegten Wechselbetrieb kann ein Belagsensor vorgesehen sein, der mit der Steuereinrichtung 25 in Signalverbindung ist. Der Belagsensor und die Steuereinrichtung 25 können in einem Regelkreis eingebunden sein, bei dem erst bei Erreichen eines vorgegebenen Verunreinigungsgrades die zweite Betriebsart ausgewählt wird. Entsprechend kann im arithmetischen Mittel, das heißt bei einer Reihe von durchgeführten Spülgängen der Energieverbrauch der Geschirrspülmaschine reduziert werden. BEZUGSZEICHENLISTE

1 Spülbehälter

3 Geschirrkorb

5 Geschirrkorb

7 Sprüharm

9 Sprüharm

11 Pumpentopf

12 Heizelement

13 Umwälzpumpe

14 Zuleitung

15 Zuleitung

16 Frischwasser-Zuleitung

17 Ablaufleitung

18 Laugenpumpe

19 Auslassöffnung

21 Leitung

22 Trocknungseinrichtung

23 Luftgebläse

24 Heizelement

25 Steuereinrichtung

29 Temperatursensor

V Vorspülen

R Reinigen

Z Zwischenspülen

K Klarspülen

T Trocknen

TRI Reinigungstemperatur

TR2 Reinigungstemperatur

Δt R Regenerationsvorgang

Δt H Aufheizphase to Startzeitpunkt des Reinigungsschrittes R ti Endzeitpunkt des Reinigungsschrittes R In 1 zugeführte Frischwassermenge

ITi 2 Wassermenge, die im Regenerationsvorgang rückgeführt wird m ιst Spülflüssigkeitsmenge

Q 1 , Heizleistung

Q 2 , Heizleistungen Δt A Adsorptionsvorgang

I erste Betriebsart

II zweite Betriebsart