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Patent Searching and Data


Title:
ROOF MODULE FOR FORMING A VEHICLE ROOF WITH ANTENNA MODULE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/032624
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a roof module (01, 15) for forming at least one part of the vehicle roof (14) on a motor vehicle (13), comprising a flat component (02), the outer surface of which forms the roof skin (03) of the vehicle roof (14) at least in some regions, wherein the roof module (01, 15) comprises at least one surroundings sensor (06) which can transmit and/or receive electromagnetic signals in order to detect the vehicle surroundings. The roof module (01, 15) comprises at least one antenna module (07, 16, 17, 18, 20), by means of which radio signals can be received and/or transmitted.

More Like This:
JP2008001135AUTOMOBILE MEMBER
Inventors:
HUELSEN MICHAEL (DE)
HEISEL OLIVER (DE)
STRASSER ANDREAS (DE)
LINDNER THOMAS (DE)
HUBER MAX (DE)
Application Number:
PCT/EP2020/072876
Publication Date:
February 25, 2021
Filing Date:
August 14, 2020
Export Citation:
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Assignee:
WEBASTO SE (DE)
International Classes:
B62D25/06; H01Q1/27
Foreign References:
US20190248421A12019-08-15
Attorney, Agent or Firm:
ADVOTEC. PATENT- UND RECHTSANWÄLTE (DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Dachmodul (01, 15) zur Bildung zumindest eines Teils des Fahrzeugdachs (14) an einem Kraftfahrzeug (13), mit einem Flächenbauteil (02), dessen Außenoberfläche zumindest bereichsweise die Dachhaut (03) des Fahrzeugdachs (14) bildet, wobei das Dachmodul (01, 15) zumindest einen Umfeldsensor (06) umfasst, der zur Erfassung der Fahrzeugumgebung elektromagnetische Signale senden und/oder empfangen kann, dadurch gekennzeichnet, dass das Dachmodul (01, 15) zumindest ein Antennenmodul (07, 16, 17, 18, 20) umfasst, mit dem Funksignale empfangen und/oder gesendet werden können.

2. Dachmodul nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennenmodul (07, 16, 17, 18, 20) unter der vom Flächenbauteil (02) gebildeten Dachhaut (03) angeordnet ist.

3. Dachmodul nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenbauteil (02) aus einem für die Funksignale des Antennenmoduls (07, 16, 17, 18, 20) durchlässigen Werkstoff hergestellt ist.

4. Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Dachmodul (01, 15) mehrere Antennenmodule (07, 16, 17, 18, 20) umfasst, wobei die einzelnen Antennenmodule (07, 16, 17, 18, 20) jeweils in unterschiedlichen Frequenzbereichen Funksignale empfangen und/oder senden können.

5. Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennenmodule (07) zwischen zwei Umfeldsensoren (06) angeordnet ist. 6. Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennenmodul (07) eine Elektronikplatine mit einer darauf integrierten Funkantenne und eine in einem vorgegebenen Abstand zur Funkantenne angebrachte Masseplatte umfasst. 7. Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das

Dachmodul (01, 15) ein Funkmodem (11) umfasst, mit dem Funksignale aus dem Fahrzeuginnenraum empfangen und/oder gesendet werden können.

8. Dachmodul nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Funkmodem in das Antennenmodul integriert ist. 9. Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das

Dachmodul (01, 15) zumindest ein metallisches Karosserieelement (08) umfasst, wobei das Antennenmodul (07) auf der nach außen weisenden Seite des Karosserieelements angeordnet ist und/oder wobei das Funkmodem (11) auf der nach innen weisenden Seite des Karosserieelements (08) angeordnet ist. 10. Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Umfeldsensor und das Antennenmodul (20, 28) auf einem gemeinsamen Trägerelement (19, 25) befestigt sind.

11. Dachmodul nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass am Trägerelement (19, 25) zwei Umfeldsensoren befestigt sind, wobei das Antennenmodul (20, 28) zwischen den beiden Umfeldsensoren befestigt ist.

12. Dachmodul nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägerelement (19, 25) eine Streulichtblende (24) zwischen den beiden Umfeldsensoren umfasst.

13. Dachmodul nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennenmodul (20) im Bereich der Streulichtblende (24) befestigt ist. 14. Dachmodul nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennenmodul (20) lösbar am Trägerelement (19) befestigt ist.

15. Dachmodul nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennenmodul (28) unlösbar auf einer Oberfläche des Trägerelements (25) angebracht ist.

16. Dachmodul nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennenmodul (28) auf eine Oberfläche des Trägerelements (25) aufgedruckt ist.

17. Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Dachmodul zumindest ein spritzgegossenes Kunststoffbauteil umfasst, wobei das Antennenmodul in den Kunststoff des spritzgegossenen Kunststoffbauteils eingespritzt ist.

18. Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Dachmodul (15) zumindest ein vorderes Antennenmodul (07) und zumindest ein hinteres Antennenmodul (07) umfasst, wobei das vordere Antennenmodul (07) Funksignale aus dem Bereich vor dem Fahrzeug empfangen und/oder senden kann, und wobei das hintere Antennenmodul (07) Funksignale aus dem Bereich hinter dem Fahrzeug empfangen und/oder senden kann.

19. Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Antennenmodul (07, 16, 17, 18, 20) Radiosignale und/oder Mobilfunksignale und/oder WiFi-Signale und/oder Bluetooth-Signale und/oder GPS-Signale und/oder Car-to-Car-Kommunikationssignale (DSRC) und/oder Car-to-X- Kommunikationssignale (DSRC) empfangen und/oder gesendet werden können.

20. Dachmodul nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Antennenmodul (20, 28) in der Art einer DSRC-Patchantenne ausgebildet ist.

21. Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfeldsensor (06) in der Art eines Lidar-Sensors und/oder in der Art eines Radar- Sensors und/oder in der Art eines Kamera-Sensors und/oder in der Art eines Multi- kamera-Sensors ausgebildet ist.

22. Kraftfahrzeug, umfassend ein Dachmodul nach einem der Ansprüche 1 bis 21.

Description:
Dachmodul zur Bildung eines Fahrzeugdachs mit Antennenmodul

Die Erfindung betrifft ein Dachmodul zur Bildung eines Fahrzeugdachs an einem Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Gattungsgemäße Dachmodule finden im Fahrzeugbau breite Verwendung, da diese Dachmodule als separate Funktionsmodule vorgefertigt und bei der Montage des Fahrzeuges an das Montageband geliefert werden können. Bei dem Dachmodul kann es sich dabei entweder um ein Teil eines starren Fahrzeugdachs handeln oder um ein Teil einer öffenbaren Dachbaugruppe.

Im Fahrzeugbau finden autonom bzw. teilautonom fahrende Kraftfahrzeuge immer weitere Verbreitung. Um in der Fahrzeugsteuerung ein autonomes bzw. teilautonomes Steuern des Kraftfahrzeuges zu ermöglichen, sind eine Vielzahl von Umfeldsensoren notwendig, die die Umgebung des Kraftfahrzeuges erfassen und daraus die jeweilige Verkehrssituation ermitteln. Die bekannten Umfeldsensoren senden bzw. empfangen dazu entsprechende elektromagnetische Signale, beispielsweise Laserstrahlen oder Radarstrahlen, wobei durch eine entsprechende Signalauswertung ein Datenmodel] der Fahrzeugumgebung generiert werden kann. Um die Umfeldsensoren vor schädlichen Umwelteinflüssen, beispielsweise Feuchtigkeit und Luftströmungen, zu schützen, sind die bekannten Umfeldsensoren in einem entsprechenden Sensorgehäuse eingebaut. Dieses Sensorgehäuse wird dann auf der Oberseite des Fahrzeugdachs befestigt, um dem Umfeldsensor eine möglichst hochgelegene Beobachtungsposition zu bieten. Nachteilig an der Befestigung eines Umfeldsensors an der höchsten Stelle des Fahrzeugdachs ist es, dass dadurch die Funktionalität von ebenfalls auf dem Fahrzeugdach befestigten Sender- bzw. Empfangsantennen gestört werden kann. Denn der Umfeldsensor mit seinem Sensorgehäuse stellt für die ebenfalls auf dem Fahrzeugdach befestigten Sender- bzw. Empfangsantennen einen Abschattungsbereich dar. Ist die Fahr- zeugantenne zum Empfang von Mobilfunkdaten bzw. zum Empfang von Radarsignalen, beispielsweise auf der zum Fahrzeug heckweisen Seite des Fahrzeugdachs, befestigt, so wird der Abstrahl winkel der Fahrzeugantenne durch einen auf der zur Front des Fahrzeuges weisenden Seite des Fahrzeugdachs befestigten Umfeldsensor eingeschränkt. Die einzige Möglichkeit zur Vermeidung dieser Abschattung durch den Umfeldsensor bestand bisher darin, die Fahrzeugantenne entsprechend nach oben zu verlängern, was jedoch aus Designgründen unerwünscht ist.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, ein neues Dachmodul vorzuschlagen, das die oben beschriebenen Nachteile des vorbekannten Standes der Technik vermeidet.

Diese Aufgabe wird durch ein Dachmodul nach der Lehre des Anspruchs 1 gelöst.

Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Im erfindungsgemäßen Dachmodul ist es vorgesehen, dass das Dachmodul neben dem zumindest einen Umfeldsensor zusätzlich ein Antennenmodul umfasst, mit dem Funksignale empfangen und/oder gesendet werden können. Mit dem Ergebnis beinhaltet also das Dachmodul neben dem Umfeldsensor auch das Antennenmodul, so dass bei geeigneter Anordnung von Antennenmodulen relativ zum Umfeldsensor der Strahlengang des Antennenmoduls durch den Umfeldsensor nicht mehr gestört wird. Selbstverständlich kann das Dachmodul neben dem Umfeldsensor und dem Antennenmodul auch noch weitere Funktionselemente, beispielsweise Leuchtelemente oder ähnliche, enthalten. Um einen ausreichenden Witterungsschutz des Antennenmoduls zu gewährleisten, muss das Antennenmodul vor schädlichen Umwelteinflüssen, beispielsweise Feuchtigkeit und Luftströmungen, geschützt werden. Dies kann besonders einfach dadurch gewährleistet werden, dass das Antennenmodul unter der vom Flächenbauteil gebildeten Dachhaut des Fahrzeugdachs angeordnet ist. Dadurch ist es insbesondere möglich, dass das Antennenmodul in einem Trockenbereich befestigt ist, der zuverlässig vor Feuchtigkeit, Verschmutzung und Luftströmungen geschützt ist. Um den Strahlengang des Antennenmoduls nicht in unerwünschter Weise zu stören, sollte das Flächenbauteil aus einem für die Funksignale des Antennenmoduls durchlässigen Werkstoff, beispielsweise Kunststoff oder Glas, hergestellt sein.

Abhängig vom Funktionsumfang des jeweiligen Fahrzeuges können Antennen notwendig sein, die in unterschiedlichen Frequenzbereichen Funksignale empfangen bzw. senden können. Die dafür notwendigen verschiedenen Antennenmodule können in einfacher Weise gemeinsam in das Dachmodul integriert werden.

Im Hinblick auf die optimale Ausnutzung des im Dachmodul vorhandenen Bauraums ist es vorteilhaft, wenn jeweils ein Antennenmodul zwischen zwei Umfeldsensoren angeordnet ist.

In welcher Weise die Antennenmodule konstruktiv ausgebildet sind, ist grundsätzlich beliebig. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist es vorgesehen, dass ein Antennenmodul eine Elektronikplatine mit einer darauf integrierten Funkantenne und eine in einem vorgegebenen Abstand zur Funkantenne angebrachte Masseplatte umfasst.

In vielen Fahrzeugen ist es vorgesehen, dass auch den Fahrzeuginsassen ein Funkempfang zum Fahrzeug hin ermöglicht wird, beispielsweise WiFi-Signale oder Bluetooth- Signale zu den Mobilfünkgeräten der Fahrzeuginsassen zu senden bzw. zu empfangen. Dafür sind sogenannte Funkmoduls üblich, mit denen Funksignale aus dem Fahrzeuginnenraum empfangen bzw. gesendet werden können. Soweit diese Funktionalität für ein Fahrzeug gewünscht wird, kann das entsprechende Datenmodul auch ein Funkmodem umfassen.

In der einfachsten Bauform bei Verwendung von Funkmodems ist es vorgesehen, dass Funkmodem und das Antennenmodul jeweils separate Bauteile bilden. Im Hinblick auf eine hohe Kosteneffizienz ist es vorteilhaft, wenn das Funkmodem in das Antennenmodul integriert ist, so dass eine Baugruppe die Funktionalität sowohl des Antennenmoduls als auch der Funktionalität des Funkmodems realisiert.

Zur Befestigung des Dachmoduls am Fahrzeug dienen häufig metallische Karosserieelemente, beispielsweise Trägerbleche oder Blechrahmen, die eine entsprechende mechanische Stabilität aufweisen. Um die Funktionalität des Antennenmoduls beim Senden bzw. Empfangen von Funksignalen von außerhalb des Fahrzeuges nicht zu behindern, ist es vorteilhaft, wenn das Antennenmodul auf der nach außen weisenden Seite des Karosserieelements angeordnet ist. Zugleich ist es vorteilhaft, wenn das Funkmodem auf der nach innen weisenden Seite des Karosserieelements angeordnet ist, um den Abstrahlbereich des Funkmodems in den Fahrzeuginnenraum hinein nicht durch das Karosserieelement zu stören.

Bei der Befestigung der Umfeldsensoren bzw. der Antennenmodule auf dem Fahrzeugdach ist eine hohe Präzision erforderlich, die sowohl die Positionierung der einzelnen Umfeldsensoren bzw. Antennenmodule auf dem Fahrzeugdach als auch die Position der Umfeldsensoren bzw. Antennenmodule relativ zueinander betrifft. Um diese exakte Positionierung der Antennenmodule bzw. Umfeldsensoren zu erleichtern, ist es besonders vorteilhaft, wenn zumindest ein Umfeldsensor und zumindest ein Antennenmodul auf einem gemeinsamen Trägerelement befestigt sind. Im Ergebnis können dann beispielsweise alle Umfeldsensoren und alle Antennenmodule des Dachmoduls auf dem gemeinsamen Trägerelement vormontiert und anschließend dann gemeinsam mit dem Trägerelement auf dem Fahrzeugdach befestigt werden. Das Trägerelement kann dann mit entsprechender Präzision vorgefertigte Aufnahmen zur Fixierung der Umfeldsensoren bzw. Antennenmodule aufweisen, so dass sich zumindest die notwendige Positionierung ergibt.

Wie viele Umfeldsensoren bzw. Antennenmodule auf dem Trägerelement befestigt sind, ist grundsätzlich beliebig. Bei einer bevorzugten Ausfiihrungsvariante ist es vorgesehen, dass das Trägerelement die Befestigung eines Antennenmoduls zwischen zwei Umfeldsensoren ermöglicht.

Für bestimmte Umfeldsensoren ist es erforderlich, dass Streulicht vermieden wird. Deshalb ist es bekannt, zwischen den einzelnen Umfeldsensoren Streulichtblenden anzuordnen. Sobald eine solche Streulichtblende vorgesehen werden soll, kann diese vorteilhaft in das Trägerelement integriert werden. An die Streulichtblende selbst kann das Antennenmodul befestigt werden, so dass es die gewünschte Positionierung in den beiden Umfeldsensoren erhält. Soweit das Antennenmodul ein separates Bauteil darstellt, kann es lösbar am Trägerelement befestigt werden. Alternativ dazu kann das Antennenmodul auch in das Trägerelement integriert werden. Dazu kann das Antennenmodul unlösbar auf der Oberfläche des Trägerelements angebracht sein. Besonders kostengünstig lässt sich das Antennenmodul herstellen, wenn es auf einer Oberfläche des Trägerelements aufgedruckt ist.

Alternativ zum Aufdrucken des Antennenmoduls kann diese auch in ein Kunststoffteil des Dachmoduls eingespritzt werden. Dazu wird das Antennenmodul mit dem Kunststoff des spritzgegossenen Kunststoffbauteils umspritzt. Insbesondere kann das Antennenmodul in das Trägerelement eingespritzt werden. Denkbar ist auch das Einspritzen des Antennenmoduls in ein Flächenbauteil aus Kunststoff, das die Dachhaut des Fahrzeugs bildet.

Um eine möglichst vollständige Funkabdeckung zu erreichen, ist es vielfach nicht ausreichend, die Funksignale nur von einer Position des Fahrzeugs zu senden bzw. zu empfangen. Insbesondere durch Abschattungen kann es zu großen Störbereichen kommen, die die Funktionalität des Antennenmoduls unzulässig stören. Um dies zu vermeiden, ist es besonders vorteilhaft, wenn das Dachmodul zumindest ein vorderes Antennenmodul und zumindest ein hinteres Antennenmodul umfasst. Das vordere Antennenmodul kann dann Funksignale aus dem Bereich des Fahrzeuges empfangen bzw. senden. Das hintere Antennenmodul kann Funksignale aus dem Bereich hinter dem Fahrzeug empfangen bzw. nach hinten senden.

Welche Art von Funkdiensten von dem Antennenmodul bedient werden, ist grundsätzlich beliebig. Vorteilhaft ist es, wenn das Antennenmodul Radiosignale und/oder Mobilfunksignale und/oder WiFi-Signale und/oder Bluetooth-Signale und/oder GPS- Signale und/oder Car-to-Car-Kommunikationssignale (DSRC) und/oder Car-to-X- Kommunikationssignale (DSRC) empfangen und/oder senden kann.

Besonders große Vorteile bietet das erfindungsgemäße Dachmodul im Hinblick auf die Car-to-Car-Kommunikations- bzw. im Hinblick auf die Car-to-X- Kommunikationssignale. Um diese abbilden zu können, sollte das Antennenmodul bevorzugt in der Art einer DSRC-Patchantenne ausgebildet sein. Welche Art von Umfeldsensor in das erfindungsgemäße Dachmodul eingebaut wird, ist grundsätzlich ebenfalls beliebig. Besonders große Vorteile bietet das erfindungsgemäße Dachmodul bei Umfeldsensoren, die in der Art eines Lidar-Sensors und/oder in der Art eines Radar-Sensors und/oder in der Art eines Kamera-Sensors und/oder in der Art eines Multikamera-Sensors ausgebildet sind.

Grundsätzlich kann das Dachmodul nach der Erfindung sowohl bei Personenkraftwagen als auch bei Nutzfahrzeugen, wie Lieferwägen oder Zugmaschinen für LKW, zum Einsatz kommen. Es kann als reines Festdach ausgebildet sein oder auch mit einem 15 Dachöffnungssystem versehen sein und damit eine verschließbare Dachöffnung ausbilden.

Des Weiteren bildet das Dachmodul nach der Erfindung vorzugsweise eine Baueinheit, die in integrierter Weise Einrichtungen zum autonomen Fahren oder zum teilautonomen, durch Fahrzeugassistenzsysteme unterstützten Fahren umfasst und die auf Seiten 20 eines Fahrzeugherstellers auf einen Fahrzeugrohbau aufsetzbar ist. Die Erfindung hat auch ein Kraftfahrzeug mit einem Dachmodul der vorstehend beschriebenen Art zum Gegenstand.

Ausführungsbeispiele des Gegenstandes der Erfindung sind in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt: Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines Dachmoduls im schematisierten Längsschnitt;

Fig. 2 das Dachmodul gemäß Fig. 1 bei Anordnung auf einem Fahrzeugdach in schematisierter Ansicht von oben;

Fig. 3 den Strahlengang des Antennenmoduls im Dachmodul gemäß Fig. 1 in schematisierter seitlicher Ansicht; Fig. 4 eine zweite Ausführungsform eines Dachmoduls bei Anordnung auf einem Fahrzeugdach in schematisierter Ansicht von oben;

Fig. 5 das Dachmodul gemäß Fig. 4 in schematisierter seitlicher Ansicht; Fig. 6 ein Trägerelement zur Fixierung eines Antennenmoduls in einem Dachmodul in perspektivischer seitlicher Ansicht;

Fig. 7 das Trägerelement gemäß Fig. 6 in seitlicher Ansicht;

Fig. 8 das Trägerelement gemäß Fig. 6 in Ansicht von vorne; und Fig. 9 eine zweite Ausführungsform eines Trägerelements in Ansicht von vorne.

Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Dachmoduls 01. Das Dachmodul 01 umfasst ein Flächenbauteil 02, das die Dachhaut 03 eines Fahrzeuges bildet. An den zur Fahrzeugfront weisenden Enden des Flächenbauteils 02 ist eine Abdeckung 04 vorgesehen. Das Flächenbauteil 02 und die Abdeckung 04 schützen einen Trockenbereich 05 im Dachmodul 01.

Im Trockenbereich 05 sind ein Umfeldsensor 06, beispielsweise ein Lidar-Sensor oder ein Radar-Sensor und ein Antennenmodul 07 angeordnet. Sowohl Umfeldsensor 06 als auch Antennenmodul 07 sind auf einem Karosserieelement 08 befestigt, das den Trockenbereich 05 nach unten hin begrenzt. Der Strahlengang der vom Umfeldsensor 06 abgegebenen elektronischen Signale 09, bei dem es sich beispielsweise um Laserstrahlen handeln kann, ist in Fig. 1 strichpunktiert angedeutet. Der Strahlengang der vom Antennenmodul 07 empfangbaren bzw. sendbaren Funksignale 10 ist in Fig. 1 ebenfalls strichliniert angedeutet. Man erkennt, dass die Abstrahlung der Funksignale 10 durch das Sensorgehäuse des Umfeldsensors 06 im Wesentlichen nicht abgeschattet wird, da das Antennenmodul 07 und der Umfeldsensor 06 im Dachmodul 01 nebeneinander auf der gleichen Höhe des Fahrzeugdachs angeordnet sind. Das Flächenbauteil 02 besteht dabei aus Kunststoff, um den Durchgang der Funksignale 10 des Antennenmoduls 07 nicht zu stören.

Zusätzlich enthält das Dachmodul 01 ein Funkmodem 11, das auf der Unterseite des Karosserieelements 08 befestigt ist. Der Strahlengang der vom Funkmodem 11 abgegebenen bzw. empfangenen Funksignale 12 ist in Fig. 1 ebenfalls strichliniert angedeutet. Durch die Anordnung des Funkmodems 11 auf der zum Fahrzeuginnenraum gerichteten Seite des Karosserieelements 08 werden die Funksignale 12 nicht gestört. Fig. 2 zeigt ein Fahrzeug 13, an dessen Fahrzeugdach 14 ein der zur Fahrzeugfront weisenden Seite das Dachmodul 01 befestigt ist. Man erkennt in Figur 2 die Anordnung des Umfeldsensors 06 und des Antennenmoduls 07 und des Funkmodems 11 in ihrer relativen Lage zueinander. Insgesamt umfasst das Dachmodul 01 drei Umfeldsensoren 06 und zwei Antennenmodule 07, wobei die Antennenmodule 07 jeweils zwischen zwei benachbarten Umfeldsensoren 06 angeordnet sind.

Fig. 3 zeigt das Fahrzeug 13 im Bereich des Fahrzeugdachs 14 in schematisierter seitlicher Ansicht. Man erkennt den Strahlengang der Funksignale 10 des Antennenmoduls 07. Durch die Anordnung des Dachmoduls 01 am höchsten Punkt des Fahrzeugdachs 14 kann eine im Wesentlichen vollständige Abdeckung des Funkbereichs sowohl nach vorne als auch nach hinten erreicht werden. Die Funksignale 12 des Funkmodems 11 erreichen eine vollständige Funkabdeckung für den Fahrzeuginnenbereich.

Fig. 4 zeigt eine zweite Ausfuhrungsform eines erfindungsgemäßen Dachmoduls 15 in Ansicht von oben. Das Dachmodul 15 umfasst wiederum drei Umfeldsensoren 06, zwei Antennenmodule 07 und ein Funkmodem 11 an der zur Fahrzeugfront weisenden Seite. Zusätzlich sind im Dachmodul 15 auf der zum Fahrzeug heckweisenden Seite drei weitere Umfeldsensoren 06 und zwei weitere Antennenmodule 07 vorgesehen. Zusätzlich bildet das Dachmodul 15 ein Antennenmodul 16 zum Empfang von Radiosignalen, ein Antennenmodul 17 zum Empfang von Mobilfunksignalen und ein Antennenmodul 18 zum Empfang von GPS-Signalen. Die Antennenmodule 07 sind dabei in der Art von DSRC-Patchantennen ausgebildet und dienen insbesondere der Car-to-Car- Kommunikation bzw. der Car- to-X- Kommunikation.

Fig. 5 zeigt das Dachmodul 15 mit dem Antennenmodul 07 in seitlicher Ansicht. Man erkennt die Funksignale 10 der Antennenmodule 07 als strichlinierte Andeutung. Aufgrund der Anordnung von Antennenmodulen sowohl auf der zum Fahrzeugheck weisenden Seite als auch auf der zur Fahrzeugfront weisenden Seite wird trotz der Abschattung durch das Fahrzeugdach eine gute Funküberdeckung sowohl nach vome als auch nach hinten ermöglicht.

Fig. 6 zeigt ein Trägerelement 19 zur Befestigung eines Antennenmoduls 20 in einem erfindungsgemäßen Dachmodul. Das Antennenmodul 20 ist dabei in der Art einer DSRC-Patchantenne ausgebildet und besonders für die Car-to-Car-Kommunikation bzw. Car-to-X-Kommunikation geeignet. Das Trägerelement 19 besteht aus Kunststoff und beinhaltet eine Aufnahme 21 , in die das Antennenmodul 20 von oben fixierend eingesteckt werden kann. Das Trägerelement 19 umfasst darüber hinaus zwei Aufnah- men 22 und 23, an denen zwei in Fig. 6 nicht dargestellte Umfeldsensoren befestigt werden können. Der Bereich zwischen den beiden Aufnahmen 22 und 23 ist dabei in der Art einer Streulichtblende 24 ausgebildet. Das Antennenmodul 20 ist also bereits an der Streulichtblende 24 fixiert.

Fig. 7 zeigt das Trägerelement 19 beim Einstecken des Antennenmoduls 20 von oben in die Aufnahme 21.

Fig. 8 zeigt das Trägerelement 19 mit den beiden Aufnahmen 22 und 23 in Ansicht von vorne. Die Streulichtblende 24 ist dabei im Teilschnitt dargestellt. Man erkennt dadurch das Antennenmodul 20, das von oben in die Aufnahme 21 eingesteckt ist.

Fig. 9 zeigt eine zweite Ausführungsform 25 eines Trägerelements zum Einbau in einem Dachmodul. Das Trägerelement 25 beinhaltet wiederum zwei Aufnahmen 26 und 27, an denen jeweils ein in Fig. 9 nicht dargestellter Umfeldsensor befestigt werden kann. Im Bereich hinter der in Fig. 9 im Teilschnitt dargestellten Streulichtblende ist ein Antennenmodul 28 auf die Kunststoffoberfläche des Trägerelements 25 aufgedruckt.

Bezugszeichenliste

01 Dachmodul

02 Flächenbauteil 03 Dachhaut

04 Abdeckung

05 Trockenbereich

06 Umfeldsensor

07 Antennenmodul 08 Karosserieelement

09 elektromagnetisches Signal (Umfeldsensor)

10 Funksignal (Antennenmodul)

11 Funkmodem

12 F unksignal (F unkmodem) 13 Fahrzeug

14 Fahrzeugdach

15 Dachmodul

16 Antennenmodul

17 Antennenmodul 18 Antennenmodul

19 Trägerelement

20 Antennenmodul

21 Aufnahme

22 Aufnahme 23 Aufnahme

24 Streulichtblende

25 Trägerelement

26 Aufnahme

27 Aufnahme 28 aufgedrucktes Antennenmodul